FC Chelsea

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FC Chelsea
FC Chelsea
Logo des FC Chelsea
Voller Name Chelsea Football Club
Ort London-Fulham
GegrĂŒndet 10. MĂ€rz 1905
Vereinsfarben Blau, Weiß
Stadion Stamford Bridge
PlÀtze 42.055
PrÀsident Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bruce Buck
Trainer PortugalPortugal André Villas-Boas
Homepage www.chelseafc.com
Liga FA Premier League
2010/11 2. Platz, Premier League
Trikotfarben
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Heim
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AuswÀrts

Der FC Chelsea (offiziell: Chelsea Football Club) – im deutschsprachigen Raum auch als Chelsea London bekannt – ist ein englischer Fußballclub, der im Jahre 1905 von den Mears-BrĂŒdern gegrĂŒndet wurde. Die auch The Blues genannte Mannschaft trĂ€gt ihre Heimspiele im Stadion Stamford Bridge im Westen Londons aus.

Am 1. Juli 2003 wurde der Verein unter internationalem Aufsehen von Roman Abramowitsch aufgekauft, einem russischen Öl-MilliardĂ€r, der seitdem mehr als 600 Millionen Euro in neue Spieler investiert hat.

Die Farbe der Heimtrikots ist blau, auswÀrts trÀgt die Mannschaft schwarz. In den Jahren 1955, 2005, 2006 und 2010 war Chelsea englischer Meister.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vor der GrĂŒndung (1896–1904)

1896 kauften Henry Augustus „Gus“ Mears und sein Bruder Joseph den Stamford Bridge Athletics Ground, wo sie Fußballspiele austragen lassen wollten. Sie mussten jedoch bis zum Tod des GrundstĂŒckseigentĂŒmers 1904 warten, um die bestehende Anlage umzubauen. Eigentlich sollte hier von nun an der FC Fulham spielen, doch nach Unstimmigkeiten ĂŒber die Miete fĂŒr das GrundstĂŒck lehnte Fulham ab.[1] Gus Mears war kurz davor, das GrundstĂŒck an die Great Western Railway Company zu verkaufen, die hier Kohle lagern wollte, doch sein Kollege Fred Parker ĂŒberredete ihn, das GrundstĂŒck zu behalten und stattdessen seinen eigenen Fußballclub zu grĂŒnden. Anstatt also, wie viele andere Clubs, Stadien zu bauen, um darin zu spielen, wurde Chelsea gegrĂŒndet, um das Stadion zu nutzen.[1]

Das 20. Jahrhundert

Die ersten Jahre (1905–1915)

Das Team von 1905

Der FC Chelsea wurde am 10. MĂ€rz 1905 im The Rising Sun Pub (heute The Butcher’s Hook, gegenĂŒber dem Stadion gelegen) offiziell gegrĂŒndet. Aufgrund der Lage des Stadions im Londoner Stadtteil Fulham lag der Name Fulham Football Club nahe, dieser war jedoch durch den gleichnamigen Club bereits belegt. Danach waren London FC, Kensington FC und Stamford Bridge FC Kandidaten fĂŒr den Clubnamen, die jedoch allesamt abgelehnt wurden, sodass man sich auf Chelsea Football Club einigte.[1] Als Emblem wurde das des PensionĂ€rs gewĂ€hlt, was dem Team den Spitznamen The Pensioners einbrachte. Der Eintritt in die Southern League wurde ihnen nach EinwĂ€nden vom FC Fulham und Tottenham Hotspur verwehrt und so baten sie um Aufnahme in die Second Division der Football League. Der Antrag wurde am 29. Mai 1905 angenommen, wodurch Chelsea der erste Club war, der in die Football League aufgenommen wurde, ohne vorher ein Spiel bestritten zu haben.[1]

Das erste Ligaspiel am 2. September 1905 gegen Stockport County endete mit einer 0:1-Niederlage; Trainer der ersten Jahre war John Tait Robertson. Im ersten Heimspiel (ein Freundschaftsspiel gegen den FC Liverpool) setzte Chelsea sich mit 4:0 durch.[2] 1907 stiegen die Blauen in die First Division auf, hauptsĂ€chlich dank der Tore von George Hilsdon, der bereits bei seinen DebĂŒt am 1. September 1906 fĂŒnf Tore gegen Glossop erzielte.[3] Mit dem Aufstieg in die erste Liga nahm auch das Interesse der Zuschauer zu, durchschnittlich 17.000 Menschen kamen 1907/08 zu den Heimspielen. Die Zuschauermenge bestand dabei aus einer Mischung von wohlhabenden BĂŒrgern aus Chelsea und Arbeitern aus Fulham und Battersea.[4] Nachdem Robertson betrunken zum Training erschienen war [4], ersetzte ihn die ClubfĂŒhrung zunĂ€chst durch William Lewis, der sein Amt 1907 fĂŒr David Calderhead frei machte. Calderhead trainierte die Blues bis 1933. Nach einer enttĂ€uschenden Saison 1909/10 und einer Niederlage im entscheidenden Spiel gegen Tottenham stieg Chelsea in die zweite Liga ab. Um den Abstieg abzuwenden, wurden spĂ€t in der laufenden Saison noch Spieler verpflichtet, was die Football League als unsportliches Verhalten wertete und daraufhin feste Transferzeiten erließ.[4] Zwei Jahre spĂ€ter kehrte Chelsea in die erste Liga zurĂŒck und schaffte 1914 mit dem 8. Platz das bis dahin beste Ergebnis.

1914/15 war die letzte Meisterschaftsrunde, bevor der Ligabetrieb aufgrund des Ersten Weltkrieges eingestellt wurde. FĂŒr die Pensioners reichte es nur fĂŒr den 19. und damit vorletzten Platz.[5] Normalerweise hĂ€tte dies den Abstieg bedeutet, doch nach dem Krieg wurde die Liga um zwei Mannschaften erweitert, so dass Chelsea eingeladen wurde, erneut in der First Division teilzunehmen. 1915 erreichte der Club zum ersten Mal das FA Cup Finale, das im Old-Trafford-Stadion in Manchester ausgetragen wurde. Das Endspiel, in dem Chelsea Sheffield United mit 0:3 unterlag, wurde bekannt als das Khaki Finale, da viele Soldaten in Uniform das Spiel verfolgten.[6]

Zwischen den Weltkriegen (1919–1940)

1919/20 war die erste Spielzeit nach dem Krieg und mit Platz 3 in der First Division auch die beste seit der GrĂŒndung des Clubs. 1924 stiegen die Londoner ab und kehrten erst 1930 in die erste Liga zurĂŒck, nachdem sie in der Second Division mit den PlĂ€tzen fĂŒnf, drei, vier, drei und neun jedes Mal den Aufstieg verpasst hatten.[5] Trainer Calderhead setzte derweil im Sturm auf Spitzenspieler, durch die der Club beim Publikum bekannt und beliebt wurde, versĂ€umte es jedoch, die Abwehr gleichartig zu stĂ€rken. 1930 verpflichtete er Hughie Gallacher, Alex Jackson und Alec Cheyne, wobei er vor allem in Gallacher große Hoffnung setzte, nachdem der Newcastle United 1927 zum Titel gefĂŒhrt hatte. Obwohl er im Laufe seiner Chelsea-Laufbahn insgesamt 81 Tore schoss, konnte Gallacher ebenso wenig wie Jackson und Cheyne an seine frĂŒheren Leistungen anknĂŒpfen und verließ den Club nach vier Jahren.

1932 kamen die Blues einem Pokal noch am nĂ€chsten, als sie ins Halbfinale des FA Cups einzogen, dort jedoch nach einem 1:2 gegen Newcastle United ausschieden.[7] So blieb dem FC Chelsea auch in den 1930er Jahren eine TrophĂ€e verwehrt; das beste Ergebnis des Jahrzehnts war 1936 der 8. Platz in der Liga.[5] 1933, der Club war nur um zwei Punkte dem Abstieg entgangen,[8] trat Calderhead als Trainer zurĂŒck und Leslie Knighton ĂŒbernahm sein Amt. 1934 trennten Chelsea ebenfalls nur zwei Punkte von einem Abstiegsplatz,[9] 1939 war es sogar nur noch einer.[10] Bemerkenswert blieb die ungebrochene Beliebtheit beim Publikum, so besuchten am 12. Oktober 1935 82.905 Fans das Heimspiel gegen Arsenal, ein Rekord in der Clubgeschichte und die zweithöchste Besucherzahl im englischen Ligafußball.[11] Nachdem Knighton bis 1939 keine nennenswerten Erfolge vorzuweisen hatte, ersetzte der Club ihn durch William „Billy“ Birrell. Ihm waren 1939/40 jedoch nur noch drei Spiele als Trainer vergönnt, bevor der Zweite Weltkrieg der Meisterschaftsrunde ein abruptes Ende setzte.

Die Nachkriegszeit (1945–1952)

Chelsea gegen Crystal Palace. Scan des Programms vom 27. Oktober 1945

Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs meldete sich Dynamo Moskau zu einer Reihe von Spielen in England an, um die Wiederaufnahme des Spielbetriebes zu feiern. Am 13. November 1945 fand das erste Spiel der Moskauer gegen den FC Chelsea in London statt. Offiziell wurden 74.496 Besucher in die Stamford Bridge eingelassen, doch viele Menschen verschafften sich illegal Zutritt zum Spiel, indem sie ĂŒber ZĂ€une kletterten, so dass schlussendlich von 100.000 Zuschauern ausgegangen wurde.[12] Nachdem Dynamo bereits 0:2 zurĂŒcklag, schafften sie den Ausgleich, bevor Chelsea mit 3:2 erneut in FĂŒhrung ging. Um die sich ohnehin bereits verschlechternde Beziehung zwischen Großbritannien und der Sowjetunion nicht zu belasten, ließ der Schiedsrichter ein Abseitstor gelten, wodurch es am Ende 3:3 stand.[13]

Nach Wiederaufnahme des Ligabetriebs vermochte Chelsea keine Akzente zu setzen; außer mit der Verpflichtung von weiteren Starspielern wie Tommy Lawton und Roy Bentley, der 1948 zum Team stieß, machte der Verein kaum von sich reden. In den frĂŒhen 50er Jahren folgte eine Achterbahnfahrt fĂŒr Spieler und Fans. 1950 gelang der Sprung ins FA Cup Halbfinale gegen Arsenal, das erste Spiel endete 2:2 und so wurde fĂŒr den 22. MĂ€rz ein Wiederholungsspiel angesetzt, in dem Arsenal das einzige Tor erzielte und damit ins Finale einzog.[7] 1951 rettete nur die bessere Tordifferenz [14] vor dem Abstieg, bevor 1952 im FA Cup Halbfinale gegen Arsenal erneut das Aus kam, als die „Gunners“ das Wiederholungsspiel nach einem 1:1-Unentschieden souverĂ€n mit 3:0 gewannen.[7] William Birrell trat danach als Trainer zurĂŒck. Obwohl er keinen einzigen Titel gewinnen konnte, war er fĂŒr den Club von außerordentlicher Wichtigkeit, da er zusammen mit anderen ehemaligen Chelseaspielern ein fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse einmaliges Förderprogramm fĂŒr junge Talente einrichtete und aktiv nach Nachwuchsspielern fĂŒr den Club suchte.

Ted Drake und die Meisterschaft (1952–1961)

Nachdem Birrell als Trainer zurĂŒckgetreten war, begann unter Ted Drake, vormals StĂŒrmer fĂŒr Arsenal und England, eine neue Ära, obgleich sie sich zu Beginn spielerisch wenig von der Birrells unterschied. Als eine der ersten Handlungen ersetzte er das Pensioner-Emblem mit dem des blauen Löwen, das in verschiedenen Abwandlungen heute noch erhalten ist. Drake war anders als seine VorgĂ€nger ein nahbarer Trainer, der statt Krawatte lieber einen Trainingsanzug trug und auf den Dialog mit jedem einzelnen Spieler Wert legte.[15] Auch im Training fĂŒhrte er einige Neuerungen ein, so setzte er statt auf die bis dahin ĂŒblichen Fitnesseinheiten auf den vermehrten Umgang mit dem Ball, um die technischen FĂ€higkeiten seiner Spieler zu verbessern. Von seinen Spielern verlangte er andere QualitĂ€ten als bisher, er wollte keine Starspieler, die oftmals in ihrer Leistung und ihrer ZuverlĂ€ssigkeit enttĂ€uschend waren, sondern junge Talente, die sich beim Club beweisen und TrophĂ€en gewinnen wollten. Daher wandte Drake sich vornehmlich Spielern aus der zweiten und dritten Liga zu, um sie aufzubauen und zu fördern.[12] Zugleich verlangte er von den Fans mehr UnterstĂŒtzung, denn trotz der hohen Besucherzahlen waren die Zuschauer bis dato eher zurĂŒckhaltend gewesen. Seine Worte „don’t tell me the crowd can’t make a difference“ („Sagt mir nicht, das Publikum kann keinen Unterschied machen“) [15] verfehlten ihre Wirkung nicht, besonders nicht am „Shed End“, den StehplĂ€tzen im SĂŒdteil des Stadions, die bis zum Abriss 1994 immer die lautesten und treusten Fans beherbergten. Alle seine BemĂŒhungen schienen jedoch vergebens, als Chelsea 1953 den 19. Platz belegte [16] und sich 1954 nur auf den 8. Rang vorarbeiten konnte.[17]

In der Saison 1954/55 kam die Wende: Mit einem Team, in dem sich außer KapitĂ€n Roy Bentley kaum bekannte Spieler befanden, holte Drake die Meisterschaft, obwohl das Jahr wenig versprechend begonnen hatte. Vier anfĂ€ngliche Niederlagen in Folge, unter anderem auch ein 5:6 gegen Manchester United, deuteten kaum auf einen Titelgewinn hin. Im November 1954 stand das Team auf Platz 12,[18] als die Spieler mit einem Mal ihren Rhythmus fanden und an Ostern vier Punkte vor Titelverteidiger Wolverhampton an der Tabellenspitze standen.[12]

Den Titel sicherten sich die Blues am vorletzten Spieltag, den 23. April 1955, mit einem 3:0-Heimsieg gegen Sheffield Wednesday. 52 Punkte reichten am Ende der Saison fĂŒr den begehrten Pokal, eine der niedrigsten Punktzahlen eines Meisters seit dem Ersten Weltkrieg.[19] Gleichzeitig gewannen auch das Reserveteam und die beiden Jugendmannschaften ihre Ligen, wodurch der Club ein einzigartiges „Quadrupel“ einfuhr. Dank des Meistertitels hĂ€tte Chelsea eigentlich die Teilnahme am Europapokal der Landesmeister zugestanden, doch die FA entschied sich gegen den Wettbewerb und legte dem Club nahe, nicht teilzunehmen.[18] Nach Ansicht der FA war es wichtiger, sich auf den nationalen Ligabetrieb zu konzentrieren. Es folgte lediglich ein Spiel gegen den damaligen schottischen Meister Aberdeen, das dieser gewann.

Nach dem Titelgewinn konnte der Club nicht an die vergangene Leistung anknĂŒpfen und fiel auf den 16. Platz zurĂŒck.[20] Die nĂ€chsten Jahre schloss man immer in der Mitte der Tabelle ab und die Mannschaft alterte zusehends, so dass mehr und mehr Spieler aus der eigenen Jugend nachrĂŒckten, unter ihnen auch Jimmy Greaves. Er erzielte in vier Jahren 122 Tore, davon allein 41 in der Spielzeit 1960/61 (bis heute Clubrekord).[21] 1961 wechselte Greaves zum AC Mailand. Der Wechsel lĂ€utete das Ende der Amtszeit Drakes ein, denn ohne Greaves Tore wirkte die Mannschaft deutlich geschwĂ€cht. Nach einer 0:4-Niederlage gegen Blackpool im September 1961 standen die Londoner auf dem letzten Platz der Tabelle, woraufhin Ted Drake entlassen wurde. Seine Nachfolge trat Tommy Docherty als Spielertrainer an.

Chelsea unter Tommy Docherty (1961–1967)

Die Entlassung Drakes konnte den Abstieg in die zweite Liga nicht mehr verhindern. Nachfolger Tommy „The Doc“ Docherty nutzte die Zeit, um den Kader strukturell zu verĂ€ndern. Er verkaufte viele der Ă€lteren Spieler, um Platz fĂŒr weitere Nachwuchsspieler zu schaffen, die aus dem noch von William Birrell geprĂ€gten Jugendprogramm entwuchsen.[12] Im Gegensatz zu Drake galt Docherty bei den Spielern als streng und hatte den Ruf, Disziplinlosigkeit entsprechend zu bestrafen. Das harte Training schien sich jedoch auszuzahlen, als Chelsea 1963 in die erste Liga zurĂŒckkehrte und die Saison auf Platz 5 abschloss.[22] Zum Team, das eines der jĂŒngsten der Clubgeschichte war, gehörten unter anderem Peter Bonetti, Bobby Tambling (der bis heute mit 202 Treffern der RekordtorschĂŒtze Chelseas ist),[23] John Hollins, Ken Shellito, Barry Bridges, Bert Murray und Terry Venables, alles Spieler aus der eigenen Jugend. Zusammen mit den eingekauften George Graham, Eddie McCreadie und Marvin Hinton bildete diese Mannschaft Dochertys „Diamantenaufstellung“ („little diamonds“), wie er sie in einer Fernsehdokumentation einmal genannt hatte. Anerkennung hierfĂŒr kam auch aus dem Ausland; so wurde Chelsea zwei Mal eingeladen gegen die westdeutsche Fußballnationalmannschaft zu spielen. Die Spiele gingen einmal mit einem 3:1-Sieg fĂŒr Chelsea und einem 3:3-Unentschieden aus.[24]

Alles in allem entwickelte sich der Club zu einem ernst zu nehmenden Gegner, doch intern schwand zunehmend die Harmonie. Venables war als KapitĂ€n und Spielmacher Publikumsliebling und schillerndster Nachwuchsspieler in einer Person, jedoch verschlechtere sich sein VerhĂ€ltnis zu Trainer Docherty zusehends, da ihm dessen FĂŒhrungsstil missfiel. Die Stimmung im Team war zu dieser Zeit bereits mehr als getrĂŒbt, obwohl Chelsea 1965 vier Spiele vor Schluss die Tabelle anfĂŒhrte und ein neuerlicher Ligagewinn in Reichweite war. Der Tiefpunkt kam im Ligaspiel gegen Burnley, in dem Docherty sieben SchlĂŒsselspieler, unter ihnen auch Venables und Graham, nicht auflaufen ließ, weil sie sich nicht an die von ihm abends zuvor verordnete Ausgangssperre gehalten hatten.[12] Eine stark geschwĂ€chte Mannschaft verlor mit 2:6, wodurch der Titelgewinn nun ausgeschlossen war und es nur fĂŒr den dritten Platz hinter Manchester United und Leeds United reichte.[25]

Das nĂ€chste Jahr brachte die Mannschaft mit 60 Spielen an den Ă€ußersten Rand der LeistungsfĂ€higkeit, da Auswechslungen damals noch nicht zulĂ€ssig waren. Neben der Liga war Chelsea auch im Messepokal, der dem heutigen UEFA-Pokal entspricht, und im FA Cup vertreten. Letzterer begann viel versprechend, Titelverteidiger Liverpool musste sich bereits in der dritten Runde den Blues geschlagen geben, bevor diese im Halbfinale mit 0:2 gegen Sheffield Wednesday ausschieden.[7] Im Messepokal setzte sich Chelsea gegen den AS Rom, den TSV 1860 MĂŒnchen und den AC Mailand durch, bevor der Klub im Halbfinale dem FC Barcelona gegenĂŒber stand. Das Halbfinale musste nach einer 0:2-Niederlage und einem 2:0-Sieg aus der Sicht Chelseas in einem dritten Spiel entschieden werden, in dem der FC Barcelona deutlich mit 5:0 den Sieg davon trug.[26]

Docherty war nun an einem Punkt gelangt, an dem er kein Vertrauen mehr in die jungen Spieler hatte – das Team war im Schnitt 21 Jahre alt [12] – und ein Dialog kam nicht mehr zustande. Er entschied sich dafĂŒr, einige der Youngsters zu verkaufen und stattdessen erfahrenere Spieler ins Team zu holen, namentlich Charlie Cooke und Tommy Baldwin. Mit Peter Osgood kam lediglich ein neuer Spieler aus dem Jugendprogramm dazu. AnfĂ€nglich schien Dochertys Strategie aufzugehen, nach zehn Spielen war Chelsea im Oktober 1966 die einzige ungeschlagene Mannschaft der Liga. Osgood hatte schnell seinen Platz im Team und in den Herzen der Fans gefunden, doch als er sich im Ligapokalspiel gegen Blackpool in einem Zweikampf mit Emlyn Hughes das Bein brach, konnte der Ausfall im Sturm kaum kompensiert werden.[12] Zwar wurde fĂŒr den damaligen Rekordbetrag von 100.000 ÂŁ Tony Hateley unter Vertrag genommen, um den Angriff zu stĂ€rken, aber seine Spielweise harmonierte nicht mit dem Rest des Teams. Osgood erzielte seine Tore hauptsĂ€chlich mit dem Fuß, Hateley grĂ¶ĂŸtenteils mit dem Kopf, doch er bekam kaum hohe BĂ€lle zugespielt. Das Ergebnis war ein enttĂ€uschender 9. Platz in der Liga [27] und die 1:2-Niederlage im FA-Cup-Finale gegen Tottenham Hotspur war umso schmerzlicher, da fĂŒr Tottenham auch Jimmy Greaves und der von Docherty entlassene Venables aufliefen.[12] Als die neue Saison nur zwei Siege in den ersten zehn Spielen mit sich brachte, wurde Docherty entlassen und Dave Sexton zu seinem Nachfolger bestimmt.

Dave Sexton und die beiden Pokale (1967–1971)

Nach dem Ende von Dochertys Trainerschaft trat mit Dave Sexton ein ruhigerer Charakter die Leitung des Teams an. Er ĂŒbernahm den vorgefundenen Kader und fĂŒgte mit John Dempsey und David Webb mehr Sicherheit in der Defensive hinzu und suchte mit StĂŒrmer Ian Hutchinson, Mittelfeldmann Alan Hudson und FlĂŒgelspieler Peter Houseman der Offensive mehr Schlagkraft zu verleihen. Trotz eines niederschmetternden 0:7 gegen Leeds United im ersten Spiel mit Sexton als Trainer wuchs sein Einfluss auf die Spieler bis zum Ende der Saison und er beendete sie, ebenso wie die nĂ€chste, unter den sechs ersten Teams.

Der Erfolg kehrte 1969/70 zurĂŒck, als Osgood und Hutchinson insgesamt 53 Tore fĂŒr sich verbuchen und die Mannschaft erneut ins FA Cup Finale fĂŒhren konnten. Gegner war hier der damalige Meister Leeds United, gegen den Chelsea zwei Mal zurĂŒcklag, sich jedoch zu einem 2:2 zurĂŒckkĂ€mpfte. Nach dem damaligen Reglement bedeutete dies ein Wiederholungsspiel, das zwei Wochen spĂ€ter in Manchester im Old-Trafford-Stadion ausgetragen wurde. In der VerlĂ€ngerung stand es 1:1, als Chelsea das erste Mal die FĂŒhrung ĂŒbernahm und dank eines Kopfballtores von David Webb den 2:1 Sieg errang.[28]

Dank dieses Sieges stand der erstmaligen Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger nichts mehr im Weg. Mit Aris Thessaloniki und ZSKA Sofia waren die ersten Gegner lösbare Aufgaben, im Viertelfinale wartete der FC BrĂŒgge, der das Hinspiel mit 2:0 fĂŒr sich entscheiden konnte. Im RĂŒckspiel schien es bis vor kurz vor Schluss nur zu einem 1:0 zu reichen, als Peter Osgood neun Minuten vor Schluss zum 2:0 Ausgleich traf. In der VerlĂ€ngerung fielen zwei weitere Tore fĂŒr Chelsea, die den Weg zum Halbfinale gegen Manchester City (damaliger Titelverteidiger) ebneten. Auch diese HĂŒrde wurde mit 1:0 und 1:0 genommen und so standen sich im Endspiel Chelsea und Real Madrid gegenĂŒber. Nach einem zittrigen 1:1 im Hinspiel trafen Dempsey und Osgood zum 2:1 Sieg im RĂŒckspiel und sicherten somit den ersten Pokalsieg auf europĂ€ischer Ebene in der Clubgeschichte. Das von den Spielern des Clubs gesungene Lied Blue is the Colour ist fĂŒr viele Fans untrennbar mit diesem Ereignis verknĂŒpft. Es erreichte Platz 5 der UK Single Charts und ist bis heute einer der bekanntesten FangesĂ€nge des englischen Fußballs.

Die Krisenjahre (1972–1983)

Der erhoffte Leistungsanstieg nach dem Gewinn der Pokale blieb jedoch aus. Stattdessen sanken Moral und Disziplin der Mannschaft in den nĂ€chsten Jahren, da Sexton sich mit mehreren SchlĂŒsselspielern ĂŒberworfen hatte. Dementsprechend verschlechterten sich die Leistungen: Aus Disziplinlosigkeit und fehlendem Teamgeist resultierten immer hĂ€ufiger Niederlagen. Die Saison 1972/73 endete auf dem 12. Platz, die darauf folgende auf dem 17. Kurz nach einem 2:4 gegen Lokalrivalen West Ham am zweiten Weihnachtsfeiertag 1973, wurden Osgood und Hudson verkauft.[29] Dave Sexton wurde wĂ€hrend der Spielzeit 1974/1975 entlassen, nachdem die Mannschaft die neue Saison schwach begonnen hatte; Nachfolger wurde sein Assistent Ron Suart, der den Abstieg 1975 jedoch auch nicht mehr verhindern konnte. Zu den sportlichen Problemen kamen nun auch noch finanzielle EngpĂ€sse, die durch den Neubau des East Stand des Stadions ausgelöst wurden. Geplant war, das Stadion auf 50.000 SitzplĂ€tze auszubauen, doch Verzögerungen beim Bau, Streiks, fehlendes Material und die Weltwirtschaftskrise trieben die Baukosten in die Höhe.[30]

1976 hatte der Club 3,4 Millionen Pfund Schulden angehĂ€uft, weshalb in den folgenden vier Jahren nicht ein Transfer vollzogen werden konnte. Das Interesse der Zuschauer ging wegen fehlender Leistung und steigender Ticketpreise zur Schuldentilgung zurĂŒck, wĂ€hrend immer mehr Hooligans im Stadion fĂŒr Probleme sorgten. Die Chelsea Headhunters, eine von vielen Hooliganvereinigungen in England wĂ€hrend der 1970er und 80er, waren fĂŒr ihr aggressives Auftreten und ihre Verbindung zu extremen politischen Gruppen bekannt. Dies bescherte dem Club zusĂ€tzlich schlechte Presse und fĂŒhrte schließlich dazu, dass Chelsea als erster Club in England ZĂ€une am Spielfeldrand aufstellen musste.[30]

Der East Stand, der Hauptauslöser fĂŒr die Finanzkrise des Clubs in den Siebzigern

Eddie McCreadie ĂŒbernahm den Job des Trainers kurz vor dem Abstieg 1975, baute das Team wieder auf und kehrte 1976/77 in die erste Liga zurĂŒck. Da das Geld fĂŒr Transfers fehlte, etablierten sich mehr und mehr Spieler aus der eigenen Jugend. Unter ihnen waren unter anderem Ray Wilkins und der viel versprechende StĂŒrmer Steve Finniestone, zusĂ€tzlich konnte McCreadie weiterhin auf die Dienste der erfahreneren Spieler wie Charlie Cooke und Peter Bonetti vertrauen. Er kĂŒndigte seinen Job jedoch, als ihm Clubbesitzer Brian Mears keinen Dienstwagen zur VerfĂŒgung stellen wollte [28] und so wurde ein weiterer Ex-Spieler zum Trainer ernannt, diesmal Ken Shellito. Er vollbrachte in der laufenden Saison zwar keine Wunder, konnte jedoch sicherstellen, dass der FC Chelsea auch im nĂ€chsten Jahr erstklassig blieb. Zur Mitte der neuen Saison beendete Shellito seine Anstellung beim Club, nachdem bis Weihnachten nur drei Siege eingefahren wurden; Nachfolger wurde der ehemalige SpurskapitĂ€n Danny Blanchflower. Peter Osgood kehrte in jenem Jahr zurĂŒck, konnte aber auch keine nennenswerten Impulse geben und so stieg das Team nach nur fĂŒnf Siegen und 27 Niederlagen erneut ab. 1979 ĂŒbernahm Geoff Hurst, Star des Endspiels der Weltmeisterschaft 1966, das Amt des Trainers, zusammen mit seinem Assistenten Bobby Gould schien er die Wende zu bringen. Chelsea stand lange auf einem Aufstiegsplatz, bis kurz vor Schluss die Leistungen einbrachen und es nur fĂŒr den vierten Platz reichte. Im nĂ€chsten Jahr fielen so wenige Tore wie selten zuvor, neun Spiele hindurch konnten die Londoner nicht eines fĂŒr sich verbuchen. Das Ergebnis war der 20. Platz, woraufhin Hurst als Trainer entlassen wurde.

1981 trat Brian Mears als Vorsitzender zurĂŒck, nachdem der Club sich 76 Jahre im Familienbesitz befunden hatte. Ein Jahr spĂ€ter stand Chelsea kurz vor dem Bankrott, die Schulden konnten nicht getilgt und die SpielergehĂ€lter nicht bezahlt werden. FĂŒr den symbolischen Betrag von einem Pfund ĂŒbernahm Ken Bates den Club, weigerte sich jedoch, das Stadion und die damit verbundenen Schulden zu ĂŒbernehmen. Daraufhin kaufte die Firma Marler Estates Teile des GrundstĂŒckes, was zu einer langen rechtlichen Auseinandersetzung fĂŒhrte.[31] Schlussendlich ging Marler Estates in den frĂŒhen Neunzigern bankrott und die Chelsea Pitch Owners, eine Organisation von ChelseaanhĂ€ngern, ĂŒbernahmen das Stadion. Zweck der Übernahme war es, das GrundstĂŒck stets mit dem Club zu verbinden, unabhĂ€ngig von der finanziellen Lage des Vereins.

John Neal ĂŒbernahm 1981 den Trainerposten und gelangte 1981/82 das erste Mal seit Jahren wieder in das FA Cup Viertelfinale. Das Spiel gegen Tottenham Hotspur war eine 2:3 Niederlage, in der Liga reichte es erneut nicht fĂŒr den Aufstieg und man musste sich mit dem 12. Platz begnĂŒgen. 1982/83 war die wohl anstrengendste Saison von allen fĂŒr Club und Fans, als sogar der Abstieg in die dritte Liga drohte. Angesichts der desolaten finanziellen Lage hĂ€tte dies den endgĂŒltigen Ruin bedeutet. Neun sieglose Spiele trieben die Mannschaft in den Keller der Tabelle, den Abstieg verhinderten gerade noch ein 1:0 Sieg ĂŒber Bolton am vorletzten und ein Unentschieden gegen Middlesbrough am letzten Spieltag. Zwei Punkte trennten die Blues am Ende von einem Abstiegsplatz.[32]

Der Neuanfang (1983–1989)

Nach den Strapazen der vergangenen Saison stellte Manager John Neal im Sommer 1983 die Weichen fĂŒr den Aufstieg. Er nahm StĂŒrmer Kerry Dixon von Reading, FlĂŒgelspieler Pat Nevin vom FC Clyde und Mittelfeldmann Nigel Spackman aus Bournemouth fĂŒr den Angriff unter Vertrag. Als TorhĂŒter konnte er Eddie Niedzwiecki aus Wrexham gewinnen, zeitgleich kehrte John Hollins als Spielertrainer zurĂŒck. Alle Transfers hatten zusammen nur rund 500.000 Pfund gekostet,[33] um die Clubkasse zu schonen, da nach wie vor das Kapital knapp war. Das wenige Geld war jedoch gut investiert: Dixon, Nevin und der bereits 1982 verpflichtete David Speedie erzielten innerhalb von nur drei Jahren annĂ€hernd 200 Tore.

Die VerĂ€nderungen taten Chelsea sichtlich gut, in den ersten drei Spielen der neuen Saison trafen die Blauen 14 Mal. Insbesondere aufgrund des Dreiergespanns Dixon-Nevin-Speedie erreichte die Mannschaft rasch die Tabellenspitze, hielt sie bis zum Ende der Saison und schaffte 1984 den Aufstieg. Auch die Fans kehrten nun zum Club zurĂŒck, fast 10.000 von ihnen verfolgten das letzte Spiel der Saison, das die Blues auswĂ€rts bei Grimsby Town gewannen. Dixon hatte sich in jener Saison besonders hervorgetan, er erzielte in allen Wettbewerben insgesamt 36 Tore.[34] Der Erfolg setzte sich 1984/85 fort und belohnte die Spieler mit dem 6. Platz,[35] ein Ergebnis von dem 1983 niemand zu trĂ€umen gewagt hatte.

John Neal trat mit Ende der Spielzeit 1984/85 aufgrund von Herzproblemen zurĂŒck [36] und ĂŒbergab sein Amt an Hollins. In dessen erstem Jahr als Manager 1985/86 wollte er den Schwung aus der vergangenen Saison mitnehmen und den Club weiter modernisieren. Als Zeichen der VerĂ€nderung wurde das Emblem des Vereins abgeĂ€ndert, so dass der Löwe nun ĂŒber den Buchstaben CFC stand. Chelsea schaltete sich 1986 erneut in den Titelkampf ein und stand im Februar auf dem ersten Platz, fiel dann aber zurĂŒck, als Dixon und Niedzwiecki verletzungsbedingt aussetzen mussten. Um Ostern herum hatten die Fans die Meisterschaft bereits abgeschrieben, als die Blues gegen die Queens Park Rangers eine 0:6-Schlappe einstecken musste.[37] Zwei wichtige 2:1-Siege gegen Manchester United und West Ham United brachten Chelsea nochmals in Reichweite der Tabellenspitze, fĂŒnf Spieltage vom Ende der Saison entfernt trennten drei Punkte TabellenfĂŒhrer Liverpool und das Team von John Hollins. Doch von 15 möglichen ZĂ€hlern sicherte man sich nur Einen, wodurch der Titelkampf entschieden war. Die einzige TrophĂ€e in jenem Jahr war die des Full Members Cup, der nach der Katastrophe von Heysel eingefĂŒhrt wurde, da englische Clubs in dieser Zeit nicht am europĂ€ischen Fußball teilnehmen durften. Ein 5:4 Sieg gegen Manchester City brachte den Pokal an die Stamford Bridge, Speedie erzielte in diesem Spiel einen Hattrick.[38]

Wie so oft in der Geschichte des Vereins ließen auch diesmal die Leistungen nach einem viel versprechenden Anfang wieder nach und Chelsea beendete die nĂ€chste Meisterschaftsrunde nur auf Platz 14.[39] Speedie und Spackman verließen den Club im Streit mit Hollins, der im MĂ€rz 1988 entlassen wurde, als erneut der Abstieg drohte. Bobby Campbell ĂŒbernahm die Trainerpflichten und trat das kurz zuvor eingefĂŒhrte Play-off-Spiel gegen Middlesbrough an, das den Absteiger bestimmen sollte. Nach Chelseas 1:2-Niederlage begannen Unruhen im Stadion, die schließlich dazu fĂŒhrten, dass mehrere Fans versuchten, auf den Platz zu gelangen. Daraufhin musste Chelsea die nĂ€chsten sechs Spiele in der zweiten Liga ohne Publikum austragen, dennoch gelang der sofortige Wiederaufstieg. Mit 99 Punkten, 17 Punkte mehr als Manchester City auf dem 2. Platz,[40] kehrte Chelsea in die erste Liga zurĂŒck, obwohl sie in den ersten sechs Spielen des Jahres keinen Triumph feiern konnten.

Auf dem Weg nach oben (1990–1995)

Nachdem Chelsea in der zweiten Liga alle anderen Teams ĂŒberflĂŒgelt hatte, machte die Mannschaft auch in der First Division von sich reden, als sie ohne nennenswerte Starspieler 1989/90 den 5. Platz belegte.[41] Auch der Full Members Cup gehörte wieder den Londonern, nachdem sie Middlesbrough im Wembley-Stadion mit 1:0 besiegt hatten. Im selben Jahr wurde die Strafe fĂŒr englische Vereine nach der Heysel-Katastrophe aufgehoben, doch der einzige englische UEFA-Pokal-Startplatz wurde an Vizemeister Aston Villa vergeben, sodass Chelsea nicht am Wettbewerb teilnehmen konnte.[42]

Ein Jahr spĂ€ter trat Bobby Campell als Trainer zurĂŒck und Ian Porterfield ĂŒbernahm seinen Posten. Der Club spielte stark genug, um sich fĂŒr die neu gegrĂŒndete Premier League zu qualifizieren, die 1992/93 den Spielbetrieb aufnahm. Porterfield kĂŒndigte zur Mitte der Saison und wurde kurzfristig durch David Webb ersetzt, unter dessen Leitung es fĂŒr den 11. Platz reichte. Im Sommer 1993 kam Glenn Hoddle von Swindon Town zum FC Chelsea, um das Amt des Trainers auszufĂŒllen. Hoddle war kurz davor mit Swindon Town als Spielertrainer in die erste Liga aufgestiegen.
Gleichzeitig endete 1992 der zehn Jahre andauernde Rechtsstreit um die Stamford Bridge, als Marler Estates zahlungsunfÀhig wurde und Ken Bates einen entsprechenden Handel mit den zustÀndigen Banken abschloss.

1997 kauften die Chelsea Pitch Owners das GrundstĂŒck, um eine Trennung von Club und Stadion in Zukunft zu verhindern.[43] Kurz darauf begannen zahlreiche Bauarbeiten; unter anderem wurden jegliche StehplĂ€tze in SitzplĂ€tze umgewandelt, die TribĂŒnen nĂ€her an den Platz herangebaut und alle RĂ€nge ĂŒberdacht.[44]
Unter Hoddles Regie baute Chelsea kurzzeitig ab und war zwischenzeitlich sogar abstiegsgefĂ€hrdet, konnte sich aber wieder aus dem Leistungstief herausarbeiten. 1994 standen die Blues Manchester United im FA Cup Finale entgegen, in beiden Ligaspielen hatte Chelsea mit 1:0 gesiegt. Zur Halbzeit stand zwischen den Kontrahenten 0:0, doch zwei Elfmeter innerhalb von fĂŒnf Minuten gaben Manchester eine 2:0-FĂŒhrung. Um den Ausgleich zu erzielen öffnete Hoddles Team seine Defensivreihen zu sehr und verlor schlussendlich mit 0:4.[45] Da sich Manchester United in jener Saison schon fĂŒr die Champions League qualifiziert hatte, trat an deren Stelle Chelsea im Europapokal der Pokalsieger an, schied dort jedoch im Halbfinale gegen die spĂ€teren Gewinner Real Saragossa mit 3:4 aus.[46]
Alles in allem hatten sich sowohl Leistung als auch Moral der Mannschaft deutlich verbessert, nicht zuletzt aufgrund ihres inspirierenden KapitĂ€ns Dennis Wise. ZusĂ€tzliche VerstĂ€rkung kam im Sommer 1995 mit Ruud Gullit, Mark Hughes und Dan Petrescu an die Stamford Bridge. Hoddle selbst fĂŒhrte Chelsea 1996 zum 11. Platz in der Liga und bis ins FA Cup Halbfinale, wo jedoch wieder der spĂ€tere Sieger Manchester United den Sieg mit 2:1 davon trug. 1996 beendete Hoddle sein Engagement und wurde Trainer der englischen Nationalmannschaft.

ZurĂŒck zum Erfolg (1996–2000)

Gullit wurde 1996 zum Spielertrainer ernannt und begann sofort damit, das Team mit hochkarĂ€tigen Spielern zu stĂ€rken. Er holte den ehemaligen Juventus-StĂŒrmer Gianluca Vialli, den französischen Verteidiger Frank Leboeuf, den schnell zum Publikumsliebling avancierenden Gianfranco Zola und Roberto Di Matteo ins Team. SpĂ€ter stießen noch Gustavo Poyet und Tore AndrĂ© Flo hinzu. Dank dieser Spieler entfernte Chelsea sich mehr und mehr vom Image des mittelmĂ€ĂŸigen Großstadtclubs, stattdessen wurden das schnelle, unterhaltsame Passspiel und die technischen Finessen der Spieler bekannt.

Der Beginn der Saison 1996/97 wurde vom Tod Matthew Hardings, dem VizeprĂ€sidenten des Clubs, ĂŒberschattet, der bei einem Helikopterabsturz nach dem Ligaspiel gegen die Bolton Wanderers ums Leben kam. Spielerisch war die Saison die beste seit 1990, Gullit fĂŒhrte die Londoner zu Platz 6 in der Tabelle. Im Endspiel des FA Cups schrieben sie Geschichte, als Di Matteo nach nur 43 Sekunden das schnellste Final-Tor in der Geschichte des Wettbewerbs erzielte.[47] Das Spiel endete nach einem weiteren Tor von Eddie Newton mit 2:0. Im Februar 1998, das Team stand auf Platz 2 der Premier League, wurde Gullit unerwartet entlassen, offensichtlich aufgrund von Unstimmigkeiten ĂŒber sein Gehalt.[48]

Gianluca Vialli wurde Nachfolger, in seinen ersten zwei Monaten als Spielertrainer gewann Chelsea zwei weitere Wettbewerbe. Der Ligapokal ging nach einem 2:0 Sieg ĂŒber Middlesbrough genauso in den Besitz der Blues ĂŒber wie der Europapokal der Pokalsieger nach einem 1:0 gegen Stuttgart im Finale in Stockholm. Das Tor erzielte Zola, 20 Sekunden nachdem er eingewechselt wurde.[49] Das nĂ€chste Finale in dem die Londoner erfolgreich waren, war das des Supercups, in dem sich Chelsea und Real Madrid in Monaco gegenĂŒberstanden. Das einzige Tor des Spiels erzielte Poyet in der 81. Minute.

Im August 1999 stand die erstmalige Teilnahme in der Champions League an, in der ersten Gruppenphase hießen die Gegner Hertha BSC, AC Mailand und Galatasaray Istanbul. Die Mannschaft von Trainer Vialli sicherte sich ĂŒberraschend den 1. Platz in der Gruppe und zog zusammen mit Berlin in die zweite Gruppenphase ein, in der Chelsea den 2. Platz hinter Lazio Rom belegte. Das Viertelfinalhinspiel in London gegen Barcelona endete mit einem 3:1-Sieg fĂŒr die Blues, das RĂŒckspiel stand bis sieben Minuten vor Schluss 2:1 fĂŒr Barcelona, was den Einzug ins Halbfinale fĂŒr Chelsea bedeutet hĂ€tte. Doch das 3:1 durch Dani zog die VerlĂ€ngerung nach sich, in der zwei weitere Tore fĂŒr die Katalanen fielen, wodurch das Vialli-Team mit 4:6 ausschied.[50]
In jenen Jahren hatte sich das Bild des Clubs deutlich verĂ€ndert, es befanden sich so viele internationale Topspieler in den Reihen der Mannschaft, dass am 26. Dezember 1999 im Meisterschaftsspiel gegen Southampton kein Spieler aus dem Vereinigten Königreich mehr in der Startelf stand.[51] Dies beeinflusste den Erfolg jedoch nicht im Geringsten, im Jahr 2000 stand Chelsea wieder im FA Cup Finale, das letzte, das im alten Wembley-Stadion stattfand. Der 2:0-Sieg ĂŒber Aston Villa brachte den Pokal zum zweiten Mal in vier Jahren nach London,[52] im August folgte das Charity Shield nach einem 2:0 gegen Manchester United. Vialli war auf dem Höhepunkt seiner Karriere bei Chelsea und der bis dahin erfolgreichste Trainer der Mannschaft.

Das 21. Jahrhundert

Die Ära Claudio Ranieri (2000–2004)

Claudio Ranieri

Im Sommer 2000 gab Vialli fast 27 Millionen Pfund fĂŒr weitere Spieler wie Jimmy Floyd Hasselbaink und Eidur Gudjohnsen aus, die in der Saison 2001/02 zusammen 50 Tore erzielten. Doch nachdem die Blues bis September in fĂŒnf Spielen nur einen Sieg erringen konnten, wurde Vialli entlassen und durch Claudio Ranieri ersetzt, der trotz anfĂ€nglicher Schwierigkeiten mit der englischen Sprache den Club zum 6. Platz fĂŒhrte. Ranieri verjĂŒngte das Team durch den Verkauf Ă€lterer Spieler wie Dennis Wise und ersetzte sie durch John Terry, William Gallas, Frank Lampard und Jesper GrĂžnkjĂŠr. In der zweiten Saison unter Ranieri gab es in der Liga keine Fortschritte, dafĂŒr aber in anderen Wettbewerben. Im Ligapokal erreichten die Blues das Halbfinale und im FA Cup sogar das Finale, wo sie sich den spĂ€teren Double-Gewinnern FC Arsenal mit 0:2 geschlagen geben mussten.[53] WĂ€hrend der Saison kamen immer wieder GerĂŒchte ĂŒber die angeschlagene finanzielle Verfassung des Clubs auf; tatsĂ€chlich konnte Ranieri im Sommer 2002 keine Neuverpflichtungen aufweisen. Die Erwartungen fĂŒr die kommende Saison waren merklich gesunken, doch Chelsea schaltete sich in den Titelkampf ein und sicherte sich am letzten Spieltag mit einem 2:1 ĂŒber Liverpool den vierten Platz und damit die Champions League-Teilnahme. Nach der Übernahme des Clubs durch Roman Abramowitsch am 1. Juli 2003 standen Ranieri unbegrenzte Mittel zur VerfĂŒgung, die er in Claude MakĂ©lĂ©lĂ©, Geremi, Glen Johnson, Joe Cole und Damien Duff investierte.

Die ĂŒber 100 Millionen Pfund Transferkosten waren gut angelegt und wurden mit einem 2. Platz in der Premier League und dem Halbfinale der Champions League belohnt. Jenes Halbfinale wurde Ranieri jedoch zum VerhĂ€ngnis, als Chelsea zunĂ€chst auswĂ€rts mit 3:1 gegen Monaco verlor und dann im RĂŒckspiel an der Stamford Bridge eine 2:0 FĂŒhrung vergeudete und schließlich 2:2 unentschieden spielte. Die RĂŒckspielpleite war hauptsĂ€chlich auf die Einwechslungen Ranieris zurĂŒckzufĂŒhren, so wechselte er den erfahrenen Verteidiger Mario Melchiot aus und schickte stattdessen Glen Johnson auf den Platz, Rechtsverteidiger Geremi ging fĂŒr Mittelfeldmann Scott Parker, um der Defensive mehr offensive Impulse zu geben. Schließlich löste er Hasselbaink aus der eintrĂ€glichen Sturmpartnerschaft mit Gudjohnsen und ersetzte ihn durch HernĂĄn Crespo. Bereits vor dem RĂŒckspiel hatten sich die Verantwortlichen des Clubs mit dem Agenten JosĂ© Mourinhos getroffen, wodurch noch mehr Druck auf Ranieri ausgeĂŒbt wurde. Mit den Einwechslungen wollte Ranieri die FĂŒhrung zu einem hohen Sieg ausbauen, um Zweifel an seinen Entscheidungen zu zerstreuen. In seiner Biographie Proud Man Walking gibt Ranieri offen zu, dass er den Sieg mehr als alles andere wollte um seine Position zu stĂ€rken, seine VerĂ€nderungen seien allerdings rĂŒckblickend die falschen gewesen.[54] Nicht umsonst nannte Ranieri sich selbst „The Tinkerman“ (von engl. to tinker: herumpfuschen), er verĂ€nderte die Startaufstellungen laufend, auch wenn es dafĂŒr keinen sichtbaren Grund gab. So siegte Chelsea im November 2003 zunĂ€chst 4:0 gegen Lazio in der Champions League und nur eine Woche spĂ€ter 5:0 gegen Newcastle [55][56], doch Ranieris Maxime war es, das Team immer ausgeruht und frisch zu halten, und so verĂ€nderte er die Aufstellung trotz des Erfolges.

Viele dieser VerĂ€nderungen stießen jedoch bei Vorstand und Fans auf UnverstĂ€ndnis, beispielsweise spielte der linke FlĂŒgelstĂŒrmer Damien Duff hĂ€ufig auf der rechten Seite (Coles Position) oder direkt hinter den Spitzen (Lampards Position).[57] Zwar nahmen die Leistungen zum Ende der Saison zu, doch die Chance den spĂ€teren Meister Arsenal einzuholen war bereits verloren. Der ausbleibende Erfolg und Ranieris zunehmend sarkastisch-pessimistisch werdenden Äußerungen (zum Beispiel vor dem RĂŒckspiel gegen Monaco, als er die anwesenden Journalisten bei der Pressekonferenz mit „Hello my sharks, welcome to the funeral“ (etwa: Hallo meine Haie, willkommen zur Beerdigung) begrĂŒĂŸte oder den steigenden Druck von Clubbesitzer Roman Abramowitsch mit „Look, I already have this sword embedded in me“ (Seht, dieses Schwert steckt schon in mir) kommentierte)[58] fĂŒhrten zu seiner Entlassung im Sommer 2004. Der ehemalige Porto-Trainer JosĂ© Mourinho, der in jenem Jahr die Champions League gewonnen hatte, ĂŒbernahm seinen Posten.

Roman Abramowitsch als neuer Besitzer (seit 2003)

Roman Abramowitsch, Besitzer der Blues

2003 hatte sich der russische MilliardĂ€r Roman Abramowitsch entschlossen, einen Fußballclub zu kaufen, nachdem er bei der WM 2002 Interesse am Fußball entwickelt hatte. Neben Lazio Rom, Chelsea, Tottenham Hotspur und Arsenal war auch Manchester United eine mögliche Option, die Abramowitsch aber aufgrund des Kaufpreises in Höhe von etwa 700 Millionen Pfund verwarf.[59] Der Preis fĂŒr Chelsea lag weit darunter, die Aktien des Clubs hatten zu jener Zeit einen Marktwert von nur rund 20 Pence. Der damalige Vorstandsvorsitzende Trevor Birch trat am 23. Juni 2003 mit Pini Zahavi, einem Fußballagent im Auftrag Abramowitschs, in Verhandlungen und setzte den Preis pro Aktie auf 40 Pence an; falls Abramowitsch jedoch tatsĂ€chliches Interesse zeigen sollte, sei der Preis verhandelbar.[60] Drei Tage spĂ€ter trafen Birch und Abramowitsch sich persönlich, der Handel an sich war nach zwanzig Minuten abgeschlossen. Abramowitsch ĂŒberwies Clubbesitzer Ken Bates 60 Millionen Pfund, was fĂŒr Bates einen vermuteten Gewinn von 17 Millionen Pfund bedeutete, nachdem er den Club 1982 fĂŒr den symbolischen Betrag von nur einem Pfund gekauft hatte.[61][62] ZusĂ€tzlich kam Abramowitsch fĂŒr die Clubschulden in Höhe von rund 90 Millionen Pfund auf, wobei der Club noch weitere zehn Millionen Reserve hatte, so dass sich der Gesamtpreis auf 140 Millionen Pfund belief.[59] Die Übernahme kam gerade noch rechtzeitig, denn Chelsea musste im Juli 2003 rund 23 Millionen Pfund Schulden tilgen, ein Betrag, den die Londoner ohne Abramowitschs Geld nicht zur VerfĂŒgung gehabt hĂ€tten.[63] Nach der Übernahme wurde der Club von der Boulevardpresse als Anspielung auf Abramowitschs Herkunft als Chelski tituliert und mit VorwĂŒrfen bezĂŒglich der SchĂ€digung des nationalen und internationalen Fußballs durch spektakulĂ€re Spielertransfers konfrontiert.

Bis zum Januar 2006 beliefen sich Abramowitschs gesamten Investitionen auf rund 440 Millionen Pfund,[64] obwohl er angekĂŒndigt hatte, die Transferkosten in Zukunft zu verringern,[65] da bald genug talentierte Spieler aus der eigenen Jugend nachrĂŒcken sollten. Kurz darauf distanzierte er sich jedoch von dieser Aussage, nachdem GerĂŒchte ĂŒber ein mögliches Ende seines Engagements beim FC Chelsea laut wurden.[66]

Aufgrund der finanziellen UnterstĂŒtzung ist Chelsea derzeit nicht gezwungen, wie ein gewöhnliches Unternehmen zu wirtschaften, im Jahr 2006 machte der Club rund 80 Millionen Pfund Verlust,[67] plant jedoch zur Saison 2009/10 einen ausgeglichenen Haushalt.

Der Verein unter Trainer JosĂ© Mourinho (2004–2007)

José Mourinho

Nach Ranieris Entlassung wurde JosĂ© Mourinho als neuer Trainer verpflichtet, der bis dahin Porto trainiert und zum Sieg in der Meisterschaft und Champions League gefĂŒhrt hatte. Zu seiner EinfĂŒhrung zeigte Mourinho sich betont selbstbewusst, sein Ausspruch „Please don’t call me arrogant, but I’m European champion and I think I’m a special one.“ („Bitte nennen Sie mich nicht arrogant, doch ich bin Sieger der Champions League und ich denke, ich bin ein besonderer.“) brachte ihm den Spitznamen „The Special One“ ein; seine EinschĂ€tzung zum Team „We have top players and, sorry if I’m arrogant, we have a top manager.“ („Wir haben ein Top-Team und, entschuldigen Sie, wenn ich arrogant bin, wir haben einen Top-Trainer“)[68] stieß auf ein gemischtes Echo. Manche hielten Mourinho fĂŒr ĂŒberheblich, wĂ€hrend andere in ihm den Trainer sahen, der Chelsea fĂŒhren und vertreten konnte, auch angesichts der immer wieder aufkommenden Kritik bezĂŒglich der Finanzierung des Clubs.

Weniger Differenzen gab es ĂŒber die Leistung des Teams, da Chelsea mit der Saison 2004/05 die erfolgreichste Spielzeit bis dahin antrat. Nach einem eher schleppenden Start mit nur acht Toren in neun Spielen und fĂŒnf Punkten RĂŒckstand auf TabellenfĂŒhrer Arsenal nahm das Team mehr Fahrt auf. Dabei erwies sich Frank Lampard als wichtigster Anspielpartner im Mittelfeld, der nicht nur die BĂ€lle weiter in die Spitzen verteilen konnte, sondern durch eigene Tore mit zum Erfolg beitrug. Didier Drogba, Joe Cole und Arjen Robben bildeten den Sturm, wobei Cole und Robben die Abwehr auseinander zogen und damit Platz fĂŒr Drogbas Kopfballspiel schafften. Am 6. November 2004, nach einem Sieg gegen Everton, erreichte Chelsea die Tabellenspitze, die der Verein bis zum Ende der Saison hielt. RĂŒckgrat des Teams war die Defensive, die mit Claude MakĂ©lĂ©lĂ© im Mittelfeld, William Gallas als FlĂŒgelverteidiger, KapitĂ€n John Terry in der Innenverteidigung und dem im Sommer unter Vertrag genommenen Petr Čech als TorhĂŒter fĂŒr 25 Spiele ohne Gegentore (davon 1025 Minuten am StĂŒck ohne Gegentreffer)[69] und nur 15 Gegentore im Verlauf der Meisterschaftsrunde sorgte. Mit einem 2:0-Sieg gegen die Bolton Wanderers sicherten die Blues sich den ersten Titel seit 50 Jahren, zum Ende der Saison hatten sie mit 95 Punkten auf dem Konto einen neuen Premier League Rekord aufgestellt.[70]

Das Double machte Mourinhos Mannschaft mit einem 3:2 gegen Liverpool im Finale des Ligapokals im Millennium Stadium in Cardiff perfekt.[71]

Wandmalerei am Pub „Chelsea Arms“ in Taschkent (Usbekistan)

In der Champions League hieß der erste Gegner nach der Gruppenphase FC Barcelona, gegen den die Londoner auswĂ€rts zunĂ€chst mit 1:0 in FĂŒhrung gingen, spĂ€ter aber mit 1:2 verloren. JosĂ© Mourinho warf dem Barça-Trainer Frank Rijkaard danach vor, in der Halbzeit mit Schiedsrichter Anders Frisk gesprochen zu haben,[72] ein Vorwurf, der sich zwar als berechtigt herausstellte, jedoch fĂŒr Mourinho eine Sperre von zwei Spielen nach sich zog, nachdem „Fans“ der Blauen Morddrohungen gegen Frisk ausgesprochen hatten. Dieser beendete daraufhin aus Sorge um seine eigene Sicherheit seine Schiedsrichterkarriere.[73] Die zweite Partie gegen Barcelona gewann Chelsea zu Hause mit 4:2, die ersten drei Tore fielen innerhalb von 20 Minuten fĂŒr die Blues.[74]

Im Viertelfinale warteten die Spieler des FC Bayern MĂŒnchen, gegen die Chelsea im Heimspiel zunĂ€chst 4:2 gewann und dann auswĂ€rts mit 2:3 verlor, das 6:5 nach beiden Spielen reichte aber fĂŒr das Halbfinale, das gegen Liverpool von beiden Seiten sehr taktisch geprĂ€gt war, so dass die Partie im Hinspiel in London nicht ĂŒber ein 0:0 hinauskam. Das RĂŒckspiel an der Anfield Road entschieden die „Reds“ fĂŒr sich, als Luis GarcĂ­a mit einem umstrittenen Tor das 1:0 erzielte [75] und damit den Weg fĂŒr den spĂ€teren Finalsieg gegen den AC Mailand ebnete.

Mourinho sicherte sich wĂ€hrend der Transferphase im Sommer 2005 die Dienste von FlĂŒgelverteidiger Asier Del Horno, FlĂŒgelspieler Shaun Wright-Phillips und beorderte HernĂĄn Crespo von seiner Ausleihe an den AC Mailand zurĂŒck. Danach begannen die Blauen die Saison mit neun Siegen in Folge, darunter ein 4:1 gegen Liverpool, und waren zeitweise 18 Punkte vom nĂ€chsten Verfolger Manchester United entfernt.[76] Zur Mitte der Saison zeigte die Mourinho-Elf SchwĂ€chen und so schmolz der Vorsprung auf sieben Punkte zusammen, doch ein 3:0 im Heimspiel gegen United sicherte schließlich die Titelverteidigung. In der Champions League gab es ein erneutes Aufeinandertreffen mit Barcelona, denen die Blues zunĂ€chst mit 1:2 unterlagen und im RĂŒckspiel nur ein 1:1-Unentschieden abringen konnten, so dass der Wettbewerb bereits nach dem Achtelfinale fĂŒr Chelsea beendet war.[77] Im FA Cup kam man bis ins Halbfinale, wo Liverpool 2:1 siegte.[78]

Die Spieler feiern den FA Cup-Gewinn am 19. Mai 2007 in Wembley

Noch vor Beginn der Saison 2006/07 machten die Londoner von sich reden, als sie fĂŒr die Rekordsumme von rund 50 Millionen Euro den ukrainischen StĂŒrmer Andrij Schewtschenko vom AC Mailand kauften,[79] zusĂ€tzlich kamen Salomon Kalou, Michael Ballack und Khalid Boulahrouz neu ins Team, wĂ€hrend die StĂŒrmer Eidur Gudjohnsen und HernĂĄn Crespo, FlĂŒgelstĂŒrmer Damien Duff und Verteidiger William Gallas den Club verließen, Letzterer im Tausch mit Arsenals Ashley Cole. Nach Verletzungen von StammtorhĂŒter Petr Čech und John Terry im Winter 2006 verlor die Abwehr an Sicherheit und Ligakonkurrent Manchester United zog an Chelsea vorbei. Nach der RĂŒckkehr Čechs und Terrys stabilisierte sich die Abwehr wieder, doch Uniteds Vorsprung war mit zwischenzeitlichen 7 Punkten zu groß, um den Club von Trainer Alex Ferguson wieder einzuholen, so dass die Blues die Saison auf Platz 2 beendeten. Zwei Pokale konnten sie sich dennoch sichern, den Ligapokal mit einem 2:1 gegen Arsenal [80] und den FA Cup mit 1:0 nach VerlĂ€ngerung gegen Manchester United im neuen Wembley-Stadion,[81] nachdem Chelsea auch die letzte Mannschaft war, die den Pokal im alten Wembley-Stadion gewann (zwischen 2001 und 2006 wurde das Finale im Millennium Stadium ausgetragen).

In der Champions League traf das Team um KapitĂ€n John Terry zum dritten Mal in Folge auf den FC Barcelona, diesmal in der Gruppenphase, meisterte diese jedoch und zog als Gruppenerster ins Achtelfinale gegen den FC Porto ein. Nach 1:1 und 2:1 trat Chelsea im Viertelfinale gegen Valencia an und setzte sich wieder mit 1:1 und 2:1 durch. Im Halbfinale endete schließlich der Traum vom Finale, als es nach Hin- und RĂŒckspiel 1:1 stand und Chelsea im Elfmeterschießen mit 1:4 gegen Liverpool ausschied.[82]

Am 20. September 2007 gab der Verein auf seiner Webseite die Trennung von Mourinho bekannt. Sie sei im beiderseitigen EinverstĂ€ndnis erfolgt.[83] Ein konkreter Grund fĂŒr die Trennung wurde nicht bekannt gegeben. Es wird jedoch angenommen, dass Abramowitsch von Mourinho attraktiveren und torreicheren Fußball verlangte.[84] Chelsea spielte am Tag vor der Trennung trotz 23:7 TorschĂŒssen nur 1:1 gegen Rosenborg Trondheim.[85]

Die Zeit nach Mourinho (2007–2009)

Am Tag von Mourinhos Entlassung wurde Avram Grant als neuer Trainer vorgestellt, der im Sommer 2007 als Sportdirektor bei Chelsea verpflichtet worden war. Grant hatte bis dahin ausschließlich in Israel (von 2002 bis 2006 als Nationalcoach) gearbeitet. Als Co-Trainer fungierten Steve Clarke und der kurz darauf zum Trainerstab stoßende Henk Ten Cate.[86] Grant unterschied sich von Mourinho sowohl im Fußball als auch im Auftreten. JosĂ© Mourinho legte sein Hauptaugenmerk auf das Ergebnis, wĂ€hrend Grant versuchte, den vom Clubeigner Abramowitsch gewĂŒnschten attraktiven Fußball spielen zu lassen. Auf seinen Pressekonferenzen gab Grant sich bewusst zurĂŒckhaltend, ĂŒber sich selbst sagte er in Anspielung an Mourinho „I’m not special, just normal“ („Ich bin nicht besonders, sondern ganz normal“). Da er bis dahin keinen anderen europĂ€ischen Top-Club betreut hatte, wurde Grant von vielen als Trainer-Leichtgewicht betrachtet.[87]

Bei seinem Einstand als Trainer verlor Chelsea 0:2 gegen Manchester United. Doch die Leistungen verbesserten sich und so konnte Chelsea bis Weihnachten den 3. Platz halten und bis auf sieben Punkte auf Manchester United herankommen. Im Carling Cup erreichten die Blues das Finale, verloren dort jedoch nach VerlĂ€ngerung mit 1:2 gegen Tottenham Hotspur. Im FA Cup war im Viertelfinale beim 0:1 gegen Barnsley Endstation. Im MĂ€rz zog Liga-Rivale Arsenal zeitweise mit 9 Punkten Vorsprung davon, doch der Vorsprung schmolz nach einigen Fehlern bei den Gunners rasch. Am 23. MĂ€rz ĂŒbernahm Manchester United die TabellenfĂŒhrung. Chelsea verbesserte sich bald darauf auf den 2. Platz und blieb den Red Devils mit zuerst fĂŒnf und spĂ€ter drei Punkten Abstand auf den Fersen. Im direkten Duell der beiden gewann Chelsea mit 2:1 und zog damit Punktgleich. Manchester blieb aufgrund des besseren TorverhĂ€ltnisses dennoch TabellenfĂŒhrer. Die Meisterschaft wurde erst am letzten Spieltag, dem 11. Mai 2008, entschieden, als Manchester United 2:0 gegen Wigan Athletic gewann, wĂ€hrend Chelsea nur 1:1 Unentschieden gegen die Bolton Wanderers spielte.

In der Champions League beendete Chelsea die Gruppenphase als Erster der Gruppe B und traf im Achtelfinale auf Olympiakos PirĂ€us. Nach einem 0:0 im Hinspiel in Griechenland gewann Chelsea das RĂŒckspiel mit 3:0. Im Viertelfinale folgte Fenerbahçe Istanbul, denen Chelsea im Hinspiel auswĂ€rts mit 1:2 unterlag. Im RĂŒckspiel sicherten sich die Blues das Halbfinale durch ein 2:0. Im Halbfinale lautete der Gegner zum dritten Mal in vier Jahren Liverpool. Im Hinspiel an der Anfield Road unterlief dem Liverpooler Abwehrspieler John Arne Riise in der Nachspielzeit ein folgenschwerer Fehler, als er den Ball ins eigene Tor köpfte und damit den FĂŒhrungstreffer von Dirk Kuyt ausglich. Im RĂŒckspiel ging Chelsea nach einem Treffer von Didier Drogba erst in FĂŒhrung, verlor diese jedoch durch ein Tor von Fernando Torres, so dass es VerlĂ€ngerung gab. Hier verwandelte Frank Lampard zuerst einen Elfmeter bevor Drogba auf 3:1 erhöhte. Ryan Babels Anschlusstreffer zum 3:2 konnte den Einzug der Blauen ins erste Champions-League-Finale der Clubgeschichte nicht mehr verhindern. Im Finale scheiterten sie jedoch an Manchester United mit 6:7 im Elfmeterschießen. Am 24. Mai, drei Tage nach dem Finale, wurde Grant schließlich entlassen.[88]

Nach Avram Grants Entlassung wurde am 11. Juni 2008 Luiz Felipe Scolari als neuer Trainer bekanntgeben, der bis zu seinem Amtsamtritt am 1. Juli die portugiesische Nationalmannschaft trainierte.[89] In der Transferzeit verließen unter anderem Claude MakĂ©lĂ©lĂ©, Andrij Schewtschenko, Claudio Pizarro und Shaun Wright-Phillips das Team, als Neuverpflichtungen wurden Deco, JosĂ© Bosingwa und Mineiro vorgestellt. Scolaris Amtszeit begann mit 28:3 Toren und 12 Spielen ohne Niederlage in allen Wettbewerben stark. Den Auftakt in der Premier League am 17. August 2008 gewann die Mannschaft 4:0 gegen den FC Portsmouth. Am 26. Oktober verlor sie zu Hause 0:1 gegen den FC Liverpool, womit die Serie von 86 Liga-Heimspielen bzw. zweieinhalb Jahren ohne Niederlage riss. Danach fiel die Leistung der Mannschaft insbesondere bei Heimspielen ab. Aus 16 Ligaspielen holte man von 48 möglichen Punkten nur 29. Daraufhin wurde Scolari am 9. Februar entlassen.

Am 11. Februar wurde Guus Hiddink als neuer Trainer vorgestellt.[90] Hiddink behielt jedoch auch seinen Posten als russischer Nationaltrainer und wurde daher nur bis zum Ende der Saison verpflichtet, auch wenn Roman Abramowitsch ihn gerne lĂ€nger behalten hĂ€tte. In der Champions League schafften sie es bis in das Halbfinale, wo sie allerdings nach einem 0:0 im Camp Nou und einem 1:1 gegen den FC Barcelona aus dem Turnier gingen. Am Schluss schafften sie in der Premier League den 3. Platz, hinter Manchester United und dem FC Liverpool, und schafften somit sich fĂŒr die Champions League zu qualifizieren. Hiddink gewann bei seinem letzten Spiel fĂŒr Chelsea den FA Cup gegen den FC Everton 2:1.

Carlo Ancelotti (2009–2011)

Am 1. Juni 2009 wurde Carlo Ancelotti als neuer Trainer von Chelsea vorgestellt. Dieser kam vom AC Mailand, mit welchen er 2007 die Champions League gewann und unterschrieb einen Dreijahresvertrag. In seinem ersten Pflichtspiel gewann er mit dem FC Chelsea den FA Community Shield gegen Manchester United im Elfmeterschießen mit 4:1 (2:2; 0:1). Matchwinner war Petr Čech, der die Elfmeter von Ryan Giggs und Patrice Evra halten konnte.[91]

Am 3. September 2009 verhĂ€ngte die FIFA eine Transfersperre gegen den FC Chelsea fĂŒr die Transferzeiten Winter 2009/10 und Sommer 2010. Grund der Bestrafung ist der Vertragsstreit um den Spieler Gael Kakuta, der 2007 von RC Lens zu Chelsea gewechselt war. Der französische Verein hatte bei der FIFA Beschwerde wegen Vertragsbruchs eingereicht. Der Fußballverband sah diese Beschwerde als gerechtfertigt an, Chelsea habe den Spieler zum Vertragsbruch angehalten. Neben dem Transferverbot muss Chelsea eine AusbildungsvergĂŒtung in Höhe von 130.000 Euro an RC Lens zahlen.[92]

Am 4. Februar 2010 hob der CAS die Transfersperre gegen den FC Chelsea endgĂŒltig auf.[93] Nachdem sich Lens und Chelsea darauf einigten, dass Kakuta keinen gĂŒltigen Vertrag mehr bei Lens besaß. Dadurch konnte Chelsea nicht des Vertragbruchs schuldig gemacht werden. Die FIFA-Strafen gegen Chelsea und Kakuta wurden aufgehoben.

Nach einer guten Saison, in der Chelsea 86 Punkte gewann und insgesamt 103 Tore schoss, was Ligarekord bedeutet, wurde der Club zum dritten Mal Premier-League-Meister. Durch einen 1:0-Sieg im FA-Cup-Finale gegen den FC Portsmouth gewann Chelsea zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den „Double“.

Die Saison 2010/11 schloss der Club als Vize-Meister ab. Nach der Niederlage beim FC Everton (0:1) im letzten Saisonspiel gab der Verein am 22. Mai 2011 die Trennung von Trainer Ancelotti bekannt.[94]

André Villas-Boas (seit 2011)

Am 22. Juni 2011 wurde die Verpflichtung von AndrĂ© Villas-Boas als neuer Trainer des FC Chelsea bekanntgegeben.[95] Chelsea bezahlte fĂŒr Villas-Boas eine Ablösesumme von umgerechnet ca. 15 Millionen Euro an den FC Porto. Villas-Boas war bereits von 2004 bis 2007 im Trainerstab von JosĂ© Mourinho fĂŒr den FC Chelsea tĂ€tig.

Stamford Bridge

FĂŒr mehr Informationen siehe Stamford Bridge

Der West Stand der Stamford Bridge

Die Heimspiele trĂ€gt der FC Chelsea seit der GrĂŒndung im Stadion Stamford Bridge aus, das entgegen landlĂ€ufiger Meinung nicht im Stadtteil Chelsea, sondern in Fulham liegt. Ebenso wenig gibt es eine BrĂŒcke namens „Stamford Bridge“, an der das Stadion gelegen ist, der Name ist vermutlich eine Mischung aus der Sanford Bridge, der Stanbridge und der Schlacht von Stamford Bridge, die genaue Herkunft kann mittlerweile nicht mehr geklĂ€rt werden.[88] Unter AnhĂ€ngern des Clubs ist auch einfach nur The Bridge als Bezeichnung ĂŒblich.

Bild vom West Stand aus Richtung NordtribĂŒne

Das Stadion wurde am 28. April 1877 eröffnet, war bis zur GrĂŒndung des FC Chelsea aber nicht fĂŒr die Austragung von Fußballspielen ausgelegt. Erst durch die Ausweitung des GrundstĂŒcks auf 51.000 mÂČ war genug Raum vorhanden um einen Fußballplatz anzulegen.[88] Zu Beginn fasste das Stadion rund 100.000 Besucher,[88] durch verschiedene Umbauarbeiten und das Verbot von StehplĂ€tzen nach der Heysel-Katastrophe liegt die heutige maximale Besucherzahl bei 42.055.[96]

Die in den 1930er Jahren errichtete SĂŒdtribĂŒne war insbesondere wĂ€hrend der 1960er, 70er und 80er Jahre der Ort, an dem sich die treuesten und lautesten Fans einfanden und wurde als das „Shed End“ bekannt. Der Name rĂŒhrt vermutlich von der Überdachung mit Wellblech her, wodurch die TribĂŒne von außen wie ein großer Schuppen aussah (engl. shed: der Schuppen).[88] Nach dem Abriss des alten Shed Ends 1994 und den Umbauarbeiten in den 1990ern hat sich das Gros der langjĂ€hrigen AnhĂ€nger auf die NordtribĂŒne verlagert, die nach dem Tod des VizeprĂ€sidenten Matthew Harding in Matthew Harding Stand umbenannt wurde.[44] Mittlerweile laufen jedoch verschiedene Kampagnen wie Return to the Shed, die das Shed End wieder zur Hochburg der Chelseafans aufleben lassen sollen.[97]

WĂ€hrend der 1970er begannen Bauarbeiten am East Stand, die die Finanzen des Clubs ĂŒber die Maße belasteten und fast den Bankrott nach sich gezogen hĂ€tten. Teile des GrundstĂŒcks wurden als Konsequenz verkauft und es folgte ein langer Rechtsstreit mit den neuen EigentĂŒmern, bis jene zahlungsunfĂ€hig wurden und sich das Stadion wieder komplett im Clubbesitz befand.

Westeingang

1997 ĂŒbernahmen die Chelsea Pitch Owners, eine Organisation von Fans, das Stadion, die Namensrechte des Clubs und das GrundstĂŒck, um sicherzustellen, dass es nicht noch einmal an externe Firmen verkauft werden kann.[43] Aufgrund des Namensrechts, das mit dem Stadion verbunden ist, darf sich der Club nur solange Chelsea Football Club nennen, wie die Heimspiele auf dem GrundstĂŒck der Stamford Bridge ausgetragen werden.

Die letzten Umbauarbeiten an Nord-, SĂŒd- und WesttribĂŒne wurden 2001 beendet, gleichwohl gibt es PlĂ€ne, die KapazitĂ€t auf ĂŒber 60.000 SitzplĂ€tze aufzustocken.[98] Die NĂ€he zu zwei Eisenbahnlinien sowie einer Hauptverkehrsstraße machen einen Ausbau jedoch so gut wie unmöglich, da das gesamte GrundstĂŒck bereits bebaut ist. Daher gab es immer wieder Vermutungen ĂŒber einen möglichen Umzug des Clubs, die jedoch dementiert wurden.[99]

Um das Stadion herumgebaut ist das Chelsea Village of football, eine Art Ummantelung des gesamten Platzes mit BĂŒrogebĂ€uden, WohnhĂ€usern und Hotels.

Vereinswappen

Das GrĂŒndungsemblem von (1905–1952)
Ted Drakes Version (1952–1986)
Logo zum 100-jÀhrigen Vereinsbestehen im Jahr 2005

In den mehr als 100 Jahren Clubgeschichte hatte der FC Chelsea vier Embleme und verschiedene Abwandlungen von diesen. Das GrĂŒndungsemblem von 1905 zeigt einen Chelsea Pensioner und ist umrandet von den Worten „The Chelsea Football Club“. Als Chelsea Pensioners bezeichnet man ehemalige Soldaten, die aufgrund von Verwundungen oder hohen Alters aus dem Dienst geschieden sind und ihren Lebensabend im Royal Hospital Chelsea verbringen. Das Emblem hielt sich bis in die FĂŒnfziger Jahre des 20. Jahrhunderts, wurde jedoch nie auf den Trikots abgebildet.[100]

Als Ted Drake 1952 als Trainer verpflichtet wurde, bestand er darauf, dass der PensionĂ€r durch ein neues Wappen ersetzt wurde. Bis das neue Emblem jedoch fertig entworfen war, wurde eine schlichte Übergangslösung gesucht, die mit Beginn der Saison 1953/54 abgesetzt wurde. Das neue Emblem zeigte nun einen blauen Löwen, rĂŒckwĂ€rts blickend, mit einem Stab in den Pfoten. Der Rand des Logos ist mit FußbĂ€llen und Rosen verziert. Der Löwe war dem Wappen des Grafen Cadogan entnommen, der damals PrĂ€sident des Clubs war, der Stab verweist auf den Abt von Westminster, in dessen ZustĂ€ndigkeitsbereich auch Chelsea fiel. Die Rosen sind Nationalsymbol Englands.[101]

Emblem von 1986 bis 2005

Dieses Emblem war das erste, das auch auf die Trikots aufgestickt wurde. Es existierte bis 1986, als der neue Manager John Hollins als Zeichen der Modernisierung auch das Clublogo Ă€nderte. Der Hintergrund wurde in ein etwas helleres Blau getaucht und der Löwe naturgetreuer dargestellt. In der Mitte befanden sich die Buchstaben CFC, auf die sich der Löwe stĂŒtzte. Dieses Design hielt sich fĂŒr 19 Jahre, war bei den Fans jedoch weit weniger beliebt.[100]

Zu Beginn der JubilĂ€umssaison 2005/06 Ă€nderte die ClubfĂŒhrung das Emblem zum bisher letzten Mal, das jetzige Layout orientiert sich an dem Ted Drakes. Der blaue Löwe kehrte in die Mitte des Emblems zurĂŒck und hielt wie in den FĂŒnfzigern wieder den Stab zwischen den Pfoten. Zum hundertjĂ€hrigen Bestehen des Vereins waren die Rosen und FußbĂ€lle in Gold gehalten, nach Ende der Spielzeit 2005/06 wurden sie rot eingefĂ€rbt.

Fans und AnhÀnger

Chelseafans bei einem Heimspiel

Chelsea belegt in England Platz 5 der durchschnittlichen Besucherzahlen,[102] es kommen regelmĂ€ĂŸig mehr als 40.000 Fans zu den Heimspielen.[103] Die Zuschauer kommen zumeist aus den Arbeitervierteln Hammersmith und Battersea sowie aus den wohlhabenderen Gegenden in Chelsea und Kensington. Der Club selbst beziffert die Zahl der AnhĂ€nger im Vereinigten Königreich auf etwa vier Millionen.[104]

Neben den ĂŒblichen englischen FangesĂ€ngen wie Who ate all the pies gibt es eine Reihe von ChelseafangesĂ€ngen. Zu diesen zĂ€hlen Carefree, Blue is the Colour, Keep the Blue Flag Flying High, We all Follow the Chelsea (zur Melodie von Land of Hope and Glory), Ten Men Went to Mow sowie Celery. Celery wird hĂ€ufig bei Siegen gesungen, dabei wurden bis vor kurzem auch Selleriestangen auf den Platz geworfen. Die ClubfĂŒhrung untersagte dies jedoch im MĂ€rz 2007.[105]

Chelsea hat keine klassischen RivalitĂ€ten wie Liverpool und Everton, obwohl sich Reibereien bei derzeit 5 Premier League Clubs aus London nicht ganz vermeiden lassen. Eine Umfrage ergab, dass die Fans Arsenal, Tottenham und Manchester United (in dieser Reihenfolge) als ihre grĂ¶ĂŸten Rivalen betrachten.[106] Ein weitaus schlechteres VerhĂ€ltnis hat Chelsea zu Leeds United, das auf mehrere Spiele in den 1960er und 70ern zurĂŒckgeht, insbesondere auf das FA Cup Finale 1970. Da Leeds United jedoch nicht mehr mit Chelsea in einer Liga spielt, ist diese RivalitĂ€t in den Hintergrund getreten. In jĂŒngster Zeit entwickelt sich ein Konkurrenzkampf zwischen Chelsea und Liverpool, da sich diese beiden Teams in nur drei Jahren (seit 2004) 15 Mal gegenĂŒberstanden. Hierbei dominierte Chelsea die meisten Ligaspiele, wĂ€hrend Liverpool sich in den Pokalwettbewerben fast immer durchsetzte.[107]

International ist der FC Barcelona Chelseas grĂ¶ĂŸter Rivale, seit 2000 spielten beide in fĂŒnf Spielzeiten zehn Mal gegeneinander in der Champions League; einmal in der Vorrunde und vier Mal in den K.O.-Runden. Dabei schied einmal Barcelona (2004/05) und viermal Chelsea (1999/2000); (2005/06); (2006/07); (2008/09) aus.

WĂ€hrend der 1970er und 80er Jahre gerieten Club und AnhĂ€nger aufgrund von Problemen mit Hooligans, den Chelsea Headhunters in Verruf. Zusammen mit den Hooliganvereinigungen anderer Clubs, besonders mit der Inter City Firm (West Ham United), den Millwall Bushwackers (FC Millwall) und den Salford Reds (Manchester United) galten sie als aggressivste und gefĂ€hrlichste Verbindung.[108] Außerdem standen die Headhunters mit Neonazigruppen wie Combat 18 und der British National Party in Verbindung.[109] Aufgrund der Gewalttaten gab es Überlegungen ElektrozĂ€une entlang des Felds aufzustellen, die jedoch abgelehnt wurden,[110] so dass nur jeweils hinter den Toren normale ZĂ€une aufgestellt wurden.[30] Seit den 1990er Jahren sind die ZwischenfĂ€lle wĂ€hrend der Spiele deutlich zurĂŒckgegangen, hauptsĂ€chlich aufgrund von mehr Kontrollen, VideoĂŒberwachung und dem Verbot von StehplĂ€tzen.[111]

Trikots und AusrĂŒster

Das erste Heimtrikot, getragen von 1905 bis 1912

Seit der GrĂŒndung haben die Spieler des FC Chelsea stets blaue Trikots zu Heimspielen getragen, dazu am Anfang weiße Shorts und dunkelblaue Stutzen. Das Trikot selbst war am Anfang hellblau und an die Bekleidung des Grafen Cadogan zu Pferderennen angelehnt. Diese Kombination hielt sich nur kurz, bereits 1912 wurde das Trikot durch eines in Königsblau ersetzt.[112] Trainer Tommy Docherty ersetzte 1964/65 die weißen Shorts durch blaue und fĂŒgte weiße Stutzen hinzu. Seiner Ansicht nach war diese Kombination besser geeignet, da sie zu der Zeit von keinem anderen großen Club genutzt wurde und somit einzigartig war.[113]

AuswĂ€rts trĂ€gt Chelsea traditionell gelb oder weiß, dabei gab es jedoch ĂŒber die Jahre auch Ausnahmen. Beispielsweise war das erste AuswĂ€rtstrikot schwarz-weiß gestreift, zum FA Cup Halbfinale 1966 trugen die Spieler eine blau-schwarz gestreifte Kombination, die an die Trikots von Inter Mailand erinnerte.[114] Weitere Variationen waren mintgrĂŒn wĂ€hrend der 80er Jahre, rot-weiß kariert in den frĂŒhen 90ern sowie grau-orangerot Mitte der 1990er Jahre.[115] Zur Saison 2007/08 ist das AuswĂ€rtstrikot in neongelb gehalten, eine Farbe, die Clubbesitzer Roman Abramowitsch gewĂ€hlt hatte, da ihm die grellen AuswĂ€rtstrikots des FC Barcelona gefielen.[116] Dazu tragen die Spieler schwarze Shorts und schwarze Socken; falls sich diese Kombination mit dem gegnerischen Team ĂŒberschneiden sollte, werden die Shorts und Socken ebenfalls gegen neongelbe ausgetauscht. Das Emblem ist auf den AuswĂ€rtstrikots gleichfalls in schwarz und neongelb gehalten.

Derzeit wird die Spielerbekleidung von Adidas hergestellt, obwohl eigentlich ein Vertrag mit Umbro bestand, der bis 2011 gegolten hĂ€tte. Der Club kaufte sich jedoch fĂŒr rund 36 Millionen Euro aus dem Deal, GrĂŒnde hierfĂŒr wurden weder von Umbro noch von Chelsea genannt.[117] 1983 schloss Chelsea den ersten Werbevertrag mit Gulf Air ab, die ihren Schriftzug auf den Trikots platzierten. Es folgten Commodore International (1989–1995), Coors Beer (1995–1997), Autoglass (1997–2001) und die Emirates Airline (2001–2005). Derzeit wirbt Samsung auf den Shirts.

Chelsea in der Popkultur

Bereits 1930 war der Club Teil des Fußballfilms The Great Game,[118] hierbei spielte Jack Cock, selbst einst Spieler der Blauen, die Hauptrolle. Mehrere Szenen wurden an der Stamford Bridge gefilmt und auch Spieler des Clubs hatten Auftritte, unter ihnen Andrew Wilson, George Mills und Sam Millington.[119] In The Football Factory, ein Film ĂŒber verschiedene Hooliganvereinigungen in England, spielen die Chelsea Headhunters eine wichtige Rolle.[120] 2007 war der Club erneut Teil in einem Film, diesmal in Jhoom Barbar Jhoom, einem Bollywoodfilm.[121]

Bis in die 50er Jahre hinein gab der ausbleibende Erfolg hĂ€ufig Vorlagen fĂŒr Comedians wie George Robey und Norman Long, die mit ihren Parodien in VarietĂ©s auftraten. Long schrieb 1933 sogar ein Lied mit dem Titel On The Day That Chelsea Went and Won The Cup (dt. Von dem Tag, an dem Chelsea den Pokal gewann), das eine Reihe von bizarren, fiktiven Ereignissen beschreibt, an dem Tag, an dem Chelsea jemals einen Wettbewerb gewinnen wĂŒrde.

Das Lied Blue is the Colour wurde 1972 vor dem League Cup Finale als Single veröffentlicht. Das von den Spielern selbst eingesungene Lied erreichte Platz 5 der UK Top 40.[122] 1997 nahmen die Spieler zusammen mit Suggs einen weiteren Song auf, diesmal Blue Day, der vor dem Endspiel des FA Cups veröffentlicht wurde und Platz 22 belegte.[123] Bryan Adams, selbst Fan des FC Chelsea, widmete das Lied We’re Gonna Win aus seinem Album 18 Til I Die den Blues.

Kritik an der Übernahme

Seit der Übernahme des Clubs durch Roman Abramowitsch 2003 ist das Medieninteresse am FC Chelsea stark gestiegen. Obwohl auch die sportlichen Leistungen oft fĂŒr Schlagzeilen sorgen, stehen hĂ€ufiger Spielertransfers und deren Finanzierung im Mittelpunkt. Dabei gehen die Meinungen auseinander: Einerseits macht es den Fußball an der Stamford Bridge attraktiver, wenn Topspieler verpflichtet werden, auf der anderen Seite ist der Club von Abramowitschs UnterstĂŒtzung abhĂ€ngig. Beispielsweise machte der Verein 2006 rund 80 Millionen Pfund Verlust;[67] angesichts solcher Summen ist es unwahrscheinlich, dass Chelsea innerhalb der nĂ€chsten Jahre rentabel wirtschaften und weiterhin Spitzenspieler verpflichten kann. Abramowitschs Engagement selbst ist ebenfalls hĂ€ufig Anlass zu Diskussionen, dabei spielt auch die Herkunft seines Vermögens eine Rolle. So soll er nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1992 an der illegalen Umleitung von 55 Eisenbahnwagons mit Dieselöl nach Lettland beteiligt gewesen sein, was ihm angeblich ein Startkapital von 5.000 Tonnen Dieselöl einbrachte.[124] Trotz Nachforschung und Untersuchungshaft wurde jedoch nie Anklage erhoben, da es keine Beweise fĂŒr eine Involvierung Abramowitschs gibt.[98]

Wohl am hĂ€ufigsten wird der Club mit dem Vorwurf konfrontiert, „den Erfolg gekauft“ und sich nicht selbst erarbeitet zu haben. Obgleich der direkte Zusammenhang zwischen den SpielerkĂ€ufen und dem doppelten Meisterschaftsgewinn 2005 und 2006 offensichtlich ist, muss dabei relativierend angefĂŒhrt werden, dass es im Fußball gĂ€ngige Praxis ist, Spieler von anderen Clubs abzuwerben, um das eigene Team zu stĂ€rken. Auch hatte Chelsea bereits vor der Übernahme Titel gewonnen und war dauerhaft in der Premier League vertreten. Daher ist der tiefer liegende Grund der Kritik die finanzielle Zuwendung Abramowitschs, die es Chelsea ermöglicht, Rekordsummen auszugeben, ohne diese vorher eigenstĂ€ndig zu erwirtschaften. In der Vergangenheit schlugen zwar mehrere Spieler ein Angebot der Londoner aus (unter Anderen Steven Gerrard [125] und Adriano [126]), dennoch kann sich der Trainer auf eine große Zahl von international bekannten Fußballern stĂŒtzen, darunter 23 Nationalspieler, die zusammen einen Marktwert von mehr als 400 Millionen Euro haben.[127] Durch diese Zahlen fĂŒhlen sich viele Kritiker des Clubs bestĂ€tigt, sie monieren, dass Chelsea den Fußball zum GeschĂ€ft gemacht hat und andere Vereine in doppelter Weise schĂ€digt. Zum einen können die Londoner Konkurrenten im Rennen um einen bestimmten Spieler durch ein höheres Gebot ausstechen, zum anderen können wichtige Spieler von anderen Vereinen weggelotst werden.

Es gibt jedoch auch BefĂŒrworter von Chelseas Transferpolitik. Ihrer Ansicht nach wird die Premier League spannender und attraktiver (bis 2003 gewannen nur drei Clubs die Meisterschaft, davon allein acht Mal Manchester United) und die Investitionen des Clubs in den englischen Fußball seien von Vorteil fĂŒr alle (Von den ersten 37 Millionen Pfund, die seit der Übernahme ausgegeben wurden, flossen 30 Millionen in britische Clubs).[128] Diese Ansicht teilt auch der ehemalige West Ham United Trainer Alan Pardew, der im Sommer 2003 Joe Cole und Glen Johnson an Chelsea verkaufte: „Eines der wirklich großen Probleme in den letzten sechs Jahren war, dass das Geld fĂŒr Spielertransfers an auslĂ€ndische Clubs ging, und nie wieder gesehen wurde. Abramowitschs Geld jedoch ist zu uns gekommen. Wir haben es auf dem britischen Markt investiert und so verteilt sich das Geld.“[129]

Preise und TrophÀen

Trainer

Zeitraum Trainer TrophÀen
1905–1906 SchottlandSchottland John Tait Robertson
1906–1907 EnglandEngland William Lewis
1907–1933 SchottlandSchottland David Calderhead
1933–1939 EnglandEngland Leslie Knighton
1933–1952 SchottlandSchottland William Birrell
1952–1961 EnglandEngland Ted Drake Meister First Division, Charity Shield
1962–1967 SchottlandSchottland Tommy Docherty League Cup
1967–1974 EnglandEngland Dave Sexton Europapokal der Pokalsieger, FA Cup
1974–1975 EnglandEngland Ron Suart
1975–1977 SchottlandSchottland Eddie McCreadie
1977–1978 EnglandEngland Ken Shellito
1978–1979 NordirlandNordirland Danny Blanchflower
1979–1981 EnglandEngland Geoff Hurst
1981−1985 EnglandEngland John Neal Meister Second Division
1985−1988 EnglandEngland John Hollins Full Members Cup
1988−1991 EnglandEngland Bobby Campbell Meister Second Division, Full Members Cup
1991−1993 SchottlandSchottland Ian Porterfield
1993 EnglandEngland David Webb
1993−1996 EnglandEngland Glenn Hoddle
1996−1998 NiederlandeNiederlande Ruud Gullit FA Cup
1998−2000 ItalienItalien Gianluca Vialli League Cup, Europapokal der Pokalsieger, UEFA Super Cup, FA Cup, Charity Shield
2000−2004 ItalienItalien Claudio Ranieri
2004−2007 PortugalPortugal JosĂ© Mourinho 2 × Meister Premier League, FA Cup, 2 × League Cup, Community Shield
2007−2008 IsraelIsrael Avram Grant
2008–2009 BrasilienBrasilien Luiz Felipe Scolari
2009 NiederlandeNiederlande Guus Hiddink FA Cup
2009−2011 ItalienItalien Carlo Ancelotti Community Shield, Meister Premier League, FA Cup
2011- PortugalPortugal André Villas-Boas

Chelsea Player of the Year

Der Chelsea Player of the Year Award ist eine Auszeichnung fĂŒr Spieler des Clubs, die einmal jĂ€hrlich verliehen wird. Dabei stimmen die AnhĂ€nger des Vereins ĂŒber den Sieger ab, der die Ehrung bei einem Festessen entgegen nimmt. Die bisherigen Gewinner sind:

Jahr Gewinner
1967 EnglandEngland Peter Bonetti
1968 SchottlandSchottland Charlie Cooke
1969 EnglandEngland David Webb
1970 EnglandEngland John Hollins
1971 EnglandEngland John Hollins
1972 EnglandEngland David Webb
1973 EnglandEngland Peter Osgood
1974 EnglandEngland Gary Locke
1975 SchottlandSchottland Charlie Cooke
1976 EnglandEngland Ray Wilkins
 
Jahr Gewinner
1977 EnglandEngland Ray Wilkins
1978 EnglandEngland Micky Droy
1979 EnglandEngland Tommy Langley
1980 EnglandEngland Clive Walker
1981 JugoslawienJugoslawien Petar Borota
1982 EnglandEngland Mike Fillery
1983 WalesWales Joey Jones
1984 SchottlandSchottland Pat Nevin
1985 SchottlandSchottland David Speedie
1986 WalesWales Eddie Niedzwiecki
 
Jahr Gewinner
1987 SchottlandSchottland Pat Nevin
1988 EnglandEngland Tony Dorigo
1989 EnglandEngland Graham Roberts
1990 NiederlandeNiederlande Ken Monkou
1991 IrlandIrland Andy Townsend
1992 EnglandEngland Paul Elliott
1993 JamaikaJamaika Frank Sinclair
1994 SchottlandSchottland Steve Clarke
1995 NorwegenNorwegen Erland Johnsen
1996 NiederlandeNiederlande Ruud Gullit
 
Jahr Gewinner
1997 WalesWales Mark Hughes
1998 EnglandEngland Dennis Wise
1999 ItalienItalien Gianfranco Zola
2000 EnglandEngland Dennis Wise
2001 EnglandEngland John Terry
2002 ItalienItalien Carlo Cudicini
2003 ItalienItalien Gianfranco Zola
2004 EnglandEngland Frank Lampard
2005 EnglandEngland Frank Lampard
2006 EnglandEngland John Terry
 
Jahr Gewinner
2007 GhanaGhana Michael Essien
2008 EnglandEngland Joe Cole
2009 EnglandEngland Frank Lampard
2010 ElfenbeinkĂŒsteElfenbeinkĂŒste Didier Drogba
2011 TschechienTschechien Petr Cech

Aktueller Kader (Saison 2011/12)

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
1 Petr Čech TschechienTschechien 20.05.1982
22 Ross Turnbull EnglandEngland 04.01.1985
40 HilĂĄrio PortugalPortugal 21.10.1975
2 Branislav Ivanović SerbienSerbien 22.02.1984
3 Ashley Cole EnglandEngland 20.12.1980
4 David Luiz BrasilienBrasilien 22.04.1987
17 José Bosingwa PortugalPortugal 24.08.1982
19 Paulo Ferreira PortugalPortugal 18.01.1979
26 John Terry (C)KapitÀn der Mannschaft EnglandEngland 07.12.1980
33 Alex BrasilienBrasilien 17.06.1982
34 Ryan Bertrand EnglandEngland 05.08.1989
5 Michael Essien GhanaGhana 03.12.1982
6 Oriol Romeu SpanienSpanien 24.09.1991
7 Ramires BrasilienBrasilien 24.03.1987
8 Frank Lampard EnglandEngland 20.06.1978
10 Juan Mata SpanienSpanien 28.04.1988
12 John Obi Mikel NigeriaNigeria 22.04.1987
15 Florent Malouda FrankreichFrankreich 13.06.1980
16 Raul Meireles PortugalPortugal 17.03.1983
20 Josh McEachran EnglandEngland 01.03.1993
9 Fernando Torres SpanienSpanien 20.03.1984
11 Didier Drogba ElfenbeinkĂŒsteElfenbeinkĂŒste 11.03.1978
18 Romelu Lukaku BelgienBelgien 13.05.1993
21 Salomon Kalou ElfenbeinkĂŒsteElfenbeinkĂŒste 05.08.1985
23 Daniel Sturridge EnglandEngland 01.09.1989
39 Nicolas Anelka FrankreichFrankreich 14.03.1979

Verliehene Spieler

Jugendarbeit

Chelsea investierte in den letzten Jahren intensiv in die Jugendarbeit, die sogenannte Academy. Fast alle Spieler im Profikader wurden von anderen Klubs abgeworben, so dass es dem Verein an eigenem Nachwuchs in der Mannschaft fehlt. Um diesem Problem entgegen zu treten, suchen mehrere Scouts nach jungen Talenten fĂŒr die Academy. Bekannte Spieler aus dem Jugendprogramm sind beispielsweise John Terry, Robert Huth und Mikael Forssell. Durch die frĂŒhe Bindung an den Club erhofft sich der Verein loyale Spieler, die sich noch stĂ€rker mit ihrem Team identifizieren. Außerdem sollen sich mehr und mehr Spieler in der A-Mannschaft durchsetzen und so die Transferkosten auf ein normales Maß drĂŒcken.

Neben dem Jugendteam gibt es die Reserves, die der zweiten Mannschaft im deutschen Fußball entsprechen. In dieser Mannschaft sind jene Spieler untergebracht, die dem Jugendprogramm entwachsen sind, jedoch noch nicht in die A-Mannschaft kommen sowie Spieler aus dem Profikader, die nach einer Verletzung wieder Praxis brauchen. Das Reserveteam spielt derzeit in der Premier Reserve League, Southern Division. Bisher haben die jungen Spieler in der Reserve League noch keinen Titel gewonnen. Sie werden von Steve Holland trainiert. Von 2007 bis 2010 trugen sie ihre Heimspiele im Stadion Griffin Park des FC Brentford aus. Seit 2010 tragen sie ihre Heimspiele entweder auf dem vereinseigenen TrainingsgelĂ€nde in Cobham oder an der Stamford Bridge aus.

Aktueller Kader (Reserves Saison 2011/12)

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Matej Delač Kroate
Rhys Taylor Waliser
Nathaniel Chalobah EnglÀnder
Aziz Deen-Conteh EnglÀnder
Rohan Ince EnglÀnder
Carl Magnay Nordire EnglÀnder
Daniel Pappoe Ghanaer
Billy Clifford EnglÀnder
Aliu DjalĂł Portugiese
Jacob Mellis EnglÀnder
Michael Woods EnglÀnder
Marko Mitrović Schwede
Adam Phillip EnglÀnder

Verliehene Spieler

Chelsea Ladies

Chelsea Ladies Football Club (kurz: Chelsea Ladies) ist die Frauenfußballabteilung des FC Chelsea. Die Mannschaft spielt seit 2005 in der FA Women’s Premier League, der höchsten Spielklasse des Frauenfußballs in England. Ab MĂ€rz 2011 wird der Verein als eines von acht GrĂŒndungsmitgliedern am Spielbetrieb der neuen FA Women's Super League teilnehmen. Das Team wird von Matt Beard trainiert, der die Trainerpflichten in der Saison 2009/10 von Spielertrainerin Casey Stoney ĂŒbernahm. Ihre Heimspiele tragen die Ladies im Stadion Imber Court aus.

Preise und Auszeichnungen

3 × Surrey County Football County Cup: 2003, 2004, 2007

Aktueller Kader

TorhĂŒter
  • EnglĂ€nderin Emily Morphitis
Abwehr
  • EnglĂ€nderin Casey Stoney
  • EnglĂ€nderin Sophie Perry
  • EnglĂ€nderin Emma Delves
  • EnglĂ€nderin Kylie Davies
  • EnglĂ€nderin Shelby Hills
  • EnglĂ€nderin Eartha Pond
  • EnglĂ€nderin Claire Rafferty
Mittelfeld
  • EnglĂ€nderin Lauren Cooper (KapitĂ€n)
  • EnglĂ€nderin Kirsty Barton
  • EnglĂ€nderin Faye Rabson
  • EnglĂ€nderin Danielle Buet
  • EnglĂ€nderin Drew Spencer
Angriff
  • EnglĂ€nderin Ann-Marie Heatherson
  • EnglĂ€nderin Dunia Susi
  • EnglĂ€nderin Rebecca Jane
  • EnglĂ€nderin Emma Whitter
  • EnglĂ€nderin Sarah Kempson
  • EnglĂ€nderin Katy Ling
  • EnglĂ€nderin Cherrelle Albert
  • Irin Stef Curtis

Chelsea TV

Chelsea TV ist ein vom Fußballklub betriebener Fernsehkanal, auf dem neben allen Chelsea-Spielen der Premier League (zeitversetzt) unter anderem auch bedeutende Spiele der Vergangenheit, Interviews, aktuelle Chelsea-Nachrichten und Reportagen gesendet werden. Verbreitet wird der Kanal ĂŒber Bezahlfernseh-Anbieter mehrerer LĂ€nder auf der ganzen Welt. Voraussetzung fĂŒr den Empfang ist daher ein bestehendes Abonnement bei einem entsprechenden Anbieter sowie eine Zubuchung des Senders gegen Aufpreis. FĂŒr den deutschsprachigen Raum gibt es dafĂŒr kein Angebot (Stand: August 2007). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist nur Chelsea TV Online verfĂŒgbar, das Internet-TV-Angebot des Vereins. Allerdings werden hier lediglich die Höhepunkte der Spiele als einzelne Videos angeboten statt des gesamten Spiels. Ansonsten unterscheidet sich das Angebot wenig von Chelsea TV.

Statistiken und Rekorde

Tabellenplatzierungen zwischen 1906 und 1939 (First und Second Division)
Tabellenplatzierungen zwischen 1947 und 1992 (First und Second Division)
Tabellenplatzierungen zwischen 1993 und 2011 (Premier League)

Vereinsstatistiken

Siege

  • Die meisten Meisterschaftssiege in einer Saison – 29 in 38 Spielen, Premier League, Saison 2004/05 und Saison 2005/06
  • Die wenigsten Meisterschaftssiege in einer Saison – 5 in 42 Spielen, First Division, Saison 1978/79

Niederlagen

  • Die meisten Meisterschaftsniederlagen – 27 in 42 Spielen, First Division, Saison 1978/79
  • Die wenigsten Meisterschaftsniederlagen – 1 in 38 Spielen, Premier League Saison 2004/05

Tore

  • Die meisten in einer Meisterschaftssaison erzielten Tore – 103 in 38 Spielen, Premier League, Saison 2009/10
  • Die wenigsten in einer Meisterschaftssaison erzielten Tore – 31 in 42 Spielen, First Division, Saison 1923/1924
  • Die meisten Gegentore in einer Saison – 100 in 42 Spielen, First Division, Saison 1960/61
  • Die wenigsten Gegentore in einer Saison – 15 in 38 Spielen, Premier League, Saison 2004/05

Punkte

  • Die meisten Punkte in einer Saison (2 pro Sieg) – 57 in 38 Spielen, Second Division, Saison 1906/07
  • Die wenigsten Punkte in einer Saison (2 pro Sieg) – 20 in 42 Spielen, First Division, Saison 1978/79
  • Die meisten Punkte in einer Saison (3 pro Sieg) – 99 in 42 Spielen, Second Division, Saison 1988/89
  • Die wenigsten Punkte in einer Saison (3 pro Sieg) – 42 in 42 Spielen, First Division, Saison 1987/88

Spiele

DebĂŒts
  • Erstes Spiel – Meisterschaftsspiel gegen Stockport County, Second Division, 1. September 1905 (0:1)
  • Erstes FA-Cup-Spiel – erste Qualifikationsrunde gegen First Grenadier Guards, 7. Oktober 1905 (6:1)
  • Erstes FA-Cup-Hauptrundenspiel – Erstrundenspiel gegen Lincoln City, 12. Januar 1907 (2:2)
  • Erstes Ligapokalspiel – gegen FC Millwall, 10. Oktober 1960 (7:1)
  • Erstes Europapokalspiel – gegen BK Frem, Fairs Cup, 30. September 1958 (3:1)
  • Erstes Champions League Spiel – gegen Skonto Riga, Dritte Qualifikationsrunde, 11. August 1999 (3:0)
Rekordsiege
Rekordniederlagen
Remis–Rekorde
  • Das torreichste Unentschieden – 5:5 gegen West Ham United, First Division, 17. Dezember 1966
  • Die meisten Unentschieden in einer Saison (Meisterschaft) – 18 in 42 Spielen, First Division, 1922/23
  • Die wenigsten Unentschieden in einer Saison (Meisterschaft) – 3 in 38 Spielen, Premier League, 1997/98

Serien

Siege
  • Serie gewonnener Spiele (Meisterschaft) – 10, 19. November 2005 – 15. Januar 2006
  • Serie gewonnener AuswĂ€rtsspiele (Meisterschaft) – 11 (1. MĂ€rz 2008 bis 6. Dezember 2008; Rekord im englischen Profifußball)[130]
  • Serie ohne einen Meisterschaftssieg – 21, 3. November 1987 bis 2. April 1988
Remis
  • Serie von Unentschieden in Meisterschaftsspielen – 6, 20. August 1969 bis 13. September 1969
Niederlagen
  • Serie verlorener Ligaspiele – 7, 1. November 1952 bis 20. Dezember 1952
Spiele ohne Niederlage
  • Serie ungeschlagener Meisterschaftsspiele – 40, 23. Oktober 2004 bis 29. Oktober 2005
  • Serie ungeschlagener Meisterschafts–Heimspiele – 86 (20. MĂ€rz 2004 bis 26. Oktober 2008; Rekord im englischen Profifußball)[131]
Tore
  • Serie von Meisterschaftsspielen ohne Gegentor – 10, 18. Dezember 2004 – 12. Februar 2005

Zuschauerrekorde

  • Höchste Zuschauerzahl bei einem Heimspiel – 100.000 (geschĂ€tzt) gegen Dynamo Moskau, 13. November 1945
  • Höchste Zuschauerzahl bei einem Meisterschaftsheimspiel – 82.905 (gegen Arsenal), 12. Oktober 1935 (Rekord an der Stamford Bridge)[11]

Spielerstatistiken

Frank Lampard ist der Spieler mit den meisten EinsÀtzen und Toren im derzeitigen Kader

Spieler mit den meisten EinsÀtzen

Stand: 22. Mai 2011 (nur offizielle WettkĂ€mpfe):

Name Aktive Zeit Spiele
1 Ron Harris 1961–1980 795
2 Peter Bonetti 1959–1979 729
3 John Hollins 1963–1975 & 1983/84 592
4 Frank Lampard [132] 2001– 507
5 John Terry [132] 1998– 501
6 Dennis Wise 1990–2001 445
7 Steve Clarke 1987–1998 421
8 Kerry Dixon 1983–1992 420
9 Eddie McCreadie 1962–1974 410
10 John Bumstead 1976–1991 409
11 Ken Armstrong 1946–1957 402
12 Peter Osgood 1964–1974 & 1978/79 380
13 Charlie Cooke 1966–1972 & 1974–1978 373
14 George Smith 1921–1932 370
= Bobby Tambling 1958–1970 370
16 Roy Bentley 1948–1956 367
17 John Harris 1945–1956 364
18 Harold Miller 1923–1939 363
19 Frank Blunstone 1953–1964 347
20 Colin Pates 1979–1988 346
21 Marvin Hinton 1963–1976 344
22 Peter Houseman 1962–1975 343
23 Jack Harrow 1911–1926 333
24 Tommy Law 1925–1939 319
25 Gary Locke 1972–1982 317
26 Micky Droy 1970–1985 313
27 Graeme Le Saux 1987–1993 & 1997–2003 312
= Gianfranco Zola 1996–2003 312
29 Jackie Crawford 1923–1934 308
30 Bobby McNeill 1914–1927 307

Spieler mit den meisten Toren

Stand: 22. Mai 2011 (nur offizielle WettkĂ€mpfe):

Name Aktive Zeit Tore Spiele Tore pro Spiel
1 Bobby Tambling 1959–1970 202 370 0,55
2 Kerry Dixon 1983–1992 193 420 0,46
3 Frank Lampard [132] 2001– 170 507 0,34
4 Roy Bentley 1948–1956 150 367 0,41
= Peter Osgood 1964–1974 & 1978/79 150 380 0,39
6 Didier Drogba [132] 2004– 145 305 0,48
7 Jimmy Greaves 1957–1961 132 169 0,78
8 George Mills 1929–1943 123 239 0,51
9 George Hilsdon 1906–1912 107 164 0,65
10 Barry Bridges 1958–1966 93 205 0,45
11 Tommy Baldwin 1966–1974 92 239 0,38
12 Jimmy Floyd Hasselbaink 2000–2004 87 177 0,49
13 Hughie Gallacher 1930–1934 81 144 0,56
14 Bob Whittingham 1909–1919 80 129 0,62
= Gianfranco Zola 1996–2003 80 312 0,26
16 Eidur Gudjohnsen 2000–2006 78 263 0,30
17 Dennis Wise 1990–2001 76 445 0,17
18 Ron Tindall 1953–1961 69 174 0,40
19 John McNichol 1952–1958 66 202 0,46
20 Clive Walker 1975–1984 65 224 0,29
= Dick Spence 1934–1950 65 246 0,26
22 David Speedie 1982–1987 64 205 0,31
= John Hollins 1963–1975 & 1983/84 64 592 0,11
24 Gordon Durie 1986–1991 63 153 0,41
25 Andy Wilson 1923–1931 62 253 0,25

Sonstige Rekordmarken von Spielern

LĂ€nderspiele

  • Rekordnationalspieler – Frank Lampard,[132] 83 EinsĂ€tze fĂŒr England wĂ€hrend seiner Zeit beim FC Chelsea (85 insgesamt, Stand 4. Juni 2011)
  • Erster englischer Nationalspieler – George Hilsdon, 16. Februar 1907
  • Erster Teilnehmer fĂŒr England an einer Fußballweltmeisterschaft – Roy Bentley, 25. Juni 1950 (WM 1950)

Weitere Rekorde

Neben den bereits genannten erzielte der Club noch weitere Rekorde im nationalen und internationalen Fußball. So sind die 29 Siege der Saison 2004/05 und die 25 Spiele ohne Gegentor aus der gleichen Saison Bestmarke in der Premier League.[133] Das 21:0 gegen UN KĂ€erjeng 97 nach Hin- und RĂŒckspiel bleibt Rekord im Europapokal der Pokalsieger.[134] Des Weiteren hĂ€lt Chelsea Rekorde fĂŒr verschiedene erstmalige Leistungen. So waren die Blues zusammen mit Arsenal die Ersten, die RĂŒckennummern im englischen Ligafußball nutzten, als sie am 25. August 1928 gegen Swansea Town spielten.[135] Chelsea war auch der erste englische Club, dessen Spieler per Flugzeug zum AuswĂ€rtsspiel anreisten (gegen Newcastle United am 19. April 1957)[136] und zusammen mit Gegner Stoke City das erste Team der ersten Liga, das ein Meisterschaftsspiel an einem Sonntag (dem 27. Januar 1974) austrug. Am 26. Dezember 1999 stellten die Londoner als erster britischer Club eine Mannschaft ohne einen einzigen Spieler aus dem Vereinigten Königreich auf.[51] Am 19. Mai 2007 gewannen die Spieler von JosĂ© Mourinho das erste FA Cup Finale im neuen Wembley-Stadion, nachdem Chelsea auch bereits das letzte Finale im alten Wembley-Stadion gewonnen hatte.[137]

Literatur

  • Rick Glanvill: Chelsea FC: The Official Biography – The Definitive Story of the First 100 Years.. Headline Book Publishing, 2006, ISBN 0-7553-1466-2.
  • Harry Harris: Chelsea’s Century. John Blake Publishing, 2005, ISBN 978-1844541102.
  • Brian Mears: Chelsea: Football Under the Blue Flag. Mainstream Publishing, Edinburgh 2002, ISBN 1-84018-658-5.

Weblinks

 Commons: FC Chelsea â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Fußnoten

  1. ↑ a b c d Stadium History
  2. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 120
  3. ↑ Chelsea 1906/07.
  4. ↑ a b c Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 121
  5. ↑ a b c Historical Stats
  6. ↑ Team History
  7. ↑ a b c d FA Cup History
  8. ↑ Football League 1932/33
  9. ↑ Football League 1933/34
  10. ↑ Football League 1938/39
  11. ↑ a b Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 309
  12. ↑ a b c d e f g h The 1940s, the 1950s and a Famous First Place
  13. ↑ Konstantin Beskov
  14. ↑ Football League 1950/51
  15. ↑ a b Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 84
  16. ↑ Football League 1952/53
  17. ↑ Football League 1953–1954
  18. ↑ a b Former Chelsea hard man
  19. ↑ Football League History
  20. ↑ Football League 1955/56
  21. ↑ CFC 4thegame.com History
  22. ↑ Football League 1963/64
  23. ↑ Chelsea in the League, FA Cup and History
  24. ↑ Rick Glanvill: Chelsea FC: The Official Biography, Hodder Headline, S. 234-44
  25. ↑ Football League 1964/65
  26. ↑ European Competitions 1965/66
  27. ↑ Football League 1966/67
  28. ↑ a b Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 232
  29. ↑ The Cup Kings of the King’s Road
  30. ↑ a b c Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 235
  31. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 236
  32. ↑ Football League 1982/83
  33. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 184
  34. ↑ Chelsea FC: 20 Goals A Season
  35. ↑ Football League 1984/85
  36. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 54
  37. ↑ FC Chelsea 1985/86
  38. ↑ David Speedie: answers.com
  39. ↑ Football League 1986/87
  40. ↑ Football League 1988/89
  41. ↑ Football League 1989/90
  42. ↑ UEFA Pokal 1990
  43. ↑ a b Chelsea Pitch Owners
  44. ↑ a b Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 237
  45. ↑ FA Cup Finale 1994
  46. ↑ UEFA Cup Winners’ Cup
  47. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 205
  48. ↑ Ruud shock for Gullit, city and fans
  49. ↑ UEFA Cup Winners’ Cup 1998
  50. ↑ Champions League 1999/2000
  51. ↑ a b Southampton 1 Chelsea 2
  52. ↑ FA Cup 1999/2000
  53. ↑ FA Cup Final 2002
  54. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 212
  55. ↑ Chelsea 4 Lazio 0
  56. ↑ FC Chelsea 2003/2004: Die Spiele
  57. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 208
  58. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 207
  59. ↑ a b Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 7
  60. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 6
  61. ↑ Bates sells off Chelsea
  62. ↑ Chelsea Blog
  63. ↑ Chelsea saviour arrived
  64. ↑ 204 Millionen Euro: Chelsea mit Rekordverlust
  65. ↑ We will cut spending
  66. ↑ Nonsense budget cuts
  67. ↑ a b FC Chelsea schreibt wieder Verlust
  68. ↑ „What Mourinho said“
  69. ↑ Petr Čech: Profile and Career History
  70. ↑ Premier League History
  71. ↑ Liverpool 2 Chelsea 3
  72. ↑ Rijkaard did approach Frisk
  73. ↑ Chelsea ref row escalates
  74. ↑ Chelsea 4 Barcelona 2
  75. ↑ Luis Garcías Tor auf Youtube.com
  76. ↑ Chelsea 18 Punkte vor Manchester
  77. ↑ Achtelfinale der CL 2005/06
  78. ↑ Chelsea 1 Liverpool 2
  79. ↑ Chelsea holt Schewtschenko
  80. ↑ Chelsea 2 Arsenal 1
  81. ↑ Chelsea 1 Manchester United 0
  82. ↑ UEFA Champions League 2006/07
  83. ↑ ErklĂ€rung des FC Chelsea vom 20. September 2007
  84. ↑ Interview mit Neil Warnock
  85. ↑ Offizielle Statistiken der UEFA
  86. ↑ Mitteilung des FC Chelsea
  87. ↑ Grant not good enough
  88. ↑ a b c d e Entlassung von Grant
  89. ↑ http://sport.ard.de/euro2008/news200806/11/scolari_chelsea.jsp
  90. ↑ Hiddink wird Chelsea-Coach
  91. ↑ [1]
  92. ↑ http://www.nw-news.de/sport/3120397_Transfer-Verbot_fuer_den_FC_Chelsea.html
  93. ↑ http://www.goal.com/de/news/835/premier-league/2010/02/04/1776254/fc-chelsea-freigesprochen-transfersperre-endg%C3%BCltig
  94. ↑ „Chelsea entlĂ€sst Trainer Ancelotti“, sport1.de vom 22. Mai 2011 (abgerufen am 22. Mai 2011).
  95. ↑ Villas-Boas als neuer Trainer des Chelsea FC ernannt 22. Juni 2011
  96. ↑ Stamford Bridge
  97. ↑ Return to the Shed Website
  98. ↑ a b Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing Ltd., S. 238
  99. ↑ Blues will stay at Stamford Bridge
  100. ↑ a b Club Badges
  101. ↑ National Flowers
  102. ↑ All Time League Attendance Records
  103. ↑ Top 30 Clubs: Attendance
  104. ↑ Diese Zahlen wurden auf der offiziellen Homepage chelseafc.com veröffentlicht. Der Artikel ist mittlerweile nicht mehr auf der Homepage verfĂŒgbar, kann jedoch hier nachgelesen werden.
  105. ↑ Celery prohibited in stadium
  106. ↑ Football Rivalries
  107. ↑ Chelsea vs Liverpool
  108. ↑ BBC: Making a new start
  109. ↑ Headhunters unmasked
  110. ↑ Bates: Chelsea’s driving force
  111. ↑ Soccer hooliganism: Made in England
  112. ↑ Rick Glanvill: Chelsea Football Club: The Official History in Pictures, Hodder Headline, S. 212
  113. ↑ Brian Mears: Chelsea: Football Under the Blue Flag, Mainstream Publishing, S. 42
  114. ↑ Brian Mears: Chelsea: Football Under the Blue Flag, Mainstream Publishing, S. 58
  115. ↑ Alle Trikots, mit Ausnahme von einmaligen Kombinationen, können auf der offiziellen Webseite des Clubs angesehen werden: Classic Kits
  116. ↑ Chelsea unveil new away kit
  117. ↑ Umbro loses Chelsea football deal
  118. ↑ The Great Game in der IMDb
  119. ↑ Rick Glanvill: Chelsea FC: The Official Biography, Hodder Headline, S. 120–121
  120. ↑ BBC: Football firms hit the film circuit
  121. ↑ Chelseafootballers in Jhoom Barbar Jhoom
  122. ↑ Chart Statistiken fĂŒr Blue is the Colour
  123. ↑ Chart Statistiken fĂŒr Blue Day
  124. ↑ Oligarchen: Roman Abramowitsch
  125. ↑ The Gerrard saga
  126. ↑ Adriano rules out move to Chelsea
  127. ↑ transfermarkt.de Daten zum FC Chelsea
  128. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing, S. 21
  129. ↑ Harry Harris: Chelsea’s Century, John Blake Publishing, S. 23
  130. ↑ AuswĂ€rtssieg-Serie-Rekord fĂŒr Chelsea
  131. ↑ Chelsea schafft Rekord
  132. ↑ a b c d e noch aktiver Spieler; Werte können sich also noch weiter verĂ€ndern
  133. ↑ Chelsea records
  134. ↑ Cup Winners’ Cup Trivia
  135. ↑ England’s Uniforms
  136. ↑ Rick Glanvill: Chelsea FC: The Official Biography, Hodder Headline, S. 96
  137. ↑ Something old, new and blue

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