Ferdinand II. (HRR)

ÔĽŅ
Ferdinand II. (HRR)
Kaiser Ferdinand II.

Ferdinand III. von Habsburg (* 9. Juli 1578 in Graz; ‚Ć 15. Februar 1637 in Wien, zeitgen√∂ssisch auch Ferdinand der Ander[e]) war als Ferdinand II. ab 1617 ‚Äď mit einer Unterbrechung 1619/20 ‚Äď K√∂nig von B√∂hmen sowie ab 1618 K√∂nig von Ungarn, K√∂nig von Kroatien und ab 1619 Erzherzog von √Ėsterreich (III.) und Kaiser des Heiligen R√∂mischen Reiches.

Bereits als Landesherr von Inner√∂sterreich ab 1596 vertrat er einen Kurs des Absolutismus und der Gegenreformation. Diesem Kurs folgte er auch als K√∂nig von Ungarn und B√∂hmen. Gegen ihn erhoben sich die b√∂hmischen St√§nde, was zum Ausl√∂ser des Drei√üigj√§hrigen Krieges wurde. Nach dem Sieg √ľber die Aufst√§ndischen setzte er vor allem in B√∂hmen mit drakonischen Ma√ünahmen den Vorrang der k√∂niglichen Macht und den Katholizismus als alleinige erlaubte Konfession im Bereich des unmittelbaren habsburger Machtbereich durch. In der folgenden Phase des Drei√üigj√§hrigen Krieges (D√§nisch-nieders√§chsischer Krieg) war der Feldherr des Kaisers, Wallenstein, siegreich. Ferdinand versuchte in der Folge auch im Reich Gegenreformation und kaiserliche Macht durchzusetzen. Er scheiterte damit am Widerstand der Kurf√ľrsten. Im Prager Friede von 1635 suchte er den Ausgleich mit den Reichsst√§nden, ohne dass damit der Krieg beendet werden konnte.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und Jugend

Ferdinand II. war Sohn des Erzherzogs Karl II. von Inner√∂sterreich (1540‚Äď1590) und der Maria von Bayern (1551‚Äď1608) einer Tochter Albrecht V., Herzog von Bayern. Er stammte damit aus einer Nebenlinie der Habsburger in Inner√∂sterreich (Steiermark, K√§rnten und Krain).

Der Großvater war Ferdinand I., ein Onkel war Maximilian II.. Vettern waren Rudolf II. und Matthias sowie Maximilian von Bayern.[1]

Seine streng katholische Mutter √ľbergab 1590 die Erziehung des Knaben den Jesuiten in Ingolstadt. Dort besuchte er Gymnasium und Universit√§t. Die offizielle Leitung der Erziehung hatte der Hofmeister Balthasar Ferdinand von Schrattenbach inne. Ferdinand lebte standesgem√§√ü und verf√ľgte √ľber einen Hofstaat von 30 Personen. Zusammen mit ihm studierte Maximilian I. von Bayern. Ihre pers√∂nliche Beziehung war aber eher distanziert.[2] Die jesuitische Erziehung war ma√ügeblich verantwortlich f√ľr Ferdinands unvers√∂hnlichen Hass gegen den Protestantismus. Er studierte in Ingolstadt bis 1595.

Er war pers√∂nlich extrem fromm und besuchte t√§glich mindestens einmal die Messe. Er war bigott und pr√ľde. Als er Kaiser war, lie√ü er Gem√§lde aus der Sammlung Rudolf II. mit Nacktdarstellungen verbrennen.[3]

Landesf√ľrst in Inner√∂sterreich

Der junge Ferdinand

Sein Vater war bereits 1590 gestorben. er wurde unter der Leitung Wilhelms des Frommen, Herzogs in Bayern, des Bruders seiner Mutter, in M√ľnchen von Jesuiten erzogen, wo er bis zum 18. Lebensjahr blieb. Die Regierung von Inner√∂sterreich, seinem Erbland, wurde in Vertretung Ferdinands offiziell von den Erzherz√∂gen Ernst (zu der Zeit Regent in Nieder√∂sterreich), ab 1593 Maximilian dem Deutschmeister, praktisch aber von seiner Mutter geleitet, bis er selbst die Regierung √ľbernahm. Im Jahr 1596 huldigten ihm die St√§nde der Steiermark und ein Jahr sp√§ter die von K√§rnten und der Krain.

Seine Religiosit√§t f√ľhrten dazu, dass er der Religion und der katholischen Kirche die h√∂chste Bedeutung auch f√ľr das politische Handeln einr√§umte.[4] Bereits zu Beginn seiner Herrschaft setzte er ein Zeichen f√ľr seine katholische und gegenreformatorische Gesinnung. Er reiste zum Wahlfahrtort Loreto in den Marken und machte wertvolle Stiftungen. Vor dem Altar der Mutter Gottes legte er freiwillig das feierliche Gel√ľbde ab, den Katholizismus um jeden Preis wieder zur allein herrschenden Religion in seinen Staaten zu machen. Im Verlauf der Reise traf er auch mit Papst Clemens VIII. zusammen.

Zur√ľck in seinen L√§ndern baute er die Residenz Graz aus.

Das zentrale politische Problem aus f√ľrstlicher Sicht waren die st√§ndischen Mitspracheanspr√ľche des meist evangelischen Adels sowie die st√§ndige Bedrohung durch die Osmanen. Der Vater Ferdinands war vor dem Hintergrund osmanischer √úbergriffe zu Zugest√§ndnissen in religi√∂ser Hinsicht an die St√§nde gezwungen worden.[5] In den inner√∂sterreichischen L√§ndern wurde die Gegenreformationund die Rekatholisierung mit gro√üer H√§rte durchgef√ľhrt. Wichtige Tr√§ger waren die Jesuiten in Graz, die auch die dortige Universit√§t leiteten. Ferdinand wird der Spruch zugeschrieben: Besser eine W√ľste regieren als ein Land voller Ketzer.[6]

Er ging unterst√ľtzt vor allem von Martin Brenner, den F√ľrstbischof von Seckau, bei seinen gegenreformatorischen Ma√ünahmen weiter als seine Vorg√§nger. Zuvor richteten sie sich vornehmlich gegen die Bewohner der St√§dte und Marktflecken. Ferdinand verlangte nun auch vom Adel das Bekenntnis zum Katholizismus. Er stellte deren protestantischen Angeh√∂rige vor die Wahl entweder zum Katholizismus zu konvertieren oder das Land zu verlassen. Nur in ihren H√§usern konnten die Adeligen ihren Glauben leben. Die Schaffung einer homogen katholischen Adelsschicht hatte dabei den erw√ľnschten Nebeneffekt, dass auch die Bauern der Grundherren zum Glaubenswechsel gezwungen waren. In Graz kam es zur Verbrennung zahlreicher Wagenladungen evangelischer Schriften. Evangelische Kirchen wurden im Land zerst√∂rt. Protestantische Prediger und Gelehrte wie der Mathematiker Johannes Kepler wurden des Landes verwiesen. Durch die Abwanderung zahlreicher wohlhabener protestantischer Familien wurde die Wirtschaft des Landes schwer gesch√§digt.[7][8]

Die Rekatholisierung betrieb er auch mit der F√∂rderung des Ordenslebens. Er stiftete in seinem Herrschaftsbereich eine ganze Reihe von Kapuzinerkl√∂stern. Ferdinand bem√ľhte sich indes vergeblich um die Errichtung eines eigenen Bistums Graz.[9] Innerhalb nur weniger Jahre hat er den Protestantismus in seinem Herrschaftsgebiet faktisch beseitigt.[10]

Einher ging der Kampf gegen den Protestantismus mit dem Ziel die monarchische Herrschaft gegen√ľber dem Mitwirkungsrecht der St√§nde durchzusetzen. Gegen√ľber den St√§nden der Steiermark √§u√üerte er mal, dass er kein princeps modificatus sondern ein princeps absolutus sein wollte.[11] Allerdings f√ľhrten seine gegenreformatorischen Ma√ünahmen dazu, dass der Adel wenig Neigung zeigte, die notwendigen Gelder f√ľr den T√ľrkenkampf zu bewilligen. Dies f√ľhrte dazu, dass im Jahr 1600 die wichtige Festung Kaniza von den Osmanen erobert wurde.[12]

Im Bruderzwist zwischen Rudolf II. und Matthias blieb Ferdinand unentschieden. Er hat mehrfach seine Position ge√§ndert. Er versuchte zeitweise auch zu vermitteln, weil er meinte, dass der Streit vor allem der evangelischen Adelspartei n√ľtzen w√ľrde. Nachdem 1611 Rudolf als K√∂nig von B√∂hmen zu Gunsten von Matthias abgesetzt worden war, schwenkte Ferdinand ganz ins Lager von Matthias √ľber. Ein Grund war wohl auch, dass er sich so erhoffte Erbe des kinderlosen Matthias zu werden.[13]

König von Böhmen und Ungarn

Krönung zum böhmischen König

Kaiser Matthias hatte lange gez√∂gert, seine Nachfolge zu regeln. Erst unter Druck bestimmte er seinen Cousin Ferdinand zum Nachfolger in B√∂hmen, nachdem die Erzherz√∂ge Maximilian III. und Albrecht VI. auf ihre Anspr√ľche auf B√∂hmen und Ungarn verzichtet hatten. Ihr Verzicht auf die √∂sterreichischen Erblande folgte sp√§ter. Als m√∂glicher Konkurrent um B√∂hmen und Ungarn blieb noch Philipp III. von Spanien. Dieser meldete seit 1613 seine Anspr√ľche an. Mit Philipp schloss Ferdinand den O√Īate-Vertrag, der zum Verzicht des Spaniers auf eine Bewerbung um die Kaiserkrone f√ľhrte. Danach erhielt Spanien die Landvogteien Hagenau und Ortenburg. Hinzu kamen Reichslehen in Italien. Auch wurde der Vorrang eines m√§nnlichen Erbens der spanischen Linie vor einer weiblichen Erbin aus √Ėsterreich festgelegt.[14]

Daher wurde Ferdinand 1617, also noch vor dem Tod von Matthias, mit Unterst√ľtzung des h√∂chsten Kanzlers Zdenńõk Vojtńõch von Lobkowicz, K√∂nig von B√∂hmen. Angesichts des gegenreformatorischen Eifers in seinem angestammten Herrschaftsgebiet, stie√ü dies bei den b√∂hmischen St√§nden auf Kritik. In Ungarn wurde er nach Verhandlungen 1618 zum K√∂nig gew√§hlt. In beiden L√§ndern begann man auf Ferdinands Befehl hin sofort auch mit einer gegenreformatorischen Politik.

Beginn des böhmischen Aufstandes und Kaiserwahl

Ferdinand II. mit Hofzwerg

Teilweise stammten die Ursachen f√ľr das Aufbegehren der b√∂hmischen St√§nde noch aus der Zeit von Matthias wurden aber durch die gegenreformatorische Politik Ferdinands verst√§rkt. Der Zweite Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618, war ein revolution√§res Ereignis ungeahnter Tragweite, das hochrangige Beamte Ferdinands betraf. An den Ereignissen in Prag war Ferdinand nur aus der Ferne beteiligt. Zeitweise waren die b√∂hmischen Aufst√§ndischen so erfolgreich, dass sie Wien bedrohen konnten. Aber der Unmut der St√§nde und die Kritik an den gegenreformatorischen Ma√ünahmen betraf nicht nur B√∂hmen sondern auch √Ėsterreich selbst. Am 5. Mai 1619 drang eine Gruppe protestantischer Adeliger in die Hofburg ein. Sie versuchten von Ferdinand vergeblich einen Schutz der st√§ndischen und konfessionellen Rechte zu erwirken, mussten aber kaiserlichen Soldaten weichen.

Kurf√ľrst Friedrich von der Pfalz bem√ľhte sich die protestantische Union f√ľr seine Wahl zum Gegenk√∂nig von B√∂hmen und zur Verhinderung der Wahl zum r√∂mischen Kaiser zu bewegen. Ferdinand seinerseits warb um milit√§rische Unterst√ľtzung durch Spanien, um finanzielle Hilfe des Papstes und die Erneuerung der katholischen Liga. Durch die Einbeziehung von Union und Liga deutete sich an, dass der Konflikt √ľber den engeren habsburger Machtbereich hinaus wirken w√ľrde.[15] Die B√∂hmen hatten Ferdinand (als Feind der Religionsfreiheit) die K√∂nigskrone aberkannt und sie am 27. August 1619 dem reformierten Kurf√ľrsten der Pfalz Friedrich V. verliehen.

Nach Matthias' Tod am 20. M√§rz 1619 wurde f√ľr Ferdinand der Gewinn der Kaiserkrone zentral. Seinen Anspruch gibt sein Wahlspruch wieder: ‚ÄěLegitime certantibus corona‚Äú (etwa: dem K√§mpfer f√ľr die gerechte Sache geb√ľhrt die Krone).[16] Ferdinand wurde am 28. August in Frankfurt zum Kaiser gew√§hlt. Obwohl einen Tag zuvor, n√§mlich am 27.August 1619, Friedrich V. von der Pfalz zum neuen B√∂hmischen K√∂nig gew√§hlt worden war, √ľbte Ferdinand bei seiner Wahl zum Kaiser noch das Wahlrecht der b√∂hmischen Kur aus - der entsprechende Protest einer eigens angereisten b√∂hmischen Delegation wurde vom versammelten Kurf√ľrstenkollegium abgelehnt. Nachdem auch die Pf√§lzer Gesandten, die daran dachten, den Herzog von Bayern zum neuen Kaiser zu w√§hlen, dieses Votum zur√ľckzogen, erfolgte die Wahl Ferdinands einstimmig - ein bemerkenswerter Vorgang unter Ber√ľcksichtigung der j√ľngsten Ereignisse in Prag. Die Kr√∂nung erfolgte am 9. September.

Nachfolger des Kaisers wurde Ferdinand auch in den von Matthias beherrschten Teilen der österreichischen Erblande. Nur noch Tirol und die Vorlande blieben unter der Herrschaft einer Nebenlinie.

Die Kaiserwahl brachte Ferdinand nicht nur das Prestige und die noch vorhandenen Rechte des Kaisers, sondern sie gaben ihm auch das Recht, gegen Friedrich von der Pfalz mit Recht vorzugehen.[17]

Böhmisch-pfälzischer Krieg

Schlacht am Weißen Berg (Gemälde von Pieter Snayers)

Auf der R√ľckreise von Frankfurt nach Wien machte Ferdinand Halt in M√ľnchen. Dort wurde ein B√ľndnis Maximilian I. und der Katholischen Liga vorbereitet, was seine Position gegen √ľber den rebellierenden b√∂hmischen St√§nden verbesserte. In dem Vertrag wurde Maximilian die unbeschr√§nkte Obergewalt √ľber die katholische Liga zugestanden. Der Kaiser konnte dem Herzog in dieser Funktion keine Anweisungen mehr geben. Au√üerdem wurde Ober√∂sterreich, das sich den B√∂hmen angeschlossen hatte, an Bayern verpf√§ndet. Insgeheim wurde auch bereits die √úbertragung der Kurw√ľrde von Friedrich von der Pfalz auf Maximilian verabredet.[18] In der Folge gelang es Ferdinand auch die Unterst√ľtzung Spaniens und des protestantischen Kursachsen gegen erhebliche territoriale Zugest√§ndnisse zu erhalten. Die protestantische Union verhielt sich neutral. S√§chsische Truppen marschierten in die Lausitz ein. Um diese Acht gegen Friedrich zu vollstrecken, lie√ü Ferdinand spanische und ligistische Truppen in die Rheinpfalz einr√ľcken und in den besetzten Gebieten den Protestantismus gewaltsam unterdr√ľcken, wodurch der Religionskrieg nach Deutschland gelangte.[19]

Truppen der Liga unter dem Oberbefehl von Tilly drangen in Ober√∂sterreich ein und brachen den Widerstand. Sofort begann man auch dort mit der Gegenreformation. Im Jahr 1626 kam es zum Ober√∂sterreichischen Bauernkrieg gegen die bayerische Pfandherrschaft und das Vorgehen gegen die Protestanten, der gewaltsam niedergeschlagen wurde. Erst 1628 kam das Gebiet an Ferdinand im Tausch gegen die Oberpfalz und Teile der Rheinpfalz zur√ľck.

Ferdinand war nicht nur mit der ständischen Unruhe in seinen österreichischen Erbländern und mit dem Aufstand in Böhmen konfrontiert, sondern auch mit einer Erhebung in Ungarn. Am 27. August 1620 wählte man statt Ferdinand Gábor Bethlen zum ungarischen König.

Die Entscheidung in dieser Krise fiel in Böhmen. Die Truppen der Liga marschierten in das Land ein. In der Schlacht am Weißen Berg unterlag Friedrich am 8. November 1620 den Truppen von Maximilian von Bayern. Friedrich musste fliehen und der Aufstand brach zusammen. Im Jahr 1621 gaben auch die ungarischen Aufständischen auf.

Im Reich besiegten die katholischen Armeen Friedrich V. von Baden-Durlach oder Christian von Braunschweig-Wolfenb√ľttel und drangen bis nach Westfalen und Niedersachsen vor.[20]

Neuordnung im Zeichen des Absolutismus und der Gegenreformation

Die st√§ndischen Kr√§fte ‚Äď vielfach auch mit dem Protestantismus verbunden - wurden im gesamten Machtbereich Habsburgs entscheidend geschw√§cht. Ferdinand konnte nun nicht nur seine gegenreformatorischen Ziele noch intensiver verfolgen, sondern auch einen absolutistischen Kurs einschlagen.

Hinrichtung von Unterst√ľtzern des b√∂hmischen Aufstandes auf dem Altst√§dter Ring in Prag
Reformationpatent von Ferdinand II, mit dem er 1624 die Ausweisung aller evangelischer Prediger und Schulmeister verf√ľgte.

Dem Herzog Maximilian gab Ferdinand wie vereinbart f√ľr seine Hilfe die Kurf√ľrstenw√ľrde nebst der Oberpfalz, nachdem er Friedrich einseitig und im Widerspruch zu den Bestimmungen der Reichsverfassung seiner W√ľrde und seiner Lande verlustig erkl√§rt hatte.

Nach dem Sieg wurde am 21. Juni 1621 durch die Hinrichtung von 21 teilweise bedeutenden Personen wie den Rektor der Universit√§t in Prag ein Exempel statuiert. In der Folge wurden die evangelischen Prediger ausgewiesen. Im Jahr 1624 wurde der Katholizismus zur einzigen erlaubten Konfession in B√∂hmen proklamiert. Nur in Schlesien wurde die Gegenreformation weniger streng durchgef√ľhrt. Den adeligen Unterst√ľtzern des Aufstandes wurde ihr Besitz genommen. Etwa die H√§lfte des Grundbesitzes wechselte nach 1620 den Besitzer. Der Wert des beschlagnahmten Landes lag bei 40 Millionen Gulden. Es hat erhebliche Abwanderungsbewegungen protestantischer oder st√§ndisch orientierter Personen gegeben. Wie hoch die Zahl war, ist indes unklar. Von der Umverteilung des Besitzes profitiert haben zun√§chst einmal katholische einheimische Adelige. Dies gilt insbesondere f√ľr Wallenstein. Dieser erwarb G√ľter im Wert von 15 Millionen Gulden. Etwa ein Viertel der L√§ndereien fielen an Adelsfamilie, die bislang nicht in B√∂hmen ans√§ssig waren. Darunter waren so bekannte Familien wie die Metternichs oder die Trautmannsdorff. Nach dem Tod Wallensteins wurde dessen Besitz auch aufgeteilt. Davon profitierten zumeist fremde Familien. Diese besa√üen nun insgesamt 40% der G√ľter. Ein Gro√üteil des protestantischen Adels und des wohlhabenden B√ľrgertums wanderte vor diesem Hintergrund aus. Immerhin ein Viertel des Adels verlie√ü das Land.[21]

Einen gewissen Abschluss der Neuordnungsma√ünahmen B√∂hmens im Sinne des Absolutismus brachte die Verneuerte Landesordnung von 1627 und ein Pedant f√ľr M√§hren. Danach war B√∂hmen nunmehr erblicher Besitz der Habsburger. Der K√∂nig besetzte nunmehr die h√∂chsten √Ąmter, der Landtag verlor seine gesetzgeberischen Kompetenzen, der K√∂nig verf√ľgte √ľber die Aufnahme in die Liste des Adels (Inkolat) und die Pr√§laten kehrten in den Landtag zur√ľck.[22]

Vergleichbare Zwangsma√ünahmen gegen√ľber den Protestanten gab es auch in den anderen habsburger L√§ndern. Am schw√§chsten war die Gegenreformation in Ungarn ausgepr√§gt. Zu Zwangsma√ünahmen kam es dort nicht. Langfristig bedeutungsvoll war, dass sich die katholische Kirche in Anlehnung an die Beschl√ľsse des Konzils von Trient innerlich erneuerte. Wie in seinem urspr√ľnglichen Herrschaftsbereich f√∂rderte Ferdinand nun √ľberall die Ansiedlung neuer Orden. Das h√∂here Schulwesen und die Universit√§ten wurden vielfach von den Jesuiten kontrolliert. Es entwickelte sich ein prunkvoller Barockkatholizismus.[23]

Regierungsstil

Ferdinand erwies sich als Herrscher, der sich oft seiner Berater bediente um politische Entscheidungen zu treffen. Wichtigstes Beratergremium war der Geheime Rat, der zu dieser Zeit noch recht klein war und etwa zw√∂lf R√§te umfasste. Er kam jeden vierten oder f√ľnften Tag am Kaiserhof zusammen. Von besonderer Bedeutung war Geheimrat F√ľrst Hans Ulrich von Eggenberg, der aufgrund seiner F√§higkeiten als Diplomat und enger Berater fungierte. Wichtig waren auch der Hofkriegsrat Gerhard von Questenberg, der geheime Rat und √∂sterreichische Hofkanzler Johann Baptist Verda von Verdenberg, der Erzbischof von Olm√ľtz Franz Xaver von Dietrichstein, Albrecht von Wallenstein, Gundaker von Liechtenstein oder Maximilian Graf Trautmannsdorff. Daneben spielten auch der ungarische Magnat Nikolaus Esterh√°zy und der Kanzler von B√∂hmen Wilhelm Slavata eine bedeutende Rolle. Zentral war auch der spanische Gesandte. Diesem gelang es eine sehr einflussreiche spanisch orientierte Hofpartei zu bilden.[24] Daneben spielten auch seine Beichtv√§ter eine wichtige Rolle auch in politischen Fragen. Von denen hatte insbesondere der Jesuitenpater Wilhelm Lamormaini gro√üen Einfluss auf den streng gl√§ubigen Kaiser. Ferdinand II. soll ihm "bis zum blinden Gehorsam" vertraut haben. Wichtig war Ferdinand bei seinen Entscheidungen die Frage, ob sein Handeln rechtlich zul√§ssig sei. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Gutachten eingeholt. Von seinen geistlichen Ratgebern wollte er wissen, ob sein Handeln mit dem g√∂ttlichen Recht oder dem Naturrecht √ľbereinstimmen w√ľrde.[25]

Berater Ferdinands

Dänisch-niedersächsischer Krieg

Nach der Niederlage der B√∂hmen und der Besetzung der Pfalz schien Ferdinand auf der ganzen Linie gesiegt zu haben. Dass der Krieg dennoch weiterging, hatte Ursachen, an denen Ferdinand nicht unbeteiligt war. Da war zun√§chst das unbarmherzige Vorgehen in B√∂hmen, das im protestantischen Lager f√ľr Unmut sorgte. Hinzu kam, dass die √úbertragung der Kurw√ľrde von der Pfalz auf Bayern nicht gen√ľgend mit den protestantischen Kurf√ľrsten abgestimmt war. Dadurch drohte das konfessionspolitische Gleichgewicht in Richtung des Katholizismus zu kippen. Die Besetzung von Teilen der Pfalz drohte Ferdinand und das Reich zudem in internationale Konflikte etwa mit Frankreich zu verwickeln.[26]

Vor diesem Hintergrund wurde der Krieg wieder angefacht, als Christian IV. von D√§nemark, der als Herzog von Holstein auch Reichsf√ľrst und Oberster des nieders√§chsischen Reichskreises war, zusammen mit den St√§nden des nieders√§chsischen Reichskreises gegen Ferdinand und dessen Verb√ľndete vorgingen. Zur Bek√§mpfung dieser neuen Gegner reichte weder die Macht des Kaisers noch die der Liga aus. Der Kaiser nahm aus der Not heraus das Angebot Wallensteins, ein Heer auszur√ľsten und Ferdinand zur Verf√ľgung zu stellen, an.

Die Armee Wallensteins wurde die st√§rkste im Reich und daneben spielten die Truppen der Liga nur noch eine Nebenrolle. Insoweit hat sich Ferdinand von der Abh√§ngigkeit von der Liga aus den ersten Kriegsjahren befreit. Die Armee Wallensteins konnte zusammen mit den Truppen Tillys die Gegner besiegen und fast ganz Norddeutschland besetzen. Insbesondere die Zerst√∂rung Magdeburgs wurde als Angriff auf den Protestantimus insgesamt gesehen. Im Jahr 1629 musste der D√§nenk√∂nig im Frieden von L√ľbeck zuk√ľnftig auf jede Einmischung in deutsche Angelegenheiten verzichten.

Die Herzöge von Mecklenburg, welche dem König Christian IV. von Dänemark gegen Tilly und Wallenstein Hilfe geleistet hatten, entsetzte Ferdinand ihrer Länder und belehnte damit Wallenstein. Zwar scheiterte der Plan, sich der Seeherrschaft auf der Ostsee zu bemächtigen, an dem erbitterten Widerstand, den Stralsund der Belagerung durch Wallenstein entgegenstellte.

√úberdehnung des kaiserlichen Machtanspruchs

Egidius Sadeler: Kaiser Ferdinand II. triumphiert √ľber seine Feinde, Kupferstich, 1629

Dennoch hatte Ferdinand ganz Deutschland seiner Gewalt unterworfen. Nunmehr sah Ferdinand die Gelegenheit dazu seine gegenreformatorischen Ziele auf das ganze Reich zu √ľbertragen. Dazu wurde am 6. M√§rz 1629 das Restitutionsedikt erlassen. Die seit dem Augsburger Religionsfrieden protestantischen Hochstifte und Bist√ľmer sowie der s√§kularisierte Kirchenbesitz in den protestantischen Territorien sollten wiederhergestellt werden. Diese Ma√ünahmen, auf dem H√∂hepunkt der kaiserlichen Macht erlassen, waren zweifellos ein schwerer politischer Fehler. Er bedrohte nicht nur den Protestantismus sondern missachtete auch die Rechte der Reichsst√§nde. F√ľr diese schien dies der erste Schritt hin zu einem absolutistischen System auch im Reich zu sein. Dieser Punkt wurde auch von den katholischen Reichsst√§nden √ľberaus kritisch gesehen. Hinzu kam das Misstrauen gegen√ľber Wallenstein.[27]

Der Kaiser hatte 1629 als Lehnsherr von Reichsitalien inzwischen milit√§risch in die Frage der Erbfolge im Herzogtum Mantua gegen die Franzosen im Mantuanischer Erbfolgekrieg eingegriffen. Dabei handelte er unter dem Druck des spanischen Familienzweiges der Habsburger. Dies verst√§rkte noch die Kritik im Reich, f√ľhrte Ferdinand doch hier einen ausw√§rtigen Krieg ohne Zustimmung des Kurf√ľrstenkollegiums.[28]

Im Jahr 1630 kulminierte die Kritik der protestantischen und katholischen Kurf√ľrsten auf dem Regensburger Kurf√ľrstentag. Ferdinand ging es dort um die Wahl seines Sohnes Ferdinand zum r√∂mischen K√∂nig und um die finanzielle Unterst√ľtzung im Krieg um Mantua. Die Lage wurde noch versch√§rft als bekannt wurde, dass Gustav Adolf von Schweden in Pommern gelandet war. F√ľhrer der antikaiserlichen Opposition wurde Maximilian von Bayern. Die Kurf√ľrsten verlangten eine Verkleinerung der kaiserlichen Armee und die Entlassung Wallensteins. Der Kaiser sah sich gezwungen den Forderungen weitgehend nachzugeben. Wallenstein wurde als Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen entlassen. Tilly √ľbernahm diesen Posten. Das kaiserliche Heer wurde trotz der schwedischen Bedrohung verkleinert. In der Auseinandersetzung um Mantua musste Ferdinand Frieden schlie√üen. Die Wahl Ferdinand III. wurde verweigert und der Vollzug des Restitutionsedikts wurde ausgesetzt.[29] Der Kaiser, der kurz zuvor noch √ľberm√§chtig schien, hatte erheblich an Macht eingeb√ľ√üt. Sein Ziel einer Rekatholisierung und der Etablierung des Absolutismus auch im Reich war damit gescheitert.

Schwedischer Krieg

Die Landung des Schwedenk√∂nigs Gustav Adolf war der Beginn einer neuen Phase des Krieges. Zun√§chst war er in verschiedenen Schlachten siegreich. Brandenburg und Sachsen schlossen sich den Schweden an. Gustav Adolf bedrohte bald S√ľddeutschland.

Ferdinand hatte damit endg√ľltig alle errungenen Erfolge verloren und sah sich gen√∂tigt, um seine Erblande zu sch√ľtzen, Wallenstein wieder das Generalat zu √ľbertragen. Im Vertrag von G√∂llersdorf vom 14. April 1632 wurde dieser erneut zum ‚ÄěGeneralissimus" ernannt, mit dem alleinigen Recht, die kaiserliche Armee zu kommandieren. Der Kaiser musste Wallenstein zudem au√üerordentliche Rechte zugestehen. So hatte dieser das Recht selbstst√§ndig ohne Mitwirkung des Kaisers mit den Kriegsgegnern zu verhandeln.[30] Tats√§chlich errang Wallenstein bei N√ľrnberg und L√ľtzen wichtige Erfolge. In der Schlacht von L√ľtzen, die unentschieden endete, starb der Schwedenk√∂nig.

Jedoch wurde Wallensteins Position am Hof durch Gegner, zu denen insbesondere der spanische Botschafter, der Hofkriegsratspr√§sident Heinrich Graf Schlick und b√∂hmische Adelige geh√∂rten, in den folgenden Jahren untergraben. Anfang des Jahres 1634 war der Kaiser durch Berichte Piccolominis, die geheimen Verhandlungen des Generalissimus mit Schweden und Franzosen, vermittelt durch den Emigranten Graf Kinsky, und durch den sog. Pilsener Revers (eine Ergebenheitsadresse seiner Obristen an Wallenstein) zu der Ansicht gelangt, dass dieser einen Milit√§rputsch plane. Es wurde nun regelrecht Gericht √ľber Wallenstein gehalten, der f√ľr schuldig erkl√§rt und ge√§chtet und schlie√ülich get√∂tet wurde.

Inwieweit Ferdinand von den T√∂tungsabsichten wusste, sie gebilligt oder gar in Auftrag gegeben hat, ist unklar. Allerdings hat sich der Hof nach der Tat bem√ľht, Wallenstein Hochverrat nachzuweisen und die Ermordung zu rechtfertigen. [31]

Prager Friede und Tod

Wallensteins Nachfolger als Kommandant des Heeres wurde der ungarische K√∂nig und sp√§tere Kaiser Ferdinand III.. Ferdinands Heer siegte Anfang September 1634 in der Schlacht bei N√∂rdlingen. In der Folge wurde ganz S√ľddeutschland von kaiserlichen Truppen besetzt. Ferdinand II. suchte nun durch Zugest√§ndnisse an die evangelischen F√ľrsten dem Krieg ein Ende zu machen und schloss zu diesem Zweck 1635 den Prager Frieden mit Sachsen, in dem er auf die Durchf√ľhrung des Restitutionsediktes verzichtete und dem sich die meisten deutschen Protestanten anschlossen.

Grab Kaiser Ferdinands II.

F√ľr Ferdinand war der Vertrag zwiesp√§ltig. Auf der einen Seite musste er nun auch reichsrechtlich offiziell auf das Restitutionsedikt verzichten. Auf der anderen Seite war die Unterzeichnung durch die meisten Reichsst√§nde ein Erfolg. Damit war die grunds√§tzliche Opposition der protestantischen St√§nde beendet und die Schweden verloren ihren R√ľckhalt im Reich. Die St√§nde verzichteten auf ihr Recht Truppen zu unterhalten und B√ľndnisse einzugehen. Alle B√ľndnisse wie die Liga wurden aufgehoben und die Aufstellung einer Reichsarmee zugesichert. Indes blieben diese Beschl√ľsse letztlich wenig wirkungsvoll.[32]

Durch den Eintritt Frankreichs in den Krieg ebenfalls 1635 ging der Krieg weiter. Ferdinand konnte noch die Wahl seines Sohnes Ferdinand III. zum K√∂nig erreichen und starb am 15. Februar 1637 in Wien. Sein Grab befindet sich in dem f√ľr ihn und seine Familie erbauten Mausoleum in Graz.

Persönlichkeit

Ferdinand II. war von kleiner, gedrungener Gestalt. Seine k√∂rperliche Schw√§che k√∂nnte eine Folge der im Haus Habsburg gebr√§uchlichen Verwandtschaftsehen gewesen sein. Er hatte m√∂glicherweise einen Buckel, zumindest aber ein schweres R√ľckenleiden.[33]

Er soll heiter und freundlich gegen seine Umgebung gewesen sein; seine Gutm√ľtigkeit artete oft in Schw√§che aus, namentlich gegen√ľber gewissenlosen Beamten. Durch seine ma√ülose Freigiebigkeit zerr√ľttete er trotz einfacher Lebensweise seine Finanzen.[34] Er war flei√üig und gewissenhaft in der Erf√ľllung seiner Regentenpflichten, aber unselbst√§ndig in seinen Meinungen und ganz abh√§ngig von seinen R√§ten (v.a. Hans Ulrich von Eggenberg) und Beichtv√§tern.

Neben den zahlreichen Fr√∂mmigkeits√ľbungen widmete sich Ferdinand ausgiebig der Jagd und war ein Freund der Musik.[35] Er sprach flie√üend italienisch und beherrschte einigerma√üen gut Latein.[36]

Die Zeichnung der Persönlichkeit des Kaisers in dem Roman Wallenstein von Alfred Döblin entfernt sich ab einem gewissen Punkt vollständig von der historischen Wahrheit.

Familie

In erster Ehe heiratete Ferdinand am 23. April 1600 in Graz die Prinzessin Maria Anna von Bayern (1574‚Äď1616), Tochter des Herzog Wilhelm V. und dessen Gattin Prinzessin Renata von Lothringen. Diese nahe Verwandtschaft wurde selbst von Ferdinands Beichtvater kritisiert.[37]

Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor:

  • Christine (*/‚Ć 1601)
  • Karl (*/‚Ć 25. Mai 1603)
  • Johann Karl (* 1. November 1605 in Graz, ‚Ć 26. Dezember 1619 in Graz)
  • Ferdinand (IV. von Habsburg, 1608-1657), r√∂misch-deutscher Kaiser (III.)
  1. ‚ąě 1631 Maria Anna, Infantin von Spanien, Tochter K√∂nig Philipp III., K√∂nig von Spanien und dessen Gattin Erzherzogin Margarethe von Habsburg-Inner√∂sterreich.
  2. ‚ąě 1648 Maria Leopoldina von Habsburg-Tirol, Tochter Leopold V., Graf von Tirol und dessen Gattin Claudia a.d.H. Medici, Prinzessin von Toskana.
  3. ‚ąě 1651 Eleonore aus dem Haus Gonzaga, Tochter Carlo II., Herzog von Mantua und dessen Gattin Maria.

In zweiter Ehe heiratete er am 2. Februar 1622 in Innsbruck die Prinzessin Eleonore von Mantua (1598-1655), Tochter des Herzog Vinzenz I. von Mantua und dessen zweiter Gattin Prinzessin Eleonora de' Medici. Mit der Ehe verbanden sich Hoffnungen auf die Erbschaft Mantuas, was w√§hrend des drei√üigj√§hrigen Krieges zur milit√§rischen Intervention f√ľhrte.[37] Die Ehe blieb kinderlos.

Beide Ehen, die Ferdinand einging, sollen gl√ľcklich gewesen sein.[38]

Literatur

√Ąltere Literatur:

Neuere Darstellungen:

  • Hans Sturmberger: Aufstand in B√∂hmen. Der Beginn des Drei√üigj√§hrigen Krieges, M√ľnchen 1959.
  • Johann Franzl: Ferdinand II. Kaiser im Zwiespalt der Zeit. Graz u.a. 1978., ISBN 3-2221-1119-7
  • J√∂rg-Peter Findeisen: Der Drei√üigj√§hrige Krieg. Eine Epoche in Lebensbildern. Graz 1998.
  • Golo Mann: Wallenstein. 3. Aufl., Frankfurt a. M. 1971.
  • Hans-Thorald Michaelis: K√§rnter Exilantenschicksal in der Zeit der Gegenreformation. Ein Beitrag zur Geschichte der religi√∂s motivierten Vertreibungspolitik Erzherzog Ferdinand II. in K√§rnten in den Jahren 1596-1637. in: Jahrbuch f√ľr die Geschichte des Protestantismus in √Ėsterreich 112. Jg., Wien 1996.
  • Richard Reifenscheid: Die Habsburger in Lebensbildern, Piper Verlag 2007, ISBN 978-3-492-24753-5
  • Thomas Winkelbauer: St√§ndefreiheit und F√ľrstenmacht. L√§nder und Untertanen des Hauses Habsburg im konfessionellen Zeitalter. Teil 1. In: Herwig Wolfram(Herausgeber): √Ėsterreichische Geschichte 1522 - 1699. Verlag Carl Ueberreuther, Wien 2004., ISBN 3-8000-3532-4.
  • Matthias Schnettger: FERDINAND II.. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 18, Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7, Sp. 414‚Äď423.
  • Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 ISBN 3-406-34395-3 S.125-141
  • Karl Eder: II., Ferdinand. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, S. 83‚Äď85.
  • ҆tńõp√°n V√°cha: Der Herrscher auf dem Sakralbild zur Zeit der Gegenreformation und des Barock. Eine ikonologische Untersuchung zur herrscherlichen Repr√§sentation Kaiser Ferdinands II. in B√∂hmen, Prag 2009. ISBN 978-80-86890-23-4

Weblinks

 Commons: Ferdinand II. ‚Äď Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
 Wikisource: Ferdinand II. ‚Äď Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 ISBN 3-406-34395-3 S.127
  2. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.128
  3. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.197f.
  4. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.125
  5. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.127
  6. ‚ÜĎ Ferdinand II. (ZDF Reihe Die Deutschen II
  7. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.197
  8. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.128
  9. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.198
  10. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.128
  11. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.126
  12. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.128
  13. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.129
  14. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.199
  15. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.131
  16. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.131
  17. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.131
  18. ‚ÜĎ Gerhard Taddey: M√ľnchener Vertrag In: Ders. (Hrsg.): Lexikon der deutschen Geschichte. 2. Auflage. Kr√∂ner, Stuttgart 1982, ISBN 3-520-80002-0, S.852f
  19. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.132
  20. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.215
  21. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.206-209
  22. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.209
  23. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.212-215
  24. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.198f.
  25. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.126
  26. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.132
  27. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.134
  28. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.135
  29. ‚ÜĎ Gerhard Taddey: Regensburger Kurf√ľrstentag. In: Ders.: Lexikon der deutschen Geschichte. 2.√ľberarb. Aufl. Stuttgart, 1982 ISBN 3-520-80002-0 S.1017
  30. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.217
  31. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.220
  32. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.140
  33. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.196
  34. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.125
  35. ‚ÜĎ Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992 S.198
  36. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling/Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990 S.125
  37. ‚ÜĎ a b Brigitte Vacha (Hrsg.): Die Habsburger. Eine europ√§ische Familiengeschichte. Wien, 1992, S. 198
  38. ‚ÜĎ Dieter Albrecht: Ferdinand II. In: Anton Schindling, Walter Ziegler (Hrsg.): Die Kaiser der Neuzeit. 1519-1918. Heiliges r√∂misches Reich, √Ėsterreich, Deutschland. M√ľnchen, 1990, S. 125
Vorgänger Amt Nachfolger
Maximilian der Deutschmeister Regent (Statthalter) von Innerösterreich
1596‚Äď1619
‚Äď‚Äď‚Äď
(als regierender Erzherzog)
Matthias
(I.)
König von Böhmen, etc.
1617‚Äď1618
Friedrich von der Pfalz
Matthias
(II).
König von Ungarn, Kroatien, etc.
1618‚Äď1625
Ferdinand III.
Matthias Römisch-deutscher Kaiser
1619‚Äď1637
Erzherzog von √Ėsterreich, etc.
(III.)

1619‚Äď1637
Friedrich von der Pfalz König von Böhmen, etc.
(zweite Amtszeit)

1620‚Äď1627



Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Ferdinand I. (HRR) ‚ÄĒ Ferdinand I. Ferdinand I. (* 10. M√§rz 1503 in Alcal√° de Henares bei Madrid; ‚Ć 25. Juli 1564 in Wien) aus dem Geschlecht der Habsburger war von 1558 bis 1564 Kaiser des Heiligen R√∂mischen Reiches. Seit 1521 war ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Ferdinand III. (HRR) ‚ÄĒ Ferdinand III., Portrait von Frans Luycx (um 1638). √Ėl auf Leinwand Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. GG8024 (Schloss Ambras) Ferdinand III. (* 13. Juli 1608 in Graz; ‚Ć 2. April 1657 in Wien), geboren als Ferdinand Ernst, Erzherzog von… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Ferdinand IV. (HRR) ‚ÄĒ Ferdinand IV. als Kind mit seiner Mutter Maria Anna K√∂ ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Ferdinand I. ‚ÄĒ Ferdinand hie√üen folgende Herrscher: Inhaltsverzeichnis 1 Ferdinand 1.1 Ferdinand I. 1.2 Ferdinand II. 1.3 Ferdinand III./... 2 Ferdinand ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Ferdinand II. ‚ÄĒ Ferdinand hie√üen folgende Herrscher: Inhaltsverzeichnis 1 Ferdinand 1.1 Ferdinand I. 1.2 Ferdinand II. 1.3 Ferdinand III./... 2 Ferdinand ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Ferdinand III. ‚ÄĒ Ferdinand hie√üen folgende Herrscher: Inhaltsverzeichnis 1 Ferdinand 1.1 Ferdinand I. 1.2 Ferdinand II. 1.3 Ferdinand III./... 2 Ferdinand ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Ferdinand IV. ‚ÄĒ Ferdinand hie√üen folgende Herrscher: Inhaltsverzeichnis 1 Ferdinand 1.1 Ferdinand I. 1.2 Ferdinand II. 1.3 Ferdinand III./... 2 Ferdinand ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Ferdinand V. ‚ÄĒ Ferdinand hie√üen folgende Herrscher: Inhaltsverzeichnis 1 Ferdinand 1.1 Ferdinand I. 1.2 Ferdinand II. 1.3 Ferdinand III./... 2 Ferdinand ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Ferdinand von Habsburg ‚ÄĒ (auch Habsburg Lothringen) bzw. Ferdinand von √Ėsterreich (auch Erzherzog Ferdinand bzw. spanisch Fernando de Austria) ist der Name folgender Personen: Ferdinand I. (HRR) (1503‚Äď1564), r√∂misch deutscher Kaiser, K√∂nig von Ungarn und B√∂hmen,… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Ferdinand von √Ėsterreich ‚ÄĒ ist Name(nsbestandteil) folgender habsburgischer F√ľrsten und Prinzen: Ferdinand I. (1793‚Äď1875), Kaiser von √Ėsterreich Ferdinand I. (1503‚Äď1564), R√∂misch Deutscher Kaiser, Erzherzog von √Ėsterreich Ferdinand II. (1578‚Äď1637), R√∂misch Deutscher Kaiser ‚Ķ   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.