Güzelyurt (Kappadokien)

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Güzelyurt
Wappen fehlt
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Güzelyurt (Kappadokien) (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Aksaray
Koordinaten: 38° 17′ N, 34° 22′ O38.277534.371666666667Koordinaten: 38° 16′ 39″ N, 34° 22′ 18″ O
Einwohner: 3.085[1] (2008)
Telefonvorwahl: (+90) 382
Postleitzahl: 68 xxx
Kfz-Kennzeichen: 68
Struktur und Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Kudret Özeş (AKP)
Landkreis Güzelyurt
Einwohner: 14.259[1] (2008)
Fläche: 322 km²
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Kaymakam: Yavuz Güner
Webpräsenz (Kaymakam):
Güzelyurt mit Stausee und Yüksek Kilise
Disko in unterirdischer Stadt

Güzelyurt ist die Hauptstadt eines Distrikts im südwestlichen Kappadokien in der türkischen Provinz Aksaray. Die Stadt hat 3.085 Einwohner, der Distrikt 14.259 auf einer Fläche von 322 km2[2]. Güzelyurt liegt 32 km östlich der Provinzhauptstadt Aksaray.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im dritten nachchristlichen Jahrhundert war der Ort unter dem Namen Karballa von verschiedenen christlichen Klostergemeinden besiedelt. Im vierten Jahrhundert wuchs hier der als kappadokischer Kirchenvater bekannte Bischof Gregor von Nazianz auf, der im nahe gelegenen Arianzos geboren wurde. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Güzelyurt unter dem Namen Gelveri von Griechen besiedelt und bekannt für Töpfer- und Goldschmiedekunst. In dieser Zeit entstanden über hundert Kirchen. Nachdem die griechischen Bewohner 1923 im Rahmen des griechisch-türkischen Bevölkerungsaustauschs ausgesiedelt worden waren, wurden hier türkische Familien aus dem griechischen Kastoria und aus Kozan angesiedelt[3], die dem Ort den Namen Güzelyurt (Schöne Heimat) gaben.

Sehenswürdigkeiten

Im Süden des Ortes liegt das Klostertal von Güzelyurt (Manastır Vadısı) mit zahlreichen Höhlenkirchen und in den Tuffstein gehauenen Klosterkomplexen. Fünf Kilometer westlich in der Nähe eines Stausees liegt die festungsartige Yüksek Kilise (Hochgestellte Kirche) aus dem 19. Jahrhundert, deren Fresken in muslimischer Zeit übermalt wurden, im Osten die ebenfalls erhöht liegende Kızıl Kilise (Rote Kirche), die ihren Namen von dem rötlichen Mauerwerk hat. Die Herkunft des Mauerwerks ist bis heute unbekannt. Sie ist zwischen dem fünften und siebten Jahrhundert entstanden, von ihrem Freskenschmuck ist fast nichts erhalten. In der Umgebung liegen drei unterirdische Städte, eine weitere hat ihren Eingang direkt am Marktplatz der Stadt, sie ist zur Disko umgebaut.

Etwa sechs Kilometer südwestlich liegt das Ihlara-Tal mit zahlreichen Felsenkirchen.

Einzelnachweise

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 31. Oktober 2009
  2. Districts of Turkey
  3. Güzelyurt (Gelveri)/Turkey

Literatur

Weblinks

 Commons: Güzelyurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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