Geschichte Weißrusslands

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Geschichte Weißrusslands
Wladimir von Kiew und die Prinzessin Rahneda von Polazk (Gemälde aus dem Jahre 1770).

Wei√ürusslands Geschichte ist gepr√§gt von der Lage des d√ľnn besiedelten Landes am √úbergangsbereich zwischen katholisch gepr√§gtem litauisch-polnischem Einflussbereich und orthodox gepr√§gtem russisch-ukrainischem Einflussbereich. So kam es h√§ufig zu Herrschaftswechseln und Besetzungen durch fremde M√§chte. Phasen der Unabh√§ngigkeit waren jeweils nur von vergleichsweise kurzer Dauer.

Inhaltsverzeichnis

Vor- und Fr√ľhgeschichte

Zum Ende der letzten Eiszeit geh√∂rte das Gebiet des heutigen Wei√ürussland zum √∂stlichen Gravettien, danach zum Epi-Gravettien. Westlich geh√∂rten dazu die Swidru-Gruppen, im Osten die Gruppen um die Kost√ęnki-Funde. F√ľr die Mittelsteinzeit (Mesolithikum) kennen wir im Westen die Janislawice-K., deren √∂stliche Ausdehnung nicht genau bestimmt ist. In der J√ľngeren Steinzeit (Neolithikum) soll sich von hier schon fr√ľh die Keramik nach Westen in die baltischen Gebiete ausgebreitet haben. Im Sp√§t-Neolithikum ist die Ober-Dneper-Kultur bekannt, die mit der Mittel-Dneper-Kultur zusammenh√§ngt. Weitere m√∂gliche Zusammenh√§nge bestehen mit der √∂stlichen Jamnaja-Kultur. In der Bronzezeit scheint das gesamte Gebiet mehr mit der baltischen Fr√ľhbronze zusammenzuh√§ngen.

Fr√ľhes Mittelalter

√úber die Fr√ľhgeschichte Wei√ürusslands ist nur wenig bekannt. Es kann angenommen werden, dass sich auf dem Gebiet des Landes die Slawen herausgebildet haben [1] [2]. Das Gebiet Wei√ürusslands wurde im Fr√ľhmittelalter wiederholt von Wikingern durchquert. Diese gr√ľndeten im heute ukrainischen Kiew das Reich der Kiewer Rus, das auch zunehmend Einfluss √ľber das Gebiet des heutigen Wei√ürusslands gewann. Um 1000 gr√ľndeten sich auf dem Gebiet Wei√ürusslands verschiedene selbst√§ndige F√ľrstent√ľmer (Mensk, Polazk und andere), die mehr oder weniger Bestandteile der Kiewer Rus waren.

Gro√üf√ľrstentum Litauen

Nach dem Einfall der Mongolen in Osteuropa und der Zerschlagung der Kiewer Rus hatten sich die wei√ürussischen F√ľrsten im 13. Jahrhundert mehr oder weniger freiwillig dem Gro√üf√ľrstentum Litauen angeschlossen. Die Schicksale Wei√ürusslands und Litauens waren nun f√ľr 600 Jahre miteinander verbunden. Beide V√∂lker hei√üen in ihren Sprachen ‚ÄěLitauer‚Äú (lietuvis bzw. litwin). Wei√ürussland machte damals den Hauptteil des Staatsgebietes aus.

Mit der Zeit wurde die altwei√ürussische Sprache und Kultur im Gro√üf√ľrstentum dominant (siehe Goldenes Zeitalter (Wei√ürussland)), weshalb sich das Gro√üf√ľrstentum Litauen und sp√§ter Polen-Litauen von nun an als rechtm√§√üiger Erbe der Rus (magnus dux Littwanie, Samathie et Rusie) sah und im 15. und 16. Jahrhundert zum Konkurrenten des Gro√üf√ľrstentums Moskau bei der Sammlung der russischen L√§nder wurde.

Nach dem Tod von Polens K√∂nig Kasimirs III. des Gro√üen er√∂ffnete sich 1385/86 die M√∂glichkeit, Polen durch Heirat mit dem damals noch nicht christianisierten Litauen zu verbinden. Der litauische Gro√üf√ľrst Jogaila lie√ü sich taufen, verband sich in der Union von Krewo ehelich mit Polens K√∂nigin Hedwig von Anjou, bestieg den polnischen Thron und begr√ľndete als K√∂nig WŇāadysŇāaw II. JagieŇāŇāo von Polen das Herrscherhaus der Jagiellonen. Das Gro√üf√ľrstentum Litauen √ľberlie√ü er seinem Cousin Vytautas (poln. Witold, 1401 Gro√üf√ľrst), der es bis zu seinem Tod 1430 regierte.

Die Personalunion von Krńóva (Krevo) hatte einschneidende Folgen f√ľr die orthodoxe Bev√∂lkerung. Zwar sollte der Status quo erhalten bleiben, doch in der Folgezeit wurden die orthodoxe Minderheit im Osten Wei√ürusslands und in der Ukraine schlechter gestellt als die Katholiken.

Mit der Schlacht bei Tannenberg (14. Juli 1410, wei√ürussisch –ď—Ä—É–Ĺ–≤–į–Ľ—Ć–ī/Grunwald), bei der die Truppen des Deutschen Ritterordens aus Preu√üen und Livland vernichtend geschlagen wurden, konnten die Grenzen nach Norden endg√ľltig befestigt werden (die Grenze mit Ostpreu√üen hatte bis 1918 unver√§ndert Bestand). Errungen wurde dieser Sieg von vereinten polnischen und litauischen Truppen, denn Polens K√∂nig WŇāadysŇāaw II. JagieŇāŇāo und Gro√üf√ľrst Vytautas agierten zusammen.

In den sich an die Tode Vytautas' und Jogailas (1434) anschlie√üenden Nachfolgek√§mpfen konnte der polnische Adel seinen Einfluss nach und nach vergr√∂√üern. Seit Ende des 15. Jahrhunderts spielte das benachbarte Gro√üf√ľrstentum Moskau eine entscheidende Rolle f√ľr das Gro√üf√ľrstentum Litauen. Angesichts der √§u√üeren Bedrohung zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert zerfielen im eigentlichen Litauen und den dazugeh√∂rigen Landesteilen die wei√ürussischen Gebiete. Der benachteiligte Adel der peripheren Gebiete versprachen sich mehr Vorteile und Macht bei einem √úbertritt zum Gro√üf√ľrstentum Moskau. So schlossen sich zwischen 1487 und 1493 mindestens vier F√ľrstenh√§user aus den Ostprovinzen des Gro√üf√ľrstentums dem Moskauer Staat an. Ende der 1490er Jahre verlie√üen dann die F√ľrsten Semjon Belski, Semjon und Iwan Moschaijski und Wassili Schemjatitsch den litauischen Verbund. Immer wieder kam es zu Grenzkonflikten zwischen beiden Reichen. Am Ende des Krieges musste Litauen 1503 die Gebiete Tschernihiw, Nowgorod-Sewers, Gomel, Brjansk, Putiwl, Starodub und Mzensk an Moskau abtreten. Wenig sp√§ter, 1514, kam es erneut zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Streitkr√§ften Moskaus und Litauens. In dieser Zeit wurde unter der F√ľhrung Moskaus eine antijagelionische Allianz gegr√ľndet mit dem Ziel, das Gro√üf√ľrstentum aufzuteilen und die wei√ürussischen Provinzen dem Gro√üf√ľrstentum Moskau zuzuschlagen. Der Sieg, den die Truppen unter dem Oberkommando Konstantin Ostroschkis in der Schlacht bei Orscha am 8. September √ľber das Moskauer Heer errangen, hielt die Expansion Moskaus nach Westen jedoch vorerst auf.[3] Unter dem Eindruck der Moskauer Offensive im Livl√§ndischen Krieg (1558-1582/83), bei dem Russland und das litauische Gro√üf√ľrstentum zeitweilig die Hauptwidersacher waren, mussten Litauen der Union von Lublin mit Polen zustimmen. Die Realunion von Lublin (1569) bildete auch f√ľr die Geschichte der (damals litauischen) Ukraine eine deutliche Z√§sur.

Die ukrainischen Länder wurden nun direkt dem Königreich Polen unterstellt und die kulturelle und religiöse Integration des ukrainischen in den polnischen Adel beschleunigt. Es bildete sich eine tiefe Kluft zwischen dem privilegierten katholischen Adel und der orthodox gebliebenen ukrainischen Unterschicht.

In den folgenden gut 200 Jahren verlor Litauen kontinuierlich an politischer Dominanz. Die meisten relevanten Entscheidungen fielen in Krakau und Warschau. Es war aber eines der Zentren j√ľdischer Kultur in Osteuropa mit eigenen Schulen, einer gro√üen Bibliothek und zahlreichen Bibelschulen. Die ber√ľhmteste Figur war Rabbi Eliyahu (der ‚ÄěGaon‚Äú (Weise) von Wilna, 1720-1797), der sich leidenschaftlich f√ľr einen Ausgleich zwischen traditionellem Judentum und der aufkommenden Erneuerungsbewegung Haskala einsetzte.

Russische Herrschaft

Zu Ende des 18./ Anfang des 19. Jahrhunderts kam das Gebiet nach und nach unter russische Herrschaft durch die sog. Teilungen Polens. Es bestand nur noch aus Gouvernements, die zentralistisch von Sankt Petersburg aus regiert wurde und das starken Russifizierungsversuchen ausgesetzt wurde, die sich vor allem gegen die polnische Oberschicht richteten. So wurde der wei√ürussische Dialekt verboten. und Erst nach der Revolution von 1905 wurde deren Gebrauch wieder legalisiert, durfte jedoch auch weiterhin nicht in den Schulen unterrichtet werden. Gegen das Polnische richtete sich auch das Verbot der lateinischen Alphabets. Bereits 1839 hatte der Zar die unierte Kirche in Wei√ürussland und der Ukraine verboten, um den katholischen Einfluss in diesen Gebieten zur√ľckzudr√§ngen. Jene Bev√∂lkerungsteile, die dieser Konfession angeh√∂rt hatten, wurden gedr√§ngt, den orthodoxen Glauben anzunehmen.

Erste Unabhängigkeit

Reisepaß der Weißruthenischen Volksrepublik

Am 25. Februar 1918 r√ľckten deutsche Truppen in Minsk ein.

Unter deutschem Schutz, aber ohne das Placet der Besatzungsmacht wurde am 25. M√§rz 1918 zum ersten Mal die Unabh√§ngigkeit Wei√ürusslands proklamiert. Die ‚ÄěRada‚Äú, das Exekutivorgan des I. Wei√ürussischen Volkskongresses, deklarierte die Losl√∂sung von Sowjetrussland und rief die ‚Äěfreie und unabh√§ngige Wei√üruthenische Volksrepublik‚Äú (‚ÄěBelaruskaja Narodnaja Respublika‚Äú) aus, die weder vom Deutschen Reich noch von den Westm√§chten anerkannt wurde. Sie existierte nur ein halbes Jahr bis Herbst 1918, gilt aber historisch und im Bewusstsein der Wei√ürussen als der Gr√ľndungsakt einer eigenen wei√ürussischen Staatlichkeit.

Im Zuge der deutschen Novemberrevolution, der Hinf√§lligkeit des Vertrages von Brest-Litowsk und des B√ľrgerkrieges im benachbarten Russland, der auch auf Wei√ürussland √ľbergriff, geriet das Land unter die Kontrolle der Kommunisten. In dieser Phase wurde am 1. Januar 1919 in Smolensk die Sozialistische R√§terepublik Wei√ürussland proklamiert, deren Verwaltung schon eine Woche sp√§ter nach Minsk verlegt. Von Westen her versuchte Polen unter Marschall J√≥zef PiŇāsudski, weite Teile Wei√ürusslands unter seine Kontrolle zu bringen, um dort einen mit Polen f√∂derierten Staat zu bilden. Er wollte an die Traditionen des Gro√üherzogtums Litauen ankn√ľpfen. Im M√§rz 1919 wurde die von der Russischen Sowjetrepublik abh√§ngige Litauisch-Wei√ürussische Sowjetrepublik ausgerufen (‚ÄěLit-Biel‚Äú).

Polnisch-Sowjetischer Krieg

‚Üí Hauptartikel: Polnisch-Sowjetischer Krieg
Weißrussland als Teil Polens und der Sowjetunion

Im August 1919 besetzte Polen einen gro√üen Teil Wei√ürusslands und auch die Hauptstadt Minsk. Diese Besetzung dauerte bis zum 11. Juli 1920 an. Am 1. August 1920 wurde schlie√ülich die Neugr√ľndung der Wei√ürussischen Sowjetrepublik proklamiert.

1920 erkannte Polen die Weißrussische Sowjetrepublik an, Weißrussland wurde auf zwei Mächte aufgeteilt, nämlich Polen und die unter der Kontrolle der russischen Bolschewiki stehende Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik.

Zwischen den Weltkriegen (Sowjetunion)

Zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg geh√∂rte der westliche Teil des heutigen Wei√ürusslands zu Polen, der √∂stliche zur Wei√ürussischen SSR, die 1922 Gr√ľndungsmitglied der Sowjetunion war.

In Polen stie√ü die von PiŇāsudski und den Sozialisten propagierte Idee einer Autonomie f√ľr Wei√ürussland auf gro√üe Kritik, besonders bei der nationalistischen Mehrheit im Sejm. Die Nationaldemokraten unter Roman Dmowski setzten auf eine Polonisierung der ethnisch heterogenen Ostgebiete. Die Folge war eine ambivalente Politik gegen√ľber den Wei√ürussen: Einerseits hatten sie ihre Vertretung im Parlament (Hramada, B√ľndnis der Nationalen Minderheiten), ihre Schulen und Gesellschaften. Diese wurden aber im Vergleich zu Ostgalizien oder Wolhynien st√§rker diskriminiert. Im Zuge der angestrebten Polonisierung wurden in den Jahren 1929‚Äď1939 ca. 300.000 Polen in Westwei√ürussland angesiedelt.

Flagge der Weißrussischen SSR 1919-1937
Flagge der Weißrussischen SSR 1937-1940 /1951

Auf der sowjetischen Seite genossen die Wei√ürussen zun√§chst eine ziemlich gro√üe Autonomie. Diese war Teil der sowjetischen Nationalit√§tenpolitik. Es wurde eine quasi-unabh√§ngige Republik errichtet, die 1929 und 1932 territorial vergr√∂√üert wurde. Wei√ürussisch wurde zusammen mit Russisch und Polnisch als offizielle Sprache der Republik anerkannt. Die katholischen, orthodoxen und j√ľdischen Geistlichen waren jedoch schon unter Lenin der Verfolgung ausgesetzt: nicht nur verbot man den Religionsunterricht in den Schulen, sondern man schloss auch Kirchen und Synagogen, erlegte den Kirchen immer wieder neue Steuern auf und verschleppte Geistliche nach Sibirien. Unter Stalin wurde auch ein gro√üer Teil der wei√ürussischen Intelligenzija verfolgt und ermordet (siehe: Kurapaty). Wei√ürussland blieb von der Hungersnot der Jahre 1932/33 (‚ÄěHolodomor‚Äú) verschont und nahm Fl√ľchtlinge aus dem S√ľden auf. Die 1930er Jahre standen unter dem Zeichen der massiven Kollektivierung der Landwirtschaft und der Industrialisierung.

Zweiter Weltkrieg

Karte der WSSR 1940 (mit BiaŇāystok)

Am 17. September 1939 erfolgte die Besetzung Ostpolens durch die Rote Armee. Im geheimen Zusatzprotokoll des Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes wurden die Gebiete zwischen Slutsch und Bug (also ganz Wei√ürussland) der sowjetischen Einflusssph√§re zugeschlagen. Am 22. Oktober 1939 wurden die sogenannten Wahlen zum ‚ÄěVolkskongress von Westwei√ürussland‚Äú durchgef√ľhrt, zusammen mit einer Volksabstimmung, in der sich dem offiziellen Ergebnis zufolge 99,9 Prozent der Bev√∂lkerung f√ľr den Verbleib bei der Sowjetunion aussprachen. Am 2. November wurde Westwei√ürussland offiziell an die WSSR angeschlossen. Die Wei√ürussische SSR umfasste jetzt nicht nur ethnisch wei√ürussische Gebiete, sondern auch BiaŇāystok, Hrodna und Lida, wo Polen und Juden die Mehrheit bildeten. Kurz nach der ‚ÄěAufnahme‚Äú der Regionen Polesien, BiaŇāystok und Vilnius in die UdSSR wurden sogenannte Volksfeinde wie polnische Adelige, j√ľdische und polnische Unternehmer, wei√ürussische Intelligenzler und Geistliche nach Sibirien und Kasachstan deportiert. Die Zahl der Verschleppten wird auf 400.000 bis 500.000 Menschen gesch√§tzt, ist aber schwer zu √ľberpr√ľfen.

Im Sommer des Jahres 1941 eroberte die deutsche Wehrmacht das Land innerhalb weniger Wochen. Die Rote Armee evakuierte w√§hrend des Einmarsches rund 20 % der wei√ürussischen Bev√∂lkerung nach Russland und vernichtete den Vorrat an Lebensmitteln.[4]

Die deutsche Invasion brachte starke Zerst√∂rungen. Obwohl man in vielen Gebieten Wei√ürusslands anfangs froh √ľber die sowjetische Niederlage war, entt√§uschten die Deutschen die lokale Bev√∂lkerung schnell.

Von 1941 bis 1944 ermordeten Wehrmacht und SS rund zweieinhalb Millionen Einwohner Wei√ürusslands - mehr als ein Viertel der Bev√∂lkerung. Die deutschen Soldaten f√ľhrten einen Vernichtungskrieg gegen die Zivilbev√∂lkerung. Es wurden mehr als 200 St√§dte und 9.000 D√∂rfer zerst√∂rt. Vielfach trieben die deutschen Soldaten die Dorfeinwohner in Scheunen und brannten diese nieder, wie 1943 in Chatyn (nicht zu verwechseln mit Katyn). Heute ist dieser Ort nahe Minsk eine Gedenkst√§tte f√ľr die Opfer des Zweiten Weltkrieges. Allein in Minsk ermordete die deutsche Besatzungsmacht mehr als 100.000 Einwohner. Die j√ľdische Bev√∂lkerung Wei√ürusslands wurde fast vollst√§ndig ermordet. Etwa acht bis neun Prozent aller umgebrachten europ√§ischen Juden stammten aus Wei√ürussland. Fast alle St√§dte des Landes waren v√∂llig zerst√∂rt. Die Industriebetriebe waren um 85 Prozent, die Industriekapazit√§t um 95 Prozent, die Saatfl√§che um 40 bis 50 Prozent, der Viehbestand um 80 Prozent zur√ľckgegangen. Es gab nach Kriegsende drei Millionen Obdachlose. 25 Prozent der wei√ürussischen Bev√∂lkerung waren umgekommen. Weiterhin wurde ein Gro√üteil der ethnischen Polen (ca. 300.000) in die Polen zugeschlagenen deutschen Ostgebiete zwangsumgesiedelt. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in Wei√ürussland zehn Millionen Menschen. Erst gegen Ende der 1980er Jahre hatte die Bev√∂lkerungszahl Wei√ürusslands wieder den Vorkriegsstand erreicht.

Die bewaffnete Widerstandsbewegung Wei√ürusslands galt als eine der st√§rksten Europas. Es gab √ľber 1000 Partisanengruppen (kommunistisch, nationalistisch). Im Herbst 1943 eroberte die Rote Armee den √§u√üersten Osten des Landes wieder und im Sommer 1944 war das gesamte Land befreit, geriet damit allerdings auch wieder unter sowjetische Herrschaft.

Nachkriegszeit (Sowjetunion)

Flagge der Weißrussischen Sozialistischen Sowjetrepublik ab Dezember 1951

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Wiederaufbau des ganzen Landes. In Wei√ürussland wurde Industrie angesiedelt, viele Russen kamen als Fachkr√§fte ins Land. Kulturpolitisch wurde die wei√ürussische Sprache deutlich benachteiligt, was zu einem starken R√ľckgang ihres Gebrauchs f√ľhrte.

Verseuchung durch radioaktiven Fallout

Stark betroffen war das Land vom Reaktorungl√ľck am 26. April 1986 in Tschernobyl in der benachbarten Ukraine, das nur rund 10 km s√ľdlich der wei√ürussischen Grenze liegt. Nach der katastrophalen Kernschmelze und Explosion wurde die Warnung und die Evakuierung tausender Betroffener auf beiden Seiten der Grenze viel zu sp√§t durchgef√ľhrt. Wei√ürussland war von den Folgen am schwersten betroffen, da hier 70 % des Fallouts niedergingen; rund 22 % des Landes waren mit C√§sium 137 kontaminiert.

In der Zeit des Kalten Krieges war Wei√ürussland f√ľr die Sowjetunion von h√∂chster milit√§rischer Bedeutung. Die sowjetischen Streitkr√§fte nutzten die Sowjetrepublik als Aufmarsch- und Transitland f√ľr die gegen die NATO gerichteten Verb√§nde in Mitteleuropa. Aber auch wirtschaftlich war Wei√ürussland einer der produktivsten Sowjetrepubliken, und es entstanden Schwerpunkte auf dem Gebiet der chemischen und petrochemischen Industrie sowie des Maschinenbaus.

Bei Wahlen zum Obersten Sowjet Wei√ürusslands am 4. M√§rz 1990 setzten sich der reformwillige Kandidat Mikalaj Dsemjanzej (russ. Nikolai Dementei) durch. Vollmitglied im Politb√ľro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion war Jafrem Sakalou (russ. Jefrem Sokolow). Im Zuge des Zusammenbruchs der Sowjetunion erkl√§rte das Parlament Wei√ürusslands die bisherige Wei√ürussische SSR am 27. Juli 1990 f√ľr souver√§n. Am 23. April 1991 unterzeichnete der Pr√§sident der Sowjetunion Michail Sergejewitsch Gorbatschow mit den obersten Repr√§sentanten von neun Republiken (Russland, Ukraine, Wei√ürussland, Kasachstan, Usbekistan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenistan und Aserbaidschan) in Nowo-Ogarjowo eine Gemeinsame Erkl√§rung √ľber den Fortbestand der Sowjetunion (9+1-Abkommen). Dieser sah die Unterzeichnung eines Unionvertrages und einer Unionsverfassung vor. Am 4. Juni 1991 einigten sich die Pr√§sidenten der neun Unionsrepubliken auf die √Ąnderung des Staatsnamen in Union der Souver√§nen Sowjetrepubliken. Am 27. Juni 1991 erfolgte die Aufl√∂sung des Rats f√ľr gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) und am 1. Juli 1991 des Warschauer Paktes. Bis 1992 waren rund 100.000 sowjetische Soldaten in Wei√ürussland stationiert, davon waren rund 70 Prozent der Offiziere Russen oder Ukrainer. Die Unterzeichnung des neuen Unionsvertrages scheiterte einen Tag zuvor durch den Augustputsch in Moskau gegen Gorbatschow.

F√ľnf Tage nach dem gescheiterten Putsch verabschiedete der Oberste Sowjet der Republik Wei√ürussland eine Erkl√§rung zur politischen und wirtschaftlichen Unabh√§ngigkeit des Staates Belarus, und die Kommunistische Partei Wei√ürusslands setzte vor√ľbergehend ihre T√§tigkeit aus.

Am 5. September 1991 beschloss der Kongre√ü der Volksdeputierten das Ende der Sowjetunion und verabschiedet ein Gesetz √ľber die Umwandlung der zentralisierten Sowjetunion in eine Gemeinschaft unabh√§ngiger Republiken.

Republik Belarus

Flagge der Republik Belarus (Republik Weißrussland) 1991-1995
Stanislau Schuschkewitsch, erstes Staatsoberhaupt der Republik Belarus 1991-1994
Flagge der Republik Belarus (Republik Weißrussland) seit 1995

Am 26. August 1991 wurde die Republik Belarus ausgerufen. Am 31. August 1991 trat Pr√§sident Mikalaj Dsemjanzej zur√ľck und als Nachfolger wurde am 18. September 1991 Stanislau Schuschkewitsch als Vorsitzender des wei√ürussischen Obersten Rats (Wjarchouny Sawet) und Oberhaupt des wei√ürussischen Parlamentes und somit der erste Staatschef Wei√ürusslands.

Am 8. Dezember 1991 wurde im wei√ürussischen Wiskuli bei Brest die Gemeinschaft Slawischer Staaten, der auch die in der Aufl√∂sung befindliche Russische Sozialistische F√∂derative Sowjetrepublik (RSFSR) beitrat, gegr√ľndet und war die Basis f√ľr die kurze Zeit sp√§ter mit der Erkl√§rung von Alma-Ata am 21. Dezember 1991 gegr√ľndeten Gemeinschaft Unabh√§ngiger Staaten (GUS), die sich zun√§chst aus 11 von 15 Nachfolgestaaten der Sowjetunion bildete. Am 20. M√§rz 1992 wurden offiziell die neuen Streitkr√§fte der Republik Belarus gebildet. Im April 1992 unterzeichnete Wei√ürussland als erster der Nachfolgestaaten der Sowjetunion die Charta von Paris der Konferenz √ľber Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE).

Nach der Unabh√§ngigkeit blieb Wei√ürussland von Rohstoff- und Energielieferungen aus Russland abh√§ngig. Die weitere Verwendung des russischen bzw. sowjetischen Rubels als W√§hrung wurde ab Sommer 1992 durch Russland unterbunden, da neue Rubelscheine Wei√ürussland nicht zur Verf√ľgung gestellt wurden, so dass der Staat mit dem Belarus-Rubel eine eigene W√§hrung ab Juni 1992 einf√ľhren musste. Dieser verursachte allerdings eine Hyper-Inflation mit √ľber 2200 Prozent und koppelte sich vom russischen Rubel v√∂llig ab. Staatsoberhaupt Stanislau Schuschkewitsch packte wirtschaftliche Reformen nur z√∂gerlich an und konnte sich gegen die bestehenden Einfl√ľsse der Altkommunisten unter der Regierung von Wjatschaslau Kebitsch in der Wirtschaft nicht durchsetzen.

Am 3. Februar 1993 hob das Parlament das im August 1991 verh√§ngte Verbot der Kommunistischen Partei mit 220 gegen 10 Stimmen wieder auf, allerdings blieb das Eigentum der KP im Staatsbesitz. Am 9. April 1994 trat Wei√ürussland dem Verteidgungsb√ľndnis der GUS bei. Am 1. Juli 1993 scheiterte knapp ein Misstrauensvotum gegen den Parlamentspr√§sidenten Schuschkewitsch, da der Antrag wegen der fehlenden absoluten Mehrheit der Abgeordneten scheiterte, obwohl 166 von 204 Abgeordneten f√ľr eine Absetzung votierten. Am 29. Juli 1993 gew√§hrt der Internationale W√§hrungsfonds (IWF) dem wirtschaftlich angeschlagenen Staat einen Kredit √ľber 98 Millionen US-Dollar.

Am 15. Januar 1994 besuchte US-Pr√§sident Bill Clinton die Hauptstadt Minsk und sicherte Wei√ürussland weitere Finanzhilfen in H√∂he von 101 Millionen US-Dollar zu, die f√ľr den vollst√§ndigen Abbau der auf wei√ürussischen Territorium stationierten ehemaligen sowjetischen Interkontinentalraketen beitragen sollten.

Am 26. Januar 1994 musste Parlamentspr√§sident Schuschkewitsch zur√ľcktreten, da das von Kommunisten mehrheitlich besetzte Parlament ihn mit 209 gegen 36 Stimmen das Misstrauen aussprach. Als Nachfolger wurde am 28. Januar 1994 mit 183 gegen 51 Stimmen Metschyslau Hryb zum neuen Parlamentspr√§sidenten gew√§hlt. Zugleich wurde Ministerpr√§sident Wjatschaslau Kebitsch mit 175 gegen 101 Stimmen im Amt best√§tigt. Am 15. M√§rz 1994 wurde vom Parlament eine neue Verfassung beschlossen, die die Umwandlung in ein Pr√§sidialsystem umfasste.

Am 20. Juli 1994 setzte sich Aljaksandr Lukaschenka nach einem von der OSZE und den USA als fragw√ľrdig eingestuften, von Korruptionsvorw√ľrfen gepr√§gten Wahlkampf gegen Schuschkewitsch und Kebitsch mit 44,8 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang durch und siegte in der Stichwahl gegen Kebitsch mit 80,1 Prozent der Stimmen. Am 20. Juli 1994 wurde Lukaschenka zum ersten Pr√§sidenten des Landes gew√§hlt. Neuer Ministerpr√§sident wurde der Bankier Michail Tschyhir. Lukaschenka ging sofort gegen die sich politisch und √∂konomisch nach Westen orientierende Presse vor und prangerte wiederholt die Finanztransfers politischer Organisationen an befreundete Organisationen und Medien in Wei√ürussland an. Von zumeist westlichen Kritikern wird er h√§ufig wegen seines autorit√§ren Regierungsstils und der rigiden Unterdr√ľckung Oppositioneller als ‚Äěder letzte Diktator Europas‚Äú bezeichnet. Lukaschenka strebte eine Wiedervereinigung mit Russland und der Ukraine an, und erhoffte sich dadurch schnellere wirtschaftliche Erfolge. Bis 1997 blieben weiterhin 90 Prozent der Wirtschaft unter staatlicher Kontrolle.

Mit Russland wurden ab 1995 mehrere Staatsvertr√§ge zur engeren Verbundenheit unterzeichnet und auch das Ziel eines Staatenbundes zur Russisch-Wei√ürussischen Union umfasst, dessen Verwirklichung sich bisher auf eine Verteidigungsgemeinschaft, eine Wirtschaftsgemeinschaft und auf gemeinsame politische Konsultationen st√ľtzt. F√ľr einen eher geringen Kredit in H√∂he von 25 Millionen Euro wurde mit Russland 1995 die Nutzung von milit√§rischen Anlagen und St√ľtzpunkten in Wei√ürussland abgeschlossen. Die aus der Sowjetunion verbliebenen 18 Interkontinentalraketen vom Typ RS-12M (NATO-Code: SS-25 Sickle) wurden bis Ende 1996 an Russland zur√ľckgegeben. Siehe: Streitkr√§fte der Republik Belarus

Im Juli 1995 wurden per Dekret des Pr√§sidenten oppositionelle Zeitungen und Zeitschriften und am 21. August 1995 unabh√§ngige Gewerkschaften verboten und in den Schulen und Universit√§ten wurden die Lehrb√ľcher wieder auf die kommunistische gepr√§gte Ideologie eingef√ľhrt.

Innenpolitisch schaffte es Lukaschenka seine Macht weiter auszubauen und die Aushebelung der Gewaltenteilung zu forcieren. Gegen den Widerstand der Parlamentsmehrheit und gegen die Vermittlungsbem√ľhungen des russischen Ministerpr√§sidenten Wiktor Stepanowitsch Tschernomyrdin hielt der Pr√§sident am 24. November 1996 ein Volksreferendum ab, das ihm eine erheblichen Machtzuwachs zusprach bis hin zur Ernennung von Richtern. Aus Protest trat der oberste Verfassungsrichter Tichinja von seinem Amt zur√ľck.

In Folge von Menschenrechtsverst√∂√üen und Dissonanzen hinsichtlich einer marktwirtschaftlichen √Ėffnung des Landes verh√§ngte die Administration der Europ√§ischen Union f√ľr die wei√ürussische Regierung 1997 ein Einreiseverbot.

Mit Amtsantritt des russischen Pr√§sidenten Wladimir Putins k√ľhlte sich zun√§chst das Klima gegen√ľber Russland ab, sodass Lukaschenka sein Land zunehmend auch in Richtung Osten isolierte. 2001 lie√ü er sich in einer angeblich verfassungswidrigen Abstimmung als Pr√§sident best√§tigen, obgleich seine erste Amtszeit abgelaufen war. Neben dem au√üenpolitischen Kontakt zu Russland gibt Lukaschenka den Beziehungen zu Nordkorea, Sudan und Libyen (bis 2003 auch zum Irak) Priorit√§t.

Im Herbst 2005 unternahmen Russland und Wei√ürussland nochmals Anstrengungen zur Integration einiger ex-sowjetischer Teilrepubliken und zu gemeinsamen Verfassungsakten. Neben der bereits existierenden interparlamentarischen Versammlung und einem Gremium von Regierungsvertretern wurde ein geringes l√§nder√ľbergreifendes Budget vereinbart. Auch ein Zollabkommen, wonach russische Beamte an der wei√ürussisch-polnischen Grenze kontrollieren d√ľrfen, ist bereits in Kraft.

Vor der Pr√§sidentschaftswahl am 19. M√§rz 2006 versch√§rfte Lukaschenka sein Vorgehen gegen Kritiker. Wei√ürussische und russische Politiker sowie Intellektuelle haben wiederholt die finanziellen Unterst√ľtzungen marktwirtschaftsorientierter Politiker seitens EU-Organisationen kritisiert. Siehe hierzu Pr√§sidentschaftswahlen in Wei√ürussland 2006. Er gewann die Wahl mit 82,6 Prozent der Stimmen und trat seine dritte Amtszeit an.

Am 18. Mai 2006 beschloss die Europ√§ische Union, die Konten von Pr√§sident Lukaschenka und 35 weiteren Regierungsbeamten einzufrieren. Am 19. Juni 2006 versch√§rften auch die USA ihre Sanktionen gegen die Regierung und lie√üen angeblich auf amerikanischen Banken im In- und Ausland gelagertes Verm√∂gen des Pr√§sidenten sowie 9 weiterer Personen seiner Regierung einfrieren. Lukaschenka selbst gab in einem Interview mit der Berliner Morgenpost an, ‚Äěnichts gestohlen [und] keine Konten bei ausl√§ndischen Banken‚Äú zu haben.[5]

Im November 2007 wurde in Wei√ürussland die Partei Belaja Rus gegr√ľndet. Sie soll nach Vorbild der russischen Pr√§sidentenpartei Jedinaja Rossija als Massenpartei die Politik Lukaschenkas unterst√ľtzen und ihm bei Bedarf die M√∂glichkeit bieten, Massenkundgebungen zu seiner Unterst√ľtzung zu mobilisieren.[6]

Nach einem Bombenanschlag in der Hauptstadt Minsk am 3. Juli 2008 w√§hrend eines Konzerts am Tag der Unabh√§ngigkeit mit 54 Verletzten nutzte Pr√§sident Lukaschenka die Lage gegen Oppositionelle vorzugehen. Die beiden F√ľhrungsmitglieder der Vereinigten B√ľrgerpartei, Michail Paschkewitsch und Aljaksandr Serhijenka wurden verhaftet und auch in den eigenen Reihen des Pr√§sidenten wurden der Staatssekret√§r des Sicherheitsrates, Wiktar Schejman, sowie der Leiter der Pr√§sidialverwaltung, Henads Njawyhlas entlassen. Nach Angaben der Sicherheitskr√§fte sollen Mitglieder der seit 1996 verbotenen nationalistischen Untergrundorganisation Wei√üe Legion, eine Jugendgruppe der Belarusian Union of Military Personnel, f√ľr den Anschlag verantwortlich sein.

Am 28. September 2008 fanden die nächsten Parlamentswahlen statt.

Quellen

  1. ‚ÜĎ J√ľrgen Udolph (1979): Zum Stand der Diskussion um die Urheimat der Slaven. In: Beitr√§ge zur Namenforschung, N.F.14: 1-25
  2. ‚ÜĎ Bemmann J; Parczewski M (Hrsg)2005: Fr√ľhe Slaven in Mittel-Europa. Neum√ľnster: Wachholtz-Verlag.
  3. ‚ÜĎ Dietrich Beyrau,Rainer Lindner: Handbuch der Geschichte Weissrusslands, S. 89
  4. ‚ÜĎ Eugeniusz Mironowicz, BiaŇāoruŇõ, Trio, Warsaw, 1999, ISBN 83-85660-82-8. p.136
  5. ‚ÜĎ Berliner Morgenpost: "In Russland spielt sich eine Kom√∂die ab", 25. Januar 2007.
  6. ‚ÜĎ NZZ Online: Lukaschenko konsolidiert seine Macht, 19. November 2007.

Literatur

  • Dietrich Beyrau, Rainer Lindner: Handbuch der Geschichte Wei√üru√ülands. Vandenhoeck & Ruprecht G√∂ttingen 2001, ISBN 3-52536-255-2.
  • Bernhard Chiari: Alltag hinter der Front. Besetzung, Kollaboration und Widerstand in Wei√üru√üland 1941-1944. Droste, D√ľsseldorf 1998, ISBN 3-7700-1607-6.
  • Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Wei√üru√üland 1941 bis 1944. Hamburger Edition, Hamburg 2000, ISBN 3-930908-63-8.
  • Bogdan Musial; Sowjetische Partisanen in Wei√üru√üland. Oldenbourg, M√ľnchen 2004, ISBN 3-48664-588-9.
  • Anja Obermann: Die Beziehungen der Europ√§ischen Union zu nicht-demokratischen Staaten: Europ√§ische Au√üenpolitik gegen√ľber Algerien, Indonesien und Belarus. VDM Verlag Dr. M√ľller, Saarbr√ľcken 2007, ISBN 3-83644-839-4.
  • Babette Quinkert: Propaganda und Terror in Wei√üru√üland 1941-1944: Die deutsche "geistige" Kriegf√ľhrung gegen Zivilbev√∂lkerung und Partisanen. Sch√∂ningh, Paderborn 2008, ISBN 3-50676-596-5.
  • Uladzimir SakaloŇ≠ski: Wei√üru√üland und Deutschland. Geistes- und Kulturbeziehungen zwischen 1914 und 1941. Band 1: Bibliographie. B√∂hlau, K√∂ln 2000, ISBN 3-41211-299-2.
  • Uladzimir SakaloŇ≠ski: Wei√üru√üland und Deutschland. Geistes- und Kulturbeziehungen zwischen 1914 und 1941. Band 2: Dokumente. B√∂hlau, G√∂ttingen 2001, ISBN 3-412-11399-9.
  • Uladzimir SakaloŇ≠ski: Wei√üru√üland und Deutschland. Geistes- und Kulturbeziehungen zwischen 1914 und 1941. Band 3: Kommentare. B√∂hlau, G√∂ttingen 2002, ISBN 3-412-11499-5.
  • Heinz Timmermann: Belarus. Eine Diktatur im Herzen Europas? Berichte des Bundesinstituts f√ľr ostwissenschaftliche und internationale Studien, K√∂ln 1997.

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