Hans Frank

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Hans Frank
Hans Frank, 1939
Hans Frank auf einer angeblichen Briefmarke des Generalgouvernements, die die Alliierten gefÀlscht hatten, um Hitler gegen ihn aufzubringen, da nur dessen Bild auf Briefmarken erlaubt war.

Hans Michael Frank (* 23. Mai 1900 in Karlsruhe; † 16. Oktober 1946 in NĂŒrnberg) war ein nationalsozialistischer deutscher Politiker. Er schloss sich der DAP, VorlĂ€uferin der NSDAP, bereits 1919 an, fungierte als Adolf Hitlers Rechtsanwalt und war höchster Jurist im „Dritten Reich“. Nach 1933 organisierte er die Gleichschaltung der Justiz in Bayern und spĂ€ter in ganz Deutschland. Er war Mitglied des Reichstags und Reichsminister ohne GeschĂ€ftsbereich. WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges war er Generalgouverneur des besetzten Polen und wurde von Zeitgenossen der „SchlĂ€chter von Polen“ oder der „JudenschlĂ€chter von Krakau“[1] genannt. Sein StaatssekretĂ€r Josef BĂŒhler bezeichnete ihn in NĂŒrnberg als „König von Polen“.[2]

Frank gehörte zu den 24 im NĂŒrnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen MilitĂ€rgerichtshof Angeklagten. Er wurde am 1. Oktober 1946 in zwei von drei Anklagepunkten schuldig gesprochen, zum Tode verurteilt und in der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober 1946 durch den Strang hingerichtet.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jugend und Studium

Hans Michael Frank wurde in Karlsruhe als Sohn des Anwalts Karl Frank (1869–1945) und dessen Frau Magdalena (geb. Buchmaier) geboren. Er hatte zwei Geschwister, Karl junior (1891–1916) und Elisabeth. Nach dem Abitur 1918 am Maximiliansgymnasium MĂŒnchen wurde er zur Infanterie eingezogen, kam jedoch nicht mehr an die Front.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges schloss er sich dem von Franz Ritter von Epp gefĂŒhrten „Freikorps Epp“ an, das maßgeblich an der Niederschlagung der MĂŒnchner RĂ€terepublik beteiligt war. Frank trat in MĂŒnchen der völkisch-nationalistischen Thulegesellschaft bei, wo er Anton Drexler, den Vorsitzenden der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) kennen lernte. 1919 wurde er Mitglied der DAP. 1919 bis 1923 studierte Frank Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in MĂŒnchen, Kiel und Wien.

Im September 1923 erfolgte seine Aufnahme in die SA, einen Monat spĂ€ter trat Frank in die NSDAP ein. Zusammen mit Hitler und seinen AnhĂ€ngern nahm Frank am 9. November 1923 in MĂŒnchen am Marsch zur Feldherrnhalle (Hitlerputsch) teil. Nach dem Scheitern des Putsches flĂŒchtete Frank nach Italien, konnte jedoch 1924 nach Einstellung des wegen der November-Ereignisse gegen ihn anhĂ€ngigen Verfahrens nach MĂŒnchen zurĂŒckkehren. 1924 wurde er an der UniversitĂ€t Kiel in Rechtswissenschaften und Nationalökonomie mit dem Thema Die öffentliche Juristische Person – Ein Beitrag zur Lehre des Merkmals der öffentlichen Rechtsperson promoviert, sein Doktorvater war Walter Jellinek.

Am 2. April 1925 heiratete Frank in MĂŒnchen die aus Forst (Lausitz) stammende Stenotypistin und SekretĂ€rin im bayerischen Landtag Maria Brigitte Herbst (* 29. Dezember 1895, † 9. MĂ€rz 1959). Aus der Ehe gingen fĂŒnf Kinder hervor: Sigrid (* 17. MĂ€rz 1927), Norman (* 3. Juni 1928), Brigitte (* 13. Januar 1935, † 1981), Michael (* 15. Februar 1937, † 1990) und Niklas Frank (* 9. MĂ€rz 1939). Die Familie lebte auf einem Bauernhof im bayerischen Neuhaus am Schliersee, dem „Schoberhof“.

Juristische Karriere

1926 machte Frank das Staatsexamen, erhielt eine Assistentenstelle am juristischen Seminar der Technischen Hochschule MĂŒnchen und wurde zweiter Beisitzer des Untersuchungs- und Schlichtungsausschusses der NSDAP-Reichsleitung. Frank trat in die MĂŒnchner Anwaltskanzlei seines Vaters ein, die er spĂ€ter ĂŒbernahm, und verteidigte in der Weimarer Republik NS-SchlĂ€ger und FunktionĂ€re der NSDAP.

1926 trat Frank vorĂŒbergehend aus der NSDAP aus. Er begrĂŒndete diesen Schritt mit Differenzen mit der Parteileitung hinsichtlich deren SĂŒdtirol-Politik, kehrte aber ein Jahr spĂ€ter in die Partei zurĂŒck. 1928 grĂŒndete er den Nationalsozialistischen Deutschen Juristenbund (ab 1936 NS-Rechtswahrerbund), die erste Fachorganisation der NSDAP, der er auch selbst vorstand. Bis 1933 trat er in ĂŒber 2.400 Verfahren als Rechtsvertreter in NS-Angelegenheiten vor Gericht auf. 1929 ernannte Hitler ihn zum Leiter der Rechtsabteilung der NSDAP (ab 1935 Reichsrechtsamt der NSDAP).

Als Rechtsbeistand Hitlers verteidigte Frank diesen beim Ulmer Reichswehrprozess in Leipzig, wo Hitler am 25. September 1930 den LegalitĂ€tseid ablegte, wonach er nur mehr auf legalem Wege die Macht in Deutschland erringen wollte. Frank verteidigte Hitler in 40 weiteren Prozessen. 1931 erhielt er den Auftrag, Behauptungen ĂŒber Hitlers jĂŒdische Abstammung zu widerlegen. Er wurde dadurch zum intimen Kenner von Hitlers Abstammung und sah möglicherweise als einziger alle diesbezĂŒglichen Dokumente, von denen spĂ€ter ein Teil verschwand. In den Memoiren, die Frank kurz vor seiner Hinrichtung niederschrieb, behauptete Frank, Maria Schicklgruber, die Mutter von Hitlers unehelich geborenem Vater Alois Hitler, sei als Köchin im Haushalt einer jĂŒdischen Familie namens Frankenberger angestellt gewesen. Zwar wollte Frank nicht ganz ausschließen, dass Hitlers Großvater demnach Jude gewesen sein könnte, er schrieb aber auch: „Daß Adolf Hitler bestimmt kein Judenblut in den Adern hatte, scheint mir aus seiner ganzen Art dermaßen eklatant erwiesen, daß es keines weiteren Wortes bedarf.“[3] Die Frankenberger-Legende, nach der Hitler möglicherweise „Vierteljude“ gewesen sei, sorgte fĂŒr Furore, gilt jedoch mittlerweile als widerlegt.[4]

1930 wurde Frank zum Abgeordneten des Reichstages gewĂ€hlt. Nach der MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten wurde er im MĂ€rz 1933 Justizminister von Bayern und hatte dieses Amt bis Dezember 1934 inne. In seiner Amtszeit gelang im Juni 1934 die Entmachtung der SA, durch die Ermordung Ernst Röhms und zahlreicher SA-FĂŒhrer. Zuvor war das GerĂŒcht verbreitet worden, Röhm hĂ€tte PutschplĂ€ne und ein „Röhm-Putsch“ stĂŒnde bevor. Frank behauptete spĂ€ter, er habe gegen die Hinrichtung Röhms und der SA-FĂŒhrung, die ohne Gerichtsverfahren stattfand, protestiert, doch stellte sich dies als LĂŒge heraus. Frank sprach sich dennoch wiederholt gegen Tötungen ohne formale Rechtsgrundlage aus.

Am 8. MĂ€rz 1933 sandte Frank in einer Rede im bayerischen Rundfunk „einen Gruß an seine unterdrĂŒckten Volksgenossen in Österreich“ und drohte, die NSDAP werde notfalls „die Sicherung der Freiheit der deutschen Volksgenossen in Österreich ĂŒbernehmen“. Die österreichische Regierung protestierte offiziell in Berlin, Hitler lehnte jedoch die Verantwortung fĂŒr Franks Worte ab. Im Mai 1933 begab sich Frank in Begleitung des preußischen Justizministers Hanns Kerrl und des stellvertretenden Ministers Roland Freisler nach Wien, um nationalsozialistische Propaganda zu betreiben. Der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß erklĂ€rte die Anwesenheit nationalsozialistischer Minister in Österreich fĂŒr unerwĂŒnscht und wies Frank aus. Als Reaktion darauf verhĂ€ngte Hitler die Tausendmarksperre um die sehr stark vom Tourismus abhĂ€ngige österreichische Wirtschaft zu schwĂ€chen, und die österreichischen Nationalsozialisten starteten eine Welle von TerroranschlĂ€gen - dies fĂŒhrte schließlich am 19. Juni 1933 zum Verbot der NSDAP in Österreich.

Frank wurde am 25. April 1933 im Zuge der Gleichschaltung der Juristen von ReichsprĂ€sident Paul von Hindenburg zum „Reichskommissar fĂŒr die Gleichschaltung der Justiz und fĂŒr die Erneuerung der Rechtsordnung“ ernannt, mit dem Ziel, neben den Justizbehörden auch die berufsstĂ€ndischen Organisationen gleichzuschalten. Franks Ziel war es, sĂ€mtliche Mitglieder des Rechtsstandes in einer großen Zwangsorganisation zusammenzufassen, nationalsozialistisch zu schulen und den TotalitĂ€tsanspruch der NSDAP in der Rechtspolitik durchzusetzen.

Im Juni 1933 grĂŒndete Frank daher die „Akademie fĂŒr Deutsches Recht“, deren alleinverantwortlicher PrĂ€sident er war und die ihm eine wichtige BĂŒhne fĂŒr seine SelbstbestĂ€tigung bot. Politprominenz wie Göring, Goebbels und Innenminister Wilhelm Frick sowie Rudolf Heß und Alfred Rosenberg wurden zu Mitgliedern ernannt; fördernd standen ihr Großindustrielle wie Carl Bosch, Wilhelm von Opel und Fritz Thyssen zur Seite. Sitz wurde ein Patrizierhaus am Leipziger Platz in Berlin, das Frank nicht nur luxuriös ausstatten ließ, sondern in dem in jedem Arbeitszimmer neben Hitlers Bild auch sein eigenes zu hĂ€ngen hatte. In MĂŒnchen baute Frank ĂŒberdies 1936 bis 1939 ein „Haus des deutschen Rechts“ in der Ludwigstraße, das spĂ€ter Sitz der Akademie war und das Hitler angeblich als „Oppositionsbude“ bezeichnete. Franks Ambition, der Akademie „Anregung, Begutachtung, Vorbereitung und Ausarbeitung von GesetzesentwĂŒrfen“ zu ĂŒbertragen, rief allerdings den Reichsjustizminister auf den Plan, der dies per Erlass unterband.

Frank kumulierte weitere Ämter als ReichsrechtsfĂŒhrer, Reichsleiter des Rechtsamtes der NSDAP sowie weitere AmtswĂŒrden in diversen Parteigliederungen und profilierte sich als Herausgeber zahlreicher juristischer Schriften und Periodika (siehe Abschnitt Literatur). Im Dezember 1934 trat er als Reichsminister ohne GeschĂ€ftsbereich in die Reichsregierung ein und pendelte zwischen seinen Dienstvillen in Berlin und MĂŒnchen und dem Sitz der Familie in Bayern.

1936 wurden die „LeitsĂ€tze ĂŒber Stellung und Aufgaben des Richters“ veröffentlicht, in denen Frank die Bindung des Richters an den FĂŒhrerwillen zur Forderung erhob:

„Es ist nicht seine Aufgabe, eine ĂŒber der Volksgemeinschaft stehende Rechtsordnung zur Anwendung zu verhelfen oder allgemeine Wertvorstellungen durchzusetzen, vielmehr hat er die konkrete völkische Gemeinschaftsordnung zu wahren, SchĂ€dlinge auszumerzen, gemeinschaftswidriges Verhalten zu ahnden und Streit unter Gemeinschaftsmitgliedern zu schlichten“.

Bei einem Vortrag ĂŒber die NS-Rechtspolitik im April 1936 in Rom lernte Frank Benito Mussolini kennen, mit dem ihn bald ein herzliches VerhĂ€ltnis verband, nicht zuletzt, da er sich ohne Dolmetscher mit ihm unterhalten konnte. Ende September 1936 reiste Frank erneut nach Rom, um Mussolini die Einladung Hitlers zu einem Besuch in Deutschland zu ĂŒberbringen. Bei diesem Besuch war Frank Mussolinis persönlicher Betreuer und begleitete Hitler beim Gegenbesuch in Rom im Mai 1938. Die geplante Entsendung Franks als deutscher Botschafter in Rom kam nicht zustande.

Am 16. Mai 1936 erklĂ€rte Frank, dass in Deutschland die Gewaltenteilung aufgehoben sei und die einzige Macht im Staat bei Hitler liege. Nach dem Anschluss Österreichs im MĂ€rz 1938 wurde die Gesellschaft fĂŒr Rechts- und Staatswissenschaften durch den PrĂ€sidenten Frank am 1. Juni in die Akademie fĂŒr Deutsches Recht eingegliedert und damit deren Arbeit auf die „Ostmark“ ausgedehnt.

Am 24. September 1939 notierte der NS-Chefideologe Alfred Rosenberg in seinem Tagebuch, dass die zukĂŒnftigen Beamten von Hans Frank in der dem Außenpolitischen Amt der NSDAP angegliederten Schule ausgebildet werden sollten. Er schrieb: „Frank, der kommende Zivilkommissar fĂŒr Polen, hat mich gebeten, im Außenpol.[itischen] Schulungshaus alle seine Beamten in 4-wöchentlichen Kursen vorzubereiten. Habe ihm das zugesagt, vielleicht bringt man hier einigen einen weiteren Blick fĂŒr die Probleme des Ostens bei.“[5]

Generalgouvernement

Grundsteinlegung zu einer Polizeikaserne in Krakau 1939, v.l.n.r. Heinrich Himmler, Hans Frank, Kurt Daluege

1939 wurde Hans Frank zum Generalgouverneur der im Polenfeldzug von der Wehrmacht besetzten Teile Polens bestellt. Das Generalgouvernement fĂŒr die besetzten polnischen Gebiete (ab Juli 1940 nur noch Generalgouvernement), wurde nach der Gebietsaufteilung im Rahmen des Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag am 26. Oktober 1939 gebildet und von Frank als „Nebenland des Reiches“ bezeichnet. Es umfasste ursprĂŒnglich eine FlĂ€che von 95.000 kmÂČ und wurde 1942 mit Galizien auf 142.000 kmÂČ erweitert. Das Generalgouvernement wurde der ZustĂ€ndigkeit des Deutschen Reiches unterstellt, jedoch nicht in das Staatsgebiet eingegliedert.

Der Wawel, Franks Residenz in Krakau

Frank hatte seinen Amtssitz zunĂ€chst in ƁódĆș, ab November 1939 residierte er auf der Krakauer Burg Wawel, dem Stammsitz der polnischen Könige. Von den Parteigenossen wurde das Generalgouvernement bald spöttisch „Frank-Reich“ genannt, denn Frank herrschte als „deutscher Herrenmensch“ in Polen, beschĂ€ftigte eine Heerschar von Bediensteten, die er „Gefolgschaft“ nannte, und plĂŒnderte KunstschĂ€tze aus dem Besitz der katholischen Kirche und des polnischen Adels, um die er mit Reichsmarschall Göring kĂ€mpfen musste, der den SS-ObergruppenfĂŒhrer Kajetan MĂŒhlmann als „Sonderbeauftragten fĂŒr die Erfassung und Sicherung der Kunst- und KulturschĂ€tze“ des Landes einsetzte. Ähnlich prunkvoll war auch Franks Privatresidenz Schloss Kressendorf (Krzeszowice) ausgestattet, die er ebenfalls mit gestohlenen Möbeln aus polnischen AdelspalĂ€sten dekorierte. Goebbels notierte: „Frank regiert nicht, er herrscht“ und bezeichnete ihn in seinem Tagebuch als „HalbverrĂŒckten“. Franks Frau Brigitte verschob Lebensmittel in die Heimat und nahm den Juden in den Ghettos Pelze und Schmuck ab, indem sie in ihnen falsche Hoffnungen auf ihre Rettung weckte. Frank war kunstsinnig und musisch, er spielte Klavier, war Opernliebhaber, Schachspieler, Nietzsche-Kenner und pflegte Umgang mit KĂŒnstlern wie Gerhart Hauptmann, Winifred Wagner, Richard Strauss oder Hans Pfitzner, der ihm das am 2. Dezember 1944 unter Hans Swarowsky in Krakau uraufgefĂŒhrte Orchesterwerk „Krakauer BegrĂŒĂŸung“ widmete.[6]

Frank forcierte eine „kulturelle Kontrastpolitik“, mit der er die planmĂ€ĂŸige Zerstörung des polnischen Kultur- und Geisteslebens im Generalgouvernement betrieb. Bereits in den ersten Tagen der Okkupation wurde die UniversitĂ€t Warschau geschlossen; auch höhere Schulen existierten bald nicht mehr, Polen verlor fast 30 Prozent aller Wissenschaftler und Lehrer an Höheren Schulen. Die Professoren der UniversitĂ€t Krakau wurden geschlossen ins Konzentrationslager Oranienburg verschleppt. Gleichzeitig ĂŒbernahmen deutsche Wissenschaftler im Generalgouvernement die „Treuhandschaft“ ĂŒber den Kultur- und Kunstbesitz des Landes. Hierzu schrieb Frank am 3. Oktober 1939:

„Danach kommt nur eine Ausnutzung des Landes durch rĂŒcksichtslose Ausschlachtung, Abtransport aller fĂŒr die deutsche Kriegswirtschaft wichtigen VorrĂ€te, Rohstoffe, Maschinen, Fabrikationseinrichtungen usw., Heranziehung der ArbeitskrĂ€fte zum Einsatz im Reich, Drosselung der gesamten Wirtschaft Polens auf das fĂŒr die notdĂŒrftigste Lebenshaltung der Bevölkerung unbedingt notwendige Minimum, Schließung aller Bildungsanstalten, insbesondere der technischen Schulen und Hochschulen, zur VerhĂŒtung des Nachwuchses einer polnischen Intelligenzschicht, in Frage.“

Als Chef der Zivilverwaltung war Frank verantwortlich fĂŒr die Ermordung Hunderttausender Polen, fĂŒr die Beschlagnahmung ihres Eigentums und die Deportation etwa einer Million polnischer Zwangsarbeiter in deutsche Fabriken sowie fĂŒr die Einweisung der polnischen Juden in Ghettos. In einer Rede vor Mitarbeitern vom 25. November 1939 bezeichnete er es offen als eine „Freude, endlich einmal die jĂŒdische Rasse körperlich angehen zu können. Je mehr sterben, desto besser.“[7] Zur Versorgung der polnischen Bevölkerung im Kriegswinter bemerkte er lakonisch: „Der Winter wird hier ein harter Winter werden. Wenn es kein Brot gibt fĂŒr Polen, soll man nicht mit Klagen kommen.“[7] Mittels der von Frank erlassenen DurchfĂŒhrungsverordnungen wurde innerhalb von sechs Monaten der gesamte staatliche, private und kirchliche Kunstbesitz in Polen konfisziert. Polnische Juristen, Ärzte, Priester, Lehrer, KĂŒnstler und Wissenschaftler wurden als sogenannte „Geiseln“ erschossen, jĂŒdische Schauspieler, Schriftsteller, Journalisten und Maler wurden in Ghettos verschleppt. Im Sommer 1940 wurden im Zuge der „AB-Aktion“ (Außerordentliche Befriedungsaktion) ĂŒber 7.000 mögliche politische Gegner und WiderstandskĂ€mpfer sowie verurteilte Kriminelle und inhaftierte Polen, aber auch Intellektuelle liquidiert. Frank rechtfertigte deren summarische Aburteilung mit den Worten: „Ziel der Arbeit im Generalgouvernement ist nicht der Aufbau eines Rechtsstaats, sondern die ErfĂŒllung der nationalsozialistischen Ostaufgabe.“ Seit dieser Aktion wurde Frank von den polnischen BĂŒrgern als „SchlĂ€chter von Polen“ bezeichnet.

In Franks Machtbereich wurden auf dem Gebiet des Generalgouvernements vier Vernichtungslager fĂŒr die „Endlösung der Judenfrage“ errichtet: Belzec, Sobibor, Treblinka und Majdanek.

„Mit den Juden – das will ich Ihnen auch ganz offen sagen – muss so oder so Schluss gemacht werden (
) Meine Herren, ich muss Sie bitten, sich gegen alle MitleidserwĂ€gungen zu wappnen. Wir mĂŒssen die Juden vernichten.“ (Frank 1941 bei einer Sitzung in Krakau)

Mit Hitlers ErmĂ€chtigung an die obersten Reichsbehörden, Anordnungen fĂŒr das Generalgouvernement treffen zu können, erhielten auch SS-FĂŒhrer Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich Eingriffsrechte in die Angelegenheiten des Generalgouvernements und erreichten ĂŒber ihre Exekutivorgane de facto die alleinige ZustĂ€ndigkeit. Über diese Befehlslinie lief von Juli 1941 bis Oktober 1943 die Vernichtungsoperation Aktion Reinhardt ab (siehe auch: Aktion Erntefest). Frank lieferte sich einen Machtkampf mit Himmler, der in einer Art „Nebenregierung“ herrschte und das besetzte Polen der Polizeigewalt der SS unter Friedrich-Wilhelm KrĂŒger, dem StaatssekretĂ€r fĂŒr Sicherheitsfragen in Polen, unterstellen wollte. Bis zuletzt wurde Frank in dieser Kontroverse von Hitler gestĂŒtzt, obwohl Hitler eine ausgeprĂ€gte Feindschaft und GeringschĂ€tzung gegenĂŒber der Justiz und ihren Vertretern besaß und Frank innerhalb der NSDAP schwer angefeindet war. Albert Speer bezeichnete ihn gegenĂŒber Hitler als „Idioten“, Goebbels nannte ihn im Tagebuch am 10. September 1944 „einen politischen Verbrecher erster Klasse“. Franks FĂŒhrungsstil wurde vor allem von Himmler und Martin Bormann heftig kritisiert, die gemeinsam mit dem Chef der Reichskanzlei, Hans Heinrich Lammers, vehement an seiner Absetzung arbeiteten.

Im Sommer 1942 hielt Frank vier Reden an den UniversitĂ€ten von Berlin, Wien, MĂŒnchen und Heidelberg, die das Thema „Das Recht als Grundlage der Volksgemeinschaft“ zum Inhalt hatten und als Replik auf Hitlers Reichstagsrede vom April 1942 gelten, im Zuge derer sich Hitler eine Blankovollmacht als „oberster Gerichtsherr“ hatte geben lassen, was praktisch die Beseitigung der richterlichen UnabhĂ€ngigkeit bedeutete. Frank verteidigte das Rechtswesen gegen Angriffe aus den Kreisen der SS und nahm unter dem Motto: „Kein Reich ohne Recht – auch das unsere nicht! Kein Reich ohne Richter – auch das deutsche nicht! Kein Richter ohne echte Macht von Oben – auch der deutsche nicht!“ gegen die totale Entmachtung der Justiz durch die Polizei Stellung. Hitler erteilte Frank daraufhin Redeverbot außerhalb des Generalgouvernements und schloss ihn von allen Ämtern im Reich aus. Dies bedeutete das Ende von Franks rechtspolitischen AktivitĂ€ten. Zwei RĂŒcktrittsgesuche Franks vom Posten des Generalgouverneurs lehnte Hitler ab.

NĂŒrnberger Prozess

Beim Vormarsch der Roten Armee auf Krakau flĂŒchtete Frank am 17./18. Januar 1945 nach Bayern. Am 4. Mai wurde er von amerikanischen Soldaten im „Haus Bergfrieden“ in Neuhaus am Schliersee in der von ihm eingerichteten „Außenstelle des Generalgouvernements Polen“ festgenommen, wohin er noch zahlreiche Kunstwerke aus Krakau mitgenommen hatte, darunter Werke von Rembrandt, Rubens und Leonardo da Vinci. „Mein Marsch mit Hitler war nach fast einem Vierteljahrhundert zu Ende gegangen“ schrieb er spĂ€ter in seinen Erinnerungen zu diesem Tag. Im Zuge seiner Verhaftung ĂŒbergab Frank sein insgesamt 11.367 Seiten umfassendes Dienst-Tagebuch, in dem er seine Arbeit im Generalgouvernement penibel katalogisiert hatte und das spĂ€ter beim NĂŒrnberger Prozess große Bedeutung erlangen sollte. Am 6. Mai 1945 schnitt er sich im Kriegsgefangenenlager der 36. US-Infanteriedivision in Berchtesgaden die Pulsadern auf, nachdem er schon kurz nach seiner Festnahme versucht hatte, sich die Kehle aufzuschneiden, wurde aber am Leben erhalten. Im Sommer 1945 war er mit anderen NSDAP-GrĂ¶ĂŸen und hochrangigen Wehrmachtsangehörigen in Bad Mondorf im Kriegsgefangenenlager Nr. 32 (Camp Ashcan) interniert und wurde im August 1945 nach NĂŒrnberg ĂŒberstellt.

Aufgrund der wĂ€hrend seiner Amtszeit im Generalgouvernement begangenen Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung, insbesondere in den Ghettos von Lemberg, Warschau und Litzmannstadt (ƁódĆș), wurde Frank im NĂŒrnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher wegen Verschwörung, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Im NĂŒrnberger JustizgefĂ€ngnis vollzog Frank eine ostentative Hinwendung zum Katholizismus und bezeichnete den Prozess gegenĂŒber dem Gerichtspsychologen Gustave M. Gilbert als „ein gottgewolltes Weltgericht, das bestimmt ist, die schreckliche Leidenszeit unter Adolf Hitler zu untersuchen und zu beenden“. Er schrieb in der Haft seine Lebenserinnerungen, „Im Angesicht des Galgens. Deutung Hitlers und seiner Zeit auf Grund eigener Erlebnisse und Erkenntnisse“, die seine Frau Brigitte spĂ€ter im Eigenverlag herausgab.

Im Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher sprach Frank wĂ€hrend der BeweisfĂŒhrung ein berĂŒhmt gewordenes Schuldbekenntnis: „Wir haben den Kampf gegen das Judentum jahrelang gefĂŒhrt und wir haben uns in Äußerungen ergangen, die furchtbar sind. Tausend Jahre werden vergehen und diese Schuld von Deutschland nicht wegnehmen.“ Diese Aussage rief bei den Mitangeklagten, insbesondere bei Göring, Empörung hervor. Im Schlusswort vom 31. August 1946 nahm Frank diesen Satz allerdings wieder zurĂŒck: „Die riesigen Massenverbrechen entsetzlichster Art, die (
) an Deutschen verĂŒbt wurden und noch verĂŒbt werden, haben jede nur mögliche Schuld unseres Volkes schon heute restlos getilgt.“

Frank wurde am 1. Oktober 1946 in den Punkten 3 (Kriegsverbrechen) und 4 (Verbrechen gegen die Menschlichkeit) der Anklage schuldig gesprochen und zum Tod durch den Strang verurteilt. Laut Urteil war er

„ein williger und wissender Mitwirkender sowohl bei der Anwendung von Terror in Polen, wie bei der wirtschaftlichen Ausbeutung Polens auf eine Art und Weise, die zum Hungertod einer großen Anzahl Menschen fĂŒhrte; ferner bei der Deportation von mehr als einer Million Polen als Sklavenarbeiter nach Deutschland und in AusfĂŒhrung eines Programms, das den Mord von mindestens drei Millionen Juden zur Folge hatte.“

Hans Frank akzeptierte das Todesurteil mit den Worten „Ich verdiene und erwarte es“. An das deutsche Volk richtete er noch folgende Worte:

„Gott vor allem hat das Urteil ĂŒber Hitler gesprochen und vollzogen, ĂŒber ihn und das System, dem wir in gottferner Geisteshaltung dienten. Darum möge auch unser Volk von dem Weg zurĂŒckgerufen sein, auf dem Hitler und wir mit ihm es gefĂŒhrt haben. Ich bitte unser Volk, daß es nicht verharrt in dieser Richtung, auch nicht einen Schritt“

Kurz vor seiner Hinrichtung bedankte Frank sich fĂŒr die geistliche FĂŒrsorge wĂ€hrend der Gefangenschaft und bat Gott, ihn „gnĂ€dig zu empfangen.“ Am 16. Oktober 1946 wurde er in NĂŒrnberg hingerichtet.

Niklas Frank und das Buch „Der Vater“

Hans Franks Sohn Niklas Frank publizierte 1987 ein Buch mit dem Titel „Der Vater“, das den Untertitel „Eine Abrechnung“ trĂ€gt. Frank rekonstruierte das Leben seines Vaters aufgrund jahrelanger Recherchen, in deren Verlauf er erkennen musste, welch ungeheuren Ausmaßes die Verbrechen des Vaters waren. Das Buch wurde zunĂ€chst als Serie mit dem Titel „Mein Vater, der Nazimörder“ in der deutschen Illustrierten „Stern“ veröffentlicht und löste heftige Kontroversen aus. Es ist ein außergewöhnliches Dokument schonungsloser Offenheit eines Sohnes der Person und den Verbrechen seines Vaters gegenĂŒber. Niklas Frank schreibt dazu:

„Es gibt VĂ€ter, die zeugen einen tĂ€glich neu. So, wie der meine mich. Ich schlug mich mit ihm herum, ein Leben lang. Erst innerlich. Dann exhibitionierte ich, schrieb einen wĂŒsten Text, ungefiltert durch bĂŒrgerlichen Geschmack, genau so ekelhaft, wie deutsche und österreichische BĂŒrger wĂ€hrend des ‚Dritten Reiches‘ ihren Verbrechen nachgingen, oder Hitler und seine Verbrecher schĂŒtzten, stĂŒtzten, verehrten, liebten - und die große Zeit bis heute nicht vergessen haben. (
) Wenn man seinen Vater verfolgt, wie ich, wenn man in sein Hirn hineinkriecht, wie ich, wenn man seine Feigheiten studiert, und sie wieder findet, wie ich bei mir, wenn man bei den Recherchen sieht, welch Gierzapfen meine Mutter war, wie sie das Generalgouvernement Polen als Supermarkt auffasste, in dem sie als ‚Frau Generalgouverneur‘ die Preise selbst bestimmen konnte, wenn man, wie ich mit ihr, durch die Gettos fuhr und Pelze auflud aus den jĂŒdischen GeschĂ€ften, deren Inhaber fĂ€lschlicherweise glaubten, durch Brigitte Frank ihr Leben retten zu können, dann kann aus all dem Leid und Hass zwischen den Leichenbergen nur eines entstehen: Die Groteske.“

Am 9. Juni 1995 kam „Der Vater“ als multimediales Theaterprojekt mit dem Untertitel „Eine blutige Komödie“ bei den Wiener Festwochen heraus, basierend auf dem von Frank in Zusammenarbeit mit dem israelischen Autor Joshua Sobol verfassten Szenario, unter der Regie von Paulus Manker. Verwendet wurden dabei auch die Originalstimme Hans Franks sowie Filmaufnahmen und unzĂ€hlige Privatfotos aus dem Besitz von Niklas Frank.

Werke von Hans Frank

  • Im Angesicht des Galgens. Deutung Hitlers und seiner Zeit auf Grund eigener Erlebnisse und Erkenntnisse. Geschrieben im NĂŒrnberger JustizgefĂ€ngnis. Alfred Beck Verlag, MĂŒnchen-GrĂ€felfing 1953 (2. Aufl. 1955 in Neuhaus bei Schliersee).
  • Das Diensttagebuch des deutschen Generalgouverneurs in Polen 1939–1945 (Herausgegeben von Werner PrĂ€g und Wolfgang Jacobmeyer), Stuttgart 1975; Leske und Budrich, Opladen 1980, ISBN 3-421-01700-X
  • Privattagebuch, Band 1 und 2 (unveröffentlicht), Bundesarchiv Koblenz
  • Hans Frank war Herausgeber und Autor der Periodika „Zeitschrift der Akademie fĂŒr Deutsches Recht“, „Deutsches Recht (Zentralorgan des Bundes National–Sozialistischer Deutscher Juristen)“, „Arbeitsberichte der Akademie fĂŒr Deutsches Recht“, „Deutsches Recht in Österreich“ und „Das Vorfeld (SchulungsblĂ€tter fĂŒr den Nationalsozialisten im Generalgouvernement)“ und Verfasser zahlreicher Artikel im „Mitteilungsblatt des Bundes National–Sozialistischer Deutscher Juristen und des Reichsrechtsamtes der NSDAP“ sowie ab 1934 Herausgeber des „Jahrbuchs der Akademie fĂŒr Deutsches Recht“ in MĂŒnchen.

Zeugnisse

  • Kaputt. Roman von Curzio Malaparte; Kap.IV: Zu Gast bei Generalgouverneur Frank auf dem Wawel, Neapel 1944; neu aufgelegt (ĂŒbersetzt von Hellmut Ludwig) Paul Zsolnay Verlag, ISBN 3-552-05334-4

„Seine Ungeheuerlichkeit bezieht der Roman aus dem Gegensatz der Wirklichkeitsausschnitte. Ein stilvolles Diner in den GemĂ€chern des Generalgouverneurs von Polen, Hans Frank, wird durch die Schilderung eines Pogroms in Jassy, die der Held und Ich-ErzĂ€hler beim GĂ€nsebraten zum Besten gibt, in ein gleissendes Licht getaucht und wirkt wie eine Höllenfahrt. (...) Die feucht-weiche Physiognomie des Generalgouverneurs Frank vergisst man nicht mehr.“ (Frankfurter Rundschau, 6. April 2005)

Literatur

  • Niklas Frank: Der Vater. Eine Abrechnung. Vorwort Ralph Giordano. Bertelsmann, MĂŒnchen 1987, ISBN 3-570-02352-4.
  • Niklas Frank: Meine deutsche Mutter. C. Bertelsmann, MĂŒnchen 2005, ISBN 3-570-00689-1.
  • Hans Frank – Kopie eines Gewaltmenschen. In: Joachim C. Fest: Das Gesicht des Dritten Reiches. UngekĂŒrzte Taschenbuchausgabe. 9. Auflage. Piper, MĂŒnchen u. a. 2006, ISBN 3-492-21842-3, (Serie Piper 1842).
  • Imanuel Geiss: Die deutsche Politik im Generalgouvernement Polen 1939–1945. Aus dem Diensttagebuch des Generalgouverneurs Hans Frank. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, 26. August 1978, Bezug bzw. online Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung Bonn am Rhein.
  • Martyn Housden: Hans Frank. Lebensraum and the Holocaust. Palgrave Macmillan, New York NY u. a. 2003, ISBN 1-4039-1579-2.
  • Christoph Kleßmann: Der Generalgouverneur Hans Frank. In: Vierteljahrshefte fĂŒr Zeitgeschichte 19. Jg., 1971, 3. Heft, S. 245-260.
  • Stanislaw Piotrowski (Hrsg): Hans Franks Tagebuch. Polnischer Verlag der Wissenschaften, Warschau 1963.
  • Hans-Rainer Pichinot: Die Akademie fĂŒr Deutsches Recht. Aufbau und Entwicklung einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft des Dritten Reichs. Kiel 1981, (Kiel, Univ., Diss.).
  • Max du Prel (Hrsg.): Das deutsche Generalgouvernement Polen. Ein Überblick ĂŒber Gebiet, Gestaltung und Geschichte. Buchverlag Ost, Krakau 1940, (NS-Quelle, mit 12 Karten und 33 Abb.; erschien auch in Polnisch: dort der Verlagsort im Impressum: „Krakow“).
  • Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen MilitĂ€rgerichtshof. NĂŒrnberg, 14. November 1945 - 1. Oktober 1946. Internationaler MilitĂ€r-Gerichtshof, NĂŒrnberg. GemĂ€ĂŸ d. Weisungen des Internationalen MilitĂ€rgerichtshofes vom Sekretariat des Gerichtshofes unter der AutoritĂ€t des Obersten Kontrollrats fĂŒr Deutschland veröffentlicht.
  • Dieter Schenk: Hans Frank. Hitlers Kronjurist und Generalgouverneur. S. Fischer, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-10-073562-5, (Auch Taschenbuch: ebenda 2008, ISBN 978-3-596-16731-9). [8]
  • Christian Schudnagies: Hans Frank. Aufstieg und Fall des NS-Juristen und Generalgouverneurs. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1989. ISBN 3-631-40622-3, (Rechtshistorische Reihe 67), (Zugleich: TĂŒbingen, Univ., Diss.).
  • Dietmar Willoweit: Deutsche Rechtsgeschichte und „nationalsozialistische Weltanschauung“. Das Beispiel Hans Frank. In: Michael Stolleis u. a. (Hrsg.): Rechtsgeschichte im Nationalsozialismus. BeitrĂ€ge zur Geschichte einer Disziplin. Mohr, TĂŒbingen 1989, ISBN 3-16-645510-8, (BeitrĂ€ge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts 2), S. 25–42.

Weblinks

 Commons: Hans Frank â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Der NĂŒrnberger Prozess 1945/46 Hintergrundinformationen
  2. ↑ Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen MilitĂ€rgerichtshof, 23. April 1946, Bd. 12, S.95
  3. ↑ Hans Frank: Im Angesicht des Galgens. Deutung Hitlers und seiner Zeit auf Grund eigener Erlebnisse und Erkenntnisse. Geschrieben im NĂŒrnberger JustizgefĂ€ngnis. S. 331; zitiert nach: Schenk 2006, S. 65.
  4. ↑ Vgl. Werner Maser: Adolf Hitler. Legende-Mythos-Wirklichkeit. MĂŒnchen und Esslingen 1971, S. 25–28.
  5. ↑ Hans-GĂŒnther Seraphim: Das politische Tagebuch Alfred Rosenbergs. 1934/35 und 1939/40. Göttingen / Berlin / Frankfurt 1956, S. 98.
  6. ↑ Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945, CD-Rom-Lexikon, Kiel 2004, S. 5.240.
  7. ↑ a b Michael Wildt: Geschichte des Nationalsozialismus. Göttingen 2008, S. 150.
  8. ↑ Vgl. Benjamin ObermĂŒller: Rezension zu: Schenk, Dieter: Hans Frank. Hitlers Kronjurist und Generalgouverneur. Frankfurt am Main 2006. In: H-Soz-u-Kult, 7. Februar 2007.

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