Freier Deutscher Gewerkschaftsbund

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Freier Deutscher Gewerkschaftsbund
Emblem des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes
Das heutige Geb√§ude der Chinesischen Botschaft in Berlin wurde f√ľr den FDGB als Hauptsitz errichtet

Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (abgek√ľrzt FDGB) war der Dachverband der etwa 15 Einzelgewerkschaften in der DDR.

Der FDGB war Mitglied des Weltgewerkschaftsbunds. 1986 waren die gr√∂√üten Einzelgewerkschaften die IG Metall (1,8 Mio. Mitglieder), die Gewerkschaft Handel, Nahrung und Genuss (1,1 Mio.), die IG Bau-Holz (950.000) und die Gewerkschaft der Mitarbeiter der Staatsorgane und Kommunalwirtschaft (840.000). Organ des FDGB war die Tageszeitung ‚ÄěTrib√ľne‚Äú.

Der Gewerkschaftsapparat war Bestandteil und Instrument des politisch-ideologischen Machtgef√ľges der SED und wie alle anderen Massenorganisationen der DDR zentralistisch und hierarchisch organisiert. Die kleinste Einheit war die Gewerkschaftsgruppe, dem die Mitarbeiter, staatlichen Leiter und Parteifunktion√§re eines Arbeitsbereichs angeh√∂rten. Aus diesem Kollektiv wurden die Vertrauensleute ‚Äď ideologisch verl√§ssliche Kollegen ‚Äď als unterste FDGB-Funktion√§re nominiert und in offener Abstimmung gew√§hlt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erster FDGB-Kongress 1946, Redner: Oberst Tulpanow

Gr√ľndung

Außenseiten einer FDGB-Mitgliedskarte von 1948
Innenseiten einer FDGB-Mitgliedskarte von 1948

Die Bildung von ‚Äěfreien Gewerkschaften‚Äú auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde am 10. Juni 1945 durch Befehl Nr. 2 der sowjetischen Milit√§radministration in Deutschland (SMAD) zugelassen. Schon am 2. Juni waren Vertreter der Gewerkschaftsbewegung mit der Bildung einer Einheitsgewerkschaft beauftragt worden. Am 13. Juni konstituierte sich auf Initiative der Gruppe Ulbricht der Vorbereitende Gewerkschaftsausschuss f√ľr Gro√ü-Berlin (V.G.f.G.-B), der eine ma√ügebliche Rolle zun√§chst beim Aufbau des FDGB Gro√ü-Berlin (der wegen des Vierm√§chtestatus Berlins eine eigenst√§ndige Organisation bildete) und dann des FDGB und seiner Bezirksverb√§nde spielte.

Im August 1945 hielt Ulbricht eine richtungweisende Rede, in der er die Forderung nach parteipolitischer Neutralit√§t einer Einheitsgewerkschaft ausdr√ľcklich ablehnte, in dem er diese als "Ausdruck der Furcht gewisser Kreise vor der einigenden Kraft der Arbeiterklasse" charakterisierte. Bei den Gro√ü-Berliner Delegiertenwahlen Ende 1945 errangen die Kommunisten 312 Mandate, die SPD 226 und die CDU 3 (17 waren parteilos). Die Gewerkschaftsvertreter r√ľckten schnell in wichtige Positionen in lokalen, regionalen und zentralen Verwaltungen ein und nahmen in der umgeformten Industrie- und Handelskammer ein Drittel der Sitze ein. Die Vereinigung der landesweit nach dem Krieg entstandenen Gewerkschaften erreichte ihren Abschluss auf dem ersten FDGB Kongress, der vom 9. bis 11. Februar 1946 stattfand.

Mit Widerst√§nden war die betriebliche Absicherung des FDGB verbunden. Im August 1945 scheiterten die Bem√ľhung der SMAD die Betriebsr√§te den Gewerkschaften strikt unterzuordnen und so die faktisch weitreichenden √∂konomischen und politischen Mitbestimmungsrechte einzuschr√§nken und eine zentrale Kontrolle √ľber spontane Basisaktivit√§ten im betrieblichen Bereich zu erlangen. Dies gelang erst in einer au√üen- und innenpolitisch ver√§nderten Konstellation 1947/48, durch die Schaffung der von der SED kontrollierten Betriebsgewerkschaftsleitung des FDGB. Die letzte Betriebsratswahl in der SBZ gab es 1947. Auf der Bitterfelder Konferenz im Herbst 1948 wurden die Betriebsr√§te de facto aufgel√∂st und in die Betriebsgewerkschaftsleitung √ľberf√ľhrt. Im selben Jahr spaltete sich die Unabh√§ngige Gewerkschaftsorganisation (UGO), die bis dahin st√§rkste Opposition innerhalb des FDGB, von der Einheitsgewerkschaft ab. Die UGO war als eigenst√§ndige Berufsorganisation mit R√ľcksicht auf den Westen zugelassen worden.

Von 1946 bis 1948 gab es insgesamt 9 vom Weltgewerkschaftsbund initiierte gesamtdeutsche Interzonen-Konferenzen, auf den in zentralen Fragen zunächst weitgehend Übereinstimmung herrschte. Es wurden gemeinsame Resolutionen u.a. zu den Themen Entnazifizierung, Mitbestimmung, Planwirtschaft und Bodenreform verabschiedet. Ab August 1948 gab es jedoch aufgrund politischer Entwicklungen, wie Kalter Krieg, aber auch wegen grundsätzlicher Meinungsunterschiede keine Fortsetzung der Interzonenkonferenzen.

Die ersten Mitglieder erhielten Mitgliedskarten zum Kleben der w√∂chentlichen Beitragsmarken. Diese Klappkarten waren nur f√ľr 18 Monate ‚Äď also 96 Wochen ‚Äď gedacht. Danach wurde die n√§chste Mitgliedskarte ausgeh√§ndigt. Auf der R√ľckseite dieser Klappkarten wurde die Mitgliedschaft in einer gewerkschaftlichen Organisation vor 1933 eingetragen, wodurch eine Anrechnung dieser Zeiten gew√§hrleistet wurde. Von Anfang an war es das Ziel des FDGB, Mitbestimmungsrechte in den Betrieben und Verwaltungen zu erlangen. Dadurch sollte die Interessensvertretung f√ľr seine Mitglieder gew√§hrleistet werden.

Nach der Wende

Im M√§rz 1990 wurde der FDGB f√ľr die Volkskammerwahl 1990 registriert, aber von der Wahlkommission nicht zugelassen.

Zum 30. September 1990 ‚Äď kurz vor der Wiedervereinigung ‚Äď l√∂ste sich der FDGB auf. Die Einzelgewerkschaften des FDGB schlossen sich ihren westdeutschen Pendants im DGB bis 1991 an.

Offizielles Gewerkschaftsverständnis

Die Verfassung der DDR in der Fassung von 1974 enthielt im Abschnitt ‚ÄěII. B√ľrger und Gemeinschaften in der sozialistischen Gesellschaft‚Äú ein eigenes Kapitel ‚ÄěDie Gewerkschaften und ihre Rechte‚Äú (Artikel 44 und 45).

‚ÄěArtikel 44
1 Die freien Gewerkschaften, vereinigt im Freien Deutschen Gewerkschaftsbund, sind die umfassende Klassenorganisation der Arbeiterklasse. Sie nehmen die Interessen der Arbeiter, Angestellten und Angehörigen der Intelligenz durch umfassende Mitbestimmung in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft wahr.
2 Die Gewerkschaften sind unabhängig. Niemand darf sie in ihrer Tätigkeit einschränken oder behindern.
3 Die Gewerkschaften nehmen durch die Tätigkeit ihrer Organisationen und Organe, durch ihre Vertreter in den gewählten staatlichen Machtorganen und durch ihre Vorschläge an die staatlichen und wirtschaftlichen Organe maßgeblich teil
an der Gestaltung der sozialistischen Gesellschaft,
an der Leitung und Planung der Volkswirtschaft,
an der Verwirklichung der wissenschaftlich-technischen Revolution,
an der Entwicklung der Arbeits- und Lebensbedingungen, des Gesundheits- und Arbeitsschutzes, der Arbeitskultur, des kulturellen und sportlichen Lebens der Werktätigen.
Die Gewerkschaften arbeiten in den Betrieben und Institutionen an der Ausarbeitung der Pläne mit. Sie leiten die Ständigen Produktionsberatungen.“[1]

Die Gewerkschaften des FDGB ihrerseits

‚Äěanerkennen die f√ľhrende Rolle der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, des marxistisch-leninistischen Vortrupps der deutschen Arbeiterklasse. Sie stehen fest zur SED und ihrem Zentralkomitee und schlie√üen als treue Helfer die Arbeiter, Angestellten und Angeh√∂rigen der Intelligenz eng um die Partei zusammen.‚Äú[2]

Die Aufgaben der Gewerkschaften werden in der FDGB-Satzung folgendermaßen definiert:

‚ÄěDie Gewerkschaften vertreten die materiellen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeiter, Angestellten und der Angeh√∂rigen der Intelligenz. Im Interesse der Arbeiterklasse tun sie das vor allem dadurch, da√ü sie in Aus√ľbung ihrer gro√üen Verantwortung f√ľr die materielle Produktion f√ľr die Entwicklung des sozialistischen Bewu√ütseins aller Gewerkschaftsmitglieder sorgen, die Mitglieder f√ľr die bewu√üte Teilnahme am Kampf um die st√§ndige Steigerung der Arbeitsproduktivit√§t auf der Basis der fortgeschrittensten Wissenschaft und Technik gewinnen und die ganze Arbeiterklasse und die Intelligenz zur Erf√ľllung der Volkswirtschaftspl√§ne mobilisieren mit dem Ziel der immer besseren Befriedigung der materiellen und kulturellen Bed√ľrfnisse der Werkt√§tigen und der allseitigen Entwicklung des Menschen der sozialistischen Gesellschaft. Zugleich verwirklichen die Gewerkschaften die Sorge um den Menschen, indem sie sich st√§ndig um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter, Angestellten und Angeh√∂rigen der Intelligenz k√ľmmern und daf√ľr eintreten, da√ü ihre Rechte gewahrt und ihre vielf√§ltigen Bed√ľrfnisse immer besser befriedigt werden.‚Äú[2]

Liste der Mitgliedsgewerkschaften

  • Industriegewerkschaft Bau-Holz entstanden 1950 aus
    • Industriegewerkschaft Bau und
    • Industriegewerkschaft Holz
  • Industriegewerkschaft Bergbau-Energie
    • Industriegewerkschaft Metallurgie war zwischen 1951 und 1958 ausgelagert
  • Industriegewerkschaft Chemie, Glas und Keramik
  • Industriegewerkschaft Druck und Papier
  • Gewerkschaft Gesundheitswesen
  • Gewerkschaft Handel, Nahrung und Genuss
  • Gewerkschaft Kunst
  • Gewerkschaft Land, Nahrungsg√ľter und Forst
  • Industriegewerkschaft Metall
  • Gewerkschaft der Mitarbeiter der Staatsorgane und der Kommunalwirtschaft
  • Industriegewerkschaft Textil-Bekleidung-Leder entstanden 1950 aus
    • Industriegewerkschaft Textil und
    • Industriegewerkschaft Bekleidung und
    • Industriegewerkschaft Leder
  • Industriegewerkschaft Transport und Nachrichtenwesen
  • Gewerkschaft Unterricht und Erziehung
  • Industriegewerkschaft Wismut
  • Gewerkschaft Wissenschaft
  • Gewerkschaft der Zivilbesch√§ftigten der NVA

Organe und Funktionäre

Die h√∂heren Funktion√§re, Abteilungsgewerkschaftsleiter (AGL) bis zum Leiter der Zentralen Betriebsgewerkschaftsleitung (BGL) in Kombinaten waren in der Regel linientreue Mitglieder der SED, in Einzelf√§llen auch von Blockparteien und meist hauptamtlich t√§tig. Vorsitzender des FDGB-Pr√§sidiums war nach dem Tod von Herbert Warnke 1975 bis zur politischen Wende 1989 Harry Tisch, zugleich Mitglied des SED-Politb√ľros. Stellvertretende Vorsitzende des Bundesvorstandes war von 1976 bis 1989 Prof. Johanna T√∂pfer, zugleich Mitglied des ZK der SED.

Danach wurde die Berliner FDGB-Bezirkschefin Annelis Kimmel Vorsitzende des Bundespr√§sidiums. Am 1. Februar 1990 wurde Helga Mausch (NDPD) als Vorsitzenden des Gesch√§ftsf√ľhrenden Vorstandes des FDGB gew√§hlt. Sie wurde bereits im Mai 1990 durch die Einsetzung eines Sprecherrates entmachtet.

Oberstes Organ war der FDGB-Kongress, der letzte regul√§re war der XI. Kongress im April 1987. Letzter Sitz des Bundesvorstandes war ein in den 1980er Jahren errichteter Neubau an der Jannowitzbr√ľcke in Berlin-Mitte (jetzt als Chinesische Botschaft genutzt).

Der FDGB hatte eine eigene Hochschule, die Gewerkschaftshochschule ‚ÄěFritz Heckert‚Äú in Bernau bei Berlin. Deren Rektor war von 1949 bis zu seinem Tod 1960 Hermann Duncker.

Aufgaben

Zu den Aufgaben des FDGB geh√∂rte neben der ideologischen T√§tigkeit in den Betrieben auch die Kantinenversorgung und die Vergabe von Ferienpl√§tzen sowie Krankenbesuche, Verleihung von Auszeichnungen und Pr√§mien, Geschenken zu besonderen Jubil√§en usw. bis zur Vergabe von Kuren. Der FDGB-eigene Feriendienst war der gr√∂√üte Anbieter von Urlaubsreisen im Tourismus in der DDR und unterhielt zahlreiche eigene FDGB-Ferienheime und Feriensiedlungen wie die 1962 er√∂ffnete FDGB-Urlaubersiedlung Klink an der M√ľritz. Der FDGB unterhielt auch Urlauberschiffe wie die Fritz Heckert, V√∂lkerfreundschaft und sp√§ter die moderne Arkona (vormalige Astoria). FDGB-Urlauber konnten zeitweise auch in Interhotels wie dem Hotel Neptun am Strand von Warnem√ľnde wohnen.

Hauptaufgabe der Gewerkschaft war es, die Planerf√ľllung zu gew√§hrleisten. Die FDGB-Gewerkschaften waren keine Arbeitnehmervertretung gegen√ľber der Betriebsleitung, da ein Gegensatz zwischen Betriebsleitung und Belegschaft in der DDR offiziell nicht existierte.

Der FDGB war dar√ľber hinaus f√ľr Arbeiter und Angestellte auch f√ľr die Sozialversicherung in der DDR zust√§ndig. Des Weiteren betrieb er mit der FAKULTA eine fakultative Rechtsschutz- und Haftpflichtunterst√ľtzungseinrichtung f√ľr im √∂ffentlichen Verkehr besch√§ftigte Mitglieder.[3]

Mitgliedschaft

Offiziell war die Mitgliedschaft im FDGB freiwillig, inoffiziell war eine berufliche Karriere als Nichtmitglied aber nur schwer m√∂glich. Die Beitrittsgeb√ľhr betrug eine Mark der DDR. Die Mitgliedsbeitr√§ge richteten sich nach dem Bruttolohn bzw. Bruttogehalt und wurden anfangs w√∂chentlich, sp√§ter monatlich gezahlt. Herangezogen wurden auch Grundstipendien bei Studenten, Renten, Zusatzrenten und Pensionen und Lohnausgleich im Krankheitsfall. Die verschiedenen Beitragsklassen wurden in der j√§hrlich angepassten Beitragsordnung festgelegt.

1986 waren 98% aller Arbeiter und Angestellten im FDGB organisiert und er hatte insgesamt 9,6 Mio. Mitglieder. Der FDGB war damit die gr√∂√üte ‚Äěgesellschaftliche Organisation‚Äú der DDR und hatte nach der SED mit 61 Abgeordneten die zweitst√§rkste Fraktion im DDR-Parlament Volkskammer. Er war damit nominell einer der gr√∂√üten Gewerkschaftverb√§nde der Welt. FDGB-Mitglieder konnten verschiedene Verg√ľnstigungen, wie Fahrpreiserm√§√üigungen bei der Deutschen Reichsbahn anl√§sslich von Fahrten zu FDGB-Urlaubszielen und √Ąhnliches in Anspruch nehmen. Bis in die 1950er Jahre wurde Sterbegeld gezahlt, dessen H√∂he von den gezahlten Beitr√§gen abhing. Unabh√§ngig von der Dauer einer Mitgliedschaft wurde ein Unfallsterbegeld gezahlt. Zugeordnet war auch eine Kasse der gegenseitige Hilfe. Hier wurden von Fall zu Fall einmalige finanzielle Beihilfen oder zinslose Darlehen gezahlt, wenn H√§rtef√§lle auftraten.

Das Mitgliedsbuch (Stand 1980)

Das Mitgliedsbuch enthielt auf Seite 3 die pers√∂nlichen Daten des Mitglieds, Name, Geburtsdatum. Seite 4 begann mit Ununterbrochene Mitgliedschaft in einer anerkannten Gewerkschaftsorganisation vor 1933; gefolgt vom Absatz Mitglied im FDGB. Seite 5, 6 und 7 sahen Eintragungen f√ľr Gewerkschaftliche Funktionen vor. Seite 8 war f√ľr Eintragungen √ľber Mitgliedschaften in Teilgewerkschaften oder ruhende Mitgliedschaft. Auf Seite 9 wurden die bisher gezahlten Beitr√§ge seit 1949 aufgef√ľhrt, mit einer Spalte f√ľr j√§hrliche Fortschreibungen. Seite 10 bis 29 sahen den Platz f√ľr die monatlichen Beitragsklebemarken vor ‚Äď daneben jeweils, deutlich gr√∂√üer, blieb Raum f√ľr Solidarit√§tsmarken, die den geleisteten Betrag auswiesen. Auf dem Fu√ü der Seite war Platz f√ľr die Stempelung und Abzeichnung der Buchkontrolle. Seiten 30 bis 40 waren dann noch einmal vorgesehen f√ľr Sonder- und Solidarit√§tsmarken.

J√§hrlich wurden regelm√§√üig Sondermarken mit geleistetem Geldbetrag zum 1. Mai vorgesehen. Seite 36 lie√ü Raum f√ľr Gewerkschaftliche Auszeichnungen und Ehrungen, Seiten 37 bis 39 Angaben √ľber den Besuch von Gewerkschaftsschulen. Auf Seite 40 wurde die Teilnahme an Gewerkschaftswahlen in der Grundorganisation dokumentiert, auf Seite 41 die Teilnahme an Delegiertenkonferenzen der Vorst√§nde des FDGB und der IG/Gew. Seite 42 und 43 war f√ľr den Ausweis von Gewerkschaftlichen Leistungen ‚Äď Krankengeldunterst√ľtzung vorgesehen. Seite 44 und 45 Gewerkschaftliche Leistungen, z. B.: Ferien-, Kur-, sonstige soziale Zusch√ľsse, Geburtenhilfe Ehrengaben f√ľr langj√§hrige Mitgliedschaft. Aufgef√ľhrt wurden z. B. die Reisetermine und der Urlaubsort. Seite 46 sah den Ausweis Regelm√§√üiger Unterst√ľtzungen vor. Auf Seite 47 bis 48 wurden mit Stempel der Deutschen Reichsbahn Fahrpreiserm√§√üigung f. Ferienreisen ausgewiesen. Als Fu√ünote dazu: Bei Fahrkartenkontrollen das Mitgliedsbuch vorzeigen.

FDGB-Kongresse

1. Kongress 9.‚Äď11. Februar 1946 (Gr√ľndungs-Kongress)

2. Kongress 17.‚Äď19. April 1947

3. Kongress 30. August ‚Äď 3. September 1950

4. Kongress 15.‚Äď20. Juni 1955

5. Kongress 26.‚Äď31. Oktober 1959

6. Kongress 19.‚Äď23. November 1963

7. Kongress 6.‚Äď10. Mai 1968

8. Kongress 26.‚Äď30. Juni 1972

9. Kongress 16.‚Äď19. Mai 1977

10. Kongress 21.‚Äď24. April 1982

11. Kongress 22.‚Äď25. April 1987

12. Kongress (Au√üerordentlicher Kongress des FDGB) 31. Januar ‚Äď 1. Februar 1990

13. Kongress 14. September 1990 beschließt die Auflösung des FDGB

Literatur

  • Wolfgang Eckelmann, Hans-Hermann Hertle, Reiner Weinert: FDGB Intern, Innenansichten einer Massenorganisation, Treptower Verlagshaus GmbH 1990, ISBN 3-7303-0635-9
  • Christoph Kle√ümann: Die doppelte Staatsgr√ľndung. Deutsche Geschichte 1945-1955. 5. Aufl. G√∂ttingen 1991, S. 129-135. ISBN 3-525-36228-5
  • Matthias Loeding, Uwe Rosenthal: Aufbau und Institutionalisierung gewerkschaftlicher und betriebsverfassungsrechtlicher Interessenvertretungen in den Neuen Bundesl√§ndern. Hamburg 1998, ISBN 3-86064-691-5
  • Matthias Loeding, Uwe Rosenthal: Ein Jahrzehnt Gewerkschaftseinheit: ein historischer R√ľckblick auf Rolle und Strategien des Deutschen Gewerkschaftsbundes und zwei seiner Einzelgewerkschaften im Proze√ü staatlicher und gewerkschaftlicher Vereinigung. In: Beitr√§ge zur Geschichte der Arbeiterbewegung 43, 4, 2001, S. [3]‚Äď44. ISSN 0942-3060.
  • Matthias Loeding, Uwe Rosenthal: Zwischen Selbstfindung und Aufl√∂sung: die Abwicklung des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes im politischen Zerfallsproze√ü der DDR; (Oktober 1989 bis September 1990) Teil 1. In: Beitr√§ge zur Geschichte der Arbeiterbewegung 41, 4, 1999, S. 65‚Äď81. ISSN 0942-3060.
  • Matthias Loeding, Uwe Rosenthal: Zwischen Selbstfindung und Aufl√∂sung: die Abwicklung des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes im politischen Zerfallsproze√ü der DDR; (Oktober 1989 bis September 1990) Teil 2. In: Beitr√§ge zur Geschichte der Arbeiterbewegung 42, 1, 2000,[4] S. 63‚Äď77. ISSN 0942-3060.
  • Matthias Loeding, Uwe Rosenthal: Stadien der Betriebsr√§tebewegung in der SBZ: eine Skizze. In: Beitr√§ge zur Geschichte der Arbeiterbewegung 41, 1, 1999, S. 35‚Äď57. ISSN 0942-3060.

Weblinks

 Commons: Freier Deutscher Gewerkschaftsbund ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Verfassung der DDR von 1968 in der ge√§nderten Fassung vom 7. Oktober 1974
  2. ‚ÜĎ a b Satzung des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes, Beschlossen auf dem 7. FDGB-Kongre√ü, in: Bundesvorstand des FDGB (Hrsg.), Handbuch f√ľr den Gewerkschaftsfunktion√§re. Dokumente, Gesetze, Verordnungen, Beschl√ľsse, Berlin (Verlag Trib√ľne) 1970
  3. ‚ÜĎ Meyers Universal Lexikon in vier B√§nden, Band 1, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1. Auflage 1978, Lizenznummer 433 130/86/78, S. 681
  4. ‚ÜĎ Trafoberlin.de, abgerufen 4. Januar 2011

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