Gesellschaft Wärme Kältetechnik

Luftbild gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH
gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH
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Unternehmensform GmbH
Gründung 1967
Unternehmenssitz Kierspe, Deutschland
Unternehmensleitung

Reinhard A. Zeppenfeld, Patrick Zeppenfeld

Mitarbeiter 310
Produkte

Kühl-, Temperier-, Wasser- und Werkzeugtechnik

Website

www.gwk.com

Die gwk Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH (gwk) ist ein deutsches Unternehmen, das Temperier- und Kühlgeräte für die Kunststoff verarbeitende Industrie fertigt. Weitere Geschäftsfelder sind Reinigungs- und Kühlanlagen für die Hersteller von Drahtziehmaschinen sowie Anlagen zur Aufbereitung von Brauchwasser. Hauptsitz ist Kierspe, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Unternehmen wurde von Reinhard A. Zeppenfeld (*1936) Ende 1967 gegründet. Die Gesellschaft produzierte in Kierspe Maschinen und Apparate für Kälte- und Wärmetechnik Schwerpunkt war der Abkühlvorgang bei der Herstellung von Kunststofffolien. Swowohl beim Blasfolien-Prinzip, bei dem der geschmolzene Kunststoff als Folienschlauch aus dem Extruder geblasen wird, und dem Flachfolien-Prinzip, bei dem die Schmelzmasse durch einen Schlitz nach außen gepresst wird, hatte die gwk in ihrer Anfangszeit eine Monopolstellung für die Abkühlung. Ebenfalls von Anfang an wurden Heißluftstrecken produziert. Diese sorgen als Teil von Extrusionsanlagen dafür, dass der noch flüssige Kunststoff mit heißer Luft angeblasen wird, wie es während einer Fertigungsphase erforderlich ist. Ein drittes Standbein waren Reinigungs- und Kühlanlagen für das Kühlwasser von Drahtziehmaschinen.

In den 1970er-Jahren entstanden die Automatisierungstechnologie Hebomat für den Spritzgießen (1972), Querstrom-Kühltürme mit korrosionsfreien und wasserbeständigen Doppelzellen (1973) sowie Kältemaschinen zur Herstellung des Weichschaum-Autositzes für den VW Golf (1976). 1980 wurde die erste Folienkühlanlage mit Wärmerückgewinnung vorgestellt, ein Jahr entstand die erste Containerkühlanlage. In den folgenden Jahren führte die Weiterentwicklung von Temperiergeräten zur Entstehung des ersten Temperierblocks, eines kompakten Systems für die Temperierung von Spritzgießwerkzeug.

1988 stellte die gwk das Mehrkreis-Temperiergerät Integrat vor, das eine gleichmäßige und fehlerfreie Lackierung auch unebener Flächen ohne Vorbehandlung ermöglicht. Integrat wurde von der Automobilindustrie bei der Lackierung von Stoßstangen in der Originalfarbe des Autos eingesetzt. 1999 wurde die Entwicklung von Anlagen zur Aufbereitung von Wasser für die Anforderungen von Produktionsanlagen ausgenommen. 2002 kam das Geschäftsfeld Werkzeugtechnik mit der Baureihe system integrat hinzu. Diese Geräte steuern als Weiterentwicklung von Integrat den Durchfluss und die Temperatur in den Werkzeugbereichen von Spritzgussmaschinen. Seit 2008 wird das Nachfolgegerät integrat evolution hergestellt. Es ermöglicht schnellere Temperaturwechsel bei geringerem Energieaufwand.

2004 wurde die gwk mit dem Großen Preis des Mittelstandes ausgezeichnet. Im selben Jahr übernahm Patrick Zeppenfeld, der Sohn des Unternehmensgründers, die Funktion des kaufmännischen Geschäftsführers. Seitdem leiten Vater und Sohn als geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen gemeinsam.

Geschäftstätigkeit

In den 1970er-Jahren lieferte die gwk in den Iran Heißluftstrecken für Anlagen zur Herstellung von Teppichgrundgeweben. In Saudi-Arabien wurden Kühlanlagen für Pumpstationen von Meerwasserentsalzungsanlagen installiert. Weitere Projekte wurden in Syrien, Irak und Ägypten ausgeführt.

1988 entstand die erste Auslandsniederlassung 1988 im südenglischen Slough, es folgte die Gründung eines deutsch-indischen Joint Venture im Jahr 1997.

Heute unterhält die gwk 17 Niederlassungen in Deutschland, Großbritannien, China und Indien. Darüber hinaus befinden sich 35 Vertretungen und Servicepartner in 20 Ländern.

Literatur

  • Reinhard A. Zeppenfeld: Pioniere der Temperiertechnik. 1. Auflage Oktober 2007, ISBN 978-3-00-022905-3 (Das Originalbuch).

Weblinks

Einzelnachweise


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