Eugen von Savoyen

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Eugen von Savoyen
Jacob van Schuppen: Prinz Eugen von Savoyen, √Ėl auf Leinwand, 1718. Das Bild h√§ngt als Dauerleihgabe des Rijksmuseum, Amsterdam, im Wiener Belvedere.

Eugen Franz, Prinz von Savoyen-Carignan (fr: Fran√ßois-Eug√®ne de Savoie-Carignan, it: Eugenio di Savoia-Carignano; * 18. Oktober 1663 in Paris; ‚Ć 21. April 1736 in Wien), unter dem Namen Prinz Eugen bekannt, war einer der ber√ľhmtesten Feldherren des Hauses √Ėsterreich und wesentliche St√ľtze der Gro√ümachtstellung √Ėsterreichs innerhalb Europas. Er war ab 1697 Oberbefehlshaber im Gro√üen T√ľrkenkrieg. Neben dem Duke of Marlborough war er w√§hrend des Spanischen Erbfolgekrieges (1701‚Äď1714) Oberkommandierender der antifranz√∂sischen Alliierten. Nach der Wiederaufnahme des Krieges gegen die Osmanen (1714‚Äď1718) sicherte er die √∂sterreichische Vorherrschaft in S√ľdosteuropa. Daneben war er lange Hofkriegsratspr√§sident, war als Diplomat t√§tig und √ľbte weitere hohe Staats√§mter aus. Er war als Bauherr und Kunstsammler einer der bedeutendsten M√§zene seiner Zeit.[1]

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Armoiries Savoie-Carignan 1656.svg
Da Eugen aus der Nebenlinie Savoyen-Carignan stammte, trug er deren Wappen, unter anderem in der hier gezeigten Form. Daneben existierte noch eine Variante, die als heraldisch linke Schildhälfte das Wappen der spanischen Habsburger zeigte.[2] Vom Wappen der Hauptlinie Savoyens unterschied sich Eugens Wappen durch den Herzschild, der heraldisch links neben dem Wappen von Savoyen (silbernes Kreuz auf Rot) auch das Soissons-Wappen (drei goldene Lilien auf Blau mit rotem Schrägbalken) zeigt.[3]

Eugen geh√∂rte dem europ√§ischen Hochadel an. Seine Familie besa√ü Verbindungen zu den spanischen und √∂sterreichischen Habsburgern genauso wie zu den franz√∂sischen Bourbonen und den deutschen H√§usern Wittelsbach und Baden-Baden. Von diesen grenz√ľberspannenden verwandtschaftlichen Beziehungen profitierte Eugen vor allem zu Beginn seiner milit√§rischen Karriere. Bei der Wahl seiner Dienstherren achtete er nicht darauf, in welchem Land er Dienst tun wollte ‚Äď eine Einstellung, die keine Besonderheit f√ľr den europ√§ischen Adel der Fr√ľhen Neuzeit war.[4]

Eugens dreisprachige Unterschrift.[5]

Weil er auf eine erfolgreiche milit√§rische Laufbahn hoffte, bot er seine Dienste dem Haus √Ėsterreich an, obwohl er dem Haus Savoyen-Carignan entstammte, einer in Frankreich ans√§ssigen Nebenlinie des in Italien souver√§n herrschenden savoyischen Herzogsgeschlechtes. Eugen vertrat zeit seines Lebens treu die Interessen seines √∂sterreichischen Dienstherrn, war aber dennoch stolz auf seine franco-italienische Herkunft, wie seine Unterschrift erkennen l√§sst: Sie bestand aus dem italienischen Eugenio, dem deutschen von und dem franz√∂sischen Savoy oder Savoye.[5]

Das Haus Savoyen-Carignan war von Eugens Gro√üvater Tommaso Francesco (1595‚Äď1656) begr√ľndet worden, der als j√ľngster Sohn des savoyischen Herzogs Carlo Emanuele I. (1562‚Äď1630) im Jahr 1620 von seinem Vater zum ersten F√ľrsten von Carignan ernannt worden war und 1625 die franz√∂sische Prinzessin Marie Marguerite de Bourbon (1606‚Äď1692) geheiratet hatte. Diese geh√∂rte dem Haus Cond√©, einer Nebenlinie des herrschenden franz√∂sischen K√∂nigshauses der Bourbonen, an und brachte nach dem Tod ihres Bruders 1641 die franz√∂sische Grafschaft Soissons in die Familie ein. Mit ihrem Erbe war der Titel eines Grafen von Soissons verbunden, der 1656 an Eugens Vater Eug√®ne-Maurice (1635‚Äď1673) ging; dazu trat der am Versailler Hof hochangesehene Titel eines Prinzen von Gebl√ľt, den Angeh√∂rige von Nebenlinien des K√∂nigshauses trugen.[6]

Zus√§tzliche Bedeutung erlangte der neue Graf von Soissons ein Jahr darauf durch seine Heirat mit Olympia Mancini (1639‚Äď1708), der Nichte des m√§chtigen Kardinals Mazarin (1602‚Äď1661). Aus der Ehe gingen neben Eugen noch vier S√∂hne hervor:

Graphische Darstellung von Eugens Verwandtschaftsverhältnissen.
    • Louis-Thomas (1657‚Äď1702), Graf von Soissons
    • Philippe (1659‚Äď1693), Abt
    • Louis-Jules (1660‚Äď1683), Chevalier de Savoie
    • Emanuel-Philibert (1662‚Äď1676), Graf von Dreux

Außerdem hatte sie drei Töchter:

    • Marie-Jeanne (1665‚Äď1705), Mademoiselle de Soissons
    • Louise-Philiberte (1667‚Äď1726), Mademoiselle de Carignan
    • Francoise (1668‚Äď1671).[7]

Eugens Vater Eug√®ne-Maurice hatte von seiner Mutter den franz√∂sischen Grafentitel erhalten, den er an seinen √§ltesten Sohn Louis-Thomas vererbte. Sein √§lterer Bruder Emmanuel Philibert (1628‚Äď1709) √ľbernahm nach dem Tod des Vaters den Titel F√ľrst von Carignan. Die K√∂nige von Sardinien-Piemont und die K√∂nige von Italien stammen von ihm ab.[8]

Eugen selbst war mit f√ľhrenden H√§uptern der europ√§ischen Politik verwandt, so mit Vittorio Amadeo, der Herzog von Savoyen, kurzzeitig K√∂nig von Sizilien und danach von Sardinien war, mit Maximilian II., dem Kurf√ľrsten von Bayern, und mit Ludwig Wilhelm, dem Markgrafen von Baden-Baden, der wegen seiner milit√§rischen Erfolge im T√ľrkenkrieg auch ‚ÄěT√ľrkenlouis‚Äú genannt wurde. Auch mit Louis II. de Bourbon, prince de Cond√©, und Louis II. Joseph de Bourbon, duc de Vend√īme, war Eugen verwandt.

Viele seiner Familienmitglieder schlugen eine milit√§rische Karriere in den verschiedenen europ√§ischen Heeren ein. Eugens Gro√üvater Tommaso Francesco hatte Spanien und Frankreich gedient, in dessen Armee sp√§ter auch Eugens Vater Eug√®ne-Maurice Dienst tat.[9] Eugen konnte diesem Karriereweg nicht folgen, da die Familie inzwischen in Ungnade gefallen war. Er musste sein Gl√ľck deshalb wie seine Br√ľder Louis-Jules und Emanuel-Philibert au√üerhalb Frankreichs suchen.[10]

Leben

Jugendjahre in Paris (1663‚Äď1683)

K√ľrass des Prinzen Eugen im Heeresgeschichtlichen Museum

Eugen wurde in Paris im H√ītel Soissons geboren. Dort wuchs er auch auf. Der Vater starb, als er zehn Jahre alt war. Die Mutter war zeitweise eine Favoritin K√∂nig Ludwigs XIV., ehe es zu einer Entfremdung kam. Ihre sieben Kinder hat sie kaum erzogen, weil sie ganz eingebunden war in das Leben am Hof und die dortigen Intrigen. In Skandale verwickelt, sie soll sogar ihren Mann vergiftet haben, musste sie 1680 aus Frankreich fliehen. Die Kinder blieben unter der Obhut der Schwiegermutter zur√ľck. Liselotte von der Pfalz erinnerte sich an Eugen als ‚Äěschmutzigen sehr debauchierten‚Äú Jungen, der es wohl zu nichts bringen w√ľrde.[11]

Ludwig XIV. und der Herzog von Savoyen bestimmten ihn f√ľr die geistliche Laufbahn. Bereits mit f√ľnfzehn Jahren besa√ü er zwei Abteien, weshalb er bei Hofe ‚Äěder kleine Abb√©‚Äú genannt wurde. Er neigte jedoch der Milit√§rlaufbahn zu und bat daher um das Kommando √ľber ein Regiment, welches ihm aufgrund seines Standes zukam. Der K√∂nig lehnte dies jedoch mit Verweis auf seine schm√§chtige Gestalt und geringe K√∂rpergr√∂√üe ab.

Aufstieg im Dienst der Habsburger (1683-1697)

Eugen unterwarf sich dem nicht. Im Juli 1683 erfuhr Prinz Eugen vom Tod seines Bruders Oberst Ludwig Julius von Savoyen. Dieser war in einem Gefecht gegen 40.000 Krimtataren bei Petronell in √Ėsterreich schwer verwundet worden und erlag Tage sp√§ter seinen Verletzungen. Eugen verlie√ü heimlich Paris. Prinz Eugen hoffte, das kaiserliche Dragonerregiment seines Bruders zu erhalten, und ging nach Passau zu Kaiser Leopold I.

Schlacht um Wien (√Ėlgem√§lde von J√≥zef Brandt, 1863)

Eugen erhielt in √Ėsterreich zwar ein Offizierspatent, das Regiment ritt aber bereits unter Donat Johann Graf Hei√üler von Heitersheim Angriffe gegen den osmanischen Nachschub bei Wien, das gerade von den T√ľrken belagert wurde. Als junger Oberstleutnant zog Eugen dann mit dem Entsatzheer nach Wien und k√§mpfte in der Schlacht am Kahlenberg an der Seite seines Cousins Ludwig Wilhelm von Baden. Er hat sich offenbar bew√§hrt und genoss die Protektion des Badeners, der Spanier und die Gunst des bayerischen Kurf√ľrsten Max Emanuel.

Ende 1683 erhielt er daher als Oberst ein eigenes Dragonerregiment. In den folgenden Jahren hat er noch den Wechsel in die Dienste Savoyens oder Spaniens in Erwägung gezogen. Als er 1685 nach Madrid reiste, wurde er sogar zum spanischen Granden erhoben und erhielt den Orden vom Goldenen Vlies. Die Versuche seiner Mutter, ihn mit spanischen Damen zu verheiraten, scheiterten.

Er blieb letztlich in √∂sterreichisch-habsburgischen Diensten. Er nahm an den Schlachten der ersten Phase des gro√üen T√ľrkenkrieges teil. Am 16. Oktober 1685 wurde er Generalfeldwachtmeister, was einem Generalmajor entspricht. Am 31. J√§nner 1688 wurde er Feldmarschalleutnant, 1690 General der Kavallerie und am 25. Mai 1693 Feldmarschall. Bei der Belagerung von Belgrad war er 1688 und vor Mainz 1689 verwundet worden. Ohne sich wirklich hervorzutun, befehligte er seit 1690 eine gr√∂√üere Einheit. Ihm gelang es nicht, Herzog Viktor Amadeus I. von Savoyen von einer Schlacht gegen die franz√∂sischen Truppen abzuhalten. Bei der verlorenen Schlacht bei Staffarda deckte Eugen von Savoyen den R√ľckzug. Im Jahr 1693 nahm er an der Schlacht bei La Marsaglia teil. 1696 befehligte er die kaiserliche Armee in Oberitalien und verlie√ü das Land gem√§√ü dem Vertrag von Vigevano.

T√ľrkenkrieg und folgende Jahre (1697-1700)

Immerhin wurden ma√ügebliche Kreise auf ihn aufmerksam, und der Hofkriegsratspr√§sident Ernst R√ľdiger von Starhemberg empfahl ihn 1697 f√ľr den Oberbefehl im noch immer andauernden T√ľrkenkrieg. 1697 wurde er zun√§chst Stellvertreter des Oberbefehlshabers in Ungarn. Seit dem 5. Juli 1697 befehligte Eugen als Oberbefehlshaber den habsburgischen Gegensto√ü in Ungarn, w√§hrend des Gro√üen T√ľrkenkrieges. Er hat die Truppen reorganisiert und ihre zur√ľckgegangene Kampfkraft wiederhergestellt. Seinen Ruf als Feldherr begr√ľndete der entscheidende Sieg in der Schlacht bei Zenta (in der Vojvodina) am 11. September 1697, wo er die Hauptmacht des osmanischen Heeres bei einem Fluss√ľbergang vernichten konnte. Unmittelbar danach nahm er Sarajevo ein, wobei die Stadt durch Brand fast v√∂llig zerst√∂rt wurde. Die unmittelbare Folge war der Friede von Karlowitz 1699, bei dem √Ėsterreich T√ľrkisch-Ungarn, Siebenb√ľrgen und Slawonien erwarb und so den Status als Gro√ümacht festigte.

Zu Beginn des Jahres 1700 ernannte ihn Leopold I. zum Mitglied des geheimen Rates und war seither einer der bedeutendsten M√§nner des Reiches. Durch prachtvolle Barockbauten demonstrierte er dies auch in der √Ėffentlichkeit.

Miniatur des Prinzen Eugen von Savoyen
Porträt von Johann Kupetzky (HGM).

Spanischer Erbfolgekrieg (1701-1714)

Die Koalition in der Offensive

Allerdings spielte er politisch vor dem Ausbruch des Spanischen Erbfolgekrieg kaum eine Rolle. Auf die Entscheidungen des Kaisers, die schlie√ülich zum Krieg f√ľhrten, nahm er noch keinen direkten Einfluss. M√∂glicherweise hat aber sein Dr√§ngen vor dem Abschluss des B√ľndnisses √Ėsterreichs mit Gro√übritannien und den Niederlanden dazu beigetragen, die Auseinandersetzung mit einem Angriff in Oberitalien zu beginnen. Im Jahr 1700 wurde Eugen zum Oberbefehlshaber in Italien ernannt. Das Vorhaben war organisatorisch schlecht vorbereitet. Eugen gelang es, seine Truppen √ľber die Alpen zu f√ľhren. Er besiegte die zun√§chst √ľberrumpelten franz√∂sischen Truppen 1701 in der Schlacht bei Carpi und der Chiari. Im Jahr 1702 folgte der Handstreich von Cremona und die Schlacht bei Luzzara. Im Laufe der Auseinandersetzung zeigte sich, dass die Beh√∂rden in Wien nicht in der Lage waren, f√ľr ausreichenden Nachschub zu sorgen. Dies verhinderte den vollst√§ndigen Sieg auf diesem Kriegsschauplatz. Gleichzeitig sah er √Ėsterreich durch das B√ľndnis Frankreichs, Bayerns und den aufst√§ndischen Ungarn akut bedroht.

All dies veranlasste Eugen Ende des Jahres 1702 dazu, nach Wien zu gehen, um auf Ver√§nderungen bei den f√ľr das Milit√§r zentralen Positionen zu dr√§ngen. Dies hatte zun√§chst nur wenig Erfolg. Aber am 27. Juni 1703 wurde er dann selbst zum Pr√§sidenten des Hofkriegsrates in Wien und zum Generalleutnant, in √Ėsterreich damals der h√∂chste milit√§rische Titel als Stellvertreter des Kaisers im Oberkommando der Armee, ernannt. Er vereinte nun den Posten als Minister und den des Generals. Zun√§chst k√ľmmerte er sich um eine vorerst improvisierte Reorganisation des Milit√§rwesens und nahm bei der Frage der Finanzierung keine R√ľcksichten auf √ľberkommene Rechte der St√§nde. Eine wichtige Rolle bei der politischen Flankierung des Krieges spielte der Diplomat Johann Wenzel Wratislaw von Mitrowitz, der sein au√üenpolitischer Berater und Freund wurde. Dieser war ma√ügeblich f√ľr das Zustandekommen der Haager Koalition aus Gro√übritannien, den Niederlanden und √Ėsterreich verantwortlich.

Seit 1704 kommandierte er die Truppen im Westen. Im weiteren Verlauf des Spanischen Erbfolgekrieges errang er zusammen mit dem Duke of Marlborough, dem Kommandeur der verb√ľndeten britischen Truppen, den gl√§nzenden Sieg bei H√∂chst√§dt (1704). Obwohl der Duke of Marlborough milit√§risch eine wichtige Rolle spielte, lag die eigentliche strategische Planung des Krieges bei Eugen von Savoyen. Aber auch bei den Operationen und w√§hrend der Schlachten √ľbernahm er die eigentlich schwierigen Aufgaben.

In √Ėsterreich selbst stie√ü Eugen allerdings auf Widerst√§nde. Als F√ľhrer der ‚ÄěKriegspartei‚Äú neben dem sp√§teren Kaiser Joseph hat er Kaiser Leopold in dessen letzten Jahren weitgehend in den Hintergrund gedr√§ngt.[12] Die Probleme in der Hauptstadt endeten erst, als Joseph die Nachfolge seines Vaters angetreten hatte. Der neue Kaiser lie√ü Eugen und Johann Wenzel Wratislaw von Mitrowitz weitgehend freie Hand.

Eugen besiegte die franz√∂sischen Truppen in der Schlacht von Turin im Jahr 1706 auch auf dem italienischen Kriegsschauplatz. Damit war der Einfluss Ludwigs XIV. in Italien gebrochen. Am 21. Februar 1707 wurde Eugen vom Reichstag zum Reichsfeldmarschall gew√§hlt. Von 1707 bis 1715 war er zudem Generalgouverneur von Mailand. Um diese Zeit hatte er den Maler Jan van Huchtenburgh in Dienst. Auf Druck der Seem√§chte unternahm er 1707 eine Expedition nach Toulon. Nach einer vergeblichen Belagerung der Stadt f√ľhrte er seine Truppen nach Oberitalien zur√ľck.[13]

Zusammen mit dem Duke of Marlborough siegte er 1708 in der Schlacht bei Oudenaarde. Mit der Stadt Lille fiel der antifranz√∂sischen Koalition eine strategische Schl√ľsselstellung in die H√§nde. Frankreich schien geschlagen und es kam zu Verhandlungen √ľber einen Pr√§liminarfrieden in Den Haag. Eugen von Savoyen vertrat dabei die kaiserliche Seite. Die Alliierten forderten von Ludwig XIV. nicht nur den Verzicht auf das von den Bourbonen beanspruchte K√∂nigreich Spanien, sondern auch die R√ľckgabe der fr√ľher an Frankreich verlorenen Stadt Stra√üburg. Diese, nicht von Eugen zu verantwortenden, √ľberzogenen Forderungen verhinderten ein Ende des Krieges. Eugen und der Duke of Marlborough siegten 1709 noch einmal in der Schlacht bei Malplaquet. Gleichwohl konnte dies den Krieg nicht beenden. Dieser ging mit wechselndem Erfolg weiter.

Defensive und Friedensschluss

Nach dem Tod des Kaisers 1711 und der Macht√ľbernahme durch dessen Bruder Karl VI. brach die Kriegskoalition auseinander. Hintergrund war, dass Karl auch den spanischen Thron beanspruchte und die bisherigen Verb√ľndeten darin die Gefahr eines √ľberm√§chtigen √Ėsterreich sahen.

Eugen selbst reiste 1712 im Auftrag des Kaisers zur britischen K√∂nigin Anne, wo er den Verbleib Gro√übritanniens in der Allianz gegen Frankreich erreichen sollte. Er erhielt zwar eine Audienz, doch blieb seine Mission erfolglos. Dabei spielte auch eine Rolle, dass der Duke of Marlborough gest√ľrzt worden war. Die Kriegsf√ľhrung Eugens geriet damit in die Defensive. Ein holl√§ndisches Heer wurde in der Schlacht bei Denain geschlagen. Auch die Niederl√§nder schieden aus dem Krieg aus. Der Versuch, den Kampf nur gest√ľtzt auf die Kr√§fte des Reiches und √Ėsterreichs fortzusetzen, erwies sich als erfolglos, obwohl die K√§mpfe noch jahrelang andauerten. Im Jahr 1714 verhandelte Eugen mit dem franz√∂sischen Marschall Claude-Louis-Hector de Villars √ľber eine Beendigung der K√§mpfe. Es gelang ihm, im Frieden von Rastatt und im Frieden von Basel immerhin eine Teilung des spanischen Reiches durchzusetzen. Spanien und die Kolonien fielen an den franz√∂sischen Thronpr√§tendanten, w√§hrend die spanischen Niederlande und die italienischen Besitzungen an √Ėsterreich fielen. Insofern hat sich Eugen von Savoyen auch als bedeutender Politiker erwiesen.

Venezianisch-√Ėsterreichischer T√ľrkenkrieg (1714‚Äď1718)

Prinz Eugen in der Schlacht bei Belgrad im Jahr 1717 (HGM).

Auf sein Dr√§ngen wurde der Krieg gegen die T√ľrken wieder aufgenommen. Er k√§mpfte 1716 bis 1718 im Venezianisch-√Ėsterreichischen T√ľrkenkrieg. Dabei ging es vor allem darum, die Macht Habsburgs in S√ľdosteuropa zu sichern. Eugen errang den Sieg von Peterwardein und eroberte mit seinen Truppen die Festung Belgrad am 22. August 1717, indem er nicht wie erwartet vom Land, sondern mittels einer Pontonbr√ľcke vom Wasser aus angriff. Dieser Sieg ist im Lied vom Prinzen Eugen (auch bekannt als Prinz Eugen, der edle Ritter) verewigt. Der anschlie√üende Frieden von Passarowitz (1718) vergr√∂√üerte √Ėsterreich um das n√∂rdliche Serbien, das Banat und die westliche Walachei. 1719 f√ľhrte er einen erfolglosen Feldzug in Sizilien. Eugen stand auf dem H√∂hepunkt seines Ansehens, und Friedrich der Gro√üe hat ihn sp√§ter als den eigentlichen Kaiser bezeichnet.[14]

Letzte Jahre in Wien (1718‚Äď1736)

Tats√§chlich verband er nunmehr sein Amt als Hofkriegsratspr√§sidenten mit dem des Vorsitzenden der Geheimen Konferenz. Zudem war er offiziell von 1716 bis 1724 Statthalter in den √∂sterreichischen Niederlanden. Allerdings war er keineswegs √ľberm√§chtig. Vom Kaiser vielfach geehrt, blieb das pers√∂nliche Verh√§ltnis eher distanziert. Er √ľberstand indes zahlreiche Intrigen am Hof, aber gro√üe politische Impulse gingen von ihm kaum noch aus. Insbesondere vers√§umte er die Anpassung der milit√§rischen Organisation an die sich wandelnden Verh√§ltnisse. Auch in der Au√üenpolitik konnte er nicht mehr ohne Einmischung anderer Kr√§fte wirken. Hatte er zun√§chst eine Ann√§herung an Frankreich gesucht, suchte er sp√§ter wieder das B√ľndnis mit Gro√übritannien und den Niederlanden.

Im Polnischen Thronfolgekrieg befehligte Prinz Eugen die Reichstruppen am Rhein. Er war zu dieser Zeit gesundheitlich sehr angeschlagen, und sein strategisches Geschick wurde durch seine √Ąngstlichkeit blockiert. So wagte er nicht, die Franzosen daran zu hindern, vor seinen Augen Philippsburg zu nehmen. Derweil betrieb Johann Christoph Bartenstein im Hintergrund die Abl√∂sung Eugens. So schloss der Kaiser Frieden, ohne Prinz Eugen zu konsultieren.

Tod und Ehrenbegräbnis 1736

Letzte Ruhestätte in der Kreutzkapelle im Wiener Stephansdom

Als er am 21. April 1736 an Lungenentz√ľndung starb, fiel sein Verm√∂gen an seine Nichte Anna Viktoria von Savoyen (1683‚Äď1763), weil er kein Testament gemacht hatte. Sein Besitz bestand aus teuer eingerichteten Schl√∂ssern, L√§ndereien, Bar- und Bankverm√∂gen sowie Kunstsammlungen und einem Zoo mit Tieren aus der ganzen Welt in H√∂he von 1,8 Millionen Gulden. Seine Nichte verkaufte nach und nach den Gro√üteil des Besitzes oder lie√ü ihn versteigern. Ihr eigenes gro√ües Verm√∂gen √ľberschrieb sie ihrem sp√§teren, sehr viel j√ľngeren Ehemann Joseph Friedrich von Sachsen-Hildburghausen. Das Castrum doloris, welches bei den Begr√§bnisfeierlichkeiten verwendet wurde, ist nur noch in Teilen erhalten, weil es aus nicht dauerhaften Materialien gestaltet wurde. Diese Teile der Trauerdekoration befinden sich heute im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien.

Zur letzten Ruhe liegt Prinz Eugen in einer eigenen Kapelle im Wiener Stephansdom, die nach ihm benannt ist, aber auch Kreuz- oder Tirnakapelle hei√üt. Das Marmorgrabmal lie√ü 1752 die Gattin seines Neffen, Maria Theresia Anna Felicitas Herzogin von Savoyen-Carignano, geb. Prinzessin Liechtenstein, errichten. Ausf√ľhrende K√ľnstler waren Joseph Wurschbauer als Bildhauer und Goldschmied sowie als Steinmetz Gabriel Steinb√∂ck.

Inschrift auf dem Grabmal im Stephansdom zu Wien

‚ÄěChristus ist Anfang und Ende. F√ľr Eugenius, den √ľberaus siegreichen Feldherrn, den uns Gott zur Bewahrung der Christenheit zugestanden hat, als Hofkavalier und mit der Leitung des Kriegswesens beauftragt, Gesandter in Deutschland, Statthalter in Italien, dort wie da √§u√üerst erfolgreicher Heerf√ľhrer, dessen ‚Ć(...)‚Ć f√ľrwahr, die in dieser heiligen Basilika mit h√∂chster Ehre gefeiert wurden, durch dieses gro√üartige Grabmal einige Dauer erlangen werden.‚Äú [15].

Sein Herz wurde in der Grabkirche des Königshauses Savoyen, der Basilica di Superga, in Turin bestattet[16].

Hugo von Hofmannsthal schrieb: Eugens letzte Tage und der L√∂we im Belvedere ... der K√∂nig von Frankreich, den er so oft besiegt hatte, verehrte ihm einen afrikanischen L√∂wen ... endlich kamen drei Tage, wo der L√∂we seinen Herrn nicht mehr sah, er verweigerte alles Fressen und lief unruhig im K√§fig auf und nieder ... gegen drei Uhr morgens stie√ü er ein solches Gebr√ľll aus, da√ü der Tierw√§rter hinauslief in die Menagerie um nachzusehen. Da sah er Lichter in allen Zimmern des Schlosses, zugleich h√∂rte er in der Kapelle das Sterbegl√∂cklein und so wu√üte er, da√ü sein Herr, der gro√üe Prinz Eugen, zu eben dieser Stunde gestorben war.[17]

Privatmann, Bauherr und Mäzen

Eugens letzte Tage und der Löwe im Belvedere, Bild von Franz Wacik, 1913

√úber Prinz Eugen waren bereits zu seinen Lebzeiten Gedichte im Umlauf (Mars ohne Venus), die ihm Homosexualit√§t unterstellten. Bis heute wird er regelm√§√üig in Listen ber√ľhmter Homosexueller gef√ľhrt, wenngleich dar√ľber keine Klarheit herrscht und diese Annahme nur auf Ger√ľchten beruht.[18][19][20]

Prinz Eugens Residenz: Das Schloss Belvedere

Von seinem Lieblingsarchitekten Johann Lukas von Hildebrandt lie√ü er sich mehrere Schl√∂sser entwerfen. 1694 kaufte er sich ein Haus in der Wiener Himmelpfortgasse und lie√ü es bis 1697 umbauen. 1703 wurde das Stadtpalais in Wien nach Pl√§nen von Johann Bernhard Fischer von Erlach gebaut und 1708 bis 1709 erweitert, 1726 Schloss Hof im Marchfeld umgebaut. F√ľr den Prinzen wurde auch das Hauptwerk Hildebrandts, das Schloss Belvedere, in zwei Etappen (1714ff. und 1721ff.) erbaut, das heutige Obere Belvedere. Eine gewisse Unklarheit besteht noch darin, wie er diese Sammler- und Baut√§tigkeit finanzieren konnte. Nach seinem Tod erwarb das Kaiserhaus seine Schl√∂sser, aus dem Belvedere wurde zeitweilig eine Art zweite Residenz.

Auch mit den geistigen Strömungen seiner Zeit war er bestens vertraut: die Monadologie von Leibniz ist auf seine Anregung hin entstanden. Auch mit Montesquieu und Voltaire stand er in Kontakt.

Bleibende Bedeutung hat seine T√§tigkeit als Sammler und Kunstm√§zen. Seine riesige B√ľchersammlung, die Eugeniana, f√ľllt heute den Prunksaal der √Ėsterreichischen Nationalbibliothek.

Rezeption

Das Prinz-Eugen-Reiterdenkmal auf dem Heldenplatz in Wien
Einblick in den Prinz-Eugen-Saal des Heeresgeschichtlichen Museums.
Statue Prinz Eugens auf dem Budapester Königspalast

Die Popularit√§t des Prinzen war schon zu Lebzeiten gro√ü, vor allem bei seinen Soldaten und Bediensteten. Diesen gegen√ľber war er sozial, die G√§rtner seiner Schl√∂sser etwa wurden auch im Winter weiter besch√§ftigt.

Eugen ist in zahlreichen B√ľsten und Reiterstatuen verewigt. Die bekannteste steht auf dem Heldenplatz in Wien, ein Werk des Bildhauers Anton Dominik Fernkorn, der trotz eines Schlaganfalles an den Modellen f√ľr das Eugendenkmal noch entscheidend beteiligt war. Alles weitere besorgte sein Sch√ľler Franz P√∂nninger, da der Meister nach einem zweiten Anfall im Jahre 1862 dazu nicht mehr imstande war. Den Sockel gestalteten Van der N√ľll und Sicardsburg. Das Steinmaterial ist Untersberger Veitlbruch, verarbeitet vom Wiener Steinmetzmeister Joseph Kranner. Das Arsenal stellte 448 Zentner Erz zur Verf√ľgung, die Durchf√ľhrung kostete 310.953 fl. Die Enth√ľllung erfolgte am 18. Oktober 1865.[21]

Die Statue Apotheose des Prinzen Eugen von Balthasar Permoser steht heute im Unteren Belvedere. Es hei√üt, dass sie dem Prinzen nicht gefiel, sie sei ihm zu √ľberladen gewesen.

Im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum sind zahlreiche St√ľcke aus dem pers√∂nlichen Besitz des Prinzen Eugen ausgestellt. Zu sehen sind zwei seiner pers√∂nlichen Kleidungsst√ľcke (Koller und Kamisol), sein K√ľrass, Kommandostab und Degen, die Standarte seines Dragonerregiments ‚ÄěEugen Prinz von Savoyen‚Äú sowie die nach seinem Tode 1736 aufbewahrten Teile der Trauerdekoration.[22] Weiters sind Objekte ausgestellt, die Prinz Eugen w√§hrend seiner zahlreichen Feldz√ľge erbeutet hatte, wie das Siegel des t√ľrkischen Sultans Mustafa II. aus der Schlacht bei Zenta, ein t√ľrkisches Staatszelt, erbeutet bei Peterwardein 1716, sowie der zehnpf√ľndige M√∂rser von Belgrad, der 1717 mit einem einzigen Schuss in ein t√ľrkisches Pulvermagazin einen ganzen Stadtteil Belgrads zerst√∂rte.[23]

Die √∂sterreichische k.u.k.-Marine, die italienische Marine und die deutsche Kriegsmarine benannten ihm zu Ehren mehrere Schiffe. Das ber√ľhmteste war der Schwere Kreuzer Prinz Eugen, dem im Zweiten Weltkrieg im Mai 1941 zusammen mit dem Schlachtschiff Bismarck der Atlantikdurchbruch gelang: Es √ľberstand im Gegensatz zur Bismarck den Weltkrieg beinahe unbeschadet, wurde aber im Jahre 1946 nahe dem Bikini-Atoll im Pazifik bei amerikanischen Atombombenversuchen versenkt.

Die vor allem im nordserbischen Banat aus Volksdeutschen aufgestellte 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division ‚ÄěPrinz Eugen‚Äú wurde nach dem Feldherren benannt, da er durch die Vertreibung der Osmanen vom Balkan die Ansiedlung Volksdeutscher erm√∂glichte. Damit hatte man, wie der sp√§tere Divisionskommandeur Otto Kumm ausf√ľhrte, bewusst an die jahrhundertelange Tradition der Grenzer-Regimenter angekn√ľpft.

Der Bund Deutscher Pioniere (BDPi) vergibt einen Prinz-Eugen-Preis f√ľr den jeweils Lehrgangsbesten der Bautechnikerlehrg√§nge an der Schule des Heeres f√ľr Bautechnik.

Prinz Eugens Popularität schlug sich auch in dem Lied Prinz Eugen, der edle Ritter nieder.

Literatur

  • Alfred Ritter von Arneth: Prinz Eugen von Savoyen. Nach den handschriftlichen Quellen der kaiserlichen Archive. 3 B√§nde. Typographisch-Literarische-Artistische Anstalt, Wien 1858.
  • Max Braubach: Prinz Eugen von Savoyen. Eine Biographie. 5 B√§nde. Oldenbourg, Wien 1963‚Äď65.
  • Hanne Egghardt: Prinz Eugen. Der Philosoph in Kriegsr√ľstung. Kremayr & Scheriau, Wien 2007, ISBN 978-3-218-00770-2.
  • Hanne Egghardt: Auf den Spuren Prinz Eugens. Barocke Pracht in und um Wien. Kremayr & Scheriau, Wien 2008, ISBN 978-3-218-00782-5.
  • Agnes Husslein-Arco, Marie-Louise von Plessen (Hrsg.): Prinz Eugen. Feldherr und Philosoph. Hirmer Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-7774-2521-4.
  • Karl Gutkas: Prinz Eugen und das barocke √Ėsterreich. Ausstellung der Republik √Ėsterreich und des Landes Nieder√∂sterreich; Marchfeldschl√∂sser Schlosshof und Niederweiden, 22. April bis 26. Oktober 1986. Nieder√∂sterreichisches Landesmuseum, Wien 1986, ISBN 3-900464-37-6 (formal falsche ISBN).
  • Franz Herre: Prinz Eugen. Europas heimlicher Herrscher. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05085-6.
  • Gottfried Mraz: Prinz Eugen. Ein Leben in Bildern und Dokumenten. S√ľddeutscher Verlag, M√ľnchen 1985, ISBN 3-7991-6224-6 (formal falsche ISBN).
  • Georg Piltz: Prinz Eugen von Savoyen. Biografie. Verlag Neues Leben, Berlin 1991, ISBN 3-355-01192-4.
  • Peter Stephan: Das Obere Belvedere in Wien. Ikonographie und Architektonisches Konzept. Das Schloss des Prinzen Eugen als Ausdruck seines Selbstverst√§ndnisses. B√∂hlau-Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-205-77785-4.
  • Harald Waitzbauer (Red.): Prinz Eugen ‚Äď Winterpalais. Barockjuwel im Verborgenen. Bundesministerium f√ľr Finanzen, Wien 1998.

Weblinks

 Commons: Prinz Eugen von Savoyen ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Karl Gutkas: Prinz Eugen und das barocke √Ėsterreich, Wien 1986, S. 1.
  2. ‚ÜĎ Die Fachliteratur zum Wappen des Prinzen Eugen ist bislang begrenzt. Behandelt wird es lediglich bei Franz Gall: √Ėsterreichische Wappenkunde. Handbuch der Wappenwissenschaft, Wien 1992, S. 369/70 und bei Andreas Cornaro: Das Gesamtwappen des Prinzen Eugen in: Festschrift zum zehnj√§hrigen Bestand des Reiterordens Prinz Eugen, Wien 1983. Auf beide Beitr√§ge bezieht sich Karl Gutkas in Prinz Eugen und das barocke √Ėsterreich, Wien 1986, S. 88. Cornaro und Gutkas nahmen an, dass das spanische Wappen dem Wappen von Savoyen nach dem Frieden von Utrecht hinzugef√ľgt wurde. In Korbinian Erdmann: Das Wappen des Prinzen Eugen von Savoyen, Univ., Bachelorarbeit, Passau 2011, S. 41-45 wird das allerdings widerlegt. Die spanische Schildh√§lfte ist dem Autor zufolge bereits fr√ľher nachweisbar, zum Beispiel in einer Abbildung von Eugens Vater Eugen Moritz von Savoyen-Carignan und scheint bereits 1585, nach der Heirat Karl Emanuels I.von Savoyen mit Katharina Michaela von Spanien in das Savoyerwappen gekommen zu sein. Beide Wappenvarianten wurden laut Erdmann, S. 4/5 parallel verwendet.
  3. ‚ÜĎ Karl Gutkas: Prinz Eugen und das barocke √Ėsterreich, Wien 1986, S. 87. Siehe hierzu auch Andreas Cornaro: Das Gesamtwappen des Prinzen Eugen in: Festschrift zum zehnj√§hrigen Bestand des Reiterordens Prinz Eugen, Wien 1983, S. 8-19 sowie Korbinian Erdmann: Das Wappen des Prinzen Eugen von Savoyen, Univ., Bachelorarbeit, Passau 2011.
  4. ‚ÜĎ Karl Gutkas: Prinz Eugen und das barocke √Ėsterreich, Wien 1986, S. 6.
  5. ‚ÜĎ a b Franz Herre: Prinz Eugen: Europas heimlicher Herrscher, Stuttgart 1997, S. 10.
  6. ‚ÜĎ Alfred Ritter von Arneth: Prinz Eugen von Savoyen, Bd. 1, Wien 1864, S. 1.
  7. ‚ÜĎ Alfred Ritter von Arneth: Prinz Eugen von Savoyen, Bd. 1, Wien 1864, S. 3, 10, 125/6.
  8. ‚ÜĎ Franz Herre: Prinz Eugen: Europas heimlicher Herrscher, Stuttgart 1997, S. 11.
  9. ‚ÜĎ Zu Tommaso Francesco siehe: Karl Gutkas: Prinz Eugen und das barocke √Ėsterreich, Wien 1986, S. 122, zu Eug√®ne-Maurice siehe: ebd. S. 119.
  10. ‚ÜĎ Alfred Ritter von Arneth: Prinz Eugen von Savoyen, Bd. 1, Wien 1864, S. 10.
  11. ‚ÜĎ Max Braubach: Prinz Eugen von Savoyen. In: Hermann Heimpel u.a. (Hrsg.): Die grossen Deutschen. Bd.2 G√ľtersloh, 1978 S.22
  12. ‚ÜĎ R.R. Heinrich: Leopold I. In: Biographisches Lexikon zur Geschichte S√ľdosteuropas Bd.3, L - P. M√ľnchen, 1979 S.24
  13. ‚ÜĎ Alfred Arneth: Prinz Eugen von Savoyen. Bd.1 1663-1707 Wien, 1858 422-435
  14. ‚ÜĎ Max Braubach: Prinz Eugen von Savoyen. In: Hermann Heimpel u.a. (Hrsg.): Die grossen Deutschen. Bd.2 G√ľtersloh, 1978 S.27
  15. ‚ÜĎ Aloys Bergenstamm: Aufschriften in Gruften, S√§ulen, Grundsteinen und H√§usern in Wien. In: Gerhard Fischer (Hg.), Denn die Gestalt dieser Welt vergeht, Geschichte der Kirchen .. der Stadt Wien, aufgezeichnet von dem Altertumsfreunde Aloys Bergenstamm (1754-1821), daedalus Verlag 1996. ISBN 3-900911-07-X, S 214
  16. ‚ÜĎ Laut Die letzten Jahre des Prinzen Eugen von Reinhold Schneider in Herrscher und Heilige, ersch. 1904 bei J. Hegner in K√∂ln & Olten
  17. ‚ÜĎ Prinz Eugen der edle Ritter, sein Leben in Bildern. Verlag Seidel und Sohn in Wien 1913
  18. ‚ÜĎ Bernd-Ulrich Hergem√∂ller, Mann f√ľr Mann, Seite 210
  19. ‚ÜĎ Magnus Hirschfeld, Die Homosexualit√§t des Mannes und des Weibes, 1914/1984, Seite 661
  20. ‚ÜĎ Albert Moll, Ber√ľhmte Homosexuelle, Wiesbaden, 1910, Seite 36
  21. ‚ÜĎ Alphons Lhotsky: Die Baugeschichte der Museen und der Neuen Burg. Das Kaiserforum, S 66/67, Verlag Ferdinand Berger, Wien 1941.
  22. ‚ÜĎ Johann Christoph Allmayer-Beck: Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Saal I - Von den Anf√§ngen des stehenden Heeres bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, Salzburg 1982 S. 31 f.
  23. ‚ÜĎ Manfried Rauchensteiner, Manfred Litscher (Hg.): Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Graz, Wien 2000 S. 10-15.
Vorgänger Amt Nachfolger
von den Briten besetzt; Unabhängigkeitsstreben d. Niederländer Statthalter der habsburgischen Niederlande
1716‚Äď1724
Maria Elisabeth von √Ėsterreich
Heinrich Franz Graf von Mansfeld Präsident des Hofkriegsrats
1703‚Äď1736
Lothar Joseph Graf Königsegg

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