Freimaurer

ï»ż
Freimaurer
Symbol der Freimaurerei

Die Freimaurerei, auch Königliche Kunst genannt, fördert nach eigenem DafĂŒrhalten weltweit BrĂŒderlichkeit und HumanitĂ€t. In allen ihren AusprĂ€gungsformen zĂ€hlt sie weltweit aktuell etwa fĂŒnf Millionen Mitglieder. Ihrer Selbstdarstellung zufolge vereint sie Menschen aller sozialen Schichten, Bildungsgrade und religiösen Vorstellungen und diene der geistigen und ethischen Selbstvervollkommnung.[1]. Die Konstitution der ersten Großloge wurde am 28. Februar 1723 im Postboy öffentlich beworben. Sie bildet die Grundlage der heutigen Freimaurerei. Die Freimaurerei ist weltweit in Logen organisiert, im Rahmen der frĂŒhen AufklĂ€rung ursprĂŒnglich als MĂ€nnerbund gegrĂŒndete bĂŒrgerliche Vereine und betreibt in vielen LĂ€ndern Öffentlichkeitsarbeit.[F 1]. Ähnlich wie die Lesegesellschaften der frĂŒhen AufklĂ€rung dienen die Freimaurer zur EinĂŒbung des öffentlichen Disputs und der Weiterbildung der Mitglieder, wobei sich die Teilnehmer im Gegensatz zu politischen GeheimbĂŒnden intern politisch religiöser Äußerungen enthalten.

Freimaurer verpflichten sich zu Verschwiegenheit ĂŒber freimaurerische Erkennungszeichen, Rituale und vertrauliche Informationen anderer Mitglieder. Dies ermöglicht den freien Ideen- und Meinungsaustausch nach innen. GrundsĂ€tzlich sind die meisten Rituale in einschlĂ€giger Literatur nachzulesen.[2]. Die Symbolik und Zeremonien der freimaurerischen Treffen wurde auf die mittelalterliche BauhĂŒttentradition und die Rituale des Tempelordens zurĂŒckgefĂŒhrt. Die Treffen haben eine quasireligiösen, meditativen Charakter, wobei gelegentlich die Grenze zur sinnlosen Esoterik und phantasievollen Geheimnistuerei ĂŒberschritten wurde[3].

Nach außen wirken Freimaurer durch karitative Arbeit und Förderung von Bildung und AufklĂ€rung.[F 2] Zwei der bekanntesten freimaurerischen Symbole sind Winkel und Zirkel (In Amerika mit dem zentralen Buchstaben „G“).

Inhaltsverzeichnis


Symbole und Etymologie

Der Begriff Freimaurer ist eine LehnĂŒbersetzung des 18. Jahrhunderts fĂŒr englisch Freemason. Im 15. Jahrhundert bezeichnete er die in BauhĂŒtten organisierten Steinbildhauer oder Baumeister, die freestone-masons, im Gegensatz dazu waren die roughstone-masons eher fĂŒr die gröberen Arbeiten zustĂ€ndig. Die geschichtlich ĂŒberlieferten Symbole wie Maurerkelle, Winkelmaß und Zirkel gehören heute noch zum Inventar der Freimaurer.

Ziele der Freimaurerei

Ziele und Werte der Freimaurerei leiten sich aus ihrer Entstehungsgeschichte ab. Die Gemeinschaft entstand aus den mittelalterlichen Steinmetzbruderschaften (siehe: Geschichte der Freimaurerei). Einen wichtigen Teil ihrer Symbole und Werte entnahmen Freimaurer der BauhĂŒttenkultur. Je nach Großloge bekennen sich viele Freimaurer zu einem Schöpfungsprinzip, das sie den AllmĂ€chtigen Baumeister aller Welten nennen. Symbole vermitteln gemeinsame Werte und Ideen. Die Weltbruderkette symbolisiert internationale Verbundenheit und die BrĂŒderlichkeit aller Menschen.

Das gegenseitige Versprechen zur Verschwiegenheit dient nicht der GeheimniskrĂ€merei, sondern soll PrivatsphĂ€re bieten. In Diskussionen ist Streit ĂŒber politische und religiöse GegenstĂ€nde verpönt. Ebenso sind Freimaurer zum Respekt vor den Gesetzen des eigenen Landes verpflichtet. Der Sitz der Logen, ihre Vorsitzenden, ihre Satzungen sind bekannt, ihre Schriften und Beschreibungen von Ritualen der Freimaurerei sind fĂŒr jeden in Stadtbibliotheken und Archiven öffentlich zugĂ€nglich und sind daher im Gegensatz zu verschwörungstheoretischen Darstellungen kein „verschwörerischer Geheimbund“ im Sinne einer konspirativ-politischen UntergrundtĂ€tigkeit[4].

Der Großteil der freimaurerischen Werte entstammt dem Zeitalter der AufklĂ€rung. Im Folgenden dargestellt als fĂŒnf Grundpfeiler der Freimaurerei: Freiheit, Gleichheit, BrĂŒderlichkeit, Toleranz und HumanitĂ€t[5]

  1. Freiheit soll verwirklicht werden durch die Freiheit vor UnterdrĂŒckung und Ausbeutung als Grundvoraussetzung der Freiheit des Geistes und der individuellen Verwirklichung.
  2. Gleichheit bedeutet Gleichheit der Menschen ohne Klassenunterschiede und Gleichheit vor dem Gesetz.
  3. BrĂŒderlichkeit wird verwirklicht durch Sicherheit, Vertrauen, FĂŒrsorge, Mitverantwortung und der VerstĂ€ndigung mit- und untereinander.
  4. Toleranz wird gelebt durch aktives Zuhören und VerstÀndnis anderer Meinungen.
  5. HumanitĂ€t umfasst die Summe aller vorherigen vier GrundsĂ€ulen und wird durch den „Tempel der HumanitĂ€t“ symbolisiert, an dem Freimaurer arbeiten.

Das Ziel der Freimaurerei liegt darin, diese GrundsĂ€tze im Alltag zu leben, und so das Gute in der Welt zu fördern. Im freimaurerischen Sinn bedeutet HumanitĂ€t die Lehre von der WĂŒrde des Menschen. In den Logen sehen Freimaurer daher bei ihrer Arbeit von allen gesellschaftlich bedingten Unterschieden ab, der Mensch an sich steht im Mittelpunkt. SinngemĂ€ĂŸ heiß es in Mozarts Oper Die Zauberflöte: „Er ist Prinz, noch mehr, er ist ein Mensch!“.[Lennhoff 1]

Rituale und Grade

Tempelarbeit

Hauptartikel: Tempelarbeit

Die geschlossene rituelle Versammlung der Freimaurer wird als Tempelarbeit bezeichnet und verfolgt das Ziel einer freimaurerischen Sozialisation. Es vermittelt dem Einzelnen durch eine mĂŒndlich ĂŒberlieferte Methode die freimaurerischen Werte durch Symbole und Allegorien, wobei Verstand und GefĂŒhl gleichermaßen angesprochen werden. Der Freimaurer wird dabei nicht auf religiöse Inhalte oder metaphysische GlaubenssĂ€tze verpflichtet.

Grade

Hauptartikel: Grad (Freimaurerei)

Die Freimaurerei gliedert sich grundsÀtzlich in drei Grade (Lehrling, Geselle und Meister). Sie werden auch als blaue Johannisfreimaurerei bezeichnet. Sie stellen keine Hierarchie dar, sondern symbolisieren den Weg der persönlichen Weiterentwicklung.

Erster Grad Bronze-Plastik von Jens Rusch: „Rauher Stein“

Durch seine Initiation in den Lehrlingsgrad, der Stufe der Selbsterkenntnis, wird der Lehrling in die Lage versetzt, seine menschliche Unvollkommenheit erkennen zu können. Sie wird durch den rauen Stein symbolisiert. Als stets unvollkommener Mensch bedarf er der Hilfe anderer Menschen. Dabei soll er sich der Bedeutung von Menschlichkeit und BrĂŒderlichkeit bewusst werden. Durch seine kontinuierliche Arbeit an sich selbst möchte er sich symbolisch gesprochen zu einem Baustein des Tempels der HumanitĂ€t entwickeln. Je nach seinen FĂ€higkeiten, ĂŒblicherweise nach einem Jahr, wird er in den Gesellengrad befördert, dessen Symbol der kubische Stein ist. Der Geselle soll lernen, sich in Selbstbeherrschung zu ĂŒben als Voraussetzung, damit die behauenen und winkelgerechten Steine wirklich zu einem gemeinsamen Tempelbau der HumanitĂ€t zusammenpassen. Dabei vervollkommnet er idealerweise seine sozialen Beziehungen zu seinen MitbrĂŒdern und Mitmenschen. Der Freimaurer-Meister möchte sich der VergĂ€nglichkeit des menschlichen Lebens bewusst werden. Dem Meister-Grad ist symbolisch das Reißbrett zugeordnet. Der Meister ĂŒberschaut und durchdenkt seinen Lebensplan. Durch das Vorbild seiner Zeichnung wird er seine Erfahrung weitergeben. Er trĂ€gt höhere Verantwortung und ĂŒbernimmt weitere Aufgaben. Von der Arbeit der vorherigen Grade ist er damit nicht entbunden.

ZusĂ€tzlich gibt es verschiedene so genannte Hochgradsysteme. Sie fĂŒhren nicht darĂŒber hinaus, sondern vertiefen die Lehren des Lehrlings-, Gesellen- und Meistergrades, daher werden sie als Erkenntnis- oder Vervollkommnungsstufen bezeichnet.

Aufnahme

Initiation eines „Suchenden“. Kupferstich, 1745 in Frankreich
Gesellen-Beförderung. Kupferstich, im frĂŒhen 18. Jahrhundert
Meister-Erhebung eines Gesellen. Stich, Ende 18. Jahrhundert

Die Aufnahmekriterien unterscheiden sich unwesentlich von Lehrart zu Lehrart, ein positiver Leumund ist Voraussetzung. DarĂŒber hinaus sollte ein Kandidat die VolljĂ€hrigkeit erreicht haben. Die Altersgrenze ist nicht bindend, sondern kann von jeder Loge modifiziert werden.

Viele „Suchende“ (so die freimaurerische Bezeichnung fĂŒr Aufnahmekandidaten) gelangen ĂŒber Empfehlung der BrĂŒder in eine Freimaurerloge, andere lernen auf GĂ€steabenden oder öffentlichen Veranstaltungen eine Loge und ihre Mitglieder kennen. Aktive Mitgliederwerbung wird abgelehnt, da ein Beitrittsgesuch aus eigener Motivation heraus erfolgen soll.

Wie Gotthold Ephraim Lessing in den FreimaurergesprĂ€chen Ernst und Falk schreibt, so reicht es nicht aus, „in einer gesetzlichen Loge aufgenommen worden“ zu sein, um Freimaurer genannt zu werden, sondern es bedarf der Einsicht und der Erkenntnis, „was und warum die Freimaurerei ist“. Die Wirkung der Freimaurerei erfolgt durch die tĂ€gliche Umsetzung ihrer Prinzipien in Alltag und Beruf durch gute „Taten, welche gute Taten entbehrlich machen sollen“.

Ein Suchender soll sich mit den Werten der Freimaurerei identifizieren und ein Interesse daran haben, an sich selbst zu arbeiten und sich aktiv zu beteiligen. Um dem Suchenden die Möglichkeit zu bieten, dies herauszufinden, werden mindestens fĂŒr ein halbes Jahr Besuche von GĂ€steabenden erwartet, die in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden stattfinden. Auch soll es sich um einen so genannten „freien Mensch von gutem Ruf“ handeln, da etwas Gegenteiliges darauf hindeutet, dass die Werte und Ideale der Person nicht denen der Freimaurerei entsprechen. Bei Kindern von Freimaurern, intern als „Lufton“ bezeichnet, kann bei einigen Großlogen und deren Logen die Aufnahmevorbereitungszeit abgekĂŒrzt werden, wenn der Freimaurer fĂŒr sein Kind bĂŒrgt. WĂ€hrend der Zeit seiner Besuche macht sich der Suchende mit den Logenmitgliedern vertraut und sucht einen (in manchen Logen zwei) BĂŒrgen, der ihn durch seine Jahre als Lehrling oder Geselle begleitet.

Der Aufnahmewillige wird von einem Aufnahmeausschuss zu seinem Wunsch, Freimaurer zu werden, befragt. Wenn sich der BĂŒrge fand und der Ausschuss eine positive Empfehlung ausgesprochen hat, folgt die so genannte Kugelung (Ballotage). Die BrĂŒder stimmen geheim ĂŒber die Aufnahme mittels weißer und schwarzer Kugeln ab. Werden eine oder zwei schwarze Kugeln geworfen, sollen diejenigen, die mit ihren schwarzen Kugeln dagegen stimmten, sich zu erkennen geben und ihre Entscheidung begrĂŒnden. Wenn sie keinen geeigneten Grund gegen die Aufnahme des Suchenden nennen können, wird die schwarze Kugel als eine weiße Kugel angesehen. Kommen drei oder mehr schwarze Kugeln in geheimer Abstimmung zusammen, gilt der Suchende als zurĂŒckgestellt oder abgewiesen. Das eigentliche Aufnahmeritual findet wĂ€hrend einer so genannten Tempelarbeit statt.

MitgliedsbeitrĂ€ge und Kosten fĂŒr typische freimaurerische Bekleidung (Schurz, Handschuhe, Bijou) werden fĂ€llig. Ebenso ist ein Kostenbeitrag fĂŒr die Beförderung und Erhebung in den Gesellen- und Meistergrad zu entrichten. Aufnahmewilligen mit schwachem finanziellem Hintergrund (Studenten, SchĂŒlern, Arbeitssuchenden etc.) werden meist Kosten erlassen oder gestundet.

Austritte sind ĂŒblich und werden als ehrenvolle Deckung bezeichnet. Wechsel zu Logen einer anderen Lehrart oder Großloge sind nicht ungewöhnlich.

Aufbauorganisation

Logen

Hauptartikel: Freimaurerloge

Alle Freimaurer verstehen sich unabhĂ€ngig von ihrem Grad oder ihren Aufgaben als gleichberechtigte BrĂŒder und treffen Entscheidungen ihrer Loge demokratisch.

Freimaurerlogen organisieren sich wie bĂŒrgerliche Vereine; ihnen stehen ein Vorsitzender (Meister vom Stuhl) und dessen Stellvertreter (Erster und Zweiter Aufseher) vor.

Wie bei eingetragenen Vereinen ĂŒblich, werden darĂŒber hinaus ein Schatzmeister und SchriftfĂŒhrer (SekretĂ€r) gewĂ€hlt. Gemeinsam bilden diese Beamten den Vorstand der Loge (Beamtenrat). DarĂŒber hinaus werden weitere Mitglieder mit besonderen Aufgaben betraut: der Redner (eine Besonderheit kontinentaler Logen), die Schaffner (zustĂ€ndig fĂŒr das Haus und die Verpflegung), der Gabenpfleger, Musikmeister, Archivar, Zeremonienmeister, dazu kommen AusschĂŒsse (z. B. Aufnahmeausschuss, Ehrengericht).

WĂ€hrend der rituellen Arbeiten haben einige der Beamten besondere Aufgaben; so wird die Arbeit vom Meister vom Stuhl geleitet, wĂ€hrend die Aufseher jeweils einem Teil der BrĂŒder (eingeteilt in zwei Kolonnen) vorstehen.

Großlogen

Ein Stuhlmeister wĂ€hrend einer freimaurerischen „Tempelarbeit“. Im Mai 1948 fand zum ersten Mal nach dem Verbot durch die Nazis im GebĂ€ude der Erlanger Freimaurerloge „Libanon zu den 3 Zedern“ in Erlangen der erste Großlogentag „Zur Sonne“ statt. Die USA, Frankreich und die Tschechoslowakei entsandten Vertreter.

Der Bund hat kein zentrales FĂŒhrungsgremium, sondern gliedert sich in einzelne unabhĂ€ngige, bĂŒrgerliche Vereine (Logen), die sich in DachverbĂ€nden (Großlogen/Großorienten) zusammenschließen und damit gegenseitig anerkennen. Diese DachverbĂ€nde benötigen eine Anerkennung durch Ă€ltere DachverbĂ€nde, um als Großlogen der Freimaurerei anerkannt zu werden.

Vor GrĂŒndung der United Grand Lodge of England (Vereinigte Großloge von England, UGLoE) 1717 gab es in LĂ€ndern wie England und Frankreich nur unorganisierte Freimaurerlogen, erst durch den Zusammenschluss von vier seit Jahren bestehenden Logen entstand die erste freimaurerische Großloge. 1773 entstand der zweite Dachverband, der Grand Orient de France (Großorient von Frankreich, GOdF).

Ausgehend von diesen drei DachverbĂ€nden organisiert sich heute die Freimaurerei weltweit in die von der Vereinigten Großloge von England und die vom GOdF ausgehende Freimaurerei. Weltweit wirken etwa 4 bis 5 Millionen Freimaurer in von der Vereinigten Großloge von England gestifteten Großlogen und 3 bis 3,5 Millionen in von der Grande Loge de France gestifteten Großlogen als Freimaurer. Der Großlogen-Dachverband der Vereinigten Großlogen von Deutschland ĂŒberwiegt zahlenmĂ€ĂŸig mit etwa 14.100 regulĂ€r freimaurerisch arbeitenden MĂ€nnern.

In den USA gibt es circa 1,8 Millionen regulĂ€re Freimaurer. Eine Ă€hnlich starke Verbreitung gibt es nur noch in Großbritannien, Frankreich und Skandinavien. Genauere Angaben sind momentan nicht zu ermitteln, da in den meisten Staaten die Mitgliedslisten der Logen nicht öffentlich zugĂ€nglich sind (eine Ausnahme bildet Norwegen). Man ist daher auf Angaben der jeweiligen Großlogen angewiesen.

Politik

In allen Lehrarten sind StreitgesprĂ€che ĂŒber Parteipolitik oder Religion (besonders konfessionelle) verboten. Dieses Verbot wurde erstmals in den Alten Pflichten schriftlich manifestiert. Die Alten Pflichten wurden im Auftrag der Ersten Großloge von England von Prediger James Anderson verfasst, 1723 veröffentlicht und gelten bis heute als freimaurerisches Grundgesetz fĂŒr alle Freimaurerlogen. In den Alten Pflichten heißt es:

„[
] Auch sollt ihr nichts tun oder sagen, das verletzen oder eine ungezwungene und freie Unterhaltung unmöglich machen könnte. Denn das wĂŒrde sich nachteilig auf unsere Eintracht auswirken und den guten Zweck vereiteln, den wir verfolgen. Deswegen dĂŒrfen keine persönlichen Sticheleien und Auseinandersetzungen und erst recht keine StreitgesprĂ€che ĂŒber Religion, Nation oder Politik in die Loge getragen werden.[F 3]“

Als ethisch-philosophische Gesellschaft engagiert sich die Freimaurerei „entschieden fĂŒr LegalitĂ€t und gegen IllegalitĂ€t“ und „macht es demgemĂ€ĂŸ ihren Mitgliedern zur unbedingten Pflicht, die Landesgesetze zu beachten“.[Lennhoff 2]

Im Grand Orient de France sind die Freimaurer und die dortigen Logen im politischen Alltag wesentlich prÀsenter.

1748 sprach sich der Freimaurer Montesquieu fĂŒr den Grundsatz einer demokratischen Gewaltenteilung der drei „politischen Gewalten“: Gesetzgebung, ausfĂŒhrende Gewalt und Rechtsprechung aus.[Lennhoff 2]

Am 24. Mai 1773 entstand in Frankreich die Grande Loge Nationale, der heutige Grand Orient de France (GOdF) und 1775 fand man in einem Rundschreiben die Worte „Das Gesetz ist der Ausdruck des Willens der Allgemeinheit!“, die sich ebenso wie die Idee der Gewaltenteilung Montesquieus am 26. August 1789 in der ErklĂ€rung der Menschen- und BĂŒrgerrechte wiederfanden. [F 4] Mit Stolz sprach man von den „BĂŒrgern der Freimaurer-Demokratie“.[Lennhoff 3]

Im Jahr nach der Amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung am 4. Juli 1776 ging Marquis de La Fayette nach Amerika, um dort freiwillig fĂŒr die amerikanische UnabhĂ€ngigkeit und seine Ideale der Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit zu kĂ€mpfen. Er setzte sich fĂŒr die BĂŒrgerrechte der Protestanten und die Abschaffung der Sklaverei ein. Als ĂŒberzeugter Demokrat und Verfechter des Freiheitsgedankens machte er sich fĂŒr die Demokratie und die Menschenrechte stark, die Thomas Jefferson 1776 in Virginia erarbeitet hatte. In dieser Zeit wurde er in Gegenwart von George Washington in eine militĂ€rische Freimaurerloge in Morristown aufgenommen.

Nach Frankreich zurĂŒckgekehrt, bereitete ihm das Volk einen triumphalen Empfang, und Ludwig XVI. nahm ihn in die Notabelnversammlung auf. In Frankreich wurde er Mitglied der Loge Contrat Social.

Nach George Washington traten in den Vereinigten Staaten von Amerika viele weitere PrĂ€sidenten wie James Monroe, Theodore Roosevelt oder Harry S. Truman öffentlich fĂŒr die Prinzipien der Freimaurerei ein. Der Entwurf und die Konstruktion der Freiheitsstatue geht auf die Freimaurer FrĂ©dĂ©ric Auguste Bartholdi und Gustave Eiffel zurĂŒck; die Grundsteinlegung des SockelgebĂ€udes erfolgte in einer Freimaurer-Zeremonie am 5. August 1885 durch den Großmeister der Großloge von New York, William A. Brodie.[6]

Freimaurer setzen sich fĂŒr VölkerverstĂ€ndigung ein. So kritisierte am Ende des 19. Jahrhunderts der Leipziger Verleger der Freimaurer-Zeitung, Carl Pilz, den geschĂŒrten „Nationalhaß“ der europĂ€ischen Völker untereinander. Der Traum von einer „WeltverbrĂŒderung“ werde „so lange unerreicht bleiben, so lange Nationalhass die Völker entzweit.“[7]

Gustav Stresemann, Austen Chamberlain, Aristide Briand bei Verhandlungen in Locarno

Nach dem Ersten Weltkrieg zĂ€hlten der deutsche Außenminister Gustav Stresemann und der französische MinisterprĂ€sident und spĂ€tere Außenminister Aristide Briand zu den UnterstĂŒtzern der internationalen FriedensbemĂŒhungen und des Völkerbundes. Beide verband die Freimaurerei.

Aristide Briand kritisierte die harten Bedingungen des Versailler Friedensvertrages gegenĂŒber Deutschland und musste in Folge dessen 1922 von den RegierungsgeschĂ€ften zurĂŒcktreten. Gustav Stresemann vertrat in Deutschland freimaurerische Werte, indem er sich fĂŒr einen friedlichen Ausgleich mit Frankreich und fĂŒr Deutschlands Aufnahme in den Völkerbund einsetzte. Als diese 1926 gelang, nutzte er bei der öffentlichen Beitrittsrede freimaurerisches Vokabular. FĂŒr ihren Einsatz erhielten Gustav Stresemann und Aristide Briand 1926 gemeinsam den Friedensnobelpreis.

1928 war Aristide Briand der Initiator des Briand-Kellogg-Paktes, eines Vertrages ĂŒber den gegenseitigen Verzicht auf Krieg zwischen Staaten. Stresemann sorgte dafĂŒr, dass Deutschland dem Briand-Kellogg-Pakt beitrat, in dem Krieg grundsĂ€tzlich fĂŒr völkerrechtswidrig erklĂ€rt wird.

1955 wurde die Ode „An die Freude“ von dem Freimaurer Richard Nikolaus Graf von Coudenhove-Kalergi als EuropĂ€ische Hymne vorgeschlagen. Sie beschreibt das freimaurerische Ideal einer Gesellschaft gleichberechtigter Menschen, die durch das Band der Freundschaft verbunden sind, und geht auf eine Auftragsarbeit von Christian Gottfried Körner fĂŒr die Tafel der Freimaurerloge Zu den drei Schwertern und AstrĂ€a zur grĂŒnenden Raute in Dresden[F 5] zurĂŒck.

Ebenfalls in einem hohen politischen Amt tĂ€tiger Freimaurer war der deutsche Bundesminister und FDP-Politiker Thomas Dehler (1897–1967). Auch der frĂŒhere hessische MinisterprĂ€sident Holger Börner (1931–2006) bekannte sich öffentlich zur Freimaurerei. In der Schweiz war der erste BundesprĂ€sident und langjĂ€hriger Bundesrat, Jonas Furrer, ebenfalls Freimaurer.

Bekannte österreichische Freimaurer und Politiker des spĂ€ten 20. Jahrhunderts sind der ehemalige Bundeskanzler Fred Sinowatz und der frĂŒhere Wiener BĂŒrgermeister Helmut Zilk.

Religion

Freimaurerei versteht sich nicht als Religion. Sie vereint Menschen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften. In den Alten Pflichten von 1723 heißt es im ersten Abschnitt unter dem Titel Von Gott und der Religion: „Ein Freimaurer ist verpflichtet, dem Sittengesetz zu gehorchen und falls er die Kunst recht versteht, wird er weder ein Atheist aus Dummheit noch ein religionsfeindlicher WĂŒstling sein.“[F 6]

Die Freimaurerei als Organisation in Deutschland kennt – unter Ausnahme zweier christlicher Lehrarten, die des FO und der 3WK – keine Gottesvorstellung; sie bedient sich lediglich des Begriffs des AllmĂ€chtigen Baumeisters aller Welten. Dieses Konstrukt stellt kein Gottesbild dar, sondern ist ein Symbol, das dem persönlichen Glauben eines jeden Bruders vorbehalten bleibt. Diese Formel ist in den Ă€ltesten RitualbĂŒchern unbekannt und tritt erst im Dumfries Kilwinning MS. Nr. 4 auf.[Lennhoff 4]

Die angelsĂ€chsische Freimaurerei erwartet mindestens das deistische Bekenntnis zu einem „höheren Wesen“ und grenzt sich in der Regel vom reinen Atheismus ab, akzeptiert allerdings Agnostizismus. Dies war jedoch nicht immer so, sondern Ă€nderte sich erst 1989 mit der Neufassung der „Basic Principles“ durch die Vereinigte Großloge von England.

Logen der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland akzeptieren nur MĂ€nner, die sich zur Ethik der Bergpredigt bekennen; diese mĂŒssen keineswegs Christen sein.

Die französische Lehrart des Grand Orient de France hingegen nimmt gleichfalls Atheisten auf.

Judentum

JĂŒdisches Leben wurde in Deutschland bis weit in das 19. Jahrhundert hinein erheblich erschwert. Bereits die bayerische Provinzialsynode 1267 befahl zur gesellschaftlichen Trennung jĂŒdischen MĂ€nnern das Tragen eines spitzen Judenhutes.[8] 1841 wurde der jĂŒdische Makler Harry LipschĂŒtz zunĂ€chst bei einer Ballotage, einem Wahlverfahren, aus konfessionellen GrĂŒnden zur Aufnahme in einer Hamburger Freimaurerloge abgelehnt. Kurz darauf wurde er jedoch nach Entscheid der Großloge, da eine Ablehnung aus konfessionellen GrĂŒnden satzungsgemĂ€ĂŸ nicht erlaubt war, akzeptiert. [Lennhoff 5]

Das Allgemeine Handbuch der Freimaurerei aus dem Jahr 1900 [Lenning 1] schreibt: „J. und Mohammedaner sind von vornherein fĂŒr fĂ€hig erklĂ€rt worden, zu der Verbindung zu gehören. [
] Unbestritten aber ist wohl, dass schon 1723 »J., wie Christen« in einer Londoner Loge waren, die im Wirtshaus »Zur Rose« in Cheapside am 22. Sept. abgehalten wurde, und dass an diesem Tage ein J. Aufnahme fand, dass schon 1725 jĂŒdische Namen in den Mitgliedslisten vorkommen, die sich bald darauf (1730–32) immer mehr zeigen, dass die Aufnahme von J. nie von der Grossloge von London als eine UnregelmĂ€ssigkeit gerĂŒgt worden ist, dass es ĂŒberhaupt bei ihr eine Judenfrage nie gegeben hat, weil eine BeschrĂ€nkung der Glaubenszugehörigkeit nie bestanden hat. Ebenso sagt man, der Zweck sei gewesen, die innerhalb der Christenheit herrschenden GegensĂ€tze zu mildern und den Gedanken des Comenius [
] auszufĂŒhren.“

Dennoch bekamen erst weit in das 19. Jahrhundert hinein Juden nur auf Druck von Frankreich und England ein Besuchsrecht in deutschen Freimaurerlogen. „Erleuchtete Geister, die anders dachten, wie Lessing, bildeten die Ausnahme.[Lenning 1]“ „Am Ende der achtziger Jahre des 18. Jahrh. trat in Berlin eine sogenannte Toleranzloge zusammen, die den Schutz der Regierung genoss, aber bald wieder einschlief[Lenning 2]“ Die „Anfrage der Loge AstrĂ€a in Ulm [wurde] bei der Provinzialloge 1810, ob sie J. aufnehmen dĂŒrfe, mit Nein beantwortet. In Frankreich aber hatten einzelne wĂŒrdige MĂ€nner des jĂŒdischen Glaubens nicht solche Abweisung erfahren, und als diese im Verein mit einer Anzahl Christen bei dem Grossorient um Genehmigung zur Errichtung einer Loge in Frankfurt a. M. einkamen, erhielten sie eine solche bereitwillig 1808 unter dem Namen L’Aurore naissante. Dies ist die erste in ThĂ€tigkeit gebliebne sogenannte Judenloge, die manche der anerkanntesten und tĂŒchtigsten MĂ€nner zu ihren Mitgliedern zĂ€hlte und zĂ€hlt (z. B. Ludwig Börne, Berthold Auerbach, Gabriel Riesser in Hamburg, Jost, Creizenach u. s. w.).[Lenning 1]“

In geistigen Inhalten und Ă€ußerer Organisationsstruktur mit der Freimaurerei vergleichbar, aber ausschließlich jĂŒdischen Mitgliedern vorbehalten, arbeitet seit dem Jahr 1843 bis in die Gegenwart die Organisation Bnai Brith, der auch Sigmund Freud angehörte.

Katholische Kirche

Die schnelle Ausbreitung der Freimaurerei nach ihrer Organisation in Großlogen rief von Seiten der katholischen Kirche wie des Staates Kritik und zahlreiche Verbote hervor. Unter dem Einfluss von Skandalen durch den Bund der Carbonari erließ Papst Clemens XII. am 28. April 1738 gegen die Freimaurerei den Bannfluch (PĂ€pstliche Bulle In eminenti apostolatus specula). Papst Benedikt XIV. erließ am 18. Mai 1751 eine zweite Bulle (Providas romanorum), in der er die „Reinheit der katholischen Religion“ gefĂ€hrdet sah, da in der Freimaurerei Menschen jeder Religion Aufnahme finden. Die folgenden PĂ€pste erneuerten dies in diversen Enzykliken, dabei taten sich vor allem Papst Pius IX. (Ecclesiam a Jesu Christo) und Leo XIII. – hier exemplarisch in der Enzyklika Humanum genus 1884 – durch besonders schwere Verdammungen hervor. In letzterer stellte er darin die Freimaurer als Zerstörer des Gottesreichs dar, unterstellte ihnen die offene Absicht den christlichen Völkern ihre GĂŒter zu stehlen und die heilige Kirche zu zerstören. Als Antwort darauf enthĂŒllten 1889 die Freimaurer des Grande Oriente d’Italia ein Denkmal Giordano Brunos des Bildhauers Ettore Ferrari auf dem Campo de’ Fiori in Italien. Dort hielt Giovanni Bovio genau an der Stelle, an der Giordano Bruno auf dem Scheiterhaufen verbrannte, eine Rede − umgeben von ĂŒber 100 Freimaurerfahnen. Eine weitere Folge war der von 1885 bis 1897 andauernde sogenannte Taxil-Schwindel.

Auf Initiative von Kardinal Franz König kam ein langjĂ€hriger Dialog zwischen der katholischen Kirche und der Freimaurerei zustande[9], die am 5. Juli 1970 in einer gemeinsamen Lichtenauer ErklĂ€rung[10] ihren Ausdruck fand. Sprecher und VerhandlungsfĂŒhrer der Freimaurer war der damalige Großmeister der Großloge von Österreich, der Linzer Neurologe Dr.Kurt Baresch.[11] In der von Kardinal Franz König und Kurt Baresch unterzeichneten ErklĂ€rung wurde festgehalten, dass die Freimaurerei keine Religion sei und keine Religion lehre, da die Freimaurer keine gemeinsame Gottesvorstellung besitzen. Die großen Religionen verbinde „die zunehmende, weltweite Bedrohung ihrer Existenz durch Verneinung der MenschenwĂŒrde und Menschenrechte und durch pseudoreligiöse Ideologien.“ Es wird die Auffassung vertreten, dass die pĂ€pstlichen Bullen, die sich mit der Freimaurerei befassen, nur noch eine geschichtliche Bedeutung haben und nicht mehr in der Zeit stĂŒnden. Eine Verurteilung der Freimaurerei durch das Kirchenrecht sei aus den in der ErklĂ€rung angefĂŒhrten GrĂŒnden von einer Kirche nicht lĂ€nger zu rechtfertigen, die zudem „nach Gottes Gebot lehrt, den Bruder zu lieben.“ Kurt Baresch verfasste ĂŒber die erfolgreichen Verhandlungen mit Kardinal König einen Bericht, der 1983 in Wien unter dem Titel "Katholische Kirche und Freimaurerei" erschien.[12]

Auf Grund dieses VerstĂ€ndnisses wurde 1983 im Rahmen der Neukodifizierung Exkommunikation der Freimaurer im Codex Iuris Canonici (Kodex des kanonischen Rechts) gestrichen[9] und in der Apostolischen Konstitution „Sacrae Disciplinae Leges“ am 25. Januar 1983 verkĂŒndet.

Auch wenn die Freimaurer nicht wie in seinem VorgĂ€nger von 1917 ausdrĂŒcklich erwĂ€hnt werden, stellte der damalige Kardinal Joseph Ratzinger (spĂ€ter Papst Benedikt XVI.) am 26. November 1983 in seiner Funktion als PrĂ€fekt der Glaubenskongregation im Widerspruch zur Lichtenauer ErklĂ€rung fest, dass sich ein Katholik, der zum Freimaurer wird, sich weiterhin in den Stand der schweren SĂŒnde begebe, da die grundsĂ€tzliche Unvereinbarkeit von Freimaurerei und katholischer Kirche ebenfalls im neuen Codex Iuris Canonici weiterbestehe, ohne jedoch ausgesprochen zu sein. [13] [14]

Siehe auch: Liste pĂ€pstlicher Rechtsakten und Verlautbarungen gegen die Freimaurerei und GeheimbĂŒnde

Evangelische Kirche

Zum Abschluss gemeinsamer GesprĂ€che mit Vertretern der EKD erklĂ€rten die evangelischen GesprĂ€chsteilnehmer am 13. Oktober 1973: Die Möglichkeit einer Mitgliedschaft evangelischer Christen in einer Freimaurerloge bleibe dem „freien Ermessen des Einzelnen ĂŒberlassen“.[15] [16]

Geschichte der Freimaurerei

Hauptartikel: Geschichte der Freimaurerei

Deutschland

1733 gab der Großmeister Earl of Strathmore elf deutschen Freimaurern die Erlaubnis, eine Freimaurerloge in Hamburg zu stiften, was jedoch misslang. Das Ă€lteste Dokument, das eine erfolgreiche GrĂŒndung einer Freimaurerloge in Deutschland belegt, ist die Fondation, RĂšgles, charges, Loix et Minutes de la trĂšs vĂ©nĂ©rable SociĂ©tĂ© des acceptĂ©s Maçons Libres de la Ville de Hambourg, Ă©rigĂ©e l’an MDCCXXXVII, le sixieme DĂ©cembre (6. Dezember 1737). Die Loge hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Bezeichnung und gab sich spĂ€ter den Namen Absalom. Sie arbeitete noch in zwei Graden: Lehrling und Meister nach der sogenannten Prichardschen VerrĂ€terschrift. Am 23. Oktober 1740 erschien sie im Register der Logen der Londoner Großloge unter der Bezeichnung Bunch of Grapes, Becker Street Hamburg.[Lennhoff 6]

Eine Delegation dieser Loge nahm in Braunschweig in der Nacht vom 14. zum 15. August 1738 den Kronprinz von Preußen, spĂ€teren König Friedrich den Großen im alten Kornschen Gasthaus auf. Von Oberg leitete daraufhin die Freimaurerloge Friedrichs auf Schloss Rheinsberg. Ab 1739 ĂŒbernahm Kronprinz Friedrich selbst die Aufgabe des Meisters vom Stuhl. Nach seiner Thronbesteigung 1740 hielt er die Tempelarbeiten in Schloss Charlottenburg ab.[Lennhoff 6]

Zahlreiche weitere Logen entstanden u. a. in Dresden: Aux tros aigles blancs (1738), in Berlin: Aux trois Globes (13. September 1740), in Bayreuth: Zur Sonne (31. Januar 1741), in Leipzig (20. MĂ€rz 1741), in Meinigen: Aux trois boussoles (September 1741), in Breslau: Aux trois squelettes (18. Mai 1741), in Frankfurt an der Oder eine Deputationsloge (1741) und in Frankfurt a. M.: L’Union (1741). Letztere besaß von der Londoner Großloge ein eigenes Patent und legte sich die Befugnisse einer Mutterloge zu. Die in Berlin 1740 gegrĂŒndete Loge Aux trois Globes nannte sich ab 1744 Große königliche Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ und ist somit die heute noch bestehende Ă€lteste Freimaurer-Großloge in Deutschland.[Lennhoff 6]

In Deutschland gibt es – mit VorlĂ€ufern seit dem Kaiserreich – einen Zusammenschluss mĂ€nnlicher Freimaurer aus fĂŒnf Großlogen in die Vereinigten Großlogen von Deutschland. In Deutschland bilden diese durch die Vereinigte Großloge von England (UGLoE) anerkannten Logen den Großteil.

Heute gibt es darĂŒber hinaus in Deutschland feminine und gemischtgeschlechtliche Großlogen. Von diesen ist die Frauengroßloge von Deutschland von den Vereinigten Großlogen von Deutschland als „freimaurerisch arbeitend“ anerkannt. Die liberalen Großlogen werden anerkannt durch den Groß-Orient von Frankreich (GOdF). Dazu gehören unter anderen die gemischtgeschlechtlichen Großlogen Freimaurergroßloge Humanitas fĂŒr MĂ€nner und Frauen, Le Droit Humain und der SouverĂ€ne GrossOrient von Deutschland. Andere Logen gehören auslĂ€ndischen Großlogen an oder sind völlig ohne Großlogen-Anerkennung.

In Deutschland steht die Vereinigte Großlogen von Deutschland einem Dialog in Fragen der Gleichberechtigung der Frau verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig offen gegenĂŒber und koexistiert mit liberalen Logen. Es kommt daher durchaus vor, dass sich in LogenhĂ€usern von der Vereinigten Großloge von England anerkannter Logen gemischte und Frauenlogen und nicht-freimaurerische Systeme wie z. B. Ordo Templi Orientis (OTO), AMORC, Druidenorden oder Odd Fellows finden.

Die Wolfstieg-Gesellschaft wurde 1913 mit dem Ziel gegrĂŒndet, die freimaurerisch-wissenschaftliche Forschung zu fördern.

Maskulin arbeitende, durch die Vereinigte Großloge von England anerkannte Großlogen in Deutschland:

Feminine Großloge in Deutschland:

Liberale, durch den Groß-Orient von Frankreich anerkannte Großlogen in Deutschland:

Logen von Le Droit Humain schlossen sich Memphis-Misraim (Hamburg und Leipzig), der Grande Loge Mixte Universelle (SaarbrĂŒcken) oder dem Grand Orient de Luxembourg (Heidelberg) an.

In Deutschland und fast allen LĂ€ndern, in denen die Freimaurerei aktiv ist, existieren Logen, die nicht unter der Anerkennung einer Großloge arbeiten. Derartige Logen werden im freimaurerischen Sprachgebrauch als Winkellogen bezeichnet. Je nach Ausrichtung werden nur MĂ€nner, nur Frauen oder auch mĂ€nnliche und weibliche Mitglieder aufgenommen.

Österreich

Der Beginn der Freimaurerei in Österreich erfolgte im Jahre 1742, als auf Wunsch von Philipp Gotthard von Schaffgotsch, dem spĂ€teren FĂŒrstbischof von Breslau, in Wien die erste Loge begrĂŒndet wurde. Sie hatte nur kurz Bestand, 1743 ließ Maria Theresia sie auflösen. Erst nach ihrem Tode (1780) wurde die Freimaurerei in der Habsburgischen Monarchie wieder geduldet. 1795 wurde sie in Österreich verboten. Dieses Verbot galt jedoch nicht im mitregierten Königreich Ungarn. Nach Errichtung der Ersten Republik in Österreich wurde die Großloge von Wien am 8. Dezember 1918 gegrĂŒndet. Aufgrund des starken Einflusses der katholischen Kirche in Österreich machen Freimaurer in Österreich wesentlich geringere Öffentlichkeitsarbeit und treten seltener offen als Freimaurer in Erscheinung, als ihre Schwestern und BrĂŒder im ĂŒbrigen Europa oder den Vereinigten Staaten.

Von der Vereinigten Großloge von England anerkannte Großlogen der Freimaurer sind die Großloge von Österreich der alten, freien und angenommenen Maurer, Wien.

Die mit dem Großorient von Frankreich (GOdF) in Verbindung stehenden Großlogen sind:

Schweiz

In der Schweiz sind verschiedene Systeme aktiv:

  • Schweizerische Grossloge Alpina (SGLA) mit gegenwĂ€rtig 80 regionalen Logen.[18]
  • Grand Orient de Suisse mit 20 Logen
  • Schweizer Frauengroßloge mit 14 Logen
  • Gemischte Großloge der Schweiz (GGLS) mit 9 Logen
  • Schweizer Jurisdiktion von Le Droit Humain mit 3 Logen (gemischt)
  • Grande Oriente d’Italia mit mindestens 1 Loge
  • Verschiedene MĂ€nner-, Frauen- und gemischte Logen ohne Großlogenzugehörigkeit, v. a. im französischspachigen Teil der Schweiz

Luxemburg

1959 verließ die MĂ€nnerloge Saint Jean de L’EspĂ©rance die Grand Loge de Luxembourg und grĂŒndete zusammen mit den MĂ€nnerlogen LibertĂ© und TolĂ©rance eine neue Obödienz: Den Großorient von Luxemburg. Diese Obödienz nahm zunĂ€chst ebenfalls ausschließlich MĂ€nner auf. 1968 wurde der Großorient von Luxemburg aufgrund interner Schwierigkeiten „schlafen gelegt“, d. h. alle Arbeiten ruhten. Lediglich die Loge Saint Jean de L’EspĂ©rance arbeitete als freimaurerischer Zirkel weiter. 1970 wurde die Loge unter dem Namen L’EspĂ©rance wieder ins Leben gerufen. Die Loge arbeitete als eine unabhĂ€ngige und souverĂ€ne Loge ohne Zugehörigkeit zu einer Obödienz. 1982 wiederholte sich der Vorgang von 1959. Diese drei Logen riefen wieder den Großorient von Luxemburg ins Leben. Diesmal wurden in die Loge LibertĂ© sowohl MĂ€nner als auch Frauen aufgenommen. 1987 wurde eine vierte, auch gemischt-arbeitende Loge mit Namen Tradition et ProgrĂšs gegrĂŒndet. 1990 verließ die Loge L’EspĂ©rance den Großorient von Luxemburg, um als souverĂ€ne Loge weiterzuarbeiten. 1991 wurde die gemischte Loge Licht und Wahrheit/LumiĂšre et VĂ©ritĂ© in Bonn aufgenommen. 1998 wurde die Heidelberger Loge Carpe Diem! fĂŒr MĂ€nner und Frauen aufgenommen. 2000 erfolgte die Aufnahme der MĂ€nnerloge Montaigne im Orient LĂŒttich/Belgien. 2002 wandelte sich die MĂ€nnerloge Montaigne in eine Loge, die sowohl MĂ€nner als auch Frauen aufnimmt. Umgehend wurden die ersten Frauen eingeweiht. Anfang 2005 wurden die niederlĂ€ndische Loge Fiat Lux im Orient Leuwaarden und die Loge Ruuwe Kassei im Orient Gent/Belgien aufgenommen. Beides sind Logen fĂŒr MĂ€nner und Frauen.

Frankreich

In Frankreich bestehen u. a. folgende Großlogen:

  • Grand Orient de France mit etwa 40.000 BrĂŒdern[19]
  • L’Ordre Maçonnique Mixte International – Le Droit Humain mit weltweit etwa 30.000 Schwestern und BrĂŒdern[20]
  • Die Grande Loge FĂ©minine de France mit etwa 11.000 Schwestern[21]
  • Der Ordre Initiatique et Traditionnel de l’Art Royal mit etwa 1.000 Schwestern und BrĂŒdern[22]
  • Die Grande Loge Mixte de France
  • Die Grande Loge IndĂ©pendante et Souveraine des Rites Unis
  • Die Grande Loge de France mit etwa 27.000 BrĂŒdern[23]
  • Die Grande Loge Nationale Française mit etwa 20.000 BrĂŒdern[24]
  • Die Grande Loge Traditionnelle et Symbolique - OpĂ©ra mit etwa 5.000 BrĂŒdern[25]
  • Der Grand PrieurĂ© des Gaules
  • Der Grand PrieurĂ© Ecossais RĂ©formĂ© et RectifiĂ© d’Occitanie
  • Die RĂ©gularitĂ© Maçonnique

Das westliche Polen

Siehe: Geschichte der Freimaurerei in Polen [F 7].

TĂŒrkei

Bereits 1721 entstand in der TĂŒrkei die erste Freimaurerloge in Istanbul durch französische Freimaurer (Lehrart des Grand Orient de France). Die von der Vereinigten Großloge von England anerkannte Großloge der Freien und Angenommenen Maurer der TĂŒrkei wurde in der heutigen Form 1956 zum vierten Mal wiedergegrĂŒndet. Nach ihrer Spaltung entstand 1966 die durch den Grand Orient de France anerkannte Großloge der Liberalen Freimaurer der TĂŒrkei.

Kuba

Hauptartikel: Geschichte der Freimaurerei in Kuba

Organisationen nach Vorbild der Freimaurer

Die frĂŒhe AufklĂ€rung zeichnete sich durch eine Vielzahl von mehr oder minder geheimen Gesellschaften und Vereinigungen aus. Weder der Begriff „Freimaurer“ noch der Begriff „Loge“ war oder ist gesetzlich geschĂŒtzt, daher kann sich jede Vereinigung als „Loge“ oder selbst dann als „Freimaurerloge“ bezeichnen, wenn sie nicht durch eine Großloge anerkannt ist.

Die Organisation Propaganda Due, ursprĂŒnglich eine durch den Grande Oriente d’Italia als regulĂ€r anerkannte Freimaurerloge in Italien gegrĂŒndet, wurde jahrzehntelang fĂŒr kriminelle Ziele benutzt. Dies fĂŒhrte 1974 zu einem ersten Ausschlussversuch durch die ĂŒbergeordnete Großloge, was die kriminelle Vereinigung nicht daran hinderte, weiterhin als Freimaurerloge getarnt tĂ€tig zu bleiben. Die Aufdeckung der Machenschaften dieser sogenannten Winkelloge.Anfang der 1980er Jahre fĂŒhrten zu einem bedeutenden Skandal in Italien.

DarĂŒber hinaus haben sich nach dem Vorbild der Freimaurer zahlreiche andere Organisationen, wie die Oddfellows oder die Studentenverbindung Skull & Bones gegrĂŒndet. Sie haben keinen organisatorischen Bezug zur Freimaurerei.

Freimaurermuseen im deutschsprachigen Raum

Siehe auch

Mehr ĂŒber Freimaurerei
Alles in Allem
  • Wer war/ist Freimaurer / Freimaurerin?
  • SĂ€mtliche Artikel der Kategorie Freimaurerei

Freimaurerische Werke

Musik
  • Jean Sibelius[28]: Musique RĂ©ligieuse Opus 113, Praising Hymn and the Ode to Fraternity (1946)
Gedichte
Literatur

Literatur

Hilfsmittel
  • Reinhold Dosch (Hrsg.): Deutsches Freimaurerlexikon, Bonn 1999, 352 S., ISBN 3-930139-15-4
  • Renate Endler/Elisabeth Schwarze: Die FreimaurerbestĂ€nde im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1994
  • M. Gaudart, H. Lamant, K. Hoffmeister: Dictionnaire des Franc-Maçons europĂ©ens. 1065 Seiten, Dualpha Editions, 2005, ISBN 2-915461-13-9
  • C. Lenning (Hrsg.): EncyclopĂ€die Der Freimaurerei: Nebst Nachrichten Über Die Damit In Wirklicher Oder Vorgeblicher Beziehung Stehenden Geheimen Verbindungen, In Alphabetischer Ordnung 
, 3 BĂ€nde, Leipzig 1822–1828 – „C. Lenning“ ist das Pseudonym des Autors Friedrich Mossdorf (1757–1843)
  • Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurerlexikon, Überarbeitete und erweiterte Neuauflage der Ausgabe von 1932, MĂŒnchen 2003, 951 S., ISBN 3-7766-2161-3
  • Robert A. Minder: Freimaurer Politiker Lexikon von Salvador Allende bis Saad Zaghlul Pascha, StudienVerlag Edition zum rauhen Stein, 2004, 350 S., ISBN 3-7065-1909-7
  • Andrej Serkov: EnzyklopĂ€die Russische Freimaurerei 1731–2000 Moskau 2001
  • August Wolfstieg: Bibliographie der freimaurerischen Literatur 4 BĂ€nde, Reprografischer Nachdruck der Ausgaben Burg 1911, 1912 und Leipzig 1913, 1926 (ErgĂ€nzungsband, hrsg. von Bernhard Beyer) Olms, Hildesheim 1964 & 1992
Allgemeine Literatur
  • M. S. Abdullah: Die große Legende vom Tempelbau. Spuren der Freimaurerei in der islamischen Tradition und Legende. Eleusis 28 Jg. 319 (1973)
  • Edwin A. Biedermann: Logen, Clubs und Bruderschaften, Droste-Verlag DĂŒsseldorf 2004 ISBN 3-7700-1184-8
  • Ludwig Börne: Über Freimaurerei (1811). SĂ€mtliche Schriften. Band I. DĂŒsseldorf 1964
  • Franz Carl Endres: Das Geheimnis des Freimaurers. Mittelbach Verlag, Stuttgart 1949; BauhĂŒtten Verlag, MĂŒnster 1990, ISBN 3-87050-185-5
  • Tom Goeller: Freimaurer. AufklĂ€rung eines Mythos. Be.bra Verlag, Berlin 2006. 240 Seiten
  • Klaus JĂŒrgen GrĂŒn: Philosophie der Freimaurerei. Eine interkulturelle Perspektive. Interkulturelle Bibliothek 124, Traugott Bautz Verlag, Nordhausen 2006. ISBN 3-88309-329-7
  • Friedrich-Wilhelm Haack: Freimaurer. 71 S., MĂŒnchener Reihe, ISBN 3-583-50616-2
  • Stefan Ludwig Hoffmann: Die Politik der Geselligkeit. Freimaurerlogen in der deutschen BĂŒrgergesellschaft 1840 bis 1918. Göttingen 2000
  • JĂŒrgen Holtorf: Die Logen der Freimaurer. Einfluß, Macht, Verschwiegenheit. Heyne Verlag MĂŒnchen 1991, ISBN 3-930656-58-2 (beachtenswert der Unterschied im Vorwort zu den frĂŒheren Auflagen Heyne Verlag MĂŒnchen 1983, ISBN 3-453-01811-7)
  • August Horneffer: Der Bund der Freimaurer. Diederich Verlag, Jena 1913.
  • Horst Kischke: Die Freimaurer/Fiktion, RealitĂ€t und Perspektiven. 176 S., ISBN 3-426-77419-4
  • Michael Kraus (Hrsg.): Die Freimaurer, Ecowin Verlag, Salzburg 2007, ISBN 978-3-902404-40-4
  • Alfried Lehner: Die Esoterik der Freimaurer. ISBN 3-87354-188-2
  • Allan Oslo: Die Freimaurer. Patmos; 2002, ISBN 3-491-96059-2
  • W. E. Peukert: Geheimkulte. G. Olms, Hildesheim 1988, ISBN 3-933203-66-X
  • „Quatuor Coronati Jahrbuch fĂŒr Freimaurerforschung“ zur Veröffentlichung neuer Forschungsergebnisse. Schwerpunkt bei Geschichte der Freimaurerei, auch ihr geistesgeschichtlich-kulturelles und politisch-gesellschaftliches Umfeld. Die JahrbĂŒcher sind allgemein zugĂ€nglich und sollen Freimaurerforscher, Hochschulen und Institute sowie interessierte Laien mit der Arbeit von „Quatuor Coronati“ vertraut machen. [1]
  • Helmut Reinalter: Die Freimaurer. Beck 2000, ISBN 3-406-44733-3
  • Marcel Valmy: Die Freimaurer – Arbeit am Rauhen Stein – Mit Hammer, Zirkel und Winkelmaß. Bildband, Callwey Verlag, 1988, ISBN 3-88059-929-7
  • Holger Zillner: Freimaurerei und Studentenverbindungen - Geschichte, Struktur, IdentitĂ€t. Kovač, Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-3873-3
EinfĂŒhrungen
  • Alexander Giese: Die Freimaurer – Eine EinfĂŒhrung. Böhlau Wien; 1998
  • Friedrich-Wilhelm Haack: Freimaurer. 71 S., MĂŒnchener Reihe, ISBN 3-583-50616-2 (PrĂ€gnante und anschauliche EinfĂŒhrung; KlĂ€rung bekannter Vorurteile; abgrenzende ErwĂ€hnung von Organisationen, die leicht mit der Freimaurerei verwechselt werden.) Weitere Literatur (ARW)
  • Matthias Pöhlmann: Verschwiegene MĂ€nner. Freimaurer in Deutschland. EZW-Texte 182, Berlin 2. Aufl. 2006. Zu beziehen ĂŒber die Evangelische Zentralstelle fĂŒr Weltanschauungsfragen (EZW), Auguststr. 80, 10117 Berlin; das Einzelheft wird gegen eine Spende (Selbstkostenpreis: 5 Euro, zuzĂŒgl. Versandkosten) abgegeben
  • Radiosendungen des Deutschlandfunks: [2]
Spezialliteratur
  • Reinhard Breymayer: Freimaurer vor den Toren des TĂŒbinger Stifts: Masonischer Einfluss auf Hölderlin?. Tubingensia: Impulse zur Stadt- und UniversitĂ€tsgeschichte. Festschrift fĂŒr Wilfried Setzler zum 65. Geburtstag. Hrsg. von Sönke Lorenz und Volker [Karl] SchĂ€fer in Verbindung mit dem Institut fĂŒr Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der UniversitĂ€t TĂŒbingen. Redaktion: Susanne Borgards. (Ostfildern:) Jan Thorbecke Verlag, 2008 (TĂŒbinger Bausteine zur Landesgeschichte, 10), S. 355 - 395. - ISBN 978-3-7995-5510-4
Freimaurerische Symbole

Dokumentationen

Filme

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. 5. Auflage 2006, Herbig Verlag, ISBN 978-3-7766-2478-6, Lemma HumanitĂ€t, S. 403
  2. ↑ a b Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. 5. Auflage 2006, Herbig Verlag, ISBN 978-3-7766-2478-6, Lemma Politik, S. 660
  3. ↑ Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. 5. Auflage 2006, Herbig Verlag, ISBN 978-3-7766-2478-6, Lemma Frankreich, S. 296
  4. ↑ Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. 5. Auflage 2006, Herbig Verlag, ISBN 978-3-7766-2478-6, Lemma Baumeister, Der AllmĂ€chtige, aller Welten, Seite 110
  5. ↑ Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. 5. Auflage 2006, Herbig Verlag, ISBN 978-3-7766-2478-6, S. 442
  6. ↑ a b c Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. 5. Auflage 2006, Herbig Verlag, ISBN 978-3-7766-2478-6, Lemma Deutschland, S. 217, 218
  1. ↑ a b c Allgemeines Handbuch der Freimaurerei. Dritte, völlig umgearbeitete und mit den neuen wissenschaftlichen Forschungen im Einklang gebrachte Auflage von Lennings EncyklopĂ€die der Freimaurerei, Verein deutscher Freimaurer, Leipzig. Max Hesse’s Verlag, 1900.
  2. ↑ Allgemeines Handbuch der Freimaurerei. Dritte, völlig umgearbeitete und mit den neuen wissenschaftlichen Forschungen im Einklang gebrachte Auflage von Lennings EncyklopĂ€die der Freimaurerei, Verein deutscher Freimaurer, Leipzig. Max Hesse’s Verlag, 1900. 1. Band, S. 514
  1. ↑ Linda Simonis: Die Kunst des Geheimen. Esoterische Kommunikation und Ă€sthetische Darstellung im 18. Jahrhundert. In: BeitrĂ€ge zur neueren Literaturgeschichte, Bd. 185. Heidelberg: Winter, 2002, 456 Seiten.
  2. ↑ z. B. Dieter A. Binder: Die diskrete Gesellschaft - Geschichte und Symbolik der Freimaurer., Dezember 2004, 367 S., ISBN 3-7065-1971-2
  3. ↑ Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Hans Ulrich Wehler, C.H.Beck, 1996, ISBN 3406322611, S. 323 ff
  4. ↑ Dieter A. Binder: Die diskrete Gesellschaft – Geschichte und Symbolik der Freimaurerei. Verlag Styria, Graz, Wien, Köln 1988, ISBN 3-222-11794-2. Seite 216
  5. ↑ Angela Cerinotti: Die Freimaurer – Ein Geheimbund und seine Geschichte. Parthas Verlag 2008. Aus dem Italienischen von Ruth Karzel, ISBN 978-3-86601-245-5.
  6. ↑ William R. Denslow, Harry S. Truman: 10,000 Famous Freemasons from A to J. ISBN 1-4179-7578-4
  7. ↑ Stefan-Ludwig Hoffmann: Die Politik der Geselligkeit, Freimaurerlogen in der deutschen BĂŒrgergesellschaft 1840-1918. ISBN 3-525-35911-X
  8. ↑ Siehe, der Stein schreit aus der Mauer: Geschichte und Kultur der Juden in Bayern; eine Ausstellung veranstaltet vom Germanischen Nationalmuseum und vom Haus der Bayerischen Geschichte im Germanischen Nationalmuseum NĂŒrnberg, 25.10.1988 – 22.1.1989 / [Katalog 
 hrsg. von Bernward Deneke. Die Autoren: Fritz Armbruster 
], 1988, 525 S. (161)
  9. ↑ a b Michael Kraus: Die Freimaurer. Ecowin Verlag; 3. Auflage 2007, ISBN 978-3-902404-40-4.
  10. ↑ Lichtenauer ErklĂ€rung GesprĂ€che zwischen katholischer Kirche und der Freimaurerei (5. Juli 1970)
  11. ↑ http://www.grin.com/e-book/79463/die-katholische-kirche-und-freimaurerei-im-20-jahrhundert
  12. ↑ http://www.bmab.ch/katalog/autor/4584.htm
  13. ↑ Urteil des Vatikans zur Freimaurerei (26. November 1983)
  14. ↑ Brief an US-Bischöfe von Kardinal Bernard Law (englisch) (19. April 1985)
  15. ↑ Tutzinger GesprĂ€che
  16. ↑ Mehr ĂŒber die ĂŒberwiegend tendenziell ablehnenden Haltungen diverser evangelischer Freikirchen und sonstiger christlicher Kirchen zur Freimaurerei findet sich in: Pöhlmann, M. Freimaurer - Wissen was stimmt. Freiburg: Herder 2008, S. 107f
  17. ↑ Freimaurerorden Le Droit Humain - Österreichische Föderation
  18. ↑ SGLA – GLSA – GLAS
  19. ↑ http://www.fm-fr.org/fr/spip.php?rubrique13
  20. ↑ http://www.fm-fr.org/fr/spip.php?rubrique18
  21. ↑ http://www.fm-fr.org/fr/spip.php?rubrique14
  22. ↑ http://www.fm-fr.org/fr/spip.php?rubrique19
  23. ↑ http://www.fm-fr.org/fr/spip.php?rubrique8
  24. ↑ http://www.fm-fr.org/fr/spip.php?rubrique9
  25. ↑ http://www.fm-fr.org/fr/spip.php?rubrique10
  26. ↑ http://www.freimaurerkunst.de/id18.htm
  27. ↑ http://www.3kleeblaetter-freimaurer-aschersleben.de/
  28. ↑ Jean Sibelius – freimaurerische Biografie (englisch)
  29. ↑ Friedrich Schillers Ode „An die Freude“, die sich auch im Schlusschor der 9. Sinfonie wiederfindet, wurde auf Bitten Christian Gottfried Körners 1785 fĂŒr die Tafel der Loge Zu den drei Schwertern in Dresden geschrieben. Die freimaurerische Mitgliedschaft Beethovens ist nicht endgĂŒltig geklĂ€rt. Siehe auch: http://www.internetloge.de/arst/schiller.htm
  30. ↑ Rudyard Kipling – freimaurerische Biografie (englisch)

Fußnoten

  1. ↑ Umfang und Form der Öffentlichkeitsarbeit ist jeder einzelnen Großloge und Loge selbst ĂŒberlassen.
  2. ↑ Mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe (SubsidiaritĂ€tsprinzip).
  3. ↑ „[
] or that may forbid an easy and free Conversation, for that would blast our Harmony, and defeat our laudable Purposes. Therefore no private Piques or Quarrels must be brought within the Door of the Lodge, far less any Quarrels about Religion, or Nations, or State Policy, we being only, as Masons, of the Catholick Religion above mention’d, we are also of all Nations, Tongues, Kindreds, and Languages, and are resolv’d against all Politics, as what never yet conduct’d to the Welfare of the Lodge, nor ever will.“ VI,2
  4. ↑ Die ursprĂŒngliche Formulierung: „Das Gesetz ist der Ausdruck des Willens der Allgemeinheit!“ eines Rundschreibens des Grand Orient de France im Jahr 1775 floss 1789 durch Marquis de La Fayette in die ErklĂ€rung der Menschen- und BĂŒrgerrechte ein.
  5. ↑ Zu den drei Schwertern und AstrĂ€a zur grĂŒnenden Raute
  6. ↑ Wörtlich: I. Concerning GOD and RELIGION. A Mason is oblig’d by his Tenure, to obey the moral Law; and if he rightly understands the Art, he will never be a stupid Atheist nor an irreligious Libertine. (THE CHARGES OF A FREE-MASON)
  7. ↑ Freemasonry in Poland formerly and today (english)


Wikimedia Foundation.

Synonyme:

Schlagen Sie auch in anderen WörterbĂŒchern nach:

  • Freimaurer — Freimaurer. Die Herleitung der VerbrĂŒderungen dieses Namens aus griechischen oder Ă€gyptischen Mysterien oder von dem Orden der Tempelherren hat sich als unerwiesen dargestellt; vielmehr sind sie aus Baukorporationen, wie solche schon die Römer… 
   Damen Conversations Lexikon

  • Freimaurer — (Francmaçons, Maçons), weitverbreiteter Orden mit geheimen Versammlungen, Erkennungszeichen, GebrĂ€uchen, mit 3 Graden: Lehrlinge, Gesellen, Meister, in einzelne Gesellschaften (Logen, Bauhallen, HĂŒtten genannt) getheilt, von denen mehre mit… 
   Herders Conversations-Lexikon

  • Freimaurer — ↑Logenbruder 
   Das große Fremdwörterbuch

  • Freimaurer — Sm per. Wortschatz fach. (18. Jh.) Hybridbildung. LehnĂŒbersetzung mit frei und Maurer (Mauer) fĂŒr gleichbedeutendes ne. free mason. UrsprĂŒnglich wurden mit free masons im SpĂ€tmittelalter die Steinmetze bezeichnet, die nach der GesellenprĂŒfung in… 
   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Freimaurer — freilich, Freimaurer, FreischĂ€rler ↑ frei 
   Das Herkunftswörterbuch

  • Freimaurer — Frei|mau|rer 〈m. 3âŒȘ AnhĂ€nger der Freimaurerei * * * Frei|mau|rer, der [LÜ von engl. Freemason, urspr. = in die Geheimzeichen der BauhĂŒtten eingeweihter Steinmetzgeselle]: Mitglied eines weltweit verbreiteten, in Logen gegliederten MĂ€nnerbundes… 
   Universal-Lexikon

  • Freimaurer — Frei|mau|rer 
   Die deutsche Rechtschreibung

  • Freimaurer-Loge „Zum Todtenkopfe und Phoenix“ — Das Logenhaus im Hintertragheim Das Logenhaus hinter dem Börsengarten in Königsberg „Zum Todtenkopfe und Phoenix“ ist eine am 21. MĂ€rz 1772 unter dem Na 
   Deutsch Wikipedia

  • Freimaurer-Alphabet — Das Freimaurer Alphabet, auch Freimaurer Quadrat ist eine monoalphabetische Substitutionschiffre der Freimaurerei und findet heute keine praktische Verwendung mehr. Inhaltsverzeichnis 1 Ursprung 2 Funktionsweise 2.1 Kabbala der neun Kammern 
   Deutsch Wikipedia

  • Freimaurer-Quadrat — Das Freimaurer Alphabet, auch Freimaurer Quadrat ist eine monoalphabetische Substitutionschiffre der Freimaurerei und findet heute keine praktische Verwendung mehr. Inhaltsverzeichnis 1 Ursprung 2 Funktionsweise 2.1 Kabbala der neun Kammern 2.2… 
   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link

 Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.