Fernmeldeturm Habichtswald


Fernmeldeturm Habichtswald
Fernmeldeturm Habichtswald
Habichtswald Fernmeldeturm.jpg
Basisdaten
Ort: im Habichtswald auf dem Essigberg
Verwendung: Fernsehturm
Bauzeit: 1972–1975
(andere Angaben: 1973–1976)
Technische Daten
Gesamthöhe: 186 m

Der Fernmeldeturm Habichtswald ist ein Fernmeldeturm (FMT) auf dem im Hohen Habichtswald gelegenen Essigberg im nordhessischen Landkreis Kassel und mit 186 m Höhe der höchste Typenturm Deutschlands. Er ist eine modifizierte Variante des „FMT 3/72“ und öffentlich nicht zugänglich.

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Der Fernmeldeturm Habichtswald steht etwas südöstlich der höchsten Stelle des waldreichen Essigbergs, dem Nordwestausläufer des Hohen Gras. Von der äußersten westlichen Grenze des Stadtgebiets der Großstadt Kassel ist er etwa 700 m entfernt, so dass er nicht zu Kassel sondern zur Gemeinde Habichtswald gehört, deren nächstgelegener Ortsteil Ehlen 2,8 km nordwestlich liegt.

Geschichte und Beschreibung

Der von 1972 bis 1975 (andere Angaben verweisen auf 1973 bis 1976) erbaute Fernmeldeturm Habichtswald dient neben dem Richtfunk und dem nichtöffentlichen Landfunkdienst auch zur Verbreitung von UKW-Hörfunk- und TV-Programmen. Seine Sendeanlage wurde am 16. März 1976 in Betrieb genommen.

Sendeanlage

Die Sendeanlage des Fernmeldeturms Habichtswald strahlt über eine in 146 m Höhe montierte Antenne die UKW-Hörfunkprogramme hr3 und hr4-Nordost-Hessen (ehemals Radio Kurhessen) ab. In 160 m Höhe trägt der Turm eine weitere UKW-Sendeantenne, über die das Programm von Hit Radio FFH abgestrahlt wird.

Frequenzen und Programme

Analoges Radio (UKW)

Beim Antennendiagramm sind im Falle gerichteter Strahlung die Hauptstrahlrichtungen in Grad angegeben.

Frequenz 
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
101,2 hr3 __hr3___/h__r__3_/_h_r_3__/__hr3___/
-*hr3*-_/**hr3**_ *1)
D363 20 ND H
103,2 hr4 hr4_Nord
__hr4___ *1)
D664 (regional), 
D364
Nordost-Hessen 20 ND H
103,7 Hitradio FFH _FFH-KS_
HITRADIO/___FFH__ *1) *2)
D468 (regional), 
D368
Nordhessen/Kassel 20 D (110°-240°, 320°-60°) H

*1): Manchmal dynamisch mit Sendungsinformationen, Musiktitelinformationen oder Webadressen.
*2): Dynamisch, teilweise mit Nachrichten.

Digitales Fernsehen (DVB-T)

Die DVB-T-Ausstrahlungen starteten am 29. Mai 2006 und sind im Gleichwellenbetrieb mit anderen Sendestandorten.

Kanal Frequenz 
(MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
(MBit/s)
SFN
32 562 ARD national (hr) 50 ND H 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Essigberg (Fernmeldeturm Habichtswald), Hoher Meißner
Rimberg (Knüll), Angelburg
55 746 ARD regional (hr) 
Nordhessen
50 ND H 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Essigberg, Hoher Meißner
42 642 ZDFmobil 50 ND H 16-QAM 
(8-k-Modus)
2/3 1/4 13,27 Essigberg, Hoher Meißner

Der Empfang von den Privatsendergruppen RTL, sowie ProSiebenSat.1 ist in günstigen Lagen über Dachantenne von Hannover/Braunschweig möglich.

In absolut seltenen Fällen kann es auch möglich sein, DVB-T Rhein-Main vom Großen Feldberg im Taunus bei Frankfurt/Main per Hochleistungsdachantenne zu empfangen, günstige Lage vorausgesetzt.

Ehemaliges Analoges Fernsehen (PAL)

Die analoge Verbreitung von Fernsehprogrammen wurde an diesem Standort mit der Inbetriebnahme von DVB-T zum 29. Mai 2006 beendet. Zuvor wurde in analogem PAL Folgendes gesendet:

Kanal Frequenz 
(MHz)
Programm ERP 
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
56 751,25 Das Erste (hr) 50 ND H
28 527,25 ZDF 100 ND H
41 631,25 hessen fernsehen/Hessen 3 100 ND H

Amateurfunk

An diesem Standort ist auch das Amateurfunkrelais DB0TM (438.850 MHz) beheimatet.

Siehe auch

51.3138888888899.3458333333333

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