Geschichte Amsterdams

Die Geschichte der Stadt Amsterdam reicht bis in die Römerzeit zurück. Während dieser Zeit entwickelte sich Amsterdam von einer auf Pfählen gebauten Siedlung zu der fast 750.000 Einwohner zählenden Hauptstadt der Niederlande.

Inhaltsverzeichnis

Anfänge und Mittelalter

Siehe auch: Regent von Amsterdam

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Wapen Amsterdam.svg

Archäologische Funde (Münzen, Steingut) aus der Römerzeit deuten darauf hin, dass bereits damals Menschen im heutigen Stadtgebiet lebten, jedoch konnten bisher keine Siedlungen nachgewiesen werden.

Um das Jahr 1250 entstanden die ersten von Bauern und Fischern bewohnten Siedlungen bei Amsterdam. Zu dieser Zeit waren die Niederlande sehr schlecht bebaubar, weil der Boden sehr feucht war. Fast die ganze Provinz Holland war von Sumpfland oder Moor bedeckt. Daneben wurde die Gegend von vielen Flüssen durchschnitten, darunter die Amstel, der die Stadt ihren Namen verdankt. Er leitet sich von einem Damm an der Amstel, die auch durch Amsterdam fließt, ab. Dieser Damm existiert praktisch noch, nur wurde er zu einem Platz (mit gleichem Namen Dam) umfunktioniert. Die Siedlung wuchs, wurde zu einem kleinen Hafen und am 27. Oktober 1275 wurde Amsterdam vom Grafen Florens V. von Holland erstmals urkundlich erwähnt, noch als „Amstelledamme“[1]. Hintergrund war die Verleihung eines Zollprivilegs[2]. Die treibende Kraft in der Wirtschaft waren damals Bier und Fischfang.

Das Mirakel von Amsterdam, 1518
Amsterdam im Jahre 1544

Um 1300 bekam die Stadt, die auch schon eine Festung errichtet hatte, von dem damaligen Landesherrn das Stadtrecht verliehen und der Handel blühte auf. Wesentlich trug hierzu das im Jahr 1323 verliehene Zollrecht für Hamburger Bier bei[2]. Daneben wurde Amsterdam am 12. März 1345 zu einer wichtigen Pilgerstadt, weil der Legende nach an diesem Tag das „Mirakel von Amsterdam“, das sogenannte Hostienwunder stattfand. Dank der Pilger wuchs die Bevölkerung der Stadt beträchtlich. Amsterdam entwickelte sich zu einer bedeutenden Handelsstadt in Europa. Der Fischfang wurde durch die Wirtschaft verdrängt und es wurde mit Waren wie Salz, Wein und Gewürze gehandelt. Im Jahr 1369 trat Amsterdam der Hanse bei und fungierte als Handelsniederlassung der Hanse. Doch während der Reichtum der Stadt kontinuierlich wuchs, wurde Amsterdam von Klassenkämpfen heimgesucht. Die in die Stadt kommenden Kaufleute lehnten sich gegen die vom Adel unterstützten Katholiken auf. Die Pest erreichte die Niederlande 1351. Außerdem zerstörten zahlreiche Brände große Teile der Stadt, weil die Holzhäuser mit Strohdächern leicht in Brand gesteckt werden konnten. Deshalb wurde eine Bauordnung erlassen, die nur Steinhäuser erlaubte. 1421 fand ein großer Stadtbrand statt, 1481 wurde eine Stadtmauer errichtet, die Erdwälle und Palisadenzaun ersetzte.

Amsterdam im Konflikt mit Spanien

Das 16. Jahrhundert ist ein blutiges Kapitel in der Geschichte Amsterdams. Da die Niederlande zu dieser Zeit von Spanien beansprucht wurden, wurde die Bevölkerung der Niederlande von dem damaligen König Spaniens, Philipp II., zum Katholizismus gezwungen. Deshalb begannen die Niederländer den Krieg mit den Spaniern. Obwohl Amsterdam zu Anfang des Krieges auf der Seite der Spanier stand, wechselte die Stadt bei der Alteratie im Jahre 1578 ihre Seite und kämpfte unter Wilhelm I. im sogenannten Achtzigjährigen Krieg gegen die Spanier.

Aber nicht nur der Zwang zum Katholizismus war ein Grund für den achtzigjährigen Krieg. Auch die fehlende Macht des spanischen Adels war ein Grund dafür. Der Sieg der Niederländer in diesem Krieg hatte dann nicht nur die Glaubensfreiheit, sondern auch die Unabhängigkeit zur Folge. Aber die Niederländer mussten fortan ihre eigenen Schiffe nach Indien schicken. Doch dies war keineswegs ein Rückschlag für das Land, denn die ersten Fahrten nach Indien waren große Erfolge. Daraufhin wurde überall im Land geplant, Schiffe nach Indien zu schicken.

Im 16. Jahrhundert wurden viele Glaubenskriege in Europa geführt, und viele Leute flohen in die liberalen Niederlande und nach Amsterdam. Sowohl reiche Juden aus Spanien und Portugal, wohlhabende Kaufleute aus Antwerpen und die französischen Hugenotten suchten Zuflucht in den Niederlanden.

Das „Goldene Zeitalter“

Gebiete, die im 17. Jahrhundert von Amsterdam angesegelt wurden
Der Damplatz im späten 17. Jahrhundert (Gemäldegalerie Dresden)
Broschüre von der Tulpenmanie in den Niederlanden

Als „Goldenes Zeitalter“ bezeichnet man in der Geschichte der Niederlande eine rund einhundert Jahre andauernde wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit, die grob mit dem 17. Jahrhundert zusammenfällt (von etwa 1581 bis 1672). Am Anfang des 17. Jahrhunderts, im Jahre 1602, wurde die Verenigde Oost-Indische Compagnie (VOC) gegründet. Von nun an segelten die Niederländer von Amsterdam aus nach Nordamerika, Brasilien, Indonesien und Afrika und schufen so die Basis für das Welthandelsnetzwerk. Die langen Reisen wurden von wohlhabenden Kaufleuten finanziert, die auch die Gebiete erwarben, die später zu den niederländischen Kolonien wurden. 1611 war die Gründung der Waren- und Effektenbank[2]. Ab 1612 wurde Amsterdam um die Grachten herum ausgebaut und der dortige Hafen avancierte zum größten Hafen der Welt.[3] Die Stadt hatte Handelsbeziehungen mit 625 ausländischen Häfen. Amsterdam war zu diesem Zeitpunkt drittgrößte Stadt Europas und das finanzielle Zentrum der Welt; später wurde dieser Status von London übernommen.

Politisch wurde die eigentlich souveräne Stadt von einer Handvoll allmächtiger Regenten geführt, welche miteinander eng verwandt waren, und die Stadtregierung in einem oligarischen System beherrschten. Bedeutende Amsterdamer Regentendynastien des Goldenen Jahrhunderts waren unter anderem die Geschlechter De Graeff, Bicker und Hooft.

Während des 17. und 18. Jahrhunderts war Amsterdam eine Stadt, in der viele Immigranten lebten. Die meisten waren deutsche Lutheraner und Protestanten. Deshalb sind noch heute viele Nachnamen von Einwohnern Amsterdams deutsch. Die Integration der Einwanderer verlief relativ reibungslos und die Einwanderer konnten leicht Handwerker werden. Sie waren aber gezwungen, einer Gilde beizutreten, die Stadt zu bewachen und im lokalen Bezirk mit anderen Stadtteilen zusammenzuarbeiten. Diese Maßnahmen waren richtungsweisend und führten zu einer schnellen Integration – sogar im Stadtrat saßen Ratsmitglieder aus verschiedenen Nationen wie Flandern, Deutschland, Frankreich und Schottland.

Im 17. Jahrhundert kam es auch zum Höhepunkt der Großen Tulpenmanie. In den 1630er Jahren wurde ein Haus in Amsterdam für nur drei Tulpenzwiebeln verkauft. Während dieser Zeit kosteten 120 Tulpenzwiebeln 90.000 Gulden.[4]

1797 wurde Amsterdam von Preußen eingenommen, die mit dem damaligen Statthalter Wilhelm V. von Oranien sympathisierten.

Fall und Modernisierung von Amsterdam

Das Wappen von Amsterdam. Die drei Kreuze deuten auf die drei Plagen, von denen die Stadt heimgesucht wurde hin: Fluten, Feuer und die Pest.

Im 18. und 19. Jahrhundert begann langsam der Fall der Stadt. Zwar wurde die Stadt von Louis Bonaparte am 23. Juni 1806 zur Hauptstadt der Niederlande erklärt, jedoch 1810 Frankreich einverleibt. Amsterdam wurde von den Kriegen gegen Frankreich und Großbritannien so stark strapaziert, dass die Stadt beinahe verarmt war. Als die Franzosen im Jahr 1814 die Stadt verließen, war Amsterdam nur noch eine lokale Marktstadt, und die Meere wurden von den Briten beherrscht. Amsterdam wird daraufhin Metropole einer konstitutionellen Monarchie unter Wilhelm von Oranien-Nassau. Der Regierungssitz ist in Den Haag angesiedelt[2]. Amsterdam gab im folgenden die Schifffahrt auf und wandelte sich zu einem Industriezentrum. Es wurden Zugverbindungen gebaut, die Stahlproduktion boomte, und die Bevölkerung wuchs. Die Bauplanung wurde von Bauplanern wie Samuel Sarphati begonnen, die ihre Inspiration in Paris fanden.

Ein historischer Stadtplan von Amsterdam aus dem Jahr 1888

Ende des 19. Jahrhunderts begann die Industrielle Revolution in der Stadt. Der Amsterdam-Rijn Kanaal wurde gegraben, um eine direkte Verbindung zum Rhein zu schaffen; der Noordzee Kanaal wurde gebaut, um den Hafen mit der Nordsee zu verbinden. Beide Kanäle verbesserten die Kommunikation mit dem restlichen Europa grundlegend und gaben der Wirtschaft einen großen Aufschwung.

Die Industrielle Revolution brachte auch viele Wanderer nach Amsterdam. Dies geschah während des Anstiegs des Sozialismus. Die niederländischen Behörden waren bemüht, den Sozialismus zu zerstören, indem sie mit Gewalt gegen die Sozialisten vorgingen. Während der 1880er und 1890er Jahre waren Kämpfe zwischen Polizisten und Sozialisten an der Tagesordnung. Ein bekanntes Ereignis war 1886, als 26 Demonstranten von der Armee getötet wurden. Ein anderer Vorfall waren die Orange-Ausschreitungen im Jahr 1887, bei denen ein sozialistischer Pub von den Orangisten zerstört wurde und die verteidigenden Sozialisten unter Arrest gestellt wurden. Die Orangisten hingegen wurden nicht bestraft. Die berüchtigtsten Führer der Sozialisten waren diejenigen, die am längsten im Gefängnis saßen. Ein Sozialist war so wütend auf die Polizei, dass er versuchte, den Polizeipräsidenten zu töten. Er schoss dem Präsidenten ein Loch in seinen Hut und war viele Jahre nach seiner Festnahme im Gefängnis. Nach seiner Freilassung wurde er als Held gefeiert und trug einen Lorbeerkranz auf seinem Kopf.

Das Ende des 19. Jahrhunderts wird manchmal das „Zweite Goldene Zeitalter“ genannt. Neue Gebäude wie Centraal Station und das Concertgebouw (dt.: Konzertgebäude) wurden errichtet. Auch die Stellung von Amsterdam wurde gebaut, ein Ring von 42 Forts, der Amsterdam bei Kriegen verteidigen sollte. In dieser Zeit wuchs auch die Bevölkerung der Stadt beträchtlich.

20. Jahrhundert

Concertgebouw Amsterdam
Concertgebouw Amsterdam im Jahr 1902
Die „Stellung von Amsterdam“

Im Ersten Weltkrieg betonten die Niederlande ihre Neutralität, aber Amsterdam musste die Auswirkungen des Krieges ertragen, als die Nahrung knapp wurde. Als Frauen aus dem Arbeiterstand ein Schiff im Hafen von Amsterdam, das mit Armeezulieferung beladen war, plünderten, griff das Militär ein. Einige Arbeiter stießen zu ihren Frauen und halfen ihnen, das Schiff zu plündern, aber das Militär eröffnete das Feuer. Sechs Personen starben, fast 100 waren verwundet.

In den 1920er Jahren boomte die Wirtschaft in Amsterdam, 1928 fanden sogar die Olympischen Sommerspiele in Amsterdam statt. Die Weltwirtschaftskrise ließ aber auch Amsterdam nicht kalt: Zu dieser Zeit waren etwa 25 % der Bevölkerung arbeitslos.

1932 wurde der Abschlussdeich, ein Deich, der die Zuiderzee von der Nordsee trennt, fertiggestellt. Das Meer, das nun hinter dem Deich entstanden war, ist das IJsselmeer. Zum ersten Mal in seiner Geschichte hatte Amsterdam nun keinen Zugang mehr zum offenen Meer.

Zweiter Weltkrieg

Durchfahrt deutscher Truppen durch Amsterdam, Mai 1940
Statue von Anne Frank in Amsterdam

Wie auch im Ersten Weltkrieg blieben die Niederlande im Zweiten Weltkrieg anfangs neutral. Da das Land aber zwischen Großbritannien, Frankreich und dem Deutschen Reich lag, marschierten die Deutschen am 10. Mai 1940 in die Niederlande ein. Auch Amsterdam wurde besetzt, hier gab es die Jodenbuurt („Judenviertel“). Von 1940 bis 1942 war der Lübecker Polizeisenator Hans Böhmcker nebenher auch Beauftragter des Deutschen Reiches für die Stadt Amsterdam. Er war dem Reichskommissar für die besetzten Niederlande, Arthur Seyß-Inquart unterstellt. In dieser Eigenschaft oblag ihm die Umsetzung der „Judenfrage“ in den Niederlanden. In seiner ehemaligen Dienststelle in Amsterdam befindet sich heute das Generalkonsulat der USA. Er leitete die Erfassung der Juden in den Niederlanden ein und schuf einen Judenrat, der zunächst das Gefühl autonomer Selbstverwaltung vermitteln sollte. Das Verzetsmuseum für den niederländischen Widerstand verwahrt eine für ihn gefertigte Karte, auf der jeder schwarze Punkt für zehn erfasste Juden steht. Die Besatzungsmächte gingen hart gegen die Juden in der Hauptstadt vor, und die örtlichen Behörden standen dabei nicht selten auf der Seite der Besatzungsmächte. Etwa 100.000 Juden, darunter auch Anne Frank, wurden deportiert und nur etwa 6,25 % der jüdischen Bevölkerung überlebten. Vor dem Krieg war Amsterdam das Weltzentrum des Diamantenhandels. Da die Diamanten aber von jüdischen Handwerkern und Beamten verkauft worden waren, von denen die meisten deportiert wurden, ging der Handel danach drastisch zurück. Eine Gruppe von Calvinisten und Kommunisten aus Amsterdam leistete Widerstand. Doch erst im Jahr 1945 konnte die Stadt nach dem kalten Winter von 1944/1945, in dem Tausende von Einwohnern starben, von den Kanadiern befreit werden.

Nachkriegszeit und Gegenwart

Die kulturelle Revolution in den 1960er Jahren, gekennzeichnet unter anderem durch die Provo-Bewegung, und in den 1970er Jahren machte Amsterdam zum sogenannten „Magischen Zentrum“ von Europa. Die Legalisierung der Einnahme von „weichen Drogen“ lockte viele Hippies in die Stadt. Viele von ihnen lebten in leer stehenden Häusern (siehe auch: Hausbesetzung), eine Art zu wohnen, die sich in Amsterdam schnell verbreitete. Noch heute sind Haschisch und Marihuana in den Coffeeshops zu haben, die es in Amsterdam gibt.

Rockit Amsterdam, ein Coffeshop

Auseinandersetzungen zwischen Hausbesetzern und der Polizei waren zu dieser Zeit keine Seltenheit. Daneben zogen auch anarchistische Hausbesetzer (englisch: Squatter) durch die Hauptstadt und forderten die Bevölkerung auf, mehr leerstehende Gebäude zu besetzen und Häuser auch zu anderen Zwecken als Wohnen zu benutzen. Dies hatte eine Konfrontation mit mehreren Baugesellschaften zur Folge. Während Königin Beatrix in der Nieuwe Kerk (Neue Kirche) am Dam gekrönt wurde, versuchten Demonstranten, die wegen der Entscheidungen der Regierung auf die Straße gegangen waren, gegen die Polizei vorzugehen. Ihr Slogan lautete: “Geen woning, geen kroning!” (deutsch: „Keine Wohnung, keine Krönung!“) Um die Auseinandersetzungen unter Kontrolle zu bekommen, musste der damalige Oberbürgermeister der Stadt das Militär zum Dam schicken.

Haus im Stadtteil De Pijp

Im Verlauf der 80er Jahre nahm die Anzahl der aus Ländern wie Surinam, Türkei und Marokko kommenden Einwanderer stark zu. Noch heute kommen viele der Einwohner Amsterdams aus diesen Ländern. Das führte dazu, dass viele Leute nach Städte wie Purmerend und Almere zogen. Stadtteile wie zum Beispiel Jordaan und De Pijp, wo zuvor der Arbeiterstand lebte, wurden nun von „Yuppies“ und Studenten bewohnt.

Im Jahr 1992 kam es zu einem Absturz einer Frachtmaschine der israelischen El-Al (El-Al-Flug 1862) nahe Amsterdam. Das Flugzeug stürzte in einen Wohnblock und 43 Menschen starben.[5]

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entstanden Probleme wie Sicherheitsprobleme, Ausgrenzung von Leuten aufgrund ihrer Herkunft und Probleme zwischen religiösen und sozialen Gruppen in Amsterdam. Amsterdam ist durch seine (anerkannte) soziale Toleranz und Vielfalt gekennzeichnet. Die Toleranz wurde am 2. November 2004 gefährdet, als der Regisseur Theo van Gogh ermordet wurde. Der damalige Oberbürgermeister Job Cohen und sein früherer Beigeordneter für Integration, Ahmed Aboutaleb, formulierten daraufhin einen Grundsatz, der Toleranz gegenüber anderen einschließt und auch harte Maßnahmen gegen diejenigen fordert, die diese Regeln missachten.

Neuer Stadtteil

Luftfoto von IJburg, November 2004

Im Osten der Stadt entsteht derzeit der neue Stadtteil IJburg, der auf sieben aufgespülten Sandinseln entstehen soll. Im Jahr 2012 sollen in IJburg 48.000 Menschen wohnen.

Kulturelles Leben

Das Rijksmuseum

Im 15. und 16. Jahrhundert war das kulturelle Leben in Amsterdam von Festen und Festivals geprägt. Im späteren 16. Jahrhundert organisierte die Rederijkerskamer (dt.: Redekammer) Wettbewerbe im Lesen von Gedichten und Dramen. 1638 wurde das erste Theater in Amsterdam gebaut. Seit 1642 wurden Ballette dort aufgeführt. Im 18. Jahrhundert wurde das französische Theater populär. Die ersten Opern, anfangs nur italienische und französische Opern, wurden ab 1677 aufgeführt, im 18. Jahrhundert auch deutsche Opern. Im 19. Jahrhundert stand vor allem Vaudeville im Mittelpunkt der Kultur von Amsterdam. Das erste Metronom wurde 1812 von Dietrich Nikolaus Winkel in der Stadt erfunden nachdem Johann Nepomuk Mälzel bei Dietrich Nikolaus Winkel Rat suchte, Mälzel kam mit der Idee und erweiterte diesen durch einen Skala. Ende dieses Jahrhunderts wurden das Rijksmuseum und das Gemeentelijk Museum erbaut, 1888 wurde das Concertgebouw fertiggestellt. Mit dem 20. Jahrhundert kamen auch das Kino, Radio und Fernsehen. Da es in den Nachbarorten Studios gab, war der Einfluss des Radios sehr groß.

Literatur

Siehe auch

Weblinks

Einzelbelege

  1. Geschichte Amsterdams – Ein kurzer Abriss
  2. a b c d Merian: Amsterdam, Hoffmann & Campe Verlag, ISBN 3-455-27807-8
  3. Zeitleiste zur Geschichte Amsterdams
  4. Kurzer Bericht über große Tulpenmanie
  5. Kurzer Bericht über das Flugzeugunglück von Joe Vialls

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