Hans Dreckmann

Hans Dreckmann (* 6. Oktober 1884; † nach 1970) war ein deutscher Landwirt und Politiker der Nachkriegszeit.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Dreckmann war Landwirt von Beruf. Er entstammte der alten Barmbeker Landwirtefamlie Dreckmann. Er bewirtschaftete sowohl einen Hof im Bezirk Bergedorf als auch das Gut Treudelberg in Lemsahl-Mellingstedt. Zudem gehörten ihm ausgedehnte Ländereien in Barmbek, auf denen ab den 1920er Jahren Wohnungsbau stattfand. Am 2008 abgerissenen Dreckmannschen Hof an der Ecke Habichtstraße / Bramfelder Straße in Barmbek-Nord war er zumindest beteiligt.

Abgeordneter

Als Vertreter der Landwirte war Dreckmann von der britischen Besatzungsmacht 1946 in die Ernannte Bürgerschaft berufen. Dort gehörte er ursprünglich der Fraktion der Parteilosen an. Im Juli 1946 schloss er sich der FDP-Fraktion an, ohne der Partei selbst beizutreten. Bei der Bürgerschaftswahl 1946 kandidierte er nicht, da ihn die FDP zu sehr an die frühere Deutsche Demokratische Partei erinnere, die in der Weimarer Republik eine landwirtschaftsfeindliche Politik getrieben habe.[1]

Ende der 1940er Jahre trat er der Deutschen Partei bei, für die er 1949 zum Bezirksausschuß Wandsbek kandidierte. Zunächst nicht gewählt, rückte er 1952 in den Bezirksausschuß nach. 1953 (im Rahmen des Hamburg-Blockes) und 1957 kandidierte er erneut für die DP, errang jedoch kein Mandat mehr.

Veröffentlichungen

  • Hamburg nach der Kapitulation. Erinnerungen an 1945/46, Dammtor-Verlag, Hamburg 1970.

Quellen

  • Johanna Delekta, "Im Falle, daß ich aus dem Feldzug nicht wieder heimkehre ...", in: Der Barmbeker, Ausgabe 12/2008, Seite 8.

Einzelnachweise

  1. So Dreckmann gegenüber Christian Koch laut Brauers, Die FDP in Hamburg von 1945 bis 1953, Seite 252.

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