Franzose

ÔĽŅ
Franzose

Franzosen werden die Staatsb√ľrger Frankreichs genannt.

In manchen Kontexten können Franzosen auch als ethnische Gruppe aufgefasst werden.

‚ÄěFranzosen‚Äú als ethnische Gruppe zu begreifen, ist nicht unproblematisch, da es diese Kategorisierung im offiziellen Selbstverst√§ndnis der Franz√∂sischen Republik nicht gibt und viele Franzosen den Gedanken ablehnen w√ľrden, dass ‚ÄěFranzose‚Äú eine √ľber die Staatsb√ľrgerschaft hinausgehende ethnische Zuordnung sei. Andererseits gibt es jedoch au√üerhalb des offiziellen Diskurses √Ąu√üerungen, die franz√∂sischen Staatsb√ľrgern, die aus Gebieten au√üerhalb des europ√§ischen Frankreich stammen, aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion oder ethnischen Herkunft den Status ‚ÄěFranzose‚Äú absprechen. Innerhalb des europ√§ischen Frankreich wiederum beanspruchen manche Angeh√∂rige von Bev√∂lkerungsgruppen, die sich selbst etwa als Okzitanier, Els√§sser oder Korsen betrachten, f√ľr ihre jeweilige Gruppe den Status einer besonderen ethnische Gruppe und grenzen sich auf diese Weise von ‚ÄěFranzosen‚Äú im ethnischen Sinne ab.

Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) versehen. Die fraglichen Angaben werden daher m√∂glicherweise demn√§chst gel√∂scht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einf√ľgst. Bitte entferne erst danach diese Warnmarkierung.

Direkte Nachkommen der Franzosen sind in Kanada die Qu√©b√©cois, die Akadier und die frankophonen Kanadier (‚ÄěFranko-Kanadier‚Äú) der anderen Provinzen. Die B√ľrger der Vereinigten Staaten, die franz√∂sische Vorfahren haben, nennt man Franko-Amerikaner. Ein Gro√üteil sind Franz√∂sische Kanadier, die in der Industrialisierung nach Neuengland eingewandert sind; au√üerdem gibt es in Louisiana/USA die Cajuns und die frankophonen Kreolen.

Daneben gibt es viele Völker, die teilweise französischer Herkunft sind, wie die Métis in Nordamerika (indianischer Abstammung), Kreolen der Karibik und Afrikas (französischer und afrikanischer Abstammung, in der Karibik auch indianische Wurzeln) und die Europolynesier (französischer und polynesischer Abstammung).

Ein gewisses Gef√ľhl der N√§he empfinden viele Franzosen gegen√ľber anderen frankophonen Nationen und Ethnien auf der Welt, wie den Wallonen, den Romands oder den Qu√©b√©cois. Letztere werden oft als ‚ÄěCousins‚Äú bezeichnet, was jenseits des Atlantiks nicht unbedingt auf Gegenliebe st√∂√üt.

Starke Vermischungen und gegenseitige Einfl√ľsse gab es im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Frankreich, vor allem in Elsass und Lothringen. Auch im Saarland und Rheinland ist der franz√∂sische Einfluss noch sp√ľrbar. Nach Deutschland kamen zudem immer wieder franz√∂sische Einwanderer, die mit der Zeit assimiliert wurden, so die Hugenotten, die auch in anderen Teilen Europas Zuflucht (besonders in der Schweiz und in Preu√üen) fanden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) versehen. Die fraglichen Angaben werden daher m√∂glicherweise demn√§chst gel√∂scht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einf√ľgst. Bitte entferne erst danach diese Warnmarkierung.

Bis zur römischen Eroberung

Die Franzosen entstanden aus Teilen der keltischen Urbev√∂lkerung (Gallier), aus Resten der r√∂mischen Bev√∂lkerung in S√ľdfrankreich und aus Toxandrien eingewanderten germanischen Franken. Die √§lteste und bekannte Bev√∂lkerung bestand aus Ligurern und Iberern. Diese wurden dann in den S√ľden zur√ľckgedr√§ngt, nur ein Ast der Iberer, die Aquitaner, hat sich bis heute in geringen Resten in den westlichen T√§lern der Pyren√§en erhalten. Der Name Gascogne (vasconia) erinnert an die fr√ľhere weitere Ausbreitung der Basken, die hier aber nicht - wie in Spanien - ihre nationale Sonderstellung bewahrt haben. Diese Urbev√∂lkerung musste dem Volk der Kelten (Gallier, Galaker) Platz machen, denjenigen Indogermanen, die sich am fr√ľhesten vom Hauptstamm gel√∂st und am weitesten nach Westen vorgeschoben haben. Sie nahmen zun√§chst unvermischt den zentralen Teil Frankreichs ein. Zu den m√§chtigsten St√§mmen geh√∂rten die Arverner im Gebirgsland der Auvergne und die √Ąduer zwischen Sa√īne und Loire. Diese gallische Nation hatte sich in den f√ľnf Jahrhunderten bis zur Eroberung durch Caesar (seit 58 v. Chr.) zu hoher Kultur entwickelt und einen gewissen Nationalcharakter ausgebildet.

Völkerwanderungszeit

Weiterhin pr√§gend waren im Zuge der V√∂lkerwanderung (5. bis 9. Jahrhundert) im S√ľdosten burgundische Bev√∂lkerungsteile, so wie ab dem 10. Jahrhundert die erzwungene Einwanderung von Normannen in der Normandie, die zun√§chst pl√ľndernd an der Nordk√ľste entlang gezogen waren. Bei diesen zeigte sich die Assimilationsf√§higkeit der Galloromanen am deutlichsten: innerhalb weniger Generationen waren die Normannen ganz in ihr aufgegangen.

Im Zuge der Ausbildung eines christlichen Universalreiches unter Karl dem Großen hatte die galloromanische Kultur eine gewisse kosmopolitische Prägung erhalten. Nach der Teilung des Reiches 843 zeigte sich zum ersten Mal die Einheit der galloromanischen Nation im Aufkommen der neuen Sprache.

Neuzeit

Im 19. und fr√ľhen 20. Jahrhundert kamen viele Einwanderer aus Osteuropa, unter anderem Polen und Armenier, die in der Bev√∂lkerung aufgingen. Ber√ľhmte Beispiele sind hier Marie Curie und der armenischst√§mmige Chansons√§nger Charles Aznavour.

Bei den Franzosen kam es erstmals im modernen Europa zur Bildung eines Nationalbewusstseins in Folge der Franz√∂sischen Revolution von 1789. Dieses bezog sich auf die Staatsb√ľrgerschaft und die damit verbundenen republikanischen Ideale, gewisse ethnische Z√ľge des Nationalbewusstseins k√∂nnen aber nicht geleugnet werden. In der Geschichtswissenschaft gibt es die These, aus dem tendenziell ‚Äěguten‚Äú westeurop√§ischen staatsb√ľrgerlichen Nationalismus sei mit seiner Verbreitung nach Osten der tendenziell ‚Äěschlechte‚Äú osteurop√§ische ethnische Nationalismus geworden. Aufgrund der hohen Ambivalenz auch des westeurop√§ischen Nationalismus ist diese These inzwischen allerdings vielfach redividiert und differenziert worden.

Siehe auch



Wikimedia Foundation.

Synonyme:

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Franzose ‚ÄĒ Franzose, abgek√ľrzte Bezeichnung f√ľr einen franz√∂sischen M√ľhlstein (s.d.) ‚Ķ   Lexikon der gesamten Technik

  • Franzose ‚ÄĒ [Aufbauwortschatz (Rating 1500 3200)] Auch: ‚ÄĘ Franz√∂sin ‚ÄĘ franz√∂sisch ‚ÄĘ Franz√∂sisch ‚ÄĘ franz√∂sischer ‚ÄĘ franz√∂sische ‚ÄĘ ‚Ķ   Deutsch W√∂rterbuch

  • Franzose ‚ÄĒ Engl√§nder (umgangssprachlich); Verstellschl√ľssel; Rollgabelschl√ľssel; Franzmann (umgangssprachlich); Franzacke (derb) * * * Fran|zo|se ‚Ć©m. 17‚Ć™ 1. Einwohner von Frankreich 2. ‚Ć©Tech.‚Ć™ verstellbarer Schraubenschl√ľssel 3. ‚Ć©Zool.‚Ć™ ‚Ķ   Universal-Lexikon

  • Franzose ‚ÄĒ Fran|zo|se, der; n, n ‚Ķ   Die deutsche Rechtschreibung

  • Franzose ‚ÄĒ ¬†Frounzous ‚Ķ   Hochdeutsch - Plautdietsch W√∂rterbuch

  • Franzose (Werkzeug) ‚ÄĒ Ein Franzose ist die umgangssprachliche Bezeichnung f√ľr einen verstellbaren Schraubenschl√ľssel. Es ist ein universelles Handwerkzeug zum L√∂sen und Anziehen von Schraubverbindungen. Durch Drehen des Handgriffes kann der Abstand der beiden… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Franzose (Begriffskl√§rung) ‚ÄĒ Das Wort Franzose bezeichnet Angeh√∂rige der franz√∂sischen Nation, siehe Franzosen Staatsb√ľrger Frankreichs, siehe Frankreich ein Handwerkzeug √§hnlich dem Rollgabelschl√ľssel, siehe Franzose (Werkzeug) Siehe auch: Franzos  Wiktionary:… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Franzose (Frankreich) ‚ÄĒ Franzosen werden die Staatsb√ľrger Frankreichs genannt. In manchen Kontexten k√∂nnen Franzosen auch als ethnische Gruppe aufgefasst werden. ‚ÄěFranzosen‚Äú als ethnische Gruppe zu begreifen, ist nicht unproblematisch, da es diese Kategorisierung im… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Franzose, der ‚ÄĒ Der FranzŇćse, des n, plur. die n, eine Person m√§nnlichen Geschlechtes, welche aus Frankreich geb√ľrtig ist. In der Dichtkunst, besonders in der scherzhaften Art derselben, gebraucht man statt dieses langen Wortes das k√ľrzere Franze. Die Franzen… ‚Ķ   Grammatisch-kritisches W√∂rterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Franzose (Volksname) ‚ÄĒ 1. Den Franzosen und dem Teufel ist nicht zu trauen. B√∂rne (Briefe aus Paris, I) behauptet sogar, jeder Franzose habe den Teufel im Leibe, und wenn eine Teufelei darzustellen sei, mislinge ihnen das nie. 2. Der Frantzose ist in seinem Unternehmen ‚Ķ   Deutsches Sprichw√∂rter-Lexikon


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.