Duisburg

ï»ż
Duisburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Duisburg Deutschlandkarte, Position der Stadt Duisburg hervorgehoben
51.4351472222226.762691666666733
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: DĂŒsseldorf
Höhe: 33 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 232,81 kmÂČ
Einwohner:

489.599 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 2103 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen: 47051–47279
Vorwahlen: 0203
02065 (Rheinhausen)
02066 (Homberg/Hochheide)
02841 (Baerl)
02844 (Binsheim)
02151 (Rumeln-Kaldenhausen)
Kfz-Kennzeichen: DU
GemeindeschlĂŒssel: 05 1 12 000
Stadtgliederung: 7 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Burgplatz 19
47051 Duisburg
Sammeladresse: 47049 Duisburg
WebprÀsenz: www.duisburg.de
OberbĂŒrgermeister: Adolf Sauerland (CDU)
Lage von Duisburg in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen MĂŒlheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann DĂŒsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis DĂŒren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna MĂ€rkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln StĂ€dteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis StĂ€dteregion Aachen Kreis Euskirchen MĂŒnster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis GĂŒtersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-LĂŒbbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild

Die kreisfreie Stadt Duisburg ( [ˈdyːsbÊŠÉÌŻk]?/i, regional [ˈdyːsbÊŠÉ™ÌŻĂ§]) liegt zugleich am Niederrhein und am westlichen Rand des Ruhrgebietes. Die Halbmillionenmetropole ist nach Köln, DĂŒsseldorf, Dortmund und Essen die fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Stadt Nordrhein-Westfalens. Das Oberzentrum am Niederrhein nimmt auf der Liste der GroßstĂ€dte in Deutschland den Platz 15 ein. Duisburg gehört zum Regierungsbezirk DĂŒsseldorf und war 2010 zusammen mit anderen StĂ€dten des Ruhrgebiets (RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas) Kulturhauptstadt Europas.

Inhaltsverzeichnis

Duisburg 1647. Kupferstich MatthÀus Merian

Die an der RuhrmĂŒndung und dem Ausgangspunkt des historischen Hellwegs gelegene Metropole entwickelte sich bereits im Mittelalter zu einem urbanem Handelszentrum, verlor jedoch im 13. Jahrhundert auf Grund der Verlagerung des Rheins, die die Stadt vom Strom abschloss, erheblich an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung.

Im 19. Jahrhundert wuchs sie wegen ihrer gĂŒnstigen Lage entlang des Rheins und der NĂ€he zu den KohlelagerstĂ€tten im Ruhrgebiet auf der Basis der Eisen und Stahl erzeugenden Industrie zu einem bedeutenden Industriestandort.

Der Hafen mit seinem Zentrum im Stadtteil Ruhrort gilt als der grĂ¶ĂŸte Binnenhafen der Welt[2]. Er prĂ€gt das Bild der Stadt genauso wie die Eisen- und Stahlindustrie. Fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Roheisens stammt aus den acht[3] Duisburger Hochöfen[4] . Die traditionelle Stahlproduktion und Metallverarbeitung in Duisburg konzentriert sich zunehmend auf die Erzeugung von High-Tech-Produkten. Durch diesen seit den 1970er Jahren anhaltenden Strukturwandel (Stahlkrise) leidet die Stadt durch den RĂŒckgang des ArbeitskrĂ€ftebedarfs insbesondere in der Montanindustrie seit Jahrzehnten unter einer der höchsten Arbeitslosenquoten Westdeutschlands.

Mit der GrĂŒndung der Gesamthochschule Duisburg im Jahr 1972 – die mittlerweile in der UniversitĂ€t Duisburg-Essen aufgegangen ist – hat Duisburg auch als Wissenschafts- und Hightech-Standort an Profil gewonnen. Gleichzeitig bleibt die Logistik ein wichtiges ökonomisches Standbein der Stadt am Schnittpunkt von Ruhrgebiet und Rheinschiene.

Duisburger Wappen am Rathaus in Duisburg.

Name der Stadt

1065: Tusburch in pago Ruriggowe (MGH Diplomata Henrici IV Nr. 172).

Die erste Silbe des Namens der Stadt soll auf das germanische „dheus“ zurĂŒckgehen, was so viel wie „feuchtes Gebiet“ oder „Überschwemmungsgebiet“ bedeutet. Duisburg bedeutet demnach „befestigter Ort im Überschwemmungsgebiet“. Eine andere Deutung geht davon aus, dass der Name sich vom altdeutschen „duis“ = HĂŒgel ableitet. Danach bedeutet Duisburg so viel wie „Burg auf dem HĂŒgel“. Damit könnte die auf einer leichten Anhöhe ĂŒber dem Rhein stehende ursprĂŒngliche Hofanlage mit Graben, Wall und Palisadenzaun im Bereich des heutigen Rathauses gemeint sein.

Duisburg ist nicht der einzige Ort in Europa mit diesem Namen. Ein heutiger Ortsteil von Tervuren in Belgien, der 1977 eingemeindet wurde, trĂ€gt denselben Namen. In der niederlĂ€ndischen Provinz Gelderland gibt es eine Stadt namens Doesburg. Auch geographische Objekte tragen ein 'Duis' im Namen, wie der HĂŒgel Duisbergkopf im Quellgebiet der Wurm bei Aachen und der DĂŒesberg in MĂŒnster (Westfalen). Auch ein Stadtteil Bonns nennt sich Duisdorf.

Möglich ist auch, dass es sich bei Duisburg um das in den „Zehn BĂŒchern FrĂ€nkischer Geschichte“ des Bischofs Gregor von Tours genannte römische Dispargum handelt. In den schriftlichen ErlĂ€uterungen zum Corputiusplan des Jahres 1566 wird die IdentitĂ€t von Dispargum mit Duisburg noch als selbstverstĂ€ndlich angenommen.

Geografie

Geografische Lage

Lage der Stadt und Nachbarkreise

Duisburg liegt am Rande des niederbergischen HĂŒgellandes, an der MĂŒndung der Ruhr in den Rhein. Das Stadtgebiet erstreckt sich zu beiden Seiten dieser FlĂŒsse. Im Norden der Stadt mĂŒnden die Alte Emscher und die Kleine Emscher in den Rhein.

In der Landesplanung ist Duisburg als Oberzentrum eingestuft. Als rheinische Stadt gehört sie dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) an, als Ruhrgebietsstadt ist sie Mitglied des Regionalverbands Ruhr (RVR).

Höchste Erhebung der Stadt ist der Standort Haus Hartenfels mit 82,52 m ĂŒ. NN, der tiefste Punkt liegt mit 14,85 m ĂŒ. NN in Duisburg-Walsum (KurfĂŒrstenstraße). Die mittlere Höhenlage des Stadtkerns betrĂ€gt 33,5 m ĂŒ. NN (Duisburg-Mitte, Königstraße/Ecke Hohe Straße).

Ein Drittel der Duisburger Bevölkerung lebt durch Bergsenken unterhalb des Wasserspiegels vom Rhein in einem Poldergebiet – geschĂŒtzt durch hohe Rheindeiche und Grundwasserpumpwerke. Der Pegelnullpunkt (Sohle des Flussbetts) liegt in Ruhrort 16,09 m ĂŒ. NN.

Nutzungsarten des Duisburger Stadtgebietes

Am 31. Dezember 2009 betrug die KatasterflĂ€che der Stadt insgesamt 23.281,35 ha. Davon waren 8.544,06 ha (36,7%) GebĂ€ude- und FreiflĂ€che und 347,46 ha (1,49%) BetriebsflĂ€chen. 3.394,24 ha (14,58%) des Stadtgebietes dienten dem Verkehr. 44,69% der FlĂ€che bestand aus Wald, WasserflĂ€chen, LandwirtschaftsflĂ€chen, Parks und GrĂŒnanlagen. Duisburg gehört damit zu den StĂ€dten mit einem ĂŒberdurchschnittlichen GrĂŒnflĂ€chenanteil. Die Besiedlungsdichte geht nicht ĂŒber 15.000 Einwohner je kmÂČ hinaus. So liegt die Besiedlungsdichte in Neudorf bei etwa 10.000 Einwohnern je kmÂČ und in Hochfeld bei etwa 15.000 Einwohnern je kmÂČ.

FlÀchennutzung der Stadt Duisburg

Nachbargemeinden

Die Stadt Duisburg grenzt im Westen und Norden an die StĂ€dte Moers, Rheinberg und Dinslaken im Kreis Wesel, im Osten an die kreisfreien StĂ€dte Oberhausen und MĂŒlheim an der Ruhr, im SĂŒden an die Stadt Ratingen im Kreis Mettmann, die kreisfreie Stadt DĂŒsseldorf, die Stadt Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss und die kreisfreie Stadt Krefeld.

Die Stadt Duisburg hat sich bereits 1973 mit flussabwÀrts gelegenen Landkreisen zur Euregio Rhein-Waal zusammengeschlossen. Dazu gehören die niederrheinischen Kreise Kleve und Wesel, die StÀdte Arnheim und Nimwegen sowie einige grenznahe niederlÀndische Gemeinden.

Stadtgliederung

Stadtbezirke in Duisburg

Siehe auch Liste der Stadtteile und Stadtbezirke von Duisburg

Seit der kommunalen Neuordnung vom 1. Januar 1975 unterteilt sich das Duisburger Stadtgebiet in 46 Stadtteile, die sich auf die sieben Stadtbezirke Walsum, Hamborn, Meiderich/Beeck, Homberg/Ruhrort/Baerl, Duisburg-Mitte, Rheinhausen und Duisburg-SĂŒd verteilen. Bei der Kommunalwahl wĂ€hlen die BĂŒrger fĂŒr jeden Stadtbezirk eine Bezirksvertretung, die ĂŒber 19 Mitglieder verfĂŒgen. Außerdem besitzt jeder Stadtbezirk ein Bezirksamt.

Der Stadtbezirk Mitte ist der einzige Bezirk mit einer sechsstelligen Einwohnerzahl (105.961) und damit gleichzeitig der grĂ¶ĂŸte unter den sieben Stadtbezirken. Gefolgt wird er von Rheinhausen (77.933), Meiderich/Beeck (73.881), SĂŒd (73.321) und Hamborn (71.891). Mit 51.528 Einwohnern ist der nördlichste Bezirk Duisburgs, Walsum, der zweitkleinste, der kleinste ist Homberg/Ruhrort/Baerl, wo 41.153 Menschen leben. (Stand 2008)[5]

Dabei ist der Stadtbezirk Homberg/Ruhrort/Baerl mit einer FlĂ€che von 37,1 Quadratkilometern flĂ€chenmĂ€ĂŸig der drittgrĂ¶ĂŸte Bezirk in Duisburg, grĂ¶ĂŸer sind nur SĂŒd (49,84 kmÂČ) und Rheinhausen (38,68 kmÂČ). Die weiteren Stadtbezirke weisen FlĂ€chen zwischen 34,98 kmÂČ und 20,84 kmÂČ auf.

Klima

Durch seine Lage im Westen der Bundesrepublik weist Duisburg ein ganzjĂ€hrig gemĂ€ĂŸigtes Klima auf. Die Niederschlagssumme liegt daher bei etwa 710 mm. Dies entspricht etwa dem Deutschlanddurchschnitt. Außerdem weist Duisburg eine hohe Durchschnittstemperatur auf, der Deutsche Wetterdienst fĂŒhrt Duisburg zusammen mit Heidelberg als wĂ€rmsten Ort Deutschlands auf. Beleg hierfĂŒr ist die offiziell gĂŒltige Messperiode, welche von 1961 bis 1990 dauerte, in der die Durchschnittstemperatur in Duisburg bei 10,9° Celsius lag. Die hohe Temperatur wird zum einen begĂŒnstigt durch das Stadtklima und zum anderen durch das milde Winterklima des Niederrheins. Dabei wird das Winterklima des Niederrheins durch die NĂ€he zur Nordsee und die atlantischen Tiefdruckgebiete beeinflusst.[6]


Durchschnittliche Temperatur- und Niederschlagswerte
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5 6 10 14 19 22 24 24 20 15 9 6 Ø 14,5
Min. Temperatur (°C) 1 1 4 5 9 12 14 14 11 8 4 2 Ø 7,1
Niederschlag (mm) 65 50 55 50 50 70 70 70 60 55 65 50 ÎŁ 710
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
5
1
6
1
10
4
14
5
19
9
22
12
24
14
24
14
20
11
15
8
9
4
6
2
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
65 50 55 50 50 70 70 70 60 55 65 50
  Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Geschichte

→ Hauptartikel: Geschichte der Stadt Duisburg
Duisburg im Mittelalter (Modellaufnahme)
Duisburg und Ruhrort in der Topographischen Karte von Rheinland und Westfalen, etwa 1850
Stadtbefestigung

Römische und nachrömische Zeit

Intensive Ausgrabungen haben eine feste Besiedlung des hochwassergeschĂŒtzten „Burgplatzes“ bereits im ersten nachchristlichen Jahrhundert nachgewiesen. Die Römer unterhielten hier eine regelmĂ€ĂŸige PrĂ€senz zur Sicherung des RheinĂŒbergangs und der RuhrmĂŒndung, die den Legionen als BrĂŒckenkopf diente. Die bei Tacitus in seiner Germania (3. Kapitel) erwĂ€hnte römische Niederlassung Asciburgium, die mit Ausgrabungen bei Asberg sĂŒdlich von Moers in Verbindung gebracht wird, könnte nach Auffassung einiger Geschichtsforscher auch ein unmittelbar an dem seit der Steinzeit genutzten WestfĂ€lischem Hellweg gelegenem Umschlagplatz und somit einer der antiken Bernsteinstraßen gewesen sein; in diesem Fall der von Massilia (Marseille) ĂŒber Rhone und Rhein an die NordseekĂŒste fĂŒhrenden Handelsroute.[7]

Der „Alte Markt“ war seit dem 5. Jahrhundert der zentrale Handelsplatz der Stadt, die durch ihre Lage am Hellweg und an einer Rheinfurt ausgezeichnet war. Die erste schriftliche ErwĂ€hnung Duisburgs wird auf 883 datiert, Quelle ist die Chronik des Regino von PrĂŒm: die Normannen beziehungsweise Wikinger erobern Duisburg und ĂŒberwintern hier. Aufgrund der gĂŒnstigen geographischen Lage Duisburgs auf einer Hochterrasse am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr hatte die Stadt eine strategisch wichtige Lage. Bereits um 740 wurde mit der Anlage eines Königshofes begonnen.

Mittelalter und frĂŒhe Neuzeit

Im 10. Jahrhundert erfolgte der Ausbau des Königshofes zu einer Königspfalz.[8] Belegt sind mindestens 18 Königsaufenthalte in jenem Jahrhundert. 929 fand in der Stadt eine Reichssynode statt.

Um das 10. Jahrhundert begann man in Duisburg mit der PrĂ€gung von Pfennigen auf Kölner Schlag. Von Konrad II. (1024-1039), Heinrich III. (1039-1056) und Heinrich IV. (1056-1105) liegen Duisburger Pfennige mit selbstĂ€ndigen MĂŒnzbildern vor. Als typisch gilt das gut geschnittene Profilbild des Kaisers und die Anordnung des Stadtnamens „DI - VS - BV – RG“ in Kreuz- oder Kreisform. Einige der Pfennige scheinen auf der RĂŒckseite das Bild einer weltlichen Anlage der Pfalz zu zeigen.

Der Vertrag vom 29. Mai 1173 zwischen Kaiser Barbarossa und Graf Philipp von Flandern bezeugt, dass in Duisburg schwere Pfennige des Kölner Fußes noch im 12. Jahrhundert geprĂ€gt wurden. 1190 wurde dann zwischen Heinrich IV. und dem Kölner Erzbischof Philipp I. von Heinsberg vereinbart, dass in der Diözese Köln nur zwei MĂŒnzstĂ€tten unterhalten werden sollten, jene in Duisburg und eine in Dortmund. Im 12. Jahrhundert bricht die Duisburger MĂŒnzreihe ab.

1002 traf der Erzbischof von Köln auf Heinrich II. und krönte ihn zusammen mit dem Bischof von LĂŒttich zum König. Im Jahre 1173 bewilligte Barbarossa die Abhaltung von jĂ€hrlich zwei vierzehntĂ€gigen Tuchmessen.

Bis 1290 war Duisburg reichsfreie Stadt, dann wurde sie von König Rudolf von Habsburg gegen 2.000 Silbermark an den Grafen von Kleve verpfÀndet.

Durch die Verlagerung des Rheins von der Stadt weg, die vor etwa 1.000 Jahren geschah, und die im 13. und 14. Jahrhundert zunehmende Verlandung des toten Rheinarms wurde die wirtschaftliche Entwicklung jedoch unterbrochen. Von einer prosperierenden mittelalterlichen Stadt am Rhein, die UnterstĂŒtzung durch deutsche Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches erfuhr, Mitglied des Rheinischen StĂ€dtebundes war und als Kaufmannsstadt Handelsbeziehungen mit London, Antwerpen, BrĂŒssel und anderen bedeutenden Handelsorten hatte, entwickelte sich Duisburg nach der Jahrtausendflut 1342, auch als Magdalenenhochwasser bekannt, zu einer unscheinbaren AckerbĂŒrgerstadt. Die Duisburger Messen gingen im 14. Jahrhundert auf Frankfurt am Main ĂŒber.

Ab 1407 wurde Duisburg auf Anregung Kölns hin Mitglied der Hanse. Im Jahre 1610 wurde in DĂŒren die Duisburger Generalsynode vorbereitet. Dieses auch als Erste Reformierte Generalsynode bezeichnete Kirchentreffen fand am 7. September desselben Jahres in der Duisburger Salvatorkirche statt. Die Synode gilt als Geburtsstunde der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Das Wirken von Gerhard Mercator und die GrĂŒndung der UniversitĂ€t im Jahre 1655 schufen die Anerkennung als „Gelehrtes Duisburg“ („Duisburgum Doctum“).

1666 fiel Duisburg mit dem Herzogtum Kleve an Brandenburg beziehungsweise Preußen. 1674 verbot KurfĂŒrst Friedrich Wilhelm der Stadt, sich weiterhin als Reichsstadt zu bezeichnen.

Zeit der Industrialisierung

Markt auf dem Duisburger Burgplatz, 1850
Luftbild vom Binnenhafen, 1931
Binnenhafen, 1931
Duisburg, Stadtmauer am Innenhafen

Das AufblĂŒhen von Tabak- und Textilmanufakturen im ausgehenden 17. Jahrhundert leitete eine Entwicklung ein, die schließlich mit der Hochindustrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts und dem Ausbau der Rhein-Ruhr-MĂŒndung zum grĂ¶ĂŸten Binnenhafen der Welt zur „Montanstadt“ fĂŒhrte. Fr. Adolph W. Diesterweg schrieb noch 1829 in seiner „Beschreibung der Preußischen Rheinprovinzen“ lapidar ĂŒber Duisburg: „4.500 Einwohner, unweit der Ruhr und durch einen Kanal mit dem Rheine verbunden, treibt sehr bedeutenden Handel, hat ein Gymnasium.“

1823 wird der Landkreis Duisburg gebildet, der unter anderem auch die heutigen GroßstĂ€dte MĂŒlheim an der Ruhr, Oberhausen und Essen umfasste. Die östlichen Gebieten des Landkreises werden im Jahre 1857 abgetrennt und der neue Landkreis Essen entsteht.

1824 wurde mit dem Bau der Curtius-SchwefelsĂ€urefabrik die erste große Fabrik errichtet. 1846 wurde Duisburg an die Strecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft angebunden. Der Landkreis Duisburg wird 1873 aufgelöst. Duisburg wird Stadtkreis. Der verbleibende Landkreis erhĂ€lt seinen Sitz in der Stadt Ruhrort.

Große Industriewerke der Eisen- und Stahlindustrie (unter anderem Thyssen und Krupp) siedelten sich nördlich und sĂŒdlich von Duisburg an und bestimmten nach der Eingemeindung dieser Gebiete die Entwicklung der Gesamtstadt maßgeblich mit. Bei der Erzeugung von Eisen und Stahl herrschte zur damaligen Zeit das Prinzip „Erz kommt zur Kohle“. Kohle ist die Grundlage fĂŒr die Herstellung von Koks, das bei der Eisen- und Stahlerzeugung eine wichtige Rolle spielt. Ohne weite Transportwege erreichten Kohle und Koks die industriellen Werke in Duisburg, die von den gĂŒnstigen Standortbedingungen in unmittelbarer NĂ€he zu den Zechen, vor allem im mittleren und östlichen Ruhrgebiet, und von der Verkehrsanbindung an Rhein und Ruhr wie auch an das Schienennetz profitierten. Die Werke, die in der NĂ€he alter SiedlungsrĂ€ume entstanden, zogen Arbeiter vom Niederrhein, aus dem Deutschen Reich, den Niederlanden, Österreich und Polen an. Es entstanden neue Siedlungen um die alten Kerne und die Einwohnerzahlen wuchsen rasant. 1904 wurde Duisburg Großstadt, 1905 wurde mit der Eingemeindung Ruhrorts und Meiderichs der Ruhrorter Hafen, dessen erstes Becken 1716 gebaut wurde, mit den Duisburger HĂ€fen unter eine Verwaltung gestellt.

Weimarer Republik und Nationalsozialismus

Nach Ende des Ersten Weltkriegs 1918 herrschte auch in Duisburg Anarchie. Es gab Streiks, Straßenschlachten und Feuergefechte zwischen rechten und linken Gruppierungen. Eine Hyperinflation enteignete den Mittelstand. 1921 folgte die Besetzung der Stadt durch Franzosen und Belgier. Zu Begehung des französischen Nationalfeiertags paradierten französische Truppen am 14. Juli 1922 durch die Straßen der besetzten Stadt. Im September des Jahres 1925 verließen die französischen und belgischen Truppen die Stadt wieder, nachdem die deutsche Regierung den Dawes-Plan akzeptiert hatte. Nach einer Phase der wirtschaftlichen Beruhigung geriet die Stadt jedoch bereits Ende 1929 in eine neue Rezession. Die Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 1930er Jahre traf die Stadt besonders hart. Damals hatte sie mit 34,1 Prozent die höchste Arbeitslosenquote des deutschen Reiches.

1929 wurden Duisburg und Hamborn zur Stadt Duisburg-Hamborn zusammengelegt. Bereits 1935 wurde dieser gemeinsame Stadtkreis in Duisburg umbenannt.

In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 zerstörten Duisburger Nationalsozialisten die große Synagoge in der Junkernstraße.

Zweiter Weltkrieg

In der Zeit von 1942 bis 1944 gab es in Duisburg ein Konzentrationslager. Dieses befand sich anfangs in Duisburg-Ratingsee, wurde aber 1943 in die bereits zerbombte Diakonenanstalt am Kuhlenwall verlegt. ZunĂ€chst war das Duisburger Lager ein so genanntes Außenlager des Konzentrationslager Sachsenhausen, spĂ€ter wurde das Duisburger Lager dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt. Die Insassen kamen zwangsweise unter anderem zu AufrĂ€umarbeiten nach Luftangriffen zum Einsatz.

Als bedeutender Standort der Chemie-, Stahl- und HĂŒttenindustrie war Duisburg ein regelmĂ€ĂŸiges Angriffsziel alliierter Bomber. Dabei wurden nicht nur HĂ€fen, Gleis- und Industrieanlagen, sondern auch gezielt die zivile Bevölkerung im Rahmen der britischen Area Bombing Directive angegriffen. Durch die exponierte Lage an der EinmĂŒndung der Ruhr in den Rhein war Duisburg fĂŒr britische Bomber die Einflugschneise zum Ruhrgebiet. Die Stadt erlebte daher ab 1942 praktisch tĂ€glich Luftalarme.

Nach offizieller ZĂ€hlung der Duisburger Luftschutz-Polizei im Jahr 1945 war die Stadt 299 Bombenangriffen ausgesetzt. Neue Forschungen haben ergeben, dass es insgesamt 311 Angriffe auf die Stadt gab. Durch die immense Anzahl und Schwere der Angriffe wurde das alte Stadtbild erheblich zerstört. Bei Kriegsende waren rund 80 Prozent der WohngebĂ€ude zerstört oder stark beschĂ€digt. In den Nachkriegsjahren mussten wesentliche Bereiche der Stadt einschließlich der Infrastruktur neu aufgebaut werden. Im Rahmen dieses Wiederaufbaus verschwanden viele weitere historische Merkmale, nicht nur in der Altstadt.

Detailliertere Informationen zum Zweiten Weltkrieg finden sich im Artikel Geschichte der Stadt Duisburg.

Nachkriegszeit und Gegenwart

Überblick ĂŒber den Ostteil und das Zentrum Duisburgs mit Sechs-Seen-Platte, Bettenturm der Sportschule im Sportpark Duisburg, Schauinsland-Reisen-Arena, Salvatorkirche und Industrie im Norden

Nach der WĂ€hrungsreform war die Stadt durch einen ungebrochenen Aufstieg in allen Lebensbereichen gekennzeichnet. Kohle und Stahl wurden wieder die Motoren des Wiederaufbaus. Ende der 1950er Jahre zĂ€hlte der Arbeitsamtsbezirk Duisburg kaum Arbeitslose. Die Wirtschaftskraft der Region Duisburg war ĂŒberdurchschnittlich und lag um fast 50 Prozent ĂŒber dem Landesdurchschnitt. Es erfolgte ein gewaltiger Zustrom von Menschen in die Stadt. Bis 1961 schnellte die Einwohnerzahl auf 502.933 hoch. Trotz der Kohlenkrise, die im Jahre 1957 begann und die auch in Duisburg zur Schließung von Zechen fĂŒhrte, erlebte die Stahlindustrie in den 1960er Jahren eine gute Konjunktur. Vermehrt suchte die Industrie auslĂ€ndisches ArbeitskrĂ€ftepotential. Bedingt durch die Konjunkturkrise in der ersten HĂ€lfte der 1970er Jahre sank aber in den 1970er Jahren die Zahl der BeschĂ€ftigten.

1975 wurden die Orte Walsum, Homberg, Rheinhausen, Rumeln-Kaldenhausen und Baerl eingemeindet. Ein symboltrĂ€chtiger Arbeitskampf in Rheinhausen, mit dem die Schließung des dortigen Krupp-Stahlwerks verhindert werden sollte, erfasste ganz Duisburg und strahlte auf weite Teile des Ruhrgebiet aus. Doch letztlich blieben die massiven Streik- und Protestaktionen erfolglos, und die Krupp-HĂŒtte wurde 1993 endgĂŒltig geschlossen.

Duisburg, das 20 Jahre zuvor noch zu den deutschen StĂ€dten mit den höchsten Pro-Kopf-Steuereinnahmen zĂ€hlte, hatte aufgrund der einseitigen Industriestruktur nun mit erheblichen Standortproblemen zu kĂ€mpfen. 1988 grĂŒndeten die Stadt Duisburg und die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer deshalb in einer gemeinsamen Initiative in einem bundesweit bis dahin einmaligen Modell die Gesellschaft fĂŒr Wirtschaftsförderung Duisburg mbH. Sie wurde in sog. Public Private Partnership von verschiedenen Unternehmen und der Stadt getragen und finanziert. Sie sollte unter anderem helfen, den FlĂ€chenengpass im Stadtgebiet zu beseitigen und freigewordene IndustrieflĂ€chen fĂŒr neue Industrien und fĂŒr die Ansiedlung von Dienstleistungs- und Transportunternehmen aufzubereiten. Doch die Unternehmensneuansiedlungen konnten den Verlust der ArbeitsplĂ€tze auch im neuen Jahrtausend nicht ausgleichen.

Innenhafen, Ă€ußerer Bereich
Innenhafen, innerer Bereich

Besonders bedrohlich fĂŒr die Stadt wurden die erheblichen Kaufkraftverluste, die eine Folge der hohen Erwerbslosigkeit und des rasanten BevölkerungsrĂŒckgangs waren. Hinzu kam die zunehmende AttraktivitĂ€t benachbarter NiederrheinstĂ€dte fĂŒr EinkĂ€uferinnen und EinkĂ€ufer. Waren es frĂŒher die Anwohner des Niederrheins, die zum Einkaufen nach Duisburg fuhren, so blieben diese im Zuge der Stadtentwicklungen am Niederrhein zunehmend aus. Die Nachbarstadt Oberhausen konnte sich diesem Trend mit der Errichtung der Einkaufs-„Mall“ CentrO erfolgreich entgegenstellen, was die Abwanderung von Kaufkraft aus Duisburg hinaus jedoch zusĂ€tzlich verschĂ€rfte. Auch in Duisburg war viele Jahre lang die vieldiskutierte Ansiedlung einer „Mall“ (Arbeitstitel: MultiCasa) am Hauptbahnhof auf dem Gebiet des stillgelegten GĂŒterbahnhofs in InnenstadtnĂ€he geplant. Da der Stadtrat 2005 in einer umstrittenen Entscheidung beschloss, das BaugelĂ€nde gegen den Willen des Investors als Sondergebiet auszuweisen, ist dieses Projekt vom Tisch. Zurzeit ist geplant, dort – wie im Innenhafen – BĂŒros und Gewerbe anzusiedeln. Seit September 2008 ist das innerstĂ€dtische Einkaufszentrum, das Forum Duisburg, an der Königstraße eröffnet, welches zusammen mit dem ebenfalls neu erbauten City Palais, in dem sich die neue Mercatorhalle und ein Spielkasino befinden, den neuen Anziehungspunkt in der Stadtmitte bilden. Am Rande der Innenstadt hat sich der Innenhafen als gelungenes Beispiel einer Stadtumgestaltung etabliert, wo demnĂ€chst ein BĂŒro- und HotelgebĂ€ude mit einer NutzflĂ€che von zirka 35.000 mÂČ entstehen â€“ das sogenannte „Eurogate“. Die vorbereitenden Bauarbeiten haben bereits 2007 begonnen.

Direkt am Hauptbahnhof ist ein neues Areal mit dem Namen Duisburger Freiheit geplant.

Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

UnglĂŒcksort der Loveparade

Am 24. Juli 2010 geriet die Stadt Duisburg in den Fokus der Weltöffentlichkeit, als bei einem noch nicht geklĂ€rten Unfallgeschehen auf der Loveparade 21 Menschen bei einer Massenpanik ums Leben kamen.[9] Des Weiteren wurden 511 Personen verletzt, etwa 40 davon schwer.[10] Die Loveparade wurde u. a. auf dem GelĂ€nde des ehemaligen GĂŒterbahnhofes Duisburg Gbf unter dem Motto „The Art of Love“ veranstaltet.

Eingemeindungen

Zu Beginn des 19. Jahrhundert bildete die Stadt Duisburg im Kreis Wesel im preußischen Herzogtum Kleve zusammen mit der als Enklave im Herzogtum Berg und im Landkreis DĂŒsseldorf liegenden Ortschaft Wanheim-Angerhausen die BĂŒrgermeisterei Duisburg. Unter den klevischen StĂ€dten zĂ€hlte sie zur viertwichtigsten nach Kleve, Wesel und Xanten. Zum Stadtgebiet gehörten weitere Dörfer beziehungsweise WohnplĂ€tze und Siedlungen, wie etwa Duissern, Feldmark – das heutige Dellviertel, Neuenkamp, das heutige Neudorf und Hochfeld. 1801 wurde das zu Moers gehörende Kasslerfeld nach Duisburg umgemeindet.

1815 kam die Stadt nach dem Zusammenbruch der französischen Herrschaft wieder zu Preußen und wurde im Zuge der Verwaltungsgliederung des Preußischen Staates 1816 dem neu gebildeten Landkreis Dinslaken im Regierungsbezirk Kleve in der Provinz JĂŒlich-Kleve-Berg zugeteilt. Schon 1822/23 traten die erste Änderungen ein: Die beiden Rheinprovinzen wurden vereinigt, ebenfalls die Regierungsbezirke Kleve und DĂŒsseldorf und aus den Landkreisen Dinslaken und Essen der neue Landkreis Duisburg gebildet. 1857 schied die Stadt Duisburg durch EinfĂŒhrung der StĂ€dteordnung aus der BĂŒrgermeisterei Duisburg aus. Die BĂŒrgermeisterei Duisburg-Land bestand danach nur noch aus der Ortschaft Wanheim-Angerhausen. Im Jahre 1873 wurde Duisburg kreisfrei und 1902 das mittlerweile zum Landkreis Ruhrort gehörende Wanheim-Angerhausen wieder mit der Stadt Duisburg vereinigt.

Danach folgten weitere Eingliederungen, und zwar:

  • am 1. Oktober 1905: die StĂ€dte Meiderich (Stadtrechte seit 1895) und Ruhrort (Stadtrechte seit 1857, mit der 1904 eingegliederten Gemeinde Beeck).
  • am 1. August 1929: die Stadt Hamborn (seit 1900 kreisangehörige Stadt im Landkreis Ruhrort, spĂ€ter Dinslaken und seit 1911 Stadtkreis) sowie die Ortschaften Rahm, Huckingen, Buchholz, Wedau, Bissingheim, MĂŒndelheim, Großenbaum, Serm, Ehingen und HĂŒttenheim (alle Amt Angermund, Landkreis DĂŒsseldorf). Die neugegliederte Stadt erhielt zunĂ€chst den Namen Duisburg-Hamborn, der 1935 in „Duisburg“ geĂ€ndert wurde.
  • am 1. Januar 1975: die StĂ€dte Homberg (Stadtrechte seit 1921), Rheinhausen (gebildet 1923 aus den BĂŒrgermeistereien Friemersheim und Hochemmerich, Stadtrechte seit 1934) und Walsum (Stadtrechte seit 1958), die Gemeinde Rumeln-Kaldenhausen (bis 1950 Amt Rumeln) sowie der Ortsteil Baerl der Gemeinde Rheinkamp (bis 1950 BĂŒrgermeisterei Repelen-Baerl).[11]

Duisburg-Hamborn

„Duisburg-Hamborn“ war von 1929 bis 1935 der Name der heutigen Stadt Duisburg. Ihren Doppelnamen erhielt die neu gebildete Stadt 1929, als die beiden Stadtkreise Duisburg und Hamborn zusammen mit den im SĂŒden liegenden Gemeinden zu einem neuen Stadtkreis vereinigt wurden. 1935 wurde die Stadt in „Duisburg“ umbenannt. Schon vorher waren die Doppelnamen von Barmen-Elberfeld in Wuppertal und von Gelsenkirchen-Buer aufgegeben worden. 1940 wurde auch Krefeld-Uerdingen in Krefeld umbenannt.

Einwohnerentwicklung

→ Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Duisburg

Im Mittelalter und der frĂŒhen Neuzeit hatte die Stadt lediglich etwa 4.000 Einwohner. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung nahm die Bevölkerung in der Stadt zu. 1903 ĂŒberschritt die Bevölkerung erstmals die Zahl von 100.000. Durch Eingemeindungen in die Stadt wurde bereits 1906 die Marke von 200.000 erreicht. 1929 wurde durch neuerliche Eingemeindungen die Marke von 400.000 ĂŒberschritten. Den höchsten Stand erreichte Duisburg 1975 mit 591.635 Einwohnern, als weitere Stadtteile eingemeindet worden waren. Seit diesem Zeitpunkt nimmt die Bevölkerung kontinuierlich ab. Heute hat die Stadt etwa 493.000 Einwohner.

Demografie

Bevölkerungspyramide Duisburgs im Jahr 2006

Wie es bei nahezu allen GroßstĂ€dten der Fall ist, so ist auch Duisburg in seinen heutigen Grenzen das Ergebnis mehrerer Gebietsreformen. Die Stadt war lange Zeit die zehntgrĂ¶ĂŸte Stadt Deutschlands, da sie jedoch in den letzten 30 Jahren mehr als 17 Prozent ihrer Einwohner verloren hat, steht sie nunmehr auf dem 15. Platz. 2005/2006 wurde die Stadt von Leipzig, Dresden und NĂŒrnberg ĂŒberholt. Noch Anfang der 1970er Jahre lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt etwa 650.000 Menschen.

Auf dem Gebiet vor den großen Eingemeindungen lebten am 31. Dezember 1974 nach Angaben des Landesamtes fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 428.594 Menschen. Bis heute ist die Zahl der dort lebenden Einwohner um 24 Prozent auf knapp 325.000 gesunken. GegenĂŒber 1961 ist das sogar ein Verlust von 35 Prozent. Die Einwohnerdichte ist seit 1961 von etwa 3500 Einwohner je kmÂČ auf 2304 Einwohner je kmÂČ auf dem Gebiet vor der Gebietsreform gesunken.

Anfang der 1970er Jahre betrug der Anteil auslĂ€ndischer BĂŒrger nicht einmal sechs Prozent, heute liegt der Anteil der Menschen mit auslĂ€ndischem Pass bei etwa 15 Prozent. In den letzten zehn Jahren haben sich etwa 45.000 Menschen mit Migrationshintergrund einbĂŒrgern lassen. Insgesamt haben dem Bericht des Statistischen Bundesamtes vom Mai 2007 zufolge 25,9 % der Duisburger Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Zum Vergleich: Stuttgart 40,1 %, Frankfurt am Main 39,5 %, DĂŒsseldorf 32,3 %, Dortmund 28,1 %, Essen 21,4 %.

Der Sozialbericht 2008 der Stadt Duisburg weist einen Anteil von 32,7 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund aus – einen Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

Politik und Gesellschaft

'Stadtratswahl 2009'
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
39,0%
33,6%
8,4%
7,6%
4,4%
7,0%
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,0%
-2,4%
-1,5%
+2,4%
± 0,0%
+0,5%

An der Spitze der Stadt Duisburg stand schon seit etwa 1270 ein Rat und seit 1275 zwei BĂŒrgermeister. Der Rat hatte zehn bis 22 Mitglieder. Der Wahlmodus fĂŒr den Rat wurde mehrfach geĂ€ndert. In der Regel wechselten seine Mitglieder jĂ€hrlich am 10. August (Laurentiustag). Ab 1566 behielt sich der Herzog von Kleve das Recht, den BĂŒrgermeister und zwei RĂ€te selbst zu ernennen. Dennoch machte der Herzog hiervon kaum Gebrauch. Neben dem Rat taucht seit dem 15. Jahrhundert ein weiteres Gremium als BĂŒrgerbeteiligung auf, der „Sechzehner“. Ihm gehörten je vier Vertreter der vier Stadtviertel an. Ein weiteres grĂ¶ĂŸeres Gremium war der „Vierundzwanziger“. Jedoch kann man bei beiden Gremien nicht von einer echten BĂŒrgerbeteiligung im heutigen Sinne sprechen. Sie hatten meist nur beratende Funktion. 1713 wurde die freie Ratswahl vorĂŒbergehend aufgehoben. 1807 wurde in französischer Zeit die Munizipalverfassung mit einem Munizipalrat eingefĂŒhrt. Seit 1856 gab es „Stadtverordnete“, spĂ€ter Ratsherren. Die Leitung der Stadt ĂŒbernahm in französischer Zeit der Maire, in preußischer Zeit ein BĂŒrgermeister beziehungsweise spĂ€ter OberbĂŒrgermeister.

WĂ€hrend der Zeit der Nationalsozialisten wurde der OberbĂŒrgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die MilitĂ€rregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen OberbĂŒrgermeister ein und fĂŒhrte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewĂ€hlten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wĂ€hlte anfangs aus seiner Mitte den OberbĂŒrgermeister als Vorsitzenden und ReprĂ€sentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tĂ€tig war. Des Weiteren wĂ€hlte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1997 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen OberbĂŒrgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und ReprĂ€sentant der Stadt.

2004 wurde zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren ein OberbĂŒrgermeister gewĂ€hlt, der nicht der SPD angehört. Adolf Sauerland, CDU, gewann im zweiten Wahlgang mit 61,2 Prozent gegen seine VorgĂ€ngerin BĂ€rbel Zieling, SPD.[12] 2011 wurden mehr als 55.000 Unterschriften fĂŒr seine Abwahl gesammelt. Der BĂŒrgerentscheid muss bis MĂ€rz 2012 durchgefĂŒhrt werden.[13]

In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung. Diese werden bei jeder Kommunalwahl neu gewĂ€hlt. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der BezirksbĂŒrgermeister (ehem. Bezirksvorsteher). Die SPD stellt seit der letzten Wahl sechs BezirksbĂŒrgermeister: Winfried Boeckhorst (Rheinhausen), Hans-Joachim Paschmann (Homberg/Ruhrort/Baerl), Dietmar Elias (SĂŒd), Daniela StĂŒrmann (Meiderich/Beeck), Uwe Heider (Hamborn) und Heinz PlĂŒckelmann (Walsum). Ein BezirksbĂŒrgermeister gehört der CDU an. Dieser ist Hartmut Spieckermann im Bezirk Mitte.

BĂŒrgermeister bis 1876

Die OberbĂŒrgermeister seit 1876

Die Oberstadtdirektoren 1946 bis 1997

  • 1946–1956: Gustav Klimpel
  • 1956–1960: Fritz Seydaack
  • 1960–1967: Gerhard Bothur (SPD)
  • 1967–1978: Ernst Caumanns (SPD)
  • 1978–1986: Herbert KrĂ€mer (SPD)
  • 1986–1994: Richard R. Klein (SPD)
  • 1994–1997: Norbert Giersch (SPD)

Der Stadtrat

→ Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Duisburg

Der Stadtrat der Stadt Duisburg hat insgesamt 74 Mitglieder. Bei der letzten Wahl im September 2009 verteilten sie sich wie folgt auf die Parteien:

SPD CDU GrĂŒne Die Linke FDP BL SGU JUDU DAL FW-BU Gesamt
2009 29 25 6 6 3 1 1 1 1 1 74

[14]

Es regiert eine "Haushaltsmehrheit" aus SPD, BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen und Die Linke.

→ Siehe auch: Kommunalwahl in Duisburg 2009

Finanzielle Situation der Stadt

Ähnlich wie viele andere GroßstĂ€dte steckt Duisburg seit Jahren in einer finanziellen Krise. So genannte Kassenkredite sollen eigentlich nur kurzfristige EngpĂ€sse vermeiden. Die gelegentliche LiquiditĂ€tsspritze wurde jedoch fĂŒr zahlreiche Gemeinden zum Dauertropf.

Im Duisburger Entwurf fĂŒr das Haushaltsjahr 2006 wurde als Höchstbetrag fĂŒr Kassenkredite 1,25 Milliarden Euro festgelegt (0,7 Mrd. 2004).[15] Durch die so genannte Haushaltsicherung soll die Neuverschuldung beendet werden. Das wird in Duisburg fĂŒr 2013 bis 2019 angestrebt. Danach könnten Alt-Schulden abgetragen werden. Duisburg steht unter der Kommunal- und Finanzaufsicht der Bezirksregierung DĂŒsseldorf.

Stadtwappen

Ehemaliges Wappen der Stadt Duisburg

Das Wappen der Stadt Duisburg zeigt in von Gold und Rot geteiltem Schild oben einen wachsenden, rot gezungten schwarzen Doppeladler, unten eine dreitĂŒrmige silberne gezinnte Burg. Die Stadtflagge ist weiß-rot belegt mit dem Wappen. Das Wappen wurde der Stadt am 31. Januar 1977 vom RegierungsprĂ€sidenten in DĂŒsseldorf verliehen. Es ist jedoch bereits im Jahre 1527 bezeugt. Es kann teilweise als „redendes“ Wappen bezeichnet werden, denn die Burg weist auf den Namen der Stadt hin. Der Reichsadler deutet auf die Zugehörigkeit zum Reich und weist auf die ehemalige Reichsfreiheit hin, die jedoch bereits 1290 an die Herren von Kleve verpfĂ€ndet war. Die Farben Rot und Weiß verweisen auf die ehemalige Zugehörigkeit der Stadt zur Hanse.

StÀdtepartnerschaften

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand der Gedanke der StÀdtepartnerschaften in Europa, dessen Ziele es waren, die AnnÀherung ehemaliger Kriegsgegner zu fördern und den Frieden in Europa wiederherzustellen. In diesem Sinne schloss die Stadt Duisburg mit der britischen Hafenstadt Portsmouth im Jahr 1950 ihre erste StÀdtepartnerschaft, die noch heute sehr lebendig ist, was unter anderem in vielfÀltigen Austauschprogrammen zum Ausdruck kommt. Der 1948 in Duisburg stationierte britische Stadtkommandant Captain Colin Hutchison, der persönliche Kontakte nach Portsmouth hatte, schlug seinerzeit die StÀdtepartnerschaft vor. Ebenso lebendig ist die Partnerschaft zur französischen Hafenstadt Calais, die seit 1964 besteht.

Heute sind die Ziele der StĂ€dtepartnerschaften weitaus umfangreicher. Sie reichen von der UnterstĂŒtzung des Prozesses der europĂ€ischen Einigung ĂŒber die weltweite VölkerverstĂ€ndigung bis hin zur Förderung wirtschaftlicher und kultureller Interessen. So schloss die Stadt Duisburg in der Vergangenheit beispielsweise StĂ€dtepartnerschaften mit der chinesischen Stadt Wuhan oder der tĂŒrkischen Stadt Gaziantep. Im MĂ€rz 2011 wurde eine StĂ€dtepartnerschaft mit dem US-amerikanischen Fort Lauderdale geschlossen.

Die Stadt Duisburg unterhÀlt mit folgenden StÀdten eine StÀdtepartnerschaft:

Religionen

Duisburg gehörte im Mittelalter zum Bistum LĂŒttich, spĂ€ter zum Erzbistum Köln.

Protestantische Kirchen
Salvatorkirche

1543 wurde auf Beschluss des Rates der Stadt im evangelischen Sinne gepredigt und in den Folgejahren auch das Abendmahl in beiderlei Gestalt („Brot und Wein“) gefeiert, so dass bis 1555 die Reformation endgĂŒltig Fuß fassen konnte. Vorherrschend war das reformierte Bekenntnis. 1610 wurde in der Duisburger Salvatorkirche der Synodalverband der reformierten Gemeinden JĂŒlich, Kleve und Berg gegrĂŒndet, zu dem auch die Gemeinde in Duisburg gehörte. Die Gegenreformation konnte sich nicht durchsetzen. 1727 bildete sich auch eine lutherische Gemeinde. Beide Konfessionen vereinigten sich 1891 zur unierten Gemeinde von Duisburg. In preußischer Zeit wurde Duisburg Sitz einer Superintendentur innerhalb der Rheinischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen, aus der spĂ€ter der Kirchenkreis Duisburg innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland hervorging. Walsum gehört zum Kirchenkreis Dinslaken und das linksrheinische Duisburg zum Kirchenkreis Moers. Duisburg ist Sitz der großen evangelischen Hilfsorganisation Kindernothilfe.

Römisch-Katholische Kirche
Liebfrauenkirche

Die nach der Reformation in Duisburg verbliebenen Katholiken gehörten weiterhin zum Erzbistum Köln. Nach dessen Auflösung 1801 kam Duisburg zum Bistum MĂŒnster. Seit 1958 gehören die Pfarrgemeinden in den damaligen Grenzen Duisburgs zum neu gegrĂŒndeten Bistum Essen. Nach der 2006 erfolgten Neuordnung der Pfarreienstruktur sind dies die Pfarreien St. Norbert, St. Johann (beide Hamborn), St. Michael (Meiderich), Liebfrauen (Mitte) und St. Judas ThaddĂ€us (DU-SĂŒd), die jeweils aus mehreren ehemals selbstĂ€ndigen Gemeinden bestehen. Die 18 Pfarrgemeinden des linksrheinischen Dekanats Duisburg-West und des zum Dekanat Dinslaken gehörenden Pfarrverbands Walsum – diese Gebiete wurden erst 1975 nach Duisburg eingemeindet – gehören weiterhin zum Bistum MĂŒnster.

Andere christliche Kirchen

Die evangelischen und römisch-katholischen Kirchengemeinden in Duisburg sind Mitglieder in der 1993 gegrĂŒndeten Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Duisburg. Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören darĂŒber hinaus die Griechisch-Orthodoxe Kirche, die SelbstĂ€ndige Evangelisch-Lutherische Kirche, die Armenische Apostolische Kirche, die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Freikirchen sowie die Apostolische Gemeinschaft mit vier Gemeinden in Beeck, Hamborn, Walsum und Wanheimerort an. Auch in Duisburg vertreten ist die Neuapostolische Kirche mit 15 KirchengebĂ€uden innerhalb des Stadtgebietes.

JĂŒdisches Gemeindezentrum
Judentum

Die jĂŒdische Gemeinde der StĂ€dte Duisburg, MĂŒlheim an der Ruhr und Oberhausen hat ein gemeinsames Gemeindezentrum mit Synagoge im Duisburger Innenhafen. FĂŒr die etwa 2.800 Mitglieder starke Gemeinde wurde ein Umzug aus dem kleinen MĂŒlheimer Gemeindezentrum notwendig. Gemeinsam beschlossen die JĂŒdische Gemeinde und die drei StĂ€dte Duisburg, MĂŒlheim und Oberhausen einen Neubau in Duisburg. Seit Einweihung des Gemeindezentrums der JĂŒdischen Gemeinde Duisburg-MĂŒlheim/Ruhr-Oberhausen im Jahre 1999 ist dieser Ort mit Leben gefĂŒllt. Es finden dort unter anderem Kulturveranstaltungen statt, so eine JĂŒdische Buchmesse sowie die JĂŒdischen Kulturtage im Rheinland fĂŒr das westliche Ruhrgebiet. Aber auch das Engagement im Bereich der Familien- und Jugendarbeit ist in den RĂ€umen des Gemeindezentrums in Duisburg mit dem Kinder- und Jugendzentrum Tikwatejnu beheimatet − Tikwatejnu ist HebrĂ€isch und bedeutet ĂŒbersetzt „Unsere Hoffnung“.

Islam

Etwa acht Prozent der Duisburger BĂŒrgerinnen und BĂŒrger bekennen sich zum Islam. In einigen Stadtbezirken Duisburgs ist der Anteil der islamischen Bevölkerung wesentlich höher. Im Stadtteil Marxloh wurde am 26. Oktober 2008 die Duisburger Merkez-Moschee eröffnet. Das integrative Konzept und die Zusammenarbeit von Stadt und islamischen Religionsvereinen hat bundesweit fĂŒr Aufsehen gesorgt.[16]

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Im Bereich um die Marina und den Innenhafen sind nachts viele Objekte beleuchtet und weithin sichtbar, wie hier unter anderem das Rathaus, der Stadtwerketurm, die Salvatorkirche und die Synagoge.

Duisburg bietet ein großes Angebot an kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen. Herausragend wichtiges Ereignis sind die alljĂ€hrlich seit 1977 (außer 2005) stattfindenden Duisburger Akzente, die sich jeweils mit einem kulturell aktuellen Thema auseinandersetzen, und das Traumzeit-Festival im Landschaftspark Duisburg-Nord. Überregional bedeutsam sind die im gesamten Ruhrgebiet stattfindende RuhrTriennale und das Klavierfestival Ruhr.

Von besonderer Bedeutung sind die StÀtten und AktivitÀten der Industriekultur, die dem gesamten Ruhrgebiet ein neues Gesicht geben sollen. Der Landschaftspark Duisburg-Nord, der Hafenstadtteil Ruhrort und der am Rande des Stadtzentrums gelegene Innenhafen sind die Duisburger Hauptattraktionen an der Route der Industriekultur.

Theater

Das Stadttheater

Das 1912 im klassizistischen Stil erbaute Theater Duisburg (Entwurf: Martin DĂŒlfer) gilt als das kulturelle Zentrum Duisburgs. Es wird seit 1956 von der Deutschen Oper am Rhein zusammen mit den Duisburger Philharmonikern bespielt. Die Deutsche Oper am Rhein ist eine Theatergemeinschaft der NachbarstĂ€dte DĂŒsseldorf und Duisburg. Sie hat neben Oper und Operette/Musical auch Ballett im Programm. Bereits von 1887 bis 1921 bestand eine Theaterehe mit DĂŒsseldorf. Diese wurde von einer eigenstĂ€ndigen Duisburger Oper und einer Theatergemeinschaft mit dem Schauspielhaus Bochum abgelöst, die bis 1935 bestand.

Duisburg besitzt kein eigenes Schauspielensemble. Im Stadttheater werden Inszenierungen anderer Theater, insbesondere aus der Rhein-Ruhr-Region, gezeigt.

Weitere Theater sind das Kleinkunsttheater „Die SĂ€ule“ im Dellviertel, die Kleine BĂŒhne Friemersheim, das Kinder- und Jugendtheater „Kom’ma“ in Rheinhausen sowie die KleinkunstbĂŒhne Meiderich. Der Ă€lteste noch existierende Theaterverein in Duisburg ist die „bĂŒhne47 – Ketteler Spielschar“ mit Sitz im Ortsteil Rheinhausen. Aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten senkte sich fĂŒr die freie SchauspielbĂŒhne „Comödie Duisburg“ der Vorhang im Juli 2008.

Veranstaltungsorte

1962 wurde die Duisburger Mercatorhalle in der Innenstadt eingeweiht. Sie ersetzte die 1887 eröffnete und 1942 zerstörte Tonhalle, die an der gleichen Stelle stand. Die Mercatorhalle galt 40 Jahre lang als die „gute Stube“ der Stadt. Diese Konzert- und Veranstaltungshalle wurde 2005 abgerissen, um Platz fĂŒr das City Palais zu schaffen, das unter anderem ein im Februar 2007 eröffnetes Spielcasino und die „neue“ Mercatorhalle beherbergt. Der große Saal dieser Halle bietet Platz fĂŒr 1750 Personen und wurde im April 2007 eröffnet. Die Duisburger Philharmoniker haben in der Mercatorhalle ihre SpielstĂ€tte.

Das Theater am Marientor (TaM) ist ein ehemaliges Musicaltheater („Les Miserables“) und wird heute fĂŒr unterschiedlichste BĂŒhnenveranstaltungen angemietet. Die Duisburger Philharmoniker nutzten es wĂ€hrend der Schließung der Mercatorhalle als Ausweichquartier.

Die Rhein-Ruhr-Halle in Hamborn fasst bis zu 4450 SitzplĂ€tze. Unrenoviert und nicht optimal beheizt verlor sie mit der Zeit etwas an Bedeutung. In den Stadtteilen befinden sich außerdem die Rheinhausen-Halle, die Stadthalle Walsum, die GlĂŒckauf-Halle in Homberg-Hochheide und der Steinhof in Huckingen. Veranstaltungsorte in der Kulisse einer stillgelegten EisenhĂŒtte sind die Kraftzentrale (bis zu 4140 PlĂ€tze), die Gießhalle und die GeblĂ€sehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord. RegelmĂ€ĂŸige Comedy- und Musikveranstaltungen (letztere vor allem mit lokalen Gruppen) finden auch in der Kulturzentrale HundertMeister am Dellplatz, im Kultur- und Freizeitzentrum Die SĂ€ule und im Pulp statt, ein 2002 zu einer mittelalterlich anmutenden Burg umgebautes BahnhofsgebĂ€ude. Ebenfalls in Hochfeld befindet sich das Kulturzentrum Alte Feuerwache.

Gastronomie und Nachtleben

Die Schifferbörse

In Duisburg gibt es zahlreiche Bars, CafĂ©s, Diskotheken, Lokale und Restaurants. Besonders bekannt ist die Gastronomie-Meile am Duisburger Innenhafen. Entlang der mit einem Damm abgeteilten und aufgestauten WasserflĂ€che befinden sich teils in wieder hergerichteten alten Getreidespeichern, teils modernen BĂŒrokomplexen mehrere Gastronomiebetriebe, Restaurants, CafĂ©s, BiergĂ€rten und Cocktailbars.

Ebenso bekannt fĂŒr seine vielen Lokale ist der Dellplatz in der Duisburger Innenstadt. Weit bekannt ist die Kulturzentrale HundertMeister, in der Kulturveranstaltungen verschiedenster Art stattfinden, wie Konzerte, Theater oder Comedy. In unmittelbarer NĂ€he befindet sich Duisburgs Ă€lteste Hausbrauerei, das Webster aus dem Jahr 1992, wo ebenfalls Konzerte stattfinden können. Im UniversitĂ€tsviertel mit der Ă€ltesten Duisburger Studentenkneipe Finkenkrug, die die grĂ¶ĂŸte Bierauswahl Nordrhein-Westfalens besitzt, findet man eine abwechslungsreiche Kneipenlandschaft.

Zu den bekanntesten Restaurants zÀhlen das Restaurant in Duisburgs Àltestem WohngebÀude, dem Dreigiebelhaus, welches 1536 erbaut wurde, und die GaststÀtte Lindenwirtin in Duissern, die in einem um 1760 gebauten Fachwerkhaus untergebracht ist. Ebenfalls bekannt ist die Schifferbörse im Hafenstadtteil Ruhrort.

Insgesamt gibt es in Duisburg neun Diskotheken. Dazu zĂ€hlt der Delta Musik Park in Duisburg-Hamborn, der in einem ehemaligen Zirkuszelt untergebracht ist. Mit einer NutzflĂ€che von 4.500 Quadratmetern zĂ€hlt das Delta zu den grĂ¶ĂŸten Diskotheken in Deutschland. Im ehemaligen BahnhofsgebĂ€ude im Stadtteil Hochfeld befindet sich das Tanzlokal des Eventschlosses Pulp.

Im Jahr 2007 eröffnete das Casino Duisburg im Citypalais, welches die grĂ¶ĂŸte Spielbank der Westspiel-Gruppe ist. Es verfĂŒgt ĂŒber 354 Automaten im Automatencasino und 29 Spieltische im klassischen Spiel. In den ersten zehn Monaten zĂ€hlte das Duisburger Casino 700.000 Besucher und erwirtschaftete einen Bruttospielertrag von 55,4 Millionen Euro, womit es hinter Berlin und Stuttgart den dritthöchsten Bruttospielertrag aller deutschen Spielbanken erzielte.[17]

LichtspielhÀuser

Am Hauptbahnhof befindet sich das UCI-Multiplex-Kino

In Duisburg gibt es heute noch zwei LichtspielhĂ€user. Dabei gab es in den 1960er Jahre in fast jedem Stadtteil ein Lichtspieltheater, doch das Kinosterben machte auch vor Duisburg nicht halt. Zuletzt blieben mit dem „Europa“ (das bis zur Insolvenz im Sommer 2008 die „Comödie“ beherbergte), dem „Gloria“ (jetzt ein ModegeschĂ€ft) und dem „Residenz“ (im Zuge des Baus des Einkaufszentrums „Forum Duisburg“ abgerissen) noch drei innerstĂ€dtische Kinozentren ĂŒbrig. Doch letztlich haben auch sie unter anderem wegen der Konkurrenz mit dem UCI-Multiplex-Kino am Hauptbahnhof schließen mĂŒssen.

Neben dem Multiplex-Kino befindet sich am Dellplatz mit dem Filmforum das Ă€lteste kommunale Kino Deutschlands[18]. Das Filmforum, welches 1970 eröffnet wurde, besitzt einen Kinosaal im Stile der 1950er Jahre und ein bedeutendes filmhistorisches Archiv. AlljĂ€hrlich ist es zudem Ausrichter der Duisburger Filmwoche. Seit 1996 veranstaltet das Filmforum zusammen mit dem Landschaftspark Nord das Sommerkino. FĂŒr etwa einen Monat dient die Gießhalle des Landschaftsparks als Kulisse fĂŒr das Freilichtkino, das neben aktuellen Filmen auch Klassiker zeigt.

Museen und Kunst

Eberhard Bosslet – U-Bahnhof – Auf dem Damm, Meiderich, seit 2001
„Lebensretter“-Brunnen von Niki de Saint Phalle in der Innenstadt
Museum KĂŒppersmĂŒhle am Innenhafen
"David“ (2010) - in Duisburg

Das Wilhelm-Lehmbruck Museum – Zentrum Internationaler Skulptur ist in einem vom Sohn Lehmbrucks entworfenen Museumsbau von 1964 untergebracht. Es zeigt – ausgehend von dem Werk des Duisburger KĂŒnstlers Wilhelm Lehmbruck (1881–1919) – eine europaweit einmalige Sammlung moderner Bildhauerkunst.

Das nahezu allseitig verglaste Lehmbruck-Museum liegt am Westrand des Kant-Parks, einem öffentlichen Skulpturenpark mit mittlerweile mehr als 40 Plastiken, darunter die kolossale Skulptur David des deutschen KĂŒnstlers Hans-Peter Feldmann. Der „Dialog zwischen Museum und Außenwelt“ soll sich in der angrenzenden FußgĂ€ngerzone mit seiner Brunnenmeile und den von KĂŒnstlern gestalteten U-Bahn-Stationen (unter anderen von Eberhard Bosslet, Isa Genzken und Gerhard Richter) fortsetzen.

Ein auffĂ€lliges Wahrzeichen der Stadt ist der „Lebensretter“[19]-Brunnen mit einer sieben Meter hohen, einem Vogel Ă€hnelnden, Schutz gewĂ€hrenden und StĂ€rke ausstrahlenden Figur, an die sich eine kleinere Figur hilfesuchend anklammert. Diese Figurenkombination im Stil der poppigen „Nana“-Figuren stammt von der französischen KĂŒnstlerin Niki de Saint Phalle. Die Brunnenfigur steht auf einer von Jean Tinguely aus Schrottteilen konstruierten rotierenden Plattform.

Ebenfalls an den in Meiderich geborenen Lehmbruck erinnert ein von der Stadt Duisburg vergebenes „Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium“ fĂŒr junge KĂŒnstler, dessen Stipendiaten kostenlose Wohnateliers im historischen Dreigiebelhaus zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Das Museum KĂŒppersmĂŒhle fĂŒr moderne Kunst prĂ€sentiert sich in einem von Herzog & de Meuron umgestalteten Innenhafen-Getreidespeicher. Die Sammlung Junge Kunst in den RĂ€umen der König-Brauerei in Beeck, das Museum DKM sowie die Cubus Kunsthalle beschĂ€ftigen sich ebenfalls mit moderner Kunst.

Das Museum DKM in der Duisburger Innenstadt und die Galerie DKM im Garten der Erinnerungen im Duisburger Innenhafen, beide von der gleichnamigen Stiftung getragen, sind private AusstellungshĂ€user. WĂ€hrend das Museum erstmals die Privatsammlung der MĂ€zene Dirk KrĂ€mer und Klaus Maas der Öffentlichkeit zugĂ€nglich macht und Wechselausstellungen zeigt, widmet sich die Galerie ausschließlich zeitgenössischer Kunst.

Das Kultur- und Stadthistorisches Museum befindet sich seit 1991 in einem ehemaligen Getreidespeicher am Innenhafen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die wissenschaftsgeschichtlich wertvollen Globen der Mercator-Schatzkammer, die dem Lebenswerk des Mathematikers und Kartografen Gerhard Mercator gewidmet wurde. Im selben GebĂ€ude untergebracht ist das Museum Stadt Königsberg, das die Geschichte der alten ostpreußischen Stadt darstellt.

Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt ist mit seiner umfangreichen Sammlung in einem ehemaligen Jugendstil-Hallenbad in Ruhrort/Laar untergebracht. Zum Museum gehören zwei historische Dampfschiffe, die im Ruhrorter Hafen ankern.

Kleinere Museen sind das Haniel Museum in Ruhrort, das Lehrerhaus Friemersheim in Rheinhausen, das Niederrheinische Karnevalsmuseum am Mattlerbusch, das Naturwissenschaftliche Museum in Wedau, das Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen und das Bergbaumuseum Rheinhausener Bergbausammlung. Das Radiomuseum in Ruhrort zeigt außer Radios auch Schallplattenspieler. In Duisburg-Rahm befindet sich das Traktormuseum des Rahmer Traktor-Clubs.

Das Atlantis Kindermuseum, untergebracht in einem Innenhafen-Getreidespeicher, war eine naturwissenschaftlich-technische Erlebniswelt, die Ende 2007 schließen musste. Stattdessen ist jetzt das „Legoland Discovery Centre“ in der WerhahnmĂŒhle untergebracht.

Am Innenhafen entsteht eines der grĂ¶ĂŸten ArchivgebĂ€ude Deutschlands. Bis 2012 realisiert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen das Landesarchiv NRW. Das denkmalgeschĂŒtzte 48 m lange SpeichergebĂ€ude aus den 1930er Jahren wird durch einen 76 m hohen Archivturm im Zentrum ergĂ€nzt und auf 200 m verlĂ€ngert.

In den nÀchsten Jahren soll ein NS-Dokumentationszentrum gebaut werden, das in einem Neubau gemeinsam mit der Volkshochschule und der Stadtbibliothek untergebracht ist. Schwerpunkt des Zentrums soll eine Dauerausstellung zum Thema Duisburg im Nationalsozialismus sein.

Bauwerke

Karmelkirche Duisburg. Blick in den gotischen Chor der alten Minoritenkirche

Das Duisburger Rathaus geht zurĂŒck auf den mittelalterlichen Könighof, der an derselben Stelle gestanden hat. Das heutige, im Stil der FrĂŒhrenaissance (Historismus) errichtete GebĂ€ude, wurde 1902 durch den Karlsruher Architekten Friedrich Ratzel fertiggestellt. Das erste Rathaus, das sich hier befand, stammte aus dem Mittelalter und wurde im Jahre 1361 zum ersten Mal erwĂ€hnt. Es wurde 1802 abgebrochen und am Ort des alten Gerichtshauses am Weinmarkt neu erbaut. 1843 wurde dieses Rathaus abermals durch einen Neubau an der heutigen Stelle ersetzt. Seit 1878 befindet sich auf der Mitte des Burgplatzes vor dem Rathaus der Mercatorbrunnen.

Die neben dem Rathaus stehende Salvatorkirche befindet sich ebenfalls auf dem GelĂ€nde des Königshofes. Hier stand erstmals im 9. Jahrhundert eine Kirche. Nach einem Brand im 13. Jahrhundert wurde 1415 der Neubau fertiggestellt. Seit 1571 ist die am Innenhafen gelegene Salvatorkirche evangelisch. In die benachbarte katholische Karmelkirche von 1961 sind Teile der im Krieg zerstörten Minoritenkirche von 1271 integriert worden. Zuvor gehörte diese Klosterkirche in den Komplex der im Krieg zerstörten Ă€ltesten katholischen Stadtkirche, der Liebfrauenkirche. Rathaus, Salvatorkirche und Liebfrauenkirche bildeten vor dem Zweiten Weltkrieg die typische Drei-TĂŒrme-Silhouette der Stadt.

Die Liebfrauenkirche wurde nach dem Krieg an anderer Stelle inmitten des neuen Duisburger Stadtzentrums am Stadttheater wiederaufgebaut. Die Glasfenster, Baldachin und zahlreiche andere EinrichtungsgegenstĂ€nde der Liebfrauenkirche stammen aus der Vatikankirche der BrĂŒsseler Weltausstellung von 1958.

1153 wurde die Marienkirche als erste Niederlassung des Johanniterordens in Deutschland errichtet. Der heutige klassizistische Bau geht zum grĂ¶ĂŸten Teil auf das Jahr 1802 zurĂŒck. Seit dem 16. Jahrhundert ist die Kirche evangelisch.

Die Abtei Hamborn mit der Abteikirche St. Johann Baptist im Norden der Stadt geht auf das 11./12. Jahrhundert zurĂŒck, ein VorgĂ€ngerbau ist von 900. Die Abtei gehört zum PrĂ€monstratenser-Orden. Die spĂ€tromanische katholische Pfarrkirche St. Dionysius in MĂŒndelheim wurde 1221 erbaut.

Das 1999 fertiggestellte JĂŒdisches Gemeindezentrum (Architekt: Zvi Hecker) liegt im Innenhafen unweit der in der Pogromnacht 1938 zerstörten alten Synagoge von 1875. Sie gilt als ein herausragendes Beispiel zeitgenössischer skulpturaler Architektur.

Mit der im Oktober 2008 fertig gestellten Merkez-Camii der DITIB in Marxloh steht in Duisburg ein Gebetsraum fĂŒr 1.200 GlĂ€ubige mit einem 34 Meter hohen Minarett und einem 23 Meter hohen silberfarbenen Kuppeldach.

Das am Rande des Innenhafens gelegene Dreigiebelhaus, errichtet 1536, ist das Àlteste noch erhaltene WohngebÀude Duisburgs. Der Àltere GebÀudeteil des Amts- und Landgerichts Duisburg wurde 1876 im Stil der Neo-Renaissance fertiggestellt.

Die von Herzog & de Meuron 1999 zum Museum umgebaute KĂŒppersmĂŒhle von 1909 ist der architektonisch bedeutsamste Teil der Speicherzeile im Innenhafen.

Zwischen 1981 und 1991 wurden 23 Ziegel-Rundbauten – „Keksdosen“ – (Architekten: Peter Poelzig und andere) errichtet. Sie sind die markantesten GebĂ€ude der in Neudorf am Rande des Duisburger Stadtwaldes gelegenen UniversitĂ€t. Das im UniversitĂ€ts-Stadtteil gelegene „Haus der Wirtschaftsförderung“, das Technologiezentrum und das Mikroelektronikzentrum wurden 1992 bis 1996 von Norman Foster errichtet.

Sport

Die Dachorganisation der Duisburger Sportvereine stellt der Stadtsportbund (SSB) Duisburg dar, welcher dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen angeschlossen ist. Insgesamt gehören dem SSB Duisburg ungefĂ€hr 500 Vereine mit ĂŒber 110.000 Mitgliedern an.[20]

Duisburg ist Sitz des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, des Deutschen Kanu-Verbandes, des Westdeutschen- Fußball und Leichtathletikverbandes sowie weiterer ĂŒberregionaler SportverbĂ€nde.

Sportvereine

Der MSV ist der bekannteste Verein aus Duisburg
Die FĂŒchse Duisburg spielten von 2005 bis 2009 in der DEL

Der bekannteste Sportverein in Duisburg ist der 1902 gegrĂŒndete MSV Duisburg, damals noch unter dem Namen Meidericher Spielverein. BerĂŒhmt ist der Club durch seine Fußballmannschaft, die aufgrund ihrer gestreiften Trikots „Zebras“ genannt werden. 1963 gehörte der MSV zu den GrĂŒndungsmitgliedern der Fußball-Bundesliga und spielt nach wechselhaften Jahren in der Saison 2010/2011 in der 2. Bundesliga. Schon vor 1963 sorgte der Meidericher SV fĂŒr Furore. Damals galt Duisburg als Fußballhochburg im Ruhrgebiet. In der Stadt gab es insgesamt drei große, landesweit bekannte Vereine, obwohl nie ein Duisburger Verein nationale Erfolge verbuchen konnte. Neben dem MSV waren dies der Duisburger SV (der 1964 mit dem TuS Duisburg 48/99 zu Eintracht Duisburg fusionierte) und die Sportfreunde Hamborn 07.

In der Frauenfußball-Bundesliga gehört der FCR 2001 Duisburg (vormals FC Rumeln-Kaldenhausen) zu den besten Mannschaften und sorgt seit Jahren im Frauenfußball fĂŒr positive Schlagzeilen (Deutscher Meister 1995, Uefa-Cup-Sieger 2009). Bereits in den 80er und 90er Jahren gab es mit dem KBC Duisburg eine Spitzenmannschaft im Frauenfußball (Deutscher Meister 1985), die Abteilung wechselte im Jahr 1997 zum Verein Eintracht Duisburg 1848 e. V.

Zu den ĂŒberregional bekannten Sportclubs aus Duisburg zĂ€hlt der Eissportverein „FĂŒchse“ Duisburg (EVD), der bis 2009 in der Deutschen Eishockey-Liga spielte und nach seinem RĂŒckzug aus der höchsten Spielklasse mittlerweile drittklassig ist. Der EVD ist der Nachfolgeverein des Duisburger SC, der von 1979 bis 1981 in der höchsten deutschen Spielklasse aktiv war.

Im linksrheinischen Rheinhausen ist der traditionsreiche Handball-Verein und ehemalige Bundesligist OSC Rheinhausen beheimatet. Ein traditionsreicher Hockeyverein ist der Club Raffelberg (CR), der in den 50er Jahren zwei Deutsche Meisterschaften im Feldhockey feiern konnte. Heute spielt der CR in der 2. Hockey-Bundesliga. Im Wasserball wurde der Amateur-Schwimm-Club Duisburg (ASCD) in der abgelaufenen Spielzeit deutscher Vizemeister.

Im nördlichen Stadtteil Alt-Hamborn errang die 1. Mannschaft der Herren vom Squash Inn Team Hamborn 88 in der Saison 2010/11 nach erstmaligem Aufstieg in die 1. Bundesliga auch den Vizemeistertitel.[21]

Neben diesen Vereinen gibt es noch weitere Clubs aus Duisburg, die mit ihren Mannschaften in den ersten Ligen ihrer Sportarten vertreten sind, teilweise sehr erfolgreich.

Sportveranstaltungen

Drachenbootregatta im Innenhafen

Das ganze Jahr ĂŒber finden viele Sportveranstaltungen statt. Zu den berĂŒhmtesten Veranstaltungen gehören der Rhein-Ruhr-Marathon und die Duisburger-Tanz-Tage. DarĂŒber hinaus gibt es noch weitere Sportveranstaltungen in der Stadt.

  • Duskatet (Inlineskating Touren durch das Stadtgebiet)
  • Citirun (Unternehmerlauf in der Duisburger Innenstadt zu Gunsten karitativer Zwecke)
  • Nike Winterlaufserie des ASV Duisburg (grĂ¶ĂŸte Winterlaufserie in Deutschland)
  • Kaiserbergfest (traditionelles Sportfest, dass 1883 erstmals auf dem Kaiserberg ausgetragen wurde; heute findet es im Sportpark Duisburg statt)
  • Drachenbootfunregatta im Innenhafen
  • Große Duisburger Radwanderung
  • Innenhafenlauf
  • Sportschau (Sportgala des Stadtsportbundes Duisburg)
  • 24 Stunden von Duisburg (24 Stunden Mountain-Bike-Rennen im Landschaftspark Duisburg-Nord)
Sonderfahrt Universiade Duisburg ’89

Die Sportstadt Duisburg wurde ebenfalls bekannt durch die Ausrichtung internationaler Sportveranstaltungen, vor allem durch Kanu- und Ruderweltmeisterschaften im Sportpark Duisburg. Zuletzt war Duisburg Ausrichter der Kanurennsport-Weltmeisterschaft 2007 mit 90 teilnehmenden Nationen. 1989 fand in der Ruhrgebietsstadt die Universiade statt und 2005 die World Games.

SportstÀtten

Schauinsland-Reisen-Arena

In den einzelnen Stadtteilen gibt es eine Vielzahl an Außensportanlagen, die ĂŒberwiegend an Sportvereine verpachtet sind und die von diesen unterhalten und gepflegt werden. FĂŒr die Duisburger Vereine besteht außerdem die Möglichkeit auf die Turnhallen oder SchwimmbĂ€der, die teilweise privat betrieben werden, im Stadtgebiet zurĂŒckzugreifen. Zudem gibt es in Duisburg zwei Golfanlagen in den Stadtteilen Röttgersbach und Huckingen, die zusammen eine FlĂ€che von 1.160.000 Quadratmeter aufweisen.

Die grĂ¶ĂŸten und bekanntesten SportstĂ€tten befinden sich im Sportpark Duisburg im Stadtteil Wedau. Zu diesen zĂ€hlt die 31.500 Zuschauer fassende Schauinsland-Reisen-Arena, die 2005 das alte Wedaustadion ersetzte. In der Schauinsland-Reisen-Arena trĂ€gt der Fußball-Zweitligist MSV Duisburg seine Heimspiele aus. In direkter Nachbarschaft liegen das Schwimmstadion und die SCANIA-Arena, die HeimspielstĂ€tte des EV Duisburg. Im östlichen Teil des Sportparks befindet sich die Regattabahn Duisburg, die zu den modernsten ihrer Art weltweit gehört. Dort liegt auch das Bundes- und Landesleistungszentrum fĂŒr den Kanurennsport. Im Sportpark befinden sich noch das Leichtathletikstadion und die Sportschule Wedau.

Weitere wichtige SportstÀtten sind in den Stadtteilen zu finden.

  • Rhein-Ruhr-Halle
  • PCC-Stadion (Fußballstadion, SpielstĂ€tte des NRW-Ligisten VfB Homberg und der Frauen des FCR 2001 Duisburg)
  • Schwelgernstadion
  • Sporthalle an der Krefelder Straße (HeimspielstĂ€tte des OSC Rheinhausen)

Erholung und Freizeit

Landschaftspark Duisburg-Nord
Speicherzeile im Innenhafen

In Duisburg gibt es zahlreiche Naherholungsgebiete, wo die Bevölkerung ihren FreizeittĂ€tigkeiten nachgehen kann. Obwohl Duisburg eine Industriestadt ist, gibt es in der Stadt eine Vielzahl an GrĂŒnflĂ€chen und Parkanlagen. Alleine 2.500 Hektar des Duisburger Stadtgebietes sind von WĂ€ldern bedeckt. Zu den grĂ¶ĂŸten WĂ€ldern zĂ€hlen der Baerler Busch und der Driesenbusch in Walsum, aber vor allem der Duisburger Stadtwald, der nach dem Berliner Grunewald und der Eilenriede in Hannover der drittgrĂ¶ĂŸte Stadtwald in Deutschland ist.

Außerdem gibt es in Duisburg knapp ein Dutzend Parkanlagen. Zu den berĂŒhmtesten zĂ€hlen der Stadtpark in Meiderich und der Biegerpark in Huckingen, im besonderen aber der 1979 errichtete Revierpark Mattlerbusch im Norden der Stadt mit der Niederrhein-Therme als KernstĂŒck.

In Hochfeld befindet sich der Rheinpark auf einem ehemaligen IndustriegelĂ€nde. Auf dem 60 Hektar großen GrundstĂŒck entsteht ein neues Stadtquartier, welches Ă€hnlich wie der Innenhafen die Elemente Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander verbinden soll. Im Mai 2009 wurde die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts des RheinParks mit 25 ha Frei- und ErholungsflĂ€chen abgeschlossen.

Weitere Möglichkeiten sich am Rhein zu erholen bieten die Rheinauen in Walsum, Friemersheim und MĂŒndelheim. Duisburg verfĂŒgt ĂŒber zwei botanische GĂ€rten. Der Ă€lteste befindet sich am Kaiserberg und wurde 1890 gegrĂŒndet, er zeigt meist einheimische Pflanzen. Der grĂ¶ĂŸere botanische Garten befindet sich im Stadtteil Hamborn, welcher im Jahre 1905 angelegt wurde. Auf einer FlĂ€che von 2.000 Quadratmetern werden etwa 2.500 Arten tropischer und subtropischer GewĂ€chse in sechs HĂ€usern prĂ€sentiert. So verfĂŒgt der Garten ĂŒber ein Tropenhaus, ein Subtropenhaus, ein GewĂ€chshaus fĂŒr Kakteen sowie eines mit Seerosen. Ein GewĂ€chshaus widmet sich den Pflanzen mit besonderen KulturansprĂŒchen, so beispielsweise Insekten fangende Pflanzen wie Venusfliegenfalle, Sonnentau, Kannen- und Schlauchpflanzen.

Neben der Gastronomie-Meile und den Museen bietet der Innenhafen noch weitere Erholungsmöglichkeiten, insbesondere der Garten der Erinnerung lĂ€dt Erholungssuchende ein. Des Weiteren finden am Innenhafen das ganze Jahr ĂŒber Veranstaltungen statt, wie die Marina-MĂ€rkte, der Innenhafenlauf oder das internationale Hafenfest.

In Duisburg-Meiderich liegt der Landschaftspark Duisburg-Nord. Auf dem GelĂ€nde eines ehemaligen HĂŒttenwerkes entstand im Rahmen der Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA) ein rund 200 Hektar großer Park neuen Typs und bietet heute zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Klettern in alten Erzbunkern oder Tauchen in einem Gasometer. Im Jahr finden auf dem GelĂ€nde des Landschaftsparks rund 470 Veranstaltungen verschiedenster Art statt, zum Beispiel Messen und Konzerte. Außerdem ließ man die Natur das GelĂ€nde zurĂŒckerobern und mittlerweile haben sich mehr als 300 Pflanzenarten im Park angesiedelt. Pro Jahr hat der Park mehr als 700.000 Besucher.[22]

Durch Duisburg fĂŒhren auch Themenrouten der Route der Industriekultur, zum Beispiel die Industriekultur am Rhein oder die Route Duisburg: Stadt und Hafen.

Sechs-Seen-Platte: Masurensee

In unmittelbarer NĂ€he zum Sportpark Duisburg und zum Duisburger Stadtwald befindet sich im Duisburger SĂŒden die Sechs-Seen-Platte. Durch Kiesarbeiten entstanden ab Mitte der 1910er Jahre sechs Seen mit einer WasserflĂ€che von 150 Hektar, das gesamte Naherholungsgebiet hat eine FlĂ€che von 283 Hektar. WĂ€hrend die nördlichen Seen hauptsĂ€chlich der Freizeitgestaltung dienen, hier gibt es unten anderem ein Freibad und einen Bootsverleih, finden rund um die sĂŒdlichen Seen Renaturierungsmaßnahmen statt, dennoch kann man hier nach Erholung suchen.[23]

Im linksrheinischen Rheinhausen liegt der Toeppersee, der 1898 in Folge von Kiesarbeiten entstand und 1966 zum Freizeitsee ausgebaut wurde. Am Toeppersee befinden sich unter anderem ein Bootsverleih, eine Minigolf- und eine von zwei Duisburger Wasserskianlagen. Die zweite Wasserskianlage befindet sich im Strandbad im Sportpark Duisburg.

Entlang des Parallelkanals der Regattabahn im Sportpark Duisburg entstand Ende 2007/Anfang 2008 die Wasserwelt Wedau. Die Wasserwelt verbindet die Bereiche Erholung am Wasser, Funsport und Sport miteinander. So wurden ein Hochseilgarten und ein Wasserspielplatz geschaffen, außerdem dient der Weg der Bewegung der sportlichen BetĂ€tigung. Er gehört zum 3-Wege-Konzept, welches neben dem Weg der Bewegung noch den Weg des Wissens (vermittelt Wissen rund um das Wasser) und den Weg der Sinne (Naturerlebnisweg) beinhaltet. Der Sportpark Duisburg ist insgesamt etwa 200 Hektar groß und gehört somit zu den grĂ¶ĂŸten Sport- und Erholungsgebieten Deutschlands.

Im Jahr 1934 wurde der Duisburger Zoo als Tierpark gegrĂŒndet und gehört heute zu den modernsten und grĂ¶ĂŸten zoologischen GĂ€rten Deutschlands. BerĂŒhmt ist der Zoo vor allem fĂŒr sein Delfinarium, das in den 1960er Jahren errichtet und 1995 modernisiert wurde. Außerdem sind in Duisburg seltene Tierarten zu bestaunen wie Koalas, Wombats, Fossas oder ein Flussdelfin, insgesamt leben im Zoo Duisburg rund 2179 Tiere in 274 Arten (Stand: 2008). JĂ€hrlich wird der zoologische Garten, der an den HĂ€ngen des Kaiserberges liegt und von der Bundesautobahn 3 geteilt wird, von mehr als einer Million Menschen besucht.[24]

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Zwei Millionen Besucher zÀhlt der Duisburger Weihnachtsmarkt
Der Karneval spielt in Duisburg eine wichtige Rolle
Höhenfeuerwerk Ruhrort in Flammen

Im Leben der Duisburger BĂŒrger spielt der Karneval eine bedeutende Rolle. Im Archiv der Stadt Duisburg befindet sich eine Stadtrechnung aus dem Jahre 1377, aus der hervorgeht, dass die Ratsherren und die BĂŒrgerschaft ausgiebig Fastabend („Vastavent“) feierten. Große KarnevalsbĂ€lle wurden allerdings erst ab dem 19. Jahrhundert gefeiert. Die ersten Karnevalsvereine grĂŒndeten sich Anfang des 20. Jahrhunderts, heute gibt es in Duisburg zirka 30 Karnevalsvereine mit 3500 Mitgliedern. AlljĂ€hrlich beginnt die Session mit der PrinzenkĂŒrung und dem Hoppeditz-Erwachen am 11. November, ehe sie mit dem Straßenkarneval im FrĂŒhjahr ihren Höhepunkt erreicht. Neben dem Rosenmontagszug in der Innenstadt, der sich 1928 erstmals durch Duisburgs Straßen schlĂ€ngelte, gibt es KarnevalsumzĂŒge in den Stadtteilen Meiderich, Serm, Homberg, NeumĂŒhl und Wehofen. Durch die Straßen des Stadtteils Hamborn windet sich am Karnevalssonntag der nach eigenen Angaben grĂ¶ĂŸte Kinderkarnevalszug Europas.

Besonders viele Veranstaltungen finden in der Duisburger Innenstadt statt. An einem Wochenende im Sommer wird das große Duisburger Stadtfest veranstaltet, das an drei Tagen ein vielseitiges Angebot bietet, von Konzerten ĂŒber Modeschauen bis hin zu Kabarett. Seit 1995 findet Ende Mai/Anfang Juni das Matjesfest statt, bei dem es sich in der Hauptsache um HeringspezialitĂ€ten dreht, aber rund um das dreitĂ€gige Spektakel gibt es zusĂ€tzlich noch ein Kulturprogramm. Durch den Weinhandel wurde Duisburg im Mittelalter zu einer wohlhabenden Stadt. Die Fortsetzung des Weinhandels bietet das seit 1986 ausgerichtete Duisburger Weinfest, auf dem mehr als 40 Winzer aus den deutschen Weinanbauregionen ihre Weine anbieten. Das Weinfest findet meist Ende Juli/Anfang August statt. DarĂŒber hinaus gibt es noch weitere bekannte Veranstaltungen in der Duisburger Innenstadt wie das Kunsthandwerkerfestival oder die Automesse Duisburg in Lack und Chrom. Von Ende November bis kurz vor Heiligabend findet der Duisburger Weihnachtsmarkt statt. Neben den rund 130 StĂ€nden zĂ€hlen das Riesenrad, die Eislaufbahn und der Kristallbaum auf dem König-Heinrich-Platz zu den Höhepunkten des Marktes, der mit zwei Millionen Besuchern zu den grĂ¶ĂŸten WeihnachtsmĂ€rkten in Deutschland gehört.

In der Hafenstadt gibt es im Kalenderjahr zwei Hafenfeste. Zum einen das internationale Hafenfest im Innenhafen mit der Drachenboot-Funregatta, welches Mitte Juni stattfindet, und zum anderen das Ruhrorter Hafenfest. Entlang der Hafenpromenade wird Ende Juli/Anfang August ein umfangreiches Kulturprogramm angeboten, außerdem prĂ€sentieren sich die im Hafen tĂ€tigen Firmen. Das Highlight des Hafenfestes ist das Höhenfeuerwerk Ruhrort in Flammen, das alle drei Jahre den Namen Niederrhein in Flammen trĂ€gt.

In einer Samstagnacht im Juni oder Juli wird im Ruhrgebiet die ExtraSchicht ausgerichtet, die auch unter dem Namen Nacht der Industriekultur bekannt ist. Bei diesem Event handelt es sich um ein Kulturfestival vor industriellem Ambiente. Unter anderem sind der Landschaftspark Nord und der Innenhafen regelmĂ€ĂŸig in diese Veranstaltung eingebunden.

In den Stadtteilen finden ebenfalls regelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel SchĂŒtzenfeste, Weihnachts- und AdventsmĂ€rkte oder UmzĂŒge zu St. Martin. Zu den bekannteren Festen zĂ€hlen die Beachparty im Strandbad Wedau, Soul am See, das Rheinhauser Stadtfest oder die Beecker Kirmes. Bereits fĂŒr das Jahr 1539 lĂ€sst sich die Beecker Kirmes nachweisen, obwohl sie viel Ă€lter sein soll. Die „grĂ¶ĂŸte Kirmes am Niederrhein“ findet alljĂ€hrlich Ende August statt. UrsprĂŒnglich war sie das Kirchweihfest der Kirche des Oberhofs im heutigen Stadtteil Beeck. Dieser Hof bestand bereits im 9. Jahrhundert. Der Patron der Kirche war der heilige Laurentius. Sein Namenstag am 10. August fĂ€llt in die Haupterntezeit, weshalb man die Kirmes auf den Montag nach BartholomĂ€i, dem 24. August, verlegte.

Dialekt und Sprache

Erst gegen Ende des 14. Jahrhunderts erfolgt im Duisburger Raum der Übergang vom Lateinischen zu Deutsch als Amtssprache. Etwa mit den Jahren 1377/78 setzt sich die deutsche Amtssprache erkennbar in den Urkunden und Stadtrechnungen durch.

Bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts sprach noch der ĂŒberwiegende Teil der Bevölkerung niederrheinisch-bergische Mundarten, die Gemeinsamkeiten zu niederlĂ€ndischen Dialekten ausweisen und gemeinsam mit diesen, neben dem Niederdeutschen und dem Hochdeutschen, die dritte historische Ausgangsvariante fĂŒr die heutige deutsche Sprache darstellen.

Besonders im heutigen Stadtteil Ruhrort und im alten Duisburg entstanden Stadtdialekte. Noch heute erhalten Heimatdichter diese am Leben, aber die Stadtdialekte sind heute praktisch ausgestorben und durch ein „Ruhrgebiets-Deutsch“ ersetzt worden. Dieses Ruhrdeutsch ist eine Variante des Hochdeutschen und eher als ein Soziolekt und weniger als Dialekt anzusehen.

Die Duisburger Variante des Ruhrdeutschs unterscheidet sich von den westfĂ€lischen Varianten im Osten des Ruhrgebiets (zum Beispiel Bochum, Dortmund) in Intonation, Aussprache und Wortschatz. WĂ€hrend beispielsweise die Dortmunder Umgangssprache unter dem Einfluss des westfĂ€lischen Substrats steht, zeigt die Duisburger Umgangssprache heute noch viele ZĂŒge der alten niederrheinisch-bergischen Mundart.

Infrastruktur und Wirtschaft

Plan der Duisburger HĂ€fen

Verkehr

Schon vor ĂŒber fĂŒnftausend Jahren zogen Reisende durch das Duisburger Gebiet und ĂŒber die Rheinfurt zum Hellweg. Heute ist Duisburg ein Verkehrsknotenpunkt von europĂ€ischer Bedeutung, der durch zahlreiche Straßen, Schienenwege und BrĂŒcken erschlossen ist. Die Ă€ltesten BrĂŒcken sind die EisenbahnbrĂŒcke Hochfeld–Rheinhausen, deren VorlĂ€ufer bereits 1873 entstanden ist, und die Friedrich-Ebert-BrĂŒcke zwischen Ruhrort und Homberg, die auf 1907 zurĂŒckgeht. Insgesamt befinden sich 650 BrĂŒcken im Duisburger Stadtgebiet (Stand 2008), wobei nur 156 von der Stadt Duisburg verwaltet werden. Der Rest steht unter der Verwaltung von Bahn, Hafen und anderen.[25]

Duisburg ist ein internationales Handels- und Logistikzentrum und hat einen optimalen Anschluss an das Straßen-, Schienen- und Wasserstraßennetz. Mit dem unmittelbar hinter der Stadtgrenze gelegenen Rhein-Ruhr-Airport „DĂŒsseldorf International“, der sieben Bahnminuten vom Duisburger Hauptbahnhof entfernt liegt, gibt es zudem eine direkte Flughafenanbindung.

Schiffsverkehr

Im Duisburger Hafen

Der Duisburger Hafen „duisport“ gilt als der grĂ¶ĂŸte Binnenhafen der Welt und als SehenswĂŒrdigkeit der Stadt.

Er besitzt einen Seehafen-Status, da mit flussgÀngigen Seeschiffen im Linienverkehr HÀfen in Europa, Afrika und im vorderen Orient bedient werden, und umfasst ein Freihafen-GelÀnde. Der Hafen ist ein sogenannter Seehafen-Hub.

Der Mittelpunkt des Hafens liegt noch heute im Bereich der RuhrmĂŒndung, wo bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts der erste Ruhrorter Hafen geschaffen wurde. JĂ€hrlich werden dort rund 40 Millionen Tonnen GĂŒter aller Art umgeschlagen. Über 20.000 Schiffe laufen pro Jahr den Hafen an. KernstĂŒck sind die öffentlichen Hafenanlagen mit einer Ausdehnung von 740 Hektar, 21 Hafenbecken von ĂŒber 180 Hektar ergeben eine UferlĂ€nge von 40 Kilometer. Dazu kommt noch das Logport Logistic Center Duisburg mit 265 Hektar FlĂ€che. Etliche Unternehmen verfĂŒgen darĂŒber hinaus ĂŒber private Hafenanlagen, so dass der Gesamtumschlag bei ĂŒber 110 Millionen Tonnen liegt[26].

Straßenverkehr

Ende der 1930er Jahre wurde Duisburg durch die heutige Bundesautobahn A 3 (Europastraße E 35) an das Autobahnnetz angeschlossen. Das Autobahnkreuz Kaiserberg der A 3 mit den damaligen Autobahnen A 2 und Autobahn A 430 wurde als „Spaghettiknoten“ berĂŒhmt. Aus diesen beiden wurde mittlerweile die Autobahn A 40 (E 34) („Ruhrschnellweg“). Die Autobahn A 2 existiert ab dem Kreuz Oberhausen weiter.

Weitere Autobahnen sind die A 42 („Emscherschnellweg“), die Stadtautobahn A 59 („Nord-SĂŒd-Achse“), die A 57 im Westen und die A 524 als sĂŒdliche Anbindung an das Kreuz Breitscheid.

Mit der RĂŒckstufung der Bundesstraßen B 8, B 57, B 60 und B 231 zu Landesstraßen verfĂŒgt die Stadt mit der B 288 nur noch ĂŒber eine Bundesstraße.

Schienenverkehr

Hauptbahnhof
Schienenpersonennah- und -fernverkehr

Bereits 1846 wurde Duisburg durch die Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft an das Bahnnetz angeschlossen. 1862 folgte der Bahnhof der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, ab 1870 gab es mit dem Bahnhof der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft gleich drei Bahnhöfe in unmittelbarer Nachbarschaft.

Nach der Übernahme der nominell privaten Eisenbahn-Gesellschaften durch die Preußischen Staatseisenbahnen entstand 1886 an deren Stelle der erste „Centralbahnhof“ in Insellage, mit Zufahrt von Norden von der MĂŒlheimer Straße aus, die zu dieser Zeit noch niveaugleich ĂŒberquert wurde.

Dem Ausbau zu einem zwölfgleisigen Durchgangsbahnhof musste der Inselbahnhof weichen, 1934 wurde an der Westseite der Gleisanlagen das EmpfangsgebĂ€ude des heutigen Hauptbahnhofes im Stile des Funktionalismus errichtet. Dieser ist ein bedeutender Fernbahnhof, der unter anderem ICE-Linienverbindungen in Richtung Amsterdam, Berlin, Basel und MĂŒnchen anbietet.

Der zweitgrĂ¶ĂŸte Duisburger Bahnhof, Rheinhausen, besitzt eine Regional-Express-Anbindung. DarĂŒber hinaus verfĂŒgt Duisburg ĂŒber 15 kleinere Stationen, die von Regionalbahnen der Deutschen Bahn AG, der Nord-West-Bahn oder der S-Bahn Rhein-Ruhr angefahren werden.

U-Bahnhof Duisburg Hbf
Öffentlicher Personennahverkehr

Kern des Netzes der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) sind drei (fahrplantechnisch vier) Stadtbahnlinien, von denen eine gemeinsam mit der DĂŒsseldorfer Rheinbahn AG betrieben wird. Diese, die U79, ist aus der D-Bahn hervorgegangen, einer Überland-Straßenbahn nach DĂŒsseldorf. Im Innenstadtbereich ist die Stadtbahn als U-Bahn gefĂŒhrt, die 1992 eröffnet wurde. 2000 wurde die U79 mit der Fertigstellung eines Tunnels unter Ruhr und HĂ€fen bis nach Meiderich verlĂ€ngert. Die anderen Linien (901, 902 und 903) stellen neben der Erschließung der Stadtteile Hamborn, Walsum und HĂŒttenheim auch Verbindungen in die NachbarstĂ€dte Dinslaken und MĂŒlheim an der Ruhr dar.

Von den PlĂ€nen Ende der 1960er Jahren, ein vollstĂ€ndiges U-Stadtbahnsystem in Duisburg zu errichten, hat man mittlerweile aus finanziellen GrĂŒnden und aufgrund fehlender UnterstĂŒtzung des Landes Nordrhein-Westfalen Abstand genommen.

Im linksrheinischen Stadtteil Rheinhausen wird ein großer Teil der stĂ€dtischen Erschließung durch die Regionalbuslinien der zur Rhenus Veniro-Gruppe gehörenden NIAG ĂŒbernommen, da Rheinhausen ursprĂŒnglich eine Gemeinde im Landkreis Moers war und erst durch eine Gebietsreform zu Duisburg gekommen ist.

GĂŒterverkehr

Im EisenbahngĂŒterverkehr ist Duisburg nach Stilllegung seiner Rangierbahnhöfe Duisburg-Wedau, Hohenbudberg und des HauptgĂŒterbahnhofs kein Eisenbahnknoten mehr, aber es besteht nach wie vor die “Eisenbahn und HĂ€fen GmbH“ bei der ThyssenKrupp AG als eine der grĂ¶ĂŸten Werksbahnen Europas.

Seit 1999 steuert die Deutsche Bahn AG aus der Betriebszentrale in Duisburg-Duissern den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen.

Siehe auch: Duisburg Hauptbahnhof, Bahnhöfe in Duisburg, Stadtbahn Duisburg.

Unternehmen

Stahlindustrie bei Bruckhausen bei Nacht

Duisburg ist bis heute das bedeutendste Zentrum der Stahlindustrie in Mitteleuropa und verfĂŒgt ĂŒber die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung an ProduktionsstĂ€tten dieses Bereichs weltweit.

Mittlerweile stehen sÀmtliche der sieben im Ruhrgebiet betriebenen Hochöfen in Duisburg. Etwa die HÀlfte des in Deutschland erzeugten Roheisens und ein Drittel des Rohstahls werden in Duisburg produziert.

Alle Schachtanlagen, die zumeist im Duisburger Norden und dem heutigen Duisburger Westen lagen, sind nun geschlossen.

Durch den Strukturwandel in der Stahlindustrie kam es zu einem erheblichen Arbeitsplatzabbau. Noch in den 1960er Jahren zĂ€hlte die Stadt zu jenen mit den höchsten Pro-Kopf-Steuereinnahmen in der Bundesrepublik. Gab es damals noch fast 70.000 Stahlarbeiter, so sind heute davon lediglich 16.000 ĂŒbrig geblieben.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen ArbeitsplĂ€tze ist so von knapp 280.000 auf nur noch 150.000 gesunken, so dass die Stadt heute noch in Folge dessen unter einer ĂŒberdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit leidet.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen ArbeitsplÀtze entspricht nicht einmal einem Drittel der Einwohner Duisburgs. Damit liegt die Stadt auf dem gleichen Niveau wie Essen (0,3 ArbeitsplÀtze pro Einwohner). In der Nachbarstadt Krefeld beispielsweise kommen 0,67 ArbeitsplÀtze je Einwohner. Sie hat damit absolut sogar mehr ArbeitsplÀtze als Duisburg.

TĂ€glich pendeln 70.000 Arbeitnehmer nach Duisburg, wĂ€hrend es 60.000 ins Duisburger Umland zieht. Die meisten Auspendler, etwa 15.000, haben ihren Arbeitsplatz in DĂŒsseldorf, wo die Duisburger auch die grĂ¶ĂŸte Einpendlergruppe stellen.

Ihre ehemalige Funktion als zentrale Einkaufsstadt weit ĂŒber ihre Grenzen hinaus hat die Stadt weitestgehend verloren. Seit Jahren wird ein Abfluss von Kaufkraft beklagt. Mit unter 100.000 Quadratmetern verfĂŒgt die Duisburger Innenstadt ĂŒber eine vergleichsweise geringe HandelsflĂ€che. Zur Zeit allerdings entstehen neue HandelsflĂ€chen, die die Quadratmeterzahl um etwa ein FĂŒnftel erhöhen wird.

Heute prĂ€gen die chemische und die Papierindustrie, Unternehmen des Anlagen-, Maschinen- und Schiffbaus, Hersteller von PrĂ€zisionsinstrumenten sowie bekannte Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie die Wirtschaftsstruktur der Stadt. Traditionell in Duisburg ansĂ€ssig sind auch große Dienstleistungsunternehmen aus den Bereichen Handel, Verkehr und Logistik.

Eine wichtige Funktion im Strukturwandel hat die Logistik. So entstand beispielsweise mit dem „Logport“ ein neues internationales Logistikzentrum. Dort stand bis 1993 das durch den Rheinhausener Arbeitskampf bundesweit bekannt gewordene Krupp-Stahlwerk.

Bereits 1987 wurde in Neudorf das Mikroelektronische Zentrum gegrĂŒndet. Im heutigen „Tectrum“ werden in den frĂŒher von Daimler genutzten GebĂ€uden sowie in den von Norman Foster entworfenen zwei Neubauten BĂŒrorĂ€ume, Produktions- und LaborflĂ€chen fĂŒr Unternehmen aus allen Bereichen der Elektronik und ihrer Anwendungen angeboten.

Erste Erfolge im Bereich des Aufbaus einer mittelstandsorientierten GrĂŒndungskultur entstand mit der Ansiedlung der microTEC Gesellschaft fĂŒr Mikrotechnologie mbH. Im Jahr 2006 ist die Anzahl der im „Tectrum“ ansĂ€ssigen Unternehmen bereits auf ĂŒber 50 Unternehmen gestiegen. Die Unternehmen sollen mit industriellen Anwendungen von Mikro- und Nanotechnologien, sowie Informationstechnologien eine Basis fĂŒr neue ArbeitsplĂ€tze in Duisburg bilden. Die UniversitĂ€t Duisburg-Essen sowie die angegliederten Institute bieten dabei direkte AnknĂŒpfungspunkte.

Etwa ab Mitte der 1990er Jahre entwickelte Duisburg auch den Bereich unternehmensorientierter Dienstleistungen und wurde zu einer Art „Hochburg“ fĂŒr Callcenter. Große Unternehmen wie die Deutsche Bahn AG, Targobank (ehemalige Citibank) und Dresdner Bank, aber auch das Telekommunikationsunternehmen Alice/HanseNet, welches das ZugangsgeschĂ€ft von AOL Deutschland ĂŒbernommen hat, sowie die sanvartis GmbH (ehemals Gesundheitsscout24) betreiben Callcenter in Duisburg zur bundesweiten Abdeckung ihrer Servicerufnummern. Hier finden mittlerweile gut 5000 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz.

In Duisburg findet sich auch mit Zoo Zajac die grĂ¶ĂŸte Zoohandlung der Welt, das ZoofachgeschĂ€ft ist ĂŒber 8.000 mÂČ groß.

Auch die Stadtverwaltung selbst ist als Konzern Stadt Duisburg mit ihren Gesellschaften und Eigenbetrieben ein wichtiges „Unternehmen“. Die Privatisierung ehemaliger Verwaltungsbereiche hat zu einer Verflechtung im privatwirtschaftlichen Bereich gefĂŒhrt.

Bedeutende Großbetriebe und Unternehmen in Duisburg

HĂŒttenwerke Krupp Mannesmann am Rhein

Medien

Medienhaus am Harry-Epstein-Platz

Bereits in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts und der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts wurde die Duisburger Bevölkerung durch zwei Tageszeitungen versorgt. Bei der einen Tageszeitung handelte es sich um die 1851 gegrĂŒndete und 1941 untergegangene Rhein- und Ruhrzeitung. Die zweite Tageszeitung war der 1881 gegrĂŒndete Duisburger General-Anzeiger, der bis in die 1960er Jahre das wichtigste Tagesblatt fĂŒr Duisburg und die Region blieb. Im Zuge der Konzentration im Pressewesen verschwand er.

Heute berichten gleich drei Lokalredaktionen verschiedener Tageszeitungen ĂŒber das aktuelle Tagesgeschehen. Im Medienhaus, das in unmittelbarer NĂ€he des Hauptbahnhofes liegt, sind die Duisburger Lokalredaktionen der beiden Tageszeitungen Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und Neue Ruhr Zeitung (NRZ), deren Zentralredaktionen sich in Essen befinden, beheimatet. Die Rheinische Post (RP) mit Hauptsitz in DĂŒsseldorf besitzt ebenfalls eine Lokalredaktion in Duisburg. Außerdem betreibt die WAZ-Mediengruppe Stadtteilredaktionen in den Stadtteilen Hamborn, Rheinhausen und Huckingen, die Rheinische Post verfĂŒgt darĂŒber hinaus ĂŒber eine eigene Stadtteilredaktion in Rheinhausen.

Weitere Printmedien in Duisburg sind der Wochenanzeiger, der mittwochs und samstags erscheint, das einmal wöchentlich erscheinende Stadtpanorama und die Zeitung Location, die einmal monatlich ĂŒber Veranstaltungen aller Art informiert. Weiterhin erscheinen im Duisburger SĂŒden der Nordbote und der Lokalkurier.

Mit Radio Duisburg ging am 1. April 1990 der erste lokale Radiosender Nordrhein-Westfalens auf Sendung. Der Sender sendet tĂ€glich bis zu acht Stunden Lokalprogramm, außerdem wird auf der Frequenz von Radio Duisburg Programme des BĂŒrgerfunkes ausgestrahlt. Das Restprogramm und die Nachrichten zur vollen Stunde werden von Radio NRW ĂŒbernommen. Von 6.30 Uhr bis 19.30 Uhr strahlt Radio Duisburg zudem zu jeder halben Stunde Lokalnachrichten aus, ferner werden alle Spiele des MSV Duisburg, sowie einzelne Spiele der FĂŒchse Duisburg und des FCR Duisburg 2001 live ĂŒbertragen.

Der WDR eröffnete im Februar 2007 sein neues Regionalstudio am Duisburger Innenhafen. In seinem Studio produziert der WDR die Fernsehsendung „Lokalzeit aus Duisburg“, die zweimal tĂ€glich ĂŒber Nachrichten aus der Stadt Duisburg, sowie den Kreisen Kleve und Wesel informiert. FĂŒr den Radiosender WDR 2 werden zudem Regionalnachrichten produziert.

2006 nahm mit Studio 47 der erste private lokale Fernsehsender Nordrhein-Westfalens seinen Sendebetrieb auf. Das Programm von Studio 47 wird tĂ€glich in der Zeit von 16 bis 24 Uhr ausgestrahlt, zu empfangen ist es im digitalen und analogen Kabel-TV sowie im Internet. Seit 2005 strahlt der Duisburger Sender Kanal Avrupa europaweit ein tĂŒrkischsprachiges Fernsehprogramm aus. Im gesamten Duisburger Stadtgebiet ist zudem das Campusradio der UniversitĂ€t Duisburg-Essen, CampusFM, auf der Frequenz 104,5 Mhz zu empfangen.

Bildung und Forschung

In der Stadt gibt es 88 Grundschulen, 20 Hauptschulen, 15 Förderschulen, zehn Realschulen, 13 Gesamtschulen, neun Berufskollegs und 13 Gymnasien.

Mit dem Landfermann-Gymnasium besitzt die Stadt eine der Ă€ltesten Schulen in ganz Deutschland, deren Wurzeln auf die bereits vor 1280 als Schola Duisburgensis gegrĂŒndete ehemalige Lateinschule zurĂŒckreichen. Das 1832 als Sonntagsschule gegrĂŒndete Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg war 1846 die erste Schule in kommunaler TrĂ€gerschaft der Stadt Duisburg.

Die UniversitĂ€t Duisburg-Essen entstand am 1. Januar 2003 durch die Vereinigung der UniversitĂ€ten in Essen und Duisburg, die mit ĂŒber 30.000 Studenten und 3.400 Mitarbeitern zu den grĂ¶ĂŸten UniversitĂ€ten Nordrhein-Westfalens gehört.[27] Das FĂ€cherspektrum erstreckt sich ĂŒber Geistes-, Gesellschafts-, Wirtschaftswissenschaften, sowie Ingenieur- und Naturwissenschaften einschließlich der Medizin. 1972 wurde die Duisburger UniversitĂ€t als Gesamthochschule durch den Zusammenschluss der PĂ€dagogischen Hochschule und der Fachhochschule fĂŒr Maschinenbau gegrĂŒndet und 1980 in UniversitĂ€t – Gesamthochschule – Duisburg umbenannt. Von 1994 bis zur Vereinigung mit der Essener UniversitĂ€t trug sie den Namen Gerhard-Mercator-UniversitĂ€t Duisburg. Bereits von 1655 bis 1818 hatte es eine Duisburger UniversitĂ€t, die vom Großen KurfĂŒrsten Friedrich Wilhelm gegrĂŒndet worden war.

Im Stadtteil Großenbaum befindet sich der Standort Duisburg der Fachhochschule fĂŒr öffentliche Verwaltung NRW. In den vier Fachbereichen kommunaler Verwaltungsdienst, staatlicher Verwaltungsdienst, Polizeivollzugsdienst, und sozialer Verwaltungsdienst werden Beamte fĂŒr den gehobenen Dienst ausgebildet.

Die 1900 gegrĂŒndete Musikhochschule ist seit 1987 eine Abteilung der Folkwang-Hochschule. Am Standort Duisburg werden zwei StudiengĂ€nge angeboten, zum einen zum DiplompĂ€dagogen im Studiengang MusikpĂ€dagogik, zum anderen zum Diplommusiker im Studiengang KĂŒnstlerische Instrumentalausbildung.[28]

Im Jahr 1919 wurde die Volkshochschule (VHS) Duisburg eröffnet. An ihr bieten ĂŒber 700 Kursleiter Weiterbildungsmöglichkeiten in allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Bereichen an.

Die Duisburger Forschungslandschaft wird von einer Reihe von Instituten, die an der UniversitĂ€t angesiedelt sind, geprĂ€gt. Dazu zĂ€hlen das Fraunhofer-Institut fĂŒr Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS), das Institut fĂŒr Energie- und Umwelttechnik (IUTA), das Entwicklungszentrum fĂŒr Schiffstechnik und Transportsysteme (DST), das Rhein-Ruhr-Institut fĂŒr Sozialforschung und Politikberatung (RISP), das Salomon Ludwig Steinheim-Institut fĂŒr Deutsch-JĂŒdische Geschichte e. V. (StI), das Forschungsinstitut fĂŒr wirtschaftliche Entwicklungen im Pazifikraum (FIP), das Zentrum fĂŒr BrennstoffzellenTechnik (ZBT) und das Deutsch-Französisches Institut fĂŒr Automation und Robotik (IAR). Das innerhalb der UniversitĂ€t angesiedelte Institut fĂŒr Entwicklung und Frieden (INEF) geht auf eine von Willy Brandt gegrĂŒndete Stiftung zurĂŒck.

Weitere BildungstrĂ€ger in Duisburg sind die Deutsche Angestellten Akademie, das Bildungszentrum des Bauhandwerks, die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Duisburg, die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt (SLV) Duisburg, die PTA Lehranstalt, die GemeinnĂŒtzige Gesellschaft fĂŒr BeschĂ€ftigungsförderung (GfB) Duisburg, das Bildungszentrum der Wirtschaft, das Institut fĂŒr Maßnahmen zur Förderung der beruflichen und sozialen Eingliederung (IMBSE), das Psychotherapeutische Institut Bergerhausen (PIB) und das Institut fĂŒr Technische Dokumentation, Schulung und Beratung (ITS) Duisburg.

Auch das Schifferberufskolleg und das Schulschiff Rhein hat seinen Sitz in Duisburg. Dort werden angehende Matrosen im dreimonatigem Blockunterricht unterrichtet.

Mit fast 1.000.000 MedienbestĂ€nden zĂ€hlt die Duisburger Stadtbibliothek zu den großen StadtbĂŒchereien Deutschlands. In den 1970er Jahren gab es ein umfangreiches Zweigstellennetz, das neben sechs Stadtbezirksbibliotheken auch viele Stadtteilbibliotheken umfasste. Im Zuge der Sparmaßnahmen sind heute sieben Stadtbezirksbibliotheken und sechs Stadtteilbibliotheken ĂŒbrig geblieben – die Zentralbibliothek in der Innenstadt verfĂŒgt ĂŒber eine vergleichsweise umfangreiche Sammlung tĂŒrkischsprachiger Literatur. Seit 1970 findet hier auch die Internationale Kinder- und Jugendbuchausstellung (IKiBu) statt. Von besonderer Bedeutung sind auch die UniversitĂ€tsbibliothek der UniversitĂ€t Duisburg-Essen und das Archiv der Stadt Duisburg.

2009 wurde das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr eröffnet, das an der UniversitĂ€t Duisburg-Essen angesiedelt ist und als Kulturinstitut Kenntnisse ĂŒber die chinesische Sprache und Kultur vermitteln will. DarĂŒber hinaus werden Unternehmen und Politiker beraten, die Kontakte nach China pflegen. Das Duisburger Konfuzius-Institut ist das neunte Institut in Deutschland und wie alle eine offizielle Einrichtung der Volksrepublik.

Persönlichkeiten

Götz George spielt Horst Schimanski

Der mittelalterliche Geograph Gerhard Mercator, der 1594 in Duisburg gestorben ist, war einer der bedeutendsten BĂŒrger der Stadt. Auch die Industriellen August Thyssen und der in Ruhrort geborene Franz Haniel haben Duisburg im 19. und 20. Jahrhundert entscheidend geprĂ€gt. BerĂŒhmtester Duisburger KĂŒnstler ist der 1881 in Meiderich geborene Wilhelm Lehmbruck. Der bedeutendste Politiker, der mit Duisburg in Verbindung steht, ist Karl Jarres, der fast 20 Jahre lang – von 1914 bis 1933 – Duisburgs OberbĂŒrgermeister war und von 1923 bis 1925 das Amt des Reichsministers des Innern bekleidete. Bei der ReichsprĂ€sidentenwahl 1925 erhielt Jarres im ersten Wahlgang die meisten Stimmen, zog jedoch im zweiten Wahlgang seine Kandidatur zugunsten von Hindenburg zurĂŒck. Horst Schimanski, ein fiktiver Duisburger Kriminalkommissar, den Götz George seit 1981 verkörpert und der bis heute als RuhestĂ€ndler aktiv ist, zĂ€hlt zu den wichtigsten zeitgenössischen Duisburger Figuren.

Literatur

  • Topographisch-statistische Beschreibung und Verwaltungs-Übersicht des Kreises Duisburg vom Jahre 1845 : mit besonderer BerĂŒcksichtigung der VerhĂ€ltnisse in dem Jahre 1830. MĂŒlheim a. d. Ruhr 1846. Digitalisierte Ausgabe der UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek DĂŒsseldorf
  • Heinrich Averdunk: Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgĂŒltigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666). Duisburg 1894.
  • Heinrich Averdunk, Walter Ring: Geschichte der Stadt Duisburg. Essen 1927 (2. Auflage: Ratingen 1949).
  • Liselotte Cremer und andere: Duisburg. Auswahlverzeichnis aus den BestĂ€nden des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek. Duisburg 1983.
  • Regine JĂ€gers: Duisburg im 18. Jahrhundert. Sozialstruktur und Bevölkerungsbewegung einer niederrheinischen Kleinstadt im Ancien RĂ©gime (1713 - 1814). Köln u. a. 2001.
  • Eberhard Kröger, Manfred Komorowski; Jan-Pieter Barbian (Hrsg.): Duisburg-Bibliographie: Verzeichnis der Schriften zu Duisburg fĂŒr den Zeitraum 1987 bis 2001. Essen 2004, ISBN 3-89861-306-2.
  • Evangelische Kirche in Duisburg. Duisburg (?) 1950.
  • Ludger Heid und andere: Kleine Geschichte der Stadt Duisburg. Von den AnfĂ€ngen bis zu den 80er Jahren. 4. Auflage. Duisburg 1996.
  • GĂŒnter von Roden: Das alte Duisburg von den AnfĂ€ngen bis 1905. In: Geschichte der Stadt Duisburg. 5. Auflage. 1, Duisburg 1980.
  • GĂŒnter von Roden: Die Ortsteile von den AnfĂ€ngen. Die Gesamtstadt seit 1905. In: Geschichte der Stadt Duisburg. 2. Auflage. 2, Duisburg 1979.
  • Werner Greve (Hrsg.): Kriegsbriefe aus Duisburg. Sommer 1942 bis MĂ€rz 1945. Zeitgut, 2005, ISBN 978-3-933336-50-7.

Quellen und Anmerkungen

  1. ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ↑ ZDF-Dokumentation vom 1. Mai 2007
  3. ↑ Pressebericht ĂŒber die Einweihungsfeier des Hochofens 8 von ThyssenKrupp Steel (TKS)
  4. ↑ Standorte der Stahlerzeugung in der Bundesrepublik Deutschland
  5. ↑ Einwohner nach Ortsteilen und Stadtbezirken am 31. Dezember 2007
  6. ↑ Wo ist Deutschlands wĂ€rmster Ort?, spektrumdirekt, 21. Juli 2007
  7. ↑ W. Geerlings: Die TrĂ€nen der Schwestern des PhaĂ«ton - Bernstein im Altertum. In: Bernstein - TrĂ€nen der Götter. Bochum 1996.
  8. ↑ Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesteh und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen StĂ€dte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 943-958.
  9. ↑ http://www.welt.de/vermischtes/article8633678/Massenpanik-Verstand-ist-ausser-Kraft-gesetzt.html "Massenpanik – Verstand ist außer Kraft gesetzt" Psychologische Betrachtung der Massenpanik in Duisburg durch den Diplom-Psychologen Dr. Fliegel der Uni MĂŒnster
  10. ↑ Reuters Deutschland: Zahl der Love-Parade-Verletzten auf ĂŒber 500 gestiegen, abgerufen am 26. Juli 2010
  11. ↑ Martin BĂŒnermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  12. ↑ Alle Wahlergebnisse in Duisburg seit 1949
  13. ↑ http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/sauerland-muss-sich-abwahl-stellen-1.2599850
  14. ↑ http://wahlarchiv.krzn.de/kw2009/wep020/
  15. ↑ http://www.nrw.dgb.de/themen/Wirtschaftspolitik/Finanzmarktkrise/Papier_Finanzsituation_der_Kommunen_in_NRW DGB Bericht, Seite 8
  16. ↑ Moscheebau in Duisburg. Wie man religiöse Vorurteile ĂŒberwindet, ZDF am 16. Juli 2006
  17. ↑ Viel Besucher kleine EinsĂ€tze, Rheinische Post, Lokalausgabe Duisburg, 14. MĂ€rz 2008
  18. ↑ filmforum Duisburg auf www.duisburg.de
  19. ↑ in der Region auch unter der englischen Bezeichnung „Lifesaver“ bekannt
  20. ↑ Internetauftritt des Stadtsportbundes Duisburg
  21. ↑ Homepage des Squash Inn Team Hamborn 88 - Hamborn 88 ist Deutscher Vizemeister
  22. ↑ Der Besucher-Magnet, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg-Nord, 10. Februar 2008
  23. ↑ Die Sechs-Seen-Platte vorgestellt auf www.duisburg.de
  24. ↑ Der Duisburger Zoo vorgestellt auf www.duisburg.de
  25. ↑ BrĂŒckenweb â€“ StĂ€dte mit vielen BrĂŒcken
  26. ↑ Hafen platzt aus den NĂ€hten, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg, 1. April 2008
  27. ↑ UniversitĂ€t Duisburg/Essen auf www.duisburg.de
  28. ↑ Musikhochschule auf www.duisburg.de

Weblinks

 Commons: Duisburg â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen WörterbĂŒchern nach:

  • Duisburg — Duisburg, Stadt (Stadtkreis) im preuß. Regbez. DĂŒsseldorf, zwischen Rhein und Ruhr, 33 m ĂŒ. M., hat 6 evangelische (darunter die stattliche Salvatorkirche aus dem 14. Jahrh.) und 6 kath. Kirchen, Synagoge, ein Denkmal Kaiser Wilhelms I. (s.… 
   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • DUISBURG — DUISBURG, city in Germany. A small Jewish settlement existed there from the second half of the 13th century whose members were massacred in the wake of the black death (1350). No Jews lived there subsequently until the 18th century, when a few… 
   Encyclopedia of Judaism

  • Duisburg — Duisburg, 1) Kreis im preußischen Regierungsbezirk DĂŒsseldorf; 111,000 Ew.; ist im N. eben u. sandig, im S. gebirgig durch das Sauerland, im Ganzen fruchtbar fĂŒr alle Getreidearten; den Haupterwerb liefert die blĂŒhende Industrie in Eisen, Wolle,… 
   Pierer's Universal-Lexikon

  • Duisburg — Duisburg, Stadtkreis im preuß. Reg. Bez. DĂŒsseldorf am Rhein, (1900) 92.730 E. (40.309 Evangelische), Land , Amts mit Rheinschiffahrtsgericht, Handelskammer, Reichsbankstelle, königl. Maschinenbau und HĂŒttenschule; bedeutende Industrie, Handel… 
   Kleines Konversations-Lexikon

  • Duisburg — Duisburg, Kreisstadt in der preuß. Rheinprovinz, an der Köln Mindener Eisenbahn, 3 M. von DĂŒsseldorf, mit 9500 E., Fabriken fĂŒr Tabak, chemische Producte, Wolle u. Baumwollewaaren, Leder, Seife, wichtigem Handelsverkehr; UniversitĂ€t von 1655–1804 
   Herders Conversations-Lexikon

  • Duisburg — v. d Allemagne (RhĂ©nanie du Nord Westphalie), au confl. de la Ruhr et du Rhin; 514 630 hab. Un des plus grands ports fluviaux du monde. Industries nombreuses et puissantes 
   EncyclopĂ©die Universelle

  • Duisburg — [dyo͞osâ€Čbʉrg; ] Ger [ dĂŒsâ€Čboork] city in W Germany, at the junction of the Rhine & Ruhr rivers, in the state of North Rhine Westphalia: pop. 538,000 
   English World dictionary

  • Duisburg — For the village in Belgium, see Duisburg (Tervuren). Duisburg Duisburg Inner Harbor 
   Wikipedia

  • Duisburg 48/99 — Eintracht Duisburg 1848 ist einer der Ă€ltesten Sportvereine in Deutschland. Der Verein, dem etwa 1500 Mitglieder angehören, bietet die Sportarten Leichtathletik, Handball, Tischtennis, Fußball, Turnen, Badminton, Fechten, Radsport und Tennis an.… 
   Deutsch Wikipedia

  • Duisburg 99 — Eintracht Duisburg 1848 ist einer der Ă€ltesten Sportvereine in Deutschland. Der Verein, dem etwa 1500 Mitglieder angehören, bietet die Sportarten Leichtathletik, Handball, Tischtennis, Fußball, Turnen, Badminton, Fechten, Radsport und Tennis an.… 
   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link

 Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.