Gewissen

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Gewissen

Das Gewissen (lateinisch conscientia, wörtlich „Mit-Wissen“) wird im Allgemeinen als eine besondere Instanz im menschlichen Bewusstsein angesehen, die sagt, wie man urteilen soll. Es drĂ€ngt, aus ethischen bzw. moralischen und intuitiven GrĂŒnden, bestimmte Handlungen auszufĂŒhren oder zu unterlassen. Entscheidungen können als unausweichlich empfunden oder mehr oder weniger bewusst – im Wissen um ihre Voraussetzungen und denkbaren Folgen – getroffen werden (Verantwortung).

Das einzelne Gewissen wird meist als von Normen der Gesellschaft und auch von individuellen sittlichen Einstellungen der Person abhĂ€ngig angesehen. Ohne eine ethische Orientierung bleibt das Gewissen „leer“; „ohne Verantwortung ist das Gewissen blind“.[1]

Üblicherweise fĂŒhlt man sich gut, wenn man nach seinem Gewissen handelt; das ist dann ein gutes oder reines Gewissen. Handelt jemand entgegen seinem Gewissen, so hat er ein subjektiv schlechtes GefĂŒhl; ein schlechtes, nagendes Gewissen oder Gewissensbisse.

Inhaltsverzeichnis

Begriffsherkunft

Die heutige Bedeutung von Gewissen geht wesentlich auf Martin Luther zurĂŒck. Vor ihm konnte Gewissen auch Bewusstsein oder ein verstĂ€rktes Wissen ausdrĂŒcken. Diese verengte Wortbedeutung stammt vom griechischen syneidĂȘsis-Begriff und dessen lateinischer Übertragung conscientia. Das kann nicht angemessen mit „Bewusstsein“ oder mit „Gewissen“ ĂŒbersetzt werden; eine neutrale Übersetzung wĂ€re „Mitwissen“. Darunter kann man konkret das Mitwissen einer ĂŒbergeordneten Instanz um das eigene Handeln verstehen, manchmal eher unser eigenes, handlungsbegleitendes Wissen um den moralischen Wert der Handlung.

Der Gewissensbegriff ist bereits im Daimonion des Sokrates angelegt: Eine innere Stimme warnt vor falschen Handlungen.

Juristische Sicht

Der bundesdeutsche Gesetzgeber gesteht dem individuellen Gewissen eine hohe Bedeutung zu, beispielsweise indem er seinen BĂŒrgern die Freiheit zur Verweigerung des Kriegsdienstes aus GewissensgrĂŒnden einrĂ€umt (so Art. 4 Abs. 3 Grundgesetz: Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.).

Das Bundesverfassungsgericht hat dem Begriff in einer Entscheidung aus dem Jahre 1961 Konturen verliehen. Als eine Gewissensentscheidung gilt danach „jede ernste sittliche, d. h. an den Kategorien von Gut und Böse orientierte Entscheidung [
], die der einzelne in einer bestimmten Lage als fĂŒr sich bindend und unbedingt verpflichtend innerlich erfĂ€hrt, so dass er gegen sie nicht ohne ernste Gewissensnot handeln könnte.“[2]

Siehe auch: Gewissensfreiheit

Verschiedene Gewissensvorstellungen

Psychoanalyse von Sigmund Freud

Das Strukturmodell der Psyche nach Sigmund Freud beruht auf der Unterscheidung von Es, Ich und Über-Ich. Seiner Vorstellung nach wird das unbewusst-triebhafte Es in seinen Äußerungen durch das Über-Ich hemmend kontrolliert. Dabei wird das Über-Ich verstanden als Introjekt, also Verinnerlichung der elterlichen und gesellschaftlichen AutoritĂ€t, wodurch sich das Gewissen herausbildet. Es veranlasst das Kind, gesellschaftlich ĂŒbliche oder erwartete Verhaltensweisen und Erwartungen einzuhalten. Das reife Ich, die individuelle Persönlichkeit mit ihren aus Erfahrung gewonnenen bewussten Wertsetzungen, bildet sich in der Auseinandersetzung des Menschen mit seiner gesellschaftlichen Umwelt und durch Überwindung der Anforderungen des Über-Ichs.

Analytische Psychologie von C. G. Jung

FĂŒr C. G. Jung ist das Gewissen ein unbewußter, autonomer Komplex der menschlichen Psyche, der sich gegebenenfalls auch gegen die bewusste Absicht des Individuums durchsetzt. Es wird unterschieden zwischen einem sittlich-moralischen und einem ethischen Gewissen.

Das sittlich-moralische Gewissen richtet sich nach den tradierten Wertvorstellungen und GlaubenssĂ€tzen einer Gesellschaft. Alles, was hier den entsprechenden GebrĂ€uchen, Verhaltensnormen und Moralgesetzen entspricht, gilt als sittlich bzw. als moralisch (mores: Sitten, GebrĂ€uche; moris: zur Regel gewordener Wille, Brauch). Dabei ist das moralische Gewissen nicht nur das Ergebnis von Umwelt, Erziehung und Gewohnheit, sondern auch von vererbten instinktiven Verhaltensweisen. So unterscheidet sich das moralische Urteil von misshandelten und vernachlĂ€ssigten Kindern (im Alter von drei bis fĂŒnfeinhalb Jahren) wenig von dem der Altersgenossen.

Die ethische Form des Gewissens tritt dort auf, wo zwei moralische Forderungen oder Handlungsweisen gleichberechtigt nebeneinander stehen und das Individuum in eine Pflichtenkollision treiben. Nun stehen sich Sittenkodex und das persönliche Gewissen als unvereinbar gegenĂŒber. Der Betroffene kann zum ersten Mal erleben, dass es einen Unterschied zwischen der traditionellen und konventionellen Moral und dem Gewissen gibt. Auch zeigt sich, dass die Sitte selbst ihm hier keine befriedigende oder ĂŒberhaupt keine Antwort und Hilfe geben kann, er erlebt seine Situation als höchst individuell. Ist der Betroffene bereit, seinen Gewissenskonflikt auszutragen, so mĂŒndet dies in einen neuartigen, individuellen Urteilsakt, der auch als schöpferische Leistung verstanden werden kann. Dabei ist dem AusfĂŒhrenden klar, dass die Gesellschaft sein neues Handeln nicht gutheißen oder billigen wird. Er spĂŒrt aber, dass der bequeme Weg der sittengemĂ€ĂŸen Entscheidung, durch UnterdrĂŒckung der Gewissensinhalte, langfristig in Krankheit und persönliche Entfremdung fĂŒhren muss.

Aufgrund dieser hohen, autonomen Dynamik, mit welcher sich das ethische Gewissen auch gegen die traditionelle Moral durchzusetzen weiß, ist es als „Vox Dei“, als Gottesstimme zu verstehen. Es setzt sich gleich einer göttlichen Intervention auch gegen den Willen des Individuums durch. Nicht der Mensch hat ein Gewissen, sondern das Gewissen hat den Menschen.

Im Kontext der primitiven Völker ist das ethische Gewissen eine Mana-Erscheinung und fĂŒhrt in seiner Umsetzung zum Tabubruch. Die traditionelle Stammesmoral mit ihren Tabu-Regeln und Ritualen wird dadurch in Frage gestellt, verĂ€ndert und erneuert und den tatsĂ€chlichen Lebensbedingungen angepasst. Der ausgetragene Gewissenentscheid verhindert, dass die Gesellschaft in einem veralteten und rein konventionellen Moralkodex erstarrt.[3]

Philosophische Sichtweisen

Kantsche Philosophie

Nach Immanuel Kant enthĂ€lt die praktische Vernunft ein a priori, ein jeder Moral vorhergehendes Grundprinzip. Dieses a priori bestimmt den kategorischen Imperativ. Der gilt absolut und ĂŒberall und ist von jedem anwendbar. Er wird auch als „das gute Gewissen“ umschrieben und sei eine notwendige, aber keine hinreichende Grundlage fĂŒr gutes Handeln.

Nietzsche

In Nietzsches Zur Genealogie der Moral[4] wird das „Gewissen“ mit „Schuld“, „Pflicht“ und „Heiligkeit der Pflicht“ auf eine Ebene gestellt. Instinkte, die nicht aktiv gelebt werden können, „wenden sich nach innen“.[5] „Schuld“ und „Pflicht“ gegenĂŒber den vorherigen Generationen werden in Gestalt des „schlechten Gewissens“ schließlich zu einer unabzahlbaren Schuld: „[Im Schuldner], in dem nunmehr das schlechte Gewissen sich dermaßen festsetzt, einfrisst, ausbreitet und polypenhaft in jede Breite und Tiefe wĂ€chst, bis endlich mit der Unlösbarkeit der Schuld auch die Unlösbarkeit der Buße, der Gedanke ihrer Unabzahlbarkeit (der ‚ewigen Strafe‘) concipiert ist –;...“.[6]

Das „schlechte Gewissen“ in seiner „aktivischen“ Gestalt ist nach Nietzsche möglicherweise die Bedingung fĂŒr die Entstehung Ă€sthetischer Empfindung im Sinne von „Bejahung und Schönheit“.[7]

Der Begriff „schlechtes Gewissen“ wird mit unterschiedlicher Konnotation verwandt. Es schimmert eine Parallele zwischen Phylogenese und Menschwerdung im individuellen, subjektiven Sinne durch. Das „schlechte Gewissen“, eine nach Nietzsche offenbar genuin menschliche Eigenschaft, die – ganz klar wird das nicht – wohl jedem Menschen zukommt, zumindest aber dem KĂŒnstler eigen ist, muss ĂŒberwunden werden, bejaht werden, vielleicht auch integriert werden, um Schönheit, Seele, Ideale schaffen zu können.

Dialektischer Materialismus

Nach dem Dialektischen Materialismus (Marx) spiegelt das Gewissen den wandelbaren Gesellschaftszustand, welcher sich aus wechselnden materiellen ProduktionsverhÀltnissen erklÀre, wider. Da die Materie, die einzige Wirklichkeit, sich stÀndig verÀndere, gelte keine sittliche Wahrheit absolut.

Richard Mervyn Hare

Richard Mervyn Hare erklĂ€rt das schlechte Gewissen als eine Art Ersatz fĂŒr echte PrĂ€skriptivitĂ€t. Durch die Eigenschaft der PrĂ€skriptivitĂ€t muss sich jeder moralisch handelnde Agent als an seine eigenen Urteile gebunden betrachten, so dass er sie ausfĂŒhren muss, wann immer er physisch und psychisch dazu in der Lage ist.

Mit anderen Worten: Nach Hare ist es nicht sinnvoll zu sagen „Ich sollte X tun“, um dies dann doch zu unterlassen. Es fĂ€llt aber manchmal leichter (und Einigen erscheint es sogar als die einzige Möglichkeit, sich die Dinge zu erklĂ€ren), sich in SelbstvorwĂŒrfe (Versagen im „kritischen Denken“) oder aber in eine gewisse OpfermentalitĂ€t („psychische UnfĂ€higkeit“) zu flĂŒchten, statt die volle Verantwortung fĂŒr das eigene Verhalten zu ĂŒbernehmen und entsprechend zu handeln.[8]

Dass es viele vorziehen, Selbstverantwortung so weit wie möglich an Ă€ußere oder innere SĂŒndenböcke (den Staat, die Polizei, die Nachbarn, die AuslĂ€nder, SĂŒchte, das eigene Unvermögen) abzugeben, ist bekannt. Es wird jedoch kritisiert, dass die Rechtfertigung dieser Verhaltensweise durch wissenschaftliche Theorien ungeeignet ist, den Menschen zu einem moralisch verantwortungsvollen Dasein zu verhelfen.

Religiöse Gewissensvorstellungen

Christliche Gewissensvorstellungen

Gewissen in der Bibel

Das Alte Testament kennt kein eigenes Wort fĂŒr Gewissen. Vielmehr werden die Funktionen des Gewissens dem „Herzen“ oder manchmal den „Nieren“ als dem Inneren des Menschen zugeordnet. Dabei bezeichnen das Herz als der Ausgangspunkt guter wie böser Taten mehr die verstandesmĂ€ĂŸige, die Nieren mehr die gefĂŒhlsmĂ€ĂŸige Komponente des Gewissens. Bsp: 2.Sam 24,10: „nachdem David das Volk gezĂ€hlt hatte, schlug ihm das Herz (= das Gewissen)“. In Jeremia 12,2 werden die Gottlosen beschrieben: „Du bist nur ihrem Munde nahe, aber fern von ihren Nieren“, d. h. sie reden zwar von Gott, aber ihre innersten Entscheidungen und GefĂŒhle wollen sie nicht von ihm beeinflussen lassen. Im Neuen Testament werden die Bezeichnung Herz und parallel dazu der griechische Begriff syneidĂ€sis = Mitwisser, Gewissen (ca. 30 *) verwendet. In Röm 2,15 wird anschaulich beschrieben, was im Gewissen vor sich geht: „Sie beweisen damit, dass in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert, zumal ihr Gewissen es in ihnen bezeugt, dazu auch die Gedanken, die einander anklagen oder auch entschuldigen.“ Das befleckte Gewissen kann durch das „Blut Christi“ gereinigt werden, d. h. durch das In-Anspruch-Nehmen des vollbrachten Opfers Jesu Christi fĂŒr die Tat, die die Gewissensbisse verursacht hat (Heb 9,14). Da das Gewissen kein in sich absoluter Maßstab ist (1.Kor 4,4), ist es wichtig, es durch das Ausrichten am Wort Gottes immer wieder zu schĂ€rfen (Röm 12,2). DarĂŒber hinaus gesteht Paulus bei einzelnen „zweifelhaften Fragen“ zu, dass es zu unterschiedlichen Bewertungen bei Christen kommen kann. Dann (aber nicht bei eindeutigen Antworten der Heiligen Schrift) sollte man sich nicht im Verhalten an andere anpassen, sondern dem eigenen Gewissen folgen (Röm 14; 1.Kor 8 + 10). Das wichtige Doppelgebot der Liebe zu Gott und zum NĂ€chsten wird unterstrichen durch die Aussage in 1.Tim 1,5–6: „Das Endziel der Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungeheucheltem Glauben. Dieses Ziel haben einige aus den Augen verloren und haben sich nutzlosem GeschwĂ€tz zugewandt.“

Thomas von Aquin

Thomas von Aquin definiert, im Anschluss an Albertus Magnus, das Gewissen als Vollzug eines Urteils ĂŒber den moralischen Wert einer Handlung. Er erkennt im Gewissen zwei Aspekte, eine Gewissensanlage (synderesis) und den konkreten Gewissensakt (conscientia), in dem von außen herangefĂŒhrte Normen und Erfahrungen auf Grund der Gewissenanlage zu einem Urteil verschmelzen. Das Urteil des Gewissens ist fĂŒr von Aquin die letzte Instanz, nach der sich der Mensch zu richten hat, auch wenn er damit der offiziellen Kirche widerspricht. Das Gewissen vollzieht die GrĂŒnde und Überlegungen nach, die zu dieser Handlung gefĂŒhrt haben, ist aber nicht wie das Streben nach Vermögen dem Einfluss durch Emotionen und Affekte ausgesetzt. Deshalb kann es zu einem MissverhĂ€ltnis zwischen Handlungswahl und Gewissensurteil kommen (genannt „schlechtes Gewissen“). Das schlechte im Sinne eines peinigenden Gewissens tritt aber erst bei Luther in den Vordergrund, der dieses zur Grundform des Gewissens erklĂ€rt.

Protestantische Theologie

Die Reformation setzt mit Luthers Gewissenskrise auf Grund der Kirche seiner Zeit ein. FĂŒr viele Protestanten hat die individuelle Gewissensentscheidung im Glauben mehr Gewicht als die Unterwerfung unter kirchliche AutoritĂ€ten oder bestimmte Lesarten der Bibel. Diese Entwicklung beginnt schon bei Martin Luther selbst. Am 18. April 1521 musste Luther vor Kaiser und Reich auf dem Reichstag zu Worms erscheinen und zu seinen Schriften Stellung nehmen. Er beschließt seine Rede mit den Worten:

„Wenn ich nicht durch Schriftzeugnisse oder einen klaren Grund widerlegt werde – denn allein dem Papst oder den Konzilien glaube ich nicht; es steht fest, dass sie hĂ€ufig geirrt und sich auch selbst widersprochen haben –, so bin ich durch die von mir angefĂŒhrten Schriftworte ĂŒberwunden. Und da mein Gewissen in den Worten Gottes gefangen ist, kann und will ich nichts widerrufen, weil es gefĂ€hrlich und unmöglich ist, etwas gegen das Gewissen zu tun. Gott helfe mir. Amen.“[9]

Luther beruft sich damit auf die Freiheit des Gewissens. Das ist an sich nichts radikal Neues gewesen; seit Thomas von Aquin wurde das Gewissen als die Instanz im Menschen verstanden, dem unbedingt zu folgen ist, selbst wenn es irrt. Darauf beruft sich Luther vor dem Reichstag zu Worms; und doch bestimmt er den Begriff des Gewissens neu: Es ist hier nicht die von Gott in den Menschen gelegte handlungsorientierende Instanz, sondern es ist in der Bindung an das Wort Gottes handlungsbeurteilende Instanz.[10] Das heißt, das Gewissen ist nunmehr nicht göttlichen Ursprungs, wie in der mittelalterlichen scholastischen Theologie (synteresis vs. conscientia, s. oben), sondern nichts anderes als das innerpsychische Mitwissen des Menschen mit seinem Tun und die von Ă€ußeren, vorgegebenen Werten geprĂ€gte Beurteilungsinstanz im Menschen selbst. Damit orientierte Luther sich an der Bedeutung von „Gewissen“, wie er es in den Briefen des Apostels Paulus vorgefunden hat:[11] Hier verwendet Paulus das Wort syneidesis, was das „Mitwissen“ mit sich selbst bedeutet.

In neuerer Zeit hat vor allem der Theologe Albrecht Ritschl den Gewissensbegriff im Sinne der IndividualitĂ€t des Gewissens maßgeblich beeinflusst. Ritschl betont die Notwendigkeit von vorgegebenen und bestĂ€ndigen Orientierungswerten. Ritschl bewegt sich allerdings nur innerhalb der christlichen Ordnungsvorstellungen und leitet den Gewissensbegriff aus dem christlichen Tugendbegriff ab. Und dabei wĂ€re er in eine ĂŒbergreifende Sittlichkeit einzuordnen, wie sie etwa die Menschenrechte darstellen.[12]

John Henry Newman

FĂŒr John Henry Newman gibt es im Gewissenserlebnis Momente der Tiefe, in denen der Mensch das Echo der Stimme Gottes vernimmt. Er vertritt damit eine eher mystische Auffassung von der Anwesenheit Gottes im menschlichen Gewissen.

2. Vatikanisches Konzil

Im Zweiten Vatikanum besteht eine Spannung in der ErklĂ€rung der Wirkungsweise des Gewissens, die vom Kompromisscharakter der Konzilstexte herrĂŒhrt. Nach der Pastoralkonstitution Gaudium et spes ist das Gewissen ausgezeichneter Ort der Gottesbegegnung, „verborgenste Mitte“ und „Heiligtum im Menschen“. An anderer Stelle ist jedoch die Rede von einem „Gesetz, [...] dem der Mensch gehorchen muss“.[13]

Hier sehen einige Interpreten einen Widerspruch zwischen autonomer Gewissensentscheidung des Einzelnen und Gewissen als Ausrichtung an internalisierten kirchlichen Sittennormen. In der nachkonziliaren lehramtlichen Entwicklung, den Enzykliken Humanae Vitae oder Veritatis Splendor tritt der zweite Aspekt in den Vordergrund und die freie Gewissensentscheidung im Dialog mit der „inneren Stimme“ wird als weniger bedeutsam angesehen.

Der Katechismus der Katholischen Kirche (1993) betont, dass das Gewissen lebenslang anhand des Wortes Gottes gebildet und geformt werden muss, damit es ein richtiges Urteil abgeben kann (Gewissensbildung, Katechismus Nr. 1783–1785). Das Gewissen kann richtig urteilen, wenn es in Übereinstimmung mit der Vernunft und dem göttlichen Gesetz ist, oder irren, falls es sich an beides nicht hĂ€lt (Katechismus Nr. 1786). Der Mensch muss auch einem irrigen Gewissen folgen, wenn er sich um die rechte Gewissensbildung bemĂŒht hat (Katechismus Nr. 1793).

Zur Erforschung des Gewissens des Einzelnen beinhaltet das Gotteslob den Gewissensspiegel.

Soziologische Sichtweise

Systemtheorie

Niklas Luhmann interpretiert das Gewissen als eine Funktion im Dienste der IdentitÀtsbildung:

Die Möglichkeiten, die ein Mensch hat, sich zur Welt zu verhalten, sind weit grĂ¶ĂŸer als die FĂ€higkeit, sie (alle auf einmal) zu realisieren. Ich kann ein Schurke sein, ein Heiliger, ein Feigling, ein Held – aber nicht alles auf einmal. Der Mensch wĂ€hlt bestimmte Optionen und schlĂ€gt andere aus und bildet so eine Persönlichkeit aus, d. h. er wird zu einer selektierenden Struktur, die typischerweise so und nicht anders handelt. Der Mensch braucht Kontrollinstanzen, mit denen es ihm gelingt, eine konstante Persönlichkeit zu sein und zu bleiben, „und eine solche Kontrollinstanz [...] ist das Gewissen [...]. Jedes sichtbare und in diesem Sinne Ă€ußere Verhalten des Menschen [...] sagt etwas darĂŒber aus, was der Mensch ist. Er stellt sich, ob er will oder nicht, in seinem Verhalten dar und legt sich damit fest, da die Zeit sein Verhalten unwiderruflich [...] in die Vergangenheit entrĂŒckt. Will er sich als identische Persönlichkeit darstellen, muss er die Kontrolle ĂŒber sein Erscheinen behalten. Das ist nur möglich, wenn er sich durch innere VorgĂ€nge, die dem Einblick entzogen sind, objektiviert. Wie George Herbert Mead gezeigt hat, stĂŒtzt er sich bei dieser Reflexion auf die Tatsache, dass andere ihn objektivieren und dass er deren Einstellung ĂŒbernehmen kann. [...] Da seine Situationen und Verhaltensprobleme recht komplex sind, muss er seine Persönlichkeit verinnerlichen, seine persönlichen Werte abstrahieren, sich an seine Selbstdarstellungsgeschichte erinnern können. Je weiter er auf diesem Wege der Persönlichkeitsbildung kommt, desto weiter kann er seine Selbstdarstellung spannen, desto komplexer kann seine Lebenswelt sein. Nie aber braucht er die KomplexitĂ€t der ganzen Welt in seinem Innern widerzuspiegeln. Die Funktion der Persönlichkeit liegt mithin auf dem Gebiet der Reduktion der unzĂ€hligen PotentialitĂ€ten des Ich zu einer kohĂ€renten, individuellen Selbstdarstellung.“

Dem dient, wie gesagt, das Gewissen. Genau so versteht auch die Alltagsintuition dessen Rolle, wenn man sagt, man mĂŒsse doch noch morgens in den Spiegel sehen können, um zu prĂŒfen, ob man noch derselbe oder was aus einem geworden sei. Das Gewissen stellt die in die Zukunft gerichtete Frage, was aus mir werden soll, und blickt in die Vergangenheit auf das, was aus mir geworden ist – „im Gewissen stellt man das eigene Sein zur Entscheidung“. „Nach der Tat [...] [zwingt] das Gewissen [...] zur Identifikation mit der Vergangenheit, zu der Erkenntnis, dass ich auch jetzt noch und fĂŒr immer einer bin, der so handeln konnte. Das Gewissen fordert mich dann auf, in den TrĂŒmmern meiner Existenz die verbleibenden Möglichkeiten neu zu ordnen.“[14]

„Luhmann definiert [...] das Gewissen als systemregulatives Element ohne zwingende ethische Aussage. Er weist ihm die kybernetisch relevante Funktion zu, die bedrohende Freiheit der Wahl des einzelnen auf ein fĂŒr diesen ertrĂ€gliches Maß einzuschrĂ€nken. Nur so können nach Luhmann die personale IdentitĂ€t und die Selbigkeit des Individuums gesichert werden. Hier liegt also eine gewissermaßen funktionale und im Wesentlichen nicht-ethische Interpretation des Gewissensbegriffs vor, der das PhĂ€nomen als solches jedoch nicht leugnet. Das Gewissen als psychosoziale Ordnungsfunktion des Menschseins ohne definitive Wertbindung entspricht dabei dem radikal metaphysikkritischen Ansatz der Systemtheorie.“[15]

Verhaltensbiologische Sichtweise

Ebenen der Verhaltenssteuerung nach Doris Bischof-Köhler

→ Siehe auch: Stufentheorie des moralischen Verhaltens nach Lawrence Kohlberg

Doris Bischof-Köhler hat in ihrem Modell die Entwicklungsstufen des moralischen Urteilens nach Kohlberg entscheidend erweitert. Ihr Modell geht von Funktionsschichten aus. Anders als bei Kohlberg bleiben demnach beim Erreichen einer höheren Ebene zugleich die anderen Ebenen aktiv und sie stehen in Wechselwirkung zueinander.

1. Ebene – Impulsiv, rein biologisch bedingt
Gengesteuerte Verhaltensprogramme beim SĂ€ugling – „Reifung“
Beispiel: Saugreflex beim SĂ€ugling
2. Ebene – Lernen durch individuelle Erfahrung
„Biologische Reifung“ wird durch Gelerntes ergĂ€nzt
Beispiel: Bindung an eine Dauer-Bezugsperson, Lernen des Schuhebindens
3. Ebene – Mitempfinden
Teilhabe an der Emotion des Anderen, Erkenntnis, dass Ă€ußerer GefĂŒhlsausdruck beim Anderen etwas auslöst
„Mitempfinden“ beruht grundsĂ€tzlich auf biologischer FĂ€higkeit (Spiegelneurone)
4. Ebene – EinfĂŒhlung
Innerliche VergegenwÀrtigung der Situation des Anderen, sich in ihn hineinversetzen können
Höhere kognitive Leistung als „Mitempfinden“ – setzt das Ich-Bewusstsein voraus, bei dem man sich selbst gleichsam aus der Perspektive Anderer betrachtet
5. Ebene – Hineindenken
FĂ€higkeit, sich nicht nur in die Situation, sondern auch ins Handeln des Anderen hineinzuversetzen
„Zeitreise“ – Das Kind konstruiert sich aus Beobachtungen und Empathie Theorien, wie sich eine Person in Zukunft verhalten wird
6. Ebene – Sozial- und Rechtsordnungen bejahen
Aus Einsicht werden ĂŒbergeordnete Regeln und Ordnungen anerkannt

Bernhard Hassenstein

Hassenstein bezieht sich bei seiner Beschreibung des Gewissens auf das Modell von Köhler-Bischof.

Ursprung und Funktionsweise

Die SchlĂŒsselrolle bei der Gewissensentscheidung nimmt aus verhaltensbiologischer Sicht der Höchstwertdurchlass ein. Umgangssprachlich kann man ihn auch als „Hemmschwelle“ bezeichnen.[16] Er ist die Instanz der Entscheidung zwischen miteinander unvereinbaren Verhaltenstendenzen. Der jeweils stĂ€rkste Verhaltensimpuls „gewinnt“ dann die Gewissensentscheidung.

Die Verhaltensimpulse stammen aus drei Bereichen: biologisch bedingte Impulse,durch VorgĂ€nge und Ergebnisse des Lernens geprĂ€gte Impulse und durch geistige Prozesse geprĂ€gte Impulse. Nach Hassenstein sind biologisch bedingte Impulse die stĂ€rksten. So â€žĂŒberrennen“ GefĂŒhle wie panische Angst bei einer Gewissensentscheidung leicht „geistige Impulse“, wie zum Beispiel die Überzeugung, einem Menschen in einer Notsituation zu helfen.[17]

Die „Inhalte“ des Gewissens sind nach dem verhaltensbiologischen Modell grundsĂ€tzlich unbestimmt. So ist es auch auf der Stufe 6 von Bischof-Köhlers Modell möglich, dass das Verfolgen von Werten wie „Gottes Gebote“, „das AnstĂ€ndige“, „das Gesunde“" in bestimmten kulturellen Gegebenheiten zu grausamen Resultaten fĂŒhrt und auch schon gefĂŒhrt hat. Nach Hassenstein wird der Inhalt des Gewissens prinzipiell nur begrenzt durch das, „was menschliche Phantasie und GedankentĂ€tigkeit hervorbringen können.“[18]

Dem Wissen kommt bei der Gewissensentscheidung große Bedeutung zu. VerhĂ€ngnisvolle Fehler bei schicksalstrĂ€chtigen Gewissens-Entscheidungen lassen sich durch grĂ¶ĂŸeres anwendbares persönliches Wissen verringern. Wichtiger als theoretisches Wissen sind dabei eigene Lebenserfahrung und eigenes Handeln, sowie Erfahrung, die aus Beobachtung und Anhören von möglichst unterschiedlichen GesprĂ€chspartnern gewonnen wurde.[19]

Gewissenloses Handeln und Gewissensnot

Es gibt biologische Gegebenheiten, die die Stimme des Gewissens betÀuben.[20] Vier Beispiele:

  1. Gruppenaggression: Komplizierter Mechanismus, der zu „Schwarz-Weiß-Denken“ einer Gruppe fĂŒhrt; „Freund oder Feind – Nichts dazwischen.“ Ein Beispiel fĂŒr Gruppenaggression ist die Haltung der Bevölkerung der kriegsfĂŒhrenden Staaten kurz nach Ausbruch des ersten Weltkriegs.
  2. Allgemeine angstbedingte Denkhemmung: Jemand, der z. B. unter starker PrĂŒfungsangst leidet, kann sich nicht „frei“ entscheiden, eine PrĂŒfung anzutreten.
  3. Spezielle angstbedingte Denkhemmung (VerdrĂ€ngung): Man umgeht Gedanken, die unertrĂ€glich waren. Ein Gedanke ist mit angstbesetzten Assoziationen verknĂŒpft und wird daher vermieden. Der Rest des Denkens verlĂ€uft aber normal. Besorgniserregende Sachverhalte sollten daher bewusst „zu Ende gedacht“ werden.
  4. Fehlende Partnerschaft zwischen Erwachsenen und Kindern: Sie fĂŒhrt dazu, dass die Ebenen Mitempfinden (3), EinfĂŒhlung (4) oder Hineindenken (5) nicht richtig ausgeprĂ€gt sind. So zeigen manche jugendliche GewalttĂ€ter keinerlei MitgefĂŒhl fĂŒr ihre Opfer.

Gewissensnot entsteht, wenn man sich zwischen zwei Handlungen entscheiden muss, die beide vom Gewissen gefordert werden, aber einander widersprechen. Diese unausweichlichen WidersprĂŒche in EinzelfĂ€llen sind durch die Gegebenheiten unserer Welt bedingt. Ein andere Art von Gewissensnot entsteht, wenn unbegrĂŒndete SchuldgefĂŒhle ĂŒbermĂ€chtig werden (Bsp: Kinder, die sich fĂŒr die Scheidung der Eltern mitverantwortlich fĂŒhlen).[21]

Kraftquellen des Gewissens

Es stellt sich die Frage, was aus verhaltensbiologischer Sicht Menschen die Kraft gibt,[22] ihre „Gewissensentscheidung“ auch gegen massive Nachteile oder GefĂ€hrdungen zu vertreten. Nach Hassenstein brauchen Wahrnehmungen und gedankliche Einstellungen einen gefĂŒhlsmĂ€ĂŸigen Faktor (dieser gehört zu einer ursprĂŒnglicheren Ebene der Verhaltenssteuerung), um zum Imperativ zu werden. Erst dann setzen sie sich im Höchstwertdurchlass gegen andere Verhaltenstendenzen durch.

Untersuchungen zu den „Rettern“, welche vom Tode bedrohten Menschen in Nazideutschland geholfen haben, lassen auf bestimmte CharakterzĂŒge schließen, die als „Kraftquellen des Gewissens“ benannt werden können. Dazu gehören das hĂ€ufige Lob der Eltern fĂŒr gutes und richtiges Verhalten, ein enges und gutes VerhĂ€ltnis zu einem Elternteil, weitere Erstreckung des mitfĂŒhlenden Verhaltens, das man an einer Vorbildpersönlichkeit wie zum Beispiel Albert Schweitzer festmachen kann.

Einzelnachweise

  1. ↑ Honnefelder: Was soll ich tun, wer will ich sein ? 2007, S. 56.
  2. ↑ Vgl. BVerfGE 12, 45, 55.
  3. ↑ Das Gewissen in psychologischer Sicht, 1958 / Gut und Böse in der Analytischen Psychologie, 1959. In:Gesammelte Werke von C. G. Jung, Band 10, 1981
  4. ↑ Zur Genealogie der Moral, Zweite Abhandlung: „Schuld“, „schlechtes Gewissen“ und Verwandtes. KSA 5, S. 291 ff.
  5. ↑ a.a.O., S. 322.
  6. ↑ a.a.O., S. 331.
  7. ↑ vgl. a.a.O., S. 326.
  8. ↑ Vgl. Hare, Richard M.: Freiheit und Vernunft. Frankfurt a.M.1983, S. 94.
  9. ↑ Zitiert nach: Martin Luther, AusgewĂ€hlte Schriften, hrsg. von Karin Bornkamm und Gerhard Ebeling, Bd. I: Aufbruch zur Reformation, Insel TB 1751, Frankfurt a.M/Leipzig: Insel, 1995, S. 269.
  10. ↑ Vgl. Reiner Anselm, Art. Gewissen, in: Lexikon Theologie. Hundert Grundbegriffe, hrsg. von Alf Christophersen und Stefan Jordan, Stuttgart: Philipp Reclam jun., 2004, S. 131-133: 132.
  11. ↑ Vgl. Röm 2,15; 9,1; 13,5; 1Kor 8,7 u.ö.; 10,25 u.ö.; 2Kor 1,12; 4,2; 5,11.
  12. ↑ Vgl. Klaus H. Fischer, Der Richterstuhl des Gewissens, in: Albrecht Ritschl, Über das Gewissen, Schutterwald/Baden 2008, S. 12.
  13. ↑ Vgl. http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html .
  14. ↑ Jan Philipp Reemtsma: Über den Begriff "HandlungsspielrĂ€ume".
  15. ↑ zitiert aus: Roland Mahler, Gewissen und Gewissensbildung in der Psychotherapie, Vs Verlag 2009.
  16. ↑ Vgl. Hassenstein: Gewissen in der biologischen Anthropologie, S. 766.
  17. ↑ Vgl. Hassenstein: Gewissen in der biologischen Anthropologie, S. 767.
  18. ↑ Hassenstein: Gewissen in der biologischen Anthropologie, S. 765.
  19. ↑ Vgl. Hassenstein: Gewissen in der biologischen Anthropologie, S. 767.
  20. ↑ Vgl. Hassenstein: Gewissen in der biologischen Anthropologie, S. 768ff.
  21. ↑ Vgl. Hassenstein: Gewissen in der biologischen Anthropologie, S. 771
  22. ↑ Vgl. Hassenstein: Gewissen in der biologischen Anthropologie, S. 771f.

Literatur

  • Hassenstein, Bernhard: Gewissen in der biologischen Anthropologie. In: Stimmen der Zeit. 11, Nr. 11/2009, S. 761-773.

Weblinks

 Commons: Conscience â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Gewissen â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Gewissen â€“ Zitate

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  • Gewissen — (lat. conscientia, Bewußtsein), das von Gott in jedes Menschenherz geschriebene Gesetz (Röm. 2, 12 bis 17), woraus das Innewerden des Werthes oder Unwerthes unserer Gedanken, Worte und Werke sowie des VerhĂ€ltnisses der Seele zu Gott fließt. Das G 
   Herders Conversations-Lexikon

  • Gewissen — 1. Ae gut Gewissen schlĂ€ft ruhig ufen Kissen. (Waldeck.) – Curtze, 363, 585. 2. An GewĂȘten ĂŒs an SchlaghterhĂŒnj. (Nordfries.) – Firmenich, III, 6, 91. 3. Bei gutem Gewissen und trocknem Brot leidet man nicht Noth. 4. Besser in einem unverletzten… 
   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Gewissen — Ge|wis|sen [gə vÉȘsnÌ©], das; s, : ethisch begrĂŒndetes Bewusstsein von Gut und Böse: er hat ein sehr kritisches, kein Gewissen; mein Gewissen ist rein (ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen); ein gutes, schlechtes Gewissen haben (sich keiner 
   Universal-Lexikon

  • Gewissen — Das ist eine Gewissensfrage: es ist eine Frage, die eine ehrliche Antwort verlangt, aber mehrere Möglichkeiten zulĂ€ĂŸt, die man nur nach bestem Wissen und Gewissen beantworten kann. Unter â€șGewissenâ€č versteht man allgemein den Ort in der Seele des… 
   Das Wörterbuch der Idiome


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