Freie UniversitÀt Berlin

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Freie UniversitÀt Berlin
Freie UniversitÀt Berlin
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Motto Veritas, Iustitia, Libertas (Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit)
GrĂŒndung 1948
TrÀgerschaft staatlich
Ort Berlin
Bundesland Berlin
Staat Deutschland
Leitung Peter-André Alt
Studenten 32.800 (WS 2010/11) (ohne Studenten der Charité[1], einschl. 4300 Doktoranden)
Mitarbeiter 4.871 (2007)[1]
davon Professoren 356 (2010)[1]
Jahresetat 365 Mio. € (2008)[1]
Website www.fu-berlin.de

Die Freie UniversitĂ€t Berlin (kurz: FU Berlin oder – seltener – FUB) ist die nach den Studentenzahlen grĂ¶ĂŸte der vier UniversitĂ€ten Berlins und eine der grĂ¶ĂŸten Hochschulen in Deutschland. Sie wurde 1948 gegrĂŒndet und hat ihren Sitz sowie den zentralen Campus in Berlin-Dahlem.

Sie gehört zu den neun deutschen UniversitĂ€ten, die im Rahmen der Exzellenzinitiative in die dritte Förderlinie aufgenommen wurden. Mit der PrĂ€mierung ihres Zukunftskonzepts „International Network University“ zĂ€hlt sie zu den sogenannten EliteuniversitĂ€ten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ausgangslage und GrĂŒndung

Die Freie UniversitĂ€t Berlin wurde am 4. Dezember 1948 gegrĂŒndet. Die GrĂŒndung steht in engem Zusammenhang mit dem beginnenden Ost-West-Konflikt, der durch die verschiedenen politischen Ideologien der Alliierten entstand und eine gemeinsame Nachkriegsbehandlung Deutschlands scheitern ließ.

Berliner UniversitÀt um 1900

Die Berliner UniversitĂ€t (ab 1949 unter dem Namen Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin) lag im sowjetischen Teil der in vier Sektoren geteilten Stadt und erhielt von der MilitĂ€radministration (SMAD) die Erlaubnis, ihren Lehrbetrieb ab 1946 wieder aufzunehmen. Die politischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit wurden in die Hochschule hineingetragen und fĂŒhrten zu einer zunehmenden kommunistischen Einflussnahme auf die UniversitĂ€t. Dies war umstritten und erregte starke Proteste innerhalb der Studentenschaft und von Teilen des Lehrkörpers. Eine der Reaktionen darauf war die Verhaftung mehrerer Studenten durch die sowjetische Geheimpolizei MWD im MĂ€rz 1947. Die Urteile des sowjetischen MilitĂ€rtribunals in Berlin-Lichtenberg lauteten jeweils fĂŒnfundzwanzig Jahre Zwangsarbeit und wurden mit angeblicher Bildung einer „Untergrundbewegung an der UniversitĂ€t Berlin“, sowie angeblicher Spionage begrĂŒndet. 18 weitere Studenten und Dozenten wurden zwischen 1945 und 1948 verhaftet oder verschleppt, viele blieben wochenlang verschwunden. Einige brachte man in die Sowjetunion und richtete sie dort hin.

Ende 1947 gab es die Forderung zur NeugrĂŒndung einer freien UniversitĂ€t. Der Magistrat, in dem nichtkommunistische KrĂ€fte dominierten, reagierte am 15. Januar 1948 auf die Situation an der alten UniversitĂ€t mit einem Beschluss und ordnete als Gegenmaßnahme die Wiedererrichtung der Deutschen Hochschule fĂŒr Politik außerhalb der Berliner UniversitĂ€t an. Die Proteste gegen die politische Einflussnahme auf die Berliner UniversitĂ€t hielten an und erreichten am 23. April 1948 ihren Höhepunkt in einer Studentendemonstration, nachdem eine Woche zuvor drei Studenten ohne ordentliches Rechtsverfahren die Zulassung zum Studium entzogen wurde. Ende April ließ der amerikanische MilitĂ€rgouverneur Lucius D. Clay die Errichtung einer neuen UniversitĂ€t im Westteil Berlins prĂŒfen.

Das erste HauptgebĂ€ude der FU Berlin: das ehemalige Kaiser-Wilhelm-Institut fĂŒr Biologie
Erste Seite des Matrikelbuchs von 1948

Anfang Juni 1948 wurde ein studentischer Vorbereitungsausschuss fĂŒr die GrĂŒndung einer freien UniversitĂ€t ins Leben gerufen, am 19. Juni konstituierte sich der „Vorbereitende Ausschuss zur GrĂŒndung einer freien UniversitĂ€t“, an dem Politiker, Professoren, Dozenten, Verwaltungsmitarbeiter und Studenten gleichermaßen beteiligt waren. In einem Manifest mit dem Titel: Aufruf zur GrĂŒndung einer freien UniversitĂ€t Berlin, wendete sich der Ausschuss am 23. Juni an die Öffentlichkeit mit Bitte um UnterstĂŒtzung.

Vor dem Hintergrund der Berliner Blockade stimmte der Magistrat von Groß-Berlin der Errichtung einer freien UniversitĂ€t zu und wĂŒnschte die Aufnahme des Lehrbetriebs zum Wintersemester 1948/1949, die Stadtverordnetenversammlung genehmigte die Satzung der neuen UniversitĂ€t am 4. November 1948. Gegen die Errichtung der Freien UniversitĂ€t protestierten die StudentenrĂ€te in der sowjetischen Besatzungszone, die DDR bezeichnete sie in offiziellen Dokumenten bis zum Fall der Berliner Mauer 1989 stets als sogenannte Freie UniversitĂ€t.

Unter dem Begriff „Berliner Modell“ erlangte die Satzung Bekanntheitsgrad: Zum einen wurde die Freie UniversitĂ€t als Körperschaft des öffentlichen Rechts errichtet und mit einer starken Selbstverwaltung nicht direkt dem Staat, sondern einem Kuratorium unterstellt. Sechs Vertreter des Landes Berlin, sowie drei Vertreter der UniversitĂ€t gehörten dem Aufsichtsorgan damals an. Außerdem hatten auch die Studenten einen Sitz im Kuratorium, sowie in allen anderen Gremien der akademischen Selbstverwaltung. In der Satzung spiegelten sich die Erfahrungen der staatlichen Einflussnahme auf die alte Berliner UniversitĂ€t wider: Staatsferne und die UnabhĂ€ngigkeit akademischer Lehre und Forschung sollten so gesichert werden. Mit den fĂŒr die damalige Zeit außergewöhnlich starken Einflussmöglichkeiten der Studenten in den Entscheidungsgremien trug man ihrem maßgeblichen Engagement bei der GrĂŒndung einer freien UniversitĂ€t Rechnung. – Diese Neuerungen waren bis dahin einzigartig und wurden an keiner anderen UniversitĂ€t praktiziert. Erst spĂ€ter, vor allem in den 1970er Jahren, wurde das Berliner Modell andernorts ĂŒbernommen.

Der Lehrbetrieb wurde am 15. November 1948 in GebĂ€uden der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Dahlem aufgenommen, zusĂ€tzlich war die Anmietung von Villen in der unmittelbaren Umgebung notwendig, um den Raumbedarf fĂŒr die neuen Institute zu decken. Erst am 4. Dezember 1948 fand die eigentliche GrĂŒndungsveranstaltung im Titania-Palast statt, einem Filmtheater, das im schwer zerstörten Nachkriegs-Berlin den grĂ¶ĂŸten verfĂŒgbaren Saal im amerikanischen Sektor bot. GrĂŒndungsrektor wurde der Historiker Friedrich Meinecke, der schon am 10. November von der alten Berliner UniversitĂ€t zur FU gewechselt war.

Neben Wissenschaftlern, Studenten und Politikern, wie dem gewĂ€hlten OberbĂŒrgermeister von Berlin und Vorsitzenden des GrĂŒndungsausschusses Ernst Reuter, der amtierenden OberbĂŒrgermeisterin Louise Schroeder und dem Kommandanten des amerikanischen Sektors Frank L. Howley, waren auch Vertreter US-amerikanischer UniversitĂ€ten anwesend, so etwa die ReprĂ€sentanten der Princeton University und der Yale University, hier unter anderem der Schriftsteller Thornton Wilder.

Siegel der FU Berlin mit den Begriffen „Veritas“, „Iustitia“ und „Libertas“

Ihre GrĂŒndungsziele hat die Freie UniversitĂ€t Berlin auch in ihrem lateinischen Wahlspruch ausgedrĂŒckt: Veritas – Iustitia – Libertas, also die Werte der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Freiheit. Sie finden sich auch im bis heute verwendeten Siegel der FU Berlin wieder, das vom Kunsthistoriker und ehemaligen Rektor Edwin Redslob entworfen wurde.[2] Diese Grundwerte bestimmen bis heute das wissenschaftliche Ethos der Hochschule.[3]

Aufbau- und RĂŒckbauphasen der UniversitĂ€t

Bereits im ersten Semester nach der GrĂŒndung gab es an der FU Berlin 2.140 Studenten; 1949 hatte sich diese Zahl bereits auf 4.946 erhöht. Bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 kamen viele Studenten aus dem Ostteil Berlins, viele gefördert mit einem sogenannten WĂ€hrungsstipendium des Berliner Senats.

1956 fĂŒhrte die FU als erste deutsche UniversitĂ€t eine MagisterprĂŒfungsordnung ein.

Fassade der Rostlaube aus Corten-Stahl
Talare (die Farbgebung entspricht der Zuordnung des Ordinarius zur jeweiligen FakultÀt)
Henry-Ford-Bau – zentrales HörsaalgebĂ€ude mit Auditorium Maximum (SĂŒdseite)
Eingangsbereich zum Auditorium Maximum im Henry-Ford-Bau

In den spĂ€ten 1960er Jahren war die Freie UniversitĂ€t eines der Zentren der 68er-Bewegung und der Außerparlamentarischen Opposition (APO) in Deutschland, zu der beispielsweise die FU-Studenten Rudi Dutschke und Benno Ohnesorg gehörten. FĂŒr die UniversitĂ€ten ergaben die Proteste 1969 beispielsweise die Abschaffung des Ordinariensystems. An verschiedenen Instituten wurden Reformsatzungen eingefĂŒhrt, z.B. am Institut fĂŒr Soziologie eine Satzung mit ViertelparitĂ€t.

Durch die Bildungsexpansion in den 1970er Jahren begann die Entwicklung zur MassenuniversitĂ€t. 1973 wurde die seit 1967 gebaute „Rostlaube“ als InstitutsgebĂ€ude fĂŒr einen Großteil der Geistes- und Sozialwissenschaften eröffnet. 1978 wurden die ersten Abschnitte der „Silberlaube“ eröffnet; weitere Abschnitte wurden 1982 bezogen.

Das GelĂ€nde der PĂ€dagogischen Hochschule (PH) in Berlin-Lankwitz wurde 1980 in die FU Berlin integriert. Etwa die HĂ€lfte der rund 5.000 PH-Studenten und der Professoren wechselten an die FU. Auf dem GelĂ€nde wurden die Geologie, die Geophysik und die PalĂ€ontologie sowie die Kommunikationswissenschaften und die Zentraleinrichtung fĂŒr audiovisuelle Medien (ZEAM) untergebracht.

Mitte der 1980er Jahre erreichte die FU Berlin als „MassenuniversitĂ€t“ erstmals eine Studierendenzahl von ĂŒber 50.000 (1983: 50.298). Nach dem Mauerfall ĂŒberstieg diese Zahl 60.000 und erreichte im Wintersemester 1991/92 mit 62.072 Studierenden ihren Höchststand. Damit wurde die FU (nach der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen) die zweitgrĂ¶ĂŸte UniversitĂ€t Deutschlands.

Wenige Monate spĂ€ter beschloss der Senat von Berlin, die StudienplĂ€tze an der FU Berlin bis zum Jahr 2003 um 10.000 zu reduzieren. 1996 wurden weitere KĂŒrzungen festgelegt. Die damit verbundenen Auswirkungen auf das Studienangebot fĂŒhrten im Wintersemester 1997/98 zu massiven Studentenprotesten gegen die Einsparungen im Bildungsbereich, die sich in Demonstrationen, Streiks und der Besetzung des PrĂ€sidialamtes auswirkten. Dennoch wurden Immatrikulations- und RĂŒckmeldegebĂŒhren eingefĂŒhrt. Die Studierendenzahl schrumpfte im Verlauf der Einsparungsprozesse auf 43.885 im Ws 2002/03.

Bedingt durch die angespannte Haushaltslage des Landes Berlin beschloss die Landesregierung die Umstrukturierung der Hochschulmedizin. Dies fĂŒhrte 2003 zur Fusion der beiden medizinischen Einrichtungen von FU und der Humboldt-UniversitĂ€t zu einem vereinigten Fachbereich, sie bilden seitdem gemeinsam die Medizinische FakultĂ€t CharitĂ© – UniversitĂ€tsmedizin Berlin.

Von 2002 bis 2005 ist die Studierendenzahl um weitere 20 % zurĂŒckgegangen, die Gesamtzahl betrug im Ws 2005/06 noch 34.936. Rund die HĂ€lfte dieses RĂŒckgangs ist auf die Verlagerung der Humanmedizin zurĂŒckzufĂŒhren, die Studierenden werden seitdem nicht mehr in der Statistik der FU gefĂŒhrt.

Im Oktober 2007 wurde die UniversitĂ€t „ExzellenzuniversitĂ€t“ und kann nach den Förderlinien der Exzellenzinitiative unter anderem mit ZuschĂŒssen fĂŒr die Forschung von 21 Millionen Euro ĂŒber einen Zeitraum von fĂŒnf Jahren rechnen.[4] Wichtig war dabei der Zuschlag fĂŒr das Konzept der „internationalen NetzwerkuniversitĂ€t“, aus den Auslandskontakten um das gepriesene New Yorker FundraisingbĂŒro entwickelte sich jedoch ein „Spendenskandal“ um verdeckte Zahlungen.[5]

Gliederung

Campus-Wegweiser zu den Fachbereichen

An der Spitze der Freien UniversitĂ€t Berlin steht das PrĂ€sidium, das sich zusammensetzt aus dem PrĂ€sidenten, Peter-AndrĂ© Alt, der Ersten VizeprĂ€sidentin, Monika SchĂ€fer-Korting, sowie den VizeprĂ€sidenten Werner VĂ€th, Michael Bongardt und Brigitta SchĂŒtt und dem Kanzler Peter Lange.

Die Freie UniversitÀt Berlin gliedert sich in zwölf Fachbereiche (FB) sowie in drei Zentralinstitute (ZI) und acht Zentraleinrichtungen (ZE).[6]

PrÀsidium

Weitere Informationen gibt es in der Liste der Rektoren der Freien UniversitÀt Berlin.

Fachbereiche

Zentralinstitute

Botanischer Garten Berlin
(Großes Tropenhaus)

Zentraleinrichtungen

Neben den Fachbereichen und Zentralinstituten ĂŒbernehmen die sogenannten Zentraleinrichtungen (ZE) weitere wichtige – zumeist interdisziplinĂ€re – Aufgaben: das Hochschulrechenzentrum (Zentraleinrichtung fĂŒr Datenverarbeitung, „ZEDAT“), ZE Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung, ZE Hochschulsport, ZE Sprachenzentrum, ZE Studienberatung und Psychologische Beratung, ZE UniversitĂ€tsbibliothek, ZE Zentrum Weiterbildung und die ZE Botanischer Garten & Botanisches Museum.

Institut fĂŒr SchulqualitĂ€t

Das Institut fĂŒr SchulqualitĂ€t der LĂ€nder Berlin und Brandenburg (ISQ) ist ein An-Institut der FU Berlin nach dem Landeshochschulgesetz und wird geleitet von der PĂ€dagogik-Professorin Petra Stanat.

Collegium Musicum

Eine gemeinsame Einrichtung von TU und Freier UniversitĂ€t Berlin ist das Collegium Musicum. GegenwĂ€rtig zĂ€hlt es etwa 400 Mitglieder, Studenten aller Fachrichtungen, die sich in ihrer Freizeit der Musik widmen. Das Collegium Musicum besteht aus fĂŒnf Ensembles: Großer Chor, Kammerchor, Sinfonieorchester, Kleines Sinfonisches Orchester und Bigband. Es finden regelmĂ€ĂŸig Veranstaltungen, z. B. Semesterabschlusskonzerte statt.

Campus

Luftbild Berlins mit dem gelb umrissenen CampusgelÀnde (Gut erkennbar: Botanischer Garten und UniversitÀtsklinikum)

Lage

Die Freie UniversitĂ€t Berlin liegt im SĂŒdwesten Berlins, im Ortsteil Dahlem des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Der zentrale Campus konzentriert sich zum einen auf das GelĂ€nde an der Garystraße zwischen Clayallee und Thielallee. Hier stehen auch der Henry-Ford-Bau und die UniversitĂ€tsbibliothek. Das zweite große Areal liegt nordöstlich davon in der NĂ€he des alten Dahlemer Dorfkerns, zwischen Königin-Luise-Straße und Habelschwerdter Allee, entlang der Fabeckstraße. Am bekanntesten ist dort sicherlich der GebĂ€udekomplex der „Rost- und Silberlaube“. Im September 2005 wurde hier die nach PlĂ€nen von Norman Foster gebaute neue Philologische Bibliothek (das so genannte Berlin Brain) eröffnet.

Etwa 3 km östlich davon, zwischen Hindenburgdamm, Schlosspark Lichterfelde und Teltowkanal gelegen, steht das zur medizinischen FakultĂ€t CharitĂ© gehörige UniversitĂ€tsklinikum Benjamin Franklin. Zwei kleinere Nebenstandorte befinden sich in Lankwitz an der Malteserstraße und in DĂŒppel, sĂŒdlich der Potsdamer Chaussee. Das GelĂ€nde in Lankwitz gehörte ursprĂŒnglich zur PĂ€dagogischen Hochschule Berlin (PH Berlin), deren Fachbereiche aber 1980 in die FU, die TU und HdK (heute UdK) integriert wurden. Es beherbergt heute die Geowissenschaften und bis Wintersemester 2007/2008 das Institut fĂŒr Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, das jetzt am zentralen Standort in Dahlem zu finden ist. Der Standort DĂŒppel besteht aus dem Areal des ehemaligen Rittergutes DĂŒppel, hier sind die veterinĂ€rmedizinischen Einrichtungen des Tierklinikums angesiedelt.

Eine Besonderheit unter den Hochschuleinrichtungen ist der Botanische Garten Berlin. Er liegt im östlichen Dahlem und nimmt zwischen Königin-Luise-Straße, Unter den Eichen und Altensteinstraße eine FlĂ€che von mehr als 43 Hektar ein. Damit gehört er zu den grĂ¶ĂŸten Botanischen GĂ€rten der Welt.

Wissenschaftsstandort vor 1948

Hahn-Meitner-Bau: Institut fĂŒr Biochemie (ehem. Kaiser-Wilhelm-Institut fĂŒr Chemie)
Gedenktafel zur Erinnerung an die NS-Vergangenheit (am Eingang des Otto-Suhr-Instituts)

Die ursprĂŒngliche Königliche DomĂ€ne Dahlem wurde 1901 auf Initiative des Ministerialdirektors im preußischen Kultusministerium Friedrich Althoff aufgelöst. Sein Ziel war auf ihrem Areal „die BegrĂŒndung einer durch hervorragende WissenschaftsstĂ€tten bestimmten vornehmen Kolonie – ein deutsches Oxford“. Er befĂŒrchtete, Deutschland könnte den Anschluss an wissenschaftlich aktivere LĂ€nder wie Großbritannien, Frankreich und die USA verlieren und plante, Dahlem zu einem international fĂŒhrenden Wissenschaftsstandort auszubauen. Wohnen und wissenschaftliches Arbeiten sollten nach dem Vorbild der britischen UniversitĂ€t verbunden werden.

ZunĂ€chst trugen die Ansiedlung wissenschaftlich orientierter Fachbehörden und dann der Neubau zweier Institute der Berliner UniversitĂ€t bei. Bis zur GrĂŒndung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (KWG) am 11. Januar 1911 vergingen jedoch noch zehn Jahre. Sie ließ etliche reprĂ€sentative GebĂ€ude errichten, vor allem um in ihnen naturwissenschaftliche Institute unterzubringen. Dort forschten zwölf NobelpreistrĂ€ger und namhafte Wissenschaftler, unter ihnen Adolf von Harnack, Max Planck, Fritz Haber und Carl Bosch. Die Chemiker Otto Hahn und Fritz Straßmann, sowie die Physikerin Lise Meitner entdeckten hier 1938 die Kernspaltung. Richard WillstĂ€tter erforschte die Chlorophyllstruktur und auch der Erfinder der RelativitĂ€tstheorie Albert Einstein und sein Freund Max von Laue, der Entdecker der Beugung von Röntgenstrahlen, waren hier tĂ€tig.

Die nationalsozialistische Gleichschaltung und die Durchsetzung des Arierparagraphen bedeutete fĂŒr die KWG den Verlust vieler Mitarbeiter. Zudem erlangten einige der Institute nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten traurige BerĂŒhmtheit, wie das „Kaiser-Wilhelm-Institut fĂŒr Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik“, an dem rassentheoretische Forschung betrieben wurde.

1948 ĂŒbernahm die FU mehrere GebĂ€ude der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Kaiser-Wilhelm-Instituten hervorgegangen war. MPG und FU sehen sich daher auch gemeinsam in der wissenschaftlichen Tradition des Standortes Dahlem.

Im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet: Henry-Ford-Bau (Einweihung 1954)

UniversitÀtscampus nach 1948

UrsprĂŒnglich orientierte sich die Gestaltung des Kernbereichs der FU am angelsĂ€chsischen Typus des UniversitĂ€tscampus. Dies war in Deutschland eine Neuheit, da bisher die Konzentration auf monumentale HauptgebĂ€ude im Stadtzentrum dominierte. Seinen rĂ€umlichen Mittelpunkt erhielt der Campus in den 1950er Jahren mit neu errichteten GebĂ€udegruppen,[7] eingebettet in mehrere GrĂŒnanlagen. Nach PlĂ€nen von Gustav MĂŒller und Heinrich Sobotka wurden die UniversitĂ€tsbibliothek und der Henry-Ford-Bau (benannt nach Henry Ford II[8]) in zeitgemĂ€ĂŸ sachlich-elegantem Baustil errichtet. Letzterer beherbergt das Auditorium Maximum, weitere große HörsĂ€le, SeminarrĂ€ume und den Sitzungssaal des Akademischen Senats. Daneben wurden auch die benachbarten GrĂŒnderzeitvillen, ForschungsgebĂ€ude und Institute der ehem. Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft mit einbezogen. Im sĂŒdlichen Dahlem sind heute unter anderem die Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften angesiedelt, aber auch das Otto-Suhr-Institut fĂŒr Politische Wissenschaft, das Osteuropa-Institut, die Pharmakologie, Biochemie, Zentrale UniversitĂ€tsverwaltung und das PrĂ€sidialamt. Die beiden Letzteren nutzen das GebĂ€ude der ehemaligen Alliierten Kommandantur als Dienstsitz.

GebÀudekomplex Rost- und Silberlaube

Mit dem Ausbau der Hochschule zur MassenuniversitĂ€t mit 63.000 Studenten in den 1970er Jahren wuchs auch der Raumbedarf. Der einst klar nach außen abgegrenzte Campus wurde erheblich ausgeweitet und franste aus. Vor allem im nördlicheren Dahlem wurden neue GebĂ€ude auf Obstanbauplantagen, unter ihnen der GebĂ€udekomplex der sog. „Rost- und Silberlaube“, errichtet. Dort befinden sich neben den naturwissenschaftlichen Einrichtungen wie der Chemie, Physik, Biologie, Pharmazie, Mathematik und Informatik auch die Geschichts- und Kulturwissenschaften, die Philologischen Einrichtungen, die Philosophie und Geisteswissenschaften, sowie die Erziehungswissenschaft und die Psychologie.

Obwohl die Einrichtungen der FU Berlin auf etwa 230 GebĂ€ude – hĂ€ufig ehemalige Privatvillen – verteilt sind, liegen sie dennoch ĂŒberwiegend in einem relativ engen Radius von ca. 1,5 km verteilt. Seit Anfang der 1990er Jahre findet eine zunehmende Konzentration der wissenschaftlichen Einrichtungen auf FU-eigene GebĂ€ude statt. Mittlerweile wird dadurch auch der Reduzierung der StudienplĂ€tze auf ca. finanzierte 25.000 und immatrikulierte 32.000 Rechnung getragen. Zudem erhofft sich die UniversitĂ€t von dem Verkauf eigener und durch den Verzicht auf angemietete kleinere Villen große Einsparungen durch ein optimiertes GebĂ€udemanagement. Insgesamt umfasst das GelĂ€nde der FU in Dahlem heute ca. 1,85 Mio. mÂČ.

Institut fĂŒr Informatik (Westseite)

Dem Konzept eines UniversitĂ€tscampus entsprechend, findet man in Dahlem weitere infrastrukturelle Einrichtungen: neben Sportanlagen auch Wohnraum fĂŒr Studenten, wie etwa das universitĂ€tsnah gelegene Studentendorf Schlachtensee. Die FU Berlin gilt als UniversitĂ€t in grĂŒner Lage: Vor allem Villen und GĂ€rten, mehrere Parks, GrĂŒnanlagen, sowie die noch verbliebenen Felder und ObstanbauflĂ€chen der DomĂ€ne Dahlem prĂ€gen das Bild des Stadtteils, der im Westen an den Grunewald grenzt. Die UniversitĂ€t ist gut an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden: Neben mehreren Buslinien ist die westliche Berliner Innenstadt mit der U-Bahn-Linie U3, das östliche Zentrum durch die S-Bahn-Linie S1 in einer Fahrzeit von jeweils ca. 15 Minuten erreichbar.

Architektur

Lateinamerika-Institut
Institut fĂŒr Pflanzenphysiologie und Mikrobiologie

Viele der reprĂ€sentativen GebĂ€ude der KWG stammen von Ernst von Ihne, dem Architekten des Bodemuseums und der Staatsbibliothek Unter den Linden. Sein MĂŒnchner Kollege Carl Sattler schuf 1929 ein Vortrags- und Begegnungszentrum und gleichzeitig GĂ€stehaus fĂŒr Wissenschaftler aus aller Welt, heute als Harnack-Haus bekannt. Neues Bauen bedeutete das am Breitenbachplatz gelegene und im Stile des Bauhaus 1930 errichtete ehemalige Reichsknappschaftshaus. Max Taut und Franz Hoffmann entschieden sich fĂŒr eine Stahlskelettbauweise und eine mit Keramikplatten verkleidete Fassade, ein zu damaliger Zeit neuartiger Baustil. Heute sind in dem denkmalgeschĂŒtzten Haus das Lateinamerika-Institut (LAI) und Teile der Verwaltung untergebracht.

PrÀsidialamt (ehemalige Alliierte Kommandantur)

Das heute als PrĂ€sidialamt genutzte GebĂ€ude der Alliierten Kommandantur war nach dem Zweiten Weltkrieg fĂŒr 45 Jahre die oberste interalliierte Regierungsbehörde fĂŒr Berlin und verwaltete die vier Sektoren der Stadt unter Aufsicht des Alliierten Kontrollrats. UrsprĂŒnglich diente das Haus als VerwaltungsgebĂ€ude fĂŒr den Verband der öffentlichen Feuerversicherungsanstalten und wurde 1929 von Heinrich Straumer, dem Architekten des Berliner Funkturm, erbaut.

Wichtige Architekten waren fĂŒr die FU tĂ€tig: Georges Candilis, Alexis Josic, Shadrach Woods von der Architektengruppe Team 10, aber auch Hinrich Baller, Inken Baller und Norman Foster.

Wissenschaftliches und kulturelles Umfeld

Modell des FU-Campus

Obwohl die Hochschule nicht im Stadtzentrum liegt, ist sie mit ihrem Sitz in Dahlem in ein herausragendes wissenschaftliches und kulturelles Umfeld eingebettet. Neben der Freien UniversitĂ€t Berlin haben hier in unmittelbarer Nachbarschaft auch mehrere Max-Planck-Institute (unter anderem MPI fĂŒr Bildungsforschung, MPI fĂŒr Wissenschaftsgeschichte, MPI fĂŒr Molekulare Genetik, Fritz-Haber-Institut mit anorganischer Chemie, chemischer Physik, MolekĂŒlphysik, physikalischer Chemie; außerdem das Archiv der MPG), die Bundesanstalt fĂŒr Materialforschung und -prĂŒfung, die Biologische Bundesanstalt fĂŒr Land- und Forstwirtschaft, das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung, das Konrad-Zuse-Zentrum fĂŒr Informationstechnik sowie die Deutsche UniversitĂ€t fĂŒr Weiterbildung (DUW) ihr Domizil. Seit 1965 ist die 1828 gegrĂŒndete, zweitĂ€lteste geographische Gesellschaft Europas, die Gesellschaft fĂŒr Erdkunde zu Berlin, in Steglitz beheimatet, im eigenen Alexander-von-Humboldt-Haus; bereits seit 1832 ist an der Podbielskiallee das Deutsche ArchĂ€ologische Institut (DAI) angesiedelt. Außerdem ist Dahlem ein wichtiger Standort der Staatlichen Museen zu Berlin. Neben dem Museum EuropĂ€ischer Kulturen, den bedeutenden Sammlungen außereuropĂ€ischer Kunst und Kultur der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (unter anderem Ethnologischem Museum, Museum fĂŒr Asiatische Kunst), dem Geheimen Preußischen Staatsarchiv und dem Institut fĂŒr Museumsforschung sind dort auch das BrĂŒcke-Museum, das AlliiertenMuseum und das Freilichtmuseum DomĂ€ne Dahlem beheimatet.

Bibliotheken

UniversitÀtsbibliothek
(Eingang Garystr.)
GebĂ€udehĂŒlle der Philologischen Bibliothek
MagazintĂŒrme der UniversitĂ€tsbibliothek (GebĂ€uderĂŒckseite – Harnackstr.)
Bibliothek des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie (Im Sommer kann das glÀserne Dach geöffnet werden.)

Medienbestand und Bibliothekssystem

Mit einem Medienbestand von rund 8,5 Mio. BĂ€nden, sowie 20.000 laufenden Zeitschriften ist das Bibliothekssystem der Freien UniversitĂ€t Berlin das grĂ¶ĂŸte aller deutschen UniversitĂ€ten. Der Bestand dieses als wissenschaftliche Bibliothek klassifizierten Systems umfasst sĂ€mtliche an der UniversitĂ€t vertretenen Disziplinen und verteilt sich auf die UniversitĂ€tsbibliothek (UB) an der Garystraße, mit der dort angesiedelten Lehrbuchsammlung und dem Lesesaal, sowie auf insgesamt 49 angeschlossene Fachbibliotheken.[9]

Die Institute und Einrichtungen einiger Fachbereiche verfĂŒgen jeweils ĂŒber eine gemeinsame, große Fachbereichsbibliothek, die den Bestand zentral organisiert und vorhĂ€lt (Wirtschaftswissenschaft; Rechtswissenschaft; Mathematik und Informatik; Chemie, Pharmazie, Biologie; Erziehungswissenschaft und Psychologie; Geowissenschaften; VeterinĂ€rmedizin). In anderen Bereichen sind die Bibliotheken dezentral an den dortigen Instituten angesiedelt (Politik- und Sozialwissenschaften; Geschichts- und Kulturwissenschaften; Philosophie und Geisteswissenschaften; Humanmedizin). Im Herbst 2005 sind auch die MedienbestĂ€nde der Sprach- und Literaturwissenschaften sowie der Philosophie in der neuen Philologischen Bibliothek zusammengefĂŒhrt worden. Das GebĂ€ude von Architekt Lord Norman Foster trug bereits vor seiner Eröffnung den Beinamen „Brain“ (engl.: Gehirn) wegen der charakteristischen, rund-gewölbten Form seiner Ă€ußeren HĂŒlle, sowie den gefalteten, in zwei HemisphĂ€ren angeordneten GebĂ€udeebenen im Inneren Ă€hnelt die Architektur der Anatomie eines menschlichen Gehirns.

Benutzungssituation

WĂ€hrend die UniversitĂ€tsbibliothek eine Gebrauchsbibliothek ist und ihre BestĂ€nde in der Regel ausleiht, gibt es in einigen kleineren Institutsbibliotheken nur PrĂ€senzbestĂ€nde, die (außer am Wochenende, ĂŒber Nacht und in den Ferien) nur vor Ort im Lesesaal nutzbar sind. Gleiches gilt fĂŒr spezielle Sammlungen, besonders seltene oder wertvolle Exemplare (z. B. Inkunabeln), die ebenfalls nicht entliehen werden. Der Bestand wird im Online-Katalog (OPAC) ab dem Erscheinungsjahr 1990 vollstĂ€ndig nachgewiesen, je nach Bibliotheksstandort in der Regel auch darĂŒber hinaus – noch fehlende Ă€ltere BestĂ€nde werden fortlaufend elektronisch erfasst und nach und nach ergĂ€nzt. Katalogzettel des alten Schlagwortkataloges vor 1989 existieren als „Image-Katalog“, sie sind durch Scannen und Indizierung der Schlagwörter digitalisiert und ĂŒber eine OPAC-Ă€hnliche Internetseite auffindbar. Zeitschriften und Zeitungen sind komplett elektronisch in den OPAC eingepflegt.

Dokumentationszentrum und Spezialbibliothek

Die UB hat den Status einer „United Nations Depository Library“: Sie dient als Spezialbibliothek und Dokumentationseinrichtung der Vereinten Nationen (UN) und ist an das weltweite Bibliothekssystem der UN unter FĂŒhrung der Dag Hammarskjöld Library in New York angeschlossen. In dieser Funktion hĂ€lt sie zum Beispiel alle Publikationen der UN-Generalversammlung, des UN-Sicherheitsrates, des Internationalen Gerichtshofs und anderer UN-Organe vor.

Auch fĂŒr die EuropĂ€ische Union (EU) ist die UB „European Documentation Centre“, also europĂ€isches Dokumentationszentrum fĂŒr Publikationen der EU. Veröffentlichungen des Europarates, der WEU und der OSZE ergĂ€nzen das Fachangebot. Der EU/UN-Bestand ist in den allgemeinen Bestand der UB integriert und durch deren Kataloge inhaltlich und formal erschlossen.

Von 1965 bis 1994 war die UB der FU als Pflichtexemplarbibliothek des Landes Berlin mit der Archivierung der regionalen Buchproduktion beauftragt. Nach der Wiedervereinigung ging diese Aufgabe an die neu aufgebaute Zentral- und Landesbibliothek Berlin ĂŒber. Bereits seit 1952 ĂŒberstellte die Berliner Verleger- und BuchhĂ€ndlervereinigung auf freiwilliger Basis je ein Exemplar jedes im Westteil der Stadt Berlin verlegten Buches an die Freie UniversitĂ€t.

Forschung

Die Freie UniversitĂ€t Berlin ist eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen Deutschlands und spielt in vielen wissenschaftlichen Bereichen eine bedeutende Rolle. Sie gilt durch ihr erfolgreiches Abschneiden bei der Exzellenzinitiative als sogenannte „EliteuniversitĂ€t“.

Ihren Status als eine der fĂŒhrenden deutschen Hochschulen mit breiter nationaler und internationaler Anerkennung belegen ferner die jĂ€hrlichen Hochschulrankings, hohe Drittmittel-Einnahmen, die Vielzahl der Sonderforschungsbereiche und anderer bedeutender Forschungseinrichtungen sowie die große Zahl an wissenschaftlichen PreistrĂ€gern.

ForschungsgebÀude des Fachbereichs Physik

In den Naturwissenschaften wird in erster Linie Grundlagenforschung betrieben, die einzelnen Gebiete weisen untereinander einen hohen Vernetzungsgrad auf. Bei den Sozial-, Geistes- und Politikwissenschaften liegt ein Schwerpunkt in der wissenschaftlichen Begleitung aktueller gesellschaftlicher, politischer und kultureller Entwicklungen, sowie in der Untersuchung von Transformationsprozessen, von Internationalisierung und Globalisierung, sowie der Umweltpolitik.

Derzeit gibt es neun interdisziplinĂ€re Zentren, an denen fĂ€cherĂŒbergreifend Forschung zu Themen wie zum Beispiel Lehr- und Lernforschung, Sprache, Historische Anthropologie, Mittelalter, Kunstwissenschaften und Ästhetik betrieben wird. Gleiches gilt auch fĂŒr die drei regionalwissenschaftlichen Institute, die sich Osteuropa, Lateinamerika und Nordamerika (John-F.-Kennedy-Institut) widmen. Eine Besonderheit in der deutschen Forschungslandschaft sind auch die vielen sog. „Kleinen FĂ€cher“, die einen hohen Spezialisierungsgrad aufweisen (siehe: StudienfĂ€cher).

Auf dem Gebiet der Politikwissenschaft zĂ€hlt das Otto-Suhr-Institut zu den international bedeutendsten Forschungsinstitutionen, es ist zugleich das grĂ¶ĂŸte Institut in Europa. Von Ă€hnlicher Stellung ist auch die medizinische FakultĂ€t CharitĂ©, ebenso wie die Geowissenschaftler der FU. Letztere fallen vor allem durch ihre Beteiligungen an Weltraummissionen, zum Beispiel zum Mars (Mars Express) und zum Saturn (Cassini-Huygens) auf.

Exzellenzinitiative

Die Freie UniversitÀt Berlin hat in der Exzellenzinitiative des Bundes und der LÀnder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen in allen drei Förderlinien (Graduiertenschule, Exzellenzcluster sowie Zukunftskonzept) erfolgreich abgeschnitten.

Insgesamt wurden der Hochschule drei Graduiertenschulen, zwei Exzellenzcluster sowie das langfristige Entwicklungskonzept einer internationalen NetzwerkuniversitÀt bewilligt. ZusÀtzlich ist die UniversitÀt gemeinsam mit anderen Berliner Wissenschaftseinrichtungen an zwei weiteren Graduiertenschulen sowie zwei Exzellenzclustern beteiligt. Damit wurden der FU Berlin im Vergleich mit allen anderen deutschen Hochschulen die meisten AntrÀge genehmigt.

Sonderforschungsbereiche und DFG-Forschungszentrum

Die Freie UniversitĂ€t hat derzeit die Sprecherfunktion von sechs Sonderforschungsbereichen (SFB), an acht weiteren ist sie beteiligt. Zudem ist sie in elf SFB der CharitĂ©-UniversitĂ€tsmedizin Berlin eingebunden.[10] Die SFB sind langfristig (auf die Dauer von bis zu 12 Jahren) angelegte Forschungseinrichtungen, in denen Wissenschaftler im Rahmen eines interdisziplinĂ€ren Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Da die Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgt, wird von ihr zuvor in einem speziellen Verfahren die FörderungswĂŒrdigkeit des von der Hochschule beantragten Projekts geprĂŒft, hierbei gelten strenge Kriterien. Die Sonderforschungsbereiche verteilen sich vor allem auf die Gebiete der Medizin und der Naturwissenschaften. Mit drei Sonderforschungsbereichen hat der Fachbereich Physik die meisten Sonderforschungsbereiche. Aber auch in den Geistes-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften ist die FU aktiv.

Derzeit gibt es in Deutschland fĂŒnf DFG-Forschungszentren, von denen eines in Dahlem angesiedelt ist: „DFG-Forschungszentrum 8086 – Mathematik fĂŒr SchlĂŒsseltechnologie“. Zu diesem Thema arbeiten Wissenschaftler der FU, HU, TU und des ZIB seit 2002 gemeinsam und forschen an der mathematischen Modellierung, Simulation und Optimierung realer Prozesse. Die DFG-Forschungszentren gelten als strategisches Förderinstrument der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie sollen eine BĂŒndelung wissenschaftlicher Kompetenz auf besonders innovativen Forschungsgebieten ermöglichen und in den Hochschulen zeitlich befristete Forschungsschwerpunkte mit internationaler Sichtbarkeit bilden.

Graduiertenkollegs und Forschergruppen

Sieben Graduiertenkollegs sind an der FU Berlin in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen angesiedelt, vier weitere werden gemeinsam mit der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin, bzw. der UniversitĂ€t Potsdam durchgefĂŒhrt, an elf weiteren – auch internationalen – ist die FU ebenfalls beteiligt. Die Graduiertenkollegs der DFG dienen der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Doktoranden erhalten die Möglichkeit, ihre Arbeit im Rahmen eines koordinierten, von mehreren Hochschullehrenden getragenen Forschungsprogramms durchzufĂŒhren.

Zu den Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs und Forschungszentren kommen noch DFG-Forschergruppen hinzu, an der FU vor allem aus dem Bereich der Medizin. Mehrere als herausragend ausgewiesene Wissenschaftler widmen sich in mittelfristig angelegten Programmen (in der Regel bis zu 6 Jahre) einer besonderen Forschungsaufgabe. Sie arbeiten eng zusammen und haben gemeinsam das Ziel, Ergebnisse zu erreichen, die ĂŒber die Einzelförderung durch die DFG hinausgehen, aber dennoch unterhalb des organisatorischen Niveaus eines Sonderforschungsbereiches bleiben.

Vorlage fĂŒr das Logo der Dahlem Konferenzen: Flammarions Holzstich „Die AtmosphĂ€re“

Dahlem-Konferenzen

Zweimal jĂ€hrlich fĂŒhrt die FU Berlin die Dahlem-Konferenzen durch. Dabei handelt es sich um einwöchige interdisziplinĂ€re ZusammenkĂŒnfte, die in der Wissenschaftsgemeinschaft als international renommierte Einrichtungen gelten. Ihre Teilnehmer sind weltweit anerkannte Wissenschaftler aus unterschiedlichen LĂ€ndern, in der Regel fĂŒhrende Vertreter des jeweiligen Faches, hĂ€ufig auch NobelpreistrĂ€ger.

Die Themen mĂŒssen von aktuellem internationalen Wissenschaftsinteresse, problemorientiert und fĂŒr alle beteiligten Fachrichtungen von ausreichender Relevanz sein. Bisher stammten sie ĂŒberwiegend aus dem Gebiet der Medizin und der Ökologie. Als Ergebnis jeder Veranstaltung erscheint ein englischsprachiger „Dahlem Workshop Report“, ein umfangreicher Bericht, in dem die Konferenzergebnisse veröffentlicht werden. In der Wissenschaft gilt diese Publikationsreihe als Zusammenfassung des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstands zu dem betreffenden Thema, sie zeigt ForschungslĂŒcken auf und die Richtung zukĂŒnftiger Forschung an. Die Arbeitsweise gleicht weniger einer klassischen Konferenz oder Tagung, sondern ist eher nach dem Prinzip eines Workshops organisiert: In interdisziplinĂ€ren Arbeitsgruppen wird der gewĂ€hlte Schwerpunkt aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und intensiv diskutiert.

1974 wurden die Dahlem-Konferenzen gemeinsam von der DFG und dem Stifterverband fĂŒr die Deutsche Wissenschaft gegrĂŒndet. Seit 1990 gehören sie zur Freien UniversitĂ€t Berlin. Als Vorlage fĂŒr das Logo der Dahlem-Konferenzen dient ein spiegelverkehrter Ausschnitt aus dem Holzschnitt „Die AtmosphĂ€re“. Das Bild stammt aus dem 1888 erschienenen Werk „L'atmosphĂšre mĂ©tĂ©orologie populaire“ des französischen Astronomen Camille Flammarion.

Exzellenzcluster

Im Jahr 2003 begann die Freie UniversitĂ€t mit der Entwicklung einer Doppelstruktur, da Forschung auf internationalem Niveau nur interdisziplinĂ€r geleistet werden kann. Zum einen gibt es eine Fachbereichsstruktur, die unabdingbar ist fĂŒr die akademischen Angelegenheiten, insbesondere die Lehre. Zum anderen bĂŒndelt eine Clusterstruktur die Forschungsschwerpunkte, die teilweise im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert werden:

  • Topoi – The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations (gemeinsamer Antrag von Freier UniversitĂ€t und Humboldt-UniversitĂ€t, bewilligt in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative),
  • Languages of Emotion (bewilligter Antrag in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative),
  • Neurocure – Towards a Better Outcome of Neurological Disorder (gemeinsamer Antrag von Freier UniversitĂ€t und Humboldt-UniversitĂ€t als TrĂ€ger der CharitĂ© – UniversitĂ€tsmedizin Berlin, bewilligt in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative).

Weitere Clusterbildungen entwickelt die Freie UniversitÀt in folgenden Forschungsfeldern:

  • angewandte Mathematik (MATHEON, gemeinsames DFG-Forschungszentrum der Freien UniversitĂ€t, der Humboldt-UniversitĂ€t und der Technischen UniversitĂ€t)
  • Bildungsforschung
  • Kultur und Medien
  • Diversity
  • Regenerative Therapien (BMBF-Zentrum der CharitĂ© – UniversitĂ€tsmedizin Medizin, eine gemeinsame Einrichtung der Freien UniversitĂ€t und der Humboldt-UniversitĂ€t)[11]

Leibniz-PreistrÀger

Die DFG verleiht einmal pro Jahr den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis an herausragende Deutsche Wissenschaftler und wĂŒrdigt damit ihre Arbeit. Der Preis ist die höchst dotierte wissenschaftliche Auszeichnung der DFG und mit jeweils 1,55 Millionen Euro Preisgeld verbunden, die projektbezogen zu verwenden sind. Bisher gibt es an der Freien UniversitĂ€t Berlin 14 PreistrĂ€ger.

Förderpreise der UniversitÀt

Die UniversitĂ€t selbst verleiht auch Förderpreise: Zum einen wird fĂŒr hervorragende Leistungen zur Frauenförderung seit 1995 der Margherita-von-Brentano-Preis vergeben. Die Auszeichnung ist benannt nach der Philosophin Margherita von Brentano, die Anfang der siebziger Jahre Erste VizeprĂ€sidentin der Freien UniversitĂ€t Berlin war. Mit 11.000 Euro ist der Preis die höchst dotierte Anerkennung fĂŒr Frauenförderung in Deutschland, die Vergabe erfolgt durch das PrĂ€sidium auf Vorschlag des zentralen Frauenrats der Hochschule. Außerdem wird jĂ€hrlich am 4. Dezember, dem GrĂŒndungstag der FU Berlin, von der UniversitĂ€t der Ernst-Reuter-Preis fĂŒr vier herausragende Dissertationen des Vorjahres an FU-Angehörige verliehen. Diese Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert und wird seit 1985 von der Ernst-Reuter-Gesellschaft, einem Verein der Förderer, Freunde und Ehemaligen, gestiftet. Bis zum Jahre 2004 wurde er 93 Mal verliehen.

Kooperationen und Mitgliedschaften

Gastgeschenke von PartneruniversitÀten

Auf internationaler Ebene betreibt die Freie UniversitĂ€t Berlin derzeit direkte Kooperationen und Partnerschaften mit 114 Hochschulen auf allen Kontinenten. DarĂŒber hinaus gibt es noch zahlreiche Kooperationsvereinbarungen auf der Ebene der Fachbereiche und Institute, insgesamt sind 367 offizielle internationale Kooperationen zu verzeichnen. Damit verfĂŒgt die FU Berlin im Vergleich zu den anderen deutschen Hochschulen mit großem Abstand ĂŒber die meisten internationalen Kontakte. Traditionell stark sind die Verbindungen zu Wissenschaftseinrichtungen in den USA: Unter den 32 offiziellen Partnern finden sich renommierte UniversitĂ€ten, wie etwa die Columbia University, die Princeton University, die Stanford University, die University of Chicago und die Yale University. Die Stanford University verfĂŒgt sogar ĂŒber einen eigenen Campus innerhalb der Freien UniversitĂ€t. Das Zentrum in Berlin ist in das „Overseas Studies Program“ integriert und zugleich eines von acht internationalen „overseas campuses“, also Standorten außerhalb der USA.

DarĂŒber hinaus erfolgt neben der direkten wissenschaftlichen Zusammenarbeit der Hochschulen auf internationaler Ebene der Austausch von Forschenden und Studenten auch ĂŒber den Deutschen Akademischen Austauschdienst. Im europĂ€ischen Raum kooperiert die UniversitĂ€t beim Studentenaustausch mit dem Sokrates-Programm sowie dem Erasmus-Programm, an dem sich ĂŒber 300 Partnerhochschulen beteiligen. GegenwĂ€rtig sind an der UniversitĂ€t 15 % der Studenten AuslĂ€nder. (2007)

In Deutschland hat die FU Berlin im Februar 2004 gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen (LMU) eine strategische Partnerschaft gegrĂŒndet. Beide Hochschulen haben eine Vereinbarung zur intensiven Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen der UniversitĂ€tssteuerung und der akademischen Arbeit in Forschung und Lehre geschlossen. Mit dieser in Deutschland bisher einmaligen Verbindung soll den Wissenschaftsstandorten MĂŒnchen und Berlin Rechnung getragen und im internationalen Wettbewerb der Wissenschaftsstandort Deutschland an sich gestĂ€rkt werden.

In einer Vielzahl von Organisationen und Vereinigungen ist die Freie UniversitÀt Berlin Mitglied. Zu den wichtigsten gehören die European University Association (EUA), die Deutsche Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Wissenschaftskolleg zu Berlin. Zudem ist die Freie UniversitÀt seit 1951 Mitglied der Studentischen Darlehnskasse e.V.[12].

Studium

StudienhandbĂŒcher der letzten Jahre
Henry-Ford-Bau: Eingang zum Auditorium Maximum

In den 1980er Jahren ist die Freie UniversitĂ€t zur "MassenuniversitĂ€t" ausgebaut worden. Nach dem Fall der Berliner Mauer erreichte die Studentenzahl zum Wintersemester 1991/92 mit 62.072 Studenten ihren Höchststand, die FU wurde nach der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen zweitgrĂ¶ĂŸte deutsche UniversitĂ€t. Inzwischen erfolgte wieder eine massive Reduzierung der StudienplĂ€tze, die Zahl der Studenten liegt derzeit bei ca. 32.000 (ohne CharitĂ©). 59,3 % der Studenten sind weiblich, 40,7 % mĂ€nnlich, der Anteil auslĂ€ndischer Studenten liegt bei 17,4 %. (Stand: WS 2007/08)[13]

Der Studienplatzabbau resultiert aus den VerĂ€nderungen in der Hochschulpolitik der Berliner Landesregierung. Die FU musste starke Einschnitte in ihrem Finanzhaushalt zu Gunsten der HU hinnehmen, um diese nach der Deutschen Wiedervereinigung neu aufbauen zu können. Die unter anderem durch den Berliner Bankenskandal mit verursachte defizitĂ€re Haushaltslage Berlins fĂŒhrte zu weiteren KĂŒrzungen. Ferner sollte mit einer Reduzierung der Studentenzahl auch der Abbau von negativen Begleiterscheinungen einer MassenuniversitĂ€t erzielt werden.

StudienfÀcher

Die FU Berlin versteht sich als traditionelle VolluniversitĂ€t und deckt mit etwa 100 StudiengĂ€ngen[14] ein breites FĂ€cherspektrum ab: Analog zu ihren Fachbereichen bietet sie StudiengĂ€nge in den Geistes-, Sozial-, Natur-, Wirtschafts-, und Rechtswissenschaften, weitere im Bereich der Human- und der VeterinĂ€rmedizin an. Zwar verfĂŒgt die FU somit ĂŒber ein ausdifferenziertes FĂ€cherangebot, Ingenieurwissenschaften können in Berlin jedoch nur an der Technischen UniversitĂ€t und den Fachhochschulen studiert werden.

Ein besonderes Merkmal der FU ist neben den klassischen Disziplinen eine Vielzahl so genannter „kleiner FĂ€cher“ mit hohem Spezialisierungsgrad. Dazu zĂ€hlen beispielsweise die Theater- und die Filmwissenschaft, die Ägyptologie, Arabistik, Byzantinistik, Judaistik, Ethnologie, Iranistik, Indologie, Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaften und in den Naturwissenschaften die Bioinformatik. Bestimmte StudienfĂ€cher wie VeterinĂ€rmedizin, Religionswissenschaft, Katholische Theologie, Turkologie, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, sowie in den Naturwissenschaften Meteorologie und Biochemie existieren in der Region Berlin-Brandenburg nur an der Freien UniversitĂ€t.

Schwerpunkte hat die FU auch in den Regionalwissenschaften. Die drei Zentralinstitute beschĂ€ftigen sich interdisziplinĂ€r mit Osteuropa, Lateinamerika und Nordamerika (John-F.-Kennedy-Institut). Hinzu kommen noch die Bereiche SĂŒd-, und Ostasien (Ostasiatisches Seminar mit den Schwerpunkten Sinologie, Japanologie und Koreastudien), sowie der Orient. Außerdem gibt es noch Zentren fĂŒr Frankreichstudien- und Italienstudien. Im Bereich der Sprachwissenschaften dominieren die west- und sĂŒdeuropĂ€ischen Sprachen. Das Otto-Suhr-Institut (OSI) fĂŒr Politikwissenschaft ist die grĂ¶ĂŸte Einrichtung ihrer Art in Europa mit den meisten LehrstĂŒhlen und Studenten. Mehr als ein Drittel der Politik-Absolventen in Deutschland haben ihr Studium am OSI abgeschlossen.

Durch Restrukturierungsmaßnahmen der Berliner Hochschullandschaft mussten seit Ende der 1990er Jahre einige Institute geschlossen und StudiengĂ€nge eingestellt werden, dazu zĂ€hlten an der FU die Informationswissenschaft und die Musikwissenschaft. Der Abbau regionaler Parallelangebote fĂŒhrte zur Verlagerung der Bibliothekswissenschaft und Sportwissenschaft von der FU an die HU, im Gegenzug musste diese ihre VeterinĂ€rmedizin und die Pharmazie schließen. Medizinische StudiengĂ€nge werden an der CharitĂ© – UniversitĂ€tsmedizin Berlin angeboten. Durch Fusion der medizinischen Fachbereiche von FU und HU entstand 2003 die gemeinsame FakultĂ€t beider UniversitĂ€ten unter dem Namen CharitĂ© mit mehreren großen Standorten.

Die juristische FakultĂ€t stellt mit ĂŒber 3.000 Immatrikulierten die grĂ¶ĂŸte Studentengruppe, wĂ€hrend den Magister-Studiengang Balkanologie nur ca. 20 Studenten belegen.

StudienabschlĂŒsse

Je nach Studienrichtung ist die Erlangung der akademischen Grade Diplom, Magister, Bachelor, Master und das Staatsexamen möglich. Zudem besitzt die FU das Promotions- und Habilitationsrecht.

Derzeit erfolgt die flĂ€chendeckende EinfĂŒhrung von Master- und BachelorstudiengĂ€ngen. WĂ€hrend der bis voraussichtlich 2006/2007 dauernden Umstellungsphase können neue und alte AbschlĂŒsse parallel studiert werden. Die letztmalige Bewerbung fĂŒr alte StudiengĂ€nge wie den Magister war zum Sommersemester 2006 möglich. Mit der Umstellung nimmt die UniversitĂ€t am Bologna-Prozess teil, der das Hochschulwesen in Europa harmonisieren soll. Die Struktur des Studiums ist modularisiert, ergĂ€nzend erfolgt die Leistungsbewertung durch das European Credit Transfer System (ECTS).

StudienanfĂ€nger mĂŒssen sich fĂŒr ihr gewĂŒnschtes Fach bei der FU direkt, oder in wenigen FĂ€llen ĂŒber die Stiftung fĂŒr Hochschulzulassung, bewerben. In einigen FĂ€chern ist eine Immatrikulation nur zum Winter- oder Sommersemester möglich. Alle FĂ€cher der FU haben eine begrenzte Studienplatzzahl (NC), dies bedeutet, es wird jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von Neuzulassungen pro Studiengang, das heißt StudienplĂ€tzen fĂŒr Studierende im ersten Semester festgelegt. Dies bedeutet, dass der Immatrikulation an der Freien UniversitĂ€t in jedem gewĂŒnschten Fach zumindest die fristgemĂ€ĂŸe Bewerbung vorausgesetzt ist.

ZusÀtzlich kann jeder Student im Sprachlabor Sprachen, mit internationalen akkredierten Sprachzertifikat (UNIcert), erlernen.

PrĂŒfungsberatung

1994 wurde die so genannte „obligatorische PrĂŒfungsberatung“ eingefĂŒhrt; seitdem mĂŒssen sich Studenten bei Überziehen der Regelstudienzeit im Grund- und Hauptstudium einer PrĂŒfungsberatung unterziehen; gemeinsam mit einem Hochschullehrer wird der Leistungsstand erörtert. Seit 2001 ist mit der PrĂŒfungsberatung auch eine Leistungskontrolle verbunden, die zu einem möglichst zĂŒgigen Studienabschluss fĂŒhren soll: Weisen Studenten keine ausreichenden Studienleistungen nach, werden schriftliche Auflagen erteilt, die es innerhalb von zwei Semestern zu erfĂŒllen gilt. Ansonsten erfolgt die Wiederholung der PrĂŒfungsberatung mit einer zweisemestrigen Nachfrist. Schließen Studenten ihr Studium dann nicht ab, erfolgt automatisch die Zwangsexmatrikulation, gleiches gilt auch bei einem VersĂ€umnis der Beratungen. Diese Maßnahme soll die Quote der Langzeitstudenten senken. Gegner aus der Studentenschaft sprechen daher auch von „Zwangsberatung“.

StudiengebĂŒhren und Semesterticket

An der FU Berlin wird derzeit ein Semesterbeitrag von mindestens 246,68 Euro erhoben (fĂŒr Langzeitstudenten erhöht sich dieser Betrag je nach Überschreitung der Regelstudienzeit). Dieser setzt sich aus der Immatrikulations-/RĂŒckmeldegebĂŒhr, dem Sozialbeitrag fĂŒr das Studentenwerk Berlin (fĂŒr Langzeitstudenten erhöht) und dem Beitrag zur Studierendenschaft zusammen. Außerdem ist in dem Beitrag auch ein Semesterticket enthalten, mit dem der Öffentliche Personennahverkehr im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (Tarifbereich Berlin ABC) fĂŒr sechs Monate genutzt werden kann.[15] StudiengebĂŒhren werden, wie an anderen öffentlichen Hochschulen im Land Berlin, nicht erhoben.

E-Learning

Bereits seit einigen Jahren investiert die Freie UniversitĂ€t Berlin in die Entwicklung und Umsetzung von multimedialen Lehr- und Lernmethoden (z. B. Statistiklabor). Die Implementierung von E-Learning ist ein wichtiger Baustein in der Modernisierung der Lehre an Berlins grĂ¶ĂŸter UniversitĂ€t und so ist es das langfristige Ziel, das Konzept von blended learning flĂ€chendeckend umzusetzen. Blended learning bedeutet an der FU Berlin eine ErgĂ€nzung und Bereicherung der PrĂ€senzlehre durch Online-AktivitĂ€ten. Eckpfeiler der E-Learning-Gesamtstrategie sind das Lenkungsgremium E-Learning des PrĂ€sidiums, das Kompetenzzentrum fĂŒr E-Learning und Multimedia (CeDiS), die zentrale Lernplattform (Blackboard) und ein hochschulinternes Förderprogramm. Anfang Juli 2005 hat die FU Berlin außerdem eine Förderzusage des Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung in Höhe von knapp 1,7 Millionen Euro fĂŒr das neue Großprojekt „FU e-Learning“ (FUeL) bekommen. Projektziel ist die nachhaltige und flĂ€chendeckende Verankerung von E-Learning in der Lehre.

Wissenschaftler, Alumni und EhrenbĂŒrger der FU (Installation im Henry-Ford-Bau)

Mit der FU Berlin verbundene Personen

Die nationale und internationale Bedeutung der Freien UniversitĂ€t Berlin veranschaulichen zahlreiche namhafte Professoren, Wissenschaftler, bekannte Alumni und weitere berĂŒhmte, mit der Hochschule verbundene Personen.

Siehe: Liste der mit der Freien UniversitÀt Berlin verbundenen Personen

Rankings

Im Ranking der britischen Zeitung The Times von 2009 der insgesamt 200 besten UniversitĂ€ten der Welt belegt die FU Berlin weltweit Platz 94 und konnte sich damit gegenĂŒber 2005 um 78 PlĂ€tze verbessern. Damit liegt sie in Deutschland insgesamt auf Platz drei.[16]

Im Bereich der weltweit 100 besten UniversitĂ€ten fĂŒr Kunst und Geisteswissenschaften („Top 100 Universities for Arts and Humanities“) erlangt die FU-Berlin in dem Ranking der Times 2008 weltweit Platz 24 und ist damit Deutschlands beste UniversitĂ€t fĂŒr Geisteswissenschaften. Die FU liegt mit dem Ergebnis europaweit auf Platz drei, hinter Oxford und Cambridge, den besten UniversitĂ€ten fĂŒr Geisteswissenschaften.[17]

Im World University Ranking 2011/12 der Times Higher Education erreichte die FU Platz 151 und ist in Deutschland auf Platz sechs.[18]

Sonstiges

Wetterstation des Meteorologischen Instituts

Namensvergabe von meteorologischen Druckgebilden

Die Namen fĂŒr die Tief- und Hochdruckgebiete, die das Wetter in Europa beeinflussen, werden seit 1954 vom Meteorologischen Institut der Freien UniversitĂ€t Berlin vergeben. Die FU ist neben dem Wetterdienst der USA weltweit die einzige Institution, welche Namen fĂŒr Druckgebilde vergibt. Seit 1998 erfolgt die Namensvergabe in jĂ€hrlich wechselndem Turnus: In geraden Jahren erhalten die Tiefdruckgebiete weibliche und die Hochdruckgebiete mĂ€nnliche Vornamen, in ungeraden Jahren ist dies umgekehrt.

Das Meteorologische Institut hat Ende 2002 die „Aktion Wetterpate“ ins Leben gerufen. Über das Internet kann man eine Patenschaft fĂŒr meteorologische Druckgebilde ĂŒbernehmen. Der Pate kann dann den Namen bestimmen, auf den das Tief oder Hoch von der UniversitĂ€t getauft werden soll und erhĂ€lt ausfĂŒhrliches Material wie Wetterkarten, Urkunden und die „Lebensgeschichte“ des Druckgebildes. Das Geld kommt der studentischen Wetterbeobachtung am Institut auf dem Fichtenberg zugute.[19]

Roboterfußball

Die FU-Fighters, von Wissenschaftlern und Studenten des Instituts fĂŒr Informatik entwickelte Fußball spielende Roboter, wurden 2004 und 2005 Weltmeister in der Smallsize-Liga des RoboCup. Bereits in den WettkĂ€mpfen der Jahre 1999, 2000 und 2003 konnte das Team den Titel des Vize-Weltmeisters erringen und auch beim RoboCup German Open 2005 wurde die Mannschaft Sieger. Roboterfußball ist die Umsetzung des bekannten Mannschaftsspiels Fußball fĂŒr mobile Roboter auf der Basis kĂŒnstlicher Intelligenz.

Seit 2006 werden die FUmanoids, humanoide Fußball-Roboter entwickelt, die in der Humanoid-Kidsize-Liga antreten. Diese haben beim RoboCup 2009 und 2010 jeweils den Titel des Vize-Weltmeisters errungen. Ferner haben sie 2010 die Technical-Challenge gewonnen.

Kinderuni

Die FU veranstaltet jĂ€hrlich im Sommer eine sogenannte „Kinderuni“. SchĂŒler der zweiten bis sechsten Klasse können dabei an speziell fĂŒr sie konzipierten Veranstaltungen („Mit-mach-Kurse“) teilnehmen. Dort bringen Hochschullehrende den Kindern in Workshops und Vorlesungen vor allem naturwissenschaftliche Themen verstĂ€ndlich nĂ€her und beantworten ihre Fragen. Die UniversitĂ€t arbeitet dabei mit den Schulen und der Wirtschaft zusammen.[20]

Siehe auch

Literatur

  • Ahrens, Rotraud; August, Ursula, Meißner, Bettina (u. a.): Villen, Rost- und Silberlauben. Baugeschichtliche SpaziergĂ€nge ĂŒber den Campus der Freien UniversitĂ€t. Berlin 1993, ISBN 3-930208-01-6
  • Bauwelt 34/2005. (2. Sept. 2005, 96. Jahrg.) Sonderdruck fĂŒr die Freie UniversitĂ€t Berlin, Bauverlag, GĂŒtersloh 2005, ISSN 0005-6855
  • Freie UniversitĂ€t Berlin (Hrsg.): Studienhandbuch 2005/2006. Mercedes-Druck, Berlin 2005, ISSN 0941-0155
  • Heintzen, Markus; Kruschwitz, Lutz: Die Freie UniversitĂ€t Berlin als StiftungsuniversitĂ€t (= Abhandlungen zu Bildungsforschung und Bildungsrecht; ABB 11). Verlag Duncker & Humblot, Berlin 2002, ISBN 3-428-10874-4
  • Heinrich, Klaus: Erinnerungen an das Problem einer freien UniversitĂ€t (1967). In: der gesellschaft ein bewusstsein ihrer selbst zu geben. Reden und kleinere Schriften 2. Basel/Frankfurt am Main: Stroemfeld/Roter Stern 1998, S. 9–29. ISBN 3-87877-612-8
  • Kubicki, Karol; Lönnendonker, Siegward (Hrsg.): 50 Jahre Freie UniversitĂ€t Berlin – aus der Sicht von Zeitzeugen (1948–1998). Berlin: (Zentrale UniversitĂ€tsdruckerei) 2002. ISBN 3-929532-60-3
  • Kubicki, Karol; Lönnendonker, Siegward: Die Freie UniversitĂ€t Berlin 1948–2007. Von der GrĂŒndung bis zum Exzellenzwettbewerb. Göttingen: (Vandenhoeck und Ruprecht V&R unipress) 2008. ISBN 978-3-89971-474-6
  • Lönnendonker, Siegward: Freie UniversitĂ€t Berlin 1948–1988. Eine deutsche Hochschule im Zeitgeschehen. Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Spiess 1988. ISBN 3-89166-921-6
  • Lönnendonker, Siegward; Fichter, Tilman unter Mitarbeit von Claus Rietzschel: Freie UniversitĂ€t Berlin 1948–1973 – Hochschule im Umbruch (Zeittafeln und Dokumente, im Auftrage des PrĂ€sidenten zum 25-jĂ€hrigen Bestehen der FU)
    • Teil I 1945–1949 „GegengrĂŒndung wozu?“, Berlin: 1973 (71 Seiten DIN A4 in 9° und 10°)
    • Teil II 1949–1957 „Konsolidierung um jeden Preis“, Berlin: 1974 (152 S.)
    • Teil III 1958–1964 „Auf dem Weg in den Dissens“, Berlin: 1974 (200 S.)
    • Teil IV 1964–1967 „Die Krise“, Berlin: 1975 (479 S.)
    • Teil V 1967–1969 „Gewalt und Gegengewalt“, Berlin: 1983 (455 S.)zusammen mit Jochen Staadt
    • Teil VI 1969–1973 „Die oktroyierte Reform“ Berlin: 1990. 457 S. Autoren: Jahn, Peter; Kleinert, Annemarie; Staadt, Jochen:
  • Lönnendonker, Siegward: Freie UniversitĂ€t Berlin – GrĂŒndung einer politischen UniversitĂ€t. Berlin: Verlag Duncker & Humblot 1988. ISBN 3-428-06490-9
  • Meichsner, Dieter: Die Studenten von Berlin. Frankfurt am Main: Schöffling-Verlag 2003. ISBN 3-89561-146-8
  • Prell, Uwe; Wilker, Lothar: Die Freie UniversitĂ€t Berlin 1948 – 1968 – 1988: Ansichten und Einsichten. Berlin: BWV – Berliner Wissenschafts-Verlag 1988. ISBN 3-87061-353-X
  • Schlicht, Uwe: Freie UniversitĂ€t Berlin. Berlin: Nicolaische Verlagsbuchhandlung 1998. ISBN 3-87584-719-9
  • PrĂ€sidium der Freien UniversitĂ€t Berlin (Hrsg.): Zukunft von Anfang an. Eine Ausstellung zur Geschichte und zum Profil der Freien UniversitĂ€t Berlin. Begleitband. Berlin: dahlem university press 2004. ISBN 3-934504-15-9
  • PrĂ€sidium der Freien UniversitĂ€t Berlin (Hrsg.): Wissenschaft in Dahlem. Ein Spaziergang durch die Forschungslandschaft. Freie UniversitĂ€t Berlin im Einsteinjahr 2005. Berlin: dahlem university press 2005. ISBN 3-934504-17-5
  • Tent, James F.: Freie UniversitĂ€t Berlin 1948–1988. Eine deutsche Hochschule im Zeitgeschehen. Berlin: Colloquium Verlag. Berlin 1988. ISBN 3-7678-0744-0

Weblinks

 Commons: Freie UniversitĂ€t Berlin â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d fu-berlin.de: Zahlen und Fakten. Abgerufen: 12. Dezember 2010
  2. ↑ http://www.fu-berlin.de/universitaet/leitbegriffe/persoenlichkeiten/rektoren/redslob/index.html abgerufen am 21. Oktober 2011
  3. ↑ http://www.fu-berlin.de/universitaet/leitbegriffe/veritas-lustitia-libertas/index.html abgerufen am 21. Oktober 2011
  4. ↑ Elite-Unis, Jubel in den SĂŒdstaaten, Spiegel Online, 19. Oktober 2007
  5. ↑ Die Zeit: Ein Spendenskandal an der Freien UniversitĂ€t Berlin wird zum LehrstĂŒck ĂŒber Hochschulreformen, 1. Juli 2010 (Nr. 27)
  6. ↑ fu-berlin.de: Fachbereiche und Zentralinstitute. Stand: 8. April 2009
  7. ↑ FU-Chronik
  8. ↑ Artikel zum Henry-Ford-Bau von Gerwin Zohlen, Tagesspiegel, 2007
  9. ↑ Vergleiche: Freie UniversitĂ€t Berlin: UniversitĂ€tsbibliothek. Stand: 2009
  10. ↑ http://www.fu-berlin.de/forschung/profil/verbund/sfb/index.html Stand: Wintersemester 2011/2012, abgerufen am 4. September 2011.
  11. ↑ Freie UniversitĂ€t Berlin: Internationale NetzwerkuniversitĂ€t.Herausgegeben vom PrĂ€sidium der Freien UniversitĂ€t Berlin, 2008
  12. ↑ http://www.dakaberlin.de/index.php/ueber-uns/mitglieder
  13. ↑ destatis.de: Studierende an Hochschulen WS 2007/08 – Freie UniversitĂ€t Berlin
  14. ↑ fu-berlin.de: Zahlen und Fakten der Freien UniversitĂ€t Berlin, abgerufen im November 2008
  15. ↑ http://www.fu-berlin.de/studium/immatrikulation/gebuehren.html Stand: Wintersemester 2007/2008
  16. ↑ The Times: [1]
  17. ↑ The Times: Top 100 Universities for Arts and Humanities.
  18. ↑ Top Universities in Europa 2011-2012, abgerufen am 6. Oktober 2011.
  19. ↑ Aktion Wetterpate der FU Berlin
  20. ↑ fu-berlin.de: KinderUni der Freien UniversitĂ€t Berlin. Stand: 8. Dezember 2008

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