Hamburger SV

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Hamburger SV
Hamburger SV
Vereinslogo
Voller Name Hamburger Sport-Verein e.V.
Ort Hamburg
GegrĂŒndet 29. September 1887
Vereinsfarben Blau-Weiß-Schwarz
Stadion Imtech Arena
PlÀtze 57.000
PrÀsident Vorstandsvorsitzender
Carl-Edgar Jarchow
Vorstand Carl-Edgar Jarchow
Frank Arnesen
Oliver Scheel
Joachim Hilke
Trainer Thorsten Fink
Homepage hsv.de
Liga Fußball-Bundesliga
2010/11 8. Platz
Trikotfarben
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Heim
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AuswÀrts

Der Hamburger SV (vollstĂ€ndiger Name: Hamburger Sport-Verein e.V., kurz: HSV) ist ein Sportverein aus der Freien und Hansestadt Hamburg, der in erster Linie durch seine Fußballabteilung bekannt wurde. Mit 70.762 Mitgliedern (Stand: 31. August 2011)[1] in 34 Abteilungen ist der HSV der drittgrĂ¶ĂŸte Sportverein Deutschlands. Die Vereinsfarben sind laut Satzung Blau, Weiß und Schwarz[2], von den Fans wird in FangesĂ€ngen und Liedern jedoch „Schwarz-weiß-blau“ bevorzugt verwendet. Das Heimtrikot des Clubs besteht hingegen aus weißen Trikots und roten Hosen, den Farben der Hansestadt. Die Mannschaft wird deshalb auch „die Rothosen“ genannt.

Die erste Fußball-Herrenmannschaft spielt in der Bundesliga und hat als einzige Mannschaft an jeder Saison seit 1963/64 teilgenommen. Zudem gehört der Hamburger SV seit 1919 ununterbrochen der jeweils höchsten Spielklasse an. Zum Ende der Saison 2010/11 lag der HSV hinter dem FC Bayern MĂŒnchen und Werder Bremen auf Platz 3 der ewigen Tabelle der Bundesliga.

Auf nationaler Ebene wurde der Hamburger SV sechsmal deutscher Meister, dreimal DFB-Pokalsieger und zweimal Ligapokalsieger. International gewann der HSV 1977 den Europapokal der Pokalsieger und 1983 den Europapokal der Landesmeister. SpielstÀtte der Mannschaft ist die Imtech Arena.

Die Fußballerinnen des Hamburger SV spielen seit dem jĂŒngsten Aufstieg im Jahre 2003 in der Bundesliga. GrĂ¶ĂŸter Erfolg war der Einzug in das Pokalfinale 2002.

Wenn der HSV auch vor allem durch seine Fußball-Profis berĂŒhmt wurde, so ist er doch von Beginn an bis heute ebenso ein Breitensportverein. Zu den weiteren Abteilungen gehören Badminton, Baseball, Basketball, Bowling, Boxen, Cricket, Dart, Eishockey, Golf, Gymnastik, Handball, Herz-Reha-Gymnastik, Herz-Reha-Schwimmen, Hockey, Inline-Skaterhockey, Karate, Leichtathletik, Rollstuhlsport, Rugby, Schwimmen, Skat, Tennis, Tischtennis, Turniertanz und Volleyball. Diese Abteilungen vertreten mehrere Tausend Mitglieder. Die Abteilung fördernde Mitglieder, die den Supporters Club einschließt, ist mit weitem Abstand die mitgliederstĂ€rkste des Vereins und stellt etwa 61.000 der rund 66.600 Mitglieder.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

VorgÀngervereine

Wappen der GrĂŒndungsvereine
Die Farben der Hansestadt finden sich auf Trikot und Hose wieder
Der „Blaue Peter“ ist ein Flaggensignal aus der Handelsschifffahrt

Der Hamburger SV selbst nennt offiziell den 29. September 1887 als sein GrĂŒndungsdatum. Jedoch fand die eigentliche GrĂŒndung des HSV erst am 2. Juni 1919 statt.[4] An diesem Tag kam es zum Zusammenschluss der drei Vereine SC Germania von 1887, Hamburger FC 1888, welcher sich seit dem 26. Februar 1914 Hamburger SV 1888 nannte und FC Falke 1906 aus Eppendorf. Da der HSV jedoch explizit die Tradition seiner drei VorgĂ€ngervereine fortsetzt, ist in der Satzung unter § 1, Absatz 2, Satz 2 festgelegt: „Als GrĂŒndungstag gilt der 29. September 1887.“[5]

Der SC Germania von 1887 ging am 29. September 1887 aus dem Zusammenschluss der 1884 gegrĂŒndeten Leichtathletikvereine Hohenfelder SC und der Wandsbek-Marienthaler SC hervor. Bei der Germania wurde ab 1891 Fußball auch gespielt. 1896 gewann der Verein die erste Hamburg-Altonaer Meisterschaft. Vier weitere Titel folgten. 1904 nahm die Germania an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil und schied im Halbfinale gegen Britannia 92 Berlin aus. Im Jahre 1917 bildete die Germania mit dem SV Uhlenhorst-Hertha von 1911 eine Kriegsvereinigung. Ein Jahr spĂ€ter kam es zu einer Kriegsvereinigung mit dem SC Concordia von 1907. Aus der Germania gingen Hans Nobiling und Hermann Friese hervor, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts bedeutende Pioniere des Fußballs in Brasilien waren. Nobiling grĂŒndete dabei in SĂŁo Paulo den SC Internacional, aus dem der spĂ€tere Weltpokalsieger SĂŁo Paulo FC hervorging, und den SC GermĂąnia, der sich seither als EC Pinheiros zum grĂ¶ĂŸten Sportverein der sĂŒdlichen HemisphĂ€re entwickelt hat. Friese, erster Fußballstar Brasiliens, war 1902 auch deutscher Meister im 1500-Meter-Lauf.[6]

Zweiter Stammverein war der Hamburger FC von 1888, der am 1. Juni 1888 von SchĂŒlern des Wilhelm-Gymnasiums gegrĂŒndet wurde. Zwischen 1895 und 1898 schloss sich der FC Victoria 95 dem HFC als Jugendabteilung an. Der Hamburger FC Ă€nderte am 3. Februar 1914 seinen Namen in Hamburger Sportverein 1888, bevor er sich am 27. Juli 1918 mit dem SC Victoria zur Kriegsvereinigung Victoria-Hamburg 88 zusammenschloss. Die Vereinigung war erfolgreich und wurde 1919 sowohl Hamburger als auch Norddeutscher Meister.

Dritter Stammverein war der FC Falke 06, der am 5. MĂ€rz 1906 von SchĂŒlern der Oberrealschule in Eppendorf gegrĂŒndet wurde. Der FC Falke 06 konnte keine nennenswerten Erfolge erringen und spielte zumeist in unteren Ligen. Am 12. Mai 1919 trat der FC Falke 06 dem Hamburger Sportverein 1888 bei, der sich von nun an Hamburger SV von 1888 nannte. Am 2. Juni 1919 folgte schließlich der des SC Germania von 1887 und des Hamburger SV von 1888 zum Hamburger Sport-Verein e.V. (Hamburg 88-Germania-Falke), der am 12. Juli 1919 beim Amtsgericht ins Vereinsregister eingetragen wurde.[7]

Zu den Trikotfarben wurden zu Ehren der Stadt Hamburg die Hansefarben rot und weiß bestimmt. Blau und schwarz, die Farben des SC Germania, wurden diesem zu Ehren in das Vereinswappen (Logo) ĂŒbernommen. Entworfen hat es nach jahrzehntelang ĂŒbernommenen Darstellungen der Werbegrafiker Otto Sommer. 1996 kam jedoch auch der Name Henry LĂŒtjens als Erfinder ins Spiel.[8] Letztlich ist die Urheberschaft also nicht mit Gewissheit zu klĂ€ren.

Die Raute ist einem oft verwendeten Symbol der Hamburger Handelsschifffahrt entliehen. Pate gestanden haben soll dabei auch der Blaue Peter, ein Flaggensignal fĂŒr „Alle Mann an Bord“.[9] Das Logo des HSV ist als einziges eines deutschen Bundesligisten bis heute im Wesentlichen unverĂ€ndert, lediglich die Breite der Rauten in der Mitte variierte in der Vergangenheit.

Der SC Germania und der HFC 88 gehörten zu den GrĂŒndungsmitgliedern des Deutschen Fußball-Bundes.

1919–1933: GrĂŒndung und erste Erfolge

Mit einem 8:0-Sieg ĂŒber den SC Concordia begann der HSV seine erste Saison in der Hamburger Liga. Nachdem sich die Mannschaft die Herbstmeisterschaft gesichert hatte, geriet der Verein mit dem Verband in Konflikt, da der Neuzugang Hans Popp keine formelle Freigabe gehabt haben soll. Den „Rothosen“ wurden zunĂ€chst fĂŒnf Punkte abgezogen, jedoch revidierte der Verband das Urteil nach Saisonende wieder. Meister wurde der SC Victoria mit einem Punkt Vorsprung.[10] Zur Saison 1920/21 richtete der Norddeutsche Fußball-Verband mit der Nord- und SĂŒdkreisliga zwei höchste Spielklassen ein. Der HSV wurde ungeschlagen Meister der Nordgruppe und konnte durch zwei deutliche Siege ĂŒber Hannover 96 zum ersten Mal die norddeutsche Meisterschaft gewinnen. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft war jedoch bereits im Viertelfinale Endstation, nachdem die Mannschaft beim Duisburger SpV mit 2:1 nach VerlĂ€ngerung unterlag.

VerstĂ€rkt durch den norwegischen Nationalspieler AsbjĂžrn Halvorsen ging der HSV in seine dritte Spielzeit, in der die „Rothosen“ in der Alsterkreisliga antraten. Obwohl die Mannschaft nach einer verkorksten Saison nur Dritter wurde, durfte sie als Titelverteidiger an der Endrunde um die Norddeutsche Meisterschaft teilnehmen. Hier konnte der HSV seinen Titel verteidigen und zog nach Siegen ĂŒber Titania Stettin und Wacker MĂŒnchen in das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft ein. Der HSV traf auf den 1. FC NĂŒrnberg. Beim Stande von 2:2 musste das Spiel im Berliner Grunewaldstadion nach 189 gespielten Minuten wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Das Wiederholungsspiel im Leipziger VfB-Stadion endete mit 1:1 nach Abschluss der regulĂ€ren Spielzeit. Durch einen Platzverweis, dem in der VerlĂ€ngerung ein weiterer folgte, und einen verletzt ausgeschiedenen Spieler war die NĂŒrnberger Mannschaft auf acht Mann dezimiert worden. Als mit Luitpold Popp ein weiterer NĂŒrnberger verletzt wurde und nicht weitermachen konnte, brach Schiedsrichter Peco Bauwens die Partie ab.

Der DFB erklĂ€rte daraufhin den HSV wegen des „unsportlichen Verhaltens“ der NĂŒrnberger zum Deutschen Meister. NĂŒrnberg protestierte gegen die Entscheidung, weil der Spielabbruch regelwidrig erfolgt sei. Im November 1922 erklĂ€rte der DFB den HSV bei seinem Bundestag in Jena zunĂ€chst zum Deutschen Meister. Wenige Minuten spĂ€ter erklĂ€rte das Hamburger Vorstandsmitglied Henry Barrelet, dass der HSV „keinen Anspruch auf die diesjĂ€hrige Meisterschaft erhebt“. Somit gab es 1922 keinen Deutschen Fußballmeister.[11]

→ Spieldaten der Meisterschaftsendspiele 1922

Die Viktoria holten die Hamburger erstmals 1923 in die Hansestadt. 1928 wiederholte der HSV den Erfolg.

Ein Jahr spĂ€ter sollte sich der HSV den ersten Meistertitel auf sportlichem Weg sichern. Überlegen gewann die Mannschaft sowohl die Alsterkreis- als auch die Norddeutsche Meisterschaft. Nach Siegen ĂŒber Guts Muts Dresden und den VfB Königsberg erreichten die „Rothosen“ das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Durch Tore von Otto Harder, Ludwig Breuel und Karl Schneider besiegte der HSV den SC Union Oberschöneweide und gewann den ersten Meistertitel.

→ Spieldaten des Meisterschaftsendspiels 1923

Auch 1924 standen die Spieler des HSV im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Erneut dominierte die Mannschaft die Konkurrenz auf lokaler und regionaler Ebene nach Belieben. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft setzte sich der HSV zunĂ€chst gegen die Vereinigten Breslauer Sportfreunde und die SpVgg Leipzig-Lindenau durch und traf im Endspiel auf den 1. FC NĂŒrnberg. Durch Tore von Georg Hochgesang und Wolfgang Strobel ging die Victoria nach Franken.

→ Spieldaten des Meisterschaftsendspiels 1924

In den folgenden Jahren konnte der Verein nicht mehr an die großen Erfolge anknĂŒpfen. Zwar erreichten die „Rothosen“ jedes Jahr die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, jedoch schied die Mannschaft bis auf die Halbfinalniederlage 1926 gegen Hertha BSC immer frĂŒhzeitig aus. Gleichzeitig wuchs die Unzufriedenheit ĂŒber den Meisterschaftsmodus auf lokaler Ebene. Zu selten war der HSV in der Alsterkreisliga gefordert, weswegen er regelmĂ€ĂŸig zu Freundschaftsspielen gegen namhafte auslĂ€ndische Vereine antrat. Erst 1928 erreichte die Mannschaft wieder das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, in dem der Gegner Hertha BSC hieß. Bereits nach 20 Minuten fĂŒhrten die Hamburger mit 3:0 und siegten schließlich deutlich mit 5:2.

→ Spieldaten des Meisterschaftsendspiels 1928

Die folgende Saison brachte die „Hamburger Fußballrevolution“ mit sich. Neun Hamburger Spitzenvereine und Holstein Kiel sagten sich vom Verband los und spielten mit der „Runde der Zehn“ ihre eigene Meisterschaft aus, die der HSV ungeschlagen gewann. Nach zĂ€hen Verhandlungen gab der Verband schließlich nach und reduzierte die Anzahl der ersten Ligen von elf auf sechs.[12] Zwar konnte der HSV seinen Norddeutschen Meistertitel verteidigen, jedoch war auf DFB-Ebene bereits im Viertelfinale nach einer 0:2-Niederlage gegen die SpVgg FĂŒrth Endstation. Nachdem der HSV die Meisterschaftsendrunde 1930 verpasste, wurde die Mannschaft verjĂŒngt. LangjĂ€hrige LeistungstrĂ€ger wie Otto Harder, Walter Kolzen und Hans Rave verließen den Verein.

Ein Jahr spĂ€ter wurden die „Rothosen“ wieder Nordmeister und schieden bei der Deutschen Meisterschaft 1931 erst im Halbfinale mit 2:3 nach VerlĂ€ngerung gegen Hertha BSC aus. Eine weitere VerjĂŒngung der Mannschaft brachte Talente wie Richard Dörfel und der erst 18-jĂ€hrige Rudolf Noack in die Mannschaft. Alleine Noack erzielte in der Saison 1931/32 48 Pflichtspieltore.[13] Die einzige Pflichtspielniederlage des Jahres sorgte im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft fĂŒr das Aus, als der HSV dem FC Schalke 04 mit 2:4 unterlag. Ein Jahr spĂ€ter war bereits im Achtelfinale nach einer 1:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt Endstation.

1933–1945: Der HSV im Dritten Reich

Die MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten brachte erhebliche VerĂ€nderungen im deutschen Ligafußball mit sich. Es wurden 16 Gauligen eingefĂŒhrt, die von nun an die höchste deutsche Spielklasse waren. Der HSV gehörte zu den GrĂŒndungsmitgliedern der Gauliga Nordmark, dessen Einzugsgebiet sich auf Hamburg, die Provinz Schleswig-Holstein und Mecklenburg erstreckte. In den ersten drei Spielzeiten blieb der HSV im Schatten des Lokalrivalen EimsbĂŒtteler TV (ETV), der sich jeweils die Gaumeisterschaft sicherte. 1934 und 1935 wurden die „Rothosen“ Vizemeister, ein Jahr spĂ€ter nur Dritter. Mit dem Tschammerpokal wurde 1935 der VorlĂ€ufer des heutigen DFB-Pokals eingefĂŒhrt. Nach einem 5:4-Erstrundensieg bei Werder Bremen schieden die Hamburger bereits eine Runde spĂ€ter gegen Fortuna DĂŒsseldorf aus.

Erst in der Saison 1936/37 errang der HSV seine erste Gaumeisterschaft und erreichte die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. In der Vorrunde trafen die „Rothosen“ auf den BC Hartha, Hindenburg Allenstein und Beuthen 09 und konnten alle Spiele fĂŒr sich entscheiden. Im Halbfinale, welches im Berliner Olympiastadion gespielt wurde, erwies sich der 1. FC NĂŒrnberg als zu stark und der HSV verlor mit 2:3. Das Spiel um Platz drei verlor der HSV gegen den VfB Stuttgart mit 0:1. Ein Jahr spĂ€ter sicherte der bessere Torquotient den „Rothosen“ das Weiterkommen. Die Gauligasaison beendeten der HSV und der ETV punktgleich und ungeschlagen, jedoch war der HSV um 0,66 Tore besser. Auch in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft sicherte der bessere Torquotient gegenĂŒber Eintracht Frankfurt den Einzug ins Halbfinale. Gegner im Dresdner Ostragehege war Hannover 96. Zur Halbzeit fĂŒhrte der HSV mit 2:0. Doch die Niedersachsen konnten in der zweiten HĂ€lfte noch ausgleichen und in der VerlĂ€ngerung trotz Unterzahl noch den Siegtreffer erzielen. Wie schon im Vorjahr unterlag der HSV im Spiel um Platz drei, dieses Mal erst im Wiederholungsspiel mit 2:4 gegen Fortuna DĂŒsseldorf.

Den dritten Vierten Platz in Folge sicherte sich der HSV 1939. Nach der erneuten Gaumeisterschaft setzte sich die Mannschaft in der Gruppenphase durch und traf im Halbfinale auf Admira Wien. Die Partie in Frankfurt ging fĂŒr die Hamburger mit 1:4 verloren, und auch im Spiel um Platz drei unterlagen die „Rothosen“, dieses Mal mit 2:3 gegen den Dresdner SC. Negativer Höhepunkt der Saison war das Erstrundenaus im Pokal gegen den VfB Peine. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieb fĂŒr den Fußballsport in Hamburg nicht ohne Folgen. ZunĂ€chst wurde eine „Hamburger Kriegsmeisterschaft“ ausgespielt, bevor ab Ende November 1939 wieder um Gauligapunkte gespielt wurde. Ungeschlagen gewann der HSV seine Staffel, bezog aber im Finale gegen den EimsbĂŒtteler TV zwei herbe Niederlagen. DafĂŒr lief es im Tschammerpokal besser. Als erste Hamburger Mannschaft erreichte der HSV das Viertelfinale, wo jedoch nach einer 2:6-Niederlage beim SV 07 Waldhof das Aus folgte.[14]

Kurios verlief die Gauligasaison 1940/41. Die „Rothosen“ gewannen alle 21 ausgetragenen Ligaspiele und wurden zum vierten Mal Gaumeister. Die noch fehlende Partie bei der Barmbecker SG wurde erst nach Ende der Saison 1941/42 ausgetragen.[15] Auf Reichsebene kamen die Hamburger jedoch nicht ĂŒber die Gruppenphase hinaus, nachdem sie im Gruppenfinale gegen den FC Schalke 04 unterlegen waren. Nach einer erneuten Vizemeisterschaft des HSV 1942 wurde die Gauliga Nordmark aufgelöst und durch die Gauligen Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg ersetzt. 1943 ging der Titel an die Victoria, ein Jahr spĂ€ter an den Neuling Luftwaffen SV. Zu dieser Zeit diktierte der Krieg die Mannschaftsaufstellung, in der sich zwischenzeitlich der damalige Rekordnationalspieler Paul Janes befand, so dass hĂ€ufig erst am Spieltag klar war, mit welcher Aufstellung der HSV auflĂ€uft. WĂ€hrend fast ĂŒberall in Deutschland die Gauligasaison 1944/45 abgebrochen werden musste oder gar nicht erst anfing konnte in Hamburg 1945 noch ein Gaumeister gekĂŒrt werden. Ungeschlagen sicherten sich die „Rothosen“ die letzte Gaumeisterschaft.

Unmittelbar nach der MachtĂŒbernahme der Nazis ordnete sich der HSV dem Regime bedingungslos unter. Zahlreiche FunktionĂ€re und Spieler wurden Mitglied der NSDAP, der SA und der SS. Die Vorstandsvorsitzenden wurden zwischen 1933 und 1945 als „VereinsfĂŒhrer“ bezeichnet. Mitglieder jĂŒdischem Glaubens durften zunĂ€chst dem Verein nicht mehr beitreten und wurden spĂ€ter systematisch ausgeschlossen. Dabei haben einige jĂŒdische Mitglieder 1935 durch Spenden dem Verein vor dem Bankrott gerettet.[16] Doch auch nichtjĂŒdische Mitglieder durchlebten wĂ€hrend des Naziregimes schwierige Zeiten. Der heutige EhrenprĂ€sident Emil Martens wurden wegen HomosexualitĂ€t inhaftiert und musste sich spĂ€ter einer Kastration unterziehen.

1945–1963: Dominanz in der Oberliga Nord

WĂ€hrend in SĂŒddeutschland bereits im Herbst 1945 mit der Oberliga SĂŒd eine großrĂ€umige Spielklasse eingerichtet worden war, wurde im Norden nur auf lokaler Ebene um Punkte gespielt. In Hamburg wurde die Hamburger Liga eingefĂŒhrt, die der HSV ungeschlagen gewinnen konnte. Eine Norddeutsche Meisterschaft wurde auf Geheiß der britischen MilitĂ€rregierung schon nach der ersten Runde abgebrochen. Ein Jahr spĂ€ter wurde der HSV Vizemeister hinter dem FC St. Pauli. Erstmals wurde eine Britische Zonenmeisterschaft ausgespielt. Über die Stationen VfB LĂŒbeck, Schalke 04 und Rot-Weiß Oberhausen erreichten die „Rothosen“ das Endspiel im DĂŒsseldorfer Rheinstadion. Durch ein Tor von Fred Boller gewannen die Hamburger die Partie und sicherten sich ihren ersten Nachkriegstitel.[17]

Im Sommer 1947 nahm schließlich die Oberliga Nord ihren Spielbetrieb mit zwölf Vereinen auf. Punktgleich beendeten der HSV und St. Pauli die Runde, so dass ein Entscheidungsspiel notwendig wurde. Hier behielten die „Rothosen“ mit 2:1 die Oberhand. Im Finale um die Britische Zonenmeisterschaft trafen sich beide Mannschaften wieder. Durch einen 6:1-Sieg konnte der HSV seinen Titel verteidigen. Bei der ersten Deutschen Nachkriegsmeisterschaft schieden die Hamburger allerdings bereits im Viertelfinale gegen die SpVgg Neuendorf aus. Auch 1949 war im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft Endstation, dieses Mal unterlagen die „Rothosen“ dem spĂ€teren Meister VfR Mannheim deutlich mit 0:5.

Zur Saison 1949/50 wurde das Vertragsspielerstatut eingefĂŒhrt, dass die Bezahlung der Spieler legalisierte. In den folgenden Jahren wurde die Dominanz des HSV immer deutlicher, und die „Rothosen“ wurden teilweise mit großem Vorsprung Meister der Oberliga. Doch wĂ€hrend die Mannschaft der regionalen Konkurrenz ĂŒberlegen war, konnte sie bei den Endrunden um die Deutsche Meisterschaft nur bedingt Erfolge feiern. 1950 vergab der HSV im Viertelfinale eine 2:0-HalbzeitfĂŒhrung gegen Kickers Offenbach und verlor noch mit 2:3. Ein Jahr spĂ€ter stellten die Mannschaft mit 113 erzielten Toren und StĂŒrmer Herbert Wojtkowiak mit 40 Saisontoren zwei Ligarekorde auf. In der Endrunde verspielten die „Rothosen“ den Finaleinzug nach einer 1:4-Niederlage beim 1. FC NĂŒrnberg. Auch 1952 waren es die NĂŒrnberger, die durch einen 4:0-Heimsieg die EndspieltrĂ€ume des HSV zunichte machten.

Ein Spiel der besonderen Art absolvierten die Hamburger in der Vorbereitung auf die Saison 1952/53, als die „Rothosen“ in einem Freundschaftsspiel gegen die indische Nationalmannschaft antrat. Obwohl die Partie auf einem Grandplatz ausgetragen wurde, spielten die Inder barfuß und unterlagen mit 3:5.[18] Nach einer weiteren Meisterschaft in der Oberliga Nord war die Mannschaft in der Endrunde wiederum chancenlos und konnte nur gegen den SC Union 06 Berlin gewinnen. DafĂŒr gewann der HSV den erstmals seit 1927 wieder ausgespielten NFV-Pokal durch ein 3:2 gegen Holstein Kiel. Auch der DFB-Pokal wurde wieder eingefĂŒhrt; die Hamburger erreichten das Viertelfinale, mussten sich aber nach einem 1:6 Rot-Weiss Essen beugen.[19]

Völlig verkorkst verlief die Saison 1953/54. Streitigkeiten innerhalb der Mannschaft und ein Vier-Punkte-Abzug wegen verbotener Schwarzgeldzahlungen an den von Werder Bremen verpflichteten Willi Schröder bedeuteten, dass der HSV gegen den Abstieg kÀmpfen musste. Die 2:10-Niederlage bei Arminia Hannover war die einzige zweistellige Pflichtspielniederlage der HSV-Geschichte.[20] Nach der Saison gewannen mit Jupp Posipal und Fritz Laband zwei Hamburger Spieler mit der deutschen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft in der Schweiz.

Trainer Martin Wilke (Foto von 1986) ĂŒbernahm 1954 gemeinsam mit GĂŒnter Mahlmann den HSV. Mit den „Rothosen“ holte Wilke 1963 den DFB-Pokal.

Martin Wilke und GĂŒnter Mahlmann ĂŒbernahmen zur Saison 1954/55 das Traineramt und bauten mit Uwe Seeler und Klaus StĂŒrmer zwei talentierte NachwuchskrĂ€fte in die Mannschaft ein. Seeler und GĂŒnter Schlegel wurden mit jeweils 28 Toren TorschĂŒtzenkönige der Oberliga Nord und sicherten ihrer Mannschaft die siebte Nordmeisterschaft in acht Jahren. FĂŒr die Endrunde um die deutsche Meisterschaft zog der HSV in das Volksparkstadion um. Hier belegten die Hamburger Platz zwei ihrer Gruppe hinter dem 1. FC Kaiserslautern.

Die Meisterschaft in der Oberliga Nord ging auch in der Saison 1955/56 an den HSV, jedoch hatten die Rothosen mit drei Punkten Vorsprung auf Hannover 96 den knappsten Vorsprung seit fĂŒnf Jahren zu verzeichnen. In der Endrunde um die deutsche Meisterschaft schlossen die Hamburger die Gruppenphase punktgleich, aber mit dem schlechteren Torquotienten gegenĂŒber Borussia Dortmund als Zweiter ab. Im DFB-Pokal erreichten die „Rothosen“ nach einem Halbfinalsieg ĂŒber Fortuna DĂŒsseldorf das Endspiel. Uwe Seeler brachte den HSV in FĂŒhrung, bevor zwei Tore von Bernhard Termath sowie Antoine Kohn den Karlsruher SC zum Pokalsieg schossen.

→ Spieldaten des DFB-Pokalfinals 1956

Die Mannschaft wurde weiter verjĂŒngt und gewann in der Saison 1956/57 zum neunten Mal die Oberliga Nord. In der Endrunde gelang dem HSV durch einen 2:1-Sieg ĂŒber den 1. FC SaarbrĂŒcken der Einzug in das Endspiel. Dabei profitierten die Hamburger davon, der Duisburger SV gleichzeitig nicht ĂŒber ein 2:2 beim 1. FC NĂŒrnberg hinauskam. Im Endspiel zeigte Borussia Dortmund der jungen HSV-Elf ihre Grenzen auf. Durch je zwei Treffer von Alfred Kelbassa und Alfred Niepieklo konnten die Westfalen ihren Meistertitel verteidigen. Den Ehrentreffer fĂŒr Hamburg erzielte Gerd Krug.

→ Spieldaten des Meisterschaftsfinals 1957

WĂ€hrend der gesamten Oberligasaison 1957/58 belegte der HSV den ersten Tabellenplatz. Zu Tumulten im Rothenbaum-Stadion kam es am 1. Dezember 1957 beim Heimspiel gegen den TuS Bremerhaven 93, als Uwe Seeler nach einer TĂ€tlichkeit den einzigen Feldverweis seiner Karriere hinnehmen musste. Der Schiedsrichter musste inkognito und auf Schleichwegen das Stadion verlassen. Der Verein erhielt daraufhin eine Platzsperre und musste sein Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig im Bremer Weserstadion austragen. Nachdem der HSV zur Halbzeit gegen die Eintracht bereits 0:4 zurĂŒckgelegen hatte, drehte er das Spiel noch und gewann 6:4.[21] Erneut zogen die „Rothosen“ in das Meisterschaftsendspiel ein, wo die Mannschaft auf Schalke 04 traf. Durch zwei Treffer von Bernhard Klodt und ein Tor von Manfred Kreuz musste sich der HSV mit 0:3 geschlagen geben.

→ Spieldaten des Meisterschaftsfinals 1958

1963–1973: Mittelmaß in der Liga, erster Höhepunkt in Europa

Uwe Seeler: Spieler des Jahres in Deutschland 1960, 1964 und 1970, EhrenbĂŒrger der Stadt Hamburg und einer der vier mĂ€nnlichen EhrenspielfĂŒhrer der deutschen Nationalmannschaft
Seeler zu Ehren wurde vor dem Stadion eine Skulptur seines rechten Fußes errichtet.

In der 1963 gegrĂŒndeten Fußball-Bundesliga konnte sich der HSV vorerst keine weiteren Meistertitel mehr sichern. Auch mit seiner Dominanz im Norden war es zunĂ€chst vorbei, als Werder Bremen 1965 die Meisterschaft gewann und Eintracht Braunschweig dies zwei Jahre spĂ€ter ebenfalls gelang. Am 22. Spieltag der Saison 1965/66 erreichte der HSV mit 8:0 gegen den Karlsruher SC den bis heute höchsten Heimsieg. In der darauffolgenden Saison verlor der HSV das Pokalendspiel gegen den FC Bayern MĂŒnchen, wiederum ein Jahr spĂ€ter das Europapokal-Endspiel gegen den AC Mailand. Uwe Seeler wurde 1964 und 1970 noch zwei weitere Male „Fußballer des Jahres“ und beendete 1972 seine aktive Fußballer-Karriere beim HSV.

Trotz eher mittelmĂ€ĂŸiger Platzierungen in der Bundesliga (mit dem jeweils 14. Platz 1966/67 und 1972/73 als schlechteste Platzierung) wurde Anfang der 1970er-Jahre durch die Verpflichtung junger Spieler, die spĂ€ter dauerhaft Stammspieler und teils auch Nationalspieler wurden, einer der Grundstöcke fĂŒr die Erfolge in der zweiten HĂ€lfte der 1970er- und der ersten HĂ€lfte der 1980er-Jahre gelegt.

Das erste Bundesliga-Tor fĂŒr den HSV schoss Gert „Charly“ Dörfel beim AuswĂ€rtsspiel des HSV bei Preußen MĂŒnster zum 1:1-Ausgleich am ersten Spieltag. Der HSV wurde in der Premierensaison Sechster, Uwe Seeler gewann mit 30 Treffern in 30 Spielen die erste TorjĂ€gerkanone – eine gleiche oder bessere Trefferquote in der Bundesliga erreichten nur Gerd MĂŒller (sechs Male), Dieter MĂŒller (ein Mal) und Grafite (ein Mal). Im DFB-Pokal hingegen verlor der Hamburger SV bereits in der ersten Runde gegen die SpVgg FĂŒrth aus dem Wettbewerb, im Europapokal der Pokalsieger unterlag der deutsche Vertreter im Viertelfinale gegen Olympique Lyon.

In der darauffolgenden Saison belegte der HSV am Ende lediglich den neunten Platz und schied bereits in der zweiten Runde (Achtelfinale) im Pokal gegen den 1. FC NĂŒrnberg aus. Nur unwesentlich besser verlief die Spielzeit 1965/66: erneut Neunter des Klassements, Viertelfinale im Pokal (1:2 gegen den FC Bayern MĂŒnchen).

Einen Teilerfolg, der im darauffolgenden Jahr die erneute Teilnahme an einem europĂ€ischen Wettbewerb brachte, gelang in der Spielzeit 1966/67 – zwar nicht in der Meisterschaft (14. Platz) – dafĂŒr im Pokal: Die „Rothosen“ schafften es bis ins Endspiel und unterlagen in Stuttgart dem FC Bayern deutlich mit 0:4. Da der FC Bayern jedoch bereits im Vorjahr den deutschen Pokal und hernach auch den Europapokal der Pokalsieger gewannen, mithin europĂ€ischer Titelverteidiger waren, durfte der HSV als „Vize“ neben dem FC Bayern in der Folgesaison im internationalen Wettbewerb teilnehmen.

→ Spieldaten des Pokalfinals 1967

Im Pokalsieger-Cup 1967/68 setzte sich der HSV nacheinander gegen den dĂ€nischen Verein Randers Freja, WisƂa Krakau aus Polen, Olympique Lyon aus Frankreich und den walisischen Verein Cardiff City, der allerdings in England mitspielt, durch und traf im Endspiel auf den AC Mailand. Gegen die Italiener waren die Hanseaten im Finale von Rotterdam jedoch chancenlos und verloren 0:2. In der Liga belegte der HSV am Ende den 13. Rang, im DFB-Pokal war bereits in der ersten Runde „Endstation“ (0:1 bei Hertha BSC).

→ Spieldaten des Finals im Europapokal der Pokalsieger 1968

In der Saison 1968/69 erreichten die Hamburger einen sechsten Rang in der Tabelle. Im DFB-Pokal schieden die „Hanseaten“ im Viertelfinale aus – zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren unterlagen sie im Pokal dem FC Bayern MĂŒnchen. Der HSV kam im Messepokal, dem VorlĂ€ufer des UEFA-Pokals, bis ins Viertelfinale, verzichtete aber auf die Austragung des Spiels bei Göztepe Ä°zmir, da die Verantwortlichen befĂŒrchteten, nicht rechtzeitig zum Wochenende wieder in Deutschland zu sein, wo das als wichtiger erachtete AuswĂ€rtsspiel bei Kickers Offenbach anstand. Hamburg schied somit kampflos aus dem Wettbewerb aus.

Zu Beginn der Saison 1969/70 stieß der spĂ€tere LeistungstrĂ€ger Peter Nogly zum HSV, der das Klassement als Sechster abschloss. Im DFB-Pokal schieden die „Hanseaten“ im Achtelfinale (zweite Runde) gegen Eintracht Frankfurt aus. In der darauffolgenden Saison stießen die Hamburger auf den fĂŒnften Rang in der Tabelle und im DFB-Pokal bis ins Viertelfinale (0:2 gegen den 1. FC Köln) vor.

Die Saison 1971/72 war die letzte, in der Uwe Seeler fĂŒr den HSV aktiv war. Am 1. Mai 1972 fand das Abschiedsspiel vor 62.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion statt. Seeler trat mit dem HSV gegen eine von ihm zusammengestellte Weltauswahl an; der HSV verlor das Spiel mit 3:7. In der Abschiedsaison von Seeler kamen mehrere, spĂ€ter bedeutende Spieler zum Verein: Manfred Kaltz (TuS Altrip), Rudi Kargus (Wormatia Worms), Caspar Memering und Ole BjĂžrnmose (beide Werder Bremen) und Georg Volkert (FC ZĂŒrich). In jener Saison erreichte der HSV am Ende den zehnten Rang, verlor im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen und schied im UEFA-Cup bereits in der ersten Runde gegen den schottischen Vertreter FC St. Johnstone aus.

In der Spielzeit 1972/73 befand sich der HSV ĂŒber weite Strecken im Abstiegskampf und wurde am Ende 14. Im Pokal schied der HSV im Achtelfinale (zweite Runde) gegen den 1. FC Köln aus. Sportlicher „Lichtblick“ war der Gewinn des erstmals (zwecks ÜberbrĂŒckung der Olympia-Pause) ausgetragenen DFB-Ligapokals. Im Endspiel bezwangen die „Hanseaten“ Borussia Mönchengladbach mit 4:0. Mit Willi Schulz beendete ein weiterer langjĂ€hriger Spieler seine Karriere nach dieser Saison.

1973–1987: Die grĂ¶ĂŸten Erfolge

Trikotsponsoren seit 1974
Zeitraum Trikotsponsor
1974–1976 Campari
1976–1979 Hitachi
1979–1987 BP
1987–1994 Sharp
1994–1995 TV Spielfilm
1995–2000 Hyundai
2000–2003 TV Spielfilm/Max
2003–2006 ADIG
seit 2006 Emirates

Der am 26. November 1973 als neuer HSV-PrĂ€sident gewĂ€hlte Dr. Peter Krohn (Sohn des Angehörigen der Meistermannschaft von 1923, Hans Krohn) fĂŒhrte beim HSV eine Reihe von Neuerungen ein, die dem Club einen bislang nicht gekannten wirtschaftlichen Erfolg brachten und so nach und nach Investitionen in neue Spieler ermöglichten. So lief der HSV ab der Saison 1974/75 als fĂŒnfter Club der Bundesliga (nach Eintracht Braunschweig, dem FC Bayern MĂŒnchen, Eintracht Frankfurt und dem MSV Duisburg) mit Trikot-Werbung fĂŒr Unternehmen auf der Brust auf.[22] Sponsor war der GetrĂ€nkehersteller Campari. Rund um die Spiele fanden erstmals Veranstaltungen statt, um allein dadurch mehr Zuschauer anzulocken – was in der Tat von Erfolg gekrönt war. Dies stieß jedoch nicht immer auf Gegenliebe – besonders umstritten waren etwa Trikotdesigns in den Farben Rosa und Himmelblau, da, so Krohn, „diese Farben Frauen gefallen“.[23] Bereits in der ersten Saison unter Krohn erwirtschaftete der HSV bei einem Umsatz von 5,7 Mio. DM einen Gewinn von 250.000 DM – eine Saison zuvor war bei einem Umsatz von 2,9 Mio. DM noch ein Verlust von 250.000 DM aufgelaufen. Krohn blieb bis 1975 PrĂ€sident und war danach noch zwei Jahre als Generalmanager des Vereins tĂ€tig. Sein Nachfolger als PrĂ€sident wurde 1975 Paul Benthien, unter dessen PrĂ€sidentschaft GĂŒnter Netzer als Manager verpflichtet und die erste Bundesliga-Meisterschaft gewonnen wurde (1979). Benthien wiederum wurde 1979 von Dr. Wolfgang Klein (bis 1987) abgelöst. Unter Kleins Ägide wurden die grĂ¶ĂŸten Triumphe der Vereinsgeschichte (zweimal Deutscher Meister, einmal Pokalsieger und der Europapokalsieg im Landesmeister-Cup 1983) errungen.

Unter Trainer Kuno Klötzer (1973 bis 1977) holte der HSV einen Pokalsieg (1976), den Europapokal der Pokalsieger (1977) und wurde in der Bundesliga einmal Vizemeister (1976) und Vizepokalsieger. Klötzers Nachfolger Rudi Gutendorf blieb eine kurze Episode der Vereinsgeschichte. Dessen Nachfolger Arkoc Özcan, ehemaliger HSV-Torwart, galt als zu weich gegenĂŒber seinen Spielern und musste seinen Platz ebenfalls nach wenigen Monaten rĂ€umen. In Erinnerung geblieben ist er als Trainer vor allem, weil er in einem PressegesprĂ€ch mit einer verblĂŒffenden Diagnose des Zustands von StĂŒrmer Georg Volkert aufwartete: „Volkert hat eine Leistungszerrung.“

Manager Netzer holte den als sehr autoritĂ€r geltenden Branko Zebec an die Elbe, unter dessen FĂŒhrung gewann die Mannschaft die Meisterschaft 1979. Aufgrund Zebec’ Alkoholkrankheit entließ der Verein den Trainer. VorĂŒbergehend ĂŒbernahm der vormalige Co-Trainer Aleksandar Ristić das Traineramt, 1981 schließlich verpflichtete der HSV Ernst Happel. Er ist bis heute der erfolgreichste Trainer der HSV-Geschichte.

Von den 14 Spielzeiten dieser Ära spielte der HSV in zehn Saisons in einem europĂ€ischen Wettbewerb, davon dreimal im Landesmeister-Cup, zweimal im Pokalsieger-Cup und fĂŒnfmal im UEFA-Cup. Neben drei Deutschen Meisterschaften erreichte der HSV in dieser Phase fĂŒnfmal den zweiten Platz in der Abschlusstabelle. In der Zeit vom 16. Januar 1982 bis zum 29. Januar 1983 blieben die Hanseaten in 36 Spielen hintereinander ungeschlagen – ein bis heute ungebrochener Bundesliga-Rekord.

Abwehrspieler Peter Nogly („Eiche“) spielte von 1969 bis 1980 beim HSV

Der HSV erreichte in der Saison 1973/74 in der Liga lediglich einen zwölften Rang, zog in jenem Jahr aber nach Siegen ĂŒber SV Darmstadt 98, Borussia Mönchengladbach, SG Wattenscheid 09 und Kickers Offenbach ins Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt ein. Die Hessen siegten vor 53.000 Zuschauern im DĂŒsseldorfer Rheinstadion mit 3:1 n.V.

→ Spieldaten des Pokalfinals 1974

Zur Saison 1974/75 verpflichtete der Verein die StĂŒrmer Horst Bertl (von Borussia Dortmund, blieb bis 1979) und Willi Reimann (von Hannover 96, blieb bis 1981), die in den folgenden Jahren ihren Beitrag zu den Titelgewinnen leisteten. Um Bertls Dienste einkaufen zu können, hatte PrĂ€sident Krohn die Aktion „Fans kaufen Spieler“ ins Leben gerufen, bei der zusĂ€tzlich zum Ticket-Preis noch ein Extra-Obolus zu entrichten war. Der HSV startete 1974/75 im UEFA-Cup, wo es im Achtelfinale zur deutsch-deutschen Begegnung mit Dynamo Dresden kam. Das Hinspiel gewann der HSV zu Hause mit 4:1, das RĂŒckspiel endete 2:2, wobei Rudi Kargus zwei Elfmeter parierte. Im Viertelfinale musste sich der HSV schließlich Juventus Turin beugen. In der Liga endete diese Spielzeit mit einem vierten Rang, im DFB-Pokal hingegen verlor der HSV ĂŒberraschenderweise bereits in der zweiten Runde gegen die Amateure des VfB Eppingen.

Besser lief es in der Saison 1975/76: Nachdem der HSV im DFB-Pokal gegen unterklassige Teams (1. FC Köln Amateure, Union Salzgitter, SC JĂŒlich 1910, Bayern Hof und den FC Homburg) gewonnen hatte, kam es im Halbfinale zu einem denkwĂŒrdigen Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern MĂŒnchen. Das Spiel fand vor 53.000 Zuschauern im heimischen Volksparkstadion statt. Nach der regulĂ€ren Spielzeit stand es 1:1 durch Tore von Ole Björnmose und Karl-Heinz Rummenigge. In der VerlĂ€ngerung ging Bayern durch Franz Beckenbauer mit 2:1 in FĂŒhrung, Peter Nogly glich in der 115. Minute jedoch noch aus. Beim Wiederholungsspiel in MĂŒnchen fielen lange keine Treffer. In der 82. Minute trat Gerd MĂŒller zu einem Foulelfmeter an (das Foul war an ihm selbst begangen worden), aber Rudi Kargus parierte den Elfmeter. In der Nachspielzeit schließlich gelang Kurt Eigl der 1:0-Siegtreffer fĂŒr den HSV. Das Pokalfinale vor 61.000 Zuschauern in Frankfurt gewann der HSV mit 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern. In der Bundesliga spielte der HSV ebenfalls lange Zeit oben mit und wurde letztlich Vizemeister hinter Borussia Mönchengladbach – bis dahin die beste Bundesliga-Platzierung. Im UEFA-Cup setzte sich der HSV nacheinander gegen Young Boys Bern, Roter Stern Belgrad, den FC Porto und Stal Mielec durch und scheiterte erst im Halbfinale am FC BrĂŒgge, der seinerzeit noch vom spĂ€teren HSV-Übungsleiter Ernst Happel trainiert wurde. Zu Beginn der Saison waren Horst Blankenburg von Ajax Amsterdam, der seinerzeit als zweitbester deutscher Libero nach Franz Beckenbauer galt, und Hans „Buffy“ Ettmayer vom VfB Stuttgart gekommen.

→ Spieldaten des Pokalfinals 1976

Den Europapokal der Pokalsieger holte der HSV 1977 nach Deutschland

Die Saison 1976/77, zu deren Beginn Felix Magath vom 1. FC SaarbrĂŒcken verpflichtet wurde, brachte in der Liga einen sechsten Platz und im DFB-Pokal das Aus in der zweiten Runde. Wieder einmal hieß der Gegner Bayern MĂŒnchen. Im Europapokal der Pokalsieger hingegen setzten sich die Hanseaten nacheinander gegen KeflavĂ­k ÍF, Heart of Midlothian (Edinburgh), MTK Budapest FC und im Halbfinale gegen AtlĂ©tico Madrid durch. Dadurch erreichte der HSV das Endspiel gegen den RSC Anderlecht. Das Finale am 11. Mai 1977 in Amsterdam gewann der HSV mit 2:0 und erzielte damit den bis dahin grĂ¶ĂŸten Erfolg der Vereinsgeschichte. Trainer Kuno Klötzer hatte bereits vor dem Finale gewusst, dass er zur neuen Saison durch Rudi Gutendorf ersetzt wird; fĂŒr ihn war der Europacup-Sieg also die Krönung seiner vierjĂ€hrigen Amtszeit.

→ Spieldaten des Endspiels im Europapokal der Pokalsieger 1977

Zum Saisonstart 1977/78 kamen von Hajduk Split der offensive Verteidiger Ivan Buljan und vom FC Liverpool deren Star Kevin Keegan. Als Europacup-Sieger der Pokalsieger spielte der HSV zu beginn der Saison 1977/78 um den EuropĂ€ischen Supercup und unterlag dort Keegans Ex-Verein. Als Titelverteidiger startete der HSV zudem erneut im Europapokal der Pokalsieger, schied aber in der zweiten Runde aus – ausgerechnet gegen den RSC Anderlecht. Daraufhin wurde Trainer Rudi Gutendorf entlassen, Nachfolger wurde Arkoc Özcan. Im DFB-Pokal war der FC Schalke 04 im Achtelfinale (bereits unter Özcan) zu stark und siegte mit 4:2. In der Liga erreichten die Hanseaten lediglich den zehnten Rang. Manager Netzer entschied daraufhin, dass die Mannschaft einen Trainer brauche, der hohe AutoritĂ€t mitbringt, und verpflichtete Branko Zebec.

Der Hamburger SV holte zu Beginn der Saison 1978/79 frische KrĂ€fte. WĂ€hrend Georg Volkert (zum VfB Stuttgart) aussortiert wurde, da er von Netzer als „Unruhestifter“ innerhalb der Mannschaft identifiziert wurde und auch Klaus Zaczyk (zu KSV Hessen Kassel) wechselte, holten die Hamburger den ZweitligatorjĂ€ger (41 Tore) der vorangegangenen Saison, Horst Hrubesch von Rot-Weiss Essen. Außerdem wurden „Jimmy“ Hartwig vom TSV 1860 MĂŒnchen und Bernd Wehmeyer von Hannover 96 verpflichtet. Alle drei wurden zu Stammspielern und hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg der kommenden Jahre. Diese begannen in jener Saison, in der der HSV erstmals Meister der Bundesliga wurde und den insgesamt vierten Deutschen Titel an die Elbe holte. Die Meisterfeier am letzten Spieltag (9. Juni 1979) im heimischen Stadion geriet außer Kontrolle, als Fans die UmzĂ€unung ĂŒberwanden und auf das Spielfeld stĂŒrmten. Dabei verletzten sich 71 Personen teilweise schwer. Das Spielergebnis (1:2 gegen Bayern MĂŒnchen) war dabei irrelevant. Der HSV hatte sich durch ein 0:0 bei Arminia Bielefeld am vorletzten Spieltag die Meisterschaft bereits gesichert, weil Konkurrent VfB Stuttgart zeitgleich zu Hause gegen den 1. FC Köln verloren hatte. Bielefeld brachte den Hanseaten in jener Saison allerdings auch eine 2:1-Niederlage in der ersten DFB-Pokalrunde bei.

In der Saison 1979/80 schied der HSV im DFB-Pokal in der dritten Runde aus – erneut verloren die Hanseaten gegen einen unterklassigen Gegner, in diesem Fall Kickers Offenbach. In der Bundesliga fĂŒhrte der HSV bis zum vorletzten Spieltag die Tabelle an, verlor jedoch beim Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen mit 2:1 und musste den FC Bayern an sich vorbeiziehen lassen. Die Bayern gaben den Zwei-Punkte-Vorsprung am letzten Spieltag (31. Mai 1980) nicht mehr ab und holten sich die Meisterschaft, fĂŒr den HSV blieb der zweite Platz. Dies war die zweite EnttĂ€uschung innerhalb von nur wenigen Tagen, denn bereits am 28. Mai hatte der HSV das Endspiel im Europapokal der Landesmeister gegen Nottingham Forest verloren. FĂŒr das Finale qualifiziert hatten sich die „Rothosen“ durch Siege ĂŒber Valur ReykjavĂ­k, Dinamo Tiflis, Hajduk Split und Real Madrid. Besonders das Halbfinale gegen die Madrilenen blieb lange in Erinnerung. Das Hinspiel hatten die Hamburger vor 110.000 Zuschauern im Estadio Santiago Bernabeu mit 0:2 verloren. Vor 61.500 Zuschauern im Volksparkstadion bot die Heimmannschaft allerdings „das Tollste und Beste, was ich je vom HSV gesehen habe“ (Manager Netzer) und warfen die Madrilenen mit 5:1 aus dem Wettbewerb. FĂŒr den HSV trafen Kaltz (10., FE), Hrubesch (17.), erneut Kaltz (40.), wiederum Hrubesch (45.) sowie Memering (89.), das zwischenzeitliche 2:1 hatte Cunningham (31.) erzielt. Nach Spielende traf beim HSV ein GlĂŒckwunsch-Telegramm ein: „Ihr treuer AnhĂ€nger, Helmut Schmidt, Bundeskanzler“. Im Endspiel, das in Madrid stattfand, schoss John Robertson in der 20. Minute den Siegtreffer fĂŒr Nottingham, den das englische Team in den folgenden 70 Minuten ĂŒber die Zeit rettete.

→ Spieldaten des Finals im Europapokal der Landesmeister 1980

Als Zweiter der Abschlusstabelle 1979/80 trat der HSV im UEFA-Cup an und erreichte das Achtelfinale. Eine 0:5-Heimniederlage gegen AS Saint-Étienne machte allerdings schon nach dem Hinspiel deutlich, dass hier „Endstation“ sein wĂŒrde; die 0:1-Niederlage im RĂŒckspiel bedeutete das endgĂŒltige Aus. Trotz der zuvor errungenen Herbstmeisterschaft trennten sich die „Rothosen“ im Dezember 1980 von Trainer Branko Zebec. Wegen seines Alkoholproblems hatte ihm der Verein im Dezember 1980 gekĂŒndigt, Nachfolger wurde bis zum Ende der Saison der bisherige Co-Trainer Aleksandar Ristić. In der Liga hatten am Ende erneut die Bayern die Nase vorn: Sie wurden mit vier Punkten Vorsprung vor dem HSV Meister. Im DFB-Pokal kamen die Hamburger ĂŒber das Viertelfinale nicht hinaus: Eintracht Braunschweig siegte 4:3 n. V.

Hamburger SV gegen Bayern MĂŒnchen am 31. Oktober 1981: Die Hanseaten siegten 4:1.

In der Folgesaison erreichte der HSV im DFB-Pokal das Halbfinale und kam damit so weit wie seit 1976 nicht mehr. Der 1. FC NĂŒrnberg jedoch behielt im Halbfinale die Oberhand (2:0). Im UEFA-Cup schlug der HSV nacheinander den FC Utrecht, Girondins Bordeaux, FC Aberdeen, NeuchĂątel Xamax sowie Radnicki Nis und zog damit ins Finale ein. Das Hinspiel beim IFK Göteborg ging mit 0:1 verloren, die Hoffnungen lagen damit auf dem RĂŒckspiel im Volksparkstadion. Dort allerdings verlor der Gastgeber mit 0:3, womit der Cup in die schwedische Hafenstadt ging. In der Bundesliga hingegen lief es besser fĂŒr den HSV. Letztmalig verloren die „Rothosen“ wĂ€hrend der Saison am 16. Januar mit 1:2 bei Eintracht Braunschweig, danach kein Spiel mehr. Dies war der Auftakt zur bis heute lĂ€ngsten Serie ohne Niederlagen eines Bundesligaclubs: Sie wĂ€hrte bis zum Januar 1983. Der HSV gewann in der ersten Saison unter Trainer Ernst Happel die fĂŒnfte Deutsche Meisterschaft.

→ Spieldaten der Endspiele im UEFA-Pokal 1982

Lars Bastrup (r.) stoppt den BFC-Spieler Hans JĂŒrgen Riediger im Europacupspiel 1982
GrĂ¶ĂŸter Erfolg der Vereinsgeschichte: Am 25. Mai 1983 gewann der HSV in Athen den Europacup der Landesmeister.

Unter Ernst Happel gewann der HSV schließlich den Europapokal der Landesmeister mit 1:0 gegen Juventus Turin. In der ersten Runde setzten sich die Hamburger in einem deutsch-deutschen Duell gegen den BFC Dynamo aus Berlin durch (1:1 in Berlin, 2:0 zu Hause). es folgten Siege ĂŒber Olympiakos PirĂ€us, Dynamo Kiew und Real Sociedad San SebastiĂĄn, ehe das Team am 25. Mai 1983 auf Juventus Turin traf, in deren Reihen gleich mehrere italienische Nationalspieler standen, die ungefĂ€hr ein Jahr zuvor in Spanien den Weltmeistertitel geholt hatten und die darĂŒber hinaus ĂŒber das französische Mittelfeld-Genie Michel Platini und den starken polnischen StĂŒrmer Zbigniew Boniek verfĂŒgten. Durch ein Tor von Felix Magath in der achten Minute ging der HSV in FĂŒhrung und gab diese bis zum Spielende nicht mehr ab. Der Erfolg im Olympiastadion Athen ist bis heute der grĂ¶ĂŸte der Vereinsgeschichte. In der Bundesliga wurde der HSV erneut Deutscher Meister und schaffte damit erstmals in der Vereinsgeschichte die Wiederholung eines Meistertitels. Im DFB-Pokal verlor der HSV im Achtelfinale bei Hertha BSC mit 1:2.

→ Spieldaten des Finals im Europapokal der Landesmeister 1983

Als Nachfolger fĂŒr den zu Standard LĂŒttich gewechselten TorjĂ€ger Horst Hrubesch wurde im Sommer 1983 Dieter Schatzschneider vom SC Fortuna Köln verpflichtet, der in 31 Spielen 15 Treffer machte. Außerdem kam vom FC Schalke 04 Mittelfeldspieler Wolfram Wuttke. In der Saison 1983/84 spielte der Titelverteidiger HSV bis zum vorletzten Spieltag um die Meisterschaft mit, verlor jedoch zu Hause gegen Eintracht Frankfurt mit 0:2, wĂ€hrend Konkurrent VfB Stuttgart in Bremen gewann und dank des deutlich besseren TorverhĂ€ltnisses nur noch theoretisch abzufangen war. Der 1:0-Sieg des HSV in Stuttgart am letzten Spieltag blieb wertlos. Auch im DFB-Pokal bedeutete der VfB Stuttgart die Endstation fĂŒr den HSV: Im Wiederholungsspiel (nach 1:1) siegten die Schwaben mit 4:3 n. V. Im Landesmeister-Cup hatte der HSV in der ersten Runde ein Freilos und scheiterte danach an Dinamo Bukarest (0:3, 3:2). Ebenfalls in dieser Saison spielte der HSV als 1983er-Sieger des Landesmeister-Cups um den Weltpokal und um den europĂ€ischen Supercup. Auch diese beiden Spiele gingen verloren (1:2 n. V. gegen GrĂȘmio Porto Alegre und 0:0 sowie 0:2 gegen den FC Aberdeen). Der HSV hatte also um fĂŒnf Titel mitgespielt, aber keinen gewonnen, so dass Trainer Ernst Happel von einem „verlorenen Jahr“ sprach.[24] Schatzschneider, der mit Happel und den Mannschaftskollegen menschliche Schwierigkeiten hatte, verließ den Verein bereits nach der Saison wieder (zum FC Schalke). Wuttke, der dieselben Probleme hatte, ging ein Jahr spĂ€ter zum 1. FC Kaiserslautern. Am Ende der Saison verließ auch Publikumsliebling Jimmy Hartwig den Club in Richtung 1. FC Köln.

→ Spieldaten des Spiels um den Weltpokal 1983

1987 wurde der HSV in der Liga Vizemeister und holte sich durch ein 3:1 ĂŒber die Stuttgarter Kickers den DFB-Pokal. Es ist bis heute der letzte „große Titel“ (Meisterschaft, Pokal, Europapokale) geblieben.

→ Spieldaten des DFB-Pokalfinals 1987

1987–1999: Jahre der Tristesse

Die folgenden Jahre waren geprĂ€gt durch einen Abstieg der Mannschaft ins Mittelmaß der Liga. Zwischen 1989/90 und 1996/97 erreichte der Club lediglich zweimal UEFA-Cup-PlĂ€tze, sonst ausschließlich zweistellige TabellenplĂ€tze. In einigen Spielzeiten spielte der Verein bis spĂ€t in der Saison gegen den Abstieg. Anfang der 1990er Jahre musste der HSV zudem aufgrund einer hohen Verschuldung um seine Existenz fĂŒrchten. Gerettet wurde er aus seiner finanziellen Misere vor allem durch den lukrativen Transfer des wertvollsten Spielers Thomas Doll zu Lazio Rom. Weder an der Spitze, also im PrĂ€sidium, noch auf der Trainerbank gab es KontinuitĂ€t. Hohe Fluktuation herrschte ebenfalls im Kader. An der Vereinsspitze folgten auf Klein Ernst Naumann (1987–1990), Horst Becker (der 1990 nur zehn Monate im Amt blieb) und JĂŒrgen Hunke. Erst unter Hunke gelang die finanzielle Sanierung des Vereins, als Doll fĂŒr die damalige Rekord-Ablösesumme von 17 Millionen DM nach Rom verkauft wurde. Hunke blieb bis 1993 im Amt, in den folgenden sechs Jahren folgten Ronald Wulff (1993–1995), Uwe Seeler (bis 1998), Werner Hackmann (1998) und Rolf Mares (1998–1999). Zwischen 1987 und 1999 standen also sieben PrĂ€sidenten dem HSV vor. Im selben Zeitraum beschĂ€ftigte der HSV acht verschiedene Trainer.

Einen Vorgeschmack auf die hohe Fluktuation im Kader ergab bereits die erste HĂ€lfte der Saison 1987/88. Trainer Josip Skoblar, als Nachfolger fĂŒr Happel verpflichtet, musste bereits am 10. November 1987 gehen – mit ihm TorhĂŒter Mladen Pralija, der erst zu Saisonbeginn als Ersatz fĂŒr den suspendierten Uli Stein geholt wurde (Stein hatte im Supercup 1987 dem Bayern-Spieler JĂŒrgen Wegmann einen Faustschlag versetzt). Nach teilweise hohen Niederlagen, darunter ein 0:6 bei Bayern MĂŒnchen, ein 0:4 zu Hause gegen den Karlsruher SC und ein 2:8 bei Borussia Mönchengladbach, musste Pralija ebenfalls gehen. Skoblars Nachfolger an der Seitenlinie wurde Willi Reimann, im Tor stand fortan „Jupp“ Koitka, der bereits von 1980 bis 1982 ErsatztorhĂŒter beim HSV war und von der SG Wattenscheid 09 verpflichtet wurde. Eine VerstĂ€rkung war Uwe Bein, der mit Thomas von Heesen ein gutes Mittelfeld-Duo bildete. Die Saison schloss der HSV als Sechster ab, im DFB-Pokal erreichten die Hanseaten das Halbfinale und schieden beim VfL Bochum aus. Im Europapokal der Pokalsieger scheiterte der Verein im Achtelfinale (zweite Runde) an Ajax Amsterdam.

Ende der 1980er eine MittelfeldstĂŒtze beim HSV: Uwe Bein (Foto von 2005)

Im Sommer 1988 verzeichnete der HSV nicht weniger als elf NeuzugĂ€nge, von denen allerdings lediglich StĂŒrmer Jan Furtok den Club deutlich voranbrachte (59 Tore in 156 Spielen innerhalb von fĂŒnf Jahren). In der Saison 1988/89 erreichte der HSV erneut einen UEFA-Cup-Platz (Rang vier). Im DFB-Pokal bedeutete eine 0:1-Heimniederlage gegen Werder Bremen das Aus im Viertelfinale. In der folgenden Saison erreichten die Hamburger nur noch den elften Platz und damit erstmals seit der Saison 1978/79 keinen einstelligen Tabellenplatz mehr. Eine 0:1-Niederlage zu Hause in der ersten Runde gegen den MSV Duisburg bedeutete das frĂŒhe Aus im DFB-Pokal. Das Spiel fand am Rothenbaum statt. Nach der Niederlage kam es zu Tumulten, so dass die erste Mannschaft des HSV dort nie wieder spielte – die Niederlage gegen Duisburg war also das letzte Spiel an der TraditionsstĂ€tte. Im UEFA-Cup gelang dem HSV noch der Einzug ins Viertelfinale, dort allerdings scheiterten die Hanseaten an Juventus Turin – mindestens genauso weit kam der HSV im UEFA-Cup erst wieder in der Saison 2008/09, als er im Halbfinale gegen Werder Bremen unterlag. Im April 1990 entließ der HSV Trainer Reimann, Nachfolger wurde Gerd-Volker Schock, der zuvor Reimanns Assistent war.

In die Saison 1990/91 startete der HSV mit einigen spektakulĂ€ren Neuverpflichtungen: Vom BFC Dynamo kamen Thomas Doll und Frank Rohde, außerdem kam Manfred Kaltz zurĂŒck nach Hamburg. Die Saison brachte fĂŒr die „Rothosen“ einen fĂŒnften Platz im Klassement. Im DFB-Pokal hingegen war im Achtelfinale Schluss: Eine 1:2-Niederlage gegen die SG Wattenscheid 09 bedeutete das Aus. Im Sommer 1991, nach nur einer Saison bei den „Rothosen“, wechselte Thomas Doll fĂŒr die Ablösesumme von 17 Millionen DM zu Lazio Rom. Auch wenn den Hanseaten davon nur sieben bis acht Millionen DM ĂŒbrig blieben, reichte es, um sich finanziell zu sanieren. Manfred Kaltz beendete seine Profi-Laufbahn nach 20 Jahren, davon war er die meiste Zeit bei den Hamburgern aktiv. Am Ende der Saison landete der HSV auf Rang zwölf, im DFB-Pokal siegte Werder Bremen in der zweiten Runde (in der ersten Runde hatten alle Bundesligisten Freilos) mit 3:1 im Weserstadion. Im UEFA-Pokal unterlag der HSV im Achtelfinale Sigma OlmĂŒtz. Trainer Gerd-Volker Schock wurde im April 1992 durch Egon Coordes ersetzt. PrĂ€sident Hunke versuchte, den Verein in eine Breitensportabteilung und eine Profi-Fußball-Abteilung zu gliedern, wie es spĂ€ter Borussia Dortmund umsetzte. Sein Plan scheiterte jedoch, da sich fĂŒr die „Aktien“ der HSV Sport AG nicht genĂŒgend Abnehmer fanden.[25] Mehrere prominente HSVer, darunter die ehemaligen PrĂ€sidenten Peter Krohn, Wolfgang Klein und Horst Becker, sprachen sich gegen die Teilung des Vereins aus. Die PlĂ€ne wurden nicht weiter verfolgt.

Die darauffolgende Saison brachte dem HSV erneut einen schlechten Saisonstart. Im DFB-Pokal erreichten die Hamburger die zweite Runde (2:4 beim Karlsruher SC). Trainer Coordes wurde entlassen und durch Benno Möhlmann ersetzt. Die Saison schlossen die Hamburger mit dem elften Tabellenplatz ab. Die Saison 1993/94 brachte dem HSV einen zwölften Tabellenplatz sowie das Aus im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen (2:4 im Weserstadion). In der folgenden Spielzeit sprang fĂŒr die Hanseaten der 13. Platz in der Tabelle heraus, im Pokal war in der zweiten Runde Schluss gegen den FC Schalke 04.

Der HSV schied in der Saison 1995/96 im DFB-Pokal in der ersten Runde bei Arminia Bielefeld aus. Im Oktober wurde Möhlmann entlassen, als Nachfolger kam Felix Magath. Die Hanseaten eroberten in der Liga Rang fĂŒnf und damit erstmals seit Jahren wieder einen Platz, der in der Folgesaison zum Start im UEFA-Pokal berechtigte. Im Herbst 1995 erhielt der HSV einen neuen PrĂ€sidenten: Uwe Seeler hatte sich beworben und wurde mit seinem neuen Team von den Mitgliedern mit großer Mehrheit gewĂ€hlt. Finanziell ĂŒbernahm das Seeler-Team einen inzwischen gesundeten Verein – ohne Schulden, stattdessen mit rund fĂŒnf Millionen DM in der RĂŒcklage.[26] Im UEFA-Pokal 1996/97 musste sich der HSV im Achtelfinale dem AS Monaco beugen. Im DFB-Pokal unterlagen die Hanseaten im Halbfinale dem VfB Stuttgart. In der Liga hingegen erreichten die Hamburger erneut nur einen 13. Platz. Noch im Mai 1997 kĂŒndigte der Verein dem Trainer, Interimstrainer bis zum Saisonende wurde Ralf Schehr.

Zur Saison 1997/98 verpflichtete der HSV nicht nur Trainer Frank Pagelsdorf, der etwas mehr als vier Jahre lang blieb (und damit so lange wie kein Trainer seit Ernst Happel), sondern auch den TorhĂŒter Hans-Jörg Butt vom VfB Oldenburg, der in den darauffolgenden Saisons zum neuen StammtorhĂŒter und auch zum erfolgreichsten ElfmeterschĂŒtzen unter den deutschen TorhĂŒtern wurde. Außerdem wurde der bis dato nur von Werder Bremen ausgeliehene Rodolfo Esteban Cardoso endgĂŒltig verpflichtet. Hinzu kamen im Laufe der Saison noch Anthony Yeboah (von Leeds United), Ingo Hertzsch (vom Chemnitzer FC) und Thomas Gravesen (von Vejle BK). Auch wenn mit diesen Neuverpflichtungen in jener Saison nur der neunte Platz heraussprang, wurden alle jedoch zu Stammspielern und in den folgenden Jahren zu LeistungstrĂ€gern. Im DFB-Pokal endete die Bewerbung des HSV um den Titel in der zweiten Runde bei Bayer 04 Leverkusen (1:2 n. V.).

Die Saison 1998/99 war die letzte im „alten“ Volksparkstadion. Am 2. Juni 1998, kurz nach Saisonende 1997/98, begannen die Abrissarbeiten. Durch den Umbau bei laufendem Fußball-Betrieb sank die KapazitĂ€t des Stadions in der Folge deutlich, das Spiel gegen den FC Bayern MĂŒnchen am 13. MĂ€rz 1999 war mit 28.600 Zuschauern ausverkauft.[27] Zu Beginn jener Saison kam Thomas Doll zurĂŒck zum HSV, außerdem verpflichteten die Hanseaten Nico-Jan Hoogma. Der HSV wurde am Ende der Saison Siebter und schied nach Elfmeterschießen im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Rot-Weiß Oberhausen aus.

1999–2007: Neuer Schwung mit neuem Stadion

Heimspiel in der AOL-Arena (jetzt Imtech Arena)
Rekordtransfer: Nigel de Jong verließ den HSV 2008 in Richtung Manchester. Der Verein erhielt dafĂŒr 19 Mio. Euro
Verließ den Verein 2009: Ivica Olic

Zeitgleich mit der Fertigstellung des neuen Stadions erzielte der HSV auch wieder sportliche Erfolge. Das neue Volksparkstadion wurde am 21. August 1999 beim Spiel gegen den VfB Stuttgart eröffnet – allerdings war das Stadion noch nicht komplett ĂŒberdacht. In der Saison 1999/2000 belegte der HSV den dritten Tabellenplatz und qualifizierte sich erstmals fĂŒr die UEFA Champions League. Gleich im ersten Spiel am 13. September 2000 gegen den hoch favorisierten italienischen Club Juventus Turin kam es beim 4:4 zum so genannten Jahrhundertspiel. In Turin gewann der HSV mit 3:1. Der HSV wurde schließlich Dritter in der Gruppe und spielte im UEFA-Pokal weiter. Dort scheiterte der Verein am AS Rom.

EndgĂŒltig fertiggestellt wurde die neue Arena zu Beginn der Saison 2000/01. Sportlich war diese gegenĂŒber der Vorsaison ein RĂŒckschlag, der HSV wurde 13. der Abschlusstabelle und schied im DFB-Pokal in der zweiten Runde (Achtelfinale) gegen den Karlsruher SC aus. In der Folgesaison belegten die Hanseaten den elften Rang und schieden wiederum in der zweiten Runde des DFB-Pokals aus, diesmal gegen den VfB Stuttgart. Zu Beginn dieser Saison hatte der Internet-Dienstleister AOL die Namensrechte am Stadion erworben (bis 2005, spĂ€ter verlĂ€ngert auf 2007). Seitdem trĂ€gt das Volksparkstadion offiziell den Namen des Sponsors vor dem Zusatz "Arena".

Zum ersten Titel nach 16 Jahren kam der HSV im Juli 2003 mit dem Gewinn des DFB-Ligapokals durch einen 4:2-Sieg im Finale gegen Borussia Dortmund. Die Saison 2002/03 endete fĂŒr den HSV mit dem vierten Rang und damit der Qualifikation fĂŒr den UEFA-Cup. Im DFB-Pokal scheiterte der HSV durch ein 0:1 zu Hause gegen den VfL Bochum. Am 1. Februar 2003 wurde Bernd Hoffmann als Vorstandsvorsitzender verpflichtet. Dieses Amt bekleidete er bis zum 16. MĂ€rz 2011. Die Saison 2003/04 endete mit einem achten Tabellenplatz. Im DFB-Pokal waren die „Rothosen“ durch ein 0:3 beim FC Bayern MĂŒnchen, im UEFA-Pokal 2003/04 in der ersten Runde gegen Dnipro Dnipropetrowsk ausgeschieden.

Mit den Neuverpflichtungen Daniel Van Buyten (von Olympique Marseille), Khalid Boulahrouz (vom RKC Waalwijk) und Piotr Trochowski (vom FC Bayern MĂŒnchen) verstĂ€rkte sich der HSV zu Beginn der Saison 2004/05. In der Liga sprang ein achter Platz heraus, im DFB-Pokal schied der HSV durch ein 2:4 beim SC Paderborn 07 aus. SpĂ€ter stellte sich heraus, dass das Spiel von Schiedsrichter Robert Hoyzer manipuliert worden war. Gegen eine EntschĂ€digung von 500.000 Euro vom DFB und die Zusage, ein LĂ€nderspiel in Hamburg zu veranstalten, verzichtete der HSV auf das weitere Vorgehen gegen das „Skandalspiel“. Im UI-Cup erreichte der HSV im Sommer 2004 das Halbfinale, verlor aber gegen den FC Villarreal und qualifizierte sich damit nicht fĂŒr den UEFA-Cup in der laufenden Saison.

Mit den NiederlĂ€ndern Rafael van der Vaart und Nigel de Jong (beide von Ajax Amsterdam), sowie dem von Borussia Dortmund verpflichteten Guy Demel verstĂ€rkte sich der HSV zu Beginn der Spielzeit 2005/06 abermals, gewann zudem im Sommer den UI-Cup und zog damit in den UEFA-Pokal ein. Im Achtelfinale verloren die Hanseaten gegen Rapid Bukarest. Im DFB-Pokal behielt der FC Bayern MĂŒnchen im Achtelfinale mit einem 1:0 n. V. die Oberhand. In der Liga erreichte der HSV den dritten Rang und qualifizierte sich anschließend fĂŒr die Champions League.

Zu Beginn der Saison 2006/07 erfolgte ein personeller Umbruch. Wichtige Spieler wie Sergej Barbarez, Daniel Van Buyten und Khalid Boulahrouz verließen den Verein. Die Mannschaft qualifizierte sich gegen den CA Osasuna (0:0, 1:1) fĂŒr die Gruppenphase der Champions League. In der Champions League wurde der HSV mit fĂŒnf Niederlagen und nur einem Sieg Gruppenletzter. In der Bundesliga belegte die Mannschaft nach dem 20. Spieltag den letzten Tabellenplatz. Am 1. Februar 2007 reagierte der Hamburger SV auf den anhaltenden Misserfolg und gab die vorzeitige Trennung von Cheftrainer Thomas Doll bekannt. Einen Tag spĂ€ter wurde Huub Stevens als neuer Trainer verpflichtet. Stevens schaffte mit dem HSV den Klassenerhalt am 33. Spieltag beim AuswĂ€rtsspiel in NĂŒrnberg: Der HSV holte aus den letzten 14 Spielen der Saison neun Siege und drei Unentschieden und belegte letztlich Platz sieben. Die Hamburger nahmen somit in der darauf folgenden Saison am UI-Cup teil.

Über die dritte Runde des UI-Cups erreichte der HSV die Qualifikationsrunde des UEFA-Pokals. Durch Siege gegen FC Dacia Chișinău (Hinspiel 1:1, RĂŒckspiel 4:0) und HonvĂ©d Budapest (Hinspiel 0:0, RĂŒckspiel 4:0) konnte sich der HSV fĂŒr den UEFA-Cup qualifizieren. Nach zwei Siegen (1:0 auswĂ€rts und 3:1 zuhause) gegen Litex Lowetsch (Bulgarien) wurde die Gruppenphase erreicht. Am 22. Februar 2008 wurde der HSV als letzter verbliebener UI-Cup-Teilnehmer zum Sieger des Wettbewerbs erklĂ€rt.[28] Damit wurde zum zweiten Mal nach 2005 der UI-Pokal gewonnen, aber aufgrund des geĂ€nderten Spielmodus und der Vergabe des Sieges an die am lĂ€ngsten im UEFA-Pokal verbleibende Mannschaft geht der Pokal diesmal allein an den HSV. In der Liga spielte der HSV stabiler als im Vorjahr und war praktisch in der gesamten Spielzeit 2007/08 in der Spitzengruppe der Liga platziert. Lediglich nach der Bekanntgabe von Trainer Stevens, den Verein zum Saisonende zu verlassen, folgte eine Phase relativen Misserfolgs. Dennoch gelang dem Verein dank eines 7:0 am letzten Spieltag gegen den Karlsruher SC der Einzug in den UEFA-Pokal. Am 1. Juli 2008 ĂŒbernahm der NiederlĂ€nder Martin Jol als Nachfolger von Huub Stevens das Amt des Cheftrainers.

Seit 2008: HĂ€ufige Trainerwechsel

Unter Martin Jol spielte der Hamburger SV die beste Saison seit 26 Jahren. Der Verein zog in das Halbfinale des DFB-Pokals und in das Halbfinale des UEFA-Pokals ein. In beiden Wettbewerben schied der Hamburger SV jedoch gegen den Erzrivalen Werder Bremen aus. Am Saisonende belegte der HSV den fĂŒnften Platz und qualifizierte sich fĂŒr die UEFA Europa League.

Am 26. Mai 2009 gab der Verein bekannt, dass Martin Jol seinen Vertrag vorzeitig aufgelöst habe, um zu Ajax Amsterdam zu gehen[29]. Als sein Nachfolger wurde Bruno Labbadia verpflichtet. Nachdem es zwischen Bernd Hoffmann und Dietmar Beiersdorfer zu Streitigkeiten um Kompetenzen kam[30], gab der Verein nach zwei Sitzungen des Aufsichtsrats am 23. Juni 2009 bekannt, dass der Vertrag von Dietmar Beiersdorfer im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde.[31] In der Saison 2009/10 war das Amt des sportlichen Leiters vakant. Am 26. April 2010 entband der Vorstand Cheftrainer Bruno Labbadia als Reaktion auf eine 1:5-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim und die sportliche Talfahrt in der Liga von seinen Aufgaben. Techniktrainer Ricardo Moniz ĂŒbernahm den Posten des Interimstrainers bis zum Saisonende, konnte jedoch auch nicht verhindern, dass der HSV im Halbfinale der Europa League gegen den englischen Vertreter FC Fulham aus dem Wettbewerb ausschied. Seit Beginn der Saison 2010/11 betreute der frĂŒhere Stuttgarter Meistertrainer Armin Veh zusammen mit Co-Trainer Michael Oenning den Club; Sportchef wurde der vormalige HSV-Innenverteidiger Bastian Reinhardt. Als weiterer Sportchef fungiert ab der Saison 2011/12 der DĂ€ne Frank Arnesen[32]. Am 8. MĂ€rz 2011 gab Armin Veh bekannt, dass er eine Option zur Vertragsauflösung ausĂŒben und den Verein zum Saisonende verlassen werde[33]. Nachdem der Verein am darauffolgenden Spieltag bei Bayern MĂŒnchen mit 0:6 verloren hatte, wurde er allerdings bereits am 13. MĂ€rz 2011 beurlaubt und durch Michael Oenning ersetzt[34]. Nur drei Tage spĂ€ter, am 16. MĂ€rz 2011, wurde der bisherige Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann seines Amtes enthoben und durch das bisheriger Aufsichtsratsmitglied Carl-Edgar Jarchow ersetzt.[35] Der HSV schloss die Saison auf dem achten Tabellenplatz ab. Am 23. Mai 2011 nahm der neue HSV-Sportchef und vormalige Sportdirektor des FC Chelsea, Frank Arnesen, seine Arbeit auf.

Da auch Oenning die erhoffte Wende nicht bringen konnte, wurde er am 19. September 2011 nach 13 Spielen ohne Sieg, davon fĂŒnf Niederlagen in den ersten sechs Spielen der Saison 2011/12, beurlaubt. Seine Nachfolge trat der zuvor als Betreuer der U23 beschĂ€ftigte Rodolfo Cardoso als Interims-Trainer an.[36] Nachdem dieser aber keine Trainerlizenz fĂŒr die 1. Bundesliga besitzt und der DFB keine Ausnahmegenehmigung erteilte, ĂŒbernahm bereits nach einem Spiel Sportchef Frank Arnesen, der die Lizenz 1991 beim PSV Eindhoven erwarb, auch interimsweise das Traineramt. [37] Auch Arnesen erreichte nur ein Spiel als Trainer mit Co-Trainer Cardoso, nachdem er bereits vor diesem Spiel Thorsten Fink als neuen Trainer verpflichtet hatte. Arnesen fĂŒhrte die Hamburger zu einem 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg.

Erfolge und Rekorde

Bundesligaplatzierungen des Hamburger SV

Erfolgreichste Trainer

Seit der GrĂŒndung des Vereins beschĂ€ftigte der Verein 44 verschiedene Trainer. Erster Trainer war Rudolf Agte, der in drei Amtszeiten einmal deutscher Meister und einmal Vizemeister wurde. Erster auslĂ€ndischer Trainer war der EnglĂ€nder A. W. Turner, unter dessen FĂŒhrung 1923 die erste deutsche Meisterschaft gewonnen wurde.[38]

Turner war als einziger Coach viermal fĂŒr den HSV tĂ€tig, Agte kam auf drei Phasen als HSV-Trainer. Jeweils zweimal waren Carl Mattheides, Otto Rohwedder, Karl Höger und Georg Knöpfle als Coaches tĂ€tig.

Trainer der Meistermannschaft von 1960 war GĂŒnter Mahlmann, der Pokalsieg 1963 wurde unter Martin Wilke geholt. Beim ersten Europapokalsieg (Pokalsieger-Cup) stand 1977 Kuno Klötzer an der Seitenlinie. Die Meisterschaft 1979 errang der HSV in der Ägide des Jugoslawen Branko Zebec. Erfolgreichster HSV-Trainer war der Österreicher Ernst Happel, der mit dem Verein zweimal deutscher Meister (1982, 1983), einmal Pokalsieger (1987) und einmal Europapokalsieger (Landesmeister-Cup 1983) wurde.

HSV-Trainer mit der lĂ€ngsten Amtszeit war GĂŒnter Mahlmann. Er war zunĂ€chst zwei Jahre gemeinsam mit Martin Wilke Coach (1954–1956), direkt im Anschluss sechs Jahre als alleinverantwortlicher Trainer. Ebenfalls auf sechs Jahre an der Seitenlinie kam Ernst Happel (1981–1987).

Erfolge

In seiner Geschichte wurde der HSV sechsmal Deutscher Meister im Fußball sowie dreimal DFB-Pokalsieger. Hinzu kommen zwei europĂ€ische Titel: Jeweils einmal gewann der HSV den Europapokal der Pokalsieger und den Europapokal der Landesmeister. Der HSV ist eines von 16 europĂ€ischen Teams, die in mindestens zwei verschiedenen europĂ€ischen Pokalwettbewerben einen Titel errungen haben.

Ehrenrunde mit dem Europapokal der Landesmeister

Den Europapokal der Landesmeister gewann der HSV 1983. Im Europapokal der Pokalsieger siegte die Mannschaft 1977. International kommen noch die Titel im UI-Cup 2005 und 2007 hinzu. Drei weitere Male erreichte der HSV ein europÀisches Endspiel (Pokalsieger-Cup 1968, Landesmeister-Cup 1980 und UEFA-Cup 1982), musste sich aber in den Endspielen dem AC Mailand, Nottingham Forest und dem IFK Göteborg beugen.

Mit sechs deutschen Meistertiteln liegt der HSV auf dem fĂŒnften Rang in der Liste der Vereine mit den meisten Titeln – hinter FC Bayern MĂŒnchen (22 Titel), dem 1. FC NĂŒrnberg (neun Titel), Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 (je sieben Titel). Unter BerĂŒcksichtigung der Meisterschaften in der DDR, die zehnmal von Dynamo Berlin, achtmal von Dynamo Dresden und sechsmal vom FC VorwĂ€rts Berlin gewonnen wurden, belegt der HSV gemeinsam mit VorwĂ€rts Berlin den siebten Rang. Deutscher Meister wurde der HSV 1922, verzichtete aber auf den Titel, sowie 1923, 1928, 1960, 1979, 1982 und 1983.

Den DFB-Pokal gewannen die Hanseaten dreimal: 1963, 1976 und 1987. Mit drei Titeln (bei sechs Finalteilnahmen) belegt der HSV den siebten Rang in der Liste der DFB-Pokalsieger, hinter FC Bayern MĂŒnchen, Werder Bremen, dem FC Schalke 04, dem 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und dem 1. FC NĂŒrnberg. Die drei erfolglosen Endspielteilnahmen waren 1956, 1967 und 1974. Ebenfalls dreimal gewannen Borussia Mönchengladbach, der VfB Stuttgart und Borussia Dortmund, haben aber eine Finalteilnahme weniger aufzuweisen.

Norddeutscher Meister wurde der HSV in den Jahren 1921 bis 1925, 1928, 1929, 1931 bis 1933, 1948 bis 1953 sowie 1955 bis 1963. In der Oberliga Nord gab es somit lediglich eine Spielzeit, in der der HSV nicht Meister wurde – dies war 1954 Hannover 96, die spĂ€ter auch den nationalen Titel holten. Die Fußballmeisterschaft der britischen Besatzungszone gewann der HSV 1947 und 1948 – dies waren die beiden einzigen Saisons, in denen dieser Wettbewerb ausgetragen wurde. WĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus wurde der HSV viermal Nordmark-Meister: 1937, 1938, 1939 und 1941. Hamburg-Altonaer Meister wurde der HSV 16-mal: 1896*, 1897*, 1901*, 1902*, 1904*, 1905*, 1919**, 1924, 1926 bis 1928, 1930 bis 1932, 1945 und 1946. Hinzu kommen sechs Norddeutsche Pokalsieger-Titel (1927, 1953, 1956, 1957, 1959, 1960).

Den (inoffiziellen) DFB-Hallen-Pokal gewann der Verein 1987. Den 1973 erstmals ausgetragenen Deutschen Ligapokal gewann der HSV ebenso wie die Auflage 2003.

(* durch Germania 1887 Hamburg, ** Meisterschaft durch eine Kriegsfußballvereinigung (KFVgg) aus Victoria Hamburg und Hamburger FC 1888)

Rekorde

Der Hamburger SV spielt seit seiner GrĂŒndung 1919 in der jeweils höchsten Ligastufe des deutschen Fußballs, die erste Herrenmannschaft des Vereins ist folglich noch nie abgestiegen. Als einziges Mitglied der Bundesliga gehören die „Rothosen“ dieser Liga seit ihrer GrĂŒndung an. Der Verein hat zudem in Deutschland die höchste Zahl an Regionalmeistertiteln (25-mal Norddeutscher Meister) und die grĂ¶ĂŸte Zahl an Endrundenteilnahmen um die Deutsche Meisterschaft (32, 31-mal HSV und einmal Germania 87) aufzuweisen.

Den höchsten Heimsieg in der Bundesliga erzielte der HSV am 12. Februar 1966 beim 8:0 gegen den Karlsruher SC. Die höchsten AuswĂ€rtssiege lauteten 6:0, und zwar am 14. November 2004 bei Hansa Rostock, am 13. April 1991 bei Eintracht Frankfurt, am 7. September 1982 bei Fortuna DĂŒsseldorf und am 5. April 1980 bei Hertha BSC. Die höchste Heimniederlage musste der HSV am 4. Mai 1974 gegen den FC Bayern MĂŒnchen hinnehmen. AuswĂ€rts unterlag der HSV dreimal in der Bundesliga-Geschichte mit sieben Toren Differenz: am 20. Mai 1967 bei Borussia Dortmund (0:7), am 26. September 1970 bei Rot-Weiß Oberhausen (1:8) und am 7. MĂ€rz 1964 beim TSV 1860 MĂŒnchen (2:9).[39] Die höchste Niederlage in einem Meisterschaftsspiel ĂŒberhaupt musste der HSV 1954 hinnehmen: Die Mannschaft unterlag Arminia Hannover mit 2:10. Dies war zudem das einzige Pflichtspiel, in dem es eine zweistellige Niederlage gab.

In der Zeit vom 16. Januar 1982 bis zum 29. Januar 1983 blieben die Hanseaten in 36 Spielen hintereinander (saisonĂŒbergreifend) ungeschlagen – bis heute ungebrochener Bundesliga-Rekord. Ihren besten Bundesliga-Start legten die Hamburger in der Saison 2009/2010 hin: Dabei erzielten sie aus zehn Spielen 22 Punkte (sechs Siege, vier Unentschieden, keine Niederlage).

In den Saisons 1979/80 bis 1985/86, also sechs Jahre in Folge, spielte der HSV in einem europĂ€ischen Wettbewerb – bislang die lĂ€ngste ununterbrochene Periode. Dreimal startete der HSV dabei im Landesmeister-Cup, dreimal im UEFA-Pokal. Zwischen 2003/04 und 2009/10 spielte der HSV zwar ebenfalls in europĂ€ischen Wettbewerben, in der Saison 2004/05 war es jedoch lediglich der Start im UI-Cup (im Halbfinale gegen den FC Villarreal verloren, somit keine spĂ€tere Teilnahme am UEFA-Cup).

Zu Zeiten der Fußball-Oberliga Nord stellte der HSV in acht der 16 Saisons den besten Liga-TorschĂŒtzen: jeweils einmal Herbert Wojtkowiak und GĂŒnter Schlegel (zusammen mit Uwe Seeler) sowie sechsmal Uwe Seeler allein.

Rekordspieler

Meiste Pflichtspiele
(alle Pflichtspiele zusammengezÀhlt)
Meiste Bundesligaspiele Meiste Pflichtspieltreffer Meiste Bundesligatreffer
1. Manfred Kaltz (744) 1. Manfred Kaltz (581) 1. Uwe Seeler (507) 1. Uwe Seeler (177)
2. Uwe Seeler (587) 2. Thomas von Heesen (368) 2. Otto Harder (387)[40] 2. Thomas von Heesen (99)
3. Horst Schnoor (507) 3. Ditmar Jakobs (323) 3. Rudi Noack(233) 3. Horst Hrubesch (96)
4. Thomas von Heesen (443) 4. Harald Spörl (321) 4. Herbert Wojtkowiak (163) 4. Manfred Kaltz (76)
5. Gert Dörfel (423) 5. Peter Nogly (320) 5. Edmund Adamkiewicz (158)[41] 5. Sergej Barbarez (66)
6. Peter Nogly (414) 6. Felix Magath (306) 6.Gert Dörfel (144) 5.Gert Dörfel (66)
7. JĂŒrgen Kurbjuhn (406) 7. Caspar Memering (303) 7. Klaus StĂŒrmer (140) 7. Franz-Josef Hönig (62)
8. Ditmar Jakobs (405) 8. Uwe Seeler (281) 8. Horst Hrubesch (134) 7. Georg Volkert (62)
9. Caspar Memering (402) 9. Richard Golz (273) 9. Franz Horn (126) 9. Harald Spörl (61)
10. Jochenfritz Meinke (400) 10. Klaus Zaczyk (262) 10. Thomas von Heesen (125) 10. William Hartwig (52)

Manfred Kaltz erzielte 53 seiner 76 Tore fĂŒr den HSV per Elfmeter (bei 60 AnlĂ€ufen) und ist damit der erfolgreichste ElfmeterschĂŒtze der Bundesligageschichte. Mit sechs Eigentoren hĂ€lt er jedoch auch diesen Bundesliga-Rekord. Den ersten Hattrick fĂŒr den HSV in der Bundesliga erzielte Ivica Olić gegen den VfB Stuttgart – am 20. Oktober 2007, also in der 45. Bundesligasaison der Hamburger. Uwe Seeler (1963/64) und Rafael van der Vaart (2007/08) trafen als einzige HSV-Spieler in sieben aufeinanderfolgenden Bundesliga-Spielen (jeweils einmal).

Am hĂ€ufigsten im Tor standen Horst Schnoor (507), Rudi Kargus (336) und Richard Golz (314). In der Bundesliga standen Rudi Kargus (336), Richard Golz (314) und Uli Stein (228) am hĂ€ufigsten zwischen den Pfosten. Mit 24 gehaltenen StrafstĂ¶ĂŸen, der Großteil davon in seiner Zeit beim HSV, ist Kargus der TorhĂŒter mit den meisten gehaltenen Elfmetern der Bundesliga-Geschichte. Am 9. MĂ€rz 1985 hielt Kargus, damals beim Karlsruher SC, auch einen Elfmeter gegen seine Ex-Mannschaftskameraden. Der gehaltene Strafstoß war einer der sieben Fehlversuche von Manfred Kaltz.

In der Bundesliga wurden drei HSV-Spieler TorschĂŒtzenkönige:

SpielstÀtten

Die SĂŒdtribĂŒne des Volksparkstadions (1983)

Der Hamburger SV spielte seit dem Zusammenschluss seiner drei VorgĂ€ngervereine im Jahr 1919 im Rothenbaum-Stadion im Stadtteil Rotherbaum. Das 1911 eingeweihte Stadion brachte der HFC 88 in den Verein ein. In den 1920er-Jahren wurde auch das Stadion Hoheluft von SC Victoria Hamburg, ab Ende der 1920er-Jahre zudem das Altonaer Stadion im Altonaer Volkspark genutzt, der VorlĂ€ufer des Volksparkstadions. Beide Stadien verfĂŒgten ĂŒber grĂ¶ĂŸere ZuschauerkapazitĂ€ten als das Rothenbaum-Stadion. Seit EinfĂŒhrung der Bundesliga nutzte der HSV mit wenigen Ausnahmen das Volksparkstadion im Stadtteil Bahrenfeld und kehrte lediglich fĂŒr einige Spiele wieder an den Rothenbaum zurĂŒck, welcher dann 1997 abgerissen wurde. AnfĂ€nglich fasste das Volksparkstadion 72.000 Zuschauer, bei Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen fĂŒr die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 wurde die KapazitĂ€t auf 63.000 reduziert.

Das Volksparkstadion, das wegen seiner Tartanbahn sehr weitlĂ€ufig und zugig war und in dem daher bei geringen Zuschauerzahlen oftmals eine wenig stimmungsvolle AtmosphĂ€re herrschte, wurde Ende der 1990er-Jahre zu einem reinen Fußballstadion umgebaut. Dabei wurde das Spielfeld um 90 Grad gedreht. Der Umbau des Stadions fand bei laufendem Spielbetrieb statt, so dass die ZuschauerkapazitĂ€t sich wĂ€hrend der Bauzeit deutlich verringerte. Der HSV kaufte der Stadt Hamburg vor dem Umbau das Volksparkstadion fĂŒr den symbolischen Preis von 1 DM ab, war und ist dafĂŒr fĂŒr die Kosten des Umbaus zustĂ€ndig, wiewohl es öffentliche ZuschĂŒsse gab.

Die Imtech Arena (2004) – frĂŒher Volksparkstadion

2001 wurde das Volksparkstadion, um weitere Werbeeinnahmen zu generieren, in „AOL Arena“ umbenannt, was in Fankreisen, aber auch bei „altgedienten“ HSVern auf heftige Proteste stieß. 2007 schließlich wurde erstmals im deutschen Profi-Fußball ein Sponsoring-Name durch einen anderen ersetzt. Neuer Sponsor wurde die in Hamburg und Kiel ansĂ€ssige HSH Nordbank. Diese stieg aufgrund der Finanzkrise vorzeitig aus dem Namens-Sponsoring aus. Ab 2010 ist der in Hamburg ansĂ€ssige Anlagenbauer Imtech neuer Stadion-Sponsor.

In die Arena integriert wurde das HSV-Museum, das im Februar 2004 eröffnet wurde. Der Einbau in die Nordostecke des Stadions kostete 800.000 Euro. PrĂ€sentiert werden im Museum nicht allein die diversen TrophĂ€en, die der HSV in seiner mehr als 120-jĂ€hrigen Geschichte sammelte, sondern auch viele andere Devotionalien, darunter zu den SpielstĂ€tten und berĂŒhmten Akteuren des HSV. Bis zum Ende der Saison 2007/08 verzeichnete das Museum mehr als 200.000 Besucher, in jener Saison allein 60.000. Im Museum werden auch Sonderausstellungen zur HSV-Geschichte gezeigt, deren wohl bedeutendste Die Raute unter dem Hakenkreuz – Der HSV im Nationalsozialismus war. Der HSV war damit der erste Verein, der diese Phase seiner Geschichte im Rahmen einer Ausstellung beleuchtet hat.[42]

Im und um das Stadion herum befinden sich zudem die GeschĂ€ftsstelle, ein Fan-Shop und inzwischen auch das TrainingsgelĂ€nde des HSV, so dass die Spieler der ersten Herrenmannschaft nicht mehr bis zum Trainingszentrum im Norderstedter Ortsteil Ochsenzoll fahren mĂŒssen.

Die zweite Mannschaft des HSV spielt im Edmund-Plambeck-Stadion im benachbarten Norderstedt, Spiele der ersten Frauen-Mannschaft sowie der A- und B-Jugendmannschaften werden in der Wolfgang-Meyer-Sportanlage im Stadtteil Stellingen ausgetragen. Die dritte Mannschaft des HSV, die in der Landesliga antritt, sowie die F- bis C-Junioren spielen auf der vereinseigenen Paul-Hauenschild-Sportanlage in Ochsenzoll, wo sich auch eine Vielzahl von Trainingseinrichtungen und das Nachwuchs-Leistungszentrum (JĂŒrgen-Werner-Schule) befinden.

Zuschauer und Fankultur

Die Raute im Herzen:
HSV-Fan in der Arena
NordtribĂŒne, Stadionrund und Lotto King Karl mit Carsten Pape beim Absingen von „Hamburg, meine Perle“
Fans auf der NordtribĂŒne

Die Imtech Arena ist das sechstgrĂ¶ĂŸte noch fĂŒr Fußballspiele genutzte Stadion in Deutschland. Der Hamburger SV belegt seit der Eröffnung des Neubaus des Volksparkstadions stĂ€ndig den vierten Rang bei den Zuschauerzahlen in der Bundesliga – mit der Ausnahme der Saison 2004/05, als Borussia Mönchengladbach diesen Platz einnahm und der HSV die fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Zuschauerzahl verbuchte. Der Zuschauerschnitt lag dabei seit der Saison 2005/06 stets klar ĂŒber 50.000.

Der Bereich des Stadions, in dem sich die glĂŒhendsten HSV-AnhĂ€nger versammeln, war bis zum Umbau des Volksparkstadions zur „Arena“ die Westkurve, insbesondere Block E. Auf vielen Kutten Ă€lterer HSV-Fans finden sich bis heute entsprechende AufnĂ€her. Mit dem Umbau und der 90-Grad-Drehung des Spielfelds verlagerte sich auch der Stammbereich dieser AnhĂ€nger. Sie stehen und sitzen nunmehr auf der NordtribĂŒne, GĂ€stefans werden gegenĂŒber im Eckbereich zwischen SĂŒd- und WesttribĂŒne untergebracht. FĂŒr die HSV-Fans stehen auf dem Unterrang der NordtribĂŒne und im Block 22C StehplĂ€tze bereit, lediglich bei internationalen Spielen werden diese in SitzplĂ€tze umgewandelt. Die NordtribĂŒne ist oftmals Schauplatz fĂŒr grĂ¶ĂŸere Choreografien der HSV-Fans.[43] Auf der NordtribĂŒne oberhalb des Blocks 22A befindet sich auch die „Bundesliga-Uhr“, die die Zugehörigkeit des HSV zur Bundesliga von der ersten Spielminute des ersten Spieltags 1963/64 an anzeigt – und somit letztlich auch das Alter der Bundesliga selbst. Die Uhr lĂ€uft sekundengenau, angezeigt werden Jahre, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden.

Vor den Heimspielen der ersten Mannschaft des HSV wird regelmĂ€ĂŸig die Hymne Hamburg, meine Perle[44] in der Fußball-Version Hamburg, meine Fußballperle[45] gespielt. Diesen Song singt der Hamburger SĂ€nger (und HSV-Stadionsprecher) Lotto King Karl gemeinsam mit seinem langjĂ€hrigen Freund, dem Hamburger Carsten Pape, Ex-SĂ€nger von Clowns & Helden. Zu diesem Zweck fahren „Lotto und Pape“ auf einer HebebĂŒhne in mehrere Meter Höhe vor der NordtribĂŒne hinauf.

Zu den Fans des HSV zÀhlt der Schauspieler und Komiker Olli Dittrich. In dessen Fernsehserie Dittsche waren bereits mehrfach HSV-Spieler in Nebenrollen zu sehen, darunter Uwe Seeler. Bei einem weiteren Auftritt erschien Rafael van der Vaart in Begleitung seiner Frau Sylvie in jenem Eppendorfer Grillimbiss.

Fanclubs und Supporters Club

Der HSV hat in Deutschland und im Ausland mehr als 700 offiziell registrierte Fanclubs.[46] Bedeutende Fanclubs sind unter anderem Rautengeil Fallingbostel, Hermanns Treue Riege, Totale Offensive e.V. und die Wilhelmsburger Jungs. Die Gruppierungen Poptown und Chosen Few sind bekannte UltrĂ -Gruppierungen des HSV. Bis in die 1980er hinein einer der bekanntesten Fanclubs waren die Rothosen, der Ă€lteste HSV-Fanclub (gegrĂŒndet im April 1972). Dieser Club besteht heute noch und hat ca. 40 Mitglieder. Der Business-Fanclub[47] des Hamburger SV wurde im Jahre 2006 vom HSV als offizieller Fanclub eingetragen. Dieser Fanclub wurde von Unternehmern gegrĂŒndet und vereint sportliches mit geschĂ€ftlichem Interesse. Seit der Saison 2006/07 hat der Hamburger Sport-Verein mit BLUE PRIDE einen Fanclub fĂŒr schwule und bisexuelle Fans. Dieser Fanclub erhielt in der Sommerpause 2007 den Status eines offiziellen Fanclubs. Wegen ihrer AggressivitĂ€t berĂŒchtigt waren Die Löwen, aus deren Reihen heraus es am 16. Oktober 1982 zum Totschlag am Bremer Fan Adrian Maleika kam.[48]

Dem 1993 gegrĂŒndeten Supporters Club sind mittlerweile mehr als 54.000 Fans beigetreten, die damit auch Mitglieder des HSV geworden sind. Zu den 36 GrĂŒndungsmitgliedern gehören neben dem heutigen Vorstandsmitglied fĂŒr Mitgliederbelange, Oliver Scheel, die ehemaligen Aufsichtsratsmitglieder Henning Trolsen und Christian Reichert sowie der heutige Leiter des HSV-Museums, Dirk Mansen.[49]

Lieder und GesÀnge

Lotto King Karl und Carsten Pape singen bei jedem Heimspiel „Hamburg, meine Perle“ auf einem Kran vor der NordtribĂŒne (re.)

Neben dem erwĂ€hnten „AufwĂ€rmsong“ Hamburg, meine (Fußball-)Perle von Lotto King Karl, dessen AuffĂŒhrung vor der NordtribĂŒne mittlerweile ritualisiert ist, gehört vor dem Anpfiff auch die Einlaufhymne zum festen Musikprogramm bei Heimspielen des HSV. Die Hymne HSV Forever wurde von David Hanselmann eingespielt.

Zu den Klassikern unter den HSV-Liedern gehört Wer wird deutscher Meister? HSV! von Stefan Hallberg, das seit seinem Erscheinen im Meisterschaftsjahr 1979 aus dem Repertoire der HSV-Fans nicht wegzudenken ist und bis heute auf der NordtribĂŒne angestimmt wird. Lotto King Karl hat neben der „inoffiziellen Vereinshymne“ Hamburg, meine (Fußball-)perle auch weitere Songs herausgebracht, die sich mit dem HSV und seiner Leidenschaft fĂŒr diesen Verein befassen, zum Beispiel Unter der HSV-BettwĂ€sche. Die Band Abschlach steht mit Liedern wie Hamburg Till I Die[50] bei vielen Fans ebenfalls hoch im Kurs. Der Song Könige des Nordens – und hieraus insbesondere die Zeile Wir sind alle Hamburger Jungs – gehört ebenfalls seit Jahren zum Repertoire der HSV-Fans. In den 1980er-Jahren war der Song Wir sind schlau, wir sind Fans vom HSV[51], gesungen auf die Melodie von My oh my von Slade, sehr beliebt.[52] Zu den eingĂ€ngigeren Schlachtrufen und GesĂ€ngen zĂ€hlen Super-Hamburg olĂ© und vor allem Nur der HSV!.

Bei Unzufriedenheit mit der Leistung der Spieler wurde in der Vergangenheit oft der Schlachtruf Außer Hermann könnt ihr alle gehen angestimmt, der sich auf den Kult-Masseur Hermann Rieger und dessen langjĂ€hrige Vereinstreue (1978–2005) bezieht.

Fan-Freundschaften

Teile der HSV-Fans unterhalten gute Beziehungen zu Fans von Hannover 96, der ebenfalls auf die AbkĂŒrzung „HSV“ (fĂŒr Hannoverscher SV) hört. Bei den Begegnungen werden von den beiden Fankurven gemeinsame WechselgesĂ€nge „HSV, HSV“ intoniert. In den vergangenen Jahren hat sich zudem etabliert, dass im jeweils „anderen“ Stadion auch die Vereinshymne des jeweiligen Gastes gespielt wird. Teile der Fanszene unterhalten zudem Freundschaften mit den Fans von Arminia Bielefeld, einem Club, mit dem sich der HSV die Vereinsfarben „teilt“. Auf internationaler Ebene bestehen gute Kontakte zu den Glasgow Rangers, was wiederum damit „korrespondiert“, dass die jeweiligen Lokalrivalen (FC St. Pauli und Celtic Glasgow) untereinander ebenfalls gute Verbindungen unterhalten. In den 1970er- und frĂŒhen 1980er-Jahren gab es zudem eine Fanfreundschaft mit Fans von Borussia Dortmund, die jedoch weitestgehend „eingeschlafen“ ist.

Fan-RivalitÀten

Traditionelle RivalitĂ€ten pflegen die Fans des HSV mit denjenigen des FC St. Pauli, mit dem das Hamburger Stadtderby ausgetragen wird. Ebenfalls traditionsreich ist das VerhĂ€ltnis zu Werder Bremen, mit dem der HSV das Nordderby austrĂ€gt. Dieses Spiel ist zudem dasjenige, das in der Bundesliga am hĂ€ufigsten stattgefunden hat: Der HSV spielt von Anbeginn in der Liga, die Bremer „fehlten“ lediglich eine Saison. Die Tatsache, dass hier die fĂŒhrenden Vereine aus den beiden grĂ¶ĂŸten deutschen HansestĂ€dten und grĂ¶ĂŸten StĂ€dten Norddeutschlands gegeneinander spielen sowie die Einzugsbereiche der beiden Clubs aneinander angrenzen und sich oft auch ĂŒberschneiden (Hamburg und Bremen liegen nur ca. 100 Kilometer voneinander entfernt), trĂ€gt sicherlich ebenso zur RivalitĂ€t bei. Mit dem FC Bayern MĂŒnchen trĂ€gt der HSV den Nord-SĂŒd-Gipfel aus, eine Begegnung, die vor allem Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre auf Augenhöhe ausgetragen wurde und daher sportliche Brisanz versprach.

Maskottchen

Vorwiegend, um die ganz kleinen Fans frĂŒhzeitig an sich zu binden, wurde bereits in den 90er-Jahren ein Maskottchen ins Leben gerufen. UrsprĂŒnglich war dies eine Hummel, aufgrund des Grußes „Hummel, Hummel“. Die Hummel wurde von den Fans aber abgelehnt, so dass sie wieder verschwand.

Aus MarketinggrĂŒnden entschied sich die VereinsfĂŒhrung, ein neues Maskottchen einzufĂŒhren: einen Dinosaurier, da der Verein als „Dino“ der Bundesliga bezeichnet wird, was auf die ununterbrochene Zugehörigkeit zur Eliteklasse seit deren EinfĂŒhrung im Jahre 1963 zurĂŒckzufĂŒhren ist. Den Namen „Hermann“ erhielt das Maskottchen zu Ehren des Masseurs Hermann Rieger, der 27 Jahre fĂŒr den HSV tĂ€tig war. Seine Trikotnummer 87 erhielt er nach dem GrĂŒndungsjahr des Vereins 1887. Im Zuge des BundesligajubilĂ€ums zum 40-jĂ€hrigen Bestehen im Rahmen des Spiels HSV gegen den FC Bayern MĂŒnchen am 24. August 2003 wurde das Maskottchen der Öffentlichkeit vorgestellt, indem es aus einem Ei schlĂŒpfte.

Fan-Friedhof

Grabstein auf dem HSV-Friedhof, im Hintergrund Pylonen des Stadiondaches
Hinweisschild auf das HSV-Grabfeld auf dem Hauptfriedhof Altona

Am 9. September 2008 hat der Hamburger Sport-Verein einen eigenen Friedhof, der aus einem Grabfeld des Hauptfriedhofs Altona besteht, der Presse vorgestellt. Das Grabfeld wurde an diesem Tag von 150 GĂ€sten eröffnet und befindet sich in unmittelbarer NĂ€he zum Stadion, auf der RĂŒckseite der WesttribĂŒne an der gegenĂŒberliegenden Seite des Hellgrundwegs, mithin nur etwa 100 Meter vom StadiongelĂ€nde entfernt. Die Anlage bietet fĂŒr bis zu 500 HSV-AnhĂ€nger Platz, ist einem Stadion nachempfunden, und kann durch einen Durchgang in den Ausmaßen eines Fußballtores betreten werden. Der verwendete Rasen der Anlage ist direkt vom Spielfeld des Stadions auf dem Grabfeld angepflanzt, so dass das Grabfeld einen authentischen Ort fĂŒr die letzte Ruhe in Verbindung mit dem Verein darstellt. Mit dieser Anlage ist der Hamburger SV der erste europĂ€ische und nach den Boca Juniors aus Buenos Aires/Argentinien weltweit der zweite Fußballverein, der eine Bestattung im Rahmen des Lieblingsvereins ermöglicht.[53]




Personal

Gremien

→ Hauptartikel: Hamburger SV/PrĂ€sidenten und Vorsitzende

Vorstand

Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung beim HSV obliegt dem Vorstand. Dieser besteht aus einem Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden, der zugleich fĂŒr sportliche Belange zustĂ€ndig ist. Hinzu kommen ein drittes und ein viertres Vorstandsmitglied, deren tatsĂ€chliche Anzahl der Aufsichtsrat bestimmt und von denen eines fĂŒr die Belange der Mitglieder des Vereins zustĂ€ndig ist.[54]

Carl-Edgar Jarchow (2011)
Position Name seit
Vorstandsvorsitzender Carl-Edgar Jarchow 2011
Sportchef (2. Vorsitzender) Frank Arnesen 2011
Fan-Belange Oliver Scheel 2008
Marketing und Kommunikation Joachim Hilke 2011

Aufsichtsrat

"Der Aufsichtsrat besteht aus 12 Mitgliedern, von denen 8 von der Mitgliederversammlung gewÀhlt werden und je ein Mitglied von den Fördernden Mitgliedern, den Amateurabteilungen, von der Gemeinschaft der Senioren und der Mitgliederversammlung des Hamburger Sport-Verein Ochsenzoll-Norderstedt e.V. entsandt wird. Die Wiederwahl bzw. erneute Entsendung ist zulÀssig.

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und beruft ihn ab. Er beschließt die GeschĂ€ftsordnung des Vorstandes und zu Beginn eines jeden GeschĂ€ftsjahres ĂŒber den vom Vorstand vorzulegenden Finanzplan. Er bestellt den WirtschaftsprĂŒfer, der nach Abschluß des GeschĂ€ftsjahres den vom Vorstand erstellten Jahresabschluß mit Lagebericht zu prĂŒfen und zu bestĂ€tigen hat und verabschiedet den Jahresabschluß mit Lagebericht." (hsv.de)

Position Name
Vorsitzender * Ernst-Otto-Rieckhoff
Stellvertretende Vorsitzende * Alexander Otto
* Manfred Ertl
Mitglieder * Horst Becker
* Jörg Debatin
* Marek Erhardt
* Björn Floberg
* JĂŒrgen Hunke
* Ian Karan
* Hans-Ulrich KlĂŒver
* Eckart Westphalen

Weitere Aperate

DarĂŒber hinaus gibt es beim HSV einen Ehrenrat, einen Seniorenrat und die Abteilungsleitung fĂŒr Fördernde Mitglieder/Supporters Club. Die letztere Abteilung ist die mit weitem Abstand grĂ¶ĂŸte des HSV.

Erste Mannschaft

Bundesliga-Kader 2011/12

Nr. Name Nat. Geb.-Datum Seit Vertr. bis Letzter Verein
Tor
01 Jaroslav DrobnĂœ TschechienTschechien 18.10.1979 2010 2013 Hertha BSC
29 Tom Mickel DeutschlandDeutschland 19.04.1989 2009 2013 FC Energie Cottbus II
30 Sven Neuhaus DeutschlandDeutschland 04.04.1978 2011 2012 RB Leipzig
Abwehr
02 Dennis Diekmeier DeutschlandDeutschland 20.10.1989 2010 2014 1. FC NĂŒrnberg
03 Michael Mancienne EnglandEngland SeychellenSeychellen 08.01.1988 2011 2015 Wolverhampton Wanderers
04 Heiko Westermann (C)KapitÀn der Mannschaft DeutschlandDeutschland 14.08.1983 2010 2015 FC Schalke 04
05 Jeffrey Bruma NiederlandeNiederlande 13.11.1991 2011 2012 Leicester City
06 Dennis Aogo DeutschlandDeutschland 14.01.1987 2008 2015 SC Freiburg
23 Slobodan Rajković SerbienSerbien 03.02.1989 2011 2015 FC Chelsea
33 Miroslav Ơtěpánek TschechienTschechien 15.01.1990 2009 2012 Kapfenberger SV
34 Muhamed Beơić Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina 10.09.1992 2010 2013 Hamburger SV U19
Mittelfeld
07 Marcell Jansen DeutschlandDeutschland 04.11.1985 2008 2013 FC Bayern MĂŒnchen
08 TomĂĄs RincĂłn VenezuelaVenezuela 13.01.1988 2009 2014 FC Deportivo TĂĄchira
11 Ivo Iličević KroatienKroatien 14.11.1986 2011 2015 1. FC Kaiserslautern
13 Robert Tesche DeutschlandDeutschland 27.05.1987 2009 2014 Arminia Bielefeld
14 David JarolĂ­m TschechienTschechien 17.05.1979 2003 2012 1. FC NĂŒrnberg
17 Gökhan Töre TurkeiTĂŒrkei DeutschlandDeutschland 20.01.1992 2011 2014 FC Chelsea Reserves
18 Romeo Castelen NiederlandeNiederlande SurinameSuriname 03.05.1983 2007 2012 Feyenoord
22 Jacopo Sala ItalienItalien 05.12.1991 2011 2014 FC Chelsea Reserves
25 Per Ciljan Skjelbred NorwegenNorwegen 16.06.1987 2011 2015 Rosenborg BK
28 Tolgay Arslan DeutschlandDeutschland TurkeiTĂŒrkei 16.08.1990 2011 2013 Alemannia Aachen
38 Zhi Gin Lam DeutschlandDeutschland HongkongHongkong 04.06.1991 2011 2015 Hamburger SV II
44 Gojko Kačar SerbienSerbien 26.01.1987 2010 2015 Hertha BSC
Sturm
09 Paolo Guerrero PeruPeru 01.01.1984 2006 2014 FC Bayern MĂŒnchen
10 Mladen Petrić KroatienKroatien SchweizSchweiz 01.01.1981 2008 2012 Borussia Dortmund
15 Heung-Min Son Korea SudSĂŒdkorea 08.07.1992 2010 2014 Hamburger SV U19
16 Marcus Berg SchwedenSchweden 17.08.1986 2011 2014 PSV Eindhoven

Transfers zur Saison 2011/12

ZugÀnge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
DeutschlandDeutschland TurkeiTĂŒrkei Tolgay Arslan Alemannia Aachen1 Sommer 2011
SchwedenSchweden Marcus Berg PSV Eindhoven1 Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Sören Bertram FC Augsburg1 Sommer 2011
SenegalSenegal FrankreichFrankreich Mickaël Tavares FC Middlesbrough1 Sommer 2011
EnglandEngland SeychellenSeychellen Michael Mancienne FC Chelsea Sommer 2011
ItalienItalien Jacopo Sala FC Chelsea Reserves Sommer 2011
TurkeiTĂŒrkei DeutschlandDeutschland Gökhan Töre FC Chelsea Reserves Sommer 2011
NiederlandeNiederlande Jeffrey Bruma FC Chelsea2 Sommer 2011
PhilippinenPhilippinen DeutschlandDeutschland Kevin Ingreso Profivertrag (U19) Sommer 2011
UngarnUngarn DĂĄniel Nagy Profivertrag (II.) Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Janek Sternberg Profivertrag (U19) Sommer 2011
NorwegenNorwegen Per Ciljan Skjelbred Rosenborg BK Sommer 2011
SerbienSerbien Slobodan Rajković FC Chelsea Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Sven Neuhaus RB Leipzig Sommer 2011
KroatienKroatien Ivo Iličević 1. FC Kaiserslautern Sommer 2011
AbgÀnge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
TurkeiTĂŒrkei DeutschlandDeutschland Tunay Torun Hertha BSC Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Piotr Trochowski FC Sevilla Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Frank Rost New York Red Bulls Sommer 2011
NamibiaNamibia Collin Benjamin TSV 1860 MĂŒnchen Sommer 2011
NiederlandeNiederlande Ruud van Nistelrooy FC MĂĄlaga Sommer 2011
KamerunKamerun DeutschlandDeutschland Maxim Choupo-Moting 1. FSV Mainz 05 Sommer 2011
BrasilienBrasilien ZĂ© Roberto Al Gharafa Sports Club Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Christian Groß SV Babelsberg 03 Sommer 2011
NigeriaNigeria Macauley Chrisantus FSV Frankfurt2 Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Kai-Fabian Schulz FC Carl Zeiss Jena Sommer 2011
NiederlandeNiederlande Joris Mathijsen FC MĂĄlaga Sommer 2011
TschechienTschechien David Rozehnal OSC Lille Sommer 2011
Burkina FasoBurkina Faso Jonathan Pitroipa FC Stade Rennes Sommer 2011
BrasilienBrasilien Alex Silva CR Flamengo Sommer 2011
DeutschlandDeutschland Wolfgang Hesl SG Dynamo Dresden Sommer 2011
NiederlandeNiederlande Eljero Elia Juventus Turin Sommer 2011
DeutschlandDeutschland TunesienTunesien Änis Ben-Hatira Hertha BSC Sommer 2011
ElfenbeinkĂŒsteElfenbeinkĂŒste FrankreichFrankreich Guy Demel West Ham United Sommer 2011
1 war ausgeliehen
2 ausgeliehen

Trainer- und Betreuerstab

Trainer Thorsten Fink (2006 noch bei Bayern MĂŒnchen II)
Name Funktion
Trainer-Team
Thorsten Fink Trainer
Patrick Rahmen Co-Trainer
Frank Heinemann Co-Trainer
Ronny Teuber Torwart-Trainer
Markus GĂŒnther Athletik-Trainer
Nikola Vidovic Konditionstrainer
Sportliche Leitung
Frank Arnesen Sportchef
Lee Congerton Technischer Direktor
Bernd Wehmeyer Klubmanager
JĂŒrgen Ahlert Teammanager
Marinus Bester Teammanager
Jörn Wolf Pressesprecher
Mediziner
Stefan Kliche Medizinischer Teamleiter
Lisa Parada Physiotherapeutin
Benjamin Ehrdorn Physiotherapeut
Lukas Ditczyk Masseur
Dr. Werner Siekmann Mannschaftsarzt, Leiter medizinische Abteilung
Dr. Tim Niedergassel Mannschaftsarzt
Thomas Marquardt Osteopath
Betreuer
Mario Mosa Zeugwart
Miroslav Zadach Zeugwart/Busfahrer
Jana Winter Köchin

Zweite Mannschaft

Hamburger SV II
Stadion Edmund-Plambeck-Stadion
PlÀtze 5.068
Trainer Rodolfo Cardoso
Liga Regionalliga Nord
2010/11 8. Platz
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
AuswÀrts

Die Rolle der zweiten Mannschaft

Die U23 ist ein wichtiger Bestandteil des Nachwuchskonzeptes des Hamburger SV. Sie soll talentierte Jugendspieler der A- Junioren an den hochklassigen, professionellen Herrenfußball heranfĂŒhren und Spielern des Profikaders, die nicht viele Einsatzzeiten erhalten oder lange verletzt waren, Spielpraxis ermöglichen.[55]

Die letzten Jahre

Die U23 (Hamburger SV II) schloss die Saison 2006/07 mit dem sechsten Tabellenplatz ab. Zeitweise konnte die Mannschaft sich bis auf den zweiten Tabellenplatz hocharbeiten, verlor jedoch den Anschluss. Die neue 3. Liga, die sich aus 20 Vereinen zusammensetzt und fĂŒr die sich die besten zehn der Abschlusstabelle qualifizierten, konnte die U23 in der Saison 2007/08 nicht mehr erreichen. Sie spielt daher seit der Spielzeit 2008/09 in der viertklassigen Regionalliga Nord.

SpielstÀtte

Da der bisherige Spielort an der Hagenbeckstraße (Wolfgang-Meyer-Sportanlage) nicht fĂŒr regionalligatauglich befunden wurde und die Imtech Arena fĂŒr Amateurspiele nicht rentabel wĂ€re, spielt die U23 in der Regionalliga im Norderstedter Edmund-Plambeck-Stadion (Spielort von Eintracht Norderstedt).

Regionalliga-Kader 2011/12

Aufgrund der U 23-Regel des DFB dĂŒrfen im Kader einer Reservemannschaft nur drei Spieler stehen, die zu Beginn einer neuen Saison (1. Juli) Ă€lter als 23 Jahre sind. Im aktuellen Kader trifft dies auf Boris Leschinski (zu Beginn der Saison 27 J.) zu. Außerdem nimmt MickaĂ«l Tavares, der in der ersten Mannschaft derzeit keine Rolle spielt, am Training teil.

Nat. Name Geb.-Datum Seit Vertr. bis Letzter Verein
Tor
DeutschlandDeutschland Tino Dehmelt 29.01.1992 2011 2012 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland Alexander Meyer 13.04.1991 2009 2012 Hamburger SV U19
Abwehr
DeutschlandDeutschland Florian BrĂŒgmann 23.01.1991 2009 2012 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland Henrik Dettmann 13.03.1990 2009 2012 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland Ashton Götz 16.07.1993 2011 2013 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland Robert Labus 10.10.1992 2010 2012 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland Boris Leschinski 07.11.1983 2009 2012 SpVgg Unterhaching
DeutschlandDeutschland Gerrit Pressel 19.06.1990 2011 2012 Willem II
DeutschlandDeutschland Lasse SchlĂŒter 27.04.1992 2011 2012 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland GhanaGhana Lennard Sowah* 23.08.1992 2010 2013 FC Portsmouth
DeutschlandDeutschland Janek Sternberg* 19.10.1992 2011 2013 Hamburger SV U19
Mittelfeld
DeutschlandDeutschland GhanaGhana Isaac Akyiere 15.11.1990 2010 2012 Eintracht Norderstedt
DeutschlandDeutschland Baxter Bahn 28.08.1992 2011 2013 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland Hanno Behrens* (C)KapitÀn der Mannschaft 26.03.1990 2008 2012 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland Sören Bertram* 05.06.1991 2011 2013 FC Augsburg
DeutschlandDeutschland Jordan Brown 12.11.1991 2011 2013 Eintracht Norderstedt
DeutschlandDeutschland Fabian Graudenz 16.01.1992 2010 2013 Hamburger SV U19
PhilippinenPhilippinen DeutschlandDeutschland Kevin Ingreso* 10.02.1993 2011 2013 Hamburger SV U19
UngarnUngarn DĂĄniel Nagy* 15.03.1991 2008 2013 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland GhanaGhana Evans Owusu Nyarko 06.07.1992 2010 2012 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland Glenn Schröder 10.11.1992 2011 2012 Hamburger SV U19
Sturm
DeutschlandDeutschland GhanaGhana George Kelbel 06.08.1992 2010 2012 Hamburger SV U19
TurkeiTĂŒrkei DeutschlandDeutschland Bertul Kocabas 15.02.1992 2011 2012 Rot Weiss Ahlen U19
DeutschlandDeutschland Reagy Ofosu 20.09.1991 2010 2012 Hamburger SV U19
DeutschlandDeutschland Stefan Winkel 23.06.1990 2010 2012 FC St. Pauli II
* Lizenzspieler

Aus dem Profikader von Thorsten Fink wurden außerdem eingesetzt:
(Stand: 20. November 2011)

Erste Mannschaft
Nat. Name Position EinsÀtze
(2011/12)
DeutschlandDeutschland Sven Neuhaus Tor 2
DeutschlandDeutschland Tom Mickel Tor 2
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Muhamed Beơić Abwehr 9
TschechienTschechien Miroslav Ơtěpánek Abwehr 3
DeutschlandDeutschland TurkeiTĂŒrkei Tolgay Arslan Mittelfeld 1
NiederlandeNiederlande SurinameSuriname Romeo Castelen Mittelfeld 4
DeutschlandDeutschland HongkongHongkong Zhi Gin Lam Mittelfeld 4
ItalienItalien Jacopo Sala Mittelfeld 2

















Trainer- und Betreuerstab

Trainiert wird das Team von Trainer Rodolfo Cardoso. Als Co-Trainer stehen ihm Soner Uysal und Torwart-Trainer Richard Golz zur VerfĂŒgung.

Name Funktion
Trainer-Team
Rodolfo Cardoso Chef-Trainer
Soner Uysal Co-Trainer
Richard Golz Torwart-Trainer
Betreuer
JĂŒrgen Ahlert Teamleiter
Jan Hasenkamp Reha- und Athletiktrainer
Manfred Zielsdorf Mannschaftsbetreuer
Klaus Hilbert Physiotherapeut

Weitere Herrenmannschaften

Die dritte Mannschaft der HSV-Herren spielt in der sechstklassigen Landesliga (Staffel Hammonia), das zur Saison 2009/10 neugebildete vierte Team in der Kreisklasse Staffel 5. Spielort ist das Paul-Hauenschild-GelÀnde in Ochsenzoll.

Nachwuchs

Nachwuchsleiter Bastian Reinhardt

Die erste A-Jugendmannschaft des HSV spielt seit 2003 in der U-19-Bundesliga, die in jenem Jahr gegrĂŒndet wurde und die höchste Spielklasse darstellt. Das Team tritt in der Gruppe Nord/Nordost der dreigeteilten Bundesliga an. Einen Meistertitel erreichte der HSV-Nachwuchs jedoch bislang nicht. Die erste B-Jugend spielt von Anbeginn in der 2007 gegrĂŒndeten U-17-Bundesliga. Auch die B-Jugend spielt in der Gruppe Nord/Nordost um Punkte. Die erste C-Jugend des Vereins spielt in der Regionalliga Nord, die in dieser Altersklasse die höchste Spielklasse ist. Die Regionalliga umfasst die BundeslĂ€nder Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Trainiert wird die A-Jugend von den frĂŒheren HSV-Spielern Otto Addo und Mahmut Yilmaz, die B-Jugend von Torsten Fröhling und Thorsten Judt, die C-Jugend von Sebastian Harms und Christian Danylec. Die TorhĂŒter der A- und B-Jugendmannschaften erhalten zudem Trainingseinheiten vom ehemaligen HSV-Keeper Richard Golz.

Auf dem Paul-Hauenschild-GelĂ€nde in Ochsenzoll befindet sich das im Jahr 2000 eröffnete Nachwuchsleistungszentrum des HSV mit der JĂŒrgen-Werner-Schule, benannt nach dem 2002 verstorbenen frĂŒheren HSV-Nationalspieler. Im dortigen Internat gibt es Platz fĂŒr 17 Nachwuchsspieler des HSV, die nicht aus Hamburg oder der unmittelbaren Umgebung stammen. Doch auch fĂŒr Spieler aus der Region steht das Leistungszentrum ĂŒber den Trainingsbetrieb hinaus zur VerfĂŒgung. So wird unter anderem eine Tagesbetreuung angeboten.[56]

Der HSV kooperiert im Jugendbereich mit den schleswig-holsteinischen Vereinen Flensburg 08, Itzehoer SV und SV Eichede.[57]

Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums

Name Funktion
Leitung
Bastian Reinhardt Nachwuchsleiter
Paul Meier Sportlicher Leiter
Marco Nagel Ass. Nachwuchsleiter
Lisa WĂ€hrer Ass. sportliche Leitung
Andrea Diers Ass. NWLZ

Frauenfußball

→ Hauptartikel: Hamburger SV (Frauenfußball)

Seit 1971 existiert beim Hamburger SV eine Frauenfußballabteilung. Sie umfasst in der Saison 2008/09 drei Frauen- und fĂŒnf MĂ€dchenmannschaften. SpielstĂ€tte ist die Wolfgang-Meyer-Sportanlage.

Die erste Mannschaft spielt seit dem letzten Aufstieg im Jahre 2003 in der Bundesliga. Zuvor gab die Mannschaft in den Spielzeiten 1997/98 und 2001/02 einjĂ€hrige Gastspiele in der Bundesliga. GrĂ¶ĂŸter Erfolg war der Einzug in das DFB-Pokalfinale 2002, welches gegen den 1. FFC Frankfurt mit 0:5 verloren ging. Dreimal standen die HSV-Frauen im Endspiel des DFB-Hallenpokals, gingen aber jedes Mal als Verlierer vom Platz. Die zweite Mannschaft spielt in der 2. Bundesliga Nord. In der Saison 2006/07 wurde die Mannschaft Vizemeister.

Der HSV stellte bislang mit Antonia Schmale, Tanja Vreden, Britta Carlson, Sarah GĂŒnther und aktuell Kim Kulig fĂŒnf Nationalspielerinnen. Sarah GĂŒnther gewann mit der Nationalmannschaft 2004 die olympische Bronzemedaille und wurde ein Jahr spĂ€ter Europameisterin. Kim Kulig wurde 2009 Europameisterin.

Weitere Abteilungen

Badminton

Der Hamburger SV ist im Badminton einer der Protagonisten in Deutschland. Den grĂ¶ĂŸten Erfolg in dieser Sportart feierte der Verein gleich im ersten Jahr der Ausspielung des Deutschen Mannschaftsmeisters 1957, als sich die Hamburger bis ins Finale vorkĂ€mpften, dort jedoch dem 1. DBC Bonn unterlagen.

Baseball

→ Hauptartikel: HSV Stealers

Die Baseball-Abteilung des HSV entstand 2004 und trug den Namen HSV Hanseatics, nachdem die 1985 gegrĂŒndeten Lokstedt Stealers sich dem Verein unter Umbenennung in HSV Stealers anschlossen, hörten die Hanseatics auf zu existieren. Die Stealers spielten nach einem Durchmarsch durch alle Ligen seit 1991 in der 1. Baseball-Bundesliga Nord. Nach zwei deutschen Vizemeisterschaften 1995 und 1997 wurden sie im Jahr 2000 nicht nur deutscher Meister, sondern gewannen auch den deutschen Pokal und den Europapokal. Sie sind bisher die einzige deutsche Mannschaft, der dieses Triple gelang. Nach dem Abstieg in der Saison 2002 gelang im Folgejahr direkt der Wiederaufstieg in die Baseball-Bundesliga. Die Stealers sind damit gemeinsam mit den Mainz Athletics der Verein mit der drittlĂ€ngsten Zugehörigkeit zur Bundesliga.

Die Bundesligaspiele der Stealers werden im Hamburger Baseball Park in Hamburg-Lokstedt (direkt hinter dem TrainingsgelĂ€nde des FC St. Pauli) ausgetragen. Neben weiteren Herren- und Jugendteams nehmen auch die Frauen – unter dem Namen HSV Wildcats – am Softball-Spielbetrieb teil.

Cricket

Die Cricketmannschaft des Hamburger SV spielt in der Regionalliga Nord. Diese gewinnt sie meist, womit die Mannschaft sich regelmĂ€ĂŸig fĂŒr die Finals der Deutschen Meisterschaft qualifiziert. In den Jahren 2006–2009 gewannen Sie die Hallenmeisterschaft des Nordens.

Eishockey

→ Hauptartikel: Hamburger SV (Eishockey)

Die Eishockeyabteilung des Hamburger SV wurde 1986 gegrĂŒndet. Aktuell nimmt die Erste Herrenmannschaft am Spielbetrieb der drittklassigen Oberliga Nord teil, wĂ€hrend die Zweite Mannschaft in der viertklassigen Regionalliga Nord und die Dritte Mannschaft des Vereins in der sechstklassigen Landesliga Hamburg antreten. Die Frauenmannschaft spielt in der Fraueneishockey-Bundesliga, die 1b-Mannschaft nimmt am Spielbetrieb der 1. Damenliga Nord/Ost teil.

Golf

Die Golf-Abteilung des HSV ist noch recht jung: GegrĂŒndet wurde sie im April 2005. Die Abteilung umfasst (Stand: Okt. 2009) mehr als 150 Mitglieder. Als 150. Mitglied wurde am 18. Mai 2007 der TorhĂŒter der Fußball-Bundesligamannschaft, Frank Rost, aufgenommen.[58] Die Golf-Abteilung kooperiert mit fĂŒnf verschiedenen GolfplĂ€tzen in Hamburg-Moorfleet, Siek, Quickborn und Pinneberg (2).

Handball

Die Handballherren des HSV gehörten ab den 1960er Jahren sowohl in der Halle als auch auf dem damals noch populĂ€ren Großfeld zur deutschen Elite.

So standen sie 1963[59], 1964[60] und 1965[61] jeweils im Viertelfinale der Endrunde um die deutsche Feldhandball-Meisterschaft. 1966 holten sie die Vizemeisterschaft. Lediglich der TV Oppum war im Finale zu stark.[62] Folgerichtig gehörten die Handballer auch zu den GrĂŒndungsmitgliedern der 1967 eingefĂŒhrten Feldhandballbundesliga. In der Nordstaffel belegten sie 1967 Platz 2, 1968 Platz 3 und 1969 erneut Platz 2. Nach dem dritten Jahr war jedoch im Feldhandball Schluss. Der HSV zog sich aus der Liga zurĂŒck,[63] die 1971 aufgelöst wurde.

Stattdessen konzentrierte sich der HSV auf die 1966 eingefĂŒhrte zweigleisige Hallenbundesliga, da Handball in der Halle zunehmend populĂ€rer wurde, wĂ€hrend das Großfeld an AttraktivitĂ€t verlor. Auch in der Halle war der HSV GrĂŒndungsmitglied der neuen Bundesliga, der er bis 1976 angehörte.[64] 1970 gelang dort der Einzug in die Finalspiele um die deutsche Meisterschaft. Doch im Halbfinale schied der HSV mit zwei knappen Niederlagen (13:14, 13:15) gegen Frisch Auf Göppingen aus.[65] Im folgenden Jahr verpasste der HSV knapp den Sprung in die Endrunde. Danach rutschte der HSV von Saison zu Saison im Endklassement tiefer, bis am Ende der Saison 1975/76 der Bundesligaabstieg feststand.[66]

Die Handballabteilung des Hamburger SV besteht trotz der GrĂŒndung des Bundesligisten HSV Hamburg weiter. Letzterer hatte jedoch 2002 einen Kooperationsvertrag mit dem HSV geschlossen, um die Raute als Logo verwenden zu dĂŒrfen. Nach dem Aufstieg der HandballmĂ€nner in die viertklassige Oberliga Hamburg 2007 weiteten der Hamburger SV und der HSV Handball die Kooperation jedoch aus und grĂŒndeten mit der SG HSV Handball eine Spielgemeinschaft.[67][68]

siehe auch: HSV Hamburg

Hockey

Die seit 1919 bestehende Hockeyabteilung hat zur Zeit ca. 250 Mitglieder, davon ca. 140 Jugendliche. Hallenhockey wird in der vereinseigenen Halle an der Ulzburger Straße in Norderstedt gespielt, Feldhockey seit 2001 auf einem Kunstrasenplatz an gleicher Stelle.

Rollstuhlsport

Die Abteilung Rollstuhlsport wurde 2008 im Verein gegrĂŒndet, als der Rollstuhl-Sportclub Hamburg von 1975 in den HSV eingegliedert wurde. Mit etwa 250 Sportlern ist diese Abteilung des HSV eine der drei grĂ¶ĂŸten Rollstuhlsport-Abteilungen in Deutschland.[69] Betrieben werden unter anderem Basketball, Rugby, Tischtennis und Schwimmen.

Rugby

Die Rugby-Abteilung des Hamburger SV wurde am 16. Oktober 1925 durch Leichtathleten des Vereins und von außerhalb kommender Rugby-Spieler begrĂŒndet.[70] Damit ist die Rugby-Abteilung des HSV die Ă€lteste eines Sportvereines in der Hansestadt. In den Jahren 1938 und 1978 konnte die Hamburger Meisterschaft gewonnen werden, 1978 und 1991 der Niedersachsen-Pokal. Der Aufstieg in die Bundesliga gelang 1978, dort verblieb die Mannschaft bis 1979. Aufgrund von Mitgliedermangel wurde die Abteilung nach 1990 geschlossen. Im MĂ€rz 2006 fanden sich einige Enthusiasten zusammen, um eine der Ă€ltesten Abteilungen des HSV vor der endgĂŒltigen Schließung zu bewahren. Der langfristige Erfolg ist weiterhin nicht gesichert. Es fehlen immer noch Spieler. So sah sich die Abteilung 2008 gezwungen, sich aus der Regionalliga in die Verbandsliga zurĂŒckzuziehen, da keine vollstĂ€ndige Mannschaft aufgestellt werden konnte.

Letzte Spielzeiten

Jahr Liga Position
2006–07 Rugby-Regionalliga Nord (III) 8.
2007–08 Rugby-Verbandsliga Nord (IV) 5.
2008–09 Rugby-Verbandsliga Nord 7.
2009–10 Rugby-Verbandsliga Nord 4.

Tischtennis

→ Hauptartikel: Hamburger SV (Tischtennis)

Die Tischtennisabteilung des Hamburger SV besteht seit 1927 und ist im Stadtteil Eppendorf beheimatet. Ihre erfolgreichste Zeit erlebte die Abteilung in den 1930er und 1940er Jahren. Die erste MĂ€nnermannschaft wurde 1937 und 1938 deutscher Meister. Außerdem wurden Paul und Heinz Benthien sowie Erich Deisler im Herreneinzel deutscher Meister. Die erste Herrenmannschaft spielt heute in der drittklassigen Regionalliga Nord.

Volleyball

Die Volleyballherren des HSV spielten seit den 1970er Jahren in der Volleyball-Bundesliga und gehörten immer zu den deutschen Spitzenmannschaften. Sie wurden sechsmal Deutscher Meister (1976, 1977, 1985, 1986, 1987 und 1988) und holten fĂŒnfmal den DVV-Pokal (1974, 1977, 1983, 1985 und 1989). 1991 machten sich die Volleyballer als 1. VC Hamburg eigenstĂ€ndig und wurden 1992 nochmals Deutscher Pokalsieger. 1994 schlossen sie sich dem 1. SC Norderstedt an. Bekannte Nationalspieler waren Klaus Meetz, Klaus Wegner, Frank Mackerodt, Christian Voß, Jörg BrĂŒgge, Hauke Braack, Leif Andersson, Michael Dornheim und Dirk Oldenburg.

Seit 2005 spielen mehrere deutsche Spitzen-Beachvolleyballteams fĂŒr den HSV: Okka Rau / Stephanie Pohl (bis 2009), David Klemperer / Eric Koreng, Sebastian Dollinger / Stefan Windscheif, Jana Köhler / Julia Sude, Katharina Culav / Katharina Schillerwein sowie Christine Aulenbrock / Anna Behlen.

Literatur

  • Axel Formeseyn: Unser HSV – Das ultimative HSV-Buch. Edition Temmen, Bremen 2009, ISBN 978-3-86108-894-3.
  • Hans-GĂŒnter Klemm, Michael Richter: Das HSV-Lexikon. Die Werkstatt, Göttingen 2000, ISBN 3-89533-305-0.
  • Matthias Kropp: Deutschlands große Fußballmannschaften – Hamburger SV. Agon, Kassel 1996, ISBN 3-928562-70-3.
  • Manfred Mitrowan: Hamburger SV. In: 50 Jahre Hamburger Tisch-Tennis-Verband – Chronik 1948–1998. Hamburg 1998, S. 28–29.
  • Jens Reimer PrĂŒĂŸ, Hartmut Irle: Tore, Punkte, Spieler – Die komplette HSV-Statistik. Die Werkstatt, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89533-685-0.
  • Werner Skrentny: Orte der Leidenschaft. Der HSV und seine Stadien. Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 3-89533-502-9.
  • Werner Skrentny, Jens R. PrĂŒĂŸ: Immer erste Klasse – Die Geschichte des Hamburger SV. Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-469-3.
  • Werner Skrentny, Jens R. PrĂŒĂŸ: Mit der Raute im Herzen – Die große Geschichte des Hamburger SV. Die Werkstatt, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89533-620-1.
  • Otto Tötter: Hundert Jahre deutscher Fußball – HSV. Rasch und Röhring, Hamburg 1985, ISBN 3-89136-023-1.

Weblinks

 Commons: Hamburger SV â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ hsv.de: [1]
  2. ↑ Satzung des HSV, § 4 (pdf-Datei, S. 5)
  3. ↑ hsv-sc.de Mitgliederentwicklung
  4. ↑ „Der Zeitpunkt der Vereinigung wurde auf den 2. Juni 1919, d. h. denjenigen Tag festgesetzt, an welchem die noch gemeinsam mit dem S.C. ‚Victoria‘ auszutragenden KĂ€mpfe um die norddeutsche Fußball-Meisterschaft ihr, wie wir hoffen wollen, glĂŒckliches Ende erreicht haben werden.“ Aus: Vereins-Nachrichten des Hamburger Sport-Vereins von 1888 (e.V.), 16. Jahrgang, Nr. 2 vom 1. Juni 1919
  5. ↑ hsv.de: Satzung des Hamburger SV, pdf-Datei, S. 4
  6. ↑ Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 BĂ€nde. Darmstadt 2005 publiziert ĂŒber Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.
  7. ↑ Vgl. Skrentny/PrĂŒĂŸ, S. 37.
  8. ↑ Skrentny/PrĂŒĂŸ, S. 45
  9. ↑ Arne Schultchen: Zeichen der Zeit, in: 11 Freunde, Ausgabe 93, August 2009, S. 79
  10. ↑ vgl. Skrentny/PrĂŒĂŸ, Seite 40
  11. ↑ vgl. Skrentny/PrĂŒĂŸ, Seite 47
  12. ↑ vgl. Skrentny/PrĂŒĂŸ, Seite 71
  13. ↑ vgl. Skrentny/PrĂŒĂŸ, Seite 80
  14. ↑ vgl. Skrentny, PrĂŒĂŸ, Seite 106
  15. ↑ vgl. Skrentny, PrĂŒĂŸ, Seite 114
  16. ↑ vgl. Skrentny, PrĂŒĂŸ, Seite 113
  17. ↑ vgl. Skrentny, PrĂŒĂŸ, Seite 132
  18. ↑ vgl. Skrentny, PrĂŒĂŸ, Seite 159
  19. ↑ vgl. Skrentny, PrĂŒĂŸ, Seite 158
  20. ↑ vgl. Skrentny, PrĂŒĂŸ, Seite 162
  21. ↑ vgl. Skrentny, PrĂŒĂŸ, Seite 184
  22. ↑ Werner Krentny/Jens Reimer PrĂŒĂŸ: Mit der Raute im Herzen – Die große Geschichte des Hamburger SV, S. 250
  23. ↑ zitiert in: Werner Krentny/Jens Reimer PrĂŒĂŸ: Mit der Raute im Herzen – Die große Geschichte des Hamburger SV, S. 261
  24. ↑ Werner Skrentny/Jens Reimer PrĂŒĂŸ, S. 294
  25. ↑ Skrentny/PrĂŒĂŸ, S. 323
  26. ↑ Skrentny/PrĂŒĂŸ, S. 344
  27. ↑ Skrentny/PrĂŒĂŸ, S. 355
  28. ↑ Sportal.de: HSV zum UI-Cup-Sieger erklĂ€rt, Meldung vom 22. Februar 2008
  29. ↑ hsv.de: Martin Jol wechselt zu Ajax Amsterdam
  30. ↑ Focus online: HSV-Vorstand ĂŒbt sich im Machtkampf
  31. ↑ hsv.de: HSV und Beiersdorfer trennen sich einvernehmlich
  32. ↑ http://www.hsv.de/saison/meldungen-saison/bundesliga/februar-2011/frank-arnesen-wird-sportchef-des-hsv/
  33. ↑ FAZ, 8. MĂ€rz 2011
  34. ↑ Eurosport: Veh muss sofort gehen
  35. ↑ Der HSV und Hoffmann/Kraus trennen sich
  36. ↑ Der HSV trennt sich von Michael Oenning
  37. ↑ http://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article2054677/Entscheidung-Frank-Arnesen-ist-der-neue-Teamchef.html
  38. ↑ Ob er wirklich EnglĂ€nder war, ist nach Skrentny/PrĂŒĂŸ (Mit der Raute 
) nicht sicher
  39. ↑ Kicker Sportmagazin, Bundesliga-Sonderheft 2009/2010, S. 79
  40. ↑ Laut Skrentny/PrĂŒĂŸ (S. 464) kommen bei Harder und Adamkiewicz möglicherweise noch einige „unbekannte“ Tore hinzu.
  41. ↑ Laut Skrentny/PrĂŒĂŸ (S. 464) kommen bei Harder und Adamkiewicz möglicherweise noch einige „unbekannte“ Tore hinzu.
  42. ↑ Skrentny/PrĂŒĂŸ, S. 388
  43. ↑ Beispielfotos auf den Seiten der Fangruppierung Chosen Few
  44. ↑ Songtext
  45. ↑ Songtext
  46. ↑ Homepage des HSV Supporters-Clubs
  47. ↑ Business-Fanclub des Hamburger SV / OFC
  48. ↑ Spiegel-Artikel zum Tod Maleikas
  49. ↑ www.hsv-sc.de: GrĂŒndungmitglieder
  50. ↑ Songtext
  51. ↑ Songtext
  52. ↑ Songtext und Video
  53. ↑ NDR Online: Ewige Ruhe im Zeichen der Raute
  54. ↑ hsv.de: Gremien
  55. ↑ Die Rolle der 2. Mannschaft hsv.de
  56. ↑ hsv.de: JĂŒrgen-Werner-Schule
  57. ↑ hsv.de: Kooperationsvereine
  58. ↑ hsv-golf.de, MenĂŒpunkt Mitgliedschaft/Golfclubs anklicken
  59. ↑ Endrunde um die deutsche Feldhandball-Meisterschaft 1963, www.bundesligainfo.de (13. April 2008)
  60. ↑ Endrunde um die deutsche Feldhandball-Meisterschaft 1964, www.bundesligainfo.de (13. April 2008)
  61. ↑ Endrunde um die deutsche Feldhandball-Meisterschaft 1965, www.bundesligainfo.de (13. April 2008)
  62. ↑ Endrunde um die deutsche Feldhandball-Meisterschaft 1966, www.bundesligainfo.de (13. April 2008)
  63. ↑ Feldhandball Bundesliga 1969, www.bundesligainfo.de (13. April 2008)
  64. ↑ Alle Verein der Bundesliga 1966–2008, bundesligainfo.de-Archiv (13. April 2008)
  65. ↑ Bundesliga 1969/70, bundesligainfo.de (13. April 2008)
  66. ↑ Bundesliga 1975/76, bundesligainfo.de (13. April 2008)
  67. ↑ Verein, www.hsvhandball.de (13. April 2008)
  68. ↑ Oberliga Hamburg 2007/08, bundesligainfo.de (13. April 2008)
  69. ↑ www.hsv-rollstuhlsport.de
  70. ↑ Geschichte der HSV-Rugby Abteilung Homepage der Rugby-Abteilung des HSV, Abgerufen am 23. April 2010.

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