Alexanderplatz

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Alexanderplatz
Alexanderplatz
Coat of arms of Berlin.svg
Platz in Berlin
Alexanderplatz
Alexanderplatz. Aussicht vom Fernsehturm, 2009
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Mitte
Angelegt 17. Jahrhundert
Neugestaltet in 1960er Jahren, seit 2004
Einm√ľndende Stra√üen Alexanderstra√üe, Neue K√∂nigstra√üe, Rathausstra√üe
Bauwerke Berolinahaus, Alexanderhaus, Kongresshalle, Haus des Lehrers, Haus des Reisens, Haus der Elektroindustrie, Hotel Park Inn, Galeria Kaufhof, die mitte, Alexa
Nutzung
Nutzergruppen Fu√üverkehr, Radverkehr, √Ėffentlicher Verkehr
Luftbild Alexanderplatz
Blick vom Berliner Fernsehturm auf den Alexanderplatz mit umgebautem Kaufhof, 2006

Der Alexanderplatz ist ein zentraler Platz und Verkehrsknotenpunkt in Berlin. Er liegt im Ortsteil Mitte in der fr√ľheren K√∂nigsstadt und wird im Volksmund kurz Alex genannt. Er wurde nach dem russischen Zaren Alexander I. benannt.

Inhaltsverzeichnis

Erschließung und Lage

Die folgenden Straßen beginnen am Alexanderplatz:

Dar√ľber hinaus verlaufen folgende Stra√üenz√ľge tangential zum Alexanderplatz:

Seit dem Umbau in den 1960er Jahren ist der gesamte Platz den Fu√üg√§ngern vorbehalten und wird nur seit 1998 wieder von der Stra√üenbahn gekreuzt. T√§glich besuchen ihn mehr als 360.000 Menschen.[1] Er ist laut einer Studie die meistbesuchte Gegend Berlins noch vor dem Kurf√ľrstendamm[2] und gilt als viertbelebtester Platz Europas.[1]

Im Bahnhof Alexanderplatz halten Regionalz√ľge der Deutschen Bahn AG, S-Bahnen, die U-Bahn-Linien U2, U5 und U8 sowie mehrere Stra√üenbahn- und Buslinien.

F√§lschlicherweise wird oft der gesamte von der Karl-Liebknecht-Stra√üe und der Rathausstra√üe begrenzte Bereich des Berliner Zentrums zwischen der Stadtbahntrasse und der Spree dem Alexanderplatz zugeordnet. Tats√§chlich befinden sich die hier gelegenen Bauwerke, also zum Beispiel der Fernsehturm an der Panoramastra√üe, das Haus des Berliner Verlages an der Karl-Liebknecht-Stra√üe, das Rote Rathaus einige hundert Meter weiter s√ľdlich an der Rathausstra√üe, das Kino Cubix der Cinestar-Gruppe, die Rathauspassagen, die Marienkirche und der Neptunbrunnen nicht am Alexanderplatz, sondern an der weitr√§umigen namenlosen Freifl√§che, die gegenw√§rtig den zentralen Bereich der ehemaligen Berliner Altstadt einnimmt.

Geschichte

Die Entstehung des Platzes bis zum beginnenden 18. Jahrhundert

Im 13. Jahrhundert entstand unweit des heutigen Platzes das Spital Heiliger Georg. Es war der Namensgeber f√ľr das Georgentor in der Berliner Stadtmauer, das anfangs Oderberger Tor hie√ü. Zu dieser Zeit war die Fl√§che vor dem Tor weitestgehend unbebaut, um das Jahr 1400 lie√üen sich hier erste Siedler in √§rmlichen strohgedeckten Katen nieder. Da der Galgen nicht weit ab stand, nannten die Menschen den Ort ‚ÄěTeufels Lustgarten‚Äú.[3] Vor diesem Stadtzugang liefen die wichtigsten aus dem Norden und Nordosten kommenden Stra√üen zusammen, beispielsweise aus Oderberg, Prenzlau und Bernau aber auch die Stra√üen aus den gro√üen Hansest√§dten an der Ostsee. Das Georgentor war im 16. Jahrhundert das wichtigste Stadttor. Die meisten Waren kamen durch dieses in die Stadt.

Memhardt-Plan von 1652 mit Georgentor (nicht genordet)

Nach dem Drei√üigj√§hrigen Krieg wurde die Stadtmauer verst√§rkt. 1658 bis 1683 entstand ein Festungsring, mit deren Planungen der Linzer Johann Gregor Memhardt beauftragt wurde. Memhardts erste T√§tigkeit war eine topographische Bestandsaufnahme, wodurch der erste Plan der Residenzstadt entstand. Die neue Festung enthielt 13 Bastionen, die durch W√§lle miteinander verbunden waren. Der Festung vorgelagert war ein bis zu 50 Meter breiter Wassergraben. Bei der Errichtung des Festungsringes wurden unter anderem einige Tore geschlossen, beispielsweise das s√ľd√∂stlich gelegene Stralauer Tor. Dies lie√ü das Georgentor nochmals an Bedeutung gewinnen.

Im Gebiet vor dem Georgentor wurden unter dem Gro√üen Kurf√ľrsten unter Verzicht auf den Grundzins g√ľnstige Landst√ľcke vergeben, so dass die Ansiedlungen schnell heranwuchsen. 1681 wurden Viehhandel und Schweinemast innerhalb der Stadt verboten. Auf dem Platz vor dem Georgentor etablierte sich ein Viehmarkt, der dem Platz die Bezeichnung Ochsenmarkt oder Ochsenplatz gab,[4] auch ein Wochenmarkt etablierte sich.

So entwickelte sich um den Platz Ende des 17. Jahrhunderts langsam eine Vorstadt ‚Äď die Georgenvorstadt ‚Äď die trotz eines Bauverbotes 1691 weiter gedieh, so dass um 1700 schon mehr als 600 H√§user entstanden waren. Anders als die Vorst√§dte im S√ľdwesten Berlins (Friedrichstadt, Dorotheenstadt), die planm√§√üig und streng geometrisch angelegt wurden, wucherten die Vorst√§dte im Nordosten (neben der Georgenvorstadt auch die Spandauer Vorstadt und die Stralauer Vorstadt) planlos.

Das Georgentor war zu diesem Zeitpunkt ein rechteckiges Turmgeb√§ude, in dessen Turmstuben W√§chter sa√üen, die bei Anbruch der Dunkelheit das Tor mit schweren Eichenbohlen zu schlie√üen hatten. Au√üerdem beherbergten die oberen Stockwerke das Stadtgef√§ngnis.[5] Neben dem Turm befand sich noch einer der T√ľrme der mittelalterlichen Stadtmauer. Eine Zugbr√ľcke √ľberspannte den Festungsgraben. Nach Nordosten f√ľhrte √ľber den Viehmarkt hinweg die Landstra√üe in Richtung Bernau, zu deren Rechten die Georgenkapelle sowie ein 1672 von der Kurf√ľrstin Sophie Dorothea gestiftetes Hospital und ein Waisenhaus standen. Neben der Kapelle befand sich das mittelalterliche Pesthaus, das 1716 wegen Bauf√§lligkeit abgerissen wurde. Dahinter gab es einen Sch√ľtzenplatz und einen Gasthof, den sp√§teren Stelzenkrug. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts lebten in dieser Gegend bereits 600 bis 700 Familien, darunter zahlreiche Schl√§chter, Viehmeister, Sch√§fer und Meier. Die Georgenkapelle wurde zur Georgenkirche aufgewertet und bekam einen eigenen Prediger.

Der K√∂nigs Thor Platz (1701‚Äď1805)

Stadtplanausschnitt mit der Königsvorstadt (1789)
Das alte Berlin ist rot dargestellt, die Königsvorstadt nordöstlich braun.
Der Alexanderplatz, 1796
(in der Mitte die K√∂nigsbr√ľcke mit den Kolonnaden)

Nachdem der preu√üische K√∂nig Friedrich I. nach seiner Kr√∂nung in K√∂nigsberg am 6. Mai 1701 durch das Georgentor in Berlin eingezogen war, wurde dieses nun K√∂nigstor genannt. Der Platz wurde in offiziellen Dokumenten als K√∂nigs Thor Platz bezeichnet. Auch die Georgenvorstadt wurde nun K√∂nigsvorstadt (oder kurz K√∂nigsstadt) genannt. 1734 entstand die Berliner Zollmauer, die zun√§chst aus einem Palisadenzaun bestand und die ringf√∂rmig um die alte Stadt gewachsenen Vorst√§dte zusammenfasste. Dadurch verlor das Tor an Bedeutung und wurde schlie√ülich 1746 abgetragen. Ende des 18. Jahrhunderts war die K√∂nigsvorstadt in ihrer Grundstruktur mit unregelm√§√üigen Bl√∂cken geschaffen, die durch die vom Tor in verschiedene Richtungen abgehenden Stra√üen bedingt war. Gro√üe Manufakturen (Seide und Wolle) wie der Kurprinz (eine der ersten Tuchfabriken der Stadt in einer ehemaligen Scheune) und ein Arbeitshaus (1758 eingerichtet), das als Asyl f√ľr Bettler und Obdachlose fungierte und in dem die Insassen zur Arbeit in der Tretm√ľhle angehalten wurden, mit der eine richtige M√ľhle angetrieben wurde.[6] Bald kamen auch milit√§rische Einrichtungen, beispielsweise das 1799/1800 er√∂ffnete Exerzierhaus von David Gilly hinzu und dominierten nun das Gebiet. Die rund um den Platz Ans√§ssigen waren jetzt meist Handwerker, Kleinb√ľrger, ausgemusterte Soldaten und Manufakturarbeiter.[6] Der s√ľdliche Teil des sp√§teren Alexanderplatzes war mit B√§umen vom Verkehr abgetrennt und wurde als Paradeplatz genutzt, wohingegen die n√∂rdliche H√§lfte weiterhin Markt blieb. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts fand hier jedes Jahr im Juni die bedeutendste Wollmesse Deutschlands statt.

Zwischen 1752 und 1755 lebte Gotthold Ephraim Lessing in einem Haus am Alexanderplatz. 1771wurde an der Stelle des K√∂nigstores eine neue Steinbr√ľcke √ľber den Festungsgraben (die K√∂nigsbr√ľcke) gebaut, an deren Seiten 1777 kolonnadenges√§umte L√§den errichtet wurden, die von Carl von Gontard geplanten K√∂nigskolonnaden. 1783 bis 1784 entstanden sieben dreigeschossige, von Georg Christian Unger errichtete Geb√§ude um den Platz, unter anderem der ber√ľhmte Gasthof zum Hirschen, in dem Heinrich von Kleist in den letzten Tagen vor seinem Selbstmord lebte und auch Karl Friedrich Schinkel einige Zeit Dauermieter war.

Die Bedeutung des Platzes f√ľr die Residenzstadt Berlin (1805‚Äď1900)

Plan des Alexanderplatzes, 1804 ‚Äď die Grundform behielt er bis zur Umgestaltung in den 1920er Jahren
Straßenkämpfe während der Märzrevolution von 1848

Auf dem Paradeplatz vor dem alten K√∂nigstor wurde am 25. Oktober 1805 der russische Zar Alexander I. zu einem Besuch empfangen. Anl√§sslich dieses Ereignisses erlie√ü K√∂nig Friedrich Wilhelm III. am 2. November folgende Verf√ľgung zur Umbenennung des Platzes in Alexanderplatz:[7]

‚ÄěDa Se. K√∂nigliche Majest√§t mittels allerh√∂chster Kabinetts-Ordre vom 2ten dieses, der in der K√∂nigs-Vorstadt gelegenen Sandgasse den Namen Kaiserstra√üe, und dem Platz vor dem Arbeitshause in eben gedachter Vorstadt den Namen Alexander-Platz beizulegen geruhet haben, so wird solches dem Publikum hiermit zur Nachricht und Achtung bekanntgemacht. ‚Äú

‚Äď K√∂nigl.-Preu√ü. Polizei-Direktorium

Im S√ľdosten des Platzes wurde das Tuchmanufakturgeb√§ude im Auftrag des Kaufmanns Cerf von Carl Theodor Ottmer f√ľr 120.000 Taler zum K√∂nigst√§dter Theater umgebaut. Die Grundsteinlegung erfolgte am 31. August 1823 und die Er√∂ffnung am 4. August 1824. Die Vorstellungen waren nicht ausverkauft, so dass die Kultureinrichtung bereits am 3. Juni 1851 schlie√üen musste. Danach wurde das Geb√§ude zun√§chst als Wollmagazin, sp√§ter als Mietshaus und bis zum Abriss 1932 als Gasthaus Aschinger genutzt.

Der Alexanderplatz wurde in diesen Jahren von Fischfrauen, Wasserträgern, Sandmännern, Plundermatzen (=Lumpenhändlern), Scherenschleifern und Eckenstehern bevölkert.[7]

Wegen der Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt fuhren bereits 1847 viertelst√ľndlich Pferdeomnibusse von hier zum Potsdamer Platz.[4]

W√§hrend der M√§rzrevolution 1848 kam es auch auf dem Alexanderplatz zu Stra√üenk√§mpfen. Revolution√§re blockierten den Weg vom Platz in die Stadt mit Barrikaden. Auch Theodor Fontane, der ganz in der N√§he in einer Apotheke arbeitete, beteiligte sich am Aufbau dieser Barrikaden und beschrieb sp√§ter, wie er mit Material aus dem K√∂nigst√§dter Theater half, die Neue K√∂nigstra√üe zu verbarrikadieren: ‚ÄěEs ging √ľber den Alexanderplatz weg auf das K√∂nigst√§dter Theater zu, das alsbald wie im Sturm genommen wurde.‚Äú

Im 19. Jahrhundert wuchs die gesamte K√∂nigsstadt weiter, wobei bereits am Anfang des Jahrhunderts eine dreigeschossige Bebauung erreicht war und Mitte des Jahrhunderts eine vierst√∂ckige. Ende des Jahrhunderts waren die meisten Geb√§ude bereits f√ľnfgeschossig. Die gro√üen Manufakturen und Milit√§reinrichtungen wichen der Wohnbebauung (vor allem Mietwohnungen f√ľr die neu in die Stadt gezogenen Fabrikarbeiter) und Handelsh√§usern.

Anfang der 1870er Jahre sch√ľttete man den ehemaligen Festungsgraben zu, um auf ihm die Berliner Stadtbahn zu errichten, die 1882 er√∂ffnet wurde und mit ihr der Stadtbahnhof Alexanderplatz. 1883 bis 1884 entstand das Grand Hotel, ein Neorenaissancebau mit 185 Zimmern und zum Platz hin mit L√§den im Erdgeschoss. Von 1886 bis 1890 wurde au√üerdem das Polizeipr√§sidium fertig gestellt, ein riesiger Backsteinbau, dessen n√∂rdlicher Eckturm das Geb√§ude dominierte. Bis 1890 entstand auch das Amtsgericht am Alexanderplatz.

1886 errichteten die Stadtv√§ter westlich der Stadtbahn eine Zentralmarkthalle, woraufhin 1896 der Wochenmarkt auf dem Alexanderplatz verboten wurde. Durch die freiwerdenden Fl√§chen teilte sich der Platz nun funktional. W√§hrend Ende des 19. Jahrhunderts der aufkommende Individualverkehr und die ersten Pferdeomnibuslinien den n√∂rdlichen Teil dominierten, war der s√ľdliche Teil (der ehemalige Paradeplatz) ruhiger, und der Gartendirektor Hermann M√§chtig gestaltete ihn 1889 g√§rtnerisch. Im Nordwesten des Platzes wurde 1895 auf einer zweiten, kleineren Gr√ľnfl√§che die 7,5 Meter hohe kupferne Berolina-Statue von Emil Hundrieser aufgestellt.

Bl√ľtezeit zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik (1900‚Äď1940)

Der Alexanderplatz, 1903
Bahnhof Alexanderplatz mit Königskolonnaden, 1904
Martin Wagners Planung von 1928 ‚Äď An der Hufeisenform orientierten sich alle Wettbewerbs-Architekten.
Kaufhaus Tietz, um 1911

Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte der Alexanderplatz seine Bl√ľtezeit. 1901 gr√ľndete Ernst von Wolzogen in der ehemaligen Sezessionsb√ľhne in der Alexanderstra√üe 40 zun√§chst unter dem Namen Buntes Brettl das erste deutsche Kabarett, das √úberbrettl. Geboten wurde nach den Ank√ľndigungen ‚ÄěKabarett als gehobene Unterhaltung mit Kunstanspruch. Kaisertreu und Marktorientiert steht das unkritische Am√ľsement im Vordergrund‚Äú.

Am Platz lie√üen die Kaufleute Hermann Tietz, Georg Wertheim und Hahn nun gro√üe Warenh√§user errichten, die nach ihren Eigent√ľmern benannt wurden: Tietz (1904‚Äď1911), Wertheim (1910/1911) und Hahn (1911). Im Oktober 1905 er√∂ffnete am Alexanderplatz, geplant von den Architekten Wilhelm Albert Cremer und Richard Wolffenstein, die bereits im Wettbewerb zum Bau des Reichstagsgeb√§udes einen zweiten Preis errungen hatten, der erste Bauabschnitt des Warenhauses Tietz. Es verstand sich als Volkswarenhaus f√ľr die Berliner, w√§hrend sich das Kaufhaus Wertheim eher als Weltstadtwarenhaus f√ľr die Welt definierte. Das Warenhaus Tietz erfuhr noch weitere Bauabschnitte und hatte letztendlich 1911 eine √ľberbaute Grundfl√§che von 7300 Quadratmetern und zu dieser Zeit mit 250 Metern L√§nge die l√§ngste Kaufhausfassade der Welt.[8] F√ľr den Bau des Wertheim-Kaufhauses, einer Filiale des Hauses am Leipziger Platz, mussten 1910 die K√∂nigskolonnaden abgetragen werden, die seither im Heinrich-von-Kleist-Park in Sch√∂neberg stehen.

Im Oktober 1908 wurde in der Alexanderstra√üe 41 neben dem Bunten Brettl das Lehrervereinshaus eingeweiht, das von Hans Toebelmann und Henry Gro√ü entworfen worden war. Bauherr war der Berliner Lehrerverein, dem das Gesch√§ftshaus mit Konditorei und Restaurant im Erdgeschoss als Mieteinnahmequelle f√ľr seinen Verein diente. Im hinteren Bereich des Grundst√ľcks bis zur Kurzen Stra√üe hatte der Verein sein Verwaltungsgeb√§ude und einen Hoteltrakt f√ľr Vereinsmitglieder sowie ein Saalgeb√§ude f√ľr Veranstaltungen. Unter anderem fanden hier am 2. Februar 1919 die Trauerfeier f√ľr Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sowie am 4. Dezember 1920 der Vereinigungsparteitag von KPD und USPD statt. Die p√§dagogische Bibliothek des Lehrervereins fand in diesem Geb√§ude ihren Platz. Sie √ľberstand hier als Deutsche Lehrerb√ľcherei zwei Weltkriege und ist heute in die Bibliothek f√ľr Bildungsgeschichtliche Forschung eingegliedert.[9]

Beg√ľnstigt wurde das Aufleben des Platzes durch seine Funktion als Verkehrsknotenpunkt. Neben den drei unterirdischen U-Bahnlinien (ab 1913 beziehungsweise 1930) hielt hier die Fern- und S-Bahn auf dem Viadukt der Stadtbahn, Omnibusse der ABOAG sowie ab 1877 Pferde- und seit 1898 auch elektrische Stra√üenbahnen, die von hier aus sternf√∂rmig in alle Himmelsrichtungen fuhren. So entstanden f√ľnf Verkehrsebenen. Der U-Bahnhof wurde von Alfred Grenander entworfen und war in der Farbfolge der U-Bahnh√∂fe, die am Leipziger Platz mit Gr√ľn begann, im dunklen Rot gehalten. In den Goldenen Zwanzigern war der Platz neben dem Potsdamer Platz der Inbegriff der lebhaft pulsierenden Weltstadt Berlin. Viele der ihn begrenzenden Geb√§ude und Bahnbr√ľcken trugen gro√üe Leuchtreklametafeln, die die Nacht zum Tag machten. Sein Gesicht √§nderte sich von Tag zu Tag.

Unter anderem warb die Berliner Zigarettenfirma Manoli mit einem Ring aus Neonr√∂hren, der st√§ndig um eine schwarze Kugel kreiste. Das sprichw√∂rtlich durchgedrehte ‚ÄěBerliner Tempo‚Äú jener Jahre wurde daraufhin mit ‚Äětotal manoli‚Äú charakterisiert (siehe Berlinisches W√∂rterbuch). Der Schriftsteller Kurt Tucholsky schrieb ein Gedicht, und der Komponist Rudolf Nelson machte daraus die legend√§re Revue Total manoli mit der T√§nzerin Lucie Berber. Dem Schriftsteller Alfred D√∂blin diente der Platz namensgebend f√ľr seinen Roman Berlin Alexanderplatz und Walter Ruttmann drehte seinen Film Berlin: Die Sinfonie der Gro√üstadt 1927 auch am Alexanderplatz. Der Platz ‚Äěplatzte‚Äú bald aus allen N√§hten.

Im Zusammenhang mit dem drohenden Kollaps des Individualverkehrs am Alexanderplatz schlug der damalige Baustadtrat Martin Wagner Ende der 1920er Jahre eine Umgestaltung des Areals vor. Der Platz sollte dem Verkehr angepasst und die Geb√§ude architektonisch einheitlich sein. Wagner entwarf einen Plan, in dem der Platz zu einem Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 100 Metern umgestaltet werden sollte. Der Entwurf sah au√üerdem zw√∂lf Meter breite Stra√üen mit zehn Meter breiten B√ľrgersteigen vor.[4] Um dieses Rondell herum sollten siebengeschossige Geb√§ude entstehen.

Die Neue K√∂nigstra√üe und die Landsberger Stra√üe, die von Nordosten in den Platz m√ľndeten, sollten dabei von Geb√§uden √ľberbaut werden mit zwei Etagen hohen Durchfahrten. Damit wollte Wagner erreichen, dass der Platz architektonisch geschlossen war. F√ľr das Warenhaus Tietz im Nordwesten des Platzes war eine neue Fassade vorgesehen.

Nach den Vorgaben Wagners wurde ein beschr√§nkter Architekturwettbewerb gestartet, an dem f√ľnf Berliner und ein K√∂lner Architektenb√ľro teilnehmen durften. Neben dem Siegerentwurf des B√ľros Hans und Wassili Luckhardt mit Alfons Anker nahmen auch Peter Behrens, Ludwig Mies van der Rohe, Paul Mebes, Johann Emil Schaudt und Heinrich M√ľller-Erkelenz an diesem Wettbewerb teil. Die Entscheidung fiel am 5. Februar 1929. Als einziger Architekt hielt sich Mies van der Rohe nicht an die Vorgaben und belegte den letzten Platz des Wettbewerbs.

Der Alexanderplatz, 1930

Da sich nicht gen√ľgend private Investoren zur Umsetzung des Planes von Luckhardt fanden, kam der Berliner Magistrat auf Behrens' Entwurf zur√ľck, obwohl er im Architekturwettbewerb nur den zweiten Platz belegt hatte. Behrens hatte eine ovale Form (L√§nge 97 Meter, Breite 63 Meter) vorgesehen mit Rasen begr√ľnt und einer Ligusterhecke eingefasst,[10], um den hufeisenf√∂rmig Geb√§ude errichtet werden sollten.

Bis Anfang der 1930er Jahre wurden zwei der von Peter Behrens geplanten Geb√§ude parallel zur Stadtbahn errichtet: das Alexanderhaus und das Berolinahaus. Hierzu mussten Aschinger und das ehemalige K√∂nigst√§dtische Theater sowie die H√§userzeile an der Stadtbahn abgebrochen werden. Der neue Kreisverkehr nahm sechs Stra√üen auf. Die 7,5 Meter hohe Berolina-Figur, die 1925 dem Bau des neuen Kreuzungsbahnhofs der Untergrundbahn weichen musste, wurde 1934 vor dem Alexanderhaus neu aufgestellt.

Auf dem Luftbild von 1930 sind der Rohbau des Berolinahauses, noch auszuf√ľhrende Erdarbeiten am Alexanderhaus, unten links die Bahnhofshalle, rechts unten Wertheim, ganz links Warenhaus Tietz, dazwischen Aschinger, rechts angeschnitten das Polizeipr√§sidium an der Alexanderstra√üe zu erkennen.

Doch auch Behrens' Entwurf konnte nicht komplett umgesetzt werden, da der Gro√üteil der Fl√§chen Privateigentum war und die Ankaufsumme f√ľr die Grundst√ľcke bei gewaltigen 20 Mio. RM lag. Das amerikanische Konsortium, das das Alexander- und Berolinahaus bauen lie√ü, hatte nach der Weltwirtschaftskrise kein Geld f√ľr weitere Bauten, und auch andere Investoren fanden sich nicht. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus gab es keine Neubauten am Alexanderplatz. Die Planunterlagen f√ľr die n√∂rdlich begrenzenden Behrensbauten fand man vor einigen Jahren in einem verschlossenen Raum des Bunkers am U-Bahnhof Gesundbrunnen.

Festliche Beleuchtung anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936

Im Jahr 1936, als in Berlin die Olympischen Sommerspiele 1936 stattfanden, war das Verkehrsaufkommen an diesem Knoten besonders hoch, eine Verkehrsz√§hlung ergab 35.000 Fahrzeugen in der Zeit zwischen 7 Uhr und 21 Uhr. Der Alex war damit der damals verkehrsreichste Platz in Berlin.[10]

Zerst√∂rung des Platzes und der umliegenden Bauwerke (1940‚Äď April 1945)

Der zerstörte Bahnhof Alexanderplatz, Mai 1945

Zu einer der größten Luftschutzanlagen der Stadt zählte im Zweiten Weltkrieg der Tiefbunker unter dem Alexanderplatz. Er wurde von 1941 bis 1943 im Auftrag der Deutschen Reichsbahn von der Firma Philipp Holzmann erbaut.[11]

Die Kriegshandlungen erreichten den Alexanderplatz Anfang April 1945. Die Berolinastatue war schon 1944 entfernt und vermutlich zu R√ľstungszwecken eingeschmolzen worden. Im April 1945 begannen die Alliierten auch die Stadtquartiere um den Alexanderplatz zu bombardieren. Die K√§mpfe der letzten Kriegstage zerst√∂rten erhebliche Teile der K√∂nigs- und Georgenvorstadt, sowie viele der Geb√§ude rund um den Alexanderplatz. Die Wehrmacht hatte sich in den Tunneln der U-Bahn verschanzt und lie√ü noch in den letzten Kriegstagen die Anlagen fluten, um das Vordringen der Roten Armee in die Berliner Innenstadt auf diesem Wege zu erschweren. Dabei kamen viele Zivilisten ums Leben, die hier Schutz gesucht hatten.[12]

Enttr√ľmmerung und Wiederaufbau (1945‚Äď1964)

Der zerstörte Alexanderplatz während des Wiederaufbaus, 1950

Bevor ein planm√§√üiger Wiederaufbau des gesamten Alexanderplatzes erfolgen konnte, wurden in Massenaktionen die Kriegsruinen enttr√ľmmert. Die Fl√§che des Platzes avancierte zu einem beliebten Schwarzmarkt f√ľr Tauschgesch√§fte kleiner Leute aber auch f√ľr ganze Schieberringe. Die Polizei machte mehrfach t√§glich Razzien zur Eind√§mmung dieser illegalen Handelst√§tigkeit.[12] Die Wiederaufbauplanung des Berliner Innenstadtgebietes nach dem verlorenen Krieg stand im Zeichen eines Neubeginns unter der Pr√§misse, dem schnell anwachsenden Kraftfahrzeugverkehr auf den innerst√§dtischen Durchgangsstra√üen nach den Fl√§chenbombardements nun mehr Raum zu geben. Diese Idee einer verkehrsgerechten Stadt ging bereits auf √úberlegungen und Rei√übrettplanungen Hilbersheimers und Le Corbusiers aus den 1930er Jahren zur√ľck. Hans Scharouns Kollektivplan von 1946 sah daher gro√üfl√§chige Abrisse vor, die Platz f√ľr breite Stra√üenschneisen der geplanten Bandstadt entlang des Landwehrkanals schaffen sollten. Die Teilung Berlins und die sich versch√§rfende Wohnungsfrage verhinderte die konsequente Umsetzung dieses radikalen Planansatzes. Grundlage f√ľr den Aufbau im Ostteil Berlins wurden die Sechzehn Grunds√§tze des St√§dtebaus vom 27. Juli 1950 und die daraus folgenden Grunds√§tze f√ľr die Neugestaltung der Berliner Innenstadt vom 23. August 1950. Am 6. September 1950 wurde vom Ost-Berliner Magistrat das Aufbaugesetz verabschiedet.

Persil-Werbung am Alexanderplatz in Ost-Berlin, 1951

Die Grunds√§tze f√ľr die Neugestaltung der Berliner Innenstadt sahen eine 90 Meter breite Stra√üe vom Osten √ľber den Alexanderplatz zur Stra√üe Unter den Linden vor. Die Umsetzung begann 1951 in der Stalinallee. Anstelle der zerst√∂rten Wohn- und Handelsh√§user wurden in Plattenbauweise neue Geb√§ude errichtet.

Zwischen 1961 und 1964 wurde an der Alexanderstra√üe 41 auf dem Grundst√ľck des im Krieg zerst√∂rten Lehrervereinshauses das Haus des Lehrers mit der angrenzenden Kongresshalle errichtet.

Die Idee eines sozialistischen Platzes (1964‚Äď1989)

Der ‚ÄöAlex‚Äė auf einer DDR-Briefmarke
Neubauten am Alexanderplatz auf einer Briefmarke der DDR von 1964

Der V. Parteitag der SED hatte 1959 den Beschluss gefasst, die Karl-Marx-Allee bis zum Alex durchzuziehen. F√ľr die Bebauung war im Fr√ľhjahr 1964 vom Magistrat ein Wettbewerb zur Neugestaltung des Alexanderplatzes ausgeschrieben worden. Teilnehmen durften sechs Architekturkollektive. Wettbewerbsgewinner wurde der Entwurf des Stadtbauamts von Schweizer, Tscheschner und Schulz. Nach diesem Plan sollte der Platz vollkommen vom flie√üenden Verkehr befreit werden und die Stra√üen tangential daran vorbei gef√ľhrt. Weitere zwei Stra√üendurchbr√ľche in Form von Verkehrs-Spangen waren vorgesehen: die Karl-Liebknecht-Stra√üe als Verbindung der Stra√üe Unter den Linden mit der Prenzlauer Allee im Nordwesten und die Grunerstra√üe mit einem Autotunnel als Verbindung zwischen Leipziger Stra√üe und Otto-Braun-/Greifswalder Stra√üe im S√ľdosten des Alexanderplatzes. Die Rathausstra√üe hingegen sollte zur Fu√üg√§ngerzone umgestaltet werden. Die √úberschneidung von Fu√üg√§nger- und Fahrzeugverkehr wollte man durch die Anlage gro√üz√ľgiger, unterirdischer ‚ÄöFu√üg√§nge‚Äė entflechten. Vorgesehen war dadurch die Aufenthaltsqualit√§t auf dem Alexanderplatz zu verbessern. Bei der schrittweisen Verwirklichung dieser Pl√§ne wurde aber eine Abkopplung des Platzes von seinem urspr√ľnglich urbanen st√§dtischen Umfeld erreicht. Au√üerdem entstand durch den Abriss weiterer Geb√§ude und die Verlegung der Stra√üenz√ľge eine √ľberdimensionierte Platzfl√§che. F√ľr den Bau des Stra√üentunnels mussten die Reste der Georgenkirche und das Anfang der 1930er Jahre erbaute Minolhaus abgerissen werden. F√ľr die Verbreiterung der Grunerstra√üe wurde die Ruine des Refektoriums des Grauen Klosters sowie ein Fl√ľgel des Berliner Stadtgerichts abgerissen.

Im Jahr 1966 hatte eine neue Verkehrsz√§hlung ergeben, dass in Spitzenzeiten 10.000 Personen die Stationen der U- und S-Bahn am Alexanderplatz nutzten, rund 7.000 Menschen √ľberquerten die Fahrd√§mme, unz√§hlige Omnibusse und Stra√üenbahnen querten das Oval.[13] Im M√§rz 1966 begann die Umsetzung der Neubauplanung des Alexanderplatzes auf der Grundlage des Architekturwettbewerbs.[4] Im darauffolgenden Jahr wurden alle Stra√üenbahn-Linien vom Platz entfernt und anderweitig gef√ľhrt. Auf der nordwestlichen Platzseite entstanden bis 1969 das Centrum-Warenhaus und das 120 Meter hohe Interhotel ‚ÄöStadt Berlin‚Äė. In der gleichen Zeit wurde auf der Nordseite das Haus des Berliner Verlages, das zehngeschossige Haus der Elektroindustrie sowie 1970 das Haus der Statistik und 1971 das siebzehngeschossige Haus des Reisens errichtet. 1969 wurde der gesamte Platz neu gestaltet. Walter Womackas Brunnen der V√∂lkerfreundschaft und Erich Johns Urania-Weltzeituhr schm√ľckten nun die Platzfl√§che. Sie wurden schon bald zu beliebten Treffpunkten der Berliner und Touristen. Damit war die bauliche Fassung und Umgestaltung des Alexanderplatzes im Sinne einer sozialistischen Stadtplanung fertiggestellt. Die Platzfl√§che war mit 80.000 Quadratmetern mehr als viermal so gro√ü wie vor dem Zweiten Weltkrieg (18.000 m¬≤). Die ihn umgebenden breiten Stra√üen trennten den Alexanderplatz von den benachbarten Wohnquartieren ab.

Die Planung und konzeptionelle Ausgestaltung folgte dem Beispiel Moskaus. √Ąhnlich wie der Rote Platz war der Alexanderplatz als zentraler Kundgebungsort f√ľr Gro√üveranstaltungen geplant. Der 125 Meter breite Stra√üenzug der Karl-Marx-Allee diente in Ost-Berlin als Aufmarschplatz f√ľr die allj√§hrlichen Paraden der Streitkr√§fte im Rahmen der Feier der Gr√ľndung der DDR. Der Fernsehturm wurde schlie√ülich zum Ost-Berliner Wahrzeichen und einer von weither sichtbaren Landmarke, das es als st√§dtebauliche Dominante in dieser Form bisher in noch keiner anderen europ√§ischen Innenstadt gab. Der Alexanderplatz war damit ein Beispiel f√ľr ideologisch beeinflusste Architektur in der Deutschen Demokratischen Republik.

Seit den 1950er Jahren fanden regelm√§√üig Kunstwettbewerbe auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz (Linie 2) statt. Nach 1990 f√ľhrte die BVG diese Tradition fort, und organisierte mit der Neuen Gesellschaft f√ľr bildende Kunst (NGBK) erfolgreich thematische Kunstausstellungen auf den wandseitigen Werbefl√§chen der Untergrundstation.

Nach seiner Fertigstellung 1971 waren es zun√§chst Gro√üereignisse, die den Platz belebten, wie zum Beispiel die X. Weltjugendfestspiele im Sommer 1973, die Feiern zum 25. Jahrestag der DDR im Oktober 1974 oder die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag des Kriegsendes 1975. Der Platz entwickelte sich allm√§hlich zum Zentrum Ost-Berlins. Auf dem Alexanderplatz fand am 4. November 1989 ‚Äď wenige Tage vor dem Fall der Berliner Mauer ‚Äď die Abschlusskundgebung der gr√∂√üten Demonstration gegen das DDR-Regime statt, die live im DDR-Fernsehen √ľbertragen wurde. Nach verschiedenen Quellen nahmen 500.000 bis eine Million Menschen an der Veranstaltung teil.

Planungen, Sanierungen und erste Neugestaltungen nach der Wende (1990‚Äď2004)

Straßenbahn auf dem Alexanderplatz. Im Hintergrund die Weltzeituhr und das Haus des Reisens
Die Planungen f√ľr den Platz

Nach der Wende entsprach die sozialistische Stadtplanung und Architektur der 1970er Jahre nicht mehr den aktuellen Vorstellungen einer innerst√§dtischen Platzsituation. Investoren verlangten Planungssicherheit f√ľr ihre Bauvorhaben. Aus den ersten Diskussionen mit der interessierten √Ėffentlichkeit entstand schnell das Ziel, den Alexanderplatz wieder an das Stra√üenbahnnetz anzuschlie√üen und besser an die umliegenden Stadtquartiere anzubinden. 1993 fand daher ein st√§dtebaulicher Ideenwettbewerb f√ľr Architekten zur Umgestaltung des Platzes und seiner n√§heren Umgebung statt. In der ersten Phase gab es 16 Einsendungen, von denen f√ľnf im April 1993 f√ľr die zweite Phase des Wettbewerbs ausgew√§hlt wurden. Diese f√ľnf Architekten mussten ihre Pl√§ne an detaillierte Anforderungen anpassen. Beispielsweise war nun die R√ľckkehr der Stra√üenbahn auf den Alex geplant, und die Umsetzung der Pl√§ne in mehreren Stufen musste erm√∂glicht werden. Der am 17. September 1993 ermittelte Gewinner war der Berliner Architekt Hans Kollhoff, der, an den Behrens-Entwurf angelehnt, eine hufeisenf√∂rmige sieben- bis achtgeschossige Bebauung mit 150 Meter hohen T√ľrmen mit 42 Geschossen im Au√üenbereich vorsah. Das Alexanderhaus und das Berolinahaus ‚Äď beide unter Denkmalschutz ‚Äď bilden dabei die s√ľdwestliche Begrenzung. Den zweiten Platz belegte der Entwurf von Daniel Libeskind und Bernd Faskel. Der Vorschlag des Architekturb√ľros Kny & Weber, der sich stark an der Hufeisenform Wagners orientierte, errang schlie√ülich den dritten Platz. Der Entwurf von Kollhoff wurde am 7. Juni 1994 vom Berliner Senat als Grundlage f√ľr die weitere Umgestaltung des Alex beschlossen.

Im Jahr 1995 schloss zun√§chst die Landesbank Berlin die Sanierung des Alexanderhauses ab. 1998 fuhr die erste Stra√üenbahn wieder √ľber den Alexanderplatz, und 1999 wurden mit den Grundst√ľckseigent√ľmern und den Investoren die st√§dtebaulichen Vertr√§ge f√ľr die Umsetzung der Pl√§ne von Kollhoff und Timmermann unterzeichnet. Am 2. April 2000 schrieb der Senat endg√ľltig den Bebauungsplan f√ľr den Alexanderplatz fest. Die Kaufvertr√§ge zwischen Investoren und der Senatsverwaltung f√ľr Stadtentwicklung unterzeichneten beide Seiten am 23. Mai 2002, womit die Grundlagen f√ľr den Umbau geschaffen worden waren.

Bauboom und Platzumgestaltung (seit 2004)

2004 begann der Umbau des Centrum Warenhauses durch den Berliner Architekturprofessor Josef Paul Kleihues und dessen Sohn Jan Kleihues. Seit der Wende wird es als Galeria Kaufhof betrieben. Das Geb√§ude wurde um rund 25 Meter zum Platz hin vergr√∂√üert. Von 2005 bis 2006 wurde das Berolinahaus saniert, das seither eine Filiale der Bekleidungskette C&A beherbergt.

2005 wurde mit den Arbeiten zur Verl√§ngerung der Stra√üenbahnlinie von der Prenzlauer Allee zum Alexanderplatz (Alex II) begonnen. Diese Strecke sollte nach ersten Planungen bereits im Jahr 2000 er√∂ffnet werden, wurde jedoch mehrfach zur√ľckgestellt. Nach weiteren Verz√∂gerungen durch einen Baustopp zur Fu√üball-Weltmeisterschaft 2006 nahm die BVG am 30. Mai 2007 den Betrieb auf dieser Strecke auf.

Seit Mitte der 1990er Jahre lief die denkmalgerechte Sanierung des größten Berliner U-Bahnhofs, die im Oktober 2008 abgeschlossen wurde.[14]

Im Februar 2006 begann die Neugestaltung der begehbaren Platzfl√§che. Die Umbaupl√§ne lieferten das Architekturb√ľro Gerkan, Marg und Partner und die Hamburger Firma WES-Landschaftsarchitekten, die aus einem vom Land Berlin 2004 ausgeschriebenen Gestaltungswettbewerb hervorgingen. Die Pflasterarbeiten wurden aber bereits einige Monate nach Baubeginn f√ľr die Zeit der Fu√üball-Weltmeisterschaft 2006 unterbrochen und alle Baugruben provisorisch asphaltiert. Die Bauarbeiten konnten erst Ende 2007 abgeschlossen werden. Der Platz erhielt eine Pflasterung aus gelbem Granit, am Rand um die Geb√§ude mit grauem Mosaikpflaster eingefasst. Um den Brunnen der V√∂lkerfreundschaft entstanden Distanzstufen wegen des Platzgef√§lles, um die U-Bahn-Eing√§nge B√§nke. Die Wall AG hat in diesem Zusammenhang das aus den 1920er Jahren stammende unterirdische Toilettenh√§uschen f√ľr rund 750.000 Euro modernisiert. Die Gesamtkosten der Platzumgestaltung sollen sich auf 8,7 Mio. Euro belaufen.

Am 12. September 2007 er√∂ffnete das Einkaufszentrum Alexa, das sich in unmittelbarer N√§he des Platzes an der Stelle des alten Berliner Polizeipr√§sidiums befindet. Mit 56.200 m¬≤ Verkaufsfl√§che geh√∂rt es zu den gr√∂√üten Einkaufszentren Berlins.

Das Geschäftshaus die mitte am Tag der Eröffnung

Im Mai 2007 begann die texanische Grundst√ľcksentwicklungsgesellschaft Hines mit dem Bau eines sechsgeschossigen Handelshauses mit dem Namen die mitte. Das Geb√§ude wurde auf einem 3900 m¬≤ gro√üen Grundst√ľck errichtet, das nach den Kollhoff-Pl√§nen den Platz nach Osten abschlie√üt und somit die Platzfl√§che verkleinert. Das Gesch√§ftshaus wurde am 25. M√§rz 2009 er√∂ffnet.

Ab Anfang 2007 hat das Bauunternehmen W√∂hr + Bauer eine Tiefgarage mit drei Ebenen unter der Alexanderstra√üe zwischen dem Hotelhochhaus und dem Haus der Elektroindustrie angelegt, die 25 Mio. Euro gekostet hat und Platz f√ľr rund 700 Autos bietet.[15] Die Er√∂ffnung fand am 26. November 2010 statt.[16] Gleichzeitig will der Senat die Stra√üe von derzeit knapp 100 Metern Breite auf 58 Meter verschm√§lern und damit auf drei Fahrstreifen je Richtung reduzieren. Die Kosten hierf√ľr werden auf 9,7 Mio. Euro veranschlagt. Das Bauprojekt soll 2011 fertiggestellt werden.

Die Zukunft des Platzes

Langfristig ist der Abriss des 125 Meter hohen ehemaligen Interhotels Hotel Stadt Berlin (heute Hotel Park-Inn) und die Errichtung dreier Hochh√§user an dieser Stelle geplant. Ob und wann dies umgesetzt wird, ist unklar, zumal das zum Abriss vorgesehene Hotelhochhaus erst im Jahr 2005 eine neue Fassade bekam und die Auslastung des Hotels sehr gut ist. Die Fu√üumbauung des Hotels k√∂nnte jedoch in den n√§chsten Jahren der geplanten 35 Meter hohen neuen Blockumbauung weichen. Der bisherige Hauptmieter der Sockelbebauung Saturn zog im M√§rz 2009 in die mitte, somit steht die Sockelbebauung gr√∂√ütenteils leer.

Der vom Land Berlin und den Investoren genannte Termin 2013 f√ľr die Fertigstellung der 150 Meter hohen Hochh√§user scheint aufgegeben; das Land Berlin hat verlauten lassen, die entsprechenden st√§dtebaulichen Vertr√§ge nicht gegen den Markt durchsetzen zu wollen. Von den einst 13 geplanten Hochh√§usern blieben nach Modifikationen der Pl√§ne zehn √ľbrig, f√ľr acht existiert bereits ein Baurecht.[17] Die Investoren des Einkaufszentrums Alexa haben seit 2007 mehrfach verk√ľndet, ihren entsprechenden Grundst√ľcksteil an einen Investor verkaufen zu wollen, der das Hochhaus errichten soll. Bisher gibt es aber keine Anzeichen, dass ein Investor gefunden wurde.[18] Weitere Hochhausplanungen gibt es bei Hines, dem Investor von die mitte. Seit 2009 wird der Neubau eines 150 m hohen Turms hinter dem Handelshaus angek√ľndigt, am 12. September 2011 wurde ein leicht ver√§nderter Bebauungsplan vorgestellt, der ein reines Wohnhochhaus mit 400 Wohnungen vorsieht. Ob und wann dieses errichtet wird ist aber weiterhin unbekannt.[19]

Hinter dem Bahnhof Alexanderplatz neben dem Kino Cubix in direkter N√§he zum Fernsehturm wird ab 2011 ein 30 Meter hohes Wohn- und Gesch√§ftshaus mit dem Namen ALEA 101 errichtet.

Verkehr

Bahnhof Alexanderplatz mit Fernsehturm, 2009
Die Bahnhofshalle mit der Tram-Haltestelle S- und U-Bahnhof Alexanderplatz/Gontardstraße, 2006

Kraftverkehr

Der Alexanderplatz, im Kreuzungsbereich bedeutender Straßen entstanden, ist seit jeher ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. So ist er heute Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 1, 2 und 5.

S-Bahn und Eisenbahn

Der Bahnhof Berlin Alexanderplatz auf der Berliner Stadtbahn ist Bahnhof der Regionalz√ľge (Linien RE1, RE2, RE7 und RB14), der S-Bahn-Linien S3, S5, S7 und S75 sowie der beiden Fernvehrkehrsz√ľge Vogtland-Express (Berlin‚ÄďPlauen) und Harz-Berlin-Express (Berlin‚ÄďMagdeburg‚ÄďHalberstadt‚ÄďThale/Vienenburg). Die Berliner Verkehrsbetriebe bezeichnen ihn als den wichtigsten Berliner Umsteigebahnhof, mehr als 120.000 Menschen steigen hier t√§glich ein oder um.

Straßenbahn- und Omnibuslinien

Am Alexanderplatz befinden sich drei Haltestellen der Berliner Straßenbahn, die sich auf zwei getrennte Strecken verteilen, die von insgesamt vier Linien befahren werden (M2, M4, M5, M6).

Die im Dezember 1998 er√∂ffnete Strecke Alex I f√ľhrt vom Nordosten auf den Platz, verl√§sst ihn zwischen Berolina- und Alexanderhaus und biegt dann in die Gontardstra√üe ein. Die erste Haltestelle (U-Bahnhof Alexanderplatz) befindet sich direkt im Nordosten des Platzes, die zweite hinter dem S-Bahnhof in der Gontardstra√üe (S- und U-Bahnhof Alexanderplatz/Gontardstra√üe). Die Strecke wird von den Linien M4, M5 und M6 befahren. Werktags fahren √ľber 850-mal Stra√üenbahnen √ľber den Platz und transportieren rund 120.000 Fahrg√§ste. Der Platz ist ein kompletter Fu√üg√§ngerbereich, auf den einige Ausg√§nge der U-Bahn herauff√ľhren. F√ľr die Stra√üenbahn gilt Schritttempo.

Die neue Strecke Alex II wurde am 30. Mai 2007 er√∂ffnet und f√ľhrt von der Karl-Liebknecht-Stra√üe in die Dircksenstra√üe, in der die Strecke zwischen Berolinahaus und S-Bahnhof an der Haltestelle S- und U-Bahnhof Alexanderplatz/Dircksenstra√üe endet. Eine Wendeschleife gibt es nicht, jedoch existiert f√ľr das Gleis Richtung Karl-Liebknecht-Stra√üe ein Anschluss von der Strecke Alex I, das andere Gleis endet stumpf. Die Strecke wird von der Linie M2 befahren, die BVG rechnet mit t√§glich 20.000 Fahrg√§sten.

Es halten die Buslinien 100, M48, 200, 248 und TXL und die Nachtbuslinien N5, N8, N42 und N65. ‚Äď Bis zur Beseitigung des zentralen Rondells umrundeten alle innerst√§dtischen Buslinien den Platz und auch der O-Bus hatte hier zwei Haltestellen.

U-Bahn

Der Alexanderplatz ist Kreuzungspunkt f√ľr drei U-Bahn-Linien U2, U5 und U8. Diese fahren auf drei unterirdischen Strecken auf drei verschiedenen Ebenen.

Bahnhöfe der U-Bahn, S-Bahn und Regionalbahn

Die Halle des Bahnhofes Alexanderplatz (links Regionalbahnsteig, rechts S-Bahn)
Plan des U-und S-Bahnhofs Berlin-Alexanderplatz
‚ÜíHauptartikel Bahnhof Berlin Alexanderplatz

Der Bahnhof Alexanderplatz wurde mit einer Bahnsteighalle √ľber zwei Mittelbahnsteigen erbaut. Am 7. Februar 1882 wurde er f√ľr den Stadt- und Vorortverkehr er√∂ffnet, am 15. Mai desselben Jahres folgte die Inbetriebnahme f√ľr den Fernverkehr. Am 11. Juni 1928 begann der S-Bahn-Betrieb mit elektrischen Triebwagen am Bahnhof Alexanderplatz. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Bahnhof schwere Sch√§den. Ab Ende 1945 bis 1951 wurde die Bahnsteighalle wiederhergestellt. Das zerst√∂rte Empfangsgeb√§ude in der Dircksenstra√üe wurde ersatzlos abgebrochen. Die Bahnsteigtreppen wurden neu eingebaut, die Gew√∂lbeb√∂gen aus Sichtmauerwerk und Sandstein wurden verkleidet, √ľberstehende Gesimse abgeschlagen. F√ľr einige S-Bahn-Linien wurde der Bahnhof Alexanderplatz nach der Inbetriebnahme neuer S-Bahnlinien in die Ost-Berliner Neubaugebiete zum Endbahnhof. Aufgrund des komplizierteren Betriebsablaufes musste das westliche Gleis der Fernbahntrasse und der Fernbahnsteig zus√§tzlich der S-Bahn dienen.

Nach der Wende war es notwendig, die √ľber 100 Jahre alten Stadtbahnb√∂gen und den Bahnhof wegen des hohen Verkehrsaufkommens erneut zu sanieren. Mauerwerk, Formsteine und B√∂gen wurden wieder freigelegt. Das Architekturb√ľro Chestnut/Niess erneuerte das gesamte Innenleben der Station einschlie√ülich aller Treppenanlagen, Fahrtreppen, Aufz√ľge und beider Bahnsteige sowie des √úberganges zur unterirdischen U-Bahn-Station nach den Gesichtspunkten einer modernen Verkehrsstation in alten Mauern. Am 12. M√§rz 1998 konnte der vollst√§ndig sanierte Bahnhof in Betrieb genommen werden. Seitdem wird auch der Bahnbetrieb auf den vier Gleisen wieder paarweise getrennt, auf dem einen Bahnsteig f√ľr Regionalbahn-, Regionalexpress- und Fernz√ľge und auf dem anderen Bahnsteig f√ľr die S-Bahn-Z√ľge, durchgef√ľhrt. Intercity- und ICE-Z√ľge fahren ohne Halt durch. In die Stadtbahnb√∂gen im Erdgeschoss sind Gesch√§fte des t√§glichen Bedarfs und Schnellimbisse sowie ein S-Bahn-Kundenzentrum und ein DB-ReiseZentrum eingezogen.

Der U-Bahnhof ist einer der gr√∂√üten U-Bahnh√∂fe der Berliner U-Bahn. Dort fahren die Linien U2, U5 und U8. Der Bahnhof ist H-f√∂rmig angelegt, wobei die U2 im √∂stlichen Arm, die U8 im westlichen Arm und die U5 auf der tiefer gelegenen Querebene fahren. Die Bahnsteige der U2 und U8 werden au√üerdem durch eine Ladenpassage √ľber dem Bahnhof der U5 miteinander verbunden.

Der Bahnsteig der Linie U2 wurde am 1. Juli 1913 er√∂ffnet. Am 18. April 1930 folgte der Bahnhof der Linie U8. Am 21. Dezember desselben Jahres kam der Bahnhof der U5 hinzu. W√§hrend der Berliner Teilung (1961‚Äď1989) war der Bahnsteig der U8 vom restlichen Bahnhof abgetrennt und seine Zug√§nge zugemauert, da die Z√ľge der vom West- durch den Ost- zur√ľck in den Westsektor verkehrenden Linie hier ohne Halt durchfuhren. Damit geh√∂rte der Bahnsteig zu den sogenannten ‚ÄěGeisterbahnh√∂fen‚Äú. Nach der Wende wurde bzw. wird der U-Bahnhof umfassend f√ľr 36 Mio. Euro saniert.

Bauwerke

Alexanderplatz, 2007

Jenseits der den Platz begrenzenden 150 Meter breiten Alexanderstra√üe wird der Alexanderplatz im Nord-Osten bis heute von Baudenkm√§lern sozialistischer Architektur wie dem Haus des Lehrers (mit Kongresshalle), dem Haus der Elektroindustrie und dem Haus des Reisens abgeschlossen. Aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg stammen lediglich die beiden Behrens-Bauten Alexanderhaus und Berolinahaus sowie die Bahnhofshalle im S√ľdwesten. Im Nordwesten wird der Platz durch das 2006 erweiterte ehemalige Centrum-Warenhaus (heute: Galeria Kaufhof) und das Hotel Park Inn begrenzt. Im Nordosten des Platzes entstand das im M√§rz 2009 er√∂ffnete Handelshaus die mitte. S√ľd√∂stlich an der Alexanderstra√üe befindet sich ein neues Einkaufszentrum mit dem Namen Alexa.

Die Adresse Alexanderplatz f√ľhren nur noch Geb√§ude, die direkt auf dem Platz liegen. Bis Juni 2006 galt diese Adresse auch f√ľr die Geb√§ude n√∂rdlich und √∂stlich des Platzes, an der Stra√üenverbindung zwischen Memhardtstra√üe und Karl-Marx-Allee. Mit der Neugestaltung und der damit verbundenen Neubebauung des Platzes auf der Nordostseite (die mitte) wurde dieser Stra√üenabschnitt in Alexanderstra√üe umbenannt, die somit von S√ľden kommend √ľber die Grunerstra√üe bis zur Memhardtstra√üe verl√§ngert wurde. Die zum Alexanderplatz geh√∂renden Hausnummern waren bisher entgegen dem Uhrzeigersinn wie folgt vergeben:

Der Alexanderplatz ist auch einer der f√ľhrenden Hotelstandpunkte der Stadt: Im Umkreis von 500 Metern gibt es elf Hotels und Hostels (Stand August 2008), f√ľnf weitere sind geplant.[2]

Alexanderhaus und Berolinahaus

Alexander- und Berolinahaus, Oktober 1950
Alexanderhaus

Das Alexanderhaus und das Berolinahaus sind die beiden einzigen Geb√§ude des Planes von Peter Behrens von 1929, die errichtet wurden. Die denkmalgesch√ľtzten achtgeschossigen Geb√§ude wurden in moderner Stahlbetonskelettbauweise errichtet. Baubeginn f√ľr das Berolinahaus war 1929, f√ľr das Alexanderhaus 1930. Beide Geb√§ude wurden bis 1932 von amerikanischen Investoren errichtet, die auch eine enge Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben der Stadt forderten. Im Berolinahaus befindet sich daher ein Eingang zum U-Bahnhof.

Die Erdgeschosse der Geb√§ude waren f√ľr L√§den vorgesehen, im ersten Obergeschoss befindet sich jeweils eine hervorstehende, umlaufende Glasgalerie f√ľr Restaurants. Die sechs restlichen Etagen waren f√ľr B√ľros vorgesehen. Die charakteristische Fassade besteht aus quadratischen Fenstern, die durch Unterteilungen nochmals in vier Quadrate geteilt sind. Jeweils zwei bis drei Fenster sind in einer gemeinsamen Vertiefung in der Natursteinfassade zusammengefasst.

Im Zweiten Weltkrieg wurden beide Gebäude stark beschädigt, nach dem Krieg aber wieder hergestellt. 1951 zog ein HO-Warenhaus in das Alexanderhaus und die Verwaltung des Stadtbezirks Mitte und ein Postamt in das Berolinahaus.

Nach der Wende wurde zun√§chst 1993 bis 1995 das Alexanderhaus von der Landesbank Berlin nach Pl√§nen des Architektenb√ľros Pysall, Stahrenberg & Partner f√ľr mehr als 300 Mio. DM restauriert. F√ľr diese Restaurierung bekamen Bauherr und Architekten 1998 den europ√§ischen Denkmalschutzpreis. Genutzt wird das Geb√§ude vorrangig als Zentrale der Berliner Sparkasse.

Das Berolinahaus, in dem sich bis 1998 das Bezirksamt Mitte befand und das seither leer stand, wurde ab 2005 von der Grundst√ľcksentwicklungsgesellschaft Pegasus f√ľr 48 Mio. Euro nach Pl√§nen von Sergei Tchoban saniert. Dabei wurden die unteren Etagen entkernt, nur die oberen Etagen behielten ihre kleinen B√ľror√§ume, wie Behrens sie konzipiert hatte. Auch der Paternosteraufzug im Geb√§ude wurde entfernt. Nach au√üen sieht das Geb√§ude jedoch aus Denkmalschutzgr√ľnden nach der Sanierung aus wie schon bei seiner Er√∂ffnung 1932. Auf dem Dach soll ein Dachgarten entstehen.

Seit dem 7. September 2006 werden die unteren zwei Etagen und zwei Untergeschosse vom Bekleidungshaus C&A genutzt, das somit an den Alexanderplatz zur√ľckkehrte, an dem 1911 die erste deutsche C&A-Filiale er√∂ffnet worden war, und hier seine mit 4000 m¬≤ viertgr√∂√üte Filiale betreibt. Ein weiterer Mieter ist die Drogeriekette dm sowie die Hauptgesch√§ftsstelle des Vereins zur F√∂rderung eines Deutschen Forschungsnetzes.

Brunnen der Völkerfreundschaft

Brunnen der Völkerfreundschaft vor Wabenfassade des Centrum-Warenhauses, 1970
→ Hauptartikel: Brunnen der Völkerfreundschaft

Der Brunnen der V√∂lkerfreundschaft wurde 1970 bei der Neugestaltung des Alexanderplatzes aufgestellt und am 7. Oktober eingeweiht. Er wurde von einer K√ľnstlergruppe rund um Walter Womacka geschaffen. Sein Wasserbecken hat einen Durchmesser von 23 Metern, er ist 6,20 Meter hoch und besteht aus getriebenem Kupfer, Glas, Keramik und Emaille. Das Wasser tritt an der h√∂chsten Stelle aus und flie√üt dann spiralf√∂rmig √ľber 17 Schalen abw√§rts, die einen Durchmesser zwischen einem und vier Metern haben. Nach der Wende wurde er w√§hrend des Umbaus der Galeria Kaufhof in einer Metallkunstwerkstatt komplett saniert.

Berolina

Die Berolina-Statue, um 1900

Die Geschichte der Berolina-Figur begann am 21. Mai 1889 als Standbild aus Gips. Es wurde auf dem Potsdamer Platz aufgestellt, um den italienischen K√∂nig Umberto I. zu begr√ľ√üen. Sp√§ter wurde die von Emil Hundrieser entworfene Skulptur vom Hofklempnermeister Peters aus Kupfer getrieben und am 17. Dezember 1895 vor dem Warenhaus von Tietz aufgestellt. Die Figur wog f√ľnf Tonnen.

W√§hrend der Novemberrevolution 1918 wurde die Figur besch√§digt und zun√§chst kurzzeitig in Treptow repariert. Anfang 1927 musste sie den Bauarbeiten der U-Bahn weichen. Nachdem der Magistrat die Statue eigentlich nicht wiedererrichten wollte, da sie zu sehr an die Wilhelminische Zeit erinnerte, wurde sie auf Dr√§ngen der Berliner im Dezember 1933 vor dem Alexanderhaus auf einem neuen Sockel erneut aufgestellt. Im Oktober 1944 schlie√ülich wurde die Statue endg√ľltig abgebaut und, nachdem sie zuletzt auf dem Neuk√∂llner G√ľterbahnhof gesehen wurde, vermutlich zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Der Sockel wurde 1958 entfernt. Er soll laut Zeitzeugen am M√ľggelturm zusammen mit anderem Schutt vergraben worden sein.

Die 7,55 Meter hohe Figur zeigte eine Frau mit einem Kranz aus Eichenbl√§ttern. Vorlage soll ein Gem√§lde aus dem Roten Rathaus sein, das die Berliner Schustertochter Anna Sasse zeigt. Im M√§rkischen Museum befindet sich ein Modell der Berolina-Statue.[20]

Seit einigen Jahren gibt es Planungen, die Berolina-Figur neu aufzustellen. Statt aus Kupfer ist eine Ausf√ľhrung in Bronze geplant. Der F√∂rderverein Wiedererstellung und Pflege der Berolina e.V. versucht, die gesch√§tzten 600.000 Euro aufzutreiben.[21]

Der Charakter des Alexanderplatzes

Stadtviertel in Berlin-Mitte: Altk√∂lln (Spreeinsel) [1] (mit Museumsinsel [1a], Fischerinsel [1b]), Alt-Berlin [2] (mit Nikolaiviertel [2a]), Friedrichswerder [3], Neuk√∂lln am Wasser [4], Dorotheenstadt [5], Friedrichstadt [6], Luisenstadt [7], Stralauer Vorstadt (mit K√∂nigsstadt) [8], Gebiet Alexanderplatz (K√∂nigsstadt und Altberlin) [9], Spandauer Vorstadt [10] (mit Scheunenviertel [10a]), Friedrich-Wilhelm-Stadt [11], Oranienburger Vorstadt [12], Rosenthaler Vorstadt [13]

Der Alexanderplatz ist in vielerlei Hinsicht ein Ort des √úbergangs. Er ist nicht nur einer der am meisten frequentierten Verkehrsknotenpunkte Berlins, der t√§glich von Hunderttausenden √ľber- und unterquert wird. Er ist auch so in der Stadt gelegen, dass er ein Bindeglied zwischen verschiedenen, in ihrem Charakter sehr unterschiedlichen Stadtteilen bildet: Grenzt er im Westen in einiger Entfernung an den repr√§sentativen, historischen Prachtboulevard Unter den Linden, schlie√üt sich im Osten die ehemalige Stalinallee mit ihren Arbeiterpal√§sten an. Nordwestlich befinden sich die Spandauer Vorstadt und das ehemalige Scheunenviertel, die in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg Arme-Leute-Gegenden waren, aber jetzt angesagte Szene- und Touristenviertel sind. Im Nordosten ist das bev√∂lkerungsreiche Gr√ľnderzeitgebiet des Prenzlauer Bergs etwa einen Kilometer entfernt. Alle diese Stadtlagen haben im Alexanderplatz einen Bezugspunkt, wirken einerseits auf ihn ein und werden andererseits von ihm beeinflusst.

Das Publikum auf dem Alex bildet eine ausgesprochen bunte und lebhafte Mischung. Schon die Lage des Alexanderplatzes beg√ľnstigt das Aufeinandertreffen der verschiedensten sozialen Gruppen. Dies sind nicht nur Bewohner aus den unmittelbar anschlie√üenden Plattenbauten, trendbewusste Studenten und K√ľnstler aus dem Scheunenviertel und junge Familien aus dem Prenzlauer Berg, sondern auch Obdachlose und Punks, die sich am Brunnen der V√∂lkerfreundschaft treffen. Jeden Freitagabend versammeln sich auf dem Alex Hunderte von Teenagern, darunter auch viele Anh√§nger der Gothic-Szene. Nachts finden sich am Haus des Reisens junge Leute ein, um die Diskotheken, die sich dort zumindest vor√ľbergehend eingenistet haben, zu besuchen. Direkt unter den Gleisen der S-Bahn befindet sich mit der Besenkammer eine winzige, aber popul√§re und 24 Stunden ge√∂ffnete Schwulenkneipe. Tags√ľber findet man auf dem Alex au√üerdem Angestellte der Landesbank, Touristen aus dem Park-Inn-Hotel, Stra√üenmusiker, fliegende H√§ndler, Informationsst√§nde oft obskurer politischer und religi√∂ser Splittergruppen und ein breites Imbissangebot, von denen die Grillwalker ‚Äď mobile Bratwurstverk√§ufer mit fest installiertem Regen- bzw. Sonnenschirm, die die Wurst direkt aus dem Bauchladen verkaufen ‚Äď die auff√§lligsten sind.

Der Alexanderplatz ist im Laufe seiner Geschichte fast st√§ndig Neuplanungen und Umbauma√ünahmen unterworfen gewesen, so dass er nie eine endg√ľltige Gestalt annehmen konnte. Meist √§nderten sich die √§u√üeren Bedingungen schneller, als dass eine Umsetzung der Pl√§ne m√∂glich gewesen w√§re. Die Ausnahme der Zeit von den 1970er Jahren bis zum Ende der DDR best√§tigt nur die Regel. Dies hat sich bis zum heutigen Tage nicht ge√§ndert. Zwar wurde nach dem Mauerfall im Jahr 1993 auch f√ľr den Alexanderplatz erneut ein st√§dtebaulicher Plan entwickelt. Dieser ist jedoch bis um das Jahr 2004 kaum in Ans√§tzen umgesetzt worden, da sich die politischen und wirtschaftlichen Umst√§nde zwischenzeitlich ver√§ndert haben und infolgedessen eine Realisierung gegenw√§rtig nicht m√∂glich ist.

Zur Jahreswende 2005/2006 gab es auf dem Alexanderplatz mehrere parallele Gro√übaustellen: die Erweiterung des Kaufhofs, die Instandsetzung des Berolina-Hauses und den Umbau des U-Bahnhofs. Der Platz bot dem Besucher zwar ein chaotisches Bild, wurde aber auch in diesem Zustand seinen verschiedenen Funktionen als Verkehrsknotenpunkt, Einkaufsgegend und beliebtem Treffpunkt gerecht. Trotz denkbar ung√ľnstigster Voraussetzungen fand Ende 2005 wieder ein Weihnachtsmarkt auf dem Alex statt, wenn auch in verkleinerter Form, da ein Gro√üteil des Platzes durch Bauz√§une abgesperrt und damit nicht zu betreten war. Auch eine √∂ffentliche Schlittschuhbahn wurde wieder aufgebaut.

Obwohl t√§glich tausende Menschen den Platz frequentieren, bietet der Alex den meisten kaum einen Reiz, auf ihm √ľber eine l√§ngere Zeit zu verweilen. Die Atmosph√§re wird als hektisch, laut und unwirtlich empfunden, das Klima oft als zugig. Der Alex selbst ist daher nur selten ein Ort, den man gezielt aufsucht, sondern dient meist eher als eine Art Umschlagplatz. Vergeblich sucht man gem√ľtliche Caf√©s oder einladende Restaurants.

Auch bietet der Alexanderplatz kein harmonisches, schon gar kein einheitliches Bild. Vielmehr treffen dort oft soziale, kulturelle und √§sthetische Gegens√§tze aufeinander. In mancherlei Hinsicht ist er damit ein konzentriertes Abbild der Gro√üstadt Berlin im Wandel. Entsprechend widerspr√ľchlich sind daher auch die Sichtweisen auf den Alex. Gilt er Ostalgikern als liebens- und sch√ľtzenswerte Hinterlassenschaft sozialistischen St√§dtebaus, so schm√§hen ihn andere als dringend zu revidierende st√§dtebauliche S√ľnde. Sch√§tzen viele am Alexanderplatz seinen vieldeutigen, von zahlreichen Br√ľchen durchzogenen Charakter, der dem Besucher aber auch viel Toleranz abverlangt, so erweckt er bei Investoren und Politikern Begehrlichkeiten, ihn zu einem harmonischen Einkaufsparadies und B√ľrostandort umzugestalten.

Alexanderplatz in der Kunst

Literatur

  • Hans-Joachim Pysall: Der Alexanderplatz ‚Äď Das Alexanderhaus. jovis, Berlin 1998, ISBN 3-931321-87-8
  • Annegret Burg: Alexanderplatz Berlin. Geschichte Planung Projekte. Senatsverwaltung f√ľr Stadtentwicklung Berlin. Kulturbuch, Berlin 2001, ISBN 3-00-007839-8
  • Entwicklungsgemeinschaft Alexanderplatz: Alexanderplatz. St√§dtebaulicher Wettbewerb. Senatsverwaltung f√ľr Stadtentwicklung Berlin. Ernst & Sohn, Berlin 1994, ISBN 3-433-02477-4
  • Klaus J. Lemmer: Alexanderplatz. Ein Ort deutscher Geschichte. Parkland, Stuttgart 1991, ISBN 3-88059-602-6
  • Gisela Fiedler-Bender: Peter Behrens. Berlin Alexanderplatz. Bezirksverband Pfalz. Die Pfalzgalerie, Kaiserslautern 1993, ISBN 3-89422-066-X
  • Max Missmann, Hans-Werner Kl√ľnner: Berliner Pl√§tze. Argon, Berlin 1992, ISBN 3-87024-223-X
  • Ursula Hirsch: Aus der Geschichte des Alexanderplatzes, neunteilige Serie in der Tageszeitung BZ am Abend vom Februar 1969. Ergebnisse aus Recherchen im Stadtarchiv

Weblinks

 Commons: Alexanderplatz ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ a b Tagesspiegel: Investor plant h√∂chstes Haus Berlins
  2. ‚ÜĎ a b Berlin Online: Touristenboom am Alexanderplatz, 3. August 2008
  3. ‚ÜĎ Aus der Geschichte des Alexanderplatzes, BZA, Teil 1: Foltergeb√ľhr: 10 Schillinge
  4. ‚ÜĎ a b c d Gisela Fiedler-Bender: Peter Behrens. Berlin Alexanderplatz. Bezirksverband Pfalz. Die Pfalzgalerie, Kaiserslautern 1993, ISBN 3-89422-066-X
  5. ‚ÜĎ Serie Aus der Geschichte des Alexanderplatzes, T. 2: R√ľger auf der Lauer
  6. ‚ÜĎ a b Serie Aus der Geschichte des Alexanderplatzes, T. 3: Tretm√ľhle im Arbeitshaus
  7. ‚ÜĎ a b Aus der Geschichte des Alexanderplatzes, T. 4: Taufe
  8. ‚ÜĎ Gernot Jochheim: Der Berliner Alexanderplatz, Links Berlin 2006, ISBN 978-3-86153-391-7, S. 107
  9. ‚ÜĎ Gernot Jochheim: Der Berliner Alexanderplatz, Links Berlin 2006, ISBN 978-3-86153-391-7, S. 109
  10. ‚ÜĎ a b Aus der Geschichte des Alexanderplatzes, T. 7: Steink√§fige und Monstrebauten
  11. ‚ÜĎ Berliner Unterwelten
  12. ‚ÜĎ a b Aus der Geschichte des Alexanderplatzes, BZA-Serie, T. 8: Das gro√üe Chaos
  13. ‚ÜĎ Aus der Geschichte des Alexanderplatzes, BZA-Serie, T. 8: Ein k√ľhnes Gesicht
  14. ‚ÜĎ Berliner Morgenpost vom 18. Oktober 2008: U-Bahnhof Alexanderplatz ist endlich fertig
  15. ‚ÜĎ Berliner Morgenpost: Ein See in der Baustelle am Alexanderplatz
  16. ‚ÜĎ Schmale Stra√üe und tiefe Garage, Berliner Zeitung vom 13. Oktober 2010
  17. ‚ÜĎ Der Tagesspiegel: Die Riesen kommen kleckerweise
  18. ‚ÜĎ Welt Online: 150-Meter-Wolkenkratzer wird am Alex gebaut
  19. ‚ÜĎ Potsdamer Neueste Nachrichten: Erster Wolkenkratzer am Alex wird ein Wohnturm
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  21. ‚ÜĎ F√∂rderverein zur Wiedererstellung und Pflege der Berolina - Webseite
  22. ‚ÜĎ Link zur italienischen Wikipedia
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