Eifel

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Eifel
Geografische Lage der Eifel in Deutschland
Eifelkarte
Eifellandschaft
Sonnenaufgang ĂŒber der Vulkaneifel

Die Eifel ist ein bis 747 m ĂŒ. NN hohes, grenzĂŒberschreitendes Mittelgebirge im Westen Deutschlands sowie im Osten Belgiens und Luxemburgs. Sie ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Eifel liegt zwischen Aachen im Norden, Trier im SĂŒden und Koblenz im Osten. Sie fĂ€llt im Nord-Osten entlang der Linie Aachen – DĂŒren – Bonn zur Niederrheinischen Bucht ab. Im Osten und SĂŒden wird sie vom Rhein- und Moseltal begrenzt. WestwĂ€rts geht sie in Belgien und Luxemburg in die geologisch verwandten Ardennen und das Luxemburger Ösling ĂŒber. Sie berĂŒhrt Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie den Raum Eupen – Sankt Vith – Luxemburg. Die höchste Erhebung ist die Hohe Acht (747 m), ein Vulkankegel. Ihren Namen erhielt die Eifel vom karolingischen Eifelgau, der annĂ€hernd dem Gebiet um die Quellen der FlĂŒsse Ahr, Kyll, Urft und Erft entsprach.

Seit 2004 ist ein Teil der Nordeifel als Nationalpark Eifel unter besonderen Schutz gestellt.

Landschaftsformen

Die Eifel gehört zu den Teilen des Rheinischen Schiefergebirges, deren wellige HochflĂ€che als sogenanntes Rumpfhochland bezeichnet werden, welches sich aus dem durch Erosion abgetragenen Urgebirge der variszischen Gebirgsbildungsphase und spĂ€terer erneuter Hebung entwickelte. Die HochflĂ€che wird im westlichen Teil durch einzelne bis 700 m hohe BergrĂŒcken wie Schneifel oder Hohes Venn durchzogen. Im Ostteil bildeten sich in der Hohen Eifel und der Vulkaneifel aus tertiĂ€rem und quartĂ€ren Vulkanismus einzelne Schlackenvulkane und Basaltkuppen wie die Hohe Acht und der Ernstberg, welche die HĂŒgellandschaft ĂŒberragen.

Die zur Mosel, Rhein und Maas hin entwĂ€ssernden FlĂŒsse wie Our, Kyll, Ahr, Brohl und Rur haben sich zum Rand der Eifel hin tief eingeschnitten und bilden grĂ¶ĂŸere TĂ€ler aus.

Die ĂŒber 5.300 kmÂČ große Eifel wird geografisch in Nord- und SĂŒdeifel unterteilt, feingliedriger jedoch in mehrere naturrĂ€umliche Landschaften mit teilweise weiteren Untergliederungen.

NaturrÀumliche Gliederung

Nach dem Handbuch der naturrÀumlichen Gliederung Deutschlands gliedert sich der deutsche Teil der Eifel wie folgt in Haupteinheiten (dreistellig):[1][2]

Das Bundesamt fĂŒr Naturschutz fĂŒhrt die 3 (zweistelligen) Haupteinheitengruppen unter der zusammenfassenden Gruppe D45.

Natur- bzw kulturhistorische Raumeinteilung der Eifel

Hinweis: Es wurden ausschließlich naturrĂ€umliche oder kulturlandschaftliche Eifelregionen benannt; einige davon ĂŒberschneiden sich. Von weiteren Begriffen aus Fremdenverkehrs- und Tourismus-Vereinen stehen manche nicht in einem korrekten geografischen Kontext.

Berge, Erhebungen und Aussichtswarten

Typisches Eifeldorf in der SĂŒdeifel

Die Eifel ist abseits der TĂ€ler eine schwach wellige Hochebene, aus der langgezogene BergrĂŒcken und einzelne Berge hervorragen. Die meisten dieser Erhebungen erreichen keine großen Höhen gegenĂŒber ihrer Umgebung, einige jedoch, wie etwa der „Schwarze Mann“ in der Schnee-Eifel, sind allseits schon von weitem als lang gezogene, bewaldete HöhenrĂŒcken oder sich deutlich absetzende HĂŒgelspitzen zu erkennen.

Der höchste Berg der gesamten Eifel ist die Hohe Acht mit 747 m ĂŒ. NN. Sie ist die einzige Eifel-Erhebung ĂŒber 700 m. Allerdings erreichen viele Gipfel, BergrĂŒcken und grĂ¶ĂŸere Gebiete wie der Zitterwald Höhen von mehr als 600 m. Darunter sind zwei Dutzend Gipfel mit wunderbarer Rundsicht, von denen viele eine Aussichtswarte tragen. Von Nord nach SĂŒd seien angefĂŒhrt: Michelsberg, HĂ€uschen und Teufelsley im Norden, Adert, Hohe Acht und Raßberg im Nordosten, Hochkel, Nerotherkopf, Dietzenley und Ruine Kasselburg im Zentralgebiet, PrĂŒmer Kalvarienberg, Hart- und PrĂŒmer Kopf im Osten, Steine- und MĂ€useberg bei Daun, Hochsimmer und Scheidkopf bei Mayen, Eickelslay und Absberg im SĂŒdosten, Krautscheid und Hohe Kuppe im SĂŒdwesten.

Viele dieser markanten Punkte verbindet die GrĂŒne Straße Eifel-Ardennen, die den Osten und SĂŒden durchquert, sowie die Deutsche Vulkanstraße, die Deutsche Wildstraße und die Ferienstraße SĂŒdeifel.

Zu den Bergen und Erhebungen der Eifel gehören sortiert nach Höhe in Meter ĂŒber Normalnull:

FĂŒr eine Liste mit diesen und weiteren Eifelbergen und -erhebungen siehe die Liste von Bergen und Erhebungen der Eifel.

Schema der EifelflĂŒsse und -bĂ€che
Die PrĂŒm
Obersee des Rurstausees zwischen Einruhr und Rurberg

GewÀsser

Die Eifel ist aufgrund des feucht-milden Atlantikklimas von zahlreichen BĂ€chen und kleineren FlĂŒssen durchzogen. Durch Aufstauungen entstanden besonders in der Nordeifel z. T. sehr große Stauseen, wie zum Beispiel der Rursee, der volumenmĂ€ĂŸig zweitgrĂ¶ĂŸte Stausee in Deutschland und der Urftsee.

Eine Besonderheit bilden in der Eifel die Maare. Diese oftmals kreisrunden natĂŒrlichen Seen sind vulkanischen Ursprungs. GrĂ¶ĂŸtes Maar der Eifel ist das Meerfelder Maar. Andere natĂŒrliche WasserflĂ€chen grĂ¶ĂŸeren Ausmaßes kommen in der Eifel nicht vor.

FlĂŒsse und BĂ€che

Die zahlreichen FlĂŒsse und BĂ€che der Eifel entwĂ€ssern die Eifel zur Nordsee hin ĂŒber die beiden großen, außerhalb der Eifel liegenden FlĂŒsse Rhein und Maas.

Dem Rhein fließen zu:

Die NebenflĂŒsse der Maas sind:

  • die Rur mit ihrem NebenflĂŒssen und -bĂ€chen
    • Perlenbach
    • Urft
      • Olef mit den ZuflĂŒssen
        • Preth
        • Reifferscheider Bach
        • Diefenbach
        • Rosselbach
      • Genfbach
      • Gillesbach
      • Laufbach
      • Wisselsbach
    • Inde und ihr Hauptzufluss
  • die Ourthe (außerhalb der Eifel) mit ihren NebenflĂŒssen

Seen und Stauseen

Stauseen

Vulkanische Seen

Geologie

Die Eifel ist ein in großen Teilen 400 Mio. Jahre alter, variszischer Gebirgsrest und geologisch ein Teil des linksrheinischen Schiefergebirges. Im Bereich des Stavelot-Venn-Sattels (Hohes Venn) finden sich die Ă€ltesten Gesteinsschichten, die aus dem Kambrium stammen und rund 550 Mio. Jahre alt sind. Die Eifel ist ein immer noch vulkanisch aktives Gebiet, wovon zahlreiche KohlensĂ€ureaustritte, z. B. im Laacher See, zeugen. Die letzten AusbrĂŒche, bei denen die jĂŒngsten Maare entstanden, liegen rund 11.000 Jahre zurĂŒck.

Eifelschiefer

Das Grundgebirge besteht in der Eifel wie in den anderen Landschaften des Rheinischen Schiefergebirges ĂŒberwiegend aus Schiefer, Kalkstein, Quarzit und Sandsteinen aus der Zeit des Devon. Nur am Nordrand der Eifel sind im Hohen Venn und seiner Umgebung Ă€ltere Gesteine aus dem Kambrium und Ordovizium aufgeschlossen. Gesteine des auf das Devon folgenden Karbons kommen in der Eifel selbst nicht vor, sind jedoch an ihrem Nordrand in der Gegend von Aachen vorhanden.

Die devonischen Gesteine wurden in einem Meeresbecken abgelagert, in das der Abtragungsschutt des bis spĂ€testens Anfang des Devons entstandenen großen Nordkontinents Laurasia von Norden her eingeschwemmt wurde. Am Ende des Devons und im Karbon wurde das Meeresbecken von der variszischen Faltung ergriffen, zusammengeschoben und ĂŒber den Meeresspiegel gehoben, so dass ein Gebirge entstand.

Seit der Faltung ist die Eifel im Wesentlichen Festland geblieben und unterlag in der Zeit des Perm der Abtragung, bis nur noch ein weitgehend flacher Gebirgsrumpf erhalten war. Nur fĂŒr kurze Zeit und nur teilweise wurde dieser spĂ€ter noch vom Meer ĂŒberflutet.

Ablagerungen aus der Zeit der Trias und des Jura sind in der so genannten Eifeler Nord-SĂŒd-Zone erhalten. Diese ist eine Senkungszone, die sich von der Trierer Bucht im SĂŒden zur Niederrheinischen Bucht im Norden erstreckt. Durch diese Zone bestand zeitweise eine Meeresverbindung zwischen nördlichem und sĂŒdlichem Mitteleuropa. Reste der zu dieser Zeit abgelagerten Sedimente sind in grĂ¶ĂŸerer Verbreitung im Maubach-Mechernicher Triasdreieck im Norden und im Oberbettinger Triasgraben in der Gegend um Hillesheim und Oberbettingen erhalten geblieben.

In der Oberen Kreide und im TertiĂ€r wurde die Eifel vor allem von Norden randlich ĂŒberflutet. Reste kreidezeitlicher Gesteine wurden auf dem Hohen Venn entdeckt. Überreste tertiĂ€rer Ablagerungen aus dem OligozĂ€n sind dort und als verstreute Flecken bis in die Westeifel zu finden.

Seit dem PliozĂ€n begannen die Eifel und das Rheinische Schiefergebirge im Vergleich zu ihrer Umgebung aufzusteigen. Dieser Aufstieg fĂŒhrte dazu, dass sich die BĂ€che und FlĂŒsse in die flachwellige Landschaft einschnitten und das heutige Gesicht des Mittelgebirges mit flachen Hochebenen und tief eingeschnittenen TĂ€lern herausbildeten.

Vulkanismus

Laacher See im Winter, vom SĂŒdwestufer aus
Weinfelder Maar

Zur ausfĂŒhrlichen Beschreibung des Vulkanismus in der Eifel siehe Vulkaneifel.

Der Vulkanismus der Eifel begann vor 50 Millionen Jahren und hielt bis in die geologische Gegenwart an. Er schuf zahlreiche landschaftsbestimmende Vulkanbauten, Lavaströme und ausgedehnte Decken vulkanischer Auswurfsmassen aus Tuff und Bims, die schon seit der Römerzeit die Grundlage einer bedeutenden AbbautÀtigkeit zur Gewinnung von Baustoffen bilden.

Schon im frĂŒhen TertiĂ€r fanden die ersten VulkanausbrĂŒche mit dem Schwerpunkt in der Hocheifel statt, noch vor den vulkanischen TĂ€tigkeiten in Siebengebirge und Westerwald. Der Hocheifelvulkanismus erlosch etwa zeitgleich mit dem des Siebengebirges vor ungefĂ€hr 15 bis 20 Millionen Jahren.

Der Vulkanismus der West- und Osteifel ist im Gegensatz zu dem der Hocheifel viel jĂŒnger als der des Siebengebirges und des Westerwaldes. Er begann in der Westeifel in der Gegend von Daun, Hillesheim und Gerolstein vor etwa 700.000 Jahren und schuf eine von Nordwesten nach SĂŒdosten verlaufende Kette von Aschevulkanen, Schlackenkegeln, Maaren und Kratern. Die jĂŒngsten Maare sind nur wenig Ă€lter als 11.000 Jahre.

In der Osteifel begann der Vulkanismus vor etwa 500.000 Jahren in der Gegend des heutigen Laacher Sees und dehnte sich nach SĂŒden bis ins Neuwieder Becken aus, nach Osten ĂŒberquerte er den Rhein. Die Menge der von den Vulkanen geförderten Basaltlaven, Bims- und Aschentuffen erreichte hier ein weitaus grĂ¶ĂŸeres Ausmaß als in der Westeifel. Seinen vorlĂ€ufigen Abschluss fand der Osteifelvulkanismus mit einem gewaltigen Vulkanausbruch, infolgedessen sich die Magmakammer entleerte und einbrach, womit eine Caldera entstand. In der Caldera bildete sich danach der heutige Laacher See. Die Asche des Ausbruchs lĂ€sst sich heute in Ablagerungen in ganz Mitteleuropa und bis nach Bornholm als dĂŒnne Lage nachweisen.[3]

Die Ursache des Eifelvulkanismus ist Magma, das aus den oberen Bereichen des Erdmantels entweder direkt zur ErdoberflĂ€che aufsteigt oder sich in einer immer noch mehrere zehn Kilometer tief liegenden Magmakammer etwa an der Basis der Erdkruste sammelt, aus der in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden Magma nach oben dringt und VulkanausbrĂŒche verursacht.[4]

Noch bis vor etwa 11.000 Jahren gab es also in der Eifel starke vulkanische AktivitĂ€t, die auch die hier lebenden Menschen miterlebten. Aus geologischer Sicht gilt die Eifel heute noch immer als vulkanisch aktiv. Kennzeichen dieser andauernden vulkanischen AktivitĂ€t sind unter anderem austretende Gase, zum Beispiel Austritte von Kohlendioxid (CO2) im Laacher See.

Klima

Die Eifel gehört zum atlantischen Klimabereich mit relativ hohen NiederschlĂ€gen; die Winter sind mĂ€ĂŸig kalt, ausgedehnt und schneereich; die Sommer feucht und kĂŒhl. Vorherrschende Windrichtung ist West-/Nordwest. Relativ trockenes und mildes Klima herrscht im Wind- und Regenschatten der Hocheifel. Sibirische Kaltluft bleibt in den höheren Lagen der Eifel wenig wetterwirksam, da die AtlantiknĂ€he auch im Winter mildere Meeresluft an die Eifel heranfĂŒhrt.

Im langjĂ€hrigen Mittel hat selbst die Schneeeifel im Winter nur eine Schneedecke von neun zusammenhĂ€ngenden Tagen, da lĂ€nger anhaltende KĂ€lteabschnitte ausbleiben; mit insgesamt 70 Tagen geschlossener Schneedecke ist die SchneehĂ€ufigkeit insgesamt in den Hochlagen relativ groß (zum Vergleich: Bitburg 35 Tage, Maifeld 30 Tage), allerdings schwankt die SchneehĂ€ufigkeit von Jahr zu Jahr. Schneehöhen schwanken im Mittel zwischen 15 cm bis 60 cm. Durch den feuchten atlantischen Klimabereich kann es zu extremen AusschlĂ€gen kommen (2. MĂ€rz 1987: gemessene Schneedecke in der Eifel 227 cm am Weißen Stein).

Die Mitteltemperatur im kĂ€ltesten Monat (Januar) betrĂ€gt −1,5 Â°C in den Hochlagen, im Gebirgsvorland +1,5 bis 2 Â°C; Frosttage mit Tiefsttemperaturen unter 0 Â°C gibt es in den Höhenlagen 110; Eistage, an denen die Temperaturen nicht ĂŒber 0 Â°C ansteigen liegen im langjĂ€hrigen Mittel bei 40; der wĂ€rmste Monat (Juli) hat im Schnitt nur eine Temperatur von 14 Â°C in den Hochlagen; die Niederschlagsmenge nimmt infolge des Lee-Effektes der Hochlagen von West nach Ost deutlich ab; sind es in der Schneifel noch durchschnittlich 1200 mm (Hohes Venn 1500 mm – 1700 mm) Niederschlag, so betrĂ€gt die Niederschlagsmenge im Maifeld nur 600 mm.

Die bioklimatischen Bedingungen sind in der Eifel gĂŒnstig. WĂ€rmebelastung und LuftschwĂŒle treten im Sommer nur selten auf. Die Eifel hat insgesamt ein ausgesprochenes Reizklima, wobei die Hochlagen als reizstark gelten. Die Eifel ist ein Reinluftgebiet mit sehr geringer luftchemischer Belastung. An heißen Sonnentagen ergibt sich auch manchmal eine erhöhte Konzentration von bodennahem Ozon.

Vegetation

180°-Eifellandschaft, aufgenommen im FrĂŒhling (1), Sommer (2), Herbst (3) und Winter (4) bei Monschau:

180° Eifel FrĂŒhjahr.jpg
180° Eifel Sommer.jpg
180° Eifel Herbst.jpg
180° Eifel Winter.jpg

Geschichte

Namensdeutung

FrĂŒheste ĂŒberlieferte Belege

762 Eifflensis pagus, 772 Eiffelnsis pagus, 804 in pago aquilinse, 838 Eifla, 845 Eiflensis pagus, 855 Eiflinsis pagus, 860-886 Agflinse, 975 Aiflensis pagus, 1051 Eiffila, 1105 Eifla, 1121 Eifla

Deutungsversuche

MĂŒller/Schnetz (1937) sehen den Ausfall eines -n- zwischen dem Diphthong und der Silbe -fel. Die gewonnene Grundform Anfil oder Anfali bedeutete dann „nicht ganz so ebene FlĂ€che“. An- sei dann ein PrĂ€fix und -fali, das mit dem slawischen Polje („Feld“) verwandt ist, bedeutet „Ebene, Heide“.

W. Kaspers (1938) erschließt aus der ĂŒberlieferten Form in pago aquilinse die Grundform aku-ella, akwella und zeigt die Entwicklung zu Eifel in der Reihe: aquila > agfla > aifla > eifla > Eifel. Akuella entspringe dem Vordeutschen und bedeute „Land mit Gipfeln, Spitzen“.

Beide AnsĂ€tze sind, wie einige andere auch, sehr umstritten. Als ĂŒberzeugendster Vorschlag gilt der Ansatz Heinrich Dittmaiers (1961). Dittmaier geht zunĂ€chst von einem germanischem Ai-fil aus. Der zweite Namensbestandteil entspreche Ville, womit heute ein Waldgebiet an der Erft bezeichnet wird. Die Lautformen Vele, Vile und Viele sind wiederzufinden in Flurnamen wie Veler Weg oder Veler Pfad. Im Gegensatz zum heutigen Namen Ville wird der Reibelaut in Eifel allerdings hart ausgesprochen. Verantwortlich dafĂŒr war vermutlich ein Laut zwischen ai- und -fil, der an das f assimiliert wurde, möglicherweise f, k, ch, d, t. Dittmaier bestimmt als fehlenden Laut ein k oder ch, wodurch Eifel ursprĂŒnglich auf Aik-fil zurĂŒckgeht. Aik/Aich ist die Baumbezeichnung Eiche und differenzierte die Bedeutung des Grundwortes Ville. Anhand des Merkmals „mit Eichen bewachsen“ konnte die Eifel (= Eich-Ville) von der anderen, noch heute so bezeichneten Ville an der Erft unterschieden werden.

Die Bedeutung von "Ville" ist ebenfalls umstritten. Dittmaier gibt drei mögliche ErklĂ€rungen an: „Sumpfgebiet“, das aber wegen der fehlenden Sumpflandschaft ausgeschlossen werden kann, zweitens „Ebene, Heide“ und drittens „Heidenatur“, die mit Geologie und Vegetation in Einklang zu bringen sind.

Siedlungsgeschichte

SchÀdel eines Cro-Magnon-Menschen

Bereits vor mehr als 100.000 Jahren streiften Neandertaler durch das Gebiet der heutigen Eifel. ArchĂ€ologische Funde belegen, dass vor etwa 30.000 Jahren Cro-Magnon-Menschen dort gesiedelt haben. Vor etwa 12.000 Jahren endete die letzte Kaltzeit und das Klima Ă€nderte sich radikal.

Ausgrabungen belegen, dass schon in der Eisenzeit in der Eifel Eisen verarbeitet wurde. Die erste VerhĂŒttungsanlage nördlich der Alpen entstand in der La-TĂšne-Zeit im 5. Jahrhundert vor Christus in Hillesheim; bei Bitburg findet sich eine Eisenschmelze, in der zur Römerzeit in fast schon industriemĂ€ĂŸiger Weise das Metall geschmolzen und verarbeitet wurde. Zur Römerzeit war die Eifel ein bedeutender Wirtschaftsraum. Die BodenschĂ€tze (Blei, Galmei, Eisen, Kalk und Steine zum Bauen) wurden abgebaut und der Handel profitierte von den römischen Fernstraßen, wie der Römerstraße Trier–Köln, die die Eifel durchquerten.

Im SpĂ€tmittelalter war die Eifel Grenzgebiet zwischen den ErzbistĂŒmern Kurköln und Kurtrier, der Grafschaft Luxemburg und dem Herzogtum JĂŒlich. Dies erklĂ€rt die große Zahl an jetzt in Ruinen liegenden Burgen, welche vor allem zur Grenzsicherung erbaut worden waren. Durch geschickte Politik konnten einige kleinere FĂŒrstentĂŒmer und Abteien ihre SelbstĂ€ndigkeit erwerben, so zum Beispiel das Haus Manderscheid-Blankenheim, die Grafschaft Salm-Reifferscheid oder die Abtei PrĂŒm.

Die Berg- und HĂŒttenwerke mit ihrem Bedarf an Grubenholz und Holzkohle zur VerhĂŒttung, der große Bedarf an Bau- und Brennholz und die bis ins 19. Jahrhundert weit verbreitete Schiffelwirtschaft fĂŒhrten im 17. und 18. Jahrhundert zu einer fast völligen Abholzung der WĂ€lder. Man muss sich die Eifel um 1800 als eine Wiesen- und Heidelandschaft vorstellen, auf der vor allem Schafherden weideten. Gleichzeitig verarmte die Bevölkerung zusehends, da die kargen Ackerböden keine reichen Ernten zuließen. Mit dem Niedergang von Bergbau und HĂŒttenbetrieben nach der Mitte des 19ten Jahrhunderts wurde die Lage der Bevölkerung nicht besser. Außerdem war die Eifel Durchmarschgebiet französischer Truppen zu allen möglichen KriegsschauplĂ€tzen. Diese forderten von der einheimischen Bevölkerung „Fouragegelder“, was zur weiteren Verarmung beitrug, wie die Auflistung von Kottenheim zeigt.

Mit Beginn der preußischen Herrschaft 1815 Ă€nderte sich an den sozialen ZustĂ€nden wenig: Die Eifel als Ă€rmliches Randgebiet des Reiches ("preußisch Sibirien") war nur aus militĂ€rischen GrĂŒnden von Interesse. FĂŒr preußische Beamte und Offiziere, ĂŒberwiegend Protestanten, kam die Versetzung in die rein katholische Eifel einer Strafversetzung gleich. Allerdings Ă€nderte sich das Landschaftsbild, da die Preußen eine planvolle Aufforstung betrieben, wenn auch mit standortuntypischen NadelbĂ€umen.

Im 19. Jahrhundert kam es in der Eifel wiederholt zu schweren Hungersnöten, besonders in den Jahren 1816/17, 1847 und 1879/80. In einer Denkschrift des Jahres 1853 hieß es: „Sehr viele Eifelbewohner kennen keine andere Nahrung als Kartoffeln und Brot, das aus einer Mischung von Hafermehl und Kartoffeln besteht. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass zwei Dritteile der gesamten Bevölkerung nur einmal im Jahre Fleisch genießen." Die Folgen der furchtbaren ErnĂ€hrungslage waren nur zu offensichtlich: "Im Jahre 1852 waren von allen Gestellungspflichtigen nur 10% fĂŒr den Heeresdienst brauchbar."[5]

Wegen der kargen Böden und des rauen Klimas, das immer wieder zu Missernten fĂŒhrte, waren viele Bauern verschuldet. Nach Berichten ĂŒber den Hungerwinter 1879/80 kam es jedoch zu einer Welle der SolidaritĂ€t im Reich, und 1883 wurde der „Eifelfond" aufgelegt, durch den innerhalb von 18 Jahren 5,5 Millionen Mark fĂŒr Meliorationen, Ödlandaufforstungen und zur DurchfĂŒhrung von Zusammenlegungen aufgebracht wurden.[6]

Panzersperren des Westwalls in der Eifel

Der wirtschaftlichen Entwicklung hinderlich war lange Zeit auch der schlechte Zustand der Wege und Straßen. Wegen der Grenzlage zwischen Deutschem Reich, Belgien und Luxemburg (als DurchmarschlĂ€nder zu Frankreich) baute man jedoch seit der ReichsgrĂŒndung viele Eisenbahnstrecken, die vor allem militĂ€risch-strategischen Zwecken dienten. Diese Verbesserung der Verkehrswege brachte nebenbei den Tourismus in Schwung. Ebenfalls der Wirtschaftsförderung diente der Bau des NĂŒrburgrings in den 1920er Jahren.

Die Grenzregion der Eifel wurde auch vom Zweiten Weltkrieg nicht verschont. Dem Bau des Westwalls folgten von September 1944 bis zum Januar 1945 heftige Gefechte und die Ardennenoffensive, vor allem in der Nordeifel. Dort findet man noch die Hinterlassenschaft des Krieges: Ruinen ehemaliger Bunkeranlagen und Teile von Panzersperren. Vor allem im HĂŒrtgenwald, wo die verlustreichste Schlacht im Westen stattfand, zeugen Soldatenfriedhöfe – wie etwa in Vossenack – von den brutalen Ereignissen des Krieges.

Wirtschaft

Große Teile der Eifel gelten als strukturschwaches Gebiet. Große Industrieansiedlungen fehlen fast ganz. Lediglich in der Pellenz im Neuwieder Becken ist eine stĂ€rkere Industrialisierung vorhanden. Landwirtschaft wird in bestimmten Tallagen und in den tieferen Gebieten betrieben (besonders in Teilen der SĂŒdeifel sowie in der Voreifel und dem Maifeld). Ein nicht geringer Teil der Landwirtschaftsbetriebe hat auf Pferdepension umgestellt, wovon einige als Wanderreitstation Übernachtungsmöglichkeiten fĂŒr Wanderreiter inklusive Pferdeversorgung anbieten. An Rhein, Mosel und Ahr sowie in der Wittlicher Senke wird umfangreich Weinwirtschaft betrieben. In der Wittlicher Senke zudem auch Tabakanbau. Bei Holsthum im PrĂŒmtal, im Windschatten des Ferschweiler Plateaus wird Hopfen fĂŒr die Bitburger Brauerei angebaut. In den Hochlagen der Eifel sind jedoch im Wesentlichen nur Forst- und Milchwirtschaft möglich.

In der Eifel wird heute noch Bergbau betrieben. In Mayen wird durch die Firma Rathscheck Schiefer in den Moselschiefer-Bergwerken Katzenberg und Margareta Dachschiefer abgebaut, in Ralingen an der Sauer unweit der Grenze zu Luxemburg auf der Grube Engel im Peterstollen Gips. Tradition hat in der Eifel an vielen Stellen der Abbau von Bims, Basalt und anderen Gesteinen sowie Mineralien, obendrein in der SĂŒdeifel die Gewinnung von vulkanischer KohlensĂ€ure, so vor allem im Wehrer Kessel.

Bekannt sind die vielen Eifler Mineralquellen, die hier aufgrund der vulkanischen Ereignisse hĂ€ufig vorkommen. GrĂ¶ĂŸte AbfĂŒller sind Gerolsteiner und Apollinaris. Mit Bitburger hat zudem eine der grĂ¶ĂŸten deutschen Brauereien ihren Sitz in der Eifel.

Der Tourismus spielt eine zunehmende wirtschaftliche Bedeutung und wurde insbesondere durch die Nationalparkausweisung in der Rureifel oder naturkundliche Infrastruktur in der Vulkaneifel weiter gestĂ€rkt. Des Weiteren sind der Eifelpark und einige Maare und Seen beliebte Ausflugziele. Im Winter gibt es in den Hochlagen Angebote fĂŒr Wintersportler, z. B. Schwarzer Mann bei PrĂŒm, Weißer Stein bei Hellenthal oder in Rohren bei Monschau. Ein bekanntes Ausflugsziel fĂŒr Motorsportfans ist der NĂŒrburgring mit der Nordschleife. Als touristisch und geologisch interessantes Ziel ist die Deutsche Vulkanstraße bekannt, welche die dem Vulkanismus der Eifel gewidmeten Vulkanparks verbindet, sowie viele Aussichtsberge und einige Ferienstraßen.

Kultur

Literatur aus der Eifel und ĂŒber die Eifel

Als traditionell abgeschiedene Landschaft, in der die Bevölkerung eine stille und einfache Lebensweise pflegt, bot die Eifel einen guten Boden fĂŒr eine lebendige Volkspoesie. In Sagen, Legenden und MĂ€rchen, die an langen Winterabenden in den Bauernstuben erzĂ€hlt wurden, spiegelt sich hĂ€ufig die Sehnsucht nach einer besseren Welt, die im Kontrast zur vorgefundenen Lebenswirklichkeit stand. Die Eifel bot darĂŒber hinaus immer wieder Stoff fĂŒr zahlreiche literarische und landeskundliche Werke.[7]

Volksliteratur

Eifeler MentalitĂ€t und Humor schlug sich nieder in zahlreichen Schnurren und SchwĂ€nken. KĂ€uze und Eifeler Originale sind in diesen ErzĂ€hlungen lebendig geblieben. Über die Region hinaus bekannt geworden sind die „Dahnener SprĂŒnge“. Freude am Witz und Nachbarschaftsspott mögen die Motive gewesen sein fĂŒr diese volkstĂŒmlichen Eifeler SchildbĂŒrgergeschichten. Nicht zu vergessen sind die zahllosen Gruselgeschichten von Hexen, Untoten, kopflosen Reitern, WiedergĂ€ngern und Werwölfen, die hier – Ă€hnlich wie im benachbarten Ardennengebiet – bis ins 20. Jahrhundert ĂŒberlebt haben.

Schon frĂŒh wurde die Volkspoesie der Eifel gesammelt. Inspiriert durch die Romantik, in der man im VolkstĂŒmlichen eine Quelle unverfĂ€lschter Motive und Formen sah, entstanden Sagensammlungen und Bearbeitungen Eifeler Sagenstoffe. Unter den aufschlussreichen Sammlungen sei der poetische FĂŒhrer durch die Eifel des Kaplans Johann Heydinger genannt. Prominente Autoren wie Adelbert von Chamisso, Guido Görres, Karl Simrock, Ernst Moritz Arndt und Friedrich Schlegel stehen hier neben frĂŒhen Eifeler Autoren.

Auch das wissenschaftliche Interesse der 20er Jahre an der Volkskultur gab Impulse fĂŒr das Sammeln von Volkspoesie. Prominentester Sammler war der in Zendscheid geborene Bonner Professor fĂŒr Volkskunde Matthias Zender, der in den Jahren zwischen 1929 und 1936 als Student etwa 10.000 Sagen, VolksmĂ€rchen und SchwĂ€nke des Eifel-Ardennenraumes zusammengetragen hat, von denen 2000 veröffentlicht wurden.

Gruselgeschichten aus der Eifel wurden um 1900 von dem Schuldirektor Heinrich Hoffmann aus DĂŒren und in den 1930er Jahren ebenfalls von Zender gesammelt und teilweise veröffentlicht. Von Peter Kremer erschien 2003 eine kommentierte Sammlung solcher Sagen in einem DĂŒrener Verlag.[8]

Autoren und Werke

Bekannte Geschichtswerke der Eifel sind die „Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel“ von Johann Friedrich Schannat, erschienen im 17. Jahrhundert, ĂŒbersetzt, ergĂ€nzt und neu herausgegeben 1824 von Georg BĂ€rsch sowie die „Eiflia sacra“, ebenfalls von Schannat, bearbeitet und neu herausgegeben 1888 von Carl Schorn.

Als erster Dichter der Eifel gilt Peter Zirbes, ein wandernder SteinguthĂ€ndler aus Niederkail. Er ist Schöpfer schlichter Mundartgedichte, die er 1852 veröffentlichte. Viele zeitgenössischen Lyriker, die in der Eifel leben oder aus der Eifel stammen, haben die Eifel poetisch verarbeitet und ĂŒber ihre Grenzen hinaus den Lesern von Lyrik im deutschen Sprachraum bekannt gemacht. Dies sind beispielsweise Jochen Arlt (der sich auch als Herausgeber mehrerer Eifel-Anthologien um diese mittelgebirgische Region verdient gemacht hat), Theo Breuer, Ursula Krechel und Norbert Scheuer. Jochen Arlts Gedicht „Einkaufn gehn in MĂŒnstereifel“ ist in der bedeutendsten deutschsprachigen Gedichtsammlung „Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von den AnfĂ€ngen bis zur Gegenwart“ nachzulesen.

Eine große ErzĂ€hlerin, die die Eifel als Schauplatz von Romanen und ErzĂ€hlungen wĂ€hlte, war die gebĂŒrtige Triererin Clara Viebig. Die Erfolgsautorin des spĂ€ten Naturalismus hat der Eifel mit den Romanen „Kreuz im Venn“ und „Weiberdorf“ literarische DenkmĂ€ler gesetzt. Die Rezeption des Werks Clara Viebigs erlitt wegen ihrer Ehe mit einem jĂŒdischen Verleger in der Nazizeit einen Bruch. Seit Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts erleben die Werke der Schriftstellerin ihre verdiente Renaissance – auch in der Eifel. Die literarisch vielleicht bedeutendste Auseinandersetzung mit dem Eifelraum und seinen Menschen ist der in der Endphase des Zweiten Weltkriegs angesiedelte Roman „Winterspelt“ von Alfred Andersch, der den Stellungskrieg wĂ€hrend der Ardennen-Offensive und die tragische VerknĂŒpfung von Menschen und ihrer Schicksale in epischer Breite darstellt. Der 2005 verstorbene Heinz KĂŒpper (unter anderem mit den Romanen „Wohin mit dem Kopf“ und „Zweikampf mit Rotwild“) sowie der in Kall lebende Norbert Scheuer dĂŒrfen heute als die die beiden wesentlichen Eifeler Vertreter zeitgenössischer deutschsprachiger Prosa gelten. Beide stellen in ihren Romanen die Eifel ĂŒber die realistische Darstellung hinaus auch symbolisch als zerklĂŒftete Landschaft vor, die zum Spiegelbild seelischer Landschaften wird. Besonders interessant ist hier (im Vergleich zur Perspektive des eher bodenstĂ€ndigen ErzĂ€hlers) die literarische Gestaltung der Eifel aus der Sicht des Außenstehenden. Vor allem dort, wo keine romantische VerklĂ€rung der Eifel versucht wird, sondern wo Auswegslosigkeit und Verzweiflung angesichts von Armut und Not, geistiger Enge oder starrer Wertordnungen sichtbar werden, fordert diese Literatur zur Auseinandersetzung mit dem Raum und seinen Menschen heraus. Obwohl Norbert Scheuer in der Eifel geboren wurde, nehmen die ErzĂ€hler seiner Romane und ErzĂ€hlungen die Perspektive des Distanzierten und Außenstehenden ein. Norbert Scheuer ist es vor allem in seinem jĂŒngsten ErzĂ€hlband „Kall, Eifel“ (2005) gelungen, das Leben in der Eifel facettenreich darzustellen und fĂŒr Leser im gesamten deutschsprachigen Raum interessant zu machen.

Eifel-Krimis

Eine literarische Gattung, die in den letzten Jahrzehnten in vielen Regionen und GroßstĂ€dten Deutschlands aufblĂŒht, ist der Kriminalroman mit lokalem oder regionalem Bezug. Jacques Berndorf (*1936) hat sich mit seinen Kriminalromanen, etwa „Eifel-Blues“ (1989), „Eifel-Sturm“ (1999) oder „Eifel-TrĂ€ume“ (2004), zum auflagenstĂ€rksten deutschen Krimiautor geschrieben. 1996 erhielt er den Hauptpreis des Eifel-Literatur-Festivals. Neben ihm wurde Ralf Kramp (*1963) mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Ralf Kramp war der erste Autor, der mit seiner Reihe um das „schwarze Kleeblatt“ die Eifel als Krimischauplatz auch Kindern nahe gebracht hat. Harald Schneider (*1962) ist Autor der in der Eifel angesiedelten Kinderkrimiserie „Die MeisterschnĂŒffler“, einem interaktiven Leseangebot, das Leserinnen und Leser ab 8 an unterschiedliche SchauplĂ€tze in der Eifel fĂŒhrt. Carola Clasen, Carsten Sebastian Henn, Andreas Izquierdo, Elke Pistor, Edgar Noske und Hans JĂŒrgen Sittig gehören zu den weiteren Autoren, die sich dem Genre „Eifelkrimi“ verschrieben haben. Josef Zierden hat einen Eifel-Krimi-ReisefĂŒhrer veröffentlicht, der zu unzĂ€hligen KrimischauplĂ€tzen in der Eifel fĂŒhrt. In der Stadt Hillesheim gibt es einen Eifelkrimi-Wanderweg, der an die SchauplĂ€tze der Romane von Jacques Berndorf und Ralf Kramp fĂŒhrt. Das Kriminalhaus in Hillesheim beherbergt die grĂ¶ĂŸte Krimibuch-Sammlung im deutschsprachigen Raun mit einem Bestand von 26.000 BĂŒchern, im Haus befindet sich auch ein „KrimicafĂ©â€œ.

Bekannte Persönlichkeiten

Name geboren, gestorben Anmerkung Ort
Regino 840–915 Abt PrĂŒm
Johannes Sleidanus 1506–1556 Geschichtsphilosoph und Historiker Schleiden/Straßburg
Johannes Sturmius 1507–1589 Humanist, Schulreformer, Schleiden/Straßburg
Johannes Remelinckhausen 1513 1. bekannter Dechant des Eifeldekanates und Verfasser der "Statua synodalia" Marmagen/Kreis Euskirchen
Peter Binsfeld 1545–1598 (ca.) Theologe und Hexentheoretiker Binsfeld
Hermann Löher 1595–1678 Autor eines Buches ĂŒber Hexenverfolgungen MĂŒnstereifel/Rheinbach/Amsterdam
Balthasar König 1685–1760 (ca.) BegrĂŒnder der traditionellen Eifeler Orgelbaukunst SĂŒddeutschland/MĂŒnstereifel/Köln
Christian Ludwig König 1717–1789 Orgelbauer, Sohn von Balthasar König MĂŒnstereifel/Köln
Caspar Joseph König 1726–1763 Orgelbauer, Sohn von Balthasar König MĂŒnstereifel/Köln
Carl Caspar von Siebold 4.11.1736–3.4.1807 BegrĂŒnder der modernen Chirurgie Nideggen/WĂŒrzburg
Friedrich Joseph Haass 1780–1853 "Heiliger Doktor von Moskau" MĂŒnstereifel/Moskau
Clemens de Lassaulx 1809-1906 „Vater des Eifelwaldes“ Adenau
Peter Zirbes 1825–1901 Dichter Niederkail
Joseph Lemling 1825–1894 Photograph und Pionier der Fototechnik Marmagen/Kreis Euskirchen
Bernhard Lemling 1904–1961 Dichter der Eifel SĂŒlm/Kreis Bitburg-PrĂŒm
Karl Reger 1930 Weihbischof von Aachen Giescheid bei Schleiden
Fritz von Wille 1860–1941 Eifelmaler Kerpen
Thomas Eßer 15.05.1870–29.11.1948 VizeprĂ€sident des Deutschen Reichstags (1926-1933) ZĂŒlpich-Schwerfen/Euskirchen
Alfred Holler 1888–1954 Eifelmaler Eupen
Hermann Emil Fischer 1852–1919 Chemiker, NobelpreistrĂ€ger (1902) Flamersheim (Euskirchen)
Hugo Zöller 1852–1933 Forschungsreisender, Journalist Schleiden-Oberhausen/MĂŒnchen
Nikolaus Bares 1871–1935 Bischof von Hildesheim und Berlin Idenheim bei Bitburg
Pitt Kreuzberg 1888–1966 Eifelmaler Ahrweiler
Curtius Schulten 1893–1967 PortrĂ€t- und Landschaftsmaler Blankenheim
Albert Larres 1900–1987 Eifelmaler Schleiden
Peter Kremer 1901–1989 Heimatschriftsteller Wittlich u. Bernkastel
Nikolaus Kyll 1904–1973 Theologe, Volkstumsforscher und Kirchenhistoriker PrĂŒm
Hanns Altmeier 1906-1979 Maler, Hochschullehrer Koblenz
Rolf Dettmann 1915–1992 Eifelmaler Kronenburg
Konrad Schaefer 1915-1991 Maler und Graphiker Bad MĂŒnstereifel
Maximilian Goffart 17.01.1921–17.07.1980 Weihbischof von Aachen Kalterherberg/Aachen
Philipp Freiherr von Boeselager 1917–2008 WiderstandskĂ€mpfer im Attentat vom 20. Juli 1944 Heimerzheim, lebte in Kreuzberg an der Ahr
Alois Mertes 1921–1985 Politiker (CDU) und Staatsminister im AuswĂ€rtigen Amt Gerolstein
Wolfgang Leonhard 1921 Schriftsteller, Publizist, Historiker, Politiker Manderscheid
Rolf Huisgen 1920 Professor der Organischen Chemie, ausgezeichnet mit der Liebig-DenkmĂŒnze u.a. Preisen Gerolstein
Oswald Mathias Ungers 1926-2007 Architekt Kaisersesch/Köln
Mario Adorf 1930 Schauspieler und Schriftsteller Mayen
Elke Erb 1938 Schriftstellerin Scherbach
Hans-Dieter Arntz 1941 Regionalhistoriker und Buchautor (Eifel und Voreifel) Euskirchen
Clemens Pick 1947 Politiker (CDU) Marmagen
Gabriele Jansohn 1950 Rennfahrerin/Heimat und Kulturvorsitzende des Eifler "Dat un Wat" Verbandes e.V. Nordeifel bei Aachen
Winfried SchĂ€fer 1950 Fußballtrainer Mayen
Klaus Toppmöller 1951 Fußballtrainer Rivenich
Mario Theissen 1952 Formel 1 Motorsportchef BMW Monschau
Hubert vom Venn 1953 Schriftsteller, Kabarettist, Journalist und Kolumnist Roetgen
Ulrike Höfken 1955 Politikerin (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) DĂŒsseldorf/Eifelkreis Bitburg-PrĂŒm
Edgar Schmitt 1963 "Euro-Eddy", Fußballer beim Karlsruher SC in den 90er-Jahren Dudeldorf
Max Tidof 1960 Schauspieler Polch
Norbert Röttgen 1965 Politiker (CDU), Bundesminister fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, stv. Parteivorsitzender Meckenheim
Andrea Nahles 1970 Politikerin (GeneralsekretÀrin der SPD) Weiler (bei Mayen)

StÀdte in der Eifel

Verkehr

Durch die Eifel fĂŒhren:

  • die Ahrtalbahn Remagen – AhrbrĂŒck
  • die Eifelstrecke Köln – Euskirchen – Kall – Gerolstein – Trier mit mehreren Nebenbahnen. Ein großer Anteil der Nebenbahnen wurde jedoch inzwischen stillgelegt und teilweise zurĂŒckgebaut.
  • die Erfttalbahn Euskirchen – Bad MĂŒnstereifel mit Durchbindung an die Voreifelbahn Euskirchen – Bonn
  • die Eifelquerbahn Andernach – Mayen – Kaisersesch – Daun – Gerolstein. Der Streckenabschnitt Kaisersesch – Gerolstein wird lediglich in FrĂŒhjahr und Sommer betrieben. Die abzweigenden Nebenbahnen Mayen – Polch – Koblenz, Polch – MĂŒnstermaifeld und Daun – Wittlich wurden eingestellt und in Teilabschnitten zu touristischen Zwecken (Radweg) umfunktioniert.
  • die Rurtalbahn Linnich – DĂŒren – Heimbach. Sie erschliesst von Nord nach SĂŒd den gesamten Kreis DĂŒren und wird an Sommerwochenenden von der Euregiobahn auf der Strecke Heerlen (Niederlande) – Aachen – DĂŒren – Heimbach befahren. Sie ist besonders beliebt bei Tagestouristen, fĂŒr die die Stadt Heimbach und ihre Ortsteile ein reizvolles Ziel bieten.
  • die Brohltalbahn Brohl – Engeln; eine privatbetriebene Schmalspurbahn
  • die Autobahnen A 1, A 48, A 60, A 61 und A 64
  • zahlreiche Bundesstraßen, z. B. B 49, B 50, B 51, B 52, B 53, B 56, B 257, B 258, B 265, B 399, B 409, B 410, B 418, B 421, B 477

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  • Eifel — 50° 23â€Č N 6° 52â€Č E / 50.39, 6.87 
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  • Eifel — Ei|fel, die; : nordwestlicher Teil des Rheinischen Schiefergebirges. * * * Eifel   die, der linksrheinische Teil des Rheinischen Schiefergebirges zwischen Mosel und Niederrhein. Bucht, in Rheinland Pfalz und Nordrhein Westfalen; setzt sich nach… 
   Universal-Lexikon

  • Eifel — Ei·fel (Ä«Êčfəl) A hilly region of western Germany west of the Rhine River. The barren area has limestone moors and crater lakes. * * * â–Ș region, Germany       plateau region of western Germany, lying between the Rhine, the Mosel (French: Moselle) 
   Universalium

  • Eifel — Sp Efelis Ap Eifel L k. V Vokietijoje (Reino SkalĆ«niniuose kk.) 
   Pasaulio vietovardĆŸiai. Internetinė duomenĆł bazė


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