Fortuna DĂŒsseldorf

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Fortuna DĂŒsseldorf
Fortuna DĂŒsseldorf
Vereinswappen
Voller Name DĂŒsseldorfer Turn- und Sportverein
Fortuna 1895 e.V.
GegrĂŒndet 5. Mai 1895
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion ESPRIT arena
PlÀtze 54.600
PrÀsident Peter Frymuth
Trainer Norbert Meier
Homepage www.fortuna-duesseldorf.de
Liga 2. Bundesliga
2010/11 7. Platz
Trikotfarben
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Heim
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AuswÀrts

Fortuna DĂŒsseldorf (vollstĂ€ndiger Name: DĂŒsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V.) ist ein deutscher Sportverein aus dem DĂŒsseldorfer Stadtteil Flingern. GĂ€ngige Kurzbezeichnungen sind Fortuna oder – in Anspielung auf das Vereinswappen – F95. In Anlehnung an seine Herkunft ist oft ebenso die Bezeichnung „die Flingeraner“ gelĂ€ufig. GrĂ¶ĂŸte Erfolge der Vereinsgeschichte waren der Gewinn der deutschen Meisterschaft im Jahr 1933, das Erreichen des Finales des Europapokals der Pokalsieger 1979 und zwei DFB-Pokalsiege (1979 und 1980). Ab den achtziger Jahren geriet der Verein in einen AbwĂ€rtstrend, in dem er zunĂ€chst zu einer Fahrstuhlmannschaft avancierte und von 2002 bis 2004 gar in der damals viertklassigen Oberliga spielte. Seitdem ist eine Konsolidierung eingetreten, in deren Zuge der Verein 2008 die Qualifikation fĂŒr die neu gegrĂŒndete 3. Liga schaffte. 2009 kehrte die Fortuna nach einem 1:0-Sieg gegen Werder Bremen II in die 2. Liga zurĂŒck.

Der Verein spielte in den Jahren 1966/1967, 1971 bis 1987, 1989 bis 1992 sowie zuletzt von 1995 bis 1997 in der Bundesliga und belegt mit 920 Punkten Platz 18 der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga (Stand 01/2010).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Von der Entstehung zum deutschen Meister (1895–1945)

Festschrift 1925, erstmalige Verwendung des F95

Am 5. Mai 1895 wurde der Turnverein Flingern 1895 gegrĂŒndet und entwickelte sich zu einem der ganz großen deutschen Traditionsvereine. Zielsetzung des Vereins war die „KörperertĂŒchtigung und Bewegung“. Im Mai 1911 wurde der Fußballklub Alemania 1911 gegrĂŒndet. Anderthalb Jahre spĂ€ter, 1912, wurde dieser in Fußballklub Fortuna 1911 umbenannt, und Mitte 1913 schloss er sich mit dem am 1. Mai 1908 gegrĂŒndeten DĂŒsseldorfer Fußballklub Spielverein zum DĂŒsseldorfer Fußballklub Fortuna 1911 zusammen. Dieser wiederum fusionierte am 15. November 1919 mit dem Turnverein Flingern 1895 zum DĂŒsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895. Die Namensgebung nach der römischen Schicksals- und GlĂŒcksgöttin wurde inspiriert durch ein zufĂ€llig an den VereinsgrĂŒndern vorbeifahrendes Pferdefuhrwerk einer Brotfabrik namens Fortuna.[1]

Seit den 1920er Jahren spielte die Fortuna regelmĂ€ĂŸig in der höchsten Klasse des Westdeutschen Spiel-Verbandes. Im Jahr 1927 gelang die erste Teilnahme an der Endrunde zur deutschen Meisterschaft, die Fortuna schied allerdings bereits im Achtelfinale mit 1:4 gegen den Hamburger SV aus. Zwei Jahre spĂ€ter qualifizierte sich die Fortuna erneut fĂŒr die Endrunde, diesmal hieß es im Achtelfinale 1:5 gegen die SpVgg FĂŒrth. Im Jahr 1931 gelang der Gewinn des Westdeutschen Titels und damit verbunden die dritte Teilnahme an der Endrunde. Erneut war im Achtelfinale Endstation nach einem 2:3 n.V. gegen Eintracht Frankfurt.

Am 11. Juni 1933 wurde der Verein Deutscher Meister. Die Fortuna setzte sich im Meisterschaftsendspiel, das in Köln stattfand, mit 3:0 gegen den FC Schalke 04 durch. Zuvor bezwang sie Rasensport Gleiwitz, Arminia Hannover und Eintracht Frankfurt. Bis heute ist dies der grĂ¶ĂŸte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Bis zum Zweiten Weltkrieg nahm die Fortuna zwischen 1936 und 1940 noch fĂŒnf Mal als Meister der Gauliga Niederrhein an der Endrunde teil. Dabei gelang dem Verein im Jahr 1936 eine weitere Finalteilnahme (1:2 n.V. gegen den 1. FC NĂŒrnberg) sowie ein dritter Platz 1938. Zudem zog er 1937 ins Finale um den Tschammer-Pokal (1:2 gegen den FC Schalke 04) ein. Bedeutendster Spieler wĂ€hrend dieser Zeit war Paul Janes, der von allen bisherigen Spielern des Vereins mit 71 Spielen die meisten LĂ€nderspiele bestritt.

Saisonbilanzen 1947–1963
Saison Platz Tore Punkte
1947/48 7. Platz 41:41 24:24
1948/49 11. Platz 31:45 20:28
1949/50 2. Platz 73:37 44:16
1950/51 5. Platz 49:35 31:29
1951/52 12. Platz 43:48 26:34
1952/53 9. Platz 68:60 30:304
1953/54 10. Platz 53:49 27:33
1954/55 6. Platz 66:65 30:30
1955/56 6. Platz 55:48 36:24
1956/57 6. Platz 65:53 33:27
1957/58 9. Platz 57:58 29:31
1958/59 3. Platz 89:56 39:21
1959/60 15. Platz 46:53 26:34
1960/61 2. Platz 85:42 44:16
1961/62 9. Platz 57:50 32:28
1962/63 13. Platz 43:64 22:38
grĂŒn unterlegt: Oberliga
grau unterlegt: II. Division

Oberliga (1947–1963)

Von 1947 bis zur EinfĂŒhrung der Bundesliga 1963 spielte die Fortuna in der Oberliga West, mit Ausnahme der Saisons 1949/50 und 1960/61, als sie jeweils in die zweite Liga West abgestiegen war, jedoch beide Male mit dem zweiten Tabellenplatz den direkten Wiederaufstieg schaffte. Meist platzierte sich die Fortuna im Mittelfeld der Oberliga, die beste Platzierung war ein dritter Platz in der Saison 1958/59. Bedeutendster Spieler in der Nachkriegszeit war Anton „Toni“ Turek, der 1954 beim „Wunder von Bern“ im Tor der deutschen Nationalmannschaft stand. Hatte DĂŒsseldorf 1949 sportlich den Klassenerhalt knapp geschafft, so musste das Team aufgrund eines Lizenz-Entzuges in die zweite Division zwangsabsteigen.

In der Oberligazeit gelang der Fortuna weitere drei Mal der Einzug ins DFB-Pokalfinale, jedoch gingen alle drei Endspiele verloren (1957 gegen Bayern MĂŒnchen mit 0:1, 1958 gegen den VfB Stuttgart mit 3:4 n.V. sowie 1962 mit 1:2 n.V. gegen den 1. FC NĂŒrnberg).

Da die Platzierungen in der Nachkriegszeit meistens im Mittelfeld stattgefunden hatten, verfehlte DĂŒsseldorf die Qualifikation fĂŒr die 1963 neu eingefĂŒhrte Bundesliga. Fortan spielte der Verein in der Regionalliga West. Dieser wurden alle Vereine der vormaligen gleichnamigen Oberliga zugeteilt, die die Qualifikation fĂŒr die neue höchste Spielklasse verfehlt hatten.

Saisonbilanzen 1963–1971
Saison Platz Tore Punkte
1963/64 3. Platz 85:50 50:26
1964/65 3. Platz 71:38 43:25
1965/66 1. Platz 79:22 58:10
1966/67 17. Platz 44:66 25:43
1967/68 6. Platz 65:49 35:33
1968/69 4. Platz 64:35 45:23
1969/70 4. Platz 65:33 44:24
1970/71 2. Platz 70:26 56:12
rot unterlegt: Regionalliga

Regionalliga mit einjĂ€hrigem Bundesliga-Intermezzo (1963–1971)

Der Fortuna misslang es zunĂ€chst, sich fĂŒr die im Jahr 1963 neu eingefĂŒhrte Bundesliga zu qualifizieren. In den folgenden drei Jahren spielte der Verein daher in der Regionalliga West, die die gleichnamige Oberliga ersetzt hatte. Zwar spielte er von Anfang an in der Spitzengruppe mit, verpasste jedoch in den beiden ersten Spielzeiten mit zwei dritten PlĂ€tzen die Relegation zur Bundesliga.

1966 wurde DĂŒsseldorf mit nur zwei Saison-Niederlagen souverĂ€n Erster und traf in der Relegations-Gruppe 1 auf Hertha BSC, den FK Pirmasens und die Kickers Offenbach. Vor dem letzten Spieltag lagen die Flingeraner punktgleich mit Pirmasens, sodass es zum Fernduell der beiden Konkurrenten kam. WĂ€hrend die Pirmasenser 2:1 gegen Hertha gewannen, konnte DĂŒsseldorf mit 5:1 Offenbach bezwingen und stieg aufgrund des besseren TorverhĂ€ltnisses erstmals in die Bundesliga auf.

Im ersten Bundesligaspiel traf DĂŒsseldorf auswĂ€rts auf Borussia Dortmund. Nach einer torlosen ersten Halbzeit gingen die GĂ€ste mit 1:0 durch JĂŒrgen Schult in FĂŒhrung. Wenige Minuten spĂ€ter konnten die Dortmunder ausgleichen, ehe Peter Meyer in der achtzigsten Minute den Siegtreffer fĂŒr Fortuna erzielte. Trotzdem stieg DĂŒsseldorf nach dieser Saison wieder ab.

1971 wurden die Flingeraner hinter dem punktgleichen VfL Bochum Vizemeister der Regionalliga West und qualifizierte sich erneut fĂŒr die Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Dort stand der Verein dem Borussia Neunkirchen, dem FC St. Pauli, dem 1. FC NĂŒrnberg und Wacker 04 Berlin gegenĂŒber. In den ersten fĂŒnf Spielen ungeschlagen stand der Verein am Ende der Runde auf Tabellenplatz eins; lediglich zwei Unentschieden auswĂ€rts gegen St. Pauli und Neunkirchen musste der Verein hinnehmen, womit die RĂŒckkehr in die höchste Spielklasse gelang.

Etablierung in der Bundesliga (1971–1987)

Die zweite Bundesligasaison begann mit einer AuswĂ€rtsniederlage gegen den FC Bayern MĂŒnchen. Obwohl die Fortuna am sechsten Spieltag den vierten Tabellenplatz belegen konnte, rutschte sie danach in die untere TabellenhĂ€lfte ab und befand sich demnach im Abstiegskampf, der jedoch nicht zuletzt durch den Bestechungsskandal und dem damit verbundenen Zwangsabstieg von Arminia Bielefeld souverĂ€n gemeistert wurde.

Saisonbilanzen 1971–1987
Saison Platz Tore Punkte
1971/72 13. Platz 40:53 30:38
1972/73 3. Platz 62:45 42:26
1973/74 3. Platz 61:47 41:27
1974/75 6. Platz 66:55 41:27
1975/76 12. Platz 47:57 30:38
1976/77 12. Platz 52:54 31:37
1977/78 5. Platz 63:38 46:30
1978/79 7. Platz 70:59 37:31
1979/80 11. Platz 62:72 32:36
1980/81 13. Platz 57:64 28:40
1981/82 15. Platz 53:66 29:39
1982/83 9. Platz 63:75 30:38
1983/84 14. Platz 54:78 29:39
1984/85 15. Platz 53:66 29:39
1985/86 14. Platz 54:78 29:39
1986/87 17. Platz 42:91 20:48

Ab 1972 nutzte die Fortuna das im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 komplett umgebaute Rheinstadion. Damit begann zugleich die erfolgreichste Zeit des Vereins. Unmittelbar nach dem erstmaligen Klassenerhalt in der Bundesliga spielte der Verein um die Spitzengruppe mit und war ab dem neunten Spieltag auf Platz zwei den Bayern dicht auf den Fersen. Eine 1:2-AuswĂ€rtsniederlage gegen den Hamburger SV brachte Fortuna jedoch aus dem Konzept, sodass fĂŒr die sechs darauffolgenden kein Sieg mehr gelang und der Verein zunĂ€chst auf Rang fĂŒnf abrutschte. Die Siege am Saisonende brachten dann mit 42:26 noch Platz drei ein, was bis heute die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte seit EinfĂŒhrung der Bundesliga darstellt.

1973/74 gelang erneut der dritte Platz in der Abschlusstabelle. Zudem wurde drei Mal in Folge das Endspiel im DFB-Pokal erreicht. Im Jahr 1978 ging das Finale verloren (0:2 gegen den 1. FC Köln), ein Jahr spĂ€ter wurde DĂŒsseldorf zum ersten Mal DFB-Pokalsieger nach einem 1:0 n.V. gegen Hertha BSC Berlin durch einen Treffer von Wolfgang Seel. Im darauffolgenden Jahr 1980 wurde Fortuna abermals Pokalsieger nach einem 2:1 gegen den 1. FC Köln. Danach gelang bis 2002 keinem Verein mehr die Titelverteidigung im DFB-Pokal.

Am 9. Dezember 1978 gelang der Fortuna ein 7:1-Sieg ĂŒber Bayern MĂŒnchen, der bis heute die höchste AuswĂ€rtsniederlage des Rekordmeisters in einem Pflichtspiel ist. DarĂŒber hinaus ist Fortuna DĂŒsseldorf der einzige Verein in Deutschland, der im DFB-Pokal 18 Spiele hintereinander gewann (von 1978 bis 1981).[2]

Im Zuge der sportlichen Erfolge zog die Fortuna in den siebziger Jahren mehrfach in den Europapokal der Pokalsieger bzw. den UEFA-Pokal ein. Im Jahr 1979 erreichte der Verein sogar das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger, das er am 16. Mai 1979 in Basel mit 3:4 n.V. gegen den FC Barcelona verlor. Star des Vereins war wĂ€hrend dieser Zeit Klaus Allofs, der damals auch in der Nationalmannschaft spielte und 1980 Europameister sowie TorschĂŒtzenkönig des Turniers wurde.

Ab den achtziger Jahren verlor der Verein den Anschluss an die Spitzengruppe der Bundesliga, 1987 stieg er zum zweiten Mal – nach 1967 – aus der Bundesliga ab.

Fahrstuhlmannschaft (1987–1999)

Saisonbilanzen 1987–1999
Saison Platz Tore Punkte
1987/88 5. Platz 63:38 46:30
1988/89 1. Platz 85:52 49:27
1989/90 9. Platz 41:41 32:36
1990/91 12. Platz 40:49 32:36
1991/92 20. Platz 41:69 24:52
1992/93 21. Platz 45:65 34:58
1993/94 1. Platz 65:23 52:8
1994/95 3. Platz 51:35 43:25
1995/96 13. Platz 40:47 40
1996/97 16. Platz 26:57 33
1997/98 7. Platz 52:54 46
1998/99 18. Platz 35:59 28
gelb unterlegt: 2. Bundesliga
grĂŒn unterlegt: Oberliga

Neuer Trainer wurde der Bosnier Aleksandar Ristić, der fĂŒr den Verein bis 1990 sowie von 1992 bis 1996 zustĂ€ndig war und somit zur prĂ€gnantesten Person dieser Epoche wurde. Die Folgejahre waren von hĂ€ufigen Auf- und Abstiegen geprĂ€gt. Fortuna DĂŒsseldorf avancierte damit zu dem Verein mit den meisten Auf- und Abstiegen in den ersten vier Ligen in den letzten 20 Jahren.[3]

Im Jahr 1989 gelang den Flingeranern der Wiederaufstieg. Im selben Jahr beteiligte sich die DĂŒsseldorfer Punkband Die Toten Hosen, die zugleich zu den prominentesten Fans des Vereins zĂ€hlen, an der Finanzierung des Kaufs Anthony Baffoes von Fortuna Köln. In der Saison 1988/89 schossen Sven Demandt, mit 35 Treffern TorschĂŒtzenkönig der zweiten Liga, und Michael Preetz die Fortuna wieder in die höchste deutsche Spielklasse. Nach einem weiteren Wortgefecht zwischen Ristić und der VereinsfĂŒhrung verließ der Trainer aber im Jahr 1990 den Verein in Richtung FC Schalke 04. Die Rot-Weißen aus der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens erkĂ€mpften sich in der Folgezeit den Klassenerhalt, aber nur ein Jahr spĂ€ter, in der Spielzeit 1991/92 stieg das Team als Tabellenletzter in die zweite Liga ab, um eine weitere Spielzeit spĂ€ter in die Oberliga Nordrhein, damals die dritthöchste deutsche Spielklasse, abzustĂŒrzen.

Die Fortuna wollte im Eiltempo wieder zurĂŒck in den bezahlten Fußball und verpflichtete wieder Aleksandar Ristić, der mit den Flingeranern den direkten Durchmarsch zurĂŒck in die 1. Liga (1994 Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1995 Aufstieg in die 1. Bundesliga) schaffte. (Den Durchmarsch von der 3. in die 1. Liga erreichten auch der TSV 1860 MĂŒnchen 1992–1994, Arminia Bielefeld 1994–1996, der 1. FC NĂŒrnberg 1996–1998, der SSV Ulm 1846 1997–1999 und die TSG 1899 Hoffenheim 2006–2008).[4] Von 1995 bis 1997 spielte DĂŒsseldorf zuletzt in der Bundesliga.

Der Verein verfĂŒgte ĂŒber geringe finanzielle Mittel, weshalb Ristić zum grĂ¶ĂŸten Teil der Mannschaft vertraute, mit der er den Durchmarsch schaffte. DarĂŒber hinaus verpflichtete der Verein einige Altstars z.B. Darko Pančev, der in der Saison 90/91 mit 34 Treffern den jugoslawischen (serbischen) Rekordmeister Roter Stern Belgrad zum Gewinn der UEFA Champions League schoss. Auch der eigene Nachwuchs kam zum Zuge, wovon einigen Spielern z.B. Ben Manga der Sprung in die erste Mannschaft gelang. Der Sturm mit Mill, Pančev und Cyron konnte weniger ĂŒberzeugen, dagegen die Defensive um den TorhĂŒter Georg Koch, der ein starker RĂŒckhalt fĂŒr seine Mannschaft und der absolute Publikumsliebling war.

Die Fortuna ĂŒberzeugte im ersten Spiel auswĂ€rts in Bremen, wo der Mannschaft zur Überraschung vieler Experten, ein 1:1-Unentschieden gelang. Die Hinrunde verlief jedoch insgesamt schlecht, weshalb der Traditionsverein zur Winterpause den letzten Tabellenplatz belegte. Die Highlights waren die guten Auftritte im DFB-Pokal. Am 18. September 1995 besiegte das Team in der zweiten Runde den FC Bayern MĂŒnchen, der mit seinen Topstars (Papin, Klinsmann, MatthĂ€us, Scholl, etc.) und dem damaligen Trainer Rehhagel im Rheinstadion antrat, mit 3:1 (Pančev, Cyron und Seliger).[5] Die Fortuna verpasste nur knapp das Endspiel, nachdem sie im Halbfinale dem KSC mit 0:2 unterlag. WĂ€hrend die Mannschaft in der Hinrunde oft die Punkte teilte oder Spiele verlor, drehte sie in der RĂŒckserie auf und schaffte souverĂ€n den Klassenerhalt. Die Fortuna belegte am Ende der Saison 95/96 den 13. Tabellenplatz.

Karte des Spiels SV Meppen – Fortuna DĂŒsseldorf in der Saison 97/98

Die Folgesaison verlief nicht erfolgreich. Nach der Partie gegen den KSC beschwerten sich einige Spieler u.a. Jörg Bach ĂŒber den teilweise schroffen Stil ihres bosnischen Trainers. Der damalige KlubprĂ€sident JĂŒrgen Hauswald, der sich stĂ€ndig mit Ristić stritt, weil er sich in sportliche Belange einmischte, wofĂŒr er oft vom Trainer öffentlich kritisiert oder teilweise blamiert wurde, nutzte die Gelegenheit und entließ Ristić in der Hinrunde. Rudolf Wojtowicz, der viele Jahre Ristić assistierte, wurde neuer Cheftrainer. Diese Maßnahme fĂŒhrte jedoch zu nichts, die Mannschaft stieg wieder ab. Nach drei chaotischen Spielzeiten stieg der Verein im Jahr 1999 aus der zweiten Bundesliga ab.

Absturz in die Regional- und Oberliga (1999–2004)

Saisonbilanzen 1999–2004
Saison Platz Tore Punkte
1999/00 6. Platz 53:35 53
2000/01 16. Platz 46:52 42
2001/02 17. Platz 36:57 32
2002/03 8. Platz 47:49 46
2003/04 2. Platz 72:38 71
rot unterlegt: Regionalliga
grĂŒn unterlegt: Oberliga

Ab 1999 spielte der Verein fĂŒr die Dauer von knapp einem Jahrzehnt in den Amateurklassen – zwischen 2002 und 2004 sogar in der viertklassigen Oberliga. In der ersten Regionalliga-Saison spielte die Fortuna in der Staffel West/SĂŒdwest, die sie mit dem sechsten Platz abschloss. Dies bedeutete gleichzeitig die Qualifikation fĂŒr die ab der Folgesaison zweigleisige Regionalliga, wobei der Verein der Staffel Nord zugeordnet wurde. Wieder – nun zum dritten Mal – verpflichtete der Verein Ristic als Trainer, der aufgrund des geringen Erfolges wĂ€hrend der Saison erneut entlassen wurde. Auch in den folgenden drei Jahren entwickelte sich der Trainerposten zum Schleudersitz. Nachdem der Verein in der Saison 2000/01 zunĂ€chst sportlich abgestiegen war, profitierte er vom Lizenzentzug des SV Wilhelmshaven sowie von Sachsen Leipzig. Zur selben Zeit war der Klub in grĂ¶ĂŸere finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Toten Hosen erklĂ€rten sich aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage des Traditionsvereins bereit, den Verein zwei Jahre lang zu sponsern – von 2001 bis 2003 – und ihn darĂŒber hinaus weiterhin zu fördern.[6]

Die Folgesaison beendete die Fortuna auf dem vorletzten Tabellenplatz, weshalb sie in die Oberliga Nordrhein absteigen musste. Die erste Saison in der Oberliga schlossen die „Flingeraner“ auf dem achten Tabellenplatz ab. Ein Jahr spĂ€ter landete DĂŒsseldorf auf Platz zwei; da jedoch der Tabellenerste SSVg. Velbert keine Lizenz fĂŒr die Regionalliga Nord beantragte, durfte die Fortuna stattdessen aufsteigen.

Das letzte Spiel der Fortuna im Rheinstadion fand am 3. MĂ€rz 2002 gegen Rot-Weiss Essen vor 21.000 Zuschauern statt (1:1). Im Herbst 2002 wurde dann das zuletzt 56.000 Zuschauer fassende Rheinstadion gesprengt, um einer zeitgemĂ€ĂŸen Multifunktionsarena Platz zu machen.[7] Einzelne Teile des Rheinstadions wurden versteigert, um den Verein aus den finanziellen Schwierigkeiten zu bringen. Die HeimspielstĂ€tte des Vereins war seit der Sprengung des Rheinstadions bis zum Beginn der Saison 2005/2006 das nach Modernisierung und Ausbau 8.700 Zuschauer fassende Paul-Janes-Stadion.

Konsolidierung (2004–2008)

Blick von der Warsteiner-TribĂŒne der ESPRIT arena
Saisonbilanzen 2004–2010
Saison Platz Tore Punkte
2004/05 8. Platz 46:42 49
2005/06 5. Platz 62:47 63
2006/07 10. Platz 50:47 51
2007/08 3. Platz 49:29 61
2008/09 2. Platz 54:33 69
2009/10 4. Platz 48:31 59
2010/11 7. Platz 49:39 53
rot unterlegt: Regionalliga
violett unterlegt: 3. Liga
gelb unterlegt: 2. Bundesliga

Am 10. September 2004 absolvierte Fortuna DĂŒsseldorf ihr erstes Spiel in der damaligen LTU arena gegen den 1. FC Union Berlin mit 2:0. Bei diesem Spiel wurde mit 38.123 Zuschauern ein neuer Zuschauerrekord fĂŒr die Regionalliga Nord aufgestellt. Das seit 2009 ESPRIT arena genannte Stadion bietet Platz fĂŒr 51.500 Zuschauer und dient seit der Saison 2005/06 als HauptspielstĂ€tte, nachdem dort in der Vorsaison bereits vereinzelte „Spitzenspiele“ ausgetragen wurden. Anhaltende Erfolglosigkeit der Mannschaft sowie schwerwiegende Fehler des Managements sorgten zu diesem Zeitpunkt dafĂŒr, dass die Fortuna sich erneut in akuter Abstiegsgefahr befand. Zum Ende der Hinrunde der Saison 2005/06 sah die Bilanz positiver aus: Trotz des schwachen Starts mit vier Niederlagen in Folge kam es zu einer Serie mit 23 Punkten aus zehn Spielen. Am Saisonende reichte es fĂŒr den fĂŒnften Tabellenplatz; neun Punkte fehlten zu einem Aufstiegsplatz. Die darauffolgende Spielzeit verlief weniger erfolgreich und endete im Mittelfeld der Tabelle.

In der Saison 2007/08 beendete die neue Mannschaft der Fortuna die schwarze Serie von 12 in Folge nicht gewonnenen Auftaktspielen mit einem 1:0-Sieg in der Regionalliga Nord bei Union Berlin. Am 8. September 2007 stellte Michael Melka einen neuen Vereinsrekord auf. Er war zu diesem Zeitpunkt seit 720 Minuten ohne Gegentor geblieben. Damit brach er den alten Vereinsrekord von Jörg Schmadtke. Am 9. Spieltag kassierte Fortuna den ersten Gegentreffer, wodurch Michael Melka bis dahin 802 Minuten ohne Gegentor war. Damit brach er auch den Rekord in „Spielminuten ohne Gegentor seit Saisonbeginn“ von Timo Hildebrand. Am 12. November 2007 wurde Trainer Uwe Weidemann trotz eines dritten Tabellenplatzes mit nur zwei Punkten RĂŒckstand auf die AufstiegsplĂ€tze entlassen. Bis zur Winterpause betreuten das Team Manager Wolf Werner und Co-Trainer Uwe Klein. Am 1. Januar 2008 wurde Norbert Meier offiziell als neuer Cheftrainer vorgestellt.

WĂ€hrend des gesamten Saisonverlaufes spielte Fortuna um den Aufstieg in die zweite Bundesliga mit; gegen Ende der Spielzeit gelang eine Serie, in der sie ungeschlagen blieb. Trotz eines 4:0-AuswĂ€rtssieges gegen Rot-Weiß Erfurt am letzten Spieltag unterlag sie im Fernduell den unmittelbaren Konkurrenten Rot Weiss Ahlen und Rot-Weiß Oberhausen, die ebenfalls siegten und somit in die zweithöchste Spielklasse aufstiegen.

RĂŒckkehr in den Profifußball (seit 2008)

Der dritte Platz bedeutete jedoch die Qualifikation fĂŒr die neu eingefĂŒhrte eingleisige 3. Liga, in der die Fortuna in der Saison 2008/09 vertreten war. Dort stellte die Fortuna am 23. Mai 2009 beim Heimspiel gegen Werder Bremen II in der LTU Arena mit 50.095 Besuchern den Zuschauerrekord fĂŒr drittklassigen Fußball in Deutschland auf.[8] Durch den 1:0-Sieg bei diesem Spiel wurde gleichzeitig der Aufstieg in die 2. Bundesliga erreicht.[9]

Die Zweitliga-Saison 2009/2010 nahm einen grandiosen Auftakt mit einem DFB-Pokalthriller gegen den erstklassigen Hamburger SV. In der VerlĂ€ngerung wurde ein 2:3-RĂŒckstand zu einem 3:3 egalisiert, bevor das Spiel im Elfmeterschießen doch noch verloren ging. Dessen ungeachtet, skandierten die Fortuna-Fans unter den 35.600 Zuschauern, wĂ€hrend des Spiels, immer wieder minutenlang: "Wir sind die Fortuna – wir sind wieder da!" um die RĂŒckkehr des Traditionsvereins in den bundesweit wahrgenommenen Profifussball zu feiern. In dieser Saison in der 2. Liga gelang es der Fortuna, sich in der oberen TabellenhĂ€lfte festzusetzen und somit den positiven Trend fortzufĂŒhren. Bis zum vorletzten Spieltag hatte das Team von Norbert Meier sogar die Chance, die Aufstiegs-Relegation zu erreichen. Letztlich fehlten jedoch drei Punkte auf den drittplatzierten FC Augsburg, was vor allem auf Fortunas AuswĂ€rtsschwĂ€che zurĂŒckzufĂŒhren ist. Die Saison 2009/10 beendeten die DĂŒsseldorfer schließlich mit 59 ZĂ€hlern auf Rang vier und wurden nicht nur bester Aufsteiger, sondern blieben auch als einzige Mannschaft im deutschen Profifußball im eigenen Stadion ungeschlagen. TorhĂŒter Michael Ratajczak musste in den Heimspielen der RĂŒckrunde zudem nur einen einzigen Gegentreffer hinnehmen. Mit durchschnittlich ĂŒber 28.000 Zuschauern in der heimischen Esprit-Arena erreichte Fortuna den bisher besten Zuschauerschnitt ihrer Geschichte.

Der Auftakt der Folgesaison geriet jedoch zum Desaster. Es zeigte sich vor allem, dass die AbgĂ€nge von Martin Harnik – bester vereinsinterner TorschĂŒtze der vorherigen Spielzeit – und Bamba Anderson nicht hatten kompensiert werden können. Ebenfalls blieben die NeuzugĂ€nge zunĂ€chst großteils hinter den Erwartungen zurĂŒck. Schon in der ersten Runde des DFB-Pokal schied der Verein gegen den Drittligisten TuS Koblenz aus. Die ersten sechs Punktspiele gingen hintereinander verloren, sodass DĂŒsseldorf auf den letzten Tabellenplatz abrutschte. Zugleich stellt dies den schlechtesten Saisonstart seit 1991 dar. Erst am siebten Spieltag gelang es den DĂŒsseldorfern, durch den 3:2-Erfolg beim Aufsteiger VfL OsnabrĂŒck die ersten Punkte einzufahren. Beim darauffolgenden 1:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg schien ein AufwĂ€rtstrend zu beginnen, der aber schon beim nĂ€chsten AuswĂ€rtsspiel gegen den SC Paderborn 07 mit einer 0:3-Niederlage endete. Nach diesem Spiel jedoch verringerten sich die Niederlagen und die Mannschaft stabilisierte sich – vor allem die Probleme in der Verteidigung schienen gelöst. Viele der in dieser Saison hinzugekommenen Spieler konnten sich aufgrund schlechter Leistungen keinen Stammplatz in der Startaufstellung sichern. Zwei Spieler wechselten den Verein nach Ende der Hinrunde. Bis zur Winterpause 2010/2011 kĂ€mpfte sich Fortuna aus den AbstiegsrĂ€ngen ins untere Mittelfeld der Tabelle. Der AufwĂ€rtstrend hielt in der RĂŒckrunde an, so dass die Saison als Tabellensiebter beendet wurde. Erneut war die Fortuna die heimstĂ€rkste Mannschaft der Liga.[10]

Der Saisonauftakt 2011/2012 ist der beste der Fortuna seit 2003. Es gelang, die ersten zwölf Pflichtspiele ohne Niederlage zu bestreiten und gleichzeitig einige Negativrekorde zu beenden. Zuhause gelang zum ersten Mal seit 1991 ein Sieg gegen den VfL Bochum (2:0). Ebenfalls mit eingerechnet ist das Erreichen des Achtelfinale im DFB-Pokal 2011/12, welches zuletzt im Jahr 1998 gelang. Inzwischen ist die Fortuna seit 23 Pflichtspielen ungeschlagen. Zu Hause sind es inzwischen 21 aufeinander folgende Pflichtspiele. Das sind zwei neue Vereinsrekorde. Außerdem ist Fortuna DĂŒsseldorf seit ĂŒber einem Jahr zu Hause ungeschlagen. Die letzte Heimniederlage gab es am 27. September 2010 gegen Bochum, seitdem hat die Fortuna in der ESPRIT arena 20 Mal gewonnen und einmal unentschieden gespielt.[11]


Personalien

Aktueller Kader 2011/12

Nr. Name Nat. Geboren Im Verein seit Letzter Verein
Tor
1 Robert Almer Österreicher 20.03.1984 2011 FK Austria Wien
22 Michael Ratajczak Deutscher 16.04.1982 2007 FC Rot-Weiß Erfurt
33 Markus Krauss Deutscher 16.09.1987 2011 VfB Stuttgart II
Abwehr
02 Christian Weber Deutscher 15.09.1983 2009 AE Larisa
03 Juanan Spanier 27.04.1987 2011 Real Madrid Castilla
05 Assani Lukimya-Mulongoti Kongolese Deutscher 25.01.1986 2010 FC Carl Zeiss Jena
06 Jens Langeneke (2. Captain sports.svg) Deutscher 29.05.1977 2006 LR Ahlen
19 Tobias Levels Deutscher NiederlÀnder 22.11.1986 2011 Borussia Mönchengladbach
21 Johannes van den Bergh Deutscher 21.11.1986 2009 Borussia Mönchengladbach
31 Kai Schwertfeger Deutscher 08.09.1988 1997 Mettmanner SC
Mittelfeld
04 Karim Aouadhi Tunesier 02.05.1986 2011 Club Africain
07 Oliver Fink Deutscher 06.06.1982 2009 SpVgg Unterhaching
08 Sascha Dum Deutscher 03.07.1986 2010 Energie Cottbus
11 Maximilian Beister Deutscher 06.09.1990 2010 Hamburger SV
13 Adam Bodzek Deutscher Pole 07.09.1985 2011 MSV Duisburg
17 Andreas Lambertz KapitÀn der Mannschaft Deutscher 15.10.1984 2002 VfR Neuss
26 Jules Schwadorf Deutscher 19.10.1992 2011 Bayer 04 Leverkusen
Angriff
09 Ranisav Jovanović Serbe 05.11.1980 2008 1. FSV Mainz 05
10 Ken IlsĂž DĂ€ne 02.12.1986 2011 FC Midtjylland
15 Marco Königs Deutscher 25.01.1990 2007 Fortuna DĂŒsseldorf II
16 Villyan Bijev US-Amerikaner Bulgarier 03.01.1993 2011 FC Liverpool
18 Thomas Bröker Deutscher 22.01.1985 2010 Rot Weiss Ahlen
20 Adriano Grimaldi Deutscher 04.04.1991 2011 1. FSV Mainz 05
23 Robbie Kruse Australier 05.10.1988 2011 Melbourne Victory
30 Sascha Rösler Deutscher 28.10.1977 2010 TSV 1860 MĂŒnchen
Trainerstab
Trainer Norbert Meier Deutscher 20.09.1958 2008 Dynamo Dresden
Co-Trainer Uwe Klein Deutscher 11.01.1970 2002 Sportfreunde Siegen
Torwarttrainer Manfred Gloger Deutscher 14.09.1962 2011 Viktoria Goch

Zu- und AbgÀnge zur Saison 2011/12

ZugÀnge AbgÀnge

Ehemalige Spieler

→ Hauptartikel: Liste der Spieler von Fortuna DĂŒsseldorf

Fortuna DĂŒsseldorf stellte wĂ€hrend seiner Vereinsgeschichte insgesamt 25 deutsche A-Nationalspieler, so unter anderem Klaus Allofs, Manfred Bockenfeld, Rudi Bommer, Kurt Borkenhagen, Paul Janes, Toni Turek und Gerd Zewe. Der sportliche AbwĂ€rtstrend ab Mitte der 1980er Jahre brachte jedoch mit sich, dass die Mannschaft seither keine Spieler mehr aufwies, die dem Kader der deutschen Nationalmannschaft angehörten. Jedoch spielten in der Folgezeit in DĂŒsseldorf vereinzelt Nationalspieler anderer LĂ€nder wie Anthony Baffoe (Ghana) und Igor Iwanowitsch Dobrowolski (Russland).

Rekordspieler ist Gerd Zewe, der zwischen 1972 und 1987 440 Spiele fĂŒr den Verein bestritt. Mehr als 300 Spiele absolvierten Egon Köhnen (376), Josef Weikl (339) und Matthias Mauritz (323). Die meisten Tore erzielte Peter Meyer mit 119 vor Reiner Geye (116) und Hans MĂŒller (113).

Fortuna-Legenden

Fortuna-Legenden

Im FrĂŒhjahr 2009 veranstaltete der Verein eine Online-Abstimmung ĂŒber die besten Vereinsspieler aller Zeiten. Die elf Sieger sowie der Trainer wurden anschließend auf einem T-Shirt verewigt. Folgende Akteure wurden dabei gewĂ€hlt:

Toni Turek – Gerd Zewe, Paul Janes, Gerd Zimmermann – Rudi Bommer, Egon Köhnen, Josef Weikl, Andreas Lambertz – Klaus Allofs, Wolfgang Seel, Thomas Allofs – Trainer: Aleksandar Ristić

Unter den ausgewÀhlten Spielern befindet sich auch der heutige KapitÀn und Publikumsliebling Andreas Lambertz.

Trainer seit 1985

Chronologie aller Trainer seit 1924

Erfolge

siehe Fortuna DĂŒsseldorf/Namen und Zahlen

Nationale Erfolge

  • Meisterschaft
    Deutscher Meister (1): 1933
    Deutscher Vizemeister (1): 1936
  • DFB-Pokal (inkl. VorgĂ€ngerwettbewerb)
    Pokalsieger (2): 1979, 1980
    Pokalfinalist (5): 1937, 1957, 1958, 1962, 1978
  • Bezirksliga
    Bezirksmeister (5): 1927, 1929, 1931, 1933, 1947
  • Gauliga-Niederrhein
    Meister (5): 1936, 1937, 1938, 1939, 1940
  • Westdeutscher Spiel-Verband
    Westdeutscher Meister (1): 1931
    Westdeutscher Pokalsieger (4): 1956, 1957, 1958, 1962

Internationale Erfolge

Amateure

Fortuna im Europapokal

Fortuna DĂŒsseldorf spielte in den Saisons 1973/74 und 1974/75 im UEFA-Pokal, wo der Verein jeweils im Achtelfinale ausschied. In der Spielzeit 1977/78 verlor Fortuna das DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Köln. Da die DomstĂ€dter im selben Jahr Meister wurden, durfte die Fortuna im Europapokal der Pokalsieger starten. Die Flingeraner spielten eine starke Runde und zogen in das Endspiel ein, in dem sie am 16. Mai 1979 der spanischen (katalanischen) Traditionsmannschaft, dem FC Barcelona, im St. Jakob Stadion zu Basel gegenĂŒberstanden. Die Fortunen spielten aufopferungsvoll, unterlagen aber am Ende in der VerlĂ€ngerung mit 3:4. Die Helden auf der DĂŒsseldorfer Seite waren u.a. die BrĂŒder Thomas Allofs und Klaus Allofs aus dem Stadtteil Gerresheim, Gerd Zewe und Wolfgang Seel.

In den Spielzeiten 1979/80 und 1980/81 spielte DĂŒsseldorf nach den zwei DFB-Pokal-Erfolgen auch im Europapokal der Pokalsieger.

Alle Europapokalspiele der Fortuna im Überblick:

Saison Wettbewerb Runde Gegner Ergebnis
1973/74 UEFA-Pokal 1. Runde DĂ€nemark NĂŠstved IF 1:0, 2:2
2. Runde Österreich Admira Wacker Wien 1:2, 3:0
Achtelfinale DDR Lokomotive Leipzig 2:1, 0:3
1974/75 UEFA-Pokal 1. Runde Italien AC Turin 1:1, 3:1
2. Runde UngarnUngarn ETO Raba Györ 0:2, 3:0
Achtelfinale Niederlande FC Amsterdam 0:3, 1:2
1978/79 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde RumÀnien Universitatea Craiova 4:3, 1:1
Achtelfinale Schottland FC Aberdeen 3:0, 0:2
Viertelfinale Schweiz Servette Genf 0:0, 1:1
Halbfinale Tschechien BanĂ­k Ostrava 3:1, 1:2
Finale Spanien FC Barcelona 3:4 (2:2, 2:2) n.V.
1979/80 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Schottland Glasgow Rangers 1:2, 0:0
1980/81 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Österreich SV Austria Salzburg 5:0, 3:0
Achtelfinale Belgien KSV Thor Waterschei 0:0, 1:0
Viertelfinale Portugal Benfica Lissabon 2:2, 0:1

Zweite Mannschaft

Fortuna DĂŒsseldorf II
Vereinswappen
Voller Name DĂŒsseldorfer Turn- und Sportverein
Fortuna 1895 e.V.
GegrĂŒndet 5. Mai 1895
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Paul-Janes-Stadion
PlÀtze 7.200
PrÀsident Peter Frymuth
Trainer Goran Vucic
Homepage www.fortuna-duesseldorf.de
Liga Regionalliga West
2009/10 11. Platz (Regionalliga West)
Trikotfarben
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Heim
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AuswÀrts

Den grĂ¶ĂŸten Erfolg feierte die zweite Mannschaft der Fortuna im Jahr 1977 mit dem Gewinn der deutschen Amateurmeisterschaft.

Seit den 1990er Jahren pendelte die zweite Mannschaft, die ihre Heimspiele im Paul-Janes-Stadion austrĂ€gt, zwischen der Oberliga Nordrhein und der Verbandsliga Niederrhein. 1997 verpasste sie den Aufstieg in die Regionalliga West/SĂŒdwest nur knapp; am vorletzten Spieltag unterlag die Zweitvertretung dem FC Wegberg-Beeck, wodurch der Bonner SC durch zwei Siege vorbeiziehen konnte. 2002 stieg die Mannschaft zuletzt in die Verbandsliga ab, wĂ€hrend die erste Garde aus der Regionalliga Nord in die Oberliga musste. 2007 gelang nach fĂŒnfjĂ€hriger Abstinenz die RĂŒckkehr in die Oberliga Nordrhein, die zur Saison 2007/08 letztmalig ausgetragen wurde. Am letzten Spieltag konnte man sich durch einen 4:0-Sieg gegen den KFC Uerdingen 05 fĂŒr die neu geschaffene NRW-Liga qualifizieren, zu der die bisherigen Oberligen Nordrhein und Westfalen zusammengelegt wurden. In der neuen Spielklasse lief es deutlich erfolgreicher; so konnte bereits am 33. Spieltag mit einem 3:0-Erfolg gegen Schwarz-Weiß Essen der Aufstieg in die Regionalliga West sichergestellt werden, in der die zweite Mannschaft der „Flingeraner“ ab der Saison 2009/10 spielt. Aktueller Trainer ist Goran Vucic. In der abgelaufenen Saison 2009/10 sicherte sich die Mannschaft mit einem 2:1-Sieg beim Bonner SC am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

Vereinsumfeld

SpielstÀtten

  • 1908–1919: Lichtplatz
  • 1919–1930: Vennhauser Allee
  • 1930–1972: Paul-Janes-Stadion
  • 1972–2002: Rheinstadion (1975 zeitweise Paul-Janes-Stadion)
  • 2002–2005: Paul-Janes-Stadion
  • seit 2005: ESPRIT arena (bis Juli 2009 LTU arena)
  • 18. April - 8. Mai 2011: airberlin world

Die erste Mannschaft trainiert im Nord-Park, an der ESPRIT arena. Ab und zu trainiert sie auch auf der kleinen Kampfbahn, wo die Jugendabteilungen der DĂŒsseldorf Panther ihre Heimspiele austragen.

Trikotsponsoren

VereinsrivalitÀten

Hauptrivale des Vereins ist der 1. FC Köln, was zum einen von der geographischen NĂ€he beider Klubs herrĂŒhrt und zum anderen auf die traditionelle RivalitĂ€t der beiden StĂ€dte zurĂŒckzufĂŒhren ist. Der sportliche AbwĂ€rtstrend der DĂŒsseldorfer hat jedoch dazu gefĂŒhrt, dass das angespannte VerhĂ€ltnis zueinander an Brisanz verlor; die letzte Begegnung in einem Pflichtspiel fand 1999 in der zweiten Bundesliga, der letzten Saison der DĂŒsseldorfer im Profifußball vor 2008, statt.

Weitere RivalitĂ€ten in unmittelbarer regionaler NĂ€he existieren zu Bayer 04 Leverkusen, Rot-Weiss Essen und dem Wuppertaler SV. Erstere keimte Ende der 1970er Jahre mit deren Aufstieg in die Bundesliga auf, da es den Leverkusenern seither erfolgreich gelang, DĂŒsseldorf und Köln den Rang als „die Macht am Rhein“ streitig zu machen. Hinzu kommt, dass die UnterstĂŒtzung durch den Bayer-Konzern und den damit verbundenen finanziellen Vorteil einen gewissen Neid verursacht, weshalb die Leverkusener wie von vielen anderen Vereinen sowohl aus DĂŒsseldorfer als auch aus Kölner Sicht als „Plastik-“ oder „Retortenklub“ ohne wirkliche Vereinstradition betrachtet werden. Aus demselben Grund wie bei Köln liegt hier genauso die Feindschaft brach. Andererseits sorgte die Tatsache, dass Bayer in der RĂŒckrunde der Saison 2008/09 die LTU Arena nutzte, bei vielen Fortuna-Fans fĂŒr Unmut. Die hohe Anzahl an direkten Aufeinandertreffen mit Essen seit der Jahrtausendwende verstĂ€rkten die AnimositĂ€ten entsprechend. Stadtinterne RivalitĂ€ten zum DĂŒsseldorfer SC 99 oder TuRU DĂŒsseldorf verloren bereits in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg an Bedeutung, da seither kein Fußballverein innerhalb der Stadtgrenzen höherklassig als Fortuna war.

Ein gewisses SpannungsverhĂ€ltnis besteht ebenso zum FC Bayern MĂŒnchen. Zwar war DĂŒsseldorf nur Anfang der 1970er Jahre ein wirklicher Konkurrent im Meisterschaftskampf, jedoch sorgten Begegnungen der Vereine in der Folgezeit immer wieder fĂŒr Brisanz: Im Juni 1975 fĂŒhrten die Bayern auswĂ€rts zur Halbzeitpause bereits mit 4:2, verloren jedoch das Spiel am Ende mit 5:6. Am 9. Dezember 1978 konnte der Verein den Rekordmeister mit 7:1 besiegen, was zugleich dessen höchste AuswĂ€rtsniederlage in der Bundesliga darstellt. In der Saison 1985/86 gewann die Fortuna als einzige Mannschaft zweimal gegen den spĂ€teren Meister. Obwohl DĂŒsseldorf 1997 aus der Bundesliga abstieg und seither nicht mehr in die höchste deutsche Spielklasse zurĂŒckkehrte, veröffentlichte die Band Die Toten Hosen, die zu großen Teilen aus Fans von Fortuna DĂŒsseldorf besteht, im Jahr 2000 das Lied „Bayern“, in dem sie ihre Antipathie gegenĂŒber Bayern MĂŒnchen preisgab.

Vor dem Hintergrund, dass Fortuna DĂŒsseldorf seit einigen Jahren zusammen mit Borussia Mönchengladbach, Rot-Weiß Oberhausen und dem MSV Duisburg die höchstklassigen Vereine des niederrheinischen Fußballverbandes darstellen, werden entsprechende Aufeinandertreffen als „Niederrheinderbys“ bezeichnet.[12]

Literatur

  • Michael Bolten: Alles andere ist nur Fußball. Die Geschichte von Fortuna DĂŒsseldorf. Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-505-3.
  • Henning Heske: In der Arena. Leben mit Fortuna DĂŒsseldorf. Agon Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-359-2.
  • Henning Heske: Der Ball hat kein GedĂ€chtnis. Leben mit Fortuna DĂŒsseldorf. Books on Demand GmbH, Norderstedt 2010, ISBN 978-3-8391-6277-4
  • Werner Jacobs: 100 Jahre Fortuna DĂŒsseldorf 1895–1995 – Die Chronik einer 100-jĂ€hrigen Leidenschaft. DĂŒsseldorf 1994.
  • Werner Jacobs: Die launische Diva – 20 Jahre Fußball-Bundesliga Fortuna DĂŒsseldorf. DĂŒsseldorf 1995, ISBN 3-9804284-1-9.
  • Wolfgang Niersbach: 85 Jahre Fortuna DĂŒsseldorf. Dasbach Verlag GmbH, Taunusstein 1980.
  • Ralf J. Schoppe: Fortuna DĂŒsseldorf – Aus dem Familienalbum eines großen Fußballvereins. Droste Verlag, DĂŒsseldorf 1974, ISBN 3-7700-0390-X.
  • Carsten Koslowski: Zwei Jahre sind genug Monsenstein und Vannerdat, MĂŒnster 2004, ISBN 978-3-937312-93-4.
  • 30 Jahre TSV Fortuna 1895 DĂŒsseldorf, DĂŒsseldorf 1925.
  • Festschrift zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1933, Selbstverlag, August 1933.

Weblinks

 Commons: Fortuna DĂŒsseldorf â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Vereinsgeschichte
  2. ↑ Pokalrekorde
  3. ↑ lt. Biermann, „Fast alles ĂŒber Fußball“, KiWi, 2005
  4. ↑ Hoffenheims Durchmarsch
  5. ↑ Zieht den Bayern die Lederhosen aus!
  6. ↑ Spiegel Online
  7. ↑ 150 kg Sprengstoff
  8. ↑ Die Fortuna ist zweitklassig!
  9. ↑ Tagesspiegel: Aufstieg in die Zweite Liga – Fortuna DĂŒsseldorf ist wieder da
  10. ↑ Heimtablle auf kicker.de, abgerufen am 15. Mai 2011
  11. ↑ Fortuna DĂŒsseldorf 1895: Der elfte Heimsieg in Folge – Jovanovic trifft nach 23 Monaten! auf fortuna-duesseldorf.de, abgerufen am 5. November 2011
  12. ↑ MSV Duisburg: Vorverkauf fĂŒr das Derby boomt, 27. August 2009

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