Eintracht Frankfurt

ï»ż
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
Vereinswappen von Eintracht Frankfurt
Voller Name Eintracht Frankfurt e.V.
GegrĂŒndet 8. MĂ€rz 1899
Vereinsfarben Schwarz-Rot-Weiß
Stadion Commerzbank-Arena
(ehemaliges Waldstadion)
PlÀtze 51.500
PrÀsident Peter Fischer
Trainer Armin Veh
Homepage www.eintracht.de
Liga 2. Fußball-Bundesliga
2010/11 17. Platz (Fußball-Bundesliga)
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
AuswÀrts
Erstligapositionen der Eintracht am Saisonende

Eintracht Frankfurt ist der bekannteste Sportverein in Frankfurt am Main. Mit ihrer Fußballabteilung ist die Eintracht einer der großen Traditionsvereine im deutschen Fußball. Die letzte ErfolgsĂ€ra der Fußballabteilung, die in ihrer Geschichte einige Titel gewann, endete Mitte der 1990er Jahre. Seither hatte die Eintracht immer wieder um ihre sportliche und wirtschaftliche Existenz zu kĂ€mpfen und spielt nach erneutem Abstieg in der Saison 2011/12 derzeit wieder in der 2. Bundesliga. Dennoch zĂ€hlt die Eintracht zu den finanziell soliden Vereinen im deutschen Profifußball.

Die Eintracht besitzt außerdem 15 weitere Abteilungen fĂŒr verschiedene Sportarten. Die Vereinsfarben sind rot-schwarz-weiß, das Vereinswappen ist der Frankfurter Adler (in rot-weiß), die Spielkleidung ist traditionell schwarz-rot oder schwarz-weiß.

Die Heimspiele der Fußballprofis werden in der Commerzbank-Arena (frĂŒher Waldstadion) in Sachsenhausen-SĂŒd ausgetragen. Dort befindet sich in der WesttribĂŒne auch die GeschĂ€ftsstelle der Eintracht Frankfurt Fußball AG. Die Trainingseinheiten der ersten Mannschaft finden direkt auf einem Außenfeld vor dem Stadion statt und nicht mehr, wie frĂŒher, am Riederwald. Der Verein selbst unterhĂ€lt seine GeschĂ€ftsstelle am 1952 eingeweihten Sportplatz am Riederwald im Frankfurter Stadtteil Seckbach.

Inhaltsverzeichnis

Vereinsstruktur

Der Verein Eintracht Frankfurt e.V. besteht aus folgenden 16 Abteilungen:

01 Turnen (seit 22. Januar 1861)
02 Fußball (seit 8. MĂ€rz 1899)
03 Leichtathletik (seit 1899)
04 Hockey (seit 1906 als 1. Frankfurter HC)
05 Boxen (seit 1919)
06 Tennis (seit FrĂŒhling 1920)

07 Handball (seit 1921)
08 Rugby (seit Sommer 1923)
09 Tischtennis (seit November 1924)
10 Basketball (seit 4. Juni 1954)
11 Eissport (seit 9. Dezember 1959)
12 Volleyball (seit Juli 1961)

13 Fan- & Förderabteilung (seit Dezember 2000)
14 Eishockey (1959-91 sowie seit 1. Juli 2002)
15 Dart (seit 1. Juli 2006)
16 Triathlon (seit Januar 2008)

Im Fußball ist der Verein nur fĂŒr die Jugend- und Amateurmannschaften sowie die Frauenmannschaft zustĂ€ndig. Die mit großem Abstand bekannteste Eintracht-Mannschaft, die Fußball-Profis, unterstehen der Eintracht Frankfurt Fußball-AG, einem Tochterunternehmen des Vereins.

Verein

ehemalige GeschĂ€ftsstelle des Vereins (nicht der ersten Fußballmannschaft) auf dem RiederwaldgelĂ€nde in Frankfurt-Seckbach

Das oberste Gremium des Vereins ist das PrĂ€sidium. Ihm gehören der PrĂ€sident (Peter Fischer) sowie vier fĂŒr bestimmte Bereiche zustĂ€ndige VizeprĂ€sidenten an (Fred Moske: Finanzen, Hans-Dieter Burkert: Amateurabteilungen ohne Fußball, Klaus Lötzbeier: Amateurfußball, Axel Hellmann: Rechtliches).

Weitere FĂŒhrungsgremien sind der Verwaltungsrat, der Wahlausschuss und der Ehrenrat. In einem weiteren Gremium, dem Beirat, sind die Leiter aller Abteilungen vertreten.

Eintracht Frankfurt Fußball AG

Die gewinnorientiert arbeitende Profifußball-Aktiengesellschaft wurde am 1. Juli 2000 gegrĂŒndet. Sie wird von einem dreiköpfigen Vorstand gefĂŒhrt, dem Heribert Bruchhagen (Vorsitzender), Thomas Pröckl und Klaus Lötzbeier angehören.

Den Vorstand ĂŒberwacht der Aufsichtsrat, bestehend aus Wilhelm Bender (Vorsitzender), Hans-Dieter Burkert, Peter Fischer (PrĂ€sident der Eintracht e.V.), Reinhard Gödel, Axel Hellmann, Philipp Holzer, Claudio Montanini, Dietmar Schmid und Achim Vandreike.

FĂŒr die sportlichen Belange ist die sportliche Leitung verantwortlich; ihr gehören Cheftrainer, Assistenztrainer und Torwarttrainer sowie die zwei Talent-Scouts (Bernd Hölzenbein und Ralf Weber) an. Der Leiter der Lizenzspielerabteilung ist Rainer Falkenhain.

Geschichte des Vereins

1899–1920: Die VorgĂ€ngervereine

Wappen des Frankfurter FV (von 1911), der TuS Eintracht Frankfurt (1920), der Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (1967) und der weiße Adler auf schwarzem Grund (1980-1999)

Am 8. MĂ€rz 1899 wurde der Frankfurter Fußball-Club Victoria von 1899, eine frĂŒhe Abspaltung des Ă€ltesten Frankfurter Fußballclubs Germania 1894, als VorgĂ€nger der heutigen Frankfurter Eintracht gegrĂŒndet. Wahrscheinlich noch im gleichen Jahr entstand auch ein zweiter Stammverein der Eintracht, der „Frankfurter Fußball-Club Kickers von 1899“. Letzterer stellte einige Jahre spĂ€ter auch den ersten Frankfurter Nationalspieler: Im ersten LĂ€nderspiel einer deutschen Fußballnationalmannschaft, einem Freundschaftsspiel gegen die Schweiz 1908, erzielte der Kickers-Spieler Fritz Becker zwei Tore und trug damit zum Endstand von 3:5 bei. Ebenfalls 1908 schloss sich der 1. Frankfurter Hockeyclub den Kickers an.

Am 13. Mai 1911 fusionierten die beiden Kontrahenten Victoria und Kickers zum „Frankfurter Fußballverein (Kickers-Victoria) von 1899“, kurz Frankfurter FV. Der FFV sicherte sich in seiner ersten Saison auf Anhieb die Nordkreis-Meisterschaft. Damit stand 1912 zum ersten Mal ein Frankfurter Verein in der Endrunde um die SĂŒddeutsche Meisterschaft, wo der FFV allerdings chancenlos war. Im Sommer 1912 wurde das neue VereinsgelĂ€nde an der Roseggerstraße bezogen und am 8. September mit einem Spiel gegen Quick Den Haag eingeweiht. Sportlich konnte die Nordkreismeisterschaft auch in den darauf folgenden Spielzeiten wiederholt werden und in den sich anschließenden sĂŒddeutschen Endrunden schnitt der FFV 1913 und 1914 deutlich besser ab und wurde jeweils sĂŒddeutscher Vizemeister.

In dieser Zeit zĂ€hlte der Frankfurter FV bereits ĂŒber 800 Mitglieder und stellte zwölf Fußballmannschaften, als weitere Sportarten wurden Hockey, Cricket und Fechten sowie verschiedene Leichtathletikdisziplinen ausgeĂŒbt. Die Mitgliederschaft des FFV, der nicht wie die anderen großen Frankfurter Vereine in einem einzelnen Stadtteil verwurzelt war, stammte vor allem aus dem gehobenen BĂŒrgertum, was sich auch in der Pflege von Prestigesportarten wie Hockey und Cricket Ă€ußerte.

1920–1933: Die Eintracht auf dem Weg zur Spitzenmannschaft

Fast neun Jahre (April 1920) nach dem ersten Zusammenschluss zum FFV Kickers-Victoria fusionierte der Verein erneut, diesmal mit der 1861 gegrĂŒndeten Frankfurter Turngemeinde zur „Turn- und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“. Mit diesem Zusammenschluss trat zum ersten Mal die prĂ€gende Bezeichnung „Eintracht“ mit den Frankfurtern in Verbindung. 1927 kam es jedoch wieder zur Trennung auf Druck des Deutschen Turnverbandes: Die „Turngemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“ und die „Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (F.F.V) von 1899“ entstanden neu. Ab der Saison 1920/21 trug die Eintracht ihre Heimspiele im Riederwaldstadion im Stadtteil Bornheim aus. Das neu erbaute Stadion bot 30.000 Zuschauern Platz und war damit eines der grĂ¶ĂŸten Stadien Deutschlands. 1921 qualifizierte sich die Eintracht als Meister der Kreisliga Nordmain fĂŒr die SĂŒddeutsche Meisterschaft, die Eintracht konnte sich jedoch nicht fĂŒr das Finale qualifizieren. In den folgenden Jahren belegte die Eintracht in der Kreisliga Nordmain meistens einen der vorderen PlĂ€tze, man konnte sich jedoch erst wieder 1928 fĂŒr die SĂŒddeutsche Meisterschaft qualifizieren. In dieser gelang der bisher grĂ¶ĂŸte Erfolg der Vereinsgeschichte, indem man sich als SĂŒddeutscher Vizemeister fĂŒr die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizierte. Die Eintracht schied schon im Achtelfinale gegen die SpVgg SĂŒlz aus. Bis 1933 gelang der Eintracht jedes Jahr die Qualifikation fĂŒr die SĂŒddeutsche Meisterschaft; 1932 wurde man sogar SĂŒddeutscher Meister und nach einer 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern deutscher Vizemeister.

1933–1945: MĂ€ĂŸiger Erfolg in der Gauliga und Kriegszeit

Ab der Saison 1933/34 bildeten 16 Gauligen die höchste Klasse des deutschen Fußballs. Die Eintracht kam (u. A. zusammen mit dem FSV Frankfurt) in die Gauliga SĂŒdwest. GrĂ¶ĂŸere sportlich Erfolge blieben aus, lediglich einmal (1938) gelang der Ligagewinn und die damit verbundende Qualifikation fĂŒr die Deutsche Fußballmeisterschaft 1937/38, die Eintracht schied jedoch in den Gruppenspielen aufgrund des schlechteren TorverhĂ€ltnisses im Vergleich zum Hamburger SV aus. Ab 1939 litt die Eintracht, wie die meisten deutschen Fußballclubs, aufgrund des Krieges an Spielermangel, da viele Spieler an die Front mussten. 1943 brannte das Riederwaldstadion aufgrund alliierter Brandbomben völlig ab, die Eintracht bestritt daher ihre Heimspiele ab Januar 1944 auf ihrem alten Sportplatz an der Roseggerstaße. Aufgrund des zum Kriegsende hin immer grĂ¶ĂŸer werdenden Spielermangels bildete die Eintracht zusammen mit dem FSV Frankfurt ab der Saison 1944/45 die „Kriegssportgemeinschaft Frankfurt“. Das letzte Spiel bestritt diese Mannschaft am 7. Januar 1945.

1945–1963: Oberliga SĂŒd und Deutsche Meisterschaft

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die neuformierte SG Eintracht 1946 Hessenpokalsieger, im Zeichen der zunehmenden Professionalisierung im Deutschen Fußball richtet die Eintracht 1948 eine Vertragsspieler-Abteilung ein. 1954 entsendet Eintracht Frankfurt den Nationalspieler Alfred Pfaff anlĂ€sslich der Fußball-Weltmeisterschaft in der Schweiz in den Kreis der Nationalmannschaft, welche sich dort mit dem Gewinn des Weltmeistertitels krönt. Im Jahre 1959 erringt die Eintracht mit der Deutschen Meisterschaft den bis dato grĂ¶ĂŸten Erfolg der Vereinsgeschichte und bezwingt den Lokalrivalen Kickers Offenbach im Finale von Berlin mit 5:3.

In den Nachkriegsjahren bis 1959 gewinnt die Tischtennisabteilung der Damen zudem siebenmal den Mannschaftsmeistertitel und unterstreicht damit die Vielzahl von Sportrichtungen innerhalb des Vereines.

Als erste deutsche Mannschaft erreichte Eintracht Frankfurt 1960 das Finale des Europapokals der Landesmeister, wird im Endspiel in Glasgow allerdings spektakulĂ€r von Real Madrid, dem damaligen Maß aller Dinge, mit 7:3 geschlagen. Der Frankfurter StĂŒrmer Erwin Stein, der im Finale einen doppelten Torerfolg zu verbuchen hatte, Ă€ußerte sich spĂ€ter: „Mein Gegenspieler JosĂ© Emilio Santamaria hat mich auf dem Platz fast ausgezogen. Dagegen waren wir nur ein Haufen braver Hessen“. Trotz der sieben Gegentreffer kĂ€mpft die Eintracht tapfer und bestreitet ein gutes Finale. Das Spiel wird spĂ€ter mit seinen 10 Treffern zum besten Europapokalfinale aller Zeiten gekĂŒrt.

1963–1978: Die Eintracht in der Bundesliga

1963 gehörte Eintracht Frankfurt zu den GrĂŒndungsmitgliedern der anstelle der Oberligen als neue höchste Spielklasse gegrĂŒndeten Fußball-Bundesliga. In der ersten Saison wird man Dritter und Vize-Pokalsieger nach einem 0:2 im Pokalendspiel gegen den TSV 1860 MĂŒnchen in Stuttgart.

Im Jahr der Weltmeisterschaft in England (1966) stellte die Eintracht mit JĂŒrgen Grabowski und Friedel Lutz zwei Spieler der Nationalmannschaft ab, die Vize-Weltmeister wurde.

Nach der erzwungenen Spaltung des Jahres 1927 kam es 1968 zur erneuten Vereinigung der Teilvereine „Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (F. F. V.) von 1899 e. V.“ und „Turn- und Fechtgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861 e. V.“. Der Verein heißt seitdem „Eintracht Frankfurt e.V.“

Wie bereits 1966 und 1970 nahm JĂŒrgen Grabowski, nun mit seinem Mannschaftskameraden Bernd Hölzenbein, auch an der 1974er WM im eigenen Lande teil. Bernd Hölzenbein spielte im Finale gegen die Niederlande einen Elfmeter heraus, den Paul Breitner vom FC Bayern zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer verwandelte. Deutschland siegte schließlich mit 2:1 und wurde somit zum zweiten Mal nach 1954 Weltmeister.

Im Weltmeisterjahr und in dem Jahr darauf (1975) wurde die Eintracht zweimal DFB-Pokalsieger. 1974 im Finale gegen den Hamburger SV durch 3:1 n.V. und 1975 durch ein 1:0 gegen den MSV Duisburg. In der Bundesliga reichte es dagegen nur zu Platz 3 (1975) und Platz 4 (1974 und 1977). Zwischen 20. November 1976 und August 1977 blieb die Mannschaft 21 Bundesligaspiele in Folge unbesiegt.

1978–1994: Internationale Erfolge

Zwischen 1980 und 1999 wurde dieses Adlerlogo verwendet.

Am 21. Mai 1980 erringt Eintracht Frankfurt unter Trainer Friedel Rausch den UEFA-Pokal. Gegner im rein deutschen Finale ist Borussia Mönchengladbach, das zwar das Hinspiel mit 3:2 gewinnt, im RĂŒckspiel jedoch nach dem 1:0 durch den kurz zuvor eingewechselten Fred Schaub den im Vorjahr noch gewonnenen Titel nicht verteidigen kann.

Nach Siegen gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:1, 1981) und den VfL Bochum (1:0, 1988) kommt die Eintracht zum dritten und vierten Erfolg im DFB-Pokal.

Wie bereits bei den 1954 und 1974 gewonnenen Weltmeisterschaften stellt die Eintracht auch beim Titelgewinn 1990 einen Nationalspieler: Uwe Bein. Ebenfalls im Aufgebot ist Andreas Möller, der zur Saison 1990/91 zurĂŒck zur Eintracht wechselt. Neben dem 1. FC Köln und dem FC Bayern MĂŒnchen ist die Frankfurter Eintracht damit die einzige Mannschaft, die bei allen drei errungenen Weltmeisterschaften mindestens einen Spieler zur Nationalmannschaft abgestellt hat. Ebenfalls 1990 wird der Frankfurter JĂžrn Andersen als erster auslĂ€ndischer Spieler TorschĂŒtzenkönig der Fußball-Bundesliga.

Das wohl tragischste Spiel der Vereinsgeschichte findet 1992 am letzten Spieltag der Saison 1991/92 bei Hansa Rostock statt, das durch einen Sieg noch die theoretische Chance auf den Klassenerhalt besitzt. Die Eintracht verliert mit 1:2 im letzten Spiel der Saison im Ostseestadion, unter anderem, nachdem Schiedsrichter Alfons Berg der Eintracht nach einem Foul im Strafraum an Ralf Weber den berechtigten Elfmeter verweigert. Berg gesteht zwar seinen Fehler spÀter ein, Frankfurt verpasst jedoch die Deutsche Meisterschaft; Meister wird der VfB Stuttgart. Das Eintracht-Team der Saison 1991/92 gilt als die beste Frankfurter Mannschaft aller Zeiten.

In den beiden nachfolgenden Jahren schafft es die Eintracht, bis ins Viertelfinale des UEFA-Cups vorzustoßen, zudem wird Anthony Yeboah als Spieler der Eintracht zweimaliger Bundesliga-TorschĂŒtzenkönig (1993 und 1994).

1994–1996: Ende einer Ära

Nach den turbulenten Ereignissen der Saison 1994/1995, unter anderem mit der Suspendierung der Spieler Jay-Jay Okocha, Anthony Yeboah und Maurizio Gaudino durch Trainer Jupp Heynckes, wird die Saison 95/96 mit Karl-Heinz Körbel im Amt des Trainers begonnen, der Heynckes bereits im April 1995 abgelöst hatte. Die Erwartungen an die Mannschaft sind groß, da mit Markus Schupp, Johnny Ekström und dem wieder aufgenommenen Maurizio Gaudino scheinbare VerstĂ€rkungen verpflichtet wurden. Aber schon vor Saisonbeginn unterliegt Eintracht Frankfurt im Viertelfinale des UI-Cups beim französischen Erstligisten Girondins Bordeaux (unter anderem mit Bixente Lizarazu und Zinedine Zidane) deutlich mit 0:3. Die erste Runde im DFB-Pokal ĂŒbersteht die Eintracht mit viel GlĂŒck (2:1 n.V. in SaarbrĂŒcken), nach dem 5. Spieltag belegt sie in der Bundesligatabelle den 5. Platz. Doch dann geht es bergab, obwohl schon im September nachgelegt wird und der StĂŒrmer Ivica Mornar von Hajduk Split kommt. Das Pokalaus kommt bereits in Runde Zwei gegen 1860 MĂŒnchen (1:5), die nĂ€chsten fĂŒnf Ligaspiele bringen nur noch einen Punkt aufs Konto und ein Abrutschen auf den 16. Tabellenplatz. Mit einem 4:1-Sieg gegen Bayern MĂŒnchen scheint die Krise ĂŒberwunden. Bis zum Ende der Hinrunde rappelt sich die in der Abwehr um den im Dezember von den Queens Park Rangers geholten Ned Zelić verstĂ€rkte Eintracht auf und belegt Rang 10. Doch der Schein trĂŒgt, sportlich lĂ€uft nicht mehr viel. Vom 18. bis zum 29. Spieltag können die Adler gerade einmal einen Sieg verbuchen, die erhoffte Trendwende durch einen Trainerwechsel nach der 0:2-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach – auf Charly Körbel folgt mit Dragoslav Stepanović ein alter Bekannter – bleibt aus. Am Ende der Saison stehen 32 Punkte und Tabellenplatz 17 zu Buche – die Eintracht ist erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr erstklassig. Der sportliche Niedergang findet auf FĂŒhrungsebene sein Äquivalent: PrĂ€sident Matthias Ohms wird das Vertrauen entzogen, Schatzmeister Erbs legt daraufhin ebenfalls sein Amt nieder. Ebenfalls 1996 nimmt der Frankfurter TorhĂŒter Andreas Köpke an der Europameisterschaft in England teil, bei der die deutsche Mannschaft den Titel holt.

1996–2002: Drohender Niedergang und das Wunder vom Main

Der 1999 wieder eingefĂŒhrte „Traditionsadler“

Das erste Zweitligajahr verlief fĂŒr die Eintracht enttĂ€uschend. Zum Ende der Hinrunde war man auf dem Abstiegsrang 15, im Pokal gab es in der zweiten Runde eine deutliche 6:1-Niederlage beim Ligakonkurrenten SV Meppen. Nach einem Trainerwechsel von Stepanović zu Horst Ehrmantraut und einer befriedigenden RĂŒckrunde landete Frankfurt am Ende auf dem siebten Tabellenplatz. In der Saison 97/98 stieg die Eintracht als Meister wieder in die erste Bundesliga auf. In der darauffolgenden Bundesliga-Saison hatte Eintracht Frankfurt insgesamt vier Trainer. Nach der Entlassung Ehrmantrauts im Dezember betreuten zunĂ€chst ĂŒbergangsweise Co-Trainer Bernhard Lippert, danach Reinhold Fanz und schließlich Jörg Berger die Mannschaft. In einem bis zur letzten Minute spannenden Abstiegskampf schafft es die Eintracht durch ein 5:1 am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Liga zu verbleiben. Dank eines entscheidenden Tores in der 89. Minute durch den norwegischen Publikumsliebling Jan Åge FjĂžrtoft rutschen die Frankfurter noch auf den 15. Tabellenplatz, der sich zuvor schon gesichert wĂ€hnende 1. FC NĂŒrnberg muss absteigen.

Vor dem Hintergrund des 100-jĂ€hrigen VereinsjubilĂ€ums im MĂ€rz 1999 gab sich der Verein ein neues Vereinswappen. So löste der leicht verĂ€nderte, bereits seit VereinsgrĂŒndung verwendete rote „Traditionsadler“ den stilisierten schwarz-weißen Adler ab, den die Eintracht seit 1980 benutzt hatte.

Im Rahmen finanzieller Schwierigkeiten wird die Fußballabteilung der Eintracht ausgegliedert. Bernd Ehinger, damaliger Sprecher des PrĂ€sidiums, grĂŒndet die Aktiengesellschaft, die nun als „Eintracht Frankfurt Fußball AG“ am Spielbetrieb teilnimmt. Sie ist eine Tochtergesellschaft von „Eintracht Frankfurt e.V.“.

In der Saison 1999/2000 muss die Eintracht, der zwei Punkte abgezogen wurden, trotz vieler neu eingekaufter Spieler auf dem letzten Platz ĂŒberwintern. Nach einem Trainerwechsel von Jörg Berger zu Felix Magath wird die Eintracht ĂŒberraschend zur drittstĂ€rksten RĂŒckrundenmannschaft und sichert sich durch einen 2:1-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten SSV Ulm 1846 erneut den Klassenerhalt.

2001 hat die Eintracht weniger GlĂŒck als in den beiden Vorjahren, als jeweils an den letzten Spieltagen der Saison der Klassenerhalt gesichert wird, und steigt zum zweiten Mal in die Zweite Liga ab. In die Saison startete die Eintracht gut (Platz fĂŒnf am 13. Spieltag), danach folgen jedoch sechs Niederlagen in Folge, die im Februar zur Entlassung von Trainer Felix Magath fĂŒhrten. Sportdirektor Rolf Dohmen trainierte die Mannschaft ĂŒbergangsweise zehn Spieltage, bis Friedel Rausch neuer Trainer wurde. Von diesem trennte man sich jedoch wieder, nachdem die Eintracht abgestiegen war.

Im darauf folgenden Jahr steht die Zukunft der Fußballabteilung der Eintracht mehr als einmal einem ungewissen Schicksal gegenĂŒber; nach dem Ausstieg des Investors Octagon und dem ĂŒberraschenden Abspringen eines potentiellen Investors in letzter Minute klafft im Etat der neuen Saison ein 8-Millionen-Loch. Nur durch das Zustandekommen eines Sponsorenpools um Gesellschaften im stĂ€dtischen (Teil-)Besitz (RMV, Fraport, Mainova, Messe Frankfurt) gelingt es unter dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates Volker Sparmann, die fehlenden Millionen aufzutreiben. Durch einen Fehler in den Lizenzunterlagen wird die Lizenz der Eintracht allerdings nicht fristgerecht erteilt. Die sportlich bereits abgestiegene SpVgg Unterhaching legt bei der DFL Beschwerde ein und versucht als 15. der abgelaufenen Zweitliga-Saison durch den aus dem Lizenzentzug resultierenden Zwangsabstieg der Eintracht auf den rettenden 14. Platz zu rutschen. Am 17. Juli 2002 wird die Klage abgewiesen und der Abstieg in die Amateurklassen vermieden. In der Liga verfehlt die Eintracht als Siebter den Wiederaufstieg in die erste Liga.

2002–2010: Neuaufbau mit Heribert Bruchhagen

Volker Sparmann wechselt aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand und ĂŒbernimmt den Vorsitz. Wegen der lange Zeit ungewissen Ligazugehörigkeit der Eintracht wurden zu Beginn der Saison 2002/03 erst kurzfristig neue Spieler verpflichtet. Trotz der vermeintlich schwĂ€cheren Spieler gelang mit dem neuen Trainer Willi Reimann zum zweiten Mal der Aufstieg in die Bundesliga. Lediglich an acht Spieltagen stand Frankfurt nicht auf einem Aufstiegsplatz; in der Hinrunde wurde man Zweiter. Zum Saisonende wurde der Aufstieg jedoch noch einmal gefĂ€hrdet, als man am 31. Spieltag in Mainz verlor und auf Platz 5 abrutschte. Am letzten Spieltag gelang es der Eintracht, durch zwei entscheidende Tore in der Nachspielzeit beim mittlerweile legendĂ€ren 6:3 gegen den SSV Reutlingen 05 als Dritter vor dem punktgleichen 1. FSV Mainz 05 in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Im Pokal besiegte Frankfurt Rot-Weiß Erfurt (3:2 n. V.) und unterlag daraufhin Hansa Rostock 0:1.

In der folgenden Saison 2003/04 spielte Eintracht Frankfurt von Beginn an gegen den Abstieg. Im Pokal kam es zum ersten Pflichtspiel der SGE gegen Kickers Offenbach seit deren Bundesliga-Abstieg 1984. Frankfurt gewann am Bieberer Berg mit 4:3 nach Elfmeterschießen (1:1 n. V.); in der zweiten Runde war dann aber gegen den MSV Duisburg Schluss. In der Bundesliga-Hinrunde konnte die Eintracht nur dreimal gewinnen und wurde Letzter. Nachdem im August 2003 Dr. Peter Schuster als neuer Vorstandsvorsitzender schon nach 6 Wochen aus dem Amt ausscheiden musste, agierte Heiko Beeck, der aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand gewechselt war, interimistisch als Vorstandssprecher, bis am 1. Dezember 2003 Heribert Bruchhagen das Amt des Vorstandsvorsitzenden antrat; der neue Vorstand konnte jedoch die von seinen VorgĂ€ngern getroffenen Entscheidungen nur noch abmildern. In der Winterpause kam es zu einigen sinnvollen Transfers, die jedoch nur kurzfristige Erfolge brachten (drei Siege und zwei Unentschieden zu Beginn der RĂŒckrunde). Am 20. MĂ€rz 2004 kam es wĂ€hrend des Spiels in Dortmund (0:2) zu einer Handgreiflichkeit von Trainer Willi Reimann gegen den Vierten Offiziellen Thorsten Schriever, die in eine Sperre von fĂŒnf Spielen und eine Geldstrafe von 25.000 € gegen Reimann endete. In der RĂŒckrunde wurde die Eintracht Zwölfter, der 16. Tabellenplatz und somit der dritte Abstieg der Vereinsgeschichte konnte jedoch nicht mehr verhindert werden. Dies fĂŒhrte zur Entlassung von Reimann als Trainer.

2004 wurde Friedhelm Funkel neuer Trainer des Zweitligisten. Die Eintracht startete ohne spektakulĂ€re Transfers und mit einem inzwischen wieder aufgegebenen Konzept (gĂŒnstige und integrationsfĂ€hige Spieler, AusleihgeschĂ€fte junger Talente zum Teil aus der Region) in die neue Saison. Nach einem schlechten Start (Platz 14 am 11. Spieltag) rĂŒckte der Verein zur Winterpause auf Platz 5 vor und schaffte als beste RĂŒckrundenmannschaft am 34. Spieltag als Dritter den dritten Aufstieg in die erste Liga durch einen 3:0-Erfolg gegen Wacker Burghausen. Im Pokal erreichte die Eintracht nach Siegen gegen den FC Rot-Weiß Erfurt und die SpVgg Greuther FĂŒrth das Achtelfinale und verlor dort gegen den spĂ€teren Finalisten FC Schalke 04 0:2.

Innenraum der Commerzbank-Arena

Im ersten Bundesliga-Jahr legte Frankfurt in der Saison 2005/06 mit jungen Spielern eine ĂŒberraschend gute Hinrunde hin (Platz 10 und 21 Punkte) und sicherte sich trotz der zweitschlechtesten RĂŒckrunde (15 Punkte) am 33. Spieltag den Klassenerhalt. Am Ende schloss sie die Saison mit 36 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz ab. Im DFB-Pokal zog die Eintracht nach Siegen gegen Rot-Weiß Oberhausen (2:1), den FC Schalke 04 (6:0), den 1. FC NĂŒrnberg (5:2 n. E.), den TSV 1860 MĂŒnchen (3:1) und Arminia Bielefeld (1:0) ins Pokalfinale ein. Dort unterlag Frankfurt am 29. April 2006 in Berlin dem FC Bayern MĂŒnchen 0:1. Da dieser als Deutscher Meister fĂŒr die Champions League qualifiziert war, spielte die SGE erstmals seit 1994 wieder im UEFA-Pokal.

Luftbild des 2005 eröffneten neuen Waldstadions („Commerzbank-Arena“)

In der Saison 2006/07 startete die Eintracht gut in die Saison. Im UEFA-Pokal konnte man zunĂ€chst souverĂ€n BrĂžndby IF besiegen. In der Gruppenphase schied die SGE mit drei Unentschieden und einer Niederlage gegen Newcastle United (0:0), Celta Vigo (1:1), Fenerbahçe Istanbul (2:2) und US Palermo (1:2) aus. Im DFB-Pokal wurden Sportfreunde Siegen (2:0), Rot-Weiss Essen (2:1), der 1. FC Köln (3:1 n. V.) und der Lokalrivale Kickers Offenbach (3:0) ausgeschaltet, ehe ein 0:4 im Halbfinale beim 1. FC NĂŒrnberg den erneuten Finaleinzug verhinderte. In der Bundesliga startete Frankfurt mit einem Sieg und sieben Remis in die neue Saison. Zum Ende der Hinrunde stand die Eintracht mit 20 Punkten wie im letzten Jahr auf dem zehnten Tabellenplatz. Die RĂŒckrunde, die von unnötigen Punktverlusten durch viele Gegentore in den letzten Minuten gekennzeichnet war, begann zunĂ€chst mit sechs sieglosen Spielen und dem Absturz auf die AbstiegsplĂ€tze. Eine Entlassung von Trainer Funkel, die unter anderem der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn forderte, [1] lehnte Vorstandschef Bruchhagen jedoch ab. Nach Siegen gegen Alemannia Aachen (4:0) und Werder Bremen (2:1) am 32. und 33. Spieltag konnte jedoch wie in der Vorsaison der Klassenerhalt frĂŒhzeitig gesichert werden. Am Ende stand die Eintracht mit 40 Punkten auf Platz 14. Zuhause und auswĂ€rts konnten jeweils 20 Punkte gesammelt werden.

In der Saison 2007/08 besiegte die SGE im DFB-Pokal-Wettbewerb den 1. FC Union Berlin (4:1), schied aber in der zweiten Runde beim spĂ€teren Finalisten Borussia Dortmund (1:2) aus. In der Liga begann die Eintracht stark (vier Siege und zwei Niederlagen in den ersten neun Spielen), dann allerdings folgte eine deutliche 1:5-Niederlage beim 1. FC NĂŒrnberg und eine Serie von sieben sieglosen Spielen in Folge. Die Hinrunde wurde schließlich mit 23 Punkten auf dem neunten Rang beendet. In der Winterpause verstĂ€rkte sich Frankfurt u. a. mit Caio (4 Mio. € Ablöse) und Martin Fenin (3,5 Mio. €), zwei der drei teuersten EinkĂ€ufe der Vereinsgeschichte. Zu Beginn der RĂŒckrunde holte Eintracht Frankfurt 19 Punkte aus den ersten neun Spielen. Die Frankfurter standen dadurch am 26. Spieltag auf dem siebten Platz, drei Punkte hinter den Champions-League-PlĂ€tzen. Aus den verbliebenen acht Spiele konnten jedoch nur noch vier Punkte geholt werden. Der Verein beendete die Saison auf dem neunten Rang, der besten Platzierung seit 1995, mit 46 Punkten, davon 28 im eigenen und 18 in fremden Stadien.

In der darauffolgenden Saison 2008/09 konnte das Saisonziel, mehr als die 46 Punkte des Vorjahres zu holen, nicht erreicht werden. Im Pokal schied die Eintracht in der zweiten Runde zu Hause gegen Hansa Rostock (1:2 n. V.) aus. Die Liga begann mit sieben sieglosen Spielen in Folge, was zu erheblicher Kritik seitens der Fans an Trainer Friedhelm Funkel fĂŒhrte. Durch drei Siege in den nĂ€chsten vier Spielen erreichte die Eintracht jedoch wieder das Mittelfeld und schloss die Hinrunde mit 19 Punkten auf Rang 12 ab. In der RĂŒckrunde enttĂ€uschte Frankfurt oft und gewann nur 3 Spiele. Dies war die zweitschlechteste RĂŒckrunde aller Bundesligavereine mit nur 14 Punkten. Die Folge war, dass die Eintracht und Funkel eine Trennung zum Saisonende vor dem letzten Spieltag bekanntgaben. Die Saison wurde letztlich mit 33 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz beendet. Trotz der enttĂ€uschenden Leistung war dies die zweitbeste Platzierung seit 1995. WĂ€hrend der gesamten Saison gab es keinen einzigen Sieg gegen eine Mannschaft aus den beiden oberen Tabellendritteln.

Am 5. Juni 2009 wurde Michael Skibbe als neuer Trainer vorgestellt [2]. Im DFB-Pokal schied Frankfurt nach Siegen gegen den Lokalrivalen Kickers Offenbach und Alemannia Aachen im Achtelfinale gegen den FC Bayern MĂŒnchen mit 0:4 aus. In die Liga startete die SGE gut und blieb bis zum 7. Spieltag ungeschlagen, am Jahresende hatte die Eintracht 24 Punkte und belegte Rang 10. Nach Punkten bedeutetete dies die beste Hinrundenbilanz seit 1993/94. Auch in der RĂŒckrunde war die Mannschaft erfolgreich und lange im Kampf um die EuropapokalplĂ€tze beteiligt. Durch eine SchwĂ€chephase vor Saisonende (nur zwei Punkte aus den letzten fĂŒnf Saisonspielen) beendete die Eintracht die Saison jedoch wie zur Winterpause auf dem zehnten Tabellenplatz mit 46 Punkten.

Zum Beginn der Saison 2010/11 gelang es, die Mannschaft weiter zu verstĂ€rken. So wechselte der ehemalige Bundesliga-TorschĂŒtzenkönig Theofanis Gekas von Bayer Leverkusen an den Main. Der abgewanderte KapitĂ€n Christoph Spycher wurde durch den griechischen Nationalspieler Giorgos Tzavelas ersetzt. Durch diese Neuverpflichtungen und auch auf Grund der gewachsenen Erwartungshaltung im Umfeld des Vereins wurde ein ambitioniertes Saisonziel von 50 Punkten ausgerufen. Nach einem schwachen Saisonstart, es konnten nur 3 Punkten aus den ersten 5 Spielen erreicht werden, fand sich die Eintracht auf einem Abstiegsplatz wieder. In den folgenden 7 Spielen blieb die Mannschaft jedoch ungeschlagen, konnte gar 5 dieser Spiele gewinnen und schaffte zwischenzeitlich den Sprung auf den vierten Tabellenplatz. Wurden zu Saisonbeginn vor allem in den AuswĂ€rtsspielen Siege gefeiert, wandelte sich dies zum Ende der Hinrunde. Niederlagen in MĂŒnchen und Köln standen nun Heimsiege gegen den Tabellenzweiten 1. FSV Mainz 05 und den zuvor 15 Ligagspiele ungeschlagenen TabellenfĂŒhrer Borussia Dortmund gegenĂŒber. Zum Ende der Hinrunde stand die Eintracht mit 26 Punkten auf Platz sieben in der Tabelle und hatte zudem in Theofanis Gekas (14 Saisontore in 17 Spielen) den erfolgreichsten StĂŒrmer der Liga in ihren Reihen.

Seit 2011: Abstieg in die 2. Bundesliga

Nach glĂ€nzender Vorrundensaison 2010/11 begann fĂŒr die die Eintracht in der RĂŒckrunde eine nicht fĂŒr möglich gehaltene Talfahrt. Die ersten zehn Spiele blieb sie ohne Sieg, und in den ersten acht Spielen nach der Winterpause gelang es der Mannschaft nicht, ein Tor zu erzielen. Am 22. MĂ€rz 2011 gab Eintracht Frankfurt die Trennung von Michael Skibbe bekannt. Zum Nachfolger wurde Christoph Daum bestimmt.[3] Gleichzeitig trennte sich Eintracht Frankfurt von Co-Trainer Edi Boekamp, der Torwarttrainer Andreas Menger und der Reha-Trainer Michael Fabacher gehörten allerdings auch unter Christoph Daum zum Trainerteam. [4] Mit einer 1:3-Niederlage gegen den Meister Borussia Dortmund stieg die Eintracht am 34. Spieltag direkt in die 2. Fußball-Bundesliga ab, in der sie nun zusammen mit dem Stadtrivalen FSV Frankfurt in der Saison 2011/12 spielt. Am 16. Mai 2011 erklĂ€rte Daum zwei Tage nach dem Abstieg, dass er fĂŒr die Saison 2011/12 fĂŒr die Eintracht nicht mehr zur VerfĂŒgung stehe.[5] Am 31. Mai wurde Armin Veh als Trainer fĂŒr die Saison 2011/12 vorgestellt.[6] Bei einem halben Geisterspiel (Westkurve des Stadions gesperrt) gegen den FC St. Pauli rettete Alexander Meier mit seinem dritten Saisontreffer in der 78. Minute einen Punkt (Ausgleichstreffer) zum 1:1-Endstand.[7]

Ligazugehörigkeit

  • Bis 1914: diverse regionale Ligen
  • 1914-19: kein Spielbetrieb
  • 1919-23: Kreisliga Nordmain (erstklassig)
  • 1923-33: Bezirksliga Main (erstklassig)
  • 1933-44: Gauliga SĂŒdwest (erstklassig)
  • 1944/45: kein Spielbetrieb
  • 1945-63: Oberliga SĂŒd (erstklassig)

SĂ€mtliche Platzierungen ab der Saison 1920/21 finden sich unter Saisonbilanzen von Eintracht Frankfurt. In der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga belegt die Eintracht Platz 10.

Profifußball (Eintracht Frankfurt Fußball AG)

Erfolge

Nachbildungen der VereinstrophÀen im Eintracht-Museum

Rekorde

  • Der Verein stellt mit Karl-Heinz Körbel (602 EinsĂ€tze, 1972 bis 1991) den Rekordspieler der Bundesliga-Geschichte. Er hat diese Spiele ausschließlich fĂŒr Eintracht Frankfurt bestritten und â€žĂŒberlebte“ dabei 15 Trainer. SpĂ€ter wurde er selber zweimal Bundesligatrainer bei Frankfurt und fiel dort am 30. MĂ€rz 1996 der 15. vorzeitigen Trainerentlassung Frankfurts zum Opfer.
  • JĂŒrgen Friedl (* 23. Februar 1959) war mit 17 Jahren und 26 Tagen bis zum 6. August 2005 der jĂŒngste Bundesligaspieler.
  • Richard Kress (* 6. MĂ€rz 1925) war beim Bundesligastart 1963/64 dabei und hĂ€lt seit Beginn der Bundesliga den Rekord als Ă€ltester LigadebĂŒtant aller Zeiten (38 Jahre, 171 Tage). Er ist zugleich der bei seinem ersten Bundesligator Ă€lteste TorschĂŒtze (38 Jahre, 248 Tage).
  • Vom 20. August 1985 bis 25. August 1987 stellte der Verein eine Negativrekordserie auf: 32 AuswĂ€rtsspiele in Folge ohne Sieg.
  • Der Verein hĂ€lt den Rekord der meisten vorzeitigen Trainerentlassungen in der Bundesligageschichte: dieses Schicksal traf 21 Frankfurter Trainer (Stand 22. MĂ€rz 2011).
  • Seit dem 29. November 2008 ist die Eintracht der Verein mit den meisten Niederlagen in der Fußball-Bundesliga bei mittlerweile 552 Spielen ohne Punkt (Stand: 14. Mai 2011). Damit ĂŒberholte Frankfurt den 1. FC Kaiserslautern, der derzeit bei 526 sieglosen Spielen liegt.
  • Der griechische Nationalspieler Giorgos Tzavelas hat mit seinem 73-Meter-Tor am 12. MĂ€rz 2011 bei der 1:2-Niederlage beim FC Schalke 04 einen Bundesliga-Rekord aufgestellt. Bisheriger Rekordmann war Klaus Allofs, der 1986 fĂŒr den 1. FC Köln im rheinischen Derby gegen Bayer 04 Leverkusen aus 70 Metern erfolgreich war.
Aero Flight A320 in den Farben von Eintracht Frankfurt.

Besonderes

  • Die Eintracht betreibt seit 2002 eine Fußballschule, die von Karl-Heinz „Charly“ Körbel geleitet wird.
  • Seit 2005 hat die Eintracht ein lebendiges Maskottchen, den bei den Fans sehr beliebten Steinadler Attila aus dem Hanauer Wildpark.
  • Als Partner der Eintracht lackierte Aero Flight 2005 einen Airbus A 320 in den Farben von Eintracht Frankfurt. Der „stĂ€hlerne Adler“ mit der Registrierung D-ARFE wurde nach der Insolvenz der Aero Flight von der Leasingfirma zurĂŒckgeholt und anderweitig verleast. Dabei wurden der Schriftzug und der Adler im Dezember 2005 entfernt.
  • Seit 2007 existiert im Inneren der HaupttribĂŒne des Stadions ein Museum, in dem regelmĂ€ĂŸig altgediente Spieler, Trainer und verdiente Persönlichkeiten FĂŒhrungen durch die Vereinsgeschichte anleiten.

Farben, Wappen und Spitznamen

Der Vereinsadler basiert auf dem Stadtwappen.

Das Vereinswappen leitet sich vom Wappen der Stadt Frankfurt am Main ab, welches wiederum auf dem einköpfigen Reichsadler des 13. Jahrhunderts basiert. Das Wappen machte im Laufe der Jahre nur kleinere VerĂ€nderungen durch, bis 1980 ein stilisierter Adler in Schwarz und Weiß eingefĂŒhrt wurde. AnlĂ€sslich der 100-Jahr-Feier 1999 entschied der Verein, wieder einen traditionelleren Adler einzufĂŒhren.

Wappen des Frankfurter FV (von 1911), der TuS Eintracht Frankfurt (1920), der Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (1967) und der weiße Adler (1980-1999)

Die offiziellen Vereinsfarben sind Rot, Schwarz und Weiß und haben ihren Ursprung in den VorgĂ€ngerklubs Frankfurter FC Viktoria und Frankfurter FC Kickers, die Rot und Weiß beziehungsweise Schwarz und Weiß als Spielkleidung trugen. Dabei sind Rot und Weiß die Farben des Stadtwappens, wĂ€hrend Schwarz und Weiß die Farben Preußens symbolisieren. Als die zwei Frankfurter Vereine fusionierten, entschieden die Verantwortlichen, die Farben beider Mannschaften zu berĂŒcksichtigen. Da der Lokalrivale Kickers Offenbach jedoch in rot-weißen Trikots auflĂ€uft, spielt die Eintracht bevorzugt in schwarz-roter oder schwarz-weißer Spielkleidung.

Vom Vereinswappen leitet sich auch Die Adler, einer der Spitznamen des Vereins ab. Unter seinen AnhĂ€ngern wird der Verein auch sehr oft SGE nach der traditionellen Vereinsbezeichnung Sportgemeinde Eintracht genannt. Aus der FrĂŒhzeit des Vereins stammt die heute seltene Bezeichnung Schlappekicker. In der vorprofessionellen Zeit waren viele Spieler Angestellte der lokalen Hausschuhfabrik („Schlappe“ ist eine dialektale Bezeichnung fĂŒr Hausschuhe), deren Betreiber auch zu den MĂ€zenen des Vereins zĂ€hlte.

Bis in die erste HĂ€lfte der 1990er Jahre wurde der Verein auch oft Launische Diva genannt, da Erfolge der Eintracht sich oft mit Niederlagen abwechselten. Dieser Spitzname wurde ebenfalls im Hinblick auf dubiose GeschĂ€fte der damaligen VorstĂ€nde benutzt, etwa der unaufgeklĂ€rte Verbleib der Rekordablöse fĂŒr den ungarischen Star-Spielmacher Lajos DĂ©tĂĄri[8].

Alle Bundesligatrainer

Bekannte ehemalige Spieler

SĂ€mtliche Profispieler seit EinfĂŒhrung der Bundesliga 1963/64 finden sich unter Liste der Spieler von Eintracht Frankfurt.

EhrenspielfĂŒhrer Fußball

Statistik

TorschĂŒtzenkönige

Teuerste ZugÀnge

* 07 / 08 Caio SE Palmeiras 4.000.000 â‚Ź
* 99 / 00 Bachirou Salou Borussia Dortmund 3.579.000 â‚Ź
* 07 / 08 Martin Fenin FK Teplice 3.500.000 â‚Ź
* 09 / 10 Habib BellaĂŻd Racing Straßburg 2.500.000 â‚Ź
* 99 / 00 Rolf-Christel GuiĂ©-Mien Karlsruher SC 2.500.000 â‚Ź
* 08 / 09 Ümit Korkmaz SK Rapid Wien 2.300.000 â‚Ź

Teuerste AbgÀnge

* 88 / 89 Lajos DĂ©tĂĄri Olympiakos PirĂ€us 8.200.000 â‚Ź
* 96 / 97 Jay-Jay Okocha Fenerbahçe Istanbul 3.500.000 â‚Ź
* 94 / 95 Anthony Yeboah Leeds United 3.400.000 â‚Ź
* 11 / 12 Patrick Ochs VfL Wolfsburg 3.000.000 â‚Ź
* 11 / 12 Marco Russ VfL Wolfsburg 3.000.000 â‚Ź
* 07 / 08 Albert Streit FC Schalke 04 2.500.000 â‚Ź
* 02 / 03 Christoph Preuß Bayer Leverkusen 2.200.000 â‚Ź

Aktueller Kader 2011/12

Kader Saison 2011/12
# Spieler Nation Seit letzter Verein BL (S/T) 2. BL (S/T)
TorhĂŒter
1 Oka Nikolov MazedonierMazedonier DeutscherDeutscher 07/1994 eigene Jugend 222/0 131/0
22 Thomas Kessler DeutscherDeutscher 06/2011 FC St. Pauli 31/0 8/0
32 Aykut Özer TĂŒrkeTĂŒrke DeutscherDeutscher 01/2011 eigene Jugend 0/0 0/0
Abwehr
4 Gordon Schildenfeld KroateKroate 07/2011 SK Sturm Graz 0/0 19/0
5 Stefan Bell DeutscherDeutscher 06/2011 TSV 1860 MĂŒnchen 0/0 25/2
6 Dominik Schmidt DeutscherDeutscher 07/2011 Werder Bremen 12/0 1/0
15 Constant Djakpa IvorerIvorer 06/2011 Hannover 96 47/0 15/0
19 Habib BellaĂŻd FranzoseFranzoseAlgerierAlgerier 06/2011 CS Sedan 22/0 0/0
23 Anderson BrasilianerBrasilianer 07/2011 Borussia Mönchengladbach 13/0 57/3
24 Sebastian Jung DeutscherDeutscher 07/2009 Eintracht Frankfurt II 53/1 15/1
31 Georgios Tzavelas GriecheGrieche 07/2010 Panionios 25/1 1/0
33 Alexander Hien DeutscherDeutscher 07/2011 eigene Jugend 0/0 0/0
39 Julian Dudda DeutscherDeutscher 05/2011 eigene Jugend 1/0 0/0
Mittelfeld
7 Benjamin Köhler DeutscherDeutscher 07/2004 Rot-Weiss Essen 163/16 65/12
8 Matthias Lehmann DeutscherDeutscher 06/2011 FC St. Pauli 80/9 179/28
11 Ümit Korkmaz ÖsterreicherÖsterreicher 06/2011 VfL Bochum 37/3 18/4
13 Ricardo Clark US-AmerikanerUS-Amerikaner 01/2010 Houston Dynamo 14/0 1/0
14 Alexander Meier DeutscherDeutscher 07/2004 Hamburger SV 156/32 71/24
20 Sebastian Rode DeutscherDeutscher 07/2010 Kickers Offenbach 11/2 15/1
21 Karim Matmour AlgerierAlgerier 07/2011 Borussia Mönchengladbach 77/4 92/13
27 Pirmin Schwegler KapitÀn der Mannschaft SchweizerSchweizer 07/2009 Bayer 04 Leverkusen 103/4 13/0
28 Sonny Kittel DeutscherDeutscher 08/2010 eigene Jugend 8/0 0/0
30 Caio BrasilianerBrasilianer 01/2008 SE Palmeiras 80/8 4/0
36 Marcel Titsch-Rivero DeutscherDeutscher 12/2009 eigene Jugend 2/0 0/0
Sturm
9 Theofanis Gekas GriecheGrieche 07/2010 Hertha BSC 133/55 10/4
10 Erwin Hoffer ÖsterreicherÖsterreicher 06/2011 1. FC Kaiserslautern 24/5 13/5
18 Mohammadou Idrissou KamerunerKameruner 08/2011 Borussia Mönchengladbach 139/27 86/31
25 Marcos Alvarez DeutscherDeutscher 06/2011 Bayern MĂŒnchen II 1/0 0/0
29 Rob Friend KanadierKanadier 08/2011 Hertha BSC 50/10 62/24
Stand der Spielerstatistiken: 21. November 2011

Pirmin Schwegler ist KapitÀn der Mannschaft. Sein Stellvertreter ist Oka Nikolov.

Transfers zur Saison 2011/12

Transfers zum Sommer 2011/12

ZugÀnge

Marcos Alvarez (Bayern MĂŒnchen II)
Anderson (ausgeliehen von Borussia Mönchengladbach)
Stefan Bell (1. FSV Mainz 05, ausgeliehen)
Habib BellaĂŻd (war ausgeliehen an CS Sedan)
Constant Djakpa (Bayer 04 Leverkusen)
Rob Friend (Hertha BSC)
Erwin Hoffer (SSC Neapel, ausgeliehen)
Mohammadou Idrissou (Borussia Mönchengladbach)
Thomas Kessler (ausgeliehen vom 1. FC Köln)
Ümit Korkmaz (war ausgeliehen an den VfL Bochum)
Matthias Lehmann (FC St. Pauli)
Karim Matmour (Borussia Mönchengladbach)
Nikola Petković (war ausgeliehen an Al-Ahli)
Gordon Schildenfeld (SK Sturm Graz)
Dominik Schmidt (Werder Bremen)

AbgÀnge

Halil Altıntop (Trabzonspor)
Ioannis Amanatidis (unbekannt)
Zlatan Bajramović (unbekannt)
Chris (VfL Wolfsburg)
Ralf FĂ€hrmann (FC Schalke 04)
Martin Fenin (FC Energie Cottbus) [9]
Maik Franz (Hertha BSC)
Marcel Heller (Dynamo Dresden)
Kevin Kraus (SpVgg Greuther FĂŒrth)
Patrick Ochs (VfL Wolfsburg)
Nikola Petković (Roter Stern Belgrad)
Marco Russ (VfL Wolfsburg)
Andreas Rössl (unbekannt)
Aleksandar Vasoski (AO Kavala)

Sponsoren

Überblick ĂŒber alle Trikot- bzw. Hauptsponsoren von Eintracht Frankfurt:

AusrĂŒster

Überblick ĂŒber die Trikothersteller von Eintracht Frankfurt:

  • 1974–1976 Adidas
  • 1976–1976 Admiral
  • 1977–1987 Adidas zeitweise auch Erima als Tochtergesellschaft von Adidas
  • 1987–2001 Puma
  • 2001–2003 Fila zum 1. Februar 2000
  • seit 2003 JAKO

Abteilungen des Stammvereins (Eintracht Frankfurt e.V.)

Abteilung 01: Turnen

Die Turnabteilung der Eintracht wurde am 22. Januar 1861 gegrĂŒndet und ist damit die Ă€lteste Abteilung des Vereins, in den sie nach dessen spĂ€terer GrĂŒndung eingegliedert wurde. Mit ca. 1.700 Mitgliedern, davon rund 700 Kinder und Jugendliche, stellt die Abteilung zugleich den zweitstĂ€rksten Sportbereich des Vereins dar. Dabei ist die Abteilung sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport aktiv, angebotene Sportarten sind neben den klassischen Turnsportarten auch Sportarten wie Aerobic, rhythmische Sportgymnastik, Badminton, Volleyball oder Tanzen.

Abteilung 02: Fußball

Unter der Verantwortlichkeit des Eintracht Frankfurt e.V. ist die Fußball-Abteilung fĂŒr die zweite Mannschaft der Frankfurter Eintracht, die Jugendmannschaften, den Frauenfußball sowie fĂŒr Futsal zustĂ€ndig.

Die zweite Mannschaft

Die zweite Mannschaft der Frankfurter Eintracht, die U23, spielt derzeit in der Regionalliga SĂŒd und besteht zum grĂ¶ĂŸten Teil aus jungen Spielern, die aus der eigenen Jugend aufrĂŒcken. Viele Spieler der U23 schafften schon den Sprung in den Profikader.

Die zweite Mannschaft wird derzeit unter dem Namen Eintracht Frankfurt II gefĂŒhrt (ehemals Eintracht Frankfurt Amateure) und spielt nach mehreren Jahren in der Fußball-Oberliga Hessen seit Sommer 2008 in der Regionalliga SĂŒd.[10] Daneben nimmt die zweite Mannschaft fĂŒr die SGE am Hessenpokal teil und hat diesen 1969 an den Main holen können. Zur U23 stoßen zeitweise Spieler aus dem Kader der Bundesligamannschaft, insbesondere um Spielpraxis zu sammeln.

Stand: 11. September 2011

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Mario Miltner DeutscherDeutscher
Erman Muratagić DeutscherDeutscher
Gale Agbossoumonde US-AmerikanerUS-Amerikaner
Hassan Amin DeutscherDeutscher
Abassin Alikhil AfghaneAfghane
Daniyel Cimen DeutscherDeutscher
Ivan Ćosić KroateKroate DeutscherDeutscher
Guilherme Guth Mazeto DeutscherDeutscher
Anthony Jung DeutscherDeutscher
Daniel di Gregorio ItalienerItaliener
Maximilian Mehring DeutscherDeutscher
Marius MĂŒller DeutscherDeutscher
Mario Pokar DeutscherDeutscher
Patrick Schaaf DeutscherDeutscher
Denis Streker DeutscherDeutscher
Lukas Zarges DeutscherDeutscher
Dustin Ernst DeutscherDeutscher
Dimitrj Nazarov DeutscherDeutscher
Markus Schmitt DeutscherDeutscher
Björn Schnitzer DeutscherDeutscher
Elia Soriano ItalienerItaliener
Sascha Wolfert DeutscherDeutscher
Trainer Co-Trainer
Oscar Corrochano Daniyel Cimen

Frauenfußball

Die Frauenmannschaft der Eintracht existiert seit der Spielzeit 2004/2005. Sie nahm in der Bezirksliga den Spielbetrieb auf und stieg gleich in ihrer ersten Saison in die Bezirksoberliga auf. Dort verpasste sie sowohl 2005/2006 als auch 2006/2007 den Aufstieg in die Landesliga.

Jugendmannschaften

Neben der U 23 organisiert und verantwortet das Leistungszentrum YOUNGSTER unter der Leitung von Klaus Lötzbeier und Armin Kraaz in neun weiteren Altersgruppen den Jugend- und Nachwuchsbereich von Eintracht Frankfurt – von der F-Jugend („Miniadler“) bis zur U 19.

Futsal

Die Futsal-Sparte wurde 2006 und 2007 hessischer Meister 2006 sowie 2006 sĂŒddeutscher Meister.

Abteilung 03: Leichtathletik

Die Fußballabteilung ist zwar die bekannteste Sparte des Vereins, die Leichtathletik-Abteilung ist jedoch die erfolgreichste.

Betty Heidler bei der Siegerehrung in ƌsaka

Neben ĂŒber 220 Deutschen Meistertiteln in nahezu allen leichtathletischen Disziplinen brachte Eintracht Frankfurt zahlreiche TiteltrĂ€ger und Medaillengewinner bei internationalen Meisterschaften hervor. So gewann z. B. Tilly Fleischer bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin die Speerwurfkonkurrenz der Frauen, nachdem sie vier Jahre zuvor in Los Angeles die Bronzemedaille in dieser Disziplin gewonnen hatte. Eine solche Medaille gewann auch Heinz Ulzheimer ĂŒber 800 Metern bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki. DarĂŒber hinaus vertraten Athleten von Eintracht Frankfurt die deutschen Farben bei Welt- und Europameisterschaften. JĂŒngste MedaillentrĂ€gerin ist die Hammerwerferin Kirsten Klose, die bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney die Bronzemedaille in ihrer Disziplin errang. Die deutsche Meisterin im Hammerwurf, Betty Heidler, konnte 2007 bei der WM in ƌsaka den ersten Platz und damit eine Goldmedaille erringen. Die Abteilung tritt als LG Eintracht Frankfurt zusammen mit fĂŒnf weiteren Vereinen auf.

Abteilung 04: Hockey

Spielszene TSV Mannheim – Eintracht Frankfurt

Bei der Hockeyabteilung der Eintracht steht die Damenmannschaft im Vordergrund. Diese spielt in der Halle und im Feld in der 1. Bundesliga, wĂ€hrend die erste Herrenmannschaft 2005 in der 2. Regionalliga SĂŒd den letzten Platz belegte und abstieg. Die grĂ¶ĂŸten Erfolge in der Abteilungsgeschichte erreichten auch die Damenmannschaft mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft auf dem Feld 1991 und in der Halle 1997.

EhrenspielfĂŒhrer Hockey

  • Heide Ohlert
  • Harald Ulrich

Abteilung 05: Boxen

Die 1919 gegrĂŒndete Boxabteilung trainiert in der Frankfurter Klingerschule bzw. auf dem TrainingsgelĂ€nde des Riederwaldstadions.

Abteilung 06: Tennis

Tennishalle auf dem RiederwaldgelÀnde in Seckbach

Die Tennisabteilung der Frankfurter Eintracht wurde im FrĂŒhjahr 1920 gegrĂŒndet und spielt heute auf der Tennisanlage am Riederwald auf elf TennisplĂ€tzen sowie in einer drei PlĂ€tze umfassenden Tennishalle. Die erste Herrenmannschaft stieg 2006 erstmals in der Vereinsgeschichte in die Hessenliga auf, die Damen treten in der Verbandsliga an. 1980 und 1987 wurde die Abteilung Deutscher Meister der Senioren, zudem konnten verschiedene nationale Juniorenmeisterschaften gewonnen werden. Abteilungsleiter Tennis ist Ryszard Lempart.

EhrenspielfĂŒhrer Tennis

Abteilung 07: Handball

Die seit 1921 bestehende Handballabteilung unterliegt der Leitung von Markus Matthes und trainiert in den Sporthallen der Friedrich-Ebert- sowie der Konrad-Haenisch-Schule. Die erste Herrenmannschaft bildet eine Spielgemeinschaft mit dem Turnverein Seckbach 1875 und spielt aktuell in der Bezirksoberliga.

Abteilung 08: Rugby

Die Abteilung Rugby besteht seit Sommer 1923. Abteilungsleiter ist Marko Deichmann.

Es gibt Mannschaften im Herren-, Damen- und Jugendbereich. Die Spielbetreuung liegt in den HĂ€nden von GĂŒnter „Doktor“ Fooßen. KapitĂ€n der 1. Herrenmannschaft ist der Frankfurter Dirk Bangert. Der StĂŒrmer spielt seit 10 Jahren fĂŒr die Eintracht. Die Herrenmannschaft spielt zurzeit in der Regionalliga Hessen/Rheinland-Pfalz. Trainer der Damenmannschaft ist Andreas Weidemann. Im Sommer wird auf dem TrainingsgelĂ€nde der Eintracht in Frankfurt-Niederrad trainiert, im Winter am Riederwald.

EhrenspielfĂŒhrer Rugby

  • Fritz Luckas
  • Rudolf Senger

Ultimate Frisbee

Das Ultimate-Frisbee-Team der Eintracht Frankfurt ist seit FrĂŒhjahr 2007 ebenfalls in der Rugby-Abteilung organisiert.

Eintracht Frankfurt ist in den Divisionen Mixed, Damen und Open vertreten. Das Mixed-Team gehört zu den fĂŒhrenden Teams in Deutschland und hat sich fĂŒr die XEUCF[11] Club Europameisterschaft 2009 in London qualifiziert. Die Damen haben 2008 die Deutsche zweite Liga Meisterschaft Indoor gewonnen.

Abteilung 09: Tischtennis

Die Tischtennisabteilung der Eintracht ist eine der erfolgreichsten des Vereins. Die Damenmannschaft wurde siebenmal Deutscher Meister, die Herrenmannschaft spielte 15 Jahre in der Bundesliga. Obwohl sie heute nur noch in der Bezirksoberliga spielt, wird sie in der „Ewigen Tabelle“ der Bundesliga nach wie vor auf Platz 8 gefĂŒhrt.

Die AnfÀnge in den zwanziger Jahren

Im November 1924 grĂŒndeten Tennisspieler der Eintracht im Wirtschaftskolleg JaĂ© in der Berger Straße eine Tischtennisabteilung des Vereins, der von Otto Abel geleitet wurde. Tischtennis wurde zunĂ€chst als Hobby innerhalb des Vereins gespielt, erst 1927 nahm man erstmals (in Darmstadt) an einem Turnier teil. TrainingsstĂ€tte der Eintracht-Spieler wurden RĂ€ume in der Helmholtzschule. 1930 richtete die Eintracht sogar ein internationales Turnier aus, das von den damals diesen Sport dominierenden Ungarn gewonnen wurde. Bei der Eintracht spielten erfolgreiche Spieler wie Karl Ziegler, Schimel und Karl-Heinz Eckardt (der spĂ€tere PrĂ€sident des Deutscher Tischtennis-Bunds). 1931 kam es aufgrund eines ZerwĂŒrfnisses innerhalb des Vereins zum RĂŒcktritt des AbteilungsgrĂŒnders Otto Abel, auch die Spieler kehrten dem Verein den RĂŒcken.

Die Damenmannschaft als Serienmeister

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Spielbetrieb wiederbelebt. In der zerstörten Stadt fanden die diesmal aus den Hockey- und Handballabteilungen stammenden Initiatoren, u.a. Heinz Fuß (* 1914), schließlich eine geeignete SpielstĂ€tte, die Turnhalle der Comeniusschule. Damit war die Grundlage fĂŒr einen erfolgreichen Neuanfang gelegt. Diesen Erfolg lieferten vor allem die Damenmannschaften der Eintracht. Das Team um Gustel Cranz wurde 1948 Deutscher Meister. 1952, 1953, 1956, 1957, 1958 und 1959 folgten sechs weitere nationale Meistertitel. Hanne Schlaf und Erna Brell errangen außerdem Deutsche Meistertitel im Einzel. 1957 wurden die Spielerinnen Hanne Schlaf, Hilde Bussmann, Ellen Hennemann, Marianne Blumenstein, Annemie Mann und Christel Bischof von BundesprĂ€sident Theodor Heuss mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung fĂŒr deutsche Sportler. Bis 1966 konnten sich die Damen in der Oberliga SĂŒdwest halten, dann wurden sie aus der damals höchsten Damen-Spielklasse wegen Aufstellungsschwierigkeiten zurĂŒckgezogen. 1975 wurde das Team sogar aus der Hessenliga zurĂŒckgezogen.[12]

Die Herrenmannschaft in der Bundesliga

Auch die Herrenmannschaft um Werner Haupt konnte Ende der 50er Jahre zu den Erfolgen ihrer Vereinskameradinnen aufschließen, 1957 scheiterte sie mit einem 8:8 nur durch das schlechtere SatzverhĂ€ltnis am TTC Mörfelden und wurde nur Vizemeister. Hanne Schlaf und Wolf Berger wurden 1959 Deutsche Meister im Mixed.

Als 1966 Tischtennis-Bundesliga der Herren gegrĂŒndet wurde, war die Eintracht noch nicht dabei. Sie war zwar in der Oberliga SĂŒdwest Vierter geworden und durfte daher an der Bundesliga-Qualifikation teilnehmen, scheiterte dort in ihrer Gruppe aber an DJK TuSA 06 DĂŒsseldorf. Ein Jahr spĂ€ter gelang der Eintracht der Aufstieg in diese höchste Spielklasse. Sie konnte sich schnell in der Bundesliga etablieren und schloss wĂ€hrend der 70er Jahre drei Spielzeiten als Dritter ab. Spieler wie Heiner Lammers, GĂŒnter Köcher oder der spĂ€tere Bundestrainer Klaus Schmittinger gehörten zu den StĂŒtzen des Teams.

1980 hatte die Tischtennis-Eintracht, die immer grĂ¶ĂŸere MĂŒhe hatte, den steigenden Finanzbedarf des Bundesligabetriebs zu finanzieren, Erfolg mit einer fĂŒr die damaligen Zeit sehr ungewöhnlichen Anfrage: Der Chinesische Tischtennisverband stimmt einem Wechsel des chinesischen Einzelmeisters von 1975, Wang Jiang Quang, nach Frankfurt zu. Wang war damit der erste chinesische Spieler in der deutschen Bundesliga. Gleichzeitig gelang durch Vermittlung des sĂŒdkoreanischen Eintracht-Fußballspielers Bum Kun Cha der Wechsel des damals besten Tischtennisspielers des Landes, Park Lee Hee, zur Eintracht.

Die Saison 80/81 verlief sehr erfolgreich, zu Saisonende kĂŒrzte der Hauptverein der Abteilung jedoch 25 Prozent ihres Etats. Der Spielbetrieb in der Bundesliga konnte mit MĂŒhe aufrechterhalten werden, am Ende der Folgesaison stand jedoch, nach 15 Jahren Bundesligazugehörigkeit, der Abstieg. Das Team blieb in der 2. Bundesliga, bis es 1991 aus finanziellen GrĂŒnden in die 2. Bezirksliga zurĂŒckgezogen werden musste[13].

WeiterfĂŒhrende Tischtennis-Quellen

  • Harald Stenger: Eine Krise und kein Ende?, Zeitschrift DTS, 1981/22 S. 9+12

Abteilung 10: Basketball

Die Basketball-Abteilung wurde 1954 gegrĂŒndet. Von 1967 bis 1969 und in der Saison 1979/1980 spielte man in der Basketball-Bundesliga, 1975 war man GrĂŒndungsmitglied der 2. Basketball-Bundesliga. Die Herrenmannschaft spielt derzeit in der Regionalliga SĂŒdwest. Die Spiele werden in der Sporthalle der Wöhlerschule (250 PlĂ€tze) ausgetragen. Die Damenmannschaft spielt ebenfalls in der Regionalliga. Die Basketball-Abteilung von Eintracht Frankfurt betreibt eine intensive Jugendarbeit. Die mĂ€nnliche U19-Mannschaft ist in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) vertreten.

Abteilung 11: Eissport

Die Abteilung Eissport wurde am 9. Dezember 1959 gegrĂŒndet, zwischen 2002 und 2006 widmete sich die Abteilung ausschließlich dem Eisstockschießen. Seit 2006 findet sich unter dem Dach der Eissport-Abteilung die Curling-Sparte von Eintracht Frankfurt.

Die beiden Damenmannschaften der Eisstock-Sparte spielen in der Bundesliga, die Herren sind mit einer Mannschaft in der Bundesliga sowie mit zwei Mannschaften in der Oberliga vertreten. Die Mannschaften trainieren in der Eissporthalle Frankfurt am Bornheimer Hang.

Abteilung 12: Volleyball

Die Volleyballabteilung der Eintracht besteht seit 1961. Nach großen Erfolgen der 80er Jahre, in denen Mannschaften der Eintracht in erster und zweiter Bundesliga aktiv waren, wurde es in den 90ern ein wenig ruhiger. In der Saison 2006/ 2007 spielt ein Eintrachtdamenteam erstmals wieder in der dritthöchsten deutschen Spielklasse (Regionalliga-SĂŒdwest). Zurzeit sind bei den AdlertrĂ€gern vier Damen-, zwei Herren- und zwei Jugendteams aktiv.

EhrenspielfĂŒhrer Volleyball

  • Rudolf SchĂ€fer

Abteilung 13: Fan- und Förderabteilung

Die Fan- und Förderabteilung (FuFA) von Eintracht Frankfurt wurde am 11. Dezember 2000 als 13. Abteilung von Eintracht Frankfurt gegrĂŒndet. Mit 8.000 der insgesamt 14.600 Mitglieder (Stand: Juli 2009) ist sie die grĂ¶ĂŸte Abteilung des Vereins.

Die FuFA organisiert unter anderem AuswĂ€rtsfahrten zu Bundesligaspielen der Fußball-Bundesliga-Mannschaft der Eintracht. Außerdem sammelte die FuFA Spenden, um Duplikate der von Eintracht Frankfurt errungenen TrophĂ€en UEFA-Cup und DFB-Pokal sowie der 1959 gewonnenen Meisterschale anfertigen zu lassen.

Abteilung 14: Eishockey

Die erste Eishockeyabteilung

Hauptartikel: Frankfurt Lions

Die Eissporthalle Frankfurt, 1982-91 SpielstÀtte der Eishockey-Eintracht

Die erste Eishockeyabteilung der Eintracht wurde 1959 durch Rudi Gramlich gegrĂŒndet und trug am 14. Januar 1960 ihr erstes Spiel aus. Die Eishockey-Eintracht spielte vor oftmals geringer Kulisse in der Oberliga. In der Saison 1968/69 gelang der erste Aufstieg in die Bundesliga, zunĂ€chst aber nur fĂŒr ein Jahr.

Nach langen Oberligajahren kehrten nach der Eröffnung und dem Umzug in die neue Eissporthalle am Ratsweg im Dezember 1981 der sportliche Erfolg und das Interesse der Zuschauer zurĂŒck: 1982 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1986 sogar der (Wieder-)aufstieg in die 1. Bundesliga. Die Zugehörigkeit zur Eishockey-Bundesliga waren geprĂ€gt von wechselndem sportlichen Erfolg und wachsenden Schulden. Nur mit MĂŒhe konnte jeweils die Lizenz fĂŒr die neue Saison erreicht werden. Unprofessionelles Management, eine teure Mannschaft und fehlende Handlungsfreiheiten der Eintracht Frankfurt Eishockeyabteilung ließen den Schuldenberg auf ĂŒber 7 Millionen DM anwachsen. Um bei einem möglichen Konkurs der Eishockeyabteilung den Hauptverein nicht zu gefĂ€hrden, beschloss deswegen der Vorstand des Gesamtvereins im MĂ€rz 1991, die Eishockeyabteilung vom Hauptverein abzutrennen.

Die bisherige Eishockey-Abteilung der Eintracht wurde daraufhin am 5. MĂ€rz 1991 als Frankfurter ESC „Die Löwen“ neu gegrĂŒndet und zunĂ€chst in die Regionalliga zurĂŒckgestuft. Der Verein stieg aber sehr rasch wieder in die 1. Bundesliga auf, spielte von 1994 bis 2010 unter dem Namen Frankfurt Lions in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und gewann 2004 die deutsche Meisterschaft. Nach der Spielzeit 2009/10 musste der Club jedoch Insolvenz anmelden. Der bisherige Stammverein Young Lions Frankfurt spielt nun unter dem Namen Löwen Frankfurt in der Oberliga West.

WiedergrĂŒndung

Am 1. Juli 2002 wurde wieder eine Eishockeyabteilung in der Eintracht gegrĂŒndet, nachdem die Spieler des aufgelösten EHC Frankfurt 1988 e.V. zur Eintracht wechselten. Die erste Saison spielte man in der Landesliga Hessen. In der Saison 2003/04 erreichte man unter Spielertrainer Jay McNeill den 6. Platz in der Regionalliga Hessen, zog die Mannschaft aber nach der Saison in die Landesliga zurĂŒck. In der Saison 2004/05 wurde die Eintracht ĂŒberlegen Meister der Landesliga und spielte in der Saison 2005/06 wieder in der Regionalliga, in der sie ĂŒberraschend gut mithalten konnte und knapp den Klassenerhalt feiern konnte. In der Saison 2006/07 konnte man nach einem massiven personellen Umbruch die Klasse nicht mehr halten, in der folgenden Landesliga-Saison 2007/08 gelang aber nach einer unerwartet starken Spielzeit die RĂŒckkehr in die Regionalliga Hessen. Zur Saison 2009/10 wurde diese Liga mit der Regionalliga NRW zur Regionalliga West zusammengelegt, wodurch die Eintracht in die neu gegrĂŒndete Hessenliga abstieg.

Abteilung 15: Dart

Nach zweimonatiger Vorbereitungszeit wurde die Dartabteilung als 15. Abteilung in Abstimmung mit dem Beirat am 1. Juli 2006 gegrĂŒndet. Der Verein will mit dieser Abteilung sein Angebot im Breiten- und Leistungssport weiter ausbauen.

Abteilung 16: Triathlon

Die Abteilung wurde 1992 unter dem Dach des PSV Blau-Gelb gegrĂŒndet und wechselte im Januar 2008 zur Eintracht. Sie fördert sowohl den Breiten- als auch den Leistungssport. Abteilungsleiter ist Georg Heckens. Zu den Mitgliedern der Sparte Triathlon gehören ĂŒber 550 ambitionierte Hobby- und Profiathleten, die den grĂ¶ĂŸten Triathlonverein Deutschlands darstellen. Die Triathlonabteilung ist mit ihren Sportlern in folgenden Ligen des hessischen Triathlonverbandes vertreten:

  • 1. Hessenliga Frauen und MĂ€nner (2 Mannschaften)
  • 3. Hessenliga MĂ€nner
  • 4. Hessenliga MĂ€nner
  • 5. Hessenliga MĂ€nner
  • Seniorenliga: 3 Mannschaften
  • Masterliga: 1 Mannschaft

sowie auch in der Regionalliga Mitte Frauen und MĂ€nner der Deutschen Triathlon Union.

Literatur

  • Jörg Heinisch: Der große Triumph. Eintracht Frankfurt im Europapokal 1980, Agon, 2005, ISBN 3-89784-267-X
  • Jörg Heinisch: Frankfurter Fußballwunder. Die KlassenkĂ€mpfe von Eintracht Frankfurt, Agon, 2005, ISBN 3-89784-272-6
  • Jörg Heinisch: Das Jahrhundertspiel. Eintracht Frankfurt und Real Madrid im Europapokal der Meister 1960, Agon, 2004, ISBN 3-89784-248-3
  • Ulrich Matheja: Schlappekicker und HimmelsstĂŒrmer – Die Geschichte von Eintracht Frankfurt, Die Werkstatt, 2006, ISBN 3-89533-538-X
  • Frank Gotta und Othmar Hermann: Im Herzen von Europa...Eintracht Frankfurt. Die Geschichte eines der bekanntesten Fußballvereine Europas (Bildband, auf 2000 StĂŒck limitierte Auflage), Agon, 2006, ISBN 3-89784-286-6
  • Jörg Heinisch und Matthias Thoma: Main-Derby in Berlin: Deutsche Meisterschaft 1959, Eintracht Frankfurt gegen Kickers Offenbach, Agon, 1999, ISBN 3-89784-122-3
  • Jörg Heinisch: Helden in Schwarz-Weiß. Eintracht Frankfurt im Vereinspokal, Agon, 2006, ISBN 3-89784-276-9
  • Jörg Heinisch: WĂŒrstchen, Bomber, Fußballzauber. Eintracht Frankfurt in aller Welt, Agon, 2006, ISBN 3-89784-278-5
  • Matthias Thoma und Michael Gabriel: Das Rostock-Trauma: Geschichte einer Fussballkatastrophe, Fuldaer Verlagsanstalt, 2002, ISBN 3-89152-496-X
  • Matthias Thoma: „Wir waren die Juddebube“. Eintracht Frankfurt in der NS-Zeit. Die Werkstatt, 2007, ISBN 978-3-89533-560-0
  • Die Eintracht: Von TiteltrĂ€umen und Triumphen, von Abstiegsangst und Aufstiegslust, Heinrich & Hahn Verlagsgesellschaft, 2006, ISBN 3-86597-002-8
  • Ulrich Matheja: Eintracht Frankfurt, Schlappekicker und HimmelsstĂŒrmer, Die Werkstatt, 1998, ISBN 3-89533-222-4
  • Herbert Neumann: Eintracht Frankfurt – Die Geschichte eines berĂŒhmten Sportvereins, 2. aktualisierte Neuauflage, Droste, DĂŒsseldorf 1977

Weblinks

 Commons: Eintracht Frankfurt â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Referenzen

  1. ↑ http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,479059,00.html
  2. ↑ http://www.eintracht.de/aktuell/27294/
  3. ↑ www.eintracht.de vom 22. MĂ€rz 2011
  4. ↑ www.eintracht.de vom 22. MĂ€rz 2011
  5. ↑ http://www.eintracht.de/aktuell/34498/ „Christoph Daum verlĂ€sst Eintracht Frankfurt“ Website von Eintracht Frankfurt. Abgerufen am 16. Mai 2011
  6. ↑ http://www.eintracht.de/aktuell/34658/ „Es geht um den Erfolg und den Spaß am Fußball!“ Website von Eintracht Frankfurt. Abgerufen am 31. Mai 2011
  7. ↑ Meier rettet Frankfurt Punkt im „Geisterspiel“. Google via AFP, abgerufen am 25. Juli 2011.
  8. ↑ http://www.11freunde.de/ballkultur/109556?page=2
  9. ↑ http://www.fcenergie.de/news/news.php?ID=7131 FC Energie verpflichtet Martin Fenin
  10. ↑ Eintracht Frankfurt U23 >> Bilanz
  11. ↑ http://www.xeucf2009.org/teams
  12. ↑ Zeitschrift DTS, 1975/21 S. 29
  13. ↑ Zeitschrift DTS, 1991/8 S. 19

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen WörterbĂŒchern nach:

  • Eintracht Frankfurt — Saltar a navegaciĂłn, bĂșsqueda Eintracht Frankfurt Nombre completo Eintracht Frankfurt Fußball A.G. Apodo(s) Die Adler (Águilas) FundaciĂłn 8 de marzo de 
   Wikipedia Español

  • Eintracht Frankfurt — Eintracht Francfort Eintracht Frankfurt 
   WikipĂ©dia en Français

  • Eintracht Frankfurt — Football club infobox clubname = Eintracht Frankfurt fullname = Eintracht Frankfurt Fußball e.V. nickname = Die Adler (Eagles), SGE ( Sportgemeinde Eintracht ), Launische Diva (moody diva) founded = 1899 ground = Commerzbank Arena, Frankfurt… 
   Wikipedia

  • Eintracht Frankfurt — 
   ВоĐșĐžĐżĐ”ĐŽĐžŃ

  • Eintracht Frankfurt in Europe — Eintracht Frankfurt played their first very official match in competitive European football on 11 November , 1959. This was a European Cup first round game against BSC Young Boys of Switzerland. The match ended in a 4 1 away victory for the… 
   Wikipedia

  • Eintracht Frankfurt season 2006-07 — Eintracht Frankfurt competed in the Bundesliga, DFB Pokal and UEFA Cup in the 2006 07 season. Transfers 2006 07In:Key: *BL = Bundesliga *GC = German Cup (DFB Pokal) *UC = UEFA Cup match *F = Friendly match *IT = Indoor tournament Sources *… 
   Wikipedia

  • Eintracht Frankfurt season 2007-08 — Eintracht Frankfurt started the 2007 08 season competing in the Bundesliga and the DFB Pokal. Transfers 2007 08In:Key: *BL = Bundesliga *GC = German Cup (DFB Pokal) *F = Friendly match *IT = Indoor tournament Sources * [http://www.eintracht… 
   Wikipedia

  • Eintracht Frankfurt season 2005-06 — Eintracht Frankfurt competed in the German Bundesliga and in the DFB Pokal in season 2005 06. Transfers 2005 06In:Key: *BL = Bundesliga *GC = German Cup (DFB Pokal) *F = Friendly match *IT = Indoor tournament Sources * [http://www.eintracht… 
   Wikipedia

  • Eintracht Frankfurt season 2008-09 — Eintracht Frankfurt will start the 2008 09 season competing in the Bundesliga and the DFB Pokal. Transfers 2008 09In:Key: *BL = Bundesliga *GC = German Cup (DFB Pokal) *F = Friendly match *IT = Indoor tournament Sources * [http://www.eintracht… 
   Wikipedia

  • Eintracht Frankfurt/Platzierungen — Diese Auflistung enthĂ€lt alle Platzierungen von Eintracht Frankfurt seit der Saison 1920/21 sowie die Zuschauerzahlen seit EinfĂŒhrung der Bundesliga 1964/64.[1] Inhaltsverzeichnis 1 Die Platzierungen von Eintracht Frankfurt seit 1920/21 2… 
   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link

 Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.