Ernest Henry Shackleton


Ernest Henry Shackleton
Ernest Henry Shackleton

Sir Ernest Henry Shackleton (* 15. Februar 1874 in Kilkea, County Kildare, Irland; † 5. Januar 1922 in Grytviken, Südgeorgien) war ein britischer Polarforscher irischer Abstammung.

Berühmt wurde er vor allem als Leiter der britischen Antarktis-Expedition von 1914 bis 1916. Die Expedition scheiterte, als sein Schiff, die Endurance, im Packeis zerdrückt wurde; dank Shackletons Leistung gelang es, alle Männer dieser Expedition zu retten. Er starb auf seiner vierten Expedition, die ihn gleichfalls in die Antarktis führen sollte.

Shackleton zählt bis heute zu den bedeutendsten Forschern und Entdeckern des „heroischen Zeitalters“ der Polarforschung.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herkunft

Shackleton wurde 1874 als zweites Kind der anglo-irischen Grundbesitzer Henry Shackleton und Henrietta Letitia Sophia Gavan geboren. Ab 1880 gab die Familie nach einigen Missernten die Landwirtschaft auf und zog nach Dublin, wo sich der Vater zum Arzt ausbilden ließ. 1884 ließ sich Henry Shackleton mit seiner Familie als Arzt in London nieder. Auch wenn Shackleton überwiegend in Großbritannien aufwuchs, so wurde er doch von seinen Zeitgenossen als Person irischer Abstammung wahrgenommen. Im England der damaligen Zeit war dies ein Karrierehemmnis.

Ausbildung

Ernest Shackleton besuchte zunächst das Dulwich College, widersetzte sich aber 1890 mit 16 Jahren endgültig dem Wunsch des Vaters, Medizin zu erlernen, und wurde Seekadett auf dem Vollschiff Houghton Tower, das der britischen Handelsflotte angehörte. Gleich seine erste Seereise hatte das Ziel Valparaíso, und es musste dabei mitten im Winter Kap Hoorn umrundet werden. Man brauchte dafür zwei Monate. Später sagte Shackleton, dass sich dieses Erlebnis als prägend für seinen späteren Entschluss auswirkte, Polarforscher zu werden. Nach einigen Reisen in den Pazifischen und den Indischen Ozean war er fünf Jahre lang Zweiter Maat auf einem Trampschiff. 1896 wurde er zum Ersten Maat befördert, 1898 erlangte er im Alter von 24 Jahren die Berechtigung, Schiffe zu kommandieren. Im Sommer 1897 lernte er Emily Dorman kennen, eine Freundin seiner Schwester. Sie war eine große, dunkelhaarige Schönheit und er verliebte sich in sie. Um seine Chancen bei ihr zu verbessern, heuerte er 1899 bei der Union Castle Line an, die Post nach Südafrika transportierte. Dies gab ihm Gelegenheit, mindestens alle zwei Monate in England zu sein. Ähnlich wie Robert Falcon Scott, der sich in der Routine der Royal Navy eingeengt fühlte, hatte auch Shackleton nicht das Gefühl, in der Handelsmarine seinen Ehrgeiz befriedigen zu können. „Ein Mann sollte zur größtmöglichen Ehre streben, die er in seinem Leben erreichen kann“ schrieb er an Emily, seine spätere Frau. 1900 begann Shackletons Karriere als Entdecker, nicht zu einem geringen Teil deshalb, weil Shackleton darin die Möglichkeit sah, reich und berühmt zu werden.

Vorkriegszeit

Am 13. September 1900 bewarb er sich für die Teilnahme an der Nationalen Antarktis-Expedition, die von Robert Falcon Scott angeführt werden sollte. Er versuchte alles, um seiner Bewerbung Nachdruck zu verleihen, unter anderem besuchte er Llewellyn Longstaff, den Hauptsponsor der Expedition, der 25.000 Pfund gespendet hatte, an seinem Wohnort in Wimbledon. Er hatte dessen Sohn Cedric auf einer Schiffsreise kennengelernt und ließ sich von ihm empfehlen. Nach der Rückkehr von der Expedition Discovery (1901–1903) arbeitete Shackleton zunächst als Journalist und wurde bald zum Sekretär der Royal Scottish Geographical Society gewählt. Die damit verbundenen Kontakte und öffentlichen Auftritte ermutigten ihn, in die Politik einzusteigen, so dass er im Januar 1905 diese Position wieder aufgab.

1901 wurde Shakleton in den Bund der Freimaurer aufgenommen, seine Loge war die Navy Lodge No. 2616.

Am 9. April 1904 heiratete er in der Christ Church in Winchester die 35-jährige Emily Mary Dorman. In die folgende gesellschaftlich und finanziell unsichere Phase fiel die Geburt seines ersten Sohnes Raymond Swinford Shackleton am 2. Februar 1905. Bis 1911 folgte noch eine Tochter, Cecily, und ein weiterer Sohn, Edward Arthur Alexander.

Die zweite Antarktis-Expedition („Nimrod-Expedition“), benannt nach der „Nimrod“, war die erste unter seiner Leitung und fand von 1907 bis 1909 statt. Für die Erfolge dieser Expedition wurde Shackleton 1909 geadelt.

Erster Weltkrieg

Die Rückkehr von der Endurance-Expedition (1914–1917) führte Shackleton direkt in den Ersten Weltkrieg. Obwohl er mehrere Versuche unternahm, seinem Land militärisch zu dienen, wurde er – unter anderem wegen seines Alters und seiner angegriffenen Gesundheit – nicht berücksichtigt. Auf Betreiben von Sir Edward Carson, einem ehemaligen First Lord of the Admiralty, wurde er immerhin auf eine mäßig erfolgreiche Propagandamission nach Argentinien und Chile gesandt und übernahm später kleinere Aufgaben als Stabsoffizier für den arktischen Transport.

Danach führte er für die Northern Exploration Company eine Expedition nach Spitzbergen, was politisch heikel war, da Spitzbergen zum neutralen Norwegen gehörte. Shackleton musste nach England zurückkehren, nachdem er schwer erkrankte (vermutlich ein Herzinfarkt). Bei einem darauf folgenden kurzen Einsatz im Russlandfeldzug war er für die Ausrüstung verantwortlich. Da diese auch schon bei seinen Expeditionen stets ein Schwachpunkt gewesen war, wurde sie von den kämpfenden Truppen verschmäht.

Zwischenkriegszeit und Tod

Grabstätte Shackletons in Grytviken

Shackleton befand sich zu diesem Zeitpunkt an einem Tiefpunkt seiner Karriere, hatte schwere finanzielle Probleme und sprach dem Alkohol zu. Er hielt sich durch Vorträge über seine Expeditionen und das Schreiben eines Buches, South, über Wasser – beides Tätigkeiten, die ihn zutiefst langweilten.

Ende 1920 begann er erneut, eine Expedition zusammenzustellen. Obwohl er Geldgeber finden konnte, musste Shackleton seinen ursprünglichen Plan einer Arktis-Expedition aufgeben und sich erneut Richtung Südpol orientieren.

Mit einer Mannschaft, in der einige Mitglieder früherer Expeditionen zu finden waren, verließ Shackleton am 17. September 1921 London ohne konkrete wissenschaftliche Ziele. Während eines wetterbedingten Zwischenstopps in Grytviken (Südgeorgien) verstarb Shackleton am 5. Januar 1922 an einem schweren Herzanfall. Er wurde in Grytviken auf Anordnung seiner Ehefrau Emily zwischen den Gräbern norwegischer Walfänger begraben. Sie entschied, dass er da seine letzte Ruhe finden sollte, wo er sich am wohlsten gefühlt habe. Vermutlich litt Shackleton zeitlebens unter einem Herzleiden. Er suchte jedoch nie einen Arzt auf, weil er vermutlich Angst hatte, dass dieser ihm seine Expeditionen verbieten könnte.

Expedition Discovery (National Antarctic Expedition)

Karte der Antarktis mit den wichtigsten Antarktisexpeditionen

Siehe Hauptartikel: Discovery-Expedition

Shackletons Bewerbung für Scotts Antarktisexpedition

Robert Falcon Scott und Clements Markham suchten erfahrene Seeleute für eine für das Jahr 1901 geplante Reise in die Antarktis. Shackleton war zwar erfahren, allerdings nur Offizier der in Scotts und Markhams Augen minderwertigen britischen Handelsflotte. Shackleton war in der Lage, in Llewellyn Longstaff, Vater eines Kollegen und einer der großzügigsten Sponsoren der Expedition, einen Fürsprecher zu finden, der ihm zu einem Treffen mit Clements Markham verhalf. Und so, wie Shackleton mit seinem extrovertierten Charme jenen Longstaff für sich eingenommen hatte, konnte er auch Clements Markham überzeugen. „Er ist ein stahlharter junger Mann mit hohen Prinzipien, voller Fleiß und ein ausdauernder Arbeiter“ fasste Markham seinen Eindruck von Shackleton zusammen.

Ziel der Expedition

Robert Falcon Scotts Expedition begann im August 1901 mit dem Schiff Discovery. Offizieller Name dieser Expedition war „National Antarctic Expedition“. Das offizielle Ziel der von der britischen Royal Geographical Society organisierten Expedition war die wissenschaftliche Erforschung der Antarktisregion, tatsächlich ging es jedoch darum, als erste Nation den bis dahin von niemandem beanspruchten Südpol zu erreichen.

Die erste Ballonfahrt in der Antarktis

Scotts Expedition war die erste, die das Rossmeer durchfuhr und das Ross-Schelfeis erreichte. Sie entdeckten neues Land, und Shackletons Faszination an der Antarktis begann. Er schrieb:

„Es ist ein einzigartiges Gefühl, Land zu erblicken, das noch kein menschliches Auge zuvor gesehen hat.“

Gemeinsam mit Scott ist Shackleton die erste Person, die zu einer Ballonfahrt auf der Antarktis aufbrach. Anfang Februar 1902 schafften sie es, eine Höhe von 200 Meter zu erreichen. Ihr Expeditionskamerad Edward Wilson kommentierte kritisch „wenn einige dieser Experten da oben nicht verunglücken, so nur deswegen, weil Gott Mitleid hat mit den Verrückten“. Der Ballon überstand diese erste Fahrt nicht unbeschädigt und blieb für den Rest der Expedition unbrauchbar.

Der Versuch, den Südpol zu erreichen

Vom McMurdo-Sund aus versuchten Scott, Edward Wilson und Ernest Shackleton 1902, mit Schlitten den Südpol zu erreichen. Dieser Versuch stand von Beginn an unter einem schlechten Stern. Alle drei hatten wenig Erfahrung mit dem Überleben unter antarktischen Bedingungen – Shackleton soll zu diesem Zeitpunkt weder Erfahrung mit dem Errichten eines Zeltes gehabt noch jemals in einem Schlafsack geschlafen haben – keiner war ein erfahrener Skiläufer, Lebensmittel waren völlig unzureichend geplant, und Scott setzte Schlittenhunde ein, ohne dass sie ausreichend Erfahrung im Umgang mit Schlittenhundgespannen hatten. Scott, Wilson und Shackleton erreichten am 31. Dezember 1902 den südlichsten Punkt ihrer Reise – immer noch 770 km vom Pol entfernt. Während der qualvollen Rückkehr zum Ausgangslager, die mehr und mehr zu einem Wettlauf um das nackte Überleben wurde, litt Wilson zeitweise an Schneeblindheit, und Shackleton erkrankte so schwer an Skorbut, dass er Blut spuckte und zeitweise auf dem Schlitten transportiert werden musste.

Shackletons Rückkehr von der Expedition Discovery

Scott schickte Shackleton 1903 noch während der Expedition zurück nach England, obwohl sich Shackleton von seiner Skorbuterkrankung nahezu vollständig erholt hatte. Diese Entscheidung hat immer wieder Anlass zu Spekulationen gegeben. Es gibt Hinweise, dass Scott Shackleton seine große Popularität innerhalb des Expeditionsteams neidete und die Skorbuterkrankung für Scott nur ein willkommener Anlass war. Andere verweisen darauf, dass Shackleton im Gegensatz zu den meisten Expeditionsteilnehmern, die zur Britischen Kriegsmarine (Royal Navy) gehörten, ein Mitglied der wenig angesehenen Handelsmarine war und dies dazu beigetragen haben mag, dass Shackleton nicht zu den Expeditionsteilnehmern gehörte, die einen zweiten antarktischen Winter erleben durften.

Ranulph Fiennes schreibt in seiner Scott-Biografie, dass sich für den Konflikt zwischen Scott und Shackleton wenig Belege finden lassen, und weist dagegen darauf hin, dass es vor allem die Autobiografie von Albert Armitage (Scotts Navigator und zweitem Offizier) gewesen sei, die als wesentlicher Beleg für den Zwist zwischen diesen beiden berühmten Polarforschern diene, dass sich Albert Armitage aber selbst durch Scott benachteiligt fühlte. Aus Fiennes Sicht war der Grund für die frühe Rückkehr Shackletons mit dem ersten Entsatzschiff noch während der Expedition tatsächlich nur Shackletons Gesundheitszustand.

Die frühe Rückkehr aus der Antarktis war Shackleton selbst unangenehm, schadete ihm jedoch nicht. Als erster zurückkehrender Expeditionsteilnehmer wurde ihm von der britischen Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit zuteil, und er wurde als Held gefeiert. Die Discovery war gegen die ausdrückliche Anweisung der Organisatoren in der Antarktis geblieben. Shackleton wurde aufgefordert, eine „Rettungsmission“ zu führen, was er ablehnte. Stattdessen entwickelte er Pläne für eine eigene Antarktis-Expedition, die ihrerseits abgelehnt wurde.

Expedition Nimrod (British Antarctic Expedition)

Siehe Hauptartikel: Nimrod-Expedition

Neuer Aufbruch in die Antarktis

In seiner Expeditionserzählung „The Heart of the Antarctic“, die die Erlebnisse der ersten Antarktis-Expedition wiedergibt, die er geleitet hatte, gibt er als Motivation für den erneuten Aufbruch nach Süden einzig die Erweiterung des Wissens über diesen noch unbekannten Kontinent an:

„Ich war überzeugt, dass eine zweite Expedition die Arbeit [der Expedition Discovery] fortsetzen sollte… die südlichen Grenzen des Ross-Schelfeises waren noch unentdeckt geblieben. Die Blicke vom Deck der Discovery auf das King Edward VII Land waren für uns nicht ausreichend gewesen, um dessen Art noch Grenzen zu bestimmen… Im Bereich der Meteorologie war noch viel zu tun, und diese Arbeit war besonders für Australien und Neuseeland von großer Bedeutung, denn bestimmte Wetterverhältnisse in diesen Ländern haben ihren Ursprung in der Antarktis. Die antarktische Zoologie, wenn auch bezüglich ihres Artenumfangs etwas begrenzt, hat viele interessante Aspekte, und ich wollte Zeit nicht nur der generellen Geologie, sondern auch der Mineralogie widmen…“

Das heimliche Hauptziel war erneut das Erreichen des Südpols.

Die Finanzierung der Expedition war mühselig. So konnte etwa das vorgesehene Schiff nicht gekauft werden, und die Verwendung der weniger geeigneten Nimrod führte zu Verzögerungen. Erst im Frühjahr 1907 hatte Shackleton – auch dank der Unterstützung der neuseeländischen und australischen Regierung – ausreichend Mittel für eine erneute Expedition in die Antarktis beisammen.

Die Leistungen der Expedition

Innenansicht der Nimrod-Hütte bei Kap Royds

Die British Antarctic Expedition von 1907 bis 1909 wird nach dem verwendeten Schiff auch Nimrod Expedition genannt. Shackleton errichtete sein Basislager auf der Ross-Insel bei Kap Royds, nur 30 km nördlich von Scotts Basislager während der Expedition Discovery.

Die Leistungen dieser Expedition umfassten die Erstbesteigung von Mount Erebus, dem aktiven Vulkan auf der Ross-Insel, die Lokalisierung des magnetischen Südpols durch Douglas Mawson, Tannatt William Edgeworth David und Alistair Mackay am 16. Januar 1909 und die Entdeckung der Beardmore-Gletscher-Passage.

Der Ablauf

Shackleton erreichte Anfang Februar 1908 die Halbinsel Hut Point, auf der das Basislager für zehn Mann errichtet wurde. Die Nimrod kehrte nach Neuseeland zurück. Nach kleineren Expeditionen ins Umland, darunter die Besteigung des Mount Erebus, überwinterte das Expeditionsteam im Basislager und widmete sich hauptsächlich meteorologischen und geologischen Beobachtungen.

Sobald die Verhältnisse es zuließen, brachen zwei Expeditionsteams auf. Shackleton führte eine Gruppe in Richtung des geografischen Südpols (eine geplante Wegstrecke von 2.700 km), ein zweites Team, die Nord-Mannschaft, nahm Kurs auf den magnetischen Pol.

Die Nord-Mannschaft konnte die ersten Kilometer mit einem Motorschlitten zurücklegen, ging nach technischen Problemen aber bald zu Fuß weiter. Da ihnen keine Zugtiere zur Verfügung standen, mussten die Männer ihre Ausrüstung selbst ziehen. Trotz mangelhafter Verpflegung und einiger Unfälle konnten sie am 16. Januar 1909 den Union Jack am magnetischen Südpol hissen und erreichten am 5. Februar die Küste am vereinbarten Treffpunkt mit der Nimrod.

Der 2. Versuch, den Südpol zu erreichen

Shackleton versuchte – diesmal gemeinsam mit Frank Wild, Eric Marshall und Jameson Adams –, den Südpol zu erreichen. Er hatte viel durch die Teilnahme an der Expedition Discovery gelernt, trotzdem erscheinen die von ihm getroffenen Vorbereitungsmaßnahmen aus heutiger Sicht als unzureichend. Erneut hatten die Mitglieder des Teams wenig Erfahrung im Umgang mit Skiern. Die mitgebrachte Bergsteigerausrüstung erwies sich als ungeeignet. Und aufgrund der schlechten Erfahrungen, die Shackleton während der Expedition Discovery mit Schlittenhunden gesammelt hatte, setzte er jetzt mandschurische Ponys ein. Sie erwiesen sich als gleichfalls wenig geeignet: Sie kamen mit den Schnee- und Eisbedingungen nicht zurecht und waren von vornherein in einem schlechten Gesundheitszustand. Die Ponys wurden nach und nach erschossen und verzehrt.

Trotzdem gelang es den vieren, sich bis zur Breite 88° 23′ Süd vorzukämpfen. Mit Blick auf die Vorräte und ihre schwindenden Kräfte entschied Shackleton sich, nur 180 km vom Südpol entfernt umzukehren. Eine Entscheidung, die aufgrund ihrer Rationalität heute noch als bemerkenswert eingestuft wird. Auf dem Rückweg mussten zwei Männer, durch Krankheiten und Hunger geschwächt, zurückgelassen werden. Shackleton erreichte das Basislager, kontaktierte die Nimrod und schaffte es, die zurückgelassenen Männer zu retten.

Drei Jahre lang gebührte Shackleton die Ehre, derjenige zu sein, der am weitesten nach Süden vorgedrungen war. Die von ihm gefällte Entscheidung, noch vor Erreichen des Südpols umzukehren, begründete er mit der Aussage:

„Better a live donkey than a dead lion. (Besser ein lebender Esel als ein toter Löwe.)“

Expedition Endurance (Imperial Trans-Antarctic Expedition)

Siehe Hauptartikel: Expedition Endurance

Als Shackleton von seiner ersten Expedition zurückkehrte, war er sicher, dass entweder Scott oder Amundsen den Südpol erreichen würden, bevor er eine weitere Expedition durchführen könnte. Für ihn verblieb daher als letzte noch nicht vollbrachte Leistung die Durchquerung des antarktischen Kontinents.

Satellitenbild des Weddellmeeres

Die Expedition begann am 1. August 1914, also drei Tage, bevor Großbritannien Deutschland den Krieg erklärte. An diesem Tag startete Shackleton mit seiner Endurance von den Docks Londons Richtung Antarktis. An Bord befanden sich neben Shackleton 27 weitere Männer, darunter ein blinder Passagier, und 69 Schlittenhunde. Die Namen der weiteren Crew-Mitglieder lauteten: Wild, Worsley, Crean, Greenstreet, Hudson,Cheetham, Rickinson, Kerr, Macklin, McIlroy, Wordie, Hussie, James, Clark, Frank Hurley, Marsden, Orde-Lees, McNish, Green, How, Bakewell, McCarthy, McLeod, Vincent, Holness, Stevenson, Blackborow (der blinde Passagier), Gooch.

Obwohl norwegische Walfänger auf außergewöhnlich große Mengen von Packeis hinwiesen, ließ Shackleton sich nicht beirren. Am 10. Januar 1915 erreichte das Schiff das Weddell-Meer, wurde aber bereits am 19. Januar 1915 vom Packeis eingeschlossen. Rasch war den Männern klar, dass eine Befreiung aus dem Eis erst im antarktischen Frühling, also im September oder Oktober, möglich sein würde. Man richtete sich für einen langen, kalten Winter ein.

In kreisender Bewegung drückte im Weddell-Meer das Eis gegen die Felsenküste der antarktischen Halbinsel; die eingeschlossene Endurance verdriftete mit dieser Eisbewegung von 77° bis 61° südlicher Breite und war dabei dem Druck des Eismeeres ausgesetzt:

„Die Wirkung des Druckes rundherum war furchterregend, mächtige Eisblöcke, festgehalten zwischen zusammenstoßenden Eisfeldern, erhoben sich langsam, bis sie wie Kirschkerne emporschnellten, die man zwischen Daumen und Finger presst. Der Druck von Millionen Tonnen sich bewegenden Eises zermalmte und vernichtete alles unerbittlich.“

schrieb Shackleton über die Monate, in denen die Endurance im Eis gefangen war. Am 27. Oktober 1915 schließlich wurde das Schiff vom Eis zerdrückt. Drei Tage später brach die Mannschaft auf und versuchte, über das Eis zu laufen und so vielleicht die Pauletinsel zu erreichen. Die Rettungsboote wurden mitgenommen, ansonsten wurde auf schweres Gepäck verzichtet.

Bis zum 8. April 1916 richteten sich die Männer mehrfach Lager auf dem Eis ein; eine Flucht von der Eisscholle war nicht möglich. Als die Eisscholle merklich schmolz, wagte die Mannschaft den Versuch, mit den Rettungsbooten Elephant Island anzusteuern. Nach einer schwierigen Fahrt durch das Packeis erreichten sie die Küste dieser Insel am 15. April 1916. Da die Mannschaft hier nur durch einen sehr großen Zufall zu finden gewesen wäre, beschloss Ernest Shackleton, gemeinsam mit fünf seiner Männer Hilfe aus Südgeorgien zu holen, 700 Seemeilen entfernt. Er nutzte dafür das Boot James Caird und brach am 24. April 1916 auf. Südgeorgien erreichte die Gruppe vor allem aufgrund der Leistung des Navigators Frank Worsley nach 15 Seetagen. Da ihr Boot auf der Südwestseite der Insel strandete, war die Mannschaft gezwungen, die Insel zu durchqueren, um zu einer der bewohnten Walfangstationen an der nordöstlichen Küste zu gelangen. Dies gelang erst am 20. Mai 1916, als die Männer den Ort Stromness erreichten. Shackleton charterte nacheinander mehrere Schiffe, doch erst der vierte Rettungsversuch mit dem chilenischen Schlepper Yelcho unter Kapitän Luis Pardo gelang. Am 30. August 1916 konnten die restlichen Mannschaftsmitglieder von Elephant Island gerettet werden. Manche der Männer, die diese Strapazen überlebt hatten, starben kurz darauf an den Fronten des Ersten Weltkrieges in Europa.[1]

Weitgehend unbekannt ist, dass es eine Unterstützungsexpedition gab, die die Aufgabe hatte, Anfang 1915 mit dem Schiff Aurora auf die andere Seite der Antarktis zu fahren, dort an Land zu gehen und innerhalb von zwei Jahren mit Hilfe von Hundeschlitten auf dem Beardmore-Gletscher, also bis 83° 37′ südlicher Breite, alle 60 Meilen ein Depot anzulegen, da Shackleton und seine Männer auf ihrer Reise quer über den Kontinent unmöglich soviel Proviant mitnehmen konnten, um die ganze Antarktis zu durchqueren: Sie hätten dabei 1.700 Meilen zurückzulegen müssen und dazu mindestens 115 Tage gebraucht.

Diese Expedition war ebenfalls von großen Missgeschicken heimgesucht, und drei der zehn Männer starben. Die Aurora wurde durch einen Sturm weggetrieben, bevor die Vorräte abgeladen werden konnten, und man glaubte, sie sei mit den darauf zurückgebliebenen Seeleuten gesunken. Die restlichen Männer der Expedition hatten nur das, was sie auf dem Leib trugen, und mussten sich von Seehunden ernähren.

Trotzdem gelang es ihnen unter unglaublichen Anstrengungen, weitere Depots anzulegen, denn sie glaubten ja, das Leben von Shackleton und seinen Männern hinge davon ab. Während dieser Reisen fanden sie eine Nachricht an Robert Scott, die am 19. März 1912 von einer Rettungsmannschaft hinterlassen wurde, die unverrichteter Dinge hatte umkehren müssen. Am 10. Januar 1917 tauchte die Aurora mit Shackleton an Bord überraschend wieder auf, um die Gruppe und die drei übriggebliebenen Hunde abzuholen. Die Hunde Oscar, Gunner und Towser wurden später im Zoo von Wellington auf Neuseeland untergebracht. Die angelegten Depots liegen immer noch unberührt und von immer mehr Schnee bedeckt an ihrem Ort. (Siehe Weblink Shackletons Lost Men)

Expedition Quest und Tod

Ende 1920 unternahm Shackleton einen weiteren Versuch, eine Expedition zusammenzustellen. Diesmal legte er den Schwerpunkt nach Norden und hoffte, Amundsen beim Wettlauf um den Nordpol zuvorzukommen. Tatsächlich konnte er nach einiger Zeit die Finanzierung sicherstellen. Allerdings verhinderte eine Reihe von Verzögerungen, dass er rechtzeitig vor dem arktischen Winter starten konnte, und so überzeugte er seine Geldgeber, stattdessen eine neuerliche Expedition in die Antarktis durchzuführen.

Die Quest verließ am 17. September 1921 London, und eine jubelnde Menschenmenge winkte ihnen von den Piers zu. An Bord waren einige der Teammitglieder der Expedition Endurance: Frank Wild, J. A. McIlroy, der Schiffsarzt, und Tom Green, der Koch. Auch Hussey, Macklin, Mclead und Kerr sowie Worsley, der wieder als Kapitän diente, waren Shackletons Ruf gefolgt. Die Quest hatte kein konkretes Expeditionsziel, vielmehr schien es zu einer Art Erinnerungsreise für die ehemaligen Expeditionsteilnehmer zu werden. Sie legten in Südgeorgien an der Station von Grytviken an, dem Hafen, an dem sie während der Expedition Endurance einen Monat auf besseres Wetter gewartet hatten und mit ihren Schlittenhunden trainierten.

In der Nacht des 5. Januar starb Shackleton an einem schweren Herzanfall. Er wurde in Grytviken zwischen den Gräbern norwegischer Walfänger begraben.

Der Forschungsreisende und Politiker Edward Arthur Alexander Shackleton, Baron Shackleton (1911–1994) war sein Sohn.

Nachwirkung

Benennung

Bei einer australischen Antarktis-Expedition (1911–14) benannte Douglas Mawson ein Gebiet nach Ernest Henry Shackleton. Dieses wird seitdem Shackleton-Schelfeis genannt und liegt im östlichen Teil der Antarktis.

Führungsqualitäten

Shackleton war ein extrovertierter Mensch, ein geborener Optimist und in der Lage, sehr viele Menschen für sich einzunehmen. Seine Leistung, in einer offenbar ausweglosen Situation einen klaren Kopf zu behalten, seine Männer stets zu ermutigen und durch besonnenes Handeln und hervorragende Leistung den Tod der Expeditionsmitglieder zu verhindern, beeindruckte nicht nur seine Zeitgenossen, sondern wirkt bis heute nach. Frank Wild, der nach Shackletons Tod die Leitung der „Quest-Expedition“ übernahm, sagte in einer Rede vor der Royal Geographical Society am 13. November 1922:

„I am in the unique position of having served with all the British Antarctic explorers of repute since my first voyage with the Discovery and of having an intimate first-hand knowledge of their work in the field. My opinion is that for qualities of leadership, ability to organise, courage in the face of danger, and resource in the overcoming of difficulties, Shackleton stands foremost, and must be ranked as the first explorer of his age.
(Ich bin in der einzigartigen Situation, seit meiner ersten Reise mit der Discovery unter allen berühmten britischen Antarktisforschern gedient und damit einen persönlichen und detaillierten Eindruck ihrer Fähigkeiten erhalten zu haben. Meine Meinung ist, dass in den Punkten Führungsqualität, Organisationstalent, Mut im Angesicht großer Gefahr und der Fähigkeit, Schwierigkeiten zu überwinden, Shackleton unter allen hervorsticht und als bester Forscher seines Zeitalters gelten muss.)“

Bezeichnend ist ein Zitat des Polarforschers Apsley Cherry-Garrard:

„Gebt mir Scott als wissenschaftlich-geographischen Expeditionsleiter…, gebt mir Amundsen für eine rasche und effiziente Polar-Expedition, aber gebt mir Shackleton, wenn sich das Schicksal gegen mich verschworen zu haben scheint und ich einen Ausweg suche.“

Dieser Ruf Shackletons hat sich bis heute erhalten; es gibt sogar Managementratgeber, die sich mit seinen Führungsfähigkeiten und der Übertragung auf den Berufsalltag auseinandersetzen.

In der Tat besteht Shackletons Leistung darin, dass er unter schwierigsten Umständen Unglaubliches geleistet hat. Amundsen und Shackleton waren einander freundlich gesinnt und Amundsen sagte Shackleton einmal, dass er den Südpol vor ihm erreicht hätte, wenn er Hunde mitgenommen hätte. Shackletons Expeditionen waren für englische Verhältnisse gut vorbereitet. Mit Amundsens Gründlichkeit konnte er jedoch nicht mithalten. Unsterblich ist er jedoch mit seinem Improvisationstalent geworden, mit welchem er aus einer noch so aussichtslosen Lage einen Ausweg finden konnte.

„Sir Ernest Shackleton's name will for evermore be engraved with letters of fire in the history of Antarctic exploration. – Roald Amundsen“

Erlebnispädagogik

In der Erlebnispädagogik ist Shackleton zum Symbol für beispielhafte Charaktereigenschaften wie Standhaftigkeit, Verantwortungsbewußtsein und gleichzeitig Kreativität geworden. Führung hieß für ihn nicht Hierarchie – im Gegenteil, Shackleton erkannte schon früh Methoden zur Motivation und suchte die Balance von Körper und Geist, auch in extremen Situationen. Kindern und Jugendlichen sowohl dieses Gleichgewicht zu vermitteln, Herausforderungen anzunehmen und mit einem stabilen Ich und zugleich teamfähig in die Welt zu gehen, ist der Ansatz, den die pädagogischen Programme nach Shackleton vertreten. In der freien Natur werden diese Eigenschaften mit den Kindern trainiert, und bereits nach einem Schuljahr sind enorme Entwicklungen möglich. In den USA existieren Schulen nach Shackletons Vorbild, in Deutschland wird das Shackleton Programme als außerschulisches Programm angeboten.

Der Erste Weltkrieg und der Nationalheld

„We were like men arisen from the dead to a world gone mad“ sind die berühmten Worte, mit denen Shackleton die Gräuel des Ersten Weltkrieges kommentierte, der kurz nach Abreise der Endurance von den Londoner Docks ausbrach und über dessen blutigen Verlauf sie erst 1916 Genaueres erfuhren. Er war kein Kriegsgegner, sondern ermutigte im Gegenteil seine Landsleute zum Aushalten und Weiterkämpfen und verglich in einer Botschaft an australische Soldaten den Kampf in der Antarktis mit dem in Europa.

Den Briten daheim diente die Geschichte der heldenhaften Rettung der Endurance-Expeditionsteilnehmer zur Stärkung der Moral. „We can pass eight Dreadnoughts, if we are sure of the eight Shackletons“ schrieb der britische Schriftsteller Conan Doyle. Eine englische Zeitung ging noch weiter, als sie die Rettungstat kommentierte: „As long as Englishmen are prepared to do this kind of thing, we need not lie awake dreading the boys of the dachshound breed“, wobei mit „boys of the dachshound breed“ die deutschen Soldaten gemeint waren.

In diesem Geist meldete sich jeder der Expeditionsteilnehmer, die auf Elephant Island ausgeharrt hatten, nach der Rückkehr nach Großbritannien als freiwilliger Kriegsteilnehmer. Und Shackleton widmete sein Buch „South“, in dem er die Tat aus seiner Sicht erzählt, „To my comrades who fell in the white warfare of the south and on the red fields of France and Flanders.“

Shackleton in der Literatur

Neben den zwei Büchern South und The Heart of the Antarctic, die Shackleton über seine Erlebnisse in der Antarktis schrieb, haben seine Erlebnisse auch in der Weltliteratur Niederschlag gefunden. Der Gewaltmarsch über das Südgeorgische Gebirge hinweg nach der körperlich und seelisch zermürbenden Fahrt in dem Rettungsboot inspirierten T. S. Eliot zu einer Strophe seines Gedichtes The Waste Land:

„Who is the third who walks always beside you?
When I count, there are only you and I together
But when I look ahead up the white road
There is always another one walking beside you
Gliding wrapt in a brown mantle, hooded
I do not know whether a man or a woman
— But who is that on the other side of you?“

Anlass zu diesem Gedicht war die Erzählung von Shackleton, dass sowohl er als auch seine zwei Gefährten während des brutalen Gewaltmarsches über den verschneiten Bergrücken von Südgeorgien immer wieder das Gefühl gehabt hätten, von einem vierten Wesen begleitet zu werden. T. S. Eliot, der aus erzähltechnischen Gründen in seinem Gedicht nur von zwei Personen berichtet, dürfte nicht bekannt gewesen sein, dass die gefühlte Anwesenheit einer vierten Person eine spätere Zufügung zu Shackletons Geschichte war, um dem Ganzen etwas mehr Spiritualität zu verleihen.

Shackleton im Film

2002 wurden Shackletons Expeditionen mit Kenneth Branagh in der Titelrolle als Spielfilmdokumentation verfilmt.

Edmund Hillary über Shackleton

Der weltbekannte neuseeländische Bergsteiger Edmund Hillary beantwortete die Frage, ob er Vorbilder habe, u.a. mit einem Hinweis auf Shackleton. („Do you have heroes?“- „Oh yes, Shackleton, my friend Eric Shipton, and the Dalai Lama--who could resist his chuckle after all?“)

Trivia

Ernest Shackleton wurde im Jahr 2002 bei der Abstimmung zu den bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte Großbritanniens in der BBC-Sendung 100 Greatest Britons auf Platz 11 gewählt.

Einzelnachweise

  1. Darstellung der Expedition Endurance in einem Film bei 3sat

Literatur

  • Caroline Alexander: Die Endurance. Shackletons legendäre Expedition in die Antarktis, Berlin-Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-8270-0396-2
  • Roland Huntford: SHACKLETON, CARROLL & GRAF PUBLISHERS, INC. NEW YORK, 1985, ISBN 0-7867-0544-2
  • Alfred Lansing: 635 Tage im Eis. Goldmann, München 2000, ISBN 3-442-15042-6
  • Ernest Shackleton: South – The Endurance Expedition. Zagier & Urruty Publications, Ushuaia – Tierra del Fuego 2001 (englischer Originaltext), ISBN 1-879568-81-0
  • Ernest Shackleton: Südpol – 635 Tage im ewigen Eis. Lübbe, Bergisch Gladbach 2000, ISBN 3-404-14509-7
  • Ernest Shackleton: The Heart of the Antarctic – the farthest South expedition 1907-1909. Signet, New York 2000, ISBN 0-451-20046-2
  • Sara Wheeler: Terra incognita – Travels in Antarctica. Jonathon Cape, London 1996, ISBN 0-224-04781-7
  • F. A. Worsley: Der Untergang der Endurance. Ullstein Taschenbuchverlag, München 2000, ISBN 3-548-35987-6
  • Margot Morrell/Stephanie Capparell: Shackletons Führungskunst. Rowohlt Verlag, Reinbek 2003, ISBN 3-499-61548-7
  • Arved Fuchs: Im Schatten des Pols – Auf Shackletons Spuren im härtesten Meer der Welt Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2001 ISBN 3-7688-1228-6
  • W. Kirk MacNulty: Die Freimaurer; Das verborgene Wissen Herbig Verlag, London 2006 ISBN 3-7766-2482-3

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  • Shackleton,Sir Ernest Henry — Shack·le·ton (shăkʹəl tən), Sir Ernest Henry. 1874 1922. British explorer who led a number of expeditions to the Antarctic and wrote Heart of the Antarctic (1909). * * * …   Universalium

  • Shackleton, Sir Ernest Henry — born , Feb. 15, 1874, Kilkea, County Kildare, Ire. died Jan. 5, 1922, Grytviken, South Georgia British explorer. In 1901 he joined Robert Falcon Scott s expedition to the Antarctic. He returned to Antarctica in 1908 and led a sledging party to… …   Universalium

  • Shackleton, Ernest Henry — ► (1874 1922) Explorador y marino británico. En 1908 escaló el Erebus. En 1914 intentó la travesía de la Antártida desde el mar de Weddell al mar de Ross …   Enciclopedia Universal

  • Ernest Shackleton — (fotografiert von Nadar, circa 1909) …   Deutsch Wikipedia

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  • Shackleton Ice Shelf — DMS …   Deutsch Wikipedia

  • Shackleton — ist der Name einer britischen Familie, die mehrere bedeutende Vertreter, vor allem in Wissenschaft und Forschung hervorgebracht hat, darunter: Derek Shackleton (1924–2007), englischer Cricketspieler Edward Shackleton (1911–1994), britischer… …   Deutsch Wikipedia

  • Ernest — ist ein männlicher Vorname. Der daraus abgeleitete Kosename Ernie wird auch als eigenständiger männlicher Vorname verwendet. Verbreitung und Varianten Ernest ist ein männlicher Vorname, der im englischen Sprachkreis, aber auch in anderen Sprachen …   Deutsch Wikipedia


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