Georg IV. (Vereinigtes Königreich)

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Georg IV. (Vereinigtes Königreich)
Georg IV.
Der Prince of Wales

Georg IV. August Friedrich (englisch George Augustus Frederick; * 12. August 1762 im St. James‚Äôs Palace; ‚Ć 26. Juni 1830 im Windsor Castle) war von 1820 bis 1830 K√∂nig des Vereinigten K√∂nigreichs von Gro√übritannien und Irland und K√∂nig von Hannover. Bereits ab 1811 √ľbte er das Amt des Regenten aus, da sein vermutlich an Porphyrie erkrankter Vater Georg III. regierungsunf√§hig war.[1][2] Nach dem Tode Georgs IV. folgte ihm sein Bruder als Wilhelm IV. auf dem Thron nach.

Georg IV. ist der Nachwelt unter anderem aufgrund seines ausschweifenden und extravaganten Lebensstils, des zerr√ľtteten Verh√§ltnisses zu seinem Vater und seiner gescheiterten Ehe mit seiner Cousine Caroline von Braunschweig in Erinnerung geblieben. Obwohl er bereits 1785 eine heimliche Ehe mit der zweimal verwitweten und katholischen Maria Fitzherbert geschlossen hatte, heiratete er Caroline von Braunschweig im Jahre 1795. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Schulden so hoch, dass nur eine legale Eheschlie√üung und die damit verbundene Erh√∂hung seiner Apanage ihn vor dem pers√∂nlichen Ruin bewahren konnten. Die Verbindung scheiterte allerdings bereits ein Jahr sp√§ter. Kurz nachdem die gemeinsame Tochter Prinzessin Charlotte Augusta zur Welt kam, entschied sich der damalige Prince of Wales daf√ľr, von seiner offiziellen Ehefrau getrennt zu leben. 1820 sorgte sein Versuch, diese Ehe durch einen Parlamentsbeschluss auch offiziell aufzul√∂sen, f√ľr gro√ües Aufsehen. Weite Teile der Bev√∂lkerung solidarisierten sich in dieser Auseinandersetzung mit der K√∂nigin. Wegen seiner Verschwendungs- und Spielsucht, seiner Aff√§ren sowie seiner K√∂rperf√ľlle ‚ąí 1797 wog er 111 Kilogramm und 1824 umfasste sein Taillenumfang 124 Zentimeter[3] ‚ąí war Georg IV. ein beliebtes Angriffsziel der britischen Presse und der Karikaturisten.

Die Kunstepoche Regency steht in enger Verbindung mit Georg IV. Der Beginn dieser bis 1834 w√§hrenden Epoche wird im Allgemeinen auf den Einzug des damaligen Prinzen von Wales in seinen Sitz Carlton House datiert. Die Anlage beziehungsweise Umgestaltung von Londoner Sehensw√ľrdigkeiten wie Regent Street, Regent‚Äôs Park, Trafalgar Square sowie die Neuerrichtung des Royal Pavilions in Brighton durch John Nash gehen auf die Initiative von Georg IV. zur√ľck.

Inhaltsverzeichnis

Kindheit und Jugend

Georg wurde im St. James‚Äôs Palace als √§ltester Sohn von K√∂nig Georg III. und Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz geboren. Das Ehepaar hatte innerhalb der n√§chsten 21 Jahre weitere sieben S√∂hne (von denen allerdings zwei fr√ľh verstarben) und sechs T√∂chter. Georg erhielt bei der Geburt die Titel Herzog von Cornwall und Herzog von Rothesay. Wenig sp√§ter wurde er auch zum Prince of Wales ernannt. Am 8. September desselben Jahres wurde er von Thomas Secker, dem Erzbischof von Canterbury getauft.[4] Taufpaten waren sein Onkel Karl II., Herzog von Mecklenburg-Strelitz, sein Gro√üonkel Wilhelm August, Herzog von Cumberland und seine Gro√ümutter Augusta von Sachsen-Gotha.[5]

‚ÄěMonstr√∂se Kr√§hen bei einem neuen Koalitionsmahl‚Äú: Eine Karikatur aus dem Jahre 1787, die den sp√§teren Georg IV. mit Strau√üenfedern geschm√ľckt zwischen seinen beiden Eltern zeigt.
Mary Robinson, eine der ersten Geliebten des Prinzen von Wales (Thomas Gainsborough., 1781, Wallace Collection

Georg III. und seine Gemahlin zogen einen einfachen und bescheidenen Lebensstil dem h√∂fischen Leben in London vor. Bevorzugter Aufenthaltsort des Ehepaares war ihr Landsitz in Kew, wo K√∂nig Georg III. sich vor allem seinem Steckenpferd, der Landwirtschaft widmete, was ihm in der britischen Bev√∂lkerung den Spitznamen ‚ÄěFarmer George‚Äú eintrug. Die Leitlinien, nach der sich die Erziehung der Kinder ausrichten sollte, legte er pers√∂nlich fest. Die Erziehung war streng und n√ľchtern und betonte Pflichtgef√ľhl und Gottesfurcht.[6] Sein √§ltester Sohn Georg war ein durchaus talentierter und intelligenter Sch√ľler, der Franz√∂sisch, Deutsch und Italienisch erlernte, Cello spielte und neben Unterricht in F√§chern wie Recht, Geschichte, Mathematik und Religion auch Zeichenunterricht erhielt.[6] Georg III. r√ľgte an dem Thronfolger jedoch fr√ľh den leicht zu beeinflussenden Charakter und dessen Neigung zu M√ľ√üiggang. Charakteristisch ist folgender Brief Georg III. an den zu dem Zeitpunkt 17-j√§hrigen Thronfolger:

‚ÄěAn Sonn- und Donnerstagen kannst Du in Deinem Apartment Abendessen geben, aber h√§ufiger kann ich mir dies nicht leisten [‚Ķ] Teilnahme an B√§llen und Gesellschaften, die in Privath√§usern stattfinden, werde ich nicht gestatten [‚Ķ]. Was Maskeraden betrifft, ist Dir bekannt, dass ich diese f√ľr dieses Land unpassend finde [‚Ķ] Sollte ich morgens ausreiten, erwarte ich von Dir, dass Du mich dabei begleitest. Ich habe keine Einw√§nde, wenn Du an den anderen Tagen alleine ausreitest, vorausgesetzt, es ist der √úbung wegen und dient nicht dazu, im Hyde Park herumzulungern [‚Ķ].‚Äú[7]

Bereits ab seinem sechzehnten Lebensjahr begann der Thronfolger zunehmend gegen seine Eltern zu rebellieren. Er verkehrte immer h√§ufiger in den Kreisen prominenter Whigs wie etwa Charles James Fox, die in Opposition zu der konservativen Regierung von Georg III. standen.[8] Diese Kreise f√∂rderten auch seine Spielsucht, seine Neigung zu Frauengeschichten und seinen ausschweifenden Lebensstil. Bereits vor seiner Vollj√§hrigkeit erregte er die Aufmerksamkeit der Londoner Gesellschaft durch eine Aff√§re mit der jungen Mary Robinson. Die heute vor allem als Dichterin und fr√ľhe Feministin bekannte Mary Robinson erlebte zu dem Zeitpunkt ihre ersten Erfolge als Schauspielerin und wurde nach einer ihrer Rolle auch ‚ÄěPerdita‚Äú genannt. Ihr Gegenpart in dieser Rolle war der Prinz ‚ÄěFlorizel‚Äú. Spottverse und Karikaturen √ľber ‚ÄěPerdita‚Äú und ‚ÄěFlorizel‚Äú wurden noch lange nach Beendigung der Aff√§re im Jahre 1783 als Anspielung auf die Aff√§re zwischen der Schauspielerin und dem Thronfolger verstanden.

F√ľr √∂ffentliche Ver√§rgerung sorgten vor allem die finanziellen Folgen der kurzen Aff√§re: Der Thronfolger hatte sich die Zuneigung der jungen Schauspielerin erkauft, indem er ihr √ľppige finanzielle Zuwendungen in Aussicht stellte. Diese wollte er ihr zahlen, sobald er seine Vollj√§hrigkeit erreicht habe. Mary Robinson erhielt zwar letztlich nur ein Bruchteil der urspr√ľnglich versprochenen Apanage, bekam aber nach dem Ende der Aff√§re einmalig 5000 Pfund ausgezahlt und konnte sp√§ter eine j√§hrliche Pension von 500 Pfund durchsetzen, als sie drohte, seine Liebesbriefe zu ver√∂ffentlichen. Die H√∂he der Zahlungen war beachtlich: Ein britischer Oberleutnant wie Mary Robinsons sp√§terer Liebhaber Banastre Tarleton erhielt zu diesem Zeitpunkt j√§hrlich einen Sold von 346 Pfund und Jane Austen hielt fest, dass ein Kurat mit 140 Pfund ein zwar bescheidenes, aber ausk√∂mmliches Jahreseinkommen habe.[9]

Prince of Wales

1783 wurde Georg volljährig. Vom britischen Parlament erhielt er einmalig 60.000 Pfund sowie eine jährliche Apanage von 50.000 Pfund gezahlt. Seine Volljährigkeit nutzte er, um sich dem strikten Lebenswandel seiner Eltern zu entziehen und mit Carlton House eine eigene Residenz im Stadtzentrum von London zu beziehen.[10]

Maria Fitzherbert

1784 verliebte sich der Prinz von Wales in Maria Fitzherbert, eine zweifach verwitwete katholische Irin. Ihr erster Ehemann Edward Weld war 1775 verstorben, ihr zweiter Ehemann Thomas Fitzherbert im Jahre 1781.[11] Eine Heirat mit ihr war f√ľr den Prince of Wales eigentlich ausgeschlossen, da der Act of Settlement eindeutig festlegte, dass eine Ehe mit einem katholischen Ehepartner den Ausschluss von der Thronfolge zur Folge h√§tte.[12] Ein nicht minder gro√ües Hindernis war der Royal Marriages Act, nach dem die Heirat eines Mitglieds der K√∂nigsfamilie nur mit Zustimmung des K√∂nigs vollzogen werden konnte.[13] Unzweifelhaft h√§tte Georg III. der Verbindung mit Maria Fitzherbert niemals seinen Segen gegeben.[13] Trotzdem schloss das Paar am 15. Dezember 1785 eine heimliche Ehe. Rechtlich gesehen war die Ehe wegen der fehlenden Einwilligung des K√∂nigs ung√ľltig.[14] Dennoch war Maria Fitzherbert davon √ľberzeugt, die rechtm√§√üige Ehefrau des Prinzen von Wales zu sein, da aus ihrer Sicht kirchliches Recht √ľber staatlichem Recht stand. Aus politischen Gr√ľnden blieb die Verbindung geheim und Maria Fitzherbert hatte zugesichert, nichts dar√ľber in der √Ėffentlichkeit verlauten zu lassen.[15]

Durch seinen verschwenderischen Lebenswandel war der Prince of Wales mittlerweile erheblich verschuldet. Sein Vater weigerte sich, f√ľr diese Schulden aufzukommen und zwang Prinz Georg damit, aus seiner Residenz Carlton House auszuziehen und im Hause von Maria Fitzherbert zu wohnen. 1787 brachten politisch Verb√ľndete des Thronfolgers im House of Commons den Gesetzesvorschlag ein, mit einer finanziellen Zuwendung durch das Parlament die Schulden des Prinzen zu tilgen. Zu diesem Zeitpunkt kursierten bereits Ger√ľchte, dass die Beziehung mit Maria Fitzherbert mehr als eine Aff√§re sei. Die Aufdeckung der illegalen Ehe h√§tte jedoch einen Skandal verursacht, eine Tilgung der prinzlichen Schulden durch das Parlament vereitelt und m√∂glicherweise zu einem Ausschluss des Prinzen von Wales von der Thronfolge gef√ľhrt. Mit Billigung des Prinzen bezeichnete Charles James Fox, der Anf√ľhrer der Whigs, daher vor dem Parlament die kursierenden Ger√ľchte √ľber eine bestehende Ehe mit Maria Fitzherbert als b√∂sartige Verleumdung.[16] Maria Fitzherbert war so aufgebracht √ľber diese strikte √∂ffentliche Leugnung der Ehe, dass sie erwog, die Beziehung mit dem Prinzen zu beenden. Prinz Georg bat daraufhin einen anderen Whig, Richard Brinsley Sheridan, die mit Vehemenz vorgebrachte Erkl√§rung von Fox mit zur√ľckhaltenderen Worten neu zu formulieren. Das Parlament war durch die Erkl√§rung zumindest so weit zufriedengestellt, dass es dem Prinzen zur Tilgung seiner Schulden eine Finanzhilfe von 161.000 Pfund gew√§hrte und weitere 20.000 Pfund zugestand, um Carlton House angemessen einzurichten.[17] Gleichzeitig wurden die j√§hrlichen Zuwendungen um 10.000 Pfund erh√∂ht.

Regentschaftskrise von 1788

Half-Crown-M√ľnze von 1821. Die Inschrift lautet GEORGIUS IIII D[ei]  G[ratia] BRITANNIAR[um] REX F[idei]  D[efensor] (Georg IV., durch die Gnade Gottes K√∂nig der Britannier, Verteidiger des Glaubens). Georg IV. war der letzte britische Monarch, der auf M√ľnzen im r√∂mischen Stil mit einem Lorbeerzweig abgebildet wurde.

Es ist heute weitgehend Konsens, dass Georg III. an der Stoffwechselkrankheit Porphyrie erkrankt war. Diese Erbkrankheit geht mit verschiedenen Symptomen einher und verl√§uft h√§ufig in Sch√ľben. Geistige Verwirrtheit ist eine der m√∂glichen Auspr√§gungen dieser Krankheit.[18] Da das britische Regierungssystem nach wie vor auf den K√∂nig zugeschnitten war, ging seine erste schwere Erkrankung mit einer schweren Regierungskrise einher.[19]

Georg III. litt w√§hrend des ganzen Sommers 1788 immer wieder an geistiger Verwirrtheit, war jedoch in der Lage, die Vertagung der Parlamentser√∂ffnung vom 25. September auf den 20. November zu veranlassen. W√§hrend dieser Sessionspause verschlechterte sich der Zustand des K√∂nigs jedoch zunehmend weiter. Als das Parlament im November wieder zusammentreten sollte, war der K√∂nig nicht mehr in der Lage, die zu Beginn einer Parlamentsperiode obligatorische Thronrede zu halten. Damit war eine Er√∂ffnung der Parlamentsperiode eigentlich ausgeschlossen.[16][20] Das Parlament entschied letztlich, sich √ľber diese Regelung hinwegzusetzen und begann die Einsetzung einer Regentschaft zu debattieren.

Regierungspartei und Opposition waren sich durchaus einig, dass der Prince of Wales die Regentschaft √ľbernehmen solle. Da die beiden Parteien jedoch ein unterschiedliches Verst√§ndnis der Rollen von Parlament und Monarchie hatten, bestand keine Einigkeit dar√ľber, auf welcher Basis die Regentschaft einzuleiten sei. F√ľr die regierende Partei der Tories ging eine Regentschaft des Prince of Wales au√üerdem mit dem Risiko einher, ihren Einfluss zu verlieren.

Oppositionsf√ľhrer Charles James Fox war der Ansicht, es sei auf jeden Fall das Recht des Thronfolgers, im Namen seines kranken Vaters zu regieren. Premierminister William Pitt argumentierte, sofern nicht der Monarch selbst Regelungen f√ľr seine Vertretung getroffen habe, sei es allein die Aufgabe des Parlaments, einen Regenten zu nominieren.[21] Er ging sogar noch weiter und hielt fest, dass ohne die Zustimmung des Parlaments ‚Äěder Prince of Wales ebenso wenig berechtigt sei, Staatsoberhaupt zu werden wie jeder andere B√ľrger des Staates‚Äú.[22] Der Prince of Wales unterst√ľtzte Fox' Ansichten nicht g√§nzlich, obwohl er sich von Pitts √Ąu√üerungen gekr√§nkt f√ľhlte. Georgs j√ľngerer Bruder Friedrich August, Herzog von York und Albany erkl√§rte, der Prince of Wales w√ľrde keinen Versuch unternehmen, ohne vorherige Zustimmung des Parlaments die Macht zu √ľbernehmen und verurteilte Pitts Vorschlag als ‚Äěverfassungswidrig und illegal‚Äú.[23] Nach Pitts Vorschl√§gen sollte der Befugnisbereich des zuk√ľnftigen Regenten erheblich eingeschr√§nkt werden. So sollte der Prince of Wales in seiner Funktion als Regent weder Besitz des K√∂nigs verkaufen noch jemandem einen Peer-Titel verleihen k√∂nnen. Ausgenommen von dieser letzten Regelung waren lediglich Kinder des K√∂nigs. Prinz Georg verurteilte Pitts Vorschlag und nannte diesen ein ‚ÄěProjekt zur Schaffung von Schw√§che, Durcheinander und Unsicherheit in jedem Bereich der Staatsf√ľhrung‚Äú, Pitt konnte sich aber letztlich durchsetzen.[24]

Sovereign (1 Pfund) Goldm√ľnze von 1827, hier wurde nun der Vierte nicht mehr wie oben als IIII sondern wie √ľblich als IV gepr√§gt

Die Einsetzung eines Regenten zog sich jedoch noch weiter hinaus, da bereits das Recht des Parlaments, ohne die formelle Er√∂ffnung durch den K√∂nig zusammenzutreten, in Frage gestellt wurde. William Pitt schlug einen juristischen Kunstgriff vor: Der Monarch konnte durch das Anbringen des Gro√üen Reichssiegels auf einem Erlass zahlreiche seiner Herrschaftsrechte an einen Lordkommissar √ľbertragen. Nun sollte der Lordkanzler, der Verwahrer des Gro√üen Reichssiegels, das Siegel ohne Zustimmung des Monarchen selbst anbringen. Zwar war die Handlung an sich unrechtm√§√üig und wurde von Pers√∂nlichkeiten wie Edmund Burke scharf kritisiert, der Erlass war jedoch wegen des angebrachten Siegels g√ľltig.

Im Februar 1789 wurde die Regency Bill vom House of Commons angenommen, die den Prinzen von Wales erm√§chtigte, als Prinzregent zu herrschen. Doch bevor das House of Lords das Gesetz ebenfalls verabschieden konnte, hatte sich Georg III. wieder von seiner Krankheit erholt. Der K√∂nig erkannte nachtr√§glich die Rechtm√§√üigkeit des Vorgehens an und √ľbernahm wieder vollst√§ndig die Amtsgesch√§fte.

Heirat mit Caroline von Braunschweig

Caroline von Braunschweig, Gemälde von Thomas Lawrence

Trotz der Sonderzahlungen des Parlaments waren die Schulden des Prince of Wales 1794 auf √ľber eine halbe Million Pfund angewachsen. Sollte er heiraten, w√ľrden seine Schulden beglichen werden und gleichzeitig seine Apanage auf 100.000 Pfund erh√∂ht werden.[25] Als zuk√ľnftige Ehefrau wurde Caroline von Braunschweig ausgew√§hlt. Ihr Vater Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig-Wolfenb√ľttel, ein Lieblingsneffe von Friedrich dem Gro√üen, hatte sich als Feldherr im Siebenj√§hrigen Krieg ausgezeichnet. Carolines Mutter war eine Schwester von Georg III. Wenn das F√ľrstentum Braunschweig auch nicht gro√ü war, war es doch mit Preu√üen alliiert, das sich √§hnlich wie das Vereinigte K√∂nigreich der Armee der Republik Frankreich entgegenstellte.[26]

Am 8. April 1795 fand die Trauung im St. James‚Äôs Palace statt. Das Brautpaar war sich erst drei Tage zuvor das erste Mal begegnet und hatte sofort Antipathie gegeneinander entwickelt. Prinz Georg lie√ü seine Braut kurz nach der Begr√ľ√üung einfach stehen und verlangte nach einem Brandy. Caroline von Braunschweig wiederum gestand Lord Malmesbury, der sie auf ihrer Reise von Braunschweig nach Gro√übritannien begleitet hatte, dass sie ihren zuk√ľnftigen Ehegatten in persona weit weniger gut aussehend als sein Portr√§t empf√§nde.[27] Die Ehe erwies sich entsprechend von Beginn an als Fiasko. Georg empfand Caroline von Braunschweig als unattraktiv und unpassend in ihrem wenig zur√ľckhaltenden und h√§ufig taktlosen Verhalten. In einem Brief, den er ein Jahr sp√§ter an Lord Malmesbury richtete, vermutete er nicht nur, dass sie in der Hochzeitsnacht keine Jungfrau mehr gewesen war, sondern merkte auch an, wie absto√üend er ihren Mangel an k√∂rperlicher Hygiene empfand. Er hielt auch fest, dass er lediglich dreimal Geschlechtsverkehr mit seiner Ehefrau gehabt habe.[28]

Am 7. Januar 1796, fast genau neun Monate nach der Hochzeit, kam Georgs einziges legitimes Kind, die Prinzessin Charlotte Augusta, zur Welt. W√§hrend der Schwangerschaft hatte das Ehepaar einander noch toleriert. Nur wenige Monate nach der Geburt erwog Prinz Georg bereits die Trennung von seiner Frau und stellte sogar in Frage, ob er tats√§chlich der Vater seiner Tochter sei. Die Antipathie gegen√ľber seiner Frau war f√ľr die Parteig√§nger des Prinzen Anlass genug, Caroline von Braunschweig am Hof weitgehend zu schneiden. Weite Teile der britischen Presse dagegen ergriffen die Partei der Prinzessin, insbesondere nachdem bekannt wurde, dass Lady Frances Villiers ‚Äď offiziell eine der Hofdamen der Prinzessin und zu diesem Zeitpunkt Geliebte des Prinzen von Wales ‚Äď Briefe der Caroline von Braunschweig an sich genommen und deren Inhalt am Hofe verbreitet hatte. Auf Sympathie stie√ü Caroline von Braunschweig auch bei der britischen Bev√∂lkerung. Opernbesuche geh√∂rten zu den wenigen Gelegenheiten, bei denen die Prinzessin von Wales √∂ffentlich in Erscheinung trat. Das Publikum begr√ľ√üte sie dabei regelm√§√üig mit Ovationen, nicht zuletzt angefeuert durch Pressekommentare wie die des Morning Herald: ‚Äě[‚Ķ] das Land kennt ihren Wert, nimmt Teil an ihren Schwierigkeiten und bedauert, was man ihr antut.‚Äú[29] Die Meinung seiner Gattin √ľber ihn war entsprechend schlecht: "Mon p√®re etait un h√©ros, mon mari est un z√©ro." (Mein Vater war ein Held, mein Mann ist eine Null).[30]

Trotz der Vers√∂hnungsversuche durch Georg III., der von seinem Thronfolger ein beispielgebendes Eheleben erwartete, trennte sich das Paar 1797. Bereits im Fr√ľhjahr 1796 hatte Georg seiner Ehefrau schriftlich seine Trennungsabsichten mitgeteilt und festgehalten, dass er auf die Aus√ľbung seiner ehelichen Rechte auch dann verzichten w√ľrde, sollte seiner Tochter, der zuk√ľnftigen Thronerbin, etwas zusto√üen.[31] Caroline von Braunschweig lie√ü sich auf dem kleinen Landsitz Montague House im Londoner Vorort Blackheath nieder. Ihre Tochter lebte unweit von ihr unter der Aufsicht einer Gouvernante, was Caroline von Braunschweig erm√∂glichte, sie regelm√§√üig zu sehen.

1796 wurden die finanziellen Probleme des Prince of Wales wenigstens temporär durch das Parlament gelöst. Zwar weigerte sich das Parlament, die gesamten Schulden von mittlerweile mehr als 600.000 Pfund zu begleichen, gewährte dem Prince of Wales jedoch einen zusätzlichen jährlichen Beitrag von 65.000 Pfund.[32] 1803 kamen weitere 60.000 Pfund hinzu und die Schuldenlast, die der Prince of Wales bis 1795 angehäuft hatte, war 1806 abbezahlt. Die Schulden, die er nach 1795 eingegangen war, bestanden jedoch fort.[33]

‚ÄěDelicate Investigation‚Äú

Grace Elliott, eine der Geliebten des Prinzen von Wales, Gemälde von Thomas Gainsborough, 1778

Kurz nach der Geburt seiner Tochter Charlotte setzte der Prince of Wales ein Testament auf, das deutlich machte, dass er sich nach wie vor Maria Fitzherbert verbunden f√ľhlte. Sie sollte seine Haupterbin sein, w√§hrend die ihm offiziell angetraute Caroline von Braunschweig nur einen Shilling erben sollte.[34] Trotz dieser Verbundenheit zu Maria Fitzherbert hatte der Prince of Wales eine Reihe zum Teil lang w√§hrender Aff√§ren. Neben Lady Frances Jersey, die er zun√§chst als Hofdame seiner offiziellen Ehefrau einsetzte, z√§hlten die bekannte Kurtisane Grace Elliott und die russische Adelige Olga Scherebzowa zu seinen Geliebten.[35] Unter seinen sp√§teren M√§tressen finden sich Isabella Seymour-Conway, Marchioness of Hertford und w√§hrend der letzten zehn Jahre seines Lebens Elizabeth Conyngham, Countess of Conyngham.[36]

Die sexuellen Freiheiten, die der Prince of Wales f√ľr sich selbst herausnahm, lie√ü er f√ľr Caroline von Braunschweig nicht gelten. Auf ihrem kleinen Landsitz f√ľhrte diese einen von h√∂fischen Zw√§ngen freies und nach den Ma√üst√§ben ihrer Zeit unkonventionelles Leben. Ihre Abendgesellschaften dauerten h√§ufig bis in die fr√ľhen Morgenstunden. Ansto√ü erregte sie, weil sie sich mitunter √ľber Stunden nur einem ihrer G√§ste widmete, h√§ufig offen mit einem ihrer m√§nnlichen Besucher flirtete oder G√§ste auch dann empfing, wenn sie mit ihrer zu Besuch weilenden Tochter auf dem Boden spielte. Zu ihren G√§sten z√§hlten Angeh√∂rige unterschiedlicher sozialer Schichten. Eine Reihe einflussreicher Politiker und Pers√∂nlichkeiten des Hofes legte durchaus Wert darauf, Kontakt mit ihr zu halten, da sie als Mutter der zuk√ľnftigen Prinzessin von Wales m√∂glicherweise eines Tages erheblichen politischen Einfluss haben w√ľrde.[37]

Zu den Charaktereigenschaften der Caroline von Braunschweig z√§hlte eine gro√üe Zuneigung zu Kindern. Acht oder neun verwaiste Kinder lie√ü sie auf ihre Kosten in Pflegefamilien gro√üziehen und k√ľmmerte sich pers√∂nlich um deren Erziehung. Im November 1802 adoptierte sie schlie√ülich den zu dem Zeitpunkt drei Monate alten S√§ugling William Austin. Seine Eltern waren einfache Arbeiter und hatten sich an die f√ľr ihre Wohlt√§tigkeit bekannte Prinzessin von Wales gewandt, weil ihr Einkommen kaum ausreichte, um ihre bereits vorhandenen Kinder gro√üzuziehen. Anders als bei den √ľbrigen Pfleglingen wurde William Austin direkt im Montague House untergebracht und von der Prinzessin pers√∂nlich umsorgt. Das pl√∂tzliche Vorhandensein eines S√§uglings im Hause der Prinzessin lie√ü Ger√ľchte entstehen, sie sei selbst die Mutter. Auf Dr√§ngen des Prince of Wales stimmte K√∂nig Georg III. 1806 schlie√ülich der Einsetzung einer heimlichen vierk√∂pfigen Untersuchungskommission zu, die die Lebensf√ľhrung Caroline von Braunschweigs √ľberpr√ľfen sollte und die als ‚ÄěDelicate Investigation‚Äú bezeichnet wird. Die Besetzung der Kommission war hochrangig; ihr geh√∂rte unter anderem der Premierminister an. Durch englisches Recht war diese Kommission, die weder die Beschuldigte anh√∂rte noch ihr M√∂glichkeiten des Widerspruches einr√§umte, jedoch nicht gedeckt. Die Kommission musste Caroline von Braunschweig schlie√ülich von der Anschuldigung freisprechen, ein au√üereheliches Kind geboren zu haben, kritisierte aber ihre Lebensf√ľhrung. Obwohl keine Details der Untersuchung bekannt wurden, sickerte zumindest das Untersuchungsergebnis an die britische Presse. Diese ergriff zu gro√üen Teilen erneut die Partei der Prinzessin.[38]

Regentschaft

Georg IV. als Prinzregent, 1815, Gemälde von Thomas Lawrence

Nach der Regentschaftskrise 1788/1789 hatte sich der Gesundheitszustand von Georg III. so weit stabilisiert, dass er seinen Regierungsgesch√§ften √ľber die n√§chsten zwei Jahrzehnte nachgehen konnte. Erst im Oktober 1810, kurz nach dem f√ľnfzigj√§hrigen Jubil√§um seiner Thronbesteigung, brach die Krankheit erneut ernsthaft aus. Einer seiner √Ąrzte verglich den geistigen Zustand von Georg III. mit dem eines im Delirium Befindlichen.[39] Georg III. verbrachte den Rest seines Lebens in geistiger Umnachtung auf Windsor Castle.

Das Parlament entschloss sich, ähnlich wie im Jahre 1788 zu verfahren. Ohne das Einverständnis des Königs versah der Lordkanzler einen Erlass mit dem Großen Reichssiegel, mit dem Lordkommissare ernannt wurden. Diese gaben dann im Namen des Königs ihre Zustimmung zum Regency Act 1811. Das Parlament beschnitt zwar einige der Rechte des Prinzregenten. Diese Beschränkungen endeten jedoch ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes.[40]

Wirtschaftliches und innenpolitisches Umfeld

Das wirtschaftliche und politische Umfeld der Regentschaftszeit des Prince of Wales war schwierig. Gro√übritannien hatte in den anderthalb Jahrzehnten seit 1795 Wirtschaftskrisen und mehrere Missernten durchlebt. Das Lohnniveau eines einfachen Arbeiters war so niedrig, dass es nicht ausreichte, den Lebensunterhalt einer Familie zu sichern. Arbeiterfamilien waren deshalb darauf angewiesen, dass auch Frau und Kinder arbeiteten. Erst 1819 untersagten entsprechende Gesetze, dass Kinder unter neun Jahren als Arbeitskr√§fte besch√§ftigt wurden. Die Angeh√∂rigen traditioneller Handwerke suchten ihre Erwerbsm√∂glichkeiten zu sch√ľtzen und von 1811 bis 1816 kam es immer wieder zur organisierten Zerst√∂rungen von Maschinen und Fabriken. Den gr√∂√üten Streik organisierten im Jahre 1813 die Weber, als sich die Abschaffung der traditionellen siebenj√§hrigen Lehrzeit abzeichnete. 1816 kam es erneut zu einer Missernte und anschlie√üender Hungersnot.

Diese Krise wurde erheblich versch√§rft, da nach dem Ende der Napoleonischen Kriege die R√ľstungsproduktion und damit auch die Eisenverh√ľttung, der Schiffbau und die Kohlef√∂rderung erheblich zur√ľckgingen. Gleichzeitig wurden mehr als 300.000 britische Soldaten aus dem aktiven Dienst entlassen und suchten nun nach Arbeit. Politisch waren seit 1795 als Reaktion auf die Franz√∂sische Revolution und eine zunehmende Radikalisierung innerhalb der britischen Bev√∂lkerung eine Reihe von B√ľrgerrechten eingeschr√§nkt worden: Bereits blo√üe Reden gegen den K√∂nig oder die Verfassung konnten als Hochverrat bestraft werden und Versammlungen von mehr als 50 Personen waren untersagt, wenn sie nicht vorher beh√∂rdlich genehmigt wurden. Trotzdem florierten in dieser Zeit radikale Propagandaschriften und erstmals richteten sich Zeitungen speziell an Arbeiter.[41] Der Prinzregent war h√§ufig die Zielscheibe dieser Schriften. Auf die Lobeshymne, die eine regierungsnahe Zeitung anl√§sslich des f√ľnfzigsten Geburtstags des Prinzen von Wales publizierte, reagierten die Zeitungsherausgeber Leigh und John Hunt mit scharfen Worten. F√ľr sie war der Prinz

‚Äě[‚Ķ ein] Wortbr√ľchiger, ein bis √ľber die Ohren verschuldeter und mit Schande bedeckter W√ľstling, ein Ver√§chter ehelicher Bindungen, ein Kumpan von Spielern und Halbweltgestalten, ein Mann, der gerade ein halbes Jahrhundert vollendet hat, ohne den geringsten Anspruch auf die Dankbarkeit seines Landes oder den Respekt nachfolgender Generationen verdient zu haben.‚Äú[42]

Die Gebr√ľder Hunt, die den Prinzen von Wales zuvor schon wegen seiner Leibesf√ľlle als ‚ÄěPrince of Whales‚Äú ‚ąí Prinz der Wale ‚ąí verspottet hatten, wurden daf√ľr zu einer Gef√§ngnisstrafe verurteilt.[43]

Politik

Die Minderheit der Katholiken im Vereinigten K√∂nigreich unterlag einer Reihe von politischen Einschr√§nkungen. Sie durften unter anderem keine Parlamentssitze einnehmen.[44] Whigs und Tories waren unterschiedlicher Auffassung, inwieweit diese Einschr√§nkungen aufgehoben und Katholiken die vollen B√ľrgerrechte zuerkannt werden sollten. Die von Premierminister Spencer Perceval angef√ľhrten Tories waren gegen eine weitreichende Katholikenemanzipation, w√§hrend die Whigs diese bef√ľrworteten.[45] Der Prinzregent z√§hlte ebenfalls zu den Gegnern der Katholikenemanzipation. Diese Haltung beeinflusste √ľber die n√§chsten Jahre wesentlich, wen er in die Regierung berief.

Earl of Liverpool, der dominierende Premierminister sowohl während der Regentschaft wie auch der Herrschaft von Georg IV.

Zu Beginn seiner Regentschaft lie√ü der Prinzregent zun√§chst verlauten, dass er William Wyndham Grenville, den Anf√ľhrer der Whigs, unterst√ľtzen w√ľrde. Allerdings ernannte er Lord Grenville nicht sofort zum Premierminister. Der Prince of Wales begr√ľndete dies damit, dass eine pl√∂tzliche Entlassung der Tory-Regierung die Gesundheit des K√∂nigs, der ein standhafter Anh√§nger der Tories war, zu stark belasten und somit jegliche Genesungschance zunichte machen w√ľrde.[46] Im Jahr 1812, als eine Genesung des K√∂nigs als zunehmend unwahrscheinlich gelten musste, lie√ü der Prinzregent allerdings die Gelegenheit ungenutzt verstreichen, den Whigs die Regierungsverantwortung zu √ľbertragen. Stattdessen bat er sie, sich der Regierung von Spencer Perceval anzuschlie√üen. Wegen der grunds√§tzlichen Meinungsverschiedenheiten in der Frage der Katholikenemanzipation verweigerten die Whigs jedoch die Kooperation, worauf der ver√§rgerte Prinzregent Spencer Perceval im Amt belie√ü.[47]

Am 11. Mai 1812 ver√ľbte John Bellingham ein Attentat auf Spencer Perceval, der dabei ums Leben kam. Der Prinzregent wollte zun√§chst die √ľbrigen Mitglieder der Regierung unter einem neuen Premierminister best√§tigen. Doch das House of Commons √§u√üerte den Wunsch nach einer ‚Äěstarken und effizienten Regierung‚Äú.[48] Der Prinzregent bot das Amt des Regierungschefs zun√§chst Richard Wellesley und danach Francis Rawdon-Hastings an. Beide weigerten sich, eine Koalitionsregierung zu bilden, da zu diesem Zeitpunkt keine der Parteien an einer Machtteilung interessiert war. Der Prinzregent nahm die gescheiterte Regierungsbildung zum Anlass, die Tory-Minister der Perceval-Regierung erneut zu ernennen und √ľbertrug dem Earl of Liverpool das Amt des Premierministers. Dieser nahm dieses Amt bis 1827 wahr.[49]

Im Gegensatz zu den Whigs waren die Tories fest entschlossen, den Krieg gegen Napol√©on Bonaparte fortzuf√ľhren. Mit der Unterst√ľtzung von Russland, Preu√üen, Schweden, √Ėsterreich und anderen L√§ndern wurde die franz√∂sische Armee im Jahr 1814 besiegt. Im darauf folgenden Wiener Kongress wurde entschieden, das seit 1714 in Personalunion vom britischen Monarchen regierte Kurf√ľrstentum Hannover zu einem K√∂nigreich zu erheben. Die Interessen des Hauses Hannover lie√ü der Prinzregent gesondert durch den der k√∂niglichen Familie besonders vertrauten Minister Graf zu M√ľnster vertreten, der es in diesem Zusammenhang erfolgreich verstand, die eigenst√§ndige Verhandlungsposition Hannovers neben der des Vereinigten K√∂nigreichs gegen Preu√üen durchzusetzen. 1815 schlie√ülich endeten die Koalitionskriege mit der f√ľr die Briten siegreichen Schlacht bei Waterloo. Im selben Jahr endete auch der Britisch-Amerikanische Krieg, ohne dass ein wirklicher Sieger dieser milit√§rischen Auseinandersetzungen feststand.

Privates Umfeld

Der Prinzregent billigte der offiziell angetrauten Ehefrau Caroline von Braunschweig keine Rolle an seinem Hofstaat zu. Die gemeinsame Tochter Charlotte Augusta, mittlerweile ein Teenager, stand unter Aufsicht des Vaters, der die alleinige Erziehungsgewalt hatte und lebte in der Nachbarschaft des Carlton House. Mutter und Tochter durften sich nur noch sehr selten sehen.

Die zunehmend isolierte Caroline von Braunschweig wandte sich am 13. Januar 1813 in einem von ihrem Rechtsberater Henry Brougham aufgesetzten Brief an den K√∂nig, in dem sie unter anderem auf das Unrecht der ‚ÄěDelicate Investigation‚Äú hinwies und ihre Rechte als Mutter einforderte. Der Prinzregent lie√ü den Brief unbeantwortet, worauf Henry Brougham das Schreiben der britischen Presse zuspielte. Fast alle Zeitungen druckten den Brief in voller L√§nge ab. Der Prinzregent reagierte, indem er die Anklagepunkte der ‚ÄěDelicate Investigation‚Äú der √Ėffentlichkeit an die Presse sickern lie√ü und Henry Brougham konterte, indem er die Dokumente, die Caroline von Braunschweig von diesen Punkten entlastete, der Presse weiterreichte. Das ver√∂ffentlichte Material sorgte f√ľr gro√ües Aufsehen in der britischen √Ėffentlichkeit. Erneut ergriffen weite Teile der Presse und der √Ėffentlichkeit die Seite der Caroline von Braunschweig.[50] Charakteristisch d√ľrfte die Reaktion von Jane Austen sein, die in einem Brief einer Freundin schrieb:

‚ÄěArme [Caroline von Braunschweig]. Ich werde sie unterst√ľtzen, so lange ich kann, weil sie eine Frau ist und weil ich ihren Ehemann hasse ‚Äď aber ich kann ihr kaum vergeben, dass sie sich als ‚Äöanh√§nglich und zugeneigt‚Äô gegen√ľber diesem Mann bezeichnet, den sie doch verachten muss ‚Äď und das angeblich bestehende Verh√§ltnis zwischen ihr und Lady Oxford ist nat√ľrlich schlecht. Ich wei√ü nicht, was ich davon halten soll. M√ľsste ich die [Unterst√ľtzung der] Prinzessin aufgeben, w√§re ich doch entschlossen, die Meinung zu vertreten, dass sie sich achtbar verhalten h√§tte, wenn der Prinz sie nur von Beginn an anst√§ndig behandelt h√§tte.‚Äú[51]

Nach Zusicherung einer j√§hrlichen Apanage von 35.000 Pfund entschied sich Caroline von Braunschweig, das Vereinigte K√∂nigreich zu verlassen und reiste am 8. August 1814 mit einer kleinen, von ihr selbst ausgew√§hlten Entourage ab.[52] In den folgenden Jahren bereiste die Prinzessin zun√§chst den europ√§ischen Kontinent sowie Nordafrika und lie√ü sich dann f√ľr einige Zeit in Italien nieder.

Charlotte Augusta, Druckgrafik nach einem Gemälde von Thomas Lawrence

Charlotte Augusta, die gemeinsame Tochter des Prinzregentenpaares, heiratete am 2. Mai 1816 den Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg, den sp√§teren K√∂nig der Belgier. Sie verstarb allerdings schon am 6. November 1817 an den Folgen einer Totgeburt. Der Prinzregent war damit ohne Thronerbe, sofern er nicht noch ein legitimes Kind zeugen w√ľrde. Da dies unter den gegebenen Umst√§nden nicht wahrscheinlich war, w√ľrde ihm einer seiner Br√ľder nachfolgen. Nur der j√ľngste Bruder war jedoch standesgem√§√ü verheiratet und es fehlte dem herrschenden K√∂nigshaus an legalem Nachwuchs. Der Tod der potentiellen Thronerbin lie√ü die bislang unverheirateten Br√ľder Georgs unter den protestantischen Prinzessinnen Europas nach geeigneten Ehefrauen Ausschau halten. Am 13. Juli 1818 verehelichten sich in einer Doppelhochzeit der Herzog von Kent mit der verwitweten F√ľrstin von Leiningen und der Herzog von Clarence mit Adelheid von Sachsen-Meiningen.[53]

Ziel des Prinzregenten war nach wie vor die Scheidung von seiner Frau. Von dem von ihm angestrebten Hochverratsprozess gegen Caroline von Braunschweig konnten ihn Regierungsmitglieder wieder abbringen. Die Scheidung war nach englischem Recht allerdings nur zu erlangen, wenn einem der beiden Ehepartner die eheliche Untreue nachzuweisen war. Mit Unterst√ľtzung des Premierministers beauftragte der Prinzregent eine finanziell gut ausgestattete Untersuchungskommission damit, kompromittierendes Material √ľber Caroline von Braunschweig zu sammeln. Diese Untersuchungskommission wird auch als ‚ÄěMilan Commission‚Äú bezeichnet, da drei der Kommissionsmitglieder sich ab September 1818 in Mailand niederlie√üen, um dort Zeugen zu vernehmen. √úber die Einsetzung dieser Untersuchungskommission wurde Caroline von Braunschweig offiziell nicht informiert. Sie hatte davon allerdings bald Kenntnis, da sehr schnell das Ger√ľcht zirkulierte, dass die Kommissionsmitglieder Zeugenaussagen gegen sie finanziell gut honorieren w√ľrden.[54]

Königsherrschaft

Nach dem Tode Georgs III. am 29. Januar 1820 folgte ihm der Prinzregent als Georg IV. auf den Thron. Im Machtgef√ľge des Vereinigten K√∂nigreiches √§nderte sich dadurch nicht viel. Der Einfluss von Georg IV. auf die Tagespolitik blieb gering.[55] Zum Zeitpunkt der Thronfolge war Georg IV. fettleibig und wahrscheinlich s√ľchtig nach Laudanum. Bereits w√§hrend seiner Zeit als Prinzregent war er wiederholt unp√§sslich gewesen. Seine wiederholten Erkrankungen werden wegen ihrer Symptome mitunter als Beleg daf√ľr gewertet, dass er wie sein Vater an Porphyrie litt, wenn auch offensichtlich in einer milderen Form.[56]

‚ÄěPains und Penalties Bill-Anh√∂rung‚Äú

R√ľckkehr der K√∂nigin nach England

Georg IV. weigerte sich, seine offizielle Ehefrau Caroline von Braunschweig als K√∂nigin anzuerkennen und befahl den britischen Botschaftern, daf√ľr zu sorgen, dass andere europ√§ische Monarchen dasselbe taten. Durch einen k√∂niglichen Erlass wurde Carolines Name aus der Liturgie der Church of England gestrichen. Beide Ma√ünahmen trafen in der britischen √Ėffentlichkeit auf wenig Gegenliebe. Bereits am 1. Februar forderte die Times, dass der neuen K√∂nigin alle ihr zustehenden Rechte zugebilligt w√ľrden.[57] Georg IV. strebte nach wie vor die Scheidung an und er war bereit, daf√ľr sogar einen Regierungswechsel in Kauf zu nehmen. Doch weder bei den Tories noch bei den Whigs fand sein Vorhaben Unterst√ľtzung. In m√ľhevollen Sitzungen gelang es seinen Beratern, Georg IV. deutlich zu machen, wie problembehaftet ein solcher Scheidungsprozess f√ľr ihn selbst sei: Ein Prozess w√ľrde Caroline von Braunschweig die M√∂glichkeit geben, √∂ffentlich die au√üerehelichen Beziehungen ihres Ehemannes zu thematisieren. Das ohnehin schon geringe Ansehen Georgs w√ľrde durch einen solchen Prozess noch weiter leiden. Die Berater des K√∂nigs versuchten daher, eine andere Vereinbarung mit Caroline von Braunschweig zu treffen: Gegen eine Erh√∂hung ihrer j√§hrlichen Apanage auf 50.000 Pfund sollte die mittlerweile 52-J√§hrige versichern, dem Vereinigten K√∂nigreich fernzubleiben und auf ihre k√∂niglichen Rechte verzichten. Caroline von Braunschweig lehnte diese Angebote zum Teil gegen die Ratschl√§ge ihrer Berater ab.[58] Am 5. Juni 1820 betrat sie wieder britischen Boden.

Parallel zu den Vergleichsangeboten an Caroline von Braunschweig hatte Georg IV. eine Gesetzesvorlage, die sogenannte Pains and Penalties Bill, ausarbeiten lassen, mit dem das Parlament erm√§chtigt w√ľrde, ohne einen Gerichtsprozess und mit einfacher Mehrheit die Ehe zwischen Georg IV. und Caroline von Braunschweig zu annullieren, wenn sie zu dem Schluss k√§men, dass das Verhalten der K√∂nigin ihres Ranges nicht w√ľrdig sei. Das Verhalten von Georg IV. w√ľrde damit nicht Gegenstand der Untersuchung werden. Basis der Entscheidung des House of Lords und des Unterhauses sollten die Untersuchungsergebnisse der ‚ÄěMilan Commission‚Äú sein. Die Times kritisierte das Gesetzesvorhaben heftig, indem sie darauf hinwies, dass die Scheidungsgesetzgebung zwar die Trennung eines √ľber alle Tadel erhabenen Mannes von seiner sich unmoralisch verhaltenden Ehefrau erlaube. Es s√§he aber nicht die Trennung zweier Unmoralischer auf Basis der Willens√§u√üerung eines von ihnen vor. Nur das Eheverhalten eines der beiden Partner auf den Pr√ľfstand zu stellen, w√ľrde die Ehe als Institution in Frage stellen.[59]

Anhörung vor dem Oberhaus

Am 17. August 1820 begann die Anh√∂rung im Oberhaus. In den Stra√üen, die zum Parlament f√ľhrten, versammelten sich gro√üe Menschenmengen. Lords wie der eigentlich von der britischen Bev√∂lkerung verehrte Kriegsheld Herzog von Wellington mussten sich auf ihrem Weg ins Oberhaus Pfiffe und Buhrufe gefallen lassen, weil die Versammelten in ihm einen Gegner der K√∂nigin sahen. Caroline von Braunschweig wurde dagegen von der Menschenmenge mit Hurra-Rufen und Applaus begr√ľ√üt.[60]

Henry Brougham in späteren Lebensjahren

Die Anh√∂rung begann mit einer Diskussion √ľber die Rechtm√§√üigkeit der Gesetzesvorlage, w√§hrend Caroline von Braunschweigs Verteidiger Henry Brougham andeutete, er werde jedes Mittel nutzen, die K√∂nigin zu verteidigen. Von vielen wurde diese Andeutung als Drohung verstanden, dass er unzweifelhafte Beweise f√ľr die Eheschlie√üung zwischen Maria Fitzherbert und Georg IV. habe. Maria Fitzherbert selbst war wohl aus Sorge dar√ľber, dass man sie in den Zeugenstand beordern werde, nach Paris abgereist.[61] Zwei Tage sp√§ter hielt der Kronanwalt Sir Robert Gifford seine Rede an die versammelten Lords, in der er Caroline von Braunschweig des fortgesetzten Ehebruchs mit ihrem Bediensteten Bartolomeo Pergami beschuldigte. Als Zeugen verh√∂rte der Kronanwalt in den kommenden Wochen eine Reihe der italienischen Bediensteten, die bei Caroline von Braunschweig besch√§ftigt gewesen waren. Die von ihnen vorgebrachten Beweise f√ľr den Ehebruch beschr√§nkte sich auf Indizien: Die Schlafzimmer der beiden h√§tten immer nahe beieinander gelegen, sie h√§tten h√§ufig gemeinsam gefr√ľhst√ľckt, bei Spazierg√§ngen h√§tte sich die K√∂nigin bei Pergami eingehakt, das Bett von Pergami habe gewirkt, als habe er nicht darin geschlafen; auf dem Bettlaken der K√∂nigin h√§tten sich verd√§chtige Flecken befunden, die K√∂nigin habe den erkrankten Pergami zweimal in seinem Schlafzimmer aufgesucht. Nur wenige der Zeugen berichteten von Ber√ľhrungen, die auf ein intimes Verh√§ltnis zwischen Caroline von Braunschweig und Pergami schlie√üen lie√üen.[62]

Im Kreuzverh√∂r gelang es den Verteidigern, die Glaubw√ľrdigkeit der Zeugen in Frage zu stellen. Einige der Zeugen der Anklage mussten eingestehen, finanzielle Vorteile aus der Zusammenarbeit mit der ‚ÄěMilan Commission‚Äú gezogen zu haben. Bei einem der Hauptzeugen der Anklage gelang es Henry Brougham, dem versammelten House of Lords zu demonstrieren, wie gut dieser f√ľr die Aussage vorbereitet worden war. W√§hrend Caroline von Braunschweigs ehemaliger Diener Theodore Majocchi jede Frage der Anklage fl√ľssig beantwortet hatte, waren seine Antworten auf die Fragen von Henry Brougham deutlich stockender. Auf mehr als 200 Fragen von Henry Brougham antwortete Theodore Majocchi mit einem ‚ÄěNon mi ricordo‚Äú ‚Äď ‚Äěich kann mich nicht erinnern‚Äě, was f√ľr die britische Presse Anlass f√ľr viel Spott war.

Am 10. November 1820 stimmte das Oberhaus mit einer knappen Mehrheit von nur 9 Stimmen der Pains and Penalties Bill zu. Damit war klar, dass diese Gesetzesvorlage auf keine Zustimmung im House of Commons treffen w√ľrde. Lord Liverpool verk√ľndete unmittelbar nach der Ausz√§hlung der Stimmen, dass die Regierung die Gesetzesvorlage zur√ľckziehen werde.[63]

Auswirkungen

Durch den Prozess erreichte das Ansehen Georgs IV. bei der Bev√∂lkerung des Vereinigten K√∂nigreiches einen seiner Tiefpunkte. Caroline von Braunschweigs Biografin Jane Robins ist in ihren Analysen der Anh√∂rung zum Pains and Penalties Bill zum Schluss gekommen, dass das Vereinigte K√∂nigreich sich zu diesem Zeitpunkt am Rande einer Revolution befand, die zum Thronverlust von Georg IV. h√§tte f√ľhren k√∂nnen.[64] Caroline von Braunschweigs Rechtsberater Henry Brougham behauptete in seinen Jahrzehnte sp√§ter ver√∂ffentlichten Memoiren, er h√§tte √ľber zweifelsfreie Beweise f√ľr die Eheschlie√üung zwischen dem Prince of Wales und Maria Fitzherbert verf√ľgt und h√§tte bei einem ung√ľnstigen Anh√∂rungsverlauf f√ľr die K√∂nigin tats√§chlich das Recht auf die Thronfolge von Georg IV. in Frage gestellt.[65]

Vor und w√§hrend der Anh√∂rung solidarisierten sich insbesondere die Unterschicht und die untere Mittelschicht mit der K√∂nigin. ‚ÄěNo Queen, no King‚Äú ‚Äď ‚ÄěOhne K√∂nigin kein K√∂nig‚Äú war eine h√§ufig geh√∂rte Drohung[66], die sogar von meuternden Soldaten aufgegriffen wurde.[67] Die obere Mittelschicht und besonders die Oberschicht wahrte dagegen Distanz zur K√∂nigin. Nach Ansicht von Jane Robins war die Schuldfrage der K√∂nigin f√ľr die breite Masse sekund√§r. Caroline von Braunschweig stellte f√ľr sie eher eine Symbolfigur der Opposition gegen Georg IV. und der von ihm unterst√ľtzten Tories dar. Die gesamte Dauer der Anh√∂rung war begleitet von Demonstrationen und Aufm√§rschen, bei der es zum Teil auch zu gewaltsamen √úbergriffen auf Anh√§nger des K√∂nigs kam.[68] Der Ausgang der Anh√∂rung wurde in vielen St√§dten des Vereinigten K√∂nigreichs zum Teil √ľber mehrere Tage euphorisch gefeiert. Auch diese Feiern waren nicht frei von Ausschreitungen. Die von vielen gehegte Erwartung, dass die K√∂nigin zur Galionsfigur der Opposition und Reformisten werde, erf√ľllte sich dagegen nicht. Caroline von Braunschweig zog sich in den Monaten nach der Anh√∂rung weitgehend aus der √Ėffentlichkeit zur√ľck und akzeptierte im M√§rz 1821 schlie√ülich das Apanage-Angebot von 50.000 Pfund j√§hrlich.[69]

F√ľr die Geschichte der britischen Presse ist die Anh√∂rung gleicherma√üen bedeutsam. Die britische Times, die fr√ľhzeitig die Position der K√∂nigin ergriff, gelangte in dieser Zeit zu der Vormachtstellung, die sie bis in die zweite H√§lfte des 20. Jahrhunderts innehaben sollte. Obwohl die Regierung Zeitungen so hoch besteuerte, dass ihr Erwerb zumindest f√ľr die Unterschicht eigentlich zu teuer wurde, erreichten die Berichte √ľber die Anh√∂rung die meisten der Einwohner des Vereinigten K√∂nigreiches. Zeitungen lagen in Pubs und Kaffeeh√§usern aus und wurden dort gelesen und vorgelesen. Viele teilten sich das Abonnement einer Zeitung. Ein Zeitgenosse sch√§tzte, dass jede einzelne Zeitungsausgabe in London von mindestens 30 Personen gelesen w√ľrde. Es war damit das erste Ereignis, √ľber das sich breite Teile Bev√∂lkerung ein Urteil anhand der Berichterstattung bildeten.[70]

Krönung, Begräbnis Carolines von Braunschweig

Georg IV. hatte nach der aus seiner Sicht gescheiterten Anh√∂rung die Aufl√∂sung des Parlaments erwogen, diese Idee aber wieder verworfen, weil dies die Gefahr weiter anhaltender Unruhen beinhaltete. Die Ernennung einer von Politikern der Whigs gef√ľhrten Regierung schien zumindest in den ersten Tagen nach dem Ende der Anh√∂rung eine M√∂glichkeit, die Anh√§ngerschaft der K√∂nigin zu spalten. Die Mehrzahl der Whigs waren jedoch Bef√ľrworter der Katholikenemanzipation, einer Reduktion des Heeres sowie einer K√ľrzung der Staatsausgaben. Allen drei Reformw√ľnschen stand Georg IV. ablehnend gegen√ľber. Letztlich belie√ü Georg IV. Lord Liverpool im Amt des Premierministers.[71]

Das prunkvolle Krönungsbankett in der Westminster Hall

Die Kr√∂nung Georgs IV. fand am 19. Juli 1821 in der Westminster Abbey statt, ohne dass die K√∂nigin daran teilnehmen durfte. Caroline von Braunschweig wurde sogar der Zutritt zur Westminster Abbey verweigert.[72] Die Gesamtkosten der Kr√∂nungsfeierlichkeiten waren enorm: Mit 243.000 Pfund √ľberstiegen sie die Kosten der Kr√∂nung Georgs III. um mehr als das 24-fache.[73] Als besonders kostspielig erwiesen sich der 24.000 Pfund teure Kr√∂nungsornat[74] und das anschlie√üende Kr√∂nungsbankett in der Westminster Hall. Georgs Bruder und Nachfolger Wilhelm IV. brach mit der Tradition, da er die Bankette als zu teuer und aufw√§ndig empfand. Das Kr√∂nungsbankett Georgs IV. ist bislang das letzte, das in Gro√übritannien stattfand.

Caroline von Braunschweig verstarb am 7. August 1821, nur wenige Wochen nach den Kr√∂nungsfeierlichkeiten. Es ist wiederholt spekuliert worden, dass sie vergiftet wurde.[73] Wahrscheinlicher ist allerdings, dass sie an Magenkrebs erkrankt war.[75] Caroline von Braunschweig hatte als Ort ihrer letzten Ruhest√§tte Braunschweig bestimmt und w√§hrend der √úberf√ľhrung des Sarges zur K√ľste kam es erneut zu Ausschreitungen und Demonstrationen, wie sie bereits die Pains and Penalties-Anh√∂rung begleitet hatten. Premierminister Liverpool hatte urspr√ľnglich bestimmt, dass der Leichenzug nur durch die abgelegeneren Vororte Londons f√ľhren sollte, um solche Unruhen zu vermeiden. Die Menschenmenge, die den Beginn des Leichenzuges vor dem Haus der K√∂nigin abgewartet hatte, zwang jedoch die Garden, die den Sarg begleiteten, einen Weg durch die City of London zu nehmen. Bei den Auseinandersetzung zwischen den Garden und der Bev√∂lkerung wurden zwei Menschen get√∂tet und mehrere verletzt.

Letzte Herrschaftsjahre

Zu den Höhepunkten während der Herrschaft von Georg IV. zählen sein Besuch in Irland im Jahre 1821 und vor allem sein Besuch in Schottland im August 1822. Der letzte britische Monarch, der Irland betreten hatte, war Richard II. gewesen[76] und der Aufenthalt in Schottland der erste Besuch eines britischen Monarchen in diesem Landesteil seit Karl II. im Jahre 1650. 1821 besuchte Georg zudem als erster Monarch seit 66 Jahren auch wieder Hannover und seine deutschen Stammlande und wurde dort enthusiastisch gefeiert.

Georg IV. im Kilt während des Besuchs in Schottland, 1822

Walter Scott war ma√ügeblich an der Organisation des 21 Tage w√§hrenden Besuches in Schottland beteiligt und nutzte die Gelegenheit, um bei mehreren der aufw√§ndigen Feiern, auf denen der britische Monarch enthusiastisch gefeiert wurde, schottische Traditionen und Lebensart zu pr√§sentieren. Georg IV. revanchierte sich, indem er mehrmals in einem Kilt erschien und damit dazu beitrug, dieses traditionelle Gewand der Highlands so popul√§r zu machen, dass es sich w√§hrend des 19. Jahrhunderts zur nationalen Tracht von ganz Schottland entwickelte und auch in den eher englisch gepr√§gten Lowlands getragen wurde.[77][78] Die Reise nach Schottland war die letzte gro√üe Reise, die Georg IV. unternahm. Er zog sich danach zunehmend nach Windsor Castle zur√ľck.[79] Durch seine exzessive Lebensweise hatte er eine solche Leibesf√ľlle erreicht, dass er zunehmend ein Ziel von Spott wurde, wenn er in der √Ėffentlichkeit erschien.[80]

In die Tagespolitik mischte er sich nur selten ein und dabei gelegentlich mit widerspr√ľchlichen Ansichten. Als 1824 erneut die Frage der Katholikenemanzipation auf der Tagesordnung stand, √§u√üerte Georg IV. sich in der √Ėffentlichkeit zun√§chst betont antikatholisch.[81][82] Seine Haltung wurde von Premierminister Liverpool geteilt, so dass eine rechtliche und politische Gleichstellung der katholischen B√ľrger des Vereinigten K√∂nigreichs auf lange Zeit nicht durchsetzbar zu sein schien. Lord Liverpool trat jedoch im April 1827 zur√ľck und wurde durch den Tory George Canning abgel√∂st, der ein Bef√ľrworter der Katholikenemanzipation war. Den Amtsantritt von Georg Canning nahm Georg IV. zum Anlass, √∂ffentlich zu erkl√§ren, dass seine antikatholische Haltung lediglich aus der Verehrung f√ľr seinen Vater resultiere, der in diesem Punkt sehr strikte Ansichten vertreten h√§tte.[83] George Canning starb nur f√ľnf Monate sp√§ter, ohne dass Reformschritte eingeleitet worden waren. Neuer Premierminister wurde Viscount Goderich, der die wacklige Koalitionsregierung bis Januar 1828 weiterf√ľhrte. Sein Amtsnachfolger war der Herzog von Wellington, der urspr√ľnglich ein √ľberzeugter Gegner der Katholikenemanzipation gewesen war. Der Herzog war aber mittlerweile zu der Einsicht gelangt, dass eine weitere Benachteiligung der Katholiken politisch nicht mehr haltbar sei.[84][85] Mit viel √úberzeugungsarbeit gelang es dem Herzog am 29. Januar 1829, vom K√∂nig die Zustimmung zum Gleichstellungsgesetz zu erhalten. Unter dem Einfluss seines fanatisch antikatholischen Bruders, dem Herzog von Cumberland, widerrief der K√∂nig jedoch wenig sp√§ter seine Zustimmung, worauf am 4. M√§rz alle Kabinettsmitglieder ihren R√ľcktritt einreichten. Damit geriet Georg IV. unter solch politischen Druck, dass er letztlich dem Gleichstellungsgesetz zustimmen musste.[86]

Georg IV. starb am 26. Juni 1830 und wurde am 15. Juli in der St. Georgs-Kapelle von Windsor Castle beigesetzt.[87] Der √§lteste seiner Br√ľder, Friedrich August, war bereits am 5. Januar 1827 verstorben. Thronfolger war daher Wilhelm Heinrich, Herzog von Clarence.

Zeitgenössische Rezeption

√úber den eitlen Georg IV., der sich gerne als der ‚Äěf√ľhrende Gentleman Europas‚Äú bezeichnen lie√ü, schrieb William Thackeray:

‚ÄěIch blicke auf sein Leben zur√ľck und erinnere mich nur einer Verbeugung und eines Grinsens. Ich versuche mich an Einzelheiten zu erinnern und sehe Seidenstr√ľmpfe, Wattierungen, St√§rke, ein Mantel mit Fr√∂schen und einem Fellkragen, ein Stern und ein blaues Band, ein unglaublich parf√ľmiertes Taschentuch, eine von Truefitts besten nussbraunen Per√ľcken ‚ąí stark pomadisiert ‚ąí, ein Gebiss und ein gro√üer schwarzer Stock, eine Unterweste, noch mehr Unterwesten und dann ‚Äď nichts.‚Äú[88]

Der Herzog von Wellington bezeichnete Georg IV. w√§hrend der politischen Krise 1829 als selbsts√ľchtig, √ľbellaunig und falsch und frei von jeglichen positiven Qualit√§ten.[89] Jahre sp√§ter fiel sein Urteil weit milder aus. Zu den positiven Eigenschaften Georgs IV. z√§hlte Wellington unter anderem dessen engagierte F√∂rderung der Bildenden K√ľnste und die ungew√∂hnliche und mitunter widerspr√ľchliche Mischung von Begabung, Witz, Narretei, Sturheit und Gutherzigkeit, die Georg IV. ausgezeichnet habe.[90]

Die von Exzentrik und Verschwendungssucht gepr√§gte Herrschaft Georgs f√ľhrte zu einem Tiefpunkt des Ansehens der Monarchie, die erst unter seiner Nichte Victoria wieder st√§rkeren R√ľckhalt in der Bev√∂lkerung fand. Anl√§sslich seines Todes schrieb die Times √ľber Georg IV:[91]

‚Äě[‚Ķ] nie ist ein Mann weniger von seinen Mitmenschen betrauert worden als dieser verstorbene K√∂nig. Welche Augen haben um ihn geweint? Welches Herz hat aus selbstloser Trauer um ihn geseufzt? [‚Ķ] wenn er auch nur einen Freund, einen ergebenen Freund egal aus welcher Schicht hatte, dann beteuern wir, dass wir niemals seinen Namen vernommen haben.‚Äú

Vermächtnis

Abbildung auf dem Familienorden
‚ÄěBeau‚Äú Brummell, der √ľber Jahre zu den Vertrauten des Prinzregenten z√§hlte

Kunstepoche Regency

Die Regentschaft Georgs ist Namensgeber der Kunstepoche Regency, deren Beginn heute auf den Einzug des Prince of Wales ins Carlton House im Jahr 1783 datiert wird. Der Prinz war bereits vor Beginn seiner Regentschaft Bauherr mehrerer neuer und stilbildender Geb√§ude gewesen und beauftragte wiederholt Umbauten an den von ihm bewohnten Pal√§sten. Seine Bauaktivit√§ten waren eine der Ursachen f√ľr seine anhaltend hohen Schulden. Allein f√ľr den Bau des palast√§hnlichen Stalls f√ľr seine Pferde in Brighton, bei dem sich vierundvierzig Pferdeboxen ringf√∂rmig um einen Brunnen gruppieren, der wiederum von einer Kuppel √ľberkr√∂nt war, gab der damalige Prinz von Wales √ľber 54.000 Pfund aus.[92]

Der Royal Pavilion im aufstrebenden Seebad Brighton ist vermutlich das Bauwerk, das am meisten mit dem Prinzregenten in Verbindung gebracht wird. Der Palast, der von John Nash vollendet wurde, orientiert sich in seinem Exterieur an der Baukunst des Mogulreiches. Mit seiner √ľberwiegend chinesisch inspirierten Inneneinrichtung galt er als einer der exotischsten Pal√§ste Europas.[93] Zu den von zahlreichen Besuchern teils bewunderten, teils wegen der luxuri√∂sen Opulenz bel√§chelten Besonderheiten des Palastes z√§hlte unter anderem die zeltf√∂rmige Decke der Banketthalle, in deren Mitte ein gro√üer silberner Drache eine riesige Gaslampe hielt.[94]. Von John Nash stammt auch die Planung des Regent‚Äôs Parks, der Regent Street und des Trafalgar Squares, die alle auf Veranlassung von Georg IV. entstanden.

Mode

Zu den Vertrauten des Prinzregenten z√§hlte ‚ÄěBeau‚Äú Brummell, der bis heute als der Prototyp des Dandys gilt. Unter seinem Einfluss entwickelte sich eine ausgesprochen luxuri√∂se und farbenpr√§chtige M√§nnermode. Ein gut gekleideter Mann der Regency-Zeit zog sich am Tage mehrfach um und w√§hlte die Form, in der er sein Halstuch trug, mit √§u√üerstem Bedacht. Der Historiker Christopher Sinclair-Stevenson bezeichnete die von Georg IV. beeinflussten Jahre als die ‚Äěfinale Parade der Pfauen vor dem Beginn der Tristesse des Viktorianischen Zeitalters, in dem das Tragen lebhafter Farben den Milit√§rs vorbehalten war‚Äú.[95]

Georg IV. allerdings favorisierte mit zunehmendem Alter dunklere Farben, da diese seine Leibesf√ľlle besser √ľberspielten. Er bevorzugte au√üerdem die etwas loser sitzenden und damit f√ľr ihn vorteilhafteren langen Hosen gegen√ľber den bis dahin am Hofe √ľblichen Kniehosen.[96] Auch seine Bereitwilligkeit, den Halstuchmoden von Beau Brummel zu folgen, wird darauf zur√ľckgef√ľhrt, dass diese ihm halfen, sein Doppelkinn zu verbergen.[96] Zu den modischen Neuerungen, die Georg IV. w√§hrend seiner Kronprinzenzeit popul√§r machte, z√§hlt auch der Verzicht auf das Tragen gepuderter Per√ľcken.[97]

Populärkultur

Bis heute findet man in Großbritannien zahlreiche Denkmäler, die an George IV. erinnern. Die meisten wurden während seiner Herrschaft errichtet. Zu den bekanntesten zählen die Reiterstandbilder auf dem Londoner Trafalgar Square, im Park von Windsor und vor dem Royal Pavilion in Brighton. In Edinburgh erinnert die von dem Architekt Thomas Hamilton entworfene und 1835 fertiggestellte George IV Bridge an seinen Besuch in Schottland.

In Romanen, Fernsehserien und Filmen wird Georg IV. √ľblicherweise als extravagant, stumpfsinnig und unverantwortlich dargestellt. Die bekanntesten Beispiele sind die Darstellungen seiner Person durch Hugh Laurie in der Comedyserie Blackadder, durch Peter Ustinov im 1954 ver√∂ffentlichten Film Beau Brummell und durch Rupert Everett im Film The Madness of King George aus dem Jahre 1994. Der Fantasy-Roman Jonathan Strange & Mr. Norrell von Susanna Clarke spielt vor dem Hintergrund der napoleonischen Kriege und der Regentschaft Georg IV., wobei auch hier sein Lebensstil karikiert wird.

Literatur

  • Authentische und vollst√§ndige Beschreibung aller Feierlichkeiten, welche in dem Hannoverschen Lande bey der Anwesenheit Seiner K√∂nigl. Majest√§t GEORG DES VIERTEN w√§hrend dem Monate October 1821 veranstaltet worden sind. Zusammengetragen und herausgegeben von Heinrich Dittmer, Med Dr. und K. Hann√∂v. pensionirtem Milit√§r-Wundarzte. Hannover 1822, in der Helwingschen Hofbuchhandlung.
  • Saul David: Prince of Pleasure: The Prince of Wales and the Making of the Regency. Grove Press, 2000, ISBN 0-8021-3703-2.
  • Michael De-la-Noy: George IV. Sutton Publishing, Stroud, Gloucestershire 1998, ISBN 0-7509-1821-7.
  • John W. Derry: The Regency Crisis and the Whigs. Cambridge University Press, 1963.
  • Christopher Hibbert: George IV, Prince of Wales, 1762‚Äď1811. Longman, London 1972, ISBN 0-582-12675-4.
  • Christopher Hibbert: George IV, Regent and King, 1811‚Äď1830. Allen Lane, London 1973, ISBN 0-7139-0487-9.
  • Michael Maurer: Kleine Geschichte Englands, Reclam Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-15-009616-2
  • Steven Parissien: George IV - Inspiration of the Regency. St. Martin's Press, New York City 2002, ISBN 0-312-28402-0
  • Jane Robins: Rebel Queen ‚Äď How the Trial of Caroline Brought England to the Brink of Revolution, Pocket Books, London 2007, ISBN 0-7434-7826-6
  • John R√∂hl, Martin Warren, David Hunt: Purple Secret - Genes, ‚ÄėMadness‚Äô and the Royal Houses of Europe, Bantam Press, London 1999, ISBN 0-552-14550-5
  • Christopher Sinclair-Stevenson: Blood Royal ‚Äď The illustrious house of Hanover, Ebenezer Baylis & Sons, London 1979, ISBN 0-224-01477-3
  • E. A. Smith: George IV (The English Monarchs Series). Yale University Press, New Haven 1999, ISBN 0-300-07685-1
  • Adolf Schaumann: Georg IV.. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 8, Duncker & Humblot, Leipzig 1878, S. 651‚Äď657.
  • Edgar Kalthoff: Georg IV.. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 6, Duncker & Humblot, Berlin 1964, S. 213 f.

Weblinks

 Commons: Georg IV. (Vereinigtes K√∂nigreich) ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege

  1. ‚ÜĎ Ida Macalpine, Richard Hunter: The 'insanity' of King George III: a classic case of porphyria. In: Brit. Med. J.. 1, 1966, S. 65‚Äď71.
  2. ‚ÜĎ R√∂hl et al., S. 69‚Äď102
  3. ‚ÜĎ Parissien, S. 171
  4. ‚ÜĎ E. A. Smith, S. 2
  5. ‚ÜĎ Hibbert: George IV: Prince of Wales 1762‚Äď1811, S. 2
  6. ‚ÜĎ a b Robins, S. 12
  7. ‚ÜĎ zitiert nach Gristwood, S. 134
  8. ‚ÜĎ E. A. Smith, S. 48
  9. ‚ÜĎ Gristwood, S. 114, 131‚Äď147 und 246
  10. ‚ÜĎ E. A. Smith, S. 25‚Äď28
  11. ‚ÜĎ E. A. Smith, S. 33
  12. ‚ÜĎ I. Naamani Tarkow: The Significance of the Act of Settlement in the Evolution of English Democracy. In: Political Science Quarterly. 58, Nr. 4, Dezember 1943, S. 537‚Äď561.
  13. ‚ÜĎ a b Philip Smith: A Smaller History of England, from the Earliest Times to the Year 1862. Harper & Bros., 1868, S. 295.
  14. ‚ÜĎ E. A. Smith, S. 36‚Äď38
  15. ‚ÜĎ David, Seite 57‚Äď91
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  25. ‚ÜĎ Robins, S. 15
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  62. ‚ÜĎ F√ľr eine ausf√ľhrliche Beschreibung der Anh√∂rung vor dem Parlament siehe Robins, S. 187‚Äď287
  63. ‚ÜĎ Robins, 286 f
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  66. ‚ÜĎ Robins, S. 136
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  74. ‚ÜĎ Robins, S. 311
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  76. ‚ÜĎ De-la-Noy, S. 95
  77. ‚ÜĎ Parissien, S.324‚Äď326
  78. ‚ÜĎ Eine ausf√ľhrliche Beschreibung des Besuchs in Schottland findet sich bei Sinclair-Stevenson, S. 157‚Äď173
  79. ‚ÜĎ The official website of the British Monarchy. Abgerufen am 12. Februar 2007.
  80. ‚ÜĎ Parissien, S. 355
  81. ‚ÜĎ Parissien, S. 189
  82. ‚ÜĎ E. A. Smith, S. 238
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  84. ‚ÜĎ Parissien, S. 190
  85. ‚ÜĎ E. A. Smith, S. 237
  86. ‚ÜĎ Parissien, S. 381
  87. ‚ÜĎ Hibbert: George IV: Regent and King 1811‚Äď1830, S. 336
  88. ‚ÜĎ Sinclair-Stevenson, S. 155
  89. ‚ÜĎ Hibbert: George IV: Regent and King 1811‚Äď1830, S. 310
  90. ‚ÜĎ Hibbert: George IV: Regent and King 1811‚Äď1830, S. 344
  91. ‚ÜĎ The Times vom 15. Juli 1830, zitiert in Hibbert: George IV: Regent and King 1811‚Äď1830, S. 342
  92. ‚ÜĎ Sinclair-Stevenson, S. 194
  93. ‚ÜĎ Jessica M. F. Rutherford: The Royal Pavilion: The Palace of George IV, S. S. 81, Brighton Borough Council 1995, ISBN 0-948723-21-1
  94. ‚ÜĎ Sinclair-Stevenson, S. 197
  95. ‚ÜĎ Sinclair-Stevenson, S. 178
  96. ‚ÜĎ a b Parissien, S. 114
  97. ‚ÜĎ Parissien, S. 112


Vorgänger Amt Nachfolger
Georg III. König des Vereinigten Königreiches
1820‚Äď1830
Wilhelm IV.
König von Hannover
1820‚Äď1830
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