Elisabeth II.

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Elisabeth II.
Elisabeth II. (2007)

Elisabeth II. (* 21. April 1926 in Mayfair, London; geboren als HRH (Her Royal Highness) Princess Elizabeth Alexandra Mary of York; zeitweise HRH The Princess Elizabeth bzw. HRH The Princess Elizabeth, Duchess of Edinburgh) aus dem Haus Windsor, √§lteste Tochter von K√∂nig Georg VI. und Elizabeth Bowes-Lyon, ist in Personalunion die K√∂nigin des Vereinigten K√∂nigreichs Gro√übritannien und Nordirland und Staatsoberhaupt der Commonwealth-K√∂nigreiche Antigua und Barbuda, Australien, Bahamas, Barbados, Belize, Grenada, Jamaika, Kanada, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Salomonen, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen und Tuvalu. Sie ist das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche und Fidei Defensor.

Am 6. Februar 1952, dem Todestag ihres Vaters Georg VI., wurde Elizabeth vom Thronfolgerat zur K√∂nigin proklamiert. Ihre offizielle Kr√∂nung fand 16 Monate sp√§ter, am 2. Juni 1953, in der Westminster Abbey statt.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Jugend

Elisabeth II. im Alter von 7 Jahren

Elizabeth wurde im Londoner Haus ihres Gro√üvaters, des Earl of Strathmore, geboren. Ihr Vater war Prinz Albert, Herzog von York, der sp√§ter als K√∂nig Georg VI. den Thron bestieg. Er war der zweit√§lteste Sohn von K√∂nig Georg V. und K√∂nigin Mary. Ihre Mutter war die Herzogin von York, Elizabeth Bowes-Lyon. Diese war die Tochter von Claude George Bowes-Lyon, 14. Earl of Strathmore and Kinghorne und seiner Frau Nina Bowes-Lyon, Countess of Strathmore.

Elizabeth wurde im Musikzimmer des Buckingham Palace vom damaligen Erzbischof von York Cosmo Lang getauft. Ihre Paten waren K√∂nig Georg V. und K√∂nigin Mary, Prinzessin Mary The Princess Royal, der Herzog von Connaught, ihr Gro√üvater, der Earl of Strathmore sowie ihre Tante Lady Mary Elphinstone.

Als Enkeltochter des britischen Monarchen in m√§nnlicher Linie trug Elizabeth den Titel einer Prinzessin mit Anrecht auf die Anrede Ihre K√∂nigliche Hoheit (Her Royal Highness). Ihre f√∂rmliche Anrede war in deutscher Form Ihre k√∂nigliche Hoheit Prinzessin Elisabeth von York. Zum Zeitpunkt ihrer Geburt stand sie an dritter Stelle der Thronfolge, nach ihrem Onkel, dem F√ľrsten von Wales und sp√§teren K√∂nig Eduard VIII. und ihrem Vater. Obwohl ihre Geburt gro√üe √∂ffentliche Aufmerksamkeit erregte, h√§tte niemand vorhersagen k√∂nnen, dass sie einmal K√∂nigin werden w√ľrde. Es wurde davon ausgegangen, dass ihr Onkel, der Prince of Wales, eine standesgem√§√üe Ehe eingehen und selbst Kinder bekommen w√ľrde.

Erziehung

Die junge Prinzessin Elizabeth wurde ebenso wie ihre j√ľngere Schwester Prinzessin Margaret unter der Aufsicht ihrer Mutter zu Hause erzogen und unterrichtet. Ihre Gouvernante war Marion Crawford, die den Spitznamen Crawfie trug. Elizabeth erhielt Unterricht in Geschichte von C.H.K. Marten, dem Schulleiter von Eton. Sie wurde auch in modernen Sprachen unterrichtet. Sie spricht flie√üend Franz√∂sisch, wie sie bei zahlreichen Anl√§ssen unter Beweis gestellt hat. Vom Erzbischof von Canterbury erhielt sie Religionsunterricht. Sie war au√üerdem aktive Pfadfinderin.

Thronfolgerin

Britische Königsfamilie
Badge of the House of Windsor.svg

Nachdem ihr Onkel K√∂nig Eduard VIII. 1936 abgedankt und ihr Vater dessen Nachfolge angetreten hatte, wurde sie zur Heiress Presumptive (‚Äěvoraussichtliche‚Äú Thronfolgerin).

Elizabeth war dreizehn Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Zusammen mit Prinzessin Margaret wurde sie nach Windsor Castle in die Grafschaft Berkshire in Sicherheit gebracht. Es gab Vorschl√§ge, die Prinzessinnen nach Kanada zu schicken, doch ihre Mutter lehnte dies mit den Worten ab: ‚ÄěDie Kinder k√∂nnen unm√∂glich ohne mich gehen, ich w√ľrde nicht ohne den K√∂nig gehen und der K√∂nig wird unter keinen Umst√§nden weggehen.‚Äú Im Jahr 1940 richtete sich die vierzehnj√§hrige Prinzessin Elizabeth in ihrer ersten Radio√ľbertragung an andere Kinder, die evakuiert worden waren.

Militärdienst

1944 √ľberzeugte Prinzessin Elizabeth ihren Vater, ihr zu erlauben, einen eigenen Beitrag zu den Kriegshandlungen zu leisten. Sie schloss sich dem Heimatshilfsdienst ATS (Auxiliary Territorial Service) an, wo sie unter ihrer Dienstnummer No 230873 Second Subaltern Elizabeth Windsor ihren Dienst leistete. Sie machte den F√ľhrerschein und wurde zur Automechanikerin und Kraftfahrerin ausgebildet. Diese Ausbildung war die erste, die sie gemeinsam mit anderen machte. Sie war das erste und bis 2006 einzige weibliche Mitglied der k√∂niglichen Familie, das Milit√§rdienst geleistet hat. Anderen weiblichen Mitgliedern der k√∂niglichen Familie wurden allerdings Ehrenr√§nge im Milit√§r verliehen.

Elizabeth unternahm 1947 ihre erste offizielle Auslandsreise und begleitete ihre Eltern nach S√ľdafrika. An ihrem 21. Geburtstag richtete sie sich in einer Radioansprache an das Britische Commonwealth und das Empire, in der sie versprach, ihr Leben dem Dienst an den Menschen des Commonwealths und des Empires zu widmen.

Heirat und Geburt des Thronfolgers

Elizabeth heiratete am 20. November 1947 den britischen Kriegsmarineoffizier Lieutenant Sir Philip Mountbatten, der vor der Hochzeit zum Duke of Edinburgh ernannt worden war. Er ist ein Cousin dritten Grades von Elizabeth. K√∂nigin Victoria ist ihre gemeinsame Ur-Ur-Gro√ümutter. Sie stammen auch beide von Christian IX. von D√§nemark ab, wobei sie die Ur-Enkelin von Alexandra von D√§nemark ist und der Duke der Enkel von Georg I. von Griechenland. Beide stammen au√üerdem von Herzog Friedrich Eugen von W√ľrttemberg und Friederike Dorothea Sophia von Brandenburg-Schwedt ab. Philip ist √ľber Herzog Ludwig (Louis) von W√ľrttemberg und Olga Konstantinowna Romanowa Ururururenkel des Paares; Elizabeth √ľber Maria von Teck die Ururururenkelin des Paares. Mit der √úbernahme der britischen Staatsb√ľrgerschaft 1947 √§nderte Philip seinen Namen von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Gl√ľcksburg in Mountbatten und verzichtete auf seinen Titel Prinz von Griechenland und D√§nemark.

Nach ihrer Hochzeit wohnten Philip und Elizabeth in Clarence House in London. Am 14. November 1948 brachte Elizabeth ihr erstes Kind zur Welt, Prince Charles of Edinburgh. Mehrere Wochen zuvor war ein k√∂niglicher Letters Patent erteilt worden, der ihren Kindern einen k√∂niglichen und f√ľrstlichen Status verlieh, der ihnen ansonsten nicht zugestanden h√§tte. Sie w√§ren n√§mlich lediglich die Kinder eines Dukes gewesen. Das Paar bekam insgesamt vier Kinder (siehe unten). Da der Name Windsor des k√∂niglichen Hauses erhalten bleiben sollte, wurde 1960 durch die K√∂nigin in einer Erkl√§rung verf√ľgt, dass die Abk√∂mmlinge von Elisabeth II. und Prinz Philip den pers√∂nlichen Familiennamen Mountbatten-Windsor tragen sollten. Dies gilt nicht zwingend f√ľr Mitglieder der k√∂niglichen Familie, die die Titel HRH (His/Her Royal Highness) (Prinzen und Prinzessinnen) f√ľhren sowie die Queen selber, die f√ľr gew√∂hnlich ohne Familiennamen in Erscheinung treten und ihn nur verwenden sollten, wenn es nicht zu umgehen ist, etwa bei Eheschlie√üungen. Diese Verf√ľgung ist nicht auf Dauer bindend und k√∂nnte theoretisch von einem Nachfolger Elizabeths wieder r√ľckg√§ngig gemacht werden.[1]

Die Jahre 1949 bis 1951 verbrachte Elisabeth zeitweilig in Malta, wo Prinz Philip damals stationiert war.[2]

Thronfolge

Gold Sovereign von 1966 mit Elisabeth II.

Die Gesundheit von K√∂nig Georg VI. hatte sich im Jahr 1951 verschlechtert, und Elisabeth vertrat ihn h√§ufig bei √∂ffentlichen Anl√§ssen. Sie besuchte Griechenland und Italien. Im Oktober unternahm sie eine Rundreise in Kanada und besuchte Pr√§sident Harry S. Truman in Washington, D.C. Im Januar 1952 begaben sich Elizabeth und Philip auf eine offizielle Besuchsreise nach Australien und Neuseeland. Bei einer Zwischenstation in Kenia erreichte sie am 6. Februar 1952 die Nachricht vom Tod ihres Vaters, der in der Nacht zuvor an Lungenkrebs gestorben war. In dem Moment, in dem ihr bewusst wurde, dass sie K√∂nigin geworden war, befand sich Elizabeth in einem Baumhaushotel, dem ‚ÄěTreetops‚Äú in Nyeri. Sie war der erste britische Monarch seit dem Act of Union von 1801, der sich im Moment der Thronfolge au√üer Landes befand.

Noch am Todestag des Vaters wurde Elizabeth vom Thronfolgerat als Königin proklamiert. Ihre Krönung fand jedoch erst 16 Monate später am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey statt.

Leben als Königin

Elisabeth II. bei einem Staatsbesuch in Jugoslawien (1972)
Elisabeth II. und Ronald Reagan bei einem Ausritt in Windsor (1982)
Elisabeth II. und Prinz Phillip gemeinsam mit Richard von Weizsäcker während eines Staatsbesuches in Deutschland (1992)
Elisabeth II. mit George W. Bush bei einem Staatsdinner im Weißen Haus (2007)
Elisabeth II. und Prinz Philip bei einem Staatsbesuch in den USA (2007)

Nach der Krönung zogen Elizabeth und Philip in den Buckingham Palace. Andere königliche Wohnsitze sind Windsor Castle, Balmoral Castle in Schottland und Sandringham House in Norfolk.

K√∂nigin Elisabeth ist das am weitesten gereiste Staatsoberhaupt der Geschichte, noch vor dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. Zwischen 1953 und 1954 unternahmen sie und Prinz Philip eine sechsmonatige Weltreise, womit sie zum ersten herrschenden Monarchen wurde, der den Globus umschiffte. Im Oktober 1957 machte sie einen Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten und 1959 eine Kanadareise. Im Jahr 1961 besuchte sie zum ersten Mal Indien und Pakistan. Sie unternahm in den folgenden Jahren zahlreiche Staatsbesuche der meisten europ√§ischen Staaten und auch weltweit. Heute nimmt sie immer noch regelm√§√üig an den Treffen der Regierungschefs des Commonwealth teil.

Zur Zeit ihrer Thronbesteigung war h√§ufig von einem ‚Äěneuen elisabethanischen Zeitalter‚Äú die Rede. Elizabeths Rolle war es, zu einer Zeit Staatsoberhaupt zu sein, in der Gro√übritannien seine wirtschaftliche und politische Machtstellung mit einer wachsenden Zahl anderer unabh√§ngiger Nationen zu teilen begann. Als Nationen sich in den Bereichen Wirtschaft und Bildung entwickelten, kam es in den vergangenen 50 Jahren schrittweise zu einer Umwandlung des Britischen Weltreiches in seinen modernen Nachfolger, das Commonwealth. Elizabeth arbeitete hart daran, die Verbindungen zu den Nachfolgestaaten des britischen Empires aufrechtzuerhalten. In einigen F√§llen, wie zum Beispiel S√ľdafrika, spielte sie eine wichtige Rolle bei der Beibehaltung oder Wiederherstellung der guten Beziehungen.

Ansichten und öffentliche Wahrnehmung

Elizabeth nimmt ihren bei der Kr√∂nung abgelegten Eid sehr ernst. Dies ist ein Grund daf√ľr, weshalb es h√∂chst unwahrscheinlich erscheint, dass sie jemals abdanken wird. Wie ihre Mutter warf sie Edward VIII. zu Lebzeiten vor, er habe seine Pflicht vernachl√§ssigt und dadurch ihren Vater gezwungen, K√∂nig zu werden. Durch diese Anstrengung, so glaubte sie, wurde dessen Leben um mehrere Jahre verk√ľrzt. Sie nutzte den Einfluss ihrer Stellung, um zu verhindern, dass ihre Schwester Prinzessin Margaret 1956 Peter Townsend heiratete, der geschieden war. 1997 geriet die Monarchin in die Kritik, als Prinzessin Diana, die geschiedene Ehefrau ihres Sohnes Charles, t√∂dlich in Paris verungl√ľckte. Die k√∂nigliche Familie unterbrach daraufhin nicht ihren traditionellen Sommerurlaub auf Schloss Balmoral in Schottland und zog sich zur√ľck, anstatt √∂ffentlich Gef√ľhle zu zeigen. In Umfragen gaben 72 % der Briten damals an, dass sich Elizabeth rascher in der √Ėffentlichkeit h√§tte zeigen sollen. Die negative Stimmungslage des britischen Volkes verbesserte sich erst, als sich die K√∂nigin in London zeigte, w√§hrend der Trauerfeier die Union Flag auf dem Buckingham Palace auf Halbmast setzen lie√ü und in einer Fernsehansprache √∂ffentlich zum Thema Stellung nahm. Fast neun Jahre sp√§ter nahm sich der britische Filmregisseur Stephen Frears dieses Zeitabschnitts an und verfilmte ihn unter dem Titel Die Queen.

√úber Jahre weigerte sich Elizabeth, die Beziehung ihres Sohnes Charles mit der geschiedenen Camilla Parker-Bowles anzuerkennen.

Elizabeths politische Ansichten erscheinen weniger eindeutig festgelegt. In der √Ėffentlichkeit hat sie diese niemals kund getan. Sie unterh√§lt h√∂fliche Beziehungen mit Politikern aller Parteien.

Die einzigen √∂ffentlichen Angelegenheiten, in denen Elizabeth ihre Ansichten √§u√üert, sind diejenigen, welche die Einheit ihres K√∂nigreiches betreffen. Sie hat sich f√ľr die fortgesetzte Union Englands und Schottlands ausgesprochen und damit schottische Nationalisten ver√§rgert. Indem sie sich positiv √ľber den Abschluss des Karfreitagsabkommens √ľber die Provinz Nordirland aussprach, rief sie Widerspruch unter den Unionisten der Democratic Unionist Party hervor, die sich dem Abkommen widersetzten. Ian Paisley nannte sie gar einen ‚ÄěPapagei‚Äú Tony Blairs. Obwohl sie sich nicht offen gegen eine Separation Qu√©becs von Kanada ausgesprochen hat, hat sie doch √∂ffentlich die Einheit Kanadas gelobt und ihren Wunsch ge√§u√üert, dass Kanada auch in Zukunft vereint bleiben soll.

Im Jahr 2002 feierte Elizabeth ihr goldenes Thronjubil√§um. In diesem Jahr unternahm sie eine ausgedehnte Reise in Staaten des Commonwealth, wobei sie an zahlreichen Paraden und Konzerten teilnahm. Das Jubil√§umsjahr wurde allerdings vom Tod ihrer Mutter Elizabeth Bowes-Lyon und, wenige Monate zuvor, ihrer Schwester Prinzessin Margaret √ľberschattet. Ende Februar 2003 √ľbertraf ihre 51-j√§hrige Regentschaft diejenige ihrer vier direkten Vorg√§nger, Edward VII., George V., Edward VIII. und George VI., und zwar von allen vier zusammengenommen. Im Fr√ľhjahr 2006 feierte sie ihren 80. Geburtstag (54 Jahre auf dem britischen Thron). Am 20. Dezember 2007 √ľbertraf Elisabeth den 1901 von Victoria aufgestellten Altersrekord der britischen Monarchen von 81 Jahren und 243 Tagen. Sie nimmt jedoch immer noch ihre offiziellen Verpflichtungen wahr: Im Jahr 2006 waren es 425 Termine. Seit dem 5. Januar 2010 wird das Diamond Jubilee, das 60. Thronjubil√§um, f√ľr 2012 geplant. Als H√∂hepunkt werden offizielle Feierlichkeiten f√ľr den 2. bis 5. Juni 2012 angek√ľndigt.[3] Geplante H√∂hepunkte sind eine Schiffsprozession auf der Themse mit 1.000 Booten am 3. Juni[4], einem Gro√ükonzert der BBC am Buckingham Palast am 4. Juni und einem Dankgottesdienst in der St Paul‚Äôs Cathedral am 5. Juni 2012. [5]

Elizabeth ist nach Queen Victoria (63 Jahre und 7 Monate) die am zweitl√§ngsten regierende britische Monarchin.

Vermögen

√úber die Verm√∂gensverh√§ltnisse von Elizabeth werden seit Jahren Spekulationen angestellt, da es dar√ľber keine verl√§sslichen Angaben gibt. Das Forbes Magazine sch√§tzte das Verm√∂gen im Jahre 2010 auf 450 Mio USD.[6] Das letzte Statement aus dem Buckingham Palace stammt aus dem Jahre 1993, damals wurde ein angenommenes Verm√∂gen von 100 Mio ¬£ als ‚Äěweit √ľberzogen‚Äú kommentiert.[7] Die k√∂nigliche Kunstsammlung sowie die Kronjuwelen geh√∂ren einer Stiftung und werden deswegen nicht zum Privatverm√∂gen von Elizabeth gez√§hlt, gleiches gilt f√ľr die Sitze Buckingham Palace und Windsor Castle.[8] Zum Privatverm√∂gen der Queen geh√∂ren aber Anwesen, wie z.B. das Balmoral Castle. Der K√∂nigin stehen zahlreiche Verg√ľtungen zu, so erh√§lt sie u.a. j√§hrlich 7,9 Mio. ¬£ an √∂ffentlichen Geldern, um ihre Pflichten als Head of state of the United Kingdom (Head of State Expenditure) erf√ľllen zu k√∂nnen. Die vorgeschriebenen Zuwendungen des Parlaments von 1,254 Mio. ¬£ j√§hrlich deckt die Queen durch eine ihrer Stiftungen selbst.[9]

Siehe auch: Britische Monarchie ‚Äď Finanzen

Vorfahren

Ahnentafel Elisabeth II. (Vereinigtes Königreich)
Ururgroßeltern

Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819‚Äď1861)
‚ąě 1840
K√∂nigin Victoria (Vereinigtes K√∂nigreich) (1819‚Äď1901)

König
Christian IX. von D√§nemark (1818‚Äď1906)
‚ąě 1842
Prinzessin Louise von Hessen-Kassel (1817‚Äď1898)

Prinz
Alexander von W√ľrttemberg (1804‚Äď1885)
‚ąě 1835
Gr√§fin Claudine Rh√©dey von Kis-Rh√©de (1812‚Äď1841)

Herzog
Adolph Friedrich von Cambridge (1774‚Äď1850)
‚ąě 1818
Prinzessin Auguste von Hessen-Kassel (1797‚Äď1889)


Thomas George Lyon-Bowes, Lord Glamis (1801‚Äď1834)
‚ąě 1820
Charlotte Grimstead (1798‚Äď1881)


Oswald Smith (1794‚Äď1863)
‚ąě 1824
Henrietta Mildred Hodgson


William Henry Cavendish-Bentinck (1774‚Äď1839)
‚ąě 1816
Anne Wellesley (1795‚Äď1875)


Edwyn Burnaby (1799‚Äď1867)
‚ąě 1829
Anne Caroline Salisbury (1806‚Äď1881)

Urgroßeltern

König
Eduard VII. (Vereinigtes K√∂nigreich) (1841‚Äď1910)
‚ąě 1863
Prinzessin Alexandra von D√§nemark (1844‚Äď1925)

Herzog
Franz von Teck (1837‚Äď1900)
‚ąě 1866
Prinzessin Mary Adelaide von Gro√übritannien (1833‚Äď1897)


Claude Bowes-Lyon, 13. Earl of Strathmore and Kinghorne (1824‚Äď1904)
‚ąě 1853
Frances Dora Smith (1833‚Äď1922)

Charles William Frederick Cavendish-Bentinck (1817‚Äď1865)
‚ąě 1859
Caroline Louisa Burnaby (1832‚Äď1918)

Großeltern

K√∂nig Georg V. (Vereinigtes K√∂nigreich) (1865‚Äď1936)
‚ąě 1893
Prinzessin Maria von Teck (1867‚Äď1953)

Claude Bowes-Lyon, 14. Earl of Strathmore and Kinghorne (1855‚Äď1944)
‚ąě 1881
Nina Cecilia Cavendish-Bentinck (1862‚Äď1938)

Eltern

K√∂nig Georg VI. (Vereinigtes K√∂nigreich) (1895‚Äď1952)
‚ąě 1923
Elizabeth Bowes-Lyon (1900‚Äď2002)

Elisabeth II. (Vereinigtes Königreich)

Kinder

Name Titel Geburtsdatum Ehe
Charles Philip Arthur George Prince of Wales 14. November 1948 1. Lady Diana Spencer, sp√§tere F√ľrstin von Wales, Heirat am 29. Juli 1981, Scheidung am 28. August 1996, gestorben am 31. August 1997.
2. Camilla Parker Bowles, Herzogin von Cornwall, Heirat am 9. April 2005.
Anne Elizabeth Alice Louise Princess Royal 15. August 1950 1. Mark Phillips, Captain, Heirat am 14. November 1973, Scheidung am 28. April 1992.
2. Timothy Laurence, Konteradmiral, Heirat am 12. Dezember 1992.
Andrew Albert Christian Edward Duke of York 19. Februar 1960 Sarah Margaret Ferguson, Heirat am 23. Juli 1986, Scheidung am 30. Mai 1996.
Edward Anthony Richard Louis Earl of Wessex 10. März 1964 Sophie Helen Rhys-Jones, Heirat am 19. Juni 1999

Enkelkinder

Name Geburtsdatum Eltern Ehe
Peter Mark Andrew Phillips 15. November 1977 Prinzessin Anne und Mark Phillips Autumn Kelly, Heirat am 17. Mai 2008
Zara Anne Elizabeth Phillips 15. Mai 1981 Prinzessin Anne und Mark Phillips Mike Tindall, Heirat am 30. Juli 2011
Prinz William Arthur Philip Louis von Wales 21. Juni 1982 Prinz Charles und Diana, F√ľrstin von Wales Catherine Middleton, Heirat am 29. April 2011
Prinz Henry Charles Albert David von Wales 15. September 1984 Prinz Charles und Diana, F√ľrstin von Wales
Prinzessin Beatrice Elizabeth Mary von York 8. August 1988 Prinz Andrew und Sarah, Herzogin von York
Prinzessin Eugenie Victoria Helena von York 23. März 1990 Prinz Andrew und Sarah, Herzogin von York
Lady Louise Alice Elizabeth Mary Windsor 8. November 2003 Prinz Edward und Sophie, Countess of Wessex
James Alexander Philip Theo, Viscount Severn 17. Dezember 2007 Prinz Edward und Sophie, Countess of Wessex

Urenkel

Name Geburtsdatum Eltern
Savannah Phillips[10] 29. Dezember 2010 Peter Mark Andrew Phillips und Autumn Kelly

Titulatur

Offizieller Titel der Königin

Ihr voller Titel in ihrem Recht als Königin des Vereinigten Königreiches lautet:

Elizabeth the Second, by the Grace of God, of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and of her other realms and territories Queen, Head of the Commonwealth, Defender of the Faith.
Deutsch: Elisabeth II., von Gottes Gnaden Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und ihrer anderen Länder und Gebiete, Oberhaupt des Commonwealth, Verteidigerin des Glaubens

Als Staatsoberhaupt der einzelnen Commonwealth-K√∂nigreiche f√ľhrt sie jeweils einen eigenen Titel, z. B. K√∂nigin von Kanada oder K√∂nigin von Australien.

Unterschiedliche Titel im Verlauf ihres Lebens

  • Her Royal Highness Princess Elizabeth of York (21. April 1926 ‚Äď 11. Dezember 1936)
  • Her Royal Highness The Princess Elizabeth (11. Dezember 1936 ‚Äď 12. Juni 1947)
  • Her Royal Highness The Princess Elizabeth, CI (12. Juni 1947 ‚Äď 11. November 1947)
  • Her Royal Highness The Princess Elizabeth, LG, CI (11. ‚Äď 20. November 1947)
  • Her Royal Highness The Princess Elizabeth, Duchess of Edinburgh, LG, CI (20. November 1947 ‚Äď 5. M√§rz 1951)
  • Her Royal Highness The Princess Elizabeth, Duchess of Edinburgh, LG, CI, CD (5. M√§rz ‚Äď 4. Dezember 1951)
  • Her Royal Highness The Princess Elizabeth, Duchess of Edinburgh, LG, CI, CD, PC (4. Dezember 1951 ‚Äď 6. Februar 1952)
  • Her Majesty The Queen (seit 6. Februar 1952)

Elisabeth, Königin der Schotten

In Schottland gibt es seit der Thronbesteigung Diskussionen, ob sich die K√∂nigin Elisabeth ‚Äědie Zweite‚Äú nennen darf, obwohl sie die erste K√∂nigin mit dem Namen Elisabeth auf dem schottischen Thron ist. Das h√∂chste schottische Gericht entschied 1953, dass der Act of Union zu diesem Problem keinerlei Angaben macht und dass deshalb das Nummerieren der Throninhaberin (bzw. dem Throninhaber) selbst √ľberlassen bleibt.

Zur k√∂niglichen Er√∂ffnung des (nach einer Volksabstimmung nun wieder eingerichteten) schottischen Parlamentes im Jahre 1999 begr√ľ√üte der Parlamentsvorsitzende die K√∂nigin mit den Worten ‚ÄěElizabeth, Queen of Scots‚Äú. (Der Titel der schottischen Souver√§ne vor der Vereinigung mit England war gew√∂hnlich ‚ÄěKing‚Äú oder ‚ÄěQueen of Scots‚Äú, und nicht ‚Äěof Scotland‚Äú. Auch Maria Stuart, die seinerzeit auf Veranlassung von Elisabeth I. hingerichtet wurde, trug z. B. diesen Titel). Seitdem hat sich im Sprachgebrauch auch bei offiziellen Anl√§ssen ‚ÄěElizabeth, Queen of Scots‚Äú weitgehend gegen√ľber ‚ÄěElisabeth II.‚Äú durchgesetzt, welches allerdings auf offiziellen Dokumenten √ľberwiegt.

Nicht lange nach ihrer Thronbesteigung[11] wurde bekanntgegeben, dass die Nummerierung der britischen Monarchen zuk√ľnftig nach der Z√§hlung (schottisch oder englisch) erfolgen soll, die die gr√∂√üere Zahl vorschreibt. Diese Regel best√§tigt ‚Äď nachtr√§glich angewandt ‚Äď alle verwendeten Z√§hlungen seit der Union von 1707.

K√∂nigin in fr√ľheren Commonwealth-K√∂nigreichen

Neben den heutigen 15 Commonwealth-Königreichen war Elizabeth im Laufe ihres Lebens Königin von 16 weiteren unabhängigen Nationen, die sich jeweils später zu Republiken erklärten. Diese waren:[12]

Insgesamt war Elizabeth damit das Staatsoberhaupt von 32 unabhängigen Ländern (das Vereinigte Königreich mitgezählt), von denen die Hälfte inzwischen die Monarchie abgeschafft haben, während sie in den anderen 16 weiterhin Staatsoberhaupt ist.

Auszeichnungen (Auswahl)

Thronfolge

Die britische Thronfolge sieht vor, dass die S√∂hne in Reihenfolge ihrer Geburt vor den T√∂chtern ein Anrecht auf den Thron haben. Somit liegen in der Rangfolge der Erben Princess Royal Anne und ihre Kinder hinter Annes j√ľngeren Br√ľdern Andrew und Edward und deren Kindern.

Rang in der
Thronfolge
Name
1 Prinz Charles, F√ľrst von Wales
2 Prinz William von Wales, Herzog von Cambridge
3 Prinz Henry von Wales
4 Prinz Andrew, Herzog von York
5 Prinzessin Beatrice von York
6 Prinzessin Eugenie von York
7 Prinz Edward, Earl of Wessex
8 James, Viscount Severn
9 Lady Louise Windsor
10 Prinzessin Anne, The Princess Royal
11 Peter Phillips
12 Savannah Phillips
13 Zara Phillips

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ √úber den Familiennamen Windsor bzw. Mountbatten-Windsor auf der offiziellen Seite der Britischen Monarchie
  2. ‚ÜĎ Die Queen wird 80, www.quod-est-dicendum.de
  3. ‚ÜĎ diamond jubilee. Department for Culture Media and Sport, abgerufen am 6. Mai 2010 (englisch).
  4. ‚ÜĎ [1]
  5. ‚ÜĎ www.royal.gov.uk Ank√ľndigung des Jubil√§ums Wochenende (Abgerufen am 31. Juli 2011)
  6. ‚ÜĎ Forbes Liste der reichsten Monarchen
  7. ‚ÜĎ Lord Chamberlain, Zitat Lord Airlie, S. 225 und Pimlott, S. 561
  8. ‚ÜĎ Residenzen der Royal Family
  9. ‚ÜĎ Ver√∂ffentlichung √ľber die Finanzen
  10. ‚ÜĎ http://de.news.yahoo.com/2/20101230/ten-queen-elizabeth-ii-zum-ersten-mal-ur-1dc2b55.html
  11. ‚ÜĎ Winston Churchill: House of Commons Official Report. cols 199‚Äď201, 15. April 1953
  12. ‚ÜĎ englische Wikipedia: ‚ÄěFormer Commonwealth Realms‚Äú
  13. ‚ÜĎ Britain wanted limited restoration of royal family's honors. In: Japan Policy & Politics. 7. Januar 2002 (Volltext).

Literatur

  • Marita A. Panzer: Englands K√∂niginnen. Piper 2006
  • Helmut Maria Glogger: Das geheime Leben der Windsors. Knaur 2006

Filme

Weblinks

 Commons: Elizabeth II. (Commonwealth) ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Elizabeth II. (Commonwealth) ‚Äď in den Nachrichten
Vorgänger Amt Nachfolger
Georg VI. Königin des Vereinigten Königreiches
seit 1952
‚ÄĒ
Königin von Pakistan
1952‚Äď1956
Islamische Republik Pakistan

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