Dransdorf

Dransdorf
Stadt Bonn
Koordinaten: 50° 44′ N, 7° 3′ O50.7360613063267.0459914207458Koordinaten: 50° 44′ 10″ N, 7° 2′ 46″ O
Einwohner: 5.002
Postleitzahl: 53121
Vorwahl: 0228
Karte

Lage von Dransdorf in Bonn

Dransdorfer Burg

Dransdorf ist ein Stadtteil im Nordwesten der Bundesstadt Bonn, mit einer Fläche von ca. 291,1 Hektar und einer Einwohnerzahl von 5002 Personen (31. Dezember 2008).

Inhaltsverzeichnis

Lage

Dransdorf liegt etwa vier Kilometer von der Innenstadt entfernt. Angrenzend liegen die Bonner Stadtteile Tannenbusch im Norden, Weststadt im Nordosten, Endenich im Südosten und Lessenich/Meßdorf im Süden sowie die Gemeinde Alfter im Westen. Der Großteil Dransdorfs liegt relativ tief, entsprechend den zum Rhein hin gelegenen Stadtteilen. Richtung Meßdorf steigt das Gelände mit dem Dransdorfer Berg steil an. Darüber breitet sich das Meßdorfer Feld aus.

Geschichte

Bunker am Dransdorfer Berg

Erste Siedlungsfunde auf Dransdorfer Gebiet stammen aus der Römerzeit.

Mittelalter

1139 wird ein Cuno von Travinstorp namentlich erwähnt, auf diesen wird die Dransdorfer Burg zurückgeführt. 1224 taucht der Ort im Namen des Ritters Lambertus de Draynstorp auf.

Neuzeit

Herrschaft Dransdorf

Der im Jahr 1604 geborene Constantin von Lyskirchen (1604 bis 1672), war der Sohn des Bürgermeisters und seiner Ehefrau Gertrud von Reck. Er war Enkel und Urenkel von Kölner Bürgermeistern und nannte sich Herr zu Dransdorf, nach der seit dem 16. Jahrhundert im Besitz der kölner Familie Lyskirchen befindlichen Herrschaft bei Bonn. Constantin heiratete im Jahr 1631 die Bürgermeistertochter Margarethe von Rottkirchen (1609 bis 1665), die ihm im Lauf der Ehe sechs Töchter gebar. Lyskirchen war zwischen 1640/41 und 1670/71 Bürgermeisterder Stadt Köln. Eine Abbildung zeigt ihn mit Schwertgehänge und Degen, sodass man annimmt, er sei als Vertreter des Adels dargestellt worden. Constantin lebte von seinen Einkünften als Rentier und Großgrundbesitzer.[1]

Steuerdokumente von 1658/64 führen für Dransdorf 17 Höfe auf. 1689 wurde das Dorf bei einer Belagerung Bonns zerstört.

1897 erhielt Dransdorf einen Haltepunkt an der Vorgebirgsbahn, 1898 ein Bahnbetriebswerk. 1912 bzw. 1927 wurde die Kirchengemeinde schrittweise selbstständig. Im Zweiten Weltkrieg entstand 1941-1943 ein Bunker am Dransdorfer Berg.

In den 1960ern entstand eine Hochhaussiedlung, die den Ort als sozialen Brennpunkt gelten ließ. Im Rahmen eines sogenannten „Integrierten Handlungskonzeptes zur Verbesserung der Lebensqualität“ wurde diese Siedlung saniert, dazu kamen weitere Maßnahmen wie die Schaffung des Grünzugs Bonn-Nord, eine Ortsumgehungsstraße und weitere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen.

Verkehr

Der Stadtteil hat eine sehr gute verkehrsinfrastrukturelle Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz der Stadt. Mit mehreren Buslinien, den Stadtbahnlinien 18 und 68 am Bahnhof Dransdorf der Vorgebirgsbahn und den Linien 63 und 16 an der Haltestelle Tannenbusch Süd an der Rheinuferbahn lassen sich in kurzer Zeit die Innenstadt sowie weitere Zentren erreichen.

Literatur

  • Werner Schäfke, Könischer Bildersaal : Die Gemälde im Bestand des Kölnischen Stadtmuseums einschließlich der Sammlung Porz und des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds . Verlag: Köln : Kölnisches Stadtmuseum (1. Januar 2006), ISBN 392739694X

Einzelnachweise

  1. Werner Schäfke, Könischer Bildersaal : Die Gemälde im Bestand des Kölnischen Stadtmuseums einschließlich der Sammlung Porz und des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds , S.295

Weblinks

 Commons: Dransdorf – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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