FIFA Klub-Weltmeisterschaft

Die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft ist die offizielle Weltmeisterschaft für Männer-Fußball-Vereine, bei dem die Sieger der sechs Kontinentalverbände gegeneinander antreten.

Diese wurde 2000 als eigener Wettbewerb für alle Kontinental-Fußballverbände ausgetragen und ersetzt seit 2005 den Toyota-Cup genannten Weltpokal, der bisher auf europäische und südamerikanische Mannschaften beschränkt war.

Aufgrund des Wechsels des australischen Fußballverbands von der OFC zur AFC und der damit geringeren Spielstärke der OFC-Klubs wurde im März 2007 eine Regeländerung beschlossen. Der Sieger des OFC Champions Cup spielt in einer Vorrunde um einen Platz im weiteren Bewerb. Seit dem hat der gastgebende Verband einen festen Startplatz im Wettbewerb. Sollte kein Verein dieses Verbandes einen Kontinentalpokal gewinnen, so spielt der Meister dieses Landes in der Vorrunde gegen den OFC-Vertreter. Sollte jedoch der Verband schon durch einen Kontinentalpokalsieger vertreten sein, so nimmt der in diesem Wettbewerb unterlegene Verein den Platz in der Vorrunde ein.

Gastgeber des Turniers 2008 war Japan, 2009 sowie 2010 wird das Turnier in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden. 2011 und 2012 ist Japan erneut das Austragungsland.[1]

Gegenwärtiger Weltmeister ist Manchester United.

Inhaltsverzeichnis

Spielmodus

Die erste Klub-WM wurde mit 8 Mannschaften ausgetragen, welche in zwei Vierer-Gruppen jeweils einmal gegeneinander spielten. Die Gruppensieger spielten gegeneinander das Finale, die beiden Zweitplatzierten das Spiel um Platz 3.

Im Jahr 2001 war ein Turnier mit 12 Mannschaften geplant. Hierbei sollten die Mannschaften in drei Vierer-Gruppen gegeneinander spielen. Die Gruppensieger, sowie der beste Zweitplatzierte sollten das Halbfinale austragen. Dieses Turnier wurde aus finanziellen Gründen jedoch abgesagt.

Seit 2005 wird das Turnier im KO-Modus ausgetragen. Hierbei sind die beiden Vertreter aus Südamerika und Europa für das Halbfinale gesetzt. Die restlichen Mannschaften spielen im Viertelfinale die beiden Halbfinalgegner aus. Seit 2006 nimmt auch der Meister des Gastgeberlandes teil. Dieser spielt in einem sogenannten Gruppenspiel gegen den Vertreter Ozeaniens um einen Platz im Viertelfinale. Neben dem Finale, wird zwischen den beiden Halbfinalverlierern der 3. Platz ausgespielt. Zwischen den beiden Viertelfinalverlierern wird der 5. Platz ausgespielt. Eine Ausnahme bildete die Austragung 2007, bei der das Spiel um Platz Fünf nicht ausgetragen wurde.

Pro Mitgliedsverband darf nur eine Mannschaft teilnehmen. Es gibt zwei Möglichkeiten, dass sich zwei Mannschaften eines Verbandes gleichzeitig qualifizieren. Zum einen, dass mexikanische Vereine sowohl den CONCACAF Champions Cup als auch die CONMEBOL Copa Libertadores gewinnen, oder, dass ein Verein des Gastgeberlandes den Kontinentalpokal gewinnt. Dieser Fall trat 2007 und 2008 ein als japanische Mannschaften die AFC Championsleague gewannen. Hierfür rückte dann der jeweilig unterlegene Finalist anstelle des japanischen Meisters nach.

Übersicht über Turniere und Weltmeister

Jahr Gastgeber Finale Spiel um Platz 3
Weltmeister Ergebnis 2. Platz 3. Platz Ergebnis 4. Platz
2000
Details
Brasilien Brasilien
Corinthians São Paulo
0:0 n.V.
4:3 i.E.
Brasilien
CR Vasco da Gama
Mexiko
Necaxa
1:1 n.V.
4:3 i.E.
Spanien
Real Madrid
2001
(abgesagt)
Spanien Turnier abgesagt Turnier abgesagt
2005
Details
Japan Brasilien
FC São Paulo
1:0 England
FC Liverpool
Costa Rica
Deportivo Saprissa
3:2 Saudi-Arabien
Al-Ittihad Jeddah
2006
Details
Japan Brasilien
SC Internacional
1:0 Spanien
FC Barcelona
Ägypten
Al-Ahli Kairo
2:1 Mexiko
Club América
2007
Details
Japan Italien
AC Mailand
4:2 Argentinien
Boca Juniors
Japan
Urawa Red Diamonds
2:2
4:2 i.E.
Tunesien
Étoile Sportive du Sahel
2008
Details
Japan England
Manchester United
1:0 Ecuador
Liga de Quito
Japan
Gamba Osaka
1:0 Mexiko
CF Pachuca
2009
Details
Vereinigte Arabische Emirate
2010
Details
Vereinigte Arabische Emirate
2011
Details
Japan
2012
Details
Japan

Rekorde

Rekorde nach Vereinen

  • Meisten Turniersiege: Manchester United (2008), AC Mailand (2007), SC Internacional (2006), FC São Paulo (2005), Corinthians São Paulo (2000) je 1 Titel
  • Meisten Siege bei Klub-WM und Weltpokal: AC Mailand 4 Titel (1x Klub-WM, 3x Weltpokal)
  • Meisten Teilnahmen: Al Ahly 3 Teilnahmen (2005, 2006, 2008)

Rekorde nach Verbänden

  • Meisten Turniersiege: Brasilien 3 Titel (2000, 2005, 2006)
  • Meisten Siege bei Klub-WM und Weltpokal: Brasilien (3x Klub-WM, 6x Weltpokal) und Argentinien (9x Weltpokal)
  • Meisten Teilnahmen: Brasilien 4 (2000*, 2005, 2006) (*2000 Teilnahme mit 2 Vereinen)

Rekorde nach Konföderationen

Ewige Rangliste
Konföderation 1. Platz 2. Platz 3. Platz 4. Platz
CONMEBOL* 3 3
UEFA* 2 2 1
CONCACAF 2 2
AFC* 2 1
CAF 1 1
OFC

* Bei der Klub-WM 2000 nahmen je 2 Mannschaften der UEFA und der CONMEBOL teil. 2007 und 2008 nahmen je 2 Mannschaften der AFC teil.

Kritik

Trotz einer Teilnahmeprämie von 2,5 Mio. US-Dollar und zusätzlich 3,5 bis 1,5 Mio. US-Dollar für die ersten drei Plätze beim ersten Turnier im Jahr 2000 in Brasilien wehrten sich die europäischen Spitzenvereine in den kommenden Jahren gegen diese Zusatzbelastung im ohnehin sehr engen internationalen Terminkalender. Erst nach langen Verhandlungen und der Absage des Turniers 2001 sowie der eingestellten Planung für ein Turnier im Jahr 2003 einigte sich der Klubfußball, vertreten durch die so genannten G-14, die Schweizer Wettbewerbskommission (WEKO) und die FIFA im Frühjahr 2004 auf die Einführung eines modifizierten Turniers als Ersatz für den europäisch-südamerikanischen Weltpokal.

Basierend auf Gesprächen mit sämtlichen Vertragspartnern des bisherigen Toyota-Cups ratifizierte das FIFA-Exekutivkomitee unter dem Vorsitz von FIFA-Präsident Joseph Blatter in einer Sitzung am Montag, dem 17. Mai 2004 in Paris die getroffenen Vereinbarungen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. FIFA: Organising Committee strengthens FIFA Club World Cup format

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