Großherzogtum Berg

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Großherzogtum Berg
Großherzogtum Berg
Wappen Flagge
Blason Joachim Murat Grand-Duc de Clèves et de Berg (Orn ext).svg Flag of the Grandduchy of Berg (1806-1808).svg
 
Landeshauptstadt D√ľsseldorf
Regierungsform Monarchie
Letztes Oberhaupt Napol√©on Louis Bonaparte (1804‚Äď1831)
Dynastie Murat, Bonaparte
Bestehen 1806‚Äď1813
Fläche 17.300 km² (1811)
Einwohner 880.000
Entstanden aus Herzogtum Berg, Herzogtum Kleve, Grafschaft Mark, Erbf√ľrstentum M√ľnster, Reichsstadt Dortmund und andere.
Aufgegangen in K√∂nigreich Preu√üen (vor√ľbergehend Generalgouvernement Berg)
Karte
Großherzogtum Berg und andere Rheinbundstaaten im Jahre 1808

Das Gro√üherzogtum Berg (auch Gro√üherzogtum Kleve und Berg, franz√∂sisch Grand-Duch√© de Berg) war von 1806 bis 1813 ein napoleonischer Satellitenstaat, der im Kern aus dem Herzogtum Berg hervorging und aus zahlreichen weiteren Territorien mit unterschiedlichen, gemischtkonfessionellen Traditionen gebildet wurde. Als Gr√ľndungsmitglied des Rheinbundes trat das Land am 1. August 1806 aus dem Heiligen R√∂mischen Reich aus. Zun√§chst von Joachim Murat und dann von Napoleon selbst regiert, war das de jure souver√§ne Gro√üherzogtum de facto ein Satellitenstaat des Kaiserreichs Frankreich. Neben dem K√∂nigreich Westphalen sollte es als Modellstaat f√ľr die √ľbrigen Rheinbundstaaten dienen.[1] Es kam zu Reformen der Verwaltung, der Justiz, der Wirtschaft und zu Agrarreformen. Das Milit√§r des Staates k√§mpfte in verschiedenen Feldz√ľgen w√§hrend der Koalitionskriege. Hauptstadt war D√ľsseldorf, wo das fr√ľhere Jesuitenkloster an der M√ľhlenstra√üe als Regierungssitz diente.

Nach den Verh√§ltnissen des Jahres 1808 war das Gro√üherzogtum Berg umgeben von dem Kaiserreich Frankreich, dem K√∂nigreich Holland, dem F√ľrstentum Salm, dem Herzogtum Arenberg-Meppen, dem K√∂nigreich Westphalen, dem Gro√üherzogtum Hessen und dem Herzogtum Nassau. Ab dem Jahr 1811, nach der franz√∂sischen Annexion bergischer Gebiete n√∂rdlich der Lippe, grenzte das Gro√üherzogtum im Norden an zwei der sogenannten hanseatischen Departements des Kaiserreichs Frankreich, an das D√©partement de la Lippe und an das D√©partement de l'Ems-Sup√©rieur.

Im Land konnte sich in der kurzen Zeit des Bestehens kein National- oder Landesbewusstsein entwickeln. Dabei spielte nicht zuletzt eine Rolle, dass aus verschiedenen Gr√ľnden weder der Landadel, noch das B√ľrgertum oder die unteren Schichten das System wirklich unterst√ľtzten. Ausgel√∂st von wirtschaftlichen Krisen und im Unmut gegen Truppenaushebungen kam es 1813 zu schweren Unruhen, die milit√§risch niedergeschlagen wurden. Nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Herrschaft fielen die meisten Gebiete als Ergebnis des Wiener Kongresses an das K√∂nigreich Preu√üen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Zeit unter Murat

Am 15. M√§rz 1806 trat K√∂nig Maximilian I. Joseph von Bayern sein Herzogtum Berg an Napoleon ab. Kurbayern hatte sich 1805 im Vertrag von Sch√∂nbrunn im Tausch gegen das F√ľrstentum Ansbach dazu verpflichtet. Napoleon √ľbereignete noch am selben Tag die Herzogt√ľmer Berg und Kleve an seinen Schwager Joachim Murat, der dadurch zun√§chst noch f√ľr wenige Monate ein deutscher Reichsf√ľrst wurde. Das Territorium des von Preu√üen abgetretenen Herzogtums Kleve wurde nur in seinen rechtsrheinischen Teilen mit dem Herzogtum Berg verbunden; die linksrheinischen Teile hatte Frankreich bereits annektiert. Murat nahm sein Land am 19. M√§rz 1806 in K√∂ln zun√§chst als Herzog von Kleve (Cleve) und Berg f√∂rmlich in Besitz und lie√ü sich acht Tage sp√§ter von den Landst√§nden huldigen.

Im Juli 1806 erkl√§rte Murat auf der Grundlage der Rheinbundakte und im Zuge der Gr√ľndung des Rheinbundes den Austritt aus dem Heiligen R√∂mischen Reich. Mit Wirkung vom 1. August 1806 beanspruchte er unter gegenseitiger Anerkennung der Signatarstaaten die Souver√§nit√§t und nahm den Titel eines Gro√üherzogs an. Wenig sp√§ter wurde das klevisch-bergische Gro√üherzogtum nach der Niederlage Preu√üens bei Jena und Auerstedt und dem Frieden von Tilsit erweitert. Bis zum Januar 1808 kamen folgende meist ehemals preu√üischen Gebiete hinzu: die Stifte Elten, Essen und Werden, die Grafschaft Mark mit Lippstadt, das Erbf√ľrstentum M√ľnster, das F√ľrstentum Rheina-Wolbeck, die Grafschaft Salm-Horstmar, die Grafschaften Tecklenburg, Rheda, Lingen, Cappenberg, die ehemalige Reichsstadt Dortmund sowie die nassauischen Gebiete um Siegen und Dillenburg. Die Stadt Wesel wurde dagegen im Januar 1808 Teil Frankreichs; ihre gut ausgebaute Festung diente auch zur Kontrolle des Gro√üherzogtums.

Direkte napoleonische Herrschaft

Joachim Murat in der Uniform der bergischen Kavallerie, 1806‚Äď1808 Gro√üherzog von Berg
Großherzogin Caroline mit Tochter Laetitia im Jahre 1807
Napoleon, 1808‚Äď1813 Regent von Berg, 1806‚Äď1813 Protektor des Rheinbundes
Napol√©on Louis Bonaparte, 1809‚Äď1813 Gro√üherzog von Berg

Im Sommer 1808 ernannte Napoleon Joachim Murat zum K√∂nig von Neapel und √ľbernahm ab diesem Zeitpunkt in Personalunion mit dem franz√∂sischen Kaisertum auch die Herrschaft √ľber das Gro√üherzogtum Berg. Durch die Personalunion Frankreichs und Bergs wurde eine Annexion, die nach der Rheinbundakte nicht zul√§ssig war, vermieden. Als Minister f√ľr Angelegenheiten des Gro√üherzogtums Berg bei der kaiserlichen Regierung zu Paris fungierte Pierre-Louis Roederer. Mit ihm stand der Kaiserliche Kommissar Jacques Claude Beugnot als Verwaltungschef der gro√üherzoglichen Regierung zu D√ľsseldorf in st√§ndiger Korrespondenz. Insofern konnte das Gro√üherzogtum selbst keine eigenst√§ndige politische Rolle spielen.[2][3] Im April 1808 erreichte das Gro√üherzogtum Berg eine Ausdehnung, die es in der Folgezeit nicht mehr √ľbertreffen sollte.

Am 3. M√§rz 1809 ernannte Napol√©on seinen vierj√§hrigen Neffen Napol√©on Louis Bonaparte zum Gro√üherzog von Berg. Er war der √§lteste lebende Sohn des K√∂nigs von Holland und der Bruder des sp√§teren Napoleon III. Da Napol√©on Louis noch nicht vollj√§hrig war und da Napol√©on seinem Bruder Louis, dem K√∂nig von Holland, die Regentschaft √ľber das Gro√üherzogtum Berg wegen schwerwiegender Meinungsverschiedenheiten √ľber die Durchsetzung der Kontinentalsperre nicht √ľberlassen wollte, zog es der Kaiser vor, die bergische Regentschaft selbst zu √ľbernehmen.

Nach der Abdankung des K√∂nigs von Holland am 1. Juli 1810 war das Gro√üherzogtum Berg einige Tage lang in Personalunion mit dem K√∂nigreich Holland verbunden, weil infolge der Abdankung seines Vaters der f√ľnfj√§hrige Gro√üherzog von Berg auch K√∂nig von Holland geworden war. Diese Personalunion fand ihr rasches Ende durch die franz√∂sische Annexion Hollands am 9. Juli 1810. Das Gro√üherzogtum blieb zun√§chst von einer Annexion verschont. Erst am 13. Dezember 1810 beschloss der franz√∂sische Senat zur Durchsetzung der Kontinentalsperre die Einverleibung der klevischen und bergischen Gebiete n√∂rdlich der Lippe.

Im Jahre 1811 besuchte Napoleon das Gro√üherzogtum und seine Hauptstadt D√ľsseldorf mit dem Ziel, die auftretenden Schwierigkeiten ‚Äď etwa durch Kontakte mit Pers√∂nlichkeiten der bergischen Administration und Wirtschaft ‚Äď pers√∂nlich zu er√∂rtern und in Augenschein zu nehmen. Um die bergische Bev√∂lkerung f√ľr Frankreich und f√ľr ihn als Regenten Bergs gewogen zu halten, lie√ü er eine bergische Gewerbeausstellung organisieren, die er auch besuchte, ordnete er eine Versch√∂nerung der ab 1801 beseitigten Stadtbefestigung D√ľsseldorfs an und stellte hierf√ľr eine bestimmte Geldsumme zur Verf√ľgung. Das st√§dtebauliche ‚ÄěEmbellissement‚Äú setzten die beauftragten Planer, insbesondere Maximilian Friedrich Weyhe, mit einem System von Boulevards, Esplanaden und landschaftlich gestalteten Parkanlagen in der Folgezeit schrittweise um.

Reformen und innere Entwicklung

Pierre-Louis Roederer, in Paris zust√§ndiger Minister f√ľr das Gro√üherzogtum

Als Modellstaat kam es im Gro√üherzogtum zu zahlreichen Reformen in der Verwaltung, der Justiz und anderen Bereichen.[4] Allerdings setzte diese Phase erst nach dem Wechsel von Murat, der nur kurze Zeit √ľberhaupt in seinem Herrschaftsgebiete verbrachte, zu Napoleon im Jahr 1808 ein.[3] Anders als im K√∂nigreich Westphalen kam es nicht zur Einf√ľhrung einer wirklichen Verfassung. Anders als dort wurden die Reformen nicht auf der Basis einer Verfassung, sondern auf dem Verordnungsweg durchgef√ľhrt.[5] Anders als im K√∂nigreich Westphalen, wo mit einem Schlag das franz√∂sischen Vorbild der Staatsorganisation eingef√ľhrt wurde, ging man im Gro√üherzogtum behutsamer vor. Auch der kaiserliche Kommissar und Vertreter Napoleons in D√ľsseldorf, Jacques Claude Beugnot, warnte vor √ľbereilten Schritten.[6]

Rechtssystem

Eingef√ľhrt wurde der Code Civil als Grundlage der Rechtsprechung im Jahr 1810. Auch der Code Penal wurde eingef√ľhrt. Zwei Jahre sp√§ter wurde die bisherige Justizorganisation nach franz√∂sischem Vorbild umgebildet.[7] Dazu geh√∂rten sowohl die franz√∂sischen Gerichtsverfahren als auch die Notariatsordnung. Damit war endg√ľltig die Trennung zwischen der Exekutive (Administration) und der Judikative vollzogen. Bei der Einf√ľhrung des franz√∂sischen Systems kam es ‚Äď durchgesetzt vor allem von einheimischen Beamten ‚Äď allerdings zu Modifikationen, um regionale Anforderungen besser zu ber√ľcksichtigen. Grunds√§tzlich war die Gleichheit aller vor dem Gesetz verwirklicht. In der Praxis erwies sich die Umsetzung des neuen Justizwesens jedoch als schwierig. So war das Justizpersonal oft mit den neuen Vorschriften nicht vertraut.[8]

Aus dem bergischen Sicherheitskorps und den Dillenburger Husaren wurde ab 1806 unter der Bezeichnung ‚ÄěLandj√§ger‚Äú eine Landespolizei gebildet.[9]

Verwaltungsstrukturen

Karte mit Verwaltungsgliederung des Großherzogtums im Jahr 1811

Ein Staatsrat, der allerdings erst 1812 auch so genannt wurde, war f√ľr Regierung und Gesetzgebung zust√§ndig. Darin vertreten waren Beamte aus den annektierten Gebieten.[10] Anfangs wurde der Staatsrat von Beugnot √ľbergangen, der in diesem eine Einschr√§nkung seiner Machtposition sah. Als es aber zu Problemen mit der Durchsetzung der franz√∂sischen Gesetzgebung kam, sah Beugnot sich gezwungen, auf den Sachverstand der Mitglieder des Staatsrates zur√ľck zu greifen. Seither wurde dieser st√§rker an der Gesetzgebung beteiligt. Der Staatsrat konnte nicht gegen die franz√∂sische Politik arbeiten, aber diese doch ver√§ndern. Dadurch unterschied sich schlie√ülich das bergische von dem franz√∂sischen Recht.[11]

Von erheblicher Bedeutung war die Reform der Verwaltungsstrukturen nach franz√∂sischem Vorbild. Grunds√§tzliches Ziel war es, √§hnlich wie in Frankreich, die Macht der Zentralgewalt, etwa durch die Aufhebung der Selbstverwaltung der Kommunen und der Zur√ľckdr√§ngung intermedi√§rer Gewalten, zu st√§rken. Daneben ging es um eine St√§rkung der Verwaltungseffizienz. An der Spitze standen Fachminister.[12] Der ehemalige kurk√∂lnische Statthalter im Vest Recklinghausen und Marschall der Ritterschaft des Herzogtums Berg, Johann Franz Joseph von Nesselrode-Reichenstein, war etwa Innenminister, sp√§ter Kriegsminister und Justizminister. Johann Peter Bislinger, fr√ľher Mitglied des bergischen Landesdirektoriums, war Finanzminister.

Im April 1806 wurde das Territorium in vier Arrondissements reorganisiert: das Arrondissement Siegburg sowie die Arrondissements M√ľlheim (am Rhein), D√ľsseldorf und Elberfeld-Duisburg-Wesel. Sp√§ter kamen im S√ľden noch das Arrondissement Dillenburg und im Norden das Arrondissement Steinfurt hinzu.

Im November 1808 wurden Kleve und Berg verwaltungstechnisch in vier D√©partements (etwa: Provinzen) zw√∂lf Arrondissements (Regierungsbezirke) und 78 Cantons (Kreise) untergliedert. Die kleinsten Verwaltungseinheiten waren die Mairies (B√ľrgermeistereien). Die D√©partements waren das D√©partement Rhein, das D√©partement Sieg, das D√©partement Ruhr und das D√©partement Ems, das 1811 von Frankreich annektiert wurde. Im Dezember 1808 l√∂ste die Munizipalverwaltung f√ľr die St√§dte und Gemeinden die fr√ľheren Vogteien, Honnschaften und √Ąmter endg√ľltig ab.

Die Gemeinden wurden der staatlichen Kontrolle unterworfen; dies beendete die kommunale Selbstverwaltung. Kleinere Gemeinden wurden zusammengelegt. Es wurden Departements-, Arrondissements- und Munizipalr√§te gebildet. Diese wurden allerdings ernannt und nicht gew√§hlt. Als Pr√§fekten der Departements wurden Deutsche, meist Adelige, ernannt. Auch der Maire (B√ľrgermeister) wurde ernannt. In industriell gepr√§gten Gemeinden wie Elberfeld, Barmen, M√ľlheim an der Ruhr oder Iserlohn waren dies h√§ufig Kaufleute oder Fabrikanten, in eher l√§ndlichen Gemeinden, aber auch in M√ľnster, waren es oft lokale Adelige.

Die ernannten Gemeinder√§te hatten nur wenig Kompetenzen und traten nur ein Mal im Jahr zusammen. Auch in diesen R√§ten sa√üen meist, nach franz√∂sischen Vorbild, lokale Notabeln. Im Stadtrat von D√ľsseldorf etwa sa√üen zwischen 1806 und 1815 insgesamt 43 M√§nner. Davon waren allein 14 Bankiers oder Kaufleute und f√ľnf Juristen. Dabei achtete man auf √úberkonfessionalit√§t. Im mehrheitlich katholischen D√ľsseldorf sa√üen auch Protestanten im Rat. Insgesamt dr√§ngten die Reformen die Dominanz der alten st√§dtischen Eliten zur√ľck.[13]

Defizit der politischen Verfassung und Repräsentation

Jacques Claude Beugnot, Kommissar des Kaisers in D√ľsseldorf

Zu einer geschrieben Verfassungsurkunde kam es im Gro√üherzogtum nie. Insbesondere die franz√∂sischen Vertreter vor Ort standen einer regelrechten Verfassungsgebung ablehnend gegen√ľber. Napoleon selbst wollte sich von einer Verfassung nicht in seinen Entscheidungen binden lassen. Verschiedene ausgearbeitete Entw√ľrfe blieben daher ohne Wirkung.[14]

Bereits unter Murat hatte es √úberlegungen zu einer Vertretungsk√∂rperschaft als Ersatz f√ľr die alten St√§nde gegeben. Da man diese zun√§chst an eine kodifizierte Verfassung gebunden hatte, kam es vorerst nicht dazu. Nachdem infolge der Reform der Verwaltungsstrukturen von 1808 auf verschiedenen untergeordneten Ebenen Vertretungsk√∂rperschaften gebildet worden waren, war damit die alte St√§ndeversammlung funktionslos geworden. Reaktionen darauf gab es aus der Bev√∂lkerung nicht. Erst beim Besuch Napoleons in D√ľsseldorf im Jahr 1811 kam wieder Bewegung in die Frage nach einer gesamtstaatlichen Repr√§sentation. Diese sollte im Wesentlichen den Reichsst√§nden des K√∂nigreichs Westphalen √§hneln. Damit stie√ü Napoleon allerdings auf den Widerstand von Kommissar Beugnot, der Probleme sah, das Organ politisch willf√§hrig zu halten.

Im Jahr 1812 kam es dann zum Erlass eines organischen Statuts, das die Einrichtung eines Staatsrates und einer Repr√§sentation des Landes auf Basis des Zensuswahlrechtes vorsah; es trug den Titel Kaiserliches Decret, welches die Organisation des Staatsraths und des Collegiums betrifft.[15] Die Umsetzung lahmte und blieb letztlich stecken. Die Wahl verz√∂gerte sich, und es fanden sich h√§ufig nicht gen√ľgend Kandidaten, weil es in den Kantonen oft nicht die geforderten Notabeln gab. Erst Anfang 1813 kam es zur Bestellung von Wahlm√§nnern. √úber diesen bescheidenen Schritt kam die Verfassungsreform nicht hinaus.[16][17]

Konfessions- und Bildungspolitik

Die Bev√∂lkerung des Gro√üherzogtums war konfessionell gemischt, weil das Land aus verschiedenen Territorien mit unterschiedlicher Glaubensrichtung und Konfessionsgeschichte zusammengesetzt worden war. Etwa die H√§lfte waren Protestanten, die andere H√§lfte Katholiken. Die rheinischen und m√ľnsterl√§ndischen Gebiete waren meist katholisch, protestantisch waren etwa das Bergische Land, das Siegerland und das m√§rkische Sauerland. Hinzu kam ein kleiner j√ľdischer Bev√∂lkerungsanteil, der etwa 4000 bis 5000 Personen ausmachte. Bereits vor Gr√ľndung des Gro√üherzogtums hatte die S√§kularisation der Kl√∂ster begonnen. Die Bischofssitze in K√∂ln und M√ľnster waren vakant und wurden von Kapitelsvikaren verwaltet. Im Jahr 1811 ordnete Napoleon eine Neuorganisation der Kirchengemeinden an, orientiert an den neuen Verwaltungsgrenzen. Dies wie auch die Gr√ľndung eines Bistums in D√ľsseldorf kamen nicht mehr zustande. Die Geistlichen wurden vom Staat besoldet. Zu einer nennenswerten Reform des Schulwesens kam es nicht.

Emanzipation der Juden

Die j√ľdische Minderheit wurde nach Vorbild des K√∂nigreichs Westphalen teilemanzipiert: Sonderbesteuerung und ‚ÄěSchutzbriefe‚Äú wurden am 22. Juli 1808 durch den Finanzminister abgeschafft, eine volle staatsb√ľrgerliche Gleichstellung wurde nicht erreicht. Die drei zentralen napoleonischen Dekrete von 1808 (Familiennamen[18], Konsistorien[19], Handelst√§tigkeit[20]), die f√ľr Frankreich erlassen worden waren, traten im Gro√üherzogtum nicht in Kraft. Die juristische Autonomie des ehemaligen Landesrabbiners L√∂b Aron Scheuer (1736-1821) wurde aufgehoben. Seit der Einf√ľhrung des B√ľrgerlichen Gesetzbuches unterstanden Juden der staatlichen Gerichtsbarkeit.[21]

Wirtschafts- und Agrarreformen

Napoleons Einzug in D√ľsseldorf 1811

Vorl√§ufige H√∂hepunkte der Verwaltungs- und Rechtsreformen waren die formale Aufhebung des Feudalsystems und der Leibeigenschaft (Dezember 1808) , die Beseitigung des Lehnswesens (Januar 1809), die Abschaffung der Z√ľnfte, des M√ľhlenbanns, der Kellnereien und der Renteien sowie die allgemeine Gewerbefreiheit (M√§rz 1809). Dies beg√ľnstigte die Entstehung eines modernen Wirtschaftsb√ľrgertums.[22][23] Hinzu kamen grundlegende Reformen des Justizwesens, der Post, der Verwaltung und der Bildungspolitik. Die Agrarreform erwies sich als schwierig. Es gelang nicht einmal, die un√ľbersichtlichen Abgaben der Bauern in eine absl√∂sbare Grundrente umzuwandeln. Zahlreiche Abl√∂sedekrete wurden erlassen, die aber an der Praxis scheiterten. Schlie√ülich √ľbertrug man die franz√∂sischen Hypothekenordnung auch auf das Gro√üherzogtum. Im Prinzip waren damit die Zahlungen zu Grundrenten geworden, und der Bauer konnte √ľber sein Land durch Kauf, Verkauf oder Tausch grunds√§tzlich frei verf√ľgen. Im Jahr 1808 erlie√ü Napoleon ein Dekret zur Aufhebung der Leibeigenschaft und zur √úbertragung des vollst√§ndigen Landrechtes an die ehemaligen Leibeigenen und P√§chter. Im September 1811 folgte ein weiteres Dekret, danach alle nicht privatrechtlichen feudalen Eigentumstitel erloschen waren. Das Gesetz kam aber zu sp√§t, um noch Wirkung zu erzielen. Auch ignorierte der Adel die Bestimmungen vielfach. Auf Druck des Adels und vor dem Hintergrund des bevorstehenden Russlandfeldzuges stoppte die Regierung im Jahre 1812 sogar alle Prozesse von Bauern gegen die bisherigen Grundherren. An der Lage der Bauern √§nderte sich kaum etwas, da die Abl√∂sesummen zu hoch lagen. F√ľr den Adel dagegen bedeuteten die Reformen einen tiefen Einschnitt. Er verlor weitgehend seine feudalen Rechte, das faktische Monopol auf bestimmte √Ąmter und seine Steuerprivilegien. In Anlehnung an das franz√∂sische Vorbild unterlagen Stammg√ľter und Fideikommisse der staatlichen Genehmigung.[24]

Auf den Widerstand des Adels gegen die staatlichen Ans√§tze zur Bauernbefreiung reagierten viele Bauern mit Protesten. Unterst√ľtzt wurde ihre Sache von Arnold Mallinckrodt und seiner Zeitung, dem ‚ÄěWestf√§lischen Anzeiger‚Äú. Eine Delegation brachte eine Bittschrift der Bauern nach Paris, wo Napoleon sie empfing und letztlich vergeblich versprach, Abhilfe zu schaffen.[25]

Wirtschaft

Johann Caspar Engels war auch in der Zeit des Großherzogtums wirtschaftlich erfolgreich und kommunalpolitisch aktiv

Zun√§chst erfuhr die Wirtschaft des Landes einen Aufschwung. Die gewerbliche Wirtschaft Bergs war f√ľr das napoleonische System besonders wichtig, weil in Frankreich selbst die negativen Folgen f√ľr die einheimische Wirtschaft durch die Revolution noch nicht √ľberwunden waren. Daher r√§umte Frankreich dem Gro√üherzogtum zun√§chst einen g√ľnstigen Zolltarif ein. Schwer schadete Berg dann jedoch die Einf√ľhrung des napoleonischen Kontinentalssystems, das die Zollschranken erh√∂hte. Dadurch wurde das Land faktisch vom franz√∂sischen und niederl√§ndischen Markt abgeschnitten. Die Exporte Bergs gingen von 55 Millionen Franc im Jahr 1807 auf nur noch 38 Millionen im Jahr 1812 zur√ľck. Eine Reihe von Unternehmern reagierte darauf mit der Verlagerung ihrer Betriebe auf das linke (franz√∂sische) Rheinufer. Die bergischen Unternehmer forderten daher den vollen Anschluss des Landes an Frankreich.[26] Dies wurde aber mit Sorge vor einer √ľberm√§chtigen bergischen Konkurrenz f√ľr franz√∂sische Produkte abgelehnt. Wenig profitierte das Gro√üherzogtum vom Schmuggel gegen die Kontinentalsperre. Statt des Exports nach Frankreich musste sich die Wirtschaft des Gro√üherzogtums nun auf den Handel im deutschen Bereich konzentrieren.[27] Die wirtschaftsgeografische Verlagerung des Handels von der K√ľste ins Binnenland, insbesondere an den Rhein, st√§rkte allerdings auch einzelne Wirtschaftssektoren des Gro√üherzogtums.

Zentrum des Textilgewerbes war das Gebiet um Barmen und Elberfeld. Bereits vor der Gr√ľndung des Gro√üherzogtums gewann die Baumwollherstellung und -verarbeitung an Bedeutung. Die Entwicklung stagnierte nach 1806 auf Grund der Zollpolitik. In diesem Bereich waren im Gro√üherzogtum bereits 50.000 Menschen besch√§ftigt. Die Eisenerzeugung und -verarbeitung erfuhr in der Zeit des Gro√üherzogtums einen erheblichen Aufschwung. Von Bedeutung war hier insbesondere die kleingewerbliche Herstellung von Metallfertigwaren, etwa von Messern in Solingen. Insgesamt war dieser Sektor mit 5000 Besch√§ftigten aber noch vergleichsweise klein.[28]

Bergische Post

Unter der Leitung des franz√∂sischen Postinspektors Du Preuil wurden die Posteinrichtungen der von den Thurn und Taxis betriebenen Kaiserlichen Reichspost, die bisher die Postdienste im Herzogtum Berg bewerkstelligt hatte, im Mai 1806 auf Gehei√ü Herzog Joachims beschlagnahmt. Du Preuil, der unter der Aufsicht des bergischen Finanzministeriums agierte und alsbald zum bergischen Generalpostdirekor bestellt worden war, begann damit, das Postwesen der Bergischen Post nach franz√∂sischen Anforderungen und Mustern zu organisieren, wobei eine besondere Verkn√ľpfung mit der Post im norddeutschen Raum zu ber√ľcksichtigen war. 1809 √ľbernahm die Bergische Post auch die Post im Herzogtum Arenberg-Meppen und im F√ľrstentum Salm. Auf Anweisung Napoleons wurden in den Bergischen Post√§mtern verd√§chtige Postsachen eingesehen und observiert, auch um Ma√ünahmen gegen die Kontinentalsperre aufzudecken.

Militär

Bergische Lanzenreiter, 1812
Jäger zu Pferde, Artillerist, Grenadier und Infanterie-Offizier, 1812

Nach den v√∂lkerrechtlichen Bestimmungen der Rheinbundakte hatte das Gro√üherzogtum f√ľr den milit√§rischen Konfliktfall Truppen zu stellen und f√ľr die Armee zu bezahlen. F√ľr viele Einwohner war die Einf√ľhrung der allgemeinen Wehrpflicht etwas Neues. Sie trug erheblich zum wachsenden Unmut gegen das Regime bei.

Bereits im Jahr 1806 wurde das 1. Bergische Linien-Infanterieregiment mit Standort D√ľsseldorf aufgestellt. Im Jahr 1808 kamen zwei weitere gleichartige Regimenter dazu. Ein viertes folgte 1811. Hinzu kam die berittene Artillerie, Fu√üartillerie sowie technische Einheiten. Eine erste Kavallerieeinheit wurde 1807 aufgestellt. Urspr√ľnglich handelte es sich um Chevauleger mit prachtvollen Uniformen nach polnischen Vorbild. Sp√§ter wechselte der Charakter hin zu einer Einheit J√§ger zu Pferde mit einer schlichten gr√ľnen Uniform. Im Jahr 1810 wurde sie mit Lanzen ausgestattet und als Lanciers definiert. Um 1812 folgte eine zweite Kavallerieeinheit.

Insbesondere die bergische Kavallerie erfuhr Anerkennung. Seit 1808 geh√∂rte sie im Spanienfeldzug zur Kaisergarde und zeichnete sich in verschiedenen Schlachten und Gefechten aus. Die Fu√ütruppen wurden 1807 bei der Belagerung von Graudenz und 1809 im Krieg gegen √Ėsterreich eingesetzt. Ein Gro√üteil der bergischen Truppen machte den Russlandfeldzug mit. Ein Teil der bergischen Mineure und Sappeure geh√∂rte zur Gardeartillerie. Ein Gro√üteil der bergischen Kavallerie geriet w√§hrend der Schlacht an der Beresina in russische Kriegsgefangenschaft. Von 5000 Mann kamen im Januar 1813 nur 300 Mann wieder in Marienwerder an.[29]

Das Land stellte 1806 3000 Mann. 1813 waren die bergischen Truppen 9600 Mann stark. Kommandeur war der Franzose Fran√ßois-√Čtienne Damas. Die meisten Offiziere waren allerdings Deutsche. Den Truppenaushebungen versuchten sich viele Rekruten durch Flucht zu entziehen. Sie wichen nach Holland oder in das Gro√üherzogtum Hessen aus. Die neuen Soldaten mussten durch Gendarmen an der Flucht gehindert werden. In L√ľdenscheid und Unna kam es als Folge von Aushebungen zu Unruhen. Um Desertionen zu verhindern, wurden die bergischen Einheiten vorwiegend an weit entfernten Kriegsschaupl√§tzen, etwa in Spanien oder im Russlandfeldzug, eingesetzt. Im Jahr 1813 gelang es den Beh√∂rden nur noch, eine Truppe von 1200 Mann auszuheben. Ein Teil der bergischen Soldaten ging nach der V√∂lkerschlacht bei Leipzig ins preu√üische Lager √ľber.[30]

Nach dem Sieg der Alliierten wurden die bergischen Einheiten in die preußische Armee eingegliedert. Aus der Infanterie wurde das 28. und 29. Preußische Infanterie-Regiment. Aus der Kavallerie ging nach Zwischenstufen das 11. Preußische Husaren-Regiment hervor.[31]

Unruhen 1813 und Ende

Insgesamt blieb die Wirksamkeit der nur f√ľnf Jahre dauernden Reformpolitik begrenzt. Vor allem gab es in der Bev√∂lkerung, anders als in den linksrheinischen Gebieten, wo die Franzosenzeit etwa zwanzig Jahre dauerte, keine wirklichen Tr√§ger der Politik in der Bev√∂lkerung. Der Landadel blieb wegen der Agrarpolitik skeptisch, die Masse der Bev√∂lkerung litt unter sozialer Not und unter der Wehrpflicht. Das Wirtschaftsb√ľrgertum, das von der Reformpolitik eher profitierte, blieb als Folge der verfehlten Wirtschaftspolitik abseits.[32]

Dem kaiserlichen Kommissar Beugnot war klar, dass es schwierig war, aus zahlreichen fr√ľheren Territorien ein ‚ÄěVaterland‚Äú zu schaffen. Tats√§chlich blieb das Gro√üherzogtum ein Kunststaat. Nach der Niederlage Napoleons in Russland begann sich die Stimmung offen gegen die franz√∂sische Herrschaft zu wenden. Den Beh√∂rden war bekannt, dass die Beamten in der Grafschaft Mark insgeheim immer noch dem preu√üischen K√∂nig treu waren und es Beziehungen zum Freiherrn vom Stein gab. Gegen die neuerlichen Truppenaushebungen flammten Anfang des Jahres 1813 schwere Unruhen auf. Diese gingen von Ronsdorf aus und erfassten immer weitere Gebiete wie Solingen, Velbert, Wipperf√ľrth, Elberfeld, Hagen, Gummersbach oder Herborn. Eine Rolle spielten auch die wirtschaftlichen Probleme. Diese Erhebung gilt als eine der ersten offenen Aufst√§nde gegen die napoleonische Herrschaft im deutschen Raum. Die Revolten konnten nur durch milit√§rische Mittel unterdr√ľckt werden. Dabei waren auch Truppen aus dem benachbarten K√∂nigreich Westphalen unter dem Kommando des salmischen Erbprinzen Florentin behilflich.[33][34]

Bald nach der V√∂lkerschlacht bei Leipzig l√∂ste sich das Gro√üherzogtum faktisch auf. Die franz√∂sischen Spitzenbeamten nahmen die bergische Staatskasse und verlie√üen das Gro√üherzogtum. Von 1813 bis 1815 wurde f√ľr das rechtlich allerdings noch bestehende Gro√üherzogtum das Generalgouvernement Berg als interimistische Verwaltung eingerichtet. Die meisten Landesteile fielen zusammen mit dem Gro√üherzogtum durch Artikel XXIV der Hauptakte des Wiener Kongresses schlie√ülich Preu√üen zu. Es bildete daraus mit den anderen preu√üischen Besitzungen auf dem linken und rechten Rheinufer die Provinz J√ľlich-Kleve-Berg mit Verwaltungssitz K√∂ln.

Der Titel eines Gro√üherzogs von Kleve und Berg ging somit auf den preu√üischen K√∂nig, Friedrich Wilhelm III., und das Haus Hohenzollern √ľber.

Weitere Entwicklung

Am 1. Januar 1814 wurde das Gro√üherzogtum Berg selbst mit dem Kanton Gummersbach und der Gemeinde Friesenhagen in vier Kreise aufgeteilt, die jeweils einem Direktor unterstanden. Diese hatten, anders als die bisherigen Pr√§fekten und Unterpr√§fekten, nicht mehr die Polizeiverwaltung unter sich. Die neu eingeteilten Kreise waren D√ľsseldorf, Elberfeld, M√ľlheim und Wipperf√ľrth.

√úbergeordnet war der Kreis D√ľsseldorf, dessen Direktor auch Landesdirektor war. Er f√ľhrte au√üerdem die Verwaltung der staatlichen Brandassekuranzkasse und das Pr√§sidium des Medizinalrates, dem das Medizinalwesen sowie die Medizinal- und Sanit√§tspolizei in allen Kreisen unterstanden. Die Verwaltungspolizei kommandierte ein Polizeidirektor in D√ľsseldorf, dem in den Kantonen jeweils ein Polizeivogt unterstand.

1822 wurde die Provinz J√ľlich-Kleve-Berg mit der ebenfalls 1815 gebildeten Provinz Gro√üherzogtum Niederrhein (Verwaltungssitz in Koblenz) zur Rheinprovinz vereinigt.

1946 wurde der n√∂rdliche Teil der Rheinprovinz mit der Provinz Westfalen zum neuen Land Nordrhein-Westfalen vereinigt und die ehemalige bergische Hauptstadt D√ľsseldorf zur Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen bestimmt. Das neue Land ‚Äď seit 1949 Land der Bundesrepublik Deutschland ‚Äď stellt sich nach Geschichte, rechtlicher Sukzession, Gr√∂√üe, Lage und Hauptstadt als Nachfolger des Gro√üherzogtums Berg dar.

Großherzöge

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Elisabeth Fehrenbach: Vom Ancien Regime zum Wiener Kongress. Oldenbourg, M√ľnchen 2001, S. 53, 82.
  2. ‚ÜĎ Wilhelm Ribhegge: Preu√üen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen. M√ľnster, 2008, S. 34.
  3. ‚ÜĎ a b J√∂rg Engelbrecht: B√ľrgerliche Reformen und imperiale Machtpolitik am Niederrhein und Westfalen. In: Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler √ľber Rhein und Weser. K√∂ln, 2007, S. 98.
  4. ‚ÜĎ J√∂rg Engelbrecht: Auf dem Weg von der st√§ndischen zur staatsb√ľrgerlichen Gesellschaft. Reformprozesse in Deutschland im Zeitalter Napoleons Onlinefassung
  5. ‚ÜĎ Armin Owzar: Zwischen Gottesgnadentum und Verfassungspatriotismus. Politische Propaganda und kritische √Ėffentlichkeit im napoleonischen Deutschland. In: Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler √ľber Rhein und Weser. K√∂ln, 2007, S. 138‚Äď139.
  6. ‚ÜĎ Elisabeth Fehrenbach: Vom Ancien Regime zum Wiener Kongress. Oldenbourg, M√ľnchen 2001, S. 87.
  7. ‚ÜĎ Wilhelm Ribhegge: Preu√üen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen. M√ľnster, 2008, S. 36.
  8. ‚ÜĎ Bettina Severin: Modellstaatspolitik im rheinb√ľndischen Deutschland. Berg, Westfalen, Frankfurt im Vergleich. In: Francia 24/2 (1997), S. 193‚Äď194.
  9. ‚ÜĎ Polizei im Gro√üherzogtum Berg
  10. ‚ÜĎ Wilhelm Ribhegge: Preu√üen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen. M√ľnster, 2008, S. 34.
  11. ‚ÜĎ Bettina Severin: Modellstaatspolitik im rheinb√ľndischen Deutschland. Berg, Westfalen, Frankfurt im Vergleich. In: Francia 24/2 (1997), S. 190.
  12. ‚ÜĎ Bettina Severin: Modellstaatspolitik im rheinb√ľndischen Deutschland. Berg, Westfalen, Frankfurt im Vergleich. In: Francia 24/2 (1997), S. 195‚Äď196.
  13. ‚ÜĎ Wilhelm Ribhegge: Preu√üen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen. M√ľnster, 2008, S. 33‚Äď36.
  14. ‚ÜĎ Bettina Severin: Modellstaatspolitik im rheinb√ľndischen Deutschland. Berg, Westfalen, Frankfurt im Vergleich. In: Francia 24/2 (1997) S. 189.
  15. ‚ÜĎ Kaiserliches Dekret, welches die Organisation des Staatsrates und des Collegiums betrifft
  16. ‚ÜĎ Veit Veltzke: Napoleons Reise zum Rhein und sein Besuch in Wesel 1811. In: Ders. (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler √ľber Rhein und Weser. K√∂ln, 2007, S. 46.
  17. ‚ÜĎ Bettina Severin-Barboutie: Varianten napoleonischer Modellstaatspolitik. Die Reichsst√§nde des K√∂nigreichs Westphalen und das Kollegium des Gro√üherzogtum Berg. In: Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler √ľber Rhein und Weser. K√∂ln, 2007.
  18. ‚ÜĎ Dekret zur Annahme von amtlichen und vererbbaren Familiennamen (20. Juli 1808)
  19. ‚ÜĎ R√©glement organique du culte mosa√Įque (Schaffung der Konsistorien) (17. M√§rz 1808)
  20. ‚ÜĎ ‚ÄěSch√§ndliches Dekret‚Äú (‚Äědecret infame‚Äú, 17. M√§rz 1808)
  21. ‚ÜĎ Grundlegend: Bastian Fleermann: Marginalisierung und Emanzipation. J√ľdische Alltagskultur im Herzogtum Berg 1779-1847, Neustadt/Aisch 2007
  22. ‚ÜĎ Wilhelm Ribhegge: Preu√üen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen. M√ľnster, 2008, S. 36‚Äď37.
  23. ‚ÜĎ ROB, Regierungsakten (1992), S. 35-147; FRANCKSEN, Staatsrat und Gesetzgebung im Gro√üherzogtum Berg (1982), S. 61-73.
  24. ‚ÜĎ Elisabeth Fehrenbach: Vom Ancien Regime zum Wiener Kongress. Oldenbourg, M√ľnchen 2001, S. 91‚Äď93.
  25. ‚ÜĎ Wilhelm Ribhegge: Preu√üen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen. M√ľnster, 2008, S. 37.
  26. ‚ÜĎ Eingabe der Gewerbetreibenden im Gro√üherzogtum Berg 1811 Onlinefassung mit Erl√§uterungen
  27. ‚ÜĎ Elisabeth Fehrenbach: Vom Ancien Regime zum Wiener Kongress. Oldenbourg, M√ľnchen 2001, S. 99, 102.
  28. ‚ÜĎ Elisabeth Fehrenbach: Vom Ancien Regime zum Wiener Kongress. Oldenbourg, M√ľnchen 2001, S. 103‚Äď104.
  29. ‚ÜĎ Eckhard M. Theewen: Die Armee des Gro√üherzogtums Berg. Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler √ľber Rhein und Weser. K√∂ln, 2007, S. 265.
  30. ‚ÜĎ Wilhelm Ribhegge: Preu√üen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen. M√ľnster, 2008, S. 39.
  31. ‚ÜĎ Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler √ľber Rhein und Weser. K√∂ln, 2007, S. 266.
  32. ‚ÜĎ J√∂rg Engelbrecht: B√ľrgerliche Reformen und imperiale Machtpolitik am Niederrhein und Westfalen. In: Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler √ľber Rhein und Weser. K√∂ln, 2007, S. 101.
  33. ‚ÜĎ Wilhelm Ribhegge: Preu√üen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen. M√ľnster, 2008, S. 39.
  34. ‚ÜĎ vergl. ausf√ľhrlich: Mahmoud Kandil: Sozialer Protest gegen das napoleonische Herrschaftssystem im Gro√üherzogtum Berg 1808‚Äď1813 (Onlinefassung).

Quellen

  • Johann Josef Scotti (Bearb.): Sammlung der Gesetze und Verordnungen, welche in den ehemaligen Herzogth√ľmern J√ľlich, Cleve und Berg und in dem vormaligen Gro√üherzogthum Berg √ľber Gegenst√§nde der Landeshoheit, Verfassung, Verwaltung und Rechtspflege ergangen sind. Vom Jahr 1475 bis zu der am 15. April 1815 eingetretenen K√∂nig[lich] Preu√ü[ischen] Landes-Regierung. 4.Bde. D√ľsseldorf, 1821‚Äď1822
  • (Onlinefassung)
  • Eintrag auf archive.nrw.de
  • Justizorganisation des Gro√üherzogthums Berg : Eintheilung des Landes, Nahmen der Justiz-Beamten, Advocaten und Notarien ; de Dato au Palais de Tuileries le 17. Dec. 1811. Kerschilgen, D√ľsseldorf 1812 (Digitalisierte Ausgabe der Universit√§ts- und Landesbibliothek D√ľsseldorf)
  • KLAUS ROB (Bearb.): Regierungsakten des Gro√üherzogtums Berg 1806-1813 (= Quellen zu den Reformen in den Rheinbundstaaten, hg. von der Historische Kommission bei der Bayrischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 1), M√ľnchen 1992

Literatur

  • Gerd Dethlefs, Armin Owzar, Gisela Wei√ü (Hrsg.): Modell und Wirklichkeit. Politik, Kultur und Gesellschaft im Gro√üherzogtum Berg und im K√∂nigreich Westphalen, Paderborn 2008, ISBN 978-3-506-75747-0.
  • Elisabeth Fehrenbach: Vom Ancien Regime zum Wiener Kongress. Oldenbourg, M√ľnchen 2001.
  • Meent W. Francksen: Staatsrat und Gesetzgebung im Gro√üherzogtum Berg (1806‚Äď1813). Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main/Bern 1982, 334 S. (Rechtshistorische Reihe, Bd. 23), ISBN 3-8204-7124-3.
  • Mahmoud Kandil: Sozialer Protest gegen das napoleonische Herrschaftssystem. √Ąu√üerungen der Bev√∂lkerung des Gro√üherzogtums Berg 1808‚Äď1813 aus dem Blickwinkel der Obrigkeit. Mainz Verlag, Aachen 1995, 177 S.; zugleich Diss. phil. Fernuniversit√§t Hagen 1995, ISBN 3-930911-58-2.
  • Charles Schmidt: Das Gro√üherzogtum Berg 1806‚Äď1813, Eine Studie zur franz√∂sischen Vorherrschaft in Deutschland unter Napoleon I., [zuerst erschienen: Le grand-duch√© de Berg (1806-1813); √©tude sur la domination fran√ßaise en Allemagne sous Napol√©on ler, Paris 1905], Deutsche Ausgabe mit Beitr√§gen von Burkhard Dietz, J√∂rg Engelbrecht und Heinz-K. Junk, hrsg. von Burkhard Dietz und J√∂rg Engelbrecht, Neustadt/Aisch 1999.
  • Wilhelm Ribhegge: Preu√üen im Westen. Kampf um den Parlamentarismus in Rheinland und Westfalen, M√ľnster 2008.
  • Bettina Severin: Modellstaatspolitik im rheinb√ľndischen Deutschland. Berg, Westfalen, Frankfurt im Vergleich. In: Francia 24/2 (1997) S. 181‚Äď203 (Digitalisat)
  • Bettina Severin-Barboutie: Franz√∂sische Herrschaftspolitik und Modernisierung Verwaltungs- und Verfassungsreformen im Gro√üherzogtum Berg (1806‚Äď1813), G√∂ttingen 2008, ISBN 978-3-486-58294-9.
  • Veit Veltzke (Hrsg.): Napoleon. Trikolore und Kaiseradler √ľber Rhein und Weser, K√∂ln 2007, ISBN 978-3-412-17606-8.

Weblinks


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