George H. W. Bush

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George H. W. Bush
George H. W. Bush (1989)
Unterschrift G.H.W. Bush

George Herbert Walker Bush, meist einfach George Bush, KBE (* 12. Juni 1924 in Milton, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei und war von 1989 bis 1993 der 41. Pr√§sident der USA. Bevor er Pr√§sident wurde, war er unter Ronald Reagan der 43. Vizepr√§sident der USA. Ebenso war er Abgeordneter im Repr√§sentantenhaus f√ľr Texas, Botschafter der Vereinigten Staaten bei der UNO, Leiter des Verbindungsb√ľros der USA in China sowie Direktor des CIA.

Er ist der Vater des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush und des ehemaligen Gouverneurs von Florida, Jeb Bush.

Inhaltsverzeichnis

Fr√ľhe Jahre

Der Name George Herbert Walker Bush ist eine Reminiszenz an den Gro√üvater m√ľtterlicherseits, George Herbert Walker. George Bush ist Sohn von Prescott Bush, dem ehemaligen Senator von Connecticut. Er wuchs in Greenwich auf und besuchte die Phillips Academy in Andover, wo er Kapit√§n des Baseball-Teams war.

George Bush (1943)

Einsatz während des Zweiten Weltkriegs

Nachdem er im Juni 1942 seinen Abschluss gemacht hatte, entschloss er sich aufgrund des Angriffs auf Pearl Harbor, der US Navy beizutreten.[1] Kurz vor seinem 19. Geburtstag wurde ihm der Eid abgenommen, welcher ihn zum damals j√ľngsten Piloten der US Navy machte.[1] Im September 1943 wurde Bush als Teil einer Grumman TBF-Staffel auf die USS San Jacinto versetzt.[1] Dort war er als fotografischer Offizier eingesetzt[1] und flog mit seinem Flugzeug aufkl√§rende Fl√ľge √ľber feindliches Gebiet. Er war durchaus auch in Luftk√§mpfe mit Gegnern, unter anderem Japanern, verwickelt. So zwangen die Japaner ihn beispielsweise in einem Luftkampf am 19. Juni 1944 das Flugzeug notzuwassern. Bush konnte von der Besatzung der USS Clarence K. Bronson gerettet werden.[1] Am 1. August wurde er zum Lieutenant Junior Grade bef√∂rdert.[1] F√ľr sein Verhalten in einem Luftkampf am 2. September erhielt er das Distinguished Flying Cross, das Flugverdienstkreuz.[1] Er f√ľhrte einen Verbund von 4 Grumman TBF in einen Luftkampf. Er √ľberlebte als Einziger der vier Piloten.[1] Ebenso erhielt Bush 3 Air Medals und die Presidential Unit Citation.[1] Bush flog noch einige Eins√§tze an verschiedenen Orten, bevor er Anfang 1945 an die Naval Station Norfolk in Norfolk versetzt wurde. Nach der japanischen Kapitulation wurde er im September 1945 ehrenhaft aus der US Navy entlassen.

George und Barbara Bush mit ihrem ersten Sohn George W. (1947)

Studienzeit und Heirat

Am 6. Januar 1945 heiratete er Barbara Pierce. Die beiden haben sechs Kinder:

  • George W., geboren 1946 (der 43. US-Pr√§sident)
  • Pauline Robinson (Robin), geboren 1949, gestorben 1953 an Leuk√§mie
  • John (Jeb), geboren 1953 (1998 bis 2007 Gouverneur Floridas)
  • Neil, geboren 1955
  • Marvin, geboren 1956 und
  • Dorothy, geboren 1959.

Nach seinem Einsatz w√§hrend des Zweiten Weltkrieges besuchte er die Yale University und wurde Mitglied der akademischen Gemeinschaft Phi Beta Kappa. Bereits vor seinem Kriegseinsatz wurde er an der Yale University akzeptiert[2]. Nach seiner R√ľckkehr aus dem Krieg und seiner Heirat trat er sein Studium in Yale an.[2] Er schrieb sich in ein spezielles Programm ein das ihm erlaubte in zweieinhalb Jahren statt vier Jahren sein Studium zu absolvieren.[2] Bush wurde Kapit√§n der Yale Baseball-Mannschaft,[2]. 1948 verlie√ü Bush Yale mit einem Bachelor of Arts in Wirtschaftswissenschaft.[2]

Tätigkeiten in Wirtschaft und Politik

Es gab und gibt kaum Familien in den USA, die derart viele √Ąmter vereinten: Sein Vater Prescott Bush war Senator, er selbst Pr√§sident und Vize-Pr√§sident, sein Sohn George W. Pr√§sident und Gouverneur von Texas und Sohn Jeb Gouverneur von Florida. Nur die Familie von John Adams und die Kennedys w√§ren vergleichbar. Bush ist der zweite Pr√§sident nach John Adams, dessen Sohn ebenfalls Pr√§sident wurde.

Bush versuchte sich erfolgreich im √Ėlgesch√§ft in Texas, er gr√ľndete 1953 die Firma Zapata Oil.

Seine politische Karriere begann 1962 als Vorsitzender der Republikanischen Partei im texanischen Harris County. 1964 kandidierte er f√ľr den Senat und verlor gegen seinen demokratischen Konkurrenten Ralph Yarborough knapp. 1966 wurde Bush als Abgeordneter eines Bezirks in Houston in das US-Repr√§sentantenhaus gew√§hlt und 1968 wiedergew√§hlt. 1970, mit Unterst√ľtzung Nixons, unternahm einen erneuten Versuch, zum Senator gew√§hlt zu werden. Er scheiterte gegen Lloyd Bentsen, der das Amt bis 1993 innehielt.

In den 1970er Jahren bekleidete er zahlreiche wichtige √Ąmter: Von 1971 bis 1973 war er US-Botschafter bei der UNO, f√ľr Pr√§sident Nixon und 1973/74 Vorsitzender des Republican National Committee, 1974/75 Leiter des amerikanischen Verbindungsb√ľros in Peking f√ľr Pr√§sident Ford und damit diplomatischer Vertreter der USA in China sowie in den Jahren 1976 und 1977 Direktor des Geheimdienstes CIA. Von 1977-1979 war Bush Direktor des Council on Foreign Relations[3].

Offizielles Portrait von Präsident Reagan und Vizpräsident Bush 1981

1980 bewarb sich Bush um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner unterlag jedoch in den Vorwahlen gegen Ronald Reagan. Er gewann allerdings nach Reagan die zweithöchste Anzahl von Bundesstaaten in den Primaries. Reagan bot ihm an, an seiner Seite als Vizepräsident zu kandidieren. Zusammen gewannen sie die Wahl gegen den amtierenden Präsidenten Jimmy Carter und dessen Vizepräsidenten Walter Mondale.

Ronald Reagan und George Bush 1984 im Oval Office

Vizepräsident

Bush orientierte sich als Vizepr√§sident an der Vizepr√§sidentschaft von Richard Nixon, der unter Eisenhower als Vizepr√§sident amtierte. Das bedeutete, er wollte dem Pr√§sidenten loyal und beratend zur Seite stehen und sich nicht auf dessen Kosten profilieren. Als Reagan sich 1985 einer Krebsoperation unterzog, amtierte[4] er f√ľr einige Stunden als ‚ÄěActing President‚Äú gem. des 25. Zusatzartikel der US-Verfassung. 1985 nahm Bush im Kreml an der Trauerfeier des verstorbenen sowjetischen Generalsekret√§rs Andropow Teil, wo er als erster ranghoher US-Vertreter den neuen Generalsekret√§r Michael Gorbatschow traf. Bush telegraphierte Reagan um ihm mitzuteilen, dass es sich bei Gorbatschow um einen neuen Typ von Sowjetf√ľhrer handelte. 1984 wurden George H. W. Bush und Ronald Reagan wiedergew√§hlt. 1988 bewarb sich Bush um die Pr√§sidentschaftskandidatur der Republikaner, die er gewann. Auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner machte er das Versprechen, als Pr√§sident gegen Steuererh√∂hungen sein Veto einzulegen (‚ÄěRead my lips: no new taxes‚Äú (Lest es von meinen Lippen: Keine neuen Steuern)). Bei der Pr√§sidentschaftswahl 1988 zog Bush mit dem Vize-Kandidaten Dan Quayle in seinen eigenen Wahlkampf, den er gegen die Demokraten Michael Dukakis und Lloyd Bentsen mit 426[5] gegen 111 Wahlm√§nnerstimmen klar gewann. Bei den gleichzeitig stattfindenden Kongresswahlen behielten die Demokraten ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongress.

Präsidentschaft

Bush bei seiner Vereidigung als Präsident 20. Januar 1989

Am 20. Januar 1989 wurde Bush als 41. Pr√§sident der Vereinigten Staaten vereidigt. In seiner Rede zur Amtseinf√ľhrung bekundete Bush seinen Willen zur √úberparteilichkeit und betonte die Notwendigkeit der Haushaltskonsolidierung. Au√üerdem w√ľrde die "totalit√§re √Ąra wegfallen, wie Bl√§tter an einem leblosen Baum".[6][7]

Innenpolitik

Bush Innenpolitik war gekennzeichnet von innenpolitischen K√§mpfen um die Reduzierung des Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten. Bush wollte K√ľrzungen durchsetzen, w√§hrend der Demokratische Kongress Steuererh√∂hungen anstrebte. Im Oktober 1990 einigten sich Bush und der Kongress auf einen Kompromiss.[8] Bush stimmte nun doch Steuererh√∂hungen zu womit er sein Wahlversprechen von 1988 brach. Hintergrund war ein drohender "Government Shotdown", eine m√∂gliche Zahlungsunf√§higkeit der amerikanischen Bundesregierung, die ohne Einigung aufgrund eines fr√ľheren Haushaltsbegleitgesetzes aus dem Reagan-Aera angeordnet war.[9] Die Einigung mit dem Kongress stie√ü insbesondere bei konservativen und libert√§ren Republikanern um den sp√§teren Sprecher des Repr√§sentantenhaus Newt Gingrich auf Kritik.[10] In der Umweltpolitik wurde w√§hrend seiner Amtszeit der "Cleen Air Act" verabscheidet. 1990 unterzeichnete Bush den "Civil Rights Act of 1990", ein Gesetz zur Integration k√∂rperlich-behinderter in den Arbeitsmarkt.[11]

Pr√§sident Bush bekommt von Hans-Dietrich Genscher ein St√ľck der Berliner Mauer √ľberreicht (21. November 1989)

Au√üenpolitik Bush war einer der wenigen Pr√§sidenten mit au√üenpolitischen Erfahrungen. In den 1970er Jahren hatte er f√ľr Pr√§sident Nixon als UN-Botschafter und sp√§ter f√ľr Pr√§sident Ford als Leiter des Verbindungsb√ľros der USA in China gearbeitet. Zum Au√üenminister nominierte er seinen engen Freund und Wahlkampfmanager James Baker. Zum Nationalen Sicherheitsberater wurde Brent Scowcroft ernannt, der schon als Stellvertreter Kissingers unter Nixon, und Sicherheitsberater f√ľr Pr√§sident Ford gedient hatte.

Die erste Herausforderung f√ľr Bush war das chinesische Massaker von Tianameng-Square im M√§rz 1989. Entgegen der Stimmung in den Vereinigten Staaten und nicht zuletzt aufgrund seiner eigenen Erfahrungen in China entschied sich Bush, unter allen Umst√§nden die chinesisch-amerikanischen Beziehungen aufrechtzuerhalten. Er war der Meinung, er sei f√ľr die Zukunft der USA und des Weltfriedens immanent Beziehungen zum bev√∂lkerungsreichsten Land der Erde zu halten.

Bush telefoniert bez√ľglich Operation Just Cause hier mit Sicherheitsberater Brent Scowcroft and Chief of Staff John H. Sununu, 1989
George H. W. Bush und Michail Gorbatschow bei der Unterzeichnung von START I in Moskau
Auslandsreisen von Bush während seiner Präsidentschaft.

Zu Beginn seiner Pr√§sidentschaft war in der Vereinigten Staaten und in Westeuropa die Ansicht weit verbreitet, der Kalte Krieg sei durch Gorbatschows Reformpolitik zu Ende. Bush und Scowcroft waren wesentlich zur√ľckhaltendender in ihrer Einsch√§tzung der Situation. Sie begr√ľ√üten zwar die Reformbem√ľhungen Gorbatschows, waren aber der Ansicht, der Kalte Krieg sei erst vorbei, wenn die sowjetischen Satellitenstaaten ihre volle Souver√§nit√§t zur√ľckerlangten, ohne einer Wiederholung der Ereignisse von 1968 (Prager Fr√ľhlung) bef√ľrchten zu m√ľssen.[12] Au√üerdem bef√ľrchteten sie, die weitreichenden R√ľstungkontrollvorschl√§ge k√∂nnten ohne substantielle Reformen in der Sowjetunion und ohne die Souver√§nit√§t der Ostblockstaaten mittelfristig die Sowjetunion st√§rken. Schlie√ülich f√ľhrten geringere R√ľstungskosten zu St√§rkung der maroden Sowjetwirtschaft. Stattdessen bekundete Bush die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, stellte aber klar, dass dies nur auf Grundlage substantieller Reformen m√∂glich sei. Als 1989 die Berliner Mauer fiel, reagierte Bush vorsichtig. Er wollte vermeiden, provokativ zu reagieren, und die Sowjetunion in dieser Situation unter keinen Umst√§nden dem√ľtigen. Einer Reporterin sagte er auf die Anfrage, ob er nicht nach Berlin fahren wolle, um auf der Mauer zu tanzen, er sei kein emotionaler Mensch.

Zu einem Gipfelgespr√§ch traf sich der Pr√§sident mit dem sowjetischen Generalsekret√§r Michail Gorbatschow am 2. und 3. Dezember 1989 vor Malta. Bush unterst√ľtzte Deutschlands Wiedervereinigung als einziger Politiker der vier Siegerm√§chte unter der Voraussetzung, Deutschland bliebe Mitglied der NATO. Dies wurde indirekt durch die Sowjetunion akzeptiert. Man einigte sich auf den Standpunkt, dass ein vereinigtes Deutschland souver√§n sei in der Frage seiner B√ľndniszugeh√∂rigkeit. Die Entscheidung kam bei einem Gipfeltreffen zwischen Bush und Gorbatschow in Washington im Mai 1990.

George H. W. Bush und Boris Jelzin bei der Unterzeichnung des START II-Vertrages in Moskau

Am 31. Juli 1991 unterzeichneten Bush und Gorbatschow in Moskau den Start I -Vertrag zur Reduzierung und Kontrolle von Nuklearwaffen. Im Dezember 1989 befahl er eine Militäroperation, "operation just cause" gegen den mittelamerikanischen Staat Panama[13], ließ dessen Staatschef Manuel Noriega verhaften und ins Bundesgefängnis nach Florida bringen.

George H. W. Bush √ľberreicht einer Soldatin ihr Diplom, 1991

Im August 1990 √ľberfiel der irakische Diktator Saddam Hussein Kuwait. Bush und Gorbatschow verurteilten den √úberfall, mit der Begr√ľndung, in der Zeit nach dem Kalten Krieg m√ľsse das V√∂lkerrecht gelten. Nach einem Ersuchen von Saudi-Arabien im August 1990, entsendete Bush Truppen auf die arabische Halbinsel (Operation desert shield).[14] Er entschied jedoch gegen den Rat der britischen Premierministerin Thatcher, Kuwait ohne UN-Mandat zu befreien. Die USA strebten eine Verurteilung Iraks im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an. Im November 1990 verabschiedete der Sicherheitsrat eine Resolution, der Irak eine Frist bis zum 15. Januar 1991 setzte, sich aus Kuwait zur√ľckzuziehen. Kurz vor Ablauf des Ultimatum im Januar 1991 schickte Bush seinen Au√üenminister James Baker nach Genf, um mit dem irakischen Au√üenminister √ľber die M√∂glichkeit eines irakischen R√ľckzug zu verhandeln. Das Treffen scheiterte. Am 17. Januar 1991 f√ľhrte eine Koalition aus 28[15] Staaten Luftschl√§ge gegen den Irak (Operation desert storm). Nachdem Irak am 28. Februar 1991 die Bedingungen der UNO akzeptierte und mit dem sofortigen, bedingungslosen R√ľckzug aus Kuwait begann, stellte die Koalition die Kampfhandlungen ein.[16] Obwohl die M√∂glichkeit bestanden h√§tte, den Krieg weiterzuf√ľhren und Bagdad einzunehmen, entschieden sich Bush und seine Berater dagegen. Sie bef√ľrchteten, eine Besetzung des Irak w√ľrde die M√∂glichkeit eines irakischen B√ľrgerkriegs mit sich bringen, und meinten, Amerika h√§tte kein Sicherheitsinteresse an der Besetzung des Irak. Sie hofften, Saddam w√ľrde in der Nachkriegszeit gest√ľrzt, was nicht eintrat.

Obwohl seine Popularit√§t w√§hrend und kurz nach dem Krieg stark nach oben schnellte, entstand w√§hrend des Pr√§sidentschaftswahlkampfes 1992 der Eindruck, Bush h√§tte den Kontakt zu den allt√§glichen Problemen des Landes verloren, die sich durch eine Wirtschaftskrise versch√§rften. Zwar wurde von den meisten Amerikanern in Umfragen seine au√üenpolitischen Erfolge anerkannt, doch war mit dem Ende des Kalten Krieges f√ľr viel Amerikaner Au√üen- und Sicherheitspolitik nicht mehr wahlentscheidend. Clinton nutzte dies mit Slogan "It¬īs the economy stupid". Unpopul√§r war auch der Bruch seines ber√ľhmten Wahlversprechens von 1988 ‚ÄěRead my lips: no new taxes‚Äú (Lest es von meinen Lippen: Keine neuen Steuern) durch die 1990 vorgenommenen Steuererh√∂hungen. Au√üerdem bewarb sich der Texanische Milliard√§r Ross Perot als parteiloser Kandidat um die Pr√§sidentschaft, was eine Wiederwahl Bushs angesichts des amerikanischen Mehrheitswahlrechts nahezu unm√∂glich machte, da Perot insbesondere bei Republikanern popul√§r war. Dies alles waren wesentliche Gr√ľnde f√ľr seine Niederlage[17] bei der Pr√§sidentschaftswahl 1992 gegen den unerfahrenen, aber dynamisch auftretenden Bill Clinton. Noch nach der Abwahl war Bush au√üenpolitisch aktiv: Im Dezember 1992 entsendete Bush Truppen nach Somalia zur Ausf√ľhrung eines UN-Mandates.[18] Ziel war es humanit√§re Hilfe f√ľr die dortige Bev√∂lkerung sicherzustellen (Operation Restore Hope). Am 3. Januar 1993 unterzeichneten Bush und der russische Pr√§sident Jelzin den START II-Vertrag in Moskau, ein Vertrag zur Abr√ľstung von Nuklearwaffen.

Nach der Präsidentschaft

Barack Obama und George H. W. Bush im Oval Office, Januar 2010

Die Bushs leben heute in Houston, Texas und haben mit Walker's Point einen Sommersitz bei Kennebunkport, Maine, der schon w√§hrend der Amtszeit gleichrangig neben dem offiziellen dienstlichen Sommersitz Camp David f√ľr Staatsbesuche genutzt wurde. So empfing Pr√§sident Bush dort 1989 den damaligen franz√∂sischen Pr√§sidenten Fran√ßois Mitterrand. F√ľr seine Verdienste um die Deutsche Wiedervereinigung wurde Bush am 20. Dezember 1993 mit der Sonderstufe des Gro√ükreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (h√∂chste Ordensstufe) ausgezeichnet. 1997 nahm Bush an der Feierlichkeiten zum Jahrestag der Deutschen Einheit in Stuttgart teil und hielt eine Rede. Im selben Jahr wurde die Bush Presidential library an der Texas A&M University eingeweiht. Bush wurde 1999 Ehrenb√ľrger von Berlin.[19] Bei den Feierlichkeiten anl√§sslich des zehnten Jahrestages des Falls der Berliner Mauer am 9. November 1999 hielt Bush zusammen mit Gorbatschow und Kohl eine Rede im Deutschen Bundestag.[20][21][22] Bush erhielt 2008 in Berlin den Henry-Kissinger-Preis f√ľr seine Verdienste um die Transatlantische Partnerschaft. [23] 2009 wurde er mit dem Osgar ausgezeichnet.[24] Im November 2009 nahm Bush zusammen mit Gorbatschow und Kohl an den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestages des Mauerfalls in Berlin teil. Am 15. Februar 2011 verlieh US-Pr√§sident Barack Obama ihm die Presidential Medal of Freedom - die h√∂chste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten von Amerika.[25][26][27][28] Nach dem Ausscheiden aus dem Amt 1993 lehnte es Bush ab sich zu Fragen der amerikanisches Alltagspolitik zu √§u√üern. In einem Interview 1998 betonte er die Notwendigkeit einer amerikanisch-chinesischen Zusammenarbeit und rechtfertigte seine Entscheidung die Beziehungen zu China 1989 nicht abgebrochen zu haben.[29] In zwei Abschiedsreden im Dezember 1992[30] und im Januar 1993[31] warnte Bush die USA vor Isolationismus.

Namensgebungen zu Ehren Bushs

George H. W. Bush (rechts) und sein Sohn bei der Taufe des nach George H. W. Bush benannten Flugzeugtr√§gers am 10. Oktober 2006

Siehe auch

Schriften

  • George H. W. Bush: All the Best, George Bush: My Life in Letters and Other Writings. New York: Scribner 1999, ISBN 0-684-83958-X
  • George H. W. Bush, Scowcroft, Brent: A World Transformed. New York: Knopf 1998, ISBN 0-679-43248-5

Literatur

  • Ryan J. Barilleaux, Stuckey, Mary E.: Leadership and the Bush Presidency: Prudence or Drift in an Era of Change. New York: Praeger 1992, ISBN 0-275-94418-2
  • Stephen J. Ducat: The Wimp Factor: Gender Gaps, Holy Wars, and the Politics of Anxious Masculinity. Boston: Beacon Press 2004, ISBN 0-8070-4344-3
  • Michael Duffy, Goodgame, Dan: Marching in Place: The Status Quo Presidency of George Bush. New York: Simon & Schuster 1992, ISBN 0-671-73720-1
  • Marlin Fitzwater: Call the Briefing. New York: Times Books 1995, ISBN 978-0-7388-3458-0
  • John Robert Green: The Presidency of George Bush. Lawrence: University Press of Kansas 2000, ISBN 0-7006-0993-8
  • Joe Hyams: Flight of the Avenger: George Bush at War. San Diego: Harcourt Brace Jovanovic 1991, ISBN 0-15-131469-1
  • Kitty Kelley: The Family: The True Story of the Bush Dynasty. London: Doubleday 2004, ISBN 0-385-50324-5
  • John Podhoretz: Hell of a Ride: Backstage at the White House Follies, 1989-1993. New York: Simon & Schuster 1993, ISBN 0-671-79648-8
  • Jean Edward Smith: George Bush's War. New York: Henry Holt & Company 1992, ISBN 0-8050-1388-1
  • Webster G. Tarpley, Chaitkin, Anton: George Bush: The Unauthorized Biography. Washington: Executive Intelligence Review 1991, ISBN 0-943235-05-7
  • Timothy Naftali: George H. W. Bush: The american pesidents series: The 41st president: Times Books 2007, ISBN 978-0805069662

Weblinks

 Commons: George H. W. Bush ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: George H. W. Bush ‚Äď Quellen und Volltexte (Englisch)

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ a b c d e f g h i Lieutenant Junior Grade George H. W. Bush auf den Seiten des Naval Historical Center
  2. ‚ÜĎ a b c d e Die Schulbildung der Pr√§sidenten bei archives.gov (Englisch)
  3. ‚ÜĎ http://www.cfr.org/about/history/cfr/appendix.html
  4. ‚ÜĎ http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13514724&aref=image036/2006/06/13/cq-sp198503300910093.pdf&thumb=false
  5. ‚ÜĎ http://www.archives.gov/federal-register/electoral-college/scores.html#1988
  6. ‚ÜĎ http://avalon.law.yale.edu/20th_century/bush.asp
  7. ‚ÜĎ http://millercenter.org/scripps/archive/speeches/detail/3419
  8. ‚ÜĎ http://millercenter.org/scripps/archive/speeches/detail/3427
  9. ‚ÜĎ Timothy Naftali: George H. W. Bush: The American Presidents Series: The 41st President, 1989-1993
  10. ‚ÜĎ Timothy Naftali: George H. W. Bush: The American Presidents Series: The 41st President, 1989-1993
  11. ‚ÜĎ http://millercenter.org/scripps/archive/speeches/detail/3424
  12. ‚ÜĎ http://millercenter.org/scripps/archive/speeches/detail/3421
  13. ‚ÜĎ http://millercenter.org/scripps/archive/speeches/detail/3422
  14. ‚ÜĎ http://millercenter.org/scripps/archive/speeches/detail/5529
  15. ‚ÜĎ http://millercenter.org/president/speeches/detail/3428
  16. ‚ÜĎ http://millercenter.org/scripps/archive/speeches/detail/3428
  17. ‚ÜĎ http://www.archives.gov/federal-register/electoral-college/scores.html#1992
  18. ‚ÜĎ http://millercenter.org/scripps/archive/speeches/detail/3984
  19. ‚ÜĎ http://www.parlament-berlin.de/pari/web/wdefault.nsf/vHTML/G11_6-00023?OpenDocument
  20. ‚ÜĎ http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/bush_sen/rede.html
  21. ‚ÜĎ http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/bush_sen/rede_deutsch.html
  22. ‚ÜĎ http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/bush_sen/index.html (Video)
  23. ‚ÜĎ http://www.morgenpost.de/berlin/article652281/George_Bush_senior_mit_Kissinger_Preis_ausgezeichnet.html
  24. ‚ÜĎ http://www.bild.de/politik/2009/george-bush/bekommt-den-bild-osgar-7891656.bild.html
  25. ‚ÜĎ http://www.whitehouse.gov/blog/2010/11/17/announcing-2010-medal-freedom-recipients
  26. ‚ÜĎ http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2011/02/15/AR2011021501479.html
  27. ‚ÜĎ http://www.youtube.com/watch?v=YobPMGedL9M
  28. ‚ÜĎ http://www.youtube.com/watch?v=u3dCxvjAtGY&feature=relmfu
  29. ‚ÜĎ http://www.charlierose.com/view/interview/4640
  30. ‚ÜĎ http://millercenter.org/president/speeches/detail/3432
  31. ‚ÜĎ http://millercenter.org/president/speeches/detail/3433

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  • George H.W. Bush ‚ÄĒ noun vice president under Reagan and 41st President of the United States (born in 1924) ‚ÄĘ Syn: ‚ÜĎBush, ‚ÜĎGeorge Bush, ‚ÜĎGeorge Herbert Walker Bush, ‚ÜĎPresident Bush ‚ÄĘ Instance Hypernyms: ‚ÜĎPresident of the United States, ‚ÜĎUnited States President ‚Ķ   Useful english dictionary

  • George Herbert Walker Bush ‚ÄĒ noun vice president under Reagan and 41st President of the United States (born in 1924) ‚ÄĘ Syn: ‚ÜĎBush, ‚ÜĎGeorge Bush, ‚ÜĎGeorge H.W. Bush, ‚ÜĎPresident Bush ‚ÄĘ Instance Hypernyms: ‚ÜĎPresident of the United States, ‚ÜĎUnited States President, ‚ÜĎ ‚Ķ   Useful english dictionary


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