Eileitung

Eiprofil
Eiförmiger Rohrabschnitt als Zisterne

Ein Eiprofil bezeichnet den eiförmigen Querschnitt einer Abwasserleitung, die im oberen Teil einen Halbkreis, im unteren Bereich eine Parabel beschreibt. Diese enge Parabelform der Fließrinne garantiert eine ausreichende Fließgeschwindigkeit auch bei geringem Durchflußvolumen, so dass sich mitgeführte Sedimente weniger leicht absetzen können. Verstopfungen können dadurch leichter vermieden werden. Bei zunehmendem Durchflussvolumen kann der größere Querschnitt des Parabelprofils diese größere Wassermenge aufnehmen, dadurch steigt die Durchflußgeschwindigkeit nicht über ein zerstörerisches Maß hinaus an.

Das Eiprofil wurde von Joseph Bazalgette in der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt und beim Bau des ersten großen Kanalisationssystems der Stadt London ab 1858 von ihm verwendet.

Eiprofile werden überwiegend im innerstädtischen Betrieb von Regenwasserleitungen mit variabler Eintragsmenge eingesetzt; sie finden seit Beginn des 20. Jahrhunderts weite Verbreitung.


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