Getreide

ÔĽŅ
Getreide
√Ąhren von Gerste, Weizen und Roggen

Als Getreide (mhd. [von der Erde] Getragenes) werden wegen ihrer K√∂rnerfr√ľchte kultivierte Pflanzen der Familie der S√ľ√ügr√§ser bezeichnet. Die Fr√ľchte dienen als Grundnahrungsmittel zur menschlichen Ern√§hrung oder als Viehfutter, daneben auch zur Herstellung von Genussmitteln und technischen Produkten. Sie bestehen aus dem st√§rke- und in geringerem Umfang teilweise auch eiwei√ühaltigen Mehlk√∂rper, dem fetthaltigen Keimling, der miteinander verwachsenen Samenschale und Fruchtwand sowie der zwischen Mehlk√∂rper und Schale liegenden eiwei√ühaltigen Aleuronschicht. Das enthaltene Eiwei√ü einiger Getreidegattungen (Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Triticale) wird auch als Kleber oder Gluten bezeichnet. Andere Getreidegattungen sind glutenfrei (Mais, Reis, Hirse). F√ľr die meisten Verwendungen werden die Fr√ľchte nach der Reife durch Dreschen von den abgem√§hten Pflanzen abgetrennt, wobei bei einigen Sorten auch die mit der Schale verwachsenen Deck- und Vorspelzen noch am Korn verbleiben, bei wenigen urt√ľmlichen Sorten auch H√ľllspelzen und Bruchst√ľcke der √Ąhrenspindel. Bei den meisten Mehlsorten wird traditionell die Schale durch Mahlen, Schleifen und andere Verfahren m√∂glichst vollst√§ndig entfernt und als Kleie getrennt verwertet, bei Vollkornmehl ist dies nicht der Fall. Um lagerf√§hige Produkte zu erhalten, muss auch der Keimling entfernt oder hitzebehandelt werden. Im ersten Fall kann er zur Gewinnung von Getreidekeim√∂l genutzt werden. Zum Verzehr werden Getreidefr√ľchte bzw. ihre Mehlk√∂rper haupts√§chlich gemahlen zu Brot verarbeitet oder gekocht und in k√∂rniger oder k√ľnstlich hergestellter anderer Form (zum Beispiel als Nudeln) oder als Brei verzehrt. Aus Getreidesorten mit geringem Kleberanteil l√§sst sich Brot nur als Fladenbrot herstellen. Die wichtigsten Getreide f√ľr die menschliche Ern√§hrung sind Reis, Weizen, Mais, Hirse, Roggen, Hafer und Gerste. Als Viehfutter genutzt werden vor allem Gerste, Hafer, Mais und Triticale.

Inhaltsverzeichnis

Die sieben Hauptgetreidegattungen und ihre Verbreitungsgebiete

Gerstenfeld
  • Weizen ‚Äď (Triticum), Hauptgetreide in gem√§√üigten Zonen. Er ist au√üerdem die √§lteste Getreidegattung und hat die besten Backeigenschaften
  • Roggen ‚Äď (Secale), bedeutsam in kalten Regionen und auf leichten, sauren und sandigen B√∂den; Brotgetreide und Viehfutter
  • Gerste ‚Äď (Hordeum), folgt als weniger anspruchsvolle Frucht im Fruchtwechsel dem Weizen; Viehfutter ‚Äď Braugerste (Sommergerste) zur Malzherstellung
  • Hafer ‚Äď (Avena), auch das ‚Äěeurop√§ische Urgetreide‚Äú genannt, war fr√ľher Grundnahrungsmittel in Schottland (Haferflocken, porridge), heute weltweit als Viehfutter verbreitet
  • Reis ‚Äď (Oryza), Hauptgetreide in tropischen Zonen
  • Mais ‚Äď (Zea mays), Grundnahrungsmittel der V√∂lker Nord- und S√ľdamerikas und Afrikas, weltweit als Viehfutter verbreitet
  • Hirse ‚Äď (Sorghum, Panicum, Pennisetum u. a.), eine Gruppe von √§hnlichen Getreidegattungen, die gro√üe Bedeutung f√ľr die Ern√§hrung in Asien und Afrika haben
    • Sorghum ‚Äď Grundnahrungsmittel in Asien und Afrika, weltweit als Viehfutter verbreitet
    • Teff ‚Äď verbreitet in √Ąthiopien, ansonsten wenig bekannt.

Herkunft

Getreide im engeren Sinne sind Zuchtformen von S√ľ√ügr√§sern (Poaceae). Der Ursprung des landwirtschaftlichen Anbaus vieler Getreidegattungen kann nicht mehr ermittelt werden. Der Getreideanbau wird im Nahen Osten agrargeschichtlich belegt bereits seit mehr als 10.000 Jahren praktiziert. In Mitteleuropa und Westeuropa verbreitete er sich vor etwa 7000 Jahren.

Aussaat

Weizen in Tomsk

Aussaat- und Erntezeitpunkt h√§ngen stark von den Klimabedingungen und der H√∂henlage des Anbaugebietes ab. Es gibt typische Fr√ľherntegebiete (zum Beispiel die Niederrheinebene oder das Bauland (Landschaft)) und Sp√§terntegebiete (zum Beispiel die schw√§bische Alb).

Wintergetreide

Das Wintergetreide ben√∂tigt nach der Aussaat und der Keimung eine Frostperiode, um dann im Fr√ľhjahr schossen (Vernalisation) zu k√∂nnen. Es kann daher schon ab September ges√§t und dann je nach Getreideart ab Juli des n√§chsten Jahres geerntet werden. Durch die l√§ngere Vegetationszeit und insbesondere die bessere Ausnutzung der Winterfeuchtigkeit und Fr√ľhlingsw√§rme liegen die Ertr√§ge der Wintergetreidearten weit √ľber den Sommerformen, was zu deren √ľberwiegenden Verbreitung f√ľhrte. Zudem ist eine fr√ľhere Ernte m√∂glich. Winterroggen, Winterweizen, Wintergerste und Wintertriticale sind im mitteleurop√§ischen Raum die bedeutendsten Getreidearten. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts z√§hlte Emmer zu den h√§ufig angebauten Wintergetreiden.

Sommergetreide

Sommergetreide ben√∂tigt im Gegensatz zum ‚ÄěWintergetreide‚Äú nur etwa ein halbes Jahr, bis es erntereif ist. Es wird ab M√§rz ges√§t und ab Juli geerntet. Saathafer, Mais und Sommergerste sind im mitteleurop√§ischen Raum die bedeutendsten Arten. Weniger relevant sind Sommerroggen und Sommerweizen. Vor der Verdr√§ngung durch den Mais war Hirse ein wichtiges Sommergetreide.

Sorten

In Deutschland m√ľssen Getreidesorten vom Bundessortenamt zugelassen werden. Die folgende Anzahl der Getreidesorten war 2009 bei den verschiedenen Getreidegattungen zugelassen.

Weizen im Sack
In Deutschland zugelassene Getreidesorten (2009)
Getreideart Anzahl
Winterweichweizen 111 Sorten
Sommergerste 47 Sorten
Wintergerste (zweizeilig) 34 Sorten
Wintergerste (mehrzeilig) 33 Sorten
Sommerhafer 25 Sorten
Winterroggen 35 Sorten
Wintertriticale 27 Sorten
Sommerweichweizen 23 Sorten

Begrannung

Weizen (links), Hafer (Mitte), Gerste (rechts)

Folgende Regeln erleichtern die Unterscheidung der in Mitteleuropa verbreiteten Getreidearten:

  • Weizen hat meistens keine Grannen, es gibt auch begrannte Sorten.
  • Gerste hat meistens sehr lange Grannen, es gibt auch Sorten mit kurzen Grannen; Gerstengrannen sind in der Regel unterschiedlich lang; die Grannen der unteren K√∂rner sind l√§nger, so dass alle Grannen fast wie abgeschnitten auf einer H√∂he enden.
  • Roggen hat mittellange Grannen, die in der Regel gleich lang sind.
  • Triticale (eine Kreuzung aus Weizen und Roggen) hat ebenfalls mittellange Grannen, die in der Regel gleich lang sind; die Pflanzenh√∂he in einem Triticalebestand ist aber im Vergleich zu einem Roggenbestand wesentlich homogener.
  • Hafer hat keine Grannen, und im Gegensatz zu den vorgenannten Getreidearten wachsen die K√∂rner an einer Rispe und nicht an einer √Ąhre.

Krankheiten

Getreide werden √ľberwiegend im Fruchtwechsel mit anderen Arten angebaut. Die Getreidearten sind unterschiedlich anf√§llig f√ľr verschiedene Krankheiten. Bei Massenbefall kam es in der Zeit vor der Errichtung weltweiter Handelsbeziehungen regional immer wieder zu Missernten, Hungersn√∂ten oder zu gesundheitlichen Auswirkungen auf die Bev√∂lkerung. Getreidekrankheiten bewirken heute vor allem wirtschaftliche Sch√§den.

  • Mehltau: Echter Mehltau mit √Ąhren- oder Blattbefall; Erreger des Getreidemehltaus ist Blumeria graminis (alter Name Erysiphe graminis)
  • Mutterkorn: Erreger ist Claviceps purpurea
  • Rostkrankheiten (siehe Rostpilze):
    • Schwarzrost: Erreger ist der Schwarzrostpilz (Puccinia graminis)
    • Braunrost: Erreger ist der Braunrostpilz (Puccinia recondita)
    • Gelbrost (auch Streifenrost genannt): Erreger ist der Gelbrostpilz (Puccinia striiformis)
  • Blatt- und Spelzenbr√§une; Erreger ist Septoria nodorum
  • Fusariosen: Erreger sind zum Beispiel Fusarium graminearum, Fusarium culmorum, Fusarium avenaceum.
  • Halmbruchkrankheit: Erreger ist Pseudocercosporella herpotrichoides
  • Getreidebrand:
    • Stein- oder Stinkbrand: Erreger ist Tilletia caries
    • Zwergsteinbrand: Erreger ist Tilletia controversa

Pseudogetreide bzw. Pseudozerealien

Pseudogetreide sind botanisch gesehen keine Gr√§ser. Es sind andere Pflanzensamen, so genannte K√∂rnerfr√ľchte, die √§hnlich wie die eigentlichen Getreide verwendet werden k√∂nnen. Sie sind meist auch sehr st√§rke- und mineralstoffreich. Ein wichtiger Unterschied: Sie besitzen kein Klebereiwei√ü (Gluten), daher sind sie nicht zum Brotbacken geeignet ‚Äď von Fladenbrot abgesehen. Das macht sie aber andererseits zu einem idealen Getreideersatz f√ľr Menschen, die an durch Gluten bedingten Krankheiten, wie Z√∂liakie, leiden.

Die wichtigsten Arten sind:

Buchweizen wird traditionell haupts√§chlich in China, Russland und in Kanada angebaut, Quinoa und Amarant in Mittel- und S√ľdamerika, sie werden haupts√§chlich in der Reformern√§hrung und Vollwertk√ľche verwendet. Buchweizen eignet sich f√ľr viele Gerichte, auf die Glutenallergiker ansonsten verzichten m√ľssten.

Es gehören weitere Arten dazu, deren Verwendung unbedeutend oder rechtlich umstritten ist.

Verwendung

Getreideprodukte

Lebens- und Genussmittel

Die Verwendung von Getreide in Lebens- und Genussmitteln ist vielfältig, wie folgende Auflistung zeigt:

Futtermittel

Getreide stellt weltweit das wichtigste Futtermittel dar. Vor allem an Wiederk√§uer wird es √ľberwiegend als Ganzpflanzensilage (GPS), z. B. als Roggen-, Gerste- oder Mais-GPS verf√ľttert. Nach Angaben der FAO wurden 2008/09 35 % der weltweiten Getreideproduktion von 2,23 Milliarden Tonnen als Futtermittel verwendet.[1]

Industrielle Nutzung

‚Üí Hauptartikel: Biokraftstoff

Die industrielle Nutzung von Getreide umfasst die energetische Nutzung, d. h. die Herstellung von Biokraftstoffen und die direkte Stroh- und Getreideverbrennung sowie die stoffliche Nutzung, f√ľr die vor allem die St√§rke den relevanten Rohstoff darstellt. Dabei spielen beinahe ausschlie√ülich Weichweizen und Mais eine Rolle als St√§rkelieferanten w√§hrend alle anderen Getreidesorten fast vollst√§ndig zur Herstellung von Lebensmitteln oder in Brauereien (Gerste) verwendet werden.

Die weltweite Verwendung von Getreide in Biokraftstoffen wird von der FAO mit 125 Millionen Tonnen angegeben.[1] Im Jahr 2009/10 werden gesch√§tzte sechs Prozent des Weltgetreideverbrauchs f√ľr Bioethanol verwendet (zu 97 % Mais in den Vereinigten Staaten), 47 % f√ľr Nahrung, 35 % f√ľr Futtermittel und 12 % f√ľr sonstiges (Saatgut, technische Verwendung, Verluste).[2] Im Wirtschaftsjahr 2006/07 wurden von knapp 43 Millionen Tonnen Getreide in Deutschland 9 % f√ľr die stoffliche industrielle Nutzung verwendet, 3,5 % f√ľr Energie sowie 62 % f√ľr Futtermittel, 20 % f√ľr Nahrung und 2,3 % f√ľr Saatgut.

Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe verschiedener Getreidearten (je 100 g)
max min Energie (kJ) Eiweiß (g) Fett (g) Kohlenhydrate (g) Calcium (mg) Eisen (mg) Kalium (mg) Magnesium (mg) Vitamine
B1 (mg) B2 (mg) B6 (mg) E (mg) Folsäure (mg) Niacin (mg)
Dinkel 1340 11,5 2,7 69,0 22 4,2 447 130 0,40 0,15 0,27 1,6 0,03 6,9
Gerste 1430 11,0 2,1 72,0 38 2,8 444 119 0,43 0,18 0,56 0,67 0,065 4,8
Hafer 1530 12,5 7,1 63,0 79,6 5,8 355 129 0,52 0,17 0,75 0,84 0,033 1,8
Hirse 1510 10,5 3,9 71,0 25 9,0 215 170 0,46 0,14 0,75 0,1 0,01 4,8
Mais 1498 9,0 3,8 71,0 15 1,5 330 120 0,36 0,20 0,40 2,0 0,026 1,5
Reis 1492 7,5 2,2 75,5 23 2,6 150 157 0,41 0,09 0,67 0,74 0,016 5,2
Roggen 1323 8,8 1,7 69,0 64 5,1 530 140 0,35 0,17 0,29 2,0 0,14 1,8
Weizen 1342 11,5 2,0 70,0 43,7 3,3 502 173 0,48 0,24 0,44 1,35 0,09 5,1

Reife und Ernte

Bei Getreide unterscheidet man zwischen folgenden Reifegraden:

  1. Milchreife (auch Milchwachsreife): aus dem Getreidekorn l√§sst sich durch Quetschen zwischen Zeigefinger und Daumen eine milchige Fl√ľssigkeit herausdr√ľcken. W√§hrend der Milchreife erreicht das noch gr√ľne Korn seine endg√ľltige Gr√∂√üe.
  2. Teigreife: die Substanz, die man noch immer herausdr√ľcken kann, ist nicht mehr fl√ľssig, sondern hat eine deutlich festere Konsistenz. Fingernageleindruck ist noch reversibel.
  3. Gelbreife: Das Getreidekorn ist hart und l√§sst sich nicht mehr ausdr√ľcken, aber mit guten Z√§hnen zerbei√üen. Fingernageleindruck ist irreversibel.
  4. Vollreife: Es erfolgt kein weiteres Wachstum. Das Getreidekorn ist reif. Es kann nur noch schwer mit dem Fingernagel gebrochen werden.
  5. Totreife: Der Wassergehalt hat soweit abgenommen, dass das Korn nicht mehr mit dem Fingernagel eingedr√ľckt oder gebrochen werden kann.
  6. Notreife: Vorzeitiges Abreifen durch widrige Umst√§nde ‚Äď zum Beispiel durch Trockenstress. Wo normalerweise noch weitere St√§rke u. a. eingelagert w√ľrden, wird nun stattdessen das Korn zur Abreife gebracht, da die Pflanze ausgepr√§gten Wassermangel hat.

Getreide wird in der Regel im Zustand der Voll- oder der Totreife geerntet. Drusch erfordert Totreife, die auch noch nach der Ernte erreicht wird. Eine Ernte mit Mähdreschern ist jedoch erst bei Totreife möglich.

In der Getreidefrucht sind auch im Zustand der Totreife nur Mehlk√∂rper und Schale im biologischen Sinn tot. Sowohl Keimling als auch Aleuronschicht bestehen aus lebenden Zellen und atmen. Dies f√ľhrt bei ca. 15 % Wassergehalt zu j√§hrlichen St√§rkeverlusten zwischen 0,25 % und 2 %.

Wirtschaftliche Bedeutung

Weltgetreideernte

Weltweite Erntemengen der drei wichtigsten Getreidearten

Im Jahr 2009 wurden weltweit folgende Anbauergebnisse erzielt:

Fläche in ha ha-Ertrag in dt/ha Getreidemenge in t
Getreideart Welt D Welt D Welt D
1 Mais 161.016.542 520.500 51,1 98,1 822.712.527 5.105.900
2 Weizen 223.564.097 3.213.500 30,9 80,9 689.945.712 25.988.600
3 Reis 158.955.388 43,1 685.013.374
4 Gerste 56.774.297 1.961.700 27,8 61,0 157.644.721 11.967.100
5 Hirse* 82.311.245 12,0 101.185.419
6 Hafer 11.333.331 179.500 22,8 44,2 25.784.608 793.200
7 Roggen 6.768.744 736.900 26,2 50,8 17.750.767 3.744.200
SUMME 693.954.900 6.612.100 2.500.037.128 47.599.000
* = Sorghum+Millet
Quelle: FAO: Faostat 2010[3]

Die größten Getreideproduzenten

Im Jahr 2009 wurden laut FAO weltweit 2,489 Milliarden Tonnen Getreide geerntet. Die weltweit 20 gr√∂√üten Produzenten von Getreide ernteten zusammen 79,1 % der Gesamtmenge, laut FAO, Faostat, 2010[3]. Diese Tabelle enth√§lt zus√§tzlich die Produktionsmengen √Ėsterreichs und der Schweiz:

Die größten Getreideproduzenten weltweit (2009)[3]
Rang Land Menge
(in t)
  Rang Land Menge
(in t)
   1 China VolksrepublikChina China    483.679.700    13 PakistanPakistan Pakistan    38.373.500
   2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten    419.810.449    14 ThailandThailand Thailand    36.280.383
   3 IndienIndien Indien    246.774.000    15 AustralienAustralien Australien    34.942.459
   4 RusslandRussland Russland    95.079.470    16 TurkeiT√ľrkei T√ľrkei    33.569.627
   5 IndonesienIndonesien Indonesien    82.028.630    17 MyanmarMyanmar Myanmar    31.950.000
   6 BrasilienBrasilien Brasilien    71.288.144    18 MexikoMexiko Mexiko    31.675.966
   7 FrankreichFrankreich Frankreich    70.040.000    19 NigeriaNigeria Nigeria    30.209.000
   8 DeutschlandDeutschland Deutschland    49.748.185    20 PolenPolen Polen    29.826.471
   9 KanadaKanada Kanada    49.059.300    ...        
   10 BangladeschBangladesch Bangladesch    46.812.170    50 Osterreich√Ėsterreich √Ėsterreich    5.141.838
   11 UkraineUkraine Ukraine    45.406.000    102 SchweizSchweiz Schweiz    1.006.326
   12 VietnamVietnam Vietnam    43.278.900     Welt    2.489.301.668

Siehe auch: Die größten Weizenproduzenten, Die größten Roggenproduzenten, Die größten Gersteproduzenten, Die größten Reisproduzenten, Die größten Maisproduzenten, Die größten Haferproduzenten

Brotgetreideernte in √Ėsterreich und der Schweiz

Laut FAO wurden im Jahr 2008 folgende Brotgetreidemengen in √Ėsterreich und der Schweiz geerntet:[4]

Getreide (in t) Weizen Roggen
Osterreich√Ėsterreich √Ėsterreich    1.689.688 218.511
SchweizSchweiz Schweiz    557.100 12.400

Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland

In Deutschland wurden 2008 pro Kopf 88,6 kg Getreideerzeugnisse verzehrt.[5]

Getreidepreis

Der Getreidepreis setzt f√ľr preisbestimmende Eigenschaften des Getreides festgelegte Basis- oder Standardwerte voraus. Abweichungen von den Standardwerten f√ľhren zu entsprechenden Ab- oder Zuschl√§gen auf den Grundpreis.

Folgende preisbestimmende Eigenschaften liegen dem Getreidepreis zugrunde:

  • Hektolitergewicht.
  • Basis- oder Bezugsfeuchte.
  • Diverse preisbestimmende G√ľtemerkmale. Dies sind beispielsweise: Verunreinigungsgrad, Grad der Keimf√§higkeit, Sedimentationswert (bei Weizen), Rohproteinanteil.

Die Festlegung der Basiswerte f√ľr preisbestimmende Eigenschaften kann erfolgen durch B√∂rsen- oder Handelsusancen, oder auch durch gesetzliche Regelungen wie in den USA mit dem United States Grain Standards Act.

Die Preisbildung kann unterschiedlich stattfinden. Im marktwirtschaftlich geregelten Wirtschaftsraum erfolgt die Preisfindung haupts√§chlich an Warenterminb√∂rsen. In abgrenzten Wirtschaftsr√§umen kann ein Staat den Getreidepreis direkt festsetzen oder indirekt durch eine staatliche Abnahmegarantie (= Interventionsaufk√§ufe). Dabei ist ‚Äď im Gegensatz zur Preisfindung an Warenterminb√∂rsen ‚Äď zwischen Ein- und Verkaufspreis zu unterscheiden.

Warenterminb√∂rsen erm√∂glichen den Anbaubetrieben das Getreide bereits vor der Ernte oder dem Anbau zu vermarkten, um dadurch eine Absicherung gegen fallende Preise zu erhalten. Erkauft wird dieser Vorteil f√ľr den Anbaubetrieb mit dem Verzicht auf die Gewinnbeteiligung bei steigenden Preisen. Gleichzeitig wird durch das Marktgeschehen an Warenterminb√∂rsen die Marktinformation f√ľr alle Marktteilnehmer gleicherma√üen transparent und verf√ľgbar.

Beim Preis f√ľr Getreide ist zu unterscheiden zwischen dem Preis, der an den Warenterminb√∂rsen ermittelt wird und dem Preis, den der Anbaubetrieb tats√§chlich erh√§lt, sofern das Getreide den festgelegten Standard- oder Basiswerten entspricht. Die Preisunterschiede ergeben sich durch Fracht- und Manipulationskosten zwischen dem Ort der Preisbildung und dem Ort des Waren√ľbergangs (= Ort der tats√§chlichen Nachfrage), sowie aus dem Umstand, inwieweit am Ort der Verf√ľgbarkeit des Getreides das Angebot die Nachfrage √ľber- oder untersteigt.

Eine der wichtigsten und gr√∂√üten Warenterminb√∂rsen f√ľr Getreide ist die CBOT (Chicago Board of Trade). F√ľr die h√§ufigsten Getreidearten wie Mais oder Weizen wird dort der weltweit beachtete Preis in cents per bushel festgelegt. In Europa gilt als die bedeutendste Warenterminb√∂se f√ľr Getreide die MATIF (March√© √† Terme International de France) in Paris.

Getreideverarbeitung

Trocknung

Seit dem Neolithikum wissen die Menschen, dass Getreide f√ľr eine dauerhafte, schadensfreie Lagerung getrocknet werden muss. Eine fr√ľhe Einrichtung, die f√ľr eine Darre gehalten wird, fand sich bei Bab edh-Dhra am Toten Meer. Da Getreide erst ab 14,5 % Feuchte sicher lagerf√§hig ist, je nach Witterung aber auch mit einer h√∂heren Feuchte gedroschen wird, muss die Feuchte durch Trocknen entzogen werden. W√ľrde die Lagerung zu feucht erfolgen, w√§ren Pilzbefall die Folge. Getreidetrocknung ist sehr energieaufw√§ndig. Da w√§hrend der Ernte nicht immer das gesamte angenommene Getreide gleich getrocknet werden kann, werden in vielen M√ľhlen Getreidepartien vor√ľbergehend auf +7 ¬įC gek√ľhlt, bis sie ebenfalls getrocknet werden k√∂nnen.

F√ľr die Vermahlung sind 14 % Feuchte allerdings zu niedrig. Da die trockene Schale bei der Vermahlung zu sehr splittern w√ľrde und eine Trennung zwischen Kleie und Mehl schwieriger wird, muss das Getreide vor der Vermahlung, in Abh√§ngigkeit von der ‚ÄěGlasigkeit‚Äú des Korns, wieder auf 16‚Äď17 % Feuchte ‚Äěaufgenetzt‚Äú (angefeuchtet) werden.

Lagerung

Diagramm einer Silo- und Getreidereinigungsanlage

√úblich sind heute Silos zur Einlagerung von Getreide, sogenannte Flach- und Hochsilos. Es werden aber auch einfache Lagerhallen (Flachlager) als Zwischenlager verwendet. Die √úberwachung und Pflege des Getreides im Lager ist unbedingt erforderlich. Getreide atmet: Das hei√üt, es findet eine Feuchtigkeitsumverteilung im Getreidekorn statt und zum Teil auch Wasseraustritt ‚Äď das Getreide ‚Äěschwitzt‚Äú. Dies beg√ľnstigt das Wachstum von Mikroorganismen. Zudem sind ca. 40 % einer Silosch√ľttung Hohlr√§ume. Der Luftzustand dieser Hohlr√§ume bestimmt das ‚ÄěKlima‚Äú der Sch√ľttung. Daher ist eine st√§ndige √úberwachung von Feuchtigkeit und Temperatur erforderlich. Zu den Grundregeln der Lagerhaltung geh√∂ren die Reinigung des Getreides vor der Einlagerung und von Zeit zu Zeit ein Luftaustausch im Silo. Getreide gilt unter folgenden Bedingungen als lagerfest: Feuchtigkeit unter 14 %, Temperatur unter 20 ¬įC(am g√ľnstigsten sind Temperaturen von 5-8 ¬įC). Besatz unter 1 %.

Vorratsschutz

Vorratsschutz ist die Verhinderung des Befalls durch Vorratssch√§dlinge, aber auch deren Bek√§mpfung, wenn Befall eingetreten ist. Die FAO sch√§tzt die weltweiten Lagerverluste durch tierische Sch√§dlinge in Getreidelagern auf ca. 10‚Äď30 %, dies entspricht einem j√§hrlichen Verlust von 180 bis 360 Millionen Tonnen Getreide. In Deutschland d√ľrfte die Verlustrate unter einem Prozent liegen, in Entwicklungsl√§ndern dagegen sogar h√§ufig √ľber 30 %.

Die auftretenden Schäden sind:

  • Fra√üsch√§den: Gesamtmenge nimmt ab; Selektionsfra√ü: nur Keimlinge oder N√§hrgewebe werden angefressen
  • Verschmutzung: Kot, Urin, tote Tiere in den Nahrungsmitteln, Spinnf√§den, Haare
  • Ver√§nderung an den Inhaltsstoffen: Ranzigwerden, Abnahme des Protein- oder Vitamingehaltes
  • Folgesch√§den: Geruchs- und Geschmacksver√§nderung, Ver√§nderung der Backeigenschaften, Kosten f√ľr Beseitigung und Reinigung

Die häufigsten Vorratsschädlinge sind: [6]

Die Bek√§mpfung von m√∂glichem Befall geschieht in der M√ľhle im Wesentlichen durch drei Bek√§pfungsarten:

  • W√§rmeentwesung: Die ganze M√ľhle wird abgedichtet und mit Warmluft auf ca. 50‚Äď60 ¬įC erw√§rmt. Die Temperatur muss mindestens ein bis zwei Tage konstant gehalten werden. Dadurch werden alle Insekten in allen Entwicklungsstadien abget√∂tet.
  • K√§lteentwesung: Getreide wird auf Paletten in einen speziellen Container gefahren, in dem es durch fl√ľssigen Stick- oder Sauerstoff schockartig auf -20 bis -30 ¬įC gek√ľhlt wird. Auch dadurch werden alle Entwicklungsstadien von Insekten abget√∂tet.[7]
  • Chemische Bek√§mpfung: Verwendung von zugelassenen Gasen (z. B. Sulfurylfluorid), Spr√ľh- oder Nebelverfahren. Dies darf jedoch nicht von Laien durchgef√ľhrt werden. Bisweilen werden auch W√§rmeentwesung und chemische Bek√§mpfung kombiniert, um eine optimale und vollst√§ndige Bek√§mpfung zu erreichen. Die W√§rme wirkt als Stressfaktor auf die Insekten und erh√∂ht die Wirksamkeit des Begasungsmittels.[7]

Verunreinigungen

Disteln in einem Haferfeld

Auf Getreidefeldern wachsen neben erw√ľnschten Getreidesorten auch andere Pflanzen, die nicht angebaut wurden, aber durch wandernde Samen oder durch Verunreinigungen im Saatgut eingetragen wurden. Es handelt sich meist um Anteile anderer Getreidesorten oder weiterer, nicht essbarer Pflanzen (Unkr√§uter). Diese k√∂nnen die Qualit√§t des Mehls, den Ertrag oder die Qualit√§t des Saatgutes f√ľr die n√§chste Periode mindern. Der Anteil der Verunreinigen im Getreide soll deshalb gering gehalten werden.

Die meisten Unkräuter, die in Getreidefeldern wachsen, haben Samen, die sich von den Getreidekörnern stark unterscheiden und deshalb technisch entfernt werden können. Heute wird durch Siebungen und Luftstromtransport bereits im Mähdrescher ein Großteil der Verunreinigungen abgetrennt.

Saatgut, das in h√∂heren Anteilen mit anderen Getreidesorten verunreinigt ist und f√ľr Handel und Verzehr nicht geeignet erscheint, kann immer noch als Futtergetreide ausges√§t oder vermischt mit anderen Sorten als Gemengesaat verwendet werden. Soll Futtergetreide noch vor der Reife geerntet und gr√ľn verf√ľttert oder siliert werden, fallen Verunreinigungen durch andere Sorten kaum ins Gewicht.

Getreidereinigung

In der Getreidem√ľhle wird das angelieferte Getreide vor der Annahme auf Verunreinigungen gepr√ľft. Das vom Landwirt in der M√ľhle angelieferte Rohmaterial ist in aller Regel kein reines Getreide, sondern mit Unkrautsamen, Steinen, Erdklumpen, Metallteilen, Insekten, Fremdgetreide und vielem mehr verunreinigt. Alle Verunreinigungen zusammen nennt der M√ľller ¬ĽBesatz¬ę. Ist der Besatzanteil zu hoch, oder befinden sich gar lebende Sch√§dlinge in der Partie, so wird der M√ľller deren Abnahme verweigern. Der genaue Besatzanteil kann im M√ľhlenlabor durch eine ‚ÄěBesatzanalyse‚Äú ermittelt werden. Bevor Getreide in der M√ľhle eingelagert wird, durchl√§uft es die sogenannte ‚ÄěSilo- oder Schwarzreinigung‚Äú. Man unterscheidet gew√∂hnlich zwischen ‚ÄěFremdbesatz (Schwarzbesatz)‚Äú und ‚ÄěKornbesatz‚Äú.

Die negativen Einfl√ľsse von Besatz sind vielf√§ltig:

  1. Giftigkeit von Unkrautsamen und Mutterkorn
  2. Beeinträchtigung von Geruch und Geschmack
  3. Erhöhung des Mineralstoffgehaltes
  4. Verschlechterung der Backeigenschaften der Mehle
  5. Beschädigung von Maschinen, erhöhter Verschleiß
  6. Erhöhung des erforderlichen Lagervolumens.

Die Reinigung erfolgt stufenweise durch verschiedenste Trennmethoden in folgenden Maschinen:

Speisegetreide, das die M√ľhle verl√§sst, hat heute einen nie zuvor gekannten Reinheitsgrad.

Vermahlung, Siebung

Die Zerkleinerung erfolgt heute mit der wichtigsten und verbreitetsten Maschine: dem Walzenstuhl. In den Walzenst√ľhlen sind √ľblicherweise zwei oder vier Walzenpaare untergebracht, die sich gegenl√§ufig mit unterschiedlicher Umfangsgeschwindigkeit drehen. Sie sind entweder als Riffel- oder Glattwalzen ausgef√ľhrt. Das bei einem Walzendurchgang entstehende ¬ĽHaufwerk¬ę wird mittels Plansichter und je nach Granulation unterschiedlich weitergeleitet. Alle kleinen Mehlpartikel (<180 ¬Ķm) werden sofort als Mehl abgezogen. Das grobe Schrot wird dagegen auf einen weiteren Walzenstuhl geleitet, wo sich der Vorgang wiederholt. Grie√üe k√∂nnen auf einer Grie√üputzmaschine gereinigt werden. So k√∂nnen sich noch weitere acht bis zehn Vermahlungen und Siebungen anschlie√üen. Den Durchgang durch einen Walzenstuhl und einen Plansichter nennt man ¬ĽPassage¬ę.

Grad der Vermahlung:

Mischen, Verladen, Absacken

Durch das Mischen in Mischmaschinen kann der M√ľller verschiedene Passagenmehle zu einem Typenmehl zusammenmischen, das der DIN-Norm entspricht. Dabei k√∂nnen auch unterschiedliche Backqualit√§ten ausgeglichen werden. Die heutigen Mehlsilozellen sind elektronisch durch F√ľllstandmelder √ľberwacht. Die fertigen Mehle kommen in ein Loseverladesystem. Die √ľbliche Form der Auslieferung ist die Silowagenbef√ľllung. Bei Gro√üb√§ckereien und Backfabriken wird das Mehl aus dem Silowagen mit Druckluft in die Mehlsilozellen geblasen. Nur noch Spezialprodukte oder Mehle f√ľr kleine B√§ckereien werden in S√§cke abgepackt. Viele Gro√üm√ľhlen verf√ľgen heute auch √ľber Kleinpackungsanlagen, auf denen 1‚Äď bis 5-kg-Packungen abgepackt und f√ľr den Einzelhandel fertig palettiert werden.

Literatur

  • Wilfried Seibel (Hrsg.): Warenkunde Getreide. Inhaltsstoffe, Analytik, Reinigung, Trocknung, Lagerung, Vermarktung, Verarbeitung. Agrimedia, Clenze 2005, ISBN 3-86037-257-2
  • Peter Erling (Hrsg.): Handbuch Mehl- und Sch√§lm√ľllerei. Agrimedia, Clenze 2008
  • Walter Aufhammer: Rohstoff Getreide. 131 Tabellen. Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-4194-9
  • Burghard Kirsch, Alois Odenthal: Fachkunde M√ľllereitechnologie. Werkstoffkunde. Ein Lehrbuch √ľber die Zusammensetzung, Untersuchung, Bewertung und Verwendung von Getreide und Getreideprodukten. 6. Auflage. Bayerischer M√ľllerbund, M√ľnchen 2008, ISBN 978-3-9812436-0-4
  • Hansj√∂rg K√ľster, Nicolette Waechter (Hrsg.): Korn. Kulturgeschichte des Getreides. Pustet, Salzburg und M√ľnchen 1999, ISBN 3-7025-0404-4
  • Loren Cordain: Das Getreide. Zweischneidiges Schwert der Menschheit. Unser t√§glich' Brot macht satt, aber krank. Ern√§hrung mit Getreideprodukten kann die Gesundheit ruinieren. Novagenics, Arnsberg 2004, ISBN 3-929002-35-3

Weblinks

 Commons: Getreide ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Getreide ‚Äď Bedeutungserkl√§rungen, Wortherkunft, Synonyme, √úbersetzungen

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ a b FAO: Food Outlook: Cereals, June 2009.
  2. ‚ÜĎ AMI Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH: Infografik: Einsatz von Getreide zur Bioethanolherstellung
  3. ‚ÜĎ a b c [1], Faostat Statistik der FAO, abgerufen am 4. Februar 2010
  4. ‚ÜĎ Statistik der FAO, aufgerufen am 24. Februar 2010
  5. ‚ÜĎ Statistisches Jahrbuch 2009 des BMELV
  6. ‚ÜĎ Lexikon der Vorratssch√§dlinge
  7. ‚ÜĎ a b Reinald Pottebaum (Hrsg.): M√ľhlen- und Mischfutter-Jahrbuch 2009, Moritz Sch√§fer, Detmold, 2009, ISBN 978-3-87696-279-5

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Getreide ‚ÄĒ (Zerealien, Halm , Mehl , K√∂rnerfr√ľchte), Kulturpflanzen, besonders Gr√§ser, die ihrer mehlreichen Fr√ľchte halber gebaut werden. Die Fr√ľchte der Getreidearten enthalten au√üer St√§rkemehl (und geringen Mengen andrer Kohlehydrate) verschiedene… ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon

  • Getreide ‚ÄĒ (Getraide, ein deutsches, von tragen stammendes, im Althochdeutschen getragidi u. im Mittelhochdeutschen getregede lautendes Wort, welches zun√§chst bedeutet was man tr√§gt, wie Kleidung, Gep√§ck u. √ľberhaupt bewegliches Gut; dann insbes. was der… ‚Ķ   Pierer's Universal-Lexikon

  • Getreide ‚ÄĒ Getreide: Das auf das dt. Sprachgebiet beschr√§nkte Substantiv ist eine Bildung zu dem unter ‚ÜĎ tragen behandelten Verb und bedeutet eigentlich ¬Ľdas, was getragen wird¬ę: mhd. getregede, getreide ¬ĽBodenertrag; Nahrung; Kleidung; Gep√§ck; Last;… ‚Ķ   Das Herkunftsw√∂rterbuch

  • Getreide ‚ÄĒ Getreide, Zerealien, K√∂rner oder Mehlfr√ľchte, insbes. die grasartigen Halmfr√ľchte, die ihrer st√§rkemehlhaltigen Samen wegen zur menschlichen Nahrung angebaut werden. In Europa: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, vielfach auch Dinkel, Reis ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

  • Getreide ‚ÄĒ Getreide. Allgemeine Benennung derjenigen halmtragenden Grasarten, welche verm√∂ge ihrer gr√∂√üern, mehlreichern Samenk√∂rner zur Nahrung dienen. Unstreitig die wichtigsten Gew√§chse im Gebiet des Pflanzenreichs, deren Anbau Millionen besch√§ftigt und… ‚Ķ   Damen Conversations Lexikon

  • Getreide ‚ÄĒ Getreide, Cerealien, die grasartigen Pflanzen mit mehlhaltiger Frucht: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Reis, Hirse; sie werden nicht mehr in ihrem urspr√ľnglichen Zustande gefunden, da sie durch die Cultur ohne Zweifel betr√§chtlich ver√§ndert… ‚Ķ   Herders Conversations-Lexikon

  • Getreide ‚ÄĒ ‚ÜĎZerealie ‚Ķ   Das gro√üe Fremdw√∂rterbuch

  • Getreide ‚ÄĒ Sn std. (11. Jh.), mhd. getregede, getr√§gete, spahd. gitregidi Stammwort. Verbalabstraktum zu (ge)tragen, eigentlich das Getragene, der Ertrag . Seit dem 14. Jh. speziell auf den Kornertrag spezialisiert, und dann √ľberhaupt zu Korn geworden.… ‚Ķ   Etymologisches W√∂rterbuch der deutschen sprache

  • Getreide ‚ÄĒ [Aufbauwortschatz (Rating 1500 3200)] Auch: ‚ÄĘ Korn Bsp.: ‚ÄĘ Die USA exportieren den gr√∂√üten Teil ihres Getreides, vor allem Weizen ‚Ķ   Deutsch W√∂rterbuch

  • Getreide ‚ÄĒ Korn; Samenkorn * * * Ge|trei|de [g…ô traiŐģd…ô], das; s, : Pflanzen, die angebaut werden, um aus den Samen Mehl u. √Ą. zu gewinnen: das Getreide wird reif; Weizen ist ein wichtiges Getreide. Syn.: 1‚ÜĎ Korn. Zus.: Brotgetreide, Futtergetreide,… ‚Ķ   Universal-Lexikon


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.