Essweiler

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Essweiler
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eßweiler
Eßweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eßweiler hervorgehoben
49.5588888888897.5647222222222272Koordinaten: 49¬į¬†34‚Ä≤¬†N, 7¬į¬†34‚Ä≤¬†O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Wolfstein
H√∂he: 272¬†m √ľ.¬†NN
Fläche: 8,1 km²
Einwohner: 441 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67754
Vorwahl: 06304
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschl√ľssel: 07 3 36 023
Adresse der Verbandsverwaltung: Bergstraße 2
67752 Wolfstein
Webpräsenz:
Ortsb√ľrgermeister: Peter Gilcher

E√üweiler (kurzes "e": [ňą…õsva…™l…ź]) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz und geh√∂rt zur Verbandsgemeinde Wolfstein.
Eßweiler wurde 1296 erstmals urkundlich erwähnt und war Namensgeber des mittelalterlichen Verwaltungskomplexes Eßweiler Tal. Um 1300 wurde die Sprengelburg errichtet, deren Ruine seit 1983 als Baudenkmal ausgewiesen ist. Im 19. Jahrhundert war Eßweiler einer der Hauptorte des Westpfälzer Wandermusikantentums, etwa 300 Musikanten kamen aus dem Ort. Heute ist Eßweiler eine reine Wohngemeinde, ein Großteil der rund 450 Einwohner arbeitet in den umliegenden Städten. Der Luftsportverein Eßweiler (vorm. Landstuhl) e. V. betreibt hier einen Segelflugplatz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Eßweiler aus der Luft
Die ‚ÄěKolonie‚Äú auf dem Schneeweiderhof

E√üweiler hat 453 Einwohner und eine Fl√§che von 8,1 Quadratkilometer. 39,5¬†% der Gemarkung werden landwirtschaftlich genutzt, 13,9¬†% sind Siedlungs- und Verkehrsfl√§chen, 46,2¬†% sind Wald und 0,4¬†% Wasserfl√§chen.[1] Der Ort liegt ca. 25 Kilometer n√∂rdlich von Kaiserslautern, ca. 15 Kilometer √∂stlich von Kusel und etwa vier Kilometer westlich von Wolfstein am Fu√ü des K√∂nigsberges. In der Ortsmitte vereinigen sich der Breitenbach und der Jettenbach zum Talbach, der in Offenbach-Hundheim in den Glan m√ľndet. Rund um E√üweiler liegen einige der h√∂chsten Berge des Landkreises Kusel: der K√∂nigsberg (568¬†m), der Selberg (546¬†m), der Potschberg (498¬†m), der Bornberg (520¬†m) und der Herrmannsberg (536¬†m).

Ortsteil Schneeweiderhof

Der Ortsteil Schneeweiderhof liegt etwa drei Kilometer von E√üweiler entfernt in etwa 500¬†Meter H√∂he auf dem Bornberg. Seine Geschichte ist eng mit den Steinbr√ľchen verkn√ľpft, die ab den 1870er-Jahren dort angelegt wurden. Zwischen 1922 und 1924 wurde vom damaligen Eigent√ľmer der Steinbr√ľche, der Basalt AG, Linz am Rhein, eine Arbeitersiedlung f√ľr die Steinbruchbediensteten, die Kolonie, aus Basaltsteinen errichtet. Die Anlage ist noch weitgehend original erhalten.

Wegen der recht hohen Sch√ľlerzahlen (1952 insgesamt 25 Sch√ľler in sieben Klassen) wurde 1952 auf dem Schneeweiderhof eine Schule in einem eigens daf√ľr errichteten Geb√§ude eingerichtet. Den Kindern wurde dadurch der t√§gliche Fu√ümarsch nach E√üweiler und wieder zur√ľck erspart. Die Schule wurde 1965, nach einer Schulreform, aufgel√∂st.[2] Seit der Schlie√üung der Steinbr√ľche 1970 gehen die Einwohnerzahlen auf dem Schneeweiderhof kontinuierlich zur√ľck, immer mehr Wohnungen in der Kolonie stehen leer. Beliebt ist der Schneeweiderhof jedoch bei Wanderern und Ausfl√ľglern der n√§heren Umgebung, die die dortige Gastwirtschaft zur Einkehr nutzen. Seit 1988 befindet sich auf dem Steinbruchgel√§nde die Kreism√ľlldeponie des Landkreises Kusel.

Geschichte

Der Ursprung des Namens soll ein ‚ÄěWeiler des Ezzo (oder Azzo)‚Äú sein.[3] Urspr√ľnglich lag der Ort am K√∂nigsberg in der heutigen Gewanne Kirchwiese, in fr√ľherer Zeit wurden dort auch noch Mauerreste gefunden. Die zum heutigen Zeitpunkt erste bekannte Erw√§hnung E√üweilers ist ein Dokument der Grafen von Zweibr√ľcken von 1296, in dem der Ort als Esewilr erw√§hnt wird.[4] Doch schon vorher war die Gegend besiedelt:

Bis zur Römerzeit

Auf den Gemarkungen von E√üweiler und Rothselberg wurden mehrere steinzeitliche Funde gemacht. Sp√§ter siedelten hier Kelten und R√∂mer. 1904 wurde ein silberner L√∂ffel, verziert mit Tauben, Trauben und Weinlaub und der Inschrift ‚ÄěLucilianae vivas‚Äú gefunden. Der Ursprung ist r√∂misch, etwa aus dem 4. Jahrhundert.[5] Der L√∂ffel befindet sich heute im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Am Trautmannsberg wurden 2002/2003 durch Mitarbeiter des Amtes f√ľr arch√§ologische Denkmalpflege Grabungen zur Sichtung und Sicherung eines r√∂mischen Gutshofes durchgef√ľhrt. Unmittelbar daneben wurden dabei Keramikfunde und Vorratsgruben aus vorkeltischer Zeit (etwa um 800 v. Chr.) freigelegt.[6] Auf dem Potschberg wurden zu Anfang des 20. Jahrhunderts die Geb√§udereste eines r√∂mischen Bergheiligtums gefunden.

Der Ortskern von Eßweiler

Mittelalter

E√üweiler geh√∂rte im Mittelalter und in der fr√ľhen Neuzeit zum Komplex E√üweiler Tal, einer Einheit, zu der die Gemeinden E√üweiler, Oberweiler im Tal, Hinzweiler, Nerzweiler, Hundheim, Aschbach, Horschbach, Elzweiler und Hachenbach geh√∂rten. Ein Rodungsgebiet, das den gr√∂√üten Teil des E√üweiler Tals umfasste, wurde schon zwischen 868 und 870 der Reichsabtei Pr√ľm in der Eifel geschenkt.[7] Sp√§ter wurde das gesamte Tal durch die Grafschaft Veldenz, die sich von den Wildgrafen abspalteten, verwaltet. Sitz der Verwaltung war zun√§chst Nerzweiler, zwischen 1443 und 1477 wurde der Amtssitz nach Hundheim verlegt.[8] Zwischen E√üweiler und Oberweiler im Tal wurde um 1300 die Sprengelburg (Springeburg) errichtet. Sie hatte jedoch nicht lange Bestand und wurde bald darauf wieder zerst√∂rt. Burgherren waren zu dieser Zeit die Ritter von M√ľlenstein, Lehnsm√§nner der Wildgrafen.[9] Im Laufe der Jahre zerfiel die politische Einheit des E√üweiler Tals jedoch immer weiter, so dass im 16. Jahrhundert 14 Lehnsherren in den D√∂rfern herrschten. Oberste Grund- und Lehnsherren waren zu dieser Zeit die Junker von Scharfenstein. Sie waren Lehnsm√§nner der Wildgrafen und sorgten f√ľr eine gemeinsame Verwaltung und Rechtsprechung.[10] 1595 kam das gesamte E√üweiler Tal an das Herzogtum Pfalz-Zweibr√ľcken. E√üweiler verblieb dort bis zur Eroberung der linksrheinischen Gebiete durch Napoleon 1797, w√§hrend einige der D√∂rfer 1755 wieder an die Wildgrafen zur√ľckfielen.[11]

Fr√ľhe Neuzeit

Die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts verursachten gro√üe Verw√ľstungen und Verluste in der Bev√∂lkerung. Im Drei√üigj√§hrigen Krieg gab es hier zwar keine gr√∂√üeren Kampfhandlungen, die Gegend wurde jedoch mehrfach von verschiedenen Heeren durchzogen, ausgepl√ľndert und verw√ľstet, dabei wurde auch eine M√ľhle in E√üweiler zerst√∂rt (sie wurde 1661 wiederaufgebaut).[12] Zwischen 1635 und 1638 w√ľtete zus√§tzlich die Pest, die auch schon zuvor sporadisch aufgetreten war. Auch in den folgenden Auseinandersetzungen war die Region Durchzugsgebiet verschiedener Truppen, im Franz√∂sisch-Niederl√§ndischen Krieg und im Pf√§lzischen Erbfolgekrieg war die Region von franz√∂sischen Truppen besetzt, es kam wiederholt zu Pl√ľnderungen und Verw√ľstungen.[13] 1768 lebten im ‚ÄěE√üweiler Tal‚Äú nur noch 141 Familien. In den Folgejahren wanderten viele Bewohner nach Nord- und S√ľdamerika sowie nach Osteuropa aus.

In E√üweiler wurde 1733 mit dem Bau einer Kirche begonnen. 1745 gab es wieder zwei M√ľhlen im Ort (beide Geb√§ude sind noch vorhanden, die M√ľhle in der M√ľhlgasse wurde noch bis in die 1970er-Jahre betrieben). 1750 richtete ein Brand gro√üe Zerst√∂rungen im Ort an.[14]

19. Jahrhundert

Der Ausbruch der Französischen Revolution brachte wieder kriegerische Auseinandersetzungen mit sich. Nachdem die Gegend von Napoleon erobert wurde, gehörte Eßweiler seit 1797 zu Frankreich, zum Département Mont Tonnère (Donnersberg). Ab 1816 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Eßweiler zum Königreich Bayern.
Im 19. Jahrhundert stiegen die Bev√∂lkerungszahlen stark an, 1803 wurden 464 Einwohner gez√§hlt, 1836 dann 614 (28 Katholiken, 525 Protestanten und 61 Juden) und 1867 716 Einwohner (14 Katholiken, 617 Protestanten und 85 Juden). Wirtschaftliche Not und immer wieder auftretende Hungersn√∂te f√ľhrten jedoch auch im 18. und 19. Jahrhundert zu mehreren Auswanderungswellen, die bis in die 1920er-Jahre anhielten. Aus E√üweiler emigrierten unter anderem mehrere Zweige der Familie Gilcher nach Brasilien und in die USA.[15]

Typisches Musikantenhaus (mit dem Musikantengiebel) in Eßweiler

Auch der Ursprung des westpf√§lzer Wandermusikantentums f√§llt in die 1830er-Jahre, seine Bl√ľtezeit lag zwischen 1850 und dem Ersten Weltkrieg. E√üweiler war einer der Hauptorte des Musikantenlandes, etwa 300 Musiker zogen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts von hier aus durch die gesamte Welt. Im Unterschied zu den permanenten Auswanderungen kehrten die meisten Wandermusikanten immer wieder hierher zur√ľck, wenngleich ihre Reisen manchmal auch mehrere Jahre dauern konnten. Bekannte Musiker aus E√üweiler sind:

  • Michael Gilcher (1822‚Äď1899), Trompeter, Reisen nach England und in die USA, war sp√§ter B√ľrgermeister in E√üweiler.
  • Hubertus Kilian (1827‚Äď1899), Posaunist, Reisen u.¬†a. nach Australien, China und die USA.
  • Rudolph Schmitt (1900‚Äď1993), Klarinettist. Rudolph Schmitt blieb in den USA und wurde ein gefragter Klarinettist in mehreren Sinfonieorchestern.

Seit 1900

1907 wurde eine erste Wasserleitung verlegt. Das Wasser kam von einer Quelle am Trautmannsberg. Sie war bis in die 1980er-Jahre in Betrieb, dann wurde E√üweiler, in den 1990er-Jahren auch der Schneeweiderhof, √ľber Fernleitungen an eine √ľberregionale Wasserversorgung angeschlossen. Der Anschluss ans Stromnetz erfolgte ab 1924.

Die Inschriften auf dem Denkmal weisen f√ľr den Ersten Weltkrieg 13 gefallene und 2 vermisste Soldaten aus, √ľber Zerst√∂rungen im Ort oder Verluste in der Zivilbev√∂lkerung ist nichts bekannt. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges geh√∂rte E√üweiler bis 1947 zum Freistaat Bayern. In der Reichspogromnacht wurden die H√§user der letzten beiden j√ľdischen Familien verw√ľstet, kurz darauf wurden die drei verbliebenen j√ľdischen Gemeindemitglieder deportiert[11] (siehe auch unten). Den Zweiten Weltkrieg √ľberstand der Ort relativ unbeschadet, lediglich ein Geb√§ude wurde durch einen amerikanischen Panzer besch√§digt. Allerdings starben laut Denkmalinschriften 51 M√§nner als Soldaten. Und im Februar 1945 ereignete sich ein schweres Ungl√ľck, als Kinder zur√ľckgelassene Munitionsteile zum Spielen benutzten. Bei der Explosion starben f√ľnf Kinder, mehrere andere wurden zum Teil schwer verletzt.

Seit 1947 geh√∂rt E√üweiler zum Bundesland Rheinland-Pfalz. Mit der Gr√ľndung der Verbandsgemeinde Wolfstein zum 1. Januar 1972 wurde die B√ľrgermeisterei E√üweiler, die auch f√ľr die Nachbargemeinde Oberweiler im Tal zust√§ndig war, aufgel√∂st.

Religionen

Christentum

Die Kirche von Eßweiler

Als Beleg f√ľr eine fr√ľhe Christianisierung der damaligen Bev√∂lkerung wurde der 1904 gefundene Silberl√∂ffel aus der R√∂merzeit gewertet, denn die an Weintrauben pickenden Tauben, mit denen er verziert ist, wurden in der Fundbeschreibung als typisch christliches Emblem bezeichnet.[5] Er zeigt zumindest, dass damals schon Kontakte zum Christentum bestanden. Bis zur Reformation geh√∂rte E√üweiler wie alle anderen D√∂rfer des E√üweiler Tales zu einer gemeinsamen Pfarrei. Pfarrkirche war die im 12. Jahrhundert erbaute Hirsauer Kirche bei Hundheim. 1544 wurden die Orte E√üweiler, Oberweiler im Tal und Hinzweiler zur Pfarrei Hinzweiler zusammengefasst, die dortige Kirche wurde Pfarrkirche und dort wohnte auch der Pfarrer. Dies fiel mit dem √úbertritt der damaligen Herren zum lutherischen Glauben zusammen.[16] 1595 ging das Tal in den Besitz von Pfalz-Zweibr√ľcken √ľber. Damit musste man zum reformierten Glauben wechseln. 1601 kam E√üweiler zur Pfarrei Bosenbach. Sie wurde am Ende des Drei√üigj√§hrigen Krieges mit der Pfarrei Hinzweiler vereint. Die Betreuung der Gemeindemitglieder erfolgte wieder von Hinzweiler aus. Der lutherische Glaube war aber nicht ganz verschwunden, 1709 kam es zur Gr√ľndung einer eigenen, lutherischen Pfarrei f√ľr die Orte des E√üweiler Tales.[17] 1746 kam E√üweiler wieder zur Pfarrei Bosenbach. Dies wurde dann erst wieder 1971 ge√§ndert, E√üweiler kam zur Pfarrei Rothselberg, zu der es bis heute neben den Orten Rothselberg und Kreimbach-Kaulbach geh√∂rt.

1733 wurde in E√üweiler mit dem Bau einer eigenen Kirche begonnen. Damals wurde auch ein eigener Friedhof eingerichtet, nachdem es urspr√ľnglich nur einen Friedhof f√ľr alle Orte des E√üweiler Tales bei der Hirsauer Kirche in Hundheim gab.

Die J√ľdische Gemeinde

Im Jahr 1688 wohnten in E√üweiler vier j√ľdische Familien. Deren Zahl erh√∂hte sich im Laufe der Jahre stetig. In den 1860er-Jahren hatte E√üweiler eine der gr√∂√üten j√ľdischen Gemeinden im Landkreis Kusel, 1867 lebten hier 85 Juden. (Bev√∂lkerungszahlen aus[18]). Die Zahl verringerte sich in den folgenden Jahren aber ebenso kontinuierlich wieder, viele Bewohner zogen in die gr√∂√üeren St√§dte. Am 24. Januar 1906 wurde die israelitische Kultusgemeinde E√üweiler aufgel√∂st, die verbleibenden j√ľdischen Mitb√ľrger, die beiden Familien von Isidor und seines Bruders Sigmind Rothschild, schlossen sich der j√ľdischen Gemeinde Kusel an[19].

In der Reichspogromnacht drangen Mitglieder der SA aus Altenglan und Theisbergstegen, verst√§rkt durch einige Anh√§nger der NSDAP aus Jettenbach, sowie SA-Mitglieder aus Kusel, die im Kreisgebiet unterwegs waren und j√ľdisches Eigentum zerst√∂rten, in ihre H√§user ein und verw√ľsteten sie[19]. Kurz darauf wurden die verbliebenen Familienmitglieder, der Witwer Isidor und sein Bruder Sigmund Rothschild mit seiner Frau Blondine, deportiert.[11] Das Ehepaar starb vermutlich in Theresienstadt.[20] Auch zwei ihrer vier T√∂chter wurden in den Konzentrationslagern ermordet.[21] Die anderen beiden T√∂chter sowie die S√∂hne von Isidor Rothschild konnten entkommen und lebten sp√§ter in den USA.

Es gab eine Synagoge im Ort, im Volksmund Judenschule genannt. Sie wurde schon im Jahr 1789 erw√§hnt.[22] Die Stra√üe, in der sie lag, hei√üt bei der Bev√∂lkerung heute noch Judengasse. Die Synagoge wurde 1902 zu Wohnzwecken verpachtet und 1907 versteigert[23]. Das Geb√§ude steht noch, es wird aber als Wohnhaus genutzt und enth√§lt keine Zeugnisse seiner urspr√ľnglichen Nutzung mehr. Im Nachbargeb√§ude wurden bei Renovierungsarbeiten in den 1960er-Jahren die Reste einer Mikwe gefunden.

Die Toten wurden auf den j√ľdischen Friedh√∂fen in Hinzweiler, sp√§ter in Kaiserslautern bestattet. Der Friedhof in Hinzweiler ging 1904 in den Besitz der J√ľdischen Gemeinde E√üweiler √ľber[23].

Zahlen zur Religionszugehörigkeit

Zum 31. Mai 2007 gehörten die 453 Einwohner mit Hauptwohnsitz in Eßweiler folgenden Konfessionen an [24]:

Der j√ľdische Friedhof in Hinzweiler
Konfession Anzahl Prozent
evangelisch 345 76,16 %
römisch-Katholisch 49 10,82 %
freireligiöse Landesgemeinde Pfalz 2 0,44 %
sonstige 2 0,44 %
keine 48 10,60 %
ohne Angabe 7 1,55 %

Politik und Gesellschaft

E√üweiler geh√∂rt seit dem 1. Januar 1972 zur damals neu gegr√ľndeten Verbandsgemeinde Wolfstein. Der Gemeinderat von E√üweiler besteht seit den Wahlen vom 13. Juni 2004 aus acht Personen, ihre Parteizugeh√∂rigkeit spielt f√ľr ihre Wahl keine Rolle. B√ľrgermeister ist Peter Gilcher.

Wappen

Das Wappen wurde am 13. Oktober 1982 von der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz genehmigt. Der Hintergrund ist goldfarben. Eine Teilung erfolgt durch eine von oben rechts nach unten links verlaufende breite, blaue Wellenlinie. Im oberen Feld befindet sich eine rote Burg mit Turm; im unteren Feld sind zwei gekreuzte Steinabbauh√§mmer zu sehen. Das Wappen symbolisiert den Talbach, die Sprengelburg und die Steinbr√ľche im Ortsteil Schneeweiderhof.

Zahlen zur Bevölkerung

Einwohnerzahlen

Am 31. Mai 2007 hatten in Eßweiler 453 Personen ihren Hauptwohnsitz, 224 (49,45 %) waren männlich und 229 (50,55 %) weiblich. Der Ausländeranteil lag bei 1,33 %. 42 Personen hatten einen Nebenwohnsitz in Eßweiler. [24]

Jahr 1609 1803 1836 1867 1893 1905 1938 1969 1974 1977 1980 2007
Einwohner 144[14] 464[18] 614[18] 716[18] 682[25] 644 672 666[26] 612[26] 599[26] 602[26] 453[24]

Die Bev√∂lkerungszahlen des 19. Jahrhunderts beinhalten einen hohen Anteil j√ľdischer B√ľrger, 1836 lebten hier 61 Juden und 1867 dann 85. Die erste H√§lfte des 20. Jahrhunderts erlebte Zuwanderungen vor allem auf dem Schneeweiderhof durch die dortigen Steinbr√ľche. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts gehen die Einwohnerzahlen kontinuierlich zur√ľck.

Altersstruktur

Anhand der Bevölkerungszahlen zum 31. Mai 2007 weist Eßweiler folgende Altersstruktur auf[24]:

Alter in Jahren 0-9 10-19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-19 ab 80
Anteil 2005 4,42 % 13,69 % 7,95 % 12,14 % 19,65 % 16,67,% 11,04 % 9,71 % 5,74 %

Sehensw√ľrdigkeiten und Kultur

Bauwerke

Die Sprengelburg

Die Ruine Sprengelburg

Zwischen E√üweiler und Oberweiler im Tal auf einem Ausl√§ufer des K√∂nigsberges direkt an der Landesstra√üe 372 liegt die Sprengelburg (oder Springeburg). Sie wurde, nach den vorhandenen Bauresten zu urteilen, um 1300 errichtet und bald darauf schon wieder in einer Fehde zerst√∂rt, da die Burgherren, die Ritter M√ľlenstein, als Raubritter bek√§mpft wurden. Bis in die 1970er-Jahre wies nur noch der Name des Ortes, am alten Schloss, auf die Burg hin, alle Baureste waren unter einem Erdh√ľgel, der mit B√§umen bewachsen war, verborgen. Das heutige Aussehen der Ruine ist das Resultat von Restaurierungsma√ünahmen, die, initiiert durch das Landesamt f√ľr Denkmalpflege in Speyer, ab 1976 bis Mitte der 1980er-Jahre durchgef√ľhrt wurden.[9] Seit 1983 ist die Ruine als Baudenkmal ausgewiesen.

Die Kolonie

Die ‚ÄěKolonie‚Äú

In den Steinbr√ľchen auf dem Schneeweiderhof waren bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zeitweise bis zu 500 Menschen besch√§ftigt. Sie kamen aus den umliegenden D√∂rfern und legten den Weg auf den Berg, teilweise f√ľnf bis sechs Kilometer, zu Fu√ü zur√ľck. Zwischen 1922 und 1924 wurde auf dem Schneeweiderhof vom Eigent√ľmer der Steinbr√ľche, der Basalt AG, Linz am Rhein, aus den dort vorkommenden Basaltsteinen eine Arbeitersiedlung errichtet. Sie wird im Volksmund die Kolonie genannt. Der Komplex besteht aus einem dreigeschossigen Hauptbau und zwei Fl√ľgelbauten, die etwas n√§her zur Stra√üe liegen. Durch rundb√∂gige Durchfahrten gelangt man auf die hinter dem Komplex liegenden H√∂fe. Dort lagen Stallungen f√ľr Ziegen und H√ľhner. Die Au√üenansicht des Geb√§udekomplexes ist gr√∂√ütenteils noch im Original erhalten.[14] Viele Wohnungen sind nicht mehr bewohnt.

Evangelische Kirche

In der Ortsmitte steht die evangelische Kirche. Das ab 1733 errichtete Langhaus ist heute noch vorhanden, 1865 wurde der baufällige Dachreiter durch einen angebauten Turm ersetzt. Im Innern befindet sich eine Orgel, die 1869 von E. F. Walcker, Ludwigsburg, geliefert wurde und noch unverändert erhalten ist.[14]

Bildung und Erziehung

1936 wurde ein neues Schulhaus am Ortsausgang nach Oberweiler im Tal gebaut, zuvor waren die Sch√ľler der Volksschule E√üweiler in einem Geb√§ude in der Ortsmitte und auch im Rathaus untergebracht. Dieses neue Schulhaus wurde, nach mehrmaligen Umbauten, bis 2002 genutzt. Zwischen 1952 und 1965 gab es auf dem Schneeweiderhof eine eigene Schule. Seit dem Beginn des Schuljahres 2002 steht f√ľr die Sch√ľler der Grundschule K√∂nigsland aus E√üweiler, Rothselberg, Jettenbach, Oberweiler im Tal und Hinzweiler ein neues, modernes Schulgeb√§ude in Jettenbach zur Verf√ľgung. Es l√∂ste die alten Schulh√§user in E√üweiler, Jettenbach und Rothselberg ab. Weiterf√ľhrende Schulen in der Umgebung sind die Regionale Schule am K√∂nigsberg in Wolfstein (Haupt- und Realschule), die Realschule Kusel, die Gymnasien in Kusel und Lauterecken sowie das Schulzentrum in Kusel auf dem Ro√überg mit Hauptschule, Berufsbildender Schule und Wirtschaftsgymnasium. Die n√§chstliegenden Hochschulen sind die Fachhochschule Kaiserslautern und die Technische Universit√§t Kaiserslautern. Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Rothselberg wird seit 1997 Jahre in Rothselberg der Kindergarten Spatzennest betrieben.

Der Dorfbrunnen von 1857

Vereine

Der √§lteste Verein in E√üweiler ist der Gesangverein 1888 E√üweiler e.¬†V. Er wurde laut einer Bestandsaufnahme des Deutschen S√§ngerbundes von 1942 im Jahre 1888 als M√§nnergesangverein gegr√ľndet. Dirigenten waren in der Anfangszeit in der Regel die √∂rtlichen Schullehrer. 1925 wurde mit dem Arbeiter Gesang- und Unterst√ľtzungsverein ein zweiter M√§nnergesangverein gegr√ľndet, der urspr√ľngliche Verein wurde im Volksmund deshalb b√ľrgerlicher Gesangverein genannt. Nach der Macht√ľbernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 wurden die beiden Vereine im Zuge der Gleichschaltung zusammengelegt. Der neue Verein war noch bis 1942 aktiv. 1946 erfolgte die Wiedergr√ľndung des Vereins, die nicht ganz einfach vonstatten ging, da die franz√∂sische Milit√§rverwaltung u.¬†a. eine franz√∂sische √úbersetzung der Vereinssatzung verlangte. Ab Mitte der 1960er-Jahre wurde es immer schwieriger, Nachwuchss√§nger zu finden. Deshalb wurde 1967 ein Frauenchor gegr√ľndet und der M√§nnergesangverein in einen gemischten Chor umgewandelt. Dies l√∂ste das Problem jedoch nur kurzzeitig, so dass in den 1990er-Jahren eine Chorgemeinschaft mit dem Gesangverein Horschbach eingegangen wurde. Gro√üe Bedeutung f√ľr den Verein hat Oswald Henn, der von 1925, damals beim Arbeitergesangverein, bis 1981 Dirigent war.[11] Schon seit 1902 bis zum Ende der 1960er-Jahre organisierte der Gesangverein auch Theaterauff√ľhrungen. Diese Tradition wurde im Jahre 1998 mit der Gr√ľndung der Theatergruppe fortgesetzt.

Das Talbachtal unterhalb der Sprengelburg

1924 wurde in E√üweiler der b√ľrgerliche Sportverein E√üweiler gegr√ľndet. 1928 wurde eine Turnabteilung und eine M√§dchenriege angegliedert und der heutige Name Turn- und Sportverein E√üweiler entstand. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein als Fu√üballverein neu gegr√ľndet, zuerst musste man jedoch wegen Spielermangel eine Spielgemeinschaft mir Rothselberg und Kreimbach-Kaulbach eingehen. Ab 1949 waren wieder genug Spieler f√ľr eine eigene Mannschaft vorhanden. 1957 stieg die Mannschaft in die B-Klasse Kusel auf. In den 1960er-Jahren machte sich Nachwuchsmangel bemerkbar, die Mannschaft stieg wieder ab und seit 1968 besteht mit dem Sportverein Rothselberg eine Spielgemeinschaft. Seit 1988 spielt die SG E√üweiler-Rothselberg wieder in der B-Klasse bzw. Kreisliga Kusel.

Schon seit 1962 ist der Landfrauenverein in der Gemeinde aktiv. Anfang der 1970er-Jahre wurde der Heimat- und Verkehrsverein gegr√ľndet, der die Landscheidh√ľtte bewirtschaftet und zu dem auch die Theatergruppe geh√∂rt. Zur Unterst√ľtzung der Freiwilligen Feuerwehr wurde 1982 der Feuerwehrf√∂rderverein ‚ÄěSt. Florian‚Äú E√üweiler gegr√ľndet. Die Tradition E√üweilers als Musikantendorf f√ľhrt der 1988 gegr√ľndete Musikverein Die Talbachmusikanten, zu dem auch das Jugendorchester E√üweiler/Jettenbach geh√∂rt, weiter. Weitere Vereine sind der Alten- und Krankenpflegeverein, der SPD Ortsverein und der Luftsportverein E√üweiler (vorm. Landstuhl) e. V..

Segelflugplatz

Oberhalb des Ortes liegt der Segelflugplatz E√üweiler, der vom Luftsportverein E√üweiler betrieben wird. Der Platz wurde 1963 gebaut und ist f√ľr Segelflug, Motorsegler und UL zugelassen. Kolbengetriebene Motorflugzeuge bis zwei Tonnen Abfluggewicht sind nur mit Segelflugschleppkupplung zugelassen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Steinbruch auf dem Schneeweiderhof

Arbeitsplätze

Bis ins 20. Jahrhundert war die Landwirtschaft die Lebensgrundlage der Bev√∂lkerung von E√üweiler. 1833 wurden folgende Anbaufl√§chen bewirtschaftet: 1365 Morgen Ackerland, 210 Morgen Kartoffelanbau, 7 Morgen Gartenland, 133 Morgen Futterkr√§uter und 314 Morgen Gem√ľseanbau. √úber die Gr√∂√üe der Weidefl√§chen ist nichts bekannt.[18] Ab etwa 1830 erlangte das Wandermusikantentum immer gr√∂√üere Bedeutung in der Westpfalz und E√üweiler wurde einer der Hauptorte des Musikantenlandes (siehe oben). Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden um E√üweiler, vor allem im K√∂nigsberg, mehrere Bergwerke, in denen nach Quecksilber, Schwerspat, Eisenerz und Kohle gegraben wurde. Von gr√∂√üerer Bedeutung f√ľr E√üweiler waren jedoch die Hartsteinvorkommen auf dem Schneeweiderhof. Ab 1870 wurden dort von E√üweiler B√ľrgern erste Steinbr√ľche angelegt, in denen vor allem Pflastersteine hergestellt wurden. 1914 wurden die Steinbr√ľche, die z.¬†B. R√ľbezahl, Hindenburg oder Bismarck hie√üen, von der Basalt AG, Linz am Rhein, aufgekauft. Das Transportproblem, die Steine mussten bis dahin m√ľhsam mit Fuhrwerken zu den Bahnh√∂fen in Kreimbach oder Altenglan gebracht werden, wurde 1919 durch den Bau einer f√ľnf Kilometer langen Seilbahn nach Altenglan, gel√∂st. Zeitweise waren auf dem Schneeweiderhof bis zu 500 Menschen aus den umliegenden D√∂rfern besch√§ftigt. Der Betrieb wurde 1970 stillgelegt. [27][28]

Das Ende des Wandermusikantentums nach dem Ersten Weltkrieg brachte einen ersten empfindlichen Einschnitt bei den Arbeitsm√∂glichkeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die fr√ľher typischen landwirtschaftlichen Betriebe in Nebenerwerbsbetriebe umgewandelt oder verschwanden vollst√§ndig. Im Jahr 2005 gab es noch neun landwirtschaftliche Betriebe, die insgesamt eine Fl√§che von 213 Hektar nutzten. Davon waren 74,2¬†% Ackerland und 25,8¬†% Dauergr√ľnland.[1]

Die Einwohner von E√üweiler arbeiten heute gr√∂√ütenteils in den umliegenden Gemeinden und St√§dten wie Wolfstein, Kusel oder Kaiserslautern. In E√üweiler sind mehrere Kleinbetriebe ans√§ssig, unter anderem zwei Omnibusbetriebe, mehrere Handwerksbetriebe, die Kreism√ľlldeponie des Landkreises Kusel auf dem Schneeweiderhof, die 1988 in Betrieb genommen wurde, sowie das Christliche Jugenddorf Wolfstein.

Blick √ľber E√üweiler, im Hintergrund der Selberg

Verkehr

Durch E√üweiler f√ľhrt die Landesstra√üe¬†372. Sie hei√üt im Ortsbereich Hauptstra√üe und f√ľhrt von Rothselberg nach Offenbach-Hundheim. In die Hauptstra√üe m√ľndet in der Ortsmitte die Landesstra√üe 369, im Ortsbereich Kr√§melstra√üe genannt. Sie f√ľhrt nach Jettenbach. Von der Kr√§melstra√üe zweigt die Kreisstra√üe¬†31 auf den Schneeweiderhof ab. Sie wurde 1959 gebaut. Zur Bundesautobahn 6 in Richtung Saarbr√ľcken oder Mannheim, Anschlussstelle Kaiserslautern West, sind es 25 Kilometer. Zur Bundesautobahn 62 in Richtung Trier, Anschlussstelle Kusel, sind es 20 Kilometer und zur Bundesautobahn 63 in Richtung Mainz, Anschlussstelle Sembach, sind es ebenfalls etwa 20 Kilometer. Weiterhin sind die Bundesstra√üe 270 (bei Kreimbach-Kaulbach, ca. 6¬†km), die Bundesstra√üe 420 und Bundesstra√üe 423 (in Altenglan, ca. 10¬†km) in direkter N√§he. E√üweiler geh√∂rt zum Verkehrsverbund Rhein-Neckar. Angebunden wird es durch die Buslinien 140, 272, 274 und 275. Der n√§chstgelegene Bahnhof befindet sich in Kreimbach-Kaulbach und ist etwa sieben Kilometer entfernt. Von dort gelangt man zum Hauptbahnhof in Kaiserslautern.

Einzelhandel und Gastronomie

In fr√ľherer Zeit konnte noch der gesamte t√§gliche Bedarf im Ort gedeckt werden. Es gab mehrere Metzgereien und B√§ckereien. W√§hrend der Bl√ľtezeit des Wandermusikantentums betrieb der Musikant Adolph Schwarz ein Musikgesch√§ft. Bis Mitte der 1970er-Jahre gab es in E√üweiler noch drei Lebensmittelgesch√§fte, zwei Metzgereien und eine B√§ckerei. Aktuell sind noch ein Lebensmittelgesch√§ft und eine B√§ckereifiliale vorhanden.

Bis zum Anfang der 1970er-Jahre existierten in E√üweiler vier Gastst√§tten, auf dem Schneeweiderhof eine weitere. Heute gibt es in E√üweiler und auf dem Schneeweiderhof nur noch jeweils eine Gastst√§tte sowie eine nachmittags ge√∂ffnete H√ľtte des Heimatvereins.

Der Dorfplatz in der Ortsmitte

Sonstige Einrichtungen

Zwischen 1967 und 1969 wurde das Rathaus erbaut. Es beherbergt heute das Sitzungszimmer des Gemeinderates, die Filiale der Kreissparkasse und eine B√§ckereifiliale und wird von √∂rtlichen Vereinen oder Gruppen f√ľr kleinere Veranstaltungen genutzt. Im Keller wurde ein Jugendraum eingerichtet. Direkt daneben wurde 1988 das Feuerwehrhaus errichtet. Nach dem Kauf eines landwirtschaftlichen Anwesens durch die Gemeinde und dem Abriss der Geb√§ude wurde 1987 der Dorfplatz in der Dorfmitte fertiggestellt.

Auf dem Gel√§nde der Kreism√ľlldeponie auf dem Schneeweiderhof befindet sich seit 2005 die Wetterstation ‚ÄěE√üweiler‚Äú der Meteomedia AG. Daneben wurde im November 2008 auf einer Fl√§che von vier Hektar ein Solarpark mit einer Leistung von 1,5 MW in Betrieb genommen. Betreiber ist die ‚ÄěNeue Energie Pf√§lzer Bergland Gmbh‚Äú, ein Gemeinschaftsunternehmen der Pfalzwerke AG und des Landkreises Kusel. Ebenfalls auf dem Schneeweiderhof befindet sich der 151 Meter hohe Fernmeldeturm Bornberg.

B√ľrgerhaus E√üweiler

Da es in E√üweiler keine R√§umlichkeiten f√ľr gr√∂√üere Veranstaltungen mehr gab (die fr√ľher vorhandenen Tanzs√§le in den Gastst√§tten wurden nach und nach zu Wohnungen umgebaut), wurde anfangs der 1990er-Jahre mit den Planungen zum Bau eines Dorfgemeinschaftshauses begonnen. Urspr√ľnglich sollte es am Ortsausgang in Richtung Jettenbach als Neubau erstellt werden. Noch in der Planungsphase wurde ein landwirtschaftliches Anwesen in der Ortsmitte, bestehend aus Wohnhaus, Hof und Scheune mit St√§llen, zum Verkauf angeboten. Die Gemeinde erwarb das Grundst√ľck und die Planung wurde in die neue Richtung gelenkt.

Grundsteinlegung war am 2. Juni 1995. Gr√∂√ütenteils in Eigenleistung durch E√üweiler B√ľrger wurden die Geb√§ude zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Die alte Bausubstanz wurde dabei erhalten und integriert: Das ehemalige Wohnhaus beherbergt nun die Toilettenanlage, mehrere kleinere Veranstaltungsr√§ume sowie, im alten Gew√∂lbekeller, die Bar. Die Scheune wurde entkernt und enth√§lt den eigentlichen Veranstaltungsraum. Dazwischen wurde ein Neubau errichtet. Er enth√§lt den Eingangsbereich, einen Vorraum sowie den Wirtschaftstrakt mit K√ľche, Ausschank und Lagerr√§umen.

Persönlichkeiten

Quellen

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  2. ‚ÜĎ Schultagebuch des Lehrers Egon Fickeisen
  3. ‚ÜĎ Christmann E.: Die Siedlungsnamen der Pfalz, Teil 1, 2. erw. und verbesserte Auflage, Speyer 1968, S. 150
  4. ‚ÜĎ Regesten der Grafen von Zweibr√ľcken, nach Carl P√∂hlmann bearbeitet durch Anton Doll, Speyer 1962, S. 121
  5. ‚ÜĎ a b Gr√ľnenwald L.: Urkunden und Bodenfunde zur Fr√ľhgeschichte der Pfalz, Palatina, Jg. 1926, S.212
  6. ‚ÜĎ Lanzer, Rudi: Bei Grabungen Reste r√∂mischer Villa frei gelegt, Die Rheinpfalz, 11. Januar 2003
  7. ‚ÜĎ Rothenberger/Scherer/Stab/Keddigkeit: Pf√§lzische Geschichte Teil 1, Institut f√ľr pf√§lz. Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern, 2001, S. 114/115
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  10. ‚ÜĎ Hofmann, Johann: Gr√ľndliche und wahrhaftige Beschreibung des E√üweiler Thals, wie derselbig mit seinen Bezirken und Grenzen inwendig und auswendig im gleichen mit Gebirgen, W√§ldern, Rotb√∂schen, Heck, Th√§lern, Brunnen, Weyern, B√§chen, Fl√ľssen und auch mit alten und neuen bewohnten √Ėrtern und Dorfschaften gelegen ist. Gemacht nach der rechten geometrischen Art und Weise durch Johann Hofmann, der Zeit Kellern zu Lichtenberg anno 1595
  11. ‚ÜĎ a b c d Dr. Rudi Emrich: Zur Geschichte des Dorfes E√üweiler von den Anf√§ngen bis ins 20. Jahrhundert. In: Festschrift zum 100 j√§hrigen Vereinsjubil√§um des Gesangvereins E√üweiler. 1990
  12. ‚ÜĎ Weber, F.W.: Bauernm√ľhlen an den Nebenb√§chen des Glan, Westrichkalender 1986, S. 82
  13. ‚ÜĎ Zink, A.: Chronik der Stadt Lauterecken, 1968
  14. ‚ÜĎ a b c d Kulturdenkm√§ler in Rheinland-Pfalz Band 16: Kreis Kusel. Herausgegeben im Auftrag des Ministeriums f√ľr Kultur, Jugend, Familie und Frauen vom Landesamt f√ľr Denkmalpflege, ISBN 3-88462-163-7, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1999
  15. ‚ÜĎ Auswanderungen der Familie Gilcher nach Nord- und S√ľdamerika von Friedrich H√ľttenberger im Internet
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  17. ‚ÜĎ H. Matzenbacher: Pfarr- und Schulgeschichte der Stadt Wolfstein. Wolfstein 1966
  18. ‚ÜĎ a b c d e W. Schlegel/A. Zink: 150 Jahre Landkreis Kusel, Otterbach - Kaiserslautern 1968
  19. ‚ÜĎ a b ‚Äě...auf Lastwagen fortgeschafft‚Äú, Herausgeber: B√ľndnis gegen Rechtsextremismus, Kusel, 2008
  20. ‚ÜĎ Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Bundesarchiv, Koblenz 1986 (E-Mail von Wiliam Gicher mit Textauszug)
  21. ‚ÜĎ ‚ÄěDigital Monument to the Jewish Community in the Netherlands‚Äú im Internet
  22. ‚ÜĎ Arnold, H.: Von den Juden in der Pfalz, Speyer 1967
  23. ‚ÜĎ a b Bernhard Kukatzi: Der j√ľdische Friedhof in Hinzweiler, Landau 2008
  24. ‚ÜĎ a b c d Gemeindestatistik aus dem landeseinheitlichen System EWOISneu, √ľber http://www.rlpdirekt.de/
  25. ‚ÜĎ Bayr. Jahrbuch, Kalender f√ľr Bureau, Comptoir und Haus, M√ľnchen 1893
  26. ‚ÜĎ a b c d Westrichkalender Kusel, jeweiliges Jahr, Herausgeber Landkreis Kusel
  27. ‚ÜĎ Cappel, Michael: 100 Jahre Gesteinsabbau - Geschichte und Bedeutung f√ľr die Region, Westrichkalender 2005
  28. ‚ÜĎ Lanzer, Rudi: Steinbruchbetrieb E√üweiler, Westrichkalender 1963

sowie m√ľndlichen √úberlieferungen E√üweilerer B√ľrger.

Weblinks


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