Geschichte der FÀröer

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Geschichte der FÀröer
1919 entworfen und das erste Mal gehisst; zwanzig Jahre daraufhin „AufrĂŒhrerfahne“; nach der britischen Besetzung der FĂ€röer im Zweiten Weltkrieg am 25. April 1940 anerkannt; und im Autonomiegesetz der FĂ€röer 1948 bestĂ€tigt: MerkiĂ°, die Flagge der FĂ€röer. Sie hĂ€ngt heute in der Kirche zu FĂĄmjin
FÆROARUM – Prima & accurata delineatio. Die Ă€lteste bekannte FĂ€röerkarte hat Lucas Debes 1673 gezeichnet.

Die Geschichte der FÀröer ist ein Teil der Geschichte Skandinaviens. HÀufig weist sie Parallelen zur Geschichte Islands auf, ist wie diese oft zunÀchst von Ereignissen in der Geschichte Norwegens und spÀter in der Geschichte DÀnemarks bestimmt.

Sie beginnt um 625 mit der Entdeckung der unbesiedelten Inselgruppe durch irische Mönche. Nach 800 fand die Landnahme durch die Wikinger statt, deren Nachfahren zum Teil die heutige Bevölkerung der FÀröer bilden. Die Wikingerzeit auf den FÀröern ist in der auf Island entstandenen FÀringersaga und durch zahlreiche archÀologische Funde rekonstruierbar.

999 wurden die FĂ€röer christianisiert und 1035 ein Teil Norwegens. Mit der dĂ€nisch-norwegischen Personalunion wurden die FĂ€röer faktisch ein Teil DĂ€nemarks. Nach der Reformation 1538 verewigte sich die Vorherrschaft der dĂ€nischen Sprache. Das Macht- und Handelszentrum verlagerte sich von Bergen nach Kopenhagen. 1814 wurde Norwegen von DĂ€nemark getrennt, und die FĂ€röer verblieben bei DĂ€nemark. 1821 bis 1948 waren die FĂ€röer ein dĂ€nisches Amt. Seit 1850 gilt die dĂ€nische Verfassung auf den FĂ€röern, die somit Teil der konstitutionellen Monarchie sind. Das dĂ€nische Handelsmonopol wurde 1856 aufgehoben. Um diese Zeit entstand die neufĂ€röische Schriftsprache. In der Folge entwickelten sich die FĂ€röer von einer mittelalterlichen Agrargesellschaft zur modernen Fischereination. Der fĂ€röische Sprachenstreit sorgte fĂŒr die Durchsetzung der bedrohten Landessprache als wichtigstes nationales IdentitĂ€tsmerkmal.

Nach der britischen Besetzung der FÀröer im Zweiten Weltkrieg 1940 wurde die Flagge der FÀröer anerkannt, und die FÀröer bildeten eine eigene provisorische Regierung. Nach dem Krieg erlangten sie 1948 eine weitgehende Autonomie mit dem LÞgmaður als Regierungschef und dem alten LÞgting als Parlament.

Siehe auch:

Inhaltsverzeichnis

Geologische Geschichte

→ Hauptartikel: Geologie der FĂ€röer

Die FĂ€röer gehören als entlegene Inselgruppe zu jenen Winkeln der Welt, die zuletzt von Menschen besiedelt wurden. Sie entstanden vor etwa 70–60 Millionen Jahren im TertiĂ€r infolge vulkanischer TĂ€tigkeit als Teil des damaligen LandrĂŒckens, der sich von Grönland bis Irland und Schottland erstreckte und bis zu 4000 Meter hoch war.

Aus der erkalteten Lava bildete sich der typisch fĂ€röische Basalt, der immer wieder durch dĂŒnnere Tuffschichten durchzogen ist, die aus dem nachfolgenden Ascheregen entstanden. In einer vulkanischen Pause gab es eine tropische Vegetation. Kohleschichten zeigen AbdrĂŒcke des Urweltmammutbaums und des Ginkgos. Durch Erosion senkte sich der grĂ¶ĂŸte Teil dieses Plateaus ab. Übrig blieben die Inseln der Hebriden, der FĂ€röer und Island.

Die Eiszeit formte aus den Resten dieses Plateaus die FĂ€röer in ihrer heutigen Gestalt mit den charakteristischen TĂ€lern in sĂŒdöstlich-nordwestliche Richtung, die sich oft mit Wasser fĂŒllten, eine Verbindung mit dem Meer schufen und die heutigen Fjorde der FĂ€röer bildeten. Die weichen Tuffschichten waren stĂ€ndig der Gewalt der Brandung und des rauen Klimas ausgesetzt, wurden ausgespĂŒlt und ließen die mĂ€chtigen Basaltschichten darĂŒber zusammenstĂŒrzen. So entstanden die charakteristische Treppenstruktur im Landesinneren und die gewaltigen Abbruchkanten vornehmlich an der WestkĂŒste und den nördlichen Klippen wie z.B. BeinisvĂžrĂ° und Enniberg.

Womöglich ĂŒberlebten arktische Pflanzen die Eiszeit auf den fĂ€röischen Gipfeln oberhalb der 400 Meter dicken Gletscher. Als jene verschwanden, wurden die FĂ€röer von Pflanzen aus Schottland und Norwegen neu besiedelt, die zum Beispiel durch Seevögel ins Land kamen. Neben den Vögeln gab es sonst nur noch Insekten und Robben, die sich auf den fĂ€röischen Holmen und in den Grotten ihre PlĂ€tze suchten.

Die ersten Menschen fanden ein Land vor, in dem es weder LandsĂ€uger, Reptilien noch höhere BĂ€ume gab. Neben den genannten (dĂŒrftigen) Kohleflözen haben die FĂ€röer keine BodenschĂ€tze vorzuweisen. Allerdings gibt es Anzeichen fĂŒr Erdöl im Schelf innerhalb der heutigen 200-Seemeilenzone.

Ackerbau ist nur begrenzt möglich, und die Inseln werden hauptsĂ€chlich als Weideland fĂŒr Schafe genutzt, die auch auf unzugĂ€nglichen Klippen und z.B. der unbewohnten Insel LĂ­tla DĂ­mun ausgesetzt werden, um jeden Quadratmeter zu nutzen. Die allgegenwĂ€rtigen Schafe verhindern nachhaltig den Baumwuchs. Die FĂ€röer bieten Weideplatz fĂŒr etwa 70.000 Schafe, die ĂŒber Jahrhunderte die Bevölkerungszahl von ca. 5.000 ernĂ€hren konnten. Seit dem 19. Jahrhundert und der Industrialisierung der Fischerei hat sich die Inselbevölkerung verzehnfacht.

GrĂ¶ĂŸte natĂŒrliche Ressource der FĂ€röer ist aber der Ozean. Der Grindwalfang auf den FĂ€röern ist Teil der Tradition und Kultur, und die heutige Nation bezieht ihren Reichtum aus der Fischerei.


Irische Mönche


Der Baglhólmur soll einst von irischen Mönchen bewohnt worden sein

Die Legende von St. Brendan besagt, dass er um 560 herum auf seiner berĂŒhmten Reise Navigatio Sancti Brendani ein „Vogelparadies“ entdeckt hat. Viele nehmen an, damit könnten die FĂ€röer gemeint gewesen sein, zumal er weiter nördlich eine „Feuerinsel“ gefunden haben will – Island?

825 werden die FÀröer erstmals erwÀhnt. Der irische Mönch Dicuil Er schreibt in seinem Liber de mensura orbis terrae[1]

„Es gibt viele andere Inseln im Ozean nördlich von Britannien, die von der nördlichen britischen Insel in einer direkten Reise von zwei Tagen und NĂ€chten erreicht werden können, wenn die Segel gefĂŒllt sind und ein stĂ€ndiger gĂŒnstiger Wind weht. Ein strengglĂ€ubiger Priester erzĂ€hlte mir, wie er an zwei Sommertagen und der dazwischen liegenden Nacht in einem zweisitzigen Boot dorthin gesegelt ist und eine der Inseln betreten hat“

– Dicuil: Liber de mensura orbis terrae VII, 14

„Es gibt eine andere Gruppe von kleinen Inseln, fast alle durch enge Wasserstraßen voneinander getrennt. Dort haben fast hundert Jahre lange Erimiten gelebt, die aus unserem Land, Irland, gekommen waren. Aber wenn die Inseln immer vom Anfang der Welt verlassen waren, so heute wegen der normannischen Piraten, die die Einsiedler vertrieben haben. Jetzt sind sie von unzĂ€hligen Schafen und diversen Seevögelarten bevölkert. Ich habe diese amtlich erwĂ€hnten Inseln nie gefunden.“

– Dicuil: Liber de mensura orbis terrae, VII, 15

Heute ist unbestritten, dass die FÀröer spÀtestens um 625 von irischen Mönchen betreten und vom Ort Sumba ausgehend besiedelt wurden. ArchÀologische Zeugnisse gibt es auch in der unmittelbaren Umgebung bei Akraberg, Víkarbyrgi und etwas weiter nördlich in Porkeri.

Unter anderem konnte anhand botanischer Untersuchungen auf Mykines nachgewiesen werden, dass der Hafer seit dieser Zeit dort kultiviert wird. Hierbei muss es sich aber um vergleichsweise kleine Einsiedler-Gruppen gehandelt haben.

Wikinger-Landnahme

→ Hauptartikel: Wikingerzeit auf den FĂ€röern

Die Haupteinwanderung trat im 9. Jahrhundert durch die Wikinger ein, die von Norwegen aus gen Westen zogen. GemĂ€ĂŸ der im 13. Jahrhundert auf Island geschriebenen FĂ€ringersaga hieß der erste Siedler GrĂ­mur Kamban. Er soll in Funningur gewohnt haben. Seine Ankunft wird auf den Zeitraum um 825 geschĂ€tzt. Ein anderer bekannter Siedler aus dieser Zeit ist Naddoddur. Ihm wird die Entdeckung Islands um 850 zugeschrieben, als er auf dem Heimweg von Norwegen an den FĂ€röern vorbei segelte.

Etwa 885–890 fand die zweite Landnahmewelle statt, als viele Menschen aus Norwegen vor Harald Schönhaars Herrschsucht flohen, wie die FĂ€ringersaga berichtet. Es kamen aber auch Einwanderer aus Irland und Schottland, zumeist Wikinger, aber auch mit keltischen Frauen und Sklaven. Genetische Untersuchungen belegen heute, dass die mĂ€nnlichen Bewohner der FĂ€röer zu 80 % skandinavische Merkmale aufweisen, wĂ€hrend die Frauen zu 90 % keltischer Herkunft sind.[2]

Die Siedler auf den FĂ€röern entsprachen nicht dem landlĂ€ufigen Klischee der Wikinger, sondern waren einfache Bauern. RaubzĂŒge der FĂ€ringer sind nicht bekannt. Im Gegensatz zu Island gab es auch keine heimische Oberschicht, was mit ein Grund ist, dass sich ĂŒber viele Jahrhunderte keine eigenstĂ€ndige fĂ€röische Literatur herausbilden konnte. FĂ€röische Balladen begrĂŒndeten eine orale Tradition, und die fĂ€röischen Sigurdlieder sind ebenso einzigartig wie die Tatsache, dass parallel zur islĂ€ndischen FĂ€ringersaga das fĂ€röische SigmundskvĂŠĂ°i die GrundzĂŒge der Geschichte bestĂ€tigt.

Es wird davon ausgegangen, dass sich das Althing auf Tinganes bereits um 900 etablierte. Sicher belegt ist es aber erst seit ca. 970. Zu dieser Zeit waren die FÀröer eine Art Republik.

Die fÀröische Wolle war seitdem bis ins 19. Jahrhundert wichtiges Exportgut des Landes. Ebenso wurde Trockenfisch exportiert. Importiert wurde zum Beispiel Holz aus Norwegen zum Schiffbau. Zur Selbstversorgung der Siedler dienten die reiche Vogelwelt, das Meer mit seinen Fischen, Walen und Robben und das Treibholz zum Hausbau.[3]

Christianisierung und norwegische Herrschaft

Nach 1000 Jahren: FriedhofsgĂ€rtner pflegen die GrabstĂ€tte des Sigmundur auf SkĂșvoy.
Statue von Bischof Erlendur († 1308) in der Westfassade des Nidarosdoms in Trondheim. Ihm verdanken die FĂ€röer den Magnusdom und den Schafsbrief, aber als der den Kirchenzehnten erhöhte, musste er fliehen.
Anfangsinitial des Schafsbriefs im wertvollen Lundabók von 1310, das seit dem 18. Jahrhundert in der UniversitÀtsbibliothek Lund in Schweden aufbewahrt ist (daher der Name).

→ Hauptartikel: Wikingerzeit auf den FĂ€röern → Hauptartikel: Christianisierung der FĂ€röer → Hauptartikel: Bistum FĂ€röer → Hauptartikel: Schafsbrief

Nachdem sich der norwegische König Olav Tryggvason 994 beim englischen König Aethelred taufen ließ und im Jahr darauf Norwegen missionierte, lud er den angesehenen fĂ€röischen HĂ€uptling Sigmundur Brestisson zu sich ein, der dann bekehrt, 999 auf den FĂ€röern fĂŒr die Annahme des Christentums durch das fĂ€röische Althing, das heutige LĂžgting, sorgte. Der Widerstand der einheimischen Wikinger unter dem HĂ€uptling TrĂłndur Ă­ GĂžtu fĂŒhrt 1005 zur Ermordung von Sigmundur Brestisson. Sein Grabstein auf SkĂșvoy gehört zu den wichtigsten DenkmĂ€lern des Archipels. Der Nachfolger Olavs, Olav II. Haraldsson (Olav der Heilige) von Norwegen, konnte das Christentum in Norwegen und auch auf den FĂ€röern und in Island endgĂŒltig durchsetzen. DafĂŒr wird er von den Insulanern heute noch an seinem Todestag, der ÓlavsĂžka, verehrt.

Ab 1035 gehörte der Archipel als Lehen des Leivur Øssurson politisch zu Norwegen, was das endgĂŒltige Ende der Wikingerzeit markierte. Die FĂ€röer konnten sich aber durch ihre große Entfernung von der Zentralmacht ein hohes Maß an EigenstĂ€ndigkeit erhalten. Von der internationalen HandelstĂ€tigkeit dieser Zeit zeugt der MĂŒnzfund von Sandur, der etwa 1070/80 vergraben worden sein muss.

In der Folge etablierten sich die katholischen Bischöfe in KirkjubĂžur, dem Sitz des Bistums FĂ€röer, das um 1100 eingerichtet wurde. Ab etwa 1110 gab es hier mit der Priesterschule die erste Schule der FĂ€röer. Diese muss schon damals einen hohen Standard gehabt haben, wie die Biografie des spĂ€teren norwegischen Herrschers Sverre Sigurdsson andeutet, der hier von 1156 bis 1168 aufwuchs und daheim dann als außerordentlich gebildet galt. Um 1250 wurde dort die Olavskirche errichtet, die noch heute in Betrieb ist. Der um 1300 angefangene Magnusdom blieb indes unvollendet. Es war die Zeit von Erlendur, dem berĂŒhmtesten Geistlichen der FĂ€röer in der katholischen Ära.

Die Hereford-Karte von 1280 ist die Ă€lteste bekannte „Weltkarte“, auf der auch die FĂ€röer auftauchen. Dort tragen sie den Namen farei. Das ist nach Meinung vieler Linguisten ein keltischer Name und bedeutet ferne Inseln. Gleichwohl wird der Name FĂ€röer meist als fĂŠr-Ăžer verstanden, wobei fĂĄr Altnordisch fĂŒr Vieh, Wollvieh ist, also Schaf (Ăžer bedeutet im DĂ€nischen Inseln). Angesichts der vorherrschenden Wolltiere dort ist Schafinseln eine ebenso plausible und akzeptierte Deutung. Hinzu kommt, dass die FĂ€röer selbst den Widder als Wappen fĂŒhren.

1294 verbot Erik II. Magnusson der Hanse den Handel mit den FĂ€röern, der ausschließlich ĂŒber norwegische Kaufleute in Bergen abgewickelt werden sollte. 1302 wurde das Handelsverbot fĂŒr die Hanse erneuert, das erst 1361 aufgehoben wurde.

1298 erhielten die FĂ€röer durch den Schafsbrief des norwegischen Königs ihr „Grundgesetz“, das erst 1637 geĂ€ndert wurde. Der Schafsbrief regelt nicht nur die Schafzucht, sondern auch den GrindadrĂĄp, angemessene Bewirtungskosten, den Umgang mit Leibeigenen, und vieles mehr.

Der Schwarze Tod suchte die FĂ€röer 1349/50 heim und fĂŒhrte zu einem Bevölkerungsverlust von ĂŒber 30 %. Gleichzeitig trat in diesem 14. Jahrhundert eine Klimaverschlechterung ein. Allgemeine Armut war das Resultat beider Ereignisse. Viele Großbauern mussten ihr Land an die katholische Kirche abtreten, die bald 40 % des Landes besitzen sollte. Die internationale HandelstĂ€tigkeit der FĂ€ringer kam immer mehr zum Erliegen.

Siehe auch: Geldwesen der FÀröer im Mittelalter

Kalmarer Union

600. Jahrestag der Kalmarer Union. Briefmarke der FÀröer von 1997.

1380 gelangten die FĂ€röer – wie auch Island und Grönland – im Zuge der Personalunion DĂ€nemarks mit Norwegen unter die dĂ€nisch-norwegische Krone. Sie werden aber weiterhin als eine Kolonie Norwegens betrachtet. In kirchlicher Hinsicht standen die FĂ€röer unter dem norwegischen Erzbischof, und sie unterstanden auch weiterhin norwegischem Recht. Auf administrativer, handelsmĂ€ĂŸiger und kultureller Ebene war Bergen die wichtigste Verbindung der FĂ€röer mit der Außenwelt.[4] Die Hanse kontrollierte damals den Handel ĂŒber Bergen.

Das fĂ€röische LĂžgting behielt eine gewisse Autonomie und trĂ€gt diesen Namen seit 1400 (in der Wikingerzeit war es das Althing). Königin Margarethe I. schaffte es 1397 mit der Kalmarer Union, ganz Skandinavien in ihrem Großreich zu einen.

Siehe auch: Kalmarer Union

Das 15. Jahrhundert

1437 bekam der norwegische BauernfĂŒhrer Amund Sigurdson Bolt die FĂ€röer als Lehen. 1448 kam in DĂ€nemark mit Christian I. das Haus Oldenburg an die Macht. Der FĂ€rö-Handel ging in der Folge von Bergen nach Hamburg und Bremen ĂŒber. 1469 verpfĂ€ndete Christian I. die Shetlandinseln und die Orkney als Mitgift an das verbĂŒndete Schottland. Die FĂ€röer verblieben jedoch bei der dĂ€nischen Krone.

1490 erhielten die Kaufleute aus Holland die gleichen Privilegien im FÀrö-Handel wie die Hanse.

Reformation und Monopolhandel

Ältestes bekanntes Schafs-Siegel von 1533
Am 24. Juni 1584 wurde der erste Grindadråp schriftlich fixiert. Es war vor der unbewohnten Insel Lítla Dímun. Damals lebte hier noch eine wilde Schafrasse, die Ziegen Àhnelte. Heute ist sie ausgestorben. Ansonsten ist das Bild der Insel immer gleich geblieben.

→ Hauptartikel: Reformation auf den FĂ€röern → Hauptartikel: Monopolhandel ĂŒber die FĂ€röer → Hauptartikel: Gabelzeit

Das 16. Jahrhundert

Ab 1500 waren die FĂ€röer immer wieder PiratenĂŒberfĂ€llen aus Großbritannien, Irland und Frankreich ausgesetzt, sogar auch aus dem Osmanischen Reich. MilitĂ€risch konnten sich die Inseln nur schlecht verteidigen.

Um 1520 setzte Christian II. den Hamburger Kaufmann Joachim Wullenwever als seinen Voigt auf den FĂ€röern ein. Nachdem Christian II. aus DĂ€nemark fliehen musste, bot er 1524 Heinrich VIII. von England die FĂ€röer zum Tausch gegen einen dringend benötigten Kredit an. Jener lehnte allerdings ab. Ansonsten wĂ€ren die FĂ€röer heute wahrscheinlich ein Teil Großbritanniens und die fĂ€röische Sprache ausgestorben, wie es mit dem Norn auf den Shetlandinseln und Orkney passierte.

1529 gab der dĂ€nische König Frederik I. die FĂ€röer den Hamburgern Joachim Wullenwever und Thomas Koppen zum Lehen. Dies wird als Anfang des Handelsmonopols ĂŒber die FĂ€röer betrachtet. 1532 wurde mit Amund Olavsson der letzte katholische Bischof der FĂ€röer geweiht.

1536 versuchte König Christian III. die FĂ€röer fĂŒr 100.000 Pfund an England zu verkaufen. Wieder lehnte Heinrich VIII. ab. Im selben Jahr fĂŒhrte Christian III. die Reformation in DĂ€nemark durch. Der norwegische Reichsrat wurde ersatzlos abgeschafft, Norwegen kam damit direkt als Provinz zu DĂ€nemark, und damit faktisch auch die FĂ€röer.

1537 erreichte die Reformation Nidaros und 1538 schließlich die FĂ€röer. Dadurch wurde die Vorherrschaft der dĂ€nischen Sprache verewigt, das nun anstelle von Latein Kirchensprache war. Obwohl Martin Luther verlangte, dass das Wort Gottes in der jeweiligen Muttersprache verkĂŒndet werden sollte, war dies aus Sicht der dĂ€nischen Kirche selbstverstĂ€ndlich DĂ€nisch und nicht FĂ€röisch.[5]

Der Grundbesitz der katholischen Kirche ging durch die Reformation in die HĂ€nde der Krone ĂŒber. Aus dem Bischofssitz von KirkjubĂžur wurde so der berĂŒhmte KirkjubĂžargarĂ°ur, der seitdem das grĂ¶ĂŸte Gut auf den FĂ€röern ist und bis heute von der Familie Patursson bewirtschaftet wird. Auch an anderen Orten entstanden Königsbauernhöfe. Diese kongsjĂžrĂ° (Königserde) gehört heute dem fĂ€röischen Staat.

Das Bistum FĂ€röer wurde vom lutherischen Superintendenten Jens Riber weiter gefĂŒhrt, aber 1557 niedergelegt und zu einer Propstei des Bistums Bergen herabgestuft (spĂ€ter Seeland, bis 1963). Erster evangelischer Propst war Heini Havreki.

1556 wurde der FĂ€rö-Handel direkt von der dĂ€nischen Krone ĂŒbernommen, die sich vor Ort durch einen Voigt, den FĂști, vertreten ließ. Ab 1566 wurden die FĂ€röer auf Weisung von König Frederik II. nicht mehr von Bergen, sondern von Kopenhagen aus verwaltet.

Der FÀringer Magnus Heinason erhielt 1579 das Handelsmonopol und baute 1580 mit der Festung Skansin in Tórshavn einen Schutz gegen die Piraten. Er wirtschaftete aber offensichtlich zu sehr in die eigene Tasche und behielt das dÀnische Monopol nur bis 1583. Er trat darauf in hollÀndische Dienste und wurde 1589 unter dem Vorwurf der Piraterie in Kopenhagen zum Tode verurteilt und geköpft. Im Jahr darauf wurde er postum rehabilitiert. Seitdem gilt Heinason bei vielen (konservativen) FÀringern als Nationalheld, ist dort aber keineswegs unumstritten.

Seit dem 24. Juni 1584 existiert die Statistik ĂŒber den Grindwalfang auf den FĂ€röern, die sich aber erst seit 1709 lĂŒckenlos bis in die Gegenwart erschließt. Damals wurden vier Wale vor LĂ­tla DĂ­mun erlegt. Es sollte der einzige Bericht von einem Grind bei dieser unbewohnten Insel bleiben.

1590 wurden die Shetlandinseln und Orkney endgĂŒltig von DĂ€nemark an Schottland abgetreten.

Das 17. Jahrhundert

Christoffer von Gabel (1617–1672) war Lehnsherr ĂŒber die FĂ€röer, betrat sie aber nie. Die UnterdrĂŒckung und Ausbeutung in der Gabelzeit wurde zu einem nationalen Trauma.

Von 1616 bis 1662 war der Monopolhandel in den HĂ€nden der IslĂ€ndischen Kompanie. Diese Zeit wird als relativ fair fĂŒr die FĂ€ringer angesehen. 1619 wanderte der Hauptsitz des Handels endgĂŒltig von Bergen nach Kopenhagen. Der Export des Trockenfischs verlor an Bedeutung, und die fĂ€röische Wolle, insbesondere StrĂŒmpfe, wurde die dominierende Exportware.[6]

1637 wurde der Schafsbrief von 1298 ins DĂ€nische ĂŒbersetzt und von König Christian IV. alle Passagen gestrichen, die nichts mit der Schafhaltung zu tun hatten. Seine umfangreiche dĂ€nische Gesetzessammlung trat 1643 auf den FĂ€röern zusĂ€tzlich in Kraft. Ab 1655 wurde der LĂžgmaĂ°ur nicht mehr vom LĂžgting gewĂ€hlt, sondern vom König ernannt.

Im selben Jahr bekam der Kaufmann Christoffer von Gabel von König Frederik III. (der seinem Vertrauten Geld schuldete) die FĂ€röer zum Lehen. Ab 1661 hielt von Gabel dann das Handelsmonopol inne, und das Lehen galt auf Lebenszeit mit Erbrecht fĂŒr seinen Sohn Friedrich von Gabel, der es 1673 ĂŒbernahm. Die Gabelzeit dauerte bis zu seinem Tode 1708.

1673 verwĂŒstete ein Großbrand die GebĂ€ude des Monopolhandels auf der Halbinsel Tinganes in TĂłrshavn. Vermutlich waren es von Gabels Handlanger, die Beweise vernichten wollten, bevor eine eigens aus Kopenhagen anreisende Regierungskommission fĂŒndig werden konnte. Aber auch unersetzliche fĂ€röische Dokumente fallen den Flammen zum Opfer, so dass sich das fĂ€röische Quellenmaterial erst ab dieser Zeit lĂŒckenlos erschließt.

Im selben Jahr 1673 erschien das erste Buch ĂŒber die FĂ€röer. Der einheimische Pastor Lucas Debes beschrieb in seinem Standardwerk FĂŠroĂŠ et FĂŠroa Reserata die Inseln sehr detailliert. Das Buch wurde daraufhin aus dem DĂ€nischen ins Englische und Deutsche ĂŒbersetzt und begrĂŒndete so das Wissen im Ausland ĂŒber die abgelegene Inselgruppe und ihre Bewohner.

Der französische PiratenĂŒberfall auf die FĂ€röer 1677 bedeutete die PlĂŒnderung TĂłrshavns. Unter anderem wurden die Kasse des LĂžgtings entwendet und die TĂłrshavner Kirche geschĂ€ndet. Die lĂ€dierte Kanzel mit ihren Kerben steht heute in der Kirche zu HvalvĂ­k, wo sie immer noch in Gebrauch ist.

1688 trat auf den FĂ€röern das neue Norske Lov (Norwegisches Gesetz) von 1687 in Kraft, das auf dem absolutistischen dĂ€nischen Grundgesetz von 1665 („Königsgesetz“, dĂ€nisch Kongelov) basierte.

Beinta Broberg (1667–1752) wurde als Romanfigur Barbara weltbekannt. 1997 wurde der Stoff auf den FĂ€röern verfilmt. Die norwegische Schauspielerin Anneke von der Lippe spielt dort die Hauptrolle.

Eine der berĂŒhmtesten Frauen der FĂ€röer lebte zu jener Zeit: Beinta Broberg (1667–1752). Sie war nacheinander mit drei Pfarrern verheiratet, wobei die ersten beiden recht jung verstarben und der dritte wahnsinnig wurde – Stoff genug fĂŒr die Sagen von der „bösen Beinta“, die als fĂ€röische femme fatale durch JĂžrgen-Frantz Jacobsens Roman Barbara weltberĂŒhmt wurde.

Das 18. Jahrhundert

Auch Thomas Kingo (1643–1703) betrat die FĂ€röer nie. Sein dĂ€nisches Kirchengesangsbuch von 1699 war hier dennoch von unschĂ€tzbarem Wert im 18. und 19. Jahrhundert. Die Kingopsalme aus jener Zeit gehören heute zum eigenstĂ€ndigen fĂ€röischen Kulturerbe bis in unsere Tage.

Nach dem Ende der Gabelzeit ĂŒbernahm die dĂ€nische Krone 1709 wieder die Kontrolle ĂŒber die Inseln. Eine Regierungskommission resĂŒmierte die Beschwerden der Bevölkerung, und es kam zu administrativen Reformen.

Von 1720 bis 1776 wurden die FĂ€röer als Teil der dĂ€nischen Kolonie Island von ReykjavĂ­k aus verwaltet. Gleichzeitig wurde das Amt des Gouverneurs der FĂ€röer (amtmaĂ°ur) eingefĂŒhrt. Von 1776 bis 1816 wurden die FĂ€röer dann wieder als Teil von Seeland von Kopenhagen aus verwaltet.

Die Zeit des Ryberg Handels von 1768 bis 1788 wird allgemein als ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung des Landes angesehen. Die FĂ€ringer bekamen Kenntnis von der Klippfischproduktion, der ab da vor allem in die MittelmeerlĂ€nder exportiert wurde. TĂłrshavn erlebte in dieser Zeit eine wirtschaftliche BlĂŒte durch den dĂ€nischen Schmuggelhandel nach England, der wesentlich ĂŒber die FĂ€röer durch Rybergs Handel abgewickelt wurde.

1781/82 erforschte Jens Christian Svabo die FĂ€röer und schrieb den Bericht Indberetninger fra en Reise i FĂŠrĂž 1781–82. Gleichzeitig war er der erste Gelehrte der den Wert der bis dahin mĂŒndlich ĂŒberlieferten fĂ€röischen Tanzballaden erkannte, und sie erstmals schriftlich fixierte. Damit gilt Svabo als der Pionier der fĂ€röischen Schriftsprache, die sich in den folgenden 100 Jahren zu einem konsistenten Regelwerk entwickeln konnte.

Erste HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts

Anfang des 19. Jahrhundert erwuchs mit NĂłlsoyar PĂĄll ein nationaler FĂŒhrer der neueren fĂ€röischen Geschichte. Er kĂ€mpfte verbissen gegen das Handelsmonopol, begrĂŒndete den politischen Mythos des Tjaldurs als nationalem Symbol, revolutionierte das fĂ€röische Boot und baute mit der Royndin FrĂ­Ă°a 1804 das erste eigene Segelschiff der FĂ€röer seit der Wikingerzeit. NĂłlsoyar PĂĄll gilt seitdem als der unbestrittene Nationalheld der FĂ€röer. Er blieb 1809 zur See, als er Getreide fĂŒr seine notleidenden Landsleute importieren wollte.

Nach dem Frieden von Kiel 1814, in dessen Folge die dĂ€nisch-norwegische Personalunion aufgelöst wurde und Norwegen einer Personalunion mit Schweden beitreten musste, blieben die FĂ€röer zusammen mit Island und Grönland bei DĂ€nemark. 1816 wurde das LĂžgting aufgelöst und der LĂžgmaĂ°ur abgeschafft. Der AmtmaĂ°ur trat an seine Stelle und residierte von nun an in TĂłrshavn. Die FĂ€röer waren somit bis 1948 ein eigenes dĂ€nisches Amt. Dieser Status galt offiziell ab 1821, als Emilius LĂžbner endgĂŒltig zum Verwaltungschef der Inseln avancierte. Zu dieser Verwaltung gehörten die Ämter des Propstes, Richters, Steuereintreibers und bis 1856 auch des Chefs des Monopolhandels. Diese Leute waren nunmehr meist DĂ€nen, wĂ€hrend vorher viele dieser und vergleichbarer Posten von FĂ€ringern bekleidet wurden. Eine Hauptursache hierfĂŒr war, dass es zu jener Zeit nur wenig ausgebildete FĂ€ringer gab, die fĂŒr solche Ämter in Frage gekommen wĂ€ren.[7]

WĂ€hrend Jens Christian Svabos Schriften nach wie vor unveröffentlicht blieben, erlangte der dĂ€nische Pfarrer und Botaniker Hans Christian Lyngbye besondere Bedeutung, als er 1817 die Inseln besuchte und bei Svabo FĂ€röisch lernte. Auch Lyngbye erkannte den Wert der alten SprachdenkmĂ€ler in Form der Balladen und stellte zusammen mit Pastor Johan Henrik SchrĂžter das erste Buch in fĂ€röischer Sprache fertig, das 1822 erschien: FĂŠrĂžiske QvĂŠder om Sigurd Fofnersbane og hans Æt. Die fĂ€röische Literatur erlebte ihre offizielle Geburtsstunde. Bis Ende 2002 lagen 4.306 Buchtitel in dieser kleinsten germanischen Sprache vor.

Die typisch fĂ€röische Holzkirche in HvalvĂ­k stammt aus dem Jahr 1829. Sie begrĂŒndete den Ruhm einer ganzen Handwerkergeneration, die 13 weitere solcher Kleinode schuf.

Im Zeitraum von 1829 bis 1847 wurden die 14 berĂŒhmten fĂ€röischen Holzkirchen errichtet, von denen heute noch 10 existieren. Sie sind Zeugnisse der damaligen Volkskunst, da die Baumeister „gewöhnliche“ Zimmerer und Bootsbauer waren, die die KirchengebĂ€ude auf ihre Art mit Schnitzereien verzierten.

Christian PlĂžyen lebte von 1830 bis 1847 auf den FĂ€röern. Er gilt bei den Einheimischen noch heute als der fĂ€higste und beliebteste dĂ€nische Amtmann, der sich ĂŒber seine Pflichten hinaus fĂŒr ihre Belange engagierte. Und: Er brachte sich FĂ€röisch bei.

Mit der MĂ€rzrevolution 1848 in DĂ€nemark wurde dort von König Frederik VII. der Absolutismus abgeschafft. Eine verfassunggebende Versammlung trat in Kopenhagen zusammen, wo die FĂ€röer vom engagierten Ex-Gouverneur Christian PlĂžyen vertreten wurden. Obwohl DĂ€ne, vertrat er den Standpunkt der meisten FĂ€ringer, wie zum Beispiel die Aufhebung des Monopolhandels. Damit hatte er aber keinen Erfolg. Am 24. November wurden die FĂ€röer der Islandabteilung des dĂ€nischen Innenministeriums unterstellt. In der dĂ€nischen Verfassung vom 5. Juni 1849 war geregelt, dass sie zwei Abgeordnete ins Folketing entsenden. Dass es auf den FĂ€röern keine Volksabstimmung zur Annahme dieser Verfassung gab, sollte fĂŒr nachhaltigen Unmut in der aufkommenden Nationalbewegung sorgen und gilt bei vielen noch heute als ein Grundmakel der Geschichte. Diese Verfassung trat 1850 auf den FĂ€röern in Kraft. 1851 wurden das erste Mal fĂ€röische Abgeordnete ins Folketing gewĂ€hlt.

Niels Winther (1822–1892) gilt als der erste moderne Politiker der FĂ€röer.

Der erste fĂ€röische Abgeordnete im Kopenhagener Oberhaus war der Jurist Niels Winther. Er setzte sich dort vehement fĂŒr die Wiedereinrichtung des LĂžgtings ein. Am 26. MĂ€rz 1852 unterschrieb Frederik VII. das entsprechende Gesetz zur Rehabilitierung des LĂžgtings. Damals hatte das LĂžgting allerdings nur beratende Funktion. Der Gouverneur hatte die exekutive Gewalt auf den Inseln und die Gesetze wurden vom dĂ€nischen Reichstag beschlossen. Seit 1854 wird das LĂžgting vom fĂ€röischen Volk gewĂ€hlt.

Am 1. Januar 1856 wurde der Monopolhandel aufgehoben, der seit 1529 existierte. FÀröische HandelshÀuser traten nun in Konkurrenz zu den etablierten in Kopenhagen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Die FÀröer entwickelten sich so innerhalb von 50 Jahren von einer Jahrhunderte alten und isolierten Agrargesellschaft im Nordatlantik zu einer modernen Fischereination.

Bereits 1832 grĂŒndete der damalige Gouverneur Fritz Tillisch die Sparkasse der FĂ€röer (seit 2006 Eik Bank).

Nationale Erweckung

Sprachforscher, Theologe und Politiker im 19. Jahrhundert: V. U. Hammershaimb

Zweite HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts

Ab 1846 entstand durch das Wirken des Sprachforschers V. U. Hammershaimb die neufĂ€röische Schriftsprache auf etymologischer Grundlage. Bis dahin wurde das FĂ€röische mĂŒndlich in den eigenen Balladen ĂŒberliefert. Hammershaimb und seine Nachfolger begrĂŒndeten die fĂ€röische Literatur und erschlossen alte SprachdenkmĂ€ler.

Was die beiden britischen Gentlemen der Maria-Expedition wohl nicht wussten: Über ihr Grindwalfang-Abenteuer am 16. Juni 1854 in Vestmanna wurde selbstverstĂ€ndlich Buch gefĂŒhrt. Diese Statistik bestĂ€tigt genau das, was diese frĂŒhen Touristen in ihrem Tagebuch beschrieben. Der Reisebericht ist eine authentische Momentaufnahme der FĂ€röer in einer historischen Umbruchphase.

1852 erschien unter der FederfĂŒhrung von Niels Winther die erste fĂ€röische Zeitung FĂŠringetidende, die aber schon nach neun Nummern wieder verboten wurde, weil sie gegen den Monopolhandel und den Amtmann wetterte. Die schlussendliche Aufhebung des Monopolhandels ĂŒber die FĂ€röer am 1. Januar 1856 setzte aber eine Entwicklung in Gang, die nicht mehr aufzuhalten war. Die FĂ€ringer fingen an, selbstĂ€ndig Hochseefischerei und Fernhandel zu betreiben, traten in Kontakt zur Außenwelt. In den folgenden einhundert Jahren konstituierte sich die fĂ€röische Nation, bis sie 1948 als solche von DĂ€nemark anerkannt wurde – allerdings in einem bis heute völkerrechtlich unklaren Zustand.

1861 wurde die erste weiterfĂŒhrende Schule der FĂ€röer (realskĂșlin) in TĂłrshavn errichtet. 1866 wurde die Kommune TĂłrshavn gegrĂŒndet und die Stadt damit gleichzeitig offizielle Hauptstadt des dĂ€nischen Amtes. 1870 folgte das Lehrerseminar (lĂŠraraskĂșlin). 1872 bekamen die FĂ€röer ihren ersten eigenen Fischkutter, eine britische Schaluppe, die Ära der Schaluppenfischerei sollte bis in die 1950er Jahre dauern. Im selben Jahr trat die Kommunalverfassung fĂŒr die FĂ€röer in Kraft und die allgemeinbildende Schule wurde Standard im ganzen Land.

Am 5. Januar 1878 erschien die erste Ausgabe der Zeitung DimmalĂŠtting („MorgendĂ€mmerung“). Von einer vierseitigen Wochenzeitung entwickelte sie sich zu der heutigen großen Tageszeitung. Den Namen erhielt sie von V. U. Hammershaimb.

Das LĂžgtingsgebĂ€ude 1906, ein typisch fĂ€röisches Holzhaus mit Grasdach. Im Hintergrund die Residenz des AmtmaĂ°urs, ein Steinhaus aus fĂ€röischem Basalt. Die Treppe des FolketingsgebĂ€udes in Kopenhagen ist ĂŒbrigens auch aus fĂ€röischem Basalt gefertigt.

Am 6. Mai 1883 eröffnet nach vielen Jahrzehnten des Wartens die erste Apotheke der FĂ€röer. Ihr Chef ist ĂŒber 30 Jahre Olaf Finsen.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es immer mehr gut ausgebildete FĂ€ringer, die in Kopenhagen eine kleine Enklave von Studenten bildeten. 1881 wurde dort die erste nationale Vereinigung der FĂ€ringer gegrĂŒndet. Auf dem Weihnachtstreffen der FĂ€röer 1888 konstituierte sich auch auf den Inseln die Nationalbewegung im Kampf um die eigene Sprache und nationale UnabhĂ€ngigkeit. Erstes Etappenziel war die Sicherung der eigenen kulturellen IdentitĂ€t. Dabei besann man sich v. a. auf das eigene Wikingererbe. Zu diesem Zweck wurde der „FĂ€ringerverein“ (FĂžroyingafelag) gegrĂŒndet.[8]

NĂș er tann stundin komin til handa – Nun ist die Stunde zum Handeln gekommen. Kampflied von JĂłannes Patursson (1866–1946)

1889 erschien das erste fĂ€röische TheaterstĂŒck: VeĂ°urfĂžst von Helena Patursson. Sie war gleichzeitig die erste Feministin des Landes und gab die erste Frauenzeitschrift, Oyggjarnar hinaus. Im selben Jahr kam auch das erste TheaterstĂŒck des Nationaldichters R. C. EffersĂže heraus.

1893 wurde die Seefahrtschule eröffnet und 1896 mit dem Dampfschiff Smiril der erste Linienverkehr zwischen den fĂ€röischen Inseln eingerichtet. Die Volkshochschule der FĂ€röer wurde 1899 von Rasmus Rasmussen und SĂ­mun av SkarĂ°i in KlaksvĂ­k gegrĂŒndet. Es war die erste Bildungseinrichtung, wo FĂ€röisch Unterrichtsfach und -sprache war. Noch heute ist sie fester Bestandteil der Erwachsenenbildung des Landes.

Erste HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts

Nach einem Gesetz vom 22. MĂ€rz 1907 wurde auf den FĂ€röern zum 1. Januar 1908 die Greenwich Mean Time eingefĂŒhrt. Zuvor galt die Mittagssonnenzeit von TĂłrshavn, die 27 Minuten frĂŒher liegt.[9] 1907 wurde auch auf DrĂ€ngen der vielen christlichen Gemeinschaften die Alkoholprohibition auf den FĂ€röern eingefĂŒhrt. Die FĂ€röer sollen ĂŒber Jahrzehnte das trockenste Land Europas werden. Erst 1992 wurde das Verbot wieder gelockert.

Zwischen 1900 und 1920 stieg die Bevölkerungszahl der FĂ€röer von 15.000 auf ĂŒber 21.000, und die Fischereiflotte von 87 auf 144 Schiffe. Bis zum Ersten Weltkrieg herrschte eine wirtschaftlich gĂŒnstige Periode.[10]

Am 10. Dezember 1903 erhielt mit Niels Ryberg Finsen der erste und bisher einzige FĂ€ringer einen Nobelpreis (fĂŒr Medizin). Kurze Zeit spĂ€ter wurde in seiner Geburtsstadt TĂłrshavn der Nyvej in Niels Finsens gĂžta umbenannt.

Ab 1906 wurde die Nationalbewegung zunehmend politisch, als sich die beiden ersten politischen Parteien der FĂ€röer bildeten. Fortan entwickelte sich das fĂ€röische politische Koordinatensystem, wo man nicht nur zwischen Links und Rechts unterscheidet, sondern auch zwischen rigsfĂŠlleskab und lĂžsrivelse – Zugehörigkeit zum Königreich DĂ€nemark vs. Errichtung eines souverĂ€nen Nationalstaates. Am 24. April 1918 konnte die SjĂĄlvstĂœrisflokkurin (UnabhĂ€ngigkeitspartei) erstmals die absolute Mehrheit im LĂžgting erringen. In diesem Jahr entstand auch die erste Autostraße auf den FĂ€röern, die zwei Orte miteinander verband: Skopun und Sandur auf Sandoy.

Im Alter von nur 23 Jahren verstarb der fĂ€röische Jurastudent Jens Olivur Lisberg. Er ist als Vater des MerkiĂ° unvergessen. Auf dem Gedenkstein in FĂĄmjin heißt es wörtlich: Du warst ein edelguter Junge

Am 22. Juni 1919 hisste Jens Olivur Lisberg die erste Flagge der FÀröer in seinem Heimatort Fåmjin. Er hatte sie zusammen mit Studienkameraden in Kopenhagen entworfen. Noch immer hÀngt dieses erste Merkið in der Kirche zu Fåmjin.

William Heinesen (1900–1991) ist der bekannteste FĂ€ringer in der Weltliteratur. Er schrieb zwar auf DĂ€nisch, war aber Zeit seines Lebens einer der einflussreichsten MĂ€nner im nationalen Kulturbetrieb der FĂ€röer.

Auf dieser politischen Ebene wurde wiederum zuerst ein kultureller Kampf gefĂŒhrt: der fĂ€röische Sprachstreit. Bereits am 26. Mai 1929 wurde die Kirche zu GjĂłgv auf FĂ€röisch geweiht. Am 13. Dezember 1938 wurde FĂ€röisch offiziell als Unterrichtssprache an den Schulen anerkannt, am 13. MĂ€rz 1939 folgte die EinfĂŒhrung als Kirchensprache. Die fĂ€röische Literatur trug durch ihre Protagonisten, MĂ€nner wie JĂłannes Patursson, Sverri Patursson, Janus Djurhuus, Hans A. Djurhuus, HeĂ°in BrĂș, Poul F. Joensen entscheidend dazu bei, dass der Sprachenstreit durch die Macht des Faktischen entschieden wurde.

Die fÀröische bildende Kunst etablierte eine eigene Sicht auf die monumentale Natur der Inselwelt. Maler wie Såmal Mikines, und etwas spÀter Ingålvur av Reyni und Zacharias Heinesen schufen eine eigene Bildsprache, die internationale Achtung fand.

William Heinesen (1900–1991) war der wohl bedeutendste fĂ€röische Kulturschaffende des 20. Jahrhunderts. Er schrieb BĂŒcher, die in alle Weltsprachen ĂŒbersetzt wurden, TheaterstĂŒcke, zeichnete Karikaturen, lieferte im hohen Alter noch Scherenschnitte, usw. Er nahm einen erheblichen fördernden Einfluss auf seine Landsleute, organisierte Kunstausstellungen und Konzerte. Als 1960 und erneut 1977 GerĂŒchte kursierten, er sei fĂŒr den Literaturnobelpreis nominiert, lehnte er ihn im Vorfeld mit der BegrĂŒndung ab, dass ihn ein FĂ€ringer verdient hĂ€tte, der auch auf FĂ€röisch und nicht, wie er, auf DĂ€nisch schreibt. In den 80ern nahm er seine Aussage zurĂŒck und bekam 1987 den Nordischen Preis der Schwedischen Akademie, „von dem man sagt, dass ihn diejenigen bekommen, die den Nobelpreis nicht bekommen“.[11]

1923 wurde das LĂžgting vollstĂ€ndig demokratisiert, indem ihm kĂŒnftig weder der Gouverneur noch der Probst automatisch angehören sollten und es seinen Vorsitzenden selber wĂ€hlen konnte – bis heute. Am 23. Januar 1928 wurde mit der JavnaĂ°arflokkurin die Sozialdemokratische Partei der FĂ€röer gegrĂŒndet. Sozialdemokraten wie Petur Mohr Dam und spĂ€ter sein Sohn Atli Dam zĂ€hlten in der Folge zu den Schwergewichten in der fĂ€röischen Politik. Bereits seit 1927 erscheint mit dem sozialdemokratischen Sosialurin die zweitgrĂ¶ĂŸte Zeitung des Landes.

1927 konnten die FĂ€ringer erfolgreich bei der dĂ€nischen Regierung durchsetzen, dass ihre ĂŒberlebenswichtige Fischerei vor Grönland mit FĂžroyingahavn („FĂ€ringerhafen“) einen StĂŒtzpunkt erhielt. Bald sollte diese erste und einzige fĂ€röische Siedlung im Ausland ein großer internationaler Seehafen werden, mit auch fĂŒr die Geschichte Grönlands entscheidenden Konsequenzen.

Bereits 1924 bekamen die FĂ€ringer das erste mal Besuch von Luftfahrtpionieren mit ihren Wasserflugzeugen. WĂ€hrend der erste Besuch von einem Unfall ĂŒberschattet wurde, bei dem ein amerikanisches Flugzeug sĂŒdlich der FĂ€röer ins Meer abstĂŒrzte, aber die Mannschaft geborgen werden konnte, war der zweite Besuch im selben Jahr erfolgreicher. Der italienische Luftfahrtpionier Locatelli wasserte am 15. August 1924 auf dem NĂłlysoyarfjĂžrĂ°ur und machte bei Tinganes fest. Es kam zu einem Menschenauflauf und vielen FestivitĂ€ten. Noch nie hatte man ein Flugzeug aus der NĂ€he gesehen. Erst 1928 bekamen die FĂ€röer wieder Besuch, diesmal vom deutschen Pionier Wolfgang von Gronau, der auf dem TrongisvĂĄgsfjĂžrĂ°ur wasserte und in den Folgejahren hĂ€ufiger die FĂ€röer anflog. Die berĂŒhmtesten Luftfahrtpioniere waren aber Charles Lindbergh und seine Frau Anne Morrow Lindbergh 1933. Sie wasserten ebenfalls auf dem TrongisvĂĄgfjĂžrĂ°ur, und erkundeten die Nordatlantikroute. (siehe Artikel TrongisvĂĄgsfjĂžrĂ°ur)

1937 bekamen die FĂ€röer ihr erstes Gymnasium (FĂžroya studentaskĂșli) in TĂłrshavn. Bis heute ist es das wichtigste Sprungbrett fĂŒr die Jugend zur weiteren Ausbildung, oft zum Beispiel an der UniversitĂ€t Kopenhagen.

Zweiter Weltkrieg und Autonomie

Mahnmal fĂŒr die 132 zur See gebliebenen fĂ€röischen Seefahrer und Fischer 1940–1945
Britische Seekanone auf der Festung Skansin, dem damaligen Hauptquartier der Garnison, die bis zu 8.000 Mann umfasste.

→ Hauptartikel: FĂ€röer im Zweiten Weltkrieg → Hauptartikel: FĂ€röische Verfassungskrise → Hauptartikel: FĂ€röisches Autonomiegesetz

Im Zweiten Weltkrieg wurden die FĂ€röer aus taktischen GrĂŒnden am 12. April 1940 von Großbritannien besetzt, um Deutschland zuvorzukommen. Eine KuriositĂ€t der Geschichte ist die unbeabsichtigte Einflussnahme der Briten auf den jahrzehntelangen Streit um die Flagge der FĂ€röer. Vielleicht haben es die FĂ€ringer dem Schaluppenskipper Hans Mikkelsen zu verdanken, dass ihre Flagge am 25. April 1940 anerkannt wurde und heute auf den Weltmeeren weht, denn er war der erste, der von den Briten gebeten wurde, etwas anderes als den (nunmehr feindlichen) Dannebrog auf See zu verwenden.

Die Briten bauten ĂŒberdies den Flughafen VĂĄgar und ĂŒberließen die Regierung der Inseln ansonsten dem LĂžgting, das nun unvermittelt – abgeschnitten von Kopenhagen – beweisen konnte, dass sich die FĂ€röer selber regieren können.

Der Krieg brachte es mit sich, dass die FĂ€ringer eine zentrale Rolle bei der Versorgung des britischen Marktes mit Fisch spielen sollten. Erstmals erwirtschafteten die Inseln ein eigenes beachtliches Vermögen. Dies trug mit zum Glauben bei, dass sich die FĂ€röer in Zukunft selbstĂ€ndig um ihre Angelegenheiten kĂŒmmern könnten.[12]

Am 9. Mai 1940 wurde die provisorische Regierung der FĂ€röer eingerichtet. Die FĂ€röer hatten nun eigene Gesetzgebungsgewalt, Gerichtsbarkeit und WĂ€hrungspolitik. Am Ende des Krieges war klar, dass es kein ZurĂŒck mehr zu dem Status als dĂ€nischem Amt geben kann, so dass die provisorische Regierung am 27. Oktober 1945 von DĂ€nemark anerkannt wurde. Am 14. September 1946 fĂŒhrten die FĂ€ringer eine Volksabstimmung ĂŒber ihre volle SouverĂ€nitĂ€t durch, und sprachen sich auch bei einer Wahlbeteiligung von 66,4 % mit knapper Mehrheit (48,7 % zu 47,2 %) dafĂŒr aus. Eine zentrale Rolle spielte damals der Rebell JĂĄkup Ă­ JĂĄkupsstovu, der als einziger Politiker konsequent fĂŒr die Loslösung eintrat. DĂ€nemark verweigerte das, trat aber in Verhandlungen, so dass die Inseln mit dem Autonomiegesetz vom 31. MĂ€rz 1948 weitgehende SelbststĂ€ndigkeit genießen.

Die Nation der FĂ€ringer wurde damit völkerrechtlich anerkannt, wobei es hier bis heute Interpretationsbedarf in den bilateralen Beziehungen zu DĂ€nemark gibt. Es gibt eigene fĂ€röische PĂ€sse, Geldscheine, Briefmarken, Autokennzeichen, und vor allem: die Landesregierung der FĂ€röer als Exekutive und das LĂžgting als modernes Parlament, welches sich immer mehr Kompetenzen erwarb. Alleine die Gerichtsbarkeit liegt in letzter Instanz in DĂ€nemark, und auch Sicherheits- und Außenpolitik werden noch in Kopenhagen gemacht.

Die erste Autonomieregierung wurde 1948 nach dem neuen Gesetz gebildet und bestand aus dem unionistischen Sambandsflokkurin, dem sozialdemokratischen JavnaĂ°arflokkurin und dem linksliberalen SjĂĄlvstĂœrisflokkurin. Diese drei Parteien wurden deshalb auch HeimastĂœrisflokkarnir genannt – die „Autonomieregierungsparteien“. Erster Regierungschef war Andrass Samuelsen (1873–1954).

Zweite HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts

Siehe auch: FÀröer im Kalten Krieg

Die 1950er

Nach den LĂžgtingswahlen am 8. November 1950 kam es zu einer Rechtsregierung aus der konservativen Volkspartei FĂłlkaflokkurin und den rechtsliberalen Unionisten Sambandsflokkurin. Das war insofern ein bemerkenswert, als dass beide Parteien diametral entgegengesetzte Haltungen zur Loslösung von DĂ€nemark hatten (und noch heute haben). Da aber die Autonomieregierung etabliert war, wendete man sich auch bei den Separatisten der Volkspartei anderen politischen Themen zu, so dass nunmehr die Konfliktlinie links-rechts in den Vordergrund der fĂ€röischen Politik geriet. Regierungschef wurde Kristian Djurhuus (1895–1984).

Seit 1951 gibt die DÀnische Nationalbank eigene fÀröische Geldscheine heraus: die FÀröische Krone ist im Wert 1:1 an die DÀnische Krone gekoppelt.

Am 3. Dezember 1952 wurde den FÀröern von DÀnemark erklÀrt, dass sie nunmehr Teil der NATO wÀren. Schon vor Beitritt DÀnemarks in die NATO 1949, und auch danach, beschloss das LÞgting, dass die FÀröer neutral bleiben sollten. Zu wichtig schien aber die strategische Lage der FÀröer im Kalten Krieg. 1959 beschloss das LÞgting, der NATO den Betrieb der Radarstation auf dem Sornfelli bei MjÞrkadalur und der LORAN-C-Station in Eiði zu gestatten.

Am 5. Juni 1953 trat das neue dÀnische Grundgesetz in Kraft. Seitdem bildet es zusammen mit dem Autonomiegesetz von 1948 die Verfassung der FÀröer. Weiterhin werden mindestens zwei Abgeordnete ins Folketing entsandt und der dÀnische König bzw. die dÀnische Königin ist Staatsoberhaupt der FÀröer.

Die LĂžgtigswahlen am 8. November 1954 ergaben einen Wahlerfolg des linksrepublikanischen Tjóðveldisflokkurin, der nun 6 statt 2 Sitze im Parlament hatte. Vorsitzender war Erlendur Patursson, der gleichzeitig als Vorsitzender des Fischerverbandes der FĂ€röer (FĂžroya Fiskimannafelag) ein FĂŒhrer der Fischerstreiks 1953 und 1954 war. Trotz des Erfolgs der Linken konnte die Rechtsregierung von 1950 unter Kristian Djurhuus weitermachen, diesmal aber mit Hilfe des eher linksliberalen SjĂĄlvstĂœrisflokkurin als drittem Koalitionspartner.

Der Aufstand von KlaksvĂ­k 1955 entzĂŒndete sich an dem vergleichsweise banalen Streit um den dortigen Chefarzt Olav Halvorsen, einen DĂ€nen, dem vorgeworfen wurde, wĂ€hrend der Besatzungszeit in DĂ€nemark mit den Nazis zusammengearbeitet zu haben und der daher seitens der dĂ€nischen Behörden ausgetauscht werden sollte – zugunsten eines FĂ€ringers. Ironie der Geschichte: Ausgerechnet die KlaksvĂ­kinger, die als Hochburg der UnabhĂ€ngigkeitsbewegung gelten, weigerten sich militant gegen diesen Eingriff, der eigentlich einem Landsmann zugute gekommen wĂ€re. Anstelle einer militĂ€rischen Konfrontation (der KlaksvĂ­ker Hafen war bereits vermint, die Einwohner mit Gewehren bewaffnet, 120 Mann dĂ€nische Elitepolizei unterwegs), kam es im Mai zu einem nur vorlĂ€ufigen Kompromiss. Damit war der Aufstand allerdings nicht beendet, er eskalierte nochmals fĂŒr einige Tage Ende September bis Anfang Oktober 1955 und schließlich nach der Verurteilung der RĂ€delsfĂŒhrer im November mit dem Attentat auf MinisterprĂ€sident Kristian Djurhuus, das jener aber körperlich unverletzt ĂŒberstand.

Bei den LĂžgtingswahlen am 8. November 1958 errangen die Linksparteien Tjóðveldisflokkurin und JavnaĂ°arflokkurin das bisher einzige Mal in der fĂ€röischen Geschichte die HĂ€lfte der LĂžgtingsmandate (7 + 8 von 30). Dennoch konnten sie keine Regierung bilden, und es gab wieder die „Autonomieregierungs“-Konstellation von 1948 aus Sozialdemokraten, Unionisten und SelbstĂ€ndigkeitspartei. Regierungschef wurde Petur Mohr Dam (1898–1968).

Wirtschaft

Noch bis in die 50er wurde mit solchen Schaluppen gefischt.
Steuermann an Bord einer Schaluppe.

Die 50er Jahre bedeuteten das Ende des enormen wirtschaftlichen Wachstums der 40er-Jahre durch die kriegsbedingten Profite auf dem britischen Fischmarkt. Bereits Ende der 40er stagnierten die Fischpreise, und das angesparte Guthaben wurde zur Erneuerung der Fischereiflotte benötigt. Erschwerend kam hinzu, dass durch den Koreakrieg die Weltmarktpreise fĂŒr Rohstoffe und IndustriegĂŒter erheblich anstiegen. Viele der fĂ€röischen Schiffe waren veraltet. Bezeichnend war auch, dass viele der Reeder sogenannte „Dorfreeder“ (bygdarreiĂ°arĂ­) waren, die in erster Linie die ArbeitsplĂ€tze des Dorfes im Auge hatten aber keine Erfahrungen im Schiffsmanagement und auch kein Kapital, um gegen die auslĂ€ndische Konkurrenz standzuhalten. So gingen die allermeisten dieser Dorfreeder Pleite.

Die SjĂłvinnubankin („Seewirtschaftsbank“) finanzierte damals den grĂ¶ĂŸten Teil der Fischereiwirtschaft. Somit war die Bank unmittelbar betroffen, wenn kleine Reeder und andere Fischereibetriebe Pleite gingen. Hinzu kam eine ausgeprĂ€gte Vetternwirtschaft in der Bank. Man kĂŒmmerte sich bei Kreditvergaben wenig darum, in welchem Zustand die Schiffe waren und welche Erfahrungen die Dorfreeder hatten, und das Management bediente sich selbst mit Krediten fĂŒr ihre eigenen Fischereiunternehmen. So musste die SjĂłvinnubankin 1951 und 1952 Konkurs anmelden. Die Regierung nahm sich der Sache an, und die Verantwortlichen wurden zu GefĂ€ngnis- und Geldstrafen verurteilt.

Danach wurde die SjĂłvinnubankin wieder mit Millionenkrediten und Einlagen neu aufgebaut. Der Großteil kam aus dem dĂ€nischen Haushalt. Aber auch der Marshallplan spielte eine wichtige Rolle fĂŒr den Wiederaufbau der fĂ€röischen Wirtschaft. Von den 1,2 Milliarden Kronen, die DĂ€nemark bekam, gingen 10 Millionen an die FĂ€röer. Damit wurde eine neue Flotte finanziert, aber zum Beispiel auch das Wasserkraftwerk in Vestmanna.

Die FĂ€röer fingen nun auch im großen Stil mit der Heringsfischerei im Nordmeer an.

Soziales

Mit der Autonomie 1948 wurde direkt die öffentliche Versorgung, die Sozialversicherung und die Unfallversicherung vom fĂ€röischen Staat ĂŒbernommen. Damals wurden etwa 1/7 des Landeshaushalts fĂŒr Sozialausgaben verwendet (heute sind es 1/3).

Die meiste Zeit der 50er-Jahre war die fĂ€röische Gesellschaft in einer ernsthaften Krise. Durch die Pleiten der Reeder und Fischereibetriebe wurden 1000 Menschen arbeitslos. Es gab keine Arbeitslosenhilfe, und entsprechend groß war die Not derjenigen, die selber sehen mussten, wie sie ĂŒber die Runden kommen. Viele emigrierten nach DĂ€nemark, Island oder Norwegen. Viele von denen, die nach DĂ€nemark gingen, nahmen ihre Familien mit und kamen nie wieder auf die FĂ€röer zurĂŒck.

Ende der 50er kam es wieder zu einem Aufschwung. Dadurch Ă€nderte sich auch das Bewusstsein der FĂ€ringer. Ging es zuvor darum, einfach nur zu ĂŒberleben, wĂŒnschte man sich nun ein besseres Leben. Die Gewerkschaften stellten nun weitergehende Forderungen. In Streiks kĂ€mpfte man um höhere Löhne. Es wurden eine Alters- und Invalidenrente und andere soziale Sicherungssysteme eingefĂŒhrt.

Die EinfĂŒhrung des Sozialstaats wird auch als Folge des oben genannten KlaksvĂ­k-Aufstands und des Kalten Krieges gewertet. Die USA machten danach Druck auf DĂ€nemark, die Lage auf den FĂ€röern zu verbessern, weil man dort nicht nur nationale UnabhĂ€ngigkeitsbestrebungen, sondern auch soziale MissstĂ€nde als Ursache fĂŒr die Unruhen ausmachte.

Kultur

Die fĂ€röische Literatur wandelte sich ebenfalls unter dem Eindruck des Kalten Krieges. War sie in den 30er und 40er Jahren sozialrealistisch, so fand nun in den 50ern eine „innere Emigration“ statt, die Autoren wie Karsten Hoydal, Jens Pauli Heinesen, William Heinesen und nicht zuletzt Regin Dahl zu eher psychologischen Betrachtungen der Gesellschaft fĂŒhrten.

Das Geistesleben jener Zeit war von harten ideologischen Auseinandersetzungen geprĂ€gt. Wer in die sozialistischen LĂ€nder reiste und mit positiven Berichten zurĂŒck kam, konnte damit rechnen, in den fĂ€röischen Zeitungen als besonders „unfĂ€röisch“ bezeichnet zu werden.

In den 50ern verhĂ€rtete sich auch der Streit um die Rechtschreibung der fĂ€röischen Sprache. Schließlich wurden 1954 vom LĂžgting die endgĂŒltigen Rechtschreibregeln beschlossen.

1957 wurde mit Útvarp FĂžroya der erste nationale öffentlich-rechtliche Rundfunksender gegrĂŒndet. Ein LĂžgtingsgesetz regelt seine Kompetenzen. Das Radio wurde sofort Allgemeingut im Volk und wurde ein einendes Band zwischen allen FĂ€ringern, die nun erstmals alle die gleichen Informationen hatten. Mit dem Radio kam auch Schwung in das fĂ€röische Musikleben. Es erschienen fĂ€röische Langspielplatten und man schuf so mit Liedern wie Eitt sunnukvĂžld Ă­ plantaguni 
 („Ein Sonntagabend im Stadtpark 
)“ und HvĂžnn ein mĂĄnadag 
 („Jeden Montag 
“) die ersten Evergreens der modernen fĂ€röischen PopulĂ€rmusik.

In den 50ern erlebten die Plymouth Brethren (BrĂŒdergemeinden) einen erheblichen Anstieg und waren nun sehr stark im Vergleich zu anderen nordischen LĂ€ndern.

Die 1960er

Die 60er waren geprĂ€gt von der Etablierung einer Wohlfahrtsgesellschaft auf den FĂ€röern. Sie erlebten ein großes Wachstum sowohl im Export als auch in der finanziellen UnterstĂŒtzung aus DĂ€nemark. Dadurch wurden radikale politische Forderungen stark abgemildert und eine allgemeine Entpolitisierung war die Folge[13].

Nach den Wahlen am 8. November 1962 zeichnete sich zunĂ€chst eine Linkskoalition aus JavnaĂ°arflokkurin (8 Sitze) und Tjóðveldisflokkurin (6 Sitze) ab. Zusammen hĂ€tten sie als Minderheitenregierung 14 von 29 Sitzen gehabt. Ein Koalitionsvertrag war bereits ausgehandelt, aber trat nicht in Kraft. Stattdessen bildete FĂłlkaflokkurin unter HĂĄkun Djurhuus (1908–1987) die sogenannte „SelbstĂ€ndigkeitsregierung“ (SjĂĄlvstĂœrislandstĂœriĂ°) mit dem Tjóðveldisflokkurin, der damit erstmals in Regierungsverantwortung geholt wurde. Aber außer einer ausgeprĂ€gten separatistischen Rhetorik geschah nichts Wesentliches in diese Richtung. Die Historiker Petur Martin Rasmussen und Hanus A. Samuelsen meinten in FĂžroya SĂžgu (1965), dass der Hauptgrund fĂŒr den Stillstand war, dass man sich unter den Regierungspartnern nicht ĂŒber die Finanzierung der Übernahme dĂ€nischer Institutionen einig werden konnte.

Nach den Wahlen am 8. November 1966 erschien eine Regierungsbildung zunĂ€chst aussichtslos, aber man einigte sich auf das alte Muster der HemstĂœrisflokkarnir (Sozialdemokraten, Unionisten, SelbstĂ€ndigkeitspartei).

Der erste Tunnel der FÀröer wurde 1963 auf Suðuroy eröffnet. Er verbindet den Hauptort TvÞroyri mit Hvalba im Norden. Die Zahl der Tunnel belÀuft sich inzwischen auf knapp 20.

Bereits 1959 erklĂ€rten die FĂ€röer die Ausweitung der HoheitsgewĂ€sser auf eine 12-Seemeilenzone, die von der KĂŒstenlinie aus gemessen wurde. Großbritannien bekam eine Sondergenehmigung, die ihnen fĂŒr 3 Jahre erlaubte, bis zur 6-Seemeilengrenze fischen zu dĂŒrfen, diese Regelung konnte jeweils mit Jahresfrist gekĂŒndigt werden. Obwohl die Briten protestierten und mit Sanktionen gegen die FĂ€röer drohten, richteten diese 1964 die 12 Seemeilenzone ausgehend von einer begradigten Basislinie ein. Als Konsequenz fĂŒhrte Großbritannien Quoten fĂŒr fĂ€röischen Eisfisch ein.

1968 folgte die Aufnahme der FÀröer in die EFTA.

Wirtschaft

Der Trawler Magnus Heinason von 1961

Das Wirtschaftswachstum der 60er beruhte zum großen Teil auf dem Marshallplan. Die alten Schaluppen und Schoner wurden zugunsten von modernen Trawlern ausgetauscht. Damit war eine Ganzjahresfischerei möglich geworden. Am meisten wurde in die Leinenfischerei vor Grönland investiert. Die in den 50ern angefangene Heringsfischerei versechsfachte sich in den Jahren 1963–67. Fischfabriken wurden gebaut, aber 1970 waren die HeringsbestĂ€nde ĂŒberfischt. Es entstanden neue ArbeitsplĂ€tze an Land, und der Export stieg 1960–69 um 100 %.

Im selben Zeitraum wuchs der dĂ€nische Zuschuss um 394 %, zumal man dort der Auffassung war, dass auch die Außengebiete des Königreichs vom neuen Wohlfahrtsstaat profitieren sollten. 1965/66 stammten 45 % der auf den FĂ€röern investierten öffentlichen Gelder vom dĂ€nischen Staat.

Soziales

Die Fischindustrie schuf neue ArbeitsplĂ€tze fĂŒr Frauen, die immer mehr auf den Arbeitsmarkt drĂ€ngten.

Die 60er bedeuteten einen erheblichen Anstieg des Lebensstandards der FĂ€ringer. 1958–73 verdoppelten sich die Reallöhne der Arbeiter.

Die Frauen begannen, Forderungen nach besserer Behandlung zu stellen, aber gingen noch nicht so weit, GesellschaftsÀnderungen und Teilhabe an der politischen Macht zu verlangen. Frauen strömten aber immer mehr auf den Arbeitsmarkt. Auf den Dörfern arbeiteten sie in den Fischfabriken, und in Tórshavn in der Verwaltung.

Das Wirtschaftswachstum fĂŒhrte zu einem Ausbau des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens. Es wurden das Landeskrankenhaus gebaut, das Lehrerseminar (pĂ€dagogische Hochschule) eingerichtet, das Gymnasium in Hoydalar erweitert, die UniversitĂ€t der FĂ€röer (Fróðskaparsetur FĂžroya 1965) gegrĂŒndet, das Kunstmuseum der FĂ€röer (1970) eröffnet, die Christianskirche (1963) in KlaksvĂ­k gebaut, usw.

Die BeschĂ€ftigung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt und die Ganzjahresfischerei fĂŒhrten zu einer Wanderungsbewegung von den Dörfern nach TĂłrshavn. Das alte lĂ€ndliche Dorfbild verschwand immer mehr, und die Haushalte bekamen Annehmlichkeiten wie Toiletten, Elektroherde, KĂŒchengerĂ€te und TiefkĂŒhltruhen.

Trotz des Wirtschaftswachstums war in der fĂ€röischen Gesellschaft nicht Platz fĂŒr alle. Viele junge Leute wanderten nach DĂ€nemark aus, die meisten von ihnen MĂ€dchen im Alter von 15–19 Jahren. Nur wenige von ihnen kamen wieder zurĂŒck, und so gab es bald mehr MĂ€nner als Frauen auf den FĂ€röern. Eine Ursache hierfĂŒr war, dass der Dienstleistungssektor auf den FĂ€röern noch unterentwickelt war, wo es ArbeitsplĂ€tze fĂŒr die jungen Frauen gegeben hĂ€tte. Hinzu kam die mangelnde UnterstĂŒtzung alleinerziehender MĂŒtter und ein gesellschaftliches Klima, in dem Frauen nicht zugetraut wurde, fĂŒr sich selber zu sorgen.

Kultur

Hans Hansen, Selbstportrait, 1966.

In den 60ern entwickelte sich die bildende Kunst der FĂ€röer. Das hing unter anderem damit zusammen, dass der Ruhm von SĂĄmal Mikines mithalf, Vorurteile gegenĂŒber der „brotlosen Kunst“ abzuschaffen. Der Bau der Kunstgalerie (spĂ€ter Kunstmuseum) der FĂ€röer war ein Zeichen fĂŒr die Förderung seitens der Landesregierung.

1965 wurde die UniversitÀt eingerichtet. ZunÀchst wurde nur die fÀröische Sprache unterrichtet, aber sie sollte eine richtige UniversitÀt werden. Heute ist jeder fÀröische Lehrer Absolvent dieser UniversitÀt.

FĂ€röische Literatur in der Muttersprache wurde immer selbstverstĂ€ndlicher. Der Modernismus und Neorealismus breiteten sich in der Prosa und Lyrik aus, und es wurde ĂŒblich, auch internationale Themen in der Literatur zu behandeln, wie zum Beispiel die drohende Gefahr eines Atomkrieges, der Vietnamkrieg oder die Jugendrevolten.

Es kamen neue Zeitschriften heraus, und die meisten Parteien hatten ihre eigenen Zeitungen. In Kopenhagen erschienen die Zeitungen Oyggjaframi, Oyggjaskeggi und die Zeitschrift FjĂžlnir.

1963 wurde die Volkskirche ein Unterbistum. Zuvor war sie 400 Jahre lang eine Propstei.

Das Musikleben blĂŒhte in den 60ern auf. In den meisten Dörfern gab es eigene Bands, die sich an den großen Vorbildern der britischen und amerikanischen Rockmusik orientierten. Es gab aber auch Gruppen, die auf FĂ€röisch sangen, wie die legendĂ€ren Faroe Boys und Tey ĂĄ Kamarinum.

Die 1970er

Erste Briefmarke des Postverk FÞroya von 1976. Abgebildet ist Merkið, die Flagge der FÀröer. Gezeichnet wurde die Briefmarke von Zacharias Heinesen.

Bei den LĂžgtingswahlen am 7. November 1970 ergab sich keine große Änderung, und die alte Koalition der HeimastĂœrisflokkarnir (Sozialdemokraten, Unionisten, SelbstĂ€ndigkeitspartei) wurde fortgesetzt.

1970 erhielten die FÀröer eine eigene ReprÀsentation im Nordischen Rat. Seitdem weht die Flagge der FÀröer dort gleichberechtigt neben denen der anderen Nationen Skandinaviens.

Als DĂ€nemark 1972 der EuropĂ€ischen Gemeinschaft beitrat, verweigerten die FĂ€röer per Volksabstimmung 1973 und LĂžgtingsbeschluss 1974 diesen Schritt. Dieser Status gilt bis heute. Grund dafĂŒr ist die alleinige AbhĂ€ngigkeit der Wirtschaft von der Fischerei, insbesondere in den eigenen HoheitsgewĂ€ssern.

Nach der Wahl am 7. November 1974 bildete sich eine zuvor nie dagewesene Koalition aus Sozialdemokraten, Volkspartei und Republikanern. Die Regierung setzte sich fĂŒr eine verstĂ€rkte Übernahme von Kompetenzen ein, die noch bei DĂ€nemark lagen. 1975 ging die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr die Sozial- und Bildungspolitik von DĂ€nemark an die fĂ€röische Regierung.

1976 wurde Postverk FĂžroya gegrĂŒndet und somit das Postwesen von DĂ€nemark ĂŒbernommen. Seitdem gibt es eigene Briefmarken – ein nicht unwesentlicher Exportfaktor und Kulturvermittler. Die meisten Menschen in aller Welt, denen die FĂ€röer und ihre Kultur und Geschichte ein besonderer Begriff sind, dĂŒrften heute die Philatelisten sein.

Durch die Übernahme dieser wichtigen öffentlichen Bereiche wurde die Landesregierung der grĂ¶ĂŸte Arbeitgeber des Landes.

Die Ölkrise 1973 wirkte sich auch auf die FĂ€röer aus, wo man mit dem Öl bis dahin sehr großzĂŒgig umging. Insbesondere die Fischereiflotte war davon betroffen. Hinzu kam 1975 ein Fall der Fischpreise, so dass die Flotte 1975 in einen „Streik“ trat und den Hafen von TĂłrshavn fĂŒr 10 Tage blockierte. Die Folge war die Einrichtung eines staatlichen „Rohfisch-Fonds“ (RĂĄfiskagrunnurin), der zu jedem Kilo Fisch zusĂ€tzlich Geld beisteuern sollte, wenn die Preise zu niedrig waren. Im Gegenzug sollte bei hohen Fischpreisen in den Fonds eingezahlt werden. Die freie Marktwirtschaft war somit in der Fischindustrie ausgehebelt.

1976 gab es eine große Demonstration gegen die Anwesenheit der NATO auf den FĂ€röern.

Wirtschaft

Die Smyril IV wurde 1975 in Betrieb genommen und verbesserte nicht nur die Verbindung unter den FÀröern, sondern auch mit dem Ausland.

Die Jahre 1970–73 waren in wirtschaftlicher Hinsicht die besten seit dem Kriege. Die FĂ€röer erlebten ein sehr großes Wachstum im Export, aber die Ölkrisen 1973 und 1979 sorgten dafĂŒr, dass die Außenhandelsbilanz wieder ausgeglichen war.

Seit 1977 gilt die 200-Seemeilen-Zone um die FÀröer. Damit wurde die Existenzgrundlage der Inselnation rÀumlich abgesichert. In der Folge wurde die Hochseefischerei weitgehend in die eigenen HoheitsgewÀsser verlagert. Allerdings gab es dort eine geringere Ausbeute, und die Flotte musste den neuen VerhÀltnissen entsprechend umgebaut werden.

Die Landesregierung fing an, im Ausland Kredite aufzunehmen, um die immer grĂ¶ĂŸer werdenden Investitionen abdecken zu können. Investiert wurde in neue Schiffe und Fischfabriken, aber auch in die Infrastruktur an Land. Unter anderem wurde das SMS-Einkaufszentrum in TĂłrshavn gebaut, und vor allem Straßen, Tunnel und HĂ€fen.

Die BrĂŒcke ĂŒber den Sundini zwischen Streymoy und Eysturoy wurde 1973 in Betrieb genommen, was damals ein Großereignis war. Eine neue Generation der AutofĂ€hre Smyril wurde 1975 angeschafft und fuhr im Sommer sogar nach Schottland, Norwegen, DĂ€nemark und Island.

Soziales

Die FĂ€röer wurden eine Wohlfahrtsgesellschaft, und der Lebensstandard befand sich nun auf gleicher Höhe mit den skandinavischen NachbarlĂ€ndern. Man schaute bis zur ersten Ölkrise optimistisch in die Zukunft.

Als AuslĂ€ufer der 68er-Bewegung formierte sich auf den FĂ€röern die Frauenbewegung. Eine Hauptforderung war gleicher Lohn fĂŒr gleiche Arbeit. 1977 wurde ein Vertrag zwischen der Gewerkschaft und dem Arbeitgeberverband ausgehandelt, dass Frauen und MĂ€nner ab dem 1. Mai 1981 gleichgestellt sein sollen.

Die Frauen kĂ€mpften auch gegen moralische Vorurteile in der fĂ€röischen Gesellschaft, die ein traditionelles Frauenbild hatte. Sie wollten ihre SelbstĂ€ndigkeit beweisen, egal ob sie verheiratet waren, oder nicht. Frauenvereine wurden gegrĂŒndet, um fĂŒr die feministische Sache zu streiten.

Im VerhĂ€ltnis zu den Menschen mit Behinderungen tat sich Grundlegendes. Fast 100 Jahre lang schickte man die Behinderten nach DĂ€nemark, aber in den 70ern fand ein Geisteswandel statt. 1971 wurde ein Verein gegrĂŒndet, der sich um die Behinderten und ihre Angehörigen kĂŒmmern sollte. Zwei Jahre spĂ€ter kamen die ersten geistig Behinderten wieder zurĂŒck, und 1980 waren die meisten wieder daheim.

Es wurde ein System der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall eingefĂŒhrt. Geplant war, dass das Land und die Arbeitgeber gleichermaßen dafĂŒr aufkommen sollten, aber als das Gesetz in Kraft trat, war es schließlich nur noch das Land, das die Kosten zu tragen hatte.

Kultur

Die neue Landesbibliothek wurde 1979 eingeweiht. SĂ€mtliches Schrifttum von den FĂ€röern, und ĂŒber die FĂ€röer wird hier gesammelt.

In den 70er Jahren entwickelte sich das fĂ€röische Kulturleben weiter. 1971 kamen beispielsweise 45 BĂŒcher in fĂ€röischer Sprache heraus, und 1977 wurde die Plattenfirma Tutl von Kristian Blak gegrĂŒndet, der wie kaum ein anderer das fĂ€röische Musikleben nachhaltig prĂ€gen sollte.

Es entstanden viele neue Rockgruppen, die an den Wochenenden Tanzmusik spielten. Das meiste waren englische Liebeslieder, aber es gab auch gesellschaftskritische Töne von HarkaliĂ°iĂ° und KĂĄri P. In TĂłrshavn gab es den Jazzkeller Perluni, der aber „in Verruf“ geriet und vom Stadtrat geschlossen wurde.

An den Schulen wurde das Abitur immer noch auf DĂ€nisch gemacht, wenn die PrĂŒfer DĂ€nen waren und kein FĂ€röisch konnten. 1974 forderten die SchĂŒler in Hoydalar die ausschließliche Verwendung des FĂ€röischen im Abitur. Das war auch soweit möglich, aber nicht bei den mĂŒndlichen PrĂŒfungen in Sozialkunde. Zwei SchĂŒler sprachen dennoch FĂ€röisch und bekamen deswegen ihr Abitur nicht. Im Jahr darauf weigerten sich zwölf SchĂŒler, ihre schriftlichen PrĂŒfungen in Biologie auf DĂ€nisch zu schreiben. Sie verweigerten auch die Möglichkeit, die Arbeiten ĂŒbersetzen zu lassen, da sie nicht wollten, dass die Übersetzungen statt ihrer Originalarbeit bewertet werden. Auch diese zwölf bekamen ihr Abitur nicht.

Ab 1975 wurde an der UniversitĂ€t ein Magisterstudiengang in FĂ€röisch angeboten, aber es wurde immer noch viel auf DĂ€nisch geschrieben. Zum Beispiel war ein Großteil der Zeitung DimmalĂŠtting nach wie vor auf DĂ€nisch.

Die Literatur der 70er war politisch links beeinflusst. Autoren wie Hanus Andreassen, Alexandur Kristiansen und JĂłanes Nielsen schrieben ĂŒber internationale Politik, die VerhĂ€ltnisse auf dem Arbeitsmarkt und sozialpsychologische Themen.

1979 zog die Landesbibliothek der FÀröer in ein neues GebÀude.

Die 1980er

Der Bau des Wasserkraftwerks in Eiði begann 1984 und machte die FÀröer unabhÀngiger von fossilen Brennstoffen.

1980 zerbrach die große Koalition aus Sozialdemokraten, Republikanern und Volkspartei, die sechs Jahre lang das Land regierte. Der Bruch entstand zwischen Sozialdemokraten und Republikanern auf der einen und der Volkspartei auf der anderen Seite, ob die Smyril auch im Winter nach Schottland fahren sollte, wogegen die Volkspartei war.

Bei den Neuwahlen am 8. November 1980 gewannen die Unionisten einen weiteren Sitz, wĂ€hrend die Sozialdemokraten einen einbĂŒĂŸten. Es war ein Richtungswahlkampf rechts-links, und als Ergebnis bildete sich eine Rechtsregierung aus Unionisten, Volkspartei und SjĂĄlvstĂœrisflokkurin unter dem LĂžgmaĂ°ur Pauli Ellefsen von den Unionisten. Kurze Zeit spĂ€ter wurden die Winterfahrten der Smyril gestoppt.

Die neue Landesregierung verdreifachte in ihrer Amtszeit die Auslandsverschuldung der FĂ€röer und investierte z. B. in Frachtschiffe und das Wasserkraftwerk in EiĂ°i. Letzteres war notwendig, nachdem der Energiebedarf der FĂ€röer immer mehr angestiegen war. Hinzu kam der Wille, sich vom teuren Öl unabhĂ€ngiger zu machen. Das Projekt kostete am Ende 600 Millionen Kronen.

Bei den Wahlen am 8. November 1984 gewannen die Sozialdemokraten wieder einen Sitz im LĂžgting und wurden stĂ€rkste Partei. Auch die Volkspartei gewann einen Sitz, wĂ€hrend Samband und SjĂĄlvstĂœri jeweils einen verloren. Die neue Regierungskoalition bestand aus Sozialdemokraten, Republikanern, SjĂĄlvstĂœri und der neugegrĂŒndeten Kristiligi FĂłlkaflokkurin (Christliche Volkspartei). Die Regierung versuchte, die Wirtschaft unter Kontrolle zu bringen, aber das misslang, und auch in ihrer Amtszeit verdreifachte sich die Auslandsverschuldung erneut.

Bei den Wahlen am 8. November 1988 wurde die Volkspartei stĂ€rkste Kraft und bildete eine Regierung mit den Republikanern, SjĂĄlvstĂœri und der Christlichen Volkspartei unter JĂłgvan Sundstein. Schon 1989 kriselte es in der Koalition, und die Unionisten traten an die Stelle von SjĂĄlvstĂœri und der Christlichen Volkspartei.

Am 1. Januar 1988 wurden gegen den Widerstand der Unionisten die stĂ€ndigen Subventionen DĂ€nemarks in den jĂ€hrlichen, so genannten Blockzuschuss umgewandelt, der eine bessere Kontrolle ĂŒber den fĂ€röischen Haushalt ermöglichte. Diesen Blockzuschuss gibt es noch heute (2007), aber geplant ist, ihn bis 2015 ganz zu ĂŒberwinden.

Wirtschaft

Mit dem Wirtschaftsboom der 80er wurde auch Umweltverschmutzung erstmals ein Thema auf den FĂ€rlöern. Als Fischereination sind sie besonders auf die Reinhaltung der Meere angewiesen. Diese Briefmarke von BĂĄrĂ°ur JĂĄkupsson 1986 zeigt die Nahrungskette von Fischen, ĂŒber Tintenfische hin zum Grindwal, der traditionell eine subsistenzwirtschaftliche NahrungsergĂ€nzung der FĂ€ringer ist, die am Ende dieser Kette stehen.

Auch die FĂ€röer blieben vom Monetarismus und der Angebotspolitik nicht unberĂŒhrt und so sprach man in den Regierungsparteien Anfang der 80er von einem notwendigen „Systemwechsel“. Der Ölpreis erreichte einen Höhepunkt, was sich erheblich auf das fĂ€röische Wirtschaftsleben und die Volkswirtschaft auswirkte. DĂ€nische Kredite strömten auf die FĂ€röer. 1980–1988 wuchsen die BĂŒrgschaften von 269 Millionen DKK auf 2.840 Millionen DKK. Sowohl die Banken als auch die Kunden profitierten davon, denn die Kreditzinsen waren in DĂ€nemark niedriger als die Guthabenzinsen auf den FĂ€röern. Hinzu kam, dass nur die HĂ€lfte der Zinsgewinne versteuert werden mussten. WĂ€hrend das KreditgeschĂ€ft boomte, verlor die Landesregierung enorme Summen an Steuereinnahmen.

Insgesamt wuchs der Schuldenberg von 1 Milliarde DKK 1980 auf 8,5 Milliarden DKK 1990.

Ein tiefer Fall der fĂ€röischen Ökonomie setzte Mitte 1989 mit der Wirtschaftskrise der FĂ€röer ein. Das Bruttoinlandsprodukt sank um ein Drittel, und rund 10 % der Bevölkerung wanderten aus. Waren die FĂ€röer zuvor ein Land der VollbeschĂ€ftigung gewesen, das den Anschluss an die Weltspitze geschafft hatte, so war seitdem Arbeitslosigkeit wieder ein Problem.

Im November 1987 wurde die erste eigene fĂ€röische Fluggesellschaft Atlantic Airways gegrĂŒndet. Der erste regulĂ€re Flug fand im Jahr darauf statt. Heute hat Atlantsflog, wie es auf FĂ€röisch heißt, vier Passagierjets fĂŒr den Linien- und Charterverkehr.

Soziales

Auch in den 80ern hĂ€lt das stetige Bevölkerungswachstum an. Allerdings ist es in TĂłrshavn und dem SĂŒden von Eysturoy ĂŒberdurchschnittlich hoch. Mitte der 80er hatte die Kommune TĂłrshavn rund 2.000 Anfragen fĂŒr BaugrundstĂŒcke vorliegen. Der Stadtrat versuchte, das Problem zu lösen, indem in HoyvĂ­k ein Neubaugebiet ausgewiesen wurde, wo Einfamilien- und ReihenhĂ€user entstanden. Der große Bedarf an Wohnraum trieb die Mieten und GrundstĂŒckspreise in die Höhe. FĂŒr junge Leute war es fast unbezahlbar, ein Zimmer zu mieten, aber es gab gĂŒnstige Langzeitkredite fĂŒr kĂŒnftige Eigenheimbesitzer.

Die Reallöhne stiegen trotz der hohen Preise in den 80ern um 15–20 %. Die Fischer bekamen garantierte Tariflöhne, die laufend angepasst wurden. KĂŒstenfischer, die auf keinem Schiff anheuerten, bekamen einen Mindestlohn vom Land. ZusĂ€tzlich gab es fĂŒr jedes Kilo gefangenen Fisch einen Zuschuss aus der Landeskasse.

Das Wirtschaftswachstum in den 80ern verĂ€nderte die sozialen VerhĂ€ltnisse auf den FĂ€röern grundlegend. Die große Nachfrage nach ArbeitskrĂ€ften fĂŒhrte zu einer allgemeinen VerlĂ€ngerung der Wochenarbeitszeit. Dadurch verschlechterte sich die Lage der Kranken und Alten, die zuhause gepflegt wurden. Um diesem Missstand zu begegnen, wurden Alters- und Pflegeheime eingerichtet. Dennoch konnte der Bedarf hierfĂŒr nicht befriedigt werden, und so brachte man ein Gesetz auf den Weg, wonach Angehörige ein Entgelt fĂŒr die Pflege daheim bekommen sollten. Dieses Gesetz war heftig umstritten, und die Kritiker meinten, es wĂŒrde die Familienbande materialisieren.

Ebenfalls stieg der Bedarf an KindertagesstĂ€tten, und als dieser nicht befriedigt werden konnte, fĂŒhrte man ein System von kommunalen TagesmĂŒttern ein.

Die Lage der Frauen wurde wesentlich verbessert, indem nichtberufstĂ€tige MĂŒtter mit berufstĂ€tigen gleichgestellt wurden und einen 24-wöchigen bezahlten Mutterschaftsurlaub bekamen. Es wurde ein festes steuerfreies Kindergeld fĂŒr alle Kinder ausbezahlt, die zwischen 1/2 und 16 Jahre alt waren.

Auch die Lage der Behinderten verbesserte sich, als 1988 die Sozialhilfe fĂŒr Behinderte vom dĂ€nischen Staat in fĂ€röische HĂ€nde ĂŒberging. Es wurde dafĂŒr gesorgt, dass sie in kleineren Wohneinheiten, teilweise auch auf dem Land, leben durften.

1988 wurde eine neue Rentengesetzgebung verabschiedet. Demnach sollte alle Einwohner der FĂ€röer ĂŒber 67 Jahre das Recht auf eine Mindestrente bekommen.

Kultur

1983 wurde das Haus des Nordens in Tórshavn eingeweiht. Es ist nicht nur eines der architektonisch wertvollsten GebÀude der Inseln, sondern seitdem wichtigstes Kulturzentrum und gesellschaftlicher Treffpunkt. TrÀger des Hauses ist der Nordische Rat

In den 80ern wurde mehr Gewicht auf den materiellen Fortschritt als auf die Kultur gelegt. Beispielsweise wuchs der Import an Kraftfahrzeugen wesentlich mehr als die Herausgabe von BĂŒchern.

Die fĂ€röische Literatur der 80er ist ĂŒberwiegend neorealistisch (etwa JĂłanes Nielsen und OddvĂžr Johansen), realistisch und modernistisch (etwa Lydia Didriksen und Hanus Andreassen) und postmodern (etwa RĂłi Patursson und TĂłroddur Poulsen). Erstmals nehmen Frauen eine bedeutende Stellung unter den Autoren ein und schreiben den grĂ¶ĂŸten Teil der fĂ€röischen Prosa. Der Höhepunkt war der Literaturpreis des Nordischen Rates 1986 fĂŒr Paturssons Gedichtsammlung LĂ­kasum. Es ist das erste (und bisher einzige) Werk in fĂ€röischer Sprache, das diesen renommierten Preis erhielt.

Mit dem Haus des Nordens erhielten die FÀröer 1983 ein internationales Kultur- und Kongresszentrum.

Seit 1984 gibt es ein nationales Fernsehen, Sjónvarp FÞroya. Es ist ebenfalls in öffentlich-rechtlicher Hand und per Gesetz verpflichtet, mindestens ein Drittel der Sendezeit in der fÀröischen Sprache auszustrahlen.

Die fÀröische Sprachpolitik ist seit 1985 durch den Sprachrat institutionalisiert.

Der Ruderer Ove Joensen aus NĂłlsoy sorgte 1986 fĂŒr Furore, als er mit seinem FĂ€röboot Diana Victoria von NĂłlsoy nach Kopenhagen ruderte. Die 900 Seemeilen schaffte er in 41 Tagen. Im darauf folgenden Jahr verunglĂŒckte er tödlich in heimischen GewĂ€ssern.

Der Orkan von Weihnachten 1988 war selbst fĂŒr fĂ€röische VerhĂ€ltnisse zu heftig. DĂ€cher wurden abgedeckt, Autos flogen umher und der TĂłrshavner Stadtpark, der ĂŒber Jahrzehnte kultivierte Beweis, dass es Wald auf den FĂ€röern geben kann, wenn er nur in windgeschĂŒtzen Ecken von den Schafen verschont wird – er wurde beinahe vollstĂ€ndig zerstört. Seitdem wird er wieder aufgeforstet.

Die 1990er

Wirtschaft

Die Mitte 1989 einsetzende Wirtschaftskrise fĂŒhrte zu zusĂ€tzlichen Steuern, Zöllen und Einsparungen. Am 12. September 1990, demselben Tag, als die fĂ€röische Fußballnationalmannschaft beim LĂ€nderspiel gegen Österreich mit dem sensationellen 1:0 von Torkil Nielsen die FĂ€röer in der Welt bekannt machte, fand in Kopenhagen ein Geheimtreffen der fĂ€röischen Landesregierung mit der dĂ€nischen Regierung statt. Dort bat man um Hilfe zur Rettung der fĂ€röischen Wirtschaft. DĂ€nemark verlangte bessere Vorkehrungen seitens der FĂ€ringer und legte einen Monat spĂ€ter einen Plan zur BewĂ€ltigung der Krise vor. Die Regierungskoalition in TĂłrshavn war sich darĂŒber uneinig und zerbrach am 5. Oktober.

Gleichzeitig setzte die Regierung von Poul SchlĂŒter eine Expertengruppe ein, die FĂŠrĂžgruppen, die darĂŒber beraten sollte, wie die LiquiditĂ€tsprobleme der FĂ€röer am besten gelöst werden könnten, so dass es den dĂ€nischen Staat so wenig wie möglich kostete.

Bei den LÞgtingswahlen am 17. November 1990 wurden die Sozialdemokraten stÀrkste Partei und formierten eine Koalition mit der Volkspartei. Zusammen hatten sie 17 von 32 Sitzen.

1992 wurde ein Handelsabkommen zwischen der EuropĂ€ischen Union und den FĂ€röern unterzeichnet, und die VerfĂŒgungsgewalt ĂŒber die fĂ€röischen BodenschĂ€tze (inzwischen wird dort Erdöl vermutet) ging am 11. September von Kopenhagen an die FĂ€röer ĂŒber. Dies wird allgemein als die grĂ¶ĂŸte politische Leistung des MinisterprĂ€sidenten Atli Dam gewertet.

Am 6. Oktober 1992 wurde die fĂ€röische Autonomieregierung unter die Verwaltung des neuen GesamtglĂ€ubigers gestellt – des dĂ€nischen Finanzministeriums. Dadurch war die Landesregierung stark in ihrer politischen Gestaltungsfreiheit eingeschrĂ€nkt.

Im April 1993 zerbrach die bisherige Regierungskoalition, und die Sozialdemokraten taten sich nun mit der SjĂĄlvstĂœrisflokkurin und den Republikanern zusammen.

1993 gipfelte die anhaltende Wirtschaftskrise in dem Bankenskandal der FÀröer. Heftige Auseinandersetzungen zwischen Tórshavn und Kopenhagen waren die Folge. Marita Petersen war damals die erste Frau an der Spitze der fÀröischen Regierung.

Im gleichen Jahr kam es zu diplomatischen Konflikten mit Großbritannien, das selbstĂ€ndig anfing, innerhalb der fĂ€röischen HoheitsgewĂ€sser nach Erdöl zu suchen.

Die neue Koalition hielt nur bis zum Mai 1994, als ein SjĂĄlvstĂœris-Abgeordneter aus der Partei und der Koalition austrat. Es wurden Neuwahlen zum 17. Juli ausgeschrieben. Die Sozialdemokraten erlebten bei der Wahl ein Fiasko und bĂŒĂŸten fast die HĂ€lfte der Stimmen ein. Relativer Wahlsieger waren die Unionisten, die eine Koalition mit SjĂĄlvstĂœri, den Sozialdemokraten und der Verkamannafylkingin eingingen. Letztere war eine NeugrĂŒndung von enttĂ€uschten Sozialdemokraten und errang 3 LĂžgtingssitze. Dort gab es bald parteiinterne Querelen, und zwei ihrer Abgeordneten wurden aus der Partei ausgeschlossen, sie verblieben aber in der Regierungskoalition.

1994 lockerte DĂ€nemark die Schuldnerverwaltung ĂŒber die FĂ€röer. 1995 beschloss das LĂžgting einstimmig, den Bankenskandal vor Gericht zu bringen. Das Folketing war aber mehrheitlich dagegen, und so wurde stattdessen eine Expertenkommission eingesetzt.

Bereits 1996 verließen die Sozialdemokraten die Regierungskoalition, und die Volkspartei ĂŒbernahm ihren Part. Der Grund war die sozialdemokratische Ablehnung eines neues Regierungsgesetzes, demzufolge der LĂžgmaĂ°ur erheblich mehr Macht bekam als zuvor (nĂ€mlich genau so viel wie das LĂžgting). So entließ er 1997 einen SjĂĄlvstĂœri-Minister, weil er meinte, dieser wĂŒrde beim Projekt des VĂĄgartunnels zu sehr fĂŒr eigene Interessen arbeiten. Dadurch zog sich SjĂĄlvstĂœri aus der Koalition zurĂŒck, wodurch sie zu einer Minderheitenregierung wurde, die sich aber noch einige Zeit halten konnte.

Viele FĂ€ringer fĂŒhlten sich im Bankenskandal von der dĂ€nischen Seite ĂŒbervorteilt. Polemiken sprachen von Neokolonialismus und UnterdrĂŒckung der fĂ€röischen Selbstverwaltung. Die dĂ€nischen Medien trugen dazu bei, dass viele FĂ€ringer sich herabgesetzt fĂŒhlten. Das fĂ€röische Fernsehen SjĂłnvarp FĂžroya brachte eine Sendereihe ĂŒber den Bankenskandal, in der eine Verschwörung zwischen der dĂ€nischen Finanzwelt, Regierung und ihrer Expertenkommission behauptet wurde. Gleichzeitig erwachte die Hoffnung der FĂ€ringer auf Erdölfunde im eigenen Hoheitsgebiet.

In diesem Klima gewannen die beiden UnabhĂ€ngigkeitsparteien (Republikaner und Volkspartei) die Wahlen am 30. April 1998. Beide bekamen je 8 Sitze im LĂžgting. Am 9. Mai bildeten sie zusammen mit SjĂĄlvstĂœri die Regierung unter Anfinn Kallsberg. Der Koalitionsvertrag sah die Erlangung der vollen SouverĂ€nitĂ€t der FĂ€röer vor. Der charismatische junge Republikaner HĂžgni Hoydal wurde Minister und stellvertretender Regierungschef.

Am 10. Juni 1998 kam es zur Einigung im Bankenskandal, auch wenn die fĂ€röischen Forderungen an Kopenhagen nicht in voller Höhe realisiert wurden. Alle Sonderauflagen seitens der dĂ€nischen Finanzverwaltung wurden aufgehoben. Die Landesregierung war wieder voll handlungsfĂ€hig und konnte beispielsweise wieder Kredite aufnehmen und dafĂŒr bĂŒrgen, ohne Kopenhagen um Erlaubnis zu fragen. Auch die dĂ€nische ReichsbĂŒrgschaft fĂŒr die fĂ€röischen Banken, die seit 1992 bestand, wurde wieder aufgehoben. Die FĂ€röer erhielten die Chance, ihre Schulden beim dĂ€nischen Staat unter gĂŒnstigen Konditionen zu begleichen. Auch erhielten sie eine EntschĂ€digung fĂŒr die erwiesenen UnregelmĂ€ĂŸigkeiten beim Kauf der FĂžroya Banki.

Soziales

Seit 1995 haben die FÀröer eine eigene Sozialgesetzgebung.

Kultur

1990 erhielten die FĂ€röer von Schweden das KongsbĂłk zurĂŒck, die Ă€lteste Handschrift des Schafsbriefs von 1298.

1992 wurde durch Marita Petersen die strenge Alkoholgesetzgebung auf den FÀröern gelockert. Bier und Spirituosen sind seitdem in staatlichen LÀden frei erhÀltlich.

Der Film Barbara von Nils Malmros, die Verfilmung von JĂžrgen-Frantz Jacobsens weltberĂŒhmtem fĂ€röischen Roman, wurde 1997 in TĂłrshavn uraufgefĂŒhrt. Das dortige Kino war ĂŒber Wochen ausgebucht.

1998 erschien das erste muttersprachliche fĂ€röische Wörterbuch (FĂžroysk orĂ°abĂłk) mit ĂŒber 65.000 Stichwörtern. Damit bekamen die FĂ€röer nach insgesamt vierzig Jahren Vorarbeit als letzte nordische Nation ein Wörterbuch nur in ihrer eigenen Sprache. Leiter des Projekts war Prof. JĂłhan Hendrik Winther Poulsen, der „Sprachguru“ der FĂ€röer.

21. Jahrhundert

Die 2000er

Die neue Landesregierung bereitete die endgĂŒltige UnabhĂ€ngigkeit der FĂ€röer vor, doch 2000 endete das im Fiasko: Die fĂŒr 2001 geplante Volksabstimmung in dieser Sache wurde abgeblasen, da keine eindeutige Mehrheit auf den FĂ€röern zu erwarten war. 2002 kam es zu Neuwahlen. Anfinn Kallsberg von der FĂłlkaflokkurin gewann, doch es kam schnell zum Bruch des BĂŒndnisses mit den Republikanern, so dass 2004 Neuwahlen stattfanden und seitdem nun wieder ein Sozialdemokrat, JĂłannes Eidesgaard die Geschicke des Landes leitet.

Im Juni 2002 erhielten die FĂ€röer die berĂŒhmten KirchengestĂŒhl-Schnitzereien von KirkjubĂžur, mit das grĂ¶ĂŸte Kulturerbe der FĂ€röer, aus dĂ€nischem Besitz zurĂŒck.

Waren im 20. Jahrhundert die fĂ€röische Literatur und bildende Kunst dominierende Faktoren in der kulturellen Entwicklung des Landes und Kulturvermittlung nach außen, so betraten in den letzten 10–15 Jahren auch immer mehr fĂ€röische Musiker die BĂŒhnen dieser Welt – mit Kristian Blak und seinem Label Tutl als dem Mentor der Szene. Wichtige Musikevents sind der Prix FĂžroyar und das G! Festival. Teitur Lassen ist heute ein internationaler Star. GuĂ°run SĂłlja Jacobsen erlebte 2004 ihren ĂŒberraschenden Durchbruch gegenĂŒber der jungen dĂ€nischen Gesangselite im populĂ€ren dĂ€nischen TV-Wettbewerb „Stjerne for en aften“.

2002 gewann Sunleif Rasmussen als erster FĂ€ringer den Musikpreis des Nordischen Rates mit der ersten fĂ€röischen Symphonie Oceanic Days (1995–1997).

Das Jahr 2005

Im Februar 2005 wurde erstmals die Auszeichnung FĂ€röische Person des Jahres (Ársins FĂžroyingur) vergeben. Eine hochkarĂ€tige Jury aus Politik, Kultur, Sport und Wissenschaft bestimmte die junge SĂ€ngerin EivĂžr PĂĄlsdĂłttir zur herausragenden Person des Landes, die „durch ihre Lieder die FĂ€röer auf positivste Art auf der Weltkarte markiert hat“.

Vertrag von FĂĄmjin: „BrĂŒder auf gleicher Augenhöhe“. Der dĂ€nische Außenminister zusammen mit dem LĂžgmaĂ°ur am 29. MĂ€rz 2005.

Am 29. MĂ€rz schlugen JĂłannes Eidesgaard und der dĂ€nische Außenminister Per Stig MĂžller nach eigenen Angaben ein „neues Kapitel in der Geschichte der FĂ€röer“ auf, als sie den Vertrag von FĂĄmjin unterzeichneten. Die FĂ€röer haben nun das verbriefte Recht, in allen internationalen Organisationen als assoziiertes Mitglied vertreten zu sein (die es durch ihre Satzungen erlauben) und in allen diplomatischen Einrichtungen DĂ€nemarks eigene Gesandtschaften zu errichten. Die fĂ€röische Flagge und das Wappen können hierbei gleichwertig verwendet werden.

Am 4. April unterzeichneten Eidesgaard und der dĂ€nische Staatsminister Anders Fogh Rasmussen in Kopenhagen die gemeinsame ErklĂ€rung zur Formulierung des fĂ€röischen Übernahmegesetzes. Als erster Schritt wurde am selben Tag der Flughafen VĂĄgar vom fĂ€röischen Staat ĂŒbernommen. Das Übernahmegesetz wurde am 14. Mai vom LĂžgting verabschiedet. Zur ÓlavsĂžka verkĂŒndete JĂłannes Eidesgaard, dass die FĂ€röer der EFTA wieder beitreten wollen.

Im Juni besuchten Königin Margrethe, Prinz Henrik, Kronprinz Frederik und Kronprinzessin Mary die FÀröer.

Am 31. August gingen die FĂ€röer den bisher weitesten außenpolitischen Schritt ihrer Geschichte, als sie eine gemeinsame Wirtschaftszone mit Island beschlossen. Bereits am 2. September wurden alle gegenseitigen Zölle und HandelsbeschrĂ€nkungen aufgehoben.

Am 1. November nahm die neue AutofÀhre Smyril ihren Dienst zwischen Tórshavn und Suðuroy auf.

Geschichtswissenschaft auf den FÀröern

Wichtiger Grundstein fĂŒr die Geschichtsforschung auf den FĂ€röern war zunĂ€chst der Aufbau der Landesbibliothek der FĂ€röer ab 1828 durch den Gouverneur Christian Ludvig Tillisch. Sie hat heute die weltgrĂ¶ĂŸte Sammlung an relevanten BĂŒchern und Manuskripten zum Thema.

Das Historische Museum der FĂ€röer geht auf die historische Sammlung seit 1898 zurĂŒck. Nicht nur die wesentlichen Erkenntnisse der ArchĂ€ologie werden hier prĂ€sentiert, sondern auch viele GegenstĂ€nde der jĂŒngeren Geschichte.

Die UniversitĂ€t der FĂ€röer hat als eine ihrer drei FakultĂ€ten die Geschichts- und Gesellschaftswissenschaft. Sie beschĂ€ftigt sich in ihrer Forschung derzeit insbesondere mit der nationalen Geschichte seit 1939, der Geschichte des GrindadrĂĄp, Alkoholkonsums und Gesundheitswesens, und geht der Frage der Bedingungen einer kleinen Nation mit ihrer eigenen Politik, ihrem Arbeitsmarkt, den finanziellen Bedingungen und wirtschaftlichen AktivitĂ€ten nach. In der Lehre der FakultĂ€t wird allgemein die Geschichte des Landes vermittelt. Ihre Publikationen erscheinen als Zeitungsartikel, in wissenschaftlichen Zeitschriften und BĂŒchern.

Literatur

(Auswahl, siehe auch: Portal:FÀröer/Bibliografie)

  • Norbert B. Vogt: Die FĂ€röer – eine kurze Chronik, 2003 PDF, 12 Seiten
  • John F. West: Faroe. The Emergence of a Nation, C. Hurst & Co., London and Paul S. Eriksson, New York 1972 ISBN 0-8397-2063-7 (Standardwerk)
  • G.V.C. Young: From the Vikings to the Reformation, Shearwater Press, Isle of Man 1979 (Chronik bis 1538)
  • James Proctor: Faroe Islands. The Bradt Travel Guide. England, USA, 2004 ISBN 1-84162-107-2 (Reisehandbuch mit Geschichtsteil S. 10–17)

Auf DĂ€nisch

  • Heini Madsen: FĂŠrĂžernes hvornĂ„r skete det StĂžvring, SkĂșvanes, 1999 (vergriffen)
  • Elin SĂșsanna Jacobsen: „FĂŠrĂžernes Historie – en oversigt“. In: FĂŠrĂžerne i dag, KĂłpavogur (Island): Printskill, 2006 ISBN 9979-9708-9-8 (S. 25–40) (die einheimische Autorin ist Historikerin an der UniversitĂ€t der FĂ€röer)

Auf FÀröisch

  • Hans A. Djurhuus FĂžroya sĂžga. Eitt stutt yvirlit. TĂłrshavn: FelagiĂ° VarĂ°in, 1924–59 S. (Pionierwerk. Erweiterte Ausgabe 1952, Neuauflage 1963)
  • Hans Jacob Debes: FĂžroya sĂžga. TĂłrshavn: FĂžroya SkĂșlabĂłkagrunnur, 1990. (drei BĂ€nde. Info: Band 1, Band 2, Band 3)
  • Hans Jacob Debes: NĂș er tann stundin 
 TjóðskaparrĂžrsla og sjĂĄlvstĂœrispolitikkur til 1906. TĂłrshavn: FĂžroya SkĂșlabĂłkagrunnur, 1982. (Nationalbewegung bis 1906. Info)
  • Markos JimĂ©nĂ©z, DĂĄnial Hoydal: FĂžroya krĂžnika. TĂłrshavn: BĂłkadeild FĂžroya LĂŠrarafelags, 2003 (Info)
  • KĂĄri Jespersen und Jens Pauli A. NolsĂže: FĂžroya sĂžga 1940–1998 – TrĂĄĂ°ur til keldusavn. FĂžroya SkĂșlabĂłkagrunnur 2000, Internetausgabe 2005

Weblinks

 Commons: Geschichte der FĂ€röer â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: FĂ€röer â€“ Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ Dicuili: Liber den mensura orbis terrae. Dublin 1967 (S. 75-76)
  2. ↑ Férþerne i dag S. 9
  3. ↑ Férþerne i dag S. 25
  4. ↑ Férþerne i dag, S. 26
  5. ↑ Proctor, S. 20
  6. ↑ Férþerne i dag S. 27
  7. ↑ Férþerne i dag S. 29
  8. ↑ Férþerne i dag S. 31
  9. ↑ Álmanakkin 2008. 80. Jahrgang, S. 21
  10. ↑ Férþerne i dag, S. 35
  11. ↑ Jógvan Isaksen: Mellem middelalder og modernitet. Omkring William Heinesens prosa. 2004
  12. ↑ Férþerne i dag. S. 37
  13. ↑ Hans J. Debes: „Fþroyskur politikkur“. In: Oyggjarskeggi, Januar 1970

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