Franz von Assisi

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Franz von Assisi
Das Àlteste, noch zu Lebzeiten entstandene Bild des Franz von Assisi, ein WandgemÀlde im Sacro Speco in Subiaco

Franz von Assisi (auch Franziskus von Assisi, lat.: Franciscus de Assisi oder Franciscus Assisiensis, ital.: Francesco d'Assisi, gebĂŒrtig Giovanni Battista Bernardone; * 1181/1182 in Assisi, Italien; † 3. Oktober 1226 in der Portiuncula-Kapelle unterhalb von Assisi) lebte streng nach dem Vorbild des Jesus von Nazaret (sogenannte Imitatio Christi), wie er selbst sagte, das Evangelium sine glossa, das heißt nach der Bibel ohne aufgesetzter Deutung. Diese Lebensweise zog gleichgesinnte GefĂ€hrten und Nachahmer an. Franziskus grĂŒndete den Orden der Minderen BrĂŒder (siehe Franziskanische Orden) und war MitbegrĂŒnder des Frauenordens der Klarissen. Er wurde von der katholischen Kirche heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist in der römisch-katholischen, der alt-katholischen, der anglikanischen und einigen evangelischen Kirchen am 4. Oktober.

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

Jugend

Denkmal fĂŒr FranzÂŽ Eltern in Assisi; Pica hĂ€lt eine zerbrochene Kette, Pietro den abgelegten Rock
Umbrien, die Region, aus der Franz stammte

Franz von Assisi wurde 1181 oder 1182 in der umbrischen Stadt Assisi am Fuße des Monte Subasio geboren. Seine Eltern waren der wohlhabende TuchhĂ€ndler Pietro Bernardone und dessen Frau Pica. Eigentlich auf den Namen Giovanni (deutsch: Johannes) getauft, gab ihm sein Vater – der sich zum Zeitpunkt der Geburt auf einer Handelsreise in Frankreich befunden hatte – nach seiner RĂŒckkehr den Rufnamen Francesco (Franzose). WĂ€hrend in der SekundĂ€rliteratur sehr oft behauptet wird, Franzens Mutter sei Französin aus dem niederen Adel gewesen (möglicherweise aus der Familie BourlĂ©mont in den Vogesen) und der Vater habe sie auf seinen Handelsreisen kennengelernt, widerspricht der Historiker Isnard Frank solchen Herkunftsangaben: „Die Vermittlung des Französischen durch die angeblich aus Frankreich stammende Mutter ist auszuschließen. Ihr Name hat nichts mit der Picardie zu tun, wie frĂŒher gelegentlich angenommen wurde. Sie stammte aus einer ortsansĂ€ssigen assisischen Familie.“ Er fĂŒhrt fĂŒr diese Feststellung jedoch keine Quellenangaben an und begrĂŒndet sie nicht.[1]

Franziskus genoss eine fĂŒr einen BĂŒrgerlichen vergleichsweise hohe Bildung, offenbar weil sein Vater davon ausging, dass er als Kaufmann Lesen, Schreiben und Rechnen können mĂŒsse. Daher schickte er seinen Sohn in die Schule der Pfarrei San Giorgio, die vom Kapitel zu San Rufino unterhalten wurde;[2] dort lernte Franz zumindest Lesen, Schreiben und etwas Latein. In seiner Jugend fĂŒhrte Franz ein ausschweifendes Leben, mit dem Geld seines Vaters hielt er seine Altersgenossen bei Festen frei und war solchermaßen oft der Mittelpunkt der jugendlichen Feiern.

Im November 1202 zog er mit Assisi in einen Krieg gegen die Nachbarstadt Perugia, wobei Assisi unterlag (Gefecht bei Collestrada). Assisi gehörte zum Machtbereich der Staufer und Perugia zu dem der Welfen. Franz wurde daraufhin wie andere KĂ€mpfer aus Assisi in Perugia eingekerkert und kam erst Anfang 1204 nach mehr als einem Jahr gegen ein Lösegeld seines Vaters wieder frei.[3] Sein Jugendtraum, Ritter zu werden, und sein unbekĂŒmmertes Leben waren durch das Erleben des Krieges in Frage gestellt worden. Als er freikam, war er krank und innerlich zutiefst erschĂŒttert.

Als Walter III. von Brienne, ein Lehnsmann des Papstes, 1204 oder 1205 einen Kriegszug nach Apulien in SĂŒditalien vorbereitete, um dort fĂŒr den Papst die Herrschaft gegen die Staufer wiederzugewinnen, machte Franziskus sich mit Pferd und RĂŒstung auf den Weg nach Apulien, um sich dem papsttreuen Ritter anzuschließen, kehrte aber um, als er noch auf dem Weg dorthin war. Die Legenden erklĂ€rten seine Umkehr damit, dass Franziskus von Gott im Traum aufgerufen worden sei, sich statt in den Dienst eines weltlichen Ritters in den Dienst Gottes zu stellen; so trĂ€umte er laut der zweiten Franziskus-Biographie des Thomas von Celano, dass er wie folgt angesprochen worden sei:

„Wer kann dir Besseres geben? Der Herr oder der Knecht“
Franz antwortet: „Der Herr!“
Darauf die Stimme: „Warum dienst du dem Knecht statt dem Herrn?“
Franz: „Was willst du Herr, das ich tun soll?“
Der Herr: „Kehre zurĂŒck in deine Heimat, denn ich will dein Gesicht in geistlicher Weise erfĂŒllen.“

Franziskus zog sich in der folgenden Zeit zunehmend aus seinem Freundeskreis zurĂŒck und suchte die Einsamkeit. 1205 oder 1206 unternahm er eine Wallfahrt nach Rom, auf der er der Legende nach mit einem Bettler die Kleidung tauschte, um das Leben in vollkommener Armut „auszuprobieren“. Sein Verhalten brachte ihn in Konflikt mit seinem Vater, der mit seinem Ă€ltesten Sohn große PlĂ€ne hatte und es nicht duldete, dass er Waren aus dem Laden als Almosen gab.

Panoramabild der Stadt Assisi
Panoramabild der Stadt Assisi

Berufung

Kruzifixus, der zu Franziskus sprach (Kopie)
Franziskus sieht sich in einer Vision vom Kreuz her angesprochen. (Darstellung von Giotto di Bondone, um 1295)

Beim Gebet in San Damiano, etwa im Jahr 1205, fĂŒhlte sich Franz von der dortigen Kreuzikone her persönlich angesprochen. Die Legende berichtet, Christi Stimme habe zu ihm gesprochen:

„Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf, das, wie du siehst, ganz und gar in Verfall gerĂ€t.“ (nach II Cel 10[4]).

Auf diese Vision hin erbettelte er Baumaterial und begann nach Aussage seiner Biographen die kleine romanische Kirche eigenhÀndig wiederherzustellen. SpÀter habe er in gleicher Weise San Pietro della Spina renoviert, eine heute nicht mehr vorhandene Kirche, sowie die etwa drei Kilometer von Assisi entfernte Kapelle Santa Maria degli Angeli, die unter dem Namen Portiuncula bekannt ist.

FĂŒr wohltĂ€tige Zwecke und fĂŒr seine baulichen Wiederherstellungsarbeiten an San Damiano nahm Franz Waren und Geld aus dem GeschĂ€ft seiner Eltern. Dies fĂŒhrte zu Streit mit seinem Vater, der schließlich vor dem Richterstuhl des örtlichen Bischofs Guido II. einen Prozess gegen seinen Sohn fĂŒhrte. In dieser Gerichtsverhandlung, die im FrĂŒhjahr 1207 öffentlich auf dem Domplatz stattfand, entkleidete sich Franziskus vollstĂ€ndig, verzichtete mit dieser Geste auf sein Erbe und sagte sich von seinem Vater los. Die Legende ĂŒberliefert seine Aussage:

„Bis heute habe ich dich meinen Vater genannt auf dieser Erde; von nun an will ich sagen: Â»Vater, der du bist im Himmel«.“[5]
Franz gibt seinem Vater die Kleider zurĂŒck und verzichtet damit auf seinen Besitz. (Darstellung von Giotto di Bondone, um 1295)

Danach begann Franziskus, außerhalb der Stadtmauern als Einsiedler zu leben. Er ging um Essen bettelnd von Haus zu Haus. Seine freiwillige Armut bezeichnete er – in Anspielung auf Vorstellungen des Rittertums und des Minnesangs – als seine „Herrin“.[6] Franziskus hielt sich zum Gebet hĂ€ufig in den kleinen Kapellen im Umkreis Assisis auf, vor allem in Portiuncula. Er pflegte nach eigenen Angaben die AussĂ€tzigen, die außerhalb der Stadtmauern leben mussten, was auch bei seinen Biographen vermerkt ist. In seinem Testament schreibt er:

So hat der Herr mir, dem Bruder Franziskus, gegeben, das Leben der Buße zu beginnen: Denn als ich in SĂŒnden war, kam es mir sehr bitter vor, AussĂ€tzige zu sehen. Und der Herr selbst hat mich unter sie gefĂŒhrt, und ich habe ihnen Barmherzigkeit erwiesen. Und da ich fortging von ihnen, wurde mir das, was mir bitter vorkam, in SĂŒĂŸigkeit der Seele und des Leibes verwandelt. (Testament 1-3[7]) In den Biographien und Legenden wird diese Begebenheit hagiographisch ĂŒberhöht.

Als Franziskus 1208 am 24. Februar, dem katholischen Gedenktag des Apostels Matthias, in der kleinen Kirche von Portiuncula die Messe hörte, wurde er auf jene Stelle des Evangeliums nach MatthĂ€us (10,5–14 EU) aufmerksam, die von der Aussendung der JĂŒnger erzĂ€hlt:

Geht aber und predigt [
] Umsonst habt ihr’s empfangen, umsonst gebt es auch. Ihr sollt weder Gold noch Silber noch Kupfer in euren GĂŒrteln haben, auch keine Reisetasche, auch nicht zwei Hemden, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Mt 10,8–10 EU

Die frĂŒhen Quellen berichten, dass Franziskus diese Worte der Evangelien nicht nur im ĂŒbertragenen Sinne verstanden habe, sondern immer versucht habe, sie zunĂ€chst wörtlich und direkt anzuwenden. So sei der Text fĂŒr ihn eine Aufforderung gewesen, so zu leben und zu wirken, wie die zwölf von Jesus ausgeschickten JĂŒnger, die Apostel, nĂ€mlich in Armut zu leben und das Evangelium zu verkĂŒnden (auch apostolisches Leben genannt oder lat. vita apostolica). Ausgehend von diesen Bibelworten kleidete sich Franziskus von nun an in eine einfache Kutte, die mit einem Strick gehalten wurde, lehnte den Besitz und sogar den Kontakt mit Geld strikt ab und ging nach Möglichkeit barfuß.

Franziskus verstand sich selbst als BĂŒĂŸer. Als solcher ermahnte er seine Mitmenschen, Gott zu lieben und fĂŒr ihre SĂŒnden Buße zu tun. Durch diese Predigten und seine extreme Lebensweise stieß er bei vielen Menschen auf Spott und Ablehnung, doch etliche andere zog sein Beispiel an, so dass sich ihm im Laufe der Zeit viele BrĂŒder anschlossen.

Entstehung und BestÀtigung seines Ordens

Der Überlieferung zufolge schlossen sich als erste Bernardo di Quintavalle, ein reicher Adeliger aus Assisi, und Pietro Catanii, ein Rechtsgelehrter, Franz an. Die DreigefĂ€hrtenlegende berichtet, diese drei – Bernardo, Pietro und Francesco – hĂ€tten die Bibel durch dreimaliges Aufschlagen nach dem Auftrag befragt, den Gott fĂŒr sie habe (sogenanntes Bibelstechen). Ihr Lebensprogramm seien die drei so gefundenen Jesusworte gewesen:

„Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach!“(Mt 19,21 LUT)
„Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd.“(Lk 9,3 EU)
„Wer mein JĂŒnger sein will, der verleugne sich selbst, nehme tĂ€glich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“(Lk 9,23 EU)

Franziskus hatte nach eigenen Angaben nicht vor, einen Orden zu grĂŒnden. Er schreibt in seinem Testament:

Und nachdem mir der Herr BrĂŒder gegeben hat, zeigte mir niemand, was ich zu tun hĂ€tte, sondern der Höchste selbst hat mir geoffenbart, dass ich nach der Vorschrift des heiligen Evangeliums leben sollte. (Testament 14[8])

Die BrĂŒder waren den Biographien zufolge zunĂ€chst in einer HĂŒtte in Rivotorto im Rieti-Tal untergekommen, wo sie aber nicht lange bleiben konnten. Die Quellen geben unterschiedliche GrĂŒnde an, nĂ€mlich entweder Platzmangel oder den Eigenbedarf des Besitzers. Im Jahr 1208 ĂŒbergab der Abt der Benediktinerabtei am Monte Subasio den BrĂŒdern das Kirchlein Portiuncula. Thomas von Celano ĂŒberliefert, Franziskus habe jedoch keinen Grundbesitz haben wollen und darauf bestanden, dass die BrĂŒder eine Art Miete in Form von Fischen an die Benediktiner zahlten. Auf dem GelĂ€nde um die Kirche lebten die BrĂŒder in einfachen HĂŒtten aus Reisig.

Franz und seine BrĂŒder erbitten die BestĂ€tigung der Regel. (Darstellung von Giotto di Bondone, um 1295)

Im Jahre 1209 ging Franz mit seinen ersten zwölf GefĂ€hrten – die Zahl hat er selbst oder sein Biograph wohl bewusst gewĂ€hlt, um auf die zwölf Apostel anzuspielen â€“ nach Rom, um von Papst Innozenz III. die BestĂ€tigung der Lebensweise ihrer kleinen Gemeinschaft zu erbitten. Diese war in der Zeit der Ketzerkriege nicht leicht zu erreichen, weil die GrĂŒndung von neuen Bewegungen in der Kurie mit Ă€ußerster Skepsis betrachtet wurde. Die erste Fassung der damals in Rom vorgelegten franziskanischen Regel (in der Literatur Regula primitiva oder Urregel genannt) ist verloren gegangen. Sie stellte vermutlich einen knappen und einfachen, aus Evangelienzitaten zusammengesetzten Leitfaden fĂŒr ein Leben in Armut dar.

Aus heutiger Sicht vertrat Franz sein Anliegen geschickt, indem er die BrĂŒder als Buß- bzw. Wanderprediger bezeichnete. Die BĂŒĂŸer und Wanderprediger wurden von der Kirche als Stand anerkannt, wohingegen sie die ĂŒbrigen Gruppierungen der im Hochmittelalter an verschiedenen Orten aufkommenden Armutsbewegung, beispielsweise der Katharer/Albigenser, Waldenser, Humiliaten oder BrĂŒder und Schwestern des freien Geistes, zumindest spĂ€ter als hĂ€retisch bekĂ€mpfte – und insbesondere die Katharer mit Waffengewalt auslöschen ließ.

Der kleinen Gemeinschaft um Franz gab der Papst im Sommer oder Herbst 1210 zumindest die mĂŒndliche und vermutlich probeweise erteilte Erlaubnis, nach ihrer Regel in Armut zu leben und Buße zu predigen. Hierzu trug bei, dass Franz FĂŒrsprecher an der Kurie, also in den pĂ€pstlichen Behörden, fand, besonders Kardinal Ugolino von Ostia. Die DreigefĂ€hrtenlegende erwĂ€hnt, Franz und seine GefĂ€hrten hĂ€tten in Rom den ihnen wohlgesinnten Bischof von Assisi getroffen, der ĂŒber den ihm bekannten Kardinal von Sabina (möglicherweise Giovanni I. Colonna alias Giovanni der Ältere) eine wohlwollende Aufnahme beim Papst anbahnte. Allerdings habe auch der Kardinal von Sabina Franz und seine GefĂ€hrten nicht ohne Vorbehalte empfangen, sondern ihre Angelegenheit dem Papst erst nach mehrtĂ€gigen Befragungen des OrdensgrĂŒnders empfohlen: Er habe Franz gewarnt, dass seine Ordensregel zu Schwierigkeiten fĂŒhren werde, und ihn gedrĂ€ngt, sich lieber einem der bestehenden Orden anzuschließen.[9]

Öffentlich verkĂŒndet wurde die pĂ€pstliche Anerkennung des Ordens vermutlich erst vor oder wĂ€hrend des IV. Laterankonzils im Jahre 1215, denn nach diesem Konzil war die GrĂŒndung von Orden auf Grundlage einer bisher nicht approbierten Ordensregel (z. B. die Regeln der Benediktiner oder Augustiner-Kanoniker) untersagt. Ob die Anerkennung schriftlich oder weiterhin mĂŒndlich erfolgte, ist nicht bekannt.

Weitere Lebensstationen

Im Jahre 1219, wĂ€hrend des Kreuzzugs von Damiette, reiste Franziskus als Missionar bis PalĂ€stina und schloss sich dort dem Kreuzfahrerheer an, das auf dem Weg nach Ägypten war. In der NĂ€he von Damiette an der Nil-MĂŒndung predigte er im Lager des muslimischen Heeres vor dem Sultan Al-Kamil. Diese Begebenheit ist auch in außerfranziskanischen Quellen belegt, beispielsweise bei dem Kreuzzugs-Chronisten Oliver von Paderborn. Bei dieser Begebenheit verfolgte er drei Ziele: Erstens wollte er den Sultan zum Christentum bekehren, zweitens, wenn nötig, als MĂ€rtyrer sterben und drittens Frieden schaffen. Der Sultan schenkte Franziskus zwar ein Signalhorn und war sehr beeindruckt von der Begegnung mit dem Bettelmönch, doch Franziskus konnte die bevorstehende Schlacht nicht verhindern und der Kreuzzug insgesamt wurde fortgefĂŒhrt.

Seit dieser Reise verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zunehmend, vermutlich durch eine Augeninfektion, die er sich im Orient zugezogen hatte. Zudem gab es Probleme innerhalb des rasch wachsenden Ordens: WĂ€hrend Franziskus nicht in Italien war, stiegen die Spannungen in der franziskanischen Gemeinschaft, die bereits in ganz Europa vertreten war. Nach Assisi zurĂŒckgekehrt, ĂŒbertrug Franz 1220 die Leitung des Ordens Petrus Catani. Etwa gleichzeitig diktierte Papst Honorius III. der Bruderschaft eine klar hierarchische, dem Geist des OrdensgrĂŒnders aber kaum gerecht werdende Ämterverfassung und setzte ĂŒberdies den Kardinal von Ostia, Ugolino di Segni, den spĂ€teren Papst Gregor IX., als "Kardinalprotektor und -korrektor" des Ordens ein. Das VerhĂ€ltnis zwischen Protektor und OrdensgrĂŒnder beschreibt Thomas von Celano, der erste Franziskus-Biograph, vielsagend: "Der heilige Franziskus hing an dem Kardinal...wie das einzige Kind an seiner Mutter. Sorglos schlief und ruhte er an seinem liebenden Busen. Gewiß nahm der Kardinal die Stelle des Hirten ein und erfĂŒllte dessen Aufgaben. Den Namen des Hirten aber ĂŒberließ er dem heiligen Mann...". Über die GrĂŒnde und Motive fĂŒr diese Maßnahmen und den Amtsverzicht des Franziskus kann nur spekuliert werden.[10] Vermutlich befĂŒrworteten nicht alle, welche sich der franziskanischen Bewegung angeschlossen hatten, die strenge Forderung Franzens, die Minderen BrĂŒder mĂŒssten besitzlos leben. Außerdem wollten manche der Franziskaner, dass sich ihr Leben nicht allein nach dem Evangelium richte, sondern zusĂ€tzlich festen Ordensregeln folgen solle. Auch die 1221 entstandene, stark spirituell ausgerichtete, sogenannte „nichtbullierte Regel“ wurde von vielen BrĂŒdern fĂŒr unpraktikabel gehalten. Offensichtlich misslang es Franz, die Mehrheit seiner Nachfolger auf dem von ihm gewĂŒnschten strengen und grundsatztreuen Kurs zu halten.

Die Stigmatisation des Hl. Franziskus (Darstellung von Giotto di Bondone)

Mit der Abgabe der Ordensleitung zog sich Franziskus nach Lage der Quellen innerlich aus der Gemeinschaft zurĂŒck, worunter er sehr litt. Er verfasste schließlich auf Anweisung der römischen Kurie 1223 in der Einsiedelei Fonte Colombo widerwillig eine dritte, die letzte Version der franziskanischen Ordensregel. Diese Regel wurde auf dem Pfingstkapitel – so hieß die Ordensversammlung â€“ im Juni 1223 diskutiert, und der auf Innozenz III. folgende Papst Honorius III. genehmigte mit Solet annuere die bullierte Regel am 29. November desselben Jahres.[11]

Als sich Franziskus im SpĂ€tsommer des Jahres 1224 auf den Berg La Verna zurĂŒckzog, wo er seit 1212 eine kleine Felsnische als Einsiedelei benutzte, wurden bei ihm nach Aussage der Biographen Wundmale sichtbar, die die Ă€ltesten Quellen als EinprĂ€gung der Wundmale Christi deuten. Dies gilt als der erste ĂŒberlieferte Fall einer Stigmatisation. Als Tag dieses Ereignisses wird in den Biographien der 17. September 1224 angegeben, drei Tage nach dem katholischen Fest der Kreuzerhöhung.

Tod und unmittelbare Nachwirkung

Grab des Franz von Assisi in der Kathedrale San Francesco in Assisi.

Seit seinem Orientaufenthalt war Franziskus durch eine Augenkrankheit nach und nach erblindet, außerdem – vermutlich durch sein ĂŒbertriebenes Fasten â€“ magenkrank und stark geschwĂ€cht. Im Herbst 1226 lud der Bischof von Assisi ihn in seinen Palast ein. Zwei Tage vor seinem Tod ließ Franziskus sich jedoch „eilends“ aus der Stadt heraus zur Portiuncula-Kirche tragen.[12] Seine BeweggrĂŒnde werden von Celano so interpretiert, dass er an seinem bevorzugten Ort sterben wollte, wo die Bewegung der BrĂŒder ihren Anfang genommen hatte. Wahrscheinlich wĂŒnschte er auch, dort begraben zu werden.[13] Celano ĂŒberliefert, die BĂŒrger von Assisi hĂ€tten seinen Leichnam jedoch unmittelbar nach seinem Tod nach Assisi hineintragen lassen, da sie befĂŒrchteten, dass sich die BĂŒrger des benachbarten und verfeindeten Perugia seines Leichnams bemĂ€chtigen wĂŒrden. Weil Franziskus schon zu Lebzeiten als Heiliger galt, erwartete der Magistrat der Stadt Assisi aus seiner öffentlichen Verehrung auch politisches Renommee fĂŒr die Stadt und vor allem wirtschaftlichen Nutzen (Pilgerreisen und Tourismus).


Der Tod des Hl. Franziskus (Darstellung von Giotto di Bondone)

Franziskus hat sein Sterben im Kreis seiner besonders treuen GefĂ€hrten geradezu inszeniert. Die Legende berichtet, er habe sich gewĂŒnscht, nackt auf die Erde gelegt zu werden, um seine Treue zur „Herrin Armut“ zu verdeutlichen. Er sei danach mit einem von einem Bruder geliehenen Gewand bekleidet worden. Auf seinen Wunsch hin sei der von ihm gedichtete Sonnengesang gesungen worden. Dann habe er sich das Evangelium von Jesu Leiden und Sterben vorlesen lassen. Bei seinem Tod schließlich sollen der Legende nach Lerchen zu einer fĂŒr sie ungewöhnlichen Tageszeit aufgeflogen sein.

Weil Franz am Vorabend des 4. Oktober starb und dieser nach damaliger Zeitrechnung nicht mehr zum 3. Oktober zĂ€hlte, wird sein Fest von der katholischen Kirche am 4. Oktober gefeiert. Dagegen gedenkt die evangelische Kirche seiner am 3. Oktober.

Im Testament, das er hinterlassen hat, bekrĂ€ftigt Franziskus noch einmal, was der Inhalt seines Lebensentwurfs war: seinen Gehorsam gegenĂŒber der Kirche, dass er aber auch ohne jeden Mittler, allein durch eine unmittelbare Offenbarung Gottes dazu gekommen sei, gemĂ€ĂŸ dem Evangelium zu leben, und dass sein absoluter Verzicht auf jede Form von materiellem und geistigem Besitz verbindlich sei und von niemandem minimiert werden dĂŒrfe. Dieses Testament, so sein Wille, solle ohne jede VerĂ€nderung oder Interpretation neben der Ordensregel bei allen zukĂŒnftigen Ordensversammlungen "bis ans Ende" verlesen werden.

Heiligsprechung

Schon 1228 – am 16. Juli â€“ wurde er von Papst Gregor IX. heiliggesprochen. Der Ă€lteste Bericht ĂŒber die Feierlichkeiten mutet indessen eher wie eine Heiligsprechung des Papstes an, wĂ€hrend die konkrete Persönlichkeit des armen Bruders Franz zur Marginalie wird. Der unbequeme Lebensentwurf des Franziskus kommt in dem Bericht so gut wie nicht zur Sprache. So nimmt es auch nicht wunder, dass dieser Heiligsprechung zwei Jahre spĂ€ter die pĂ€pstliche Bulle "Quo elongati" folgt, in der Gregor IX., der einstige "Protector" des Lebenswerkes des Franziskus, dem Testament des Heiligen die Rechtsverbindlichkeit fĂŒr den Orden abspricht. Dem entspricht die Beisetzung: Franziskus wird nicht in "seiner" Kirche, der bescheidenen, kleinen "Santa Maria degli Angeli" in Portiuncula bestattet, vielmehr ruhen seine Gebeine seit 1230 in einem Steinsarg in der Grabkammer der Unterkirche der Basilika San Francesco in Assisi.

Werk

Peter Paul Rubens: Detail aus „Die letzte Kommunion des hl. Franziskus von Assisi“

Franziskus hat viele eigene Werke hinterlassen, obwohl er sich selbst als idiota (im Sinne von ungebildet) bezeichnete; dieser Bescheidenheitstopos war im Mittelalter allgemein ĂŒblich. Franziskus verfasste seine Texte auf altitalienisch oder in ungelenkem Latein, das er von einem Schreiber korrigieren ließ.

Er hinterließ zahlreiche Gebete und GesĂ€nge (Laudi), unter anderem den berĂŒhmten Sonnengesang. Es sind hauptsĂ€chlich Loblieder und Anbetungstexte. Dabei wurde Franziskus, der in seiner Jugend dem Ritterideal nacheiferte, in Liedform und Wortwahl vom Minnelied inspiriert. Daneben stellte Franz aus Bibelzitaten ein Offizium fĂŒr das Stundengebet seiner BrĂŒder zusammen, bei dem er in freier Assoziation Verse aus den Propheten (vor allem Jesaja) und den Psalmen, aber auch aus dem Neuen Testament kombinierte. Neben den LobgesĂ€ngen und Gebeten sind von ihm auch Briefe erhalten, einige davon jedoch nur als Entwurf oder Diktat.

Das einzige erhaltene Autograph stellt das SchriftstĂŒck fĂŒr Bruder Leo dar, das im Sacro Convento in Assisi aufbewahrt wird. Es enthĂ€lt auf der Vorderseite den Segen fĂŒr Bruder Leo und auf der RĂŒckseite Notizen des Bruders zur Entstehung dieses SchriftstĂŒcks. Bruder Leo bewahrte dieses Pergament der Überlieferung nach Zeit seines Lebens eingenĂ€ht in seinen Habit.

Die verschiedenen aufeinander folgenden Regeltexte stellte Franziskus mit großer Wahrscheinlichkeit allein zusammen. Neben der verloren gegangenen Urregel verfasste er 1221 die ausfĂŒhrlichere Nichtbullierte Regel und etwas spĂ€ter die 1223 approbierte Bullierte Regel. Außerdem schrieb er spezielle Anweisungen fĂŒr die Einsiedeleien nieder sowie weitere Mahnungen und Richtlinien fĂŒr die BrĂŒder und auch fĂŒr die Schwestern der heiligen Klara von Assisi.

In seinem geistlichen Testament, das im FrĂŒhjahr 1226 in Siena entstand, versuchte Franziskus, seinen BrĂŒdern nochmals den ursprĂŒnglichen evangelischen Geist in Erinnerung zu rufen. Es sollte nach seinem Willen bei allen zukĂŒnftigen Ordensversammlungen neben der Ordensregel verlesen werden. Papst Gregor IX. sprach ihm indessen 1230, zwei Jahre nach der Heiligsprechung, mit der Bulle "Quo elongati" jede Rechtsverbindlichkeit fĂŒr den Orden ab.

Kajetan Eßer hat in intensiven Studien vor allem in den 1960er und 1970er Jahren die echten Schriften des Franz von Assisi von den ihm nur zugeschriebenen unterschieden. In der folgenden Liste sind die von der Forschung mittlerweile anerkannten echten Schriften mit dem Titel, den Eßer ihnen gab, aufgelistet:

Gebetstexte und Meditationen   Briefe
  • Aufforderung zum Lobe Gottes
  • ErklĂ€rung zum Vaterunser
  • Gebet vor dem Kreuzbild von San Damiano
  • Gruß an die selige Jungfrau Maria
  • Gruß an die Tugenden
  • Offizium vom Leiden des Herrn
  • Preisgebet zu allen Horen
  • SchriftstĂŒck fĂŒr Bruder Leo (Lobpreis Gottes, Segen fĂŒr Bruder Leo)
  • Sonnengesang
 
  • Brief an den heiligen Antonius
  • Brief an die GlĂ€ubigen I und II
  • Brief an die Kleriker I und II
  • Brief an die Kustoden I und II
  • Brief an die Lenker der Völker
  • Brief an Bruder Leo
  • Brief an einen Minister
  • Brief an den gesamten Orden
 
Regeltexte und Mahnungen an die BrĂŒder und Schwestern   Diktate und EntwĂŒrfe
  • Ermahnungen
  • Lebensform fĂŒr die heilige Klara
  • Mahnlied fĂŒr die Schwestern der heiligen Klara
  • Nicht bullierte Regel
  • Fragmente einer anderen Form der nicht bullierten Regel
  • Bullierte Regel
  • Regel fĂŒr Einsiedeleien
  • Testament
  • VermĂ€chtnis fĂŒr die heilige Klara
 
  • Brief an die BĂŒrger von Bologna
  • Brief an die BrĂŒder in Frankreich
  • Brief an Herrin Jakoba
  • Brief an die heilige Klara ĂŒber das Fasten
  • Die wahre und vollkommene Freude
  • Segen fĂŒr Bruder Bernhard
  • Segen fĂŒr die heilige Klara und ihre Schwestern
  • Testament von Siena

FrĂŒhe Biographien

Die erste Lebensbeschreibung des Franz von Assisi wurde von Thomas von Celano (1190–1260) verfasst, der sich darauf berief zu schreiben, was er „aus seinem eigenen Munde gehört und von glaubwĂŒrdigen und zuverlĂ€ssigen Zeugen erfahren habe“.[14] Er schrieb sein erstes Werk (Vita prima) im Auftrag Papst Gregors IX. in den Jahren 1228 bis 1229. 1246-1247 schrieb er eine zweite Lebensbeschreibung – diesmal im Auftrag der franziskanischen Ordensleitung. Gleichzeitig mit dem Auftrag fĂŒr diese neue Biografie „erging der Aufruf an die MinderbrĂŒder, alle bisher nur mĂŒndlich ĂŒberlieferten Franz-Geschichten zu sammeln, niederzuschreiben und dem Celano zur VerfĂŒgung zu stellen.“ Insbesondere die BrĂŒder Leo, Rufinus und Angelo schrieben daraufhin ihre heute als DreigefĂ€hrtenlegende bekannten Erinnerungen an Franziskus nieder, auf die Celano in seiner zweiten Biografie zurĂŒckgriff.[15] Schließlich verfasste er 1250-1252 die „Abhandlung ĂŒber die Wunder des heiligen Franziskus“, eine Sammlung von Wundergeschichten.

Der zweite offizielle Biograph des Heiligen war der fĂŒnf Jahre vor dem Tod des Franziskus geborene hl. Bonaventura von Bagnoregio (1221–1274), ein Gelehrter, der ab 1257 Generalminister des Ordens war und dem an einem bestimmten Franziskusbild gelegen war. Die Streitigkeiten innerhalb des Ordens um die richtige Armutspraxis und die Strenge der Ordensregel sollte durch eine einheitliche und verbindliche Biographie behoben werden. Darum ordnete das Generalkapitel der Franziskaner unter der Leitung Bonaventuras 1266 in Paris schließlich die Vernichtung aller vorherigen Franziskus-Biographien an. Die absolute Vernichtung gelang zwar nicht, die Zensur hatte aber immerhin zum Erfolg, dass die erste Franziskus-Biografie des Celano erst 1768 gedruckt erschien, seine zweite erst 1880.[16] Bonaventura verfasste die Legenda major 1260-1262. Gleichzeitig schrieb er eine gekĂŒrzte Fassung, die Legenda minor, die fĂŒr die Lesung im Chorgebet der BrĂŒder bestimmt war.[17] Die Legenda verwendet alle frĂŒheren Biographien als Quellen, dazu kommen einige wenige Augenzeugenberichte von BrĂŒdern. Die Sondertraditionen der frĂŒheren Legenden ließ Bonaventura jedoch aus. Das Urteil ĂŒber die Franziskusbiografien des Bonaventura ist teilweise vernichtend, so nennt Adolf Holl sie „stark geglĂ€ttet“ und urteilt in seiner 1979 erschienenen Franz-Biografie schließlich: „Die Bonaventura-Biographie, jahrhundertelang die einzige offiziell zugelassene, ist historisch wertlos. Sie bringt gegenĂŒber den Ă€lteren Quellen“ – gemeint sind die Celano-Biografien und die DreigefĂ€hrtenlegende der schon erwĂ€hnten BrĂŒder Leo, Rufino und Angelo â€“ „wenig neues Material und unterschlĂ€gt so ziemlich alles, was Franz interessant macht.“[18]

BartholomĂ€us von Pisa verfasste Ende des 14. Jahrhunderts „Über die Gleichförmigkeit des Lebens des seligen Franziskus mit dem Leben des Herrn Jesus“ (De conformitate vitae Beati Francisci ad vitam Domini Jesu).

Weitere legendenhafte Darstellungen des Franziskuslebens sind die Legenda Perusina, der Bund des heiligen Franziskus mit der Herrin Armut, das Speculum perfectionis sowie die Fioretti (BlĂŒmlein des Hl. Franziskus).

Wirkung

Franziskus predigt zu den Vögeln (Darstellung einer Legende aus den Fioretti von Giotto di Bondone, um 1295)

Im Laufe der Jahrhunderte orientierten sich zahlreiche franziskanische Orden an Franziskus und seiner spirituellen GefĂ€hrtin Klara von Assisi. Überhaupt gingen aus der Armutsbewegung des Mittelalters viele kleine religiöse Gemeinschaften hervor, etwa die Beginen (die aufgrund ihrer NĂ€he zu Ketzern mit Argwohn betrachtet und spĂ€ter verboten wurden); viele dieser Gemeinschaften schlossen sich, um einem Verbot zu entgehen, der franziskanischen Regel an, weil diese ihrem SelbstverstĂ€ndnis am ehesten entsprach. Als sich im 19. Jahrhundert neue Ordensgemeinschaften der wachsenden sozialen Not annahmen, wurden Dritte Orden wie die Franziskanische Gemeinschaft besonders wichtig. Mit ihren zusammengerechnet Zehntausenden von Mitgliedern stellt die franziskanische Ordensfamilie die grĂ¶ĂŸte Ordensbewegung der Römisch-Katholischen Kirche dar.

Franziskus hat der Legende nach 1223 in Greccio das erste Mal das Weihnachtsevangelium in Form einer lebenden Krippe darstellen lassen. Dass die Heilige Messe in Anwesenheit von Tieren und in einer Stallhöhle ĂŒber einer echten Krippe gefeiert wurde, zeigt den Sinn des Franziskus fĂŒr Anschaulichkeit und Theatralik. Dies war als Abwandlung der im Mittelalter verbreiteten Mysterienspiele eine Neuerung, die in vereinfachter Form (beispielsweise durch bildliche oder figĂŒrliche Darstellungen) in die AndachtsĂŒbungen vieler Klöster ĂŒbernommen wurde. Jahrhundertelang dienten Krippendarstellungen den Franziskanern wie auch den Jesuiten als anschauliches Material fĂŒr die Katechese. Der Brauch, an Weihnachten eine Krippe aufzustellen, hat sich inzwischen ĂŒber die ganze Welt verbreitet.

Franz von Assisi gilt vielen wegen legendĂ€rer ErzĂ€hlungen von der Vogelpredigt oder vom Wolf von Gubbio als erster TierschĂŒtzer. Daher wird am 4. Oktober der Welttierschutztag begangen. DarĂŒber hinaus wurde Franz 1980 von Johannes Paul II. zum Patron des Umweltschutzes und der Ökologie ernannt. Deshalb gilt Franz von Assisi auch als Schutzpatron der TierĂ€rzte. Es wird dabei ĂŒbersehen, dass es den Autoren der Legenden nicht um die Tiere, sondern um das Verhalten des Franziskus ging. Die in den Legenden geschilderte Haltung des Franziskus kann jedoch im Sinne seiner Friedfertigkeit gegenĂŒber der gesamten Schöpfung theologisch interpretiert werden.

Franziskus wurde 1939 von Papst Pius XII. zum Nationalheiligen Italiens ernannt.

In der frĂŒhen Literatur wird Franziskus oft Poverello (der kleine Arme) genannt. Die Biographien nennen ihn gelegentlich auch Seraphicus oder Pater seraphicus (seraphischer Vater); diese Namen spielen darauf an, dass Franz in der Legende einen sechsflĂŒgeligen Engel, einen sogenannten Seraph sah, als er stigmatisiert wurde.

Rezeption

Die ExzentrizitĂ€t des Franziskus hat immer wieder Menschen angeregt, sich mit seiner Person zu beschĂ€ftigen. Dabei haben nicht nur religiöse Menschen sich von seinem Leben inspirieren lassen, sondern auch viele KĂŒnstler und Schriftsteller.

WĂ€hrend aus den frĂŒhen Biographien (Thomas von Celano, Bonaventura) bei aller hagiographischen Überhöhung noch ein historischer Kern herauszuheben ist, zeichnen die spĂ€teren Legenden wie die Fioretti und die Legenda Perusina ein sehr extremes, heute als kitschig empfundenes Franziskusbild. Die starke Verbreitung der Fioretti als Andachtsbuch im 19. und 20. Jahrhundert hat das Bild des Franziskus in der Bevölkerung lange geprĂ€gt. In den letzten Jahrzehnten versuchen viele Autoren, ein gemĂ€ĂŸigteres, menschlicheres und weniger legendenhaftes Bild von der Person des Franziskus zu vermitteln.

Neben nicht-fiktionalen Veröffentlichungen von Forschern, die aus einer wissenschaftlichen Quellenkritik heraus versuchen, den historischen Kern der legendenhaften Biographien zu erschließen, gibt es auch neuere fiktionale Texte, die sein Leben deuten. Zu den Autoren, die seit 1900 Franziskus-Romane veröffentlichten, gehören Hermann Hesse (Franz von Assisi, 1904), Felix Timmermans (Franziskus, 1932), Riccardo Bacchelli (Du bist mein Vater nicht mehr, 1956), Nikos Kazantzakis (Mein Franz von Assisi, 1956), Luise Rinser (Bruder Feuer, 1975) und Julien Green (Bruder Franz, 1983).

Diese Romane gehen sehr unterschiedlich mit dem durch die Quellen gegebenen Material um. Die Lebensbeschreibung des Felix Timmermans ist stark vom sĂŒĂŸlichen, innerlichen und romantisch verklĂ€rten Stil der Legenden, vor allem der Fioretti, beeinflusst. Timmermans geht es vor allem darum, die Mystik im Leben des Heiligen darzustellen. Luise Rinser dagegen versetzt die Lebensgeschichte Franz von Assisis in die heutige Zeit. Seine Gemeinschaft wird darin von den gutbĂŒrgerlichen Zeitgenossen als eine Mischung aus Hippiebewegung, „Zigeunerpack“ und esoterischer Sekte angesehen. Die daraus resultierenden Konflikte lĂ€sst Rinser von einem Journalisten aufzeichnen und kommentieren. Die Autorin schreibt dazu: „Da ich Franz so darstelle, als lebte er heute, habe ich auch eine in unsere Zeit passende Form und die nĂŒchterne Sprache eines skeptischen Zeitungsreporters gewĂ€hlt. Im ganzen versuche ich etwa das zu tun, was ein Pop-Musiker tut, wenn er eine Partita von Bach fĂŒr unseren heutigen Geschmack Ă€ndert: die Partita bleibt, aber sie klingt anders, da neue, elektronische Instrumente verwendet werden und der Rhythmus ein andrer ist. Man kann also sagen, ich habe eine Verpopung der Geschichte des Franziskus von Assisi versucht.“[19]

Der angehende Franziskaner-Pater Siegfried Schneider war auch literarisch stark von Leben und Vorbild Franz von Assisis geprĂ€gt – nicht zuletzt durch das Motiv der Krippe von Greccio. Schneider verfasste unter anderem das Festspiel Ritter Franzens Brautfahrt. Die mystische VermĂ€hlung des heiligen Franziskus von Assisi mit der Herrin Armut (1921).

Auch als Spielfilm wurde das Leben des Franziskus mehrmals umgesetzt. Bekannt sind die Filme:

Im Jahre 2008 thematisierte die Politikwissenschaft Franz von Assisi als „Zeitgenosse fĂŒr eine andere Politik“ und diskutierte die „politische AktualitĂ€t des Lebensentwurfs“. Sein Leben könne fĂŒr die heutige Zeit ein Regulativ sein, nicht nur im religiösen Sinne, sondern auch lebenspraktisch fĂŒr einen weltlichen Humanismus. Bereiche, in denen Franz als Vorbild dienen könnte, seien die Einheit von Theorie und Praxis, der Respekt vor jedem Leben, die materielle Armut versus dem Reichtum kulturellen Schaffens sowie die Bildung von und Teilnahme an lokalen und regionalen Assoziationen („Assoziation“ hier im Sinne von Vereinigung, BĂŒrgerinitiative[20]).[21]

Darstellung in der bildenden Kunst

Hl. Franziskus (Ausschnitt aus einem Fresko von Cimabue, Assisi)
Der OrdensgrĂŒnder Franziskus von Assisi (Tafelbild von Guido di Graciano, nach 1270, Siena, Pinacoteca Nazionale), mit seiner Art, das Zingulum zu tragen, gab dem Franziskanerknoten seinen Namen

Franziskus verwendete hĂ€ufig das Tau-Kreuz als Segenszeichen. Er zeichnete es beispielsweise an GebĂ€ude und unterzeichnete damit seine Briefe. Das Tau wird darum auch als Symbol der franziskanischen Ordensfamilie verwendet. In der Bildenden Kunst wird Franz von Assisi oft dargestellt mit Kruzifix, Totenkopf, auf seinem Arm sitzenden Tauben, Lamm und Wolf. Damit sollen seine BĂŒĂŸerhaltung (Kruzifix, Totenkopf) oder seine friedfertige und einfache Geisteshaltung (Taube, Lamm) ausgedrĂŒckt werden.

Gern werden auch die Legenden um den Heiligen kĂŒnstlerisch dargestellt. Die Fresken von Giotto di Bondone in der Oberkirche von San Francesco in Assisi sind die frĂŒhesten Beispiele, die einen Zyklus von Legenden aus seiner Lebensbeschreibung darstellen. Giotto greift dabei auf Legenden aus den Biographien von Thomas von Celano und Bonaventura von Bagnoregio zurĂŒck. Bemerkenswert sind seine perspektivischen Darstellungen und die Rolle, die Architektur und Landschaft auch fĂŒr den symbolischen Gehalt seiner Bilder spielen. Die Legenden sind im Kirchenraum so angeordnet, dass sie einen theologischen Bezug zu den darĂŒber dargestellten Szenen aus dem Alten und Neuen Testament erkennen lassen.

In der Musik

Den Fioretti zufolge zog Franziskus „singend und den großen Gott lobend“ umher.[22] Von einigen seiner Lieder ist zwar nicht die Musik, aber der Text ĂŒberliefert. Franziskanische Komponisten des Mittelalters traten vor allem mit Laude-Kompositionen hervor, etwa Iacopone da Todi und Bianco da Siena. Die Entstehung des Weihnachtsliedes in Frankreich und England war eng mit den Franziskanern verbunden. Im 18. Jahrhundert wurde Giovanni Battista Martini, genannt Padre Martini, zum „gefeiertsten aller franziskanischen Komponisten“.[23]

Folgende jĂŒngere Werke beziehen sich direkt auf Franz von Assisi oder seine Texte:

  • Franz Liszt
    St. François d'Assise: La prĂ©dication aux oiseaux (1862–1863), die erste der Deux lĂ©gendes fĂŒr Klavier
    Cantico del sol di San Francesco d'Assisi (1862, revidiert 1880–1881) fĂŒr Bariton, MĂ€nnerchor, Orchester und Orgel
  • Edgar Tinel
    Oratorium Franciscus (op. 36, 1890)
  • Mario Castelnuovo-Tedesco
    Fioretti di San Francesco (1919–1920) fĂŒr Stimme und Orchester
  • Gian Francesco Malipiero
    San Francesco d'Assisi (1920–1921), Mysterienspiel
  • Hermann Suter
    ein 1923 entstandenes spĂ€tromantisches Oratorium Le Laudi di San Francesco d’Assisi, das 1924 in Basel uraufgefĂŒhrt wurde
  • Carl Orff
    Sonnengesang des heiligen Franziskus (1954; Schott Verlag) fĂŒr vierstimmigen Frauen- oder Kinderchor[24]
  • William Walton
    Cantico del sole (1973–1974) fĂŒr Chor a cappella
  • Olivier Messiaen
    Saint François d’Assise. Scùnes Franciscaines (1975–1983), Messiaens einzige Oper
  • Hanno Haag
    Franziskus (2001), Oratorium fĂŒr Sopran, Sprecher, dreistimmigen Chor, Flöte, Horn, Streicher und Schlagzeug op. 62
  • Dietrich Lohff
    Franz von Assisi (2002), sechs Szenen fĂŒr Sprecher, Solisten, Chor und kleines Orchester
  • Thomas Fortmann
    Oratorio francescano (1981–1982, Neufassung 2005) fĂŒr Sopran, Bariton, Chor und Orchester
  • Carlo Pedini
    Sei frammenti francescani (2006) fĂŒr Stimme und Orchester auf Texte von Thomas von Celano
  • Ludger StĂŒhlmeyer
    Klangrede - der Sonnengesang des Franziskus (2004) fĂŒr Gesang Solo, Violine und Orgel
    Reise zu Franziskus (2006) Singspiel fĂŒr Kinderchor, Sprecher und Instrumente
  • Kurt GĂ€ble, Paul Nagler
    "Franziskus - Das Musical" (200?) Musical fĂŒr Solo & Chorgesang Blasorchester, Cello, Klavier & Vibraphon
  • Angelo Branduardi
    "La Lauda di Francesco" (2001/200?) Musik, Theater, Tanz mit Text & Musik fĂŒr Sologesang mit den Liedern aus dem Album L'infinitamente Piccolo

Siehe auch

Quellen

  • Dieter Berg, Leonhard Lehmann (Hrsg.): Franziskus-Quellen. Die Schriften des heiligen Franziskus, Lebensbeschreibungen, Chroniken und Zeugnisse ĂŒber ihn und seinen Orden. Kevelaer 2009.
  • K. Eßer: Opuscula Sancti Patris Francisci (Bibliotheca Franciscana Ascetica Medii Aevi XII). Grottaferrata 1978
  • Lothar Hardick OFM, Engelbert Grau, OFM: Die Schriften des Heiligen Franziskus von Assisi. 10. Auflage. Kevelaer 2001, ISBN 3-7666-2069-X.

Literatur

  • Berg, Dieter: Armut und Wissenschaft. BeitrĂ€ge zur Geschichte des Studienwesens der Bettelorden im 13. Jahrhundert. Schwann, DĂŒsseldorf 1977.
  • Bösch, Paul: Franz von Assisi – neuer Christus: Die Geschichte einer VerklĂ€rung. Patmos, DĂŒsseldorf 2005, ISBN 3-491-72493-7.
  • Cowan, James: Franziskus von Assisi: Der Weg eines Gott Liebenden. Verlag Via Nova, Petersberg 2003, ISBN 3-936486-24-7.
  • Feld, Helmut: Franziskus von Assisi und seine Bewegung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994, ISBN 3-534-03087-7.
  • Fiederlein, Friedrich Martin: Franz von Assisi. Seine Zeit, sein Leben, seine Wirkung. In: Notizblock Nr. 8 / Mai 1991 (Hrsg.: Bischöfliches Schulamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Abt.I).
  • Grundmann, Herbert: Religiöse Bewegungen im Mittelalter. Untersuchungen ĂŒber die geschichtlichen ZusammenhĂ€nge zwischen der Ketzerei, den Bettelorden und der religiösen Frauenbewegung im 12. und 13. Jahrhundert und ĂŒber die geschichtlichen Grundlagen der deutschen Mystik. 4. Aufl., Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1977.
  • Jungclaussen, Emmanuel: Den Fußspuren Christi folgen (vestigia Christi sequi). Der geistliche Weg Franz von Assisis. Auditorium, Schwarzach 1997. ISBN 3-8302-0581-3. (Wahlweise auf MC oder CD)
  • MĂŒller, Dirk: Gesellschaft und Individuum um 1300 in volkssprachlicher franziskanischer Prosa. Univ. Diss. phil. UniversitĂ€t zu Köln 2003. PDF
  • LeGoff, Jacques: Franz von Assisi. Klett-Cotta, Stuttgart 2006, ISBN 3-608-94287-4.
  • Reblin, Klaus: Franziskus von Assisi, der rebellische Bruder – ein Portrait. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006, ISBN 3-525-60429-7.
  • Reblin, Klaus: Freund und Feind – Franziskus von Assisi im Spiegel der protestantischen Theologiegeschichte. Göttingen 1988, ISBN 3-525-56530-5.
  • Stufkens, Hein: Der siebenfache Pfad des Franz von Assisi. Aurum in Kamphausen Verlag, Bielefeld 2002, ISBN 3-89901-000-0.
  • Wyss, Stephan: "Der heilige Franziskus von Assisi. Vom Durchschauen der Dinge." Edition Exodus. Luzern 2000, ISBN 3-905577-39-9.
  • Wyss, Stephan: "Das Fest am Ostermorgen. Vom heiligen Franziskus von Assisi zu François Rabelais." Edition Exodus. Luzern 2005, ISBN 3-905577-60-7.
  • Zips, Manfred: Franziskus von Assisi, vitae via. BeitrĂ€ge zur Erforschung des Geschichtsbewusstseins in den deutschen Franziskusviten des Mittelalters mit besonderer BerĂŒcksichtigung der deutschsprachigen Werke. Praesens, Wien 2006, ISBN 978-3-7069-0114-7.


Biografien:

  • Chesterton, G. K.: Thomas von Aquin / Franz von Assisi. Erste vollstĂ€ndige deutsche Textfassung. Nova & Vetera, Bonn 2003, ISBN 3-936741-15-8.
  • Dietrich, Veit-Jakobus: Franz von Assisi. Rowohlt, Hamburg 1995, ISBN 3-499-50542-8. (rororo Monographie)
  • Feld, Helmut: Franziskus von Assisi. Beck, MĂŒnchen 2001, ISBN 3-406-44770-8.
  • Holl, Adolf: Der letzte Christ. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1979, ISBN 3-421-01924-X.
  • Manselli, Raoul: Franziskus. Der solidarische Bruder. Benzinger, ZĂŒrich/Einsiedeln/Köln 1984, ISBN 3-545-20090-6.
  • Sabatier, Paul: Leben des heiligen Franz von Assisi. 1. Auflage. Nabu Press, La Vergne (Tennessee) 2010 (Originaltitel: Vie de Saint François d'Assise, ĂŒbersetzt von Margarete Lisco), ISBN 978-1-147-86392-5 (Reprint, vermutlich der Ausgabe von 1897).
  • Sabatier, Paul; Renner, Frumentius: Leben des heiligen Franz von Assisi. Redigierter, gekĂŒrzter Nachdruck der Ausgabe ZĂŒrich, Rascher 1919. EOS-Verlag, Sankt Ottilien 1979, ISBN 3-88096-072-0. [Sabatiers Buch Vie de Saint François d'Assise, dessen Erstausgabe 1894 in Paris erschien, gilt als eines der einflussreichsten neuzeitlichen BĂŒcher ĂŒber Franz von Assisi, es wurde auf Deutsch lange Zeit aber nur noch in dieser korrigierten und von katholischer Seite gekĂŒrzten Ausgabe verlegt.]

Weblinks

PrimÀrquellen:

 Wikisource: Franciscus Assisiensis â€“ Quellen und Volltexte (Latein)
 Commons: Franz von Assisi â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Sonstige Informationen:

Bibliographien:

Einzelnachweise

  1. ↑ Isnard W. Frank: Franz von Assisi: Frage auf eine Antwort. Matthias-GrĂŒnewald-Verlag Mainz, 1992. ISBN 3-7867-1661-7. S. 37.
  2. ↑ Bey, Horst von der / Freyer, Johannes-Baptist: Die Franziskanische Bewegung: Band 1: Geschichte und SpiritualitĂ€t. Matthias-GrĂŒnewald-Verlag Mainz, 1996. ISBN 3-7867-1905-5; S. 11.)
  3. ↑ Helmut Feld: Franziskus von Assisi und seine Bewegung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1994
  4. ↑ Thomas von Celano: Lebensbeschreibung des Heiligen Franziskus (Vita secunda) 1229
  5. ↑ DreigefĂ€hrtenlegende 20
  6. ↑ Testament 4, außerdem auch im „Gruß an die Tugenden“
  7. ↑ Zitiert nach Franziskanische Quellenschriften, Band 1
  8. ↑ Testament, zitiert nach Franziskanische Quellenschriften, Band 1
  9. ↑ Paul Sabatier: a. a. O., S. 102
  10. ↑ Helmut Feld: Franziskus und seine Bewegung, S. 302 ff.
  11. ↑ Der Text der sogenannten „bullierten Regel“ (lat. regula bullata)
  12. ↑ I Celano 108
  13. ↑ Jordan von Giano, Chronik, 1262
  14. ↑ Celano zitiert nach S. 5 der Schrift von Leonard Holtz: Anders leben mit Franziskus; Leutesdorf: Johannes-Verlag, 1981; ISBN 3-7794-0817-1
  15. ↑ A. Holl: Der letzte Christ; 1979; S. 21 f.
  16. ↑ A. Holl: Der letzte Christ; 1979; S. 22.
  17. ↑ Helmut Feld, a.a.O.
  18. ↑ A. Holl: Der letzte Christ; 1979; S. 25
  19. ↑ Luise Rinser: Bruder Feuer; Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-596-22124-2. Dort am Ende des Vorworts der Autorin auf Seite 13
  20. ↑ Vgl. Assoziation im Wiktionary
  21. ↑ Peter Kammerer, Ekkehart Krippendorff, Wolf-Dieter Narr: Franz von Assisi – Zeitgenosse fĂŒr eine andere Politik, Patmos, DĂŒsseldorf 2008, ISBN 978-3-491-72520-1, S. 169
  22. ↑ Stanley Sadie (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Music and Musicians, Macmillan Publishers, London 1980, Stichwort „Franciscan friars“: „The Fioretti recount that St Francis himself went about ‚cantando e laudando magnificamente Iddio‘.“
  23. ↑ Stanley Sadie (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Music and Musicians, Macmillan Publishers, London 1980, Stichwort „Franciscan friars“: „
 the most celebrated of all Franciscan musicians 
“
  24. ↑ Carl Orff – Werke – Vokalmusik – Chormusik – Frauen-/Kinderchor. Sonnengesang des heiligen Franziskus. In: „Schott Music“. abgerufen am 16. Juni 2011: „Aus dem Orff-Schulwerk: Musik fĂŒr Kinder Band V“

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