Geschichte Ungarns

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Geschichte Ungarns
Wappen Ungarns

Die Geschichte Ungarns umfasst die Geschehnisse vor der Landnahme der Magyaren Ende des 9. Jahrhunderts und die Entwicklung des gesamten Königreichs Ungarn sowie des verkleinerten Ungarns seit 1918/20.

Nach Beendigung der Bedrohung Mittel- und Westeuropas durch die magyarischen Reiterarmeen nach der Schlacht auf dem Lechfeld kam es im Anschluss an die Christianisierung und Gr√ľndung des K√∂nigreichs Ungarn zur Konsolidierung und Sesshaftwerdung der nomadisierenden Magyaren in der pannonischen Tiefebene s√ľdlich und westlich des Karpatenbogens. Im 12. Jahrhundert begann eine Personalunion mit Kroatien, auch Bosnien und die kleine Walachei waren l√§ngere Zeit unter ungarischer Herrschaft. Unter Matthias Corvinus erreichte Ungarn seine gr√∂√üte Ausdehnung, Ost√∂sterreich, M√§hren und Schlesien waren kurzzeitig ungarisch.

In der Schlacht von Moh√°cs 1526 gegen die Osmanen verlor Ungarn durch den Tod K√∂nig Ludwig II. und eines gro√üen Teils des Adels seine Selbst√§ndigkeit. Mehr als zwei Drittel des Landes wurden osmanisch, darunter Siebenb√ľrgen als Vasall der Pforte. Das restliche K√∂nigliche Ungarn, bestehend aus einem schmalen Streifen im Westen, Oberungarn und dem Westen Kroatiens, fiel als Erbe an die Habsburger. Ungarn blieb lange Zeit Schlachtfeld zwischen dem Osmanischen Reich und der Habsburger Monarchie. Weite Landstriche wurden dadurch entv√∂lkert, einige Gebiete sind sp√§ter durch deutsche und serbische Siedler neu bev√∂lkert worden.

Nach der Zweiten Wiener T√ľrkenbelagerung 1683 gelang es der habsburgischen Armee mit deutscher und polnischer Unterst√ľtzung das osmanische Ungarn zur√ľckzuerobern. Gegen die habsburgische Herrschaft gab es immer wieder langwierige, letztlich erfolglose Aufst√§nde wie die Kuruzenaufst√§nde oder die Revolution von 1848/49. Durch die √§u√üere Schw√§che des Kaisertums √Ėsterreich war Kaiser Franz Josef 1867 gezwungen, einen Ausgleich mit Ungarn einzugehen. Als Teil √Ėsterreich-Ungarns erhielt das Land weitgehende Selbst√§ndigkeit, war jedoch ein Vielv√∂lkerreich, da die Magyaren nur rund die H√§lfte der Bev√∂lkerung ausmachten. Nach der Niederlage der Doppelmonarchie im Ersten Weltkrieg, verlor Ungarn im Frieden von Trianon etwa zwei Drittel seines Territoriums und seiner Bev√∂lkerung. Darunter waren auch drei Millionen Magyaren in Siebenb√ľrgen, der S√ľdslowakei und der Vojvodina.

Die Revision der Grenzen von Trianon wurde das bestimmende Element in der ungarischen Politik. Im B√ľndnis mit dem nationalsozialistischen Deutschland wurden ungarisch besiedelte und weitere Gebiete in den Jahren 1938 bis 1941 wieder dem Staatsgebiet einverleibt. Als sich die deutsche Niederlage im Zweiten Weltkrieg abzeichnete, versuchte die Regierung auf die Seite der Alliierten zu wechseln, worauf die deutsche Armee die Kontrolle √ľbernahm und rund 500.000 ungarische Juden dem Holocaust zum Opfer fielen. Nach dem Einmarsch der Roten Armee fiel Ungarn der sowjetischen Einflusssph√§re zu; die Ungarische Volksrepublik wurde ausgerufen, wieder in den Grenzen von Trianon. Nach der blutigen Niederschlagung des Volksaufstandes 1956 entstand im Land unter J√°nos K√°d√°r das System des so genannten Gulaschkommunismus. 1989 ging unter anderem von Ungarn der Fall des Eiserenen Vorhangs und damit das Endes des Warschauer Paktes 1991 aus. Heute ist Ungarn Mitglied der EU, hat aber mit schweren wirtschaftlichen und politischen Problemen zu k√§mpfen.

Ungarische Vor- und Fr√ľhgeschichte

Inhaltsverzeichnis

Ungarische Vor- und Fr√ľhgeschichte (2000 v. Chr. bis 800 n. Chr.)

Auflösung der finnougrischen Gemeinschaft

Ungarische Bilderchronik: Hunor und Magor auf der Jagd nach dem Wunderhirschen

Der ugrische Zweig der finno-ugrischen Sprachfamilie setzte sich einst aus den Sprachen der beiden obugrischen V√∂lker Chanten (Ostjaken) und Mansen (Wogulen) sowie den Vorfahren der heutigen Magyaren zusammen. Nach der Aufl√∂sung der finno-ugrischen Gemeinschaft zog der ugrische Zweig aus seinem westsibirischen Siedlungsgebiet in s√ľd-/s√ľd√∂stliche Richtung. Dort bildete er von 1900/1800 bis 800 v. Chr. die Andronovo-Kultur, wobei es auch zu intensiven Kontakten mit den hier ans√§ssigen Uriranern kam. Eine besondere Rolle in der Viehzucht nahm die Pferdezucht ein. Dies l√§sst sich heute anhand arch√§ologischer Funde nachweisen. Die Ugrier √ľbernahmen von den Uriranern auch die festen Siedlungspl√§tze, wo sie sich von nun an aufhielten. Sie sammelten damals auch erste Erfahrungen in der Metallverarbeitung. Um 1000 v. Chr., etwa am Ende der Bronzezeit, kam es erneut zu einer Klimaerw√§rmung, durch die sich die Vegetationszonen noch weiter Richtung Norden ausdehnten. Dieser Klimawandel f√ľhrte dazu, dass sich die Siedlungsr√§ume der Ugrier langsam von Waldsteppen in Richtung Trockensteppen wandelten. In dieser Situation spalteten sich die Ugrier zum einen in die Vorfahren der heutigen Obugrier und zum anderen in die Vorfahren der heutigen Magyaren. Die Obugrier zogen nach Norden in die Region des unteren Ob und wichen so der zunehmenden Versteppung aus. Die Vorfahren der heutigen Magyaren blieben in ihrem Siedlungsgebiet, √§nderten allerdings ihre Lebensweise und wurden zu einem Nomadenvolk. Etwa 500 v. Chr. kamen die Magyaren in Kontakt mit den iranischen V√∂lkern der Skythen und Sarmaten, nachdem sie durch eine Klimaabk√ľhlung gezwungen wurden, in die Richtung des s√ľdlichen Ural zu wandern. Zu belegen ist dies durch vielseitige arch√§ologische Funde, die eine √Ąhnlichkeit der Kulturen zu dieser Zeit belegt. Ferner wurden auch einige Lehnw√∂rter wie tej (‚ÄěMilch‚Äú), fizet (‚Äězahlen‚Äú) und t√≠z (‚Äězehn‚Äú) aus dem Iranischen √ľbernommen.

Wissenschaftler nehmen an, dass die Zeit um 1000 v. Chr. bis 500 v. Chr. die Zeit war, in der sich ein ethnisches Bewusstsein der Urungarn herausbildete. Wichtige Elemente dieser Entwicklung stellten die Sprache, Br√§uche, Trachten und der Glaube dar. So stammt auch die ber√ľhmte ungarische Sage von einem Wunderhirschen wohl aus dieser Zeit, die sich dann im Laufe der Zeit zu der Sage von Hunor und Magor ver√§nderte.

Von Magna Hungaria nach Levedien

Ungarische Bilderchronik: Die 7 Stammeshäuptlinge

Wissenschaftler gehen davon aus, dass etwa um 500 n. Chr. die magyarischen St√§mme das Steppengebiet am s√ľd√∂stlichen Ural verlie√üen und in Richtung Westen in das Gebiet des heutigen Baschkiriens zogen. √úber die Gr√ľnde dieser Wanderung wei√ü man heute sehr wenig, obgleich viele Indizien daf√ľr vorliegen, dass die Magyaren diese Wanderung unternommen haben. So machte sich 1235 n. Chr. der Dominikanerm√∂nch Julianus im Auftrag von B√©la IV. auf den Weg in das sp√§ter von Julianus Magna Hungaria (‚ÄěGro√üungarn‚Äú) genannte Gebiet. Bei seiner R√ľckreise berichtete Julianus davon, einige Nachfahren der Urmagyaren in dem Gebiet zwischen Wolga und Uralgebirge gefunden zu haben. Doch bei seiner zweiten Reise 1237 n. Chr. in das Gebiet fand er das Siedlungsgebiet zerst√∂rt durch Mongolen und ohne Magyaren vor. Ein weiteres Indiz daf√ľr, dass sich Magyaren in Magna Hungaria aufgehalten haben, sind arch√§ologische Funde in dem Gebiet. Man stie√ü dort auf Totenmasken, die bereits von den Obugriern benutzt wurden und ebenfalls in Gr√§bern aus Zeiten der Landnahme auf dem Gebiet des heutigen Ungarns gefunden wurden. Auf dem weiteren Weg Richtung Karpaten machten die Magyaren etwa 800 n. Chr. Halt in Levedien. Levedien (ungar.: Lev√©dia), das wahrscheinlich nach Levedi, einem Stammesf√ľrsten Ungarns benannt wurde, lag in etwa zwischen Don und Asowschem Meer. In unmittelbarer N√§he ihres neuen Siedlungsgebietes befand sich zu dieser Zeit das Khanat der Chasaren, ein Verband aus turkischen und mongolischen St√§mmen, die von einem Khan regiert wurden und dessen Territorium die Steppe n√∂rdlich des Kaukasus umfasste. Auch die Magyaren unterwarfen sich diesem Khan und begannen teilweise von ihrem Nomadentum Abschied zu nehmen. Dies l√§sst sich heute in erster Linie durch das Herangehen aus sprachwissenschaftlicher Sicht nachvollziehen. So gibt es in der ungarischen Sprache etwa 200 Lehnw√∂rter aus dem Bereichen Ackerbau (z. B.: b√ļza, ‚ÄěWeizen‚Äú; eke, ‚ÄěPflug‚Äú), Wein- und Gartenbau (z. B.: gy√ľm√∂lcs, ‚ÄěObst‚Äú; szŇĎlŇĎ, ‚ÄěWeintraube‚Äú), Viehzucht (z. B.: √∂k√∂r, ‚ÄěOchse‚Äú; gyapj√ļ, ‚ÄěWolle‚Äú; sajt, ‚ÄěK√§se‚Äú) und Handwerk, die zu dieser Zeit in die Sprache eingeflossen sind und auf das langsame Sesshaftwerden der Ungarn hinweisen.

Der byzantinische Kaiser Konstantin VII. erw√§hnt als Erster um 950 n.Chr. in seinem Werk De administrando imperio die Namen der sieben ungarischen St√§mme: Ny√©k, Megyer, K√ľrtgyarmat, Tarj√°n, JenŇĎ, K√©r und Keszi. Au√üerdem beschreibt er: Die Magyaren ‚Äěhatten ‚Ķ nie einen eigenen oder einen fremden F√ľrsten √ľber sich, sondern es gab unter ihnen irgendwelche Wojewoden, von denen der erste Lewedi war.‚Äú

Weiter berichtet Kaiser Konstantin, dass Levedi als Heerf√ľhrer, heute w√ľrde man seinen Titel mit dem einen Herzogs vergleichen, als Zeichen der Verbundenheit zum chasarischen Khan, unter anderem auch eine Chasarin als Frau vom Kagan geschenkt bekam. Aus Konstantins Bericht und aus anderen Quellen kann man heute ableiten, dass die Magyaren zu diesem Zeitpunkt sowohl eine Stammesorganisation als auch ein Doppelf√ľrstentum besa√üen. In diesem sogenannten Doppelf√ľrstentum gab es ein religi√∂ses Oberhaupt (kende) und einen F√ľrsten (gyula), der die faktische Macht in H√§nden hielt.

Zwischenstromland und die Chasaren

Ungarische Bilderchronik:Eroberung des Karpatenbeckens durch die Magyaren

In den Jahren zwischen 820 und 839 kam es bei den Chasaren zu Aufst√§nden, an denen sich auch die Ungarn beteiligten. Der Versuch der aufst√§ndischen Kabaren, den Khan zu st√ľrzen und die Macht im Khanat zu erlangen, scheiterte jedoch. Viele der Aufst√§ndischen fl√ľchteten danach zu den Magyaren, wo die Kabaren als achter Stamm zusammengefasst wurden. In der folgenden Zeit gewannen die Chasaran schnell wieder an Macht und Einfluss, daher waren die Magyaren gezwungen weiter zu ziehen.

Die Magyaren gingen weiter Richtung Westen in das Zwischenstromland (ungarisch Etelk√∂z), wie es Konstantin VII. in seinem Bericht nannte. Die genaue Lage von Etelk√∂z ist bis heute nicht vollst√§ndig gekl√§rt, aber man vermutet, dass es sich nord√∂stlich des Schwarzen Meeres und √∂stlich der Karpaten befunden haben muss. Obwohl das Gebiet ideal f√ľr die Lebensweise der Magyaren mit intensiver Viehhaltung und ausgepr√§gtem Ackerbau war, mussten sie weiter mit Angriffen der Chasaren rechnen. Um sich davor zu sch√ľtzen, unterhielten sie gute Kontakte zum Byzantinischen Reich, den Bulgaren, den M√§hrern sowie den Franken. In dieser Zeit lernten die Magyaren auch erstmals die Pannonische Tiefebene kennen: durch die Auseinandersetzungen, an denen sie sich beteiligten und die Streifz√ľge Richtung Westen, die sie mit ihren bis zu 20.000 Mann starken Reitertrupps unternahmen. Daher gehen Historiker davon aus, dass die Flucht aus Etelk√∂z, die zwischen 894 und 897 stattfand, eine geplante Flucht war. Diese Flucht hatte verschiedene Gr√ľnde. So verb√ľndeten sich die Magyaren mit den Byzantinern, die sich zu dieser Zeit mit den Bulgaren im Krieg befanden. Nach mehreren Erfolgen von Byzanz mussten die Bulgaren aufgeben und schlossen Frieden mit dem Byzantinischen Reich. Allerdings verb√ľndeten sie sich gleichzeitig mit den aus Osten kommenden Petschenegen, die 894 von den Oghusen aus ihrer Heimat vertrieben worden waren.

Die Bulgaren und Petschenegen zogen daraufhin gegen die Magyaren in den Krieg, indem die Bulgaren die Kriegstruppen der Magyaren angriffen und die Petschenegen die kaum gesch√ľtzten Wohnorte der Magyaren st√ľrmten. Dieser √úbermacht konnten die Magyaren nicht lange standhalten, und so entschied sich der Stammesverband, die Flucht √ľber die Karpaten, nach der Legende √ľber den Verecke-Pass, anzutreten.

Viele Faktoren waren f√ľr die erfolgreiche Einnahme und langfristige Etablierung der Magyaren im Karpatenbecken entscheidend. So war es leicht zu erobern, da es sich am Rand drei gro√üer Reiche (M√§hrisches Reich, Ostfr√§nkisches Reich, Bulgarisches Reich) befand, die einander bek√§mpften. Das Gebiet war nur relativ d√ľnn besiedelt. Die strategische Lage der Landschaft, fast komplett umschlossen von einer Bergkette, beg√ľnstigte die Verteidigung des Territoriums. Obwohl diese Gr√ľnde f√ľr die Magyaren sprachen, vollzog sich die Einnahme des gesamten Karpatenbeckens nur schrittweise. Etappen der Landnahme waren das Gebiet auf der Westseite der Ostkarpaten, sp√§ter das Gebiet bis zur Donau, und 899, nach der erfolgreichen Schlacht an der Brenta gegen den italienischen K√∂nig Berengar I., besetzten die Magyaren ganz Pannonien.

Karpatenbecken vor der Landnahme durch die Magyaren

‚Üí Hauptartikel: Ungarn vor den Magyaren

Die √§ltesten arch√§ologischen Funde bei Ausgrabungen im Karpatenbecken stammen aus dem Pal√§olithikum, der Altsteinzeit. Einer der wichtigsten Fundorte wurde in dem Zusammenhang der Ort V√©rtesszŇĎlŇĎs, wo Ger√∂llindustrien des Homo erectus entdeckt wurden. F√ľr die Zeit bis zur fr√ľhen Eisenzeit gibt es bis heute kaum verl√§ssliche Hinweise und Funde, die auf die Bewohner des Karpatenbeckens hindeuten. Die ersten schriftlichen √úberlieferungen √ľber V√∂lker, die auf dem Gebiet des heutigen Ungarns siedelten, sind fr√ľhestens aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. bekannt. Herodot ‚Äď ein griechischer Historiker, Geograph und V√∂lkerkundler ‚Äď erw√§hnte in dieser Zeit erstmals V√∂lker, die eine nordiranische Sprache sprachen und zur Gruppe der mit den Skythen verwandten Steppenv√∂lkern geh√∂rten. Sp√§ter versuchten die Kelten, Fu√ü im Karpatenbecken zu fassen, was ihnen auch bis zur 2. H√§lfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. gelang. Vom Karpatenbecken aus starteten die Kelten von da an ihre weitl√§ufigen Eroberungsz√ľge.

S√ľdosteuropa zu Zeiten der R√∂mer

Ab 29 v. Chr. betraten erstmals r√∂mische Legionen das Karpatenbecken. Durch die folgenden Dakerkriege wurden gro√üe Teile Pannoniens verw√ľstet, und Rom eroberte weite Teile Illyriens bis zur Drau. Wenig sp√§ter, im ersten Pannonischen Krieg von 12 bis 9 v. Chr., eroberten die Br√ľder Tiberius und Drusus Pannonien vollends. Ausschlaggebend f√ľr den Expansionsdrang des R√∂mischen Reiches in Richtung Karpaten war einerseits die Notwendigkeit, die Grenzen des Reichs gegen die Daker und die Germanen zu sichern. Auf der anderen Seite waren es wirtschaftliche Abw√§gungen, da die Region Pannonien bekannt f√ľr ihre Eisenproduktion und den Ertrag ihrer Landwirtschaft war. Jedoch gelang es Rom erst nach der Niederschlagung des Pannonischen Aufstandes durch Tiberius, Pannonien zu einer ihrer Provinzen machen. Hauptstadt der neuen Provinz, die sich auf das heutige Gebiet Transdanubien sowie auf das Gebiet zwischen Drau und Save erstreckte, wurde die √∂stlich von Wien gelegene Stadt Carnuntum. Bis 103/6 n. Chr. war Pannonien in zwei und sp√§ter unter Diocletian in vier Provinzen geteilt. Pannonien genoss viele Vorteile durch die Eingliederung in das R√∂mische Reich und dessen Organisation. So wurden St√§dte wie Savaria (Szombathely), Sopianae (P√©cs) und Aquincum mit gro√ü angelegten Bauwerken, mit Zentralheizung und Thermen sowie Amphitheatern aufgestattet. Im Zuge der Einf√ľhrung des r√∂mischen Rechtssystems verbreitete sich auch das Schrifttum rasant, weil die √∂ffentlichen Angelegenheiten von nun an auf der Grundlage schriftlich festgelegten Rechts abgewickelt wurden. Auch das Christentum hielt um 400 Einzug in Pannonien.

Reich der Hunnen 450

Das n√§chste gr√∂√üere Ereignis im Karpatenbecken fand in den 430er Jahren statt, als das R√∂mische Reich die Herrschaft √ľber Pannonien an die Hunnen abtrat. Attila, K√∂nig der Hunnen, verfolgte ehrgeizige Pl√§ne, die er 451 durch die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern gegen das R√∂mische Reich umzusetzen versuchte. Die Schlacht endete aber mit Attilas Niederlage, woraufhin sich die Hunnen zur√ľckziehen mussten. Nach dem Tod Attilas 453 zerfiel das Hunnenreich rasch, zumal in Pannonien die V√∂lker des Karpatenbeckens begannen, sich gegen die Hunnen aufzulehnen. Die Vorherrschaft √ľber das westliche Karpatenbecken √ľbernahmen ab diesem Zeitpunkt die Gepiden, ein germanischer Stamm, der 455 unter Ardarich in der V√∂lkerschlacht am Fluss Nedoa die Hunnen besiegte und diese dadurch zwang, das Karpatenbecken zu verlassen. Das westliche Karpatenbecken wurde zu dieser Zeit von den Ostgoten, sp√§ter von den Langobarden beherrscht. Bald kam es jedoch zu Konflikten zwischen den im Osten lebenden Gepiden und den Langobarden, die von den Awaren ausgenutzt wurden, die sich in den 560er Jahren im gesamten Karpatenbecken ausbreiteten. Die Awaren waren ein zentralasiatisches Reitervolk, das √ľber die n√§chsten 200‚Äď250 Jahre von der Pannonischen Tiefebene aus Eroberungsz√ľge gegen Mitteleuropa f√ľhrte und in dieser Zeit einen wichtigen Machtfaktor zwischen dem Frankenreich und dem Byzantinischen Reich darstellten. Weil es im Awarenreich √∂fters zu Aufst√§nden der Slawen und der Bulgaren kam, die sich mit der Zeit von den Awaren l√∂sen konnten, fiel es Karl dem Gro√üen und dem bulgarischen Khan Krum leicht, die Awaren in ihren Feldz√ľgen zwischen 791 und 803 vernichtend zu schlagen. Nachdem das Awarenreich untergegangen war, zogen vorwiegend Slawen in das Karpatenbecken und bildeten bis zur Landnahme der Ungarn dort die dominierende Ethnie.

Landnahmezeit

Gesellschaftsaufbau

Die ungarischen St√§mme waren vor der Landnahme in einem Stammesverbund organisiert, der durch Doppelf√ľrsten (√ľbernommen von den Chasaren) gef√ľhrt wurde. Die beiden F√ľrsten, der ‚Äěkende‚Äú und der ‚Äěgyula‚Äú, teilten sich dabei Regierungs- und Milit√§raufgaben. Dieses System l√∂ste sich allerdings im ersten Jahrzehnt des 10. Jahrhunderts, kurz nach der Landnahme auf. Haupts√§chlicher Grund war der Tod des damaligen Gyula Kursz√°n, den der Kende √Ārp√°d benutzt, um die Alleinherrschaft zu √ľbernehmen.

In der folgenden Zeit ver√§nderte sich die Organisation der St√§mme, so dass die einzelnen St√§mme in politischen Angelegenheiten mehr und mehr ihren eigenen Interessen folgten. Dies kann man daran erkennen, dass die Streifz√ľge zu Beginn des 10. Jahrhunderts nicht gemeinsam unternommen wurden und die einzelnen St√§mme nach erfolglosen Steifz√ľgen auch jeweils f√ľr sich nach neuen Mitteln suchten, um ihre Streifz√ľge effizienter zu gestalten. Auch die Reise eines F√ľrsten des zur damaligen Zeit auf dem Gebiet des heutigen Siebenb√ľrgen siedelnden Stammes nach Konstantinopel im Jahre 950 ist ein Beleg daf√ľr, dass die St√§mme nun zunehmend auch in religi√∂sen Angelegenheiten ihre eigenen Wege gingen. Unternommen hatte der F√ľrst die Reise in die Hauptstadt des damaligen byzantinischen Reiches, um sich dort griechisch-orthodox taufen zu lassen und so seinen Stamm an die griechisch-orthodoxe Kirche und an das byzantinische Reich zu binden. Daf√ľr brachte er auch einen Missionsbischof aus Konstantinopel mit zur√ľck in seine Heimat.

Auf der anderen Seite gab es die √Ārp√°den, welche die alleinige Herrschaft √ľber alle Ungarn beanspruchten. Diesen Anspruch konnten sie allerdings erst nach der verlorenen Schlacht auf dem Lechfeld 955 allm√§hlich durchsetzen, indem sie auf politischem Wege ihre Macht allm√§hlich auch auf die anderen ungarischen St√§mme ausdehnten und so bis zum Ende des Jahrtausends weite Teile des westlichen Karpatenbeckens beherrschten. N√∂rdlich des Herrschaftsgebietes der √Ārp√°den befand sich der Einflussbereich der Kabaren. Im Osten wechselten die Herrscher immer wieder, da sich St√§mme zusammenschlossen und wieder trennten. All diese St√§mme waren in vier St√§nden √§hnlich organisiert:

  • Adel: Reiche, vornehme Familien und ‚ÄěSippen‚Äú, die F√ľhrungspositionen innehatten
  • B√ľrger oder Mittelschicht: Im Dienst des Adels stehende Familien, teilweise wohlhabend
  • Unterschicht: Freie, die auch √ľber Gemeineigentum verf√ľgten, kaum wohlhabend
  • Knechte: Unfreie, im Besitz des Adels

Die Grenzen zwischen den verschiedenen Schichten und Gruppen waren flie√üend, und sie verband ein kompliziertes Gef√ľge aus Pflichten und Rechten. Die Heirat war f√ľr alle Gruppen von Bedeutung. Vor allem der Adel nutzte die Gelegenheit zu Machtausbau durch Hochzeiten, um l√§nger anhaltende ‚ÄěB√ľndnisse‚Äú mit anderen Familien und Sippen zu begr√ľnden und zu festigen. Die Angeh√∂rigen der Mittelschicht waren als Bewaffnete oft f√ľr den Schutz des Adels zust√§ndig. Dieser Dienst war freiwillig, allerdings bekam die Mittelschicht f√ľr ihre Dienste Unterhalt und Unterkunft vom Adel. Die Unterschicht hatte die Last der Ausgaben des Adels zu tragen, die es in Form von Naturalien und Arbeitsdienst ableistete. Arbeitsdienst leisteten vor allem die ‚ÄěGemeinen‚Äú, die zu verschiedenen Diensten gegen√ľber ihren Herren verpflichtet waren. Obwohl diese unteren Schichten, genauso wie die Mittelschicht und der Adel frei und dazu auch formell gleichberechtigt waren, gerieten sie immer mehr in Abh√§ngigkeit zum Adel, viele verloren die Freiheit und sanken in die Gruppe der Knechte ab. Zu dieser Gruppe geh√∂rte auch die von Streifz√ľgen mitgebrachten Gefangenen, wie auch die im eroberten Karpatenbecken ans√§ssigen Slawen, von denen die Ungarn die Landwirtschaft lernten und etwa 1500 grundlegende W√∂rter aus dem Bereich der Staatsverwaltung (Komitat, K√∂nig), Landwirtschaft (Kirsche), Religion (Priester, Engel), Handwerk (M√ľller, Schmied) und andere (Mittwoch, Donnerstag, Stra√üe, Fenster, Teller, Mittagessen, Abendessen) in ihre Sprache √ľbernahmen. Im S√ľdosten der Pannonischen Tiefebene gab es vereinzelt noch √úberreste der Awaren.

Auf politischer Ebene war es F√ľrst G√©za, Urenkel √Ārp√°ds zu Verdanken, dass sich nach der Schlacht auf dem Lechfeld die Beziehungen mit Deutschland wieder verbesserten und stabilisierten. Er war es auch, der erstmals christliche Missionare nach Ungarn holte um sein Land n√§her an das christlich gepr√§gte Europa anzubinden. Auch lie√ü er sich als erster ungarischer Herrscher im christlichen Glauben Taufen. Gleichzeitig schwor er jedoch nicht vollst√§ndig dem heidnischen Glauben seiner Vorfahren ab. Er verfolgte eine Doppelstrategie: Zum einen bem√ľhte er sich um Frieden mit dem christlichen Europa, vor allem mit dem damaligen Kaiserreich. Andererseits verleugnete er nicht seine Wurzeln. Am Ende seiner Bem√ľhungen stand schlie√ülich das Erbe f√ľr seinen Sohn Vajk, welcher im christlichen Glauben auf den Namen Stephan I. (ung.: Istv√°n) getauft wurde und sp√§ter die Herzogin Gisela von Bayern heiratete.

Streifz√ľge, Landnahme und Aufbau eines Staates

Ungarische Streifz√ľge

In der romantisch gepr√§gten ungarischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts werden die Streifz√ľge oft unrealistisch als gro√üe Abenteuer (‚Äěkalandoz√°sok‚Äú) dargestellt. Doch bis heute wird kalandoz√°sok mit den Streifz√ľgen in Verbindung gebracht, die bis weit nach Mittel- und Westeuropa hinein reichten und mit denen die Ungarn damals sehr erfolgreich waren. Wenn man alle heute zur Verf√ľgung stehenden Berichte betrachtet, kann man von mindestens 50 Streifz√ľgen der ungarischen St√§mme in der Zeit von 900 bis 970 ausgehen. Die ersten Streifz√ľge trafen die Nachbargebiete im Westen der ungarischen Stammesgebiete.

Ab 862 tauchten die nomadisierenden Ungarn (Magyaren), die damals noch aus der Region hinter den Karpaten ihre sporadischen Feldz√ľge im Westen unternahmen, zum ersten Mal im Karpatenbecken auf. Ein zweites Mal fielen sie 881 ein. In diesen beiden Feldz√ľgen unterlagen sie dem Ostfrankenreich. 889 waren die Ungarn erfolgreicher, als sie Gro√üm√§hren und Teile des Ostfr√§nkischen Reiches pl√ľnderten. 892 wurden sie von den Ostfranken gegen Gro√üm√§hren angeworben.

Die Ungarn lie√üen sich erst ab 895/896 im heutigen Ungarn nieder. Sie drangen zun√§chst 895 in das mittlere und obere Thei√ügebiet nach Gro√üm√§hren vor. N√∂rdlich und nordwestlich dieses Gebietes war das Gebiet des Neutraer F√ľrstentums, das Teil von Gro√üm√§hren war, westlich davon die ostfr√§nkischen Herzogt√ľmer Bayern und Franken, die weiterer Expansion Einhalt boten. Auch arch√§ologische Funde lassen die obere Thei√ügegend als anf√§ngliches f√ľrstliches Siedlungsgebiet vermuten.

Um 900 zogen die Ungarn nach Transdanubien und brachten es unter ihre Herrschaft, wobei ihnen mehrere Ereignisse die Eroberung erleichterten. So starb 894 der gro√üm√§hrische K√∂nig Sventopluk. Die darauf folgenden Thronstreitereien schw√§chten sein Reich zunehmend, so dass noch im selben Jahr Gro√üm√§hren nach ungarischen Pl√ľnderungen das Gebiet Transdanubiens an das Ostfrankenreich verlor. Der ostfr√§nkische K√∂nig Arnulf ging mit den Ungarn sogar 892 ein B√ľndnis gegen die Langobarden unter Guido von Spoleto ein, die gemeinsam geschlagen wurden. Als kurze Zeit sp√§ter auch K√∂nig Arnulf starb, sahen die Ungarn den richtigen Zeitpunkt f√ľr Gebietserweiterungen. Die Wahl der zu erobernden Gebiete folgte vor allem strategischen Gesichtspunkten, so dass sich die Ungarn haupts√§chlich an Gew√§ssern, Flusst√§lern oder von S√ľmpfen gesch√ľtzten Gebieten niederlie√üen. Ein wichtiges Zentrum der ungarischen St√§mme befand sich einigen Chroniken zufolge zu dieser Zeit auf der Insel Csepel im mittleren Abschnitt der Donau (ungef√§hr bei der heutigen Stadt Budapest).

Mit den Schlachten von Brezalauspurc 907 schlugen die Ungarn bayerische Truppen, eroberten bis 955 die √∂stlichen Teile des heutigen √Ėsterreichs und zerst√∂rten die Zentralmacht Gro√üm√§hrens. Um 925 eroberte eine Gruppe der ungarischen St√§mme unter der F√ľhrung von L√©l die heutige S√ľdwestslowakei (siehe Neutraer F√ľrstentum).

In der zweiten H√§lfte des 10. Jahrhunderts bestanden die von Ungarn beherrschten Gebiete aus einer Reihe von ungarischen Stammesgebieten, von denen jenes der Hauptlinie der √Ārp√°den, also der Kern des sp√§teren ungarischen Staates, nur im n√∂rdlichen Transdanubien lag. Seit etwa den 1070er Jahren war die Lage den vorhandenen Quellen zufolge so, dass den √Ārp√°den neben dem bereits genannten Gebiet noch die Lehnf√ľrstent√ľmer von Neutra und von Bihar sowie das von Verwandten regierte Siebenb√ľrgen indirekt unterstanden. Die restlichen Gebiete wurden von feindlich gesinnten ungarischen Stammesf√ľhrern beherrscht und erst sp√§ter von K√∂nig Stephan sukzessive erobert und geeint. Allerdings regierten die Ungarn kein ethnisch homogenes Land. Die unterworfenen slawischen und germanischen V√∂lker im Land waren ein wesentlicher Bestandteil der ungarischen Heere und des Staatsapparates, was sich durch die zahllosen slawischen und deutschen Lehnworte im Ungarischen nachvollziehen l√§sst.

Die Verteidigung der ungarischen Gebiete musste sich haupts√§chlich nach Osten und Norden richten, da die Magyaren ihre Angriffe und Feldz√ľge stets nach Westen ausf√ľhrten, oft als Verb√ľndeter eines westlichen Staates. Im 10. Jahrhundert bestimmten diese Feldz√ľge die gesamte ungarische Au√üenpolitik. Sie beschafften sich durch Raub- und Beutez√ľge durch ganz Europa Luxusartikel und teure Waren ‚Äď darunter auch Gefangene. Die Heere westlicher Staaten bestanden zur damaligen Zeit gr√∂√ütenteils aus schwer gepanzerter Reiterei, w√§hrend die Reiter der Magyaren schnell und immer beweglich waren, ein Vorteil, der lange Zeit ihren Erfolg garantierte. Ihre Taktik war f√ľr die damalige Zeit recht au√üergew√∂hnlich: Sie versuchten das Heer des Gegners einzukreisen und vom Pferd aus mit Pfeilen zu beschie√üen. Nach einer Zeit t√§uschten sie die Flucht an, um sich dann im √úberraschungsmoment umzudrehen und den Gegner so in die Falle zu locken. Mit dieser Taktik gelang es ihnen viele, auch kulturell und technisch hoch entwickelte Regionen Europas zu pl√ľndern. Auch andere Faktoren beg√ľnstigten die Erfolge der Magyaren: Die zerm√ľrbenden Kriege der einzelnen europ√§ischen Staaten untereinander, aber auch der von innen schw√§chende Feudalismus. In Ungarn bewirkten die Streifz√ľge eine weitere Differenzierung der Bev√∂lkerung. Die F√ľhrungsschicht des Staates wurde immer verm√∂gender, haupts√§chlich durch Kriegsbeute wie Silber, Tiere und teure Stoffe, sp√§ter auch durch Tributzahlungen.

Auch 933 wollten die Ungarn vom ostfr√§nkischen K√∂nig Heinrich I. Tribut verlangen und zogen gegen das Ostfrankenreich in den Krieg. Heinrich rechnete aber mit einem Angriff und konnte eine starke Streitmacht aufbieten. In der Schlacht bei Riade wurden die Ungarn geschlagen. Der Glaube an die Unbesiegbarkeit der Ungarn war ersch√ľttert. Allerdings gingen die Raubz√ľge der Ungarn weiter. Erst mit der vernichtenden Niederlage 955 bei der Schlacht auf dem Lechfeld nahe Augsburg wurde den Ungarn Einhalt geboten. Nach dieser Schlacht wurden drei ungarische F√ľhrer (Bulcs√ļ, L√©l, S√ļr), die in Gefangenschaft geraten waren, geh√§ngt, √Ėsterreich fiel wieder an die Ostfranken und das Neutraer F√ľrstentum an die √Ārp√°den.

Au√üenpolitisch wurde infolge dieser Niederlage ein neuer Kurs eingeschlagen. Der neue Gro√üf√ľrst Taksony setzte den Angriffen im Westen ein Ende. Er war bereit, auch unter Inkaufnahme von Gebietsverlusten, den Frieden mit dem Ostfrankenreich aufrechtzuerhalten. In s√ľdlicher Richtung gingen die Angriffe unterdessen aber weiter. So stellte Byzanz die Tributzahlung an Ungarn ein, so dass sich Taksony 959 f√ľr einen Feldzug gegen Byzanz entschied, der erst 11 Jahre sp√§ter entschieden wurde. Die Magyaren konnten, selbst im B√ľndnis mit Petschenegen, Bulgaren und Russen, die entscheidende Schlacht bei Arkadiupolis nicht f√ľr sich entscheiden und mussten sich geschlagen geben. Damit war das Ende der Streifz√ľge der Magyaren besiegelt, Gro√üf√ľrst G√©za (949‚Äď997), der den Thron von seinem Vater Taksony geerbt hatte, sah sich gezwungen, die Angriffe einzustellen, da ansonsten die Gro√üm√§chte Europas Ungarn angegriffen h√§tten. Er musste sich auch Problemen im Inneren zuwenden. Die Streifz√ľge als Einnahmequelle waren versiegt, weshalb andere Einnahmen erschlossen werden mussten. Die au√üen- und innenpolitische Lage machten eine Staatsgr√ľndung immer dringlicher.

Géza und sein Sohn Vajk (Stephan I.) holten ostfränkische Missionare und Ritter ins Land, auch Missionare aus Byzanz und bauten eine Verwaltung auf. Mit dem gewachsenen Anhang schalteten sie innere Rivalen (Koppány) aus, so dass sich Stephan I. im Winter 1000/1001 zum König krönen lassen konnte.

Königreich Ungarn

→ Hauptartikel Königreich Ungarn

Mit der Herrschaft Stephans I. begann die Christianisierung des Landes. 1030 wehrte er den Angriff des römisch-deutschen Kaisers Konrad II. ab und sicherte so die Existenz seines Staates. Stephan I. wurde später im Jahr 1089 heilig gesprochen. 1102 kam durch Personalunion das Königreich Kroatien zu Ungarn.

Ungarns Innenpolitik wurde in den folgenden Jahrhunderten von dem Kampf zwischen dem K√∂nig und dem Hochadel bestimmt, der im 13. Jahrhundert seinen H√∂hepunkt erreichte. Ungarns Au√üenpolitik war von weitreichenden Heiratsb√ľndnissen und (nach dem Machtverfall von Byzanz ab 1180) von einer Gro√ümachtpolitik auf der Balkanhalbinsel bestimmt.

Im Jahr 1241 verw√ľsteten die Mongolen unter Batu Khan nach ihrem Sieg in der Schlacht bei Muhi das Land und t√∂teten etwa die H√§lfte der Einwohner,[1] so dass K√∂nig B√©la IV. (1235‚Äď1270) wieder viele deutsche Einwanderer ins entv√∂lkerte Land holen musste, die haupts√§chlich in Siebenb√ľrgen (siehe Siebenb√ľrger Sachsen) und in der heutigen Slowakei angesiedelt wurden. Nach dem Mongolensturm erweiterten die ungarischen Oligarchen ihre Macht, die schlie√ülich zum Entstehen der Ungarischen Kleink√∂nigt√ľmer nach dem Tod von K√∂nig Andreas III. im Jahre 1301 f√ľhrte. In den 1320er-Jahren beendete K√∂nig Karl I. Robert in einer Reihe von Feldz√ľgen die Macht der Oligarchen und stellte die Zentralmacht wieder her.

1396 verlor ein franz√∂sisch-ungarisches Ritterheer unter K√∂nig Sigismund die Schlacht von Nikopolis gegen die Osmanen. 1370‚Äď1386 und 1440‚Äď1444 wurde Ungarn mit Polen in Personalunion von den Anjou und Jagiellonen regiert. Auch 1444 gab es - unter dem Heerf√ľhrer Johann Hunyadi - wieder eine schwere Niederlage, diesmal mit dem unierten Polen gegen das Osmanische Reich in der Schlacht bei Warna.

Gegen Ende des Mittelalters bl√ľhte Ungarn unter den K√∂nigen wie dem Luxemburger Sigismund (K√∂nig seit 1387) oder dem vom Kleinadel gew√§hlten Matthias Corvinus (1458‚Äď1490) auf. Von 1490‚Äď1526 wurde es von den polnisch-litauischen Jagiellonen in Personalunion mit B√∂hmen regiert. Mit dem Tod Ludwigs II. in der Schlacht bei Moh√°cs (1526) wurde ein gro√üer Teil Ungarns von den Osmanen unter Sultan S√ľleyman dem Pr√§chtigen erobert.

T√ľrkenkriege ‚Äď Ungarn ‚Äědreigeteilt‚Äú

Entscheidend f√ľr das weitere Schicksal Ungarns in den n√§chsten 150 Jahren wurde die Doppelwahl von 1526 nach dem Tod Ludwig II. Der √ľberwiegende Teil der ungarischen St√§nde w√§hlte in Tokaj und wenig sp√§ter in der alten ungarischen Kr√∂nungsstadt Stuhlwei√üenburg (Sz√©kesfeh√©rv√°r) F√ľrst Johann Z√°polya zum ungarischen K√∂nig. Der benachbarte Habsburger Erzherzog Ferdinand von √Ėsterreich, dem nach der gegenseitigen Erbvereinbarung von 1515 die Nachfolge im K√∂nigreich Ungarn zugestanden h√§tte, lie√ü sich von einer Versammlung vor allem west- und oberungarischer Adliger noch im Jahr 1526 in Pressburg ebenfalls zum K√∂nig von Ungarn w√§hlen.

Im folgenden B√ľrgerkrieg (1527‚Äď1538) gegen Johann Z√°polya erwiesen sich die Truppen Ferdinands zun√§chst als √ľberlegen und konnten die wichtigsten St√§dte West- und Zentralungarns besetzen, Z√°polya sah sich auf seine Basis Siebenb√ľrgen zur√ľckgeworfen. Dennoch erkannte Ferdinand im Frieden von Gro√üwardein 1538 (auch angesichts der drohenden T√ľrkengefahr) Zapolya als K√∂nig von Ungarn an, lie√ü sich allerdings f√ľr den Fall dessen Todes das Recht auf die Nachfolge zusichern. Allerdings √§nderte Z√°polya seine Meinung, nachdem ihm aus seiner 1539 geschlossenen Ehe mit Isabella von Polen der Sohn und Nachfolger Johann Sigismund geboren wurde, dem er 1540 das K√∂nigreich vermachte. Der Tod Johann Z√°polyas und die Unm√ľndigkeit seines Sohnes riefen nun die Osmanen auf den Plan, die 1541 Buda/Ofen eroberten und bis 1543 mit Gran, Stuhlwei√üenburg und F√ľnfkirchen die wichtigsten St√§dte Zentralungarns besetzen konnten.

Nach Z√°polyas Tod im Jahre 1540 wurde f√ľr fast 150 Jahre die Dreiteilung des K√∂nigreichs Ungarn zementiert: Die Gebiete, die weiterhin von den Habsburgern beherrscht wurden ‚Äď das heutige Burgenland, die heutige Slowakei, West-Kroatien, Teile des heutigen Nordwest- und Nordostungarns ‚Äď wurden unter der Bezeichnung K√∂nigliches Ungarn faktisch zu einer Provinz der Herrscher in Wien, die fortan mit den T√ľrken um den Besitz des Landes k√§mpften. Formal wurden aber die Habsburger weiterhin als ungarische K√∂nige gekr√∂nt, allerdings vorerst in Konkurrenz zu Johann Sigismund, der bis zu seiner Abdankung 1570 in Siebenb√ľrgen als Gegenk√∂nig residierte. Hauptstadt des K√∂niglichen Ungarns wurde Pressburg. Von den restlichen ehemaligen Gebieten wurde das F√ľrstentum Siebenb√ľrgen ein t√ľrkischer Vasallenstaat, das es allerdings unter seinen ehrgeizigen F√ľrsten (h√§ufig aus dem Haus B√°thory) verstand, eine geschickte Schaukelpolitik zwischen der t√ľrkischen Oberherrschaft und den habsburgischen Anspr√ľchen auf Ungarn zu betreiben und somit das milit√§rische Patt zu seinen Gunsten zu nutzen. Zentralungarn (der gr√∂√üte Teil des heutigen Ungarn) wurde eine Provinz des Osmanischen Reiches.

Stellten die Magyaren vor 1526 noch 80 % der Bev√∂lkerung von 3,5 bis 4 Millionen, ging ihr Anteil durch die st√§ndigen Kriege und Verw√ľstungen, auf die mit Neuansiedlungen regiert wurde, stark zur√ľck. Um 1600 sch√§tzte man die Bev√∂lkerung auf etwa 2,5 Millionen, nach dem R√ľckzug der T√ľrken auf rund 4 Millionen.[2]

Das Ende der t√ľrkischen Herrschaft in Ungarn und damit zugleich das Ende der Selbst√§ndigkeit Siebenb√ľrgens kam kurz nach der gescheiterten Belagerung Wiens 1683 durch die T√ľrken. Noch im gleichen Jahr gelang den Habsburgern die Eroberung Grans, und nach Einnahme Budas/Ofens 1686 und dem Sieg √ľber ein osmanisches Heer 1687 in der Schlacht am Berg Hars√°ny (auch bekannt als zweite Schlacht bei Moh√°cs) und der folgenden Besetzung weiter Teile Ungarns und Siebenb√ľrgens erkannten die ungarischen St√§nde noch im gleichen Jahr den neunj√§hrigen Erzherzog Joseph, den Sohn Leopolds I. noch zu dessen Lebzeiten, als erblichen K√∂nig von Ungarn an. Die Kr√∂nung am 9. Dezember 1687 in Pressburg bedeutete einen wesentlichen Schritt zur Verbindung Ungarns mit dem vom Kaiser als Landesherr regierten √∂sterreichisch-b√∂hmischen L√§nderkonglomerat und zum inneren Aufbau der Gro√ümacht √Ėsterreich.[3] Im Frieden von Karlowitz 1699 musste das Osmanische Reich endg√ľltig den Verlust Ungarns anerkennen.

Vom Kuruzenaufstand bis zum Ausgleich mit √Ėsterreich

Die Ungarn missbilligten aber die absolutistische Herrschaft der Habsburger, so dass es 1703‚Äď1711 zum Kuruzenaufstand unter F√ľrst R√°k√≥czi kam. Nach dessen Niederlage kam es 1711 zum Frieden von Szatm√°r, in dem die traditionellen Freiheiten der Adeligen im K√∂nigreich Ungarn erneuert und die Habsburger als K√∂nige Ungarns wieder anerkannt wurden. Dieser Frieden und die anschlie√üenden Landtagssitzungen in Pressburg von 1712 und 1714 beendeten den Aufstand.

Unter der Herrschaft von Maria Theresia kam es erneut zu deutschen Ansiedlungen im K√∂nigreich Ungarn, etwa der Donauschwaben. W√§hrend der Napoleonischen Kriege war das √∂sterreichisch-ungarische Verh√§ltnis weitgehend spannungsfrei. In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entwickelte sich jedoch dann eine starke liberale und nationale Bewegung in Ungarn. 1825 ersetzte das Ungarische die lateinische Sprache als Staatssprache. 1848/49 kam es zur Revolution gegen die Habsburger unter F√ľhrung von Lajos Kossuth, in deren Verlauf am 14. April 1849 in der Gro√üen Reformierten Kirche von Debrecen der ungarische Reichstag zusammentrat und Lajos Kossuth die Entthronung des Hauses Habsburg und die Unabh√§ngigkeit Ungarns verk√ľndete. Nach der blutigen Niederschlagung des ungarischen Freiheitskampfes bis August 1849, mit russischer Unterst√ľtzung, und einer Phase der Unterdr√ľckung (Hinrichtung des ungarischen Ministerpr√§sidenten Batthy√°ny sowie 13 weiterer Revolutionsf√ľhrer am 6. Oktober 1849) kam es 1867 unter Kaiser Franz Joseph I. zum Ausgleich √Ėsterreichs mit Ungarn, um den Vielv√∂lkerstaat auf eine breitere Basis zu stellen.

Siehe auch: Ungarische Revolution 1848/1849, Slowakischer Aufstand, Reformzeit in Ungarn

Teil √Ėsterreich-Ungarns

Ungarn (Nr. 16) als Teil √Ėsterreich-Ungarns, Kroatien und Slawonien (Nr. 17)

Der Ausgleich vollzog sich auf ungarischer Seite unter der Mitwirkung Ferenc De√°ks (‚ÄěDer Weise der Heimat‚Äú). Ungarn war nun bis 1918 zweiter Hauptbestandteil der k.u.k. Doppelmonarchie √Ėsterreich-Ungarn. Die aus De√°ks politischem Lager entstandene liberale Partei bestimmte in den folgenden Jahrzehnten die ungarische Politik. Die Regierung in Ungarn handelte 1868 den Ungarisch-Kroatischen Ausgleich aus, der die Autonomie des K√∂nigreichs Kroatien innerhalb des ungarischen Reichsteils der k.u.k. Doppelmonarchie regelte. Ab 1879 f√ľhrte jedoch die zunehmende Magyarisierungspolitik im ungarischen Reichsteil zu erheblichen Spannungen mit anderen Volksgruppen.

K√°lm√°n Tisza f√ľhrte als Ministerpr√§sident (1875‚Äď1890) umfangreiche Reformen zur Modernisierung des Landes im Bereich Wirtschaft, Justiz, Sozialwesen und Politik durch. Mit Finanzminister S√°ndor Wekerle konnte er einen Staatsbankrott abwenden. Durch eine Steuerreform, die auch den gro√üen Landbesitz einschloss, wurden die Staatseinnahmen vervielfacht.[4] Seine Regierung vergr√∂√üerte au√üerdem die Unabh√§ngigkeit gegen√ľber dem √∂sterreichischen Reichsteil Cisleithanien, auch der ungarische Einfluss auf die gemeinsame Au√üenpolitik der Monarchie nahm stark zu. Die beachtlichen wirtschaftlichen Erfolge w√§hrend Tiszas Regierungszeit begr√ľndeten das Prestige des Landes und modifizierten das Selbstverst√§ndnis der ungarischen Politik.[5]

Die lange Regierungsperiode Tiszas vermittelte den Eindruck großer Stabilität, vor allem verglichen mit dem österreichischen Teil der Doppelmonarchie, wo sich in dieser Zeit elf Regierungen ablösten. Die soziale Entwicklung konnte jedoch nicht mit der relativ konstanten wirtschaftlichen Entwicklung des Landes Schritt halten. Unruhen und wachsender Antisemitismus waren die Folge.[6]

Ethnographische Karte des Königreichs Ungarn

Unter der Regierung Tisza begann die Politik der Magyarisierung Ungarns, die nichtmagyarische Bev√∂lkerung sollte durch mehr oder weniger sanften Druck die magyarische Sprache und Nationalit√§t annehmen.[7] Zwischen 1880 und 1910 stieg der Prozentsatz der sich als Magyaren bekennenden B√ľrger Ungarns (ohne Kroatien) von 45 auf √ľber 54 Prozent.[8]

Ministerpr√§sident DezsŇĎ B√°nffy (1895‚Äď1899) institutionalisierte und b√ľrokratisierte die Nationalit√§tenpolitik, verbunden mit Repressalien f√ľr die Minderheiten im K√∂nigreich.[9] B√°nffy erhob dabei die Idee des ungarischen Nationalstaates zum Regierungsprogramm: Der Nationalstaat sollte unter anderem durch Magyarisierung von Ortsnamen, Familiennamen und durch intensiven Sprachunterricht verwirklicht werden.[10] Der Sprachenstreit mit den Minderheiten war f√ľr ihn nur vorgeschoben: Die Frage der Sprache ist nur ein Mittel, das eigentliche Ziel ist, eine f√∂deralistische Politik in Ungarn einzuf√ľhren.[11] Der Dualismus war keineswegs ein stabiler politischer Zustand, es kam h√§ufig zu Konflikten mit Wien, wie in der Ungarischen Krise 1905/06 oder bei den turnusm√§√üigen (Finanz-) Ausgleichsverhandlungen.

K√°lm√°ns Sohn Istv√°n Tisza f√ľhrte Ungarn in den Ersten Weltkrieg, in dem Ungarn fast 4 Millionen Soldaten stellte und 600.000 Tote sowie 700.000 Gefangene zu beklagen hatte. Unter Ministerpr√§sident Tisza und Stephan Buri√°n, der im Ministerrat f√ľr gemeinsame Angelegenheiten in Wien abwechselnd k.u.k. Reichsfinanzminister und k.u.k. Au√üenminister war, erreichte Ungarn so gro√üen Einfluss auf die Au√üenpolitik √Ėsterreich-Ungarns wie nie zuvor. Der Einfluss Ungarns in Europa war dadurch so gro√ü wie zuletzt am Ende des Mittelalters.[12]

Zwischenkriegszeit und Zweiter Weltkrieg

‚Üí Hauptartikel: Ungarn im Zweiten Weltkrieg

Die territoriale Aufteilung √Ėsterreich-Ungarns nach dem Ersten Weltkrieg im Vertrag von Trianon
Territoriale Erwerbungen 1938‚Äď1941

Nach der Niederlage 1918 wurde Ungarn wieder als g√§nzlich unabh√§ngiger Staat errichtet, zun√§chst als demokratische Republik unter Mih√°ly K√°rolyi (Ungarischer Nationalrat ‚Äď Volksrepublik Ungarn). Nach dem viermonatigen Intermezzo der R√§terepublik im Jahre 1919 unter B√©la Kun wandelte sich Ungarn zu einem autorit√§r gef√ľhrten, konservativen Staat, der 1920 durch den Vertrag von Trianon zwei Drittel seines Staatsgebietes verlor: das Burgenland, Kroatien und Slawonien, die Slowakei, Siebenb√ľrgen, die Karpatenukraine, das Banat und die Vojvodina. Somit schrumpfte Ungarn von 279.090 km¬≤ um 186.060 auf 93.030 km¬≤. 63 Prozent der einstigen L√§nder der heiligen Stephanskrone befanden sich nach diesem Vertrag au√üerhalb der neuen Grenzen, darunter knapp 30 Prozent der Ungarn. Es verlor fast alle Gebiete mit Rohstoffvorkommen. Ungarn wurde als Nachfolgestaat der k.u.k. Monarchie wie √Ėsterreich zu Reparationszahlungen verpflichtet, die 33 Jahre lang abbezahlt werden sollten. Die St√§rke des Heeres wurde auf 32.000 Mann beschr√§nkt. Nominell war Ungarn immer noch ein K√∂nigreich, das jedoch von Mikl√≥s Horthy als Reichsverweser regiert wurde. Durch revisionistische Propaganda n√§herte sich Ungarn immer mehr der nationalsozialistischen F√ľhrung Deutschlands an. 1934 wurde ein Wirtschaftsabkommen geschlossen, in den Jahren 1937 bis 1941 folgten antij√ľdische Diskriminierungsgesetze. Ungarn schloss sich dem Antikominternpakt 1939, dem Dreim√§chtepakt 1940 an. 1941 unterst√ľtzte es das Deutsche Reich beim Balkanfeldzug gegen Jugoslawien und nahm schlie√ülich am Krieg gegen die Sowjetunion 1941‚Äď1945 teil. Mit dieser Politik gewann es die Karpatenukraine und den n√∂rdlichen Teil Siebenb√ľrgens zur√ľck. Im ungarisch-rum√§nischen Gegensatz in der Frage Siebenb√ľrgens lie√ü Hitler jedoch Sympathien f√ľr Rum√§nien erkennen, auf dessen √Ėlreserven das Deutsche Reich angewiesen war. Im Januar 1943 wurde die 2. ungarische Armee mit 200.000 Mann in der Woronesch-Charkiwer Operation von der Roten Armee eingekesselt. Es war eine Z√§sur, die der Regierung von Mikl√≥s K√°llay klarmachte, dass es besser sei, sich auf die Seite der Alliierten zu stellen.

Im August 1943 nahmen Teile der ungarischen Regierung ersten Kontakt mit den Alliierten auf, woraufhin das Land ab 19. M√§rz 1944 von deutschen Truppen besetzt wurde (Fall Margarethe). Am 23. M√§rz 1944 wurde eine neue Regierung unter Ministerpr√§sident D√∂me Szt√≥jay gebildet. Innerhalb k√ľrzester Zeit wurden mit Hilfe von 107 Gesetzen die Juden vollst√§ndig entrechtet. Anschlie√üend setzten unter der Leitung von Adolf Eichmann am 27. April massenhafte Deportationen der Juden aus der ungarischen Provinz in die Vernichtungslager ein. Nach ausl√§ndischen Protesten wurde der Abtransport der letzten rund 200.000 Budapester Juden erst Anfang Juli 1944 von Horthy unterbunden und am 9. Juli vorl√§ufig eingestellt. Bis dahin waren (nach einem Telegramm des deutschen Gesandten und Reichsbevollm√§chtigten Edmund Veesenmayer vom 11. Juli) innerhalb von nur gut zwei Monaten 437.402 Juden deportiert worden.[13][14]

Mitte Oktober wurde Reichsverweser Horthy gest√ľrzt und die Macht an die faschistische Bewegung der Pfeilkreuzler von Ferenc Sz√°lasi √ľbergeben. Nach der Macht√ľbernahme der Pfeilkreuzler (15. Oktober 1944) starben Tausende Juden auf den Todesm√§rschen im November (das Eisenbahnnetz war zusammengebrochen) und durch Waffen im Budapester Ghetto. Die Rote Armee besetzte im Oktober 1944 Teile Ungarns. 1944 wurde Budapest durch angloamerikanische Bombenangriffe teilweise zerst√∂rt. Die st√§rksten Zerst√∂rungen der Hauptstadt erfolgten durch die von Ende Dezember 1944 bis Anfang Februar 1945 102 Tage andauernde Einschlie√üung und Belagerung durch sowjetische Streitkr√§fte sowie durch die eingeschlossenen deutschen und ungarischen Truppen, die bei ihrem R√ľckzug auf die Budaer Seite des Kessels auch s√§mtliche Br√ľcken √ľber die Donau sprengten. 38.000 Budapester Zivilisten starben w√§hrend der K√§mpfe. Das Budapester Ghetto wurde am 18. Januar 1945 von der Roten Armee befreit. Die letzten Kampfhandlungen auf ungarischem Staatsgebiet endeten um 4. April 1945, einige ungarische Einheiten k√§mpften noch bis Anfang Mai in √Ėsterreich und Bayern weiter.

Siehe auch: Schuhe am Donauufer

Ungarische Volksrepublik

Zun√§chst sahen die Alliierten nach dem Krieg f√ľr Ungarn eine demokratische Verfassung vor. Als aber die Kommunisten bei den Parlamentswahlen in Ungarn 1945 eine empfindliche Niederlage erleiden mussten, begannen sie mit unsauberen Methoden (mit den ‚ÄěBlauen Stimmzetteln‚Äú und der ‚ÄěSalamitaktik‚Äú) nach der Macht zu greifen. Auch nachdem die Unabh√§ngige Partei der Kleinlandwirte, der Landarbeiter und des B√ľrgertums (FKgP) zerschlagen war, erreichten die Kommunisten bei den Parlamentswahlen in Ungarn 1947 lediglich 22 % der Stimmen. Daraufhin kam es zur Zwangsvereinigung mit der Sozialdemokratischen Partei im Mai 1948. Ihren Gipfel fanden diese Vorf√§lle in der Aufl√∂sung der anderen Parteien und einer Wahl, bei der nur noch eine Partei zugelassen war, die ‚ÄěPartei der Ungarischen Werkt√§tigen‚Äú (ungarisch Magyar Dolgoz√≥k P√°rtja). Am 20. August 1949 wurde eine Verfassung nach sowjetischem Vorbild beschlossen. Von 1948 bis 1953 verfolgte Ungarn unter M√°ty√°s R√°kosi einen stalinistischen Kurs.

Bis 1953 wurden mehrere Schauprozesse, Geheimprozesse veranstaltet. Die ungarische Staatssicherheit (√ĀVH) war eine Terrororganisation. Sie wurde gef√ľrchtet, auch und besonders in den eigenen Reihen der Kommunisten. F√ľr die Verhaftung von L√°szl√≥ Rajk war J√°nos K√°d√°r verantwortlich. Sp√§ter, 1951 wurde auch J√°nos K√°d√°r der Unterst√ľtzung Titos angeklagt und verhaftet. Nach dem Tod Stalins erfolgte die Rehabilitierung des hingerichteten L√°szl√≥ Rajk. Ein letzter Geheimprozess 1953 sollte die Ermordung des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg durch zionistische Verschw√∂rer ‚Äěbeweisen‚Äú.

Nach dem Tod Josef Stalins schloss sich ab Juni 1953 unter Ministerpräsident Imre Nagy eine Periode vorsichtiger Liberalisierung an. Mit der Entmachtung Nagys 1955 durch die weitgehend unverändert gebliebene Parteispitze ging eine Restauration einher. Die politische Lage blieb angespannt. László Rajks feierliche Beerdigung 1956 beschleunigte die Unruhen in Ungarn.

Schlie√ülich kam es am 23. Oktober 1956 zu einem Volksaufstand, in dessen Verlauf Imre Nagy erneut zum Ministerpr√§sidenten ernannt wurde. Der Aufstand wurde jedoch durch die sowjetische Armee blutig niedergeschlagen. Insgesamt f√ľnf sowjetische Divisionen waren zwischen dem 1. November und 4. November daran beteiligt; als Besatzungsarmee verblieben etwa 100.000 sowjetische Soldaten in Ungarn. Imre Nagy wurde im Juni 1958 in einem Geheimprozess zum Tode verurteilt und am gleichen Tag geh√§ngt. Bis 1963 wurden ca. 400 Menschen, vorwiegend Arbeiter, als Vergeltung f√ľr den Aufstand hingerichtet. √úber 200.000 Ungarn verlie√üen nach dem gescheiterten Volksaufstand das Land und emigrierten nach Westeuropa und Nordamerika.

Unter J√°nos K√°d√°r, Parteichef von 1956 bis 1988, erfolgten ab 1968 Wirtschaftsreformen. Die √Ąra K√°d√°r ist auch unter dem Begriff Gulaschkommunismus bekannt geworden.

1988 setzte der friedliche Systemwechsel mit der Bildung erster Oppositionsgruppen ein. In der Partei √ľbernahmen Ende 1988 Wirtschaftsreformer die Macht, Mikl√≥s N√©meth wurde Ministerpr√§sident. 1989 wurde Imre Nagy rehabilitiert und am 23. Oktober die dritte ungarische Republik ausgerufen.

Am 2. Mai 1989 begann Ungarn, die Grenzanlagen zu √Ėsterreich abzubauen. Ausschlaggebend waren daf√ľr Kostengr√ľnde; die f√§llige Reparatur des in die Jahre gekommenen Grenzzauns war der ungarischen Regierung schlicht zu teuer. Die symbolische √Ėffnung eines Grenztors zwischen √Ėsterreich und Ungarn beim Paneurop√§ischen Picknick am 19. August 1989 mit Zustimmung beider Regierungen galt als erste ‚Äěoffizielle‚Äú √Ėffnung des Eisernen Vorhangs. Die mittelfristigen Auswirkungen dieser zun√§chst von der Welt√∂ffentlichkeit nicht sonderlich beachteten Ma√ünahme waren dramatisch und trugen letztendlich entscheidend zum Fall des Kommunismus und zur Demokratisierung Osteuropas sowie zur Deutschen Wiedervereinigung bei.

Demokratie und westliche Integration

Am 23. Oktober 1989 ‚Äď dem Jahrestag des Ungarischen Volksaufstands ‚Äď wurde die Republik Ungarn als demokratische und parlamentarische Republik ausgerufen. Am 25. M√§rz 1990 fanden freie Wahlen statt, die das Ungarische Demokratische Forum (MDF) mit 42,75 Prozent der Stimmen gewann. Es bildete zusammen mit der Unabh√§ngigen Partei der Kleinen Landwirte (FKGP) und der Christlich-Demokratischen Volkspartei (KDNP) die Regierung. Der Vorsitzende des MDF, J√≥zsef Antall, wurde zum Ministerpr√§sidenten ernannt. Das vorrangige Ziel der Regierungspolitik bestand in der Einf√ľhrung der Marktwirtschaft sowie der Integration Ungarns in die Europ√§ische Union. Ein erster Schritt war am 26. Juni 1990 der Beschluss, aus dem Warschauer Pakt auszutreten. Das Parlament w√§hlte am 3. August √Ārp√°d G√∂ncz zum Staatspr√§sidenten. Aufgrund einer Vereinbarung von 1990 verlie√üen die 50.000 stationierten Soldaten der sowjetischen Armee bis Ende 1991 das Land. Am 8. Februar 1994 wurde das Land Mitglied in der Partnerschaft f√ľr den Frieden, im April wurde der Antrag auf Mitgliedschaft in der Europ√§ischen Union gestellt.

Die Parlamentswahl am 8. Mai 1994 gewann die Ungarische Sozialistische Partei (MSZP) mit 53 Prozent der Stimmen und bildete zusammen mit den Freien Demokraten (SZDSZ) die Regierung. Neuer Ministerpräsident wurde Gyula Horn. Am 19. März 1995 wurde der slowakisch-ungarische und am 16. September 1996 der ungarisch-rumänische Grundlagenvertrag unterzeichnet. Die Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union begannen am 31. März 1998, im gleichen Jahr wurde auch ein Antrag auf Mitgliedschaft in der NATO gestellt.

Am 10. Mai 1998 fanden Parlamentswahlen statt, die ein B√ľndnis aus dem Bund Junger Demokraten (FIDESZ) und der Ungarischen B√ľrgerlichen Partei (MPP) mit 38,3 Prozent der Stimmen gewann. Dieses bildete zusammen mit der Unabh√§ngigen Partei der Landwirte (FKGP) und dem Ungarischen Demokratischen Forum (MDF) eine Koalition. Ministerpr√§sident wurde der Vorsitzender des FIDESZ Viktor Orb√°n. Am 12. M√§rz 1999 wurde Ungarn Mitglied der NATO. 2000 wurde Ferenc M√°dl zum Staatspr√§sidenten gew√§hlt.

Die Parlamentswahl am 7. April 2002 gewann mit 41,5 Prozent der Stimmen die Ungarische Sozialistische Partei (MSZP). Diese bildete zusammen mit den Freien Demokraten (SZDSZ) eine Regierung, der parteilose P√©ter Medgyessy wurde neuer Ministerpr√§sident. Am 12. April 2003 fand eine Volksabstimmung √ľber den Beitritt Ungarns zur Europ√§ischen Union statt, 83,8 Prozent der W√§hler stimmten daf√ľr. Am 16. April 2003 wurden die Vertr√§ge √ľber den Beitritt unterzeichnet, seit dem 1. Mai 2004 ist Ungarn im Zuge der EU-Osterweiterung Mitglied der Europ√§ischen Union. Bei der Pr√§sidentschaftswahl am 6. und 7. Juni 2005 setzte sich der ehemalige Pr√§sident des Ungarischen Verfassungsgerichtes L√°szl√≥ S√≥lyom gegen die Parlamentspr√§sidentin Katalin Szili im dritten Wahlgang mit 185 zu 182 Stimmen durch. Seine Amtseinf√ľhrung fand am 5. August statt.

In Ungarn ist es bis 2006 bei jeder Parlamentswahl zu einem Sieg der Opposition und somit zu einem Regierungswechsel gekommen. Erst bei den Wahlen im April 2006 wurde eine amtierende Regierung wiedergewählt.

Die Ministerpräsidenten seit 1990:

Siehe auch:

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Edgar H√∂sch, Karl Nehring, Holm Sundhaussen (Hrsg.): Lexikon zur Geschichte S√ľdosteuropas. B√∂hlau, Wien/K√∂ln/Weimar 2004, ISBN 3-205-77193-1, S. 459.
  2. ‚ÜĎ Paul Lendvai: Die Ungarn. Eine tausendj√§hrige Geschichte. Goldmann, M√ľnchen 2001, ISBN 3-442-15122-8, S. 117.
  3. ‚ÜĎ Harm Klueting: Das Reich und √Ėsterreich 1648‚Äď1740. Lit-Verlag, M√ľnster 1999, ISBN 3-8258-4280-0, S. 78.
  4. ‚ÜĎ Andr√°s GerŇĎ: Modern Hungarian society in the making. The unfinished experience. Verlag Central European Univ. Press, Budapest 1995, ISBN 1-85866-024-6, S. 115-122 und 129-136.
  5. ‚ÜĎ Anik√≥ Kov√°cs-Bertrand: Der ungarische Revisionismus nach dem Ersten Weltkrieg. Der publizistische Kampf gegen den Friedensvertrag von Trianon (1918-1931). Verlag Oldenbourg, M√ľnchen 1997, ISBN 3-486-56289-4, S. 25
  6. ‚ÜĎ Rolf Fischer: Entwicklungsstufen des Antisemitismus in Ungarn 1867‚Äď1939. Die Zerst√∂rung der magyarisch-j√ľdischen Symbiose. Verlag Oldenbourg, M√ľnchen 1988, ISBN 3-486-54731-3, S. 93.
  7. ‚ÜĎ Robert Bideleux, Ian Jeffries: A history of Eastern Europe. Crisis and change. Verlag Routledge, London 1998, ISBN 0-415-16111-8, S. 365.
  8. ‚ÜĎ Wolfdieter Bihl: Der Weg zum Zusammenbruch. √Ėsterreich-Ungarn unter Karl I.(IV.). In: Erika Weinzierl, Kurt Skalnik (Hrsg.): √Ėsterreich 1918-1938: Geschichte der Ersten Republik. Graz/Wien/K√∂ln 1983, Band 1, S. 27-54, hier S. 44.
  9. ‚ÜĎ Anpassungskrise der s√§chsischen und rum√§nischen Nationalbewegung; und Gerald Volkmer: Die Siebenb√ľrgische Frage 1878‚Äď1900. Der Einfluss der rum√§nischen Nationalbewegung auf die diplomatischen Beziehungen zwischen √Ėsterreich-Ungarn und Rum√§nien. Verlag B√∂hlau, K√∂ln/Wien 2004, ISBN 3-412-04704-X, S. 229.
  10. ‚ÜĎ √Ākos Morav√°nszky: Die Architektur der Jahrhundertwende in Ungarn und ihre Beziehungen zu der Wiener Architektur der Zeit. Wien 1983, ISBN 3-85369-537-X, S. 48.
  11. ‚ÜĎ Zolt√°n Horv√°th (Hrsg): Die Jahrhundertwende in Ungarn. Geschichte der zweiten Reformgeneration (1896‚Äď1914). Verlag Corvina, Budapest 1966, S. 55.
  12. ‚ÜĎ Norman Stone: Hungary and the Crises of July 1914. In: The Journal of Contemporary History 1, No 3 (1966), S. 153-170, hier: S. 155.
  13. ‚ÜĎ Martin Gilbert: The Routledge Atlas of the Holocaust. Routledge, New York 2002, ISBN 0-415-28145-8, S. 249.
  14. ‚ÜĎ Randolph L. Braham, Scott Miller: The Nazis' Last Victims. Indiana University Press 2002, ISBN 0-253-21529-3, S. 423.

Literatur

  • Thomas von Bogyay: Grundz√ľge der Geschichte Ungarns. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 19904, ISBN 3-534-00690-9.
  • Gyorgy Dalos: Ungarn in der Nu√üschale. Geschichte meines Landes. Beck, M√ľnchen 2004, ISBN 978-3-406-52810-1.
  • Holger Fischer, Konrad G√ľndisch: Eine kleine Geschichte Ungarns. edition suhrkamp, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-12114-6.
  • Istv√°n L√°z√°r: Kleine Geschichte Ungarns. Corvina, Budapest 1989, ISBN 963-13-4293-X.
  • Paul Lendvai: Die Ungarn. Eine tausendj√§hrige Geschichte. Goldmann, M√ľnchen 2001, ISBN 3-442-15122-8.
  • Mikl√≥s Moln√°r: Geschichte Ungarns. Von den Anf√§ngen bis zur Gegenwart. (hrsg. und √ľbersetzt von B√°lint Balla) Kr√§mer, Hamburg 2004, ISBN 3-89622-031-4.
  • Andreas Schmidt-Schweizer: Politische Geschichte Ungarns. Von der liberalisierten Einparteienherrschaft zur Demokratie in der Konsolidierungsphase. Oldenbourg, M√ľnchen 2007, ISBN 978-3-486-57886-7.
  • Istvan Gy√∂rgy Toth (Hrsg.): Geschichte Ungarns. Corvina, Budapest 2005, ISBN 963-13-5268-4.

Weblinks

 Commons: Geschichte Ungarns ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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