Geschichte der Ukraine

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Geschichte der Ukraine

Dieser Artikel behandelt die Geschichte der Ukraine von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Inhaltsverzeichnis

Fr√ľhgeschichte

Die fr√ľheste Geschichte der Ukraine ist gepr√§gt von den indogermanischen Steppenv√∂lkern der Kurgankultur, der Kimmerier, der Skythen, Sarmaten und Alanen. Im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. wurden an der Schwarzmeerk√ľste, auf der Krim-Halbinsel und am Asowschen Meer auch zahlreiche griechische Kolonien gegr√ľndet, aus denen sich sp√§ter das so genannte Bosporanische Reich entwickelte.

Im 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. herrschten die Goten √ľber das Land an Dnister und Dnepr, sowie √ľber die Halbinsel Krim, wo sich Reste der Goten noch viele Jahrhunderte halten sollten (siehe Krimgoten). Danach zogen verschiedene asiatische Nomadenv√∂lker wie beispielsweise Hunnen, Awaren und Magyaren durch die s√ľdukrainischen Steppen.

Im Norden des Landes wohnten wahrscheinlich schon während dieser Zeit die Vorfahren der Slawen.

Siehe auch: Tschernjachow-Kultur und Taurer

Kiewer Rus

Kiewer Rus im 11. Jahrhundert

Im 9. Jahrhundert errichteten ostslawische St√§mme unter dem Einfluss skandinavischer War√§ger an den Handelswegen von Skandinavien und Nowgorod nach S√ľden in Richtung Konstantinopel ein lose verfasstes Gro√üreich mit Zentrum in Kiew, die ‚ÄěKiewer Rus‚Äú. Dessen Herrscher Wladimir der Gro√üe (reg. 980‚Äď1015) entschied sich im Jahre 988 f√ľr die Annahme des Christentums nach √∂stlichem Ritus. Der S√ľden der heutigen Ukraine wurde bis ins 13. Jahrhundert von nomadischen Steppenv√∂lkern, insbesondere den Petschenegen (ukr. –ü–Ķ—á–Ķ–Ĺ—Ė–≥–ł) und sp√§ter den Kyptschaken (Kumanen, ‚ÄěPolowzern‚Äú; ukrainisch –ü–ĺ–Ľ–ĺ–≤—Ü—Ė) beherrscht.

Nach kultureller und wirtschaftlicher Bl√ľte der Rus erlangten im 13. Jahrhundert mongolische Nomadenst√§mme aus Asien (‚ÄěGoldene Horde‚Äú) die Herrschaft √ľber das Gebiet. In der Folgezeit bildeten sich die drei ostslawischen Staaten Wladimir-Susdal (sp√§ter Moskowien), Halytsch-Wolhynien und die Republik Nowgorod heraus, deren Geschichtsschreibungen die Kiewer Rus als Vorg√§ngerstaat ansahen.

Da es dem vormaligen, an der √∂stlichen Peripherie der alten Rus gelegenen Moskau ab dem 17. Jahrhundert gelang, f√ľr sein Staatswesen den Begriff ‚ÄěRussland‚Äú zu reklamieren, wurde seit dieser Zeit f√ľr das alte Zentralgebiet der Rus der Begriff ‚ÄěUkraine‚Äú gebr√§uchlich. Der Begriff Ukraina wurde erstmals 1187 in der Hypathius-Chronik f√ľr die s√ľdwestlichen Gebiete des Kiewer Reiches, sp√§ter f√ľr das galizisch-wolhynische Gebiet verwendet. Es bedeutete zun√§chst "Grenzland", ein Begriff der in der Rus bis zum 17. Jahrhundert auch f√ľr viele andere Gebiete benutzte. Da Bevor man seit dem 19. Jahrhundert von einer ukrainischen oder wei√ürussischen Nation zu sprechen beginnt, war f√ľr die ostslawischen Bewohner dieser Gebiete der Begriff ‚ÄěRuthenen‚Äú (ukr. —Ä—É—Ā–ł–Ĺ–ł) und Kleinrussen (ukr. –ľ–į–Ľ–ĺ—Ä—É—Ā–ł) gebr√§uchlich.

Halitsch-Wolhynien, Litauen, Polen und Krim-Khanat

Das F√ľrstentum Halytsch-Wolhynien im 13.‚Äď14. Jahrhundert

Eine eigenst√§ndige Bedeutung erlangte ab dem 12. Jahrhundert das westukrainische F√ľrstentum Halytsch-Wolhynien (siehe auch Wolhynien und Geschichte Galiziens), welches sich kulturell westeurop√§ischen Einfl√ľssen √∂ffnete und beispielsweise f√ľr einige seiner St√§dte, wie Lemberg (ukr. Lwiw), das Magdeburger Stadtrecht einf√ľhrte. Im 14. Jahrhundert zerfiel das F√ľrstentum, sein nord√∂stlicher Teil wurde, wie auch die zentralukrainischen Gebiete am Dniepr mit Kiew, nach der Schlacht am Irpen Teil des Gro√üf√ľrstentums Litauen (siehe Geschichte Litauens). Den s√ľdwestlichen Teil des F√ľrstentums, (‚ÄěRothreu√üen‚Äú, ‚ÄěGalizien‚Äú) eroberte Kasimir der Gro√üe von Polen Mitte des 14. Jahrhunderts (siehe Geschichte Polens). Im durch die Lubliner Union von 1569 gebildeten litauisch-polnischen Doppelstaat wurden auch die bisher zu Litauen geh√∂renden ukrainischen Gebiete der polnischen Krone unterstellt. Im Gegensatz zu der bisherigen liberalen Politik Litauens nahmen ab diesem Zeitpunkt die wirtschaftliche und religi√∂se Unterdr√ľckung der orthodoxen Bev√∂lkerung durch Polen zu. Um die religi√∂se Spaltung zu √ľberwinden, wurde die Idee einer ‚ÄěWiedervereinigung‚Äú von katholischer und orthodoxer Kirche in Litauen-Polen verfolgt. Deren konkrete Umsetzung in der Kirchenunion von Brest 1596, stie√ü aber auf viel Widerstand unter den Ruthenen: Die neu geschaffene griechisch-katholische Kirche, die den √∂stlichen Ritus beibehielt, aber dem Papst unterstellt war, wurde von vielen nicht akzeptiert, da sie organisatorisch nur als Anh√§ngsel der Westkirche wirkte. Weitere Ursache f√ľr Konflikte war die Tatsache, dass der ukrainische Adel nicht als gleichberechtigte dritte St√ľtze des Staates neben den Polen und Litauern anerkannt wurde.

Bis ins 18. Jahrhundert lag im S√ľden der heutigen Ukraine das Khanat der Krimtataren

Der S√ľden der heutigen Ukraine wurde zu einem eigenst√§ndigen, unter osmanischer Schutzherrschaft stehenden Krim-Khanat. Gro√üe Teile der Steppengebiete in der heutigen S√ľdukraine wurden in der Zeit 1368‚ąí1783 von den Nachfahren der Nogaier-Horde, den Schwarz-Nogaiern beherrscht und in Gemengelage besiedelt. Viele als ‚ÄěKrimt√ľrken‚Äú aufgefasste Nomaden waren in Wirklichkeit Nogaier.

Kosakenstaat

Gegen den Widerstand der polnisch-litauischen Adligen errichtete Bohdan Chmelnyzkyj 1648 durch einen Vertrag mit dem polnischen K√∂nig Jan Kazimierz einen eigenst√§ndigen ukrainischen Kosakenstaat (Hetmanat) mit Regierungssitz in Tschyhyryn, der aber 1651 durch B√ľndnisse mit Russland und dem Osmanischem Reich wieder schnell in Abh√§ngigkeiten geriet . Daraufhin wurde die Ukraine zwischen Polen und Russland, das die linksdnieprischen Gebiete bekam, geteilt.

Siehe auch: Erstes ukrainisches Hetmanat

Zwischen Russland und √Ėsterreich

Nach den drei Teilungen Polens 1772, 1793 und 1795 wurde die westliche Ukraine, mit Ausnahme Ost-Galiziens, das √∂sterreichisch wurde, russisch. 1796 wurden die s√ľdlichen und √∂stlichen Gebiete der heutigen Ukraine, die Russland von den Osmanen erobert hatte, zu einem russischen Gouvernement zusammengefasst (Neurussland) und es wurden die St√§dte Sewastopol (1763, Milit√§rhafen und Festung) und Simferopol (1784) auf der Halbinsel Krim sowie die Hafenstadt Odessa (1793) gegr√ľndet. Die bisher fast unbewohnten Steppengebiete im S√ľdosten wurden kultiviert und mit Russen bev√∂lkert. Die Kern-Ukraine wurde in dieser Zeit auch als ‚ÄěKleinrussland‚Äú bezeichnet. Die westlichen Gebiete kamen als ‚ÄěGalizien und Lodomerien‚Äú zum Habsburgerreich.

Erste Unabhängigkeit nach dem Ersten Weltkrieg - Aufteilung zwischen mitteleuropäischen Staaten und der Sowjetunion

Ehrenmal f√ľr ukrainische Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg in Rastatt
Grenzziehung der Ukrainischen Republik, wie sie von der ukrainischen Delegation auf der Pariser Friedenskonferenz 1919 präsentiert wurde

Der ukrainische Historiker Mychajlo Hruschewskyj schuf Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts die Grundlage f√ľr eine ukrainische Nationalbewegung, indem er der Auffassung eines einheitlichen ostslawischen (russischen) ‚ÄěStromes der Geschichte‚Äú sein Schema einer getrennten Entwicklung der V√∂lker der Russen und Ukrainer entgegenstellte. Daraufhin begannen sich in Kiew Kr√§fte zu formieren, die eine Unabh√§ngigkeit von Russland einforderten. W√§hrend des Ersten Weltkriegs unterst√ľtzte das Deutsche Reich die Separationsbem√ľhungen der Ukrainer als Kriegsmittel zur Schw√§chung Russlands. Unter anderem wurden bis zu 50.000 Kriegsgefangene ukrainischer Herkunft durch Unterricht in ukrainischer Geschichte und Vermittlung sozialistischer Ideen in deutschen Kriegsgefangenenlagern ausgebildet, um mit sozialen Unruhen und Nationalismus den Kriegsgegner zu schw√§chen. Diese kamen jedoch nicht mehr zum Einsatz. Dennoch vertraten einige polnische Nationalisten die Theorie, Ukrainer gebe es eigentlich gar nicht, sie seien eine deutsche Erfindung.[1]

Nach der Februarrevolution 1917 und dem Sturz der Zarenregierung kam am 4. M√§rz in Kiew der Ukrainische Nationalkongress zusammen und w√§hlte einen obersten Rat (ukr. Zentralna Rada, ‚ÄěZentralrat‚Äú ). Mychajlo Hruschewskyj wurde der erste Vorsitzende der Zentralna Rada. In dieser Landesregierung dominierten Sozialdemokraten und Sozialrevolution√§re. Der Zentralrat rief am 20. November 1917 die Unabh√§ngigkeit der Ukraine aus und trat in Verhandlungen mit der provisorischen russischen Regierung.

Nach der Oktoberrevolution rief der Zentralrat zun√§chst eine Autonomie aus, am 22. Januar 1918 dann die volle Selbst√§ndigkeit als Ukrainische Volksrepublik - Ukrajinska Narodna Respublika (UNR). Am 8. Februar eroberten Verb√§nde einer bolschewistischen Gegenregierung Kiew, wurden jedoch durch deutsche Truppen vertrieben. Am 9. Februar schloss die Ukraine unabh√§ngig von Russland mit den Mittelm√§chten den so genannten Brotfrieden von Brest-Litowsk. Die durch den Zentralrat gebildete ukrainische Regierung verlor ihren Einfluss jedoch sp√§testens mit dem Einmarsch deutscher Truppen nach dem Friedensvertrag mit Russland in Brest-Litowsk vom 3. M√§rz 1918, mit dem die kommunistische Regierung Russlands unter Androhung der Kriegsfortf√ľhrung gezwungen wurde, die Ukraine, Litauen, Lettland und Estland an das Deutsche Reich zu √ľbergeben. Die deutsche Regierung setzte General Pawlo Skoropadskyj als Hetman an die Spitze des ukrainischen Staates. Er bestimmte von April bis Dezember 1918 die Geschicke des Landes. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 und dem Abzug der deutschen und √∂sterreichisch-ungarischen Truppen herrschte in den Jahren 1919 und 1920 wieder B√ľrgerkrieg, den letztlich die Bolschewiken f√ľr sich entschieden. Schon 1919 wurde die Ukraine (ohne Ost-Galizien) zu einer Sowjetrepublik. Ebenso erging es der Volksrepublik Krim, welche sich Ende 1917 zu einer unabh√§ngigen Republik der Krimtataren ausrief, und wenige Monate sp√§ter, 1918, sowjetisiert wurde.

In dem ehemals österreich-ungarischen Kronland Galizien bildete sich im östlichen Teil nach dem Ende des Ersten Weltkrieges im Januar 1919 analog die Westukrainische Volksrepublik - Sachidno-Ukrajinska Narodna Respublika (SUNR), deren Hauptstädte nacheinander Lemberg, Ternopil und Stanislau (heute Iwano-Frankiwsk) waren.

Die im S√ľdwesten des Landes gelegene Karpatoukraine, die bis 1919 zu Ungarn geh√∂rte, fiel unter anderem aufgrund eines Votums des amerikanischen Nationalrats der Russinen am 10. September 1919 an die neugegr√ľndete Tschechoslowakei.[2]

1921 musste die Westukrainische Volksrepublik nach dem Polnisch-Ukrainischen Krieg kapitulieren. Nach dem Krieg zwischen Polen (unter F√ľhrung von PiŇāsudski) und Sowjetrussland wurde Ost-Galizien polnisch. Es wurden die Woiwodschaft Lwowskie um Lemberg, sowie die Woiwodschaft Tarnopol um die Stadt Ternopol und die Woiwodschaft StanisŇāaw√≥w um das heutige Iwano-Frankiwsk gebildet, die f√ľr fast zwei Jahrzehnte zu Polen geh√∂rten. Wolhynien wurde geteilt. In Polen entstand f√ľr 18 Jahre die Woiwodschaft WoŇāyn.

In der Zentral- und Ostukraine setzte sich die sowjetische Herrschaft durch. 1922 wurde die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik offiziell Teil der neu gegr√ľndeten Sowjetunion, nachdem die Rote Armee unter Leo Trotzki die Machno-Bewegung in einem blutigem Kampf besiegt hatte.

Sowjetzeit

Im Rahmen der sowjetischen Industrialisierung wurden im Osten der Ukraine in den heutigen Millionenstädten Dnepropetrowsk (u.a. Chemie), Donezk (u.a. Schwerindustrie, Kohlebergbau) und Charkov (u.a. Flugzeuge) große wirtschaftliche Zentren mit Universitäten entwickelt.

Flagge der Ukrainischen SSR

Nach der Einrichtung von Kolchosen im Rahmen der Kollektivierung wurden diese dazu verpflichtet, einen bestimmten Prozentsatz ihrer Ernte an den Staat abzuf√ľhren. Die Quote lag in der Ukraine bei etwa 30 %. 1931 wurde die Steuerquote f√ľr Getreide auf rund 40 % erh√∂ht. Im Jahr 1932 kam es zu Problemen, das Getreide einzuziehen. Die ukrainische Landbev√∂lkerung widersetzte sich der Getreideabgabe und versuchte Teile der Ernte zu behalten, die sie h√§tte abgeben m√ľssen. Das sowjetische System antwortete mit einer Versch√§rfung der Repressionen. In den St√§dten wurden Sto√übrigaden kommunistischer Aktivisten zusammengestellt. Diese fuhren dann in die landwirtschaftlichen Gebiete und f√ľhrten dort Beschlagnahmungen durch. Die Lage wurde dabei immer chaotischer. Repressalien, angefangen von Verh√∂ren, Drohungen und Belagerungen von Bauernh√∂fen bis hin zu Verhaftungen mit oder ohne Verurteilung waren an der Tagesordnung. Am 7. August wurde das ‚Äě√Ąhrengesetz‚Äú verabschiedet. Dieses sah f√ľr jede ‚ÄěVerschwendung sozialistischen Eigentums‚Äú eine Strafe von 10 Jahren bis zur Todesstrafe vor. In den folgenden anderthalb Jahren wurden 125.000 Menschen nach diesem Gesetz verurteilt. Darunter waren 5.400 Todesurteile. Das Gesetz brachte aber auch keinen Erfolg. Am 22. Oktober wurde eine Sonderkommission in die Ukraine entsandt. Ihr Auftrag war es, den Widerstand zu brechen, wozu sie weitestgehende Vollmachten hatte. Es folgte nicht nur eine Verhaftungswelle, von der sowohl Bauern als auch √∂rtliche Partei- und Verwaltungskr√§fte betroffen waren. Schwerer wogen die wirtschaftlichen Repressalien, die Beschlagnahme aller Ladenartikel und das Unterbinden jeglichen Handels. Die Landbev√∂lkerung wurde von der Versorgung abgeschnitten.

Illustration der Hungersnot durch Anzahl der Sterbefälle nach Oblasten. Schaubild aus Kiew.

Der n√§chste Schritt war die Anweisung, alle Getreidevorr√§te auf den Kolchosen zu beschlagnahmen. Diese Beschlagnahmungen wurden mit gro√üer H√§rte durchgef√ľhrt, Folter und T√∂tungen inbegriffen. Am 27. Dezember 1933 wurden ein Inlandspass und f√ľr die Bewohner der gro√üen St√§dte eine Meldepflicht eingef√ľhrt, um die Flucht der Landbewohner in die St√§dte zu stoppen. Am 22. Januar folgte ein Befehl von Stalin und Molotow an die Geheimpolizei GPU, die Landbewohner am Verlassen der Hungergebiete zu hindern. Mehrere Hunderttausend Menschen, die es in die St√§dte schafften, wurden von dort wieder vertrieben. Tausende von Kindern wurden von ihren Eltern in die St√§dte geschafft und dort ausgesetzt in der Hoffnung, jemand werde sich ihrer annehmen. Zur Beseitigung der Kinder aus den St√§dten wurde daraufhin eine Sondereinheit gegr√ľndet. Diese sammelte die verhungernden Kinder auf der Stra√üe ein. Sie wurden aus den St√§dten abtransportiert. Auf freiem Feld setzte man die Kinder anschlie√üend zum Sterben aus. Zusammen mit dem Hunger brachen Seuchen in der geschw√§chten Bev√∂lkerung aus. Im Fr√ľhjahr 1933 erreichte die Sterblichkeit ihren H√∂hepunkt. W√§hrend die Bauern verhungerten, exportierte die Sowjetunion 1933 1,8 Millionen Tonnen Getreide.

Die Weltöffentlichkeit reagierte kaum auf diesen faktischen Massenmord in der Sowjetunion, der als Holodomor in die Geschichte einging. Es gab nur wenige Zeitungsberichte, diplomatische Reaktionen blieben aus. Die Sowjetunion selbst zensierte die wahrheitsgemäße Berichterstattung.

Die Zahl der Opfer l√§sst sich nur schwer bestimmen, da es w√§hrend des Bestehens der Sowjetunion keine Untersuchung vor Ort geben konnte. Anhand der Zahlen der Volksz√§hlungen von 1937 und 1939 wird die Zahl der Toten auf 4 Millionen Ukrainer gesch√§tzt. In anderen landwirtschaftlichen Gebieten der Sowjetunion starben danach weitere 2 Millionen Menschen durch die k√ľnstlich verursachte Hungersnot.

Der vergleichende V√∂lkermordforscher Gunnar Heinsohn sch√§tzt die Zahl der Opfer auf 6-7 Millionen Ukrainer. F√ľr ihn ist es die ‚Äěschnellste gegen eine einzelne Volksgruppe gerichtete Massent√∂tung des 20. Jahrhunderts und wom√∂glich der Geschichte‚Äú. Als Motiv nimmt er die ‚ÄěBrechung der ukrainischen Unabh√§ngigkeitsbewegung‚Äú an. Andere westliche Untersuchungen gehen davon aus, dass der Holodomor als eine Verkettung von Folgen und Nebenfolgen √§u√üerst r√ľcksichtsloser und brutaler Politik der Zwangskollektivierung, Herrschaftskonsolidierung und Widerstandsunterdr√ľckung sowie zus√§tzlich hinzukommender wetterbedingter Ernteausf√§lle erkl√§rt werden k√∂nne.

Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit

Der Zweite Weltkrieg begann mit dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939, dem am 17. September 1939 die sowjetische Besetzung Ostpolens folgte. Polen wurde gem√§√ü den Abmachungen des Hitler-Stalin-Paktes zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt. Die sowjetischen Besatzungsbeh√∂rden inszenierten unter unfreien Bedingungen noch 1939 Volksabstimmungen, als deren Ergebnis die s√ľd√∂stlichen polnischen Woiwodschaften der Sowjet-Ukraine zugeschlagen wurden. Amtssprache wurde dort das Ukrainische, die polnische Bev√∂lkerung erlitt Repressionen. Trotz Umsiedlungen in das Innere der Sowjet-Union √§nderten sich jedoch die Anteile der verschiedenen ethnischen Gruppen an der Bev√∂lkerung nicht wesentlich.

Deutsche Soldaten schneiden einem j√ľdischen Mann den Bart ab , Aufnahme einer Propagandakompanie in der Ukraine, datiert Juli 1941

Im Juni 1941 f√ľhrte der deutsche √úberfall auf die Sowjetunion zun√§chst in diejenigen Gebiete, welche diese erst 1939 von Polen annektiert hatte. Schon in den ersten Tagen kam es zu Pogromen gegen die j√ľdische Bev√∂lkerung, angeleitet teilweise durch Himmlers SS-Verb√§nde und (mit-)ausge√ľbt durch die ukrainischen und polnischen Bewohner. Es begann auch hier der Massenmord der SS-Einsatzgruppen an den Juden. Anfangs fanden die deutschen Truppen in der Ukraine etliche Unterst√ľtzer gegen die Sowjetmacht, was sich jedoch infolge der menschenverachtenden nationalsozialistischen Besatzungspolitik √§nderte, denn in der Ideologie der Nationalsozialisten galten Ukrainer und auch alle anderen Slawen als ‚ÄěUntermenschen‚Äú. Von der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) wurde kurz nach der Annexion durch Deutschland am 30. Juni 1941 in Lemberg ein eigenst√§ndiger ukrainischer Staat proklamiert, welcher sich als gleichberechtigter B√ľndnispartner Hitlers verstand, was aber von den deutschen Nationalsozialisten selbstverst√§ndlich nicht akzeptiert wurde. Im Gegenteil: Die Anf√ľhrer der OUN wurden verhaftet und in die KZ Ravensbr√ľck und Sachsenhausen gebracht.

W√§hrend der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg stand das Land als ‚ÄěReichskommissariat Ukraine‚Äú zum gr√∂√üeren Teil unter deutscher Zivilverwaltung. Die Ukraine war neben den baltischen Staaten und Wei√ürussland einer der Hauptschaupl√§tze des Zweiten Weltkrieges. Die K√§mpfe von deutschen Wehrmacht- und Waffen-SS-Verb√§nden mit der Roten Armee und mit Partisanen verursachten in der Ukraine 5-7 Millionen Tote, die St√§dte und die Wirtschaft wurden fast v√∂llig zerst√∂rt. Der Plan Hitlers und der Parteif√ľhrung war, im Verlauf der kommenden 20 Jahre nach 1941 in der Ukraine 20 Millionen Deutsche anzusiedeln, zuvor sollte die Ukraine als Kolonie dienen, die man √∂konomisch r√ľcksichtslos auspl√ľndern wollte. Seit dem Winter 1941/42 wurden trotz hungernder ukrainischer Bev√∂lkerung Fleisch, Milch und Getreide f√ľr die deutschen Truppen ‚Äěrequiriert‚Äú, die selbst wegen gro√üer Transportschwierigkeiten infolge der Partisanenaktivit√§ten unter mangelnder Versorgung litten. Es entstanden hohe Verluste wegen unzureichender Winterkleidung. Nur noch 30 Prozent der als Existenzminimum geltenden Lebensmittelmenge war ab Dezember 1941 f√ľr die Einwohner Kiews verf√ľgbar. √úber eine Million Ukrainer wurden zur Zwangsarbeit Richtung Deutschland deportiert. Vor Verschleppung, Erschie√üungen (wegen Sabotageaktivit√§ten) und Deportation durch Sondereinheiten der SS konnten sich viele nur durch Flucht zu Partisanenverb√§nden retten. Alle ukrainischen Organisationen wurden zwangsweise durch das ‚ÄěReichskommissariat‚Äú aufgel√∂st, selbst alle Sportvereine und das ukrainische Rote Kreuz. Ab Anfang 1942 wurden s√§mtliche Schulen und Schulklassen oberhalb der vierten Klasse durch das ‚ÄěReichskommissariat‚Äú geschlossen. Ukrainische B√ľcher und Zeitschriften wurden nicht mehr zum Druck zugelassen, einige wenige noch erlaubte Zeitungen wurden streng zensiert. Es wurden massenhafte √∂ffentliche Geiselerschie√üungen als Reaktion auf Aktivit√§ten von Partisanen durchgef√ľhrt und etwa 250 Ortschaften vollst√§ndig zerst√∂rt.

Die Ukraine und Ostpolen waren die Gebiete, in denen die meisten Menschen dem Holocaust an Juden, Sinti und Roma zum Opfer fielen. Zun√§chst wurden nach dem Abzug der Roten Armee in vielen Gebieten der Ukraine von ukrainischen Nationalisten Massaker und Pogrome an Juden ver√ľbt. Mit dem Einmarsch der SS-Einsatzgruppen begannen die massenhaften Erschie√üungen von Juden. Das bekannteste dieser Massaker fand am 29. und 30. September 1941 in Babi Jar bei Kiew statt, wo mehr als 33.000 j√ľdische Kiewer ermordet wurden, gefolgt von weiteren regelm√§√üigen Massenerschie√üungen mit weiteren etwa 70.000 Toten. Dar√ľber hinaus wurden alle kommunistischen Zivilisten und KPdSU-Mitglieder erschossen, derer man habhaft werden konnte. In der Ukraine legten Himmlers Sondereinheiten der SS etwa 180 Lager an, in denen etwa 1,4 Mio. Gefangene ermordet wurden. Zahlreiche Massengr√§ber in der Ukraine bargen von Stalins Sondereinheiten (GPU) ermordete Ukrainer.

Denkmal zur Erinnerung an die Befreiung von 1943 in Swjatogorsk (Oblast Donezk)

Zwischen 1943 und 1947 tobte nicht nur ein Partisanenkrieg gegen die deutschen Okkupanten, sondern gab es auch eine starke nationalistische Unabh√§ngigkeitsbewegung (ukrainische Aufst√§ndischenarmee: Ukrajinska Powstanska Armija UPA) gegen die Sowjetherrschaft, die vom NKWD niedergeschlagen wurde. Aber auch die polnische Bev√∂lkerung der heutigen Westukraine wurde zum Angriffsobjekt der UPA. Insbesondere in den Ostkarpaten und in Wolhynien wurden 1944 weit √ľber 100.000 Polen Opfer von Massenerschie√üungen durch die UPA. Da nach Kriegsende die Ukrainischen Nationalisten einen Krieg gegen die Sowjetarmee begannen, wurden rund 300.000 Ukrainer nach Sibirien umgesiedelt. Danach wurde die Ukraine wieder Teil der Sowjetunion und trug den Namen USFSR (Ukrainische Sozialistische F√∂derative Sowjet-Republik). Im Zuge der Westverschiebung Polens war die polnische Bev√∂lkerung aus der Ukraine gewaltsam vertrieben worden (Operation ‚ÄěWisŇāa‚Äú/‚ÄěWeichsel‚Äú). Die Vertreibung der Polen hatte bereits 1944 mit den Massakern in Wolhynien begonnen, denen √ľber 40.000 Polen zum Opfer fielen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 fiel auch der östliche Teil der Tschechoslowakei, die Karpatoukraine, die nach 1938 von Ungarn annektiert worden war, an die Ukrainische Sowjetrepublik.

1954 kam die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik Krim als ‚ÄěGeschenk‚Äú Nikita Chruschtschows an die Ukraine.

Im Jahre 1986 kam es zu einer Katastrophe, als eine Explosion im Kernkraftwerk von Tschernobyl gro√üe Mengen radioaktiver Stoffe freisetzte, die anschlie√üend durch den Wind √ľber weite Teile Europas verteilt wurden.

Erneute Unabhängigkeit

Nebenartikel: Politische Entwicklung der Ukraine nach 1991 von der Unabhängigkeit bis zur Orangen Revolution

Die Ukraine unter Krawtschuk und Kutschma

Unabh√§ngigkeitsbestrebungen, die die ganze Zeit existierten und ihr Zentrum in der Westukraine in Lwiw hatten, f√ľhrten nach der Perestroika 1991 im Zuge der Aufl√∂sung der Sowjetunion zur erneuten staatlichen Unabh√§ngigkeit der Ukraine.

Unter dem Eindruck des gescheiterten Augustputschs in Moskau verabschiedete die Werchowna Rada am 24. August 1991 eine formale Unabh√§ngigkeitserkl√§rung, die am 1. Dezember 1991 in einem Referendum mit gro√üer Mehrheit best√§tigt wurde.[3] Am 5. Dezember 1991 wurde schlie√ülich von dem ukrainischen Parlament der Vertrag √ľber die Bildung der Sowjetunion aus dem Jahr 1922 gek√ľndigt, allerdings beschloss die ukrainische Staatsf√ľhrung bereits drei Tage sp√§ter gemeinsam mit Russland und Wei√ürussland die Gr√ľndung der Gemeinschaft Unabh√§ngiger Staaten.

Seit ihrer Unabh√§ngigkeit k√§mpfte die Ukraine vor allem in den 1990er Jahren mit starken wirtschaftlichen Problemen und versucht, au√üenpolitisch zum einen, eine neutrale Rolle sowohl dem Westen als auch Russland gegen√ľber zu spielen. In Sewastopol auf der Krim hat die Ukraine einen Milit√§rhafen an die russische Schwarzmeerflotte verpachtet, andererseits bem√ľht sich die Ukraine um st√§rkere wirtschaftliche Unabh√§ngigkeit von Russland, beispielsweise mit der Gr√ľndung der Sicherheitsallianz GUAM (Georgien, Ukraine, Aserbaidschan und Moldawien) im Jahr 1997.

Von 1991 bis 1994 war Leonid Krawtschuk der erste Pr√§sident der Ukraine. Von 1992 bis zu seinem R√ľcktritt im September 1993 war Leonid Kutschma Ministerpr√§sident und seit 1994 Pr√§sident der Ukraine. 1999 wurde er erneut zum Pr√§sidenten gew√§hlt. In seiner Amtszeit als Pr√§sident setzte er sich ab 1994 verst√§rkt f√ľr eine neue Verfassung ein, konnte sich aber gegen ein B√ľndnis von Links-Parteien nicht durchsetzen. Erst im Juni 1996 nahm das Parlament die neue Verfassung an.

Vom 22. Dezember 1999 bis 29. Mai 2001 war Wiktor Juschtschenko Ministerpr√§sident der Ukraine, dieses Amt verlor er 2001 durch ein Misstrauensvotum des Parlaments, als er mit seinen Bem√ľhungen gegen die wachsende Korruption einigen Oligarchen gef√§hrlich wurde. Nachfolger im Amt des Premierministers wurde der aus Mikolajew stammende Anatolij Kinach (Partei der Industriellen und Unternehmer Ukraine/PPPU), danach ab 21. November 2002 Wiktor Janukowytsch, der am 31. Dezember 2004 seinen R√ľcktritt ank√ľndigte. Pr√§sident Kutschma nahm das R√ľcktrittsgesuch Janukowytschs am 5. Januar 2005 an und bestimmte den Ersten Stellvertreter des Regierungschefs und Finanzminister Mykola Asarow zu Janukowytschs Nachfolger. Asarow war vor seiner T√§tigkeit in der Regierung seit Oktober 1996 Leiter der Staatlichen Steuerbeh√∂rde.

Die ‚ÄěOrange Revolution‚Äú

Im Herbst 2004 fanden Pr√§sidentschaftswahlen statt. Der seit 1994 amtierende Pr√§sident Leonid Kutschma durfte laut Verfassung nach zwei Amtszeiten nicht mehr zu dieser Wahl antreten, die allgemein als Richtungswahl f√ľr eine West- oder Ostausrichtung des Landes angesehen wurde. Die Ereignisse um die Stichwahl am 21. November m√ľndeten in die so genannte Orange Revolution, einem mehrw√∂chigen friedlichen Protest gegen Wahlf√§lschungen, in dessen Folge nach einem Beschluss des Obersten Gerichts am 26. Dezember 2004 die Stichwahl wiederholt wurde. Die Wiederholungswahl konnte Juschtschenko f√ľr sich entscheiden. Die f√ľr eine Ausrichtung nach Russland eintretende Seite unter Kutschma und Janukowytsch erkannte ihre Niederlage an, nachdem sie mit der Gegenseite eine zu verwirklichende Verfassungsreform ausgehandelt hatte. Diese sollte die Ukraine, die bislang durch ein pr√§sidiales System regiert wurde, in eine parlamentarische Republik umwandeln. Nach Umsetzung der Reform war die Position des Pr√§sidenten deutlich geschw√§cht.

Anhaltender innenpolitischer Machtkampf

Wiktor Juschtschenko, Staatspräsident 2005-2010

Nach der Amtseinf√ľhrung von Pr√§sident Wiktor Juschtschenko im Januar 2005 best√§tigte das ukrainische Parlament (Werchowna Rada) am 4. Februar 2005 die neue Regierung unter Ministerpr√§sidentin Julija Tymoschenko. W√§hrend der ersten 100 Tage der Regierung Tymoschenko wurden die Privatisierungen einiger gro√üer Unternehmen (Kryworisch Stal) aus der Zeit des fr√ľheren Pr√§sidenten Kutschma √ľberpr√ľft. Es zeigte sich auch, wie schon im Wahlkampf, dass die Positionen von Pr√§sident Juschtschenko und Ministerpr√§sidentin Tymoschenko in der Wahl der Mittel teilweise differieren. So kam es schon nach wenigen Monaten zum Zerw√ľrfnis: Am 8. September 2005 entlie√ü der Pr√§sident die Regierung Tymoschenko im Zusammenhang mit Korruptionsvorw√ľrfen und Konflikten innerhalb des Kabinetts. Neuer Regierungschef wurde der Wirtschaftspolitiker Jurij Jechanurow.

Aus den bald darauf folgenden Parlamentswahlen 2006 ging die Partei des Pr√§sidenten (Unsere Ukraine) nur als drittst√§rkste Kraft hervor. Wahlsiegerins war Wiktor Janukowytschs Partei der Regionen, er selber wurde zum neuen Ministerpr√§sidenten gew√§hlt. Das politische Geschehen war nun von einem Machtkampf zwischen Regierung und Pr√§sident gepr√§gt. Schlie√ülich l√∂ste Pr√§sident Juschtschenko das Parlament auf und es kam zu neuerlichen Parlamentswahlen im September 2007. Erneut wurde die Partei der Regionen st√§rkste Kraft, doch konnten sich diesmal die Parteien von Juschtschenko und Tymoschenko auf eine Koalition einigen. Tymoschenko wurde darauf zum zweiten Mal Ministerpr√§sidentin. Der politische Machtkampf zwischen Pr√§sident, Regierung und Parlament indes dauerte an. F√ľr Juschtschenko und Tymoschenko f√ľhrte er in Niederlagen: Der Pr√§sident wurde Anfang 2010 bei den Pr√§sidentschaftswahlen nicht mehr gew√§hlt und Tymoschenko verlor kurz darauf ihr Amt als Regierungschefin.

Präsident der Ukraine ist seit 25. Februar 2010 Wiktor Janukowytsch. Der Nachfolger Janukowytschs als Vorsitzender der Partei der Regionen, Mykola Asarow, ist seit 11. März 2010 Ministerpräsident.

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Slavic peoples 6th century historical map.jpg Kievan Rus' Kyivan Rus' early formation 862 912.jpg Kievan Rus' historical map 980 1054.jpg 001 Kievan Rus' Kyivan Rus' Ukraine map 1220 1240.jpg Kingdom of Galicia Volhynia Rus' Ukraine 1245 1349.jpg
Grand Duchy of Lithuania Rus and Samogitia 1434.jpg Ukrainian Cossack state Zaporizhian Host 1649 1653.jpg Polish Lithuanian Ruthenian Commonwealth 1658 historical map.jpg 007 Ukrainian Cossack Hetmanate and Russian Empire 1751.jpg Ukrainian National Republic map 1917 1920.jpg

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Ulrich Stoldt, Klaus Wiegrefe: Befreiungstruppen basteln. In: Der Spiegel. Nr. 50, 2007, S. 49 ff (online).
  2. ‚ÜĎ Manfred Alexander (Hrsg.): Kleine V√∂lker in der Geschichte Osteuropas. Festschrift f√ľr G√ľnther St√∂kl zum 75. Geburtstag. Verlag Steiner, Stuttgart 1991, ISBN 3-515-05473-1, S. 132.
  3. ‚ÜĎ Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine. C. H. Beck, M√ľnchen 2009, ISBN 978-3-406-58780-1, S. 252‚Äď253.

Literatur

  • Franziska Bruder: ‚ÄěDen ukrainischen Staat erk√§mpfen oder sterben!‚Äú Die Organisation ukr. Nationalisten (OUN) 1928‚ąí1948. Metropol, Berlin 2007, ISBN 978-3-938690-33-8.
  • Roman Danyluk: Freiheit und Gerechtigkeit - Die Geschichte der Ukraine aus libert√§rer Sicht. Edition AV, Lich 2010, ISBN 978-3-86841-029-7
  • Frank Golczewski: Deutsche und Ukrainer, 1918‚Äď1939. Sch√∂ningh, Paderborn 2010. ISBN 978-3-506-76373-0
  • Frank Grelka: Die ukrainische Nationalbewegung unter deutscher Besatzungsherrschaft 1918 und 1941/42. Wiesbaden 2005, ISBN 3-447-05259-7.
  • Kerstin S. Jobst: Geschichte der Ukraine Reclam, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-15-018729-6. (Rezension)
  • Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine. C.H. Beck, M√ľnchen 2000 (2. aktualisierte Auflage), ISBN 3-406-45971-4 .
  • Paul Robert Magocsi: A History of Ukraine. University of Toronto Press, Toronto 1996, ISBN 0-8020-0830-5.
  • Anna Reid: Borderland. A Journey Through the History of Ukraine. Phoenix 1997, ISBN 1-84212-722-5.
  • Mykola Rjabtschuk: Die reale und die imaginierte Ukraine. Essay, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-12418-8.
  • Thomas Sandk√ľhler: Endl√∂sung in Galizien. Der Judenmord in Ostpolen und die Rettungsinitiativen von Berthold Beitz 1941-1944. Dietz Nachfolger, Bonn 1996, ISBN 3-8012-5022-9.
  • Gerhard Simon (Hrsg.): Die neue Ukraine. Gesellschaft-Wirtschaft-Politik (1991‚Äď2001). B√∂hlau, K√∂ln/Wien 2002, ISBN 3-412-12401-X.
  • Kai Struve: Bauern und Nation in Galizien. √úber Zugeh√∂rigkeit und soziale Emanzipation im 19. Jahrhundert Schriften des Simon-Dubnow-Instituts (Hg. Dan Diner) G√∂ttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2005 ISBN 3-525-36982-4 (√ľber die Integration der Bauern in die polnische und ruthenisch-ukrainische Nation).
  • Ricarda Vulpius: Nationalisierung der Religion. Russifizierungspolitik und ukrainische Nationsbildung 1860‚Äď1920, Verlag Harrassowitz, Wiesbaden 2005 (=Reihe: Forschungen zur osteurop√§ischen Geschichte / hrsg. vom Osteuropa-Institut an der Freien Universit√§t Berlin, Bd. 64), ISBN 3-447-05275-9.

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