Dottie West


Dottie West

Dottie West (* 11. Oktober 1932 in McMinnville, Tennessee als Dorothy Marie Marsh; † 4. September 1991) war eine US-amerikanische Country-Sängerin.

Inhaltsverzeichnis

Anfänge

Dottie hatte eine ungewöhnlich harte Kindheit. Sie war die älteste von zehn Kindern einer bitterarmen Familie, die von einem trunksüchtigen und gewalttätigen Vater beherrscht wurde. Friedliche und angenehme Momente gab es nur, wenn man gemeinsam vor dem Radio der Grand Ole Opry zuhörte oder selbst musizierte.

Trotz aller Schwierigkeiten schaffte Dottie den High School Abschluss und bekam ein Stipendium für ein Musik-Studium an der Tennessee Tech. Während ihres Studiums arbeitete sie als Sängerin. Sie verliebte sich in den Gitarristen Bill West. 1953 heirateten die beiden, wenig später bekam das Paar zwei Söhne. Nach Abschluss des Studiums zog die Familie nach Cleveland. Hier trat Dottie regelmäßig im lokalen Fernsehen auf. 1958 wurde die Tochter Shelly geboren. Drei Jahre später zog die Familie nach Nashville.

Karriere

1963 gelang es Dottie West, einen Song für Jim Reeves zu schreiben. Jim Reeves verschaffte ihr anschließend einen Plattenvertrag bei RCA. Verantwortlicher Produzent war Chet Atkins. Ihre erste Single, Love Is No Excuse - ein Duett mit Jim, erreichte die Top-10. Ihr nächster Hit war 1964 die Eigenkomposition Here Comes My Baby. Für diesen Song wurde sie als erster weiblicher Country-Star mit einem Grammy ausgezeichnet. Sie trat jetzt regelmäßig in der Grand Ole Opry auf und hatte weiter Hits. 1973 gelang ihr mit dem Coca-Cola-Werbe-Song Country Sunshine einen über die Country-Szene hinausgehenden landesweiten Erfolg.

Anfang der 70er Jahre wandelte sich Dotties Erscheinungsbild. War sie bis dahin in einem eher unkleidsamen oder sogar züchtigen Outfit aufgetreten, erschien sie plötzlich im hautengen, glänzenden Dress auf der Bühne. Der leicht heisere Touch ihrer Stimme tat ein Übriges, um sie zu einem Sex-Symbol zu machen. In diesen Jahren galt sie als Nashvilles Schönste. 1972 heiratete sie den zwölf Jahre jüngeren Bryan Metcalf. Sie spielte einige Duetts mit Don Gibson und Kenny Rogers ein, und schaffte damit mehrere Nummer-1-Hits. Dottie West befand sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und ihres Lebens. Ihre Musik entfernte sich immer mehr vom Country-Sound. Die Songs wurden poppiger und enthielten verschiedentlich Rock-Elemente.

Mitte der 80er Jahre begann ein dramatischer Abstieg. Die Plattenerfolge blieben aus. Sie begann zu trinken. 1983 heiratete sie den 23 Jahre jüngeren Al Winters. Die Ehe hielt nur zwei Jahre. 1990 meldete sie Privat-Konkurs an. Zeitweise lebte Dottie in ihrem Tournee-Bus. Aber sie kämpfte, hatte weiterhin Auftritte und bereitete ein Comeback vor. Am 4. September 1991 starb Dottie West im Alter von 59 Jahren an den Folgen eines Autounfalls.

Diskografie (Alben)

  • 1964 - Country Girl Singing Sensation (Starday)
  • 1965 - Queens Of Country Music (Starday)
  • 1965 - Here Comes My Baby (RCA)
  • 1966 - Suffer Time (RCA)
  • 1967 - With All My Heart And Soul (RCA)
  • 1967 - Dottie West Sings Sacred Ballads (RCA)
  • 1967 - I'll Help You Forget Her (RCA)
  • 1968 - What I'm Cut Out To Be (RCA)
  • 1968 - Country Girl (RCA)
  • 1969 - Feminine Fancy (RCA)
  • 1969 - Rings Of Gold (RCA)
  • 1969 - Dotty Sings Eddy (Arnold) (RCA)
  • 1970 - Makin' Memories (RCA)
  • 1970 - Country And West (RCA)
  • 1970 - Forever Yours (RCA)
  • 1970 - Country Boy & Country Girl (RCA)
  • 1970 - Making Believe (Nashville)
  • 1977 - When Its Just You And Me (Liberty)
  • 1979 - Special Delivery (Liberty)
  • 1981 - Once You Were Mine (Liberty)
  • 1981 - Wild West (Liberty)
  • 1982 - High Time (Liberty)
  • 1982 - Full Circle (Liberty)
  • 1983 - New Horizons (MCA)
  • 1984 - Just Dottie
  • 1996 - Essential Dottie West
  • 1997 - Are You Happy Baby

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