Georg-Meistermann-Preis

Georg Meistermann (* 16. Juni 1911 in Solingen; † 12. Juni 1990 in Köln) war Maler, Zeichner und Graphiker und schuf über eintausend Glasfenster an rund 250 Orten in Europa.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Meistermann studierte seit 1928 an der Düsseldorfer Kunstakademie, bis ihm 1933 die Ausstellung seiner Werke verboten wurde, bildete sich dann autodidaktisch weiter und arbeitete als freier Zeichenlehrer. Ausgehend vom Spätkubismus und beeinflusst von Alfred Manessier, entwickelte er einen zunehmend abstrakten Stil. Neben Gemälden, Portraits und Wandbildern gestaltete Meistermann seit 1937 vor allem kirchliche und profane Glasfenster (unter anderem 1957 für die Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche in Berlin).

Seit 1952 lehrte er als Professor an der Frankfurter Städelschule, an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Kunstakademie Düsseldorf und war Präsident des Deutschen Künstlerbundes 1965 bis 1972.[1]

Georg Meistermann war Teilnehmer der documenta 1 (1955) und der documenta II (1959) in Kassel.

Georg Meistermann - Eine Einführung

Glasfenster von Georg Meistermann in Köln-Kalk

Georg Meistermanns führende Bedeutung in der internationalen Kunstgeschichte der Glasmalerei ist unumstritten. Hinsichtlich der Kunst des 20. Jahrhunderts gilt er weltweit als herausragender Glasmaler. Für die Zeit nach 1945 hat er wie kein anderer die Entwicklungen und Leistungen der Glaskunst geprägt. In den USA spricht man vom „german-Meistermann-style“ und in Frankreich nennt man ihn schlicht den „maìtre de cologne“.

Jedoch nicht nur in der gläsernen Kunst, sondern ebenso in der Malerei, Zeichnung und Druckgraphik hat sich Meistermann einen großen Namen gemacht. Ihm und seinem Schaffen ist es mit zu verdanken, dass Deutschland nach dem 2.Weltkrieg wieder Anschluss an die internationale Kunstentwicklung gefunden hat. Dazu kommen seine Verdienste als langjähriger Künstlerbundpräsident und seine viel beachteten wie gefürchteten, wirkungsmächtigen Diskussionsbeiträge als Intellektueller, Kritiker und Streiter in Sachen Kunst, Kultur, Kirche, Menschen-Bild, Gesellschaft und Politik.

Noch „vor Joseph Beuys und Klaus Staeck“ zählt der 1911 in Solingen geborene und seit 1949 in Köln lebende Künstler, so der führende deutsche Kunstkritiker Eduard Beaucamp von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, „zum raren Potential an Widerspruchsgeist, streitbaren, ja zornigen Moralismus in der deutschen Nachkriegskunst“. Kultur-Staatsminister Julian Nida-Rümelin würdigte anlässlich der Wittlicher Meistermann-Gedächtnisausstellung 2001 den Künstler mit den Worten: „...wird uns Meistermann im Gedächtnis bleiben. Ihm und seinem Werk weiß sich die Bundesrepublik Deutschland zu Dank verpflichtet.“ Mehrere Städte und Museen hatten noch zu Lebzeiten von Meistermann ihr Interesse an seinem künstlerischen Nachlass angemeldet. Er jedoch hatte alle anderen Angebote abgelehnt und nur das des Wittlicher Bürgermeisters Helmut Hagedorn angenommen. Und das mit größter Überzeugung, Hingabe und Liebe.

Meistermann „hing“ nicht nur wegen der jahrzehntelangen guten Erfahrungen „an Wittlich“, sondern er liebte diese überaus aufgeschlossene kunst- und kultursinnige Stadt, wie er sie unter den mutigen Bürgermeistern Matthias Josef Mehs (1946-1953) und ganz besonders unter Helmut Hagedorn (1982-2001) kennen und schätzen gelernt hat.

Georg Meistermann hatte die Eröffnung „seines“ Museums nicht mehr miterleben können. Das war nur seiner Frau, der Kölner Psychoanalytikerin Prof. Dr. Edeltrud Meistermann, vergönnt. Zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes hatte sie 1992 der Stadt Wittlich und der „Stiftung Stadt Wittlich“ die heute ausgestellte, kostbare Schenkung vermacht und damit den Herzenswunsch ihres Gatten erfüllt. Zu diesem Vermächtnis gehören zahlreiche Druckgraphiken, Kartons (=originale Fensterentwürfe im Maßstab 1:1), Bronzeplastiken und Ölbilder. 1994 erfolgte schließlich die festliche Eröffnung des „Georg-Meistermann-Museums“ durch Edeltrud Meistermann und Helmut Hagedorn unter großer Anteilnahme der Wittlicher Bevölkerung.

In seiner Grußbotschaft schrieb der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck 2001 zum 90. Geburtstag von Meistermann: „... hat die Stadt Wittlich die große Chance dieser Schenkung erkannt und aus dem alten Rathaus ein Glanzstück gemacht, das weit über die Grenzen unseres Landes hinaus strahlt“. Inzwischen ist das Georg Meistermann-Museum, dank der seit Anfang 2000 professionalisierten Museumsarbeit, zu einem ausstrahlungsintensiven, kulturellen „Leuchtturm“ von großer überregionaler Wirkung geworden.

Dass indes die Kunst, bzw. das Können von Meistermann nicht gänzlich unbestritten ist, zeigt ein Passus in der essayistischen Erzählung "Der letzte Zeichner" von Robert Gernhardt, in der ein Meister der Kunst die Geschichte der Kunst als einen Sieg des Dilettanten über den Könner beschreibt. In diesem Kontext kommt nun das Willy-Brandt-Porträt von Meistermann zur Sprache: Fraglos schlimme Zeiten für Künstler, als jeder Auftraggeber vor sein Porträt treten und an der angeblich zu langen Nase herummäkeln konnte, noch schlimmere Zeiten für die Kunst aber, wenn ein des Zeichnens gänzlich unkundiger Abstrakter wie Georg Meistermann sich unterstehen darf, den damaligen Bundeskanzler Willy Brandt zu malen, als vages Farbgespenst, das weder den leisesten Gedanken noch die dürftigste Spur von Ähnlichkeit aufzuweisen hat. (Gernhardt, Robert. Der letzte Zeichner, Zürich 1999, S. 38)

„Das Leben des Menschen ist eingehüllt in Farbe.“ So lautet die zentrale künstlerische und kunstphilosophische Erkenntnis von Meistermann. Dieser Grundsatz war gleichzeitig sein künstlerisches Programm. Die Farben mischt sich der Mensch selbst; das Licht hingegen kommt von Gott. Erst das Licht bringt die Farben zum Leben. Das Leuchten der Farben gebiert sich aus dem dialogischen Kräfte-Zusammenspiel von Gott und Mensch.

Meistermanns Kunst ist ohne seine tief religiöse, christliche Identität nicht zu verstehen. In all seiner Sinnlichkeit und Leidenschaft war er ein überzeugter rheinländischer Katholik. Das heißt: gegen jede dogmatische Ideologie und für eine schöpferische Lebensfreude, die von Phantasie, Liebe und Spiritualität durchdrungen war. Sein heiß beseelter Glaube an Gott ließ ihn angesichts der Realitäten und der Praxis der Amts-Kirche oft verzweifeln. Mit ebenso hoch temperiertem, heftigen Zorn stellte er unmissverständlich klar: „Ich mache Propaganda für den christlichen Glauben, ich mache ganz sicher keine Propaganda für die Kirche“.

Glasmalerei ist, um überhaupt als solche existieren zu können, auf die mit Glas zu gestaltenden Wirkunskräfte des durchdringenden Gegen-Lichtes – und nicht die des reflektierenden Auf-Lichtes – angewiesen. Dazu kommen die kategorialen Grundlagen der Malerei: Punkt, Linie, Fläche, unbunte und bunte Farben. Arbeitstechnisch gesehen handelt es sich bei der Glasmalerei einerseits um einen primär musivischen Prozess des Malens mit (nicht: auf!) Glas und andererseits um ein Malen gegen das (nicht: mit dem!) Licht.

Gerade diese beiden künstlerischen Ansätze beschreiben die grundsätzlichen Unterschiede zur Tafel-, Wand- und sonstigen Material-Malerei. Nur am Rande sei angemerkt, dass der Glasmaler bei der gitterartigen Bleiruten- und netzwerkähnlichen Linienführung über ausgewiesene zeichnerische Fähigkeiten verfügen muss. Aber welcher Maler kommt schon ohne zeichnerisches Können aus?

So überzeugen vor allem die Glaskünstler, die glasmalerisches und glaszeichnerisches Arbeiten und Denken miteinander vereinen. Dennoch trennt sich hier schnell die Spreu vom Weizen. Viele Glasmalereien verkommen all zu häufig zu handwerklich erstarrten, geschwätzig illustrativen Behübschungen.

In der Glasmalerei ist zwischen den architekturbezogenen, immobilen und den ortsunabhängigen, mobilen Werken zu unterscheiden. Bei den fest eingebauten Werken handelt es sich in der Regel um Auftragsarbeiten für den öffentlichen profanen oder kirchlichen Raum. Frei bewegliche Arbeiten hingegen sind meistens ohne direkten Auftrag oder Architekturbezug entstanden, fallen in ihren Maßen wesentlich kleiner aus und sind in ihren Ausführungen themen- und ortsunabhängiger. Abgesehen davon werden sie seltener, weil zu arbeits- und kostenintensiv, hergestellt.

Die besonderen Schwierigkeiten in der architektur- und auftragsbezogenen Glaskunst ergeben sich äußerst schnell in der Bewahrung der eigenen künstlerischen Freiheiten gegenüber den Auftragsgebern sowie in der Fähigkeit, künstlerisch und inhaltlich zu einer aufeinander abgestimmten, überzeugenden, ortsbezogenen Lösung zu gelangen. Dazu gehören neben den zu bewältigenden architektonischen Raum- und Licht-Vorgaben die jahreszeitlich und witterungsbedingten wechselnden Lichtverhältnisse und vor allem die kongeniale Auseinandersetzung mit der individuellen, spirituellen Aura des Ortes.

Das zentrale Motiv in der Kunst von Meistermann ist das Raum und Zeit überwindende Schweben der Farbe und Bild-Figur, das regenbogenhaft angelegte Spektrum des Kolorites und der energetische Strich der kraftfeldartigen Liniengebilde. Malerisch dynamische und linear konstruktive Elemente durchdringen einander und stehen in einer subtil austarierten Balance. Dabei werden sowohl gegenständliche als auch ungegenständliche Bildmotive verwendet. Je nach Themenstellung dominieren historische, literarische Figuren oder abstrakte, chiffrenhafte Gewebeformationen das im ständigen Fluss befindliche bildnerische Geschehen. Gerade die zuletzt genannten Erscheinungsformen versuchen den gerahmten, umschlossenen Bildraum imaginär mit unter anderem määnder- oder strahlengleichen Bewegungsimpulsen ins Unendliche zu überwinden, zu öffnen und zu übersteigen. Die Imagination des Nicht-Darstellbaren, das Geheimnis des Unaussprechlichen und eine vage verspürbare Transzendenz verschmelzen in seinen Werken mit jubilierenden Formen, Farben und Tönen zeichenhaft ineinander. Die Fenster Meistermanns werden nicht nur durch ein fernes Licht illuminiert, sondern sie wirken auch umgekehrt wie ein „Fern-Seher“, der unsere Sinne mit neuen „Licht-Blicken“ in eine unbekannte weite Ferne lenken will.

Georg Meistermann über die Kunst:

„... Kunst kommt nicht von können, sondern von künden.“

„... Jeder Mensch hat eine Botschaft zu verkünden. Meine Botschaft ist: Der Mensch ist angelegt auf das Heil.“

„... Was soll ich denn mit dem Motto: ‚Ich muss meditieren‘? Ich meditiere über die Fülle. Das ist `ne ganz andere Sache.“

„... Unterschied zur Malerei. Wenn ich ein Bild beginne, dann reagiere ich nicht, ich agiere. Wenn ich aber ein Fenster anfange, habe ich bereits eine Reaktion: ich entgegne den sich mir stellenden Fragen.“

„... Die Farbe ist eine in sich vollendete Sprache. Sie ist durch keine andere zu ersetzen.“

„... Kunst ist eine Bewegung des Geistes, und die Malerei hat Mittel, diese Bewegung zu fassen.“

„... Worin dieses Wesen der Kunst seinen Grund hat, wird uns immer ein Geheimnis bleiben.“

Der Graphiker

Die letzten druckgraphischen Arbeiten von Prof. Georg Meistermann entstehen in der Zusammenarbeit mit dem Drucker Manfred Klement, Bonn. In den Jahren 1989 bis 1991 entstehen ca. 120 graphische Blätter, welche die kreative Verbindung dieser beiden Menschen darstellt. Die Art der künstlerischen Umsetzung, vor allem die des Glasgestalters mit dem Drucker, finden in dieser Symbiose neue Umsetzungsmöglichkeiten. Das ganze Spektrum der klassischen Druckgraphik (Radierung in all ihren Facetten und vor allem der Steindruck) lassen hochwertige Druckgraphik zur Geltung kommen. Eine Anekdote: Nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch Richard von Weizsäcker ließ sich Prof. Georg Meistermann noch ins Druckatelier von Manfred Klement, Bonn, fahren, um hier notwendige Korrekturen an zwei Radierungen vorzunehmen.

Biographie

Georg Meistermann wurde am 16. Juni 1911 in Solingen geboren. In der Unterprima verließ er die Schule, um 1930 bis 1933 drei Wintersemester an der Düsseldorfer Kunstakademie bei W. Heuser, Heinrich Nauen und Ewald Mataré zu studieren. In der Nazizeit musste er sein Studium abbrechen und erhielt Ausstellungsverbot. Seine ersten Glasfenster entstanden 1938 in St. Engelbert, Solingen. Sie wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, ebenso wie viele seiner frühen Bilder.

Nach dem Krieg fand 1946 seine erste Einzelausstellung im „Studio“ des Städtischen Museums Wuppertal statt. Meistermann siedelte 1949 nach Köln über. Im gleichen Jahr entwarf er fünf Fenster für St. Markus in Wittlich, sein erster größerer Kirchenauftrag. Für das Ölbild „Der neue Adam“ erhielt er 1950 den Blevin-Davis-Preis. Er trat dem neu gegründeten Deutschen Künstlerbund bei. 1951 wurde Georg Meistermann mit dem Eduard von der Heydt-Kulturpreis der Stadt Wuppertal ausgezeichnet. Im darauffolgenden Jahr entwarf er die WDR-Glaswand in Köln und erhielt die Stefan-Lochner-Medaille der Stadt Köln.

Die 240 m² große Glaswand für St. Kilian, Schweinfurt, entstand 1953. Es folgte die Berufung an die Frankfurter Städelschule. Im Jahr 1954 schaffte Meistermann zwei wegweisende Werke: Das Fresko-Altarwandbild für St. Alfons, Würzburg und vier Treppenhausfenster mit dem Motiv „Die Apokalyptischen Reiter“ für das Alte Rathaus zu Wittlich, heute Georg-Meistermann-Museum. Dem Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und der Teilnahme an der documenta I 1955 folgte die Berufung an die Düsseldorfer Kunstakademie.

Die erste abstrakte Gestaltung im sakralen Raum in Deutschland entstand 1957 mit der fast 300 m² großen Glaswand der Bottroper Heilig-Kreuz-Kirche. Nach dem er 1958 den ersten Preis für Glasmalerei auf der Biennale in Salzburg erhalten hatte, wurde Meistermann 1959 mit dem großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Er nahm an der documenta II in Kassel teil. 1959/1960 entwarf der Künstler die Fensterwand „Der gute Hirte – Das ewige Licht“ für die Wittlicher Friedhofskapelle Burgstraße. Ab 1960 lehrte er an der Kunstakademie Karlsruhe.

Das Altarfresko für Maria-Regina-Martyrum, Berlin, entstand 1963. Im Jahr darauf nahm er einen Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste in München an. In Wittlich entstand sein Fenster mit dem „Auferstandenen Christus“ in der Friedhofskapelle Trierer Landstraße. In den Jahren von 1967 bis 1972 fungierte Meistermann als Präsident des Deutschen Künstlerbundes. Sieben weitere Fenster entstanden in Wittlich für das Hospital St. Wendelini. Inzwischen werden diese zum Teil im Georg-Meistermann-Museum Wittlich präsentiert.

Das umstrittene Ölbild „Farbige Notizen zur Biographie des Bundeskanzlers Brandt“ malte Meistermann zwischen 1969 und 1973. Im Jahre 1974 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Solingen und malte das Freskowandbild für das ZDF-Sendezentrum Mainz. Mit dem Staatspreis des Landes Rheinland-Pfalz für „Kunst am Bau“ wurde er 1975 ausgezeichnet. In Rom gestaltete er 1976 vier Fenster für den Camposanto Teutonico. Auf Wunsch von Alt-Bundeskanzler Willy Brandt porträtierte er ihn 1977 für die Galerie der Bundeskanzler im Bundeskanzleramt. Das Portrait wurde von Bundeskanzler Kohl abgelehnt. Als sein religiöses Testament und Krönung seiner Lebensarbeit bezeichnet Meistermann die Neugestaltung von St. Gereon zu Köln in den Jahren von 1979 bis 1986. Eine Übersichtsausstellung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg fand 1981 statt. Die Slevogt-Medaille erhielt er 1982, den Romano-Guardini-Preis 1984.

1986 wurde er Ehrenmitglied der Kunstakademie Düsseldorf und erhielt den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Dem folgte 1989 der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen und 1990 das Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband. Georg Meistermann starb am 12. Juni 1990 in Köln. 1994 wurde in Wittlich das Georg-Meistermann-Museum eröffnet. 2005 gab sich eine Wittlicher Schule den Namen Georg-Meistermann-Grundschule. Die Stiftung Stadt Wittlich zeichnete 2006 Johannes Rau mit dem ersten Georg-Meistermann-Preis aus.

Nachlass

Einen großen Teil des künstlerischen Nachlasses beherbergt das Georg-Meistermann-Museum Wittlich. Weiter sind in Wittlich in 11 Gebäuden 40 Glasmalereien von Georg Meistermann zu sehen, u.a. in der Pfarrkirche St. Markus. Diese sind dokumentiert in der Schrift "Wittlicher Juwelen - Glasmalereien von Georg Meistermann in Wittlich".

Teile des schriftlichen Nachlasses erhielt das Archiv für Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum bereits 1978.

Die Urheberrechte von Georg Meistermanns Werk für Veröffentlichungen werden von der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst (Bonn) verwaltet.

Georg-Meistermann-Preis

Der Georg-Meistermann-Preis der Stiftung Stadt Wittlich wird in der Regel alle zwei Jahre vergeben. Er soll dazu dienen, das Andenken an Georg Meistermann und sein unerschütterliches, kritisch-konstruktives Eintreten für Demokratie und Meinungsfreiheit wach zu halten und nachfolgende Generationen anregen, diesem Beispiel zu folgen. Der Preis ist mit einer an den Stiftungszweck gebundenen Summe von 10.000 Euro dotiert. Der Preis wurde erstmals 2006 aus Anlass des 95. Geburtstages des Künstlers am 16. Juni verliehen. Erster Preisträger ist der verstorbene Altbundespräsident Johannes Rau. Preisträgerin des Jahres 2008 ist die Vorsitzende Zentralrates der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch.

Das Cusanuswerk vergibt jährlich das Georg-Meistermann-Stipendium. Seit 2005 trägt eine Grundschule in Wittlich den Namen „Georg-Meistermann-Grundschule“.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Vita bei Der Schwebende Punkt

Literatur

  • Ralf van Bühren: Kunst und Kirche im 20. Jahrhundert. Die Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils (Konziliengeschichte, Reihe B: Untersuchungen), Paderborn: Verlag Ferdinand Schöningh 2008 (ISBN 978-3-506-76388-4), S. 169-175, 374f., 601f., 615-617
  • Albert Klein (Hrsg, mit Beitrag von Justinus Maria Calleen): Wittlicher Juwelen, Glasmalereien von Georg Meistermann in Wittlich; Wittlich 2002
  • Claus Pese: Georg Meistermann - Werke und Dokumente. Das Archiv für Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum. Ostfildern-Ruit 1998, S.95-99
  • Klaus-Henning Rosen: Georg Meistermann malt Willy Brandt. Eine Dokumentation, Bad Honnef 1993
  • Justinus Maria Calleen: Georg Meistermann in St. Gereon zu Köln, Dissertation an der Universität Köln, 1993, Dissertationsdruck
  • Justinus Maria Calleen (Hrsg): Georg Meistermann, Druckgrafiken - Zeichnungen - Glasfenster - Kartons - Glasbilder - Gemälde; Katalog. Wittlich: Kulturamt, 1992
  • Schäfke/Ruhrberg: Georg Meistermann: Malerei; Köln Wienand-Verlag, 1991


Weblinks

Bildarchiv Georg Meistermann


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