Friedrich II. (Preußen)

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Friedrich II. (Preußen)
Das einzige PortrÀt aus der langen Regierungszeit des Königs, zu dem er persönlich Modell gesessen hat, 1763 angefertigt von Johann Georg Ziesenis

Friedrich II., auch Friedrich der Große oder der Alte Fritz genannt, (* 24. Januar 1712 in Berlin, Königreich Preußen; † 17. August 1786 in Potsdam, Königreich Preußen) war ab 1740 König in und ab 1772 König von Preußen sowie KurfĂŒrst von Brandenburg.

Die von ihm gegen Österreich gefĂŒhrten drei Schlesischen Kriege um den Besitz Schlesiens wurden zum Auslöser des Deutschen Dualismus. Friedrichs Erfolg im letzten dieser Kriege, dem SiebenjĂ€hrigen von 1756-1763, fĂŒhrte zur endgĂŒltigen Anerkennung Preußens als fĂŒnfte Großmacht in der europĂ€ischen Pentarchie nach Frankreich, Großbritannien, Österreich und Russland.

Friedrich gilt als ein ReprĂ€sentant des aufgeklĂ€rten Absolutismus. So bezeichnete er sich selbst als „Ersten Diener des Staates“.[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben bis zum Herrschaftsantritt

FrĂŒhe Jahre (1712–1728)

Antoine Pesne: Friedrich (links) mit seiner Lieblingsschwester Wilhelmine

Friedrich wurde im Berliner Stadtschloss geboren und war der Ă€lteste ĂŒberlebende Sohn von insgesamt 14 Kindern von König Friedrich Wilhelm I. und dessen Gattin Sophie Dorothea von Hannover. Bis zu seinem sechsten Geburtstag lebte Friedrich gemeinsam mit seiner Ă€lteren Schwester Wilhelmine in der Obhut der nur französisch sprechenden Mme. Rocoulle, die schon seinen Vater betreut hatte. Danach erhielt Friedrich eine strenge, autoritĂ€r und religiös geprĂ€gte Erziehung nach den konkreten Vorgaben Friedrich Wilhelms I, der den Tagesablauf des Kurprinzen pedantisch genau vorschrieb, vom "frĂŒhstĂŒcken in sieben Minuten Zeit" bis zur Freizeit nach 17.00 Uhr, in der Friedrich tun könne, "was er will, wenn es nur nicht gegen Gott ist".[2] Der 1716 bestellte Erzieher Friedrichs, Jacques Égide Duhan de Jandun, ein hugenottischer FlĂŒchtling, der dem König bei der Belagerung Stralsunds im Jahre 1715 durch seine besondere Tapferkeit aufgefallen war, unterrichtete Friedrich bis 1727. Duhan entwickelte eine enge persönliche Bindung zu seinem SchĂŒler, erweiterte den vom König streng redigierten Stundenplan, indem er dem Prinzen auch Latein und Literatur nahebrachte, und war schließlich auch bei der Anschaffung der heimlichen Bibliothek des Thronfolgers behilflich.

Konflikt mit dem Vater (1728–1733)

1728 begann Friedrich heimlich mit dem Flötenunterricht bei Johann Joachim Quantz, wodurch sich die Konflikte zwischen dem tyrannischen, nur aufs MilitĂ€rische und aufs Ökonomische fixierten Vater und dem Kronprinzen weiter zuspitzten. Brutale körperliche und seelische ZĂŒchtigungen durch Friedrich Wilhelm gehörten zu dieser Zeit zur Tagesordnung in der königlichen Familie. Gleichwohl heizte der junge Friedrich diese Konflikte durch sein betont aufsĂ€ssiges Verhalten seinem Vater gegenĂŒber immer wieder an.

Friedrich II. suchte 1729 eine enge Freundschaft zum musischen und gebildeten acht Jahre Ă€lteren Leutnant Hans Hermann von Katte. Katte wurde Freund und Vertrauter Friedrichs, der ihn wegen dessen Weltgewandtheit bewunderte. Beide interessierten sich zudem fĂŒr das Flötenspiel und die Dichtkunst. Im FrĂŒhjahr 1730, wĂ€hrend eines von August dem Starken in Zeithain ausgerichteten Lagers (Lustlager von Zeithain), offenbarte Friedrich II. seinem Freund den Plan, nach Frankreich zu fliehen, um sich der Erziehungsgewalt seines strengen Vaters König Friedrich Wilhelm I. zu entziehen.

Friedrich versuchte in der Nacht vom 4. auf den 5. August 1730 zusammen mit dem Pagen Keith erfolglos, aus seinem Reisequartier bei Steinsfurt ĂŒber Frankreich nach England zu fliehen, wĂ€hrend Katte durch einen kompromittierenden Brief als Mitwisser entlarvt und wenig spĂ€ter verhaftet wurde.

ZunĂ€chst war Katte von einem preußischen Kriegsgericht wegen Desertion zu lebenslanger Festungshaft verurteilt worden. Friedrichs Vater aber ließ dem Gericht mitteilen, es möge sich nochmals zusammensetzen und ein neues Urteil fĂ€llen, womit er die Richter unmissverstĂ€ndlich aufforderte, ein Todesurteil gegen Katte zu verhĂ€ngen. Schließlich wandelte Friedrich Wilhelm selber den – nach wie vor auf lebenslange Festungshaft lautenden â€“ Spruch am 1. November 1730 per Allerhöchster Kabinettsordre in ein Todesurteil[3] um, welches am 6. November vor den Augen Friedrichs in KĂŒstrin auch vollstreckt wurde. Der König, der Friedrich anfangs ebenfalls wegen Verrats hinrichten wollte, verschonte ihn schließlich, wohl auch aus außenpolitischen ErwĂ€gungen, nachdem sowohl Kaiser Karl VI. als auch Prinz Eugen sich schriftlich fĂŒr den Kronprinzen verwandt hatten. Er wurde aber zur Festungshaft in KĂŒstrin verurteilt.[4]

Friedrich wiederum wurde zeitweilig sein prinzlicher Status aberkannt. Anfangs noch arrestiert, diente er ab 1731 in der KĂŒstriner Kriegs- und DomĂ€nenkammer, bis er im November wieder in die Armee aufgenommen wurde und 1732 als Inhaber des frĂŒheren Regiments zu Fuß von der Goltz (1806: Nr. 15) im damaligen Ruppin stationiert war. So lernte er Heeres- und Zivilverwaltung in eigener Anschauung kennen. Nachdem er 1732 einer Heirat mit der ungeliebten Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern – der Tochter Herzog Ferdinand Albrechts II. von Braunschweig â€“ zugestimmt hatte, war der Konflikt mit dem Vater nach außen hin beigelegt und Friedrich als Kronprinz rehabilitiert.[5]

Ruppiner Jahre (1733–1736)

Antoine Pesne: Friedrich als Kronprinz (um 1739)

Friedrich und Elisabeth Christine heirateten am 12. Juni 1733 im Schloss Salzdahlum. Es gab Ballett, eine Pastorale, in der der Kronprinz, der die Hauptrolle fĂŒhrte, Querflöte spielte, und Opern von Carl Heinrich Graun und Georg Friedrich HĂ€ndel.[6]

Die Ehe blieb kinderlos, was von verschiedenen Forschern darauf zurĂŒckgefĂŒhrt wird, dass Friedrich sich wie sein Bruder Heinrich sexuell stĂ€rker zu MĂ€nnern hingezogen fĂŒhlte. Auch eine Geschlechtskrankheit, die er sich kurz vor der Eheschließung bei einem Besuch am Hofe Augusts des Starken zugezogen habe, wird als Ursache angegeben.[7]

Rheinsberger Jahre (1736–1740)

Mit Erlaubnis seines Vaters zog der Kronprinz 1736 mit seiner Gemahlin nach Rheinsberg und residierte dort auf Schloss Rheinsberg. Die folgenden Jahre bis zum Tode seines Vaters 1740 verbrachte er dort mit eigener Hofhaltung. In der Zeit widmete er sich dem Studium der Philosophie, Geschichte und der Poesie. WĂ€hrend der Rheinsberger Jahre pflegte Friedrich zwar einen höflichen und zuvorkommenden Umgang mit seiner Frau, aber schon unmittelbar nach dem Tod seines Vaters schloss er - wie er es schon vor der erzwungenen Heirat angekĂŒndigt hatte[8] - Elisabeth Christine fast völlig vom Hofleben aus und wies ihr als Wohnsitz Schloss Schönhausen zu, wo sie einsam und zunehmend verbittert ĂŒber fĂŒnf Jahrzehnte verbrachte.[9]

1738 komponierte Friedrich seine erste Sinfonie. Ein Jahr darauf, 1739 schrieb Friedrich, der bereits mit Voltaire korrespondierte, den „Antimachiavell“, einen Tugendkatalog des aufgeklĂ€rten Idealmonarchen.

Weitere wichtige politische Schriften waren das „Politische Testament“ (1752) und „Regierungsformen und Herrscherpflichten“ (1777), in denen er sein VerstĂ€ndnis des aufgeklĂ€rten Absolutismus darlegte.

Friedrich II. als König

AnfĂ€nge 1740–1745

Erste Reformen (1740)

Am 31. Mai 1740 wurde Friedrich II. nach dem Tod seines Vaters preußischer König. Als junger Monarch erregte er Aufsehen in Europa, weil er zunĂ€chst inoffiziell die Folter abschaffte (Befehl vom 3. Juni 1740 an den Justizminister Cocceji, mit dem Vorbehalt, dass Folter bei „großen Mordtaten, wo viele Menschen ums Leben gebracht“, noch angewendet werden könne). 1754 wurde die Folter dann ohne jeden Vorbehalt abgeschafft.

Die fĂŒr Preußen in wirtschaftlicher Hinsicht nicht ganz uneigennĂŒtzige Toleranz und Offenheit gegenĂŒber Einwanderern und religiösen Minderheiten wie Hugenotten und Katholiken ist eine feste GrĂ¶ĂŸe seiner Amtszeit: „Alle Religionen seindt gleich und guht, wan nuhr die Leute, so sie profesieren [(öffentlich) bekennen], erliche Leute seindt, und wen TĂŒrken und Heiden kĂ€hmen und wolten das Land pöbplieren [bevölkern], so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen“ (aus einem Brief, 1740). Am 22. Juni 1740 schrieb er „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“. In der diskriminierenden Behandlung der Juden knĂŒpfte Friedrich II. jedoch nahtlos an die Politik seiner VorgĂ€nger an (Revidiertes General-Privileg 1750).

Bei seinem Regierungsantritt gab er dem Professor Formey den Auftrag, in Berlin eine französische Zeitung fĂŒr Politik und Literatur zu grĂŒnden. An den Minister Heinrich von Podewils erging der Befehl, die Zensur fĂŒr den nichtpolitischen Teil der Zeitungen aufzuheben. Politische Äußerungen unterlagen freilich nach wie vor der Zensur. Preußen war damit die erste absolute Monarchie Europas, in der eine zumindest eingeschrĂ€nkte Pressefreiheit eingefĂŒhrt wurde. Außerdem war es im Preußen Friedrichs II. fĂŒr alle BĂŒrger möglich, sich brieflich oder sogar persönlich an den König zu wenden. Er versuchte, zu große AuswĂŒchse des Feudalsystems zu unterbinden. Dabei war er insbesondere misstrauisch gegenĂŒber seinen eigenen Beamten, denen er im Zweifelsfall einen ausgeprĂ€gten StandesdĂŒnkel zum Nachteil der Ă€rmeren Schichten unterstellte.

Die ersten beiden Schlesischen Kriege (1740–1745)

Sechs Monate nach seiner Thronbesteigung im Jahre 1740 begann Friedrich den Ersten Schlesischen Krieg. Auslöser fĂŒr seinen Angriff auf Schlesien war der ĂŒberraschend frĂŒhe Tod des habsburgischen römisch-deutschen Kaisers Karl VI., der ohne mĂ€nnlichen Erben geblieben war und dessen Ă€lteste Tochter Maria Theresia gemĂ€ĂŸ den Bestimmungen der Pragmatischen Sanktion die Nachfolge angetreten hatte. Dieses Erbe weckte auch die Begehrlichkeiten anderer, dem Haus Habsburg verwandtschaftlich verbundener Nachbarn, so dass nach dem ersten preußischen Sieg in der Schlacht von Mollwitz Bayern, Sachsen und unter einem Vorwand auch Frankreich Friedrichs Beispiel folgten und Maria Theresia angriffen und sich der anfĂ€ngliche Konflikt um Schlesien zum Österreichischen Erbfolgekrieg ausweitete. Friedrich nutzte dies fĂŒr seine begrenzten Kriegsziele, sicherte sich im Separatfrieden von Breslau 1742 die Abtretung Schlesiens und schied aus der antipragmatischen Koalition aus. Im folgenden Kriegsjahr wendete sich das militĂ€rische Blatt: Zwar verlor das Haus Habsburg den Kaiserthron an Karl Albrecht von Bayern, aber Maria Theresias Truppen konnten sich mit englischer UnterstĂŒtzung behaupten und sogar zur Offensive ĂŒbergehen. In dieser Situation begann Friedrich um den dauerhaften Besitz Schlesiens zu fĂŒrchten und trat an der Seite der Gegner Österreichs 1744 erneut in den Krieg ein. Er behauptete, den wittelsbachischen Kaiser schĂŒtzen zu wollen, und marschierte in Böhmen ein, womit er erneut vertragsbrĂŒchig wurde und den Zweiten Schlesischen Krieg eröffnete. Dies festigte den Ruf Friedrichs als eines höchst unzuverlĂ€ssigen BĂŒndnispartners. Der preußische Angriff auf Böhmen scheiterte jedoch, und Friedrich musste sich wieder nach Schlesien zurĂŒckziehen. Die österreichischen Truppen folgten zwar, verloren aber entscheidende Feldschlachten, und so konnte Friedrich 1745 schließlich im Frieden von Dresden die erneute Garantie seiner schlesischen Eroberungen erreichen.


SiebenjĂ€hriger Krieg (1756–1763)

→ Hauptartikel: SiebenjĂ€hriger Krieg

Ausgangssituation

Aufgrund der Umkehrung der Allianzen ließ Friedrich II. Ende August 1756 seine Truppen in das KurfĂŒrstentum Sachsen ohne KriegserklĂ€rung einmarschieren und eröffnete den SiebenjĂ€hrigen Krieg. Damit kam er einem koordinierten Angriff einer Allianz praktisch aller direkten Nachbarn Preußens einschließlich der GroßmĂ€chte Österreich, Frankreich und Russland um wenige Monate zuvor. Seines strategischen Geschicks wegen bĂŒrgerte sich fĂŒr ihn endgĂŒltig der Beiname „der Große“ ein.[10]

Das Jahr 1757

So siegte er als Feldherr in den Schlachten Lobositz 1756; Prag 1757; Roßbach 1757, Leuthen 1757; Zorndorf 1758; Liegnitz 1760; Torgau 1760; Burkersdorf 1762. Er unterlag dreimal (Kolin 1757, Hochkirch 1758, Kunersdorf 1759). Im Belagerungskrieg war er weit weniger erfolgreich. Einer siegreichen Belagerung (Schweidnitz 1762) standen drei FehlschlĂ€ge gegenĂŒber (Prag 1757; OlmĂŒtz 1758; Dresden 1760). Zwar verlor Friedrich durch die Niederlage von Kolin den Nimbus der Unbesiegbarkeit, galt aber bei seinen Gegnern weiterhin als sehr schnell, unberechenbar und kaum zu bezwingen.

Die Niederlage von Kolin zerstörte Friedrichs Hoffnung auf einen kurzen, unkomplizierten Feldzug. Von nun an stellte er sich auf einen langen Waffengang ein. Seine Seelenlage verschlechterte sich zunehmend, zumal als er erfuhr, dass zehn Tage nach der Schlacht seine geliebte Mutter Sophie Dorothea in Berlin gestorben war. Eine Briefnotiz an den Herzog von Bevern vom 26. August 1757 belegt seine hoffnungslose Stimmung eindrĂŒcklich:

„Das seind schwere Zeiten, weiss Gott! und solche beklummene UmstĂ€nde, dass man ein grausam GelĂŒcke gebraucht, um sich aus allem diesen durchzuwicklen.[11]“

Am Rand der Niederlage (1758–1760)

Die Staatsfinanzen waren hoffnungslos zerrĂŒttet; der Krieg mit vorhandenen Mitteln nicht mehr zu finanzieren. Der PĂ€chter diverser MĂŒnzprĂ€gestĂ€tten, der Kaufmann Veitel Heine Ephraim, erbot sich dem bedrĂ€ngten Monarchen, insgeheim den Silbergehalt von Groschen und Talern zu senken. Der König sicherte Ephraim Straffreiheit zu und ließ die meisten Unterlagen vernichten, die eine Beteiligung der Regierung an der systematischen FalschmĂŒnzerei belegten.[12]

Nach dem katastrophalen Ausgang in der Schlacht bei Kunersdorf im August 1759 war Friedrich II. einige Zeit nicht mehr in der Lage, die Armee zu befehligen. Am Abend der Schlacht ĂŒbertrug er den Oberbefehl auf seinen Bruder Prinz Heinrich und schrieb an den Staatsminister Graf von Finckenstein in Berlin:

„Ich habe heute morgen um 11 Uhr den Feind angegriffen. Wir haben sie bis zum Judenkirchhof bei Frankfurt zurĂŒckgedrĂ€ngt. Alle meine Truppen haben Wunder an Tapferkeit vollbracht, aber dieser Kirchhof hat uns ungeheure Verluste gekostet. Unsere Leute gerieten durcheinander, ich habe sie dreimal wieder rangiert, am Ende war ich selber drauf und dran, gefangen zu werden, und musste das Schlachtfeld rĂ€umen. Meine Kleidung ist von Kugeln durchlöchert. zwei Pferde wurden mir unter dem Leib erschossen, mein UnglĂŒck ist, dass ich noch am Leben bin. Unsere Niederlage ist enorm. Von einer Armee von 48.000 Mann habe ich keine dreitausend mehr. Indem ich dies schreibe, flieht alles, und ich bin nicht mehr Herr meiner Leute. Man wird gut daran tun in Berlin, an seine Sicherheit zu denken. Das ist ein grausamer RĂŒckschlag, ich werde ihn nicht ĂŒberleben; die Folgen dieses Treffens werden schlimmer sein als das Treffen selbst. Ich habe keine Reserve mehr, und, um nicht zu lĂŒgen, ich glaube, dass alles verloren ist. Ich werde den Untergang meines Vaterlandes nicht ĂŒberleben. Adieu fĂŒr immer! Friedrich“

– Politische Correspondenz, Bd. 18, S. 481; dt.

Nach Kunersdorf stand die totale Niederlage fĂŒr Preußen kurz bevor. Friedrich selber war tief getroffen: „Es steht zu vermuten“, schreibt Wolfgang Venohr, „dass Friedrich in den ersten schrecklichen Tagen nach Kunersdorf mit Todesgedanken spielte“.[13] Doch es kam zu einer unerwarteten Wendung: Anstatt auf Berlin zu marschieren, zögerten Österreicher und Russen volle zwei Wochen, bis sie, am 1. September, ostwĂ€rts abrĂŒcken. Friedrich war vorlĂ€ufig gerettet und sprach erleichtert vom „Mirakel des Hauses Brandenburg“. An Prinz Heinrich schrieb er am 5. September aus dem Lager Waldow an der Oder:

„Ich habe Ihr Schreiben vom 25. erhalten und ich verkĂŒnde Ihnen das Wunder des Hauses Brandenburg: WĂ€hrend der Feind die Oder ĂŒberquerte und nur eine [zweite] Schlacht zu wagen brauchte, um den Krieg zu beenden, ist er von MĂŒllrose nach Lieberose abmarschiert.“

– Politische Correspondenz, Bd. 18, S. 510; dt.

RĂ©tablissement und spĂ€te Erwerbungen (1763–1779)

Wiederaufbau im Inneren

Preußen hatte sich unter Friedrich II. im SiebenjĂ€hrigen Krieg gegen den Widerstand von schließlich drei europĂ€ischen GroßmĂ€chten (Frankreich, Österreich, Russland) und den MittelmĂ€chten Schweden und Kursachsen behauptet. Allerdings war Friedrich II. durch die Strapazen und persönlichen Verluste der FeldzĂŒge bis 1763 frĂŒh gealtert. Die intellektuelle Weltoffenheit des jungen Königs aus seinen ersten Regierungsjahren wich der Verbitterung und einem ausgeprĂ€gten Zynismus. Trotzdem hatte er 1763 Preußen eine sichere existenzielle Basis im politischen Konzert der damaligen MĂ€chte verschafft und neben Russland, Österreich, Frankreich und England als fĂŒnfte europĂ€ische Großmacht etabliert. 1769 war er beschĂ€ftigt mit seinem Neffen und dessen Cousine: nĂ€mlich mit der Ehescheidung zwischen Elisabeth Christine Ulrike von Braunschweig-WolfenbĂŒttel und dem Thronfolger Friedrich Wilhelm II.

Sehr verdient machte er sich um die Entwicklung des Rechts, insbesondere des Allgemeinen Landrechts. Weitere seine Regierungszeit kennzeichnende, innenpolitische Taten nach 1763 waren in der Landwirtschaft die EinfĂŒhrung der Kartoffel als Nahrungsmittel. So ordnete er allen preußischen Beamten am 24. MĂ€rz 1756 im so genannten Kartoffelbefehl an, sĂ€mtlichen Untertanen den Kartoffelanbau „begreiflich“ zu machen. Nach 1763 kĂŒmmerte er sich verstĂ€rkt um den Landesausbau, besonders in der Mark Brandenburg durch die Trockenlegung des Oderbruches bis 1762. Ab 1700 wurden viele SeitenkanĂ€le des wilden Drömlings trockengelegt, sogar im Braunschweigischen Amt Calvörde.

Die von ihm gewĂŒnschte und angeregte allgemeine Abschaffung oder Milderung der Leibeigenschaft scheiterte am massiven Widerstand des preußischen Landadels, wurde aber auf den königlichen KrondomĂ€nen schrittweise durchgesetzt. In den neu erschlossenen Gebieten wurden Dörfer errichtet und freie Bauern angesiedelt. Es war bei anstehender VerlĂ€ngerung eines Pachtvertrags fĂŒr staatlichen Grund ĂŒblich, dass Angestellte, MĂ€gde, Knechte ĂŒber ihre Behandlung befragt wurden und bei MissstĂ€nden der PĂ€chter, auch bei erfolgreichem Wirtschaften, ausgetauscht wurde.

WĂ€hrend der Regentschaft Friedrichs II. wurden Hunderte von Schulen gebaut. Das Landschulsystem krankte allerdings an der ungeregelten Lehrerausbildung. HĂ€ufig wurden ehemalige Unteroffiziere herangezogen, die des Lesens, Schreibens und Rechnens selbst oft nur lĂŒckenhaft mĂ€chtig waren.

Außenpolitik

Im Zuge der Ersten Teilung Polens im Jahre 1772 kam es zur Annektierung polnischer Gebiete durch Russland, Preußen und Österreich. Preußen bekam das so genannte Polnisch-Preußen oder Westpreußen. Seitdem nannte sich der Monarch Friedrich II., König von Preußen und nicht mehr, wie seine beiden VorgĂ€nger, König in Preußen. Die Initiative dazu ging vom Diplomaten Graf Lynar aus und stand vor dem Hintergrund kriegerischer Unruhen in Polen und des sich daraus ergebenen russisch-tĂŒrkischen Krieges. In einem Brief an seinen Gesandten von Solms in Sankt Petersburg schrieb Friedrich II. 1769 von einer „seltsamen Idee“ und einem „interessanten“ und „verfĂŒhrerischen“ Plan Lynars, sich fĂŒr die Schwierigkeiten in Polen und die Hilfe in Russlands Krieg gegen die TĂŒrken an einigen Landesteilen Polens schadlos zu halten.

Im Bayerischen Erbfolgekrieg (1778/1779), auch als „Kartoffelkrieg“ bekannt, vereitelte Friedrich II. die Bestrebungen des Habsburgers und Kaisers Joseph II., Belgien gegen große Teile Bayerns zu tauschen. Ohne das Eingreifen Preußens wĂ€re Bayern damals mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Teil Österreichs geworden. Das österreichische Festhalten am bayerisch-belgischen Tauschprojekt beantwortete Preußen mit der GrĂŒndung des protestantisch dominierten FĂŒrstenbundes im Jahre 1785.

1785 schloss Friedrich II. mit den Vereinigten Staaten einen Freundschafts- und Handelsvertrag, dessen Grundlage die Anerkennung der erst seit kurzem unabhĂ€ngigen 13 Staaten der USA seitens Preußens darstellte. Zudem existiert darin ein Novum fĂŒr damalige solche VertrĂ€ge: Beide als oberste Chefs der Exekutive ihrer Staaten verlangen und vereinbaren mit ihrer Unterschrift die besondere und unbedingt humane Haft fĂŒr Kriegsgefangene.[14]

Tod

Sterbesessel von Friedrich II.
Grabplatte auf der Terrasse von Schloss Sanssouci in Potsdam (von Bewunderern mit Kartoffeln und Blumen belegt).

Friedrich starb am 17. August 1786 im Schloss Sanssouci in seinem Sessel. Obwohl Friedrich in einer Gruft auf der Terrasse von Schloss Sanssouci neben seinen Hunden beerdigt werden wollte, ließ ihn sein Neffe und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. in der Potsdamer Garnisonkirche in einer hinter dem Altar befindlichen Gruft an der Seite seines Vaters, Friedrich Wilhelm I., beisetzen. 1944 wurde der Sarg in die Elisabethkirche nach Marburg verbracht und kam 1952 – auf Initiative von Louis Ferdinand von Preußen – in die Kapelle der Burg Hohenzollern. Am 17. August 1991 wurde der letzte Wille des Königs erfĂŒllt und sein Sarg wieder nach Potsdam ĂŒberfĂŒhrt, um dort in der bereits zu seinen Lebzeiten vollendeten Gruft beerdigt zu werden. Friedrich hatte in seinem Testament verfĂŒgt, bei Nacht mit kleinstem Gefolge und beim Schein einer Laterne beigesetzt zu werden. Das entsprach seinem philosophischen Anspruch. Stattdessen gestaltete sich die Beisetzung auf dem Weinberg von Sanssouci aber zu einer Art StaatsbegrĂ€bnis. Seitdem markiert und schmĂŒckt eine einfache Steinplatte sein Grab52.40406313.039782.

Persönlichkeit Friedrichs II.

Der „Alte Fritz“: Friedrich II. im Alter von 68 Jahren
GemÀlde von Anton Graff, 1781

Friedrich korrespondierte mit Voltaire, den er mehrmals traf. Im Jahre 1740 war Voltaire 14 Tage auf Schloss Rheinsberg zu Gast. Ab 1751 verweilte er fĂŒr etwa zwei Jahre in Potsdam. Allerdings kam es bald, im Jahr 1753, zum ZerwĂŒrfnis, das fĂŒr dauerhafte Verstimmungen sorgte.

Friedrich schrieb zahlreiche Werke in französischer Sprache. Europaweit berĂŒhmt wurde sein „Antimachiavell“ (1740), in dem er staatspolitische GrundsĂ€tze des Machiavelli einer kritischen, dem Geist der AufklĂ€rung verpflichteten Analyse unterzog.

Er war an Kunst in jeder Form interessiert, skizzierte beispielsweise selbst sein Potsdamer Schloss Sanssouci und ließ es von Knobelsdorff ausfĂŒhren. Er legte eine bedeutende Bildersammlung an, spielte sehr gut Querflöte und komponierte, unterstĂŒtzt von seinem Flötenlehrer Johann Joachim Quantz, auf gehobenem Niveau. Auch Franz Benda und Johann Gottlieb Graun spielten im Musikleben in Rheinsberg und Berlin eine wichtige Rolle. Sein Kunstgeschmack war sehr gefestigt, aber eher statisch, so dass er europĂ€ische Entwicklungen in vielen Bereichen kaum beachtete. Weithin bekannt ist sein – von Friedrichs Hofmusiker Carl Philipp Emanuel Bach arrangiertes â€“ Treffen mit Johann Sebastian Bach 1747 in Sanssouci. Im Zuge dieser Begegnung schrieb Bach sein berĂŒhmtes „Musikalisches Opfer“ ĂŒber das von Friedrich vorgegebene „Königliche Thema“. Ferner hatte Friedrich II. eine große Vorliebe fĂŒr die Flötensonaten von Muzio Clementi (1752–1832).

Ein aus der Sicht des deutschen BildungsbĂŒrgertums großes Ärgernis war seine Schrift De la LittĂ©rature Allemande (Über die deutsche Literatur, 1780), in der er durchaus kenntnisreich, aber aus einer an der Hofkultur und am europĂ€ischen Zentrum Paris orientierten Sicht den Aufschwung der deutschsprachigen Literatur verurteilte, die im 19./20. Jahrhundert einen deutschen Nationalstolz begrĂŒndete. Als einer von wenigen traute sich Erich KĂ€stner mit seiner Dissertation 1925, sich mit der franzosenfreundlichen Schrift auseinanderzusetzen.

Ohne Wissen seines Vaters war Friedrich 1738 in Braunschweig Freimaurer geworden. In Rheinsberg grĂŒndete er eine Freimaurerloge, aus der nach seiner Thronbesteigung die preußische Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ wurde.

Der Monarch schonte sich wenig, so dass insbesondere die zahlreichen KriegszĂŒge, an denen er persönlich teilnahm – was bei Regenten der damaligen Zeit durchaus nicht selbstverstĂ€ndlich war â€“, sehr an ihm zehrten. Doch nicht zuletzt trug diese eiserne Konsequenz des „roi charmant“ aus Sanssouci in den schweren Zeiten des SiebenjĂ€hrigen Krieges, die zudem vom Tod enger Freunde, wie des Generals von Winterfeldt, seiner geliebten Schwester Wilhelmine von Bayreuth oder des Marschalls Keith ĂŒberschattet wurden, zu seinem bis heute nicht verblassten Ruhm bei.

Einige der wenigen Frauen, die seinem hohen Anspruchsniveau entsprachen und denen er deshalb seinen Respekt zollte, waren die so genannte „große LandgrĂ€fin“ Henriette Karoline von Pfalz-ZweibrĂŒcken und Katharina die Große, der er mehrere Gedichte widmete und mit der er in einem regen Briefverkehr stand. Katharinas zweimaliger Einladung zu einer persönlichen Begegnung ist er jedoch ausgewichen; auch Maria Theresia hat Friedrich nie persönlich kennengelernt.[15] Er erwartete von Frauen den gleichen schöngeistigen Esprit, fĂŒr den seine Tafelrunden gerĂŒhmt wurden.

DenkmÀler und Bildnisse

Die meisten heute bekannten GemĂ€lde und Bildnisse sind keine zeitgenössischen Darstellungen. Friedrich der Große stand wĂ€hrend seiner Regierungszeit nachweislich nur einmal im Jahre 1763 einem KĂŒnstler als Modell zur VerfĂŒgung (siehe Bildnis am Beginn dieses Artikels). Es handelt sich um ein GemĂ€lde von Johann Georg Ziesenis.[16] Alle anderen Bildnisse sind anhand von - heute nicht mehr auffindbaren - Vorlagen und Skizzen entstanden.

Nach Friedrichs Tod wurden ihm zahlreiche DenkmĂ€ler errichtet. So wurde seine BĂŒste in der Walhalla aufgestellt und von Joseph Uphues ein Standbild in der Denkmalgruppe 28 der Siegesallee errichtet, das Kaiser Wilhelm II. besonders am Herzen lag. Das bedeutendste Denkmal ist das Reiterstandbild Friedrichs des Großen, zu sehen Unter den Linden in Berlin. Das Denkmal hatte den Krieg ohne Schaden ĂŒberstanden, wurde zu DDR-Zeiten 1950 entfernt und 1980 wieder aufgestellt. Dies geschah, als die historische Rolle des Königs als eines aufgeklĂ€rten Herrschers von der marxistisch-leninistischen Geschichtswissenschaft positiver bewertet wurde. Ein Gedenkstein fĂŒr Friedrich befindet sich am ehemaligen „KnĂŒppelweg“ in Lieberose. Dieser fast vergessene Denkstein steht an dem Ort, an dem Friedrich nach der Niederlage bei Kunersdorf seine Truppen sammelte.

Eine andere Art von Denkmal stellt das einzige nach ihm benannte Gymnasium im westfĂ€lischen Herford dar. Schon 1766, also zu seinen Lebzeiten bat der Rat der Stadt Herford um die Erlaubnis, das seit 1540 stĂ€dtische Gymnasium nach dem Landesherren benennen zu dĂŒrfen. Anlass war eine von Friedrich genehmigte, landesweite Kollekte zur Renovierung und Erweiterung der Schule.

Rezeption

Im 19. und 20. Jahrhundert war der politische Mythos rund um Friedrich den Großen einem stetigen Wandel unterworfen. Galt der „Alte Fritz“ bis 1870 noch als BegrĂŒnder des deutschen Dualismus, so nutzten ihn spĂ€tere Generationen fĂŒr ihre propagandistischen Zwecke aus.

Viele Politiker und Aristokraten des spĂ€ten 19. und frĂŒhen 20. Jahrhunderts versuchten ihm nachzueifern und stilisierten ihn zum Wegbereiter des protestantischen Deutschland. Ein Beispiel fĂŒr solcherlei VerklĂ€rung sind die Fridericus-Rex-Filme der 1920er Jahre. Friedrich war einer der ersten Prominenten, deren Biographie fĂŒr das zu jener Zeit gerade im Kommen begriffene Medium Kino aufbereitet wurde.

Ihren Höhepunkt erreichte die Glorifizierung Friedrichs im Dritten Reich unter der FederfĂŒhrung des Propagandaministers Joseph Goebbels. Das Regime bezeichnete ihn nicht nur als „ersten Nationalsozialisten“, Friedrich und dessen Gefolgsleute wurden auch zum Inbegriff deutscher Disziplin, Standhaftigkeit und Vaterlandstreue stilisiert. So rechtfertigten die Nationalsozialisten in den letzten Kriegsmonaten beispielsweise die Einberufung der Hitlerjungen zum Volkssturm mit der BegrĂŒndung, Friedrich habe auch 15-jĂ€hrige Adelssöhne zu Leutnants erhoben. So wurde die Legende des charismatischen Preußenkönigs jahrhundertelang von politischen Machthabern missbraucht; ob er als „undeutsch“ oder „deutschnational“ bezeichnet wurde, unterlag dabei dem jeweiligen Zeitgeist.

Der Mainzer Historiker Karl Otmar von Aretin bestreitet, dass Friedrich nach Art des AufgeklĂ€rten Absolutismus regierte, und sieht ihn als BegrĂŒnder einer unguten, verantwortungslosen und macchiavellistischen Tradition in der deutschen Außenpolitik.[17]

Werke

Literatur (Auswahl)

Bibliographien

LexikonbeitrÀge

Monographien

Biographien

  • Rudolf Augstein: Preussens Friedrich und die Deutschen, S. Fischer Verlag, 1968.
  • Friedrich Benninghoven, Helmut Börsch-Supan, Iselin Gundermann: Friedrich der Große. Ausstellung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz anlĂ€sslich des 200. Todestages König Friedrichs II. von Preußen, Berlin: Nicolai 1986.
  • Jean-Paul Bled: FrĂ©dĂ©ric le Grand, Fayard, Paris 2004. (dt.: Friedrich der Große, Artemis & Winkler, DĂŒsseldorf 2006, ISBN 3-538-07218-3)
  • Wilhelm Bringmann: Friedrich der Große. Ein PortrĂ€t. Herbert Utz Verlag, MĂŒnchen 2006, ISBN 3-8316-0630-7.
  • David Fraser: Frederick the Great. Penguin. London 2000, ISBN 0-14-028590-3.
  • Peter-Michael Hahn: Friedrich der Große und die deutsche Nation. Geschichte als politisches Argument, Kohlhammer, Stuttgart 2007.
  • Oswald Hauser (Hrsg.): Friedrich der Große in seiner Zeit, Böhlau, Köln 1987, ISBN 3-412-08186-8.
  • Gerd Heinrich: Friedrich II. von Preußen. Leistung und Leben eines großen Königs, Duncker & Humblot, Berlin 2009, ISBN 978-3-428-12978-2.
  • Georg Holmsten: Friedrich II. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Rowohlt, Reinbek 1969, Neuausgabe 2001.
  • Hans Jensen (Hrsg.): Friedrich der Grosse und Maria Theresia in Augenzeugenberichten, dtv, MĂŒnchen Frankfurt 1972.
  • Christian Graf von Krockow: Friedrich der Große. Ein Lebensbild, Bastei LĂŒbbe GmbH & Co.KG, 2005, ISBN 3404614607.
  • Johannes Kunisch: Friedrich der Große. Der König und seine Zeit, C.H. Beck, 4. Auflage, MĂŒnchen 2005, ISBN 3-406-52209-2.
  • Johannes Kunisch: Friedrich der Große in seiner Zeit. Essays, C.H. Beck, MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-406-56282-2.
  • Ingrid Mittenzwei: Friedrich II. von Preußen. Eine Biographie, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin, Berlin 1990, ISBN 3326004001.
  • Theodor Schieder: Friedrich der Große. Ein Königtum der WidersprĂŒche, Verlag Ullstein GmbH PropylĂ€en Verlag, Frankfurt/ Main 1983, ISBN 3-549-07638-X.
  • Franz Kugler, Adolph von Menzel: Geschichte Friedrich des Grossen, R. Löwit, Wiesbaden 1981 (Neuauflage des Erstdrucks von 1840).

Studien zu Einzelaspekten

Familie

  • Christian Graf von Krockow, Die preußischen BrĂŒder. Prinz Heinrich und Friedrich der Große, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1996.
  • Charlotte Pangels: Friedrich der Große. Bruder, Freund und König, Callwey, MĂŒnchen 1979.

Kultur

  • James R. Gaines: Evening in the Palace of Reason. Bach meets Frederick the Great in the age of enlightement. Harper Perennial Books, London 2005, ISBN 0-00-715658-8.
  • Brunhilde Wehinger (Hrsg.): Geist und Macht. Friedrich der Große im Kontext der europĂ€ischen Kulturgeschichte, Akademie Verlag, Berlin 2005.

Politik und MilitÀr

  • Frank Althoff: Untersuchungen zum Gleichgewicht der MĂ€chte in der Außenpolitik Friedrichs des Großen nach dem SiebenjĂ€hrigen Krieg (1763–1786) Duncker & Humblot. Berlin 1995, ISBN 3-428-08597-3.
  • Heinz Duchhardt (Hrsg.): Friedrich der Große, Franken und das Reich. Böhlau. Köln 1986, ISBN 3-412-03886-5.
  • Christopher Duffy: Frederick the Great. A military life, Routledge & Paul, London 1985 (dt.: Friedrich der Große. Ein Soldatenleben, ZĂŒrich: Benziger 1986. Neuausgabe DĂŒsseldorf 2001. ISBN 978-3491960268)
  • Christopher Duffy, The army of Frederick the Great, David & Charles, Newton Abbot, 1974.
  • RĂŒdiger Hachtmann: Friedrich II. von Preußen und die Freimaurerei, in: Historische Zeitschrift 264, S. 21-54, 1997.
  • Walther Hubatsch: Friedrich der Große und die preußische Verwaltung, Grote, Berlin 1973.
  • Johannes Kunisch: Das Mirakel des Hauses Brandenburg. Studien zum VerhĂ€ltnis von Kabinettspolitik und KriegfĂŒhrung im Zeitalter des SiebenjĂ€hrigen Krieges, Oldenbourg, MĂŒnchen 1978.
  • Johannes Kunisch: Friedrich der Große und die preußische Königskrönung von 1701, Schöningh, Paderborn 2002, ISBN 3-506-71480-5.
  • Martin Fontius (Hrsg.): Friedrich II. und die europĂ€ische AufklĂ€rung. Duncker & Humblot. Berlin 1999, ISBN 3-428-09641-X. (Rezension)

Vorfahren

Ahnentafel Friedrich II., König von Preußen
Ururgroßeltern

KurfĂŒrst
Georg Wilhelm (Brandenburg) (1595–1640)
∞ 1616
Elisabeth Charlotte von der Pfalz (1597–1660)

Statthalter der Niederlande,
Friedrich Heinrich (Oranien) (1584–1647)
∞ 1625
Amalie zu Solms-Braunfels (1602–1675)

KurfĂŒrst
Friedrich V. (Pfalz) (1596–1632)
∞ 1613
Elisabeth Stuart (1596–1662)

Herzog
Georg von Braunschweig- LĂŒneburg (1582–1641)
∞ 1617
Anna Eleonore von Hessen-Darmstadt (1601–1659)

Alexander II. Desmier d'Olbreuse
∞
Jacquette Poussard de Vandré

Urgroßeltern

KurfĂŒrst
Friedrich Wilhelm (Brandenburg) (1620–1688)
∞ 1646
Luise Henriette von Oranien (1627–1667)

KurfĂŒrst
Ernst August (Braunschweig-LĂŒneburg) (1629–1698)
∞ 1658
Sophie von der Pfalz (1630–1714)

Herzog
Georg Wilhelm (Braunschweig-LĂŒneburg) (1624–1705)
∞ 1676
Eleonore d'Olbreuse (1639–1722)

Großeltern

König Friedrich I. (Preußen) (1657–1713)
∞ 1684
Sophie Charlotte von Hannover (1668–1705)

König Georg I. (Großbritannien) (1660–1727)
∞ 1682
Sophie Dorothea von Braunschweig-LĂŒneburg (1666–1726)

Eltern

König Friedrich Wilhelm I. (Preußen) (1688–1740)
∞ 1706
Sophie Dorothea von Braunschweig-LĂŒneburg (1687–1757)

Friedrich II. (1712–1786), König von Preußen

Weblinks

 Commons: Friedrich II â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Vgl. Antimachiavel, in: Oeuvres, Bd. 8, S. 66, sowie MĂ©moires pour servir Ă  l'histoire de la maison de Brandenbourg, in: Oeuvres, Bd. 1, S. 123.
  2. ↑ "Reglement, wie mein Ă€ltester Sohn Friedrich seine Studien ... halten soll", 3. September 1721, zitiert nach: Frank Schumann (Hg), AllergnĂ€digster Vater, Berlin 1983, S. 23ff.
  3. ↑ Wortlaut bei Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Band 2 (Oderland) „Jenseits der Oder“ – KĂŒstrin: Das Kriegsgericht zu Köpenick
  4. ↑ Theodor Fontane schildert die VorgĂ€nge ausfĂŒhrlich in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Band 2 (Oderland) „Jenseits der Oder“ – KĂŒstrin: Die Katte-Tragödie
  5. ↑ Theodor Fontane schrieb hierĂŒber in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg: Band 2 (Oderland) „Jenseits der Oder“ – Tamsel I: Frau von Wreech; Band 1 (Die Grafschaft Ruppin) „Am Ruppiner See“ – Neu-Ruppin: Kronprinz Friedrich in Ruppin
  6. ↑ Hans-Henning Grote (2005) Schloss WolfenbĂŒttel. Residenz der Herzöge zu Braunschweig und LĂŒneburg. S. 228. ISBN 3-937664-32-7.
  7. ↑ Joachim Campe, Andere lieben. HomosexualitĂ€t in der deutschen Literatur. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988, S. 110f; Johannes Kunisch, Friedrich der Große. Der König und seine Zeit. Beck Verlag, MĂŒnchen 2004, S. 79; Gerd Fesser, Der König von Rheinsberg, in: Die Zeit 32 (2002) online
  8. ↑ Siehe Friedrich an Grumbkow, 26. Januar 1732, zitiert bei Theodor Schieder, Friedrich der Grosse, S. 44.
  9. ↑ Zur faktischen "Verbannung" Elisabeths vgl. ebenfalls Schieder, Friedrich der Grosse, S. 51; sowie Karin Feuerstein-Praßer, Die preußischen Königinnen, S. 197ff.
  10. ↑ Zum Epitheton „der Große“ siehe den Tagungsbericht von Ullrich Sachse: Friedrich und die historische GrĂ¶ĂŸe. In: H-Soz-u-Kult, 2. Dezember 2009.
  11. ↑ Vgl. Politische Correspondenz, Bd. 15, S. 308.
  12. ↑ Klaus Wiegrefe: Der kleine König. In: Der Spiegel 45/2011, S.75, 82 online; Selma Stern: Der preussische Staat und die Juden. Band 3: Die Zeit Friedrichs des Großen. Mohr Siebeck, TĂŒbingen 1971, ISBN 3-16-831372-6, S. 249.
  13. ↑ Vgl. Venohr, König, S. 209.
  14. ↑ Wortlaut des Vertrages in englischer Sprache:[1]. FĂŒr die USA unterzeichneten Thomas Jefferson in Paris, Benjamin Franklin in Passy und John Adams in London, fĂŒr den preußischen König sein Botschafter Friedrich Wilhelm von Thulemeyer in Den Haag
  15. ↑ Vgl. Theodor Schieder, Friedrich der Grosse, S. 400ff.
  16. ↑ Katalog des Auktionshauses Bolland & Marotz, Bremen 2009
  17. ↑ Karl Otmar von Aretin, Friedrich der Große. GrĂ¶ĂŸe und Grenzen des Preussenkönigs. Bilder und Gegenbilder, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 1985, S. 150f


VorgÀnger Amt Nachfolger
Friedrich Wilhelm I. König von Preußen und KurfĂŒrst von Brandenburg
1740–1786
Friedrich Wilhelm II.

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