Freie Deutsche Jugend

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Freie Deutsche Jugend
Das Emblem der FDJ

Die Freie Deutsche Jugend (FDJ) ist ein sozialistischer Jugendverband.

In der DDR war sie die einzige staatlich anerkannte und geförderte Jugendorganisation. Sie war als bedeutende Massenorganisation Teil eines parallelen Erziehungssystems zur Schule. Die FDJ in der DDR war Mitglied im Weltbund der Demokratischen Jugend und im Internationalen Studentenbund.

In der Bundesrepublik Deutschland ist die ehemals organisatorisch selbstÀndige FDJ in Westdeutschland seit 1951 wegen Verfassungsfeindlichkeit verboten.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Fahne der FDJ in England, August 1939

Erste Gruppen der FDJ entstanden schon vor dem Zweiten Weltkrieg im Exil im Juni 1936 in Paris und am 8. Mai 1938 in Prag. Die Arbeit der FDJ in der Tschechoslowakei und in Frankreich kam mit der deutschen Besetzung zum Erliegen, da ihre Mitglieder fliehen mussten. DafĂŒr entstanden ab April 1939 in Großbritannien FDJ-Gruppen. Nur dort gelang es, landesweit unter den Emigranten tĂ€tig zu werden. Hauptaufgabe der FDJ in Großbritannien war die UnterstĂŒtzung der meist sehr jungen jĂŒdischen Emigranten. Etwa 10 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, die mit Kindertransporten nach Großbritannien ausreisen konnten, traten spĂ€ter dort der FDJ bei.[1] Ab April 1943 rief die FDJ in Großbritannien ihre Mitglieder dazu auf, in die britische Armee einzutreten. Etwa 150 Mitglieder folgten diesem Aufruf. Ebenfalls 1943 trat die FDJ als Organisation der am 25. September in London gegrĂŒndeten „Freien Deutschen Bewegung“ bei. Am GrĂŒndungskongress des Weltbundes der Demokratischen Jugend im Oktober 1945 nahm die FDJ mit einer achtköpfigen Delegation teil und erhielt im Weltbund einen Beobachterposten.

In Großbritannien stellte die FDJ im Sommer 1946 ihre TĂ€tigkeit ein, da etwa 200 ihrer Mitglieder zwischen Kriegsende und 1947 wieder nach Deutschland zurĂŒckkehrten.[2]

FDJ-Mitgliedsausweis von 1948

Die FDJ in der SBZ und in der DDR

GrĂŒndungsfeier der Berliner FDJ im Friedrichstadtpalast, November 1947
Auszeichnung einer Aktivistin am 15. September 1949
DDR-Briefmarke 1986
FDJ-Hemd („Blauhemd“)
FDJ-Delegation beteiligt sich am Festumzug bei den II. Weltfestspielen 1949 in Budapest

Schon vor ihrer RĂŒckkehr nach Berlin hatte die KPD-Spitze in Moskau PlĂ€ne fĂŒr ihre Nachkriegsjugendpolitik entwickelt: sie wollte nicht wieder einen kommunistischen Jugendverband schaffen, sondern eine „breite antiimperialistische demokratische“ Jugendorganisation unter der Bezeichnung „Freie Deutsche Jugend“. Im Sommer 1945 gab dann die Sowjetische MilitĂ€radministration in Berlin die Errichtung von JugendausschĂŒssen bekannt, bei denen antifaschistische Jugendliche die FĂŒhrung selbst in den HĂ€nden haben und lernen, mit eigener Kraft die Aufgaben zu lösen. Am 1. September 1945 trafen sich KPD- und SPD-Vertreter, um einen Ausschuss zur Schaffung des Jugendausschusses fĂŒr die gesamte sowjetische Besatzungszone zu errichten. Aus den JugendausschĂŒssen sollte eine „freiheitliche deutsche Jugendbewegung“ erwachsen. Obwohl die SPD auch an der Errichtung einer eigenen Jugendorganisation arbeitete, verstĂ€ndigten sich ihre Vertreter auf der GrĂŒndungssitzung des Zentralen Antifaschistischen Jugendausschusses mit den Kommunisten auf eine paritĂ€tische Besetzung. Erich Honecker sollte das Gremium leiten. Honecker gewann auch ein aus der katholischen Jugend kommendes Mitglied fĂŒr den Ausschuss. Nachdem die KPD Schwierigkeiten bei der Bildung der antifaschistischen Einheitsfront in der sowjetischen Besatzungszone hinreichend in den Griff bekommen hatte, holte sie sich im Februar 1946 in Moskau die politische Zustimmung zur GrĂŒndung der „Freien Deutschen Jugend“ und erhielt von den inzwischen schon nicht mehr frei handlungsfĂ€higen Sozialdemokraten Grotewohl, Fechner und Schreiber eine prinzipielle Zustimmung. Das ZK-Sekretariat legte die GrĂŒndung auf den 24. Februar 1946 fest, stieß aber auf heftigen Widerstand der an den Vorentscheidungen nicht beteiligten Kirchen, die ihr Recht auf eigene kirchliche Jugendarbeit gefĂ€hrdet sahen. Nachdem dieses Recht zugesagt worden war, erfuhr Wilhelm Pieck am 6. MĂ€rz von der Genehmigung der FDJ-GrĂŒndung durch die SMAD, die am folgenden Tag öffentlich bekannt gemacht wurde. Name und Emblem der Exilgruppen wurden bei der GrĂŒndung ĂŒbernommen, letzteres dabei leicht verĂ€ndert. Allerdings verstand sich die neu gegrĂŒndete FDJ nicht als Rechtsnachfolger der Exilgruppen.

Zielsetzung der ersten Jahre

GrĂŒndungsplakat der FDJ im Kreis Chemnitz

Die im Mitgliedsbuch formulierten Ziele der FDJ in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands bis 1949 waren

  • die Erhaltung der Einheit Deutschlands,
  • die Gewinnung der deutschen Jugend fĂŒr die großen Ideale der Freiheit, des Humanismus, einer kĂ€mpferischen Demokratie, des Völkerfriedens und der Völkerfreundschaft,
  • die aktive Teilnahme aller Jugendlichen beim Wiederaufbau des Vaterlandes,
  • die Schaffung eines neuen Deutschlands, das der Jugend das Mitbestimmungsrecht durch aktive Teilnahme an der Verwaltung des öffentlichen Lebens einrĂ€umt, und allen Jugendlichen ohne Unterschied ihrer Herkunft, des Vermögens und des Glaubens eine gute Berufsausbildung, Zutritt zu allen Bildungs- und KulturstĂ€tten, gleiche Entlohnung fĂŒr gleiche Arbeit, ausreichenden Urlaub und Erholung sichert,
  • die Förderung von jugendlichem ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl durch die Entwicklung aller Interessengebiete des Lebens; die Bildung von Arbeits- und Interessengemeinschaften sozialer, kultureller und sportlicher Art sowie Förderung des Jugendwanderns.

Weltanschauliche Ausrichtung

Die Organisation hatte die Aufgabe, die Jugend in den Marxismus-Leninismus einzufĂŒhren und zu „klassenbewussten Sozialisten“ zu erziehen, welche die „entwickelte sozialistische Gesellschaft in der Deutschen Demokratischen Republik“ mitgestalten. Sie verstand sich offiziell als Kampfreserve der SED, da die Partei keine eigene Jugendorganisation hatte, und entfaltete demgemĂ€ĂŸ ihre AktivitĂ€ten. Die „Vertiefung der Freundschaft“ zur den Kommunismus aufbauenden Sowjetunion und die UnterstĂŒtzung „aller Völker der Welt“ im Kampf gegen das „imperialistische System“ hatte sich die FDJ als internationale Ziele gesetzt. So waren „FDJ-Brigaden“ am Bau der Erdgasleitung „Drushba“ (Drushba-Trasse) und der Eisenbahnstrecke Baikal-Amur-Magistrale (BAM) in der Sowjetunion beteiligt oder arbeiteten als Entwicklungshelfer z. B. im sandinistischen Nicaragua oder zeitweise in Mosambik und Angola. Eine zentrale Rolle kam der FDJ bei der ZurĂŒckdrĂ€ngung kirchlicher Jugendorganisationen zu. So beklagten kirchliche Vertreter bereits 1946, dass „die Freie Deutsche Jugend in weiten Kreisen trotz aller betonten Freiwilligkeit [...] eine Zwangsjugend beziehungsweise Staatsjugend in neuer Aufmachung“[3] sei. In den 1950er Jahren wurden FDJ-Mitglieder gezielt gegen die kirchliche Jugendarbeit mobilisiert.[4]

Freizeitangebot

Neben der ideologischen Zielsetzung war auch die Organisation der Freizeitbetreuung ihrer Mitglieder eine wesentliche Aufgabe des Jugendverbandes. Er organisierte die offiziöse Jugendkultur in der DDR. Dazu gehörten Freizeitangebote und Jugendklubs, Urlaubsreisen fĂŒr junge Leute ĂŒber ihre Reiseagentur Jugendtourist und zahlreiche Jugendhotels. Über Jugendtourist organisierte Auslandsreisen ins westliche Ausland waren fĂŒr „normale Mitglieder“ jedoch in der Regel nicht erreichbar.

Der FDJ oblag die Leitung der Pionierorganisation „Ernst ThĂ€lmann“. In jeder grĂ¶ĂŸeren Stadt gab es ein Pionierhaus, in dem vielfĂ€ltige Arbeitsgemeinschaften angeboten wurden. DarĂŒber hinaus gab es Pionierferienlager, Expertenlager und Stationen der Jungen Naturforscher und Techniker. Zentrales Pionierlager war die Pionierrepublik Wilhelm Pieck am Werbellinsee bei Berlin; dorthin wurden aber nur von der Organisation ausgezeichnete Pioniere delegiert.

Organisationsstruktur

Prinzip des demokratischen Zentralismus

Die FDJ war, wie alle Parteien und Massenorganisationen der DDR und auch die DDR selbst, nach dem Prinzip des „demokratischen Zentralismus“ organisiert. Sie hatte in aufsteigender Reihenfolge die folgenden Organisationseinheiten: Gruppe (Schulklasse/Seminargruppe, Jugendbrigade), Abteilungs-FDJ-Organisation (AFO in Großbetrieben/Einheiten der NVA) Grundorganisation (Schule/UniversitĂ€t/Betrieb), Kreisleitung (Kreis im verwaltungstechnischen Sinne oder Großeinheit, z. B. Kreisleitung der FDJ im MfS, in der NVA, im VEB Bandstahlkombinat „Hermann Matern“ und anderen Kombinaten), Bezirksleitung (Bezirk als zweitgrĂ¶ĂŸte Verwaltungseinheit der DDR). Oberste Verwaltungsebene bildete der Zentralrat der FDJ.

Mitgliedschaft

Die Jugendlichen wurden auf entsprechenden Antrag ab dem 14. Lebensjahr in die FDJ aufgenommen. Die Mitgliedschaft war laut Statut freiwillig, doch hatten Nichtmitglieder erhebliche Nachteile bei der Zulassung zu weiterfĂŒhrenden Schulen sowie bei der Studien- und Berufswahl zu befĂŒrchten und waren zudem starkem Druck durch linientreue LehrkrĂ€fte ausgesetzt, der Organisation beizutreten. So traten ihr bereits bis Ende 1949 rund eine Million Jugendliche bei, was fast einem Drittel der Jugendlichen entsprach. Lediglich in Berlin, wo auf Grund des Vier-MĂ€chte-Status auch andere Jugendorganisationen zugelassen waren, beschrĂ€nkte sich der Anteil der FDJ-Mitglieder an der Jugend 1949 auf knappe 5 Prozent.[5] 1985 hatte die Organisation etwa 2,3 Millionen Mitglieder, entsprechend etwa 80 Prozent aller DDR-Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren. Die meisten Jugendlichen beendeten ihre FDJ-Mitgliedschaft nach dem Abschluss von Lehre oder Studium stillschweigend mit dem Eintritt ins Erwerbsleben. Allerdings wurde wĂ€hrend der Zeit des Wehrdienstes in der NVA von den Verantwortlichen (Politoffizier, FDJ-SekretĂ€r) Wert darauf gelegt, dass man die FDJ-Mitgliedschaft wieder aufleben ließ. Der Organisationsgrad war in stĂ€dtischen Gebieten wesentlich höher als im lĂ€ndlichen Raum.

Eröffnung des III. Parlaments der FDJ in Leipzig am 1. Juni 1949 durch den Vorsitzenden des Zentralrates der FDJ, Erich Honecker

Die FDJ-Kleidung war das blaue FDJ-Hemd („Blauhemd“) – fĂŒr MĂ€dchen die blaue FDJ-Bluse – mit dem FDJ-Emblem der aufgehenden Sonne auf dem linken Ärmel. Der Gruß der FDJler war „Freundschaft“. Der einkommensabhĂ€ngige Mitgliedsbeitrag betrug bis Ende der DDR zwischen 0,30 Mark bis 5,00 Mark im Monat.

Zentralrat der FDJ

Das höchste Organ der FDJ war das Parlament der FDJ, die Delegiertenversammlung, die alle 4 Jahre stattfand. Vom Parlament wurde der Zentralrat der FDJ gewÀhlt, der die Arbeit zwischen den Tagungen des Parlaments leitete. Das GebÀude des Zentralrats befand sich in Berlin Unter den Linden (jetzt Sitz des Hauptstadtstudios des ZDF). Er bestand aus etwa 120 bis 130 Mitgliedern. Das eigentliche Exekutivorgan war das wiederum vom Zentralrat gewÀhlte Sekretariat, das aus 13 SekretÀren bestand und vom Ersten SekretÀr geleitet wurde. Der Vorsitzende der Pionierorganisation war zugleich einer der SekretÀre im FDJ-Zentralrat.

Erste SekretĂ€re des Zentralrates der FDJ waren u. a. Erich Honecker, GĂŒnther Jahn und Egon Krenz. Letzter und zum Zeitpunkt der Wende amtierender 1. SekretĂ€r war Eberhard Aurich. Zahlreiche spĂ€tere SED-FunktionĂ€re wie z. B. Paul Verner, Erich Honecker, Egon Krenz, Wolfgang Herger, Joachim Herrmann, Hans Modrow und Wolfgang Berghofer begannen ihre Karriere in der FDJ. Im Apparat des Zentralrates waren etwa 400 hauptamtliche Mitarbeiter beschĂ€ftigt.

Bildungsarbeit und Medien

Urkunde der FDJ, 1958

Die höchste BildungsstĂ€tte der FDJ war die Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“ am Bogensee bei Bernau im damaligen Bezirk Frankfurt (Oder).

Das Organ der FDJ war die Junge Welt, die auflagenstĂ€rkste Tageszeitung in der DDR. FĂŒr FunktionĂ€re der FDJ gab es die Zeitschrift Junge Generation. Daneben erschien von 1947 bis 1983 die Wochenzeitung Forum, die sich an Studenten und junge Hochschulmitarbeiter richtete.

Vom Zentralrat der FDJ wurde auch das Liederbuch Leben – Singen – KĂ€mpfen in insgesamt 18 Auflagen herausgegeben. Die Liedersammlung ist eine Mischung aus bekannten deutschen und internationalen Volksliedern und sozialistisch/kommunistisch geprĂ€gtem Liedgut der Arbeiterbewegung.

DarĂŒber hinaus hatte die FDJ Einfluss auf das Jugendfernsehen beim Fernsehen der DDR, aus dem in der Zeit der Wende das zeitkritische TV-Magazin Elf99 hervorging.

Politische Großveranstaltungen

Deutschlandtreffen

1950, 1954 und 1964 veranstaltete die FDJ zu Pfingsten in Berlin „Deutschlandtreffen der Jugend fĂŒr Frieden und Völkerfreundschaft“. Diese Treffen sollten unter anderem zur deutschen Einheit beitragen und das Pendant auf nationaler Ebene zu den internationalen Weltfestspielen der Jugend und Studenten sein. Am ersten Treffen nahmen 700.000 Jugendliche teil, beim letzten 1964 nur noch 500.000. Auf den Treffen gab es ein umfangreiches kulturelles Programm sowie VortrĂ€ge und Diskussionsveranstaltungen. Das durch die FDJ dominierte Jugendradio der DDR DT64, war nach der AbkĂŒrzung des letzten Deutschlandtreffens 1964 benannt.

Nach dem ersten Treffen 1950 wurde 10.000 aus der Bundesrepublik Deutschland ĂŒberwiegend illegal, mit Hilfe von KPD/SED organisierten Schleusungen in die DDR eingereisten westdeutschen Teilnehmern bei Herrnburg (nahe LĂŒbeck) die RĂŒckreise in die Bundesrepublik verweigert. Ihnen wurde wegen angeblicher Seuchengefahr eine Ă€rztliche Untersuchung und namentliche Registrierung abverlangt. Die RĂŒckkehrer waren dazu nicht bereit und begrĂŒndeten das mit der Furcht vor beruflichen Nachteilen. Sie kampierten daraufhin auf der DDR-Seite des GrenzĂŒberganges. Nach zwei Tagen wurde ihnen die Einreise von den Bundes- und Landesbehörden ohne die geforderten Maßnahmen gestattet.

Pfingsttreffen und sonstige Großtreffen

Friedensdemonstration beim Pfingsttreffen der Jugend in Schwerin im Mai 1982
Nationales Jugendfestival
Briefmarken der Deutschen Post der DDR, (1979)

Bei den alle fĂŒnf Jahre stattfindenden Pfingsttreffen kamen zehntausende delegierte Mitglieder in einer bestimmten Stadt zusammen, zuletzt zu Pfingsten 1989 in Berlin. Daneben gab es Nationale Jugendfestivals 1979 und 1984, FackelzĂŒge, Freundschaftstreffen, Sportfeste u. a.

Die letzte Großaktion der FDJ war der Fackelzug in Berlin zum 40. Jahrestag der DDR am Freitag, dem 6. Oktober 1989. Hierzu wurde aus jeder Schule der DDR ein Mitglied der FDJ nach Berlin geschickt. AugenfĂ€llig waren beim Umzug der wesentlich grĂ¶ĂŸere öffentliche Applaus und „Gorbi, Gorbi!“-Rufe, den Michail Gorbatschow gegenĂŒber dem ZK der SED selbst von fĂŒhrenden Mitgliedern der FDJ erhielt.

Kampfauftrag 1961

→ Hauptartikel: Kampfauftrag der FDJ

Am 18. August 1961 wurde in der DDR unter Berufung auf die angebliche Abwendung eines Krieges durch den Mauerbau vom Zentralrat der FDJ der Kampfauftrag ausgegeben. Enthalten war das Aufgebot „Das Vaterland ruft. SchĂŒtzt die sozialistische Republik!“, das als hauptsĂ€chliches Ziel die Erhöhung der Zahl der Freiwilligen fĂŒr die Nationale Volksarmee hatte.[6]

Forderungen

Die Punkte, die der Kampfauftrag forderte, waren:

  • 1. „Verteidigungsbereitschaft“ der MĂ€nner zwischen 18 und 23 Jahren;
  • 2. Erntehilfe, PlanerfĂŒllung in der Produktion gewĂ€hrleisten;
  • 3. Keine „Westsender“ hören;
  • 4. Die „Störfreimachung“ unterstĂŒtzen;
  • 5. Bei der Volkswahl am 17. September 1961 die Kandidaten der Nationalen Front wĂ€hlen[7]

Folgen

Nachdem der Kampfauftrag in der Jungen Welt veröffentlicht worden war, wurden sehr schnell einige Jugendliche, die dem Aufgebot gefolgt waren, in die NVA eingezogen. DafĂŒr wurden spezielle FDJ-Regimenter gebildet. Der Kampfauftrag bereitete das Verteidigungsgesetz vor, das am 24. Januar 1962 in die allgemeine Wehrpflicht mĂŒndete.

Auszeichnungen

FDJ-Abzeichen fĂŒr gutes Wissen in Gold

Auszeichnungen der FDJ waren zum Beispiel das „Abzeichen fĂŒr gutes Wissen“, das im Rahmen des (schulbegleitenden) „FDJ-Studienjahres“ nach einer PrĂŒfung zum marxistisch-leninistischen Wissen in den Stufen Gold, Silber und Bronze vergeben wurde sowie als höchste Auszeichnung die Artur-Becker-Medaille. Der Kunstpreis der FDJ hieß Erich-Weinert-Medaille.

Weitere Auszeichnungen finden sich in der Liste der staatlichen und nichtstaatlichen Auszeichnungen der DDR.

Sonstige AktivitÀten im politischen und wirtschaftlichen Leben der DDR

FDJ-Studenten als Erntehelfer im Bezirk Leipzig im August 1978
Großbaustelle der Jugend, Berlin-Marzahn
Briefmarke der Deutschen Post der DDR, (1979)
XII. Parlament der FDJ im Palast der Republik 1985
Fackelzug der FDJ zwischen Brandenburger Tor und Marx-Engels-Platz zum 40. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik

Die Ordnungsgruppen der FDJ wurden 1961 gegrĂŒndet, und dienten u.a. bei Jugendveranstaltungen als Ordnerdienst und Hilfspolizei. GegenĂŒber „Rowdies, Störern und feindlichen Elementen“ gerade der Jugendkultur sollten sie einschĂŒchternd und erziehend wirken. Ende der 1980er Jahre gab es 40.000 Ordnungsgruppen-Mitglieder in der DDR.

In den 1970er Jahren gab es die Poetenbewegung mit den Poetenseminaren im Schweriner Schloss. Daneben existierte die Singebewegung mit Singegruppen in vielen Schulen und Betrieben; der Oktoberklub war darunter die bekannteste Gruppe. Sie trafen sich beim jÀhrlichen Festival des politischen Liedes. Deren tatsÀchliche PopularitÀt unter den Jugendlichen der DDR war jedoch eher gering.

Die FDJ war auch TrÀger der Messe der Meister von Morgen, in der junge Bastler und Erfinder ihre Exponate vorstellen konnten. Im Oktober 1958 fand erstmals die Zentrale Messe der Meister von Morgen in Leipzig statt.

Einzelaufstellung

Statistische Daten

Quelle: Statistisches Jahrbuch der DDR 1989, Altersgruppe 14–25

  • Altersstruktur
    • 13–17-jĂ€hrige: 40 %
    • 18–21-jĂ€hrige: 32 %
    • 22–25-jĂ€hrige: 21 %
    • 26 und Ă€lter: 7 %
  • Mitgliederzahlen in Prozent der Jugendbevölkerung (gerundet)
    • 1947: 16 % (400.000 Mitglieder)
    • 1949: 33 % (1 Million Mitglieder)
    • 1951: 44 %
    • 1961: 49 %
    • 1971: 58 %
    • 1981: 69 %
    • 1986: 74 %
    • 1987: 70 %
    • 1988: 85 %
    • 1989: 88 % (2,3 Millionen Mitglieder)

Mitglieder der FDJ waren 37 Abgeordnete in der Volkskammer der DDR, unter ihnen mehrere bekannte Leistungssportler, wie z. B. Heike Drechsler.

Die „FDJ in Westdeutschland“ und ihr Verbot

Uschi und Max Rubinstein initiierten am 9. Dezember 1945 in DĂŒsseldorf einen der ersten VerbĂ€nde auf deutschem Boden – drei Monate vor der GrĂŒndung der FDJ in Ostdeutschland.

Ein Jahr spĂ€ter war die FDJ auch in den anderen Westzonen etabliert. Das ZentralbĂŒro leiteten in den ersten Jahren der Hamburger Kommunist und WiderstandskĂ€mpfer Helmut Heins, spĂ€ter Kurt Goldstein und Josef Angenfort. Die hauptamtlichen FunktionĂ€re gehörten durchweg der KPD an, die Mitglieder etwa zur HĂ€lfte. Ihre wichtigsten Ziele beschrieb die FDJ in Ost und West so: Ein neues demokratisches Deutschland aufbauen, ohne Faschismus, ohne Militarismus und ohne Monopole, mit garantierten sozialen Rechten fĂŒr Kinder und Jugendliche.

Die FDJ hatte 1950 in der Bundesrepublik Deutschland ca. 30.000 Mitglieder, vor allem in der Gewerkschaftsjugend.

Auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland bekĂ€mpfte die FDJ die Wiederbewaffnung unter Adenauer. Am 19. September 1950 kam die erste staatliche Reaktion: Die Bundesregierung verfĂŒgte fĂŒr FDJ-, KPD- und VVN-Mitglieder ein BeschĂ€ftigungsverbot (Berufsverbot) im öffentlichen Dienst. Damit wurde das nachfolgende FDJ-Verbot aber nur vorbereitet.

Dessen ungeachtet bereitete die FDJ eine Volksbefragung gegen die Wiederbewaffnung vor. FĂŒr eine solche Initiative erhoffte sie sich große Zustimmung aufgrund des weit verbreiteten Antimilitarismus in der westdeutschen Jugend in den ersten Nachkriegsjahren.

Am 24. April 1951 verbot die Bundesregierung durch Beschluss die Volksbefragung als verfassungswidrig:

„1. Die von der SED, dem Gewalthaber der Sowjetzone, betriebene Volksbefragung ‚gegen Remilitarisierung und fĂŒr Friedensschluß im Jahre 1951‘ ist dazu bestimmt, unter Verschleierung der verfassungsfeindlichen Ziele die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik zu untergraben. Die DurchfĂŒhrung der Aktion stellt einen Angriff auf die verfassungsmĂ€ĂŸige Ordnung des Bundes dar.
2. Die Vereinigungen, die diese Aktion durchfĂŒhren, insbesondere die dazu errichteten AusschĂŒsse sowie die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Gesamtdeutsche Arbeitskreis fĂŒr Land- und Forstwirtschaft und das Deutsche Arbeiterkomitee richten sich gegen die verfassungsmĂ€ĂŸige Ordnung und sind daher durch Artikel 9 Abs. 2 GG kraft Gesetzes verboten.
3. Die Landesregierungen werden gemĂ€ĂŸ § 5 des Gesetzes ĂŒber die Zusammenarbeit des Bundes und der LĂ€nder in Angelegenheiten des Verfassungsschutzes vom 27. September 1950 (BGBl., S. 682) ersucht, jede BetĂ€tigung solcher Vereinigungen fĂŒr die Volksbefragung zu unterbinden.“[8]

Dem Verbot der Volksbefragung folgte am gleichen Tag das Verbot der FDJ in Nordrhein-Westfalen. Am 26. Juni 1951 wurde dann durch Beschluss der Bundesregierung die FDJ in Westdeutschland in der gesamten Bundesrepublik gemĂ€ĂŸ Art. 9 Abs. 2 Grundgesetz verboten.[9]

1952 wurde Philipp MĂŒller bei der Auflösung einer verbotenen Demonstration in Essen von einer Kugel aus der Waffe eines Polizeibeamten tödlich getroffen; der Beamte wurde im spĂ€teren Strafverfahren freigesprochen. Der Vorsitzende der (zu diesem Zeitpunkt noch nicht rechtskrĂ€ftig) verbotenen FDJ in Westdeutschland Josef Angenfort (KPD) wurde 1953 wegen Hochverrats angeklagt und zu einer fĂŒnfjĂ€hrigen Zuchthausstrafe verurteilt.

Mit Urteil vom 16. Juli 1954 stellte das Bundesverwaltungsgericht unanfechtbar fest, dass die FDJ in Westdeutschland verboten ist.[10][11] Damit wurde das wegen der Verfassungswidrigkeit der Zielsetzung der FDJ in Westdeutschland gemĂ€ĂŸ Artikel 9 Abs. 2 des Grundgesetzes in Verbindung mit § 129a StGB damaliger Fassung ausgesprochene Verbot rechtskrĂ€ftig. So fĂ€llt seither die öffentliche Verwendung von Abzeichen der FDJ in Westdeutschland als das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen unter das Verbot des § 86a Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. § 86 Abs. 1 Nr. 2 StGB[12] und kann mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft werden.

Das Verbot besteht auch nach der Deutschen Einheit weiter, bezieht sich aber nach heutiger Auffassung des Innenministeriums ausschließlich auf die damalige eigenstĂ€ndige Organisation FDJ in Westdeutschland. Die Abzeichen der FDJ in Westdeutschland und der FDJ sind jedoch zum Verwechseln Ă€hnlich. Deshalb steht die Verwendung der Abzeichen unabhĂ€ngig von der Reichweite des Verbotes im Einzelnen nach § 86a Abs. 2 Satz 2 unter Strafe. Die öffentliche Verwendung des FDJ-Emblems ist deshalb geeignet, den Anfangsverdacht einer Straftat und damit die Verfolgungsberechtigung und die Verfolgungspflicht der Strafverfolgungsbehörden zu begrĂŒnden. „Jedoch ist im Fall satirischer oder verfremdender Verwendung (‚Ostalgieparties‘) eine weite Auslegung von [§ 86a] Abs. 3 i. V. m. § 86 Abs. 3 angezeigt; ĂŒberdies liegt die Annahme eines vorsatzausschließenden Tatbestandsirrtums nahe.“[12]

In West-Berlin hieß bis 1980 die Jugendorganisation der SEW Freie Deutsche Jugend Westberlins (FDJW).

Entwicklung nach der Wende

Demonstration fĂŒr die Erneuerung der FDJ mit der Losung „Gemeinsam sind wir stĂ€rker“ im Berliner Lustgarten am 16. November 1989
fdj-Logo um 1990

Nach der Wende verlor die Organisation nahezu alle ihre Mitglieder. Zugleich wurden in Westdeutschland auf Betreiben der „Initiativen zur Vereinigung der revolutionĂ€ren Jugend“ Basisgruppen gebildet. Die hauptamtliche Struktur brach ungeordnet zusammen oder Mitarbeiter wickelten ihre Einrichtungen und Gliederungen selbsttĂ€tig ab. Bei den Volkskammerwahlen am 18. MĂ€rz 1990 trat die FDJ erfolglos in Form einer Listenvereinigung mit anderen JugendverbĂ€nden als Alternative Jugendliste an.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Vermögen der FDJ unter die Verwaltung der Treuhandanstalt gestellt. Die Treuhandanstalt ĂŒbernahm den grĂ¶ĂŸten Teil des Grundbesitzes und Barvermögens der FDJ. ZusĂ€tzlich sollte die FDJ nach den gesetzlichen Vorgaben Steuern auf die ZinsertrĂ€ge des durch die Treuhand verwalteten Vermögens (ca 300.000 DM) tragen. Diese Bestimmung bedrohte die FDJ existenziell. Schließlich wurde ein Vergleich geschlossen.

Bis ca. 1993 existierten teilweise noch funktionierende ehrenamtliche Landesstrukturen, die Zahl der Ortsgruppen schwand jedoch weiter. Verbliebene Einrichtungen wie Jugendclubs und Ferienanlagen wurden an andere TrĂ€ger ĂŒbergeben, geschlossen oder verkauft.

Die FDJ verblieb analog zur westdeutschen Partnerorganisation Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) im Weltbund der demokratischen Jugend (WBDJ). Wie die FDJ machte die SDAJ nach der Wende einen massiven Zusammenbruch und eine Reorganisation durch.

Versuche, in einer frĂŒhen Phase der Entwicklung die FDJ neu zu grĂŒnden, scheiterten aufgrund mangelnder Geschlossenheit der Verantwortlichen. Ein neues Logo mit FDJ in Kleinbuchstaben wurde zugunsten des ursprĂŒnglichen Logos wieder aufgegeben.

1990 erkannte die PDS die FDJ nicht mehr als ihren Jugendverband an und hatte in den Folgejahren keinen offiziellen Kontakt mehr. Die FDJ hat ihre Zentrale allerdings im BĂŒroteil des Karl-Liebknecht-Hauses, in dem auch andere Gruppen und Unternehmen ihren Sitz haben.

2003 hatte die FDJ ca. 150 Mitglieder (gegenĂŒber 2,3 Millionen im Jahr 1989). Gruppen gibt es in Berlin, Görlitz, Leipzig, Gotha und auch in Bremen, Frankfurt am Main, MĂŒnchen und Itzehoe.

Die FDJ bezeichnet die Wiedervereinigung als „Annexion der DDR“[13] und fordert die GrĂŒndung eines sozialistischen Staates nach Vorbild der DDR. Sie bekĂ€mpft die Bundesrepublik Deutschland. Der Vorsitzende der FDJ, Ringo Ehlert, als Kriegsdienst-Totalverweigerer wurde wĂ€hrend seines Prozesses als Opfer dargestellt und wĂ€hrend der folgenden Haft von ihr symbolisch unterstĂŒtzt.

Charakteristisch fĂŒr die FDJ ist die positive Sicht auf die DDR bei gleichzeitig negativer Sicht der „BRD“. So heißt es in einer um das Jahr 2000 veröffentlichten Plakatreihe: „DDR: Ausbildung fĂŒr alle; BRD: Jeder 2. ohne Lehrstelle“ / „DDR: Arbeit und Brot fĂŒr alle; BRD: 2,9 Mio. SozialhilfeempfĂ€nger“ / „DDR: Frieden; BRD: Krieg gegen Jugoslawien“ / „DDR: Völkerfreundschaft; BRD: Rassismus und Nationalismus“.[14]

Die FDJ kooperiert mit der 1990 neugegrĂŒndeten KPD.

Vorsitzende

Orden

Die FDJ war TrÀger folgender Orden und Ehrenzeichen der DDR:

Literatur

  • Geschichte der Freien Deutschen Jugend. Verlag Neues Leben Berlin, 1982
  • Alfred Fleischhacker (Hrsg.): Das war unser Leben. Erinnerungen und Dokumente zur Geschichte der FDJ in Großbritannien 1939–1946. Verlag Neues Leben, Berlin, 1996. ISBN 3-355-01475-3
  • Gerd Friedrich: Die Freie Deutsche Jugend Stoßtrupp des Kommunismus in Deutschland. Rote WeißbĂŒcher 1, Köln 1950
  • Hanns-Peter Herz: Freie Deutsche Jugend. Berichte und Dokumente zur Entwicklung und TĂ€tigkeit der kommunistischen Jugendorganisation. MĂŒnchen 1957
  • Dokumente zur Geschichte der Freien Deutschen Jugend. 4 Bde. Verlag Neues Leben, Berlin 1960-1963
  • Ulrich MĂ€hlert: Die Freie Deutsche Jugend 1945–1949. Paderborn 1995
  • Karl Heinz Jahnke: Die Entstehung der Freien Deutschen Jugend 1945/46. In: BeitrĂ€ge zur Geschichte der Arbeiterbewegung. 38. Jg. MĂ€rz 1996. 3K-Verlag Köschling, Berlin 1996, S. 3-13
  • Karl-Heinz Jahnke: Sechsundzwanzigster Juni 1951 - Verbot der Freien Deutschen Jugend. Neue Impulse. Essen 1996 ISBN 3-910080-08-1
  • Ulrich MĂ€hlert; Gerd-RĂŒdiger Stephan: Blaue Hemden Rote Fahnen. Die Geschichte der Freien Deutschen Jugend. Opladen 1996, ISBN 3-8100-1714-0 (historisch-kritische Darstellung)
  • Felix Mannheim: An die Spitze geschrieben? Das Zusammenspiel von FDJ, SED und Zeitungen im Nomenklatursystem der DDR, 2007
  • Herbert Mies: Mit einem Ziel vor Augen. Erinnerungen. verlag am park in der edition ost, Berlin 2009, ISBN 978-3-89793-179-4

Film

Weblinks

 Commons: Freie Deutsche Jugend â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Alfred Fleischhacker(Hrsg.): Das war unser Leben. Erinnerungen und Dokumente zur Geschichte der FDJ in Großbritannien 1939–1946. ISBN 3-355-01475-3, S. 8
  2. ↑ Martin Broszat, Hermann Weber (Hrsg.): SBZ-Handbuch – Staatliche Verwaltungen, Parteien, gesellschaftliche Organisationen und ihre FĂŒhrungskrĂ€fte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945–1949. Oldenbourg-Verlag, MĂŒnchen. 2. Auflage 1993. ISBN 978-3-486-55262-1
  3. ↑ ErklĂ€rung der kirchlichen Vertreter zu den Verhandlungen ĂŒber die Freie Deutsche Jugend vom 26. Februar 1946. In: Ulrich MĂ€hlert; Gerd-RĂŒdiger Stefan: Blaue Hemden – Rote Fahnen. Die Geschichte der Freien Deutschen Jugend. Opladen 1996, S. 33.
  4. ↑ Vgl. Ellen UeberschĂ€r: Junge Gemeinde im Konflikt. Evangelische Jugendarbeit in SBZ und DDR 1945–1961. Stuttgart 2003.
  5. ↑ Vgl. Marc-Dietrich Ohse: „Wir haben uns prĂ€chtig amĂŒsiert“ – Die DDR, ein „Staat der Jugend“? In: Thomas Großbölting (Hg.): Friedensstaat, Leseland, Sportnation? DDR-Legenden auf dem PrĂŒfstand. Berlin 2009, S. 76.
  6. ↑ Junge Welt vom 18. August 1961, S. 1.
  7. ↑ Anita KrĂ€tzner: Zwischen „Störfreimachung“ und „Kampfauftrag“. Zur Situation an den UniversitĂ€ten der DDR im Jahr 1961 In: Benjamin Schröder, Jochen Staadt (Hrsg.): Unter Hammer und Zirkel. Repression, Opposition und Widerstand an den Hochschulen der SBZ/DDR. Studien des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien UniversitĂ€t Berlin 16. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main u.a. 2011, S. 193.
  8. ↑ zitiert nach BVerfGE 1, S. 184
  9. ↑ Bundesanzeiger Nr. 124 vom 30. Juni 1951
  10. ↑ Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Juli 1954, BVerwGE 1, S. 184 ff.
  11. ↑ Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Juli 1954, NJW 1954, S. 1947
  12. ↑ a b Thomas Fischer (Hrsg.): Strafgesetzbuch und Nebengesetze. 50. Auflage. Beck, MĂŒnchen 2001, ISBN 3-406-47121-8, § 86a, Rn. 3. (StGB-Kommentar von Tröndle/Fischer)
  13. ↑ www.fdj.de: Geschichte
  14. ↑ www.fdj.de: Aufkleber, Plakate und Postkarten
  15. ↑ DEFA-Stiftung: Biografie von Rolf Schnabel

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