AirBus

ÔĽŅ
AirBus
AIRBUS S. A. S. / Airbus Deutschland GmbH
Logo
Unternehmensform Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Airbus Deutschland), Société par Actions Simplifiée (Airbus Frankreich)
Gr√ľndung 1970 als Airbus Industrie (GIE)
Unternehmenssitz Airbus Deutschland GmbH Hamburg-Finkenwerder, Deutschland

AIRBUS S.A.S. Toulouse, Frankreich

Unternehmensleitung

Thomas Enders (Vorstandsvorsitzender)

Mitarbeiter ca. 57.000[1]
Umsatz 25,2 Mrd. EUR (2006)[2]
Produkte

Flugzeuge

Website

www.airbus.com

Airbus S. A. S. ist eine Tochtergesellschaft der EADS und der gr√∂√üte europ√§ische Flugzeughersteller. Sein Hauptsitz befindet sich in Toulouse, Frankreich. Montagewerke stehen in Frankreich, Deutschland, Spanien und Gro√übritannien. Airbus erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro[2] und besch√§ftigt derzeit rund 57.000 Mitarbeiter[1]. Neben dem US-amerikanischen Unternehmen Boeing ist Airbus einer der gr√∂√üten Hersteller f√ľr Passagierflugzeuge weltweit. Zusammen bilden die beiden Unternehmen derzeit das Duopol f√ľr Gro√üraumflugzeuge.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gr√ľndung

Im Vorfeld der Gr√ľndung von Airbus wurde 1965 auf deutscher Seite die ‚ÄěArbeitsgemeinschaft Airbus‚Äú f√ľr Konzeptstudien von den Firmen ATG Siebelwerke, B√∂lkow GmbH, Dornier-Werke, Flugzeug-Union S√ľd, Hamburger Flugzeugbau (HFB), Messerschmitt AG und Vereinigte Flugtechnische Werke (VFW) gegr√ľndet. Zu etwa der gleichen Zeit fusionierten Messerschmitt, B√∂lkow und die HFB zu MBB. Fokker fusionierte mit VFW zu Fokker-VFW. Die nicht fusionswilligen Firmen schieden aus dem deutschen Konsortium der sp√§teren Airbus aus. Ziel der aus der Fusion hervorgegangenen Gesellschaft war, konkurrenzf√§hige Passagierflugzeuge zu den US-amerikanischen Herstellern Boeing und McDonnell Douglas auf den Markt zu bringen. Wegen des hohen Bedarfs an Kapital und Wissen w√§re dies den europ√§ischen Flugzeugherstellern einzeln niemals m√∂glich gewesen.

Im gleichen Jahr, 1965, fanden die ersten Gespr√§che zwischen der deutschen Deutsche Airbus GmbH ‚Äď ein deutsches Konsortium aus MBB (60%), Dornier (20%) und Fokker-Vereinigte Flugtechnische Werke (Fokker-VFW) (20%), der franz√∂sischen Aerospatiale (durch Fusion der staatlichen Nord Aviation und Sud Aviation entstanden) und der englischen Hawker Siddeley Aviation (sp√§ter Teil von British Aerospace) statt. 1967 wurde einer der Gr√ľnderv√§ter von Airbus, der Ingenieur und Flugpionier Felix Kracht, Gesch√§ftsf√ľhrer der Deutschen Airbus GmbH.

Am 18. Dezember 1970 wurde die ‚ÄěAirbus Industrie‚Äú in der Gesellschaftsform einer ‚ÄěGroupement d'int√©r√™ts √©conomiques‚Äú (GIE = wirtschaftliche Interessengemeinschaft) von den Gr√ľndungsmitgliedern der staatlichen franz√∂sischen ‚ÄěA√©rospatiale‚Äú und durch die Deutsche Airbus gegr√ľndet. Erster Produktionsdirektor und Technischer Leiter war von 1970 bis 1981 Felix Kracht.

Die spanische CASA trat Airbus 1971 bei, British Aerospace folgte 1979. Welchen Stellenwert Airbus bereits in den Gr√ľnderjahren hatte, zeigte besonders die Beteiligung von British Aerospace: Das Unternehmen beziehungsweise seine Vorg√§ngerfirma Hawker Siddeley Aviation arbeitete bereits von Anfang an als Unterauftragnehmer und Fl√ľgelproduzent, jedoch auf eigenes Risiko und ohne offizielle Beteiligung der britischen Regierung, an Airbus mit.

Airbus-Transportflugzeug in Hamburg (Beluga)

Die deutschen Gr√ľndungsmitglieder wurden im Laufe der Zeit von Daimler-Benz aufgekauft und in der DASA fusioniert. Bis zum Jahr 2000 hielten A√©rospatiale und die DASA je 37,9¬†Prozent an Airbus, British Aerospace 20¬†Prozent und CASA 4,2¬†Prozent.

Erfolgreiche Jahre

Die eher lose Allianz der Konsortiumsfirmen √§nderte sich 2000, als sich ‚Äď mit Ausnahme von British Aerospace ‚Äď alle Teilnehmer zur European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) mit Sitz in den Niederlanden zusammenschlossen. Airbus selbst wurde 2001 wiederum in eine eigenst√§ndige Gesellschaft franz√∂sischen Rechts umgewandelt, die Airbus S.A.S. mit Firmensitz in Toulouse-Blagnac. Diese Gesellschaft geh√∂rte zu 80¬†Prozent der EADS und zu 20¬†Prozent der BAE Systems und trug deshalb den Zusatztitel an EADS joint venture with BAE Systems.

Im Jahr 2001 gingen bei Airbus erstmals mehr Flugzeugbestellungen ein, als bei seinem Hauptkonkurrenten Boeing. Airbus wurde damit zum Weltmarktf√ľhrer der Branche und verteidigte diese Position auch in den folgenden Jahren erfolgreich. Am 9. September 2005 konnte Airbus das 4.000. Flugzeug ausliefern, eine moderne A330-300 f√ľr die Deutsche Lufthansa. Ende 2005 wurde angek√ľndigt, bereits ab 2008 auch Flugzeuge au√üerhalb von Europa herzustellen. Dazu werden bis dahin sieben Milliarden Euro in Tianjin (China) investiert, um ein Werk zu errichten, in dem monatlich anfangs vier A320 gebaut werden sollen.

Krise und Sanierung

Nachdem Mitte der 1990er Jahre der schwache Dollarkurs zu erheblichen Umsatzeinbr√ľchen bei Airbus f√ľhrte, wurde das Sanierungsprogramm Dolores (Dollar Low Rescue) beschlossen, in dessen Verlauf eine erhebliche Zahl von Arbeitspl√§tzen insbesondere in Deutschland abgebaut wurde.

Im Jahr 2006 entwickelte sich aus einem scheinbar eher kleinen Anfangsproblem eine konzernweite Krise. A380-Sektionen verlie√üen das Hamburger Werk mit zu kurzen Kabeln, weshalb es zun√§chst zu einer Lieferverz√∂gerung kam. Der Fehler jedoch f√ľhrte zu handfesten Diskussionen; Toulouse warf Hamburg fehlerhafte Produktion vor, Hamburg warf Toulouse vor, fehlerhafte Vorgaben gemacht zu haben. Die verschobene Auslieferung der A380 zog Umsatz- und Gewinneinbu√üen nach sich und der Aktienkurs des Mutterkonzerns EADS brach vor√ľbergehend ein. Im Jahr 2006 gingen au√üerdem bei Boeing etwa ein F√ľnftel mehr Bestellungen ein.

Netto-Bestellungen von Flugzeugen (zwischen 2002 und 2007) von Airbus und Boeing.

Die Airbus-F√ľhrung verk√ľndete zun√§chst geplante Kosteneinsparungen in Milliardenh√∂he. Im Herbst 2006 stand nicht nur die gesamte A380-Fertigungskette auf dem Pr√ľfstand, auch dem Management wird mittlerweile vorgeworfen, schon seit Jahren zur A380 nur Erfolgsmeldungen gewollt und Warnungen ignoriert zu haben. Der Erfolgszwang lie√ü sich √ľber die Jahre auch an steigenden Mitarbeiterzahlen erkennen. Um gr√∂√üere Planungssicherheit zu erlangen, wurde im September 2006 jedoch vom kurzzeitig amtierenden Airbus-Chef Christian Streiff ein kompletter Einstellungsstopp verh√§ngt. Der branchenfremde Christian Streiff entwickelte daraufhin den ersten Vorschlag f√ľr das Sanierungsprogramm Power 8, scheiterte jedoch schlie√ülich an den verkrusteten Strukturen bei Airbus und dem F√ľhrungsanspruch der EADS-CEOs nach dem Kauf des Airbusanteiles von BAE Systems. Negative Auswirkungen der Probleme in der Fertigung der A380 zeigten sich auch, als der Logistikkonzern FedEx seine Bestellung von zehn Maschinen der Frachtversion A380F aufk√ľndigte und statt dessen ein Konkurrenzmodell kaufte. Daraufhin wurde die Entwicklung und Markteinf√ľhrung der A380F um mehrere Jahre verschoben, um die frei werdenden Kapazit√§ten f√ľr die Probleml√∂sung der Passagierversion nutzen zu k√∂nnen.

2006 verkaufte BAE Systems seinen Airbus-Anteil an EADS, um sein R√ľstungsgesch√§ft in den USA verst√§rken zu k√∂nnen. Am 6. September 2006 √ľbernahm EADS die Anteile f√ľr 2,75 Milliarden Euro. Der Zusatztitel wurde daraufhin in Airbus an EADS Company ge√§ndert.

Im Januar 2007 k√ľndigte das Airbus-Management unter F√ľhrung von Louis Gallois die Verwirklichung des nun modifizierten Einsparungsprogrammes 'Power 8' an, das die Mindereinnahmen aus den verschobenen A380-Auslieferungen kompensieren sowie die Finanzierung des A350-Programms sicherstellen soll. Neben Werksverk√§ufen sollen auch Arbeitspl√§tze wegfallen. Nachdem bekannt wurde, dass zwischen 8.000 und 15.000 Arbeitspl√§tze gestrichen werden sollen, gab es vor den deutschen Werken am 2. Februar 2007 erste gewerkschaftlich organisierte Protestkundgebungen, an denen neben mehreren tausend Werkern auch Politiker teilnahmen. Hintergrund war die Bef√ľrchtung, dass der geplante Arbeitsplatzabbau einseitig zu Lasten der deutschen Standorte ginge. Eine f√ľr den 20. Februar angek√ľndigte Erkl√§rung zu den konkreten Pl√§nen des Power 8 wurde am 19. Februar von Louis Gallois unbefristet verschoben. Hintergrund hier war die politische Einmischung in den deutsch-franz√∂sischen Unternehmenskonflikt.

Ende Februar 2007 genehmigte der Verwaltungsrat den Sanierungsplan Power 8: Demnach wurden der Abbau von bis zu einem F√ľnftel der 55.000 Arbeitspl√§tze und der Verkauf von Werken (Projekt Zephyr) in Nordenham, Varel, Augsburg und Laupheim beschlossen. Abgesehen von Laupheim soll dort auch nach dem Verkauf eine Produktion von Airbus-Teilen stattfinden. Im Werk Hamburg-Finkenwerder sollen √ľber 1.000 Arbeitspl√§tze wegfallen. Auch zwei Werke in Frankreich und eines in Gro√übritannien sollen verkauft werden.[3][4] Nach Bekanntwerden der Pl√§ne legten die Besch√§ftigten des Werkes im nordfranz√∂sischen M√©aulte spontan ihre Arbeit nieder.[5]

Als eine Folge der Airbus-Krise wurde am 16. Juli 2007 durch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und den franz√∂sischen Pr√§sidenten Nicolas Sarkozy beschlossen, die Doppelspitze bei der EADS Ende 2007 abzuschaffen; erster alleiniger Konzernchef wird Louis Gallois, w√§hrend Thomas Enders die F√ľhrung von Airbus √ľbernimmt. Um trotzdem die ausgewogene Verteilung der Gewalten zu garantieren, wird der Deutsche R√ľdiger Grube dem Verwaltungsrat der EADS vorsitzen.[6]

Nachdem ein Verkauf der vier deutschen Airbuswerke offenbar gescheitert war, gab der Airbus Konzern am 2.September 2008 bekannt, diese zur Premium Aerotech GmbH mit ca. 5.500 Mitarbeitern und Sitz in Augsburg zusammenlegen zu wollen.[7]

Produktion

Werke und Produktionsstätten

Transportiert die Rumpfteile der A380: Ville de Bordeaux

Die einzelnen Standorte von Airbus sind zum Teil historisch begr√ľndet. Dabei richtet sich die Arbeitsverteilung nach den nationalen Besitz-Anteilen an Airbus, die sich dann wieder auf Frankreich, Deutschland, Spanien und das Vereinigte K√∂nigreich verteilen.

Es werden aber auch neue Standorte gegr√ľndet. Im Tausch gegen gro√üe Flugzeugorders werden ebenfalls Arbeitspl√§tze in anderen Staaten geschaffen. Beispielsweise soll in China, vermutlich als Joint Venture mit einem lokalen Unternehmen, eine Endmontagelinie f√ľr die A320-Familie entstehen. Die einzelnen Airbus-Standorte haben sich auf bestimmte Teilgebiete spezialisiert, so findet etwa die Endfertigung aller Tragfl√§chen in Broughton statt. Eine schnelle Schlie√üung der britischen Werke ist daher nach einem Verkauf des 20-prozentigen Anteils der BAE Systems an EADS nicht zu erwarten.

Deutschland

Bremen

Bremen ist mit 3.000 Besch√§ftigten der zweitgr√∂√üte Airbus-Standort in Deutschland. Das Werk ist urspr√ľnglich am 24. Oktober 1923 als Bremer Flugzeugbau AG gegr√ľndet worden. Am 1. Januar 1924 wurde es dann in die Focke-Wulf-Flugzeugbau AG umbenannt. 1961 kam es zur Fusion der Focke-Wulf-Flugzeugbau AG und der Weserflug zu den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW). Das Werk liegt direkt am Flughafen Bremen und in N√§he zur Weser. Bremen ist traditionell Entwicklungs- und Fertigungsstandort. Im Werk werden u.a. die Landeklappen der verschiedenen Flugzeuge hergestellt, gepr√ľft und entwickelt. Im Engineering-Bereich werden u.a. Festigkeitsuntersuchungen und Str√∂mungssimulationen durchgef√ľhrt.

Hamburg
Werksgelände Hamburg-Finkenwerder (östlicher Teil)
Weitere Bilder: 3, Finkenwerder liegt auf dem Gel√§nde der 1936 gegr√ľndeten Hamburger Flugzeugbau (speziell f√ľr den Bau von Wasserflugzeugen gegr√ľndet - da Finkenwerder eine Halbinsel ist) und besitzt einen eigenen Werksflughafen. Um neue Produktionshallen f√ľr den Airbus A380 zu errichten, wurde ein Teil des ehemals f√ľr den Bau von Wasserflugzeugen vergr√∂√üerten M√ľhlenberger Loch wieder zugesch√ľttet.[8] Der Standort war umstritten. Kritiker monierten, dass sich das Areal schlecht f√ľr Erweiterungen des Werkes eigne, schlecht zu erreichen und auch nicht sicher vor Sturmfluten sei (siehe Sturmflut 1962). Die Entscheidung f√ľr die Halbinsel Finkenwerder sei politisch motiviert gewesen. Airbus besch√§ftigte in Finkenwerder im Jahr 2000 7.628 Mitarbeiter und im Jahr 2006 11.449 Mitarbeiter. In Hamburg findet in zwei Fertigungsendlinien die Endmontage f√ľr die A318, A319 und A321 statt. Wegen gro√üer Nachfrage wird seit M√§rz 2008 die A320 in einer dritten Fertigungsendlinie auch in Hamburg endmontiert.[9] Bei der A380 wird in Hamburg die Sektionsmontage mehrerer Rumpfsektionen sowie die Kabinenausstattung und Lackierung durchgef√ľhrt.[10]

Weitere Standorte befinden sich in Stade und Buxtehude.

Das ehemalige Airbuswerk in Laupheim wurde im Oktober 2008 im Rahmen des Sparprogramms "Power 8" an die Firma Diehl Aerospace GmbH verkauft. Die ehemaligen Airbuswerke Nordenham und Varel wurden am 1. Januar 2009 ebenfalls im Rahmen des Sparprogramms "Power 8" in der Premium AEROTEC GmbH zusammengefasst und als EADS-Tochtergesellschaft ausgegliedert.

Frankreich

Toulouse
Werksgelände St. Martin

In Toulouse befindet sich der größte der Airbus-Standorte. Dabei handelt es sich sowohl um den administrativen Hauptsitz (Central Entity), als auch mehrere Airbus-Werke. Die Werksgelände teilen sich im Wesentlichen in St. Martin du touch, Clement Ader und J.L. Lagardère auf. Diese liegen direkt um den Flughafen Toulouse-Blagnac verteilt.

In Toulouse werden auf mehreren Fertigungslinien die A320, A330, A340 und A380 endmontiert, bis 2007 gehörten auch die A300 und A310 dazu.

Airbuswerk in Nantes

Weitere Standorte in Frankreich: Nantes, Méaulte, Saint-Nazaire

Spanien

Sevilla

In Sevilla wird die Endmontage f√ľr die A400M stattfinden.

Weitere Standorte in Spanien: Getafe, Illescas, Puerto Real

Vereinigtes Königreich

In Großbritannien werden die Tragflächen entwickelt und hergestellt. Standorte befinden sich in Filton und Broughton. Im September 2008 wurde ein Teil des Filtoner Werks an das britische Luftfahrtunternehmen GKN im Zuge des Sparprogramms Power8 verkauft.[11] [12]

Weltweit

F√ľr eine schnelle Reaktionszeit und einen engen Kontakt zu Kunden unterh√§lt Airbus weltweit Ersatzteilzentren und Kundenb√ľros. Es gibt aber auch Entwicklungszentren in Peking/China, Moskau/Russland und Mobile/USA. Neben Toulouse und Hamburg wurde eine weitere Endmontagelinie f√ľr Flugzeuge der A320-Familie in Tianjin/China aufgebaut.

Mitarbeiter und Management

Airbus besch√§ftigt weltweit 57.000 Mitarbeiter mit einem Durchschnittsalter von 41 Jahren. Davon arbeiten rund 36¬†Prozent in der Flugzeugproduktion, 11,5¬†Prozent in der Flugzeugentwicklung, 6,3¬†Prozent in der Kundenbetreuung und 52¬†Prozent in sogenannten ‚ÄěCentres of Excellence‚Äú, die wie eine Firma in der Firma an bestimmten Flugzeugteilen wie Kabinenausstattung, Fl√ľgel, Rumpf, Elektrik und Seitenruder arbeiten. In diesen ‚ÄěCentres of Excellence‚Äú gibt es wiederum einen Anteil an Produktion, Entwicklung und Service.

Der jetzige EADS-Chef ist Louis Gallois[13], Airbus wird vom Deutschen Thomas Enders gef√ľhrt.[14]

√úbersicht
Airbus-Werk oder -Standort Land Mitarbeiter
31. Dez. 2002
Mitarbeiter
31. Dez. 2003
Mitarbeiter
31. Dez. 2004
Mitarbeiter
31. Dez. 2005
Mitarbeiter
31. Dez. 2006
Mitarbeiter
31. Dez. 2007
Broughton (GB) 3.844 4.309 5.165 5.129 5.031 4.882
Filton (GB) 4.269 4.379 4.503 4.562 4.642 4.409
Summe Großbritannien 8.113 8.688 9.668 9.691 9.673 9.291
Toulouse (F) 9.773 10.311 10.686 11.459 12.021 11.805
Blagnac Zentrale Verwaltung (F) 3.322 3.822 3.994 4.446 4.971 4.962
Saint-Nazaire (F) 2.245 2.227 2.271 2.321 2.387 2.308
Nantes (F) 1.863 1.869 1.903 1.952 1.996 1.959
Méaulte (F) 1.098 1.129 1.175 1.230 1.288 1.274
Summe Frankreich 18.301 19.358 20.029 21.408 22.663 22.308
Hamburg-Finkenwerder (D) 9.683 9.459 9.746 10.616 11.449 11.477
Bremen (D) 2.966 3.051 3.072 3.115 3.330 3.372
Nordenham (D) 2.096 2.106 2.122 2.112 2.086 2.072
Stade (D) 1.277 1.416 1.450 1.512 1.586 1.567
Varel (D) 1.168 1.172 1.166 1.168 1.191 1.146
Laupheim (bis 30.09.2008) (D) 738 909 1.015 1.093 1.116 1.099
Buxtehude (D) 283 310 335 352 385 372
Summe Deutschland 18.211 18.423 18.906 19.968 21.143 21.105
Getafe (E) 1.921 1.811 1.956 2.056 1.979 1.870
C√°diz Puerto Real (E) 455 483 497 513 448 478
Illescas (E) 432 471 494 505 444
Sevilla (E) k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Summe Spanien - - - 3.063 2.932 2.792
Washington, D.C. (USA) k.A. 165+ k.A. k.A. 422 400
Wichita (Kansas) (USA) 100 140 k.A. 97 k.A. k.A.
Miami Springs (USA) k.A. 100 k.A. k.A. k.A. k.A.
Summe Vereinigte Staaten - - - 398 422 400
Moskau (RUS) k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A.
Summe Russland - - - 140 k.A. k.A.
Peking (PRC) k.A. 100+ k.A. k.A. 150 169
Tianjin (PRC) nicht vorhanden nicht vorhanden nicht vorhanden nicht vorhanden k.A. k.A.
Summe China - - - 136 150 169
Summe 46.415 49.700 51.959 54.804 56.966 56.029

Flugzeugmodelle

Zivilflugzeuge

A300/A310-Familie

Die erste Entwicklung von Airbus war die A300, ein Gro√üraumflugzeug f√ľr Kurz- und Mittelstrecken, dessen Jungfernflug 1972 war. Die A300 war damals das einzige Produkt von Airbus und wird teilweise auch heute noch als ‚Äěder Airbus‚Äú bezeichnet, was zu Verwirrungen f√ľhren kann, da inzwischen viele Airbus-Produkte auf dem Markt sind.

Eine k√ľrzere Variante der A300 mit dem Namen A310 und einer etwas gr√∂√üeren Reichweite hatte 1982 ihren Erstflug. Die gr√∂√üte Neuerung an diesem Typ war die neue Tragfl√§che mit superkritischem Profil und ein neues 2-Mann-Cockpit mit teilweiser Bildschirmtechnologie, welches dann auch bei den A300-600-Modellen verwendet wurde. Die Produktion der Widebody-Baureihen A300/A310 wurde im Juli 2007 eingestellt, die letzte Auslieferung war eine A300F4-600R f√ľr FedEx am 12. Juli 2007. Airbus hat insgesamt 561 A300 und 255 A310 ausgeliefert, insgesamt 816 Flugzeuge der A300/310-Familie.

A320-Familie

In den 1980ern wurde das Kurzstreckenflugzeug A320 mit kleinem Rumpfdurchmesser (Single-Aisle) eingef√ľhrt. Die A320 steht vornehmlich im Wettbewerb mit der Boeing 737 Next Generation.

Die A320 war das weltweite erste in Serie gebaute Zivilflugzeug, das √ľber digitales Fly-by-Wire gesteuert wird.[15] Steuerungsbefehle werden dabei nicht mehr mechanisch per Draht an die Steuerklappen weitergegeben, sondern elektronisch √ľber einen Datenbus √ľbertragen. Die Concorde setzte zwar bereits im Jahr 1969 Fly-by-Wire ein, hierbei handelte es sich jedoch um eine analoge elektrische √úbertragung, die durch ein mechanisches Backup-System abgesichert wurde.[15]

Auch aus der A320 wurden in den folgenden Jahren weitere verschieden gro√üe Derivate entwickelt: Die A319 als k√ľrzere Variante und die A321 als l√§ngere Variante. Als kleinstes Mitglied der Familie wurde die A318 entwickelt, die gegen√ľber der A320 einen um sechs Meter verk√ľrzten Rumpf hat und die letzte L√ľcke im unteren Bereich der Airbus-Familie schlie√üt. Im Gegenzug wurde durch die Gewichtsersparnis die Reichweite vergr√∂√üert. Auf Basis der A319 entwickelte Airbus zwei weitere Modelle, den Corporate Jetliner (ACJ), und die A319LR. Beide Flugzeuge verf√ľgen √ľber zus√§tzliche Tanks und haben so eine Reichweite von mehr als 8000¬†Kilometer. J√ľngstes Modell dieser VIP-Familie ist die A318 Elite, die auf der Werft der Lufthansa Technik in Hamburg mit VIP-Innenausstattungen versehen wird. Die A320-Familie wird fr√ľhestens ab Mitte des n√§chsten Jahrzehnts (2013+) durch einen neu entwickelten Airbus-A320-Nachfolger abgel√∂st werden.

A330/A340-Familie

In den 1990ern wurden f√ľr den Interkontinentalverkehr die Modelle A330 (zweistrahlig) und A340 (vierstrahlig) eingef√ľhrt. Beide werden ebenfalls √ľber Fly-by-Wire gesteuert und sind auf hohe Wirtschaftlichkeit ausgelegt. Die A330 und A340 haben den Rumpfdurchmesser der A300/A310. Die beiden Entw√ľrfe sind sehr √§hnlich und wurden von Grund auf parallel entwickelt um maximale Synergieeffekte zu erzielen. W√§hrend die A340 f√ľr Ultralangstreckenfl√ľge geplant wurde, stellt die A330 aufgrund ihrer zweistrahligen Ausf√ľhrung die treibstoffsparendere Variante mit geringerer Reichweite dar. Die Inneneinrichtungen (nach Bed√ľrfnissen der Airline variierend) und das Cockpitdesign sind in beiden Typen weitgehend gleich. Die A340-500 ist nach der Boeing 777-200LR das Passagierflugzeug mit der gr√∂√üten Reichweite. In der Dreiklassenbestuhlung k√∂nnen dabei bis zu 313 Passagiere bef√∂rdert werden.

A350

Zeichnung eines Airbus A350

Mit dem Airbus A350 XWB reagiert Airbus auf die sehr erfolgreichen Langstreckenmodelle Boeing 787 und Boeing 777 mit 210 bis 365 Sitzpl√§tzen. Sie soll die bisherigen Langstreckenmodelle bei Airbus ‚Äď A330 und A340 ‚Äď ersetzen. Die Erstauslieferung der A350 XWB soll im Jahr 2013 erfolgen.

Die urspr√ľnglich geplante und inzwischen verworfene erste Version der A350 sollte als Ableitung der A330 entwickelt werden. Auf der Farnborough International Airshow k√ľndigte Airbus im Juli 2006 an, die Entwicklung der A350 als Airbus A350 XWB neu zu starten.[16] Der Airbus A350 XWB hat einen gr√∂√üeren Kabinenquerschnitt als der bisherige Entwurf und wird v√∂llig neu konstruiert. Er soll in seiner Wirtschaftlichkeit die Boeing 787 √ľbertreffen. Der Grund f√ľr die Neukonzeption liegt darin, dass Airbus beim Absatz von Mittel- und Langstreckenflugzeugen gegen√ľber dem Konkurrenten Boeing zunehmend ins Hintertreffen geriet und dieses Manko durch den ersten Entwurf der A350 nicht h√§tte ausgleichen k√∂nnen. Mehrere potentielle Abnehmer-Fluggesellschaften der A350 beschwerten sich √ľber deren wenig fortschrittliche Konzeption. Diesem Druck gab Airbus schlie√ülich nach. Durch die Neuentwicklung steigen die Entwicklungskosten auf 10 Milliarden Euro an.

A380

Die Entwicklung dieses gr√∂√üten Passagierflugzeugs der Welt geht auf die 1980er Jahre zur√ľck, als erste Machbarkeitsstudien f√ľr ein neues Gro√üflugzeug durchgef√ľhrt wurden. Erst in der zweiten H√§lfte der 1990er Jahre aber ergab sich eine Marktsituation, die eine Entwicklung gestattete. Der Airbus A380 (fr√ľhere Bezeichnung: A3XX) ist ein komplett neu entwickelter Typ von Gro√üraumflugzeug. In der Standardversion k√∂nnen in Drei-Klassen-Auslegung ca. 550 Passagiere bef√∂rdert werden, in einer besonders auf dem asiatischen Markt nachgefragte Einklassenbestuhlung sind sogar 853 Passagiersitze m√∂glich. Es ist das weltweit erste Flugzeug mit einem sogenannten Macrorumpf, der zwei unterschiedlich breite Gro√üraumkabinen √ľbereinander bietet (zwei Gro√üraumkabinen mit jeweils zwei Mittelg√§ngen, auch Twin-Aisle genannt). Das markante Merkmal ist der ovale Querschnitt dieses Rumpfmodells. Die A380 l√∂st damit die Boeing 747 (400 Sitzpl√§tze bzw. maximal 568) als gr√∂√ütes Passagierflugzeug ab.

Der Erstflug fand am 27. April 2005 statt.[17] Die A380 mit der Produktionsnummer MSN3 ging am 25. Oktober 2007 in der Version A380-800 in den Liniendienst; erster Betreiber ist Singapore Airlines.[18]

√úbersicht

√úbersicht (Stand: 31. Januar 2009) [19]
Modell Flugzeugtyp Bestellungen Auslieferungen Im Flugdienst Erstauslieferung Produktionsende
Airbus A300 ziviles Verkehrsflugzeug 561 561 411 Mai 1974 Juli 2007
Airbus A310 ziviles Verkehrsflugzeug 255 255 219 Dezember 1985 Juli 2007
Airbus A318 ziviles Verkehrsflugzeug 83 67 67 Oktober 2003 -
Airbus A319 ziviles Verkehrsflugzeug 1.527 1.142 1.141 April 1996 -
Airbus A320 ziviles Verkehrsflugzeug 3.952 2.051 2.011 März 1988 -
Airbus A321 ziviles Verkehrsflugzeug 751 494 493 Januar 1994 -
Airbus A330 ziviles Verkehrsflugzeug 1.012 590 587 Dezember 1993 -
Airbus A340 ziviles Verkehrsflugzeug 385 361 356 Januar 1993 -
Airbus A350 ziviles Verkehrsflugzeug 483 0 0 ab 2013 -
Airbus A380 ziviles Verkehrsflugzeug 200 13 13 Oktober 2007 -
Gesamt 9.209 5.534 5.298

Die genaue Bezeichnung eines Flugzeugs variiert in den letzten zwei Stellen, im Gegensatz zu Boeing werden jedoch keine Kundencodes verwendet, sondern es erfolgt eine Codierung des Triebwerksherstellers und des Modells bzw. der Ausbaustufe. So bedeutet beispielsweise A340-642X, dass es sich um eine 340‚Äď600 mit h√∂herem Gesamtgewicht (X) und einem tendenziell etwas √§lteren (Ziffer 2) Rolls-Royce-Triebwerk handelt (Ziffer 4).

Das Alter oder Modell eines Triebwerks wird normalerweise durch die Ziffern 0‚Äď6 ausgedr√ľckt, jedoch nicht einheitlich bei allen Modellen, f√ľr den Hersteller gilt

Bis zur Auslieferung erhalten die Typen eine vorl√§ufige Luftfahrzeug-Kennung. Diese ist f√ľr alle Gro√üraumflugzeuge und die A320 (die in Frankreich gebaut wurden) F-WWxx, f√ľr die A318 D-AUxx und f√ľr alle anderen Modelle D-AVxx. xx steht dabei f√ľr das individuelle Flugzeug.

Zeitleiste

Zeitleiste ziviler Verkehrsflugzeuge von Airbus
Typ 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
Strecke Rumpf Antrieb 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
kurz/mittel Standard zweistrahlig A320 (A318, A319, A320, A321)
mittel Großraum zweistrahlig A310
mittel/lang Großraum zweistrahlig A300
mittel/lang Großraum zweistrahlig A330
lang Großraum zweistrahlig A350
lang Großraum vierstrahlig A340
lang Großraum,
zwei Decks
vierstrahlig A380


Militärflugzeuge

Airbus A310-300 MRT/MRTT

Der Airbus A310-300 MRT (Multi Role Transport) ist ein flexibel einsetzbarer militärischer Flugzeugtyp. Insgesamt wurden sieben Exemplare gebaut, davon gingen vier an die Deutsche Luftwaffe. Dabei wurden ehemalige A310 der Lufthansa bei EADS Elbe Flugzeugwerke in Dresden und bei der Lufthansa Technik in Hamburg umgebaut. Der Erstflug eines MRT fand am 25. März 1999 statt.

Eine Weiterentwicklung des A310 MRT stellt der A310-300 MRTT (Multi-Role Transport Tanker) dar. Dieser verf√ľgt zus√§tzlich √ľber zwei Luftbetankungs-Pods sowie f√ľnf zus√§tzliche Treibstofftanks.

Airbus A330-200 MRTT

Der Airbus A330-200 MRTT ist ein sich in der Entwicklung befindendes Tankflugzeug. √Ąhnlich wie bei der kleineren Schwester A310-300 MRTT wurden die Tragfl√§chen um zwei Luftbetankungs-Pods erweitert. Speziell f√ľr die US-Luftwaffe wird mit dem Namen KC-30 zusammen mit Northrop Grumman ein √§hnliches Flugzeug entwickelt, das in einer Ausschreibung gegen die KC-767 antritt und die veralteten Boeing KC-135 ersetzen soll. Dieses w√ľrde neben den Luftbetankungs-Pods einen Schlauchausleger unterhalb des Rumpfes erhalten. Hauptargument f√ľr die A330-200 MRTT ist deren enorme Kapazit√§t. Selbst ohne Zusatztanks kann das Flugzeug 111 Tonnen Treibstoff fassen. 65 Tonnen davon werden w√§hrend eines zweist√ľndigen Einsatzes¬†‚Äď das entspricht etwa einer Strecke von 2000 Kilometern¬†‚Äď in der Luftbetankungsrolle abgegeben. Dies sind etwa 50¬†Prozent mehr als bei vergleichbaren Flugzeugtypen. Die A330-200 MRTT kann also wesentlich weiter entfernte Einsatzgebiete anfliegen und dort Flugzeuge betanken. Weil keine Treibstoff-Zusatztanks ben√∂tigt werden, ist der gesamte Frachtraum verf√ľgbar, wodurch auch LD3- oder LD6-Containern oder Milit√§rpaletten aufgenommen werden k√∂nnen. Im Januar 2004 entschied sich bereits das britische Verteidigungsministerium im Rahmen eines 13-Milliarden-Pfund-Programms zur zuk√ľnftigen strategischen Luftbetankung f√ľr die A330-200 MRTT.

Airbus A400M

Airbus A400M beim Roll-Out

Der Airbus A400M ist ein milit√§risches Transportflugzeug, das von Airbus Military entwickelt wird, um in verschiedenen europ√§ischen Luftwaffen den veraltenden Bestand an Transportflugzeugen zu ersetzen, unter anderem die deutsche Transall. Es ist mit vier Turboprop-Triebwerken ausgestattet und zeichnet sich gegen√ľber seinen Vorl√§ufern durch h√∂here Nutzlast und Reichweite aus. Der Rollout der ersten Maschine erfolgte im Juni 2008. Die ersten Auslieferungen sind f√ľr April 2010 geplant. Wegen der hohen St√ľckkosten und den 2002/2003 eingeleiteten Sparma√ünahmen in den Haushalten der EU-Mitgliedsstaaten galt die Fertigstellung und Produktion f√ľr lange Zeit als unsicher.

Transportflugzeuge der ehemaligen CASA

Mit der Verschmelzung der ehemaligen Construcciones Aeron√°uticas S.A. auf Airbus Military hat sich das Angebot von Airbus um die Modelle CASA C-212, CASA CN-235 und CASA C-295 seit 2009 erweitert.

√úbersicht

√úbersicht[19]
Modell Flugzeugtyp Bestellungen Auslieferungen Im Flugdienst 1. Auslieferung Produktionsstopp
Airbus A310-300 MRT/MRTT mil. Mehrzweckflugzeug 7 7 7 in den späten 1990ern*
Airbus A330-200 FSTA Betankungsflugzeug 21 0 0 in Entwicklung
Airbus A400M militärisches Transportflugzeug 192 0 0 2011

* Der Airbus A310 MRTT ist eine Weiterentwicklung des Airbus A310 MRT mit der Zusatzfunktion, auch andere Flugzeuge betanken zu k√∂nnen. Der MRT wurde in den sp√§ten 1990ern zum ersten Mal ausgeliefert. Die MRTTs sind soweit alle Umr√ľstungen der alten MRTs. Die erste Umr√ľstung war 2003 abgeschlossen.

Kommunalität

Cockpit eines Airbus A319

Eine Eigenschaft, die Airbus-Flugzeuge von der Konkurrenz abhebt, ist die sogenannte Kommunalit√§t (Gemeinsamkeit) zwischen den Modellen. Die Bauteile und -gruppen f√ľr die verschiedenen Modelle sind m√∂glichst baugleich, was Vorteile bietet

  • f√ľr die Logistik der Fluggesellschaften (geringe Anzahl von Ersatzteilen f√ľr eine gemischte Flotte),
  • f√ľr die Wartung (ein Mechaniker kann viele Modelle warten) und
  • f√ľr den Betrieb (die Piloten sind flexibel auf mehreren Typen einsetzbar).

So sind z. B. die Cockpits innerhalb der A320-Familie identisch, und zu den nachfolgenden Typen (A330 usw.) sehr √§hnlich. Piloten k√∂nnen schnell auf andere Modelle umschulen, z. B. von A320 auf A330 oder A340 in acht Tagen (anstatt 25 f√ľr ein volles Type Rating). Von A330 auf A340 kann innerhalb von drei Tagen umgeschult werden, umgekehrt bedarf es sogar nur eines Tages.

Die √§lteren Modelle A300 und A310 haben jedoch Cockpits, die auf konventioneller Technik basieren (mit normalen Steuerh√∂rnern anstatt Sidesticks), und besitzen deshalb keine Cockpit-Kommunalit√§t zu den sp√§teren Modellen. Deshalb ist bei der Umschulung auf die Glascockpits der A320 ‚Äď A380 erheblich h√∂herer Schulungsaufwand n√∂tig.

Literatur

  • Klaus Morgenstern und Dietmar Plath: Airbus. Geschichte - Unternehmen - Flugzeugtypen. ISBN 978-3613025660
  • Gerald Braunberger: Airbus gegen Boeing. Wirtschaftskrieg der Giganten. ISBN 978-3899811162
  • John Newhouse: Boeing Versus Airbus ISBN 978-1400043361

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ a b Airbus.com: Career FAQs, Abruf 27. Februar 2008
  2. ‚ÜĎ a b EADS N.V.: Investor Relations - Umsatz, 8. November 2007
  3. ‚ÜĎ Spiegel Online: Sanierung: Airbus-Sparprogramm kostet in Hamburg √ľber 1000 Jobs, 27. Februar 2007
  4. ‚ÜĎ tagesschau.de: Anlagenbauer Voith bietet nicht mehr f√ľr Airbus-Werke, 9. Oktober 2007
  5. ‚ÜĎ Spiegel Online: EADS-Krise: Airbus streicht 10.000 Jobs - Gewerkschafter sprechen von Krieg, 27. Februar 2007
  6. ‚ÜĎ Die Zeit: Abschied von der Doppelspitze, 16. Juli 2007
  7. ‚ÜĎ focus.de - Airbus - Neues Werk f√ľr den A350 (Zugriff am 2. September 2008)
  8. ‚ÜĎ Hamburger Abendblatt: Letzte Sandfuhre: Jetzt ist das M√ľhlenberger Loch zu, 27. August 2004
  9. ‚ÜĎ Hamburger Abendblatt: Airbus baut erstmals den A320 in Hamburg, 26. M√§rz 2008
  10. ‚ÜĎ Airbus.com: Airbus in Germany
  11. ‚ÜĎ Airbus Pressemitteilung: [1]. September 2008.
  12. ‚ÜĎ Handelsblatt: Sparprogramm ‚ÄěPower8‚Äú Airbus verkauft Werk in Filton an britische GKN - 15. September 2008
  13. ‚ÜĎ EADS N.V.: Das Executive Committee, 4. Februar 2008
  14. ‚ÜĎ Airbus.com: Management overview, Abruf am 17. M√§rz 2008
  15. ‚ÜĎ a b Ian Moir, Allan G. Seabridge: Civil Avionics Systems. Professional Engineering Publishing Ltd., London 2003, ISBN 1-86058-342-3.¬†
  16. ‚ÜĎ EADS N.V.: Airbus Presents A350 XWB: New Extra Wide Body Family for the 21st Century, 17. Juli 2006 (englisch)
  17. ‚ÜĎ Airbus.com: A380, the 21st century flagship, successfully completes its first flight, 27. April 2005
  18. ‚ÜĎ Singapore Airlines: World's Largest Airliner Enters Commercial Service, 25. Oktober 2007
  19. ‚ÜĎ a b Airbus.com: Detaillierte Bestellungs- und Auslieferungsliste

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Airbus ‚ÄĒ SAS Type Subsidiary Industry Aerospace Founded 1970 (as Airbus Industri ‚Ķ   Wikipedia

  • Airbus ‚ÄĒ S. A. S. Rechtsform Soci√©t√© par Actions Simplifi√©e (Aktiengesellschaft) Gr√ľndung 1970 als Airbus Industrie (GIE) ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Airbus ‚ÄĒ SAS Tipo Subsidiaria Fundaci√≥n 1970 (Airbus Industrie) ‚Ķ   Wikipedia Espa√Īol

  • Airbus UK FC ‚ÄĒ Saltar a navegaci√≥n, b√ļsqueda Airbus UK FC Broughton Nombre completo Airbus United Kingdon Broughton club de f√ļtbol Apodo(s) Los Wingmakers, Los Planemakers Fundaci√≥n 1946 ‚Ķ   Wikipedia Espa√Īol

  • Airbus UK ‚ÄĒ Club fond√© en ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais

  • Airbus S. A. S. ‚ÄĒ Airbus S. A. S. ¬† [ …õňźr ], 1970 unter dem Namen Airbus Industrie S. A. gegr√ľndetes europ√§isches Unternehmen der Luftfahrtindustrie (Sitz Blagnac bei Toulouse) unter franz√∂sischer, deutscher, britischer und spanischer Beteiligung. Das Unternehmen… ‚Ķ   Universal-Lexikon

  • Airbus ‚ÄĒ S.A.S., m√°s conocida como Airbus simplemente, es una gran empresa paneuropea aeron√°utica y aeroespacial. Fue creada en 2001 en Toulouse, Francia, como una S.A.S (Sociedad por Acciones Simplificada, del franc√©s: Soci√©t√© par Actions Simplifi√©e).… ‚Ķ   Enciclopedia Universal

  • airbus ‚ÄĒ (tip de avion) [pron. engl. √©rbas/fr. erb√ľs] (air bus) s.n., pl. airbusuri Trimis de gall, 02.08.2006. Sursa: DOOM 2 ÔĽŅ Airbus (firmńÉ, marcńÉ) [pron. engl. √©rbas/fr. erb√ľs] (Air bus) ‚Ķ   Dic»õionar Rom√Ęn

  • airbus ‚ÄĒ [ …õrbys ] n. m. ‚ÄĘ 1966; de 1. air et (auto)bus ‚ô¶ Grand avion de transport pour passagers. Airbus n. m. Nom commercial d un type d avion capable de transporter un grand nombre de passagers, construit, depuis 1972, par un groupement de plusieurs… ‚Ķ   Encyclop√©die Universelle

  • airbus ‚ÄĒ / e…ôb Ćs/, it. / eirbas/ s. ingl. [nome comm., comp. di air aria e bus autobus ], usato in ital. al masch. (trasp., aeron.) [grande aereo per il trasporto di passeggeri su medie distanze] ‚Ė∂‚óĬ†aerobus ‚Ķ   Enciclopedia Italiana


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.