Frieden

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Frieden
HĂ€ufig verwendetes Friedenszeichen

Frieden (Ă€lterer Nominativ: Friede) ist allgemein definiert als ein heilsamer Zustand der Stille oder Ruhe, als die Abwesenheit von Störung oder Beunruhigung und besonders von Krieg. Frieden ist das Ergebnis der Tugend der „Friedfertigkeit“ und damit verbundener FriedensbemĂŒhungen.

Frieden ist im heutigen Sprachgebrauch der allgemeine Zustand zwischen Menschen, sozialen Gruppen oder Staaten, in dem bestehende Konflikte in rechtlich festgelegten Normen ohne Gewalt ausgetragen werden. Der Begriff bezeichnet einen Zustand in der Beziehung zwischen Völkern und Staaten, der den Krieg zur Durchsetzung von Politik ausschließt.

In der Sprache deutschsprachiger Juristen ist von Frieden auch im Zusammenhang mit innenpolitischen Auseinandersetzungen (Straftatbestand des Landfriedensbruchs), mit dem Arbeitsleben (Störung des Betriebsfriedens als Kategorie des Betriebsverfassungsgesetzes) und mit dem Schutz des Privateigentums (Straftatbestand des Hausfriedensbruchs) die Rede. Zur Kennzeichnung von GrundstĂŒcken, die gegen HausfriedensbrĂŒche geschĂŒtzt werden sollen, werden diese oft eingefriedet.

In der Sprache der Psychologie und der Theologie gibt es den Begriff Seelenfrieden (vgl. den englischen Begriff "peace of mind" oder "inner peace"[1]); diesen sollen Lebende anstreben und Verstorbene auf dem Friedhof bzw. im Jenseits finden.

Inhaltsverzeichnis

Friedensbegriffe

In erster Linie ist mit dem Begriff Frieden die Abwesenheit von Gewalt oder Krieg gemeint. In diesem Sinne ist Frieden zwischen und innerhalb von Nationalstaaten, Religionen und Bevölkerungsgruppen ein Ziel vieler Personen und Organisationen, besonders der Vereinten Nationen. Frieden kann freiwillig sein, wenn potentielle Streitparteien sich entschließen, auf Störung des Friedens zu verzichten, oder er kann erzwungen sein, indem durch Sanktionen, die im Völkerrecht vorgesehen sind, oder innerstaatliches Recht diejenigen niedergehalten werden, die andernfalls eine solche Störung verursachen wĂŒrden.

In der wissenschaftlichen Diskussion unterscheidet man zwischen dem oben genannten engen Friedensbegriff, der die Abwesenheit von Konflikten beinhaltet, und einem weiter gefassten Friedensbegriff. Letzterer umfasst neben dem Fehlen kriegerischer Gewalt, bei Johan Galtung direkte Gewalt genannt, auch das Fehlen kultureller und struktureller Gewalt. Nach dieser Definition bedeutet Frieden also zusĂ€tzlich das Fehlen einer „auf Gewalt basierenden Kultur“, sowie das Fehlen repressiver oder ausbeuterischer Strukturen. Ein struktureller Frieden wĂ€re die konkrete Utopie eines sozialen Zusammenlebens in Harmonie und ohne StatuskĂ€mpfe und „Reibungsverluste“. Frieden wird hier positiv definiert als „die FĂ€higkeit [...], Konflikte mit Empathie (= der Bereitschaft und FĂ€higkeit, sich in die Einstellung und MentalitĂ€t anderer Menschen einzufĂŒhlen), mit Gewaltlosigkeit und mit KreativitĂ€t oder spielerisch zu klĂ€ren und zu lösen.“ Dies erfordert neben kommunikativer Friedensarbeit das Erkennen der Bedeutung von „Rechtskommunikation“ und eine intensivere BeschĂ€ftigung mit den Ursachen streitlegenden Verhaltens, das mit „Machtkommunikation“ Streiteskalationen provoziert und begĂŒnstigt. Ein Beispiel fĂŒr ein „Friedensdorf“ ist Neve Schalom / Wahat as-Salam.

Der Friedensgedanke in der Geschichte

PrÀhistorisches China

Symbol fĂŒr Yin und Yang.

Die AnfĂ€nge der bis heute ĂŒberlieferten chinesischen Geistesgeschichte reichen bis ins 3. Jahrtausend v.Chr. zurĂŒck und sind dem taoistischen Klassiker „I Ging – Das Buch der Wandlungen“ zu entnehmen. Darin wird eine strukturell dualistische Naturphilosophie zugrunde gelegt, in welcher alle Erscheinungen aus den sich immer wieder wandelnden Beziehungen zwischen den beiden Urprinzipien „Yin“ (auch das Empfangende, Weibliche, die Erde), und „Yang“ (auch das Schöpferische, MĂ€nnliche, der Himmel) zu verstehen sind. Der Begriff „Frieden“ wird in diesem System symbolisch dargestellt durch die Anordnung: Yang unten, Yin oben. Das Empfangende, dessen Bewegung sich nach unten senkt, ist oben; das Schöpferische, dessen Bewegung nach oben steigt, ist unten. Ihre EinflĂŒsse begegnen daher einander und sind in Harmonie, so dass alle Wesen blĂŒhen und gedeihen. Das Zeichen deutet in der Natur auf eine Zeit, da sozusagen der Himmel auf Erden ist. Der Himmel hat sich unter die Erde gestellt. So vereinigen sich ihre KrĂ€fte in inniger Harmonie. Dadurch entsteht Friede und Segen fĂŒr alle Wesen. Dieser Kraftstrom muss vom Herrscher der Menschen geregelt werden. Das geschieht durch Einteilung. So wird die unterschiedslose Zeit entsprechend der Folge ihrer Erscheinungen vom Menschen in Jahreszeiten eingeteilt und der allumgebende Raum durch menschliche Festsetzungen in Himmelsrichtungen unterschieden. Auf diese Weise wird die Natur mit ihrer ĂŒberwĂ€ltigenden FĂŒlle der Erscheinungen beschrĂ€nkt und gebĂ€ndigt. Auf der andern Seite muss die Natur in ihren Hervorbringungen gefördert werden. Das geschieht, wenn man die Erzeugnisse der richtigen Zeit und dem richtigen Ort anpasst. Dadurch wird der natĂŒrliche Ertrag gesteigert. Diese bĂ€ndigende und fördernde TĂ€tigkeit der Natur gegenĂŒber ist die Arbeit an der Natur, die dem Menschen zugute kommt. In der Menschenwelt ist es eine Zeit gesellschaftlicher Eintracht. Die Hohen neigen sich zu den Niedrigen herab, und die Niedrigen und Geringen sind den Hohen freundlich gesinnt, so dass alle Fehde ein Ende hat. Wenn die Guten in der Gesellschaft in zentraler Stellung sind und die Herrschaft in HĂ€nden haben, so kommen auch die Schlechten unter ihren Einfluss und bessern sich. Wenn im Menschen der vom Himmel kommende Geist herrscht, so kommt auch die Sinnlichkeit unter seinen Einfluss und findet so den ihr gebĂŒhrenden Platz. Himmel und Erde stehen im Verkehr und vereinigen ihre Wirkungen. Das gibt eine allgemeine - tendenziell allerdings vorĂŒbergehende - Zeit des BlĂŒhens und Gedeihens.[2]

EuropÀische Antike

UrsprĂŒnglich scheint der Friede nirgends als Normalzustand angesehen worden zu sein. Er musste „gestiftet“ werden (vergleiche den germanischen Rechtsbegriff der „Einfriedung“).

In der griechischen Antike bezeichnete der Begriff „eirene” (ΔÎčÏÎźÎœÎ·) bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. einen statischen Zustand von Ordnung, Wohlstand und Ruhe. Die Göttin Eirene als personifizierter Friede wurde mit dem FĂŒllhorn, dem Symbol des Reichtums dargestellt. Der Krieg galt als Normalzustand in den Beziehungen zwischen den griechischen Poleis. Entsprechend wurden Friedenszeiten meist mit Begriffen wie „spondai” (ÏƒÏ€ÎżÎœÎŽÎ±Îč), „synthekai” (ÏƒÏ…ÎœÎžáż†ÎșαÎč) oder „dialysis polemon” (ÎŽÎčÎŹÎ»Ï…ÏƒÎčς Ï€ÎżÎ»Î­ÎŒÏ‰Îœ) umschrieben, die in etwa die Bedeutung von „Waffenstillstand” hatten. Erst gegen Ende des Peloponnesischen Krieges wurde „eirene” zunehmend im heutigen Sinne des Worts „Friede” gebraucht. Auch FriedensvertrĂ€ge wurde jetzt als „eirene” bezeichnet. Beides ist ein Hinweis darauf, dass sich nach Jahrzehnten des Krieges die Einsicht durchsetzte, dass der Friede der anstrebenswerte Normalzustand sei. In der ersten HĂ€lfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. kam die Idee des Allgemeinen Friedens, der „koinĂ© eirĂ©ne” (ÎșÎżÎčÎœÎź ΔÎčÏÎźÎœÎ·), auf, die eine dauerhafte Friedensordnung auf der Basis von Autonomie und Gleichberechtigung der griechischen Staaten vertraglich begrĂŒnden sollte. Es erwies sich aber, dass eine solche Ordnung letztlich nur durch eine starke Hegemonialmacht garantiert werden konnte.

Die Römer benutzten als Friedensbegriff die lateinische Bezeichnung „pax“ (aus pangere einen Vertrag schließen). Man unterschied dabei den hĂ€uslichen, familiĂ€ren Frieden, den zwischenstaatlichen Frieden, sowie den religiösen Frieden mit den Göttern. Nur der Friede auf allen drei Ebenen konnte ein ausgewogenes Leben garantieren. Zum Leitbild eines ausgreifenden Friedens wurde die Pax Romana bzw. Pax Augusta der römischen Kaiserzeit.

Judentum

Ein im Judentum weitverbreitetes Symbol fĂŒr den Frieden ist eine Taube, die einen Olivenzweig im Schnabel trĂ€gt.
Friede auf der Erde
als Allegorie auf der PuppenbrĂŒcke zu LĂŒbeck

Im Judentum hat der hebrĂ€ische Begriff Schalom in der Bibel (dem Tanach) die Bedeutungen „Unversehrtheit“, „wohlbehalten sein“, „sicher sein“, „GlĂŒck“, „freundlich miteinander“, „im Frieden“. Er wurde zu einem zentralen Wort im Judentum und ist der gĂ€ngigste Gruß unter Juden und im heutigen Israel. Das Wort ist mit dem arabischen „Salam“ auf das engste verwandt.

Christentum

Liegt im Alten Testament (AT) des hebr. „schalom“ v. a. das Moment des Wohlbefindens, setzte sich das griech. „eirĂ€nĂ€â€œ als meistgebrauchte Übersetzung von „Friede“ durch mit dem hauptsĂ€chlichen Moment der Ruhe. Mit Jesus Christus ist der im AT verheißene FriedensfĂŒrst (Jesaja 9,5) erschienen, welcher die Feindschaft zwischen Gott und Mensch beendet, indem Jesus Christus die Strafe fĂŒr die SĂŒnde, den Tod, stellvertretend auf sich genommen hat. Dieser Friede kann fĂŒr den Menschen Wirklichkeit werden, welcher sich als SĂŒnder weiß und Jesus Christus als seinen Retter und somit persönlichen Friedensbringer annimmt. Erst dieser Friede mit Gott ermöglicht auch den Frieden unter Menschen. Frieden kommt also nicht ohne Zutun der Menschen ĂŒber die ganze Menschheit (etwa zum Weihnachtsfest), sondern er muss von Menschen gestiftet werden. Wenn Jesus wiederkommt, wird er das Friedensreich aufrichten.

Im Neuen Testament nutzt Jesus Christus den Gruß Schalom, um seine JĂŒnger zu begrĂŒĂŸen, und gibt ihnen diesen Gruß auf die Reise mit. Die Tugend der „Friedfertigkeit“ im Sinne der FĂ€higkeit und Bereitschaft, Frieden zu stiften, ist schon in den Seligpreisungen der Bergpredigt zu finden. Ein Friedensgruß oder -kuss ist Bestandteil aller klassischen christlichen Liturgien. Frieden hat fĂŒr Christen die Bedeutung des „Schaloms“ aus der Bibel, das Wohlergehen an Leib, Seele und Geist.

FĂŒr die Römisch-Katholische Kirche ist der Friede auch eine Frucht des Heiligen Geistes, der von Gott auf die Menschen herabkommt (Pfingsten).

Augustinus entwarf das heilsgeschichtliche Modell zweier parallel existierender Reiche, eines göttlichen „civitas Dei“ sowie eines irdischen Staates, der „civitas terrena“, welch letzterer am Ende der Zeit zum ewigen Frieden gelangen sollte. FĂŒr die Gegenwart ĂŒbernahm er jedoch den antiken Gedanken des gerechten Krieges. Im Mittelalter konkurrierte der Gedanke der Fehde als Mittel der Rechtsdurchsetzung mit verschiedenen Friedensidealen: dem Gottesfrieden, Landfrieden und Königsfrieden. Marsilius von Padua entwickelte im defensor pacis die Notwendigkeit einer eigenstĂ€ndigen politischen Friedensaufgabe. Mit dem Ewigen Landfrieden von 1495 wurde unter Maximilian I. die Abschaffung des mittelalterlichen Fehderechts verkĂŒndet.

Als einer der entschiedensten Verfechter gegen Krieg und fĂŒr Frieden gilt der Humanist Erasmus von Rotterdam, der 1517 dem Frieden mit seiner Schrift Die Klage des Friedens eine „Stimme“ gab und sich vor allem in der Adagia 3001 (SĂŒĂŸ erscheint der Krieg den Unerfahrenen) vehement gegen den Kriegs-Wahnsinn Ă€ußerte.

Islam

Wie in der semitischen Schwestersprache HebrĂ€isch lĂ€sst sich die Bedeutung des Wortes Frieden aus drei Radikalen herleiten. Die Radikalen Sin Lam Mim (S, L, M) bilden den Wortstamm. salĂąm: Sicherheit, Unversehrtheit, Ganzheit, Frieden (vgl. hebr. Schalom) Salima: sicher sein, heil sein, vollstĂ€ndig sein, frei sein; bewahren, von Schaden fernhalten, unversehrt ĂŒbergeben, unterwerfen, zustimmen, grĂŒĂŸen; Frieden halten, (mit jem.), Frieden schließen; verlassen, aufgeben, sich hingeben; sich miteinander versöhnen, miteinander Frieden schließen

Der Islam untersagt Aggressionskriege und erlaubt nur Verteidigungskriege. Im Islam gab es zur Zeit der KreuzzĂŒge folgendes Friedenskonzept: Das Haus des Islams (Dar al-Islam), das auch Haus des Friedens (Dar as-Salam) genannt wird, steht in Feindschaft zum Haus der feindlich gesinnten Nichtmuslime, welches Haus des Krieges (Dar al-Harb) genannt wird. Frieden wird dadurch erreicht, dass es zu einem Friedensvertrag mit Dar al-Kufr (Haus in dem der Islam keine Bedeutung hat) kommt und/oder die feindlichen Handlungen eingestellt werden. Das arabische Wort (Hudna) kann in diesem Zusammenhang am ehesten mit dem Wort Waffenstillstand ĂŒbersetzt werden. Mohammed selbst ging solch einen "Friedensvertrag" auf Zeit ein, bis die KrĂ€fte seiner Truppen wieder stark genug fĂŒr einen aussichtsreicheren Kampf waren. Einen dauerhaften Frieden kann es nicht geben, da der Frieden erst dann eintritt, wenn sich das Haus des Islam (Dar al-Islam) auf die gesamte Welt erstreckt, da das (Dar al-Harb) nach Ansicht des Islam der Grund fĂŒr Unfrieden in der Welt ist. Schon zur Zeit des Osmanischen Reiches wurde die imperiale Doktrin aufgegeben, wĂ€hrend der europĂ€ische Imperialismus seinen Höhepunkt erreichte. In der heutigen Zeit versuchen muslimische Staaten ihre nationalen Grenzen zu wahren.

Der arabische Begriff Salām ist auch in die Umgangssprache als Gruß eingegangen as-salamu ÂŽalaikum (Friede sei mit Euch). Dieser Gruß darf auch gegenĂŒber Nichtmuslimen mit "wa alaikumus-salam" beantwortet werden oder einem noch schöneren Gruß.

Neuzeit

Friedenskuss-Darstellung auf Schloss Friedenstein, 1650:
Friede ernehret, Unfriede verzehret

Der Gedanke des Friedens in der Neuzeit wurde maßgeblich durch den WestfĂ€lischen Frieden von 1648 geprĂ€gt, der den DreißigjĂ€hrigen Krieg beendete. Dabei prĂ€gte Hugo Grotius († 1645) als maßgebliche Voraussetzung den Gedanken eines Völkerrechts innerhalb Europas, das die Anwendung von Gewalt zwischen den verschiedenen Konfessionen ausschließen sollte. Die rechtlichen und moralischen Prinzipien sollten prinzipielle und allgemein respektierte GĂŒltigkeit erlangen, ohne RĂŒcksicht auf die jeweilige GlaubensĂŒberzeugung („Vom Recht des Krieges und des Friedens“ 1625).

Thomas Hobbes forderte 1651 mit dem „Leviathan“ innerstaatlich fĂŒr alle BĂŒrger gleiches Recht. Der Staat brauche eine entsprechende AutoritĂ€t, um dieses Recht gegen Privilegien MĂ€chtiger (zum Beispiel des Adels) und vor der Gewalt von Fanatikern zu schĂŒtzen. Die Grundlage dafĂŒr sah er in dem menschlichen Streben nach Sicherheit, Selbsterhaltung und UnabhĂ€ngigkeit von fremder WillkĂŒr. Damit bereitete Hobbes dem neuzeitlichen Zentralstaat ideologisch den Boden; die darin auch angelegten Gefahren staatlichen Machtmissbrauchs zeigten sich dann am deutlichsten in den totalitĂ€ren Exzessen der faschistischen und kommunistischen Regime.

Im 18. Jahrhundert formulierte der Philosoph Immanuel Kant mit dem kategorischen Imperativ:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“

die Grundlage zu seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ (1795), aus der sich einmal der Völkerbund (1919) und schließlich die Vereinten Nationen (1947) entwickeln sollte.

Nach marxistischer Auffassung könne nur die Arbeiterklasse die Ursachen des Krieges beseitigen und eine Gesellschaftsordnung herbeifĂŒhren, „deren internationales Prinzip der Friede sein wird, weil bei jeder Nation dasselbe Prinzip herrscht - die Arbeit“ (Marx/Engels-Gesamtausgabe, Bd. 17, S. 7). Der Frieden sei somit eine notwendige Folge des gesellschaftlichen Eigentums an den Produktionsmitteln und der damit einhergehenden gesellschaftlichen VerhĂ€ltnisse, wĂ€hrend der Krieg ebenso gesetzmĂ€ĂŸig der Klassengesellschaft anhafte und von den herrschenden Klassen benutzt werde, um ihre Macht zu festigen und auszubauen. In der Klassengesellschaft sei daher der Frieden fĂŒr den Marxisten lediglich eine Pause zwischen den Kriegen, die - vor allem im Imperialismus - lediglich dazu diene, auf dem Weg zur Weltherrschaft den nĂ€chsten Krieg nicht nur militĂ€risch, sondern auch moralisch und propagandistisch, politisch und wirtschaftlich vorzubereiten.

Im Briand-Kellogg-Pakt 1928 kam es zu einer ersten völkerrechtlich verbindlichen Ächtung des (Angriffs-) Krieges als Mittel internationaler Politik. Hatte der Erste Weltkrieg mit vielfĂ€ltiger intellektueller UnterstĂŒtzung noch als Reinigungs- und Veredelungsprojekt der Individuen und Nationen propagandistisch unterfĂŒttert werden können, so fĂŒhrte der Zweite Weltkrieg – neben dem NS-Holocaust - mit der Entwicklung und Erprobung der Atombombe (Hiroshima, Nagasaki) bereits die mögliche Selbstvernichtung der Menschheit in einem Atomkrieg drastisch vor Augen. Damit hat sich der Krieg als „Vater aller Dinge“ (Heraklit) in der Geschichte des 20. Jahrhunderts wohl endgĂŒltig als Verderber menschlicher Gesittung und LebensqualitĂ€t erwiesen, was auch die fortdauernden Auseinandersetzungen um den Einsatz von Atomwaffen bezeugen.


Die Friedensbewegung unserer Zeit beruht nicht allein auf religiösen Quellen, sondern versammelt auch ökologisch und philosophisch motivierte Atheisten unter dem Banner des Pazifismus und hinter dem Projekt: „Schwerter zu Pflugscharen!“

Bertrand Russell (1872-1970), Philosoph, Mathematiker, agnostischer Autor und NobelpreistrÀger, griff 1962 durch Telegramme an John F. Kennedy, Nikita Chruschtschow, den UN GeneralsekretÀr U Thant und den britischen Premier Harold Macmillan in die Kuba-Krise ein, in der die Welt am Rand eines Atomkrieges stand. Chruschtschow schrieb Russel einen langen Antwortbrief, der durch die Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurde und eigentlich an Kennedy und die westliche Welt gerichtet war. Und er lenkte ein, wodurch ein Atomkrieg abgewendet wurde.

Dimensionen des Friedens

Abwesenheit von Krieg zwischen Staaten

Frieden als Zustand des Nicht-Verwickelt-Seins in kriegerische Auseinandersetzungen ist in der Geschichte der Staaten und Völker eher die Ausnahme als die Regel. Dennoch gibt es Staaten, die seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr an Kriegen teilgenommen haben.

Beispiele:

  • Schweden (1815 - bis heute): Schweden ist bis zum heutigen Tag das Land mit dem am lĂ€ngsten andauernden Frieden. Seit seiner Invasion Norwegens zur Durchsetzung der Personalunion entsprechend dem Kieler Vertrag konnte es den Frieden aufrechterhalten.
  • Schweiz (1848 - bis heute): Durch Bestehen auf NeutralitĂ€t hat sich die Schweiz einen lang andauernden Frieden erhalten können.

Abwesenheit von Aufruhr, Fehden und Selbstjustiz in einem Land

Bereits in der heidnischen Zeit gab es unter germanischen Völkern und StĂ€mmen die Sitte des Thing(s)friedens. Der Thingfrieden gebot allen Anwesenden, „aus Respekt vor den Göttern, den Geistern und den Ahnen“, wĂ€hrend des Things keine Streitigkeiten offen auszutragen, sondern entweder eine Entscheidung vom Thing zu erbitten oder aber den Streit bis nach dem Thing ruhen zu lassen.[3]

Im christlichen Mittelalter gab es die Institutionen des Landfriedens, des Gottesfriedens und des Königsfriedens. Im heutigen Straftatbestand des Landfriedensbruchs (in Deutschland strafbar nach § 125 Strafgesetzbuch) ist die Vorstellung eines Landfriedens, den es zu schĂŒtzen gelte, lebendig geblieben.

Gewaltmonopol des Staates

Der Frieden im Inneren eines Staates soll nach herrschender Lehre durch das Gewaltmonopol des Staates geschĂŒtzt werden. Dieser ist demnach berechtigt, jeden durch Strafandrohung und Bestrafung an der Androhung und Anwendung von Gewalt zu hindern. Nur in FĂ€llen der Notwehr und der Nothilfe darf Gewalt von jedem rechtmĂ€ĂŸig ausgeĂŒbt werden.

Als legitim erscheint das Gewaltmonopol des Staates nur dann, wenn der Staat ein Rechtsstaat ist, in dem es eine Gewaltenteilung gibt, in dem der Verfassung gemĂ€ĂŸe Gesetze vom Volk selbst oder von einer gewĂ€hlten Volksvertretung beschlossen werden und in dem die Exekutive und die Judikative an Recht und Gesetz gebunden sind. Zudem haben die Staatsorgane ein Interesse daran, Akten der Selbstjustiz dadurch vorzubeugen, dass der Rechtsfrieden im Land gewahrt bleibt.

In der Praxis ist es allerdings nicht möglich, Gewaltakte, die durch Privatpersonen ausgeĂŒbt werden, sicher zu verhindern, selbst in GerichtssĂ€len und Flugzeugen kann es sogar den Einsatz von Schusswaffen durch Privatpersonen geben.[4][5]

Recht zum Waffenbesitz, zum Waffentragen und zum Waffeneinsatz

Zur Aufrechterhaltung des Friedens in einem Land haben die meisten Staaten Vorschriften erlassen, die den Besitz, das MitsichfĂŒhren und den Einsatz von Waffen gesetzlich regeln.

In Deutschland benötigen Personen, die nicht der staatlichen Exekutive angehören, in der Regel einen Waffenschein, wenn sie legal eine Schusswaffe erwerben oder besitzen wollen. Auch fĂŒr andere Waffen gibt es umfangreiche rechtliche Regelungen (z.B. das Verbot des Mitbringens von Waffen aller Art in Schulen), die verhindern sollen, dass durch den Einsatz von Waffen die Wirkung des Einsatzes körperlicher Gewalt verstĂ€rkt wird.

Instrument der FriedensbĂŒrgschaft

In der Schweiz gibt es gemĂ€ĂŸ Art. 66 des Schweizerischen Strafgesetzbuches[6] die Möglichkeit, einer Person, die mit der Begehung eines Vergehens oder eines Verbrechens gedroht hat, auf Antrag des Bedrohten das Versprechen abzunehmen, dass sie die Tat nicht ausfĂŒhren wird, und sie dafĂŒr zur Leistung angemessener Sicherheit anzuhalten. Dieses Versprechen wird in der Schweiz FriedensbĂŒrgschaft genannt.

Gemeindefrieden

Auch in StĂ€dten und in politischen Gemeinden kann der Frieden (Gemeindefrieden) gestört sein. Insbesondere gilt dies fĂŒr FĂ€lle, in denen ein direkt gewĂ€hlter BĂŒrgermeister, dessen Amtszeit bis zu acht Jahren dauern kann, sich auf eine Weise verhĂ€lt, die viele seiner WĂ€hler nicht akzeptieren, indem er z.B.

  • in der Gemeinde nicht seinen ersten Wohnsitz hat,
  • in einer anderen Gemeinde fĂŒr das Amt des BĂŒrgermeisters kandidiert,
  • sich zu stark ĂŒberörtlich engagiert,
  • hĂ€ufig bei Vereinsfesten, JubilĂ€en usw. nicht anwesend ist,
  • sich zu stark mit den Positionen einer Partei identifiziert und nur deren Positionen umzusetzen bestrebt ist.[7]

Viele Kommunalverfassungen sehen deshalb die Möglichkeit einer vorzeitigen Abwahl des BĂŒrgermeisters vor.

Die Redakteure einiger AmtsblĂ€tter sind per Redaktionsstatut gehalten, BeitrĂ€ge, die einen „den Gemeindefrieden störenden Charakter haben“, nicht zu veröffentlichen. Dazu gehören persönliche Angriffe, Verunglimpfungen und BeitrĂ€ge, die gegen gĂŒltige Gesetze verstoßen.[8] Betreiber kommunaler Einrichtungen (etwa von Stadthallen) dĂŒrfen zur Wahrung des Gemeindefriedens Buchungsanfragen ablehnen.[9]

Religionsfrieden, Kirchenfrieden und Frieden zwischen den Religionen

Religionsfrieden

Mit dem Begriff Religionsfrieden wird in aller Regel nicht der Zustand des Friedens zwischen den Weltreligionen bezeichnet. Religionsfrieden ist vielmehr ein Fachausdruck der Geschichtswissenschaft zur Bezeichnung historischer FriedensschlĂŒsse zwischen dem katholischen und dem protestantischen Lager im ersten Jahrhundert nach der Reformation. Konkret ist zumeist vom NĂŒrnberger Religionsfrieden vom 23. Juli 1532 und vom Augsburger Reichs- und Religionsfrieden vom 25. September 1555 die Rede.

Kirchenfrieden

Der Begriff Kirchenfrieden hat mehrere Bedeutungen. Er bezeichnet

  • die Einigkeit der Glieder oder Lehrer einer Kirche in gottesdienstlichen Angelegenheiten [10],
  • die öffentliche Sicherheit gottesdienstlicher Orte, Personen und Sachen (dieser Friede war ein Friede des Ortes, der deshalb nicht bloß durch Verletzung der Kirche und der zu ihr gehörenden GegenstĂ€nde selbst, sondern auch durch einen Frevel an Personen verletzt wurde, welche sich an der heiligen, Schutz verleihenden StĂ€tte befanden; als rĂ€umliche Grenze der befriedeten StĂ€tte galt die Kirche, der Kirchhof und dazu noch ein gefriedeter Umkreis von einer gewissen Anzahl, z.B. 30 oder 40 Schritt; je nach der GrĂ¶ĂŸe und Bedeutung der Kirche wurde ihr ein mehr oder wenig hoher Friede beigelegt, der in der Höhe der Friedensstrafe Ausdruck fand[11]) und
  • eine pĂ€pstliche Regel, die vorschrieb, wann und wie von christlichen Rittern gekĂ€mpft werden durfte.

Frieden zwischen den Religionen

Als Reaktion auf die AnschlĂ€ge vom 11. September 2001 stellte der kritische katholische Theologe Hans KĂŒng die folgenden vier Thesen auf:

„Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen.
Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.
Kein Dialog zwischen den Religionen ohne globale ethische MaßstĂ€be.
Kein Überleben unseres Globus ohne ein globales Ethos, ein Weltethos.“[12]

Sozialer Frieden

Als sozialer Frieden werden heute ĂŒberwiegend VerhĂ€ltnisse bezeichnet, die verhindern, dass es in einem Staat zu einem „Aufstand der Unterschicht“[13] kommt, weil deren Angehörigen mehrheitlich das Ausmaß der Verteilungsungerechtigkeit in dem betreffenden Staat fĂŒr unertrĂ€glich halten. Die Wahrung des „sozialen Friedens“ ist eine Hauptaufgabe des Sozialstaats. Stefan Dietrich bezweifelt allerdings, dass eine dauerhafte „Alimentierung der Ausgemusterten“ durch den Sozialstaat dem sozialen Frieden diene.[14]

Albrecht von Lucke versteht „sozialen Frieden“ als „soziale Integration, Zufriedenheit in der Bevölkerung mit der Demokratie [
], durch Aufstiegsmöglichkeiten, mit der Möglichkeit, sich in der Gesellschaft zu betĂ€tigen, sowohl als sozialer wie als politischer Akteur.“[15]

Betriebsfrieden, Arbeitsfrieden

Die Abwesenheit von ArbeitskĂ€mpfen zwischen Sozialpartnern, insbesondere von Streiks und Aussperrungen, wird als Betriebsfrieden bzw. (vor allem in der Schweiz) als Arbeitsfrieden bezeichnet. Das Betriebsverfassungsgesetz stellt in Deutschland Regeln auf, nach denen sich die RechtmĂ€ĂŸigkeit von ArbeitskĂ€mpfen bemisst.

Zu den Verhaltensweisen, die als „Störungen des Betriebsfriedens“ gelten, sind auch die parteipolitische BetĂ€tigung von BeschĂ€ftigten oder Unternehmern im Betrieb, Mobbing und andere Formen sozial unerwĂŒnschten Verhaltens zu zĂ€hlen. Eine „Störung des Betriebsfriedens“ durch einen Arbeitnehmer fĂŒhrt als „verhaltensbedingter KĂŒndigungsgrund“ regelmĂ€ĂŸig zur Entlassung des Störers.[16]

Schulfrieden

Der Begriff Schulfrieden hat drei verschiedene Bedeutungen:

  • Erstens bezeichnet er die Abwesenheit von Gewalt und andauernden gravierenden Konflikten in einer bestimmten Schule.
  • Zweitens bezieht er sich auf einen Zustand in einem bestimmten Land, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der lang andauernde bildungspolitische Streit ĂŒber die angemessene Schulstruktur und angemessenen Unterricht in den Schulen beigelegt ist.
  • Drittens ist dann von Schulfrieden die Rede, wenn die Beziehung zwischen dem SchultrĂ€ger und den von Schule und Unterricht Betroffenen nicht gestört ist.

Frieden in einer bestimmten Schule

Als Störungen des Schulfriedens werden (auch von Gerichten) bewertet:

  • Störungen der konstruktiven Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten
  • Gewaltanwendung und Mobbing[17]
  • die Berufung darauf, Vorschriften der eigenen Religion im Rahmen der Religionsfreiheit in den RĂ€umen der Schule wĂ€hrend der Unterrichtszeit befolgen zu dĂŒrfen (z.B. in der Form, dass Lehrerinnen darauf bestehen, im Unterricht ein Kopftuch tragen zu dĂŒrfen, oder dass SchĂŒler eigene RĂ€umlichkeiten zur Verrichtung ritueller Gebete fordern)[18][19]

In Bayern wird es von SchulĂ€mtern auch als eine „Störung des Schulfriedens“ bewertet, wenn eine Lehrkraft einer Grundschule einen „zu hohen Anteil“ der SchĂŒler ihrer Klasse fĂŒr den Besuch des Gymnasiums empfiehlt.[20]

Konsens zur Schulentwicklung im Staat

Ein Beispiel fĂŒr einen Schulfrieden in der zweiten Bedeutung des Begriffs stellt der im Dezember 2008 beschlossene „Konsens zur Schulentwicklung“ in Bremen dar. Die SPD, die GrĂŒnen, die CDU und die FDP in Bremen einigten sich darauf, zehn Jahre lang keine Initiativen zu ergreifen, durch die die im Jahr 2008 beschlossenen Maßnahmen zur Schulstrukturreform wesentlich abgeĂ€ndert werden sollen.[21][22]

In Hamburg ist allerdings der Versuch der den schwarz-grĂŒnen Senat tragenden Parteien, einen Schulfrieden durch Einbezug der SPD und der Linken zu stiften[23], durch ein erfolgreiches Referendum gescheitert, indem die Mehrheit der Abstimmenden gegen die EinfĂŒhrung einer sechsjĂ€hrigen Grundschule in Hamburg stimmte[24]. Ob Politiker einen Schulfrieden ohne Einbezug der betroffenen BĂŒrger stiften können, ist daher strittig.

BemĂŒhungen um einen Schulfrieden gibt es auch in FlĂ€chenlĂ€ndern.[25][26]

Konsens zur Schulentwicklung in einer Gemeinde, einem Kreis oder einem Schulverband

Störungen des Schulfriedens können sich auch aus BeschlĂŒssen der SchultrĂ€ger einer oder mehrerer Schulen in einer Region ergeben. Auslöser von Konflikten ist oftmals der demografische Wandel in einem Gebiet, der mit abnehmenden SchĂŒlerzahlen verbunden ist, oder verĂ€ndertes Verhalten der Eltern im Hinblick auf die Wahl weiterfĂŒhrender Schulen in solchen LĂ€ndern, in denen der Elternwille ĂŒber den Übergang eines Kindes in eine Schule des Sekundarbereichs I ausschlaggebend ist. Dabei geht es einerseits um den Bestandsschutz fĂŒr vorhandene Schulen, andererseits aber auch um Zusammenlegung von Schulen verschiedener Schulformen und die GrĂŒndung neuer Schulen. Probleme ergeben sich bei sinkenden SchĂŒlerzahlen auch dadurch, dass SchĂŒler infolge von Schulschließungen oftmals weitere Schulwege zurĂŒcklegen mĂŒssen. Ein Beispiel fĂŒr einen Konflikt, der durch den SchultrĂ€ger ausgelöst wurde, ist der Streit um die Zuweisung von SchĂŒlern im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen.[27]

Hausfrieden, Frieden im Haus und hÀuslicher Frieden

Die Respektierung des Menschenrechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung (in Deutschland geschĂŒtzt durch Art. 13 GG) wird auch Hausfrieden genannt. Die Verletzung des Hausfriedens erfĂŒllt den Straftatbestand des Hausfriedensbruchs (in Deutschland strafbar nach § 123 Strafgesetzbuch). Einen Hausfriedensbruch kann man nicht nur dadurch begehen, dass man in private Wohnungen oder WohnhĂ€user unbefugt eindringt, sondern auch durch das unbefugte Betreten fremder GrundstĂŒcke und das Betreten öffentlich zugĂ€nglicher Einrichtungen trotz eines Hausverbots oder dadurch, dass man eine Einrichtung nicht verlĂ€sst, obwohl man dazu aufgefordert worden ist.

Eine weitere Bedeutung besitzt der Begriff Hausfrieden als Analogiebildung zum Betriebsfrieden: Es zulĂ€ssig, dass der Vermieter einem Mieter in einem Mehrfamilien-Wohnhaus mit der BegrĂŒndung dessen Wohnung kĂŒndigt, er störe durch sein Fehlverhalten den Frieden im Haus.

Mit hĂ€uslicher Frieden wird das gedeihliche Zusammenleben in einem Haushalt bezeichnet. Als solcher gilt unter UmstĂ€nden auch eine Wohngemeinschaft. Straftaten, die durch Mitglieder des Haushalts begangen werden, in dem das Opfer der Straftat lebt, werden nicht durch besondere Strafrechtsvorschriften verfolgt. Seitdem in Deutschland auch die Vergewaltigung und die sexuelle Nötigung in der Ehe strafbar sind, sind im Prinzip alle Vorschriften des Strafgesetzbuches auch auf FĂ€lle hĂ€uslicher Gewalt anwendbar. Eine Ausnahme bildet im deutschen Strafrecht § 247 Strafgesetzbuch (Haus- und Familiendiebstahl), demzufolge um des „hĂ€uslichen Friedens“ willen der Diebstahl oder die Unterschlagung desjenigen, der mit dem Opfer in hĂ€uslicher Gemeinschaft lebt, nur auf Antrag verfolgt wird.

Frieden zwischen den Geschlechtern

Bereits 1250 fĂŒhrte Birger Jarl in Schweden ein Gesetz ĂŒber den Frauenfrieden (schwedisch: kvinnofrid) ein, durch das Vergewaltigungen und Frauenraub schwer bestraft wurden.

Seit dem 1. September 1999 gibt es in Schweden den Straftatbestand des schweren Frauensfriedensbruchs.[28] Die neue rechtliche Norm des Frauenfriedensbruchs wurde entsprechend den Begriffen des Haus- und Landfriedensbruchs gebildet. Sie wurde bei ihrer EinfĂŒhrung als erforderlich gesehen, um z. B. die Strafverfolgung von anhaltender hĂ€uslicher Gewalt zu erleichtern.[29] Demzufolge umschreibt der Rechtsbegriff „grobe Verletzung der IntegritĂ€t einer Frau“, kurz „Frauenfriedensbruch“, im schwedischen Strafrecht wiederholte Straftaten, die von MĂ€nnern an Frauen begangen werden, zu denen sie eine enge Beziehung haben. Die einzelnen Taten wĂŒrden, fĂŒr sich allein genommen, möglicherweise nicht verfolgt, insgesamt dagegen wiegen sie schwer genug fĂŒr eine Bestrafung.[30]

Weitere Dimensionen

→ siehe Burgfrieden
→ siehe Weihnachtsfrieden (Erster Weltkrieg)
→ siehe Weihnachtsfrieden (Öffentlicher Dienst)
→ siehe Weihnachtsfrieden (Skandinavien)

Weltfriedenstag

Es gibt einen Antikriegstag am 1. September, gegrĂŒndet vom DGB, einen Weltfriedenstag am 1. Januar, initiiert von Papst Paul VI., und den internationalen Friedenstag (International Day of Peace) am 21. September, eingerichtet von der UNO.

Symbole

→ Hauptartikel: Friedenszeichen

  • Friedenstaube: Die Taube wird sehr hĂ€ufig zur Darstellung des Friedens gebraucht. Meist trĂ€gt sie einen Olivenzweig in ihrem Schnabel
    Regenbogenfahne
Gedenktafel in Bad Waldsee

Sprachkritik

Im Kontext der AktivitĂ€ten der deutschen Friedensbewegung wurde in den 1980er Jahren kritisiert, dass das Wortfeld „Frieden“ im Deutschen viele bedenkliche Konnotationen aufweise, die eher zur Resignation beitrĂŒgen als dazu, den Prozess der Stiftung von Frieden zu befördern.[31]

Bereits Martin Luther habe bei der deutschen Übersetzung der Bibel in den Seligpreisungen der Bergpredigt nicht von Friedensstiftern, sondern von Friedfertigen gesprochen[32], einem Begriff, bei dem man laut Pasierbsky weniger an KĂ€mpfer fĂŒr den Frieden als an Menschen denke, die „in Frieden gelassen werden“ wollen, also an Konfliktscheue. Friedensstiftung setze aber (auch konfliktbehaftete) TĂ€tigkeit und nicht UntĂ€tigkeit („Ruhe“) voraus. Es gehe nicht um Konfliktvermeidung, sondern um gewaltfreie Konfliktaustragung.

An der Vorstellung, Frieden sei ein Synonym fĂŒr „Ruhe“, stört Sprachkritiker vor allem die NĂ€he zur Ruhe des Friedhofs. Die Vorstellung liege nahe, dass der Mensch erst im Tode den Frieden finden könne, der ihm im Leben versagt geblieben sei. Die Formel: „Ruhe in Frieden!“ schaffe eine begriffliche NĂ€he von Frieden und „Tod“, wĂ€hrend es in Wirklichkeit der Krieg sei, der den Tod bringe, und der Frieden, der ein Weiterleben ermögliche. DemgegenĂŒber vertreten viele Philosophen eben diese Ansicht, nach Hegel bspw. ist das Leben oder VerĂ€nderung im Allgemeinen nur durch das Aushalten von WidersprĂŒchen, durch widerstreitende Momente möglich:

"... Etwas ist also lebendig, nur insofern es den Widerspruch in sich enthĂ€lt, und zwar diese Kraft ist, den Widerspruch in sich zu fassen und auszuhalten. Wenn aber ein Existierendes nicht in seiner positiven Bestimmung zugleich ĂŒber seine negative ĂŒberzugreifen vermag, so ist es nicht die lebendige Einheit selbst, nicht Grund, sondern geht in dem Widerspruch zugrunde."[33]

Aufgabe der Friedensbewegung sei es, die Konnotation zu beseitigen, wonach Frieden Konfliktvermeidung impliziere und nur das Prinzip „Krieg“ fĂŒr „Leben“ stehe.

Siehe auch

Literatur

Klassiker
  • Jeremy Bentham: GrundsĂ€tze fĂŒr Völkerrecht und Frieden, (1786/1789) ĂŒbers. K. v. Raumer in: K. v. Raumer 1953, S.379-417.
  • Émeric CrucĂ©, Der Neue Kineas oder Abhandlung ĂŒber die Gelegenheiten und Mittel, einen allge meinen Frieden des Handels auf dem ganzen Erdkreise zu begrĂŒnden, Übertragung von "Thomas Willing Balch, Le Nouveau CynĂ©e de Émeric CrucĂ©. RĂ©impression du texte original de 1623 avec introduction et traduction anglaise, Philadelphia 1909" von Walther Neft in: K. v. Raumer 1953 S.289-320.
  • Johanna J. Danis: Krieg und durchkreuzter Frieden, Triangulierung der GegensĂ€tze, MĂŒnchen 1996, ISBN 3-925350-70-5
  • Erasmus von Rotterdam: Die Klage des Friedens, der bei allen Völkern verworfen und niedergeschlagen wurde (Querela Pacis undique gentium ejectae profligataeque), 1517, erste Herausgabe von Georg Spalatin, erste deutsche Ausgabe 1622.
  • Sebastian Franck: Das Krieg BĂŒchlin des frides. Ein krieg des frides, wider alle lermen, aufrur und unsinnigkait zu kriegen, mit grĂŒndlicher anzaigung, auß wichtigen eehafften ursachen, auß grĂŒndtlichen argumenten der Hailigen Schrifft, alten Leeren, Concilien, Decreten, der Hayden schrifft und vernunfft widerlegt, 1539 und 1. Nachdruck von Cyriacus Jacob zum Bock, Frankfurt/Main 1550.
  • Friedrich Gentz: Über den ewigen Frieden, in: Historisches Journal, S.709-790, 1800.
  • I Ging - Das Buch der Wandlungen. Hier verwendete Ausgabe 1974, Eugen Diederichs Verlag DĂŒsseldorf; Köln. ISBN 3-424-00061-2
  • Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf, Verlag Friedrich Nicolovius, Königsberg 1795 und als vermehrte Auflage ebenda, Königsberg 1796.
  • William Penn: Ein Essay zum gegenwĂ€rtigen und zukĂŒnftigen Frieden von Europa durch Schaffung eines europĂ€ischen Reichstags, Parlaments oder Staatenhauses, 1693 in: von Raumer 1953 S.321-342.
  • Jean-Jacques Rousseau: Auszug aus dem Plan des Ewigen Friedens des Herrn AbbĂ© de Saint-Pierre (1756 bis 1761) ĂŒbers. v. Gertrud von Raumer in: K. v. Raumer 1953, S.343-368.
  • Kurt von Raumer: Ewiger Friede. Friedensrufe und FriedenplĂ€ne seit der Renaissance, Karl Alber Verlag, Freiburg 1953.
  • Carl Friedrich von WeizsĂ€cker: Bedingungen des Friedens. Göttingen 1964
Neuere Darstellungen
  • Andrea Cagan: Frieden ist möglich. Prem Rawat - Sein Leben, sein Weg, 2007, ISBN 978-3-85219-031-0
  • Wolfgang Dietrich, Josefina EchavarrĂ­a Alvarez, Norbert Koppensteiner (Hrsg.): SchlĂŒsseltexte der Friedensforschung, Wien, LIT-Verlag, 2006.
  • Wolfgang Dietrich: Variationen ĂŒber die vielen Frieden. Band 1: Deutungen, Schriften des UNESCO Chair for Peace Studies der UniversitĂ€t Innsbruck, Wiesbaden, VS-Verlag, 2008.
  • Johan Galtung u. a.: Neue Wege zum Frieden. Konflikte aus 45 Jahren: Diagnose, Prognose, Therapie. 2003.
  • Hans-Werner Gensichen: Weltreligionen und Weltfrieden. Göttingen 1985
  • Alfred Hirsch, Pascal Delhom (Hrsg.): Denkwege des Friedens. Aporien und Perspektiven. Alber, Freiburg/MĂŒnchen 2007. ISBN 978-3-495-48204-9
  • Karlheinz Koppe: Der vergessene Frieden. Friedensvorstellungen von der Antike bis zur Gegenwart. Opladen 2001. ISBN 3-8100-3099-6.
  • Norbert Koppensteiner: The Art of the Transpersonal Self; Transformation as Aesthetic and Energetic Practice; ATROPOS New York, Dresden; 2009.
  • Samrat Schmiem Kumar: Bhakti - the yoga of love. Trans-rational approaches tp Peace Studies; (= Masters of Peace/1) LIT Verlag MĂŒnster, Wien; 2010
  • Terry Nardin: The Ethics of War and Peace: Religious and Secular Perspectives. The Ethikon Series in Comparative Ethics, Princeton University Press 1996.
  • Terry Nardin: The Philosophy of War and Peace, in: Routledge Encyclopedia of Philosophy 9 (1998), 684-91.
Nachschlagewerke
  • Wolfgang Dietrich, Josefina EchavarrĂ­a Alvarez, Gustavo Esteva, Daniela Ingruber, Norbert Koppensteiner (Hrsg.): The Palgrave International Handbook of Peace Studies. A Cultural Perspective. London, Palgrave MacMillan, 2011
  • Nigel Young (Hrsg.): The Oxford International Encyclopedia of Peace. Oxford University Press, 2010

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Frieden â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Frieden â€“ Zitate
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Wikiversity Wikiversity: Institut Friedens- und Konfliktforschung â€“ Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch
 Wikisource: Frieden â€“ Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ en:Inner peace
  2. ↑ Ein Teil dieses Textes wurde direkt vom antiken Kommentar aus dem 'I Ging - Das Buch der Wandlungen' ĂŒbernommen. In der verwendeten Ausgabe (s! Literatur) pp. 62-63
  3. ↑ Liberpaganum: Stichwort Thingfrieden
  4. ↑ Martin Kotynek: Gewalt im Gerichtssaal. Die Justiz rĂŒstet auf. In: SĂŒddeutsche Zeitung. 13. November 2009
  5. ↑ Pistole in Flugzeug mitgenommen. Sicherheitspanne am Frankfurter Flughafen. Rheinische Post. 6. September 2003
  6. ↑ Art. 66 Schweizerisches Strafgesetzbuch
  7. ↑ Timm Kern: Warum werden BĂŒrgermeister abgewĂ€hlt? Eine Studie aus Baden-WĂŒrttemberg. Kohlhammer. 2008. S. 357
  8. ↑ Amtsblatt der Großen Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen. Redaktionsstatut. Abschnitt 1: GrundverstĂ€ndnis
  9. ↑ Gemeinde Birenbach: Benutzungsordnung fĂŒr die Gemeindehalle Birenbach § 1 Abs. 4 Satz 2
  10. ↑ Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. Leipzig. 1793
  11. ↑ Ernst Götzinger: Reallexicon der Deutschen AltertĂŒmer. Leipzig. 1885
  12. ↑ Hans KĂŒng: Kein Frieden ohne Frieden der Religionen. Über die Rolle der Religionen nach den AnschlĂ€gen in den USA vom 11. September. ReaderÂŽs Digest. 11/2001, S.12 ff.
  13. ↑ Inge Kloepfer: Aufstand der Unterschicht - was auf uns zukommt. Hamburg. Hoffmann und Campe. 2008. ISBN 3-455-50052-8
  14. ↑ Stefan Dietrich: Gefangen im Sozialstaat. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 19. Oktober 2006
  15. ↑ Nico Nissen: Der soziale Frieden in Deutschland ist gefĂ€hrdet. Albrecht von Lucke ĂŒber bedenkliche Entwicklungen im postdemokratischen Zeitalter. heise.de. 18. Dezember 2009
  16. ↑ Stichwort: Betriebsfrieden. www.kuendigung.de
  17. ↑ Schulrecht: Gewalt gegen MitschĂŒler rechtfertigt sofortigen Schulausschluss
  18. ↑ Juraforum: Urteile von Verwaltungsgerichten zum Thema „Schulfrieden“
  19. ↑ Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg: Urteil vom 27. Mai 2010 (Aktenzeichen: OVG 3 B 29.09)
  20. ↑ Christian Bleher: Störerin des Schulfriedens: Kritische bayerische Lehrkraft versetzt. taz. 4. August 2008
  21. ↑ Eckhard Stengel: Bremen schließt Schulfrieden. Der Tagesspiegel. 5. Januar 2009
  22. ↑ CDU Bremen: Bremer Konsens zur Schulentwicklung. 19. Dezember 2008
  23. ↑ Kaija Kutter: Hamburger Schulreform – Parteien schließen Schulfrieden. taz. 23. Februar 2010
  24. ↑ Albrecht-Thaer-Gymnasium: Volksentscheid erfolgreich! 18. Juli 2010
  25. ↑ Klaus Wallbaum: GEW schlĂ€gt „Schulfrieden“ vor. Hannoversche Allgemeine Zeitung. 25. MĂ€rz 2010
  26. ↑ Theo Schumacher: Bildungsgipfel: Rot-GrĂŒn in NRW sucht den Schulfrieden. Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 22. September 2010
  27. ↑ Oliver Bock: Rheingau-Taunus-Kreis: Kein Schulfrieden im Idsteiner Land. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 13. Juni 2009
  28. ↑ Elke Wittich: Friede den Frauen! Vergewaltigung in Schweden. jungle world. 3. September 2003
  29. ↑ Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Auszug aus der Untersuchung „Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes“. Abschlussbericht. Fußnote 526
  30. ↑ Von Österreich lernen. Die Zeit. 1. April 2004
  31. ↑ Fritz Pasierbsky: Krieg und Frieden in der Sprache. Eine sprachwissenschaftliche Textanalyse. S. Fischer. Frankfurt/Main 1983. S.11-27. ISBN 3-596-26409-X
  32. ↑ MatthĂ€us 5,9. Lutherbibel. 1912
  33. ↑ [G.W.F. Hegel - Wissenschaft der Logik - Die Lehre vom Wesen (1813) S.61 Meiner Verlag 2. Auflage ]

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