Franz von Waldeck

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Franz von Waldeck
Graf Franz von Waldeck

Franz von Waldeck (* wahrscheinlich 1491 auf der Burg Sparrenberg; ‚Ć 15. Juli 1553 auf Burg Wolbeck, heute M√ľnster) war durch Abstammung Graf von Waldeck und ab 1532 Bischof von Osnabr√ľck, M√ľnster und Administrator von Minden. In seine Zeit f√§llt die Zerschlagung des T√§uferreichs von M√ľnster. Von Waldeck selbst neigte der Reformation zu und hat diese in seinen Territorien zeitweise gef√∂rdert. Nach dem f√ľr die Protestanten verlorenen Schmalkaldischen Krieg musste er die Pl√§ne zur Einf√ľhrung der Reformation und die Umwandlung der geistlichen Territorien in weltliche F√ľrstent√ľmer aufgeben. Im Inneren wurde seine Macht durch die Landst√§nde weitgehend beschnitten, w√§hrend ihn Heinrich der J√ľngere von Braunschweig mit Gewalt zwang, auf das Hochstift Minden zu verzichten.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft, fr√ľhe Jahre und Familie

Er war der Sohn des Grafen Philipp II. von Waldeck-Eisenberg, der neben seiner eigenen Herrschaft Statthalter der Grafschaft Ravensberg und urspr√ľnglich selbst f√ľr den geistlichen Stand bestimmt war, doch im Interesse seiner Familie weltliche Aufgaben √ľbernommen hatte. Er heiratete Katharina (geborene Solms-Lich). Franz war der dritte und letzte Sohn von insgesamt sechs Kindern aus dieser Ehe. Ein Jahr nach seiner Geburt starb die Mutter.

Franz von Waldeck war schon fr√ľh f√ľr eine Stelle im hochadeligen K√∂lner Domkapitel vorgemerkt. Weil dieses ein wenn auch kurzes Rechtsstudium f√ľr weltliche Kapitulare vorsah, begann er 1506 ein Studium in Erfurt und wechselte 1510 nach Leipzig. Ohne geistliche Weihen erhalten zu haben, erwarb er zahlreiche Kanonikerpr√§benden. Er war unter anderem Domherr in K√∂ln, Trier, Mainz und Paderborn, wie auch seit 1523 Propst des Alexanderstifts in Einbeck.

Dort hat er zeitweise auch gelebt. In Einbeck lernte er Anna Polmann (1505-1557) kennen, mit der er in einer ehe√§hnlichen Gemeinschaft zusammenlebte und acht Kinder hatte. Seine Kinder waren Franz von Waldeck II. (1524 - ), Barthold von Waldeck (1536 - ), Philipp von Waldeck (1538-1605), Elizabeth Catherina von Waldeck (1540-1579) verheiratet mit Wernerus Crispinus (1535-1604), Johanna von Waldeck (1540-1572), Ermegard von Waldeck (1542- ), Christoph von Waldeck (1543-1587) verheiratet mit Agnes Pagenstecher] (1545-1606), Katherina von Waldeck (1544-1597) Ob er mit ihr eine regelrechte Ehe einging ist unklar. Seinen Kindern gegen√ľber erwies sich Waldeck jedenfalls als f√ľrsorglicher Vater.

Insbesondere Unstimmigkeiten mit lutherisch gesinnten Augustinern veranlassten ihn, zusammen mit seiner Familie 1524 in die von seinem Vater ererbte Beyenburg bei Elberfeld zu ziehen.

Wahl zum Administrator von Minden

Im Jahr 1508 bereits hatte ihn sein Vater als Bischof von Osnabr√ľck ins Gespr√§ch gebracht. Statt ihm wurde jedoch Erich von Braunschweig-Grubenhagen Bischof. Eine erneute Gelegenheit ein Bischofsamt zu erhalten ergab sich erst 1529 nach dem Tod des Administrators des Bistums Minden Franz von Braunschweig-Wolfenb√ľttel. Insbesondere unterst√ľtzt von Herzog Johann III. von J√ľlich-Kleve und dem Erzbischof von K√∂ln wurde Franz von Waldeck zum Bischof von Minden gew√§hlt. Das Domkapitel hat ihn unterst√ľtzt, weil es in Franz ohne eigene Hausmacht im Bistum, keine Gefahr f√ľr seine Macht sah. Herzog Heinrich der J√ľngere von Braunschweig-Wolfenb√ľttel, der den Bischofssitz f√ľr seinen erst dreij√§hrigen Sohn beanspruchte, hat die Entscheidung nicht akzeptiert. Er hat daraufhin die Landesburgen und weitere strategische Pl√§tze besetzt. Erst als Franz auch Bischof von M√ľnster und Osnabr√ľck wurde und damit seine Macht sich verst√§rkt hatte, lenkte der Herzog ein.

Bischof auch in M√ľnster und Osnabr√ľck

Philipp von Hessen war ein wichtiger Verb√ľndeter von Franz von Waldeck

Nach dem Tod von Erich von Braunschweig-Grubenhagen 1532 waren gleichzeitig die Bist√ľmer M√ľnster, Osnabr√ľck und Paderborn vakant geworden. Unterst√ľtzt vom Landgraf Philipp von Hessen, der Gubenhagener, von Geldern, J√ľlich-Kleve und dem Erzbischof von K√∂ln wurde Franz gew√§hlt. Dabei spielte bei den Unterst√ľtzern weniger konfessionelle als politische Erw√§gungen eine Rolle. Allerdings war auch bekannt, dass die Familie von Franz mit dem Luthertum sympathisierte und er selbst einen Kaplan dieser Richtung in seiner Umgebung hatte. Auch sein Konkubinat war bekannt, stellte aber keinen Hinderungsgrund dar. Insbesondere in M√ľnster dr√§ngte das Domkapitel auf eine rasche Entscheidung, da es f√ľrchtete, dass w√§hrend der Vakanz die radikalreformatorischen Kr√§fte um Bernd Rothmann gest√§rkt w√ľrden. Daher wurde er am 1. Juni 1532 zum Bischof in M√ľnster und am 11. Juni als Bischof von Osnabr√ľck postuliert. Der Paderborner Bischofsstuhl wurde dagegen vom K√∂lner Erzbischof Hermann von Wied verwaltet. Der Einflussbereich von Franz von Waldeck war betr√§chtlich und umfasste insgesamt 14.000 km¬≤.

Mit dem Erwerb der unterschiedlichen Bist√ľmer hatte er auch deren Konflikte geerbt. In Osnabr√ľck gab es aus verschiedenen Gr√ľnden darunter den Besitz der Herrschaft Rheda etwa Streit mit den Grafen von Tecklenburg. Feinde des Hochstifts M√ľnster waren etwa die Grafen von Oldenburg, denen es um die R√ľckgewinnung der Grafschaft Delmenhorst ging. Unvers√∂hnt war auch Herzog Heinrich der J√ľngere von Braunschweig-Wolfenb√ľttel.

Zwiespältige konfessionelle Haltung

In den Wahlkapitulationen hatte Franz von Waldeck geschworen, den alten Glauben zu sch√ľtzen. Ob er von Beginn an vorhatte, die Reformation zu unterst√ľtzen, ist eher unwahrscheinlich. Allerdings verfolgte er einen konfessionspolitisch zumindest zweifelhaften Kurs. Er r√§umte nach religi√∂s motivierten Gewaltt√§tigkeiten der B√ľrger in M√ľnster der Stadt am 14. Februar 1533 Religionsfreiheit ein. Diese Position lie√ü sich mit der Radikalisierung und der Hinwendung zum T√§ufertum nicht mehr aufrechterhalten.

Gegen M√ľnster, gegen Warendorf und D√ľlmen ging er mit Gewalt vor. Von der Stadt Osnabr√ľck verlangte er vergeblich die Ausweisung protestantischer Prediger. Als dies zu Unruhen f√ľhrte, gab er nach und schickte sogar seinen eigenen lutherischen Kaplan in die Stadt. Noch geringer war sein Widerstand in Minden. Dort setzte er 1533 lediglich durch, dass sowohl die katholischen Kanoniker wie auch protestantische B√ľrger ihre Gottesdienste durchf√ľhren konnten.

Kampf gegen das Täuferreich

Belagerung von M√ľnster durch Truppen von Franz von Waldeck

Bei aller Sympathie f√ľr die Reformation konnte Franz von Waldeck das radikale T√§uferreich von M√ľnster in M√ľnster nicht dulden, stellte es doch auch seine landesherrliche Gewalt in Frage. Zur Niederschlagung des T√§uferreichs rief er 1534 die Hilfe des Reichs an. Reichsrechtlich handelte es sich nach der Landfriedensordnung von 1522 bei der Bewegung um einen Landfriedensbruch. Gleichwohl hielt sich der westf√§lische Reichskreis und die meisten F√ľrsten mit Unterst√ľtzung f√ľr Franz von Waldeck anfangs zur√ľck. Allerdings standen neben dem K√∂lner Erzbischof auch der Landgraf von Hessen und einige andere m√§chtige Landesherren zur Seite. Insbesondere K√∂ln und Kleve-J√ľlich unterst√ľtzten den Bischof auch bei der Belagerung von M√ľnster stark, nicht zuletzt um den hessischen Einfluss zur√ľckzudr√§ngen. Am 26. Dezember 1534 sagte ihm auch die in Koblenz tagende Kreisst√§ndeversammlung die Unterst√ľtzung des Reiches zu. Die Stadt M√ľnster wurde am 25. Juni 1535 eingenommen. Auf Grund seiner Abh√§ngigkeit gerade auch von katholischen Reichsst√§nden musste Franz von Waldeck darauf verzichten, in M√ľnster wieder die lutherische Richtung einzuf√ľhren. Stattdessen wurde mit Kurk√∂ln und Kleve-J√ľlich 1538 ein Abkommen zur Bek√§mpfung von Wiedert√§ufern abgeschlossen.

Hinwendung zur Reformation

Das B√ľndnis mit den beiden Territorien hat sich auch beim Kampf gegen die Grafen von Oldenburg bew√§hrt, die im selben Jahr in das Niederstift M√ľnster eindrangen, brandschatzten und pl√ľnderten. K√∂ln und Kleve-J√ľlich traten schlie√ülich als Friedensvermittler auf.

Die Position von Franz von Waldeck war danach zunächst auf den ersten Blick so stark wie niemals zuvor und danach. Aber seine Finanzlage war nach dem Kampf gegen die Täufer und den Krieg gegen Oldenburg geradezu verzweifelt.

Seine Versuch, Kirchengut zu Gunsten der jeweiligen Territorien einzuziehen, scheiterte, er war daher weiterhin auf die Verpfändung von Besitz und Rechten angewiesen.

Nach der R√ľckeroberung M√ľnsters wandte er sich st√§rker den Lehren Martin Luthers zu. In M√ľnster konnten wieder lutherische Prediger wirken. Aber er hat eine klare Entscheidung hinausgez√∂gert. So entsandte er im M√§rz 1536 eine Abordnung zu einer Provinzialsynode des Erzbistums K√∂ln. Er empfing 1540 die h√∂heren Weihen und wurde 1541 zum Bischof geweiht.

Hermann Bonnus spielte eine bedeutende Rolle f√ľr die Durchsetzung der Reformation im Hochstift Osnabr√ľck

Den Abschied des Regensburger Reichstages aus demselben Jahr fasste er als Erlaubnis auf, die Reformation einzuf√ľhren. Unterst√ľtzt wurde er dabei von Philipp von Hessen, der ihm Martin Butzer als Reformator empfahl. Neben seiner religi√∂sen √úberzeugung, spielte bei der offenen Hinwendung zur Reformation auch der Wunsch eine Rolle, seine Beziehung mit Anna Pohlmann zu legalisieren und durch S√§kularisation aus einem der drei Hochstifte ein weltliches F√ľrstentum f√ľr seine Erben zu machen. Gleichzeitig h√§tte er so seine Schuldenlast beseitigen k√∂nnen.

Die reformatorischen Ans√§tze wurden in den drei Bist√ľmern unterschiedlich aufgenommen. Abgelehnt wurden die Neuerungen von den Domkapiteln und gro√üen Teilen des Adels im M√ľnsterland. In den Bist√ľmern Osnabr√ľck und Minden setzte sich die Reformation durch. In Osnabr√ľck wurde Hermann Bonnus die zentrale Person der Reformation. Den Schritt zur offenen Einf√ľhrung des neuen Glaubens tat Waldeck, als er 1543 eine evangelische Kirchenordnung f√ľr die Landkirchen des Stifts Osnabr√ľck abfassen lie√ü. Bonnus konnte auch in M√ľnster eine Disputation mit dem Domprediger Johann von Aachen veranstalten.

Auch milit√§risch hat er die Protestanten etwa 1542 gegen den noch katholischen Herzog Heinrich von Braunschweig-Wolfenb√ľttel unterst√ľtzt. Waldeck suchte sogar um die Aufnahme in den Schmalkaldischen Bund nach. Dies hatte jedoch keinen Erfolg, da der Bund die endg√ľltige Durchsetzung der Reformation zur Bedingung machte.

Formierung der Gegenkräfte

Ein Jahr sp√§ter nahm im Erzbistum K√∂ln der Widerstand altkirchlicher Kr√§fte gegen die reformatorische Politik Hermann von Wieds zu. Dies gab auch den katholischen Kr√§ften in M√ľnster und Osnabr√ľck Auftrieb. Durch die Besetzung des Herzogtum Kleves durch Karl V. ging ein wichtiger Verb√ľndeter verloren und zeitweise schien auch den von Franz von Waldeck beherrschten Gebieten eine vergleichbare Gefahr zu drohen. Auch ein Einmarsch durch Heinrich dem J√ľngeren von Braunschweig drohte 1544. Dabei wurde dieser von 400 Adeligen aus dem M√ľnsterland unterst√ľtzt. Auch die Gefahr eines kaiserlichen Einmarsches war nicht gebannt. Der Versuch von Philipp von Hessen den Schmalkaldischen Bund zur Unterst√ľtzung von Franz von Waldeck zu bewegen scheiterte. Im Jahr 1545 hat dann der Herzog von Braunschweig erneut versucht, seine 1542 von Franz von Waldeck und dessen Verb√ľndeten besetzten Gebiete zur√ľckzugewinnen. Wieder wurde er vom Domkapitel in M√ľnster und Teilen des Adels unterst√ľtzt. Die Truppen des Herzogs zogen durch die Territorien von Franz von Waldeck und richteten erhebliche Sch√§den an. Der Herzog wurde in der Schlacht bei Kahlfeld 1545 geschlagen und gefangen genommen. Franz von Waldeck spielte in dieser Auseinandersetzung nur eine geringf√ľgige Rolle, weil er nur √ľber wenig Truppen verf√ľgte.

Franz von Waldeck, der sich immer st√§rker der protestantischen Sache zuwandte, konnte den letzten Schritt, sich politisch offen zum Schmalkaldischen Bund zu bekennen, nicht vollziehen. Der Grund war, dass die Landst√§nde des Hochstifts M√ľnster drohten, ihm die Gefolgschaft aufzuk√ľndigen, wenn er seine offiziell neutrale Haltung aufgeben w√ľrde.

Im folgenden kam es zum Schmalkaldischen Krieg. Dabei k√§mpfte Karl V. gegen Hessen und Sachsen auch wegen der Besetzung von Braunschweig. Im Februar 1547 wurde die Stadt Minden von kaiserlichen Truppen besetzt. Das Bistum Osnabr√ľck konnte sich freikaufen. Der kaiserliche Aufforderung, sich an der Belagerung Bremens zu beteiligen, kam Franz von Waldeck nicht nach. Darauf besetzte Anton von Oldenburg mit kaiserlicher Billigung die Grafschaft Delmenhorst. Sp√§tere Klagen von Franz von Waldeck vor dem Reichskammergericht blieben wirkungslos und das Gebiet ging verloren.

Nach der Schlacht bei M√ľhlberg und der Niederlage des Schmalkaldischen Bundes musste Hermann von Wied zur√ľcktreten und Franz von Waldeck sah sich gezwungen, seine Reformationspl√§ne aufzugeben. In Osnabr√ľck und Minden war die Reformation indes so weit fortgeschritten, dass Rekatholisierungsans√§tze zum Scheitern verurteilt waren.

Machtverlust

Heinrich II. von Braunschweig-Wolfenb√ľttel war ein langj√§hriger Gegner von Franz von Waldeck

Vor der Aufgabe der Reformationspl√§ne hatte das katholische Domkapitel von Osnabr√ľck bei Kaiser und Papst den Bischof unter anderem wegen Ketzerei angeklagt. Unerwartet hat das Domkapitel in M√ľnster Waldeck unterst√ľtzt, weil es eine kaiserliche Besetzung f√ľrchtete. Auf der anderen Seite zwangen ihn die m√ľnsterschen Landst√§nde auf einem Landtag, die Reformation zu widerrufen. Erst nach erheblichen Zugest√§ndnissen an das Domkapitel von Osnabr√ľck lie√ü dieses die Anklage fallen. Auch in M√ľnster gelang es den St√§nden in diesem Zusammenhang, ihre Kompetenzen gegen√ľber dem Bischof auszuweiten. Die eigentliche Macht lag nun in st√§ndischer Hand. Hatte sich der Bischof vielfach auf ausl√§ndische R√§te gest√ľtzt, der Hofmeister Friedrich von Twiste spielte etwa eine wichtige Rolle, setzten die Landst√§nde in Osnabr√ľck und M√ľnster 1547 durch, dass einheimische R√§te an der Regierung zu beteiligen seien. Nach diesem faktischen Machtverlust lebte Franz von Waldeck √ľberwiegend auf der Iburg.

Durch den Schmalkaldischen Krieg war Herzog Heinrich der J√ľngere von Braunschweig-Wolfenb√ľttel freigekommen. Im Jahr 1553 wurde Franz von Waldeck aufgefordert, 80.000 Goldgulden als Entsch√§digung f√ľr die Lasten des Krieges zu zahlen, anderenfalls w√ľrden die L√§nder des Bischofs √ľberfallen und gebrandschatzt. Franz von Waldeck versuchte, die Braunschweiger hinzuhalten. Vergebens forderte er die St√§nde auf, sich milit√§risch zu r√ľsten und auch Philipp von Hessen versagte die Unterst√ľtzung. Philipp Magnus, Sohn des Herzog Heinrich, r√ľckte in die drei Bist√ľmer ein und eroberte die Iburg. Franz von Waldeck konnte knapp entkommen und fl√ľchtete sich in die Stadt M√ľnster. Inzwischen wurde das Land gepl√ľndert und die Braunschweiger erpressten erhebliche Summen von den Domkapiteln in Osnabr√ľck und M√ľnster. Letztlich zwangen sie Franz von Waldeck zur Aufgabe des Bistums Minden. Dort wurde daraufhin Julius von Braunschweig zum Bischof gew√§hlt.

Auch die B√ľrger der Stadt M√ľnster nutzten die Schw√§che des Bischofs aus und zwangen Waldeck, ihre w√§hrend des Wiedert√§uferkrieges verlorenen Rechte und Privilegien wieder zur√ľckzugeben. In Osnabr√ľck fiel die Regierungsgewalt vollst√§ndig dem Domkapitel zu. Diese Erniedrigungen hat der seit langen gesundheitlich angeschlagene Franz von Waldeck nicht mehr verkraftet. Er starb am 15. Juli 1553 auf der Burg Wolbeck. Beigesetzt wurde er im Dom zu M√ľnster.

Literatur

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Erich von Braunschweig-Grubenhagen Bischof von M√ľnster
1532‚Äď1553
Wilhelm Ketteler
Bischof von Osnabr√ľck
1532‚Äď1553
Johann IV. von Hoya



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