Friedensvertrag von Brest-Litowsk

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Friedensvertrag von Brest-Litowsk

Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk wurde im Ersten Weltkrieg zwischen Sowjetrussland und den Mittelmächten geschlossen. Er wurde nach längeren Verhandlungen am 3. März 1918 in Brest-Litowsk unterzeichnet. Damit schied Sowjetrussland als Kriegsteilnehmer aus.

Bei dem Friedensschluss hatte vor allem die deutsche Oberste Heeresleitung (OHL) ihre Vorstellungen hinsichtlich einer territorialen Neugliederung der ehemals russischen Gebiete durchsetzen k√∂nnen. Die bolschewistische russische Regierung unterzeichnete den Vertrag unter dem Eindruck der deutschen milit√§rischen Drohung unter Protest, weil sie f√ľrchtete, ansonsten den Erfolg der Oktoberrevolution zu gef√§hrden. In der Sowjetunion und sp√§ter auch in der DDR wurde dieser Vertrag als ‚ÄěRaubfrieden von Brest-Litowsk‚Äú bezeichnet.[1][2]

Die Ukraine, die zuvor mit Unterst√ľtzung der Mittelm√§chte ihre Unabh√§ngigkeit als Ukrainische Volksrepublik von Russland erkl√§rt hatte, hatte bereits am 9. Februar 1918, ebenfalls in Brest-Litowsk, mit den Mittelm√§chten einen Separatfrieden, den sogenannten ‚ÄěBrotfrieden‚Äú, unterzeichnet. Somit war der Erste Weltkrieg in Osteuropa beendet. Am 21. M√§rz begann die deutsche Fr√ľhjahrsoffensive an der Westfront.

Die ersten 2 Seiten des Vertrages in den Amtssprachen der Signatarstaaten (von links nach rechts): Deutsch, Ungarisch, Bulgarisch, T√ľrkisch (in arabischer Schrift), Russisch.
Frontverlauf im Osten im Jahr 1917/18:
                     Frontlinie bei Abschluss des Waffenstillstands Dezember 1917                      Frontlinie bei Unterzeichnung des Friedensvertrages M√§rz 1918
  • ÔĽŅDurch die Mittelm√§chte bis zum Abschluss des Friedensvertrages besetzt

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Durch die Oktoberrevolution waren die Bolschewiki in Russland an die Macht gelangt. Nach drei wenig erfolgreich verlaufenen Kriegsjahren war die russische Bev√∂lkerung kriegsm√ľde und die Parole der Bolschewiki ‚ÄěBrot und Frieden‚Äú war auf offene Ohren gesto√üen. Die russischen Truppen waren in revolution√§rer Stimmung und in Aufl√∂sung begriffen. Wirtschaftlich lag Russland weitgehend am Boden. Andererseits ben√∂tigte die bolschewistische Regierung dringend eine Atempause, um die eigene Herrschaft zu stabilisieren und dem sich im ganzen Land formierenden Widerstand gegen ihre Macht√ľbernahme zu begegnen. Auf ihre Initiative hin kam es zur Aushandlung eines Waffenstillstandes an der gesamten Ostfront, der am 15. Dezember 1917 in Kraft trat. Seit dem 9. Dezember 1917 bestand schon ein Waffenstillstand zwischen den Mittelm√§chten und dem mit Russland verb√ľndeten, aber milit√§risch weitgehend besiegten Rum√§nien. Danach wurden Friedensverhandlungen zwischen den Mittelm√§chten und Russland aufgenommen. Als Verhandlungsort einigte man sich auf die ehemalige zaristische Festungsstadt Brest-Litowsk, die in der N√§he der Frontlinie im deutsch besetzten Gebiet lag.

Ziele der Vertragsparteien

Den Mittelm√§chten unter der F√ľhrung von Deutschland, das vom langj√§hrigen ergebnislosen Krieg insbesondere an der Westfront ersch√∂pft war, kam ein Frieden im Osten sehr entgegen. F√ľr Deutschland war der Kampf an zwei Fronten beendet, und es wollte alle verf√ľgbaren Kr√§fte zur Kriegsentscheidung an der Westfront einsetzen. Separatistische Bestrebungen unterst√ľtzend, sollte die Ukraine von Russland getrennt werden. So w√ľrde sich den Mittelm√§chten ein besserer Zugriff auf die Ressourcen der Ukraine er√∂ffnen.

Die Bolschewiki hingegen brauchten dringend eine Atempause, um ihr Regime im eigenen Land zu etablieren. Zum anderen wollten sie die Friedensverhandlungen dazu nutzen, um Propaganda f√ľr die angestrebte Weltrevolution zu machen. Die russische Delegation beabsichtigte daher, die Verhandlungen in die L√§nge zu ziehen. W√§hrend der Verhandlungen, die auf Antrag Trotzkis √∂ffentlich gef√ľhrt wurden, nutzte die russische Delegation jede Gelegenheit, um zu versuchen, die Welt√∂ffentlichkeit von ihrer Friedfertigkeit zu √ľberzeugen und die Grundlage f√ľr eine sozialistische Weltrevolution zu bereiten. Sie hoffte, dass die Mittelm√§chte bald von den Alliierten geschlagen werden w√ľrden und somit Friedensverhandlungen mit Zugest√§ndnissen der russischen Seite gar nicht mehr n√∂tig sein w√ľrden. Die deutsche Seite durchschaute die russische Verz√∂gerungstaktik aber schlie√ülich und erzwang ein schnelles Ende der Verhandlungen durch einen raschen Truppenvormarsch.

Erste Runde der Verhandlungen

Unterzeichnung des Waffenstillstands von Brest- Litowsk am 15. Dezember 1917 links, bei der Unterzeichnung, Generalfeldmarschall Leopold Prinz von Bayern, rechts die Delegation Sowjetrußlands Joffe, Kamenew und Bitsenko

Zur Aushandlung eines Friedensvertrages trafen sich die Parteien zu mehreren Verhandlungsrunden in Brest-Litowsk. Es lassen sich vereinfacht zwei Verhandlungsphasen unterscheiden: Beim ersten Durchgang war Russland formal gleichberechtigter Partner, beim zweiten hatte es kapituliert und musste die Bedingungen akzeptieren. Die erste Verhandlungsrunde wurde auf deutscher Seite von Diplomaten um Richard von K√ľhlmann bestimmt, in der zweiten, nach der Kapitulation Sowjetrusslands, zwang die Oberste Heeresleitung unter Erich Ludendorff der Gegenseite ihren Willen auf. Bevollm√§chtigter der Obersten Heeresleitung war General Max Hoffmann. Auf sowjetrussischer Seite war der Verhandlungsf√ľhrer zun√§chst Adolf Abramowitsch Joffe, sp√§ter dann Leo Trotzki.

Der Aufnahme der Verhandlungen war der Vorschlag zum Waffenstillstand durch Trotzki vom 28. November 1917 vorangegangen. Während die Entente ablehnte, stimmten die Mittelmächte zu. Am 9. Dezember trafen sich die Delegationen zum ersten Mal. Die bolschewistische Delegation unterbreitete folgendes Angebot: Verzicht auf Annexionen, schnelle Räumung der besetzten Gebiete, Selbstbestimmungsrecht der Völker, Verzicht auf Kriegsentschädigungen (Reparationen).

Ottokar Graf Czernin (im Oktober 1918 in Laxenburg)
Die Verhandlungsf√ľhrer auf Seiten der Mittelm√§chte in Brest-Litowsk (v.l.n.r.): General Hoffmann, Ottokar Graf Czernin, Tal√Ęt Pascha, Richard von K√ľhlmann

Als die Delegationen eingetroffen waren, wurde zum Einstieg auf Einladung des nominellen Oberbefehlshaber des deutschen Ostheeres, Prinz Leopold von Bayern, ein gemeinsames Abendessen abgehalten. Es trat dabei eine eigenartige Gesellschaft zusammen: auf der einen Seite konservative, meist dem Hochadel angeh√∂rende Vertreter des Deutschen Kaiserreichs und der Donaumonarchie und deren Verb√ľndete, auf der anderen Seite radikale Revolution√§re, wie sie die Welt bisher noch nie in einer Regierung eines Landes erlebt hatte, die offen das Ziel der Weltrevolution proklamierten.

Dementsprechend ambivalent waren die ersten Eindr√ľcke von der Gegenseite. Ottokar Graf Czernin, der Leiter der √∂sterreichisch-ungarischen Delegation erinnerte sich sp√§ter:

‚ÄěDer F√ľhrer der russischen Delegation ist ein erst vor kurzem aus Sibirien entlassener Jude namens Joffe [...] nach dem Essen hatte ich meine erste lange Unterredung mit Herrn Joffe. Seine ganze Theorie basiert darauf, das Selbstbestimmungsrecht der V√∂lker auf breitester Basis in der ganzen Welt einzuf√ľhren und diese befreiten V√∂lker zu veranlassen, sich gegenseitig zu lieben [...] Ich machte ihn aufmerksam, dass wir eine Nachahmung der russischen Verh√§ltnisse nicht unternehmen w√ľrden und uns jede Einmengung in unsere internen Verh√§ltnisse kategorisch verbitten. Wenn er weiter an diesem utopischen Standpunkt, seine Ideen auch auf uns zu verpflanzen, festhalte, dann sei es besser, er w√ľrde gleich mit dem n√§chsten Zug wieder abreisen, denn dann sei der Friede nicht zu machen. Herr Joffe blickte mich erstaunt mit seinen sanften Augen an, schwieg eine Weile und sagte dann in einem f√ľr mich immer unverge√ülichen freundlichen, fast m√∂chte ich sagen bittenden Ton: ‚ÄěIch hoffe doch, dass es uns gelingen wird auch bei Ihnen die Revolution zu entfesseln‚Äú.[3]‚Äú

Der teilnehmende deutsche Staatssekret√§r des √Ąu√üeren, Richard von K√ľhlmann notierte:

‚ÄěDie Moskowiter hatten, nat√ľrlich nur aus Propagandaabsicht, eine Frau zur Friedensdelegierten gemacht, die direkt aus Sibirien kam. Sie hatte einen bei der Linken unpopul√§ren Generalgouverneur erschossen und war nach der milden zaristischen Praxis nicht hingerichtet, sondern zu lebensl√§nglicher Haft verurteilt worden. Diese etwa wie eine √§ltere Haush√§lterin aussehende Dame, Madame Bizenko, offenbar eine ziemlich geistlose Fanatikerin, erz√§hlte dem Prinzen Leopold von Bayern beim Diner, wie sie den Anschlag ausgef√ľhrt hatte. Sie zeigte, eine Men√ľkarte in der linken Hand haltend, wie sie den Generalgouverneur -‚Äěer war ein b√∂ser Mann‚Äú f√ľgte sie erl√§uternd hinzu- eine umfangreiche Denkschrift √ľberreicht und ihm gleichzeitig mit einem in der rechten Hand gehaltenen Revolver in den Bauch geschossen hatte. Prinz Leopold in seiner gewohnten freundlichen H√∂flichkeit h√∂rte mit gespannter Aufmerksamkeit zu, als interessiere ihn der Bericht der M√∂rderin auf das lebhafteste.[3][4]‚Äú

Nach dem Abendessen res√ľmierte Graf Czernin seine Eindr√ľcke:

‚ÄěMerkw√ľrdig sind diese Bolschewiken. Sie sprechen von Freiheit und V√∂lkervers√∂hnung, von Friede und Eintracht, und dabei sollen sie die grausamsten Tyrannen sein, welche die Geschichte gekannt hat ‚Äď sie rotten das B√ľrgertum einfach aus, und ihre Argumente sind Maschinengewehre und der Galgen. Das heutige Gespr√§ch mit Joffe hat mir bewiesen, dass die Leute nicht ehrlich sind und an Falschheit alles das √ľbertreffen, was man der z√ľnftigen Diplomatie vorwirft ‚Äď denn eine derartige Unterdr√ľckung des B√ľrgertums zu betreiben und gleichzeitig von weltbegl√ľckender Freiheit zu sprechen, sind L√ľgen.[5]‚Äú

Der sp√§tere sowjetische Verhandlungsf√ľhrer Trotzki schrieb sp√§ter mit kaum verholener Geringsch√§tzung √ľber seine Verhandlungspartner:

‚ÄěMit dieser Art Menschen kam ich hier zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht zusammen. Es ist unn√∂tig zu sagen, dass ich mir auch fr√ľher keine Illusionen √ľber sie gemacht hatte. Aber immerhin, ich gebe zu, ich hatte mir das Niveau h√∂her vorgestellt. Den Eindruck der ersten Begegnung k√∂nnte ich mit den Worten formulieren: Diese Menschen sch√§tzen die anderen sehr billig ein, aber auch sich selbst nicht sehr teuer.[6]‚Äú

Noch w√§hrend der Verhandlungen ging die Rote Armee gegen die ukrainische Unabh√§ngigkeitsbewegung milit√§risch vor. Dennoch entsandte die inzwischen in Kiew gebildete b√ľrgerliche ukrainische Regierung der Ukrainischen Volksrepublik, zum Verdruss der Bolschewiki, ebenfalls eine Delegation nach Brest-Litowsk. Die Ukraine befand sich seit Ende Dezember 1917 offiziell im Kriegszustand mit den Sowjets.

Propagandareden ‚Äď ‚ÄěWeder Krieg noch Frieden‚Äú

Deutsche Offiziere begr√ľ√üen 1917 Leo Trotzki auf dem Bahnhof von Brest-Litowsk.

Am 7. Januar 1918 l√∂ste Trotzki Joffe als Delegationsf√ľhrer ab und reiste nach Brest-Litowsk. Nachdem die Verhandlungen unter Joffe f√ľr die Bolschewiki bisher zu schnell vorangeschritten waren, hatte Trotzki eindeutig die Aufgabe, den Fortgang der Gespr√§che zu verlangsamen. Trotzki selbst schrieb √ľber das Vorgehen der bolschewistischen Delegation:

‚ÄěIn die Friedensverhandlungen traten wir mit der Hoffnung ein, die Arbeitermassen Deutschlands und √Ėsterreich-Ungarns wie auch der Ententel√§nder aufzur√ľtteln. Zu diesem Zweck war es n√∂tig, die Verhandlungen m√∂glichst in die L√§nge zu ziehen, damit die europ√§ischen Arbeiter Zeit h√§tten, die Tatsache der Sowjetrevolution und im besonderen ihre Friedenspolitik geh√∂rig zu erfassen ‚Ķ Die Hoffnung auf eine rasche revolution√§re Entwicklung in Europa gaben wir selbstverst√§ndlich nicht auf.[7]‚Äú

General Max Hoffmann 1914

Dementsprechend wurde Trotzki nicht m√ľde, lange Propagandareden zu halten und die Geduld besonders der Deutschen zu strapazieren. General Hoffmann wies Trotzki am 18. Januar 1918 zurecht:

‚ÄěDie russische Delegation spricht mit uns, als ob sie siegreich in unserem Lande st√ľnde und uns Bedingungen diktieren k√∂nnte. Ich m√∂chte darauf hinweisen, dass die Tatsachen entgegengesetzt sind ‚Ķ Ich m√∂chte dann feststellen, dass die russische Delegation f√ľr die besetzten Gebiete die Anwendung eines Selbstbestimmungsrechtes der V√∂lker in einer Weise und einem Umfang fordert, wie es ihre Regierung im eigenen Lande nicht anwendet. Ihre Regierung ist begr√ľndet lediglich auf Macht, und zwar auf Macht, die r√ľckhaltlos mit Gewalt jeden Andersdenkenden unterdr√ľckt. Jeder Andersdenkende wird einfach als Gegenrevolution√§r und Bourgeois f√ľr vogelfrei erkl√§rt ‚Ķ[8]‚Äú

Hoffmann stellte erneut mit Nachdruck die deutschen Forderungen f√ľr einen Friedensvertrag: Unabh√§ngigkeit f√ľr Polen und die baltischen Staaten Litauen und Livland (ein Teil Lettlands). Trotzki bat um eine Verhandlungspause, die gew√§hrt wurde, und kehrte noch am 18. Januar nach Petrograd zur√ľck.

W√§hrend der Verhandlungen kam es in Sowjetrussland zu einem Ereignis, das die Macht der Bolschewiki ersch√ľtterte und fast beendete. Die am 25. November 1917 abgehaltenen Wahlen zur russischen konstituierenden Versammlung ergaben eine herbe Niederlage f√ľr die Bolschewiki. H√§tten sie das Wahlergebnis anerkannt, so wie es Lenin zuvor versprochen hatte, h√§tten Sozialrevolution√§re und Menschewiki die Regierung gebildet. Die Bolschewiki, die weniger als ein Viertel der Stimmen erhielten, h√§tten ihre Macht verloren. Am 19. Januar 1918 wurde die neugew√§hlte Volksvertretung von den Bolschewiki aufgel√∂st und durch R√§te (Sowjets) ersetzt. In dieser turbulenten Situation gelang es Trotzki, die bolschewistische F√ľhrung einschlie√ülich des z√∂gernden Lenins davon zu √ľberzeugen, die Friedensverhandlungen zu verlassen, ohne einen Friedensvertrag unterzeichnet zu haben. Er nannte diesen Ansatz ‚Äěweder Krieg noch Frieden‚Äú. Am 30. Januar kehrte Trotzki an den Verhandlungstisch zur√ľck. Angesichts von Massenstreiks in Deutschland und √Ėsterreich-Ungarn erhielt er von der F√ľhrung der Bolschewiki noch weitergehende Vollmachten, die Verhandlungen zu verz√∂gern. Um einen weiteren Aufschub zu erreichen, weigerte er sich, an Gespr√§chen teilzunehmen, bei denen die ukrainische Delegation zugegen war. Trotzkis Taktik ging jedoch nicht auf. Die Mittelm√§chte schlossen mit der Regierung der Volksrepublik Ukraine am 9. Februar einen Separatfrieden [9]. Sie erkannten einen ukrainischen Staat an, der gegen g√ľnstige Grenzziehungen und Autonomie umfangreiche Getreidelieferungen an die Mittelm√§chte versprach, weshalb er auch als ‚ÄěBrotfrieden von Brest-Litowsk‚Äú bezeichnet wird.

Trotzki hatte seine Delegation in eine Sackgasse man√∂vriert. Die Deutschen dr√§ngten auf die Fortsetzung der Gespr√§che ohne propagandistisches Gepl√§nkel. Daraufhin verk√ľndete Trotzki seine neue Politik. Er gab am 10. Februar bekannt:

‚Äě‚Ķ Russland, indem es darauf verzichtet, einen annexionistischen Vertrag zu unterzeichnen, erkl√§rt seinerseits den Kriegszustand mit den Zentralm√§chten f√ľr beendet. Den russischen Truppen wird gleichzeitig der Befehl zur vollst√§ndigen Demobilisierung an allen Fronten erteilt.[10]‚Äú

Seine Strategie war es, bis zum absehbaren Ende des Krieges weder Krieg noch Frieden zuzulassen. Die deutsche Delegation gab jedoch zu bedenken, dass ein Waffenstillstand ohne Abschluss eines Friedensvertrages unweigerlich zur erneuten Aufnahme der Kampfhandlungen f√ľhren werde. Trotzki hielt diese Drohung f√ľr gegenstandslos und f√ľhlte sich bei der Abreise aus Brest-Litowsk als Sieger. Lenin, der ihn fragte, ob die Deutschen wirklich nicht wieder angreifen w√ľrden, antwortete er: ‚ÄěEs sieht nicht danach aus‚Äú, was sich als Irrtum herausstellte.

Erneute Kampfhandlungen und Unterzeichnung

Am 16. Februar teilte die deutsche Heeresleitung dem russischen General Samoilo mit, dass Deutschland den Waffenstillstand am 17. Februar 1918 als abgelaufen betrachte. Wie angek√ľndigt begann die deutsche Offensive an diesem Tage. Die deutschen Truppen kamen sehr schnell voran, ihnen stellte sich so gut wie kein Widerstand entgegen. Der bolschewistischen F√ľhrung war der Ernst der Lage angesichts des raschen deutschen Vormarsches schnell bewusst. Mit ‚ÄěWir m√ľssen handeln, wir haben keine Zeit zu verlieren!‚Äú trieb Lenin zu schnellen Entscheidungen. Angesichts der f√ľr die Bolschewiki katastrophalen Lage im Lande bat die Regierung Sowjetrusslands am 19. Februar die Deutschen um Frieden. Am 20. Februar erkl√§rte Lenin dem Moskauer Sowjet: ‚ÄěEs gibt keine Armee mehr. Die Deutschen greifen von Riga her die ganze Front an.‚Äú Vier Tage vergingen, bis die deutsche Heeresleitung antwortete und die neuen Bedingungen nannte. Nun sollten Finnland, Livland, Estland und die Ukraine ger√§umt sowie die russische Armee vollst√§ndig demobilisiert werden. F√ľr eine Antwort wurde den Russen eine Frist von lediglich 48 Stunden einger√§umt. F√ľr Verhandlungen waren maximal drei Tage vorgesehen.

Die Beratungen innerhalb der bolschewistischen F√ľhrung waren chaotisch. Trotzki war unentschlossen, und Bucharin votierte f√ľr die Fortsetzung des Krieges. Lenin war die Gefahr einer Intervention der Mittelm√§chte f√ľr den Fortbestand der bolschewistischen Revolution bewusst. Er setzte deswegen eine Annahme der deutschen Forderungen unter Androhung seines R√ľcktrittes von allen √Ąmtern bei den Bolschewiki durch. Er forderte das Ende der ‚ÄěPolitik der revolution√§ren Phrase‚Äú, die auch er selbst zuvor eifrig betrieben hatte. Lenin spekulierte auf einen baldigen Zusammenbruch der Mittelm√§chte oder den Sieg einer sozialistischen Revolution in Deutschland, die eine Wiedereingliederung der verlorenen Gebiete auf politischem oder milit√§rischem Wege erm√∂glichen w√ľrden. Am 3. M√§rz 1918 wurde der Friedensvertrag in Brest-Litowsk unterzeichnet, am 15. M√§rz vom 4. Au√üerordentlichen Sowjetkongress im Moskau ratifiziert.

Ergebnis

Sowjetrussland verzichtete auf seine Hoheitsrechte in Polen, Litauen und Kurland. Die Zukunft dieser Gebiete sollte mit dem Deutschen Reich im Einvernehmen mit den dortigen V√∂lkern nach dem Selbstbestimmungsrecht geregelt werden. Estland und Livland sowie fast das gesamte Gebiet Wei√ürusslands (westlich des Dnjepr) blieben von deutschen Truppen besetzt, die Ukraine und Finnland wurden als selbstst√§ndige Staaten anerkannt. Die Mittelm√§chte verzichteten auf Annexionen und Reparationen. Russland verlor durch diesen Friedensvertrag 26 % des damaligen europ√§ischen Territoriums, 27 % des anbauf√§higen Landes, 26 % des Eisenbahnnetzes, 33 % der Textil- und 73 % der Eisenindustrie sowie 73 % der Kohlegruben. Die Randv√∂lker des ehemaligen russischen Kaiserreiches tauschten die russische Herrschaft mit dem Protektorat der Mittelm√§chte.[11] Alle abzutretenden Gebiete umfassten insgesamt 1,42 Millionen km¬≤, auf denen rund 60 Millionen Menschen,[12] mehr als 1/3 der Gesamtbev√∂lkerung des einstigen Russischen Reiches, lebten.

Der Abschluss des Zusatzabkommens zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk, das am 27. August 1918 in Berlin unterzeichnet wurde, stellte zwar einen neuen H√∂hepunkt der Machtexpansion Deutschlands im Osten dar, setzte aber gleichzeitig den noch viel weitergehenden Annexionspl√§nen der OHL ein vorl√§ufiges Ende.[13] Sowjetrussland verzichtete darin auf Estland, Livland und Georgien ‚Äď welches eine kurze Phase der Unabh√§ngigkeit erlebte ‚Äď und verpflichtete sich entgegen den Bestimmungen in Artikel 9 des Friedensvertrages zu Reparationszahlungen in H√∂he von sechs Milliarden Goldmark.[14] Die deutsche Seite gab die Zusage, Wei√ürussland zu r√§umen und nicht zugunsten der Feinde der bolschewistischen Regierung zu intervenieren. Von russischer Seite wurde sogar erwogen, deutsche Truppen gegen alliierte Interventionstruppen, die in Nordrussland gelandet waren, einzusetzen. Die Hoffnung der Mittelm√§chte, mit einem Frieden im Osten die Entscheidung im Westen herbeif√ľhren zu k√∂nnen, erf√ľllte sich jedoch nicht. Zum einen blieben gr√∂√üere Verb√§nde in den besetzten Gebieten gebunden, zum anderen fiel das Potential des neuen Kriegsgegners USA immer mehr zugunsten der Entente ins Gewicht. Schlie√ülich waren im M√§rz 1918, w√§hrend der entscheidenden Westoffensive, eine Million deutscher Soldaten durch Ludendorffs Pl√§ne im Osten gebunden. Auch wirtschaftlich war die Vereinbarung f√ľr die Mittelm√§chte ein Fehlschlag, weil viel weniger Rohstoffe und Lebensmittel geliefert wurden als erwartet.[15]

Der weitere Verlauf des Ersten Weltkrieges sollte der bolschewistischen F√ľhrung recht geben. Die Hinhaltetaktik funktionierte aufgrund der desolaten Lage der Mittelm√§chte an der Westfront. Lenin verglich den Friedensvertrag von Brest-Litowsk mit dem Frieden von Tilsit 1807. Die Unterzeichnung des Waffenstillstandes zwischen dem Deutschen Reich und den Staaten der Entente am 11. November 1918 beinhaltete die Annullierung des Friedensvertrages von Brest-Litowsk. Die deutschen Truppen im Osten und S√ľdosten sollten sich auf die Grenzverl√§ufe von 1914 zur√ľckziehen. Die Truppen jedoch, die sich auf russischem Territorium, besonders im Baltikum, befanden, sollten dort ausharren und auf Befehle der alliierten Sieger des Krieges warten. Damit wollten sich die Entente-Staaten eine Handhabe im Russischen B√ľrgerkrieg sichern. Die Ukraine wurde bereits 1919 von der Roten Armee zur√ľckerobert. Finnland wahrte seine Unabh√§ngigkeit, unterlag jedoch wiederholt sowjetischer Einmischung.

Bewertung des Vertrages

Der Vertrag von Brest war kein sorgf√§ltig vorbereiteter Plan der deutschen Expansion im Osten, sondern das Produkt des russischen Zusammenbruchs und der reale Beginn der deutschen Expansion im Osten.[16] Bei den Bolschewiki fand man sp√§ter, dass die Annahme der ersten Bedingungen der Mittelm√§chte vorteilhafter gewesen w√§re. Allerdings sahen die neuen Machthaber Russlands im Frieden von Brest-Litowsk stets ein f√ľr ihre Entwicklung positives Moment. Erst der Frieden mit den Mittelm√§chten hatte ihnen die ben√∂tigte Atempause gew√§hrt, ihre Macht in Russland und den russisch beherrschten Gebieten des ehemaligen Zarenreiches zu konsolidieren. Die sowjetische Geschichtsschreibung wertete das russische Vorgehen in Brest-Litowsk und in der Zeit danach denn auch als hervorragendes Beispiel f√ľr Lenins Taktik, die tiefen Widerspr√ľche im ‚Äěimperialistischen Lager‚Äú zur Festigung und zum Ausbau der bolschewistischen Macht zu nutzen. Die siegreichen Staaten der Entente hatten f√ľr eine Nachkriegsordnung im Osten kein Konzept. Weder wussten sie, wie und in welcher Form sie sich gegen√ľber der neuen russischen Regierung verhalten sollten, noch wie mit dem erstarkten Nationalbewusstsein der osteurop√§ischen V√∂lker umzugehen sei. Im Endeffekt jedoch hatte die Aufteilung des ehemals russisch beherrschten Gebiets durch das Diktat der Mittelm√§chte die Grenzziehung der Alliierten vorweggenommen: Polen, Finnland und die baltischen Staaten wurden unabh√§ngig, der bolschewistische Einfluss war zur√ľckgedr√§ngt.

Die deutschen Milit√§rs hatten w√§hrend der Verhandlungen sogar die Sorge, die Entente k√∂nnte auf den allgemeinen Frieden eingehen und sie um ihren Profit in diesem Kriege bringen.[17] Auch die Reichsleitung hatte bei einem Verst√§ndigungsfrieden Angst um ihre Kriegsziele. Kanzler Hertling meinte schon im November 1917: ‚ÄěEs bestehe n√§mlich vielleicht ein gewisses Risiko, dass die Entente entgegen unserer Voraussetzung etwa doch die russischen Vorschl√§ge annehmen k√∂nnte. In diesem Falle w√§ren wir auch den √ľbrigen Ententel√§ndern gegen√ľber auf das Schlagwort ‚Äöohne Annexionen etc.‚Äė festgelegt, was wohl gegen√ľber den Russen m√∂glich sei, ganz allgemein genommen aber doch nicht unseren Absichten entspr√§che‚Äú.[18]
Interessant ist die Frage, wie hart der Friedensvertrag von Brest-Litowsk im Vergleich zum sp√§teren Friedensvertrag von Versailles war. F√ľr beide Abkommen wurden die Bezeichnungsweisen ‚ÄěVertrag‚Äú bzw. ‚ÄěDiktat‚Äú von der jeweiligen Sieger- bzw. Verliererseite verwendet. Brest-Litowsk war keineswegs ein Verst√§ndigungsfrieden, wie in der Friedensresolution verk√ľndet, sondern ein harter Gewaltfriede, durch milit√§rischen Vormarsch erzwungen. Von deutscher Seite wurde, insbesondere als es 1919 um die Ratifikation der Pariser Vorortvertr√§ge ging, ins Feld gef√ľhrt, dass die von Russland abzutretenden Gebiete nicht von ethnischen Russen bewohnt waren, sondern von nichtrussischen V√∂lkern, die nach Unabh√§ngigkeit strebten. Somit habe der Vertrag letztlich dem vom amerikanischen Pr√§sidenten Woodrow Wilson proklamierten Selbstbestimmungsrecht der V√∂lker entsprochen.

Verhalten der Entente

Das Verhalten der Staaten der Entente war von Unsicherheit gekennzeichnet. Es existierten unklare Vorstellungen dar√ľber, wie stark Deutschland nach einem Frieden im Osten sei und ob und in welcher Form Sowjetrussland mit dem Deutschen Reich kooperieren w√ľrde. Gro√übritannien glaubte, die Deutschen w√ľrden nun die √Ėlfelder am Kaspischen Meer besetzen wollen, und entsandte seinerseits Truppen dorthin, die Baku besetzten. Die britische Seite war bereits alarmiert durch eine Klausel, nach der sowohl das Osmanische Reich als auch Sowjetrussland ihre Truppen aus Persien zur√ľckzogen und die Bolschweki den Anglo-Russischen Vertrag √ľber Persien von 1907 f√ľr nichtig erkl√§rt hatten. Bef√ľrchtet wurde auch ein deutscher Marsch nach Indien. Falls der Krieg noch andauern w√ľrde, so der englische Generalstab im Mai 1918, sei Deutschland schon 1919 in der Lage, aus den besetzten vormals russischen Gebieten zwei Millionen Wehr- und Arbeitsf√§hige zu rekrutieren, womit ein Sieg Deutschlands an der Westfront sehr wahrscheinlich werden w√ľrde.

Daher setzten die Alliierten alles daran, Sowjetrussland zum Weiterk√§mpfen an der Seite der Entente zu bewegen. W√§hrend der Verhandlungen in Brest-Litowsk verk√ľndete US-Pr√§sident Wilson am 8. Januar sein 14-Punkte-Programm, das jedoch kein Echo bei den Bolschewiki fand. Der Oberste Sowjet lehnte ab und appellierte an ‚Äědas amerikanische Volk und in erster Linie die werkt√§tigen und ausgebeuteten Klassen der Vereinigten Staaten, ‚Ķ das Joch des Kapitalismus abzuwerfen und eine sozialistische Ordnung der Gesellschaft zu begr√ľnden‚Äú.

W√§hrend der Friedensverhandlungen versuchten Abgesandte der Alliierten in Moskau, die Bolschewiki davon zu √ľberzeugen, alliierte Truppen gegen die Deutschen ins Land zu rufen. Trotzki zeigte anfangs Sympathien f√ľr diese Pl√§ne, lie√ü sie aber fallen, als offensichtlich wurde, dass die Deutschen an einem Sturz der Bolschewiki nicht interessiert waren. Im selben Ma√üe sank die M√∂glichkeit der Einflussnahme der westlichen Gesandten. Ihr Plan, eine neue zweite Front im Osten zu er√∂ffnen und so eine Entlastung der Westfront herbeizuf√ľhren, war fehlgeschlagen. Also unternahmen sie den Versuch, selbst eine Front im Osten zu er√∂ffnen. Bereits drei Tage nach dem Abschluss des Friedensvertrages von Brest-Litowsk landeten 130 britische Marinesoldaten im russischen Wei√ümeerhafen Archangelsk. Einerseits wollten die Alliierten so die deutschen Truppen, von denen gerade einige in S√ľdfinnland gelandet waren, binden, andererseits lagerten in Murmansk und den H√§fen Archangelsk und Wladiwostok gro√üe Mengen milit√§rischer Ausr√ľstung, die Russland von der Entente erhalten hatte, als es sich noch im Krieg gegen Deutschland befand. Aufgrund der Revolutionswirren und mangelnder Transportm√∂glichkeiten war das Material noch dort. Nun f√ľrchteten die Alliierten, dass es in die H√§nde der Deutschen fallen k√∂nnte. Sp√§ter landeten noch weitere britische und US-amerikanische Truppen in Archangelsk, so dass im September 1918 15.000 alliierte Soldaten in Murmansk und etwa 7.000 in Archangelsk standen.

Trotz der Intervention konnten sich die Alliierten zu keiner eindeutigen Position gegen√ľber den Bolschewiki durchringen. W√§hrend des Krieges waren alle ihre Handlungen gegen die deutschen Truppen gerichtet, auch wenn sie noch 1917 den gegen die bolschewistische Regierung k√§mpfenden Parteien in der Ukraine und S√ľdrussland finanzielle Unterst√ľtzung hatten zukommen lassen. Die Alliierten hatten keine genaue Vorstellung, wieweit das Deutsche Reich sich Sowjetrussland gef√ľgig gemacht hatte. Aus Mangel an Informationen nahmen sie das Schlimmste an und versuchten zuallererst, den vermuteten deutschen Vormarsch nach Asien zu stoppen, sie also vom √Ėlreichtum des Nahen Ostens fernzuhalten. Dabei verwickelten sie sich in die Wirren des Russischen B√ľrgerkriegs. Ein Hinzuziehen Japans in die Invasionspl√§ne erwies sich als sehr langwierig und letztendlich erfolglos. Japan besetzte, zusammen mit amerikanischen Truppen, lediglich Wladiwostok. Aber auch dieses Unternehmen hatte, wie die anderen Invasionsversuche an der Peripherie des russischen Riesenreiches, keine Ber√ľhrung mit deutschen Truppen und behinderte weder die Bolschewiki noch die Deutschen in ihren Pl√§nen. Erst als das Deutsche Reich an der Westfront geschlagen war, nahmen die Entente-Staaten eine eindeutige antibolschewistische Position ein. Ihr weiteres milit√§risches Vorgehen gegen die Bolschewiki war dennoch unkoordiniert und daher erfolglos.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Wolfgang Herbst: Die Novemberrevolution in Deutschland - Dokumente und Materialien, Verlag Volk und Wissen, 1958, S. 15.
  2. ‚ÜĎ Zeitschrift f√ľr Geschichtswissenschaft, Band 12, Verlag Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1964, S. 831.
  3. ‚ÜĎ a b Sebastian Haffner: Der Teufelspakt. Mannesse Verlag, Z√ľrich 1988, ISBN 3-7175-8121-X, S. 35.
  4. ‚ÜĎ Richard von K√ľhlmann: Erinnerungen. Heidelberg 1948, S. 531.
  5. ‚ÜĎ Ottokar Czernin: Im Weltkriege. Berlin/Wien 1919, S. 305.
  6. ‚ÜĎ Leo Trotzki: Mein Leben, Kapitel Verhandlungen in Brest
  7. ‚ÜĎ Leo Trotzki: √úber Lenin. Material f√ľr einen Biographen, Kapitel Brest-Litowsk
  8. ‚ÜĎ Ladislaus Singer: Sowjetimperialismus. Seewald Verlag, Stuttgart 1970. S. 42f.
  9. ‚ÜĎ Peace Treaty Between Ukraine and Central Powers, 9 February 1918 (englischsprachige Version des Vertragstextes)
  10. ‚ÜĎ Ladislaus Singer: Sowjetimperialismus. Seewald Verlag, Stuttgart 1970. S. 44.
  11. ‚ÜĎ Wolfdieter Bihl: √Ėsterreich-Ungarn und die Friedensschl√ľsse von Brest-Litovsk. B√∂hlau, Wien/K√∂ln/Graz 1970, ISBN 3-205-08577-9, S. 118.
  12. ‚ÜĎ Daniela Bender u.a.: Geschichte und Geschehen ‚Äď Neuzeit, Sekundarstufe II. Klett Schulbuchverlag, Leipzig 2006, ISBN 978-3-12-430021-8, S. 225.
  13. ‚ÜĎ Wolfgang J. Mommsen: Das Zeitalter des Imperialismus. Fischer Weltgeschichte. Band 28. Frankfurt am Main 1969, S. 360.
  14. ‚ÜĎ Klaus Hildebrand: Das vergangene Reich. Deutsche Au√üenpolitik von Bismarck bis Hitler 1871-1945. Studienausgabe, Verlag Oldenbourg, M√ľnchen 2008, ISBN 978-3-486-58605-3; S. 370; und Gregor Sch√∂llgen: Das Zeitalter des Imperialismus. Band 15 von Oldenbourg Grundriss der Geschichte. Verlag Oldenbourg M√ľnchen 2000, ISBN 3-486-49784-7, S. 90.
  15. ‚ÜĎ Winfried Baumgart: Deutsche Ostpolitik 1918. Von Brest-Litowsk bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Wien/M√ľnchen 1966, S. 370.
  16. ‚ÜĎ Oleh S. Fedyshyn: Germany‚Äôs Drive to the East and the Ukrainian Revolution 1917‚Äď1918. New Brunswick/New Jersey 1971, ISBN 0-8135-0677-8, S. 257.
  17. ‚ÜĎ Ottokar Czernin: Im Weltkriege. Berlin/Wien 1919, S. 336.
  18. ‚ÜĎ Ingeborg Meckling: Die Au√üenpolitik des Grafen Czernin. Wien 1969, S.252.

Literatur

  • Ladislaus Singer: Sowjetimperialismus. Seewald, Stuttgart 1970.
  • Hans-Werner Rautenberg: Zusammenbruch und Neubeginn deutscher Ostpolitik nach dem Ersten Weltkrieg. in: Deutschland und das bolschewistische Russland von Brest-Litowsk bis 1941. Duncker und Humblot, Berlin 1991. ISBN 3-428-07248-0
  • Ploetz: Geschichte der Weltkriege. Komet. Herder, Freiburg 2002, 2004. ISBN 3-89836-236-1
  • Winfried Baumgart: Deutsche Ostpolitik 1918 ‚Äď Von Brest-Litowsk bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Oldenbourg, M√ľnchen 1966.
  • John W. Wheeler-Bennett: Brest-Litovsk, the forgotten peace, March 1918. Macmillan, London 1938, 1956, New York 1971.
  • Sebastian Haffner: Der Teufelspakt. Reinbek 1968.

Weblinks

 Commons: Treaty of Brest-Litovsk ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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