Habsburgermonarchie

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Habsburgermonarchie
Wappen von √Ėsterreich, 1512[1]

Habsburgermonarchie (auch Habsburgische Monarchie, Habsburgisches Reich oder Habsburgerreich) ist und war die inoffizielle Bezeichnung f√ľr die europ√§ischen Herrschaftsgebiete der Dynastie Habsburg in der Neuzeit bis 1918.

Der Begriff Habsburgermonarchie schloss anfangs in der Regel die L√§nder der spanischen Krone ein, die die Habsburger im fr√ľhen 16. Jahrhundert beherrschten (bis zu Karl V.), nicht mehr aber nach der Trennung in die √∂sterreichische und die spanische Linie im sp√§teren 16. und 17. Jahrhundert. Das habsburgische L√§nderkonglomerat der √∂sterreichischen (ab Ferdinand I.) und inner√∂sterreichischen Linie (Regenten ab Ferdinand II.) sowie des Hauses Habsburg-Lothringen (ab Maria Theresia) wird auch als √∂sterreichische Monarchie (Monarchia Austriaca) oder Donaumonarchie bezeichnet. Ab Annahme der Kaiserw√ľrde durch Franz I. 1804 entstand das √∂sterreichische Kaiserreich (das Kaisertum √Ėsterreich, welches 1867 in die √Ėsterreichisch-Ungarische Monarchie √ľberging).

Territoriale Entwicklung der Habsburgermonarchie

Inhaltsverzeichnis

√úbersicht

Die Wurzeln der Habsburgermonarchie datieren in die Jahre 1276‚Äď1278, als Rudolf IV. Graf von Habsburg, der schon 1273 als Rudolf I. r√∂misch-deutscher K√∂nig geworden war, auch zuerst Herzog von K√§rnten und Krain und dann von √Ėsterreich und der Steiermark wurde, und damit das Erbe der Babenberger antrat (Herzog- dann Erzherzogtum √Ėsterreich). Seit diesem Datum regierten die Habsburger mit nur kurzen kriegerischen Unterbrechungen ihre Hausmacht in Zentraleuropa.

Seit Rudolf KaŇ°e (als Graf der VI., als K√∂nig I.) 1307 waren Habsburger K√∂nige in B√∂hmen, seit Albrecht (als Graf der V., als Kaiser I.) 1437 K√∂nige in Ungarn, endg√ľltig in Personalunion regierten sie diese L√§nder seit Ferdinand I. 1526/1527. Damit geh√∂rte die Habsburgische Monarchie ‚Äď im Westen Teil des Heiligen R√∂mischen Reiches, im Osten au√üerhalb des Reiches ‚Äď seit dem Sp√§tmittelalter zu den Gro√üm√§chten Europas.

Mit Maximilian I., dem letzten Ritter, bildet sich mit seiner Hochzeit und Amtsantritt als Herzog von Burgund 1477 das Haus √Ėsterreich-Burgund, ab dieser Zeit etwa spricht man von der Habsburgermonarchie im eigentlichen Sinne. Die urspr√ľngliche habsburgische Universalmonarchie teilte sich am H√∂hepunkt der Ausdehnung der dynastischen Besitzungen und Regentschaften 1556, mit Maximilians Enkel, Kaiser Karl V. (als K√∂nig in Spanien der I.) in eine √∂sterreichische und eine spanische Linie.[2] Ein ‚ÄěGeburtsdatum‚Äú der (√Ėsterreichischen) Habsburgermonarchie kann auch mit dem Wormser Teilungsvertrag 28. April 1521 bzw. dem folgenden Br√ľsseler Vertrag 7. Februar 1522 gegeben werden,[3] der √úbergabe der √Ėsterreichischen Lande von Karl (als Kaiser V.) an seinen Bruder Ferdinand I. regelt, und die von den Spanischen getrennte Erbfolge der √Ėsterreichischen Linie (Hausordnung vom 25. Februar 1554), wenn auch die gegenseitigen vorrangigen Erbanspr√ľche im Falle des Erl√∂schens aufrecht blieben.[4]

Die Spanische Linie starb denn auch im November 1700 aus. Frankreich, der gro√üe Widersacher der Habsburger dieser √Ąra (Habsburgisch-Franz√∂sischer Gegensatz), wusste es zu verhindern, von den Habsburgern neuerlich eingekreist zu werden: Diese erhielten daher nur einen kleinen Teil der Erbschaft ihrer spanischen Verwandten (Spanischer Erbfolgekrieg).

1740 starben die √∂sterreichischen Habsburger im Mannesstamm aus. Auf Grund der Pragmatischen Sanktion √ľbernahm Maria Theresia von √Ėsterreich die sonst nur M√§nnern vorbehaltenen Herrscherrechte und gr√ľndete mit ihrem Gatten das nachfolgende Herrscherhaus Habsburg-Lothringen, welches zwar im √Ėsterreichischen Erbfolgekrieg angefochten wurde, aus der die Monarie aber konsolidiert hervorging. Ihr Sohn, der Reformer Joseph II., strebte danach, die Habsburgermonarchie zu einem einheitlichen Staat mit deutscher Amtssprache zu entwickeln, scheiterte damit aber vor allem in Ungarn.

Durch die Konstituierung der dem Haus Habsburg-Lothringen verbliebenen L√§nder als Kaisertum √Ėsterreich in den wirren der in den Napoleonischen Kriege im Jahre 1804 wurde die Habsburgermonarchie, schon seit Maria Theresia zentral von Wien aus verwaltet, auch offiziell zum selbstst√§ndigen Staat; das Heilige R√∂mische Reich wurde 1806 f√ľr nicht mehr bestehend erkl√§rt.

Das Kaisertum √Ėsterreich blieb bis zum Ausgleich zwischen √Ėsterreich und Ungarn von 1867, als √Ėsterreich-Ungarn als Doppelmonarchie durch die Realunion der zwei Staaten definiert wurde, ein einheitlicher Staat.

Auf Grund ihrer Gr√∂√üe, ihrer Bev√∂lkerungszahl und des Geltungsanspruchs ihrer Dynastie war die Habsburgermonarchie einer der wichtigsten Staaten Europas (der Pentarchie). In wechselnden Allianzen k√§mpfte sie in den meisten europ√§ischen Kriegen mit. Als sich im 19. Jahrhundert der Nationalismus als m√§chtige Staatsidee in Europa etablierte, verlor der √∂sterreichisch(-ungarische) Gesamtstaat sukzessive an Einfluss und hatte auf Grund seiner Multinationalit√§t als Vielv√∂lkerstaat immer gr√∂√üere Probleme in der Innenpolitik. Sie f√ľhrten nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg zur Aufl√∂sung der Habsburgermonarchie.

Siehe auch:

Besonderheiten

Die Habsburgermonarchie unterschied sich grundlegend von anderen Herrschaftsgebieten und Gesellschaften Europas. Westeurop√§ische Historiker stuften die Monarchie als politische Anomalie ein, deren strukturelle Schw√§che dazu f√ľhrte, dass sie sich st√§ndig in einem Zustand der Krise und des drohenden Verfalls befand.[5]

Der Verlauf der Geschichte der Habsburgermonarchie wurde im Wesentlichen durch f√ľnf Merkmale bestimmt:

  • Einfl√ľsse der Geopolitik und die Diplomatie des Gleichgewichts der Kr√§fte
  • die Unterschiedlichkeit und Individualit√§t der habsburgischen L√§nder
  • die Identifikation der Habsburger-Dynastie mit dem Heiligen R√∂mischen Reich
  • die Abh√§ngigkeit, Konsens zwischen ihrer inl√§ndischen Elite und ausl√§ndischen Alliierten erreichen zu m√ľssen
  • die Rolle der Monarchen selbst, Kontinuit√§t und Sicherheit ihrer Herrschaftsgebiete zu gew√§hrleisten.

Monarchien wie Gro√übritannien, Frankreich oder Spanien konnten ihre Nationalstaaten auf eine gewisse Kontinuit√§t als geografische Einheit zur√ľckf√ľhren, die einen grundlegenden Grad an √∂konomischer, kultureller und sprachlicher Homogenit√§t f√∂rderte. Im Kontrast dazu verfolgten die Habsburger eine auf Erweiterung angelegte Heirats- und Erbschaftspolitik, um unter ihrer Herrschaft auch v√∂llig unterschiedliche L√§nder zu versammeln.

Die Monarchie war bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts in hohem Ma√üe dezentral organisiert. Jedes einzelne K√∂nigreich, Herzogtum, F√ľrstentum, jede Grafschaft, die unter Habsburgs Herrschaft gelangte, behielt die eigene Landesregierung, die fast unabh√§ngig von der Zentralregierung in Wien operierte. Die St√§nde des Landes hatten die Macht und das Recht, √ľber die Forderungen des Landesf√ľrsten zu verhandeln. Die Interessen der St√§nde und der Adeligen erhielten oft Vorrang vor denen des Landesf√ľrsten; andernfalls musste er die f√ľr ihn positive Entscheidung oft mit Kompromissen, Privilegien oder anderen Zugest√§ndnissen erkaufen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Monarchien im fr√ľhneuzeitlichen Europa versuchten die habsburgischen Herrscher zumeist, mit Adel und Klerus Konsens herzustellen, oft zu Lasten der B√ľrger in den St√§dten, die beinahe v√∂llig von der Landespolitik ausgeschlossen waren.

Gesamtstaatliche Institutionen

Ferdinand I. richtete w√§hrend seiner Regierung (1521‚Äď1564) verschiedene Staatsorgane ein, um die Leitung der Monarchie zu verbessern:

  • Der Geheime Rat beriet den Monarchen in seiner Politik f√ľr das Heilige R√∂mische Reich und f√ľr die (teilweise au√üerhalb des Reiches gelegenen) habsburgischen L√§nder.
  • Die Hofkammer war in der Habsburgermonarchie Vorl√§uferin des Finanzministeriums.
  • Der Hofkriegsrat war finanziell und organisatorisch f√ľr die milit√§rischen Angelegenheiten der Monarchie zust√§ndig.

Unter Ferdinands Nachfolgern wurden diese Behörden kaum modernisiert:

  • Die Geheime Konferenz wurde von Leopold I. errichtet, um den Geheimen Rat zu ersetzen, nachdem dieser durch kaiserliche Patronage zu viele Mitglieder bekam. Es dauerte allerdings nicht lange, bis auch die Geheime Konferenz mit den gleichen Problemen zu tun hatte wie vorher der Geheime Rat.
  • Der Consejo de Espa√Īa wurde von Karl VI. gegr√ľndet, um ihn (ein vergebliches Unterfangen) bei der Durchsetzung seiner spanischen Herrschaftsanspr√ľche zu beraten.

Unter Maria Theresia und ihren Nachfolgern wurde das Beh√∂rdenwesen gr√ľndlich reformiert. Die meisten Reformen blieben aber auf die √∂sterreichischen Erblande beschr√§nkt und umfassten Ungarn nicht:

  • Die Staatskanzlei wurde 1742 errichtet, um die ausl√§ndische Politik der Habsburgermonarchie als auch die des Heiligen R√∂mischen Reiches festzulegen. Diese Kompetenzen wurden der Geheimen Konferenz entzogen.
  • Das Generalkriegskommissariat, 1746 errichtet, erhielt die Kontrolle √ľber die milit√§rische Nachschubversorgung und hatte in der Praxis mehr Autorit√§t √ľber Kriegsangelegenheiten als der Hofkriegsrat jemals gehabt hatte.
  • Das Directorium in Publicis et Cameralibus (1749 errichtet) war ein √ľbergreifendes Organ der Erblande. Entstanden aus der Zusammenlegung von b√∂hmischer und √∂sterreichischer Hofkanzlei, bildete es mit Ausnahme der ungarischen L√§nder unter verschiedenen Namen und √∂fter wechselnden Kompetenzen bis zum Jahre 1848 die oberste Zentralstelle der politischen Verwaltung. Zu den Agenden geh√∂rten unter anderen auch Angelegenheiten der Landwirtschaft, des Sanit√§tswesens, des Handels und Gewerbes, des Steuer- und Abgabenwesens, der Justizbeh√∂rden, der Gesetzgebung, des B√ľrgermilit√§rs und √Ąhnliches.
    • Die Conferenz in Internis unterstand dem Directorium und hatte die Aufgabe, gemeinsame Richtlinien innerhalb der Erblande zu bestimmen.
    • Die Oberste Justizstelle, ebenfalls dem Directorium unterstellt, fungierte in den Erblanden als oberster Gerichtshof.
  • Der Consejo de Espa√Īa wurde in Consiglio d‚ÄôItalia umbenannt und wurde der Staatskanzlei untergeordnet.
  • Der Staatsrat, 1760 errichtet, war oberstes Beratungsorgan der Monarchen, die bei Bedarf selbst den Vorsitz f√ľhrten.
  • Die Studienkommission, 1760 errichtet, bekam die Befugnis, den obligatorischen Schulunterricht innerhalb der Erblande zu verbreiten.

Habsburgische Länder

Stammlande der Habsburger

Die eigentlichen Stammlande der Habsburger, wie sie seit dem mutma√ülichen Gr√ľnder der Habsburg, Radbot Graf im Klettgau, im 11. Jahrhundert historisch fassbar sind, sind Besitzungen in der heutigen Schweiz und im Elsass. Schon Rudolf von Habsburg, der erste habsburgische Deutsche K√∂nig, herrscht √ľber Gebiete zwischen Vogesen, Schwarzwald und Vierwaldst√§ttersee. Zu diesen Besitzungen tritt, als die Habsburger die Babenberger beerben, der heute √∂sterreichische Raum.[6]

Um 1385 geh√∂ren zu den wichtigen Besitzungen der Stammlande die Landgrafschaften, Herrschaften und Vogteien Sundgau, Breisgau, Rheinfelden, Kyburg, Thurgau, Nellenburg, Baden, Lenzburg, Willisau, Rothenburg, Wolhusen, Rapperswil, Gaster, Glarus, Feldkirch, und Freiburg im √úechtland.[7] In dieser Zeit gehen die Stammlande an die Alte Eidgenossenschaft verlustig, die Reste werden unter dem Territorium Vorder√∂sterreich zusammengefasst. Von den Stammlanden halten sich nur Laufenburg und Rheinfelden bis 1805, Tarasp bis 1807,[6] und in Reminiszenz die Titel Gef√ľrsteter Graf von Habsburg und Kyburg im Gro√üen Titel des Kaisers bis 1918.

Sp√§ter, als diese Besitzungen im Westen weitgehend verloren waren und der Begriff Erblande sich auf die ungarischen L√§nder und B√∂hmischen Kronl√§nder ausgedehnt hatte, fasste man unter Stammlande die noch aus der Babenbergerzeit √ľbernommenen und in den fr√ľhen Jahren der Dynastie erworbenen Herrschaften, das ‚Äěalte‚Äú Erzherzogtum √Ėsterreich (als Titel) und seine herzoglichen, gr√§flichen und sonstigen Nebenl√§nder, zusammen.

Habsburgische Erblande

  • ÔĽŅDie Habsburgischen Erblande 1648

Mit dem Begriff Habsburgische Erblande werden die von den Habsburgern beherrschten Territorien bezeichnet, in denen das Haus √Ėsterreich den erblichen F√ľrsten stellte und die schon l√§ngere Zeit im Besitz der Dynastie waren. Der Inhalt dieses Begriffs hat sich mit der Zeit gewandelt. Er dient auch als Abgrenzung zum Heiligen R√∂mischen Reich, als dessen K√∂nig oder Kaiser ab 1273 mehrmals und ab 1438 in fast durchgehender Folge Habsburger F√ľrsten gew√§hlt wurden.
Die Habsburgischen Erblande umfassten damals bereits gro√üe Gebiete des deutschen Sprachraumes, teilweise auf Gebieten der heutigen Schweiz, Deutschlands, Frankreichs und √Ėsterreichs sowie im heutigen Ungarn, Italien, Slowenien und Kroatien.

Nach Aufhebung der st√§ndischen Verfassung im K√∂nigreich B√∂hmen (Verneuerte Landesordnung 1627) wurde dieses wie seine Nebenl√§nder M√§hren und Schlesien ebenso als erblich erkl√§rt, wie dies nach der Pragmatischen Sanktion von 1713 auch mit dem K√∂nigreich Ungarn geschah, womit sich die Habsburgermonarchie in einem fr√ľhen staatlichen Sinne als Einheit ausbildet. Obwohl die Bev√∂lkerung der urspr√ľnglichen Erblande gro√üteils aus Deutschen bestand und die Habsburger diese Gebiete f√ľr Jahrhunderte regierten, entstand neben der deutschen Identit√§t ab der zweiten H√§lfte des 18. Jahrhunderts innerhalb eines gemeinsamen Deutschlands sukzessive auch ein verst√§rktes √Ėsterreichbewusstsein. Die Landtage hatten ein gro√ües Ma√ü an Autonomie gegen√ľber den habsburgischen Herrschern, die sich zuallererst als deutsche F√ľrsten sahen.

Die von Maximilian I. durch Heirat mit der Herzogin Maria von Burgund und deren Tod 1482 zum Haus Habsburg gekommenen burgundischen Territorien (Besitzungen im Rheingebiet, vor allem die Niederlande) wurden indes nie zu den Habsburgischen Erblanden gerechnet und kamen an die Spanischen Habsburger. F√ľr die sp√§ter in die Monarchie eingegliederten Territorien, z. B. Galizien, Bukowina und Dalmatien, wurde der Begriff ebenfalls nicht verwendet.

Erzherzogtum √Ėsterreich und seine Nebenl√§nder und Gebiete

Im 15. Jahrhundert gehörten Niederösterreich (heutiges Niederösterreich, Oberösterreich), Innerösterreich (heutiges Steiermark und Kärnten, historisches Krain, um 1500 zählte man auch die Grafschaft Görz zu den Erblanden), Oberösterreich (historisches Tirol und heutiges Vorarlberg) sowie Vorderösterreich (ehem. Vorlande, verbliebene Stammlande und neuerworbene Besitzungen in der heutigen Schweiz, Bayern, Baden) dazu.[8]

Land Hauptstadt Ethnien Religion Anmerkungen Wappen(1)
Erzherzogtum √Ėsterreich unter der Enns Wien Deutsche r√∂misch- katholisch, Lutheraner Historisches Kernland und Namensgeber der Habsburgermonarchie. Um 976 als bairisches Grenzland entstanden, 996 als Ostarr√ģchi erw√§hnt, 1156 babenbergisches Herzogtum; 1278 an Rudolf I., 1282 Belehnung von Albrecht V./I. und Rudolf II., dann √Ėsterreich ob und unter der Enns genannt, Trennung kurzfristig 1458‚Äď63 in zwei Herzogt√ľmer, 1783/84 √Ėsterreich ob der Enns endg√ľltig abgetrennt, seither etwa das heutige Bundesland Nieder√∂sterreich Wappen Erzherzogtum √Ėsterreich unter der Enns.png
√Ėsterreichische Vorlande Ensisheim, ab 1648 Freiburg im Breisgau Deutsche r√∂misch- katholisch Verwaltungsbezeichnung der alten Stammlande seit dem 10. Jh., dessen zerstreuten L√§nder im Lauf der Jahrhunderte bis auf Vorarlberg verlustig gehen, ab 1446 mit Tirol als Tirol und die Vorlande, 1564‚Äď1619 (√Ąltere Tiroler Linie) und 1623‚Äď1665 (J√ľngere Tiroler Linie) von Zweiglinien regiert, sp√§ter Vorder√∂sterreich genannt, 1805 an das Herzogtum Baden verloren, beim Wiener Kongress 1814/15 aufgegeben.
Bindenschild Privilegium maius 1512.svg

(1)
Herzogtum Steiermark Steyr (bis 12. Jh.), Graz Deutsche, Slowenen r√∂misch- katholisch, Lutheraner Karantanische Mark, ab 1122 Steyrmark, 1180 Herzogtum Steier; 1278 an Rudolf I., 1282 Belehnung von Albrecht V./I. und Rudolf II., 1564‚Äď1619 Teil von Inner√∂sterreich, Raum des heutigen Bundeslands Steiermark und bis November 1918 der seither zu Slowenien geh√∂renden Untersteiermark Wappen Herzogtum Steiermark.png
Herzogtum K√§rnten Klagenfurt Deutsche, Slowenen r√∂misch- katholisch, Lutheraner Baierische Grenzmark seit dem 8. Jh., 976 Herzogtum (Raum St. P√∂lten‚ÄďVerona‚ÄďIstrien), wechselnde Herz√∂ge und Gebietsabtrennungen
1276‚Äď1286 an Rudolf I., dann Grafen von G√∂rz (Meinhardiner), 1335 Belehnung Leopold I., 1564‚Äď1619 Teil von Inner√∂sterreich, 1809‚Äď1814 an Kr. Frankreich
Wappen Herzogtum Kärnten.png
Herzogtum Krain Laibach Slowenen, Deutsche r√∂misch- katholisch, Lutheraner 1040 als Markgrafschaft Krain von K√§rnten abgetrennt (etwa heutiges √∂stliches Slowenien), 1276‚Äď1286 an Rudolf I., dann Grafen von G√∂rz (Meinhardiner), 1335 Belehnung Leopold I., 1364 Herzogtum, 1564‚Äď1619 Teil von Inner√∂sterreich, 1809‚Äď1814 an Kr. Frankreich Wappen Herzogtum Krain.png
Stadt Triest und Umgebung Triest Italiener, Slowenen, Deutsche r√∂misch- katholisch r√∂misch (Aquileia), 774 fr√§nkisch, bei der Mark Friaul, 12. Jh. unabh√§ngig, 1382 Unterschutzstellung (Leopold III.), 1564‚Äď1619 Teil von Inner√∂sterreich, 1805‚Äď1806 und 1809‚Äď1813 an Kr. Frankreich, 1814‚Äď1849 beim K√∂nigreich Illyrien, dann Teil der K√ľstenlande, 1867 Kronland Wappen Triest.png
Gef√ľrstete Grafschaft Tirol (und Vorlande/Vorarlberg) Meran, ab Anfang 15. Jh. Innsbruck Deutsche, Italiener r√∂misch- katholisch schon im 7. Jh. bairische Grafschaften, geeint im 12./13. Jh.: heutiges Land Tirol ohne Osttirol (Gft.G√∂rz), S√ľdtirol, Trentino (Hzgt. Trient 1207)
1363 an Habsburg (Rudolf der Stifter), 1446 als Tirol und die Vorlande (Landesteil Ober√∂sterreich Mitverwaltung der vorder√∂sterr. Lande, gehen bis 1807 weitgehend verlustig), 1493 gef√ľrstet, 1400er‚Äď1496 (√Ąltere Tiroler Linie) und 1620er‚Äď1665 (J√ľngere Tiroler Linie) von Zweiglinien regiert, 1805 an Bayern, 1809‚Äď1814 an Kr. Frankreich, ab 1814/15 Gef√ľrstete Grafschaft Tirol und Vorarlberg, 1861 dieses abgetrennt
Wappen Gef√ľrstete Grafschaft Tirol.png
Gef√ľrstete Grafschaft G√∂rz (und Gradisca) G√∂rz Italiener, Slowenen, Deutsche r√∂misch- katholisch in 12. Jh. als Grafschaft (Meinhardiner), Gebiete im Raum S√ľdtirol-K√§rnten-Adria, 1365 gef√ľrstet, Teile schon 1364, 1374, 1460 an Habsburg, 1500 endg√ľltig an Maximilian I. vererbt, 1504 gef√ľrstet, 1564‚Äď1619 Teil von Inner√∂sterreich. 1747 zur Gef√ľrsteten Grafschaft G√∂rz und Gradisca erweitert (Gef√ľrstete Grafschaft Gradisca 1717 an Habsburg durch Erbschaft); 1809‚Äď1814 an Kr. Frankreich, 1814‚Äď1849 beim K√∂nigreich Illyrien, dann Teil der K√ľstenlande, 1867 Kronland Wappen Gef√ľrstete Grafschaft G√∂rz & Gradisca.png
Erzherzogtum √Ėsterreich ob der Enns Linz Deutsche r√∂misch- katholisch, Lutheraner Urspr√ľnglich Teil des Herzogtums √Ėsterreich; 1458‚Äď63 eigenes Herzogtum (Albrecht VI., 2. Habsburgische Teilung); 1779 um Teile Ostbayerns (Innviertel) erweitert, 1783/84 selbst√§ndiges Kronland, 1805‚Äď1815 Westteil (Innviertel, Hausruckviertel) an Bayern, 1816 um den Salzburgkreis erweitert, dieser 1849 als Salzburg Kronland Wappen Erzherzogtum √Ėsterreich ob der Enns.png
Herzogtum Salzburg Salzburg Deutsche r√∂misch- katholisch (Lutheraner 16.‚Äď18. Jh. exiliert) 1803 F√ľrsterzbistum Salzburg s√§kularisiert, 1803‚Äď1806 Kurf√ľrstentum (Sekundogenitur), 1806‚Äď1810 Herzogtum, Verlust an Bayern (Salzachkreis), dann ab 1816 Salzburgkreis von √Ėsterreich ob der Enns, 1849 Kronland Wappen Herzogtum Salzburg.png
√Ėsterreichisches K√ľstenland (Litorale) Triest Italiener, Slowenen, Deutsche r√∂misch-katholisch Erwerbungen an der Adria ab 1366, 1849 als Kronland aus G√∂rz-Gradisca, Istrien und Triest aus dem K√∂nigreich Illyrien gebildet, 1867 die Teill√§nder Kronl√§nder und nurmehr gemeinsame Oberlandeshauptmannschaft Litorale CoA 1849-1867.png
(1)
K√∂nigreich Dalmatien Zara Kroaten, Italiener r√∂misch-katholisch 1797 im Frieden von Campo Formio zu √Ėsterreich; 1805‚Äď1814 Teil der Illyrischen Provinzen Frankreichs; 1815‚Äď1918 bei √Ėsterreich (ab 1867 Cisleithanien) Wappen K√∂nigreich Dalmatien.png
Land Vorarlberg Bregenz Deutsche römisch- katholisch Teile Vorderösterreichs, ab 1814/15 Landesteil Tirols, 1861 eigenes Kronland (administrativ weiter bei Tirol) Wappen Vorarlberg.png
(1) √Ėsterreich-ungarische Kronl√§nder, Hugo Str√∂hl um 1890,[9] ausgenommen Vorder√∂sterreich 1512[1] und K√ľstenland um 1860.

Länder der Böhmischen Krone

Die L√§nder der B√∂hmischen Krone (tschechisch: Zemńõ koruny ńćesk√©) umfassten B√∂hmen, M√§hren und √Ėsterreichisch-Schlesien (alle drei heute Tschechien) sowie bis 1635 zwei dann an Sachsen abgetretene Markgrafschaften und andere Nebenl√§nder. Die B√∂hmischen L√§nder waren formal in einer Personalunion verbunden, der K√∂nig von B√∂hmen war zugleich Herzog von Schlesien und Markgraf von M√§hren. Die anderen L√§nder waren in B√∂hmen inkorporiert und Titularanspr√ľche.

An Habsburg kam die B√∂hmische Krone, vorher beim Haus JagieŇāŇāo, nach der Schlacht bei Moh√°cs (1526) gegen die Osmanen, als die St√§nde Ferdinand I., den Bruder Kaiser Karls V., zum b√∂hmischen K√∂nig erkoren. 1627 wurde durch Ferdinand II. die Verneuerte Landesordnung erlassen, worin die B√∂hmische Krone als erblich erkl√§rt wurde. Dadurch wurden die b√∂hmischen L√§nder zu den habsburgischen Erblanden gez√§hlt, sowohl von den Habsburgern selbst als auch vom b√∂hmischen Adel, und ein langsamer Prozess der Integration mit den √∂sterreichischen Erblanden wurde in Gang gesetzt. Ab dem Ausgleich 1867 spricht man von Die im Reichsrat vertretenen K√∂nigreiche und L√§nder (Cisleithanien). Ab 1848 mehrten sich Abspaltungstendenzen, ein entsprechender √Ėsterreichisch-Tschechischer Ausgleich kam aber nie zustande. Wohl hatte es 1905 einen vorbereitenden M√§hrischen Ausgleich gegeben, nach Eskalation wurde der b√∂hmische Landtag jedoch 1913 aufgel√∂st. In den Kriegswirren galt ab 1815 offiziell nurmehr der Ausdruck √Ėsterreichische L√§nder f√ľr die Krone √Ėsterreich und die Krone B√∂hmen sowie die neuerworbenen K√∂nigreiche (Galizien-Lodomerien, Dalmatien).

Land Hauptstadt Ethnien Religion Anmerkungen Wappen
K√∂nigreich B√∂hmen Prag, Tschechen, Deutsche r√∂misch-katholisch, Hussiten und T√§ufer (15./16. Jh.), Lutheraner 895 unter den PŇôemysliden Herzogtum, 1085 K√∂nigreich, seit dem 14. Jhdt. Kurf√ľrstentum des Heiligen R√∂mischen Reiches, seit 1526 mit allen Kronl√§ndern Teil der habsburgischen Erblande, 1918 aufgel√∂st
Small coat of arms of the Czech Republic.svg
Markgrafschaft M√§hren Br√ľnn Tschechen, Deutsche r√∂misch-katholisch, Hussiten und T√§ufer (15./16. Jh.), Lutheraner um 907 aus Gro√üm√§hren entstanden, seit 1031 bei B√∂hmen
Moravia.svg
Markgrafschaft Oberlausitz Bautzen Deutsche, Sorben Lutheraner, r√∂misch-katholisch ab dem 12. Jhdt. als Land Budissin erstmals b√∂hmisch, 1329 erneut zu B√∂hmen, seit dem 15. Jhdt. als Oberlausitz bezeichnet 1635 an das Kurf√ľrstentum Sachsen abgetreten.
Wappen Landkreis Bautzen.svg
Herzogtum Schlesien Breslau, nach 1740 Troppau Deutsche, Polen r√∂misch-katholisch, Lutheraner 1138 polnisches Herzogtum, zerf√§llt ab 1249 in zahlreiche Teilgebiete, alle bis 1348 zu B√∂hmen, der gr√∂√üere Teil 1742 bzw. 1763 preu√üisch, der Rest √Ėsterreichisch-Schlesien
Silesia.svg
Grafschaft Glatz Glatz Deutsche, Tschechen r√∂misch-katholisch, Lutheraner blieb nach dem Pfingstfrieden von Glatz 1137 als Glatzer Distrikt bei B√∂hmen und wurde 1348 von K√∂nig Karl IV. unmittelbar der √ľbergeordneten Krone B√∂hmen eingegliedert; 1459 Grafschaft, bieb stets ohne eigene Vertretung auf den b√∂hmischen Generallandtagen, 1742/1763 an Preu√üen
POL powiat kŇāodzki COA.svg
Markgrafschaft Niederlausitz L√ľbben Deutsche, Sorben Lutheraner Markgrafschaft Lausitz seit dem 10. Jhdt. 1367 zu B√∂hmen, 1635 an Sachsen abgetreten
Wappen Luckau.png

Länder der Ungarischen Krone

Die L√§nder der Heiligen Ungarischen Stephanskrone (Ungarisch: Szent Istv√°n Koron√°j√°nak Orsz√°gai, Kroatisch:Zemlje krune Svetog Stjepana, Slowakisch: Krajiny Sv√§toŇ°tefanskej koruny) lagen im gegenw√§rtigen Ungarn, in der Slowakei, Kroatien und im nordwestlichen Teil von Rum√§nien. Im Gegensatz zu den anderen Teilen der Habsburgermonarchie lagen diese L√§nder au√üerhalb des Heiligen R√∂mischen Reichs.

Der ungarische Landtag bestand größtenteils aus magyarischen Adeligen und hatte das Recht, den König zu wählen. Auch ein vereinigter Landtag des Königreichs Slawoniens und des Königreichs Kroatien hatte dieses Recht, unabhängig von der Auswahl Ungarns.

1687, w√§hrend des Gro√üen T√ľrkischen Kriegs, erkl√§rte der ungarische Landtag die Heilige Ungarische Stephanskrone f√ľr erblich. Als Gegenleistung mussten die Habsburger dem ungarischen Adel erhebliche Konzessionen zugestehen: Der Landtag musste regelm√§√üig einberufen werden, Ungarn durfte sich teilweise selbst regieren und die Adeligen wurden von der Steuerpflicht befreit. Dadurch erhielt Ungarn einen besonderen Rang innerhalb der Habsburgermonarchie, den es bis 1867 zumeist bewahren konnte. 1867 fand der √Ėsterreichisch-Ungarische Ausgleich statt, sodass Ungarn 1867‚Äď1918 zur vollen inneren Selbstst√§ndigkeit gelangte. Seit damals spricht man von Transleithanien.

Lage Land Hauptstadt Ethnien Religion Anmerkungen Wappen
Ungarn Donaumonarchie.png Königreich Ungarn Pressburg
Buda (deutsch damals: Ofen, ab 1784)
Ungarn, Slowaken, Serben, Deutsche, Ruthenen, Rum√§nen r√∂misch-katholisch, calvinistisch 1526‚Äď1541 aufgeteilt zwischen Ferdinand I. und Johann Z√°polya. 1541‚Äď1699 teilweise vom Osmanischen Reich besetzt.
Coat of arms of Hungary.png
Slawonien Donaumonarchie.png K√∂nigreich Slawonien Osijek Kroaten, Serben r√∂misch-katholisch, griechisch-orthodox 1526‚Äď1699 gr√∂√ütenteils vom Osmanischen Reich besetzt, 1849 mit Kroatien zum Kronland Kroatien und Slawonien vereinigt.
Coa Croatia Country Dalmatia History (Habsburg Monarchy).svg
Kroatien Donaumonarchie.png K√∂nigreich Kroatien Agram Kroaten, Serben r√∂misch-katholisch, griechisch-orthodox 1097‚Äď1918 zumeist Personalunion, seit 1867 auch Realunion mit dem K√∂nigreich Ungarn, 1849 mit Slawonien zum Kronland Kroatien und Slawonien vereinigt.
Croatia, Historic Coat of Arms, first white square.svg
Kroatien und Slawonien Donaumonarchie.png Königreich Kroatien und Slawonien Agram Kroaten, Serben römisch-katholisch, griechisch-orthodox 1849 durch Vereinigung der Königreiche Kroatien und Slawonien entstanden.
Fiume Donaumonarchie.png Stadt Fiume mit Gebiet
(Rijeka)
Fiume Italiener, Kroaten, Ungarn
Wappen Fiume.png
Siebenbuergen Donaumonarchie.png (Gro√ü-)F√ľrstentum Siebenb√ľrgen (Transsylvanien) Kolozsv√°r (Klausenburg), Nagy-Szeben (Hermannstadt) Rum√§nen, Szekler (Magyaren), Siebenb√ľrger Sachsen (Deutsche) rum√§nisch-orthodox, Lutheraner, calvinistisch, r√∂misch-katholisch 1687 erobert. Bis 1711 unter eigenem F√ľrsten. 1765 zum Gro√üf√ľrstentum erhoben, 1867 Teil Ungarns.
Coat of arms of Transylvania.svg
Banat Temesvar Rum√§nen, Ungarn, Deutsche, Serben r√∂misch-katholisch, serbisch-orthodox 1526‚Äď1718 vom Osmanischen Reich besetzt. 1718 eigenes Kronland, 1779 Teil Ungarns.
Woiwodina Donaumonarchie.png Woiwodschaft Serbien und Temeser Banat Serben, Rumänen, Deutsche, Ungarn serbisch-orthodox Wojwodina und Banat, 1849 durch Abtrennung aus Ungarn und Gebiete der serbischen Militärgrenze, 1849 eigenes Kronland, 1860 zwischen Ungarn und Kroatien-Slawonien aufgeteilt.[10]

Weitere Länder

Neben den Gebieten, die die Habsburger nach dem Tod von Ludwig II. erbten, wurden zwischen 1526 und 1804 auch andere Gebiete der Habsburgermonarchie angeschlossen. Einige wurden vom Osmanischen Reich erobert, andere wurden nach dem Aussterben der Spanischen Habsburger erlangt. Galizien kam durch die Polnischen Teilungen an das Haus √Ėsterreich. Das Gro√üherzogtum Toskana, das Herzogtum Parma und das Herzogtum Modena wurden zeitweise von Habsburgern (als Sekundogenituren) regiert, bildeten aber keinen Teil ihrer zumeist von Wien aus regierten Monarchie.

Land Hauptstadt Ethnien Religion Besonderheiten Wappen
√Ėsterreichische Niederlande Br√ľssel Flamen, Wallonen r√∂misch-katholisch, calvinistisch Erworben im Spanischen Erbfolgekrieg. 1713‚Äď1792 Teil der √∂sterreichischen Habsburgermonarchie.
Oostenrijkse Nederlanden Vlag.gif
Herzogtum Mailand Mailand Italiener r√∂misch-katholisch Erworben im Spanischen Erbfolgekrieg. 1713‚Äď1792 Teil der √∂sterreichischen Habsburgermonarchie, ebenso 1815‚Äď1859 im K√∂nigreich Lombardo-Venetien.
Flag of the Duchy of Milan.png
Venetien Venedig Italiener r√∂misch-katholisch 1815‚Äď1866 Teil des Kaisertums √Ėsterreich, mit Mailand zum Lombardo-Venetischen K√∂nigreich vereinigt.
K√∂nigreich Sardinien Cagliari Italiener r√∂misch-katholisch Erworben im Spanischen Erbfolgekrieg. 1713‚Äď1720 Teil der √∂sterreichischen Habsburgermonarchie, dann getauscht gegen das K√∂nigreich Sizilien.
Sardegna-Stemma.svg
K√∂nigreich Sizilien Neapel Italiener r√∂misch-katholisch Neapel 1713‚Äď1735 habsburgisch. Sizilien, im Tausch f√ľr das K√∂nigreich Sardinien erhalten, 1720‚Äď1735.
Coat of arms of Sicily.svg
Kleine Walachei Craiova Rum√§nen rum√§nisch-orthodox Erobert vom Osmanischen Reich. 1718‚Äď1739 habsburgisch.
Nordserbien Belgrad Serben, Kroaten, Bosniaken serbisch-orthodox, r√∂misch-katholisch, sunnitischer Islam Erobert vom Osmanischen Reich. 1718‚Äď1739 habsburgisch.
Milit√§rgrenze keine Kroaten, Deutsche, Serben, Ungarn serbisch-orthodox, r√∂misch-katholisch, Lutheraner Grenzzone unter Milit√§rrecht zur Abwehr der T√ľrkengefahr; vorerst von Inner√∂sterreich, nach 1750 von Wien aus verwaltet. 1849 eigenes Kronland als serbische Wojwodina, sp√§ter in Ungarn bzw. Kroatien-Slawonien integriert.
Bosnien und Herzegowina Sarajevo Serben, Kroaten, Bosniaken serbisch-orthodox, römisch-katholisch, sunnitischer Islam Teil des Osmanischen Reichs, Anspruch seit 1869, formal 1878 (Berliner Kongress) unter österr.-ungar. Verwaltung, 1908 vollständig annektiert (Bosnische Annexionskrise)
Galizien und Lodomerien Lemberg Polen, Ruthenen r√∂misch-katholisch, j√ľdisch Erworben bei der ersten polnischen Teilung.
Wappen Königreich Galizien & Lodomerien.png
Bukowina Czernowitz Ruthenen, Rum√§nen, Deutsche rum√§nisch-orthodox, r√∂misch-katholisch, j√ľdisch 1775 vom osmanischen Vasallen-F√ľrstentum Moldawien erworben. 1775‚Äď1786 unter Milit√§rverwaltung, dann Teil des K√∂nigreichs Galizien und Lodomerien. 1849 eigenes Kronland.
Wappen Herzogtum Bukowina.png

Siehe auch

Literatur

(Siehe auch Literatur in Habsburg.)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ a b Privilegium maius. Titelseite, Exemplar Kaiser Maximilians I.
  2. ‚ÜĎ Die Spanische Linie wird bei manchen Autoren mit dem Amtsantritt Karls in Spanien 1516, bei anderen schon mit dem seines Vaters Philipp 1504 begonnen.
  3. ‚ÜĎ Erich Z√∂llner: Geschichte √Ėsterreichs: von den Anf√§ngen bis zur Gegenwart. 8. Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1990, ISBN 9-78348646708-6, Das Sp√§tmittelalter und die Habsburgische ‚ÄěHerrschaft zu √Ėsterreich‚Äú, S. 162.
  4. ‚ÜĎ weswegen auch die Spanier den √∂sterreichischen Erzherzogstitel, und den Hausnamen Casa de Austria f√ľhrten
  5. ‚ÜĎ Charles W. Ingrao: The Habsburg Monarchy ‚Äď 1618‚Äď1815, S. 2.
  6. ‚ÜĎ a b Manfred Scheuch: √Ėsterreich ‚Äď Provinz, Weltreich, Republik. Ein historischer Atlas. Verlag Das Beste, Wien 1994, ISBN 3-87070-588-4, Habsburgs Stammlande, Kriege mit den Eidgenossen, S. 44 f.
  7. ‚ÜĎ Scheuch: √Ėsterreich. Karte, S. 45.
  8. ‚ÜĎ Scheuch: √Ėsterreich. Habsburgs Teilungen, S. 50 f..
  9. ‚ÜĎ Oesterreichisch-Ungarische Wappenrolle. Die Wappen ihrer k. u. k. Majest√§ten, die Wappen der durchlauchtigsten Herren Erzherzoge, die Staatswappen von Oesterreich und Ungarn, die Wappen der Kronl√§nder und der ungarischen Comitate, die Flaggen, Fahnen und Cocarden beider Reichsh√§lften, sowie das Wappen des souverainen F√ľrstenthumes Liechtenstein. Anton Schroll, Wien 1890, 1895 (2. Auflage 1900)
  10. ‚ÜĎ Serbische Wojewodschaft u. Temeser Banat (Wojewodschaft S. u. Temeser Banat). In: Heinrich August Pierer: Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit Band 15. Altenburg 1862, S. 883.

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