FC Bayern MĂŒnchen

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FC Bayern MĂŒnchen
FC Bayern MĂŒnchen
Vereinswappen
Voller Name Fußball-Club
Bayern MĂŒnchen e. V.
Ort MĂŒnchen
GegrĂŒndet 27. Februar 1900
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Allianz Arena
PlÀtze 69.901
PrĂ€sident Uli Hoeneß
Trainer Jupp Heynckes
Homepage www.fcbayern.de
Liga Bundesliga
2010/11 3. Platz
Trikotfarben
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Heim
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AuswÀrts

Der FC Bayern MĂŒnchen (offiziell: Fußball-Club Bayern MĂŒnchen e. V.) ist ein Sportverein aus MĂŒnchen. Die seit 2002 in eine eigene AG ausgegliederte Fußballabteilung ist deutscher Rekordmeister sowie Rekordsieger im DFB-Pokal, Ligapokal und Supercup und belegt in der Ewigen Tabelle der Bundesliga den ersten Platz. Damit ist Bayern MĂŒnchen im Profifußball der erfolgreichste deutsche Fußballverein.

Auf europĂ€ischer Ebene gehört der FC Bayern mit sechs Europapokalsiegen, davon vier in der Champions League bzw. dem Europapokal der Landesmeister, zu den fĂŒnf erfolgreichsten Vereinen. Neben dem FC Barcelona, Juventus Turin und Ajax Amsterdam ist er einer der Vereine, die alle drei europĂ€ischen Pokalwettbewerbe gewinnen konnten. Zudem konnte er zweimal den Weltpokal gewinnen.

Auch wirtschaftlich gehört der Verein zu den weltweit erfolgreichsten: Nach der Saison 2009/10 belegten die Bayern Rang vier in der Rangliste der umsatzstĂ€rksten Klubs und im April 2011 den gleichen Rang in der Liste der wertvollsten Vereine des Forbes Magazine.[1] Mit 171.345 Vereinsmitgliedern (Stand: 18. November 2011) ist der FC Bayern einer der mitgliederstĂ€rksten Sportvereine weltweit. Innerhalb der letzten zwölf Monate stieg die Zahl um ĂŒber 11.000 Mitglieder. Hinzu kommen die 2.952 Fanclubs (Vorjahr: 2.764) mit insgesamt 204.235 Mitgliedern. Dies ist ein Anstieg von ĂŒber 12.000 Mitglieder.[2][3]

Seit 1965 spielt der FC Bayern ununterbrochen in der Bundesliga, lediglich die ersten zwei Jahre nach EinfĂŒhrung der Bundesliga war die Mannschaft zweitklassig. Die zweite Mannschaft des FC Bayern spielt zurzeit in der viertklassigen Regionalliga SĂŒd. Sie gewann in der Saison 2003/04 den Meistertitel in der damals noch drittklassigen Regionalliga SĂŒd.

Zum FC Bayern gehören zudem weitere Abteilungen, die auch einige Erfolge aufweisen können. So wurden die derzeit in der Bundesliga der Frauen spielenden Fußballfrauen 1976 Deutscher Meister. Weitere Erfolge feierten die Basketballer mit zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg, die Schachabteilung mit neun Deutschen Meisterschaften und einem Europapokalsieg sowie die Turner mit vier Deutschen Meisterschaften.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1900 bis 1910 – Die GrĂŒndungsjahre

Die GrĂŒndungsurkunde des FC Bayern
Erstes Fußballwettspiel gegen den 1. FC NĂŒrnberg 1901

Am 27. Februar 1900 fand im Gasthaus „BĂ€ckerhöfl“ eine Sitzung der Fußballabteilung des MTV MĂŒnchen statt. Es war kurz zuvor zu einem Streit ĂŒber die weitere Entwicklung der Fußballabteilung gekommen, da eine Generalversammlung des MTV dem Beitritt des Vereins zum sĂŒddeutschen Fußballverband eine Absage erteilt hatte. Um 21:30 Uhr verließen elf MĂ€nner, NĂ€gele, Schmid, Karl, Wamsler, Ringler, Focke, Francke, Friedrich, Zöpfel, Pollack und John das Lokal und fanden sich im Restaurant „Gisela“ in Schwabing ein, um noch am selben Abend den FC Bayern MĂŒnchen zu grĂŒnden.[4] Den Vorsitz fĂŒhrte Franz John, der auch der erste Vorsitzende in der Geschichte der Bayern werden sollte. Als Vereinsfarben wĂ€hlte man Blau-Weiß, der Mitgliedsbeitrag wurde auf eine Mark festgesetzt.

Als erster Trainingsplatz diente der stadteigene, heute noch existierende Schyrenplatz. Der erste Gegner war im MĂ€rz 1900 der 1. MĂŒnchner FC 1896, der FC Bayern gewann das Spiel mit 5:2. Schnell stießen weitere Spieler zum Verein, so unter anderem drei Spieler der Fußballabteilung des TV MĂŒnchen 1860. Im FrĂŒhjahr 1900 ĂŒberließen die GeschĂ€ftsleute Wamsler dem FC Bayern ein GrundstĂŒck an der Clemensstraße als SpielstĂ€tte. Das erste Spiel einer langen und traditionsreichen Derbygeschichte zwischen dem FC Bayern und den „Sechzigern“ fand im Jahr 1902 statt. Der FC Bayern gewann das Spiel mit 3:0. Um den Spielbetrieb auszuweiten, beschloss man 1906 den Übertritt zum MĂŒnchner Sport-Club, behielt aber eine gewisse EigenstĂ€ndigkeit bei, was sich in der Bezeichnung „F.A. Bayern im MĂŒnchner SC“ (F.A. = Fußballabteilung) ausdrĂŒckte. Infolge der Fusion trat man nun in weißen Hemden und roten Hosen an, diese Farben lösten damit das Blau-Weiß aus der GrĂŒndungszeit ab, die Bezeichnung Die Roten war geboren. Auf lokaler Ebene entwickelten sich die „Bayern“ zur unangefochtenen Nummer Eins im Fußball, im Wettbewerb auf sĂŒddeutscher Ebene war man hingegen weniger erfolgreich. Zu sehr dominierten zu dieser Zeit noch die Mannschaften, die bereits in den 1890er Jahren entlang des Oberrheins zwischen Freiburg und Frankfurt entstanden waren und sich weiterentwickelt hatten, das Fußballgeschehen.

1907 mussten die Bayern die Sportanlage an der Karl-Theodor-Straße aufgeben und zum Sportplatz an der Leopoldstraße umziehen. Eingeweiht wurde damit auch die erste TribĂŒne auf einem Fußballplatz in MĂŒnchen. Im Eröffnungsspiel gab es ein 8:1 gegen Wacker MĂŒnchen. Bereits 1908 hatte der FC Bayern mehr als 300 Mitglieder, acht Mannschaften und mehr als 100 Jugendspieler. Dies hatte eine SatzungsĂ€nderung zur Folge, wodurch Verwaltungsarbeit und der Sportbereich getrennt wurden. Die Spieler hatten dadurch mehr Zeit sich auf den Sport zu konzentrieren. 1910 konnte man das erste Mal an der Endrunde zur SĂŒddeutschen Meisterschaft teilnehmen. Am Ende belegte man den 2. Platz hinter dem Karlsruher FV. Im selben Jahr stellten die Bayern mit Max Gablonsky ihren ersten Nationalspieler.

1918 bis 1928 – Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg

WĂ€hrend des Ersten Weltkrieges kam der Sport zeitweise zum Erliegen und im Verein und dessen Umfeld gab es ein stĂ€ndiges Auf und Ab. Erst von der Spielzeit 1919/20 an war in SĂŒddeutschland wieder ein regelmĂ€ĂŸiger Ligabetrieb gewĂ€hrleistet. Im Oktober 1919 traten die Bayern aus dem MĂŒnchner SC aus und fusionierten mit dem Turnverein Jahn zum TuSpV Bayern. William Townley wurde erneut als Trainer verpflichtet, womit man die Tradition der englischen Trainer im Verein fortsetzte. Bereits in den Vorkriegsjahren hatten die Bayern mit Coach Taylor, Hoer und Charles Griffith drei EnglĂ€nder als Trainer, von denen letzterer der erste hauptberufliche Bayerntrainer war.

Im FrĂŒhjahr 1924 trennte man sich im Zuge der reinlichen Scheidung wieder vom TuSpV Bayern und trat fortan nur noch als eigenstĂ€ndiger Verein unter dem Namen „FC Bayern MĂŒnchen“ auf. Mit dem Schotten Jim McPherson setzten die Bayern erneut auf einen britischen Trainer. 1926 spielten die Bayern um die SĂŒddeutsche Meisterschaft. Die hĂ€rtesten Konkurrenten kamen damals mit dem 1. FC NĂŒrnberg und der SpVgg. FĂŒrth, die damals als beste Mannschaft Deutschlands galt, aus Bayern. Das RĂŒckspiel gegen FĂŒrth im GrĂŒnwalder Stadion wurde live im Radio ĂŒbertragen und nach einem dramatischen Spiel gewann der FCB mit 4:3. Die Bayern waren zum ersten Male SĂŒddeutscher Meister, scheiterten dann aber schon im Achtelfinale um die deutsche Meisterschaft in Leipzig gegen den SV Fortuna Leipzig 02 mit 0:2. Bereits 1928 gelang mit dem ungarischen Trainer Leo Weisz der Gewinn der zweiten SĂŒddeutschen Meisterschaft. Erneut qualifizierte man sich damit zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft und ĂŒber Siege gegen den FC Wacker Halle und die SpVgg SĂŒlz 07 erreichte der FC Bayern das Halbfinale und feierte damit den bis dahin grĂ¶ĂŸten Erfolg der Vereinsgeschichte. Im Duisburger Wedaustadion unterlagen die Bayern dem Hamburger SV jedoch deutlich mit 2:8.

1928 bis 1933 – Die erste Meisterschaft

Nach drei gescheiterten AnlĂ€ufen zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft in den Jahren 1926, 1928 und 1929 hatte man 1932 mehr Erfolg. Der Trainerwechsel von KĂĄlmĂĄn KonrĂĄd zu Richard Dombi 1930 erwies sich somit im Nachhinein als gute Entscheidung. Das Finale um die SĂŒddeutsche Meisterschaft verlor der FC Bayern gegen die Eintracht aus Frankfurt und ging als SĂŒddeutscher Vizemeister in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Der Reihe nach traf man auf Minerva 1893 Berlin und den Polizei SV Chemnitz, ehe man im Halbfinale dem Erzrivalen aus Franken, dem 1. FC NĂŒrnberg, gegenĂŒberstand. Das Spiel fand in Mannheim statt und die Bayern besiegten den bis dahin fĂŒnfmaligen Deutschen Meister mit 2:0. Die Tore erzielten Oskar Rohr und Hans Welker. Im Finale am 12. Juni 1932, das in NĂŒrnberg ausgetragen wurde, traf man erneut auf die Frankfurter Eintracht, gegen die man schon im Finale um die SĂŒddeutsche Meisterschaft unterlegen war. Tausende Bayern-Fans machten sich auf den Weg, darunter auch etwa 400 Arbeitslose mit dem Fahrrad. Im Nachhinein ĂŒbernahm der Verein die Kosten fĂŒr diese Fans fĂŒr Übernachtung und Eintrittskarten. Am Tage des Endspiels herrschten 30 Grad im Schatten und 55.000 Zuschauer sahen das Spiel im Stadion. In der 35. Minute nahm der Frankfurter Hennes Straub auf der Torlinie die Hand zu Hilfe und es gab Elfmeter fĂŒr den FC Bayern. „Ossi“ Rohr verwandelte sicher zum 1:0. In der zweiten HĂ€lfte drĂ€ngten die Frankfurter auf den Ausgleich, doch in der 75. Minute erzielte Franz Krumm das entscheidende 2:0 fĂŒr Bayern. Nach dem Abpfiff hielt der FC Bayern MĂŒnchen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Victoria in der Hand. Zum ersten Mal wurde ein Verein aus MĂŒnchen Deutscher Meister und man wurde begeistert in der Landeshauptstadt empfangen. Die Siegesfeier fand im MĂŒnchener LöwenbrĂ€ukeller statt, die Spieler wurden auf Pferdekutschen zur Feier gebracht. In einer der Festreden hieß es, „was man schon im Vorjahr bei 1860 bestimmt gedacht, hat heuer FC Bayern fertig gebracht“.

Replik der Victoria in der Vitrine des FC Bayern

Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1932

1933 bis 1945 – Diktatur und Zweiter Weltkrieg

Liga und Saison Platz Tore Punkte
Gauliga Bayern 1933/34 3 53:35 27-17
Gauliga Bayern 1934/35 4 49:31 24-16
Gauliga Bayern 1935/36 3 47:26 27-9
Gauliga Bayern 1936/37 3 49:31 20-16
Gauliga Bayern 1937/38 5 37:29 19-17
Gauliga Bayern 1938/39 7 26:31 17-19
Gauliga Bayern 1939/40 8 21:35 10-26
Sportbereichsliga Bayern 1940/41 7 35:35 21-23
Sportbereichsliga Bayern 1941/42 8 41:40 17-25
Gauliga SĂŒdbayern 1942/43 3 52:23 22-14
Gauliga SĂŒdbayern 1943/44* 1 56:15 31-5
Gauliga MĂŒnchen-Oberbayern 1944/45** 1 75:15 29-1
Orange unterlegt: Erster der entsprechenden Gauliga
*Ausscheidungsspiel um die Deutsche Meisterschaft verloren
**Deutsche Meisterschaft wurde nicht ausgespielt (Bayern war bei Abbruch
der Runde vier Spieltage vor Schluss uneinholbar vorne)

1933 konnte der Titel nicht verteidigt werden, nachdem der Verein beide Spiele gegen den TSV 1860 MĂŒnchen um die SĂŒddeutsche Meisterschaft verloren hatte. Nach der NS-Übernahme der Regierungsgewalt unter der FĂŒhrung Adolf Hitlers musste PrĂ€sident Kurt Landauer auf Grund seiner jĂŒdischen Abstammung auf politischen Druck hin im selben Jahr zurĂŒcktreten. Trainer Dombi, ebenfalls jĂŒdischer Abstammung, wechselte kurz darauf in die Schweiz. Der FC Bayern war, im Gegensatz zum Rivalen 1860 MĂŒnchen, bei den neuen Machthabern wegen Landauer und Dombi als „Judenclub“ verpönt. Erst Anfang 1943 konnte mit Josef Sauter ein NSDAP-Mitglied als PrĂ€sident im Verein eingesetzt werden, die UnterstĂŒtzung einzelner Spieler fĂŒr Landauer bei einem Gastspiel in der Schweiz hatte weitere Repressalien zur Folge.[5]

Zudem verließ auch Oskar Rohr den Verein, um Profispieler bei den Grasshoppers ZĂŒrich zu werden. Neuer Trainer wurde Hans Tauchert, der aber nicht an die alten Erfolge anknĂŒpfen konnte und bereits 1934 durch Ludwig Hofmann ersetzt wurde. Hofmann verstarb aber bereits kurze Zeit spĂ€ter an einer Halserkrankung und Richard Michalke ĂŒbernahm das Amt des Trainers. Damit war die Talfahrt allerdings noch nicht beendet und so stand man im Jahre 1939 kurz vor dem ersten Abstieg in der Geschichte des Vereins, konnte die Klasse jedoch gerade noch halten. Im Verlauf des Krieges wurden die Gauligen weiter regionalisiert, um die Wege fĂŒr die Vereine fĂŒr AuswĂ€rtsspiele möglichst kurz zu halten. Waren die Bayern anfangs in der Gauliga Bayern, spielten sie anschließend in der Gauliga SĂŒdbayern, die durch die Aufteilung der Gauliga Bayern entstand. Kurz vor Ende des Krieges spielte man in der Gauliga MĂŒnchen-Oberbayern. Im Jahre 1944 konnten Die Roten wieder eine SĂŒddeutsche Meisterschaft gewinnen und qualifizierten sich so erneut fĂŒr die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Bereits im Achtelfinale verlor man jedoch nach VerlĂ€ngerung gegen den VfR Mannheim. Am 13. Juli desselben Jahres wurden die GeschĂ€ftsstelle und ein Teil des Archivs bei Bombenangriffen zerstört. Im darauffolgenden Jahr qualifizierte man sich unter Spielertrainer Conny Heidkamp erneut fĂŒr die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Die Endrunde wurde im Jahr des Endes des Zweiten Weltkriegs jedoch nicht ausgetragen. Da das Stadion an der GrĂŒnwalder Straße bei Bombenangriffen 1943 zerstört und erst im August 1945 wieder freigegeben wurde, trug der FC Bayern seine Spiele in diesen Jahren im Dantestadion (1943–1944), auf dem Platz an der Schlierseestraße (1944–1945) und auf dem Sportplatz der Hypobank an der GrĂŒnwalder Straße (1945) aus.

1945 bis 1955 – Die Nachkriegszeit

Liga und Saison Platz Tore Punkte
Fußball-Oberliga 1945/46 6 67:48 34-26
Fußball-Oberliga 1946/47 11 75:56 36-40
Fußball-Oberliga 1947/48 4 72:38 50-26
Fußball-Oberliga 1948/49 3 61:42 35-25
Fußball-Oberliga 1949/50 13 56:70 25-35
Fußball-Oberliga 1950/51 9 64:53 33-35
Fußball-Oberliga 1951/52 8 53:54 29-31
Fußball-Oberliga 1952/53 7 59:56 30-30
Fußball-Oberliga 1953/54 9 42:46 28-33
Fußball-Oberliga 1954/55 16 42:76 15-45
2. Oberliga SĂŒd 1955/56 2 89:43 46-22
Fußball-Oberliga 1956/57 10 52:62 26-34
Fußball-Oberliga 1957/58 7 66:56 30-30
Fußball-Oberliga 1958/59 4 79:49 39-21
Fußball-Oberliga 1959/60 3 81:55 39-21
Fußball-Oberliga 1960/61 8 57:54 30-30
Fußball-Oberliga 1961/62 3 67:55 40-20
Fußball-Oberliga 1962/63* 3 67:52 40-20
Fußball-Regionalliga 1963/64 2 115:61 52-24
Fußball-Regionalliga 1964/65 1 146:32 55-17
Violett unterlegt: Abstieg in die 2. Oberliga
Orange unterlegt: Aufstieg in die Oberliga SĂŒd
GrĂŒn unterlegt: Aufstieg in die 1. Bundesliga
* Nicht fĂŒr die Bundesliga berĂŒcksichtigt

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden alle deutschen Sportvereine durch den Alliierten Kontrollrat aufgelöst und mussten zur NeugrĂŒndung eine Lizenz beantragen. Spieler des FC Bayern fanden alsbald wieder zusammen, bestritten am 24. Juni 1945 gegen den FC Wacker MĂŒnchen das erste Spiel nach Kriegsende und stiegen im November desselben Jahres in den Spielbetrieb der Oberliga SĂŒd ein. Der Neuanfang nach dem Krieg war schwierig, fast jĂ€hrlich wechselten die Trainer und der sportliche Erfolg hielt sich zunĂ€chst in Grenzen. Im Juni 1947 kehrte Kurt Landauer aus dem Exil zurĂŒck, wurde wenige Wochen spĂ€ter erneut zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewĂ€hlt. Seine vierte und letzte Amtszeit endete 1951.

Die Mitgliederzahlen des Vereines entwickelten sich in den Nachkriegsjahren positiv. Bald zĂ€hlte der FC Bayern erneut mehr als 1000 Mitglieder, auch die Jugendabteilungen erlebten regen Zulauf. 1949 erreichte man nochmals die Qualifikationsspiele zur Deutschen Meisterschaft ĂŒber einen 3. Tabellenplatz in der Oberliga. In der Qualifikation traf man auf den FC St. Pauli, verlor aber im Wiederholungsspiel, das bereits am nĂ€chsten Tag ausgetragen wurde, mit 0:2. Danach begann eine lĂ€ngere sportliche Talfahrt des Vereins, die sogar im Abstieg gipfelte. 1954/55 stiegen die Bayern zum ersten und einzigen Male in ihrer Geschichte aus der damaligen obersten Liga ab. Im Folgejahr gelang allerdings der sofortige Wiederaufstieg.

1955 bis 1965 – Der DFB-Pokal und das Warten auf die Bundesliga

Einer der wenigen sportlichen Höhepunkte der 40er und 50er Jahre war der Gewinn des DFB-Pokals. Im Jahr des Wiederaufstiegs wollten die Bayern ursprĂŒnglich gar nicht am DFB-Pokal teilnehmen. Man wollte schlicht Reisekosten sparen. Doch der neue Trainer Willibald Hahn forderte unbedingt eine Teilnahme und konnte sich am Ende gegen die VereinsfĂŒhrung durchsetzen. Nachdem im Halbfinale der 1. FC SaarbrĂŒcken mit 3:1 bezwungen wurde, wartete im Finale die Fortuna aus DĂŒsseldorf. Das Finale fand am 29. Dezember 1957 im Augsburger Rosenaustadion vor 42.000 Zuschauern statt, darunter rund 12.000 Bayernfans. Am Tage des Spiels gab es starke SchneefĂ€lle und der Boden war mit Schnee bedeckt. Dies schien den Bayern, die als Außenseiter in das Spiel gingen, sehr entgegenzukommen. Von Anfang an dominierte der FC Bayern das Geschehen und die Fortuna hatte es nur ihrem Torwart Albert Görtz zu verdanken, dass das Spiel lange Zeit 0:0 stand. In der 78. Minute gelang es dem ĂŒberragenden Rudi Jobst nach dreimaligem Anlauf den Ball im Netz unterzubringen. Nachdem man die restliche Spielzeit unbeschadet ĂŒberstand, war mit dem Abpfiff der erste DFB-Pokalsieg in der Geschichte des FC Bayern erreicht.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1957

Nach dem ĂŒberraschenden Pokalerfolg und dem ersten großen Titel seit 1932 trat wieder die Tristesse der Oberliga ein. Man erreichte nur Platz sieben und es gab neuerlich finanzielle Probleme. Letzteres konnte durch Roland Endler gelöst werden. Der GeschĂ€ftsmann aus Neuss, ein großer Fan der Bayern, wurde neuer PrĂ€sident und die Finanznöte hatten ein Ende.

Mit dem neuen Trainer Adolf Patek ging es 1958/59 zunĂ€chst wieder aufwĂ€rts. Mit Platz vier zum Ende der Saison erzielte man das beste Resultat seit zehn Jahren. In der darauffolgenden Saison wurden dem FC Bayern wegen einer sogenannten „Überbezahlung“ der Spieler in der Saison 57/58 vier Punkte abgezogen. Als ursprĂŒngliches Strafmaß waren acht Punkte Abzug vorgesehen, doch ein Einspruch der Bayern brachte eine Strafmilderung. Der Punktabzug fĂŒhrte dennoch dazu, dass der Verein die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasste und am Ende nur auf Platz fĂŒnf landete. Einziger Höhepunkt in der Spielzeit 1960/61 war der Sieg im Derby gegen den TSV 1860 MĂŒnchen. Nach einem zwischenzeitlichem 2:2 wurden die Löwen am Ende mit 6:2 aus dem Stadion gefegt. Nach einem nur enttĂ€uschenden 8. Platz im Folgejahr musste Trainer Patek seinen Hut nehmen. FĂŒr ihn kam Helmut Schneider.

In der Saison 1962/63 trat der Verein zum ersten Mal in einem renommierten internationalen Wettbewerb auf: Im Viertelfinale des MessestĂ€dte-Pokals schied man gegen Dinamo Zagreb aus. National ging es fĂŒr die Bayern darum, sich fĂŒr die kommende neue Fußball-Bundesliga zu qualifizieren. Deshalb musste mehr als nur der 8. Platz der Vorsaison herauskommen. Zudem begann am 28. April 1962 eine neue Ära beim FC Bayern. ZunĂ€chst nur kommissarisch fĂŒr ein Jahr ĂŒbernahm Wilhelm Neudecker das PrĂ€sidentenamt des Vereins. Es sollten weit mehr als nur das eine werden. Der neue PrĂ€sident ließ nur die Neuverpflichtung eines gestandenen Spielers zu. Dieser war Herbert Erhardt. Ansonsten durfte Trainer Schneider nur junge Talente an die Isar holen. Einer von ihnen war ein gewisser Sepp Maier. Am 30. Dezember 1962 musste StammtorhĂŒter Kosar im Angriff aushelfen und Sepp Maier gab sein DebĂŒt fĂŒr den FC Bayern als gerade mal 18-JĂ€hriger. Bayern beendete die Saison auf dem 3. Tabellenplatz hinter dem 1. FC NĂŒrnberg und dem TSV 1860 MĂŒnchen. Damit verpasste man nicht nur die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, man erhielt am 11. Mai 1963 auch die Absage vom DFB fĂŒr die neue Bundesliga. Die fadenscheinige BegrĂŒndung lautete: „Das Gremium war der Auffassung, dass [
] es nicht ratsam erscheint, zwei Vereinen am gleichen Ort eine Lizenz fĂŒr die Bundesliga zu erteilen.“ Somit musste der FC Bayern 1963/64 in der neu geschaffenen Regionalliga antreten. Helmut Schneiders Vertrag war eigentlich schon verlĂ€ngert, dennoch musste er daraufhin den Verein verlassen.

FĂŒr ihn kam Zlatko Čajkovski. Das erklĂ€rte Saisonziel war das Erreichen der Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Dieses Ziel konnte mit einem zweiten Platz am Ende der Saison auch erreicht werden. Am 6. Juni 1964 besiegte man im ersten Spiel der Aufstiegsrunde den FC St. Pauli mit 4:0. Es war das erste Pflichtspiel des damals erst 18 Jahre alten Franz Beckenbauer.[6][7] In seinem ersten Spiel fĂŒr die Bayern gelang ihm auch gleich sein erstes Tor. Beckenbauer hatte sich gegen einen Wechsel zum TSV 1860 MĂŒnchen und fĂŒr den FC Bayern entschieden, nachdem er in einem Spiel seines SC MĂŒnchen von 1906 gegen den TSV 1860 von einem Gegenspieler geohrfeigt worden war. Dem FC Bayern fehlte am Ende nur ein Punkt zum Aufstieg und es hieß einen neuen Anlauf zu nehmen. Hatten bereits in den beiden Jahren zuvor Maier und Beckenbauer verpflichtet werden können, fehlte jetzt nur noch ein Baustein als Grundlage fĂŒr die bald folgenden großen Jahre des FC Bayern MĂŒnchen. Im FrĂŒhjahr 1964 hatte sich der PrĂ€sident des TSV 1860 MĂŒnchen in Nördlingen angesagt, um der Familie MĂŒller einen Besuch abzustatten, um deren Sohn zum TSV zu lotsen. Da auch die Bayern Interesse an dem kleinen bulligen StĂŒrmer hatten und davon Wind bekamen, erschienen sie eine Stunde frĂŒher in Nördlingen. Der TSV bot dem jungen Mann nur einen Amateurvertrag ĂŒber ein Jahr, der FC Bayern einen Profivertrag. Der spĂ€tere „Bomber der Nation“, Gerd MĂŒller, wechselte daher im Sommer zum FC Bayern. Cajkovski war gar nicht begeistert von der Verpflichtung des jungen, gedrungenen StĂŒrmers und sagte: „Was soll isch mit dieses Junge, diese Figur, unmöglich.“ SpĂ€ter nannte er ihn liebevoll „kleines dickes MĂŒller“.[8]

Gleich in seinem ersten Spiel am 18. Oktober 1964 traf MĂŒller zum 3:0 gegen den Freiburger FC. Zum Ende der Saison 1964/65 stand man mit einem RekordtorverhĂ€ltnis von 146:32 als Meister der Regionalliga SĂŒd fest. Gerd MĂŒller erzielte dabei in 26 Spielen 33 Tore und trug in seiner ersten Saison maßgeblich zur Meisterschaft bei. In der Aufstiegsrunde machte man gegen Tennis Borussia Berlin alles klar. Der Verein gewann mit 8:0 in Berlin und stieg damit in die Bundesliga auf.

1965 bis 1970 – Die ersten Jahre in der Bundesliga

Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1965/66 3 71:38 47-21 26.294
1966/67 6 62:47 37-31 22.353
1967/68 5 68:58 38-30 21.706
1968/69 1 61:31 46-22 25.029
GrĂŒn unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Vor der ersten Bundesligasaison der Bayern schimpfte Cajkovski, dass er keine fertigen Spieler habe und zufrieden wĂ€re, wenn man die Klasse halten wĂŒrde. Doch die Mannschaft sollte ihn LĂŒgen strafen. Die Bayern starteten gleich voll durch. Auch wenn man am ersten Spieltag im Derby gegen den TSV 1860 mit 0:1 als Verlierer vom Platz ging, so standen die Bayern am 4. Spieltag das erste Mal an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Zwar konnte diese nicht gehalten werden, aber das prestigetrĂ€chtige RĂŒckspiel gegen den Lokalrivalen TSV 1860 konnte mit 3:0 gewonnen werden, und am Ende belegte man einen mehr als beachtlichen 3. Tabellenplatz. Es war das einzige Mal in der Geschichte der Bundesliga, dass beide Teams aus MĂŒnchen am Ende einer Saison unter den ersten Drei standen. Platz drei in der Liga war den Bayern allerdings lĂ€ngst nicht genug. Es gelang ihnen zum 2. Mal in der Vereinsgeschichte den DFB-Pokal zu holen. Nach einem klasse Spiel gegen den Meidericher SV behielten die Bayern mit 4:2 die Oberhand und brachten den Pokal nach Hause. Sepp Maier sagte nach dem Spiel: „Hoaß war’s, gschwitzt hamma, und gwunna a no. Grad sche war’s!“ 1966 kamen damit sowohl der Meister der Bundesliga als auch der Pokalsieger aus MĂŒnchen.

Der DFB-Pokal

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1966

In der nĂ€chsten Saison, 1966/67, blieb das Team nahezu unverĂ€ndert. Einzig Franz „Bulle“ Roth kam aus Kaufbeuren hinzu. Nach dem Auftritt im inoffiziellen MessestĂ€dte-Pokal spielte der FC Bayern erstmals in einem von der UEFA durchgefĂŒhrten internationalen Wettbewerb, dem Europapokal der Pokalsieger. Diese Saison des Pokalsiegerwettbewerbs wurde zum ersten großen Triumphzug der Bayern auf europĂ€ischer BĂŒhne. Über Tatran PreĆĄov, die Shamrock Rovers, Rapid Wien und Standard LĂŒttich erreichte der FC Bayern völlig ĂŒberraschend das Finale, das fast zu einem Heimspiel mutierte, da es in NĂŒrnberg stattfand. An gleicher Stelle hatten die Bayern schon 35 Jahre zuvor den ersten wichtigen Titel fĂŒr den Verein gewinnen können.

Vor 71.000 Zuschauern erzielte Bulle Roth in der VerlĂ€ngerung (108. Minute) das 1:0 fĂŒr die MĂŒnchner. Gegner im Finale waren die Glasgow Rangers, die zuvor im Achtelfinale den Titelverteidiger Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb geworfen hatten. Roth, der SchĂŒtze zum einzigen Tor im Finale, hatte zwei Jahre zuvor noch in der C-Klasse beim TSV Bertoldshofen gespielt und erzielte jetzt das entscheidende Tor zum ersten internationalen Titel des FC Bayern MĂŒnchen. Nach Borussia Dortmund im Jahr zuvor gewann damit erneut ein deutscher Verein den Pokal der Pokalsieger.

Die regulĂ€re Bundesliga-Saison schloss der FC Bayern zwar nur auf Platz sechs ab, jedoch konnte man den DFB-Pokal erfolgreich verteidigen. Auch dieses Finale fand nicht weit von MĂŒnchen entfernt statt. In Stuttgart sahen 68.000 Zuschauer den erneuten Pokaltriumph der Bayern. Mit 4:0, durch Tore von MĂŒller (2), Ohlhauser und Brenninger (je 1), hatte der Hamburger SV mit Uwe Seeler keine Chance.

Der Europapokal der Pokalsieger

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1967 und des Pokalsiegerfinales 1967

Dies war der dritte Pokalerfolg innerhalb von 12 Monaten. Franz Beckenbauer wurde das erste Mal in seiner noch jungen Karriere zum „Fußballer des Jahres“ gewĂ€hlt. Die darauf folgende Saison 1967/68 war nicht das Jahr der Bayern. Im Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger 1967/68 scheiterte man am spĂ€teren Sieger AC Mailand, im DFB-Pokal warf der damalige Regionalligist VfL Bochum den Titelverteidiger im Halbfinale aus dem Wettbewerb. Die Bundesliga schloss man nur als FĂŒnfter ab. Viel wichtiger aber war wohl, dass man erstmals in der Geschichte der Bundesliga am Erzrivalen TSV 1860 vorbeizog und zwar sowohl in der Tabelle als auch in der Gunst der Zuschauer in MĂŒnchen. War vorher der TSV der grĂ¶ĂŸere von beiden MĂŒnchner Vereinen, so hat der FC Bayern MĂŒnchen ihn jetzt ĂŒberholt. Und daran Ă€nderte sich bis heute nichts.

Tschik Cajkovski verließ 1968 nach fĂŒnf erfolgreichen Jahren den Verein Richtung Hannover 96. FĂŒr ihn kam Branko Zebec. Mit ihm kamen auch Gustl Starek und Peter Pumm. Beide sollten sich in Zukunft als tragende SĂ€ulen seines Konzepts, das auf eine starke Defensive setzte, erweisen. Sein Rezept ging auf und die Bayern gewannen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Double aus Meisterschaft und Pokal. Gleichzeitig gelang zum ersten Mal seit 1937 wieder einem Verein das Double (damals dem FC Schalke 04). Eben jenen FC Schalke bezwang man im Pokalendspiel mit 2:1. Vor dem Spiel nahm Gerd MĂŒller die Ehrung fĂŒr den „Fußballer des Jahres“ entgegen und Branko Zebec holte in seinem ersten Jahr als Trainer gleich Meisterschaft und Pokal.

Die deutsche Meisterschale

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1969

1970 bis 1976 – Auf dem Weg zum Thron Europas

Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1969/70 2 71:29 51-17 23.324
1970/71 2 74:36 48-20 24.088
1971/72 1 101:38 55-13 27.882
1972/73 1 93:29 54-14 33.529
1973/74 1 95:53 49-19 37.588
1974/75 10 57:63 34-34 36.412
1975/76 3 72:50 40-28 32.971
GrĂŒn unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Am 13. MĂ€rz 1970 löste Udo Lattek den bisherigen Trainer Zebec ab. Mit der AmtsĂŒbernahme Latteks begann fĂŒr den FC Bayern eine neue, noch erfolgreichere Ära. Unter Lattek brachte der FC Bayern die Saison 1969/70 als Zweiter zu Ende. Gerd MĂŒller wurde zum 3. Male TorschĂŒtzenkönig der Bundesliga mit der Rekordtorzahl von 38 Toren in einer Saison. Zudem wurde er TorschĂŒtzenkönig bei der Fußball-WM 1970 in Mexiko. In diesem Sommer beendete der langjĂ€hrige KapitĂ€n Werner Olk seine aktive Karriere. Meister wurde Borussia Mönchengladbach vor den Bayern. Die RivalitĂ€t zwischen diesen beiden Vereinen sollte kennzeichnend fĂŒr die 70er Jahre werden. Beide holten in dieser Zeit insgesamt acht Mal die deutsche Meisterschaft. Auch in der Folgesaison blieb den MĂŒnchnern erneut nur der zweite Platz hinter der Fohlen-Elf aus Gladbach. BelĂ€chelte man anfangs die Verpflichtung Latteks, so wurden die Kritiker doch schon frĂŒh eines Besseren belehrt. Udo Lattek war bis dahin ohne große Trainererfahrung, doch in seiner ersten vollen Saison als Cheftrainer gewann sein Team den DFB-Pokal und wurde erneut Vizemeister. Vor dem Pokalfinale bekam Gerd MĂŒller wiederum eine Auszeichnung als TorschĂŒtzenkönig, diesmal jedoch sogar als bester TorschĂŒtze Europas. Im Finale gegen den 1. FC Köln lagen die Bayern schon nach 13 Minuten mit 0:1 zurĂŒck ehe Beckenbauer in der 53. Minute ausgleichen konnte. Dem fĂŒr Franz Roth eingewechselten Edgar Schneider gelang dann in der 118. Minute das Siegtor. Die Bayern hatten damit bereits zum fĂŒnften Mal das Pokalfinale erreicht und den DFB-Pokal gewonnen. Noch kein Einziges der Finals ging verloren. Es sollte aber der vorerst letzte Pokaltriumph der Bayern fĂŒr eine ganze Dekade sein. Nach Olk in der Vorsaison verließen nun mit Ohlhauser und Starek zwei weitere LeistungstrĂ€ger den Verein.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1971

Vor Beginn der neuen Spielzeit verpflichtete der Verein zwei neue Spieler, die spĂ€ter noch die Zukunft des FC Bayern maßgebend bestimmen sollten: Uli Hoeneß und Paul Breitner. Beide waren damals gerade 18 Jahre alt. Die Saison 1971/72 wurde fĂŒr den Verein zum Jahr der Rekorde. Vom ersten Spieltag an blieb man 14 Spiele in Folge ohne Niederlage. Am Ende wurde man mit 55 Punkten und 101 erzielten Toren Meister. 40 Tore davon erzielte allein Gerd MĂŒller. Zudem wurde Borussia Dortmund mit 11:1 vom Platz gefegt. Dies alles war noch nie dagewesen in der noch jungen Geschichte der Bundesliga. Einige der Rekorde haben bis heute Bestand. Am 28. Juni 1972 bestritt der FC Bayern MĂŒnchen sein erstes Heimspiel im Olympiastadion. Es war gleichzeitig das letzte Spiel der Saison. In einem „Endspiel“ um die Meisterschaft wurde der Tabellenzweite Schalke 04 mit 5:1 geschlagen. Bayern war somit erneut Meister. Die MĂŒnchner machten auch in der nĂ€chsten Saison da weiter, wo sie in der Vorsaison aufgehört hatten. Vom ersten bis zum letzten Spieltag hieß der TabellenfĂŒhrer FC Bayern MĂŒnchen und wurde mit elf Punkten Vorsprung Meister vor dem 1. FC Köln. Nun war der FCB bereit fĂŒr höhere Aufgaben in Europa. 1974 verteidigte man zum dritten Mal hintereinander die Meisterschaft, Gerd MĂŒller wurde zum dritten Mal in Folge TorschĂŒtzenkönig der Bundesliga und der FC Bayern MĂŒnchen bestieg nun zum ersten Mal „Europas Thron“.

In der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister kamen die Bayern dabei erst durch ein Elfmeterschießen im RĂŒckspiel beim schwedischen Meister Åtvidabergs FF eine Runde weiter. Danach kam es zum deutsch-deutschen Duell zwischen dem FC Bayern MĂŒnchen und Dynamo Dresden. Zur Halbzeit fĂŒhrte Dynamo mit 3:2 in MĂŒnchen, doch die MĂŒnchner konnten das Spiel noch drehen und mit 4:3 gewinnen. Somit hatte Dresden eine gute Ausgangssituation fĂŒr das RĂŒckspiel. Doch die Roten gingen bereits nach zwölf Minuten durch zwei Tore von Hoeneß mit 2:0 in FĂŒhrung. Kurz nach der Halbzeitpause gelang den Sachsen allerdings in der 52. Minute der Ausgleich und vier Minuten spĂ€ter sogar der FĂŒhrungstreffer zum 3:2. Gerd MĂŒller glich jedoch in der 56. Minute zum 3:3-Endstand aus. Die nĂ€chsten beiden Runden ĂŒberstand man relativ leicht gegen ZSKA Sofia und Újpest Budapest und stand im Finale AtlĂ©tico Madrid gegenĂŒber. Es war kein herausragendes Spiel und die Konsequenz war ein 0:0 nach 90 Minuten. Sechs Minuten vor Ende der VerlĂ€ngerung gelang Luis AragonĂ©s das 1:0 fĂŒr Madrid durch einen Freistoß. Der Schiedsrichter hatte die Pfeife schon im Mund, als Georg „Katsche“ Schwarzenbeck den Ball von Beckenbauer zugespielt bekam. Er sah keine Anspielstation im Mittelfeld, Beckenbauer rief nur „Schieß einfach!“ und so hielt er aus 30 Metern einfach aufs Tor: 1:1 in der 119. Minute. Schwarzenbeck ging mit diesem Tor in die Geschichte des Fußballs ein.

Das 1:1 bedeutete nach damaligen Regeln ein Wiederholungsspiel, das nur zwei Tage spĂ€ter an gleicher Stelle stattfinden sollte. In diesem Spiel behielten die MĂŒnchner klar die Oberhand und schlugen AtlĂ©tico mit 4:0. Zum ersten Mal gewann eine deutsche Mannschaft den Pokal der Landesmeister.

Der Pokal der Landesmeister

Spieldaten des Endspiels um den Pokal der Landesmeister 1974

1974 verließ Paul Breitner den FC Bayern in Richtung Real Madrid und es kamen zwei neue Spieler, Klaus Wunder vom MSV Duisburg und ein erst 18-jĂ€hriger StĂŒrmer namens Karl-Heinz Rummenigge aus Lippstadt. Rummenigge und Breitner sollten Jahre spĂ€ter als Breitnigge fĂŒr Furore sorgen. ZunĂ€chst aber schied man als beste Mannschaft Europas gegen den MSV Duisburg bereits in der dritten Hauptrunde des DFB-Pokals aus. In der Liga erreichte man nur den zehnten Tabellenplatz. Da es in der Liga nicht lief, kam es zur Winterpause zu einem KrisengesprĂ€ch zwischen Lattek und PrĂ€sident Neudecker. Lattek schilderte das GesprĂ€ch spĂ€ter so: „Herr Neudecker, wir mĂŒssen etwas Ă€ndern.“ worauf Neudecker mit „Sie haben recht. Sie sind gefeuert.“ antwortete. Neuer Trainer wurde Dettmar Cramer.

Mit Cramer konnte zwar auch nicht die Bundesligasaison gerettet werden, aber passend zum 75- jĂ€hrigen VereinsjubilĂ€um gewann der FC Bayern erneut den Pokal der Landesmeister. Über den 1. FC Magdeburg, Ararat Eriwan und den AS Saint-Étienne konnte erneut das Finale erreicht werden. Auf den 1. FC Magdeburg hĂ€tte man bereits ein paar Tage frĂŒher im EuropĂ€ischen Supercup treffen können, da Magdeburg den Pokal der Pokalsieger 1974 im Mai gegen den AC Mailand gewonnen hatte. FĂŒr den Supercup konnte man sich jedoch auf keinen Termin einigen, so dass das Aufeinandertreffen im Pokal der Landesmeister zusĂ€tzlich zum Supercup-Ersatz geriet. Ebenso wie im Jahr zuvor gegen Dynamo Dresden tat man sich auch gegen die Magdeburger schwer, kam aber letzten Endes doch eine Runde weiter. In Paris, wo das Finale stattfand, setzten sich die MĂŒnchner klar mit 2:0 gegen Leeds United durch.

Spieldaten des Endspiels um den Pokal der Landesmeister 1975

1975/76 lief es zunĂ€chst auch unter Cramer nicht besser in der Bundesliga. Zur Winterpause belegte man nur Platz zehn. Die Spiele um den UEFA Super Cup gegen Dynamo Kiew verlor man ebenfalls. Doch nach der Winterpause lief es besser und der Verein belegte am Ende den dritten Tabellenplatz. Im DFB-Pokal kamen die Bayern bis in Halbfinale, wo man am Hamburger SV scheiterte. Nach Jeunesse Esch, Malmö FF und Benfica Lissabon standen die Bayern im Halbfinale des Pokals der Landesmeister Real Madrid gegenĂŒber. Das RĂŒckspiel im Olympiastadion war restlos ausverkauft, wollte man doch auch Paul Breitner und GĂŒnter Netzer in Diensten von Real sehen. Nach einem 1:1 im Hinspiel gewann man mit zwei Toren von Gerd MĂŒller 2:0 und zog zum dritten Mal in Folge ins Finale ein. Dort trafen die MĂŒnchner auf den AS Saint-Étienne. Franz Roth zeichnete sich schon wie im Vorjahr als TorschĂŒtze im Finale aus, diesmal jedoch gleich als GoldtorschĂŒtze: Sein 1:0 in der 57. Minute war das Einzige in der gesamten Partie und zum dritten Mal war der FC Bayern Gewinner des Landesmeisterpokals. Dieses war zuvor nur den Königlichen aus Madrid (fĂŒnf Mal in Folge) und Ajax Amsterdam von 1971 bis 1973 gelungen.

Spieldaten des Endspiels um den Pokal der Landesmeister 1976 und Spieldaten des Endspiels um den UEFA Super Cup 1975

1976 bis 1979 – Der FC Bayern im Umbruch

Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1976/77 7 74:65 37-31 31.550
1977/78 12 62:64 32-36 30.910
1978/79 4 69:46 40-28 34.153
Der Weltpokal

Nach den Jahren der internationalen Triumphe befand sich die Mannschaft im Umbruch. Einer der letzten großen Höhepunkte war der Gewinn des Weltpokals. Als erste deutsche Mannschaft holte man den Pokal gegen Cruzeiro Belo Horizonte, wĂ€hrend man den Supercup erneut verlor, diesmal gegen den RSC Anderlecht. Franz Beckenbauer wurde zum Fußballer Europas gewĂ€hlt und verließ zum Ende der Saison den FC Bayern in Richtung Cosmos New York. In der Liga wurde man nur Zwölfter und erlebte eine der bittersten Heimpleiten der Geschichte, als man mit 0:7 gegen den FC Schalke 04 verlor. 65 Gegentore in einer Spielzeit bedeuten den absoluten Negativrekord fĂŒr die MĂŒnchner.

Im Dezember 1977 machte der Verein ein TauschgeschĂ€ft mit Eintracht Frankfurt. Cramer wechselte im Tausch fĂŒr Trainer Gyula LĂłrĂĄnt an den Main. Bayern wurde nur Tabellenzwölfter, die schlechteste Platzierung der Bundesligageschichte des FC Bayern. Zum Ende der Saison kam Paul Breitner zurĂŒck. FĂŒr 1,75 Millionen Mark wechselte er von Eintracht Braunschweig zurĂŒck an die Isar. Gyula LĂłrĂĄnt wurde bereits im Dezember 1978 beurlaubt und sein bisheriger Co-Trainer PĂĄl Csernai ĂŒbernahm das Amt des Trainers. Als Nachfolger war Max Merkel im GesprĂ€ch, doch die Mannschaft sprach sich gegen ihn aus. Gerd MĂŒller folgte Franz Beckenbauer 1979 in die USA, Uli Hoeneß wechselte nach NĂŒrnberg und der langjĂ€hrige PrĂ€sident Neudecker trat nach 17 Jahren Amtszeit ab; neuer PrĂ€sident wurde Hoffmann. Einziger Lichtblick in den unruhigen Zeiten war das neugeschaffene Duo Rummenigge und Breitner, auch Breitnigge genannt. Alleine 26 der erzielten 69 Tore gingen auf das Konto der beiden. Im April 1979 kehrte Uli Hoeneß zum FC Bayern zurĂŒck und wurde, obwohl gerade erst 27 Jahre alt, Manager des Vereins.

Spieldaten des Endspiels um den Weltpokal 1976 und Spieldaten des Endspiels um den UEFA Super Cup 1976

1979 bis 1989 – Der Erfolg kommt zurĂŒck

Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1979/80 1 84:33 50-18 39.579
1980/81 1 89:41 53-15 36.412
1981/82 3 77:56 43-25 33.372
1982/83 4 74:33 44-24 31.324
1983/84 4 84:41 47-21 30.794
1984/85 1 79:38 50-18 32.765
1985/86 1 82:31 49-19 27.265
1986/87 1 67:31 53-15 37.471
1987/88 2 83:45 48-20 28.034
1988/89 1 67:26 50-18 30.353
GrĂŒn unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Im Juli 1979 erreichte den Verein die nĂ€chste Hiobsbotschaft. Sepp Maier verletzte sich nach einem Autounfall so folgenschwer, dass die Katze von Anzing, wie er auch genannt wurde, seine Karriere frĂŒhzeitig beenden musste. Mit 35 Jahren hatte er 473 Bundesligaspiele bestritten, alle fĂŒr den FC Bayern, davon 442 Spiele in Folge. Maiers Nachfolger wurde Walter Junghans. Auch der letzte Große der 70er-Ära musste seine Karriere frĂŒhzeitig beenden. Katsche Schwarzenbeck bestritt am 18. August 1979 sein letztes Bundesligaspiel gegen den FC Schalke 04. Er zog sich eine Achillessehnenverletzung zu, die ihn zwang, seine Karriere zu beenden. Schwarzenbeck bestritt 416 Bundesligaspiele fĂŒr die Bayern, in denen er 16 Tore erzielte. Andere rĂŒckten dafĂŒr ins Rampenlicht beim FC Bayern. Klaus Augenthaler, inzwischen Stammspieler, Dieter Hoeneß, der vom VfB Stuttgart an die Isar kam und natĂŒrlich Karl-Heinz Rummenigge. Letzterer wurde 1979 zum Fußballer Europas gewĂ€hlt.

Im DFB-Pokal schied man blamablerweise gegen die SpVgg Bayreuth schon in der dritten Hauptrunde aus. Als Vierter des Vorjahres in der Bundesliga startete man im UEFA-Pokal, erreichte dort das Halbfinale und unterlag dort abermals im deutsch-deutschen Duell der Eintracht aus Frankfurt trotz eines 2:0 im Hinspiel. Bereits im Jahr zuvor war man im Achtelfinale des UEFA-Pokals gegen Eintracht Frankfurt ausgeschieden. In der RĂŒckrunde der Bundesliga lieferten sich die Bayern ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem HSV. Erst am letzten Spieltag kam es zur Entscheidung ĂŒber die Meisterschaft. Bayern MĂŒnchen gewann zu Hause im Olympiastadion mit 2:1 durch Tore von Breitner und Rummenigge. Seit dem Gewinn des Weltpokals 1976 konnte nun der erste Titel fĂŒr die Bayern und zugleich die erste Meisterschaft seit sechs Jahren gefeiert werden. Der Umbruch, eingeleitet 1977/78, war abgeschlossen und die Bayern fanden in die Erfolgsspur zurĂŒck.

1980/81 konnte der FC Bayern MĂŒnchen erstmals wieder seinen Meistertitel verteidigen, wobei das Duo Breitnigge insgesamt 46 Tore erzielte. Im Pokal der Landesmeister gelangte man bis ins Halbfinale und eliminierte dabei u. a. Ajax Amsterdam. Auch im Halbfinale verlor man kein Spiel gegen den FC Liverpool, musste aber wegen der AuswĂ€rtstorregel nach dem 1:1 im RĂŒckspiel in MĂŒnchen die Segel streichen. Die Reds aus Liverpool holten im Finale ihren dritten Pokal der Landesmeister. In der dritten Hauptrunde des DFB-Pokals war erneut Endstation. Diesmal war es der 1. FC Kaiserslautern, der die Bayern frĂŒh stoppte.

Doch im folgenden Jahr holte der Verein elf Jahre nach dem letzten Sieg zum sechsten Mal den Pokal an die Isar. Das Finale im Frankfurter Waldstadion war eines der außergewöhnlichsten in der Geschichte dieses Wettbewerbs, denn Dieter Hoeneß spielte es trotz einer Kopfverletzung, die er sich im Spiel zuzog, mit Kopfverband zu Ende. Die Bayern lagen zur Halbzeit bereits mit 0:2 gegen den Erzrivalen aus Franken, dem 1. FC NĂŒrnberg, zurĂŒck. Nach einem Kopfballduell mit Alois Reinhardt zog sich Hoeneß die schwere Kopfverletzung zu, die zunĂ€chst nur notdĂŒrftig verbunden wurde. In der Halbzeitpause redete sein Bruder Uli ihm zu, er solle die ZĂ€hne zusammenbeißen, denn man wĂŒrde ihn brauchen. Daraufhin ließ Dieter Hoeneß die Wunde ohne Narkose nĂ€hen und erschien zur zweiten Halbzeit wieder auf dem Rasen. Der FC Bayern drehte das Spiel noch und Dieter Hoeneß gelang dabei sogar in der 89. Minute das entscheidende Tor zum 4:2 per Kopf. Auch im Europapokal war man wieder erfolgreicher und gelangte ins Finale des Pokals der Landesmeister, unterlag dort jedoch Aston Villa mit 0:1 trotz einer klaren Dominanz im Spielverlauf. In der Meisterschaft machten der HSV und der 1. FC Köln den Titel unter sich aus. Es blieb nur der 3. Platz fĂŒr die MĂŒnchner, nachdem man am Bökelberg gegen Gladbach mit 0:3 unterlag.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1982 und des Endspiels um den Europapokal der Landesmeister 1982

Im Juli 1983 kehrte Udo Lattek als Trainer nach MĂŒnchen zurĂŒck. Pal Csernai wurde drei Spieltage vor Ablauf der Saison 1982/83 wegen Erfolglosigkeit entlassen. Der FC Bayern konnte diesmal keinen Titel holen und kam auch in kein Finale. So scheiterte man im Pokal der Pokalsieger an der Mannschaft von Alex Ferguson, dem FC Aberdeen, der spĂ€ter auch den Titel holte. In der Bundesliga belegte man nur Platz vier. Zum Saisonende beendete mit Paul Breitner erneut einer der Großen seine Karriere. Mit Jean-Marie Pfaff wurde jedoch auch schon ein neuer Publikumsliebling verpflichtet. Am 33. Spieltag gegen Schalke gab Michael Rummenigge, der Bruder von Karl-Heinz, seinen Einstand bei den Bayern. Unter Lattek folgten nun erneut sehr erfolgreiche Jahre. Die Mannschaft unter seiner Leitung erreichte dreimal hintereinander das Pokalfinale und musste sich nur 1985 Bayer Uerdingen geschlagen geben. Das Finale 1984 gegen Borussia Mönchengladbach musste im Elfmeterschießen entschieden werden. Ausgerechnet Lothar MatthĂ€us, der zur folgenden Spielzeit an die Isar wechselte, verschoss den ersten Elfmeter fĂŒr Gladbach.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1984; Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1985 und Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1986

Erreichten die Bayern 1985 noch das Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger, standen sie 1987 wieder im Finale des Pokals der Landesmeister. Dort traf man in Wien auf den FC Porto, der als Außenseiter in die Partie ging. Bis zur 78. Minute fĂŒhrten die Bayern mit 1:0 durch ein Tor von Ludwig Kögl, ehe Rabah Madjer durch ein sensationelles Hackentricktor der Ausgleich gelang. Nur zwei Minuten spĂ€ter folgte das 2:1 des FC Porto und der FC Bayern verpasste erneut die Chance auf den Gewinn des Europapokals der Landesmeister. Die Meisterschaft konnte man in den Jahren 1985 bis 1987 drei Mal in Folge gewinnen. Mit dem Gewinn der Meisterschaft 1986 löste man den 1. FC NĂŒrnberg als Rekordmeister Deutschlands ab, wobei den Bayern in der Saison 1984/85 das seltene KunststĂŒck gelang, vom ersten bis zum letzten Spieltag TabellenfĂŒhrer der Bundesliga zu sein. Udo Lattek nahm zum Ende der Saison 1986/87 seinen Hut und verabschiedete sich zum letzten Male von den Bayern. In seinen zwei Amtszeiten als Trainer des FC Bayern MĂŒnchen gewann er insgesamt sechs Meisterschaften, dreimal den DFB-Pokal und einmal den Landesmeisterpokal.

Spieldaten des Endspiels um den Europapokal der Landesmeister 1987

Auf Udo Lattek folgte Jupp Heynckes als Trainer bei den Bayern. In seiner ersten Saison als verantwortlicher Trainer sprang am Ende Platz zwei hinter Werder Bremen heraus. Es folgte erneut ein Umbruch in der Mannschaft, wobei fĂŒnf Nationalspieler den Verein verließen. MatthĂ€us und Brehme gingen zu Inter Mailand und Jean-Marie Pfaff verließ den Verein in Richtung Lierse SK. Immerhin 156 Bundesligaspiele hatte Pfaff fĂŒr die Bayern absolviert. Nachfolger von Pfaff wurde der damals 25-jĂ€hrige Raimond Aumann. Neu verpflichtet wurden dafĂŒr u. a. Stefan Reuter, Olaf Thon und Roland Grahammer. So klappte es dann fĂŒr Heynckes mit der Meisterschaft im zweiten Anlauf und Roland Wohlfarth wurde mit 17 Treffern TorschĂŒtzenkönig der Bundesliga. Im DFB-Pokal war man dagegen nicht so erfolgreich und schied bereits in der dritten Runde gegen den Karlsruher SC aus. Im UEFA-Pokal erreichte man immerhin das Halbfinale. Dort scheiterten die MĂŒnchner am spĂ€teren Pokalsieger SSC Neapel mit dem damaligen Weltstar Diego Armando Maradona. In besserer Erinnerung aus jener Europapokalsaison 1988/89 dĂŒrfte jedoch das AchtelfinalrĂŒckspiel bei Inter Mailand sein. Nach einem 0:2 im Hinspiel schafften die Bayern das „Wunder von Mailand“ und gewannen das RĂŒckspiel mit 3:1. Ebenfalls legendĂ€r war der Auftritt von Trainer Christoph Daum zusammen mit Bayern-Trainer Heynckes im ZDF-Sportstudio. Dabei kam es zum Eklat, als Daum meinte, dass eine Wetterkarte interessanter sei als ein GesprĂ€ch mit Heynckes und sich hinterher noch an seine Stirn tippte. Die Person Daum sollte den FC Bayern noch lange begleiten.

1989 bis 2000 – Lange Suche nach dem richtigen Trainer

Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1989/90 1 64:28 49-19 36.235
1990/91 2 74:41 45-23 35.833
1991/92 10 59:61 36-40 32.526
1992/93 2 74:45 47-21 46.059
1993/94 1 68:37 44-24 48.176
1994/95 6 55:41 43-25 54.176
1995/96 2 66:46 62 59.353
1996/97 1 68:34 71 58.059
1997/98 2 69:37 66 54.412
1998/99 1 76:28 78 53.765
1999/2000 1 73:28 73 52.588
GrĂŒn unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

FĂŒr die Saison 1989/90, die Ă€hnlich verlief wie die vorherige Saison, kamen sieben neue Spieler hinzu. Der Meistertitel wurde erfolgreich verteidigt, im DFB-Pokal schied der FC Bayern im Achtelfinale beim VfB Stuttgart aus und im Europapokal der Landesmeister wurde das Halbfinale erreicht, wo man am AC Mailand scheiterte. Das „Tor des Jahrzehnts“ gelang Klaus Augenthaler als er im Pokalspiel bei Eintracht Frankfurt aus 48,90 Metern das entscheidende 1:0 erzielte. Mit Augenthaler, Kohler, PflĂŒgler, Reuter, Thon und Aumann fuhren gleich sechs Bayernspieler zur WM 1990 und kamen als Weltmeister zurĂŒck.

Die 90er Jahre begannen fĂŒr die Bayern wie die 80er Jahre endeten. Mit dem Halbfinale im Pokal der Landesmeister erreichte der Verein zum dritten Mal in Folge die Runde der letzten Vier in einem Europapokalwettbewerb. Dies gelang zuletzt fast zehn Jahre zuvor, von 1980 bis 1982. Nach dem SSC Neapel und dem AC Mailand in den Jahren zuvor war diesmal Roter Stern Belgrad Endstation. Dabei schied die Mannschaft knapp und unglĂŒcklich aus. Bis zur 90. Minute des RĂŒckspiels fĂŒhrte man mit 2:1 und wĂ€re somit in der VerlĂ€ngerung gewesen. Doch einen Flatterball von Klaus Augenthaler auf das eigene Tor vermochte Raimond Aumann nicht festzuhalten und mit einem 2:2 zog Roter Stern ins Finale ein. Im DFB-Pokal setzte es ein peinliches 0:1 in der ersten Runde bei den Amateuren vom FV 09 Weinheim, in der Liga wurde man Vizemeister hinter dem 1. FC Kaiserslautern.

Zur neuen Saison wechselten Kohler und Reuter zu Juventus Turin. Allein fĂŒr Kohler erhielten die Bayern rund 15 Millionen Mark an Ablöse,[9] doch die Ablöse konnte den Verlust von Kohler nicht wettmachen. Thomas Berthold wurde vom AS Rom verpflichtet, konnte ihn aber nicht ersetzen. Klaus Augenthaler hatte zudem seine Karriere beendet, in welcher er 404 Bundesligaspiele fĂŒr den FC Bayern absolvierte und siebenmal Meister und dreimal Pokalsieger wurde.[10] Raimond Aumann und Brian Laudrup erlitten beide einen Kreuzbandriss. Die Mannschaft bestand nur noch aus einem Gerippe. FĂŒr Aumann und den ebenfalls ausgefallenen Ersatztorwart Sven Scheuer wurde kurzfristig Toni Schumacher verpflichtet, der in acht Bundesligaspielen vor der Winterpause 91/92 fĂŒr die etatmĂ€ĂŸige Nummer 1 das Bayerntor hĂŒtete.

Nach dem Zweitrundenaus im Pokal gegen den FC Homburg und einer 1:4-Heimniederlage gegen die Stuttgarter Kickers war der Druck der Öffentlichkeit so groß, dass der Verein Jupp Heynckes am 8. Oktober 1991 entließ. Laut Raimond Aumann hatten die Spieler TrĂ€nen in den Augen, als sich Heynckes von ihnen verabschiedete.[11] Uli Hoeneß, der mit Jupp Heynckes befreundet ist und die Entscheidung der Entlassung mitgetragen hatte, sagte Jahre spĂ€ter mehrmals, dass es seine grĂ¶ĂŸte Fehlentscheidung gewesen sei.[12]

Betrachtet man die vier Jahre unter Heynckes mit zwei Vizemeisterschaften, zwei Meisterschaften und dem dreimaligen Erreichen des Halbfinals im Europapokal, kann man sicher von einer erfolgreichen TrainerĂ€ra sprechen. Der öffentliche Druck, der letzten Endes zur Entlassung Jupp Heynckes' fĂŒhrte, deutete bereits damals auf die gestiegenen AnsprĂŒche des Vereins, der Fans und der Medien in MĂŒnchen hin. Eine Dekade spĂ€ter sollten Trainer trotz zweier Doubles entlassen werden.

Nachfolger von Heynckes wurde SĂžren Lerby, der von 1983 bis 1986 89 Spiele fĂŒr den FC Bayern absolviert hatte. Doch auch Lerby vermochte das Ruder nicht herumzureißen und so setzte es im Europapokal sogar eine der deftigsten Niederlagen in der Vereinsgeschichte. In der 2. Runde des UEFA-Pokals wurden die Bayern von B 1903 Kopenhagen mit 6:2 deklassiert. Am Ende belegten die Bayern nur Platz zehn in der Bundesliga und qualifizierten sich das erste Mal seit 1979 nicht fĂŒr einen internationalen Wettbewerb. Im MĂ€rz 1992 wurde Erich Ribbeck als neuer Trainer und Nachfolger von Lerby verpflichtet. Zudem investierte der Verein im Sommer insgesamt 23,5 Millionen Mark in neue Spieler, fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse eine unglaubliche Summe. Allerdings verließen Stefan Effenberg und Brian Laudrup den Verein fĂŒr 17 Millionen gemeinsam zum AC Florenz. Lothar MatthĂ€us kehrte im Gegenzug nach vier Jahren in Italien an die Isar zurĂŒck. Dazu kamen Spieler wie Thomas Helmer, Mehmet Scholl und Jorginho. 32 Spieltage blieb der FC Bayern auf Platz eins der Tabelle und wurde am Ende doch nur Zweiter hinter Werder Bremen.

1994 holten die MĂŒnchner endlich den 13. Meistertitel. Zuvor war in der Winterpause Trainer Ribbeck entlassen worden und der damalige VizeprĂ€sident Franz Beckenbauer ĂŒbernahm zum ersten Mal den Trainerposten bei seinen Bayern.

Zur neuen Spielzeit 1994/1995 wurde Giovanni Trapattoni als Trainer verpflichtet, der jedoch nur ein Jahr an der Isar blieb. Die Sprachprobleme waren zu groß. Als neuer TorhĂŒter stieß Oliver Kahn zu den Bayern, der spĂ€ter zu einer Ikone in MĂŒnchen werden sollte. Im Herbst 1994 löste Franz Beckenbauer den seit 1985 amtierenden Fritz Scherer als PrĂ€sidenten des Gesamtvereins ab. In der Meisterschaft wurde der FC Bayern nur Sechster, doch konnte unter dem „Mister“ Trapattoni immerhin das Halbfinale des zwischenzeitlich in UEFA Champions League umbenannten Landesmeisterpokals erreicht werden, wo man gegen den spĂ€teren Gewinner Ajax Amsterdam allerdings chancenlos war. Wie schon 1990 leistete man sich im DFB-Pokal einen blamablen Ausrutscher in Runde eins. Diesmal hieß der Gegner Vestenbergsgreuth, gegen den man in NĂŒrnberg mit 0:1 unterlag. Durch den Pokalsieg von Borussia Mönchengladbach gelangte der FC Bayern trotz des sechsten Tabellenplatzes doch noch ins internationale GeschĂ€ft und konnte in der Folgesaison am UEFA-Pokal teilnehmen. Franz Beckenbauer bezeichnete darauf hin den Wettbewerb als „Cup der Verlierer“.

Mit Otto Rehhagel kam in der Folgesaison ein renommierter Trainer an die Isar, der zuvor 14 Jahre lang den SV Werder Bremen trainiert hatte. Doch trotz Platz zwei in der Liga und des Einzugs ins Endspiel des UEFA-Pokals musste Rehhagel am 27. April 1996 seinen Posten rĂ€umen. Franz Beckenbauer nahm erneut Platz auf der Bank, doch es blieb in der Bundesliga beim zweiten Platz hinter Borussia Dortmund. Er gewann jedoch die beiden UEFA-Pokal-Endspiele gegen Girondins Bordeaux. Beckenbauer hatte damit den Europapokal der Pokalsieger, den Pokal der Landesmeister, den Weltpokal, die Europa- und die Weltmeisterschaft als Spieler und die WM und den UEFA-Pokal als Trainer gewonnen. Einzig den europĂ€ischen Supercup gewann er nie. JĂŒrgen Klinsmann, der vor der Saison von den Tottenham Hotspurs nach MĂŒnchen gewechselt war, stellte in dieser UEFA-Pokal-Saison mit 15 Turniertreffern einen neuen Rekord auf.[13]

Der UEFA-Pokal

Spieldaten des Endspiels um den UEFA-Pokal 1996

Zur neuen Saison kehrte Giovanni Trapattoni an die Isar zurĂŒck und wurde mit dem FC Bayern Deutscher Meister der Saison 96/97. Es war sein erster Titel außerhalb Italiens. 1998 holte er mit den Bayern den DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg. Der DFB-Pokalsieg 1998 war zugleich der erste Pokalsieg des Vereins seit nunmehr zwölf Jahren. Nach diesem Erfolg verließ der Italiener die MĂŒnchner zum zweiten Mal. Unvergessen blieb dabei seine bekannte Wutrede nach einem 0:1 gegen Schalke am 10. MĂ€rz 1998 in einer Pressekonferenz.

Spieldaten des DFB-Pokal Endspiels 1998

1998 kam der Meistermacher der Dortmunder Borussia, Ottmar Hitzfeld, als Trapattoni-Nachfolger nach MĂŒnchen. Mit Hitzfeld kehrte auch Stefan Effenberg an die Isar zurĂŒck, der bereits von 1990 bis 1992 fĂŒr den FC Bayern gespielt hatte. Er wurde in den nĂ€chsten Jahren zu Hitzfelds verlĂ€ngertem Arm in der Mannschaft. Unter dem neuen Trainer wurde man auf Anhieb Meister. Dabei hatte man am Ende 15 Punkte Vorsprung auf den Vizemeister Bayer Leverkusen und das Triple schien möglich.

Die Meisterschaft bereits gesichert, stand man am 26. Mai 1999 im Champions-League-Finale in Barcelona der Mannschaft von Manchester United gegenĂŒber, gegen die man in der Gruppenphase zweimal Unentschieden gespielt hatte. Bereits in der 6. Minute gingen die Bayern durch ein Tor von Mario Basler mit 1:0 in FĂŒhrung. Der FC Bayern war auch im weiteren Verlauf des Spiels ĂŒberlegen und hĂ€tte sowohl durch Mehmet Scholl als auch Carsten Jancker die FĂŒhrung weiter ausbauen können. Beide trafen jedoch nur den Torpfosten beziehungsweise die Latte. In der 80. Minute ließ sich Lothar MatthĂ€us, bis dahin einer der besten Spieler auf dem Platz, auf eigenen Wunsch auswechseln. Die Mannschaft hielt bis zur Nachspielzeit das 1:0, jedoch gelang es Manchester durch Tore von Sheringham und SolskjĂŠr das Spiel innerhalb von zwei Minuten noch in der Nachspielzeit zu drehen. Dieses Champions-League-Finale ging als eines der denkwĂŒrdigsten in die Geschichte ein und noch heute wird ĂŒber die Auswechslung von MatthĂ€us kontrovers diskutiert.

Zweieinhalb Wochen spĂ€ter war MatthĂ€us erneut die tragische Figur, als es im DFB-Pokal-Endspiel gegen Werder Bremen nach VerlĂ€ngerung 1:1 stand und das Elfmeterschießen entscheiden musste. Den letzten Elfmeter schoss MatthĂ€us, doch Werder-Torwart Rost hielt und somit ging dieses Elfmeterschießen mit 4:5 verloren. Es war das einzige Mal, dass der FC Bayern gleich zwei Endspiele in einer Saison verlor.

Spieldaten des DFB-Pokal-Endspiels 1999 und Spieldaten des Champions-League-Endspiels 1999

Wie fast jedes Jahr gab es auch zur Saison 1999/2000 NeuzugĂ€nge und VerĂ€nderungen beim FC Bayern. So kamen der 18-jĂ€hrige Roque Santa Cruz, Patrik Andersson und Paulo SĂ©rgio neu zum Verein, Thomas Helmer, Ali Daei und spĂ€ter Mario Basler verließen ihn. Die Saison verlief durchaus erfolgreich. Bayern wurde zum 16. Mal Meister, gewann zum 10. Mal den DFB-Pokal (in einer Neuauflage des letztjĂ€hrigen Endspiels wurde Werder Bremen mit 3:0 besiegt) und erreichte das Halbfinale der Champions League, wo man gegen Real Madrid ausschied, gegen die man in der Gruppenphase noch zweimal gewinnen konnte. Zudem feierte der Verein im FrĂŒhjahr 2000 sein 100-jĂ€hriges VereinsjubilĂ€um. Zu diesem Anlass wurde ein Einladungsturnier mit Real Madrid, Manchester United und Galatasaray Istanbul ausgetragen, das der FC Bayern gewinnen konnte.

Die Entscheidung in der Meisterschaft fiel erst am letzten Spieltag. Seit dem 30. Spieltag der Saison hatte Bayer 04 Leverkusen die Tabelle der Bundesliga angefĂŒhrt. Nach dem 33. Spieltag betrug der Vorsprung drei Punkte. Ein Unentschieden bei der SpVgg Unterhaching hĂ€tte der Elf um Trainer Christoph Daum fĂŒr den ersten Titelgewinn selbst bei einem Sieg der Bayern gegen Werder Bremen gereicht. Doch es kam anders. Bayern erledigte seine Aufgabe zu Hause und gewann mit 3:1. Gleichzeitig gelang es nur wenige Kilometer entfernt den Leverkusenern nicht, den einen Punkt unter Dach und Fach zu bringen. Leverkusen verlor mit 0:2 beim Aufsteiger aus dem Vorort MĂŒnchens – Michael Ballack schoss dabei ein Eigentor zum 0:1 – und die Meisterschaft ging an den FC Bayern.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2000

2001 bis 2010 – Nationale Dominanz nach der Jahrtausendwende

Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2000/01 1 62:37 63 48.471
2001/02 3 65:25 68 52.765
2002/03 1 70:25 75 51.588
2003/04 2 70:39 68 55.471
2004/05 1 75:33 77 53.294
2005/06 1 67:32 75 67.641
2006/07 4 55:40 60 68.647
2007/08 1 68:21 76 69.000
2008/09 2 71:42 67 69.000
2009/10 1 72:31 70 69.000
GrĂŒn unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Saison 2000/01

In der Saison 2000/01 gelang es dem FC Bayern, den Titel in der Bundesliga zu verteidigen; im DFB-Pokal scheiterte man bereits in der zweiten Runde im Elfmeterschießen am 1. FC Magdeburg. DafĂŒr gelang es 25 Jahre nach dem letzten Sieg im Europapokal der Landesmeister und zwei Jahre nach dem dramatischen Endspiel in Barcelona, diesen Pokal zum 4. Mal zu gewinnen.

Als InitialzĂŒndung fĂŒr diesen Erfolg gilt das vorletzte Spiel der zweiten Gruppenphase bei Olympique Lyon. Der FC Bayern hatte nach einer schwachen Leistung mit 0:3 verloren, was PrĂ€sident Franz Beckenbauer beim Mitternachtsbankett zu einer berĂŒhmt gewordenen Wutrede („Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft“) veranlasste. Die Rede zeigte Wirkung, die folgenden fĂŒnf Champions-League-Spiele (gegen Arsenal London, Manchester United und Real Madrid) wurden allesamt gewonnen und so stand man schließlich im Finale der Champions League, das man im MailĂ€nder San Siro mit 5:4 im Elfmeterschießen gegen den FC Valencia gewann. Der Held der Partie war wieder einmal TorhĂŒter Oliver Kahn, der drei Elfmeter parierte. Kahn hatte zuvor im Laufe der Saison schon hĂ€ufig geglĂ€nzt, besonders im Halbfinalhinspiel gegen Real Madrid im Santiago BernabĂ©u.

Eintrittskarte zum RĂŒckspiel des Champions-League-Halbfinales 2001

Einige Tage zuvor war es in der Bundesliga zum Duell um die Meisterschaft gekommen. Bis zum 33. Spieltag war der FC Schalke 04 TabellenfĂŒhrer. Dann verloren die Knappen ihr Spiel beim VfB Stuttgart durch ein Tor in der 90. Minute mit 0:1. Nur wenige Sekunden spĂ€ter erzielte Alexander Zickler den 2:1-Siegtreffer fĂŒr den FC Bayern gegen den 1. FC Kaiserslautern. Schalke musste am 34. Spieltag gegen Unterhaching unbedingt gewinnen und auf eine Niederlage der MĂŒnchner im Hamburg hoffen, um doch noch Meister zu werden. Der FC Schalke gewann sein Spiel mit 5:3. Zeitgleich blieb die Partie in Hamburg lange torlos, doch in der 90. Minute ging der HSV durch einen Kopfball von Sergej Barbarez mit 1:0 in FĂŒhrung.

Nach Gelsenkirchen, wo Schalkes Spiel bereits abgepfiffen war, drang die Nachricht, dass das Spiel in Hamburg aus sei und Bayern verloren habe, jedoch wurden im Parkstadion plötzlich Live-Bilder aus Hamburg auf der Anzeigetafel gezeigt. Dort war zu sehen, wie es fĂŒr die von Oliver Kahn nach vorne gepeitschten Bayern in der vierten Minute der Nachspielzeit einen indirekten Freistoß im HSV-Strafraum gab, da der Torwart des HSV, Mathias Schober, einen RĂŒckpass mit den HĂ€nden aufgenommen hatte. Stefan Effenberg nahm sich des Freistoßes an, legte den Ball auf Patrik Andersson vor und dieser schoss den Ball durch die Mauer ins Tor zum 1:1-Endstand. Somit wurde Bayern in der wohl dramatischsten Entscheidung der Bundesligageschichte erneut Meister; TorschĂŒtze Andersson verließ Bayern nach Ende der Saison zum FC Barcelona.

Spieldaten des Endspiels um die Champions League 2001

Saison 2001/02

Die Saison 2001/02 verlief zunĂ€chst weniger erfolgreich. Schon die ersten Entscheidungen konnte der FC Bayern nicht fĂŒr sich entscheiden. Man verlor im Ligapokal und im europĂ€ischen Supercup in Monaco mit 2:3 gegen den FC Liverpool. Am 27. November 2001 wurde in Tokio mit einem 1:0 nach VerlĂ€ngerung gegen die Boca Juniors zum zweiten Mal nach 1976 der Weltpokal gewonnen. SchĂŒtze des Siegtores war Samuel Kuffour. Dies sollte jedoch der einzige Titel der Saison bleiben. In der Bundesliga erreichte man hinter Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen nur Platz drei, in der Champions League war im Viertelfinale gegen Real Madrid und im DFB-Pokal im Halbfinale bei Schalke 04 Schluss.

Spieldaten des UEFA Super Cups 2001 und Spieldaten des Weltpokals 2001

Die Logos des FC Bayern von 1900 bis 2002 als Animation

Saison 2002/03

FĂŒr Stefan Effenberg, der die Bayern am Ende der letzten Saison verlassen hatte, wurde Michael Ballack verpflichtet, der in der abgelaufenen Saison mit Leverkusen jeweils den zweiten Platz in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League erreichte. Zudem wechselte dessen Mannschaftskollege ZĂ© Roberto zu den Bayern. Ein weiterer Neuzugang war Sebastian Deisler, der allerdings nach einer Verletzung gleich zu Beginn fĂŒr lange Zeit ausfiel.

In der Champions-League-Saison 2002/03 konnten die Bayern aus sechs Spielen nur zwei Punkte durch die beiden Unentschieden gegen den RC Lens erringen. Gegen AC Mailand und Deportivo La Coruña setzte es je zwei Niederlagen. Besonders ein Spieler erwies sich dabei fĂŒr Deportivo als sicherer SchĂŒtze und bezwang Oliver Kahn in zwei Spielen vier Mal: Roy Makaay. Im Sommer 2003 wechselte dieser dann fĂŒr die damalige Rekordsumme von 18,7 Millionen Euro zum FC Bayern MĂŒnchen.

Die Saison verlief national jedoch erfolgreich und in der Bundesliga erreichte Bayern am Ende einen Vorsprung von 16 Punkten auf den zweitplatzierten VfB Stuttgart. Zudem gelang erneut der Sieg im DFB-Pokal. Mit 3:1 besiegte man im Finale den 1. FC Kaiserslautern und erreichte so erneut das Double. In der Saison gab Bastian Schweinsteiger seinen Einstand bei den Profis des FC Bayern beim Champions-League-Heimspiel gegen den RC Lens.

Im FrĂŒhjahr 2003 kam mit der Kirch-AffĂ€re der wohl grĂ¶ĂŸte Skandal der Vereinsgeschichte ans Licht.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2003

Saison 2003/04

Vor der Saison 2003/04 wechselte MartĂ­n Demichelis von River Plate Buenos Aires zum FC Bayern. In dieser Saison waren die MĂŒnchner gegen den blendend aufspielenden, spĂ€teren Meister Werder Bremen mit einem starken Ailton jedoch nicht in der Lage, den Titel zu verteidigen. So blieb am Ende als Zweiter immer noch die direkte Qualifikation zur Champions League im darauf folgenden Jahr. 2003/04 reichte es dort nur zum Achtelfinale, in dem man wie zwei Jahre zuvor gegen Real Madrid ausschied. Im DFB-Pokal war im Viertelfinale bei Alemannia Aachen Endstation. Zum Ende der Saison löste der FC Bayern den Vertrag mit Trainer Hitzfeld, der noch bis Mitte 2005 datiert war, vorzeitig auf.

Saison 2004/05

FĂŒr Hitzfeld kam in der Folgesaison Felix Magath vom VfB Stuttgart. Mit ihm kam der an die Schwaben ausgeliehene Philipp Lahm zurĂŒck an die SĂ€bener Straße. Zudem gelang es den Bayern, LĂșcio von Bayer Leverkusen fĂŒr die neue Saison zu verpflichten.

Der neue Trainer hatte auf Anhieb Erfolg mit den Bayern. So gelang es 2004/05 erneut, das Double zu holen. In der Bundesliga zog man zum Ende der zweiten SaisonhĂ€lfte einsam seine Kreise und hatte zum Schluss 77 Punkte auf dem Konto und 14 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten, den FC Schalke 04, der die Bayern in der Bundesligasaison zweimal schlagen konnte. Dabei hatte Schalke nach dem 25. Spieltag und dem 1:0-Heimsieg noch einen Drei-Punkte-Vorsprung vor den MĂŒnchnern, konnte diesen jedoch nicht behaupten und verlor in der Folgezeit 17 Punkte in neun Spielen auf die Bayern. Beide Mannschaften standen sich auch im Finale des DFB-Pokals gegenĂŒber, das die MĂŒnchner etwas glĂŒcklich aber verdient mit 2:1 fĂŒr sich entscheiden konnten. In der Champions League mussten die Bayern im Viertelfinale gegen den FC Chelsea die Segel streichen. Zum Ende der Saison bestritt man das letzte Bundesligaspiel im Olympiastadion. Die Begegnung wurde 6:3 gegen den 1. FC NĂŒrnberg gewonnen und so endete die Ära in diesem Stadion mit der deutschen Meisterschaft, wie sie schon 1971/72 begonnen hatte.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2005

Saison 2005/06

Mit der neuen Saison zogen die Bayern in die neu gebaute Allianz Arena um. Und diese wurde so erfolgreich fortgesetzt, wie die Vorsaison endete. In seiner zweiten Saison beim FC Bayern schaffte Magath dabei ein Novum. Unter ihm gelang es dem FC Bayern, als erste deutsche Mannschaft im Fußball der MĂ€nner das Double zu verteidigen. Dabei setzte man sich in der Bundesliga am Ende vor Werder Bremen und dem HSV durch. Im Endspiel um den DFB-Pokal bezwang man Eintracht Frankfurt mit 1:0 durch ein Tor von Claudio Pizarro. In der Champions League war im Achtelfinale Schluss. Dabei war man nach einem 1:1 im Hinspiel gegen den AC Mailand im RĂŒckspiel in Italien chancenlos und verlor mit 1:4. Ende der Saison lief der Vertrag von Michael Ballack aus. Bayern machte ihm ein Angebot ĂŒber 36 Millionen Euro fĂŒr einen neuen vier Jahre laufenden Vertrag, doch nach langer Überlegung lehnte der Nationalspieler ab und wechselte ablösefrei zum FC Chelsea. Nach der Saison beendete Bixente Lizarazu seine Karriere beim FC Bayern.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2006

Saison 2006/07

FĂŒr die Saison 2006/07 wurde kein neuer Spielmacher geholt. Allerdings konnten Lukas Podolski und Mark van Bommel verpflichtet werden. Die dritte Saison beim FC Bayern verlief fĂŒr Magath dann weniger erfolgreich. Wie drei Jahre zuvor scheiterte man dieses Mal schon im Pokal-Achtelfinale an Alemannia Aachen. Einer der TorschĂŒtzen fĂŒr Aachen war Jan Schlaudraff, der im folgenden Sommer zu den Bayern wechseln sollte. Zudem drohte man in der Bundesliga, nur auf Platz vier liegend, die Qualifikation zur Champions League zu verpassen. Deshalb reagierte man beim FC Bayern und holte einen alten Bekannten als Trainer zurĂŒck. Am 31. Januar 2007 wurde Felix Magath nach zwei Double-Gewinnen in Folge durch seinen VorgĂ€nger Ottmar Hitzfeld ersetzt. Doch auch er konnte die Qualifikation zur Champions League nicht erreichen und man blieb auf dem vierten Platz, der schlechtesten Platzierung der Bayern der letzten zwölf Jahre. In der Champions League selbst war erneut gegen den AC Mailand Endstation, diesmal im Viertelfinale. Man hatte sich zwar mit einem 2:2 in Mailand eine gute Ausgangsposition fĂŒr das RĂŒckspiel im eigenen Stadion erarbeitet, verlor dann aber mit 0:2. Durch dieses Ausscheiden und Platz vier in der Liga war man fĂŒr die nĂ€chste Saison erstmals seit der Saison 1996/97 nicht fĂŒr die Champions League qualifiziert und musste mit dem UEFA-Pokal vorlieb nehmen. Nach dieser Saison beendete Mehmet Scholl seine lange Karriere beim FC Bayern. Zuvor hatte Sebastian Deisler im Januar sein Karriereende bekanntgegeben.

Saison 2007/08

Um eine Saison wie die des Vorjahres nicht erneut zu erleben, investierten die Bayern in der Vorbereitung zur neuen Saison eine Rekordsumme von rund 70 Millionen Euro. Dabei wurden alleine 25 Millionen Euro fĂŒr Franck RibĂ©ry von Olympique Marseille und 12,5 Millionen Euro fĂŒr Luca Toni vom AC Florenz ausgegeben. Als dann neben der schon bekannten Verpflichtung von Jan Schlaudraff mit Miroslav Klose auch noch ein dritter neuer StĂŒrmer eingekauft wurde, erbat Roy Makaay seine Freigabe und wechselte zu Feyenoord Rotterdam. Zudem wechselte Hasan SalihamidĆŸić zu Juventus Turin. VereinseigengewĂ€chs Owen Hargreaves, der schon lange Ambitionen fĂŒr die Premier League geĂ€ußert hatte, wechselte fĂŒr eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro zu Manchester United. Neben den oben genannten Spielern wechselte auch Hamit Altıntop von Schalke 04 zu den Bayern.

Die hohen Investitionen lohnten sich und Bayern gelang in dieser Saison der fĂŒnfte Double-Gewinn in einem Jahrzehnt und der siebte Double-Gewinn ĂŒberhaupt. Dabei wurde den Zuschauern auch spielerisch ein erfrischender Fußball geboten, bei dem vor allem RibĂ©ry seine ausgezeichnete Technik unter Beweis stellte. Die Saison selbst verlief recht einseitig. Mit einem Start-Ziel-Sieg erreichte der FC Bayern am Ende einen Vorsprung von zehn Punkten auf Werder Bremen. Im DFB-Pokalfinale wurde Borussia Dortmund mit 2:1 nach VerlĂ€ngerung besiegt. Im UEFA-Pokal schaffte man es bis ins Halbfinale und musste sich dort nach einem 1:1 im Hinspiel in MĂŒnchen dem spĂ€teren Gewinner Zenit Sankt Petersburg mit 0:4 in St. Petersburg geschlagen geben.

Neben der herben Halbfinalpleite blieb dabei besonders das ViertelfinalrĂŒckspiel in Getafe in Erinnerung. Nach einem 1:1 im Hinspiel in MĂŒnchen musste man beim FC Getafe antreten. Nachdem es lange 1:0 fĂŒr die Gastgeber stand, konnte RibĂ©ry den RĂŒckstand in der 89. Minute ausgleichen. Dadurch kam es zur VerlĂ€ngerung. Dort stand es schnell 3:1 fĂŒr Getafe. Erst in der 115. Minute kamen die Bayern durch Luca Toni zum Anschlusstreffer und in der letzten Minute der VerlĂ€ngerung schaffte es wiederum Toni den Ausgleich zu erzielen. Somit war man aufgrund der mehr geschossenen AuswĂ€rtstore im Halbfinale.

In der Winterpause der Saison kĂŒndigte Ottmar Hitzfeld bereits an, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei Bayern nicht zu verlĂ€ngern. Um ihn zu ersetzen, wurde fĂŒr die neue Saison der ehemalige Spieler JĂŒrgen Klinsmann als neuer Trainer verpflichtet.

Mit dem Rekord von acht gewonnenen Meisterschaften und sechs gewonnenen DFB-Pokalen verließ Oliver Kahn den FC Bayern. Kahn gelang es in seiner letzten Saison, den Rekord von Oliver Reck (22 Gegentore in 34 Spielen aus der Saison 1987/88) mit 21 Gegentoren in 34 Spielen zu unterbieten. Nach der Saison wurde er zum EhrenspielfĂŒhrer des FC Bayern MĂŒnchen ernannt.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2008

Saison 2008/09

Zu Beginn der Saison 2008/09 stand Michael Rensing als die neue Nummer 1 im Tor der Bayern, verlor seinen Platz jedoch im April 2009 an Hans-Jörg Butt. Zudem wechselten Tim Borowski und der italienische Weltmeister Massimo Oddo zum Rekordmeister. Nach anfĂ€nglichen Schwierigkeiten in der Bundesliga gelang es, sich bis zur Winterpause an den Spitzenreiter, den Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim, heranzuarbeiten und punktgleich mit der TSG ĂŒberwinterte man auf Platz zwei. Nachdem man die Leistungen in der zweiten HĂ€lfte der Saison nicht stabilisieren konnte, musste JĂŒrgen Klinsmann fĂŒnf Spieltage vor Schluss seinen Platz rĂ€umen und wurde durch Jupp Heynckes als Cheftrainer und dessen Co-Trainer Hermann Gerland ersetzt.[14] Unter dem neuen Trainer konnte sich die Mannschaft mit vier Siegen und einem Unentschieden hinter dem neuen Meister VfL Wolfsburg den zweiten Platz und somit die direkte Qualifikation fĂŒr die Champions League der Folgesaison sichern. Im DFB-Pokal war man zuvor schon im Viertelfinale gegen Bayer Leverkusen ausgeschieden. In der Champions League konnte man sich im Achtelfinal-Hinspiel bei Sporting Lissabon mit 5:0 durchsetzen und zog nach einem 7:1 im RĂŒckspiel in das Viertelfinale ein; das Gesamtergebnis von 12:1 gegen Sporting bedeutete Champions-League-Rekord. Im Viertelfinale erlebte man jedoch vier Tage nach einem 1:5 in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg das von vielen Fans[15] und Medien befĂŒrchtete Hinspiel-Debakel beim FC Barcelona: Nach einer 4:0-PausenfĂŒhrung im Camp Nou schalteten die zuvor schon kaum geforderten Katalanen noch etwas zurĂŒck, fĂŒhrten eine ersatzgeschwĂ€chte (ohne Lahm, Lucio, van Buyten und Klose) und katastrophal spielende Bayern-Mannschaft aber weiter vor, ohne ihre großen Chancen in weitere Tore umzumĂŒnzen. Nach einem 1:1 im von beiden Mannschaften, besonders aber von Barcelona, nicht mit letztem Einsatz gefĂŒhrtem RĂŒckspiel war die Europapokalsaison fĂŒr den FC Bayern beendet.

Kurz nach der Winterpause gab Willy Sagnol auf Grund andauernder Beschwerden im Knie sein Karriereende bekannt. Bis MĂ€rz 2009 hatte der von Los Angeles Galaxy ausgeliehene US-Amerikaner Landon Donovan ein etwas glĂŒckloses Gastspiel in MĂŒnchen.

Den Verein verließen zum Saisonende Lukas Podolski zum 1. FC Köln, ZĂ© Roberto zum HSV und LĂșcio zu Inter Mailand. Der vom AC Mailand ausgeliehene Massimo Oddo wurde nicht ĂŒbernommen.

Saison 2009/10

Am 1. Juli 2009 ĂŒbernahm Louis van Gaal, der in der Vorsaison den AZ Alkmaar zur NiederlĂ€ndischen Fußballmeisterschaft fĂŒhrte, den Posten als Chef-Trainer des FC Bayern.

ZugĂ€nge zur Saison 2009/10 waren Anatolij Tymoschtschuk von Zenit St. Petersburg, Alexander Baumjohann von Borussia Mönchengladbach, Ivica Olić vom Hamburger SV, Edson Braafheid von Twente Enschede.[16], Danijel Pranjić vom SC Heerenveen[17] und Mario GĂłmez vom VfB Stuttgart. Letzterer ist mit einer Ablösesumme von 30 Millionen Euro der teuerste Transfer der Bundesligageschichte.[18] Zudem kehrte Andreas Görlitz, der an den Karlsruher SC ausgeliehen war, zum FC Bayern zurĂŒck. Daneben rĂŒckten aus der zweiten Mannschaft Thomas MĂŒller und Holger Badstuber in den Profikader auf. Am 28. August 2009 wurde schließlich der hollĂ€ndische Nationalspieler Arjen Robben von Real Madrid verpflichtet.[19]

Am Beginn der Saison versuchte van Gaal nochmals, Michael Rensing als Stammtorwart zu installieren. Allerdings konnte dieser abermals nicht ĂŒberzeugen, so dass er am 5. Spieltag seinen Stammplatz wieder an Hans-Jörg Butt abtreten musste. Das erste Saison-Drittel verlief wenig erfolgreich fĂŒr den FC Bayern. In der Bundesliga rutschte man zwischenzeitlich bis auf Rang 14 ab und auch das Weiterkommen in der Champions League war gefĂ€hrdet. Im letzten Spiel der Champions-League-Gruppenphase besiegten die Bayern schließlich am 8. Dezember 2009 Juventus Turin auswĂ€rts mit 4:1, wodurch sie doch noch die Endrunde der Champions League erreichen konnten. Daneben gelang es dem FC Bayern in der Bundesliga, bis Mitte Februar 2010 neun Spiele hintereinander zu gewinnen und damit den RĂŒckstand auf den Spitzenreiter Bayer Leverkusen, der zwischenzeitlich acht Punkte betragen hatte, auszugleichen. Am 24. Spieltag ĂŒbernahmen die Bayern schließlich die TabellenfĂŒhrung in der Bundesliga, die sie bis Saisonende nur noch einmal abgaben. Am letzten Spieltag wurde durch einen 3:1-Sieg bei Hertha BSC die 22. Deutsche Meisterschaft perfekt gemacht. Zudem gewann man das Finale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen mit 4:0 und konnte somit den 15. Pokalsieg, gleichzeitig das achte Double, verbuchen.

Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2010

Mit dem Einzug ins Finale der Champions League eröffnete sich die Chance fĂŒr die Bayern, als erste deutsche Mannschaft das Triple aus Meisterschaft, nationalem sowie internationalem Pokal zu gewinnen. Allerdings verlor man am 22. Mai 2010 im Estadio Santiago BernabĂ©u in Madrid gegen Inter Mailand mit 0:2 und verpasste damit den historischen Triumph.

Spieldaten des Endspiels um die Champions League 2010

2010 bis heute

Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2010/11 3 81:40 65 69.000

Zu Beginn der Saison 2010/2011 konnte der Verein mit einem 2:0 gegen Schalke 04 den von der DFL wieder eingefĂŒhrten Supercup gewinnen. In der Champions League erreichten die MĂŒnchner als Erster ihrer Gruppe das Achtelfinale, wo sie gegen Inter Mailand nach einem 1:0-AuswĂ€rtssieg durch eine 2:3-Heimniederlage ausschieden. Im DFB-Pokal schieden sie im Halbfinale nach einer 0:1-Heimniederlage gegen Schalke aus.

Am 7. MĂ€rz 2011 wurde vom FC Bayern bekanntgegeben, dass der Vertrag mit Trainer Louis van Gaal am Saisonende zum 30. Juni 2011 vorzeitig und einvernehmlich aufgelöst werden wird. Grund hierfĂŒr ist laut Pressemitteilung die unterschiedliche Auffassung ĂŒber die strategische Ausrichtung des Klubs. Nachfolger wird Jupp Heynckes, der einen Zweijahresvertrag erhĂ€lt[20]. Am 10. April 2011 gab der Verein aufgrund der weiteren sportlichen Talfahrt die sofortige Beurlaubung Louis van Gaals bekannt und ernannte den bisherigen Co-Trainer Andries Jonker zum Cheftrainer bis zum Saisonende.[21] Nach 5 Spielen und 13 von 15 möglichen Punkten unter Jonker, schloss die Mannschaft die Saison 2010/2011 als Dritter ab und sicherte sich damit die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League, wo man den FC ZĂŒrich mit 2:0 und 1:0 besiegte und somit die Gruppenphase der Champions League erreicht hat. Hier treffen die Roten auf den FC Villarreal, Manchester City und den SSC Neapel.[22]

Namen und Zahlen

→ Hauptartikel: FC Bayern MĂŒnchen/Namen und Zahlen

Die erste Mannschaft spielt seit 1965 in der Fußball-Bundesliga. Der FC Bayern MĂŒnchen ist der erfolgreichste deutsche Fußball-Club und deutscher Rekordmeister. FĂŒr 21 Meisterschaften seit EinfĂŒhrung der Bundesliga 1963 darf er vier Meistersterne auf dem Trikot tragen. Der FC Bayern ist der erste Verein, dem es gelang, das Double zu verteidigen. Neben Ajax Amsterdam und Juventus Turin gelang es dem FC Bayern, alle Europapokale sowie den Weltpokal zu gewinnen. Neben Bayern MĂŒnchen gelang es bisher nur Real Madrid und Ajax Amsterdam, den Europapokal der Landesmeister drei Mal in Folge zu gewinnen. Deswegen erlaubt es die UEFA unter anderem dem FC Bayern, ein Logo mit dem Champions-League-Pokal zu tragen, in dem zusĂ€tzlich die Anzahl aller gewonnenen Europapokale der Landesmeister (4) eingetragen ist. Unter den Vereinspokalen fehlt einzig der europĂ€ische Supercup, der bisher noch von keiner deutschen Mannschaft gewonnen wurde.

Erfolge

Nationale Titel

Erfolge des FC Bayern MĂŒnchen (Stand: 30. November 2010)
Deutsche Fußballmeisterschaft
1932 1969 1972 1973 1974
1980 1981 1985 1986 1987
1989 1990 1994 1997 1999
2000 2001 2003 2005 2006
2008 2010
DFB-Pokal
1957 1966 1967 1969 1971
1982 1984 1986 1998 2000
2003 2005 2006 2008 2010
Supercup und Ligapokal
*(1983)* 1987 1990 1997 1998
1999 2000 2004 2007 2010
* inoffizielle Austragung des Supercups
Alle Jahresangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt des Endspiels.

Internationale Titel

Europapokal der Landesmeister und UEFA Champions League
1974 1975 1976 2001 0000
Weltpokal
1976 2001
Europapokal der Pokalsieger
1967
UEFA-Pokal
1996
Alle Jahresangaben beziehen sich auf den Zeitpunkt des Endspiels.

Die Mannschaft

Kader Saison 2011/12
Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum Seit Letzter Verein
TorhĂŒter
1 Manuel Neuer DeutscherDeutscher 27. MĂ€r. 1986 2011 FC Schalke 04
22 Jörg Butt DeutscherDeutscher 28. Mai 1974 2008 Benfica Lissabon
24 Maximilian RiedmĂŒller DeutscherDeutscher 04. Jan. 1988 2011 FC Bayern MĂŒnchen II
32 Rouven Sattelmaier DeutscherDeutscher 07. Aug. 1987 2010 SSV Jahn Regensburg
Abwehr
2 Breno BrasilianerBrasilianer 13. Okt. 1989 2010 1. FC NĂŒrnberg
5 Daniel Van Buyten BelgierBelgier 07. Feb. 1978 2006 Hamburger SV
13 Rafinha BrasilianerBrasilianer 07. Sep. 1985 2011 CFC Genua
17 JĂ©rĂŽme Boateng DeutscherDeutscher 03. Sep. 1988 2011 Manchester City
21 Philipp Lahm (C)KapitĂ€n der Mannschaft DeutscherDeutscher 11. Nov. 1983 2005 VfB Stuttgart
26 Diego Contento DeutscherDeutscher ItalienerItaliener 01. Mai 1990 2010 FC Bayern MĂŒnchen II
28 Holger Badstuber DeutscherDeutscher 13. MĂ€r. 1989 2009 FC Bayern MĂŒnchen II
Mittelfeld
7 Franck RibĂ©ry FranzoseFranzose 07. Apr. 1983 2007 Olympique Marseille
10 Arjen Robben NiederlĂ€nderNiederlĂ€nder 23. Jan. 1984 2009 Real Madrid
14 Takashi Usami JapanerJapaner 06. Mai 1992 2011 Gamba Osaka
23 Danijel Pranjić KroateKroate 02. Dez. 1981 2009 SC Heerenveen
27 David Alaba ÖsterreicherÖsterreicher 24. Juni 1992 2011 TSG 1899 Hoffenheim
30 Luiz Gustavo BrasilianerBrasilianer 23. Juli 1987 2011 TSG 1899 Hoffenheim
31 Bastian Schweinsteiger DeutscherDeutscher 01. Aug. 1984 2002 FC Bayern MĂŒnchen U19
39 Toni Kroos DeutscherDeutscher 04. Jan. 1990 2010 Bayer 04 Leverkusen
44 Anatolij Tymoschtschuk UkrainerUkrainer 30. MĂ€r. 1979 2009 Zenit St. Petersburg
Sturm
9 Nils Petersen DeutscherDeutscher 06. Dez. 1988 2011 FC Energie Cottbus
11 Ivica Olić KroateKroate 14. Sep. 1979 2009 Hamburger SV
25 Thomas MĂŒller DeutscherDeutscher 13. Sep. 1989 2008 FC Bayern MĂŒnchen II
33 Mario GĂłmez DeutscherDeutscher 10. Juli 1985 2009 VfB Stuttgart
Stand der Spielerstatistiken: 5. Juli 2011

Transfers zur Saison 2011/12

ZugÀnge
Nat. Name abgebender Verein Wechselmonat
Tor
DeutschlandDeutschland Manuel Neuer FC Schalke 04 Juli 2011
DeutschlandDeutschland Maximilian RiedmĂŒller FC Bayern MĂŒnchen II Juli 2011
Abwehr
BrasilienBrasilien Rafinha CFC Genua Juli 2011
DeutschlandDeutschland JĂ©rĂŽme Boateng Manchester City Juli 2011
Mittelfeld
OsterreichÖsterreich David Alaba TSG 1899 Hoffenheim1 Juli 2011
JapanJapan Takashi Usami Gamba Osaka2 Juli 2011
Sturm
DeutschlandDeutschland Nils Petersen FC Energie Cottbus Juli 2011
AbgÀnge
Nat. Name aufnehmender Verein Wechselmonat
Tor
DeutschlandDeutschland Thomas Kraft Hertha BSC Juli 2011
Mittelfeld
TurkeiTĂŒrkei DeutschlandDeutschland Hamit Altıntop Real Madrid Juli 2011
DeutschlandDeutschland Andreas Ottl Hertha BSC Juli 2011
TurkeiTĂŒrkei DeutschlandDeutschland Mehmet Ekici SV Werder Bremen Juli 2011
Sturm
DeutschlandDeutschland Miroslav Klose Lazio Rom Juli 2011



1 war ausgeliehen
2 ausgeliehen

Trainer- und Betreuerstab in der Saison 2011/12

Cheftrainer Jupp Heynckes
Name Funktion
Trainerstab
Jupp Heynckes Cheftrainer
Hermann Gerland Co-Trainer
Peter Hermann Co-Trainer
Toni Tapalović Torwarttrainer
Marcelo Martins Fitnesstrainer
Andreas Kornmayer Fitnesstrainer
Thomas Wilhelmi Rehatrainer
Philipp Laux Mentaltrainer
Sportliche Leitung
Christian Nerlinger Sportdirektor
Scoutingabteilung
Marcel Bout Spielanalyst
Wolfgang Dremmler Abteilungsleiter Spielerbeobachtung
Paul Breitner Chefscout
Egon Coordes Scout
Michael Tarnat Scout
Wolfgang Grobe Scout
Hans-Martin Kleitsch Scout
Medizinische Abteilung
Hans-Wilhelm MĂŒller-Wohlfahrt Leiter
Lutz HĂ€nsel Teamarzt
Peter Ueblacker Teamarzt
Fredi Binder Physiotherapeut, Heilpraktiker
Gerry Hoffmann Physiotherapeut
Stephan Weickert Physiotherapeut
Gianni Bianchi Physiotherapeut
Öffentlichkeitsarbeit
Markus Hörwick Pressesprecher

Auswahl ehemaliger Spieler

FĂŒr sĂ€mtliche Spieler, die jemals fĂŒr den FC Bayern in der Bundesliga aufgelaufen sind, siehe Liste der Spieler des FC Bayern MĂŒnchen.

Alle hier genannten Spieler sind in der offiziellen Hall of Fame des FC Bayern MĂŒnchen.

Klaus Augenthaler DeutscherDeutscher (1976–1991, Libero)
404 Spiele absolvierte er fĂŒr die Bayern. Dabei wurde er sieben Mal Deutscher Meister und drei Mal gewann er mit der Mannschaft den DFB-Pokal. Er wurde zudem 1990 mit der Nationalmannschaft Weltmeister. Unvergessen ist auch sein „Tor des Jahrzehnts“ gegen Uli Stein vom Mittelkreis aus.
Franz Beckenbauer DeutscherDeutscher (1964–1977, Libero)
„Der Kaiser“. Mit ihm als SpielfĂŒhrer wurde Bayern zu einer der erfolgreichsten Mannschaften Europas. 1974 fĂŒhrte er die deutsche Nationalmannschaft zum WM-Sieg im eigenen Lande. 1990 konnte er den Erfolg als Teamchef in Italien wiederholen. Er war maßgeblich daran beteiligt, die WM 2006 nach Deutschland zu holen.
Paul Breitner DeutscherDeutscher (1970–1974, 1978–1983, Verteidigung, Mittelfeld)
Der große Regisseur der Bayern Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre. Mit den MĂŒnchnern wurde er fĂŒnf Mal Meister. Zudem wurde er 1974 Weltmeister im eigenen Lande und schoss im Endspiel gegen Holland den wichtigen Elfmeter zum 1:1.
Stefan Effenberg DeutscherDeutscher (1990–1992, 1998–2002, Mittelfeld)
Der Tiger spielte zwei Mal bei den Bayern. Bei seinem zweiten Engagement war er als Kopf der Mannschaft maßgeblich daran beteiligt, nach 25 Jahren endlich wieder die Champions League zu gewinnen.
Giovane Élber BrasilianerBrasilianer (1997–2003, Sturm)
Nach seiner Zeit beim VfB Stuttgart wurde Giovane Elber bei Bayern zum erfolgreichsten auslĂ€ndischen TorschĂŒtzen der Bundesliga-Geschichte. In 252 Spielen fĂŒr Stuttgart und Bayern erzielte er 133 Tore. Erst am 8. Mai 2010 wurde dieser Rekord durch Claudio Pizarro eingestellt.
Dieter Hoeneß DeutscherDeutscher (1979–1987, Sturm)
Auf Grund seiner Tore im Europapokal erhielt er den Spitznamen „Mr. Europacup“, doch gewonnen hat er ihn nie. BerĂŒhmtheit erlangte vor allem sein Auftritt im DFB-Pokal 1982 gegen den 1. FC NĂŒrnberg, als er nach einem 0:2-RĂŒckstand mit blutender Kopfwunde vom Feld musste. Doch er ließ sich nicht auswechseln, sondern spielte mit einem Verband am Kopf weiter. Das Spiel wurde zum Schluss mit 4:2 gewonnen. Hoeneß erzielte dabei mit dem Kopf einen Treffer.
Uli Hoeneß DeutscherDeutscher (1970–1978, Sturm)
Erfolgreich als Spieler, doch unersetzlich als Macher. In 30 Jahren als Manager des FC Bayern ist er maßgeblich am Erfolg der Mannschaft beteiligt. Als erster Manager eines Fußballvereins wurde Hoeneß 1999 zum Manager des Jahres gewĂ€hlt.
Oliver Kahn DeutscherDeutscher (1994–2008, Torwart)
„Weiter, immer weiter!“ [23] Keiner verkörperte als Spieler die Philosophie des FC Bayern MĂŒnchen wie er. Seine Paraden brachten Titel und Erfolge. Mit acht Meisterschaften und sechs DFB-Pokalsiegen fĂŒhrt er diese Wettbewerbe an. Sein grĂ¶ĂŸter Erfolg war jedoch der Champions-League-Gewinn 2001.
Bixente Lizarazu FranzoseFranzose (1997–2004, 2005–2006, Verteidigung)
Der kleine Franzose spielte zwei Mal fĂŒr die Bayern. Dabei war er wichtiger Bestandteil beim Gewinn der Champions League 2001. Mit Frankreich wurde er Welt- und Europameister. Zudem sammelte er jede Menge Titel bei Bayern.
Sepp Maier DeutscherDeutscher (1962–1979, Torwart)
Die „Katze von Anzing“ hĂ€lt bis heute den Rekord in ununterbrochenen Spielen fĂŒr den FC Bayern in der Fußball-Bundesliga. 422 Mal stand er in Folge zwischen den Pfosten des Rekordmeisters. Bei der WM 1974 stand er im Tor der Deutschen Nationalmannschaft und hielt im Finale der WM 1974 nach der frĂŒhen FĂŒhrung der HollĂ€nder den Kasten fĂŒr den Rest des Spieles sauber.
Lothar MatthĂ€us DeutscherDeutscher (1984–1988, 1992–2000, Mittelfeld, Abwehr)
Von Gladbach kam er zu den Bayern und erlebte dort einige erfolgreiche Jahre. Dann wechselte er nach Italien. SpĂ€ter kam er nach einem Kreuzbandriss zurĂŒck zu den Bayern. 1990 war er die SchlĂŒsselfigur fĂŒr den Sieg der deutschen Nationalelf bei der WM in Italien.
Gerd MĂŒller DeutscherDeutscher (1964–1979, Sturm)
Über den Bomber meinte Franz Beckenbauer einst: „Ohne ihn wĂ€ren wir vielleicht heute noch in dem alten HolzhĂ€usl“. Er ist der RekordtorschĂŒtze der Bundesliga und hĂ€lt den Rekord in einer Saison mit 40 Toren. Auch in der Nationalmannschaft hĂ€lt er den Rekord von 68 Treffern in 62 Spielen.
Karl-Heinz Rummenigge DeutscherDeutscher (1974–1984, Sturm)
Erfolge feierte er schon als Spieler mit den Bayern. Dann ging er nach Italien. Doch nach seiner aktiven Laufbahn kam er zurĂŒck und schaffte es gemeinsam mit Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß, die Bayern Anfang der 90er Jahre wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.
Mehmet Scholl DeutscherDeutscher (1992–2007, Mittelfeld)
Als junger Spieler kam er vom KSC und blieb danach den Bayern treu. Seine Karriere war durch viele Verletzungen geprĂ€gt. In beiden Finalspielen des UEFA-Pokals 1995/96 gegen Bordeaux traf er je ein Mal. Zusammen mit Oliver Kahn hĂ€lt er mit acht Meisterschaften den Rekord fĂŒr die meisten gewonnenen Meistertitel in der Bundesliga.
„Katsche“ Schwarzenbeck DeutscherDeutscher (1966–1981, Verteidigung)
Seine große Stunde hatte er im Endspiel um den Europapokal der Landesmeister 1974. Nachdem es in der VerlĂ€ngerung kurz vor Schluss 1:0 fĂŒr Atletico Madrid stand, zog er aus 25 Metern ab und erzielte den wichtigen 1:1-Ausgleichstreffer. Das Wiederholungsspiel gewann Bayern mit 4:0 und den Pokal damit zum ersten Mal.
Roland Wohlfarth DeutscherDeutscher (1984–1993, Sturm)
In der internen Statistik der Bayern ist er hinter Gerd MĂŒller und Karl-Heinz Rummenigge auf Platz drei der TorschĂŒtzenliste. Dabei wurde er zweimal TorschĂŒtzenkönig.

Die zweite Mannschaft

FC Bayern MĂŒnchen II
Vereinswappen
Voller Name Fußball-Club
Bayern MĂŒnchen II e. V.
Ort MĂŒnchen
GegrĂŒndet 27. Februar 1900
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion GrĂŒnwalder Stadion
PlÀtze 10.240
Trainer Andries Jonker
Homepage www.fcbayern.de
Liga Regionalliga SĂŒd
2010/11 19. Platz (3. Liga)
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
AuswÀrts
Trainer der zweiten Mannschaft: Andries Jonker

Die zweite Mannschaft (bis 2005: FC Bayern MĂŒnchen Amateure, seitdem: FC Bayern MĂŒnchen II) ist ebenfalls eine Profimannschaft und spielte von der Saison 2008/09 bis zur Saison 2010/11 in der 3. Liga. In der Saison 2010/11 stand der Abstieg in die Regionalliga schon einige Spieltage vor Saisonende fest. Betreut wird das Team derzeit von Andries Jonker als Trainer sowie Gerd MĂŒller und Rainer Ulrich als Co-Trainern, Torwarttrainer ist Walter Junghans.

1983 und 1987 erreichten die Bayern-Amateure jeweils das Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft. Bei der EinfĂŒhrung der Regionalligen als dritthöchste Spielklasse 1994 war man direkt fĂŒr die Regionalliga SĂŒd qualifiziert und spielte in dieser Liga bis 2008, als durch einen achten Platz die Qualifikation fĂŒr die neugegrĂŒndete 3. Liga gelang, deren Premierensaison man 2008/09 als FĂŒnfter beendete. In der Saison 2003/04 gewannen die Bayern-Amateure mit Spielern wie Zvjezdan Misimović, Piotr Trochowski und Paolo Guerrero die Meisterschaft in der Regionalliga SĂŒd. FĂŒr den DFB-Pokal waren die Bayern-Amateure mehrmals qualifiziert, erreichten in der Saison 1993/94 das Achtelfinale sowie 1994/95 und 2004/05 sogar das Viertelfinale, wobei u. a. die Bundesligisten Werder Bremen, VfB Stuttgart, 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach besiegt wurden.

Immer wieder schafften Spieler der zweiten Mannschaft den Sprung in den Kader der Profimannschaft und wurden spĂ€ter Stammspieler, so u. a. Markus Babbel, Philipp Lahm, Owen Hargreaves, Bastian Schweinsteiger oder in jĂŒngerer Zeit Holger Badstuber und Thomas MĂŒller.

Eine dritte Mannschaft gibt es bei Bayern MĂŒnchen nicht.

Kader Saison 2011/12
Nr. Nat. Spieler Geburtsdatum Seit Letzter Verein
TorhĂŒter
01 Rouven Sattelmaier* DeutscherDeutscher 7. August 1987 2010 SSV Jahn Regensburg
24 Maximilian RiedmĂŒller* DeutscherDeutscher 4. Januar 1988 2008 SV Heimstetten
25 Daniel MĂŒller DeutscherDeutscher 19. Mai 1992 2011 SC FĂŒrstenfeldbruck
Abwehr
02 CĂŒneyt Köz TĂŒrkeTĂŒrke DeutscherDeutscher 12. Oktober 1992 2010 eigene Jugend
03 Emre Can DeutscherDeutscher TĂŒrkeTĂŒrke 12. Januar 1994 2011 eigene Jugend
04 Timothy van der Meulen NiederlÀnderNiederlÀnder 2. MÀrz 1990 2011 Dundee United
05 David VrĆŸogić DeutscherDeutscher SerbeSerbe 12. August 1989 2011 Rot Weiss Ahlen
13 Max Dombrowka DeutscherDeutscher 24. MĂ€rz 1992 2010 eigene Jugend
14 Antonio Pangallo DeutscherDeutscher ItalienerItaliener 4. Februar 1990 2011 SSV Ulm 1846
Mittelfeld
06 Sebastian Dreier DeutscherDeutscher 22. Februar 1992 2011 eigene Jugend
08 Anduele Pryor NiederlÀnderNiederlÀnder SurinamerSurinamer 26. April 1985 2011 Vitesse Arnhem
10 Bastian MĂŒller DeutscherDeutscher 31. Juli 1991 2011 SC Verl
12 Nicolas JĂŒllich DeutscherDeutscher 27. MĂ€rz 1990 2010 SV Waldhof Mannheim
15 Dennis Chessa DeutscherDeutscher 19. Oktober 1992 2010 eigene Jugend
16 Rico Strieder DeutscherDeutscher 6. Juli 1992 2011 eigene Jugend
18 Boy Deul CuraçanerCuraçaner NiederlÀnderNiederlÀnder 30. August 1987 2010 Willem II
20 Niklas Horn DeutscherDeutscher 22. September 1990 2011 FC Astoria Walldorf
22 Daniel Steimel DeutscherDeutscher 10. April 1992 2011 eigene Jugend
23 Deniz Mujić OsterreichÖsterreich Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina 7. August 1990 2010 FC Dornbirn 1913
26 Danny Schwarz (C)KapitĂ€n der Mannschaft DeutscherDeutscher 11. Mai 1975 2009 TSV 1860 MĂŒnchen
Sturm
07 SaĂ«r SĂšne FranzoseFranzose SenegaleseSenegalese 4. November 1986 2009 SG Sonnenhof Großaspach
09 Manuel Fischer DeutscherDeutscher 19. September 1989 2011 1. FC Heidenheim II
11 Dale Jennings EnglÀnderEnglÀnder 21. Dezember 1992 2011 Tranmere Rovers
17 Koray Altınay DeutscherDeutscher 11. Oktober 1991 2011 SC FĂŒrstenfeldbruck
19 Pascal Reinhardt DeutscherDeutscher 11. September 1992 2011 Stuttgarter Kickers U19
21 Toni Vastić ÖsterreicherÖsterreicher 17. Januar 1993 2011 Blackburn Rovers U18
Stand der Spielerstatistiken: 21. August 2011
* steht auch im Profikader

Mannschaft der Frauen

→ Hauptartikel: FC Bayern MĂŒnchen (Frauenfußball)

Die Fußballmannschaft der Frauen besteht seit 1970. 1976 erreichten die Frauen die Deutsche Meisterschaft. Nach mehreren Jahren in der Bayernliga ist man seit der Saison 2000/01 erstklassig.

Stadien

Das GrĂŒnwalder Stadion 2008

In den Anfangsjahren des Vereins wechselten die SpielstĂ€tten recht hĂ€ufig. Das erste Spiel der Vereinsgeschichte fand auf dem stĂ€dtischen Spielplatz an der Schyrenstraße statt. Der 1. MĂŒnchner FC wurde damals mit 5:2 bezwungen. 1901 bis 1907 spielte man dann in Schwabing an der Clemensstraße, um dann an die Leopoldstraße zu wechseln. Da immer mehr Zuschauer zu den Heimspielen des Vereins kamen, wechselte man ab 1920 erneut den Platz, ohne fĂŒr eine lĂ€ngere Zeit eine feste HeimstĂ€tte zu haben. FĂŒr 47 Jahre fanden die „Roten“ dann ab 1925 im GrĂŒnwalder Stadion ihr festes Zuhause, wobei man bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Untermieter des TSV 1860 MĂŒnchen war. Der TSV musste spĂ€ter aus finanziellen GrĂŒnden das Stadion an die Stadt MĂŒnchen verkaufen. Bayerns Zuschauerrekord im GrĂŒnwalder Stadion belĂ€uft sich auf mehr als 50.000 wĂ€hrend der Saison 1961/62 gegen den 1. FC NĂŒrnberg. Mit Beginn der Bundesliga waren dann nur noch 44.000 Zuschauer zugelassen.

Das Olympiastadion von oben

Nach Fertigstellung des Olympiastadions MĂŒnchen fĂŒr die Olympischen Sommerspiele 1972 zogen die Bayern dorthin um. Das erste Spiel der Bayern fand am letzten Spieltag der Saison 1971/72 statt. FC Schalke 04 hieß der Gegner und wurde vor 79.000 Zuschauern mit 5:1 geschlagen. Nach dem Spiel feierte der Verein seine erste von vielen Deutschen Meisterschaften im Olympiastadion. Durch eine Reduzierung der StehplĂ€tze und kleinere Anpassungen im Stadion sank die offizielle StadionkapazitĂ€t schrittweise auf 69.200 Zuschauer bei nationalen Spielen und 59.000 bei internationalen Spielen. Aus KomfortgrĂŒnden gab der Verein rund 6.000 PlĂ€tze, die keine gute Sicht auf das Spielfeld boten, nicht fĂŒr den Verkauf frei und ließ zu Bundesliga-Spielen nur 63.000 Zuschauer ins Stadion. Ab 1995, ein Jahr nach dem Wiederaufstieg des TSV 1860 MĂŒnchen in die Bundesliga trug auch der Stadtrivale seine Heimspiele im Olympiastadion aus, wobei die Löwen bei Spitzenspielen die zulĂ€ssige Höchstgrenze von 69.200 Zuschauern nutzten.

Das Olympiastadion wurde mit der Zeit immer stĂ€rker als nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ fĂŒr Fußballspiele auf Spitzenniveau kritisiert. Es gab keine VIP-Logen, das Stadion war nur zu einer Seite hin ĂŒberdacht und in der weiten und offenen Anlage wollte keine rechte „Fußball-Stimmung“ aufkommen. Auch die vorhandene Tartanbahn und die dadurch bedingte große Entfernung zwischen Zuschauern und Spielgeschehen war Fans und Verantwortlichen ein Dorn im Auge. Zudem kam es bisweilen zu Terminkonflikten, wenn andere Veranstaltungen, wie z.B. Leichtathletikwettbewerbe oder Rockkonzerte im Stadion stattfinden sollten. Viele derartige Veranstaltungen wurden wegen der Beschwerden des FC Bayern als Hauptnutzer, (und mit ca. 5 Millionen DM jĂ€hrlich grĂ¶ĂŸten Mietzahlers) an andere Orte verlegt. Prominentestes „Opfer“ war die alljĂ€hrliche Rockveranstaltung Rock im Park, welche schließlich von MĂŒnchen nach NĂŒrnberg verlegt wurde. Der Verein machte sich daher schon lĂ€nger Gedanken ĂŒber ein eigenes Stadion in MĂŒnchen. Doch ĂŒber Jahre hinweg fand man keinen geeigneten Platz und auch die Stadt als EigentĂŒmerin der olympischen SpielstĂ€tte strĂ€ubte sich gegen derartige PlĂ€ne, da die Mietzahlungen des FC Bayern eine lukrative Einnahmequelle darstellten, die man nicht verlieren wollte. Als sich Deutschland fĂŒr die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bewarb, kam das Thema Stadion erneut auf den Tisch, denn mit dem veralteten Olympiastadion wĂ€re MĂŒnchen als Spielort fĂŒr das Turnier undenkbar gewesen. Da es hieß, dass es nirgendwo einen geeigneten Platz fĂŒr einen Neubau in MĂŒnchen geben wĂŒrde, dachte man zunĂ€chst darĂŒber nach, das Olympiastadion aufwendig zu renovieren und grundlegend umzubauen. Auch ein Abriss und Neubau unter dem denkmalgeschĂŒtzten Zeltdach wurde durchgespielt. All diese PlĂ€ne scheiterten letzten Endes aber am Veto des Architekten GĂŒnter Behnisch. Um die örtliche Politik unter Zugzwang zu setzen, spekulierte der Verein daraufhin eine Zeitlang öffentlich darĂŒber, das neue Stadion außerhalb der Stadtgrenzen, beispielsweise in Garching oder Poing zu errichten, womit der Stadt MĂŒnchen etliches an Steuereinnahmen und Prestige verlorengegangen wĂ€re.

Die Allianz Arena in MĂŒnchen

Wollte MĂŒnchen also WM-Spielort werden, musste eine Lösung gefunden werden. Verschiedene Standorte wurden auf ihre Tauglichkeit hin geprĂŒft und man einigte sich letzten Endes auf Fröttmaning am nördlichen Ende der Stadt als Standort fĂŒr die neue Allianz Arena. Nach zĂ€hem Ringen wurde in der Kompromisslösung festgezurrt, dass der FC Bayern und 1860 MĂŒnchen die neue Arena gemeinsam errichten und nutzen sollten, wobei jegliche Nutzung außerhalb von Fußball ausgeschlossen wurde, um dem Olympiastadion eine gewisse Grundauslastung im Veranstaltungsbereich zu sichern. Auch dieser Kompromiss wurde von der Öffentlichkeit kontrovers aufgenommen, sodass es sogar zu einer Volksabstimmung ĂŒber den Stadionneubau kam, welche mit etwa 2/3 der Stimmen zu Gunsten des Neubaus ausfiel. Die beiden Vereine trugen die Kosten fĂŒr den Stadionbau, wĂ€hrend die Stadt MĂŒnchen und das Land Bayern fĂŒr die Kosten der Infrastruktur aufkommen sollten. Zu Beginn waren die FC Bayern MĂŒnchen AG und die TSV MĂŒnchen von 1860 GmbH & Co. KGaA zu je 50 % an der Stadiongesellschaft, welcher die Arena gehört und sie betreibt, beteiligt. Beide Vereine mĂŒssen zur Nutzung der Arena entsprechende Mietentgelte entrichten, woraus die Stadion GmbH wiederum den Kredit, welcher den Bau finanzierte, bedient. Als die Löwen jedoch erneut in finanzielle Nöte gerieten, verkauften sie ihren 50-Prozent-Anteil an den Mitgesellschafter. Auch eine zunĂ€chst ausgehandelte RĂŒckkaufoption wurde inzwischen an die Bayern verkauft. Somit steht das Stadion unter der alleinigen Kontrolle des FC Bayern MĂŒnchen.

Baulich ist das Stadion in drei RĂ€nge unterteilt. Dabei besteht die HaupttribĂŒne mit den Ein- und AusgĂ€ngen grĂ¶ĂŸtenteils aus VIP-PlĂ€tzen und sogenannten Business-Seats. Die Fankurven des FC Bayern befinden sich jeweils hinter den Toren. Die Sitzschalen des Stadions sind in Grau, da wohl weder Rot noch Blau dem einen oder anderen der beiden Vereine zuzumuten gewesen wĂ€re. Dies hat allerdings den Nachteil, dass das Stadion auf Grund des vielen Graus recht kĂŒhl wirkt. WĂ€hrend der Heimspiele des FCB leuchtet das Stadion außen in Rot. Mehrfarbige Beleuchtungen sind zwar möglich, wurden aber nachtrĂ€glich polizeilich untersagt, da die Farbwechsel zu erhöhten Unfallzahlen auf der nahen Autobahn A9 gefĂŒhrt hatten.

Das Stadion fasste anfangs 66.000 Zuschauer. Durch eine Neuanordnung der Sitzreihen und den Umbau einiger ĂŒberbreiter Business-Seats zu normalen SitzplĂ€tzen wurde die KapazitĂ€t aber schon wenige Monate spĂ€ter auf 69.001 Zuschauer erhöht. Prinzipiell ist eine weitere Aufstockung bis auf ĂŒber 80.000 PlĂ€tze ohne tiefgreifende Baumaßnahmen möglich, der Verein verzichtet aber darauf, vor allem aus KomfortgrĂŒnden fĂŒr die Zuschauer.

TrainingsgelÀnde

Das neue Service-Center in der Bauphase, 2008

Das TrainingsgelĂ€nde des FC Bayern befindet sich in MĂŒnchen-Giesing an der SĂ€bener Straße 51. Es gilt als eines der modernsten TrainingsgelĂ€nde in Europa. Vielfach wird behauptet, das GelĂ€nde befĂ€nde sich im Stadtteil Harlaching, welcher jedoch wenige Meter weiter sĂŒdlich beginnt.

Bereits seit 1949 nutzen die Bayern das GelĂ€nde an der SĂ€bener Straße, der ehemaligen Bezirkssportanlage Harlaching. 1970 begann der Bau der neuen GeschĂ€ftsstelle und des TrainingsgelĂ€ndes unter PrĂ€sident Neudecker. Am 17. Mai 1971 war die Anlage bezugsfertig. Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins waren GeschĂ€ftsstelle und TrainingsgelĂ€nde vereint. Bereits 1979 erfolgte der nĂ€chste Ausbau des GelĂ€ndes, dem ein weiterer Ende der 80er Jahre folgte, um neue GebĂ€ude fĂŒr den Amateur- und Profibereich zu schaffen. Im Jahr 2000 gab es einen Brand im Profitrakt, wobei ein erheblicher Schaden an den Umkleidekabinen, in der medizinischen Abteilung und im Saunabereich entstand. 2008 wurde ein neues Servicezentrum fertiggestellt mit einem neuen Fan-Shop auf einer 250 mÂČ großen FlĂ€che, zudem entstand eine Tiefgarage. Das neue GebĂ€ude ist 95 Meter lang, 16 Meter breit und ca. 10 Meter hoch. Die Tiefgarage fasst 270 StellplĂ€tze. Direkt neben dem neuen GebĂ€ude entstand ein neuer Rasenplatz mit mehreren Sitzreihen auf einer Seite, auf dem in der Saison 2008/09 die Heimspiele der B-Jugend-Mannschaften ausgetragen wurden. Zudem wurde ein neuer Kunstrasenplatz mit zwei Kleinfeldern fĂŒr den E- und F-Jugend-Bereich angelegt. Des Weiteren wurde das alte Klubrestaurant in eine Kantine fĂŒr die Vereinsangestellten umgewandelt. Waren frĂŒher alle Trainingseinheiten öffentlich, hat sich in jĂŒngerer Zeit der allgemeine Trend durchgesetzt, meist nur noch einmal wöchentlich ein öffentliches Training stattfinden zu lassen. Insgesamt gibt es auf dem GelĂ€nde fĂŒnf RasenplĂ€tze, zwei KunstrasenplĂ€tze und einen Beachvolleyballplatz.

Nur durch einen Parkplatz und einen Fußweg vom Bayern-GelĂ€nde getrennt befindet sich das neue SportgelĂ€nde der Sportfreunde MĂŒnchen. Durch die Erweiterungsmaßnahmen des FC Bayern musste das alte GelĂ€nde der Sportfreunde weichen und wurde um einige Meter nach SĂŒden versetzt. Ein StĂŒck weiter westlich, getrennt durch ein Wohnviertel, befindet sich an der GrĂŒnwalder Straße das TrainingsgelĂ€nde des Erzrivalen TSV 1860 MĂŒnchen.

Vereinsstruktur und AG

Struktur

Stimmkarte der Außerordentlichen Mitgliederversammlung 2002

Der FC Bayern MĂŒnchen gliedert sich in die FC Bayern MĂŒnchen AG und den FC Bayern MĂŒnchen e. V. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins am 14. Februar 2002 wurde die Ausgliederung der Fußballprofiabteilung in die FC Bayern MĂŒnchen AG beschlossen. Vorstandsvorsitzender der AG ist Karl-Heinz Rummenigge, wĂ€hrend Uli Hoeneß PrĂ€sident des FC Bayern MĂŒnchen e. V. und Aufsichtsratsvorsitzender der AG ist. Zum e. V. gehören folgende Sportabteilungen: Fußball (MĂ€nner: Fußball-Bundesliga, 3. Liga; Frauen: Fußball-Bundesliga der Frauen), Basketball (MĂ€nner: Basketball-Bundesliga), Handball, Schach (MĂ€nner: Bundesliga, Frauen: 2. Bundesliga), Sportkegeln, Tischtennis und Turnen.

Adidas und der FC Bayern

Die Beziehung zwischen dem FC Bayern MĂŒnchen und dem Sportartikelhersteller Adidas kann als recht außergewöhnlich bezeichnet werden. Seit 1965 ist Adidas ununterbrochen AusrĂŒster des Vereins. Von 2002 bis 2010 hielt Adidas einen 10-Prozent-Anteil an der FC Bayern MĂŒnchen AG, der fĂŒr 77 Millionen Euro erworben wurde.[24] Zwischen MĂ€rz 2010 und Juni 2011 erwarb jedoch die Audi AG in drei Schritten Aktien im Wert von 90 Mio. Euro. Dies war verbunden mit einer Kapitalerhöhung von 25 Mio. auf 27,5 Mio. Euro.[25] Nach dieser Kapitalerhöhung halten der FC Bayern MĂŒnchen e. V. 81,82 Prozent sowie Adidas und Audi je 9,09 Prozent der Aktien an der AG.

Mit Herbert Hainer stellt Adidas den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der AG.[26] Bis 2007 durfte auch kein Spieler des FC Bayern eine andere Schuhmarke tragen als Adidas, selbst wenn der Spieler einen Vertrag mit einem anderen AusrĂŒster als Adidas hatte. Erst mit dem Wechsel von Miroslav Klose zu Bayern MĂŒnchen Ă€nderte sich dies.

Sponsoren

Aktueller Hauptsponsor des FC Bayern ist die Deutsche Telekom. Fahrzeugpartner ist bis ins Jahr 2019 Audi.[27]

Bisherige Hauptsponsoren:

Die Einnahmen durch den Hauptsponsor Deutsche Telekom beliefen sich in der Saison 2008/09 auf 20 Millionen Euro.[28]

Zuschauer und Fankultur

Fans und Fanclubs

Kein anderer Verein Deutschlands hat so viele registrierte AnhĂ€nger wie der Rekordmeister. 2952 Fanklubs mit 204.235 Fanklub-Mitgliedern sind beim FC Bayern offiziell registriert (Stand: 18. November 2011)[29]. In ganz Deutschland, aber auch weltweit gibt es organisierte Bayern-Fans. Zu den bekanntesten offiziellen Fanclubs gehören die „Red Munichs 89“, die „Red Sharks“ und die „Die 13 Höslwanger“. In den 1970er Jahren gab es mit der „SĂŒdkurve '73“ und den „Red Angels“ zwei fĂŒhrende Gruppen beim FC Bayern. 1986 entstand in MĂŒnchen die erste reine Hooligangruppe, die so genannte „Service Crew Munich“ (SCM). Mitte der 1990er Jahre entwickelte sich dann die UltrĂ -Bewegung. Als erste Gruppe sind hier die „Munichmaniacs 1996“ zu erwĂ€hnen. Seit 2002 gibt es eine ĂŒbergreifende Ultra-Gruppe, die Schickeria MĂŒnchen. Diese ist aber kein offizieller Fanclub. Als Dachorganisation fĂŒr Fans und Fanclubs gibt es den Club Nr. 12 mit aktuell ĂŒber 1400 Mitgliedern[30]. FrĂŒher gab es ein Fanheim auf einem alten BahngelĂ€nde im Stadtteil Laim, welches aber einem Wohngebiet weichen musste. Was die Zahl der nicht organisierten Fans und AnhĂ€nger weltweit anbelangt, gehört der FC Bayern MĂŒnchen auch international zu den grĂ¶ĂŸten Vereinen. Fanbeauftragter ist mit Andreas BrĂŒck ein langjĂ€hriger Fan aus der SĂŒdkurve.

Jahrelang kĂ€mpften die Bayern-Fans und Fanclubs um ein neues, reines Fußballstadion, allein schon wegen der zu erwartenden besseren Stimmung. TatsĂ€chlich zeigte sich jedoch nach dem Einzug in die Allianz Arena, dass die Stimmung im Stadion teilweise schlechter ist als im alten Olympiastadion mit Laufbahn und fĂŒhrte in der Vergangenheit zu sehr kontroversen Diskussionen zwischen VereinsfĂŒhrung und aktiven Fans. Dies mag zum einen an dem so genannten Operettenpublikum liegen, zum anderen aber auch an der Aufteilung und Bauweise der Allianz Arena. So wurden die Fans aus der SĂŒdkurve des Olympiastadions im neuen Stadion auf SĂŒd- und Nordkurve aufgeteilt. Im Unterrang der SĂŒdkurve befinden sich weniger StehplĂ€tze als in der SĂŒdkurve des Olympiastadions, so gibt es zu Bundesligaspielen lediglich 6800 StehplĂ€tze in diesem Bereich.

Zu den Heimspielen der zweiten Mannschaft im Stadion an der GrĂŒnwalder Straße finden sich auf der Gegengeraden meist zwischen 50 und 300 aktive Fans ein. Das Stadion wird von ihnen als „Hermann-Gerland-Kampfbahn“ bezeichnet, ein Zeichen der Anerkennung der Arbeit von Hermann Gerland als langjĂ€hrigem Trainer der Mannschaft. Die seit 2005 vom DFB praktizierte Sprachregelung mit dem Namenszusatz „II“ statt „Amateure“ wird von den Fans nicht akzeptiert.

Vereins- und Fanclubmitgliederentwicklung

Die Liste zeigt die Mitgliederentwicklung im Verein und in den Fanclubs des FC Bayern MĂŒnchen in den letzten zehn Jahren.[2]

Saison Vereinsmitglieder Fanclubs Fanclubmitglieder
2001/02
95.195
1.980
121.348
2002/03
96.440
2.055
132.308
2003/04
97.810
2.123
136.563
2004/05
104.720
2.189
146.009
2005/06
121.119
2.290
156.673
2006/07
135.752
2.329
164.580
2007/08
147.072
2.437
176.976
2008/09
151.227
2.535
181.688
2009/10
162.187
2.764
192.160
2010/11
171.345
2.952
204.235

Vereinslieder und GesÀnge

Das aktuelle offizielle Vereinslied ist „Stern des SĂŒdens“, komponiert von Willy Astor und gesungen von Claus Lessmann, dem LeadsĂ€nger der Hardrockband Bonfire. Davor war jahrelang das Lied „Forever Number One“ die Hymne des Vereins. Das Lied „Stern des SĂŒdens“ befindet sich auf der CD „Heimspiel“ der FC Bayern Fans United und wurde auch als Single veröffentlicht. Die beiden offiziellen Lieder wurden jedoch von der Fanszene wenig akzeptiert, inoffizielle Hymne ist das Lied „Mir san die Bayern“.

Bekannt ist ebenfalls der alte Schlager von Franz Beckenbauer „Gute Freunde kann niemand trennen“. Angestimmt werden nahezu alle Lieder im Unterrang der SĂŒdkurve und hier sowohl von der Schickeria MĂŒnchen als auch von einem Trompeter und einer Reihe Ă€lterer Fans. Auch in der Nordkurve befinden sich aktive Fans, wĂ€hrend sich die Zuschauer in den Sitzplatzbereichen meist passiv verhalten.

RivalitÀten mit anderen Vereinen

In der mehr als 100-jĂ€hrigen Geschichte des Vereins haben sich sehr viele RivalitĂ€ten zu anderen Vereinen entwickelt. Eine der Ă€ltesten ist die zum Stadtrivalen TSV 1860 MĂŒnchen. Das erste Spiel zwischen beiden Vereinen fand am 21. September 1902 statt und endete mit einem 3:0-Sieg der Bayern.

Regional

Die grĂ¶ĂŸten regionalen Rivalen des FC Bayern sind der TSV 1860 MĂŒnchen und der 1. FC NĂŒrnberg. Der FCN hatte lange Zeit die Nase vor den Bayern und wurde erst 1987 durch die Bayern als Rekordmeister abgelöst.

Statistiken

TSV 1860 MĂŒnchen

Nach dem 204. MĂŒnchner Stadtderby gegen den TSV 1860 MĂŒnchen sieht die Bilanz wie folgt aus:

  • 105 Bayern-Siege
  • 50 Remis
  • 49 1860-Siege
1. FC NĂŒrnberg

Eine offizielle Angabe fĂŒr die Ergebnisse aller Spiele zwischen den beiden Mannschaften gibt es nicht. Jedoch steht fest, dass es insgesamt 180 FrĂ€nkisch-Bayerische Derbys gab. Hier sind deshalb nur die Ober-, Bundesliga-, und Pokalspiele seit 1945 aufgefĂŒhrt:

  • 44 Bayern-Siege
  • 21 Remis
  • 29 Club-Siege
VfB Stuttgart
  • 59 Bayern-Siege
  • 19 Remis
  • 21 Stuttgart-Siege

(Seit 1965)

Überregional

Im ĂŒberregionalen Bereich haben sich ĂŒber die Jahre hinweg mehrere RivalitĂ€ten herausgebildet. Meistens entstand so eine RivalitĂ€t mit einem Verein, mit dem die Bayern ĂŒber einen gewissen Zeitraum hinweg um die Meisterschaft rangen. So waren dies Borussia Mönchengladbach in den 1970ern und Borussia Dortmund in den 1990er Jahren. Zudem gibt es noch die RivalitĂ€t zum 1. FC Kaiserslautern und die Nord-SĂŒd-Gipfel gegen den Hamburger SV und Werder Bremen.

Fanfreundschaften

In den 70er Jahren bestand eine Freundschaft mit Hertha BSC, die aber durch Übergriffe Berliner Fans zerbrach. In den 90er Jahren gab es eine Freundschaft mit Fans des VfL Bochum, die aber heute auch nur noch von Ă€lteren Fans gepflegt wird.

Der FC Bayern als „Feindbild“

Dem Verein als mit Abstand erfolgreichster deutscher Vereinsmannschaft schlĂ€gt zuweilen auch unverhĂŒllter Hass und Neid entgegen. Fast sprichwörtlich ist der sogenannte Bayern-Dusel[31] fĂŒr ĂŒberraschende Spielwendungen und Lastminute-Tore bei Siegen der Bayern. Im ĂŒbertragenen Sinne wird der Begriff auch bei anderen Sportarten und Mannschaften verwendet[32] und beim zeitweiligen Ausbleiben[33] genauso thematisiert.

Als Hintergrund wird zum einen die Natur des Fußballsports genannt, in dem Siege eigentlich ĂŒberlegener Mannschaften oft knapper und dramatischer als in anderen Sportarten ausfallen.[34][35] Verantwortlichen, Spielern und Fans des FC Bayern MĂŒnchen zufolge sind spĂ€te Tore und Siege kein „GlĂŒck“, sondern das Resultat von NervenstĂ€rke, Kondition und Erfahrung.[36]

Von zwei Musikgruppen wurden Lieder gegen den FC Bayern MĂŒnchen geschrieben: Die Toten Hosen schrieben und sangen 2000 das Lied Bayern, von Norbert und den Feiglingen Bayern hat verloren (1995) (spĂ€ter von den Schröders (2001) [37] und den Original Deutschmachern (2000) gesungen). Ein bekannter deutscher Fangesang ist Zieht den Bayern die Lederhosen aus. Ferner interpretierte Ingo Appelt das Lied Hoeness, das den Namen des langjĂ€hrigen Bayern-Managers als Schimpfwort bezeichnet.

Bayern MĂŒnchen war historisch ein bĂŒrgerlicher, stets professionell gefĂŒhrter und entscheidend von MĂŒnchener Juden wie Richard Dombi und Kurt Landauer[38] geprĂ€gter Verein. In der Weimarer Republik wie im Nationalsozialismus war der FC Bayern MĂŒnchen darum auch Ziel erheblicher, insbesondere antisemitischer Ressentiments, die teilweise bis heute noch in der ein oder anderen Form wiederaufgenommen und verwendet werden.[39] Ein aktiverer Umgang mit der entsprechenden Vergangenheit wurde vom TSV Maccabi MĂŒnchen mit angestoßen.[40]

Andere Abteilungen

Neben der inzwischen in die FC Bayern MĂŒnchen AG ausgegliederten Lizenzspielerabteilung und Frauenfußballmannschaft gibt es im Verein folgende Abteilungen:

Abteilung Basketball
Die 1946 gegrĂŒndete Basketballabteilung des FC Bayern MĂŒnchen war in den 1950er Jahren recht erfolgreich und konnte damals zwei Meisterschaften feiern. Derzeit spielt das Team in der höchsten deutschen Liga BBL.
Abteilung Handball
Diese Abteilung besteht aus einem Frauen- und einem Herrenteam. Die Frauen spielen in der Bezirksoberliga Oberbayern und die Herren in der Bezirksliga Oberbayern.
Abteilung Sportkegeln
Die 1983 gegrĂŒndete Abteilung besteht aus einer Herrenmannschaft, die in der Bezirksliga MĂŒnchen spielt.
Abteilung Schach
Mit neun Deutschen Meisterschaften zwischen 1983 und 1995 kann das Herrenteam, das derzeit in der 1. Bundesliga spielt, aufwarten. Die Frauen spielen in der 2. Bundesliga. Ihr grĂ¶ĂŸter Erfolg war der Aufstieg in diese Liga im Jahr 2002.
Abteilung Schiedsrichter
Die Schiedsrichterabteilung besteht seit 1919 und ist mit 115 Referees die grĂ¶ĂŸte Fußball-Schiedsrichter-Abteilung Europas.
Abteilung Seniorenfußball
Die jĂŒngste Abteilung des FC Bayern wurde 2002 gegrĂŒndet und bestreitet Freundschaftsspiele im In- und Ausland.
Abteilung Tischtennis
Derzeit besteht diese Abteilung aus sieben Herren- und einer Frauenmannschaft. Dabei spielen die Herren in der Oberliga SĂŒd und die Frauen in der Landesliga SĂŒd/Ost.
Abteilung Turnen
Die 1980er Jahre waren fĂŒr diese Abteilung die erfolgreichsten. In dieser Zeit konnte man vier Deutsche Meisterschaften feiern.
Abteilung Eishockey
Von 1966 bis 1969 existierte eine Eishockeymannschaft, die zwei Spielzeiten in der Eishockey-Bundesliga absolvierte.

Literatur

Weblinks

 Commons: FC Bayern MĂŒnchen â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: FC Bayern MĂŒnchen â€“ in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. ↑ http://www.forbes.com/2011/04/20/worlds-most-valuable-soccer-teams_slide_5.html
  2. ↑ a b Mitgliederzahlen der letzten zehn Jahre
  3. ↑ fcbayern.telekom.de: Beachtliche Zahlen - FC Bayern zum 19. Mal in Folge profitabel Artikel vom 18. November 2011
  4. ↑ Obwohl auf der GrĂŒndungsurkunde 17 Namen zu lesen sind, wurde diese am 27. Februar 1900 nur von elf Herren unterzeichnet. Die restlichen sechs wurden spĂ€ter hinzugefĂŒgt. Diese Tatsache geht aus einem Schreiben Johns hervor, in dem er die Geschehnisse des Abends schildert.
  5. ↑ „Onkel Kurt und die Bayern“, Artikel der Zeit 28. Mai 2003
  6. ↑ Ralf Grengel, Rafael Jockenhöfer: 100 Jahre FC Bayern MĂŒnchen
und ein Paar Titel mehr. powerplay-Verlag, Berlin. 2001, ISBN 3-9804611-3-0; S. 118
  7. ↑ http://www.fussballdaten.de/regionalliga/aufstiegsrunde/1964/hauptrunde/gruppe1/stpauli-bmuenchen/ Statistik ĂŒber das Spiel
  8. ↑ Ralf Grengel, Rafael Jockenhöfer: 100 Jahre FC Bayern MĂŒnchen
und ein Paar Titel mehr; Berlin: powerplay-Verlag, 2001; ISBN 3-9804611-3-0; S. 120
  9. ↑ Liste im Focus (Nr. 30, 1993) mit Ablösesummen deutscher Spieler beim Wechsel nach Italien,
  10. ↑ Statistik Augenthalers auf fussballdaten.de
  11. ↑ Ralf Grengel, Rafael Jockenhöfer: 100 Jahre FC Bayern MĂŒnchen
und ein Paar Titel mehr. powerplay-Verlag, Berlin. 2001, ISBN 3-9804611-3-0; S. 213
  12. ↑ Bericht auf spiegel.de, 22. Juni 2003
  13. ↑ Pandiani ist TorschĂŒtzenkönig Auf: uefa.com, abgerufen am 12. Februar 2009
  14. ↑ http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/artikel/507844/
  15. ↑ Christian Gödecke: Klinsmann kĂ€mpft fĂŒr seinen Kurs. In: Spiegel Online. 8. April 2009, abgerufen am 9. April 2009: „Beim Champions-League-Duell in Barcelona fĂŒrchten Fans eine neue Blamage.“
  16. ↑ http://www.fcbayern.t-home.de/de/aktuell/news/2009/19796.php Edson Braafheid wird ein Bayer
  17. ↑ http://www.fcbayern.t-home.de/de/aktuell/news/2009/19848.php
  18. ↑ http://www.sportbild.de/sportbild/generated/article/fussball/2009/05/26/12756200000.html
  19. ↑ http://www.fcbayern.t-home.de/de/aktuell/news/2009/20558.php
  20. ↑ Offizielle BestĂ€tigung durch den FC Bayern MĂŒnchen
  21. ↑ PresseerklĂ€rung des FC Bayern MĂŒnchen zur Beurlaubung Louis van Gaals
  22. ↑ http://www.region-muenchen.de/index.php?site=news&news_ID=14163&metanewstitel=Champions-League-Auslosung:-FC-Bayern-M%C3%BCnchen-erwischt-die-st%C3%A4rkste-Gruppe
  23. ↑ http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/fussball-bundesliga-ein-charakterkopf-nimmt-seinen-hut_aid_302268.html
  24. ↑ Michael Freitag/Wolfgang Hirn Die ewigen Meister, in: Manager Magazin, Heft 8/2005
  25. ↑ Audi AG steigt beim FC Bayern ein, fcbayern.t-home.de, 26. November 2009 Zugriff am 27. November 2009]
  26. ↑ Kurzbiographie Hainers auf fcbayern.de
  27. ↑ Audi bleibt bis ins Jahr 2019 Fahrzeugpartner
  28. ↑ transfermarkt.de
  29. ↑ FC Bayern MĂŒnchen: Kennzahlen FC Bayern E.V.
  30. ↑ clubnr12.de: Club Nr.12, Wir ĂŒber uns
  31. ↑ http://www.kicker.de/news/video/29236/video_Bayern-Dusel-in-Getafe.html
  32. ↑ [1] WAZ online, DĂŒsseldorf, 26. Oktober 2008, TISCHTENNIS, Borussia brauchte „Bayern-Dusel“ von Joachim Breitbach
  33. ↑ [2] Die Welt, 30. Januar 2009, Fußball-Bundesliga, Sieg gegen Bayern – HSV ist neuer TabellenfĂŒhrer, (
) Den MĂŒnchnern fehlte diesmal der Bayern-Dusel.
  34. ↑ Erfolgsfaktor Zufall im Profifussball, Quantifizierung mit Hilfe informationseffizienter WettmĂ€rkte. Deutsche Zentralbibliothek fĂŒr Wirtschaftswissenschaften – Diskussionspapier 20. Jörg Quitzau, UniversitĂ€t der Bundeswehr Hamburg, September 2003
  35. ↑ Der Spiegel, 20. Februar 2007 NUMERATOR, Fußball ist GlĂŒcksspiel, von Holger Dambeck
  36. ↑ http://mag.fussball-forum.de/1921/der-bayern-dusel-ein-kommentar
  37. ↑ http://swisscharts.com/showitem.a sp?interpret=Die+Schr%F6ders&titel=Bayern+hat+verloren&cat=s
  38. ↑ Richard Bauer/Michael Brenner (Hrsg.): JĂŒdisches MĂŒnchen Vom Mittelalter bis zur Gegenwart C.H. Beck Verlag MĂŒnchen 2006
  39. ↑ „FC Hollywood“, „Lackstiefelclub“, Über Deutsche und Linksdeutsche Ressentiments gegen den FC Bayern MĂŒnchen PDF-Datei, 50,4 kB, Vortrag von Alex Feuerherdt im Hundertmeister, Duisburg, 15. Dezember 2005, zum FC Bayern MĂŒnchen und der Linken
  40. ↑ "Der FCB begann nicht erst mit Beckenbauer" BR Online, 16. Mai 2010
  41. ↑ Vgl. Markwart Herzog: Fußball unterm Hakenkreuz. In: H-Soz-u-Kult, 15. Juni 2011 (Sammelrezension zu: Gregor Backes: „Mit Deutschem Sportgruss, Heil Hitler“. Der FC St. Pauli im Nationalsozialismus. Hamburg 2010/Dietrich Schulze-Marmeling: Der FC Bayern und seine Juden. Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur. Göttingen 2011/Jakob Rosenberg u. a. (Hrsg.): GrĂŒn-Weiß unterm Hakenkreuz. Der Sportklub Rapid im Nationalsozialismus (1938–1945). Wien 2011).

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