Großgemeinde (China)


Großgemeinde (China)
Administrative Gliederung
der Volksrepublik China
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Einwohnergemeinschaften

Eine Großgemeinde[1] (chinesisch  /  zhèn; vereinzelt auch umgangssprachlich und uneinheitlich als "Marktflecken"[2], "Landstadt"[3] oder "ländliche Kleinstadt"[4]) übersetzt, ist eine administrative Einheit auf Gemeindeebene in der Volksrepublik China.

Die Gemeindeebene folgt in der administrativen Gliederung der Volksrepublik China unter der Kreisebene (Kreise, Banner, Autonome Kreise, Autonome Banner, Städte, Stadtbezirke usw.). Auf dieser Ebene sind mit zurzeit 19.369 existierenden Einheiten die Großgemeinden, die etwa der englischen town vergleichbar sind, am zahlreichsten.

Immer mehr Gemeinden (乡 xiang) werden aufgrund ihrer gestiegenen Bevölkerungszahl und einer gewissen Urbanisierung im Zentrum der Ansiedlung in „Großgemeinden“ umgewandelt.

Literatur

  • Meyers Atlas China. Auf dem Weg zur Weltmacht. Bibliographisches Institut AG: Mannheim 2010. ISBN 978-3-411-08281-0. S. 92-93.

Fußnoten

  1. „Großgemeinde“: Jürgen Domes verwendet diesen deutschen Begriff z. T. als Übersetzung für xiang 乡, in: Ära Mao Tse-tung: Innenpolitik in der Volksrepublik China. W. Kohlhammer 1971, S. 96; vgl. aber auch S. 35.
  2. „Marktflecken“: siehe Erklärung bei Peter Merker: Zwischen Konfrontation und Kooperation; S. 45. In: Mechthild Leutner, Klaus Mühlhahn (Hg.): Deutsch-chinesische Beziehungen im 19. Jahrhundert. Berliner China-Studien 38, Lit, Berlin 2001; S. 395;
    Thomas Hoppe: Die ethnischen Gruppen Xinjiangs. Institut für Asienkunde, Hamburg 1995, S. 8 etc.
    und in zahlreichen deutschsprachigen Publikationen aus China.
  3. „Landstadt“: z. B. bei Thomas Heberer, Claudia Derichs (Hg.): Einführung in die politischen Systeme Ostasiens. Verlag für Sozialwissenschaften, ²2008, S. 66 etc.;
    Thoralf Klein: Geschichte Chinas. Von 1800 bis zur Gegenwart. Ferdinand Schöningh, Paderborn etc. 2007, S. 267;
    Kristin Kupfer (Hg.): Sozialer Sprengstoff in China? Dimensionen sozialer Herausforderungen in der Volksrepublik. Asienhaus, Essen 2004, S. 30;
    Wolfgang Herbert: Die asiatische Gefahr. Ausländerkriminalität in Japan als Argument in der Diskussion um ausländische „illegale“ ArbeitsmigrantInnen. Institut für Japanologie, Wien 1993, S. 17.
  4. „Ländliche Kleinstadt“: z. B. neben „Landstadt“ bei Monika Schädler: Provinzporträts der VR China: Geographie, Wirtschaft, Gesellschaft. Institut für Asienkunde, Hamburg 1991, S. X.

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