Ferdinand I. (HRR)

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Ferdinand I. (HRR)
Ferdinand I.

Ferdinand I. (* 10. MĂ€rz 1503 in AlcalĂĄ de Henares bei Madrid; † 25. Juli 1564 in Wien) aus dem Geschlecht der Habsburger war von 1558 bis 1564 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Seit 1521 war er Erzherzog von Österreich und ab 1526/1527 König von Böhmen, Kroatien und Ungarn. Bereits zu Lebzeiten seines Bruders, des Kaisers Karl V., wurde er 1531 zum römisch-deutschen König gewĂ€hlt.

Ferdinand stand lange im Schatten seines Bruders, aber auch bevor er diesem im Reich nachfolgte, spielte er eine beachtliche Rolle. Durch die Erbteilung von 1521 erhielt er die habsburgischen Erblande, wĂ€hrend Karl V. die spanischen Besitzungen und die Niederlande bekam. In seinen Herrschaftsgebieten baute Ferdinand eine Behördenorganisation auf, die zur Basis der Verwaltung der kommenden Jahrhunderte wurde. Durch Erbe kamen Böhmen und der Anspruch auf Ungarn an ihn. Auch wenn er Ungarn gegen die Osmanen und konkurrierende einheimische KrĂ€fte nur zu einem kleinen Teil beherrschen konnte, wurde damit die Basis fĂŒr die beherrschende Stellung der Habsburger im Donauraum geschaffen. Im Heiligen Römischen Reich agierte Ferdinand bei der oft langen Abwesenheit des Kaisers als dessen Stellvertreter. Insbesondere fĂŒr das Zustandekommen des Augsburger Religionsfrieden spielte Ferdinand eine wichtige Rolle.

Inhaltsverzeichnis

Leben

FrĂŒhe Jahre

Kaiser Maximilian mit Familie (der Sohn Philipp der Schöne, die Gattin Maria von Burgund, die Enkel Ferdinand I., Karl V. und sein Schwiegerenkel Ludwig II.)

Ferdinand wurde als viertes Kind und zweiter Sohn von Philipp I. und Johanna von Kastilien in AlcalĂĄ de Henares geboren. Er war Enkel von Ferdinand II. von Aragonien und Isabella I. von Kastilien, sowie von Maximilian I. und Maria von Burgund. Sein Bruder war Karl V., dem er in der KaiserwĂŒrde nachfolgte.

Als Lieblingsenkel von Ferdinand II. von Aragon wurde er nach dem Tode seines Vaters 1506 und der geistigen Umnachtung der Mutter am spanischen Hof erzogen. Dabei spielte die Tradition der spanischen Scholastik bei seinen Erziehern eine wichtige Rolle. Dies mag ein Grund fĂŒr den spĂ€teren politischen Realismus gewesen sein.

Ferdinand II. wollte ihm den spanischen Thron vererben, hatte es allerdings versĂ€umt, in seinem Testament entsprechende Regelungen fĂŒr seinen Enkel zu treffen. Daher konnte der ehrgeizige Bruder Karl nach seiner Ankunft in Spanien 1517, bei der sich die BrĂŒder zum ersten Mal begegneten, seine AnsprĂŒche sofort durchsetzen. Ferdinand musste 1518 in die Niederlande gehen. Dort setzte seine Tante Margarethe seine Erziehung fort. Von Bedeutung wurde dabei, dass Ferdinand in Kontakt mit dem Humanismus des Erasmus von Rotterdam kam. Der Plan der Tante, Ferdinand statt seines Bruders Karl bei der Kaiserwahl von 1519 kandidieren zu lassen, scheiterte.

MachtĂŒbernahme in den Erblanden

Ferdinand als junger Erzherzog; PortrÀtgemÀlde von Hans Maler zu Schwaz

Nach dem Tode Maximilians stellte sich das Problem des Erbes. Nach der bisherigen Tradition im Haus Habsburg sollte das Erbe unter den Söhnen des Verstorbenen aufgeteilt, aber zu „gesamter Hand“ regiert werden, nach spanischem und burgundischen Recht erbte der Ă€lteste Sohn. Karl legte die Lage so aus, dass die Teilung nur den österreichischen Besitz betraf. Alle anderen Besitzungen sollten ungeteilt an ihn fallen. Auch von den österreichischen Besitzungen wĂ€ren bei AusfĂŒhrung der ursprĂŒnglichen PlĂ€ne die Grafschaft Tirol, die Vorlande und die Besitzungen in Italien an Karl gefallen. Ferdinand mit Aussicht auf das böhmisch-ungarische Erbe stimmte dem im Wormser Teilungsvertrag am 21. April 1521 zu. Aber dagegen kam es zum Widerspruch verschiedener StĂ€nde. Daher kam es 7. Februar 1522 zum BrĂŒsseler Vertrag. Danach erhielt Ferdinand die niederösterreichischen LĂ€nder (das Erzherzogtum Österreich) einschliesslich der (ehemals) innerösterreichischen (Steiermark, KĂ€rnten, Krain, ua.), sowie die oberösterreichischen LĂ€nder (Tirol und die Vorlande). Gleichzeitig hatte Ferdinand die HĂ€lfte der Schulden zu ĂŒbernehmen, die Kaiser Maximilian hinterlassen hatte. DafĂŒr war Ferdinand auch Vertreter Karls bei der Abwesenheit des Kaisers geworden. Auch sagte Karl zu, im Reich die Wahl Ferdinands zum römischen König und damit zum wahrscheinlichen Nachfolger im Kaiseramt zu betreiben. Der BrĂŒsseler Vertrag war eine der Ursachen fĂŒr die Teilung des Hauses Habsburg in eine spanische und österreichische Linie. Auch trat ihm sein Bruder Karl WĂŒrttemberg ab, welches zur Finanzierung der Kriegskosten gegen Ulrich von WĂŒrttemberg an Habsburg gefallen war. 1530 wurde er mit WĂŒrttemberg belehnt, das der SchwĂ€bische Bund 1519 dem Herzog Ulrich entrissen und an Österreich verkauft hatte.[1][2]

Anna Jagiello, Prinzessin von Ungarn und Böhmen; PortrÀtgemÀlde von Hans Maler zu Schwaz

Bereits nach dem Wormser Vertrag war Ferdinand in die österreichischen Besitzungen gereist. Jetzt konnte es auch zu seiner Hochzeit mit Anna von Böhmen und Ungarn kommen. Diese Verbindung hatte Ferdinands Großvater, Kaiser Maximilian, mit König Wladislaw II. von Ungarn und Böhmen schon seit lĂ€ngeren durch einen Vertrag offiziell beschlossen. Ferdinand reiste nach Linz, wo er seine Ehefrau das erste Mal traf. Dort fand am 26. Mai auch die Hochzeit statt.

Die Situation in seinem neuen Herrschaftsgebiet war indes schwierig. Die Erblande waren nach der Herrschaft von Maximilian faktisch bankrott. Ferdinands Finanzbeauftragter Gabriel von Salamanca verfolgte daher eine entschlossene Politik der Entschuldung. Seine Maßnahmen, wie die Erhebung hoher Abgaben etwa in Tirol, machten ihn verhasst.[3]

Die neuen Untertanen standen dem Fremden Ferdinand, der nicht einmal die deutsche (bairische) Landessprache beherrschte und von auslĂ€ndischen Beratern umgeben war, misstrauisch gegenĂŒber. Hinzu kam, dass Österreich schon seit dem Tod Maximilians unruhig war. Die noch von Maximilian eingesetzte Regierung wollte die Rechte der StĂ€dte einschrĂ€nken und musste von Wien nach Wiener Neustadt fliehen. Unter FĂŒhrung von Martin SiebenbĂŒrger setzten die StĂ€nde ein neues Regiment ein. Das neue Regiment hatte bereits 1519 eine Gesandtschaft nach Spanien zu Karl geschickt. Dieser bestĂ€tigte den StĂ€nden zwar ihre frĂŒhere Privilegien. Die BrĂŒder verziehen ihnen aber das unrechtmĂ€ĂŸige Vorgehen nicht. Ferdinand lud im Juni 1522 die Vertreter des alten und neuen Regiments nach Wiener Neustadt vor ein Gericht, das ĂŒberwiegend mit Landfremden besetzt war. SiebenbĂŒrger und sieben weitere Angeklagte, die meisten von ihnen BĂŒrger der Stadt Wien, wurden hingerichtet. Diese Episode ging als das Wiener NeustĂ€dter Blutgericht in die Geschichte ein. Dabei kam Ferdinand zu Gute, dass die StĂ€nde der österreichischen LĂ€nder unter sich stark zerstritten waren. Ihm gelang es, die Macht der StĂ€nde einzuschrĂ€nken. Eine Sedisvakanzregierung der StĂ€nde nach dem Tod eines Herrschers war nunmehr ausgeschlossen. Insbesondere das selbstbewusste Wien verlor zahlreiche alte Privilegien und Rechte. Landfremde Berater wurden aus dem eingezogenen Besitz der AufstĂ€ndischen belohnt. FĂŒr Wien hatte Ferdinand 1526 eine neue Stadtordnung erlassen, dieser ordnete die kommunale der landesfĂŒrstlichen Verwaltung unter.[4][5]

Herrschaftsorganisation

Wiener Hofburg um 1558

Mit Blick auf die Verwaltung der habsburgischen LĂ€nder setzte Ferdinand die Tradition einer stĂ€rkeren Zentralisierung, wie sie bereits Maximilian begonnen hatte, fort. Im Jahr 1523 wurden ein niederösterreichischer und ein oberösterreichischer Hofrat geschaffen. In Vorderösterreich bestand eine Regiment genannte Regierung. DarĂŒber gab es seit 1527 vier zentrale Instanzen. Dies waren der geheime Rat, der Hofrat, die Hofkammer und die Hofkanzlei. Diese Hofstaatsordnung war ein wichtiger Schritt zum Aufbau einer wirkungsvollen BĂŒrokratie. Sie war die Basis der bis ins 18. und teilweise bis ins 19. Jahrhundert fortwirkenden Staatsorganisation. Im Jahr 1556 kam noch der Hofkriegsrat hinzu. Die zentralen Behörden waren seither die Klammer, die den disparaten Besitz zusammen band und auf lange Sicht zusammenwachsen ließ.[6][7]

Seit den 1530er Jahren hielt sich Ferdinand immer hĂ€ufiger in Wien auf, und die Stadt wurde zu seiner bevorzugten Residenz. Die Hofburg wurde wieder aufgebaut und ausgebaut. Die Stadt wurde zum Sitz der Hofkammer, der Hofkanzlei und des Hofrats fĂŒr die habsburgischen LĂ€nder.

Nach dem Beginn seiner Herrschaft stĂŒtzte sich Ferdinand vor allem auf Landfremde. In den ersten Jahren war der von den StĂ€nden abgelehnte Gabriel de Salamanca, den Ferdinand zum Grafen von Ortenburg erhoben hatte, sein Hauptberater. Nachdem Salamanca nicht mehr zu halten war, wurde er 1526 aus seinen Ämtern entlassen. Danach gewannen wieder Angehörige aus einheimischen Familien an Einfluss. So wurde der Bischof von Trient Bernhard von Cles als Vorsitzender des geheimen Rates und oberster Kanzler Ferdinands wichtigster Vertrauter. Nachdem dieser 1538 sich von den StaatsgeschĂ€ften zurĂŒck gezogen hatte, konnte keiner seine einflussreiche Stellung mehr erreichen. Nennenswerte Bedeutung hatten Dr. Georg Gienger von Rotteneck und sein Nachfolger Dr. Jakob Jonas. Auch der Gesandte in BrĂŒssel MartĂ­n de GuzmĂĄn und der spĂ€tere Reichsvizekanzler Johann Ulrich Zasius spielten eine wichtige Rolle. Zasius diente vor allem als Gesandter. WĂ€hrend Ferdinands Zeit als Kaiser war der Reichsvizekanzler Dr. Georg Sigmund Seld der wichtigste Mitarbeiter Ferdinands.[8][9]

Kampf um das Böhmisch-Ungarische Erbe

Nach dem Regierungsbeginn von Sultan SĂŒleyman I. begannen die Osmanen mit einer Offensive gegen Ungarn. Im Jahr 1521 war die Grenzstadt Belgrad gefallen. König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn fiel 1526 in der Schlacht von MohĂĄcs. Weil der König ohne Söhne war, hatte Ferdinand durch seine Heirat mit Anna von Ungarn und Böhmen Anspruch auf die Nachfolge. Allerdings bedeutete dies keinen Automatismus. Vielmehr mussten die StĂ€nde dem zustimmen. Dies galt auch fĂŒr Böhmen, obwohl Karl V. seinen Bruder sofort mit dem Land belehnte. In harten Verhandlungen erreichte Ferdinand die Zustimmung der StĂ€nde. Allerdings musste er die stĂ€ndischen Rechte ausdrĂŒcklich bestĂ€tigen und zusichern, dass das Land durch Einheimische verwaltet wurde. Daher wurde Ferdinand in Preßburg von einer StĂ€ndeversammlung am 16. Dezember 1526 als König bestĂ€tigt und am 24. Februar 1527 gekrönt. Damit fiel auch die böhmische KurwĂŒrde an das Haus Habsburg. Hatte sich Böhmen im 15. Jahrhundert vom Reich entfernt, wurde diese Entwicklung nunmehr beendet.[10] Auch die mit der böhmischen Krone verbundenen LĂ€nder MĂ€hren, Schlesien und die beiden Lausitzen kamen unter seine Regierung. In Kroatien wurde Ferdinand I. von Habsburg durch den kroatischen Adel 1527 zum König gewĂ€hlt, als Gegenleistung fĂŒr die VerteidigungsfĂŒhrung gegen die TĂŒrken. Der selbsternannte serbische Zar Johann Nenad unterstĂŒtzte ebenfalls Ferdinand.

In Ungarn dagegen war die Lage fĂŒr Ferdinand ausgesprochen schwierig. Die Osmanen hatten sich zeitweise aus einem Großteil des Landes zurĂŒck gezogen. Die Mehrheit der ungarischen Standesvertreter sprach sich in Stuhlweißenburg fĂŒr den FĂŒrst von SiebenbĂŒrgen, Johann ZĂĄpolya, als König aus. Erst danach ließ sich Ferdinand von einer deutlich kleineren Gruppe von Magnaten in Preßburg zum König wĂ€hlen. Im folgenden Jahr gelang es Ferdinand, seinen Konkurrenten militĂ€risch zu besiegen und zur Flucht nach Polen zu zwingen. Als Beherrscher fast des ganzen Landes ließ er sich nun auch am 3. November 1527 zum König krönen. Allerdings setzte daraufhin ein BĂŒrgerkrieg ein.[11]

Der osmanische Diwan tritt zusammen: der RĂŒckzug ist bereits beschlossen, die Kanonen schweigen, der Sultan ist abgereist.[12] Osmanische Miniatur aus dem 16. Jahrhundert

ZĂĄpolya stellte sich unter tĂŒrkischen Schutz. Daraufhin marschierte Sultan SĂŒleyman 1529 mit einer großen Armee in Ungarn ein. Den vielleicht 100.000 Osmanen hatte Ferdinand nichts entgegenzusetzen. Nachdem die Osmanen Buda genommen hatten, setzten sie ZĂĄpolya als ungarischen Vasallenkönig ein. Suleiman rĂŒckte bis auf Wien vor. Es kam zur ersten osmanischen Belagerung der Stadt, die von etwa 18.000 Mann verteidigt wurde. Ohne Erfolg zogen sich die Osmanen nach mehreren Sturmangriffen am 14. Oktober 1529 vor dem beginnenden Winter zurĂŒck. Die Stadt und ihr Umland hat die Zerstörungen lange nicht ĂŒberwunden. Nach dem Scheitern der Belagerung wurde Wien stark befestigt.

Ferdinand konnte nur einen kleinen Teil Ungarns behaupten. Daran Ă€nderte sich auch durch den Feldzug von 1532, an dem auch Karl V. teilnahm, nichts. Ferdinand musste 1533 einen Waffenstillstand mit den Osmanen schließen. Im Vertrag von Großwardein 1538 erkannte Ferdinand I. Johann ZĂĄpolya fĂŒr die von diesem beherrschten Gebiete als König von Ungarn an. Nach dessen Tod sollte Ferdinand die Nachfolge antreten.[13] Nach Johann ZĂĄpolyas Tod 1540 erhob seine Witwe Isabella, unterstĂŒtzt von der Hohen Pforte, fĂŒr ihren unmĂŒndigen Sohn Johann Sigmund AnsprĂŒche auf das ganze vĂ€terliche Erbe. Ferdinand suchte sich dennoch ganz Ungarns zu versichern. Allerdings löste dies einen Gegenstoß der Osmanen aus. Das Land blieb fĂŒr die nĂ€chsten Jahrhunderte faktisch geteilt. Ferdinand beherrschte das nordwestliche Ungarn bis etwa zum Plattensee (Königliches Ungarn). Das habsburgische Königreich Ungarn hatte Pressburg als Hauptstadt. Im mittleren Ungarn mit Buda („TĂŒrkisch-Ungarn“) herrschten die Osmanen. Im Osten, vor allem in SiebenbĂŒrgen, konnten sich die Nachfolger von ZĂĄpolya meist als tĂŒrkische Vasallen behaupten.[14] Obwohl Ferdinand nur einen kleinen Teil Ungarns beherrschte, begann mit dem Herrschaftsanspruch Ferdinands auf Ungarn die Entstehung des habsburgischen Herrschaftskomplexes im Donauraum mit Böhmen, Österreich und Ungarn.

Seit den 1520er Jahren begann der Ausbau der MilitĂ€rgrenze durch Ansiedlung freier, zum MilitĂ€rdienst verpflichteter Bauern gegen die osmanischen VorstĂ¶ĂŸe. Angesichts der weiter bestehenden Gefahr durch die Osmanen bat Ferdinand die Reichstage von Regensburg (1556/57) und Augsburg (1559) mit Erfolg um Finanzhilfe. Diese Mittel waren betrĂ€chtlich, reichten aber nicht zum Schutz der ungarischen Besitzungen und der bedrohten Teile Österreichs aus. Der 1562 mit den Osmanen geschlossene Friede war fĂŒr Ferdinand vergleichsweise ertrĂ€glich. Es kam nur zu geringen Gebietsverlusten. Allerdings mussten jĂ€hrlich 30.000 fl. an Tribut gezahlt werden, und Ferdinand musste auf seinen Anspruch auf SiebenbĂŒrgen verzichten. Die Lage in Ungarn blieb unsicher. Unmittelbar nach Ferdinands Tod begannen die Nachkommen von ZĂĄpolya einen neuen Krieg, in den auch die Osmanen eintraten.[15]

Reichspolitik

Reformation und Bauernkrieg

Nach dem Reichstag von Worms war Karl V. etwa neun Jahre dem Reich fern, um Krieg gegen Frankreich zu fĂŒhren oder seinen Pflichten in den Niederlanden und in Spanien nachzukommen. In der Eigenschaft als kaiserlicher Stellvertreter leitete Ferdinand zwischen 1522 bis 1524 drei Reichstage in NĂŒrnberg und 1526 und 1529 zwei Reichstage in Speyer. In der Abwesenheit des Kaisers erwies sich das Reichsregiment als unzulĂ€nglich. Weil die StĂ€nde sich verweigerten, hatte Ferdinand zeitweise die Kosten zu tragen. Er kam den Protesten der StĂ€nde entgegen und ĂŒbte schließlich einen grĂ¶ĂŸeren Einfluss auf das Reichsregiment aus. Dennoch hat Karl seinem Bruder nur begrenzte Kompetenzen zugestanden und machte aus Sorge um seine eigene Position im Reich lange keine Anstalten dessen Königswahl zu betreiben. Das Reichsregiment hatte im Übrigen mit der Konkurrenz durch den schwĂ€bischen Bund zu kĂ€mpfen.[16]

Flugblatt mit Spottlied gegen die aufstÀndischen Bauern vor Radstadt

Ferdinand war zwar ein eifriger Katholik, jedoch hatte er frĂŒh schon die Unmöglichkeit erkannt, den Protestantismus zu unterdrĂŒcken, und sich so aus politischen RĂŒcksichten fĂŒr eine faktische Duldung der Protestanten erklĂ€rt. Als Stellvertreter Karls V. wie als Kaiser verfolgte er daher eine Politik der Kompromisse, Ausgleiche und gegenseitiger Duldung. Dabei spielte die EinschĂ€tzung der realen MachtverhĂ€ltnisse eine wichtige Rolle.[17] Er konnte das Eindringen des Protestantismus in die habsburgischen LĂ€nder aber nicht verhindern. Mit der Berufung der Jesuiten hatte er aber eine wichtige Grundlage fĂŒr die spĂ€tere Gegenreformation geschaffen. Er selbst gab die Anregung fĂŒr einen katholischen Katechismus, den Petrus Canisius 1534 veröffentlichte.[18] Die Habsburger erließen Mandate wie das von Ofen von 1527 vornehmlich gegen die TĂ€ufer aber auch gegen Lutheraner und AnhĂ€nger der Schweizer Reformation. Der TĂ€ufer Jakob Hutter musste von Tirol nach MĂ€hren ausweichen.[19]

In dieser Zeit kam es auch im gesamten Reich zu Unruhen. Dabei verbanden sich weit verbreitete soziale Proteste, etwa unter den Reichsrittern und den Bauern, mit der Reformation. Bekannt geworden ist insbesondere der deutsche Bauernkrieg. Die AufstĂ€nde richteten sich fast nie gegen den Kaiser oder gegen Ferdinand als Landesherren. Vielmehr erwarteten die Bauern von diesen Hilfe gegen die Grundherren. Bei der Niederschlagung des großen Bauernkrieges im Reich spielten weder Karl V. noch Ferdinand eine zentrale Rolle. Diese Rolle ĂŒbernahm im SĂŒdwesten der schwĂ€bische Bund. Aber Ferdinand hatte in seinen Erblanden selbst mit AufstĂ€nden zu kĂ€mpfen. Die Bauernunruhen erfassten unter FĂŒhrung von Michael Gaismair weite Teile Tirols. Nur mit MĂŒhe gelang es Ferdinand, Herr der Lage zu werden. Im Sommer 1525 gelang es ihm in Verhandlungen auf den von den Bauern dominierten Landtag deren Forderungen zurĂŒck zu drĂ€ngen. Außerdem wurden die Abgesandten von Nord- und SĂŒdtirol gegeneinander ausgespielt. Die Nordtiroler stimmten einem vermittelnden Landtagsabschied zu. Die radikalen SĂŒdtiroler waren dadurch geschwĂ€cht und ihr Aufstand wurde von den Truppen Ferdinands niedergeschlagen.[20]

Wichtiger auch fĂŒr die kaiserliche Macht war die Verbindung von Reformation und den FĂŒrsten. FĂŒr die sich zum Protestantismus bekennenden FĂŒrsten bot sich die Möglichkeit die Kontrolle ĂŒber die Kirche in ihren Gebieten zu erlangen und die kirchlichen Besitzungen zu sĂ€kularisieren. Nach dem Reichstag von Worms wurden der KurfĂŒrst von Sachsen und der Landgraf von Hessen zu offenen UnterstĂŒtzern der Reformation. Auch zahlreiche ReichsstĂ€dte schlossen sich der neuen Richtung an. Aber auch katholische FĂŒrsten behinderten Ferdinands Vorgehen gegen die protestantischen FĂŒrsten, weil ein Machtgewinn der Habsburger auch ihre stĂ€ndischen Rechte bedrohte. Auf den Reichstagen dieser Zeit suchten die Beteiligten nach Lösungen. Dabei befand sich Ferdinand eher in der Defensive. FĂŒhrender Kopf der antihabsburgischen und protestantischen KrĂ€fte war zu dieser Zeit Philipp von Hessen. Er hatte den aus WĂŒrttemberg vertriebenen Herzog Ulrich bei sich aufgenommen und war bestrebt, diesen wieder zu seiner Herrschaft zu verhelfen. Ein Erfolg hĂ€tte dazu gefĂŒhrt, dass ein weiteres Territorium protestantisch, und Ferdinand geschwĂ€cht wĂŒrde. Im Jahr 1528 drohten die Spannungen sogar zu einem allgemeinen Krieg zu fĂŒhren. Vor diesem Hintergrund fand 1529 der Reichstag von Speyer statt. Dabei lag die Initiative bei Ferdinand I. Ihm ging es vordringlich darum, die UnterstĂŒtzung der ReichsstĂ€nde fĂŒr den Kampf gegen die Osmanen zu gewinnen. Er wollte aber auch, im Gegensatz zur damaligen Position des Kaisers, BeschlĂŒsse gegen die Protestanten durchsetzen. Bei der Mehrheit der Katholiken konnte sich Ferdinand weitgehend durchsetzen. Die Minderheit der Protestanten legte dagegen eine Protestation ein, nach der die Protestanten ihren Namen erhielten. Dabei bestritten sie das Recht des Reichstages, in Fragen des Glaubens zu entscheiden. Eine Folge war, dass die Protestanten begannen sich in einem militĂ€rischen VerteidigungsbĂŒndnis zusammenzuschließen. Am Ende stand der Schmalkaldische Bund.[21]

Römischer König

Christian Beyer verliest vor Kaiser Karl V. die „Confessio Augustana“

Auf dem Reichstag von Augsburg von 1530 nahm neben Ferdinand auch Karl V. teil, der kurz zuvor zum Kaiser gekrönt worden war. Ferdinand war an dem gescheiterten Versuch beteiligt, in der Religionsfrage einen Ausgleich zu finden. Stattdessen wurde auf dem Reichstag die Confessio Augustana formuliert. Zur gleichen Zeit wurde die Verhandlungen zu Ferdinands Königswahl erfolgreich beendet. Am 5. Januar 1531 wurde Ferdinand in Köln von den deutschen KurfĂŒrsten mit fĂŒnf Stimmen gegen den Protest des sĂ€chsischen KurfĂŒrsten Johann zum König gewĂ€hlt und von Erzbischof Hermann V. von Wied in Aachen gesalbt. Ferdinand war jetzt offizieller Statthalter des Kaisers, was ihm mehr AutoritĂ€t und Macht verlieh. Allerdings schloss sich neben den meisten protestantischen StĂ€nden auch Bayern der ablehnenden Haltung Sachsens an.[22] Die Wahlgegner organisierten sich im Saalfelder Bund.

Nachdem Karl V. am Ende des Jahres 1532 wieder vom Reich abwesend war, ĂŒbernahm Ferdinand fĂŒr sieben Jahre erneut dessen Stellvertretung. Als 1534 Ulrich vor WĂŒrttemberg sein Land wiedereroberte, kam zwischen ihm und Ferdinand der Vertrag von Kaaden zustande, wonach Ferdinand WĂŒrttemberg als Reichslehen behielt, Ulrich es als österreichisches, also als Afterlehen, erhielt. Die Teilnahme Ulrichs am Schmalkaldischen Krieg gab Ferdinand Gelegenheit, dieses Afterlehen wieder zurĂŒckzuziehen. Der darĂŒber entstehende Streit wurde erst 1552 unter Herzog Christoph zu dessen Gunsten beigelegt.

Ebenfalls 1532 kam es auf DrĂ€ngen Ferdinands zum NĂŒrnberger Anstand, bei dem erstmals bei allen Vorbehalten die Protestanten eine gewisser Anerkennung erfuhren.[23] Nachdem es zu keinem vom Papst in Aussicht gestellten Konzil kam, unterstĂŒtzte Ferdinand seinen Bruder darin, das Religionsproblem durch ReligionsgesprĂ€che zu lösen. Er selbst leitete 1540 das ReligionsgesprĂ€ch in Hagenau, das nicht erfolgreich war. Aber Ferdinand gelang es, die beteiligten Parteien zu einer spĂ€teren Fortsetzung zu ĂŒberreden.[24] Ebenso leitete er die Reichstage von 1542 in Speyer und 1543 in NĂŒrnberg. In religionspolitischer Hinsicht brachten diese wenig Bewegung. Ferdinand gelang es lediglich, die ReichsstĂ€nde zur finanziellen UnterstĂŒtzung fĂŒr den TĂŒrkenkrieg zu bewegen.[25]

Im Schmalkaldischen Krieg verbĂŒndeten sich protestantische FĂŒrsten gegen Karl V. Ferdinand stand dabei auf Seiten des Kaisers. Allerdings verweigerte ihm ein Teil der böhmischen StĂ€nde den Gehorsam. Nach der Schlacht bei MĂŒhlberg (1547) wurde der Schmalkaldische Bund zerschlagen. Jetzt gelang es Ferdinand auch die Opposition in Böhmen zu besiegen.

Spanische ErbfolgeplÀne und Passauer Vertrag

Problematisch wurde das VerhĂ€ltnis zum Bruder, als dieser versuchte, seinen Sohn Philipp auch die Nachfolge im Reich zu verschaffen (Spanische Sukzession). Im Jahr 1550/51 kam es darĂŒber zu Verhandlungen zwischen Karl, Philipp und Ferdinand. Letzterer war nicht bereit Philipp zu akzeptieren und setzte durch, dass auch sein Sohn Maximilian an den Verhandlungen teilnehmen konnte. Man einigte sich nach langen Verhandlungen auf einen Kompromiss. Dieser hatte aber eigentlich kaum Aussicht auf Realisierung. Der Plan sah vor, dass Philipp zum römischen König und damit zum Nachfolger Ferdinands gewĂ€hlt werden sollte. Philipp sollte seinerseits Maximilian folgen. Hinzu kamen Absprachen ĂŒber die Lehen in Reichsitalien, Hilfszusagen von Philipp fĂŒr Ferdinand und die zukĂŒnftige Verheiratung einer Tochter Ferdinands mit Philipp. Was Ferdinand bewog, dem zuzustimmen, ist nicht ganz klar. Der Plan scheiterte ohnehin bereits in ersten GesprĂ€chen mit den KurfĂŒrsten, die eine Kandidatur Philipps ablehnten und im Hintergrund die Gefahr einer Erbmonarchie sahen. Letztlich musste Karl schließlich auf die Nachfolge seines Sohnes verzichten. Der Streit fĂŒhrte zu einer Entfremdung zwischen Karl und Ferdinand, die aber nicht soweit ging, dass Ferdinand illoyal geworden wĂ€re. Dennoch begann er jetzt eine deutlich selbstĂ€ndigere Politik gerade auch im Interesse seiner Linie des Hauses Habsburg zu betreiben.[26][27][28]

Zeitgenössischer Plan der Schlachtaufstellung bei Sievershausen, markgrÀfliche Truppen in Blau

Als es 1552 zum deutschen FĂŒrstenaufstand gegen Karl V. kam, war der Argwohn des Kaisers so groß, dass er Ferdinand sogar zeitweise ein heimliches EinverstĂ€ndnis mit den Gegnern unterstellte. Dies waren indes haltlose Unterstellungen. TatsĂ€chlich hat Ferdinand den Kaiser sogar auf die Gefahr aufmerksam gemacht.[29] Ferdinand trat in Linz als Karls Beauftragter auf. Er war grundsĂ€tzlich bereit auf die Forderungen der protestantischen FĂŒrsten einzugehen. Allerdings behinderte Karl V. aus der Ferne die Einigung. Es konnte lediglich eine Fortsetzung der GesprĂ€che vereinbart werden. Inzwischen drangen die FĂŒrsten in österreichisches Gebiet vor, und Karl musste aus Innsbruck fliehen.[30] In Passau war er dann neben den FĂŒrsten mit Moritz von Sachsen an der Spitze, den kaiserlichen Kommissaren selbst als Vermittler eine dritte Partei. Neben den Beschwerden ĂŒber die kaiserliche Regierung und die Nichtbeachtung stĂ€ndischer Rechte war der Schutz der AnhĂ€nger der Augsburger Konfession vor Sanktionen des Reiches ein schwieriges Problem. Der Kaiser wollte weder die Trennung der Konfessionen anerkennen noch bestimmte Reichsreformen zugestehen. Zwischen Karl und Ferdinand kam es darĂŒber zu heftigen Auseinandersetzungen. Karl beharrte auf seinem Standpunkt. Ferdinand dagegen und die anderen katholischen ReichsstĂ€nde sagten fĂŒr sich zu, die Augsburger Konfession auf unbegrenzte Zeit anzuerkennen. Vor diesem Hintergrund kam es zum Passauer Vertrag, der den Konflikt beendete.[31]

Im Herbst 1552 konnte sich Ferdinand dem Krieg gegen die Osmanen zuwenden. Der Kaiser versuchte in dieser Zeit seinen geringer gewordenen Einfluss im Reich zurĂŒck zu gewinnen. Er griff die von Frankreich besetzte Stadt Metz an. Der Kampf war wenig erfolgreich und Karl V. begann hinsichtlich der Reichspolitik zu resignieren. Es war Ferdinand ĂŒberlassen, zusammen mit einigen hochrangigen FĂŒrsten den Markgrafen Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, der die Hochstifte in Franken bedrĂ€ngte, entgegen zu treten (MarkgrĂ€flerkrieg). Dabei konnten sich beide Konfliktparteien auf widersprĂŒchliche kaiserliche Entscheidungen berufen. Schließlich gelang es, den Markgrafen mehrfach zu schlagen und ihn zum Verlassen des Reichsgebiets zu zwingen. Bemerkenswert war dabei das BĂŒndnis Ferdinands mit Moritz von Sachsen in dieser Sache.[32]

Augsburger Religionsfriede

Erste Seite des von Franz Behem in Mainz gedruckten Dokuments

Dieser Krieg gegen einen Friedensbrecher sorgte dafĂŒr, dass der im Passauer Vertrag verankerte Reichstag zur KlĂ€rung der Religionsfragen sich verzögerte. Er fand dann vom 5. Februar bis zum 25. September 1555 in Augsburg statt. Kaiser und König hatten dabei unterschiedliche Zielvorstellungen. Ferdinand wollte den Passauer Vertrag als Basis der Verhandlungen nutzen, wĂ€hrend Karl die Berufung auf den Vertrag ablehnte. Allerdings war auch Karl klar, dass ZugestĂ€ndnisse an die Protestanten wahrscheinlich nicht zu umgehen waren. Daher sollte Ferdinand die Leitung des Reichstages ĂŒbernehmen. Über die Rolle Karls und Ferdinands gibt es unterschiedliche Ansichten. Nach einer Ansicht behielt der Kaiser die nominelle Leitung inne und nahm durch Kommissare auch Einfluss auf die Verhandlungen.[33] Nach anderer Sicht hat der Kaiser nur an der PrĂ€position mitgewirkt, danach aber sogar abgelehnt in der Religionsfrage um Rat gefragt zu werden. Damit war Ferdinand die entscheidende Person des Reichstages.[34] Dabei befanden sich Kaiser und König zunĂ€chst in der Defensive. Die ReichsstĂ€nde erzwangen, anders als geplant, die Religionsfrage an die Spitze der Tagesordnung zu setzen. Auch ging es den Protestanten nicht mehr um eine Überwindung der Konfessionsspaltung, sondern um ein friedliches Nebeneinander der beiden Seiten. Diese Wende war nicht im Sinn Ferdinands. Er konnte sie aber auch nicht verhindern. Die StĂ€nde erarbeiteten einen Entwurf fĂŒr eine Übereinkunft, die Ferdinand zur Stellungnahme zugeleitet wurde. Ferdinand musste eine schwierige Entscheidung treffen. Eine Zustimmung musste sein Ziel einer Aussöhnung erschweren. Sollten die BemĂŒhungen und der Reichstag nicht scheitern, musste er sich kompromissbereit zeigen. Er sagte also die PrĂŒfung und ErgĂ€nzung der Vorlage zu. Die von ihm eingefĂŒgten Punkte stĂ€rkten die katholische Position.[35] Auf Grund königlicher Macht wurde im Religionsfrieden der Geistliche Vorbehalt verankert und damit auf Dauer der Fortbestand der geistlichen FĂŒrstentĂŒmer gesichert. FĂŒr Untertanen in geistlichen Gebieten, die schon lĂ€nger dem Protestantismus anhingen, wurde die Declaratio Ferdinandea eingefĂŒgt, die ihnen das Recht einrĂ€umte, weiterhin ihren Glauben zu praktizieren. Am Ende der verschiedentlich vom Scheitern bedrohten Verhandlungen stand der Augsburger Religionsfrieden. Damit waren die Lutheraner als Konfession anerkannt. Den FĂŒrsten stand es zu, die Konfession fĂŒr ihr Land zu wĂ€hlen. Aber auch eine Exekutionsordnung und eine neue Ordnung fĂŒr das Reichskammergericht wurde beschlossen. Allerdings bedeutete der Reichstag auch das Ende der PlĂ€ne fĂŒr eine gestĂ€rkte Kaisermacht. Ferdinand hatte sich zu dieser Zeit bereits als der eigentliche Leiter der Reichspolitik etabliert. Noch wĂ€hrend des Reichstages hat Karl V. seinen RĂŒcktritt dem Bruder angekĂŒndigt. Der Reichsabschied sollte im Namen Ferdinands und nicht mehr Karl verkĂŒndet werden. Darauf ging Ferdinand nicht ein. Er bat Karl seine Entscheidung zu ĂŒberdenken.[36]

Zeit als Kaiser

Ferdinand als Kaiser

Ein Grund, weshalb Ferdinand eine rasche Abdankung Karls ablehnte, war, dass fĂŒr eine Nachfolge nach Meinung der zeitgenössischen Juristen die Zustimmung der KurfĂŒrsten nötig war. Deren UnterstĂŒtzung war nicht sicher, und Ferdinand wollte sich diese erst sichern, ehe er sich der Wahl stellte. In der Folge gelang es Ferdinand seine Position im Reich durch eine Reihe von BĂŒndnissen zu stĂ€rken. Im Juni 1556 schloss er mit Bayern, dem Erzstift Salzburg und Augsburg den Landsberger Bund, dem sich weitere ReichsstĂ€nde anschlossen. Ferdinand gelang es auch zu einer VerstĂ€ndigung mit KurfĂŒrst August von Sachsen zu kommen. Erschwert wurde die Lage durch eine osmanische Offensive und AufstĂ€nde im Ungarn. Dies verlĂ€ngerte die Anwesenheit Ferdinands auf dem Reichstag von Regensburg um Monate.[37] Karl V. hatte schon seine italienischen, niederlĂ€ndischen und spanischen Besitzungen an Philipp abgetreten und drĂ€ngte auch auf einen Wechsel im Reich. Er reiste nach Spanien ab und ermĂ€chtigte Ferdinand am 8. August 1556, die Verhandlungen mit den KurfĂŒrsten nach eigenen Ermessen zu fĂŒhren. Zu diesem Zeitpunkt ging de facto die kaiserliche Gewalt auf Ferdinand ĂŒber. Ein Amtsverzicht eines Kaisers war bisher noch nie geschehen, und nach langen Beratungen proklamierten die KurfĂŒrsten auf dem Frankfurter KurfĂŒrstentag trotz Einspruch von Papst Paul IV. am 26. Februar 1558 Ferdinand anstelle seines Neffen Philipp II. zum Kaiser. Ferdinand nannte sich nunmehr „ErwĂ€hlter Römischer Kaiser.“ Der Papst weigerte sich dies anzuerkennen. Erst sein Nachfolger Pius IV. Ă€nderte dies.[38]

Das Ende der Universalmonarchie Karls V. bedeutete fĂŒr das Reich eine SchwĂ€chung seiner Bedeutung, wĂ€hrend Spanien die ĂŒberragende Macht wurde. Ferdinand und seine Nachfolger konnten außenpolitisch nicht mehr agieren, sondern konnten im Wesentlichen nur noch reagieren. Ein gutes VerhĂ€ltnis zu Spanien war fĂŒr Ferdinand daher von großer Bedeutung. Wegen der unklaren Nachfolge Philipps II. konnte er sich sogar Hoffnungen machen, dass das spanische Erbe an die österreichische Linie der Habsburger fallen könnte. Auch aus diesem Grund wurden etwa die Ă€ltesten Söhne Maximilians II. in Spanien erzogen. Auch wurde Philipp nach dem Tod seiner Frau mit Anna von Österreich verheiratet. Allerdings gab es zwischen den deutschen und spanischen Habsburgern auch InteressengegensĂ€tze. Dies betraf etwa die Frage von Reichsitalien. Spanien versuchte die kleinen Lehen an sich zu binden. Das strategisch wichtige Reichslehen Stato dei Presidi kam so 1559 an Spanien. Ähnliche Versuche gab es auch fĂŒr andere Gebiete. Dies war ein Grund, weshalb Ferdinand Philipp nicht mit dem Reichsvikariat fĂŒr Italien belehnte. Aber insgesamt hatte Ferdinand der spanischen Expansion in Italien nichts entgegen zu setzen. Auch Savoyen und der Papst begannen die offensichtliche SchwĂ€che des Reiches auszunutzen. Der Papst Pius V. erhob Cosimo de Medici trotz der Zugehörigkeit der Toskana zum Reich zum Großherzog.[39]

Die SchwĂ€chung des Kaisertums hat paradoxerweise im Reich zu einer Beruhigung beigetragen, da die ReichsstĂ€nde nicht mehr wie zuvor die habsburgische Übermacht fĂŒrchten mussten. Zudem stellte weder der Kaiser noch die FĂŒrsten den Augsburger Religionsfrieden grundsĂ€tzlich in Frage. Gleichwohl kam es weiterhin zu zahlreichen Konflikten.

Ähnlich wie in den österreichischen Erblanden bemĂŒhte Ferdinand sich auch darum, die kaiserliche Verwaltung zu modernisieren. Nachdem er Kaiser geworden war, wurde der Hofrat zum Reichshofrat umgeformt, und auch die Reichshofkanzlei mit dem Reichsvizekanzler wurde in Wien angesiedelt. Der 1559 geschaffene Reichshofrat legte die Grundlage fĂŒr diese zentrale kaiserliche Institution fĂŒr die kommenden zweihundert Jahre. Die Aufgaben des Reichshofrats waren weit gespannt und umfassten sowohl Verwaltungs- wie auch Justizfragen. Insbesondere fĂŒr die Reichslehen war er als Gericht allein zustĂ€ndig. Als Beratungsgremium wichtiger war freilich der geheime Rat. Beide Behörden waren frei von stĂ€ndischem Einfluss, und die Mitglieder wurden vom Kaiser frei ernannt. Die Institution wurde erstaunlicherweise selbst von den protestantischen StĂ€nden zu Ferdinands Zeit nicht in Frage gestellt. GrundsĂ€tzlich Ă€nderte sich an der stĂ€ndischen Struktur des Reiches nichts. Es kam zu einigen Reformen wie dem Erlass der ReichsmĂŒnzordnung von 1559. Vor allem gewann das Reichskammergericht an Bedeutung.[40]

In seinen letzten Jahren widmete sich Ferdinand im Rahmen seiner auf Versöhnung ausgerichteten Religionspolitik dem Ziel, die Kirchenspaltung zu ĂŒberwinden. Er strebte ein allgemeines Konzil unter Einbeziehung auch der Protestanten an. Er war zu einer EinschrĂ€nkung des pĂ€pstlichen Absolutismus sowie zu Reformen in der katholischen Kirche, wie in Fragen der Priesterehe oder des Laienkelchs, bereit. Einen nennenswerten Erfolg hatte er damit nicht. Pius IV. lehnte wie der neue spanische König Philipp II. dies ab. Stattdessen wurde das zwischenzeitlich unterbrochene Konzil von Trient fortgesetzt. Mit seinen Forderungen und Vorstellungen einer umfassenden Reform der Kirche konnte er sich im Konzil nicht durchsetzen.

Er versuchte StĂ€nde der beiden Konfessionen in regionalen BĂŒnden zusammen zu bringen. Außenpolitisch stimmte er sich mit den KurfĂŒrsten ab. Zusammen mit diesen verzichtete er darauf, die von Frankreich 1552 eroberten Hochstifte und StĂ€dte in Lothringen zurĂŒck zu erobern.

Nachfolge: Ferdinandeische Hausordnung

Das VerhĂ€ltnis zu seinem Sohn Maximilian war problematisch. Im Gegensatz zum katholischen Ferdinand zeigte dieser Sympathien fĂŒr den Protestantismus. Daher verheiratete Ferdinand ihn mit seiner Nichte Maria, der Tochter Karls V. Als das Paar aus Spanien zurĂŒck kehrte, wurden sie mit einem festlichen Einzug in Wien, bei dem erstmals auch ein Elefant mitgefĂŒhrt wurde, feierlich empfangen.

Bei allen Vorbehalten brachte Ferdinand 1562 die Wahl seines Sohnes Maximilian zum römischen König zustande. Aber das Misstrauen gegenĂŒber dem Sohn fĂŒhrte dazu, dass er die Erblande in der Ferdinandeischen Hausordnung (und dem Wiener Testament) vom 25. Februar 1554 aufgeteilt hatte.[41] Sollte Maximilian tatsĂ€chlich zum Protestantismus ĂŒbertreten, blieben zumindest Teile des Besitzes katholisch. Hinzu kam, dass ihm sein jĂŒngerer Sohn Ferdinand nĂ€her stand als Maximilian. Letzterer erhielt nur die Gebiete im heutigen Nieder- und Oberösterereich (Niederösterreich) sowie Böhmen und Ungarn. Erzherzog Karl, der JĂŒngste, bekam die Steiermark, KĂ€rnten und Krain (Innerösterreich), und Ferdinand regierte – das durchwegs katholische – Tirol mit den Vorlanden (Oberösterreich).[42] In Hinsicht auf eine stĂ€rkere Zentralisierung der Erblande bedeutete die Teilung unter seinen Söhnen aber einen RĂŒckschritt: Sie trennte neuerlich diejenigen Gebiete, die sein Vater Kaiser Friedrich III. Ende des vorangegangenen Jahrhunderts wieder vereint hatte. Diese Trennung kam noch aus der Neuberger Erbteilung 1379, in Albertiner, Leopoldiner (zu der auch Ferdinand gehörte) und dann auch (Ältere) Tiroler Habsburger. Sie wurde auch insoferne im Sinne der Rudolfinischen Hausordnung Rudolfs des Stifters relativiert, das beide Linien Wappen, Banner und Titel aller LĂ€nder fĂŒhren sollten.[41] Die Erbteilung hielt aber nicht lange an, da die Primogenitur Maximilians wie auch die Sekundogenitur Ferdinands in der nĂ€chsten Generation erlosch und Karl der weitere Stammherr des Hauses Habsburg in der Linie der Innerösterreich wurde, und damit die österreichischen Erblande in den 1620ern – und nun endgĂŒltig – wieder vereint wurden.

Seine zahlreichen Töchter dienten zu einer umfassenden Heiratspolitik. Sie wurden standesgemĂ€ĂŸ verheiratet und so wurde Ferdinand zum Ahnherren zahlreicher europĂ€ischer Herrscherfamilien.[43]

Privates Leben

Ferdinand war persönlich eher bescheiden und hat weniger gegessen als sein Bruder Karl. Er beschĂ€ftigte verschiedene KĂŒnstler an seinem Hof. In Prag ließ er auf dem Hradschin von italienischen Baumeistern das Belvedere erbauen. Bei grĂ¶ĂŸeren Bauprojekten legte Ferdinand Wert darauf, vorher ĂŒber die Konzeption informiert zu werden. Er war Sammler antiker Kunst und besaß eine MĂŒnzsammlung. Nach Art der Zeit sammelte er KuriositĂ€ten und legte in der Hofburg eine „Wunderkammer“ an. Ferdinand war ein Freund der Musik und unterhielt eine große Hofkapelle. Er förderte die Harnischmacher. Die fĂŒr ihn und seine Söhne gefertigten kunstvollen RĂŒstungen sind erhalten. Des Weiteren war er ein Freund der Jagd. Ferdinand bejagte Wildschweine und BĂ€ren und ging auch der Falknerei nach. Abgesehen von seinen jungen Jahren, als er Interesse fĂŒr das Donnern von GeschĂŒtzen hatte, war sein Interesse am MilitĂ€rischen beschrĂ€nkt.

Grabmal Kaiser Ferdinands I. im Veitsdom auf der Prager Burg

Ab 1563 immer öfter von FieberanfĂ€llen geplagt, verstarb Ferdinand am 25. Juli 1564 in Wien und wurde im Veitsdom auf der Prager Burg begraben - neben seiner Frau Anna, mit der er rund 25 Jahre eine glĂŒckliche Ehe gefĂŒhrt hatte.

Ferdinands Wahlspruch lautete: „Fiat iustitia, et pereat mundus“ („Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe die Welt darĂŒber zugrunde.“). Ferdinand hat sich im Laufe der Zeit ein betrĂ€chtliches Ansehen erworben. Erasmus von Rotterdam widmete ihm die zweite Auflage der Institutio Principis Christiani. [44]

Nachkommen

Seine Gemahlin Anna von Böhmen und Ungarn (1503–1547) gebar 15 Kinder, von denen drei Söhne und neun Töchter den Vater ĂŒberlebten.

  1. Elisabeth ∞ 1543 Sigismund II. August (1520–1572) König von Polen
  2. Maximilian (II.) (1527–1576), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches ∞ 1548 Maria von Spanien (1528–1603)
  3. Anna (1528–1590) ∞ 1546 Albrecht V. (1528–1579) Herzog von Bayern
  4. Ferdinand (II.) (1529–1595), Erzherzog von Österreich-Tirol
    1. ∞ 1557 Philippine Welser (1527–1580)
    2. ∞ 1582 Anna Katharina Gonzaga (1529–1595)
  5. Maria (1531–1581) ∞ 1546 Wilhelm (JĂŒlich-Kleve-Berg) Herzog von JĂŒlich, Kleve und Berg
  6. Magdalena (1532–1590), Nonne in Hall in Tirol
  7. Katharina (1533–1572)
    1. ∞ 1549 Francesco III. Gonzaga (1533–1550) Herzog von Mantua-Montferrat
    2. ∞ 1553 Sigismund II. August (1520–1572) König von Polen
  8. Eleonore[45] (1534–1594) ∞ 1561 Guglielmo Gonzaga (1538–1587) Herzog von Mantua und Montferrat
  9. Margarethe[46] (1536–1566), Nonne in Hall in Tirol
  10. Johann (1538–1539)
  11. Barbara (1539–1572) ∞ 1565 Alfonso II. d’Este (1533–1597) Herzog von Ferrara, Modena und Reggio
  12. Karl (II.) (1540–1590), Erzherzog von Innerösterreich ∞ 1571 Maria Anna von Bayern (1551–1608)
  13. Ursula (1541–1543)
  14. Helena[47] (1543–1574), Nonne in Hall in Tirol
  15. Johanna (1547–1578) ∞ 1565 Francesco I. de’ Medici (1541–1587) Großherzog von Toskana

Seine Frau starb bei der Geburt ihrer jĂŒngsten Tochter Johanna am Kindbettfieber.

Vorfahren

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Friedrich III. (HRR) (1415–1493)
 
 
 
 
 
 
 
Maximilian I. (HRR) (1459–1519)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eleonore Helena von Portugal (1436–1467)
 
 
 
 
 
 
 
Philipp I. (Kastilien) (1478–1506)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Karl der KĂŒhne (1433–1477)
 
 
 
 
 
 
 
Maria von Burgund (1457–1482)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Isabelle de Bourbon (1437–1465)
 
 
 
 
 
 
 
Ferdinand I. (HRR) (1503–1564)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann II. (Aragón) (1397–1479)
 
 
 
 
 
 
 
Ferdinand II. (Aragón) (1452–1516)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Juana Enríquez (1425–1468)
 
 
 
 
 
 
 
Johanna von Kastilien (1479–1555)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann II. (Kastilien) (1405–1454)
 
 
 
 
 
 
 
Isabella I. (Kastilien) (1451–1504)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Isabella von Portugal (1428–1496)
 
 
 
 
 
 

Literatur

Monographien:

  • Franz-Bernhard von Bucholtz: Geschichte der Regierung Ferdinands I. 9 BĂ€nde, Schaumburg, Wien 1831–1838.
  • Paula Sutter Fichtner: Ferdinand I. Wider TĂŒrken und Glaubensspaltung. Styria, Graz 1986, ISBN 3-222-11670-9.
  • Tibor Simanyi: Er schuf das Reich: Ferdinand von Habsburg. Amalthea, Wien 1987, ISBN 3-85002-224-2.
  • Ernst Laubach: Ferdinand I. als Kaiser. Politik und Herrscherauffassung des Nachfolgers Karls V. Aschendorff, MĂŒnster 2001, ISBN 3-402-05165-6.
  • Alfred Kohler: Ferdinand I. 1503–1564. FĂŒrst, König und Kaiser. C. H. Beck, MĂŒnchen 2003, ISBN 3-406-50278-4.

In Kompendien:

Spezielleres:

  • Karl Oberleitner: Österreichs Finanzen und Kriegswesen unter Ferdinand I. vom Jahre 1522 bis 1564. Hof- u. Staatsdruckerei, Wien 1859.
  • Anita Ziegerhofer: Ferdinand I. und die steirischen StĂ€nde. Dargestellt anhand der Landtage von 1542 bis 1556. dbv, Graz 1996, ISBN 3-7041-9062-4.

Weblinks

 Commons: Ferdinand I. (HRR) â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europĂ€ische Familiengeschichte. Wien 1992, S. 121
  2. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen 1989, S. 164
  3. ↑ Alois NiederstĂ€tter: Geschichte Österreichs. Stuttgart 2007, S. 103
  4. ↑ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europĂ€ische Familiengeschichte. Wien 1992, S. 122
  5. ↑ Alois NiederstĂ€tter: Geschichte Österreichs. Stuttgart 2007, S. 103
  6. ↑ Alois NiederstĂ€tter: Geschichte Österreichs. Stuttgart, 2007 S.103
  7. ↑ Bernhard Sicken: Ferdinand I. In: Die Kaiser der Neuzeit. MĂŒnchen, 1990 S.58
  8. ↑ Biographie Ferdinand II. der Residenzenkommision
  9. ↑ Bernhard Sicken: Ferdinand I. In: Die Kaiser der Neuzeit. MĂŒnchen, 1990 S.58
  10. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.204
  11. ↑ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europĂ€ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.132
  12. ↑ GĂ©za FehĂ©r: TĂŒrkische Miniaturen. Leipzig und Weimar 1978, Kommentar zu Tafel XVI
  13. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.205
  14. ↑ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europĂ€ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.133f.
  15. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.308
  16. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.165
  17. ↑ Bernhard Sicken: Ferdinand I. In: Die Kaiser der Neuzeit. MĂŒnchen, 1990 S.61
  18. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.335
  19. ↑ Alois NiederstĂ€tter: Geschichte Österreichs. Stuttgart, 2007 S.105
  20. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.202
  21. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.212f.
  22. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.218
  23. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.220
  24. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.248
  25. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.252
  26. ↑ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europĂ€ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.143
  27. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.283
  28. ↑ Bernhard Sicken: Ferdinand I. In: Die Kaiser der Neuzeit. MĂŒnchen, 1990 S.62
  29. ↑ Bernhard Sicken: Ferdinand I. In: Die Kaiser der Neuzeit. MĂŒnchen, 1990 S.62
  30. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.287
  31. ↑ Bernhard Sicken: Ferdinand I. In: Die Kaiser der Neuzeit. MĂŒnchen, 1990 S.64
  32. ↑ Bernhard Sicken: Ferdinand I. In: Die Kaiser der Neuzeit. MĂŒnchen, 1990 S.65
  33. ↑ Bernhard Sicken: Ferdinand I. In: Die Kaiser der Neuzeit. MĂŒnchen, 1990 S.70
  34. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.294
  35. ↑ Bernhard Sicken: Ferdinand I. In: Die Kaiser der Neuzeit. MĂŒnchen, 1990 S.70
  36. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.298
  37. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.301f.
  38. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.303
  39. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.304f.
  40. ↑ Horst Rabe: Reich und Glaubensspaltung. Deutschland 1500-1600. MĂŒnchen, 1989 S.313f.
  41. ↑ a b Ferdinandeische Hausordnung. In: Österreich-Lexikon, online auf aeiou.
  42. ↑ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europĂ€ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.162 f.
  43. ↑ Edith Schlocker: Schloss Ambras: Des Kaisers unglĂŒckliche Töchter. Die Presse, 25. Juli 2010, abgerufen am 26. Juli 2010 (Die Ausstellung "Nozze italiane" illustriert die Heiratspolitik der Habsburger. Im Zentrum stehen drei nach Italien verheiratete Töchter Ferdinands I.).
  44. ↑ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europĂ€ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.152
  45. ↑ Constantin von Wurzbach: Eleonore von Oesterreich. Nr. 53. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich.  Band 6 (1860). Verlag L. C. Zamarski, Wien 1856–1891, S. 161 (auf Wikisource).
  46. ↑ Margaretha, Erzherzogin von Oesterreich. Nr. 190. In: Wurzbach: Biographisches Lexikon., S. 11 (auf Wikisource).
  47. ↑ Helene, Erzherzogin von Oesterreich. Nr. 111. In: Wurzbach: Biographisches Lexikon., S. 277 (auf Wikisource).


VorgÀnger Amt Nachfolger
Karl V./I. Römisch-deutscher Kaiser
1558–1564
Maximilian/Maximilian II.
Erzherzog von Österreich
1521–1564
Ludwig II. König von Böhmen
1526–1564
König von Ungarn
1526–1564
König von Kroatien und Slawonien
1526–1564

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