Euchaita

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Euchaita (Türkei)
Euchaita
Euchaita

Euchaita war eine Kleinstadt (polisma) im nördlichen Kleinasien (Pontus). Nikephoros Uranos nennt sie proasteion. Heute heißt das türkische Dorf, das teilweise auf den Ruinen liegt, Beyözü. Es liegt in der Provinz Çorum.

Hier erschlug der Hl. Theodor von Euchaita nach der Legende einen Drachen und begegnete der frommen Eusebia, die nach seinem Martyrium seine Gebeine aufbewahrte. In der Vita des Chrysippos heißt die entsprechende Stadt allerdings Amaseia (Amasya). Sie wurde von Anastasios I. zur Stadt und zum Bischofssitz erhoben. Danach ist von der Geschichte der Stadt nichts überliefert, bis in den 880ern Kaiser Photios seinen Günstling Theodoros Santabarenos zum Metropoliten von Euchaita erhob. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts erlangte der Platz einige Bedeutung, als Kaiser Johannes I. Tzimiskes hier eine dem Hl. Theodor geweihte Kirche erbauen ließ. Der Name der Stadt wurde darauf in Theodoropolis geändert.

Kirchenmänner, Heilige und Schriftsteller wie die Patriarchen Petrus Fullo von Antiochia (469-470, 475-477 und 484-488), Patriarch Petros III. Mongos (477-489), Euphemios (489-495), Makedonios (495-511) und Eutychios (552-565) von Konstantinopel, Alypios Stylitos und Johannes Moschos besuchten Euchaita oder waren nach dort verbannt worden.

Anfang des 7. Jahrhunderts wurde der die Kirche des Hl. Theodor durch die Sassaniden verwüstet. Der Legende nach zerstreuten sie seine Überreste, weshalb sie von Erdbeben, Krankheiten und Dämonen geplagt wurden, bis sie einen Priester beauftragten, die Reliquien wieder einzusammeln. Bei der Wiedereroberung durch die Byzantiner 622 wurde Euchaita niedergebrannt, doch schließlich durch Bischof Eleutherios wieder aufgebaut.

Quellen

  • Raymond Janin: La géographie ecclésiastique de l'Empire Byzantin 1.3: Le siège de Constantinople et le patriarcat oecuménique: les églises et les monastères, Paris 1969², S. 148-155.
  • Frank Trombley: The Decline of the seventh-century town: the exception of Euchaita, In: Byzantine Studies in Honor of Milton V. Anastos, ed. Spyros Vryonis, Jr., Malibu 1985, S. 65-90.

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