Geschichte Serbiens

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Geschichte Serbiens

Der Artikel Geschichte Serbiens besch√§ftigt sich mit den historischen Ereignissen auf dem Gebiet der heutigen Republik Serbien sowie, soweit sich dies aus historischen Entwicklungen ergibt, auch auf angrenzenden Gebieten. Dabei wird vor allem der Zeitraum vom Eintreffen der ersten slawischen St√§mme in S√ľdosteuropa im 6. Jahrhundert dargestellt. W√§hrend dieser Zeit waren die Grenzen der jeweiligen serbischen Herrschaftsgebiete, deren Namen wie auch deren Bewohner starken Ver√§nderungen unterworfen, so dass nur eingeschr√§nkt von einer kontinuierlichen Geschichte gesprochen werden kann.

Der erste serbische Staat, RaŇ°ka, existierte unter byzantinischer Herrschaft. Danach entwickelte sich das Land unter den Nemanjiden zu einem gro√üen Reich, welches fast den ganzen S√ľdwest-Balkan umfasste. Darauf folgte die 350 Jahre w√§hrende osmanische Herrschaft. Im Gefolge der serbischen Aufst√§nde Anfang des 19. Jahrhunderts entstand 1830 das F√ľrstentum Serbien, das aber noch dem Osmanischen Reich tributpflichtig war. Erst mit den Ergebnissen des Berliner Kongresses wurde erstmals ein unabh√§ngiger serbischer Staat entsprechend heutiger Sichtweise gebildet. 1882 wurde dieser zum K√∂nigreich Serbien, das zun√§chst im Wesentlichen nur das heutige Zentralserbien umfasste. Mit den Balkankriegen kamen dann noch 1913 das Kosovo, das heutige Mazedonien sowie der gr√∂√üere Teil des Sandschaks von Novi Pazar dazu.

Am Ende des Ersten Weltkrieges 1918 ging dieses K√∂nigreich im K√∂nigreich der Serben, Kroaten und Slowenen auf, aus dem 1929 das K√∂nigreich Jugoslawien wurde. Im Zweiten Weltkrieg war Serbien nach dem deutschen Balkanfeldzug von 1941 bis 1944 ein Satellitenstaat unter der Kontrolle des Deutschen Reiches. Mit dem Sieg der Jugoslawischen Volksbefreiungsarmee unter Josip Broz Tito wurde der Grundstein f√ľr die Sozialistische F√∂derative Republik Jugoslawien der Nachkriegszeit gelegt. W√§hrend dieser Zeit war Serbien in seinen heutigen Grenzen eine Teilrepublik Jugoslawiens. Zehn Jahre nach dem Tod Titos brach Jugoslawien in den Jugoslawienkriegen wieder auseinander. Seit dem Austritt Montenegros aus der Staatenunion Serbien und Montenegro 2006 ist Serbien erstmals seit 1918 wieder ein eigenst√§ndiger Staat.

Inhaltsverzeichnis

Antike

Das Gebiet des heutigen Serbien war urspr√ľnglich von Illyrern, Kelten und etwas sp√§ter von Griechen besiedelt. Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. gr√ľndeten die R√∂mer die Provinz Illyrien, deren Grenzen ab dem 3. Jahrhundert nach Christus von verschiedenen Nomadenv√∂lkern √ľberschritten wurden. Kurz nach dem Fall Roms wurde Illyrien dem Byzantinischen Reich angeschlossen.

Byzanz, Awarenreich und S√ľdslawen

Zur Zeit des Römischen Reiches gehörte das Gebiet des heutigen Serbien zur Provinz Moesia superior. Seit der Teilung des Reiches 395 gehörte es zum oströmischen (byzantinischen) Reich.

Das Banat war Teil der römischen Provinz Dakien.

Ansiedlung der Serben auf dem Balkan

‚Üí Hauptartikel: Raszien

Seit dem 6. Jahrhundert siedelten sich Serben auf dem Gebiet des heutigen Serbien an. Sie lie√üen sich zuerst in einer Gegend nieder, die Raszien genannt wird. Deshalb wurden sie jahrhundertelang au√üer als Serben auch als Raszier bezeichnet. Byzanz ermutigte slawische St√§mme, sich als F√∂deraten in den Provinzen des Balkans anzusiedeln. Diese sich seit 580 abzeichnende Landnahme der Slawen auf dem Balkan reichte vom F√ľrstentum Karantanien √ľber das heutige Slowenien und Kroatien, Bosnien und Serbien bis nach Bulgarien und den Peloponnes. Byzanz f√∂rderte das Entstehen kleiner Herrschaften als Puffer gegen das Awarenreich im Norden. Die Herrschaft der Steppennomaden bestand von 567 bis 803 im Karpatenbogen bis zur Donau. Es wurde vom Heer des Frankenreichs zerschlagen.

Manche der serbischen Einwanderer nahmen die griechische Kultur an, die meisten aber bewahrten ihre slawisch-serbische Identit√§t. Ihre Stammesf√ľhrer bildeten mit der Zeit F√ľrstent√ľmer unter der Oberhoheit von Ostrom. Von ihnen war das weitgehend selbstst√§ndige serbische F√ľrstentum das bedeutendste. Es erlebte mit ŇĹupan Vlastimir und der fr√ľhen Hauptstadt Ras bei Novi Pazar (daher auch die Bezeichnung Raszien) in der Mitte des 9. Jahrhunderts seine erste Bl√ľte.

Bis ins 9. Jahrhundert lebten die Serben unter nominaler Oberherrschaft des Byzantinischen Reiches und in relativ friedlicher Nachbarschaft mit den Bulgaren. Der oberste Mann im Staat war der so genannte Gro√ü-ŇĹupan, der von den anderen ŇĹupanen als Anf√ľhrer anerkannt wurde. 830 schlossen sich die in loser Nachbarschaft lebenden St√§mme unter ŇĹupan Vlastimir zu einer Stammesf√∂deration zusammen, um sich gegen die nun unter Khan Presian I. gegen Byzanz vordr√§ngenden Bulgaren wehren zu k√∂nnen. Vlastimirs Sohn ‚Äď F√ľrst Strojimir ‚Äď lie√ü sogar einen Staatsstempel aus purem Gold erstellen, das bisher als das √§ltestes Dokument der serbischen Staatsgr√ľndung gilt.

Serbien um 850

Unter Vlastimir, seinem Sohn Strojimir und seinen Nachfolgern wurde Serbien (Raszien) in der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts wahrscheinlich unter direktem Einfluss der Slawenapostel Kyrill und Method von Byzanz aus orthodox christianisiert.

Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen Bulgarien und Byzanz im 10. Jahrhundert war Serbien eher Byzanz zugeneigt. Um diese Gefahr auszuschalten, gab der bulgarische Zar Simeon I. vor, ńĆaslav, einen am bulgarischen Hof aufgewachsenen Urenkel Vlastimirs als Gro√ü-ŇĹupan einsetzen zu wollen. Dies war aber nur ein Vorwand, um Serbien als Provinz zu annektieren. ńĆaslav wurde zusammen mit anderen ŇĹupanen gefangen genommen. Viele, die nicht schon vorher geflohen waren, flohen nun nach Byzanz und Kroatien.

Nach Simeons Tod 927 kehrte ńĆaslav als Befreier nach Serbien zur√ľck. Er erkannte Byzanz als oberste Autorit√§t an und bekam daf√ľr Hilfe beim Wiederaufbau des Landes. Unter ńĆaslav bekam der Staat, der etwas gr√∂√üer war als unter Vlastimir, wieder inneren Zusammenhalt. Nach seinem Tod bei einem Angriff der Ungarn zerfiel er aber wieder.

Im 11. Jahrhundert gab es das erste in gr√∂√üerem Rahmen anerkannte serbische K√∂nigtum unter Mihailo von Zeta. Dieser hatte zuerst ‚Äď unter anderem durch seine Heirat ‚Äď eine engere Verbindung zu Byzanz gesucht. Als aber Byzanz im Kampf gegen die Normannen geschw√§cht war, brach er seine Neutralit√§t und unterst√ľtzte einen Aufstand der s√ľdslawischen V√∂lker gegen die byzantinische Oberherrschaft. Nachdem dieser gescheitert war, suchte er Unterst√ľtzung im Westen, beim Papst. Mitverantwortlich f√ľr diese Wende war auch, dass Mihailo ein eigenes Erzbistum und den K√∂nigstitel wollte. Der Papst, der nach dem Schisma von 1054 Interesse daran hatte, die Herrscher an den R√§ndern seines Einflussgebietes f√ľr sich zu gewinnen, ernannte Mihailo zum ersten serbischen K√∂nig (1077) und machte somit sein Land Duklja zum ersten anerkannten serbischen K√∂nigtum.

Das Serbische Reich

Stefan Nemanja

Im 12. Jahrhundert begann unter Stefan Nemanja eine der wichtigsten Perioden f√ľr das serbische Nationalbewusstsein. Stefan besiegte in der Schlacht bei Pantino seine Br√ľder im Kampf um die Herrschaft und schloss mit den beiden √ľberlebenden Br√ľdern eine Union, in der sie ihn als Gro√ü-ŇĹupan anerkannten. So wurde er zum alleinigen Herrscher Rasziens und Dioklitiens (Dukljas). Diese Union und seine Unterst√ľtzung f√ľr einen Angriff Venedigs und Ungarns auf Byzanz brachten ihn in Konflikt mit dem byzantinischen Kaiser Manuel. In einer erniedrigenden Prozedur musste er sich unterwerfen, um dem Land f√ľr einige Jahre Stabilit√§t zu sichern.

Doch nach dem Tod Manuels im Jahr 1180 machte er sich die verworrene Situation in Byzanz zunutze, um dem Reich die Unabh√§ngigkeit und gro√üe Gebiete abzuringen ‚Äď darunter das s√ľdliche Kosovo um Prizren und die Gegend um NiŇ°, das zeitweilig zur neuen Hauptstadt wurde. Um sich die Anerkennung durch den Papst und die Ernennung zum K√∂nig zu sichern, trat Stefan Nemanja zeitweise zum Katholizismus √ľber. In einem Friedensvertrag mit den byzantinischen Kaiser Isaak II. Angelos wurde seinen Expansionsbestrebungen Einhalt geboten, aber gleichzeitig blieben die neuen Grenzen des Landes weitgehend unangetastet.

1196 dankte Stefan Nemanja zugunsten seines mittleren Sohnes Stefan ab und entsagte als M√∂nch Simeon allem Weltlichen. Er wirkte aber auch noch als M√∂nch pr√§gend f√ľr die weitere Geschichte Serbiens: Er gr√ľndete zahlreiche Kirchen und Kl√∂ster (darunter die bedeutenden Kl√∂ster Studenica und Hilandar, die beide zum Weltkulturerbe z√§hlen). Nach seinem Tod im Jahr 1200 wurde er ein wichtiger serbischer Nationalheiliger.

Serbien im fr√ľhen 13. Jahrhundert

Stefan Nemanjińá, der Sohn, brauchte einige Jahre, bis er die Herrschaft 1207 endg√ľltig gegen seinen √§lteren Bruder Vukan behauptet hatte. Eine viel wichtigere Rolle f√ľr Stefans √ľber 30-j√§hrige Regierungszeit spielte aber sein j√ľngerer Bruder Rastko, der als der Heilige Sava von Serbien bekannt wurde.

Als sich die serbische Politik nach anf√§nglich guten Beziehungen zu Byzanz infolge der Einnahme Byzanz' durch den Vierten Kreuzzug eher dem Westen zuwandte, erwirkte Sava bei Papst Honorius III., dass dieser seinen Bruder Stefan 1217 zum K√∂nig kr√∂nte. Damit bekam Stefan den Beinamen Prvovenńćani, der Erstgekr√∂nte ‚Äď und die von seinem Vater begr√ľndete Dynastie der Nemanjiden war best√§tigt und gest√§rkt.

Die wichtigste und folgenreichste Tat Savas aber war, dass er bei einem Besuch des byzantinischen Patriarchen im Nic√§anischen Exil das Recht erwirkte, eine autokephale und autonome Serbisch-orthodoxe Kirche zu gr√ľnden. Diese Kirche mit ihren ersten aus Serbien stammenden Heiligen Simeon und Sava sollte ‚Äď besonders in der langen Zeit der osmanischen Herrschaft ‚Äď das Fundament f√ľr das serbische Selbstbewusstsein bilden. Mit der Schaffung eines Rechtskodex ‚Äď des so genannten Nomokanon ‚Äď schuf Sava zudem die Grundlage f√ľr eine enge Verbindung zwischen Kirche und Staat, die ebenfalls sein Geschlecht √ľberdauern sollte.

W√§hrend des Nemanjiden-Reichs im 13. Jahrhundert kam es zu wichtigen Ver√§nderungen in der sozialen Struktur des Staates. Aus den ŇĹupans, den Sippenf√ľhrern, wurden Adlige. Die einst freien Bauern gerieten zunehmend in deren Abh√§ngigkeit. Die St√§dte erhielten Sonderrechte. So wurde aus dem losen Stammesverband ein feudaler Staat mit einem etablierten Herrschergeschlecht, das von Gottes Gnaden legitimiert war, sowie einer starken Nationalkirche.

Eine weitere Konsolidierung erfuhr das Reich unter der langen Herrschaft von Stefan UroŇ° I. (1243‚Äď1276), der als dritter Sohn des Stefan Prvovenńćani nach seinen Br√ľdern Radoslav und Vladislav die Herrschaft antrat. Die au√üenpolitischen Konflikte hielten sich in Grenzen und so konnte der wirtschaftliche Ausbau voranschreiten. Dieser beruhte vor allem auf dem Bergbau: Bergwerke zum Abbau von Gold und Silber, aber auch Eisen, Kupfer und Blei wurden er√∂ffnet. Um diese herum entstanden Siedlungen, der Handel kam in Schwung. Historikern zufolge stammte bis zu einem Viertel des europ√§ischen Silbers aus serbischen Bergwerken, das damit die Grundlage f√ľr die Machtentfaltung der Nemanjiden schuf. Durch Privilegien f√ľr deutsche Bergarbeiter aus Transsilvanien und Handelsleute aus Dubrovnik (Ragusa), das als Hafen f√ľr Serbien eine wichtige Rolle spielte, kamen Angeh√∂rige anderer V√∂lker nach Serbien.

Der n√§chste wichtige Herrscher nach der kurzen Regierungsperiode von UroŇ°' Sohn Dragutin (1276‚Äď1282) war dessen j√ľngerer Bruder Stefan UroŇ° II. Milutin (1282‚Äď1321), auch UroŇ° der M√§chtige oder UroŇ° der Heilige genannt. Er setzte den wirtschaftlichen Ausbau seines Vaters und die Tradition der Kirchen- und Klostergr√ľndungen fort. Unter ihm stieg Serbien zur dominierenden Macht auf dem Balkan auf, unter anderem durch Gebietsgewinne in Makedonien. In Skopje gr√ľndete er jenen Hof, der f√ľr ihn und seine Nachfolger zum wichtigsten werden sollte.

Nach anf√§nglichen Reibereien mit Byzanz schloss UroŇ° II. 1299 einen Friedensvertrag mit Kaiser Andronikos II. Palaiologos und heiratete dessen Tochter. Er √ľbernahm das byzantinische Hofzeremoniell und sah sich angesichts des geschw√§chten byzantinischen Reichs als der legitime Fortf√ľhrer der byzantinischen Tradition.

UroŇ°' Sohn Stefan UroŇ° III. Deńćanski konnte sich in der kurzen Zeit, die er zwischen seinem Vater und seinem Sohn DuŇ°an zum Zug kam, au√üenpolitisch bew√§hren. In der Schlacht bei VelbuŇĺd (heute Kjustendil) besiegte er die Bulgaren, die ab nun f√ľr l√§ngere Zeit Verb√ľndete bleiben sollten.

Von seinem Vater war Stefan Deńćanski in seiner Kindheit als Geisel zu den Tataren geschickt und sp√§ter ‚Äď als er 1314, vom Adel dazu aufgestachelt, sich gegen ihn erhob ‚Äď geblendet und ins Exil geschickt worden. Von seinem Sohn wurde er 1331 eingesperrt und kurze Zeit sp√§ter auf mysteri√∂se Weise ermordet. Das alles war mehr als genug, um ihn heiligzusprechen und als M√§rtyrer zu verehren.

Freske Stefan UroŇ° IV. DuŇ°an im Kloster Sveti ArhanńĎeli

Unter Stefan UroŇ° IV. DuŇ°an (1331‚Äď1355), dem m√§chtigsten aller serbischen Herrscher, erreichte das Serbische Reich den H√∂hepunkt seines politischen Einflusses und seiner Ausdehnung. Nicht nur durch Kriegsf√ľhrung, sondern auch durch geschicktes Ausnutzen der politischen Machtverh√§ltnisse gewann er weite Gebiete dazu, darunter fast ganz Albanien (mit Ausnahme der Stadt Durr√ęs) und jene Teile Makedoniens, die sich noch nicht unter serbischer Herrschaft befanden (mit Ausnahme Thessalonikis). Sein Reich erstreckte sich schlie√ülich von der Donau im Norden bis zum Golf von Korinth im S√ľden und von der Grenze zur unabh√§ngigen Republik Dubrovnik im Westen bis kurz vor Sofia im Osten. Die Hauptstadt des damaligen Reiches war Skopje.

Zu Weihnachten 1345 ernannte Stefan UroŇ° IV. DuŇ°an sich selbst zum Kaiser Serbiens und des R√∂merreichs (Imperator Rasciae et Romaniae) und lie√ü sich zu Ostern 1346 kr√∂nen. Doch Kaiser konnten nur vom Patriarchen gekr√∂nt werden. Da er mit Byzanz in Fehde lag, lie√ü er in einem Konzil serbische und bulgarische Kirchenm√§nner den Erzbischof von Peńá, Joanikije, zum Patriarchen von Serbien erheben. Der Patriarch von Konstantinopel belegte darauf DuŇ°an, den neuen Patriarchen und die neuen Kirchenfunktion√§re mit dem Bann.

DuŇ°ans Reich wurde nach byzantinischem Muster unter F√ľhrung des serbischen Adels verwaltet. Die weitgehenden Rechte von Adel und Kirche wurden 1349 in einem umfassenden Rechtskodex, dem so genannten Zakonik (Kodex des Stefan DuŇ°an) festgelegt. Da der feudale Adel und die Staatsfunktion√§re ihre Rechte aber immer wieder missbrauchten, mussten die Gesetze so modifiziert werden, dass sich schlie√ülich f√ľr den serbischen und den griechischen Teil separate Verwaltungssysteme ergaben. Auch kulturell erlebte Serbien eine Hochbl√ľte. So l√∂ste zum Beispiel die serbische Redaktion des kirchenslawischen das Griechische als Schriftsprache S√ľdosteuropas ab und wurde auch zur Diplomaten- und Kanzleisprache im gesamten Balkanraum. Es blieb dies bis in das 16. Jahrhundert. Die kl√∂sterlichen Freskomalereien werden zu den H√∂hepunkten europ√§ischer Malerei des 13. und 14. Jahrhunderts gez√§hlt.

Mit seinem neuen Titel als Herrscher von Romania, das hei√üt Ostrom, erhob DuŇ°an offen Anspruch auf den Thron von Byzanz. Er geriet damit in Konflikt mit Johannes Kantakuzenos, dessen Anspr√ľche er 1342/1343 noch unterst√ľtzt hatte. Kantakuzenos rief die Osmanen gegen die Serben zu Hilfe. Damit waren die Weichen f√ľr das Eindringen der Osmanen auf den Balkan und den Niedergang des Gro√üserbischen Reiches gestellt.

DuŇ°an konnte seine Pl√§ne nicht zu Ende f√ľhren, da er 1355 pl√∂tzlich und auf unbekannte Weise starb.

Sein Sohn und Nachfolger Stefan UroŇ° V. (1355‚Äď1371), genannt der Schwache, konnte das Reich nicht zusammenhalten. Die Feudalherren wurden immer unabh√§ngiger, manche spalteten sich ‚Äď teils mit Hilfe √§u√üerer Rivalen Serbiens ‚Äď v√∂llig ab, andere erkannten UroŇ° zwar nominell an, geb√§rdeten sich aber auf ihren Gebieten wie souver√§ne Herrscher, lie√üen M√ľnzen pr√§gen, nahmen Steuern ein etc. So hatte das Reich Anfang der 1360er Jahre gro√üe Gebiete im heutigen Albanien und Griechenland (Albanien, Epirus und Thessalien) verloren, in der Region Zeta (im Westen an der Adriak√ľste) hatte eine Familie BalŇ°ińá die Macht, in Makedonien die Br√ľder VukaŇ°in und Jovan UgljeŇ°a, bekannt als Mrnjavńćevińás. Zeta und Makedonien befanden sich offiziell noch unter der Herrschaft UroŇ°', der tats√§chlich nur mehr Zentralserbien in seiner Hand hatte.

1365 bekam VukaŇ°in Mrnjavńćevińá den K√∂nigstitel und alle Rechte eines Mitregenten. Da UroŇ° V. kinderlos war, bedeutete das die √úbergabe der Erbrechte und den Anfang vom Ende der Dynastie der Nemanjiden.

Die relativ kurze Zeit im 14. Jahrhundert, in der die serbischen Zaren einen gro√üen Feudalstaat beherrschten, der sich von der Donau bis an die K√ľsten der Adria und der √Ąg√§is ausdehnte, wurde im nachhinein als Gro√üserbisches Reich bezeichnet. Unter der jahrhundertelangen osmanische Herrschaft wurde das Serbische Reich zum Inbegriff eines serbischen Idealstaates, wobei gern vergessen wurde, dass das mittelalterliche Gro√üserbien ein Vielv√∂lkerreich war, das an die politische Tradition des byzantinischen Kaisertums ankn√ľpfte, welches sich ebenso wie das im Westen als Universalmonarchie verstand.

Osmanische Herrschaft

Festung Golubac

Doch die Bedrohung durch die Osmanen verhinderte einen Machtkampf. 1371 besiegten die Osmanen die Serben in der Schlacht an der Marica (einem Fluss im heutigen Bulgarien). Diese Schlacht ist im Bewusstsein der Serben weniger pr√§sent als die durch Legenden verkl√§rte Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo Polje), war aber mindestens so entscheidend f√ľr das weitere Schicksal Serbiens. Die Mrnjavńćevińás fielen in der Schlacht, UroŇ° V., der nicht teilgenommen hatte, starb unerwartet zwei Monate sp√§ter.

Die Osmanen √ľberlie√üen zun√§chst das eroberte Territorium den lokalen Herrschern, von denen sich einige unterwarfen. So wurde auch Kraljevińá Marko, der Sohn von VukaŇ°in Mrnjańćevińá, zu einem Vasallen des osmanischen Sultans Murad I. Obwohl er f√ľr den Sultan k√§mpfte, wurde er eine der zentralen Figur der serbischen Folklore, die sich ihrem Beherrscher nur widerwillig unterordnet.

Das Territorium, das sich unter der Kontrolle der Osmanen befand, war unter verschiedenen Feudalherren aufgeteilt. Zeta hatte weiterhin die Familie BalŇ°ińá. Teile Rasziens, des Kosovo und Nordmakedoniens geh√∂rten Vuk Brankovińá, Zentralserbien und Teile des Kosovo hatte Lazar Hrebeljanovińá in seiner Hand. Dieser Lazar wurde durch den Gewinn von Gebieten, die er gemeinsam mit dem bosnischen Ban Tvrtko dem ŇĹupan Nikola Altomanovińá abrang, bald zum m√§chtigsten unter den Feudalherren und sollte schlie√ülich zu einer der wichtigsten Figuren werden.

Durch geschickte Heiratspolitik ‚Äď er selbst heiratete eine Nachfahrin der Nemanjiden ‚Äď gelang es ihm, seine Stellung zu festigen und Allianzen zu schlie√üen. Dabei stand das Bestreben im Vordergrund, die ehemals serbischen L√§nder gegen√ľber dem drohenden Ansturm der Osmanen zu konsolidieren. Er war dabei vorsichtig genug, Ban Tvtrko dessen selbstverliehenen Titel K√∂nig der Serben und Bosniens nicht abzusprechen, obwohl er sich selbst Herrscher aller Serben nannte.

Ein wichtiger Schritt zur Konsolidierung der bedrohten Gebiete war die Aufhebung des Kirchenbanns √ľber die abgespaltene serbische Kirche, die Lazar 1375 erwirkte. Auch die Aufnahme von Fl√ľchtlingen aus den osmanisch kontrollierten Gebieten ‚Äď unter ihnen viele Vertreter der Kirche und der Intelligenz ‚Äď bedeutete eine St√§rkung seiner Position. Auf die Unterst√ľtzung der Kirche konnte er rechnen, da ihre Vertreter in ihm den gro√üen Hoffnungstr√§ger f√ľr eine Wiedervereinigung der serbisch-orthodoxen Gebiete sahen.

Unterdessen begannen die Osmanen, nachdem sie einige Zeit mit der Konsolidierung ihrer Herrschaft in den gewonnenen Gebieten Bulgariens und Makedoniens besch√§ftigt gewesen waren, Mitte der 1380er Jahre Serbien selbst anzugreifen. 1386 eroberten sie die wichtige Stadt und Feste NiŇ°, doch schon 1387 gelang es den Serben, eine osmanische Heeresabteilung unter Lala Ňěahin bei Plońćnik vernichtend zu schlagen. Es war abzusehen, dass es zu einer entscheidenden Schlacht kommen musste.

Schlacht auf dem Amselfeld

‚Üí Hauptartikel: Schlacht auf dem Amselfeld (1389)
Die Schlacht auf dem Amselfeld (1389)

Am 15. Juni 1389 (nach Julianischem Kalender am 28. Juni, dem St.-Veits-Tag oder Vidovdan), trafen Serben und Osmanen in der Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo polje) aufeinander. Beide Seiten waren gut ger√ľstet: Sultan Murad I. f√ľhrte seine Truppen selbst an und brachte seine beiden S√∂hne mit, Lazar hatte die Unterst√ľtzung von Vuk Brankovińá und der M√§nner des bosnischen K√∂nigs Tvrtko I. √úber die Schlacht selbst ist wenig bekannt, au√üer dass neben vielen anderen auch die beiden Anf√ľhrer umkamen. Der Ausgang der Schlacht war zun√§chst unklar. In Europa verbreiteten sich Ger√ľchte √ľber eine Niederlage der Osmanen. Erst sp√§ter, im Licht der darauf folgenden Ereignisse, gingen die Interpretationen in die Richtung einer Niederlage der serbischen Seite, da die Serben gr√∂√üere Verluste erlitten und im Gegensatz zu den Osmanen kaum mehr Ressourcen f√ľr weitere Auseinandersetzungen hatten.

Dies war auch Lazars Witwe Milica klar und deshalb blieb ihr nichts anderes √ľbrig, als sich den Forderungen von Murads Sohn und Nachfolger Bayezid I. nach Unterwerfung zu beugen. Serbien wurde zum Vasallenstaat der Osmanen. Doch auch in diesem musste sich Lazars Clan erst gegen die anderen Feudalherren behaupten, zumal Lazars Sohn Stefan Lazarevińá 1389 noch zu jung war, um die Nachfolge anzutreten. Milica beauftragte gelehrte M√∂nche mit dem Verfassen einer Vita Lazars, die eine Heiligsprechung vorbereiten und begr√ľnden sollte. Ein wichtiger Grund daf√ľr war, dass die Macht des Stefan Lazarevińá auf einer wesentlich sichereren Basis stand, wenn er einen Heiligen als Vorfahren vorweisen konnte. Damit begann die Mythenbildung um die Schlacht am Amselfeld und ihren Helden Lazar, die noch heute in den Konflikten um das Kosovo als fester Bestandteil des serbischen Selbstbewusstseins ihre Wirkung zeitigt.

Die baldige Heiligsprechung Lazars konnte seinem Sohn zwar die f√ľhrende Position im Vasallenstaat sichern, dennoch musste Stefan Lazarevińá, als er die Vollj√§hrigkeit erreicht hatte, zun√§chst mit seinen M√§nnern Sultan Bayezid milit√§rische Unterst√ľtzung leisten. Er verhalf ihm 1396 zum Sieg gegen die Kreuzfahrer bei Nikopolis und war 1402 bei der Niederlage gegen die Mongolen in der Schlacht bei Angora (Ankara) dabei. Der Sultan wurde dort gefangen genommen, Stefan jedoch nutzte die Chance, um der osmanischen Herrschaft zu entkommen.

Er lie√ü sich vom byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos den Titel Despot (im damaligen Byzanz der h√∂chste Herrschertitel nach dem des Kaisers) verleihen und kehrte nach Serbien zur√ľck, wo er seinem Land unter ungarischer Oberherrschaft zu einer letzten Bl√ľtezeit verhalf. Von den Ungarn bekam Stefan ‚Äď vor allem im Donauraum und in S√ľdungarn ‚Äď Gebiete dazu, unter anderem auch Belgrad, das er zur neuen Hauptstadt ausbaute. Nach heftigen Bruderk√§mpfen, sowohl im serbischen als auch im osmanischen Herrscherhaus, schloss Stefan einen Friedensvertrag mit dem neuen Sultan Mehmed I., der es ihm erm√∂glicht, den Gro√üteil der serbischen L√§nder noch einmal zu vereinigen.

Serbisches Despotat

Stefan Lazarevińá ist nicht nur als Ritter, sondern auch als humanistisch gebildeter Gelehrter und Dichter in die Geschichte eingegangen, der Serbien den Weg vom Feudalstaat, zu einem an den Idealen von Humanismus und Renaissance orientierten Staat gewiesen hat, in dem besonders die St√§dte und der Handel einen Aufschwung erlebt haben. Vor der in sp√§terer Interpretation als blo√üe Fremdherrschaft und jahrhundertelange Unterdr√ľckung empfundenen Osmanenzeit wurde der Glanz dieser Epoche wohl als besonders stark empfunden.

Serbien im 15. Jahrhundert

Nach seinem Tod 1427 folgte ihm sein Neffe ńźurańĎ Brankovińá. Obwohl er gleich zu Beginn seiner Regierungszeit einige Gebiete an Ungarn und das osmanische Reich verlor, konnte er immer noch die Kr√§fte eines Gebietes mobilisieren, das von Donau und Save bis zur Adria reichte. Nachdem er Belgrad an die Ungarn zur√ľckgegeben hatte, lie√ü er an der Donau eine neue Hauptstadt bauen ‚Äď Smederevo, das bald den Ruhm eines neuen Konstantinopel erlangte.

1438 begann Sultan Murad II., dessen Vasall ńźurańĎ war, mit massiven Angriffen auf serbisches Territorium. ńźurańĎ setzte sich zun√§chst relativ erfolgreich zur Wehr. Nach der Schlacht bei Warna am 10. November 1444, in der die Ungarn unter Wladyslaw I. und dem Feldherren Johann Hunyadi gegen die Osmanen unterlagen, und der dritten Schlacht auf dem Amselfeld am 17.‚Äď19. Oktober 1448, in der Johann Hunyadi erneut gegen die von Murad II. befehligten Osmanen unterlag, wurde Serbien zur Pufferzone und zum Mediator zwischen diesen beiden Parteien.

Auch den Angriffen Sultan Mehmeds II., des Eroberers von Konstantinopel, leistete ńźurańĎ noch Widerstand. Doch als 1456 mit ńźurańĎ und Johann Hunyadi zwei wichtige Anf√ľhrer des Widerstands gegen die Osmanen ablebten, war die Lage Serbiens tr√ľber als jemals zuvor. ńźurańĎs Nachfolger Lazar, der einzige seiner vier S√∂hne, der nicht von den Osmanen geblendet worden war, verstarb bereits im Januar 1458. Damit war Serbien ohne F√ľhrung. Mit der Einnahme Smederevos 1459 wurde Serbien Teil des Osmanischen Reichs und h√∂rte als Staat f√ľr mehrere Jahrhunderte auf zu existieren.

Die Osmanen eroberten Serbien unter dem Vorwand, dem Land Ordnung zu bringen, bis sich die politische Lage in Serbien stabilisiert h√§tte. Der Grund war, dass der damalige Gouverneur von Serbien, Mihailo AnńĎelovińá, gest√ľrzt wurde, der wiederum der Bruder des osmanischen Gro√üwesirs Mahmud-Pascha AnńĎelovińá war. Serbien wurde zum Sandschak Smederevo, das nach der osmanischen Einnahme von Belgrad 1521 zum SandŇĺak Belgrad umbenannt wurde. Die s√ľdlichen Gebiete wurden zum SandŇĺak Kosovo, die s√ľdwestlichen um das alte Raszien zum Sandschak Novi Pazar, das aber dem Vilayet von Bosnien (1463 erobert) angeschlossen wurde, die K√ľstengebiete kamen zum SandŇĺak von Shkoder-Skutari. Damit wurden Fakten geschaffen, die kulturell und politisch bis heute fortwirken.

Trotzdem brach der serbische Widerstand gegen die Osmanen immer noch nicht ab. Dieser konzentrierte sich in S√ľdungarn, der sp√§teren Vojvodina, wo Matthias Corvinus eine Art Milit√§rgrenze errichtete. Dorthin √ľbersiedelten viele Serben, die unter ihren Despoten oder Herz√∂gen Autonomie erlangten, daf√ľr aber f√ľr Ungarn vorwiegend gegen die Osmanen k√§mpfen mussten. Die serbischen Despoten wurden von den ungarischen K√∂nigen nominell als die wahren Herren Serbiens ausgerufen. Mit dem osmanischen Sieg √ľber Ungarn bei Moh√°cs 1526 war auch das Ende des serbischen F√ľrstentums in Ungarn entschieden.

Die n√§chsten Jahrhunderte herrschten die Osmanen √ľber Serbien. In dieser Zeit wurden manche serbischen Christen zu Moslems, doch blieb das serbische Nationalgef√ľhl unter anderem durch die serbisch-orthodoxen Kl√∂ster erhalten.

In mehreren Aufst√§nden versuchten die Serben, sich von der osmanischen Herrschaft zu befreien, die sie als schweres Joch empfanden. Der erste gro√üe serbische Aufstand begann in der Vojvodina 1593, der aber bis 1607 blutig niedergeschlagen wurde. Als die Habsburger die Osmanen aus Ungarn vertrieben (siehe T√ľrkenkriege), wagten die Serben um 1689 nochmals einen Aufstand. Unterst√ľtzt von serbischen Aufst√§ndischen drangen die Truppen der Habsburger bis nach Sarajevo in Bosnien und Skopje in Mazedonien vor. Als sich jedoch die √Ėsterreicher zur√ľckziehen mussten, folgten ihnen auch viele Serben, insbesondere diejenigen, die sich am Aufstand beteiligt hatten und nun die Rache der Osmanen bef√ľrchteten, darunter auch der serbische Patriarch Arsenije III. Crnojevińá. Es kam zu gro√üen Fl√ľchtlingsbewegungen, die in die serbische Geschichte als seobe (Wanderungen) eingingen.

Die Serben siedelten sich haupts√§chlich in den zumeist entv√∂lkerten Gebieten S√ľdungarns an, einige kamen bis nach Budapest, in dessen N√§he zwei damals bedeutende serbische Siedlungen gegr√ľndet wurden: Szentendre n√∂rdlich und R√°ckeve s√ľdlich von Budapest. Andere folgten dem Ruf der russischen Zarin Katharina der Gro√üen und siedelten in der heutigen Ukraine, wo es zwei serbische Provinzen gab: Nova Serbia (russ. –Ě–ĺ–≤–į –°–Ķ—Ä–Ī—Ė—Ź) und Slovjanoserbia (–°–Ľ–ĺ–≤'—Ź–į–Ĺ–ĺ—Ā–Ķ—Ä–Ī—Ė—Ź).

Die kurze Herrschaft der Habsburger

Serbien von 1718 bis 1739

Von 1718 bis 1739 war das serbische Gebiet n√∂rdlich der Save und westlich der Donau im Besitz des Hauses √Ėsterreich.

Es wurde 1718 von den Habsburgern erobert. Jedoch fiel es 1739 wieder unter osmanische Verwaltung. Die einzigen beiden Herrscher waren General Odijer, der temporäre Administrator von 1718 bis 1720, und Karl Alexander. Er war der Gubernator von Belgrad und sogleich auch der restlichen Provinz.

In diese Zeit fallen erste Versuche, ein serbisches Nationalbewusstsein herauszubilden.

Unabhängigkeit Serbiens

Serbien 1817-1833
Serbien 1833-1878

Erster Serbischer Aufstand

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Nach der Eroberung Serbiens durch die Osmanen 1459 verschwand Serbien als eigenst√§ndiges Land von der Landkarte. Erst knappe 350 Jahre sp√§ter gelang es den Serben unter Djordje Petrovińá, genannt Karadjordje (schwarzer Georg) im Ersten Serbischen Aufstand (1804) weite Teile Serbiens zu befreien. Das revolution√§re Serbien reagierte auf das im Januar 1804 erfolgte osmanische Massaker an 72 serbischen Knezen (Dorf√§ltesten), indem eine separate serbische Regierung (PraviteljstvujuŇ°ńći sovjet serbski, deutsch etwa: Regierender Rat der Serben) gebildet, ein serbischer Prinz gekr√∂nt sowie ein Parlament und der Vorl√§ufer der heutigen Universit√§t Belgrad gegr√ľndet wurden. Dieser Aufstand wurde jedoch 1813 von den Osmanen niedergeschlagen.

Zweiter Serbischer Aufstand

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1815 brach der Zweite Serbische Aufstand unter MiloŇ° Obrenovińá, der das Haus Obrenovińá begr√ľndete, aus. 1816 unterzeichneten die Osmanen einen Vertrag zur Stabilisierung der Beziehungen mit den Serben. 1817 gelang es ihm, Ali Pascha zu einem ungeschrieben Abkommen zu zwingen, welches den Zweiten Serbischen Aufstand beendete. Im selben Jahr kam KarańĎorńĎe nach Serbien zur√ľck, jedoch wurde er auf Obrenovińás Befehl hin ermordet.

F√ľrstentum Serbien

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Serbien 1878-1912

Sultan Mahmud II. erkannte 1830 mit einer Urkunde MiloŇ° Obrenovińá als obersten Knjas der Serben an. Im November 1833 wurden mit einer weiteren Urkunde die Autonomierechte des F√ľrstentums pr√§zisiert. 1867 gelang es den Serben unter F√ľrst Mihailo Obrenovińá die Osmanen in ihrem F√ľrstentum endg√ľltig zu besiegen.

Anfangs war das F√ľrstentum relativ klein, das Gebiet beschr√§nkte sich auf das Paschaluk Belgrad, welches aber in den Jahren 1831-1833 im Osten, S√ľden und Westen erweitert wurde. Durch den Berliner Kongress 1878 wurde die Unabh√§ngigkeit des F√ľrstentums Serbien anerkannt. Zudem erhielt Serbien Gebiete im S√ľden (um Vranje, heute bekannt als Pńćinjski Okrug) zugesprochen.

Königreich Serbien

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Nach dem Berliner Kongress wurde am 6. M√§rz 1882 das K√∂nigreich Serbien, mit K√∂nig Milan I. proklamiert. Das K√∂nigreich war der Nachfolgestaat des F√ľrstentums Serbien.

Bosnienkrise

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1908 wurde Bosnien-Herzegowina von √Ėsterreich-Ungarn annektiert. Dies f√ľhrte zu einem ernsten und dramatischen europ√§ischen Konflikt, die sog. Bosnische Annexionskrise: Protest seitens des Osmanischen Reiches; Entr√ľstung in Serbien, das seine nationalen Pl√§ne durchkreuzt sah und mit einer Mobilmachung antwortete; Russland stie√ü in der so genannten Meerengenfrage (√Ėffnung des Bosporus und der Dardanellen) auf britischen Widerstand, sah sich von √Ėsterreich-Ungarn ebenfalls √ľberspielt und stellte sich hinter Serbien; Gro√übritannien best√§rkte nun Russland und forderte eine internationale Konferenz zur Kl√§rung der bosnischen Frage, die aber von √Ėsterreich-Ungarn abgelehnt wurde; Italien sprach sich gegen eine Machterweiterung √Ėsterreich-Ungarns und zur Erhaltung des Status quo am Balkan aus; Frankreich hielt sich zur√ľck, da es sich einer milit√§rischen Kraftprobe noch nicht gewachsen zu sein glaubte; und das Deutsche Reich hielt fest zu √Ėsterreich-Ungarn, lehnte jedoch die Pr√§ventivkriegsabsichten des √∂sterreichischen Generalstabs zur so genannten Abrechnung mit Serbien ab. Das Deutsche Reich warnte Russland vor Unterst√ľtzung Serbiens in der als Dem√ľtigung empfundenen ‚ÄěPetersburger Note‚Äú und zwang es, auf Serbien einzuwirken, die Annexion anzuerkennen. Russland beabsichtigte jedoch, Serbien gegen jede zuk√ľnftige Drohung seiner Unabh√§ngigkeit zu verteidigen.

Die Bosnienkrise löste die Mazedonienkrise ab. Schon im 19. Jahrhundert wurde Mazedonien zum bulgarisch-griechisch-serbischen Streitobjekt. Bulgarische, griechische und serbische Freischärler, die Komitadschi, Klephten und Tschetniks kämpften um Einfluss.

Balkankriege

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Erster Balkankrieg 1912

1912 vermittelte Russland ein Balkanb√ľndnis zwischen Bulgarien, Griechenland und Serbien, dem sich auch Montenegro anschloss. Es kam im Oktober 1912 zum Ersten Balkankrieg. Mazedonien sollte laut einem nicht offiziellen Einverst√§ndnis zwischen Bulgarien und Serbien aufgeteilt werden. Bulgarien sollte den gr√∂√üeren Teil Mazedoniens bekommen, Serbien den Nordwesten sowie einen Zugang zum Meer durch Nordalbanien, das durch eine Unterst√ľtzung Bulgariens gedeckt werden sollte.

Die Offensive der Balkanstaaten begann am 17. Oktober 1912. Die serbische und die griechische Armee marschierte in Mazedonien ein, die bulgarische Armee in Thrakien. Die montenegrinischen Truppen spielten kaum eine Rolle. Die griechische Armee eroberte Saloniki, nachdem serbische Truppen die osmanischen in den Schlachten von Kumanovo (24. Oktober) und Monastir (5. November) besiegt hatten. Die bulgarische Armee siegte bei Kirk Kilissa und L√ľle Burgas. Im November belagerte sie bereits Konstantinopel.

Eine Friedenskonferenz in London √ľber den Jahreswechsel 1912/13 brachte keine Ergebnisse, da die Gro√üm√§chte keinen Kompromiss zwischen ihren unterschiedlichen Interessen in der Region finden konnten. Am 23. Januar 1913 putschten sich die Jungt√ľrken unter Enver Bey in Konstantinopel an die Macht und schlossen einen Waffenstillstand. Trotzdem hielten die Belagerungen an, bis auch Scutari, Janina und Adrianopel kapitulierten. Die Gro√üm√§chte zwangen nun den kriegf√ľhrenden Staaten ihre Friedensbedingungen auf.

Zweiter Balkankrieg 1913

Im Streit um die Grenzziehung in Mazedonien griff Bulgarien, das seine Kr√§fte √ľbersch√§tzte, im Juni 1913 Serbien an, um ein fait accompli zu schaffen; der Zweite Balkankrieg begann. Bei Bregalnica in Mazedonien wurde die bulgarische Armee geschlagen. Daraufhin erkl√§rten Griechenland und Montenegro Bulgarien den Krieg, dem sich am 15. Juli 1913 auch Rum√§nien wie auch das Osmanische Reich anschlossen. Das f√ľhrte zum endg√ľltigen milit√§rischen Zusammenbruch Bulgariens. √Ėsterreich-Ungarn drohte zugunsten Bulgariens einzugreifen, wurde aber von Deutschland und Italien zur√ľckgehalten. Im Frieden von Bukarest vom 10. August 1913 kam das heutige Mazedonien zu Serbien.

Erster Weltkrieg

Serbien nach den beiden Balkankriegen 1913

Aus den Balkankriegen ging Serbien als politisch gest√§rkte Macht hervor. Dies f√ľhrte zu Spannungen mit dem benachbarten √Ėsterreich-Ungarn, das bereits 1908 Bosnien und Herzegowina formlos annektiert hatte. Serbische wie bosnische Nationalisten strebten die Verdr√§ngung √Ėsterreich-Ungarns vom Balkan an.

Hintergrund

Die Ermordung des √∂sterreichisch-ungarischen Thronfolgers, Erzherzogs Franz Ferdinand von √Ėsterreich-Este, am 28. Juni 1914 durch den jungen serbischen Studenten Gavrilo Princip, Mitglied der bosnisch-serbischen nationalistischen Bewegung Mlada Bosna, hinter welcher die Offiziersverschw√∂rung Schwarze Hand vermutet wird, galt als der Vorwand f√ľr den Angriff √Ėsterreich-Ungarns auf Serbien, der zum Ersten Weltkrieg f√ľhrte. Das Attentat von Sarajevo sollte offenbar ein Fanal setzen, um den Zusammenhalt der Donaumonarchie weiter zu lockern und die Serben innerhalb seiner Grenzen zum Widerstand zu bewegen, mit dem Fernziel einer Annexion serbisch bev√∂lkerter Gebiete √Ėsterreich-Ungarns und der Schaffung eines Staates, der alle S√ľdslawen (auch die Bulgaren) unter serbischem Szepter vereinen sollte. Ungl√ľcklicherweise hatte die Schwarze Hand den Bogen √ľberspannt, und √Ėsterreich brannte auf Rache an seinem Angstgegner Serbien, der in kurzer Zeit sehr an Macht gewonnen hatte. Das kam dem K.u.K. Generalstab sehr gelegen, der schon lange einen Krieg gegen Serbien ins Auge gefasst hatte.

Ultimatum

Am 6. Juli versicherte das Deutsche Reich die unbedingte B√ľndnistreue zu √Ėsterreich-Ungarn (Blankovollmacht) im Fall eines Krieges mit Serbien und Russland. Daraufhin Besuch des franz√∂sischen Pr√§sidenten Poincar√© und des Ministerpr√§sidenten Viviani in Russland. Nach ihrer Abreise stellte √Ėsterreich-Ungarn am 23. Juli an Serbien ein Ultimatum[1], in dem u.a. die Bek√§mpfung der gegen √Ėsterreich-Ungarn gerichteten Aktivit√§ten unter √∂sterreichisch-ungarischer Beteiligung und Bestrafung der Schuldigen gefordert wurde.

Die serbische Regierung akzeptierte den gr√∂√üten Teil des Ultimatums, verwahrte sich jedoch gegen die Bedingung der Einschr√§nkung der Souver√§nit√§t Serbiens in Punkt 6 und beschloss die Teilmobilmachung der Armee. Woraufhin √Ėsterreich-Ungarn die Antwort Serbiens f√ľr ‚Äěunbefriedigend‚Äú befand und ebenfalls mit einer Teilmobilmachung begann.

Beginn

Trotz deutscher und englischer Vermittlungsversuche (Vorschlag einer Botschafterkonferenz und direkte Verhandlungen zwischen Russland und √Ėsterreich-Ungarn), erkl√§rte √Ėsterreich-Ungarn Serbien am 28. Juli den Krieg. Russlands Mobilmachung zur Unterst√ľtzung Serbiens brachte der Reihe nach gegenseitige Ultimaten und Kriegserkl√§rungen der europ√§ischen Gro√üm√§chte in der ersten Augustwoche, womit der Erste Weltkrieg begann. Dabei arbeitete die serbische Armee Hand in Hand mit dem montenegrinischen Milizheer.

Die drei Offensiven der √∂sterreichisch-ungarischen Armee gegen Serbien im August, September und November/Dezember 1914 scheiterten, obwohl die serbische Armee an Soldaten und Ressourcen √Ėsterreich-Ungarn deutlich unterlegen und durch die Balkankriege 1912-1913 ebenfalls geschw√§cht war. Besonders die ersten √∂sterreichisch-ungarischen Offensiven waren von schweren √úbergriffen gegen die serbische Zivilbev√∂lkerung begleitet. Au√üerdem waren im Land Seuchen ausgebrochen, die ab 1915 die Zivilbev√∂lkerung und Armee dezimierten. Dem Heer fehlte es an fast allem, der Abwehrkampf hatte viele Ressourcen und Kriegsmaterial verschlissen. Man verwendete sogar die Uniformen gefallener Gegner. Dabei stand fast jeder, der eine Waffe halten konnte, an der Front, selbst Frauen wurden Soldaten.

1915

Aufnahme vom R√ľckzug der serbischen Armee nach Albanien (Oktober 1915)

Die Ententem√§chte verlangten von Serbien eine Entlastungsoffensive gegen Bosnien, um den Russen Luft zu verschaffen und eine weitere Front gegen √Ėsterreich-Ungarn aufzubauen. Die Serben besetzten stattdessen im Juli 1915 das praktisch in Anarchie zur√ľckgefallene Albanien, angeblich um italienischen Ambitionen zuvorzukommen, aber auch um einen eigenen Seezugang zu erhalten. Gro√übritannien und Frankreich schickten Waffen und Versorgungsg√ľter, um die serbische Armee f√ľr eine kommende Offensive zu st√§rken.

In Oktober 1915 schloss sich Bulgarien den Mittelm√§chten (√Ėsterreich-Ungarn und das Deutsche Reich) an, und am 6. Oktober begann unter deutschem Oberkommando eine gemeinsame Offensive gegen Serbien, die in kurzer Zeit die serbischen Armeen trotz heftigen Widerstandes √ľberrannte. Nur durch einen schnellen R√ľckzug in Richtung S√ľdwesten entgingen die Reste der serbischen Streitkr√§fte der Einkreisung und Vernichtung. Die im Kosovo versammelten Heerestr√ľmmer z√§hlten nur noch 300.000 Soldaten, nicht einmal ein Drittel der Gesamtst√§rke vor Beginn der gegnerischen Offensive, aber beschwert um zahllose Fl√ľchtlinge. Ohne Versorgung und Ruhem√∂glichkeit zogen sich die Serben durch unwegsames Bergland in winterlichem Wetter unter unbeschreiblichen Umst√§nden bis an die Adria zur√ľck, dabei starben durch Hunger, Seuchen, feindliche Angriffe und die √úbergriffe albanischer Partisanen ein Gro√üteil der Fliehenden, Zivilisten wie Soldaten. Ohne den R√ľckhalt Serbiens brach auch Montenegro bald zusammen, und die Mittelm√§chte stie√üen nach Albanien hinein vor. Allerdings wurden auch sie durch das schlechte Wetter und das weglose Land behindert, so dass die Serben ihrem Zugriff immer wieder entschl√ľpften. 125.000 Zivilisten und 30.000 Soldaten schafften es bis zur K√ľste, und selbst nach dem Abtransport starben viele an den Folgen der Entbehrungen auf der Flucht. Bis zum Dezember 1915 besetzten √∂sterreichisch-ungarische, deutsche und bulgarische Truppen ganz Serbien. Die Reste der serbischen Armee mitsamt der serbischen Regierung konnte sich nach Korfu absetzen, Serbien selbst sollte zwischen Bulgarien und √Ėsterreich-Ungarn aufgeteilt werden.

1916 und 1917

1916 wurde die serbische Armee mit Unterst√ľtzung Frankreichs und Gro√übritannien reorganisiert (vier serbische Divisionen und eine ‚Äějugoslawische‚Äú Freiwilligendivision, zumeist Serben aus √Ėsterreich-Ungarn und Emigranten) und an der Saloniki-Front eingesetzt.

Im besetzten Serbien f√ľhrten die Mittelm√§chte ein strenges Besatzungsregiment, und die Serben leisteten mit Partisanenaktionen heftigen Widerstand, den die Besatzer ihrerseits mit Gr√§ueltaten vergalten. Im Februar 1917 entflammte ein Volksaufstand, der blutig niedergeschlagen wurde. Mitglieder der Schwarzen Hand, unter ihnen ihr Anf√ľhrer, Oberst Dragutin Dimitrijevińá, wurden eines Anschlages gegen den serbischen Thronfolger Alexander verd√§chtigt und durch ein Milit√§rgericht zum Tode verurteilt.

Gespr√§che des serbischen Au√üenministers Nikola PaŇ°ińá mit Ante Trumbińá als Vertreter des Jugoslawischen Komitees auf Korfu f√ľhrten am 20. Juli 1917 zur Deklaration von Korfu √ľber die Absicht zur Bildung des sp√§teren K√∂nigreichs der Serben, Kroaten und Slowenen.

1918 und das Ende des Krieges

An der Saloniki-Front gab es bis September 1918 keine nennenswerten Ver√§nderungen. Mitte September wurde schlie√ülich die bulgarische Armee durch einen erfolgreichen Angriff der alliierten Orientarmee besiegt. Die serbische Armee begann mit Unterst√ľtzung zweier franz√∂sischer Divisionen mit der R√ľckeroberung Serbiens. Die √∂sterreichisch-ungarische Armee wurde am 3. Oktober bei Leskovac geschlagen, am 28. Oktober zog sie sich aus Belgrad zur√ľck.

Kriegsfolgen

Serbien nach der Angliederung der Vojvodina, Montenegros und der Gebiete im Osten 1919
Die Serbischen Soldaten machten rund 8% der Entente-Opfer aus.

Die R√ľckeroberung Serbiens und der Platz an der Seite der Siegerm√§chte des Ersten Weltkrieges erm√∂glichten Serbien, am 1. Dezember 1918 das K√∂nigreich der Serben, Kroaten und Slowenen zu begr√ľnden, das sich ab 1929 Jugoslawien nennen sollte. Schon am 25. November beschloss die Volksversammlung der Vojvodina die Vereinigung mit Serbien, am 29. November folgte dem die Nationalversammlung Montenegros. Zudem erhielt Serbien Gebiete im Osten (Caribrod, Bosilegrad, Strumica), welche Bulgarien als Verlierer des Ersten Weltkrieges abtreten musste. Rechts auf der Karte sieht man das Territorium des K√∂nigreichs Serbien nach der Angliederung der Vojvodina, Montenegros und der Gebiete im Osten im Jahr 1919 (Jedoch bestand das K√∂nigreich Serbien innerhalb des neuen Staates nicht in diesen Grenzen; Es wurde - wie das gesamte Gebiet des K√∂nigreichs der Serben, Kroaten und Slowenen - in Banschaften (banovine) aufgeteilt (siehe dazu die Karte weiter unten).

Das K√∂nigreich Serbien z√§hlte Anfang 1914 rund 4,5 Millionen Einwohner. In den vier Kriegsjahren sind nach serbischen Angaben circa. 1,1 Millionen Menschen oder 24 % der Gesamtbev√∂lkerung des K√∂nigreichs ums Leben gekommen. Es sind sch√§tzungsweise 60.000 Zivilisten exekutiert worden und bis zu 400.000 weitere aufgrund von Epidemien, K√§lte, Hungersn√∂ten und Krankheiten gestorben, viele davon auf dem verlustreichen R√ľckzug zur Adria. Von den wehrf√§higen M√§nnern hat nur die H√§lfte √ľberlebt, das serbische Heer z√§hlte allein 360.000 Mann Verluste.

Das Land selbst war in den Kriegsjahren ausgepl√ľndert worden, die Wirtschaft zerst√∂rt. Die solcherart eingetretenen Verluste machten rund die H√§lfte des serbischen Volksverm√∂gens aus. Um die Not zu lindern, wurden rigorose Beschlagnahmungen von Nahrungsmitteln und anderen lebenswichtigen Ressourcen in den neuen jugoslawischen L√§ndern, die vom Krieg verschont geblieben waren, durchgef√ľhrt, was zu den ersten Krisen des neuen jugoslawischen Staates f√ľhrte.

Serbien im Ersten Jugoslawien

→ Hauptartikel: Königreich Jugoslawien
Königreich Jugoslawien 1929

Am Ende des Ersten Weltkrieges wurde √Ėsterreich-Ungarn aufgel√∂st und das Staatengef√ľge in Mittel- und Osteuropa vollkommen neu geordnet.

Aus Serbien, dem bis dahin unabh√§ngigen Montenegro sowie den meisten s√ľdslawisch besiedelten L√§ndern √Ėsterreich-Ungarns entstand 1918 das K√∂nigreich der Serben, Kroaten und Slowenen, das sich ab 1929 Jugoslawien nannte.

Das Territorium Jugoslawiens wurde in neun Banschaften neugegliedert. Die Grenzen der Banschaften entsprachen nicht den bis dahin geltenden Grenzen. Ihre Bezeichnungen wurden von den Fl√ľssen, welche sie durchflossen (mit Ausnahme der Primorska Banovina (Banschaft K√ľstengegend), sie lag am Meer und erhielt daher ihren Namen), abgeleitet.

Das Territorium Serbiens vor dem Ersten Weltkrieg entfiel im neuen Staat auf f√ľnf Banovine (Vardar, Morava, Zeta, Drina, Donau). Die mehrheitlich von Serben bev√∂lkerte Banovina Vrbas (Banschaft Vrbas) wurde nach dem Ersten Weltkrieg ebenfalls als eine serbische Banschaft angesehen.

Zweiter Weltkrieg

‚Üí Hauptartikel: Serbien im Zweiten Weltkrieg
Serbien und Banat im Jahre 1941-1944

Nach dem schnellen Sieg der Achsenm√§chte √ľber das K√∂nigreich Jugoslawien wurde das Land in zehn Teile mit unterschiedlichem staatsrechtlichem Status aufgeteilt. Serbien, bestehend aus Altserbien (das ehemalige Gebiet Serbiens innerhalb der Grenzen von 1912, ohne Mazedonien) und dem Westbanat, wurde mit zusammen etwa 4,5 Millionen Einwohnern wegen seiner gro√üen √∂konomischen Bedeutung zur ausschlie√ülich deutschen Einflusszone erkl√§rt und unter Milit√§rverwaltung gestellt. In Serbien wurde vom Dritten Reich eine Kollaborationsregierung installiert.

Den Aufst√§nden in Serbien standen nur unzureichende deutsche Besatzungstruppen gegen√ľber. Am 1. September 1941 proklamierte General Milan Nedińá den Staat Serbien. General Nedińá war im K√∂nigreich Jugoslawien Verteidigungsminister. Er stand dem Faschismus ideologisch sehr nah.

Die Regierung von Nedińá wurde von Tschetnik-Truppen unter der F√ľhrung von Dimitrije Ljotińá milit√§risch gest√ľtzt.

Das Nedińá-Regime blieb bis 1945 bestehen, als Sowjetische Truppen an die Grenzen Serbiens vorstie√üen. Am 20. Oktober 1944 wurde Belgrad gemeinsam von Tito-Partisanen und der Roten Armee befreit.

Serbien im sozialistischen Jugoslawien

Jugoslawien 1944-1991

In der Nacht vom 29. auf den 30. November 1943 war auf der Zweiten Sitzung des ‚ÄěAntifaschistischen Rats der Volksbefreiung Jugoslawiens‚Äú (AVNOJ) beschlossen worden, Jugoslawien als sozialistischen F√∂deralstaat gleichberechtigter V√∂lker und Republiken neu zu gr√ľnden. Die sozialistische Republik Serbien wurde eine von sechs Teilrepubliken in Jugoslawien. Die s√ľdserbische Region Makedonien wurde von Serbien getrennt und bekam den Status einer eigenst√§ndigen Teilrepublik der Sozialistischen F√∂derativen Republik Jugoslawien. Montenegro bekam ebenfalls den Status einer eigenst√§ndigen Teilrepublik.

Innerhalb der Teilrepublik Serbien wurden zwei autonome Provinzen eingerichtet: Im Norden die Vojvodina (mit einer ungarischen Minderheit) und im S√ľden das Kosovo und Metochien (mit einer albanischen Mehrheit). Der Vojvodina wurde die Baranja (heute Teil Kroatiens) entnommen, daf√ľr erhielt sie den gr√∂√üten Teil des haupts√§chlich von Serben besiedelten Syrmien (davor Teil Slawoniens). Mit dieser Aufteilung Serbiens versuchten die jugoslawischen Kommunisten das Gleichgewicht zwischen Serbien und den restlichen Teilrepubliken zu halten. Serbien wurde politisch geschw√§cht.

Jugoslawienkriege (1991-1999)

‚Üí Hauptartikel: Jugoslawienkriege

1987 fordern serbische Intellektuelle im Sanu Memorandum ein Ende der so genannten ‚ÄěDiskriminierungen des serbischen Volkes‚Äú. Das Memorandum propagiert unter anderem einen ‚ÄěGenozid‚Äú am serbischen Volk im Kosovo und eine antiserbische Verschw√∂rung Kroatiens und Sloweniens gegen Serbien. Intellektuelle und Politiker der anderen V√∂lker Jugoslawiens reagierten auf die Forderung aus Belgrad mit eigenen nationalen Programmen. Zwischen den Teilnehmerstaaten breitete sich eine zunehmend vergiftete Atmosph√§re aus. In Zusammenhang mit den politischen Umw√§lzungen in den anderen sozialistischen Staaten Osteuropas 1989/1990 bildeten sich dann auch in Jugoslawien neue Parteien und es kam 1990 zu ersten freien Wahlen in einigen Republiken, die mehrheitlich von nationalistisch agierenden Parteien gewonnen wurden. Am 9. M√§rz 1991 kam es zu Protesten in Serbien. Hunderttausend Demonstranten gingen vier Tage lang auf die Stra√üe und protestierten unter der F√ľhrung der Partei von Vuk DraŇ°kovińá gegen das MiloŇ°evińá-Regime. Am 25. Juni 1991 proklamierten zun√§chst Slowenien und Kroatien ihre Unabh√§ngigkeit, was von der Belgrader F√ľhrung als Verfassungsbruch angesehen wurde. Die jugoslawische Zentralregierung suchte die Unabh√§ngigkeitsbestrebungen milit√§risch niederzuwerfen, um den Staat zu erhalten.

Der 10-Tage-Krieg in Slowenien

‚Üí Hauptartikel: 10-Tage-Krieg

Am 25. Juni 1991 l√∂ste sich Slowenien aus dem Staatsverband Jugoslawien und erkl√§rte seine Unabh√§ngigkeit, was eine milit√§rische Intervention der Jugoslawischen Volksarmee ausl√∂ste. Im so genannten 10-Tage-Krieg wurde eine Besetzung des Landes durch die Armee jedoch durch relativ gut organisierten Widerstand verhindert. Es kam lediglich zu kleineren Gefechten zwischen slowenischen Polizisten und jugoslawischen Soldaten vor allem an internationalen Grenz√ľberg√§ngen, als die slowenische Landespolizei dort die Kontrolle √ľbernahm. Deshalb kam es auch zu keinen nennenswerten Zerst√∂rungen, was die Entwicklung der slowenischen Wirtschaft nach der Unabh√§ngigkeit beg√ľnstigte. Die Gefahr eines B√ľrgerkriegs, wie er in anderen Teilen Jugoslawiens stattfand, bestand zu keinem Zeitpunkt, da die slowenische Bev√∂lkerung, von kleineren Minderheiten abgesehen, fast ausschlie√ülich aus Slowenen besteht. Unter Vermittlung der UNO und der √∂sterreichischen Regierung konnte schlie√ülich ein Kompromiss erzielt werden: Slowenien sollte den Vollzug der Unabh√§ngigkeit f√ľr die Dauer von drei Monaten aussetzen und in dieser Zeit mussten sich die dortigen Soldaten, die ihren Pr√§senzdienst in Slowenien leisteten, zur√ľckziehen. Beide Seiten hielten sich an die Vereinbarung, und so konnte am 8. Oktober 1991 die Unabh√§ngigkeit der Republik Slowenien in Kraft gesetzt werden. W√§hrend die Kriegshandlungen in Slowenien schon nach kurzer Zeit eingestellt wurden und Slowenien unabh√§ngig wurde, entbrannte in Kroatien ein B√ľrgerkrieg.

Krieg in Kroatien

‚Üí Hauptartikel: Kroatienkrieg

Kroatien erkl√§rte am 8. Oktober 1991 seine Unabh√§ngigkeit. Militante Serben und die Jugoslawische Volksarmee errichteten daraufhin die so genannte Serbische Autonome Provinz Krajina (SAO Krajina). Diese umfasste Teile Kroatiens, aus denen Kroaten gewaltsam vertrieben wurden. Die Unterst√ľtzung der Krajina-Serben durch Belgrad wurde vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und von der Europ√§ischen Gemeinschaft seit 1991 mit Sanktionen geahndet, da weltweit angenommen wurde, Serbien wolle auf diese Weise die Republik Serbische Krajina mit der Republika Srpska mit Serbien zu einem Gro√üserbien verbinden.

Es kam zum Kroatienkrieg, der schlie√ülich mit der Milit√§raktion (Oluja/Sturm) unter F√ľhrung von Ante Gotovina beendet wurde. Im Zuge dessen floh wiederum ein gro√üer Teil der ans√§ssigen serbischen Bev√∂lkerung bzw. wurde vertrieben.

Kosovokrieg

‚Üí Hauptartikel: Kosovokrieg

Auf Betreiben des serbischen Pr√§sidenten Slobodan MiloŇ°evińá beschloss das serbische Parlament im Rahmen der Antib√ľrokratischen Revolution 1989, den Status des Kosovo als autonome Provinz aufzuheben. Es folgten im Kosovo ethnische Unruhen, die zu einigen Dutzend Toten auf beiden Seiten f√ľhrten. Die Albaner reagierten erst mit einem friedlichen Totalboykott, doch als es auch nach dem Dayton-Abkommen dem 1992 gew√§hlten Anf√ľhrer der Kosovo-Albaner Ibrahim Rugova nicht gelang, die Probleme im Kosovo zu internationalisieren und der serbische Druck im Kosovo immer mehr zunahm, tauchte 1997 die Ushtria √álirimtare Kosov√ęs (U√áK, Befreiungsarmee Kosovos) auch √∂ffentlich auf.

Die internationale Staatengemeinschaft stufte die U√áK zun√§chst als terroristische Organisation ein. Sehr schnell jedoch leiteten die USA entsprechende Verhandlungen um Waffenk√§ufe ein. In der Folge erlangte die U√áK die Kontrolle √ľber mehrere Gebiete Kosovos. Die K√§mpfe zwischen den verschiedenen serbischen Einheiten und der U√áK und vor allem die NATO-Angriffe f√ľhrten im Endeffekt dazu, dass mehr als 500.000 Einwohner auf der Flucht waren und zun√§chst im nahen engeren Serbien, Mazedonien oder Albanien, dann zum Teil in Westeuropa Schutz suchten.

Im Fr√ľhjahr 1999 durchgef√ľhrte NATO-Luftangriffe zwangen Slobodan MiloŇ°evińá schlie√ülich zum Einlenken. Der R√ľckzug der serbischen Armee beendete die blutigen Auseinandersetzungen im Kosovo, dem bis zu diesem Zeitpunkt bereits tausende Menschen zum Opfer gefallen waren. Das Kosovo wurde vorl√§ufig Protektorat der UNO.

Demokratisierung

Bei den Pr√§sidentschaftswahlen am 24. September 2000 wurde Vojislav KoŇ°tunica zum serbischen Pr√§sidenten gew√§hlt. MiloŇ°evińá hatte sich zun√§chst zum Wahlsieger erkl√§rt, musste aber nach mehrt√§gigen Streiks, Demonstrationen der Demokratischen Opposition Serbiens (DOS) und der Besetzung des Parlaments am 5. Oktober schlie√ülich seine Niederlage eingestehen. Bei den Parlamentswahlen im Dezember 2000 errang die DOS eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Im Januar 2001 wurde Zoran ńźinńĎińá zum neuen Ministerpr√§sidenten gew√§hlt. Dies f√ľhrte u.a. dazu, dass Slobodan MiloŇ°evińá am 29. Juni 2001 an den Internationalen Strafgerichtshof f√ľr das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag ausgeliefert wurde. Am 12. M√§rz 2003 wurde ńźinńĎińá auf offener Stra√üe von Attent√§tern aus den Reihen der ehemaligen ‚ÄěRoten Barette‚Äú ermordet.

Bundesrepublik Jugoslawien/Staatenbund Serbien und Montenegro

‚Üí Hauptartikel: Serbien und Montenegro
Serbien als unabhängiger Staat
(mit Kosovo)

Nachdem die √ľbrigen Teilrepubliken des alten Jugoslawien ihre Unabh√§ngigkeit erkl√§rt hatten, schlossen sich Serbien und Montenegro 1992 zur Bundesrepublik Jugoslawien zusammen. Diese bestand bis 2003, seitdem bildeten diese beiden Republiken den Staatenbund Serbien und Montenegro, dessen Aufl√∂sung am 21. Mai 2006 durch das montenegrinische Unabh√§ngigkeitsreferendum eingeleitet wurde. Montenegro erkl√§rte daraufhin durch einen Parlamentsbeschluss am 3. Juni 2006 seine formale Unabh√§ngigkeit, Serbien folgte am 5. Juni mit einer Unabh√§ngigkeitserkl√§rung, ebenfalls durch einen Parlamentsbeschluss.

Republik Serbien

Der Ministerpr√§sident Serbiens ist heute der Demokrat Mirko Cvetkovińá. Staatspr√§sident ist seit 2004 der liberale, Europa zugewandte Reformer Boris Tadińá. Die nationalistische SRS-Partei des mutma√ülichen Kriegsverbrechers Vojislav ҆eŇ°elj erlangte bei den Parlamentswahlen im Dezember 2003 mit rund 27 Prozent der Stimmen die meisten Mandate. Sie ist aber dennoch in der Opposition geblieben, da sich die demokratischen und liberalen Parteien zu einem B√ľndnis formierten und somit eine Regierung bildeten. Dies √§nderte sich auch nicht nach den Parlamentswahlen 2007.

Folgen der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo

Nach langen, ergebnislosen Verhandlungen beschloss am 17. Februar 2008 das Parlament des Kosovo, einseitig die Unabh√§ngigkeit der Provinz auszurufen. Serbien erkennt diesen Beschluss nicht an und beruft sich dabei auf die Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 1999, nach der das Kosovo Bestandteil der damaligen Bundesrepublik Jugoslawien unter UN-Verwaltung ist. Eine neue Resolution kam nicht zustande, da Russland sein Veto angek√ľndigt hatte. Nachdem mehrere EU-Staaten Kosovo offiziell anerkannt hatten, zerbrach schlie√ülich die Regierungskoalition im Streit um das Verh√§ltnis zur Europ√§ischen Union, was zu Neuwahlen f√ľhrte.

Auf dem Weg in die EU

Serbien bem√ľht sich seit der Demokratisierung im Jahr 2000 st√§rker um die Integration in die Europ√§ische Union. Verhandlungen √ľber ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) begannen im November 2005. Gefordert wird auch die volle Kooperation Serbiens mit dem Internationalen Strafgerichtshof f√ľr das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag. Zwischenzeitlich wurden die Verhandlungen ausgesetzt, da vermutet wurde, dass die beiden gesuchten Kriegsverbrecher Radovan KaradŇĺińá und Ratko Mladińá von der Regierung gedeckt wurden. Erst nach der neuen Regierungsbildung 2007 wurden die Verhandlungen fortgesetzt. Im Juli 2008 wurde Radovan KaradŇĺińá verhaftet und an das ICTY ausgeliefert. Serbien ratifizierte im September 2008 einseitig das vorl√§ufige Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU, da sich die Niederlande gegen eine Ratifizierung von Seiten der EU widersetzten. Am 7. Dezember 2009 wurde von den Au√üenministern der EU ein Interimsabkommen f√ľr Handelserleichterungen mit Serbien freigegeben. Die weitreichendste Ver√§nderung im Verh√§ltnis der EU mit Serbien war die vom 19. Dezember 2009 an g√ľltige Reiseerleichterung f√ľr serbische Staatsb√ľrger, die seitdem visafrei in die EU reisen k√∂nnen.

Die serbische Regierung stellte am 22. Dezember 2009 einen Antrag auf Mitgliedschaft in der Europäischen Union.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ √Ėsterreichisch-ungarisches Rotbuch. Diplomatische Aktenst√ľcke zur Vorgeschichte des Krieges 1914. Volksausgabe. Manzsche k.u.k. Hof-Verlags- und Universit√§ts-Buchhandlung, Wien 1915, Dok. 7, S. 15‚Äď18

Literatur

Weblinks


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