Eisenh├╝ttenstadt

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Eisenh├╝ttenstadt
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Eisenh├╝ttenstadt
Eisenh├╝ttenstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Eisenh├╝ttenstadt hervorgehoben
52.14514.67277777777842
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
H├Âhe: 42 m ├╝. NN
Fl├Ąche: 63,4 km┬▓
Einwohner:

31.132 (31. Dez. 2010)[1]

Bev├Âlkerungsdichte: 491 Einwohner je km┬▓
Postleitzahl: 15890
Vorwahl: 03364
Kfz-Kennzeichen: LOS
Gemeindeschl├╝ssel: 12 0 67 120
Stadtgliederung: 4 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Zentraler Platz 1
15890 Eisenh├╝ttenstadt
Webpr├Ąsenz: www.eisenhuetten
stadt.de
B├╝rgermeisterin: Dagmar P├╝schel (Die Linke)
Lage der Stadt Eisenh├╝ttenstadt im Landkreis Oder-Spree
Bad Saarow Beeskow Berkenbr├╝ck Briesen Brieskow-Finkenheerd Diensdorf-Radlow Eisenh├╝ttenstadt Erkner Friedland F├╝rstenwalde/Spree Gosen-Neu Zittau Gro├č Lindow Gr├╝nheide Grunow-Dammendorf Jacobsdorf Langewahl Lawitz Madlitz-Wilmersdorf Mixdorf M├╝llrose Nei├čem├╝nde Neuzelle Ragow-Merz Rauen Reichenwalde Rietz-Neuendorf Schlaubetal Sch├Âneiche Siehdichum Spreenhagen Steinh├Âfel Storkow Tauche Vogelsang Wendisch Rietz Wiesenau Woltersdorf Ziltendorf BrandenburgKarte
├ťber dieses Bild

Eisenh├╝ttenstadt ist eine amtsfreie Stadt an der Oder im Bundesland Brandenburg, unmittelbar an der polnischen Grenze. Sie geh├Ârt zum Landkreis Oder-Spree und bildete bis 1993 einen eigenen Stadtkreis. Seitdem hat sie den Status einer Gro├čen kreisangeh├Ârigen Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Eisenh├╝ttenstadt liegt auf einer Talsandterrasse des Warschau-Berliner Urstromtales. Im S├╝den ist es vom H├╝gelland einer Endmor├Ąne, den Diehloer Bergen, begrenzt. In Eisenh├╝ttenstadt m├╝ndet der Oder-Spree-Kanal in die Oder.

Die Stadt liegt etwa 25 km s├╝dlich von Frankfurt (Oder), 25 km n├Ârdlich von Guben und 110 km von Berlin entfernt.

Stadtgliederung

Geschichte

Historischer ├ťberblick

Bereits nach 1251 wurde auf dem heutigen Stadtgebiet im Rahmen der Territorialpolitik des mei├čnischen Markgrafen Heinrichs des Erlauchten die Stadt F├╝rstenberg (Oder) im Verband der Niederlausitz gegr├╝ndet. 1286 ist sie als Civitas und Zollst├Ątte bezeugt. Im 14. Jahrhundert veranlasste Kaiser Karl IV. den Bau einer Stadtmauer. Von 1316 bis 1817 stand die Grundherrschaft mit geringen Unterbrechungen dem Kloster Neuzelle zu. Der in der ersten H├Ąlfte des 14. Jahrhunderts gebildete Rat hatte die Niedergerichte inne, gemeinsam mit dem Abt von Neuzelle auch die Obergerichte.

1635 kam F├╝rstenberg (Oder) mit der Niederlausitz zum Kurf├╝rstentum Sachsen, 1815 fiel es an Preu├čen. Das abseits der Fernstra├če Frankfurt (Oder)ÔÇôGuben an einer wenig bedeutenden Oderf├Ąhre gelegene, aber als Zollst├Ątte wichtige St├Ądtchen, in dem auch Fischerei und Schifffahrt betrieben wurden, hatte 1830 eine Einwohnerzahl von 1.686. Mit dem Bau der Bahn von Frankfurt (Oder) nach Breslau 1846 und im Anschluss an den hier in die Oder m├╝ndenden Oder-Spree-Kanal (1891) begann eine industrielle Entwicklung mit Glash├╝tten, Werften, S├Ąge-, ├ľl- und Getreidem├╝hlen. Die J├╝dische Gemeinde der Stadt nahm 1890 ihren Friedhof in Nutzung, der sp├Ąter von den Nazis zerst├Ârt wurde. Zwischen 1871 und 1900 verdoppelte sich die Bev├Âlkerungszahl auf 5.700, bis 1933 stieg sie auf 7.054. Im Jahre 1925 wurde ein Oderhafen angelegt.

F├╝r die Kriegsvorbereitungen der Nationalsozialisten entstand ein unterirdisches Chemiewerk, in dem w├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges H├Ąftlinge eines Au├čenlagers des KZ Sachsenhausen und Kriegsgefangene des M-Stammlager III B (Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager) Zwangsarbeit verrichteten, bei der Tausende ums Leben kamen. Au├čerdem wurden sie eingesetzt bei der Degussa, im Motorenwerk Borsig, im Kraftwerk an der Oder, im Granitlager, im Forst und beim Stra├čenbau. Am 24. April 1945 besetzten sowjetische Truppen die Stadt. Vor├╝bergehend war F├╝rstenberg (Oder) Garnisonsstadt der sowjetischen Armee.

Auf dem III. Parteitag der SED vom 20. bis 24. Juli 1950 wurde der Beschluss zum Bau des Eisenh├╝ttenkombinats Ost (EKO) und einer sozialistischen Wohnstadt bei F├╝rstenberg (Oder) gefasst.

Eisenh├╝ttenstadt gilt somit als die erste ÔÇ×sozialistische StadtÔÇť der DDR und ist als reine Planstadt entstanden.

Grundsteinlegung im H├╝ttenkombinat Ost durch Minister Selbmann

Am 18. August 1950 erfolgte der symbolische erste Axthieb zum Baubeginn des Eisenh├╝ttenkombinats. Am 1. Januar 1951 legte Minister Fritz Selbmann den Grundstein f├╝r den ersten Hochofen, der am 19. September 1951 den Betrieb aufnahm. Bis 1955 entstanden f├╝nf weitere Hoch├Âfen. Am 1. Februar 1953 wurde die Wohnstadt als selbstst├Ąndiger Stadtkreis aus dem Kreis F├╝rstenberg herausgel├Âst und am 7. Mai 1953 aus Anlass des Todes von Stalin in Stalinstadt umbenannt. Urspr├╝nglich sollte die Stadt zum 70. Todestag von Karl Marx in Karl-Marx-Stadt umbenannt werden.[2] Ende des Jahres 1953 hatte die Stadt 2.400 Einwohner, im Jahre 1960 bereits 24.372. F├╝rstenberg (Oder) wurde 1952 Kreisstadt und hatte 1960 eine Einwohnerzahl von 6.749.

Am 13. November 1961 wurden die St├Ądte F├╝rstenberg (Oder) (mit dem Ortsteil Sch├Ânflie├č) und Stalinstadt zu Eisenh├╝ttenstadt zusammengeschlossen, um im Rahmen der Entstalinisierung den unerw├╝nscht gewordenen Namen zu tilgen. Dabei wurde die Stadt F├╝rstenberg (Oder) aus dem Landkreis F├╝rstenberg herausgel├Âst und der bereits unter dem Namen Stalinstadt bestehenden kreisfreien Stadt zugeschlagen. Eisenh├╝ttenstadt war dann bis zur Bildung des Landkreises Oder-Spree sowohl kreisfreie Stadt als auch Kreisstadt des Kreises Eisenh├╝ttenstadt.

Am 19. September 1986 wurde unter gro├čer politischer Anteilnahme in der Bundesrepublik ein Abkommen ├╝ber die erste deutsch-deutsche St├Ądtepartnerschaft zwischen Saarlouis und Eisenh├╝ttenstadt unterzeichnet.[3]

Mit dem Ausbau des H├╝ttenwerks stieg die Einwohnerzahl bis 1988 auf den historischen H├Âchststand von ├╝ber 53.000. Im Jahre 1993 erfolgte die Eingemeindung des Ortes Diehlo. 1996 wurde die Neue Deichbr├╝cke ├╝ber den Oder-Spree-Kanal wiederaufgebaut. Mit dem Strukturwandel nach der Wiedervereinigung ist die Einwohnerzahl wieder auf etwa 35.000 gefallen, mit weiter fallender Tendenz. Um den Schrumpfungsprozess zu beherrschen, wurde inzwischen ein Stadtumbauprogramm begonnen, das unter anderem den Abriss von 4.500 Wohnungen bis zum Jahre 2010 und der Sanierung von 3.500 bis 4.000 Wohnungen bis zum Jahre 2015 vorsieht.

Name

Der etwas sperrige Name der Stadt hat immer schon dazu animiert, griffigere Bezeichnungen zu kreieren. In der Umgangssprache wird die Stadt oft verk├╝rzt mit ÔÇ×H├╝ttenstadtÔÇť oder ÔÇ×H├╝tteÔÇť bezeichnet. Um die etwas bevorzugte Behandlung der Stadt zu karikieren, wurde die Stadt von der (nicht in Eisenh├╝ttenstadt lebenden) Bev├Âlkerung auch als Schrottgorod bezeichnet.[4] Schrott verballhornte darin das Eisen als ein zur Wiederverwertung anstehendes Material, die Endung -gorod die russische Endung f├╝r -stadt.[5]

Eingemeindungen

Die Gemeinde Diehlo wurde im Jahr 1993 Ortsteil von Eisenh├╝ttenstadt.

Einwohnerentwicklung

Es folgt eine ├ťbersicht mit den Einwohnerzahlen von Eisenh├╝ttenstadt (vor 1961 Stalinstadt) nach dem jeweiligen Gebietsstand (jeweils 31. Dezember). Dabei handelt es sich um amtliche Fortschreibungen der Staatlichen Zentralverwaltung f├╝r Statistik (bis 1989) und des Amtes f├╝r Statistik Berlin-Brandenburg (ab 1990).

Jahr Einwohner
1953 2.400
1955 15.157
1958 19.629
1960 24.372
1961 32.970
1965 38.138
1970 45.410
1975 47.414
1980 48.253
Jahr Einwohner
1985 48.810
1988 53.048
1990 50.216
1995 47.376
2000 41.493
2005 34.818
2007 33.091
2008 32.214
2009 31.689


Politik

Kommunalwahl 2008
Wahlbeteiligung: 42,3 %
 %
40
30
20
10
0
34,83%
27,51%
12,75%
12,56%
5,40%
4,43%
2,51%
n. k.
BVFO Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/K├╝rzel
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2003
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-1,09%
+10,36%
-9,76%
-0,74%
+0,22%
-1,13%
+2,51%
-0,40%
BVFO Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/K├╝rzel
Anmerkungen:
a 2003: PDS
Rathaus in Eisenh├╝ttenstadt, 2005

Stadtrat

Die Stadtverordnetenversammlung (SVV) Eisenh├╝ttenstadt besteht seit der Kommunalwahl am 28. September 2008 aus 33 Ratsfrauen und Ratsherren (Sitzverteilung im Vergleich zu Kommunalwahl am 26. Oktober 2003). Die Wahlbeteiligung lag 2008 bei 42,3 Prozent, 2003 bei 33,7 Prozent.

Die Linke CDU SPD BVFO FDP B90/Gr├╝ne REP Gesamt
2008 12 4 9 4 2 1 1 33
2003 13 8 6 5 2 ÔÇô 2 36

Die Stadtverordneten der von BVFO (B├╝rgervereinigung F├╝rstenberg/Oder) und B├╝ndnis 90/Gr├╝ne bilden dabei eine gemeinsame Fraktion.[6]

B├╝rgermeister

B├╝rgermeister von Stalinstadt bzw. seit 1961 Eisenh├╝ttenstadt:

  • 1953ÔÇô1956 Albert Wettengel
  • 1956ÔÇô1965 Max Richter
  • 1965ÔÇô1969 Siegfried Sommer
  • 1969ÔÇô1985 Werner Viertel
  • 1985ÔÇô1988 Manfred Sader
  • 1988ÔÇô1990 Ottokar Wundersee
  • 1990ÔÇô1993 Wolfgang M├╝ller (CDU)
  • 1993ÔÇô2009 Rainer Werner (SPD)
  • seit Januar 2010 Dagmar P├╝schel (Die Linke)

Wappen

Das Wappen wurde am 31. Januar 1992 genehmigt.

Blasonierung: ÔÇ×In goldenem Feld ├╝ber drei blauen Wellenf├Ąden in Rot rechts ein Hochhaus, links ein Hochofensystem ├╝berh├Âht von dem bandf├Ârmig blauen Teilumriss einer links gewandten Friedenstaube.ÔÇť[7]

Eisenh├╝ttenstadt f├╝hrt seit 1973 ein Wappen, das von Johannes Hansky (1925-2004) entworfen wurde. Im Vordergrund werden ein rotes Hochhaus und daneben ein roter Hochofen dargestellt, die das metallurgische Zentrum symbolisieren. Dar├╝ber schwebt stilisiert eine Friedenstaube. Im Schildfu├č symbolisieren drei blaue Wellen die Lage an der Oder.[8]

St├Ądtepartnerschaften

  • Dimitrowgrad in Bulgarien
  • Drancy in Frankreich
  • Glogau in Polen
  • Saarlouis im Saarland. Diese St├Ądtepartnerschaft wurde 1986 begr├╝ndet und war die erste deutsch-deutsche St├Ądtepartnerschaft.

Kirchliche Einrichtungen

In Stalinstadt waren seitens Walter Ulbricht keine kirchlichen Einrichtungen und insbesondere keine Kircht├╝rme vorgesehen. Die evangelische Friedensgemeinde Eisenh├╝ttenstadt nutzte f├╝r Gottesdienste in Sch├Ânflie├č zun├Ąchst einen Raum in einer Gastst├Ątte. In der Neustadt war zun├Ąchst ein sogenannter Evangeliumswagen, zwischenzeitlich ein Zelt und ab 1952 eine Baracke vorhanden. Das heutige evangelische Kirchengeb├Ąude und Gemeindezentrum in der Neustadt wurde nach 1976 erbaut und geht mit auf den langj├Ąhrigen Einsatz des sp├Ąteren Ehrenb├╝rgers Pfarrer Heinz Br├Ąuer zur├╝ck.[9]

Im Ortsteil F├╝rstenberg wurde die im Krieg stark zerst├Ârte Nikolaikirche provisorisch aufgebaut und nach der Wende grundlegend saniert. Die neuapostolische Gemeinde in Eisenh├╝ttenstadt hat eine Kirche im Stadtteil F├╝rstenberg.

Seit den 1920er Jahren gab es eine baptistische Gemeindearbeit, aus der 1990 die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde als selbstst├Ąndige Gemeinde hervorging.[10]

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Die Liste der Baudenkmale in Eisenh├╝ttenstadt enth├Ąlt die vom Land Brandenburg unter Denkmalschutz stehenden zahlreichen Geb├Ąude der Stadt.

Kultur- und Veranstaltungsorte

Friedrich-Wolf-Theater, 2005
  • Friedrich-Wolf-Theater (benannt nach Friedrich Wolf)
  • St├Ądtisches Museum und Galerie
  • Feuerwehrmuseum
  • Stadtbibliothek
  • Kulturzentrum
  • Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
  • Club Hans Marchwitza
  • Evangelisches Gemeindezentrum Robert-Koch-Str.37
  • Freilichtb├╝hne in den Diehloer Bergen
  • Inselhalle auf dem Inselvorplatz
  • Gro├čgastst├Ątte Aktivist, 1953 erbaut und mittlerweile als Baudenkmal gef├╝hrt.
    Das Geb├Ąude Ôłĺ im neoklassizistischen Zuckerb├Ąckerstil ÔÇô wurde in der Vergangenheit privatisiert und bis August 2010 f├╝r rund f├╝nf Millionen Euro restauriert. Auf einem Teil der bisherigen Fl├Ąche konnte eine neue Gastst├Ątte mit 100 Pl├Ątzen eingeweiht werden. Die verbleibende gr├Â├čere Fl├Ąche wurde in B├╝ror├Ąume umgebaut.[11]

Bauwerke

  • Fl├Ąchendenkmal Wohnstadt des H├╝ttenwerks (Gr├Â├čtes Fl├Ąchendenkmal Deutschlands)
  • Technisches Denkmal Zwillingsschachtschleuse
  • Sowjetisches Ehrenmal am Platz des Gedenkens f├╝r 4109 sowjetische Kriegsgefangene, die dort begraben sind
  • Gedenkanlage auf dem Friedhof des Ortsteils F├╝rstenberg an der Kastanienstra├če f├╝r 101 Kriegsgefangene des Stammlagers
  • Gedenkstein auf dem J├╝dischen Friedhof am Kirchhofweg f├╝r die ermordete F├╝rstenberger j├╝dische Kaufmannsfamilie Fellert
  • Gedenktafel am Geburtshaus des erschossenen j├╝dischen B├╝rgers Siegfried Fellert und seiner Frau Emma in der K├Ânigstra├če 61

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

  • Das Stadtfest (in der Regel am letzten Augustwochenende, 2007 mit 250.000 Besuchern)
  • Das Br├╝ckenfest im Stadtteil F├╝rstenberg/Oder
  • Das Sch├Ânflie├čer Heimatfest im Stadtteil Sch├Ânflie├č
  • Die Tanzwoche f├╝r Amateurt├Ąnzer, professionelles Tanztheater und Solok├╝nstler

Sport

Der Fu├čballverein Eisenh├╝ttenst├Ądter FC Stahl spielt derzeit in der Brandenburg-Liga.

Musik

Vermutlich seiner Sperrigkeit wegen, die zahllose Assoziationen weckt und eines gewissen Rhythmus nicht entbehrt, existieren verschiedene Musiktitel mit dem Namen der Stadt:

  • 2004: Mariachis feat. Ivo Lotion: Eisenh├╝ttenstadt. Single mit vier Versionen. (Reggae)
  • 2004: Der Plan: Die Verschw├Ârung: Eisenh├╝ttenstadt. (Pop)
  • 2004: Dirk Michaelis: Eisenh├╝ttenstadt
  • 2005: Aki Takase, Alex von Schlippenbach & DJ Illvibe: LOK 03: Eisenh├╝ttenstadt. (Jazz)
  • 2006: Theodore Angst: Eisenh├╝ttenstadt. (Rock)

Filme, die in Eisenh├╝ttenstadt gedreht wurden

  • 2007: Lunik - Der Film (Spielfilm, Regie: Gilbert Beronneau)
  • 2006: H├╝ttenstadt (Dokumentarfilm, Regie: Johanna Ickert)
  • 2005: Das Schwalbennest (Fernsehfilm, Regie: Maris Pfeiffer)
  • 1992: Eisenzeit (Dokumentarfilm, Regie: Thomas Heise)
  • 1963: Silvester am Hochofen (Dokumentarfilm, Regie: J├╝rgen B├Âttcher)
  • 1963: Ofenbauer (Dokumentarfilm, Regie: J├╝rgen B├Âttcher)
  • 2007: Monomanie (Thriller, Regie: Maik Richter)
  • 2010: 60 Jahre Stadt und Werk (Dokumentarfilm, Regie: Tilo Sch├Ânherr)

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Am 18. August 1950 gab der Minister f├╝r Industrie der DDR, Fritz Selbmann, mit den ersten Axtschl├Ągen zum F├Ąllen einer Kiefer den Start frei f├╝r den Bau des Eisenh├╝ttenkombinats Ost (EKO).

Die Wirtschaft in Eisenh├╝ttenstadt wird heute von der ArcelorMittal Eisenh├╝ttenstadt GmbH dominiert. ArcelorMittal Eisenh├╝ttenstadt ist ein integriertes H├╝ttenwerk und geh├Ârt zu ArcelorMittal, dem weltweit gr├Â├čten Stahlkonzern. Das aus dem VEB Eisenh├╝ttenkombinat Ost bzw. der EKO Stahl GmbH hervorgegangene Unternehmen ist gegenw├Ąrtig das gr├Â├čte in Brandenburg.

Bis 2009 soll in Eisenh├╝ttenstadt eine Papierfabrik des rheinland-pf├Ąlzischen Unternehmens Prowell zur Herstellung von Wellpappenrohpapier entstehen. Mit einer Jahreskapazit├Ąt von 650.000 Tonnen wird sie die gr├Â├čte ihrer Art in Europa sein.[12] Auch der russische Energiekonzern Gasprom will in Eisenh├╝ttenstadt investieren ÔÇô bis 2010 will der internationale Konzern ein Gaskraftwerk im Stadtgebiet errichten. Dieser Bericht wurde vom brandenburgischen Wirtschaftsministerium best├Ątigt.[13] Insgesamt sollen von 2008 bis 2010 1,5 Mrd. Euro in Eisenh├╝ttenstadt investiert werden. Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgew├Ąhlte zukunftsorientierte Branchen gef├Ârdert.

Medien

In Eisenh├╝ttenstadt erscheint als t├Ągliche Regionalzeitung die M├Ąrkische Oderzeitung mit einem eigenen Lokalteil. Daneben werden die Anzeigenbl├Ątter M├Ąrkischer Markt, M├Ąrkischer Sonntag und Der Oderland-Spiegel herausgegeben.

Au├čerdem wird in der Stadt mit dem Oder-Spree-Fernsehen (OSF) ein lokales Fernsehprogramm produziert, das in Eisenh├╝ttenstadt, Neuzelle und Beeskow ├╝ber Kabel zu empfangen ist.

Verkehr

Busbahnhof 2006

Die Bahnstrecke Frankfurt (Oder)ÔÇôCottbus verl├Ąuft durch Eisenh├╝ttenstadt. ├ťber sie ist die Stadt durch den st├╝ndlich verkehrenden Regionalexpress RE 1 mit Berlin und Magdeburg verbunden.

Die n├Ąchste Autobahn ist die A 12 mit der Auffahrt in Frankfurt (Oder). In der Stadt beginnt die Bundesstra├če 246; sie wird von der B 112 durchquert, die gegenw├Ąrtig zur Oder-Lausitz-Stra├če ausgebaut wird.

Obwohl die Stadt unmittelbar an der polnischen Grenze liegt, befindet sich kein Grenz├╝bergang in unmittelbarer N├Ąhe. Eine Br├╝cke ├╝ber die Oder wurde 1945 gesprengt und bisher nicht wieder aufgebaut. Jedoch befindet sich seit 2003 eine Br├╝cke n├Ârdlich von Eisenh├╝ttenstadt ├╝ber die Oder in Planung. Baubeginn und Fertigstellung sind ungewiss, da sich gegen den Bau Widerstand breit macht. Die n├Ąchsten ├ťberg├Ąnge nach Polen befinden sich in Frankfurt (Oder) und Guben.

Der n├Ąchstgelegene Flughafen ist Berlin-Sch├Ânefeld. Ein Verkehrslandeplatz liegt am Nordwestrand der Stadt im zur Gemeinde Siehdichum geh├Ârenden Pohlitz.

Eisenh├╝ttenstadt liegt an einer Bundeswasserstra├če der Ausbauklasse III, der Oder-Spree-Kanal m├╝ndet hier in die Oder. Auf dem Wasserweg sind die K├╝sten der Nord- und Ostsee sowie viele europ├Ąische Metropolen zu erreichen. Die Stadt verf├╝gt ├╝ber mehrere Binnenh├Ąfen mit Bahnanschluss und Stra├čenanbindung.

Pers├Ânlichkeiten

Ehrenb├╝rger

  • 1993ÔÇô2007 Heinz Br├Ąuer (1916ÔÇô2007), erster Pfarrer von Stalinstadt 1953ÔÇô1983

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

Weitere Pers├Ânlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Johannes Hansky (1925ÔÇô2004), K├╝nstler und Sch├Âpfer des Stadtwappens
  • Rudolf Bahro (1935ÔÇô1997), Regimekritiker und Autor des Buches Die Alternative. Zur Kritik des real existierenden Sozialismus., verbrachte seine Schulzeit in der Stadt
  • Tamara Bunke (1937ÔÇô1967), Mitk├Ąmpferin Che Guevaras in Bolivien, machte hier ihr Abitur
  • Rolf Henrich (*1944), Erstunterzeichner des Gr├╝ndungsaufrufs des Neuen Forums

Literatur

  • Rosmarie Beier (Hrsg.): aufbau west - aufbau ost. Die Planst├Ądte Wolfsburg und Eisenh├╝ttenstadt in der Nachkriegszeit. Wissenschaftlicher Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung. Stuttgart 1997.
  • Andreas Ludwig: Eisenh├╝ttenstadt. Wandel einer industriellen Gr├╝ndungsstadt in f├╝nfzig Jahren, Brandenburger historische Hefte Nr. 14, Potsdam: Landeszentrale f├╝r politische Bildung 2000, ISBN 3-932502-24-8

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ Amt f├╝r Statistik Berlin-Brandenburg: Bev├Âlkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, ├ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. ÔćĹ Mario Frank: Walter Ulbricht. Eine deutsche Biografie, 2000, Siedler-Verlag, ISBN 3-88680-720-7.
  3. ÔćĹ J├Ârg Beuthner: ZeitZeichen Sendung vom 19 September 2011. Die erste deutsch-deutsche St├Ądtepartnerschaft wird zwischen Saarlouis und Eisenh├╝ttenstadt geschlossen. In: ZeitZeichen. Westdeutscher Rundfunk, 19. September 2011, abgerufen am 19. September 2011 (HTML, deutsch, Wenn die Seite gel├Âscht werden sollte, ist ein Manuskript der Sendung auf Anfrage beim WDR zu bekommen .).
  4. ÔćĹ http://www.goethe.de/ges/mol/del/de209088.htm
  5. ÔćĹ J├Ârg Niendorf: Eine Stra├če f├╝r den Missionar. In: Berliner Morgenpost, 9. April 2006
  6. ÔćĹ Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung auf www.ratsinfo-online.net, abgerufen am 24. November 2010
  7. ÔćĹ Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  8. ÔćĹ http://www.ngw.nl/int/dld/e/eisenhut.htm Wappen von Eisenh├╝ttenstadt und Ortsteile
  9. ÔćĹ Heinz Br├Ąuer: Die ersten drei Jahrzehnte der evangelischen Friedenskirchgemeinde Eisenh├╝ttenstadt - Erinnerungen (PDF, 20 MB)
  10. ÔćĹ Vorgeschichte der Evangelisch-Freikirchlichen-Gemeinde Eisenh├╝ttenstadt auf deren Webpr├Ąsenz, aufgerufen am 6. September 2009
  11. ÔćĹ DDR-Gastst├Ątte "Aktivist" in Eisenh├╝ttenstadt restauriert. Kurzinformation in der Berliner Zeitung vom 11./12. September 2010; Seite 33
  12. ÔćĹ MOZ vom 27. Juli 2007
  13. ÔćĹ Gasprom baut Kraftwerk in Eisenh├╝ttenstadt. In: Financial Times Deutschland, 16. Apr. 2007, S. 8

Weblinks

 Commons: Eisenh├╝ttenstadt ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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